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BTS | Liebe - Fehl am Platz? (Suga-Fanfiction)

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43 Kapitel - 59.754 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 6.165 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4,9 von 5 - 7 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 10 Personen gefällt es

Als Du durch einen nicht schönen Zufall Suga von BTS kennenlernst, spielen Deine Gefühle verrückt. Kannst Du Dich auf die Bekanntschaft einlassen oder machen Dir Deine Vergangenheit und Erfahrungen einen Strich durch die Rechnung?
[Eine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven jeweils in der ich-Form geschrieben.]

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    Ich band mir noch schnell meine blonden Haare zu einem hohen Zopf, bevor ich den Laden mit der Aufschrift,, Sunny's Cafe" betrat. Lächelnd


    Ich band mir noch schnell meine blonden Haare zu einem hohen Zopf, bevor ich den Laden mit der Aufschrift,, Sunny's Cafe" betrat. Lächelnd begrüßte mich Sora hinter der mint-grünen Theke.,, Wäre es für dich in Ordnung, wenn du heute die Ausgabe machst und ich die Küche übernehme?", waren ihre ersten Worte an mich. Ich hatte mir in meiner Arbeitszeit hier schnell abgewöhnt, auf ein,, Hallo" zu hoffen, weshalb ich nur nuschelte:,, Ja, gehe mich nur schnell umziehen." Damit verschwand ich hinter der Tür, auf der, Employees Only' stand.

    Ich habe mich aber noch gar nicht richtig vorgestellt. Ich heiße Yumi, mein Nachname ist Cho. Aufgewachsen bin ich zwar in Deutschland, allerdings wohne ich seit ich 18 geworden bin hier, in Seoul, der Hauptstadt von Südkorea. Eigentlich sollte ich mich hier um meine Oma kümmern, die aber leider vor zwei Jahren an Altersschwäche verstorben ist. Meine Mutter und mein Vater leben immer noch in Deutschland, aber ich fühle mich hier in Seoul nach mehr als fünf Jahren wie Zuhause, so, als hätte ich schon immer hier gewohnt. Mein Vater kommt aus Deutschland, die koreanische Sprache habe ich von meiner Mutter gelernt, sie ist in Busan aufgewachsen. Ich studiere Architektur an der University of Seoul und jobbe nebenbei noch hier im Café. Mehr Freunde als Juhee und meine Mitarbeiter habe ich eigentlich nicht. Sora ist immer nett zu mir und steht auf Elin, ein Mädchen, das unsere leckeren Cupcakes bäckt. Ich habe nicht viel in meinem Leben vor, außer Sora und Elin zu einem Paar zu machen, Architektin zu werden und endlich meine Vergangenheit loszuwerden.

    ,, Hey! Yumi? Geht's dir gut?" Sora stand an der Tür und weckte mich aus meinen Gedanken.,, Die ersten Gäste kommen gleich!",, Jaja, komme schon...",, Betonung liegt auf SCHON.", rief Sora, bevor sie sich von der Tür entfernte. Ich legte meinen Rucksack in das Regal und betrat den Hauptraum des Cafés. Elin schloss gerade die Tür zu dem lieblich eingerichteten Raum auf, als ich mich hinter die Theke stellte.,, Heute also Kasse und Bedienung. Na das kann ja was werden.", seufzte ich.,, Wenigstens ist Selbstbedienung, was das Ganze erheblich einfacher macht."

    ,, Einen Blaubeer-Cupcake und einen Kaffee mit Kakao-Aroma bitte." Ein junger, hübscher Mann gab seine Bestellung auf. Nach einem kurzen Blick in die Vitrine antwortete ich:,, Ich werde in der Küche nachfragen, ob noch welche nachkommen, soweit das okay für Sie ist." Er nickte nur. In der Küche angekommen fragte ich Sora, ob sie nicht bitte die Cupcakes nach draußen bringen und weiter bedienen könnte, da ich schon genug bedient hatte. Sora verließ zustimmend die Küche und ich begab mich an meinen eigentlichen Arbeitsplatz.

    Nach ein paar Minuten unterbrach ich die Stille und fing ein Gespräch mit Elin an:
    ,, Wie geht's?",, Gut. Dir?"
    Ohne auf ihre Rückfrage einzugehen fragte ich sie, wie sie Sora findet. Überrascht antwortete sie:,, Ich mag sie sehr, sie ist nett, lustig und vor Allem hübsch..." Von ihrer eigenen Aussage erschrocken fügte sie noch ein,, Wieso?" hinzu.,, Ach... Nur so." Seufzend drehte sie sich zu mir um.,, Ist es wirklich so offensichtlich?",, Was?" Zögerlich verriet sie mir, was sie meinte:,, Dass ich mich in sie verliebt haben könnte?",, Ne, keine Sorge, aber frag sie doch auf ein Date...", entgegnete ich.,, Aber sie weiß doch nicht einmal, dass ich lesbisch bin!" Elins Einwand war zwar gut überlegt, allerdings wusste ich ja, dass Sora ebenfalls Gefühle für sie entwickelt hatte.,, Und? Dann weiß sie es halt dann. Zwei Fliegen mit einer Klappe und so...", überzeugte ich Elin endlich.,, Wenn's sein muss." Damit war die Diskussion beendet und wir widmeten uns wieder unseren Aufgaben.

    Nach Ladenschluss zogen wir uns um und ich verabschiedete mich mit einem Zeichen zu Elin, dass sie mich anrufen solle, sobald sie gefragt hatte. An der frischen Luft schloss ich mein Fahrrad ab und fuhr zu meiner besten Freundin Juhee, um ihr von meinem Tag zu erzählen.

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    Ich rollte langsam die letzten Meter bis zu Juhees Wohnung den Berg hinab. Sie wohnte in Guri, einem Ort circa 5 Kilometer von Seoul entfernt. An dem


    Ich rollte langsam die letzten Meter bis zu Juhees Wohnung den Berg hinab. Sie wohnte in Guri, einem Ort circa 5 Kilometer von Seoul entfernt. An dem rostigen Fahrradständer angekommen, sprang ich vom Fahrrad ab und schloss es an.

    Juhees Sicht
    Als es klingelte sprang ich von meinem Sofa auf und lief zur Tür. Ich öffnete sie und Yumi umarmte mich stürmisch.,, Lange nicht gesehen!", rief sie.,, Lange ist also gestern in deiner Welt..."

    Ich kenne Yumi seit sie hier wohnt. Ich habe ihr damals viel beim Einleben geholfen und ihr einen Univeritätsplatz verschafft. Ich würde mich schon als ihre beste Freundin bezeichnen, obwohl ich ein ganzes Jahr älter bin als sie. Zur Zeit besucht sie nicht häufiger, wir haben beide Semesterferien. Ich studiere Jura, Yumi Architektur.

    ,, Solltest öfter das blau tragen, passt zu deinen Haaren!" Yumi grinste mich an.,, Ich hab dir schon immer gesagt, silberne Haare sind cool.", fügte sie noch hinzu.,, Genug geschleimt, aber ich finde Silber auch cool. Ich hab ja nicht von Natur aus so hübsche Haare wir du...", sagte ich. Ich mochte ihre blonden, schulterlangen Haare. Yumi bedankte sich mit einem Lächeln und wir begaben uns in mein Wohnzimmer.
    Meine Wohnung hat zwar nur zwei Zimmer plus Bad und Küche allerdings hatte ich sie detailverliebt und hübsch eingerichtet.
    ,, Also was gibt's?" Erwartungsvoll guckte ich zu Yumi.,, Darf man jetzt nicht mal mehr seine beste Freundin besuchen?", fragte sie schmunzelnd.,, Doch klar, dann anders: Wie war dein Tag, irgendwas interessantes passiert?",, Ich habe endlich Elin dazu gebracht, Sora nach einem Date zu fragen!",, Sora und Elin sind deine Mitarbeiterinnen, von denen du schonmal erzählt hast, oder?", hakte ich nach.,, Ja! Ist doch super, oder?",, Klar, jetzt musst du mir nur noch erzählen, wie du DAS hinbekommen hast."

    Yumis Sicht
    Nachdem wir uns eine halbe Stunde unterhalten hatten, bekamen wir Hunger. Wir bestellten uns Pizza und schauten, Harry Potter und der Stein der Weisen' - zum fünften Mal in einem halben Jahr. Das hat man davon, wenn man ich die Freundin aussucht, die nur einen Film Zuhause hat.
    ,, STOP! Filmfehler! Zurückspulen bitte!" Juhee spülte zurück und ich zeigte ihr den Filmfehler. Es war schon unser Ritual geworden, nach diesen unauffälligen Fehlern zu suchen.

    Im nächsten Moment klingelte es, Juhee ging zur Tür und kam nach einer Minute mit zwei Pizzakartons in der Hand zurück. Hungrig machten wir uns über unser Bestelltes her. Ich sagte nur:,, Lecker.",, Wie immer.",, Ja, wie immer."

    Es wurde immer dunkler draußen und ich machte mich schnell fertig.

    Juhees Sicht
    Auf meine Frage, ob ich ihr nicht lieber ein Taxi rufen solle, antwortete sie nur mit einem knappen,, Nö!"
    Ich war noch nie so begeistert vom Fahrradfahren im Dunkeln. Und von der Idee, dass sie ja trampen kann, halte ich auch nicht viel. Um ehrlich zu sein gar nichts. Wer weiß, wer da draußen um diese Uhrzeit unterwegs ist.
    Nachdenklich umarmte ich sie und verabschiedete mich mit einem,, Pass auf dich auf, ja?" Dann verschwand sie im Treppenhaus. Trotzdem ließ mich das Gefühl nicht los, dass ich ihr doch ein Taxi rufen hätte sollen. Langsam schloss ich die Tür hinter mir und machte mich bettfertig.

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    ((unli))Yumis Sicht((eunli)) Langsam ging ich zur Hauptstraße, die nach Seoul führt. ((cur))Mein Fahrrad werde ich morgen abholen, jetzt würde ich


    Yumis Sicht
    Langsam ging ich zur Hauptstraße, die nach Seoul führt.
    Mein Fahrrad werde ich morgen abholen, jetzt würde ich nur einen Unfall bauen. Immerhin ist es nicht nach 23 Uhr... Da hätte ich mir ein Taxi gerufen... Naja, bis jetzt ist mir ja noch nie etwas passiert. Hoffen wir mal, dass das so bleibt...

    Ich stand schon zehn Minuten dort, als mich endlich jemand mitnahm. Die Frau fuhr zwar nur bis zur nächsten Tankstelle, die zwischen Seoul und Guri liegt, aber immerhin würde ich die Hälfte des Weges hinter mir haben. Müde unterhielt ich mich mit der Frau. Zum Glück redete sie viel, sodass ich wenig über mich erzählen musste.
    An der Tankstelle angekommen setzte sie mich raus und fuhr an der kleinen Kreuzung rechts, ich hätte nach links gemusst. Bis zur Tankstelle waren es noch circa 100 Meter und ich überlegte, ob ich zur Tankstelle gehen sollte, um mich aufzuwärmen, ließ es dann aber doch sein.

    Ein paar Minuten und viele vorbeifahrenden Autos später, wurde ein schwarzes kleines Auto langsamer. Es wirkte nicht sehr einladend, aber ich wollte aus der Kälte raus. Hinten wurde die Tür aufgerissen und ich wurde an meinem Arm hart hineingezogen, meinen Rucksack ließ ich fallen. Ich schrie auf, jedoch hielt mir jemand den Mund zu und drückte mir ein Messer an die Kehle. Erschrocken riss ich meine Augen auf und sah meinem Bedroher ins Gesicht.
    Ich erkannte ihn sofort. Donghae, mein Ex-Freund. Mir wurde abwechselnd heiß und kalt. Ich hatte Angst. Angst, dass er mich verletzt oder -noch schlimmer- tötet. In Todesangst blickte ich zu dem Fahrer des Autos, der noch 50 Meter den Weg zur Tankstelle weiterfuhr, bis er endgültig stehen blieb.
    War er eingeweiht? Wieso rührte er sich nicht, obwohl jemand in seinem Auto bedroht wurde?
    Meine Kehle wurde trocken, als Donghae anfing zu sprechen.

    Donghaes Sicht
    Die Angst war Yumi ins Gesicht geschrieben. Ich drückte die Klinge fester an ihren Hals, als ich anfing zu sprechen.,, Na? Wie geht es dir so ohne mich? Fehle ich dir?" Belustigt sah ich sie an.,, Nein", krächzte sie.,, Warum wirkst du dann so traurig in letzter Zeit? Warum gehst du in letzter Zeit nicht aus dem Haus?",, Was? Wie meinst du das?",, Tu nicht so, ich beobachte dich, Yumi, du bist nur zu doof das zu merken."

