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Was es heißt ein Krieger zu sein

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1 Kapitel - 829 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 499 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Adlerpfote ist anderes als die anderen Clankatzen. Er hat es immer gespürt. Doch wie anders zeigt sich erst nach seiner ersten richtigen Schlacht.

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    ((unli))Danksagung((eunli)): Dieses wunderschöne Cover stammt von Eichhörnchentraum. Dafür geht ein riesengroßes Dankeschön an dich!:3 Danke an a
    Danksagung:

    Dieses wunderschöne Cover stammt von Eichhörnchentraum. Dafür geht ein riesengroßes Dankeschön an dich!:3

    Danke an alle meine Leser! Über Kritik, Lob und Anmerkungen in den Kommentaren würde ich mich sehr freuen^^


    Was es heißt ein Krieger zu sein


    Das Sonnenlicht brach sich seinen Weg durch die Blätter und malte sein unverkennbares Muster auf den Waldboden. Adlerpfote hasste das Licht, hasste es aus tiefstem Herzen.
    Er knurrte und wollte die Augen vor ihm verschließen, aber es zwängte sich durch seine geschlossenen Lider und wärmte ihm den Pelz. Er konnte es nicht länger ignorieren.
    Adlerpfote hievte sich auf die Pfoten und schleppte sich aus dem Schülerbau. Die meisten Katzen im Lager waren schon wach und wuselten geschäftig hin und her. Adlerpfote nahm sich eine Maus vom Frischbeutehaufen und verzog sich in die hinterste Ecke. Ein kleiner Brombeerstrauch schützte ihn vor unliebsamen Blicken.
    Vorsichtig nahm Adlerpfote einen Bissen von der Maus. Sofort roch es nach Blut. Der schwere Kupfergeruch verstopfte ihm die Nase und alles verkrampfte sich in ihm. Ihm war speiübel. Von dem noch warmen Fleisch in seinem Maul musste Adlerpfote würgen. Er spuckte aus und stieß die Maus von sich. Sein ganzer Körper zitterte.
    Um sich zu beruhigen, begann er mit langsamen und methodischen Bewegungen sein Fell zu putzen. In Gedanken war Adlerpfote ganz woanders.
    Heute war es so weit. Die Sonne war aufgegangen und hatte ihn in einen Tag hereingezogen vor dem ihn schon seit Monden graute.
    Adlerpfote würde heute ein Krieger werden.
    Seine Mentorin Rotweide hatte es ihm nach dem Kampf gestern stolz verkündet und Adlerpfote hatte genickt und gelächelt und so getan, als würde er sich freuen.
    Krieger. Nichts verabscheute er mehr.
    Und heute würde er einer von ihnen werden.
    "Da bist du ja!"
    Adlerpfote machte sich nicht die Mühe sich umzudrehen. Er erkannte die aufgeregte Stimme seiner Mutter auch so.
    Wolkenhimmel eilte zu ihm und leckte ihm übers Ohr. "Ich habe dich überall gesucht. Heute ist dein großer Tag! Bist du schon aufgeregt?"
    "Mhm", machte Adlerpfote.
    "Das musst du nicht", plapperte seine Mutter weiter. "Weißt du, als ich in deinem Alter war, da konnte ich es kaum erwarten Kriegerin zu werden. Du wirst das toll machen. Rotweide hat gesagt, gestern hast du tapfer gekämpft. Ich bin ja so unglaublich stolz auf dich!"
    Adlerpfote schluckte. "Es ist nichts Ehrenhaftes daran Krieger zu sein", murmelte er.
    "Was hast du gesagt?", fragte Wolkenhimmel zerstreut, während sie ihm weiterhin das Fell sauber leckte.
    "Ach, nichts. Ich muss zum Schmutzplatz." Er stand auf und ging.
    "Sei aber rechtzeitig wieder hier!", rief ihm Wolkenhimmel hinterher.
    Adlerpfote schlug den Weg zum Schmutzplatz ein, aber sobald er außer Sichtweite war, rannte er los. Seine Pfoten trugen ihn ganz ohne sein Zutun weiter, immer weiter. Der Wald um ihn herum verwischte zu einem braungrünem Nebel und der Wind riss an seinem Fell.
    Doch egal wie schnell Adlerpfote rannte, er konnte nicht davonlaufen.
    Die Bilder der Schlacht waren noch in seinem Kopf.
    Das Schreien sterbender Katzen hallte in ihm wieder.
    Der Geschmack von Blut lag noch auf seiner Zunge.
    Das Gefühl seiner Krallen, die eine fremde Kehle aufrissen.
    Adlerpfote hatte getötet. Er hatte eine andere Katze in der Schlacht umgebracht. Und das nur wegen ein bisschen gestohlener Beute.
    Ihm war schon immer bewusst gewesen, was es bedeutete ein Krieger zu sein. Zu kämpfen. Zu töten. Aber es selbst zu erleben war noch viel, viel schlimmer. Es war nichts Ehrenvolles daran Krieger zu sein.
    Das Sonnenlicht beschien seinen Weg und jetzt erkannte Adlerpfote auch, wohin ihn seine Pfoten trugen. Zur Schlucht.
    Steil abfallende Felskanten, bösartig gezackt und viel zu weit zum Überspringen. Aber vielleicht genau richtig zum Fliegen. Schließlich hieß er ja Adlerpfote.
    Der Kater lachte freudlos auf. Ein Schritt und er konnte das alles für immer vergessen. Er würde nie wieder töten müssen.

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