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~ Kirschblüten ~

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4 Kapitel - 639 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 619 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die Geschichte der Julie, die als berühmte Schönheit eine erfolgreiche Karriere vor sich hat, bis sie in einen Unfall verwickelt wird.
Dabei lernt sie Paris von einer anderen Seite kennen ...

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    ((bold))V((ebold))or - Zurück, Vor - Zurück, Vor - Zurück.  Julie treibt die Schaukel gleichmäßig an und lächelt dabei, als gäbe es keine Sor
    Vor - Zurück, Vor - Zurück, Vor - Zurück. 
    Julie treibt die Schaukel gleichmäßig an und lächelt dabei, als gäbe es keine Sorge auf der Welt. Keine Kriege, keine Katastrophen, nicht einmal den ungenierten Fotografen, der von Zeit zu Zeit erwartungsvolle Blicke unter ihren Rock wirft.
    Sie hält das süße Parfum in der Hand, eigentlich ist es ekelhaft süß, das lässt sie sich aber nicht anmerken. 
    Julie soll nur ein hinreißendes Bild abgeben. Dann werden die Leute es schon lieben.
    Hinter ihr hängt ein Plakat, Kirschbäume sind darauf abgebildet. 
    Vielleicht ist das preiswerter, als das Foto zwischen echten Kirschbäumen zu machen, denkt sie. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass echte Kirschbäume selten solche grellgrünen Blätter und strahlend weiße Blüten haben. 

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    Es ist schon dunkel, als Julie in Richtung der Innenstadt geht, überall leuchten helle Laternen und bunte Reklamen auf. Das geschäftige Treiben der Straßen beruhigt sie; hier wurde sie geboren, hier ist sie zu Hause.
    Der rege Verkehr, das aufgebrachte Hupen der Autos, lebhafte Gespräche, unüberhörbares Kläffen verwöhnter Hunde mischen sich zusammen in eine traumhafte Ruhe.
    Unbewusst folgt Julie den Straßen entlang, in wachem Schlaf bald an Cafés, bald an Boutiquen vorüber.
    Sie kennt den Weg gut, darauf braucht sie nicht zu achten.
    Jetzt will sie nur schnell durch, sie will eine von den Tausenden in diesen Straßen sein. Julie hält ihren Regenschirm vor das Gesicht. Sie ist nicht das Mädchen aus den Modezeitschriften, nein, wirklich nicht. Jetzt nicht.

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    Es waren quitschende Reifen, kreischende Kinder und eine Frau, die sich panisch an den Arm ihres Mannes klammerte gewesen, die Julie abrupt in die Realität zurückbrachten, und sie auch sogleich wieder in einen Schlaf entließen. Diesem Schlaf allerdings kann man nicht den Namen Tagträumen geben; einige Minuten danach nennt ihn einer der Ärzte in der Notaufnahme Koma.
    Zu gleicher Zeit wird das Auto abgeschleppt, klammert sich die Frau noch immer an ihren Mann, jetzt auf dem Grundstück der Werkstatt stehend, wetten die Kinder mit abenteuerlichen Kriminalgeschichten und eine Ladenbesitzerin scheucht die Angestellten zum Aufräumen während sie aufgeregt Kontakt zu ihrer Versicherung sucht.
    Bis auf das zerbrochene Schaufenster ist in der Straße sogleich alles an altgewohnter Stelle. Einige Tage später holt auch der Mann der panischen Frau sein Auto aus der Werkstatt ab. Nachdem er stolz über den glänzenden Lack streicht, ist auch für ihn alles beim Alten.

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    Nur noch ein Überbleibsel ist von dem Unfall geblieben. Und dieses ist ziemlich uninteressant geworden für die Öffentlichkeit.
    Schon lange berichten die Modezeitschriften nicht mehr über sie; das wäre eine Schande für die Blätter, auf denen nur die aktuellsten Schönheiten abgedruckt sein dürfen. Aber auch die Zeitungen berichten nicht mehr darüber. Der Unfall ist alt, nun wird ein neuerer Fall von der Presse aufgegriffen.

    -folgt-

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