    Yumis Sicht
    Entsetzt starrte ich ihn an. Ich hielt die Luft an, wartend darauf, dass er fortfährt. Stille.
    ,, Ok, dann weiß ich das jetzt, was willst du also von mir?"
    Ich hoffe, dass eins von den vorbeirauschenden Autos uns sieht. Kann mir bitte jemand helfen? Ich fühle mich wehrlos. Was heißt fühlen, ich BIN wehrlos. Mein Hals fängt langsam an, zu brennen, es tut so weh.
    Donghae entfernte die Klinge langsam von meinem Hals. Warmes Blut tropfte auf meine Jacke.
    Hoffentlich hat er nicht meine Hauptschlagader durchtrennt. Gib mir zehn Minuten, ich wäre tot.
    ,, Keine Sorge, das war nicht deine Hauptschlagader." Donghae widerlegte meine Sorgen.,, Danke?", fragte ich. Plötzlich legte er seine kalte Hand um meinen Hals. Er zog mich nicht zu sich heran sondern drückte zu. Ich schnappte nach Luft, was ihn noch fester zudrücken ließ. Mein Kopf fing an, zu pochen und warme Tränen rannen meine Wangen hinunter.,, Was willst du?" Zitternd versuchte ich mich aus seinem Griff zu befreien.,, Dich. Aber da du mich nicht willst..., hältst du dich gefälligst von anderen Jungs fern. Sonst passiert mit ihnen das Gleiche, was mit dir passieren könnte, würde ich dich nicht loslassen."

    Donghaes Sicht
    Noch ein Mal drückte ich fest zu, bis ich plötzlich losließ. Angstvoll versteckte Yumi ihr Gesicht in ihren Händen.
    Ich war mit ihr 5 Monate zusammen, bis sie Schluss machte. Ihr gefiele die Beziehung nicht, sie hätte es sich anders vorgestellt. Damals hat sie mein Leben zerstört. Ich hatte sie zwar nie geliebt, und trotzdem konnte ich ihr vertrauen. Ihre Liebe hatte ich oft ausgenutzt, aber sie war das Einzige, was ich noch hatte. All die Mädchen aus der Uni rannten nur wegen meines Aussehens hinter mir her. Sie war wegen meines Charakters in mich verliebt. Jetzt nicht mehr. Sie hasst mich, ich will wenigstens ein bisschen Halt in meinem Leben haben.
    ,, Geh, jetzt. Bitte."

    Yumis Sicht
    Erschrocken sah ich Donghae ein letztes Mal ins Gesicht.,, Danke." Mein Kopf dröhnte, ich hörte immer noch lautes Pochen. Schnell und zitternd öffnete ich die Tür. Ich stolperte raus, hielt mich aber sofort wieder am Auto fest, um nicht umzukippen.,, Ich werde dich beobachten, pass auf, was du tust und was du lieber sein lässt." Mit diesen Worten schloss er die Tür und das Auto fuhr weg. Schnell prägte ich mir das Kennzeichen ein und lief benommen zu meinem circa 50 Meter entfernten Rucksack.
    Warum habe ich nicht auf Juhee gehört und mir ein Taxi gerufen. Das kann ich ja jetzt nachholen.
    Ich war fast an meinem Rucksack angekommen, als mir schwarz vor Augen wurde und ich zusammenbrach.

    4
    ((unli))Sugas Sicht((eunli)) Ich saß konzentriert in meinem Van, auf dem Weg zurück in unser Appartement. Ich war zu einem Meeting in Guri und musst


    Sugas Sicht
    Ich saß konzentriert in meinem Van, auf dem Weg zurück in unser Appartement. Ich war zu einem Meeting in Guri und musste jetzt nur noch zurückfahren. Da Nirvana gerade im Radio lief, drehte ich es lauter. Es gibt halt Musik, die man nicht leise hören darf.,, Mist, Tank reicht nur noch für 10 Kilometer... Dann muss ich wohl auf dem Weg irgendwo noch tanken..." Mit diesen Gedanken fuhr ich weiter, überlegend, wo die nächste Tankstelle ist.

    Nach circa zwei Kilometern sah ich eine noch geöffnete Tankstelle. Es regnete draußen und es war kurz nach Mitternacht. Trotzdem machte ich für frische Luft das Fenster auf. Erschöpft blinkte ich und bog den schmalen, circa 100 Meter langen Weg zu der Tankstelle ein.

    Yumis Sicht
    Ich kam gerade wieder zu mir, als ich merkte, dass ich mitten auf der Straße lag. Es hatte angefangen zu regnen und ich fragte mich, wie lange ich schon in der Kälte lag. Ich versuchte mich aufzurappeln, als ein stechender Schmerz durch mein Knie fuhr. Ich sank zu Boden und versuchte stattdessen, erstmal irgendwie von der Straße runterzukommen. Mein Rucksack lag immer noch ein paar Meter von mir entfernt und mir viel wieder ein, was passiert war.
    Donghae. Dieses Arschloch. Kommt einfach nicht darauf klar, dass mein Leben weitergeht. Ohne ihn.
    Als ich meinen Rucksack krabbelnd erreicht hatte, blendeten mich zwei Autolichter.

    Sugas Sicht
    Nicht fähig den holprigen Weg zu sehen, schaltete ich mein Fernlicht an. Das Radio stellte ich aus, damit ich mich darauf konzentrieren konnte, den Weg nicht zu verlassen.

    Yumis Sicht
    ,, Scheiße...", murmelte ich, bevor ich anfing durch Schreien auf mich aufmerksam zu machen. Das Auto kam immer weiter auf mich zu, ohne Anstalten zu machen, endlich zu bremsen.

    Sugas Sicht
    Aus dem Nichts heraus hörte ich ein Schreien, was immer lauter wurde. Instinktiv bremste ich stark.,, Scheiße, was oder wer schreit da?"

    Yumis Sicht
    Aus Angst presste ich die Augen aufeinander, während ich auf den schmerzvollen Aufprall wartete.

    Sugas Sicht
    Immernoch stark bremsend fuhr ich gegen etwas, was auf der Straße lag. Das Schreien hörte auf und nach ein paar Schocksekunden sprang ich aus dem Auto.,, Hoffentlich ist niemand ums Leben gekommen. Bitte lass niemanden gestorben sein." Murmelnd stürzte ich zur Person, die halb vor, halb unter meinen Reifen lag.

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    Als Erstes vergewisserte ich mich, ob die Person noch atmete. Sie atmete zwar noch, allerdings wurde ihr Puls unregelmäßiger. Panisch nahm ich mein


    Als Erstes vergewisserte ich mich, ob die Person noch atmete. Sie atmete zwar noch, allerdings wurde ihr Puls unregelmäßiger. Panisch nahm ich mein Handy aus dem Auto und rief die Feuerwehr.
    „Guten Abend, hier die Feuerwehr?"
    „Hallo, mein Name ist Min Yoongi und ich habe gerade eine Person überfahren!" Hysterisch klammerte ich mich an mein Handy. Tränen tropften auf den Weg und ich schaltete schnell die Warnblinkanlage an, um auf mich aufmerksam zu machen.
    „Jetzt beruhigen Sie sich erstmal. Wie viele Personen sind verletzt und sind diese Personen ansprechbar?"
    „Es ist ein Mädchen, circa 20 Jahre alt, ihr Arm und Teile ihres Oberkörpers liegen unter meinem Autoreifen und ich kann sie nicht ansprechen. Sie atmet noch, allerdings werden ihr Herzschlag und mittlerweile auch ihr Atmen unregelmäßiger."
    „Vielen Dank. Wo befinden sie sich?"
    „Zwischen Guri und Seoul, auf der Hauptstraße. Nein, auf einem Seitenweg zu der Tankstelle."
    „Sehr gut, Hilfe kommt."
    „Was soll ich jetzt tun?"
    „Warnblinkanlage einschalten, die Person im Blick behalten. Am Besten zur Tankstelle gehen und um Hilfe bitten. Nur wenn dies im Rahmen des Möglichen ist. Aber vor Allem: Ruhe bewahren. Ich werde das Telefonat nicht beenden, da Sie sonst in Panik verfallen könnten. Das wäre für alle Beteiligten unvorteilhaft."
    „Danke. Warnblinkanlage ist schon an. Sie sind meine Rettung. Wirklich"
    „Das ist so ziemlich das Ziel meines Berufes."
    „Dort hinten liegt ein kleiner Rucksack. Er scheint dem Mädchen zu gehören. Darf ich dort reingucken um vielleicht zu erfahren, wer das Mädchen ist?"
    „Lieber nicht, ihre Gesundheit ist vorerst wichtiger als ihre Identität. Meine Kollegen sollten in weniger als zwei Minuten da sein, zur Tankstelle zu gehen würde sich nicht mehr lohnen."
    „Ok, danke. Vielen Dank."
    ,, Jetzt habe ich noch eine Frage an Sie: Meinen Sie, dass Sie noch unter Schock stehen oder geht es Ihnen soweit gut?"
    „Den Umständen entsprechend eben. Trotzdem bin ich zurechnungsfähig, was man allerdings ja nicht immer gut selbst einschätzen kann."
    „Gut, wir werden uns ebenfalls um Sie kümmern. Wie geht es der Person?"
    „Atmung, Herzschlag, Puls... Alles noch vorhanden. Meinen Sie, dass sie es überleben kann?"
    „Das darf ich aus verschiedenen Gründen nicht sagen. Aber es scheint so, als würde sie überleben, bis meine Kollegen bei Ihnen sind. Dann tragen Sie nicht mehr die Verantwortung."
    „Jetzt höre ich Sirenen. Ja, sie kommen. Legen Sie gleich auf, oder soll ich es machen, sobald der Krankenwagen und die Feuerwehr hier sind?"
    „Keine Sorge, überlassen Sie das ruhig mir. In den nächsten Tagen werden auch Seelsorger Sie besuchen. So ein Unfall ist nämlich ein traumatisches Ereignis. Ich lege jetzt auf, meine Kollegen sind ja jetzt vor Ort. Ich wünsche Ihnen viel Glück."
    „Ja, danke noch einmal. Einen tollen Job machen Sie. Respekt."
    „Vielen Dank, es freut mich zu hören, dass unsere Arbeit geschätzt wird."
    „Gerne, schöne Schicht Ihnen noch!"
    „Tschüss!"
    Mit diesen Worten legte der Mitarbeiter in der Feuerwehrzentrale auf.

    Die Sirenen wurden lauter und ich sah mehrere Wagen mit Blaulicht den kleinen Weg entlangfahren, bis sie ein paar Meter weiter stehen blieben. Ein junger Mann kam auf mich zu.
    „Sind Sie Min Yoongi?", fragte er.
    „Ja, genau."
    ,, Dann kommen Sie mal bitte mit. Die Herren im Krankenwagen werden Sie betreuen, wir kümmern uns um die Person. Die Informationen haben wir schon von der Zentrale bekommen."
    Ich nickte stumm, während mich ein Sanitäter vom Einsatzleiter wegbrachte. Im Krankenwagen angekommen maß er meinen Blutdruck, fragte mich irgendwelche Details und maß noch einmal verschiedenste Sachen. Er fragte zum Beispiel, ob ich getrunken hätte und wohin ich wollte.
    ,, Wir werden Sie zur Beobachtung erstmal mit ins Krankenhaus nehmen."
    ,, Ja, gerne. Wie geht es dem Mädchen?"
    ,, Ich gehe für Sie fragen. Nicht viele machen sich Sorgen um ihre Opfer, das schätze ich."
    Mit diesen Worten sprang er aus dem Wagen. Für einen kurzen Moment sah ich das Blaulicht. Außerdem konnte ich für einen kurzen Moment sehen, wie die Feuerwehr gerade versuchte, das Auto mit Luftpads anzuheben, um das Mädchen zu befreien.
    Hoffentlich überlebt sie es. Ich will kein Mörder sein. Bitte, Sie soll nicht sterben, das wäre schrecklich. Das würde ich mir niemals vergeben.
    Der Sanitäter kam wieder rein. „Also. Sie wurde jetzt von unter Ihrem Wagen befreit. Sie muss allerdings beatmet werden. Es geht ihr nicht gut, kurze Zeit hat auch ihr Herz ausgesetzt. Sie wurde gerade wiederbelebt." „Scheiße." „Haben Sie Angehörige, die Sie vermissen könnten?" „Nein, also doch. Ja, meine Freunde, aus einer WG." „Ok, im Krankenhaus können Sie Ihre Freunde benachrichtigen." „Werde ich machen." Ich merkte, wie sich der Wagen in Bewegung setzte. Nach circa 10 Minuten waren wir im Krankenhaus angekommen. Ich wurde auf ein Zimmer gebracht und mir wurde gesagt, dass die nötigen Untersuchungen morgen durchgeführt werden sollten.

    J-Hopes Sicht
    Langsam machte ich mir Sorgen. Es war schon 2 Uhr und Suga hatte sich noch nicht gemeldet. Da ich wusste, dass Jungkook noch ‚Animal Crossing' spielte, lief ich in sein Zimmer. Er sah mich erschrocken an. „Was willst du?", fragte er in Boxershorts und einem einfachen T-Shirt. „Suga hat sich noch nicht gemeldet." „Der wird schon kommen." „Jungkook! Es ist um zwei! Langsam mache ich mir echt Sorgen. An sein Handy geht er auch nicht!" „Oh. Ähh. Du kannst erstmal hier bleiben, bis er sich meldet. Ein bisschen Ablenkung ist ja immer gut, oder?" „Ja, danke." Ich setzte mich zu ihm auf das Bett und sah im zu, wie er spielte.

