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Der Dämon in dir

Ein kleiner Junge, der von seinen Freunden verraten seinem innerem Dämon freien Lauf lässt.

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    Jeder Mensch hat seine inneren Dämonen. Einige wissen sie besser zu kontrollieren, als Andere.

    Jonathan kam mit allen klar. Ausser mit Ali. Mit dem hatte er schon seit der Grundschule Probleme. Das doofe an der Geschichte war, dass Ali für die Anderen viel cooler war. In der achten Klasse kam es sogar so weit, dass Jonathan's Freunde ihn manchmal mit Ali zusammen ärgerten, auch wenn es Jonathan dabei offensichtlich schlecht geht. So ging das dann weiter. Eine Woche. Zwei. Ein Monat. Ein weiterer. Nach einiger Zeit wirkte sich das sichtlich auf Jonathan aus. Er wurde ruhig. Zog sich in seine eigene kleine Welt zurück. Aber wenn ihm jemand ans Bein pisste, kam er mit einer solchen Energie und Aggressivität zurück, dass es schon sehr beängstigend war. In den Sommerferien fragte Dennis, Jonathan's, aber auch Ali's bester Freund, ob sie sich am nächsten Tag zusammen mit Lukas, Miriam und Niko treffen wollten. Jonathan stimmte zu, aber Dennis hatte noch eine weitere Person eingeladen. Als sie sich dann am nächsten Tag trafen, war Jonathan nicht über Ali's Anwesenheit erfreut. Aber er sagte nichts. Die Truppe trank ein, zwei Bier, schlenderte durch die Gegend und quatschte sich alles von der Seele. Aber nach drei Stunden wurde das Ganze ein wenig langweilig, und Jonathan schlug vor, das alte abgebrannte Gebäude zu besuchen, dass in der Nähe der Schule stand. Die Anderen stimmten zu. Wieso auch nicht? Das wird bestimmt lustig! Sie zogen durch die Flure und Räume. Nach einiger Zeit griff Ali sich an den Kopf. "Leute? Ich...ich fühl mich nicht gut." Dann platzten seine Augen, und aus den Leeren Höhlen floss eine rosa Matsche, die einmal sein Gehirn gewesen war. Niemand bemerkte das leichte Lächeln in Jonathan's Gesicht. "Scheiße! Was war daAAAA!" War das Letzte, was Niko sagte, als sein Brustkorb aufsprang, und sein Herz und die Lunge in hohem Bogen aus dem offenem Körper sprangen. Lukas öffnete den Mund, um was zu sagen, aber sein Kopf flog über seinen Körper und riss die Wirbelsäule aus eben diesem raus. Die letzten Dinge, die Dennis mitbekam, bevor er ohnmächtig wurde, waren, dass Miriam's Arme und Beine abfielen und ein belustigtes kichern.