    Sugas Sicht
    Nachdem die Ärzte aus meinem Zimmer verschwanden, blickte ich auf mein Handy. ‚10 verpasste Anrufe von Hobi' „Kacke." Schnell rief ich ihn zurück.
    „Hallo? Suga?"
    „Ja, hallo..."
    „Wo bist du? Geht es dir gut? Ich mache mir echt Sorgen. Jungkook hört auch mit. Wir machen uns Sorgen!"
    „Ja, ich bin im Krankenhaus."
    „Was? Welches Zimmer? Ich komme!"
    „Nein, ich brauche zuerst ein bisschen Ruhe. Es geht um jemand anderen. Ich erkläre es euch morgen, ok? Also quasi heute, wenn du verstehst, was ich meine."
    „Okay, aber: Geht es dir wirklich gut?"
    „Ja, aber wenn du mich nicht in Ruhe lässt, sterbe ich an Schlafmangel."
    J-Hope lachte: „Du liegst im Krankenhaus und hast deinen Humor nicht verloren. Respekt."
    „Jaja, muss jetzt auflegen. Tschüss."
    „Tschüss!" Jungkook verabschiedete sich ebenfalls und ich legte auf.

    Kurz sah ich mich noch im Zimmer um, bevor ich einschlief.

    6
    ((unli))Jimins Sicht((eunli)) Ich würde von Namjoons Rufen geweckt.,, Wo zur Hölle ist Yoongi?" Jungkook rief verschlafen: „Erklären wir dir


    Jimins Sicht
    Ich würde von Namjoons Rufen geweckt.,, Wo zur Hölle ist Yoongi?" Jungkook rief verschlafen: „Erklären wir dir nachher..." „Wer ist wir?",, Jungkook und ich." Hobi hatte sich in das Gespräch eingemischt. Ich schaute auf die Uhr. 09:36. „Müsst ihr so laut sein?", rief V. Er sprach mir, wie immer, direkt aus der Seele. Wir nennen manche von uns so, wie sie richtig heißen oder so, wie ihr Künstlername ist. Bei Suga nennen wir ihn in manchen Situationen ‚Suga', in manchen ‚Yoongi'. ‚V' ist nunmal viel kürzer als ‚Taehyung', weshalb wir bei ihm meistens den Künstlernamen benutzen. Mühsam richtete ich mich auf. „Jetzt kann ich eh nicht mehr einschlafen." Als ich meinen Kopf aus der Tür streckte sah ich Namjoon hektisch durch die Wohnung laufen. Er war auf dem Weg in die Küche, um sich an den Frühstückstisch zu setzen. Jin hatte schon Rührei gemacht. Das konnte ich riechen. Freudig lief ich die Treppe runter und gesellte mich zu Namjoon. Jin setzte sich ebenfalls. Zusammen spekulierten wir über Sugas Verschwinden.

    Ein paar Minuten später kam V und setzte sich hin. „Wo bleiben Jungkook und J-Hope?" Ich antwortete: „Keine Ahnung, ich hole sie mal; JUNGKOOK! J-HOPE!" Namjoon wandte sich an mich: „Schreien ist nicht dasselbe wie holen. Schreien hätte ich auch gekonnt." „Mach es halt nächstes Mal.", sagte ich schmunzelnd zu Namjoon. Dieser drehte sich übertrieben beleidigt weg, musste aber sofort wieder lachen. Jin lachte mit und machte die Bemerkung, dass Namjoon nie schauspielern sollte. Damit brachte er uns alle erneut zum Lachen. Jungkook schlurfte mit verstrubbelten Haaren in die Küche: „Worüber lacht ihr?" V antwortete. „Lange Geschichte, wo ist Suga?" „J-Hope kann das besser erklären." „Und wann kommt der?", fragte ich schon fast genervt. „Jeden Moment." J-Hope betrat den Raum: „Was ist mit mir?" „Nichts. Also doch, schon. Wo ist jetzt Yoongi?" Namjoon übernahm das Ausprechen der Frage, die uns alle im Kopf schwirrte. J-Hope setzte sich und begann zu erzählen. „Also... gestern um 2 Uhr war Suga immer noch nicht Zuhause. Er hatte sich weder gemeldet noch ging er an sein Handy, weswegen ich zu Jungkook gegangen bin, weil ich wusste, dass er noch wach war. Dort haben wir ein bisschen gezockt, bis endlich Suga angerufen hat. Er meinte, dass er im Krankenhaus ist, und-" Jin fragte erschrocken: „Was? Wieso? Hä?" „Jetzt lass mich doch mal ausreden!" „Ja, sorry." J-Hope fuhr fort: „Er meinte, dass es ihm gut ginge und, dass es sich um jemand anderen handle. Außerdem wollte er sich melden, wenn er wieder aufwacht." Mein Magen knurrte laut, nachdem J-Hope aufgehört hatte, zu sprechen. Jin nutzte den Moment aus, lief zum Herd und stellte das Rührei auf den Tisch. Hungrig machten wir uns darüber her.

    Namjoons Sicht
    Nach dem Frühstück standen wir auf, räumten unsere Teller ab und gingen in unsere Zimmer. Ich war so in mein Buch versunken, dass ich beinahe überhört hatte, wie Hoseok rief, dass Suga ihn anruft. Eine Minute später saßen wir alle im Wohnzimmer und hörten Yoongi zu.
    „Also... gestern bin ich abends vom Meeting gekommen und habe gemerkt, dass der Tank fast leer war. Deswegen bog ich zur Tankstelle ein. Dann hörte ich aber ein Schreien, jemand versuchte auf sich aufmerksam zu machen. Ich bremste, es war aber schon zu spät. Jemand lag unter meinen Reifen..." Man hörte, dass Suga anfing zu Weinen. „Das Mädchen musste mehrere Male wiederbelebt werden. Ich... ich stand so unter Schock, dass ich euch nicht Bescheid sagen konnte." „Na, das ist das geringste Problem." Jimin versuchte Suga zu beruhigen. „Weißt du denn, wie es ihr jetzt geht?" „Nein, also könnte es sein, dass ich ein Mörder bin. Ich..." Suga stockte. „Ich... weiß nicht, was ich machen soll. Wie konnte es dazu kommen? Es tut mir so Leid, ich kann verstehen, wenn ihr jetzt Abstand von mir halten wollt." „Warum sollten wir? Ich komme jetzt erstmal zu dir. Um dich zu beruhigen. Weinen bringt jetzt nichts, ok?" J-Hope beschloss, Suga zu besuchen und legte auf. Wir verabschiedeten ihn und er stieg ins Auto.

    J-Hopes Sicht
    Ich fuhr so schnell wie ich konnte zum nahegelegenen Krankenhaus, natürlich ohne die Verkehrsregeln zu verletzen. Am Empfang angekommen, fragte ich nach Min Yoongi. Er wurde über ein altes Kabeltelefon angerufen und er stimmte meinem Besuch zu. Mir wurde die Zimmernummer gesagt und ich machte mich auf den Weg nach oben. Zimmer 2.01, 2.02, 2.03, 2.04... hier. 2.06. Zögernd klopfte ich. Eine bekannte Stimme rief „Herein!" Ich öffnete die Tür und umarmte Yoongi zur Begrüßung.
    Ich setzte mich auf den nicht gerade bequemen grünlichen Sessel gegenüber von Sugas Bett und sah ihn erwartungsvoll an. „Jetzt mal davon abgesehen, dass es dir psychisch nicht sonderlich gut geht. Wie geht es dir physisch? Hast du irgendwelche Verletzungen?" „Ne, ich stand nur unter Schock." „Und wie geht es die mittlerweile psychisch? Ich hab dich noch nie so aufgelöst gesehen." „Wieder ein bisschen besser. Trotzdem würde ich gerne wissen, wie es dem Mädchen geht. Es tut mir alles so wahnsinnig Leid..."
    „Aber du kannst doch nichts dafür! Wer soll schon wissen, dass jemand spät abends auf einer einsamen Straße, die nur zu einer Tankstelle führt, liegt." „Ich darf mich trotzdem schuldig fühlen." Yoongi ließ sich von mit nicht überzeugen, dass er unschuldig ist.
    „Gleich kommt übrigens noch ein Arzt, sie müssen mich noch einmal abchecken, wegen dem Schock und so." Suga unterbrach meine Gedanken und fuhr fort: „Dann müsstest du glaube ich das Zimmer verlassen." „Ja, mache ich dann."

    Ein paar Minuten später kam ein Arzt und ich verließ das Zimmer. Auf dem Weg hatte ich einen Getränke- und Snackautomaten gesehen. Ich kramte in meiner Jackentasche nach Kleingeld und kaufte eine Schokoladentafel und eine Sprite. Dann schlenderte ich ein bisschen den Gang entlang und setzte mich auf einen Sitzplatz vor Raum 2.07. Ich spielte ein bisschen auf meinem Handy bis ich eine Tür hörte. Der Arzt kam wieder aus dem Yoongis Zimmer raus. Schnell lief ich zu ihm, um ihn etwas zu fragen.

    7
    ((unli))Sugas Sicht((eunli)) Ich hörte J-Hope, wie er draußen mit jemandem redete. ((cur)) Das ist wahrscheinlich der Arzt, jemand anderen hab ich n



    Sugas Sicht
    Ich hörte J-Hope, wie er draußen mit jemandem redete.
    Das ist wahrscheinlich der Arzt, jemand anderen hab ich nicht kommen gehört.
    Angestrengt versuchte ich, etwas aus ihrem Gespräch herauszuhören. Leider verstand ich nur noch J-Hope, wie er sich bedankte und in mein Zimmer kam.
    „Und?" J-Hope fragte mich nach der Untersuchung. „Lief gut, morgen darf ich nachhause." „Ok, ich habe den Arzt gerade nach dem Mädchen gefragt..." „Und? Lebt sie noch? Bitte lass sie noch leben... Bitte...", antwortete ich, während mir wieder Tränen in die Augen stiegen. „Ohje. Das muss dir ja echt zu schaffen machen... Ich habe dich noch nie so aufgelöst gesehen." „Ist doch egal, jetzt sag schon! Wie geht es ihr?" „Sie lebt noch, wird aber künstlich beatmet und ernährt. Aufgewacht ist sie noch nicht." „Gut, danke. Ich weiß nicht warum, aber ich habe mich nicht getraut zu fragen." „Das hätte ich mich auch nicht getraut.", sagte J-Hope. Er setzte sich neben mich und umarmte mich. Das tat mir gut und nach einer Weile lösten wir uns voneinander. „Ich muss wieder los, wäre das okay für dich?" „Ja, richte den Anderen schöne Grüße aus und, dass es mir hier gut geht. Ist so schön ruhig." Hope verabschiedete sich ein letztes Mal und ließ die Schokoladentafel auf meinem Nachttisch liegen, die Sprite nahm er mit.
    Dass er die Sprite mitnimmt war ja mal wieder klar.

    Juhees Sicht
    Ich saß auf meinem Sofa und lernte ein bisschen für die Uni. Immer wieder huschte mein Blick zu meinem Handy, in der Hoffnung, dass Yumi sich meldet. Sie war seit gestern Nacht nicht mehr erreichbar.
    Hoffentlich geht es ihr gut. Nicht, dass sie entführt wurde... Oder... Ich sollte mir nicht so viele Gedanken machen... Aber vielleicht wäre es keine schlechte Idee, die Polizei anzurufen.
    Ich tippte gerade die Nummer der Polizei ein, da bekam ich einen Anruf einer unbekannten Nummer:
    „Hallo?"
    „Ja, hallo. Spreche ich mit Juhee Kim?"
    „Ja. Und wer sind Sie?"
    „Frau Park. Aus dem Krankenhaus in Seoul. Es geht um Yumi Cho. Man hat Ihre Nummer in Frau Chos Handy gefunden. Da Sie ganz oben in der Kontaktliste standen, wollten wir Sie kontaktieren. Sie sollen sich keine Sorgen um Yumi machen, sie ist unter ständiger ärztlicher Aufsicht."
    „Was? Wieso? Was ist denn überhaupt passiert?"
    „Wenn Sie ins Krankenhaus kommen, könnten wir das Alles besprechen. Die Adresse müssten Sie kennen, schließlich waren Sie hier auch mal eingewiesen."
    „Ja, die Adresse ist mir bekannt. Ich brauche von hier circa eine halbe Stunde. Wo müsste ich mich dann melden?"
    „Sagen Sie dem Herrn am Empfang einfach, dass Sie zu Frau Park in der Intensivstation wollen. Er weiß dann Bescheid."
    „Okay, danke. Bis dann."
    „Auf Wiedersehen!"
    Ich legte auf. Intensivstation. Krass.
    Was machst du denn immer, Yumi?
    Ich packte meine wichtigsten Sachen ein und nahm meinen Autoschlüssel. Nachdenklich schloss ich meine Wohnungstür ab. Offensichtlich hatte die Ärztin auf ihrem Computer nach Informationen nach mir geguckt, bevor sie mich anrief. Sie wusste nämlich, dass ich auch mal als Patientin bei Ihnen war.

    Im Auto angekommen gab ich die Adresse des Krankenhauses ein und fuhr los. Auf den Weg hörte ich ein bisschen Radio und ließ frische Luft durch das geöffnete Fenster hineinströmen. Ich überlegte kurz, ob ich auf dem Weg noch Tanken sollte, entschied mich dann aber dagegen.
    Yumi ist jetzt erstmal wichtiger als mein Tank.
    Nach ein paar Minuten Fahrt sah ich, dass der Weg zu der Tankstelle eh versperrt gewesen wäre. Auf ihm stand ein Abschleppwagen, der einen schwarzen Van von dem Weg abtransportierte. Die Polizei war ebenfalls vor Ort, weswegen ich die Vermutung hatte, dass es keine gewöhnliche Panne gewesen war.

    Ich folgte dem Navigationsgerät weiter in Seoul hinein. Nach 20 Minuten sah ich das Krankenhaus und suchte mir einen freien Platz auf dem Parkplatz. Dann betrat ich das Foyer. Dort lief ich zum Empfangstresen. „Guten Tag, ich möchte zu Frau Park von der Intensivstation." Der Mann sah mich freundlich an und fragte: „Sind Sie Juhee Kim?" „Exakt. Mein Ausweis habe ich auch dabei, wenn Sie ihn benötigen.", sagte ich, während ich anfing, in meiner Tasche zu graben. „Nein, danke. Sie müssen diesen Gang entlang gehen und mit dem Fahrstuhl dort hinten in den ersten Stock fahren. Dort klopfen Sie bitte an Zimmer A1.45."
    „Werde ich machen, vielen Dank."
    „Gerne."

    Schnellen Schrittes machte ich mich auf den Weg zum Fahrstuhl. Dort fuhr ich in den ersten Stock und fand einen Gang weiter den Raum A1.45. Er lag neben Raum B1.45 und an seiner Tür stand ‚Büro, Frau Park'. Entschlossen klopfte ich und wurde hereingerufen.

    8
    „Und Sie sind?" „Juhee Kim. Sie hatten mich wegen des Unfalls von Yumi Cho kontaktiert. Vor ziemlich genau einer halben Stunde." Ich sah



    „Und Sie sind?"
    „Juhee Kim. Sie hatten mich wegen des Unfalls von Yumi Cho kontaktiert. Vor ziemlich genau einer halben Stunde."
    Ich sah mich in dem kleinen Büro um. Es war nicht besonders hübsch eingerichtet. Auf der Fensterbank stand eine Pflanze, die schon halb vertrocknet war. Neben ihr befand sich eine kleine, grüne Plastik-Gießkanne. Die Ärztin saß an einem nicht großen Schreibtisch, das Fenster im Rücken.
    „Oh, entschuldigen Sie. Ich bin gerade am Ende meiner Schicht, weswegen ich ein bisschen durch den Wind bin. Nehmen Sie doch Platz." Höflich deutete sie auf einen Stuhl, der an ihrem Schreibtisch stand. Ich nahm Platz und stellte meine kleine, rote Tasche ab.
    „Ist ja egal. Nur hoffentlich wissen Sie noch, was mit mit Yumi passiert ist.", scherzte ich, um die Stimmung aufzumuntern. Frau Park fuhr schmunzelnd fort:
    „Ja, das weiß ich zum Glück noch. Allerdings war ich nicht bei dem Unfall dabei, ich weiß nur das Geschehen von meinen Kollegen der Feuerwehr und von einem jungen Mann, der mit in den Unfall verwickelt war. Der Unfall fand um circa 23:30 Uhr statt. Die Feuerwehr und die Notfallsanitäter trafen genau sieben Minuten nach der Alarmierung am Unfallsort ein. Dieser liegt zwischen Guri und Seoul, auf dem kleinen Weg, der von der Hauptstraße bis zur Tankstelle führt. Jedenfalls lag Frau Cho mit dem Oberkörper und einem Arm unter dem Reifen des Vans. Wäre der Wagen wenige Zentimeter weiter zum Stehen gekommen, wäre sie vielleicht vor Ort schon verstorben. Zurzeit liegt sie im Koma. Streng genommen ist es kein richtiges Koma, aber ich nehme an, dass Sie mit dem Fachbegriff nichts anfangen könnten. Sie wird künstlich beatmet und ernährt. Sollte Frau Cho, oder Yumi, in geraumer Zeit wieder aufwachen, müsste sie operiert werden. Sie hat starke Hämatome im Brustbereich und einen Rippenbruch. Näheres können wir Ihnen noch nicht zu ihrem Gesundheitszustand sagen.
    Nun zu dem Unfall: Der Mann, dessen Namen ich aus rechtlichen Gründen noch nicht nennen darf, schilderte uns den Unfall vor circa zwei Stunden. Er sei auf dem Weg zu der Tankstelle gewesen, habe dann aber ein Schreien vernommen. Instinktiv habe er gebremst, es sei aber zu spät gewesen, Yumi Cho lag schon unter seinem Auto. Er habe sofort den Rettungsdienst alarmiert. Die Rettungssanitäter haben sich zuerst um den Mann gekümmert. Die Feuerwehr und weitere Sanitäter mussten Yumi Cho bergen, ohne, dass sie noch weitere Verletzungen erhielt. Das dauert länger und erfordert mehr helfende Leute, als man denkt. Rund 35 Leute waren vor Ort und circa um ein Uhr wurde sie eingeliefert. Gerade liegt sie auf der Intensivstation. Der Mann wird heute Abend aus dem Krankenhaus entlassen, er hat sich allerdings schon dazu bereiterklärt, jeden Tag nach Frau Cho zu gucken. Er scheint sich große Sorgen zu machen."
    Gebannt hörte ich Frau Park bis zum Schluss zu. Dann sagte ich: „Letzteres ist schön zu hören. Darf ich Yumi sehen? Oder geht das nicht?"
    „Wir können mal schauen, ob sich in den Minuten unserer Unterhaltung ihr Zustand verschlechtert hat. Wenn dies nicht der Fall ist, dürfen Sie sie für ein paar Minuten besuchen. Vorher müssten Sie sich die Hände desinfizieren."
    „Würde ich machen. Und danke für die Informationen. Ich werde versuchen, Yumis Familie zu kontaktieren, wenn Sie es nicht schon gemacht haben." Die Ärztin sah mich lächelnd an und sagte: „Nein, keine Sorge, das haben wir schon übernommen. Trotzdem würden wir Ihnen die Aufgabe überlassen, die Familie auf dem Laufenden zu halten."
    „Mache ich gerne."
    „Super. Wenn Sie dann mitkommen würden?"
    Aufgeregt folgte ich Frau Park aus dem Büro.

    Sugas Sicht
    Mir war furchtbar langweilig. Ich hatte nichts zu lesen, die WLAN-Verbindung war nicht sonderlich gut und Hobi war auch weg.
    Eigentlich sollte ich mir es ja abgewöhnen, J-Hope ‚Hobi' zu nennen. Aber ihn genervt zu sehen ist lustig. Ich zeige ja nicht oft Emotionen, aber dann kann ich mir ein Lachen meistens nicht verkneifen.
    Immernoch gelangweilt erhob ich mich langsam und ging zu dem kleinen Tisch, der am Fenster stand. Ich guckte aus dem Fenster und setzte mich auf den Stuhl, auf dem J-Hope zuletzt saß. Ich befand mich im zweiten Stock und beobachtete eine Weile den Parkplatz, bevor mit erneut langweilig wurde.
    Vielleicht darf ich ja ein bisschen auf den Krankenhaus-Hof gehen. Dort könnte ich wenigstens ein bisschen frische Luft schnappen.
    Entschlossen nahm ich mir meine schwarze Jacke, zog mein Handy vom Ladekabel ab und steckte es in die Jackentasche. Dann nahm ich mir meinen Mundschutz und verließ das Zimmer. Auf dem Gang sah ich eine Krankenschwester und lief zu ihr. Sie genehmigte meinen kleinen Spaziergang, allerdings nur mit dem Vorwand, dass ich um 18:00 Uhr wieder da sein muss, da ich eine Stunde später entlassen werde. Es war zwar erst früher Nachmittag, also war ich mir recht sicher, dass ich nicht die nächsten Stunden auf dem Hof verbringen würde. Ich an der Tür zum Hof angekommen war, setzte ich meinen Mundschutz auf. Er war nicht zur Hygiene gedacht, ich wollte nur einfach nicht erkannt werden. Ein paar Fans oder die Presse hätten mir gerade noch gefehlt, da mir die Sache mit dem Mädchen sowieso sehr bedrückte. Als ich durch die Glastür trat hielt ich kurz die Luft an. Schnell lief ich durch die Gruppe aus Rauchern hindurch. Dann atmete ich die frische Luft ein. Der Hof war größer, als ich dachte, er erinnerte nahezu an einen kleinen Park. Es wurde gerade Frühling und ich hatte vor ein paar Wochen Geburtstag. Als ich ein bisschen durch den kleinen Park gegangen war, sah ich eine Bank. Sie stand neben Blumen vor der Mauer, die das den Krankenhaus-Hof von dem Nachbargrundstück trennte. Ich setzte mich auf sie und rief J-Hope an, damit er mich mit unserem Zweitauto nachher abholen könne.
    Wir Sieben besitzen genau zwei Autos. Einen großen, schwarzen Van und einen eher kleineren, weißen 5-Sitzer. In unseren Van passen 8 Leute rein, er ist allerdings zurzeit noch bei der Polizei, ich bin mir nicht sicher, warum genau. Irgendwas müssen sie jedenfalls noch wegen dem Unfall sicherstellen.
    „Hey, Yoongi. Was gibt's schon wieder?"
    „Ich wollte nur Bescheid sagen, dass ich doch schon heute um 19 Uhr entlassen werde. Außerdem wollte ich fragen, ob du mich dann vielleicht abholen könntest. Ein Taxi wäre ein bisschen teuer..."
    „Ja, werde ich machen. Zur Not schicke ich Jungkook. Der liegt den ganzen Tag in seinem Bett. Der kommt nur zum Essen raus. Fast so schlimm wie du."
    „Okay, ich komme dann runter auf den Parkplatz, wenn ich fertig bin."
    „Mach das! Muss jetzt auflegen, tschüss!"
    „Tschüss!"

    Ich steckte mein Handy ein und ging über einen Umweg wieder in mein Zimmer. Ich öffnete die Tür und legte mich auf mein Bett, machte ein bisschen Musik an und dachte über Gott und die Welt nach.

    Juhees Sicht
    Wir liefen ein wenig den Gang hinunter, bis wir vor einem Zimmer stehen blieben, aus dem ein Arzt aufgeregt hinauslief. Er wollte offensichtlich zu Frau Park.
    „Wir brauchen dringend Ihre Hilfe!" Der etwas ältere Arzt schien mich nicht bemerkt zu haben oder ignorierte mich einfach.
    „Ja? Etwas Neues?"
    „Symptome bei der Patientin deuten auf starke, innere Blutungen hin."
    Erschrocken starrte ich zwischen Frau Park und dem anderen Arzt hin und her. Innere Blutungen. Yumi. Das ist scheiße gefährlich.
    „Geht es um Yumi?" Mit trockenem Mund unterbrach ich ihre Diskussion über Maßnahmen.
    „Leider ja. Setzen Sie sich kurz. Sie sind ja ganz bleich. Wir werden das schon in den Griff bekommen. Du kannst sie also doch nicht besuchen, das muss warten. Fahr am Besten nachhause, ruhe dich aus und komm morgen am Mittag wieder." Die Ärztin sah mich eindringlich an und fuhr fort: „Im Foyer steht ein Wasserspender. Dort können Sie sich etwas nehmen. Jetzt muss ich allerdings da rein." Entschuldigend blickte Frau Park mich ein letztes Mal an, bevor Sie im Raum verschwand. Der Arzt folgte ihr.
    Yumi soll es überleben. Ich hätte ihr ein Taxi rufen sollen. Aber warum lag sie vor dem Unfall auf der Straße? Irgendetwas stimmt da nicht. Das muss ich Yumi fragen, wenn sie aufwacht. Wenn... wenn sie nicht stirbt.