    Wo bin ich? Warum kann ich meine Arme nicht bewegen? Das sind die ersten Gedanken die Dennis hat, als er an einen Stuhl gefesselt aufwacht. Er ist in einem dunklen Kellerraum, in dessen Mitte ein Thron aus Menschlichen Knochen steht. Überzogen mit Menschlicher Haut. Mehr kann Dennis aber nicht erkennen, weil sein Gesicht eine unangenehme Begegnung mit einem Baseballschläger hat. "Ah, du bist wach." Hört er Jonathans Stimme. "Was zur Hölle sollte ... DAS?" "Ach, weißt du, Verrat bestrafe ich mit Verrat." "Hä? Wo von sprichst du?" "Und Leid, bestrafe ich mit Leid!" Dann lässt Jonathan eine Axt auf Dennis' Handgelenk fallen und kichert fröhlich, als Dennis anfängt zu schreien. "Schrei bitte noch einmal." Jonathan greift in die offene Wunde und nach dem Knochen. Durch die Schreie lässt sich kaum das wahnsinnig fröhliche Lachen hören. Jonathan umfasst den Knochen etwas fester und zieht. "Weißt du." langsam zieht er weiter. "Dein Gesicht ist gerade echt Gold wert." Als der Knochen sich nicht weiterziehen lässt, nimmt Jonathan einen kleinen Hammer und schlägt immer wieder auf den Ellbogen ein, bis der Knochen endlich draussen ist. "Das ist aber schade. Du hast dem ganzen Spass ja nicht zugesehen. Das sollte man ändern." Er nimmt sich ein Messer und schneidet Dennis' Augenlider ab, der vor Schock nicht mal mehr schreit. "SCHREI GEFÄLLIGST! ICH WILL DICH LEIDEN SEHEN!" Kreischt der kleine Psychopath und rammt, von euphorischen Schreien begleitet, den Knochen zurück an seinen Platz. Jetzt beginnt auch Dennis wieder zu schreien. Es ist ein wunderschönes Geräusch. "Vielleicht sollte ich zum ursprünglichen Plan zurückkehren. Was meinst du? Dennis? DENNIS? Oh nein, mein Freund, so schnell lass ich dich nicht gehen!" Diese Schmerzen. So ... so unerträgliche Schmerzen. Endlich die Ohnmacht! Was! Der Schmerz wird wieder stärker! "Denkst du, ich lasse dich so einfach abhauen? So ein Adrenalinkick ist schon was schönes.", sagt Jonathan, als er eine Spritze aus Dennis' Arm zieht. "Wo waren wir? Ach ja!" Er nimmt sich eine Spitzhacke und schlägt mit der spitzen Seite wieder und wieder auf das linke Bein seines Opfer's ein. Dann schlägt er mit der anderen, scharfen Seite von unten gegen das rechte Knie, so, dass die Kniescheibe auf den Boden fällt. "So viel Qual macht einen Hungrig, nicht wahr? Hmhmhmhmhmhmhmhm" Ehe er's sich versieht, schmeckt Dennis Blut, als ihm die Kniescheibe in den Mund geschoben und dieser zugetackert wird. "Du hast gefragt, warum? Ich war schon immer bei ihm. Schon im Kindergarten. Ich wollte schon immer, dass er sich endlich Respekt verschafft. Aber er hat mich verdrängt. Mich im hintersten Winkel seines Hirns weggesperrt! WEIßT DU, WIE SCHLIMM ES IST, ZU SEHEN, WIE DIE FREUNDE DEINER GUTEN SEITE IHN VERRATEN? WIE EIN NETTER JUNGE ZERBRICHT? WIE MAN NICHTS TUN KANN, UM IHM ZU HELFEN? Aber endlich konnte ich wieder ein wenig mitmischen. Seine Fantasien? Die Bilder, die er malte? Da sieht man, was die Trauer eines kleinen, lieben, UNSCHULDIGEN Jungen, und die Wut eines bösen, rachsüchtigen Monsters erschaffen. Du weißt nicht, wie viel Freude es mir macht, dich endlich zu bestrafen. Dich leiden zu lassen. Eigentlich war das hier für Ali gedacht. Aber ich möchte keinen Spaß mit meinem größten Feind haben. Und für einen echten Freund ist das hier zu grausam. Also brauchte ich eine kleine, verräterische Schlange. Aber warte kurz. Mir fehlen deine Schreie." Damit nimmt Jonathan sich eine Zange, und reisst Dennis' Unterkiefer raus. Jonathan geht hinter den Stuhl und kommt mit zwei glühenden Nägeln wieder, die er mit viel Genuss in die Seiten der Schlange schlägt. Dann nimmt er sich einen Vorschlaghammer und lässt ihn immer wieder auf die freiliegenden Beinknochen niedersausen. "Das ist doch anstrengender als gedacht. Egal." Jonathan will gerade nach einem Draht greifen, als wieder diese Erinnerung durch ihn schießt. Wie er in einer Schule neben zwei ziemlich ekelhaften Leichen steht und mit dem abgetrennten Kopf von sich selbst eine Entschuldigung an die Wand schreibt. Jonathan schüttelt einmal den Kopf. Was zur Hölle ist das? Egal. Er verbindet mit dem Draht die Nägel mit einer Autobatterie. Dann nimmt er sich einen Benziehnkanister und schüttet den Inhalt über den Untertleib seines Freundes. "Keine Sorge, es ist gleich vorbei." Ein weiterer Schrei bleibt ungehört, als ein Fleischerhaken Dennis' Schulterknochen durchbricht und er an einer Kette in die Luft gezogen wird. "Benzien fängt an breeeenen, wenn der Srom es bald berührt!", singt das Kind mit dem zerstörten Verstand, als es die Autobatterie an macht. Die Schreie, das Feuer, das Tropfen des Blutes, das Lachen des Erfreuten. Eine wahnsinnig schöne Komposition, wie man sie kein zweites Mal gehört hat.

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