    Hey. Ich bin's, SugaDerStein. Ich wollte mich für 400 Aufrufe bedanken und fragen, ob ihr mir vielleicht in den Kommentaren Feedback geben könntet. Konstruktive Kritik ist immer erlaubt und ich bin noch nicht so erfahren, da das meine erste Fanfiction bzw. Geschichte überhaupt ist. Schönen Tag euch noch und noch einmal danke für die vielen Aufrufe. Ich hätte nie gedacht, dass meine Fanfiction nach dem zweiten Kapitel schon auf der ersten Seite der BTS-Fanfictions ist... Dankeeee🥰

    9
    In meinen Augen bildeten sich Tränen. Schnell suchte ich ein Taschentuch und putzte mir die Nase, während ich unauffällig versuchte, mir die Träne



    In meinen Augen bildeten sich Tränen. Schnell suchte ich ein Taschentuch und putzte mir die Nase, während ich unauffällig versuchte, mir die Tränen aus den Augen zu wischen. Es half nicht und die ersten Tränen kullerten über mein Gesicht. Ich versuchte, mich zu beruhigen und nahm diesmal die Treppe, um das Stockwerk zu wechseln. Unten im Foyer goss ich mir Wasser ein und nahm den Papierbecher mit ins Auto. Dort legte ich meinen Kopf auf das Lenkrad und rief die Mutter von Yumi an.
    Nach ein paar Versuchen ging sie endlich ran:
    „Hallo! Wie geht's dir, Juhee?"
    „Nicht gut..."
    „Oh, hört man. Was ist denn los? Und warum rufst du mich an?"
    „Es geht um Yumi."
    „Äh... Ist irgendetwas neues passiert?"
    „Ja, es besteht Verdacht auf starke, innere Blutungen."
    „Mist! Liegt sie noch im Koma?"
    „Ja, das ist das Problem. So kann sie nicht operiert werden."
    „Jetzt verstehe ich deine Aufregung. Ich werde schauen, dass wir einen Flug nach Korea buchen. Das hatten wir ja sowieso in ein paar Monaten im Sommer vor."
    „Sagt mir vor eurem Abflug noch einmal Bescheid. Soll ich mich um ein Hotel kümmern?", schlug ich vor. Ich freute mich auf die Eltern von Yumi, die ich noch nie vorher gesehen hatte.
    „Das wäre schön. Am besten in der Nähe des Krankenhauses."
    „Ich werde es versuchen. Leider muss ich jetzt auflegen. Ich muss noch für die Universität lernen."
    „Super. Bis wahrscheinlich übermorgen!"
    „Tschüss! Ich halte euch auf dem Laufenden."
    „Ja, danke, Juhee."
    „Gerne."

    Ich legte auf, trank etwas von dem noch kalten Wasser und fuhr nachhause. Als ich an der Tankstelle vorbeifuhr, fiel es mir wie Schuppen vor die Augen.
    Das musste das Auto des Fahrers gewesen sein, der Yumi fast umgebracht hat. Was heißt ‚fast'? Ich weiß nicht einmal, ob sie es überleben wird.
    Ich bog in meine Straße ein, schloss die Tür auf und setzte mich auf mein Sofa. Ich schaltete den Fernseher ein, um mich abzulenken. Ich sah verschiedenste Sendungen, bis plötzlich ‚Harry Potter und der Stein der Weisen' anfing.
    Super. Danke an die Leute, die das Fernsehprogramm machen. Ich wollte mich gerade von Yumi ablenken, da kommt unser Lieblingsfilm. Hat ja super funktioniert.
    Genervt suchte ich eine andere Fernsehsendung, bis ich aufgab und langsam in die Küche trottete. Dort sah ich noch die Reste unserer Pizza. Ich machte sie mir warm und suchte im Internet nach einem passenden Hotel.

    Sugas Sicht
    Mittlerweile war ich Zuhause angekommen. J-Hope hatte mich abgeholt und zu uns gefahren. Dort hatten mich alle stürmisch begrüßt und mich gefragt, wie es mir ging. Ich meinte, dass sie sich keine Sorgen machen sollten, da mich ein Arzt vorhin erst untersucht hatte. Dann ging ich in mein Zimmer. Dort hatte ich Ruhe, um nachzudenken. Über das Mädchen... Ich wusste nicht mehr, wie sie aussieht, geschweige denn, wie sie heißt. Ich setzte mich an mein Klavier und spielte eine Melodie. Sie war traurig, aber gefühlvoll. Ich improvisierte einfach und versank in der Welt der Musik. Musik war das Einzige, was mir richtig Halt gegeben hatte.

    „Essen ist fertig!" Sofort hörte ich auf zu spielen, klappte den Klavierdeckel zu und lief die Treppen runter in den Essensraum. Jin kam aus der Küche und legte mir gespielt besorgt die Hand auf die Stirn. „Das Essen im Krankenhaus muss ja schrecklich gewesen sein!" Ich sah ihn fragend an, woraufhin er hinzufügte: „Du warst noch nie so schnell hier unten und du bist sogar vor Tae hier." wer ist vor mir hier?" V streckte interessiert den Kopf durch die Tür. „Ich. Und an dich Jin: Nein, das Essen war wirklich nicht gerade gut. Du kannst zwar echt nervig sein, aber für's Kochen könnte ich dich manchmal echt drücken.", antwortete ich. „Seit wann so gesprächig und sozial, Yoongi?" Jetzt gesellte sich auch Hobi zu uns. „Ist doch jetzt auch egal." Mir war die Situation unangenehm. Ich war noch nie gut darin, meine Gefühle auszudrücken. was gibt es zum Essen?", versuchte ich das Thema zu wechseln. „Sushi. Selbstgemacht. Ja, es war anstrengend." „Und warum? Gibt es was zum Feiern?", fragte V. „Ja. Yoongi ist wieder da.", verteidigte sich Jin. „Übertreib mal nicht. Ich war eine Nacht nicht da." „Zwei. Und trotzdem.", Jin platzierte die Teller auf dem Tisch und wir warteten auf die anderen.

    Nach einer Weile waren alle da und ich unterbrach die Stille. „Ich werde mir einen Wecker stellen und morgen um zehn ins Krankenhaus fahren." Dann wandte ich mich an Hobi. „Würdest du mich noch einmal fahren?" „Ja, könnte ich machen, aber kannst du nicht alleine fahren?" Auf meinen Frage hin, mischte sich Namjoon ein: „Ich denke nicht, dass es eine gute Idee wäre, das Yoongi sofort wieder Auto fährt. In einer Woche vielleicht. Aber nicht morgen. Zur Not fahre ich ihn." „Nein, ich mache es schon..." Dankend blickte ich zu Hobi und lauschte während des Abendessens noch dem Gespräch der Anderen. Dann ging ich in mein Zimmer und schlief sogar für mich relativ früh ein.

    Jins Sicht
    Yoongi tat mir echt Leid. Das war sicher schwer für ihn. Ich war vorhin nicht sauer auf ihn, weil er seinen Teller nicht abgeräumt hatte, sondern tat es stattdessen für ihn. Jetzt saß ich im Wohnzimmer neben Joonie und diskutierte mit ihm noch über den Unfall und was passieren würde, wenn es rauskommen würde, dass Yoongi jemanden überfahren hat. Für BTS würde das höchstwahrscheinlich das Karriereende bedeuten. Ich sah auf die Uhr und bemerkte, dass es langsam Zeit wurde, schlafen zu gehen. Ich ging in mein Bad, duschte, putzte mir die Zähne. Dann ging ich in mein Zimmer und legte mich in mein Bett.
    Wir hatten alle ein eigenes Zimmer in unserem Haus, die Bäder mussten wir uns auch nicht teilen. Jeder hatte sein eigenes, kleines Bad mit einer Dusche.
    Wozu besitzen wir eigentlich zwei Gästezimmer? Die hat doch noch nie jemand benutzt... Und ein eigenes Bad haben die auch noch. Vielleicht sollte ich mal in eins der beiden größeren Bäder ziehen...
    Mit Gedanken daran, was ich morgen zum Frühstück machen könne, schlief ich langsam ein.

    Sugas Sicht
    Piep. Piep. Piep. Piep. Pie-Piep. Pie-Piep. Pie-Piep. Pie-Piep. Pie-Pie-Pie-Piep.
    Von dem schneller werdenden Geräusch meines Wecker wachte ich auf. Ich hasste dieses Geräusch. So sehr. Einfach nur schrecklich. Ich hatte meinen Wecker gestern Abend ans andere Ende meines Zimmers gestellt, um mich dazu zu zwingen, aufzustehen. Ich warf mein Kissen nach dem Wecker. Da das Piepen nicht aufhörte, sondern noch schneller und lauter wurde, öffnete ich langsam meine Augen und setzte mich auf. So schnell wie es meine Müdigkeit zuließ, lief ich zum Wecker. Endlich war Ruhe. Ich setzte mich auf den Teppich und lehnte meinen Kopf an die grau-gestrichene Wand. Nur kurz vom Aufstehen ausruhen... Nur kurz...
    Als ich merkte, dass ich drohte, wieder einzuschlafen rappelte ich mich auf und lief ins Bad. Es war erst acht Ihr morgens und ich war sehr lange Zeit nicht so lange aufgestanden. Aber ich musste ins Krankenhaus. Dinge klären. Das Mädchen besuchen.
    Hoffentlich wacht sie heute auf. Und hoffentlich erfahre ich ihren Namen. Mal sehen, wie es wird... Mal sehen. Vielleicht ist sie schon tot... Wer weiß das schon.
    Ich schloss die Badtür hinter mir und duschte mich. Dann ging ich in mein Zimmer zu meinem Schrank. Ich zog mir einen schwarzen Pulli an, schwarze Jeans und schwarze Socken. Zurzeit hatte ich graue Haare, die sich nicht stark von meinen Klamotten abhoben. Am schlimmsten fand ich mal meine türkisfarbenen Haare, die hatte ich zum Glück nur kurz. Am meisten möchte ich aber trotzdem noch meine Naturhaarfarbe. Schwarz.
    Namjoon, der Klugscheißer, meint zwar, dass es keine schwarzen Haare gibt. Das ist mir aber egal. Dann ist es halt sehr dunkles Braun.
    Gemächlich aber trotzdem aufgeregt ging ich in die Küche, wo Jin am Herd stand.

    10
    „Ahhhh!" Jin brüllte mir ins Gesicht, nachdem ich ihn angetippt hatte. „Gibt es einen Grund, so zu schreien?", fragte ich ihn genervt.



    „Ahhhh!" Jin brüllte mir ins Gesicht, nachdem ich ihn angetippt hatte. „Gibt es einen Grund, so zu schreien?", fragte ich ihn genervt. „Nein, zwei Gründe." „Die da wären?", stellte ich die nächste genervte Frage. „Erstens: Jemand hat mich, ohne das man ihn kommen hören konnte, angetippt." Jin sah mich vorwurfsvoll an und fuhr fort: „Und Zweitens: Du warst das!" „Und?" „Es ist kurz nach Acht!" Darf man jetzt nicht mal mehr 08:15 in der Küche aufkreuzen?" „Doch, schon. Aber du warst noch nie so früh wach." „Ja, war auch eine Qual. Was gibt es denn zum Frühstück?" „Nichts besonderes.", sagte Jin auf das Essem deutend.
    „Langsam gehen dir die Ideen aus.", stellte ich fest und setzte mich auf meinen Platz.
    Jimin kam herein und fragte mich, ob er schon J-Hope wecken soll. „Ne, lass mal. Das ist so ziemlich das Einzige, was mir Spaß macht.", antwortete ich ihm mit einem ernsten Gesichtsausdruck. Irgendwann kam auch der gerade aufgewacht Namjoon zu uns und wir fingen an, zu essen. „Die Anderen können ja nachher essen.", war unsere Begründung.
    Ich aß etwas und stand dann auf, um J-Hope zu wecken. Ich hatte schon einen Rache-Plan.
    Immer, wenn Hobi mich weckt, und es nach zehn Minuten noch nicht hinbekommen hat, schüttet er mir Wasser über den Kopf. Jetzt kann er mal sehen, wie das ist.
    Ich nahm mir aus dem Küchenschrank ein Glas, füllte es mit Wasser und machte mich auf den Weg zu J-Hope.

    J-Hopes Sicht
    Ich wurde von einem Glas Wasser in meinem Gesicht aufgeweckt. „Ey! Was soll das!" Ich versuchte mir das Wasser aus den Augen zu reiben, um zu sehen, wer mich geweckt hatte. Neben mir stand Yoongi. „Du? Wach? Jetzt?" „Schon seit einer Stunde.", antwortete er stolz. „Bestimmt." Ungläubig sah ich ihn an. Er schmunzelte, verließ das Zimmer und rief zum Abschied: „In einer Stunde will ich los zum Krankenhaus! ALSO BEEIL DICH!" Den letzten Part schrie Suga sogar, weil er sich weiter von meinem Zimmer entfernt hatte.
    Ich stand schnell auf, zog mich an und aß Frühstück. Anhand dem Teller auf Sugas Platz wusste ich, dass er schon gegessen hatte.
    Ich hätte, glaube ich, auch so Angst um dieses Mädchen. Schon wenn ich nicht einmal wüsste, ob sie auch diese Nacht überstanden hat.
    Ich räumte meinen und Sugas Teller ab, zog mir Jacke und Schuhe an und rief Suga. Er kam sofort, zog sich ebenfalls an und wir liefen gemeinsam zum Auto.
    Auf der Fahrt schwieg Yoongi, weshalb ich das Radio anmachte. Plötzlich drehte sich Yoongi zu mir: „Mach das sofort aus. Bitte."
    „Was wieso? Ich dachte du magst Nirvana!" „Mach es einfach aus." Ich machte das Radio aus und es war erneut still.
    Nach ein paar Minuten räusperte sich Yoongi und begann etwas zu sagen: „Das Lied... Es lief kurz vor dem Unfall. Wegen dem Lied habe ich das Schreien erst später bemerkt."
    „Na dann kann ich verstehen, dass du es zurzeit nicht hören willst.", war meine Antwort.
    „Danke." „Wofür?" „Dafür, dass du mich verstehst."

    Sugas Sicht
    Hoseok parkte ein und wir stiegen aus dem Auto. Auf dem Weg zur Auskunft fiel mir etwas ein: „Hobi! Die lassen doch nicht wildfremde Leute zu einem lebensgefährdeten Mädchen! Die kennen uns doch nicht..." „Doch. Sie müssten dich kennen. Immerhin warst du bis gestern auch hier eingewiesen." Ich nickte zustimmend und Hoseok fragte: „Hast du denn deinen Ausweis dabei?" „Ja, den müsste ich haben." „Na also. Sie lassen uns bestimmt wenigstens einmal gucken." „Hoffentlich."

    Es funktionierte tatsächlich. Zehn Minuten später standen wir vor dem Raum A1.45. Wir klopften und Frau Park stellte sich uns vor. „Guten Tag, ich bin Frau Park. Sind Sie Min Yoongi?" „Ja, aber woher wissen S-" „Es war uns klar, dass sie nach Frau Cho gucken wollen." „Wer ist Frau Cho?" „Das Mädchen von dem Unfall, oder?", mischte sich Hobi ein. „Genau.", beantwortete sie die Frage und stellte gleich wieder eine: „Wer sind Sie?" Frau Park sah zu Hobi. Dieser antwortete ihr: „Jung Hoseok. Der beste Freund von ihm." Er zeigte auf mich. Die Ärztin deutete uns an, Platz zu nehmen.
    „Frau Cho, mit Vornamen Yumi, geht es nicht besser. Wir haben herausgefunden, dass sie innere Blutungen hat. Leider können wir sie nicht operieren, solange sie im Koma liegt." „Also ist sie immer noch nicht aufgewacht?" Besorgt erkundigte ich mich. „Nein leider nich-" Frau Park wurde von einem Klopfen an der Tür unterbrochen. Ein etwas älterer Arzt platzte hinen: „Frau Cho ist wach. Kommen Sie schnell!" Frau Park sprang auf und rannte aus dem Raum, womit J-Hope und ich alleine waren. „Äh... Was war das denn jetzt?" Überrascht sah J-Hope mich an. „Keine Ahnung. Immerhin lebt sie noch. Wie hieß sie noch einmal?" Er antwortete mir belustigt: „Yumi. Ich glaube mit Nachnamen Cho. Nicht mal das kannst du dir merken!"
    Frau Park kam nach circa zwei Minuten wieder in den Raum. „Yumi möchte Sie sprechen.", an Hoseok gewandt fuhr sie fort: „Herr Jung?" „Ja?" „Sie müssten vor dem Raum stehen bleiben." „Okay, mache ich."
    Zusammen verließen wir Frau Parks Büro und gingen ein paar Räume weiter. Frau Park blieb stehen und klopfte. Sie öffnete die Tür und bat mich herein. Hobi lächelte mich ermutigend an und ich betrat nervös den Raum. Die Wände waren weiß und das Bett stand an der linken Wand. Um das Bett herum standen viele Geräte, von denen Kabel zu Yumi führten. Ich hatte Angst, dass sie ARMY ist, weshalb ich nur leise sagte: „Hey. Ich bin Yoongi und es tut mir wahnsinnig Leid. Alles. Ich-" „Ich bin Yumi und du kannst nichts dafür. Ich lag ja nicht wegen dir auf der Straße, oder?" Verblüfft schaute ich sie an. So eine schlagfertige Antwort hatte ich nicht erwartet. „Und wenn ich jetzt nicht bald operiert werde, verblute ich...", setzte sie noch hinten ran. „Oh, dann... Warum lagst du denn auf der Straße?" „Das sage ich dir nicht. Ich kenne dich nicht." „Entschuldigung. Ich wollte dir nicht zu nahe treten.", antwortete ich. „Ist ja auch egal. Immerhin weiß ich noch, was passiert ist.", sagte Yumi. Plötzlich hörte ich jemanden hinter mir: „Das ist wirklich sehr selten." Erschrocken fuhr ich herum. Frau Park stand immer noch hinter mir. „Was ist selten?" „Dass sie nicht unter Amnesie leidet.", antwortete die Ärztin auf meine Frage. Yumi schmunzelte, krümmte sich aber sofort wieder vor Schmerzen. „Ahh!" Die Ärztin stürmte zu Yumi, legte sie richtig hin und drückte einen Knopf neben dem Bett. Eine Stimme ertönte aus dem kleinen Lautsprecher: „Ja? OP hier." „Yumi Chos Operation wird vorgezogen." „Auf wann?"
    „Sie wird jetzt stattfinden. Es hat sich verschlimmert."
    Ein paar Sekunden später stürmte ein weiterer Arzt rein. Er hatte ein Gerät dabei und hielt die dazugehörige Atemmaske auf Yumis Gesicht. Ihre Augen schlossen sich schon nach wenigen Sekunden wegen des Narkosemittels, weshalb ich noch schnell „Viel Glück!" rief, bevor ich hastig den Raum verließ. Draußen fragte mich Hoseok, was passiert war. Ich antwortete ihm nicht sondern deutete nur auf eine Operationsliege, die gerade in den Raum geschoben wurde.

    11
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    Yumis Sicht
    Ich versuchte, meine Augen aufzumachen. Mein Kopf brummte und ein piependes Geräusch bereitete mir Kopfschmerzen. Als ich mich orientierungslos versuchte, aufzurichten, spürte ich einen ziehenden Schmerz in meinem Bauch und in meiner Brust. Plötzlich erinnerte ich mich wieder, wo ich war.
    Ach. Hier bin ich. Im Krankenhaus. Das Zimmer kenne ich aber nicht. Wahrscheinlich bin ich hier wegen der Operation.
    Das Licht blendete mich und ich fröstelte.
    Wirklich warm und gemütlich ist es hier ja nicht. Ich möchte meinen Pulli haben...
    Mein Lieblingspulli war viel zu groß und schwarz. Eigentlich bestand mein ganzer Kleiderschrank aus schwarz. Ich besaß nur ein paar blaue Jeans und ein rotes Top, was ich einmal von Donghae zum Geburtstag bekommen hatte.
    Donghae. Wegen diesem Arschloch wäre ich fast gestorben.
    Da ich mich nicht aufsetzen konnte, hob ich langsam meinen Arm um auf den roten Knopf zu drücken, der mich mit der Krankenschwester der Abteilung sprechen ließ.
    „Frau Kim hier. Was kann ich für Sie tun, Frau Cho?"
    „Mir ist kalt und ich würde gerne das Licht dunkler machen..."
    „Klar. Ich werde jeden Moment da sein."
    Tatsächlich kam ein paar Momente später eine ältere, sympathische Frau in mein Zimmer. Sie drehte die Heizung hoch, machte das große Licht aus und dafür meine Nachttischlampe an und legte eine weitere, dünne Decke über meinen Körper.
    „Frau Cho?" „Ja?" „Haben Sie Hunger? Immerhin haben Sie den ganzen Tag wegen der Operation heute morgen geschlafen und jetzt ist es schon 23 Uhr.", fragte sie mich lieb. „Ja, sehr sogar. Gibt es denn noch etwas?" „Ja, wir haben Ihr Abendessen aufgehoben." „Vielen Dank." Die Krankenschwester verließ mein Zimmer.

    Nach ein paar Minuten kam Sie mit einem Tablett wieder. Sie stellte es mir auf den Schoß und fing ein Gespräch mit mir an. „Die Polizei war heute im Laufe des Tages da und hat Ihren Rucksack gebracht. Wollen Sie ihn haben?" „Ja, sehr gerne." „Ich werde ihn holen. Könnte aber eine Weile dauern." Zum zweiten Mal war ich alleine in dem Raum. Ich aß auf, schloss meine Augen und hörte nur noch, wie jemand in den Raum kam, etwas neben meinem Bett abstellte und wieder leise die Tür hinter sich schloss. Dann schlief ich ein.


    Etwas berührte mich an der Schulter. Ich schreckte hoch, schlug auf das Unbekannte auf meiner Schulter rauf und schrie kurz auf, als ich merkte, dass es eine Hand war. „Was bist du denn so schreckhaft?" Eine Männerstimme ertönte neben meinem Ohr. „Wer bist du?", stellte ich eine Gegenfrage. „Mach doch einfach deine Augen auf, um nachgucken." „Ne. Ich bin gerade erst aufgewacht. Da mach ich doch nicht freiwillig meine Augen auf!" „Du sprichst mir aus der Seele." „Wenn du auch schlafen magst,", schlussfolgerte ich, „Warum weckst du mich dann?" „Weil es 13 Uhr ist! Solange schlaf ja nichtmal ich!" „Wer bist du denn jetzt?", fragte ich von seinen Sticheleien genervt. „Min Yoongi." „Ahh... Der Typ, der mich fast umgebracht hat." Er antwortete verletzt: „Gestern warst du noch der Meinung, dass ich nicht Schuld bin!" „Bist du auch nicht. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass-" Er unterbrach mich laut: „ICH kann doch nichts dafür, dass DU mitten in der Nacht auf der Straße liegst!" „Jetzt komm mal runter! Ich wollte dich nicht verletzen. Tut mir Leid." „Und ich dich nicht umbringen.", beendete er die Diskussion.

    Sugas Sicht
    Langsam öffnete sie ihre Augen. Sie lag mit mehreren Decken in ihrem Bett und war an verschiedenste Geräte angeschlossen. „Irgendwoher kenne ich deinen Namen.", stellte sie fest. Ich setzte mich auf einen Stuhl, der am Fußende ihres Bettes stand. „Kann sein..." Ich hatte Angst, dass sie mich erkennen könnte und es rauskommen würde, dass jemand von BTS ein Mädchen beziehungsweise eine Frau überfahren hatte. „Vorhin war eine Krankenschwester hier und hat dein Mittagessen vorbeigebracht." „Vorhin? Wie lange guckst du Stalker mir denn schon beim schlafen zu?" „Eine halbe Stunde..." „Spinnst du?" Entgeistert starrte sie mich an. Ich beruhigte sie: „Ich habe die ganze Zeit versucht, dich zu wecken! Und fang doch endlich an, etwas zu essen." „Jaja.", sagte sie immer noch etwas genervt und sah das kümmerliche Essen auf dem Tisch neben mir an. „Das Essen schmeckt nicht.", warnte ich sie. „Danke für's schmackhaft machen.", ironisch grinste sie mich an, sah aber plötzlich beschämt auf den Boden. „Ist dir Lächeln so unangenehm?", fragte ich sie ernst. Sie sah mich vorwurfsvoll an: „Nein. Aber... Ich kann mich nicht alleine aufrichten... Kannst du mir helfen?" „Ja, warum nicht?" Ich stand von meinem Stuhl auf und lief zu ihrem Bett.
    Sie legte ihre Hände auf meine Schultern und versuchte sich hochzuziehen, zuckte aber von dem Schmerz zusammen und sank wieder in ihre ursprüngliche Position.

    Yumis Sicht
    „Wir machen das anders.", sagte Yoongi. Er beugte sich langsam über mich und hob meinen Oberkörper leicht mit einer Hand an. Dann legte er eine Hand hinter meinen Rücken. Ich zuckte kurz zusammen, als seine Hand meine Taille berührte, um mich hochzuziehen. Er schreckte zurück, ohne mich loszulassen. „Tat das weh?", fragte er besorgt. „Nein. Du hast nur kalte Hände." Sein Gesicht entspannte sich von dem Schreck und er zog mich hoch. Dann richtete er mein Kissen auf und half mir, mich hinten am Bett anzulehnen. „Danke.", murmelte ich und entspannte mich wieder. Er stellte das Essen auf meinem Schoß ab. Während ich aß schrieb Yoongi auf seinem Handy. „Mit wem schreibst du?", unterbrach ich ihn. „Oh. Ich... äh... Das war vielleicht eine zu private Frage.", setzte ich noch schnell hinten ran. „Alles gut. Ich schreibe mit meinem besten Freund. Er hat mich gestern auch hierher gefahren." „Achso. Wie bist du heute gekommen?" „Mit dem Bus." Den Rest des Essens schwieg ich, er ebenfalls.

    Sugas Sicht
    Yumi hatte fertig gegessen und ihr Glas Wasser ausgetrunken. Dann räusperte sie sich. „Das ist jetzt noch unangenehmer als vorher, ich muss aber auf die Toilette...", sagte sie und blickte, wie vorhin auf den Boden. „Ist doch normal. Aber dabei kann ich dir weder, noch darf ich dir dabei helfen." „Ich weiß. Ich rufe kurz die Krankenschwester." Yumi drückte auf einen Knopf an ihrem Bett und sagte der Stimme, dass sie mal auf die Toilette müsse. Ich verabschiedete mich mit einem: „Bis morgen!" Und ging aus der Tür, als die Krankenschwester mich wissend anlächelnd dem Raum betrat. Vor der Tür realisierte ich dann erst, was ich gesagt hatte.
    ‚Bis morgen!' Morgen haben wir Probe und müssen deswegen ins Tanzstudio. Ich muss Namjoon fragen, ob ich morgen früher aufhören darf. Warum habe ich das gesagt? Außerdem werde ich aus ihr nicht schlau. Zuerst beschuldigt sie mich, dass ich sie fast umgebracht habe, dann entschuldigt sie sich dafür und noch einmal zehn Minuten später unterhält sie sich angeregt mit mir, schreckt aber bei jeglichem Körperkontakt zurück. Und warum sie auf der Straße lag, will sie mir nicht sagen, weil es angeblich privat ist.

    12
    Als ich zuhause ankam, nahm ich mir meine Kopfhörer und ging in mein Zimmer. Dort hörte ich Musik und dachte über Yumi nach. Ich war froh, dass sie



    Als ich zuhause ankam, nahm ich mir meine Kopfhörer und ging in mein Zimmer. Dort hörte ich Musik und dachte über Yumi nach. Ich war froh, dass sie noch lebte.
    Hoseok kam herein, setzte sich auf mein Sofa und sah mich aus großen Augen an. Ich nahm meine Kopfhörer raus. „Und?", fragte Hobi. „Was und?" „Wie ist sie so?" „Wer?" „Kann es sein, dass du nicht darüber reden willst und dich dumm stellst?" Mit der Frage traf Hobi ins Schwarze. „Ja, kann sein. Sie ist irgendwie komisch. Erst ist sie sauer, dann nett und dann wieder schüchtern." „Du warst viel länger weg, als wir dachten. Warum?" Hobi konnte einen mit seinen Fragen schon ordentlich nerven. Ich verdrehte die Augen. „Die erste halbe Stunde hat sie geschlafen. Dann war sie motzig und dann ging es."
    „Das kenne ich.", stellte Hobi lachend fest. „Von wem?", fragte ich verwirrt. Er stand auf, und sagte im Gehen noch: „Von dir. Sie ist genau wie du." Mit der Aussage ließ er mich verdutzt in meinem Zimmer zurück.

    Yumis Sicht
    Es war mittlerweile früher Abend, als ich über eine Sprechanlage gefragt wurde, ob eine gewisse Juhee hochkommen könne. Ich antwortete mit einem freudigen „Ja!" und wartete, bis es an meiner Tür klopfte.
    Ein „Herein!" später, stand Juhee in meinem Zimmer. „Du bist wach!" Stürmisch umarmte sie mich. Als sie mich fester drückte, zuckte ich vor Schmerz zusammen. Immerhin wurde ich an der Stelle erst vor wenigen Stunden operiert. Sie ließ sofort los und fing an, mich mit Fragen zu überhäufen. „Wie geht es dir? Hast du jetzt innere Blutungen oder nicht? Hat sich der Fahrer gemeldet?" Ich versuchte, sie zu beruhigen: „Mir geht es soweit gut, allerdings wurden meine inneren Blutungen heute morgen operiert. Ich weiß leider nicht genau, wie das geht, sonst würde ich es dir erklären.
    Den Fahrer habe ich vor der Operation kurz gesehen, er wird mich morgen besuchen.", sagte ich.
    Der letzte Part ist zwar gelogen, aber sie muss ja nicht wissen, dass ich ihn heute schonmal gesehen habe. Vielleicht geht er ja auf unsere Universität, dann möchte ich ihn nicht vor Juhee beschuldigen. Aber in der Universität habe ich ihn noch nie gesehen. Vielleicht war er mal im Café zu Besuch.
    „Soll ich dann morgen dabei sein?", bat sie mir, mich aus meinen Gedanken reißend, an. „Ich- Nein, nicht nötig. Ich möchte mit ihm alleine sprechen."
    Juhee wollte gerade fragen, warum ich denn auf der Straße lag, weshalb ich schnell vom Thema ablenkte: „Bin ich in der Universität eigentlich entschuldigt?" Juhee zögerte: „Ich werde morgen mal fragen, okay?" „Ja, bitte."
    Nach ein paar Gesprächen über die Uni fragte ich Juhee nach ihrem Job. „Wann musst du eigentlich neuerdings immer arbeiten?" „Meistens Samstags, wenn Abends der große Ansturm kommt. Manchmal aber auch in der Woche, wenn jemand das Restaurant für eine bestimmte Feier bucht." Juhee hatte einen Minijob in einem Restaurant, was zu den besten der Stadt gehörte. Sie durfte zwar nur selten kellnern, allerdings machte ihr sogar der Abwasch Spaß.

    Immer wenn wir uns unterhielten, merkten wir gar nicht, wie schnell die Zet verging. Wir wurden erst darauf aufmerksam, dass es schon 19:30 Uhr war, als die Krankenschwester mit dem Abendessen hineinkam.
    Sie sah Juhee erschrocken an: „Sie müssten hier raus. Die Besuchszeiten waren vor einer halben Stunde vorbei." Juhee entschuldigte sich mehrmals und packte hektisch ihre Sachen ein. Sie verabschiedete sich von mir und betrat hastig den Flur. Dann war sie weg. Ich erinnerte mich plötzlich wieder an meinen Rucksack. „Könnten Sie mir vielleicht gleich meinen Rucksack hochreichen?", fragte ich höflich. „Natürlich." Sie bückte sich und gab ihn mir. Dann stellte sie mir mein Essen auf den Nachttisch und sagte mir, dass sie in einer halben Stunde noch einmal nach mir gucken kommen würde.
    Ich öffnete meinen Rucksack, steckte das Ladekabel mit meinem Handy in die Steckdose un schaltete es ein. Mein Handy vibrierte und mehrere Nachrichten ploppten auf.

    ‚28 verpasste Anrufe von ‚Mami♡''
    ‚23 verpasste Anrufe von ‚Papi♡"
    ‚48 neue Nachrichten'

    Ich öffnete meine Nachrichten. Meien Eltern hatten mir in Sorge insgesamt 30 Nachrichten geschickt. Die anderen 18 waren von Juhee.

    [VOR ZWEI TAGEN]
    Juhee♡
    < Hey...~13:17
    < Yumi? ~14:20
    < Ist alles okay? ~14:30
    < Yumi? ~14:30
    < Du gehst seit gestern Abend nicht an dein Handy! ~14:56
    < Ich rufe jetzt die Polizei! ~15:09
    < Okay. Warum ZUR HÖLLE liegst du im Krankenhaus? (Die haben mich gerade angerufen!) ~15:28
    < Weiß jetzt, was passiert ist... (War gerade im Krankenhaus...) ~17:47
    < Ich komme jetzt jeden Tag vorbei, um nach dir zu gucken. ~17:48
    < Deine Eltern sind informiert. ~18:01

    So ging das immer weiter. Als ich gerade meinen Eltern auf ihre Nachrichten antworten wollte, rief mich meine Mutter an. Ich ging sofort ran.
    „Hallo, Mami."
    „Hallo, Yumi!"
    „Bist du sauer?"
    „Worauf?"
    „Auf mich?"
    „Nein! Warum sollte ich, Yumi?"
    „Weil ich mich nicht gemeldet habe."
    „Dafür kannst du ja nichts. Ich bin einfach nur froh, dass es dir soweit gut geht."
    „Mami?"
    „Ja?"
    „Grüß Papi von mir, ja? Ich muss gleich auflegen und schlafen gehen."
    „Jetzt schon?"
    „Ja. Erstens: Wir befinden uns in verschiedenen Zeitzonen. Zweitens: Auch wenn es hier erst 20 Uhr ist, war der Tag echt anstrengend und ich möchte mich ein bisschen ausruhen."
    „Mach das. Wir können ja morgen noch einmal telefonieren."
    „Machen wir!"

    Ich legte auf. Dann aß ich mein Essen auf und wartete auf die Krankenschwester. Sie kam nur kurze Zeit später und half mir wieder in das Badezimmer. Dann ging sie mit mir zusammen wieder zum Bett und ich versuchte, mich ohne ihre Hilfe hinzulegen, was mehr oder weniger gut klappte. „Vielleicht sollte ich Ihnen doch helfen." Mit den Worten hob sie mich an und legte mich hin. Dann sagte sie mir, dass ich morgen in ein Zimmer in einem anderen Krankenhaustrakt kommen würde. Ich bräuchte die meisten Geräte nicht mehr. Dann klappte die Krankenschwester das Fenster, machte das Licht aus und verließ das Zimmer. Nach ein paar Minuten schlief ich ein.

    13
    Am nächsten Morgen wachte ich schon um acht auf. ((cur))Noch so früh? Naja... Immerhin bin ich gestern 20:30 eingeschlafen.((ecur)) Ich warf einen B



    Am nächsten Morgen wachte ich schon um acht auf.
    Noch so früh? Naja... Immerhin bin ich gestern 20:30 eingeschlafen.
    Ich warf einen Blick auf mein Handy. Juhee hatte mir gestern Abend noch geschrieben.

    [GESTERN]
    Juhee♡
    < Hey... Ich wollte fragen, ob du morgen vielleicht kurz auf Ahri aufpassen kannst... Sie sollte eigentlich nachmittags bei mir Hausaufgaben machen, ich muss morgen aber im Restaurant aushelfen. Ich möchte sie ungerne alleine bei mir lassen. Geht das für dich klar? ~21:32
    < Oh. Offensichtlich schläfst du schon. Gute Nacht! ~21:45

    Ich schrieb ihr zurück.

    [HEUTE]
    Ich
    < Würde mich sehr um Gesellschaft freuen! Morgen muss ich eh in ein anderes Zimmer umziehen, wo ich mehr Platz haben werde. ~08:34
    Juhee♡
    < Okay, dankeeeeeeee! ~08:40
    < Warte. Du bist schon wach? ~08:40
    Ich
    < Ja, bin ja gestern schon 20:30 eingeschlafen;) ~08:42
    Juhee♡
    < Stimmt auch wieder. Komme dann so gegen 15 Uhr, ja? ~08:43
    Ich
    < Geht klar. Bis dann. Kannst du mir dann irgendein Buch mitbringen? ~08:43
    Juhee♡
    < Jup, mache ich... ~08:43

    Ich freute mich schon auf Ahri. Sie ist die Halbschwester von Juhee und 13 Jahre alt. Also deutlich jünger als Juhee. Sie ist nett, schlau und hübsch. Juhees Eltern hatten sich nach einem großen Streit und vielen Kleinigkeiten getrennt. Juhees Vater und seine neue Freundin bekamen einige Jahre später dann eine Tochter, Ahri.
    Ich legte mein Handy auf den Schreibtisch und überlegte, was ich tun kann. Nach ein bisschen Überlegen versuchte ich mich langsam hinzusetzen. Es zog ein bisschen im Oberkörper, weshalb ich schmerzerfüllt die Luft einsog. Aber immerhin saß ich.
    Jetzt muss mir wenigstens kein Fremder hochhelfen. Das war vielleicht unangenehm. Außerdem fragt er mich bestimmt heute wieder, warum ich auf der Straße lag. Aber ich will ihm nichts von Donghae erzählen. Ich will nicht, dass er Donghae mit mir anzeigen will. Was, wenn Donghae ihm dann etwas antut? Ist bestimmt schon schlimm genug, dass mich ein Mann im Krankenhaus besuchen kommt. Weiß Donghae überhaupt, dass ich im Krankenhaus bin? Hoffentlich nicht. Ihn kann ich jetzt echt nicht gebrauchen.

    Gelangweilt griff ich wieder nach meinem Handy und las eine Online-Ausgabe einer Tratschzeitung. Eigentlich mochte ich sowas noch nie, mir war aber so langweilig, dass mir nichts besseres eingefallen ist.

    Sugas Sicht
    Ich würde von davon wach, wir mich ein Schuh an der Stirn traf. Dann hörte ich meien Tür knallen und konnte ein Lachen hören. „JIIIIIIIN!", rief ich sauer. „WARUM WECKT IHR IMMER MICH SO AUF?", schrie ich noch hinterher, bevor ich mich langsam aus dem Bett rekelte. Mein Blick fiel auf meinen Wecker. „Erst um neun...", sagte ich leise zu mir selbst. Ich ging runter zum Frühstückstisch. Schlecht gelaunt setzte ich mich kein Wort sagend auf meinen Stuhl. Namjoon räusperte sich: „In einer Stunde sind wir im Auto. Ich war gestern bei der Polizei und die haben es uns zurückgegeben. Da warst du", sagte er auf mich deutend, „nicht da."
    Nach dem Frühstück standen wir auf und gingen in unsere Zimmer, um uns fertig zu machen. Ich lief schnell zu Namjoons Zimmer, da mir wieder eingefallen war, wie ich Yumi verabschiedet hatte. Ich klopfte. „Herein!" Ich betrat sein aufgeräumtes Zimmer. „Was willst du?", fragte er mich interessiert.
    „Ich war gestern ja Yumi, das Mädchen im Krankenhaus, besuchen. Leider habe ich mich mit einem ‚Bis morgen!' verabschiedet. Das heißt, dass es arrogant rüberkommen würde, wenn ich heute nicht kommen würde.", erklärte ich meine Situation.
    „Also von mir aus kannst du heute früher mit Proben aufhören, du musst aber Hoseok fragen, der wollte noch einmal einen bestimmten Teil der Choreo mit dir durchgehen."
    „Ja, mache ich dann. Danke." Ohne ein weiteres Wort zu sagen, lief ich wieder in mein Zimmer. Ich packte meine letzten Sachen ein und ging runter zu den anderen.

    Im Auto angekommen setzten wir uns auf unsere Plätze. Ich saß wie immer am Fenster neben J-Hope. Auf der anderen Seite saß Jungkook am Fenster. Ihm gegenüber hatten Jimin am Fenster und Taehyung in der Mitte Platz genommen. Der Platz gegenüber von mir war frei. Jin fuhr und Namjoom saß neben ihm. Wir hörten Namjoons Musik-Playlist. Kurz bevor wir am Big-Hit-Gebäude ankamen, fing wieder Nirvana an. Ich stöhnte und Hobi sagte; „Mach mal die Musik aus, bitte. Einfach nicht fragen." Dankbar sah ich ihn an.

    Wir stiegen aus und begaben uns in unseren Proberaum. Dann gingen wir in unsere Umkleide, zogen uns um und fingen an zu Tanzen. Zwischendurch kam Tran, eine Arbeitskollegin und entfernte Bekannte von uns, Essen vorbeibringen. Wir verstanden uns gut mit ihr und so fanden wir uns eine halbe Stunde später wieder, wie wir uns angeregt mit ihr unterhielten. Jungkook und ich hielten uns eher zurück. Jungkook war schon immer der Meinung, dass er nicht mit Mädchen umgehen kann. Wir versuchten ihm immer zu erklären, dass er sich das nur einredet, worauf er allerdings nicht hörte. Ich hielt mich schon immer generell zurück. Reden war nicht meine Stärke und würde es auch nie sein. Plötzlich verabschiedete Tran sich und machte ihre Arbeit weiter. Wir aßen unser Mittagessen auf und fingen nach einer kurzen Pause wieder an, zu Proben.

    Nach einer Weile kam Hobi zu mir. Er wollte noch einen schweren Teil meines Parts durchgehen. Bei der Gelegenheit fragte ich ihn, ob ich heute noch Yumi besuchen könne. Er bejahte und wir machten weiter.

    Yumis Sicht
    Kurz nach dem kläglichen Mittagessen kam ein Arzt mit einem Rollstuhl in mein Zimmer. Er sollte mit mir die Verlegung in ein anderen Raum machen.
    „Guten Tag. Ich bin Herr Lim. In den nächsten Tagen werden Sie auf meiner Station sein. Jetzt machen wir den Umzug. Haben Sie etwas anderes als Ihren Rucksack hier?"
    „Nein. Meine Klamotten von dem Unfalltag sind mittlerweile auch in Rucksack.", antwortete ich ihm.
    „Super. Wie ich sehe können Sie sich mittlerweile hinsetzen. Würden Sie es schaffen, sich in den Rollstuhl zu setzen?"
    „Ich denke nicht. Als ich mich hingesetzt habe, tat das in der Bauchpartie sehr weh."
    „Okay... Dann müssen wir Sie nachher noch einmal untersuchen. Nicht, dass Sie sich eine genähte Wunde wieder aufgerissen haben!"
    „Können wir machen."
    Der Arzt nahm mich mit gekonnten Bewegungen hoch und ich fand mich wenige Sekunden später in dem Rollstuhl wieder. Dann nahm ich den Rucksack auf meinen Schoß und Herr Lim schob mich aus dem Zimmer. Wir fuhren mit dem Fahrstuhl in den dritten Stock und mir wurde mein Zimmer gezeigt.
    Wenn man reinkam, war links neben der Eingangstür das Badezimmer. Es hatte eine Dusche, eine Toilette und ein kleines Waschbecken. Wenn man weiter in das Zimmer hineinging, konnte man das Bett an der linken Wand stehen sehen. Daneben waren ein Schreibtisch und ein großer, blauer Sessel. An der rechten Wand stand ein großer Tisch mit zwei Stühlen. Durch das Fenster geradeaus konnte man in den grünen Innenhof gucken.
    „Das Zimmer ist echt schön. Bis wann muss ich eigentlich im Krankenhaus bleiben?", fragte ich den Arzt. „Mindestens noch eine Woche. Das kommt darauf an, wie gut Sie laufen können und wie schnell ihre Wunden verheilen." Er deutete auf meinen Bauch. Ich nickte. „Danke."
    Nachdem er mich in mein Bett gesetzt hatte, verließ er ohne den Rollstuhl das Zimmer. Ich spielte auf meinem Handy und versuchte noch ein bisschen zu schlafen. Juhee und Ahri würden erst in einer Stunde kommen.


    Tagchen!

    Danke für 800 Aufrufe^-^....
    Ich bin echt glücklich und hätte nie gedacht, dass ich so schnell überhaupt 500 Aufrufe bekomme! Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr eine Bewertung abgebt oder auf Gefällt mir drückt... Danke auch für die motivierenden Kommentare♡

    LG SugaDerStein

    14
    ((unli))Sugas Sicht((eunli)) Um 14:30 Uhr durfte ich Yumi besuchen. Vorher fuhr ich noch Zuhause vorbei, ging duschen und zog mir ein weißes T-Shirt



    Sugas Sicht
    Um 14:30 Uhr durfte ich Yumi besuchen. Vorher fuhr ich noch Zuhause vorbei, ging duschen und zog mir ein weißes T-Shirt und eine schwarze Hose an. Ich schnappte mir meine schwarze Jacke, trat aus der Tür und lief zum Bus. Es war schon 15:30 Uhr, also würde ich circa 16 Uhr da sein.
    Vielleicht sollte ich Yumi schreiben, dass ich in einer halben Stunde da sein werde. Nicht, dass ich sie in einer unangenehmen Situation überrasche.
    Ich kramte gerade mein Handy aus, als ich bemerkte, dass ich gar nicht ihre Nummer hatte.
    Ich muss sie heute nach ihrer Nummer fragen. Zwei Stationen noch.
    Gelangweilt sah ich aus dem Fenster. Plötzlich hörte ich ein Kreischen hinter mir. Ich drehte mich um und sah in die Augen eines Mädchens, was vor Aufregung fast keine Luft bekam und ihr Handy aus der Tasche holte. „OH! MEIN! GOTT! SUGAAAAAAAAA!", kreischte sie. Panisch blickte ich mich um. Alle starrten mich an.
    Kann man nicht ein Mal in Ruhe Bus fahren?
    Die Tür des Busses öffnete sich. Ich stürmte hinaus und fing an, in Richtung Krankenhaus zu rennen. Es war circa ein Kilometer, den ich rennen musste, da ich erst an der nächsten Station raus gemusst hätte.
    Ein paar Meter vor dem Krankenhaus blieb ich erschöpft stehen. Ich hatte mich den ganzen Weg nicht getraut, mich umzudrehen. Als ich niemanden entdeckte, lief ich erschöpft zur Auskunft.
    „Guten Tag!", begrüßte mich die Dame und grinste mich komisch an. Ich lächelte verstört zurück und fragte nach Yumi Cho.
    „Wie ist Ihr Name?" „Min Yoongi."
    „Dann werde ich sie mal anrufen."
    Sie tippte eine Nummer in das Telefon und redete kurz mit jemandem. „Okay, dann werde ich ihn hochschicken.", waren ihre letzten Worte am Telefon. Dann sagte sie an mich gewandt: „Yumi wurde in den Raum 3.29 verlegt." Ich bedankte mich und lief zu dem Fahrstuhl.

    An dem Zimmer 3.29 angekommen, klopfte ich und wurde hereingerufen. An dem Tisch saß ein Mädchen. Ich erstarrte. Sie war circa 13 Jahre alt und sah Yumi kein bisschen ähnlich. Trotzdem trat ich weiter in den Raum hinein und fragte Yumi: „Ist das deine Tochter?" Das Mädchen lachte und drehte sich um. „Nein. Die Halbschwester ihrer besten Freundin. Ich heiße Ahri. Du?", antwortete sie selbstbewusst für Yumi. „Yoongi. Warum bist du hier?" „Juhee muss heute Nachmittag arbeiten und meine Eltern haben heute Abend irgendwas vor." „Juhee ist meine beste Freundin.", schaltete sich auch Yumi dazu. „Ah.", meinte ich nur und ging zu einem Sessel, der neben dem geklappten Fenster stand. Immernoch aus der Puste ließ ich mich auf ihm nieder. „Warum so erschöpft?" Yumi betrachtete mich mit gerunzelter Stirn bin der Seite. „Nicht wichtig."
    Ahri hatte ihren Blick nicht von mir abgewandt. Dann fragte sie: „Und was machst du hier?" „Yumi besuchen.", antwortete ich knapp.
    Wir unterhielten uns eine Weile, bis Ahri eine Frage zu ihren Hausaufgaben hatte, an denen sie die ganze Zeit schon arbeitete. „Eine Frage zu Kunst: Welcher Architekturstil ist das Schloss Versailles?" Fragend blickte sie Yumi an. Ich wollte vorschlagen zu googeln, als Yumi antwortete: „Barock. Sieht man an dem vielen Fenstern, den vielen Details, den Figuren, den ineinanderfließenden Bauelementen-" „Yumi! Reicht! Ich hab es ja verstanden.", unterbrach Ahri sie. Ich starrte sie mit offenem Mund an, was sie bemerkte. Entschuldigend blickte sie mich an. „Ich studiere Architektur." „Ah." Immernoch verwirrt ging ich zu Ahri. Sie zeigte mir das Bild und ich drehte mich zu Yumi um. „Wieso zur Hölle weißt du, wie das Gebäude aussieht, ohne ein Bild davon zu sehen? Und warum weißt du sofort, welcher Architekturstil das ist?" Sie sah mich an. „Keine Ahnung."

    Ich setzte mich zurück auf den Sessel und sah aus dem Fenster. „Seh ich wirklich so alt aus, als hätte ich schon ein jugendliches Kind?"
    „Nein. Ich war nur verwirrt. Kam so aus mir raus. Sorry. Wie alt bist du denn?" „Sag mir erstmal, wie alt du bist." „Ich wurde am 09.03.1993 geboren. Mein Alter kannst du Genie dir ja selbst ausrechnen.", antwortete ich auf ihre Gegenfrage. „Ich bin circa drei Jahre jünger als du. Ich habe am 19.05. Geburtstag." „Merk ich mir. Ist ja bald.", sagte ich leicht lächelnd. Plötzlich meldete sich Ahri zu Wort. „Drei Jahre gehen ja noch." Ich sah Yumi fragend an, was Ahri meinen könnte. Sie zuckte nur mit den Schultern, weshalb ich fragte: „Gehen wofür noch?" „Drei Jahre Altersunterschied bei einem Paar gehen noch." „Ähhh... Ahri? Du weißt, dass ich Single bin..." „Vielleicht ja nicht mehr lange.", sagte Ahri, woraufhin Ich die Augenbrauen erwartungsvoll hochzog. „Ihr beiden passt gut zusammen. Ermsthaft. Ihr seid euch ähnlich. Die Mimik und Gestik und so...", stellte Ahri in den Raum. Yumi war sichtlich froh, dass das Telefon auf ihrem Nachttisch klingelte und somit die peinliche Situation unterbroch. Nach dem Gespräch mit der Frau von der Auskunft meinte sie zu Ahri: „Juhee kommt schon. Sie hatte doch früher als gedacht Feierabend." Dann wandte sie sich zu mir. „Es wäre vielleicht besser, wenn du gehst. Juhee würde es nicht mögen, wenn jemand anderes hier im Zimmer wäre." Ich stand auf und sagte auf die Uhr blickend: „Ich hätte sowieso gleich losgemusst. Warum möchte deine Freundin denn nicht, das jemand hier ist?" „Erkläre ich dir nicht jetzt. Dauert ein bisschen zu lange.", beantwortete sie meine Frage provisorisch. Ich nahm meine Jacke von der Sessellehne, verabschiedete mich und betrat den Flur. Dann machte ich mich langsam auf den Weg zum Ausgang.
    Ahhh! Jetzt hab ich sie nicht nach ihrer Nummer gefragt. Aber vor Ahri wäre das eh zu peinlich gewesen.

    Yumis Sicht
    Nachdem Yoongi aus der Tür getreten war, sagte ich noch schnell zu Ahri: „Erzähl Juhee auch nichts von ihm, okay?" „Warum eigentlich nicht?", fragte sie nicht neugierig. „Donghae...", sagte ich, während ich sarkastisch lächelte, „Seit Donghae hat Juhee einen Beschützerinstinkt für mich." „Wenn das so ist, will ich eurer Bekanntschaft nicht im Weg stehen." Triumphierend blickte Ahri mich an. Ich schmunzelte. Im nächsten Moment kam Juhee rein.
    Sie blieb noch kurz und ging dann mit Ahri zusammen nachhause.

    Ich las das Buch, welches Juhee mir mitgebracht hatte, bis der Krankenpfleger mit dem Abendessen hereinkam. Er stellte es auf meinem Nachttisch ab und verließ ohne ein Wort wieder das Zimmer. Ich nahm das Tablett auf meinen Schoß. Auf dem Teller lagen Nudeln mit Tomatensoße. In dem Glas war Leitungswasser und ein Zettel klemmte unter dem Glas. Ich zog ihn hervor und konnte eine Handynummer sehen. Darunter stand nur ‚Yoongi'.
    Ich aß auf, ging mithilfe der Krankenschwester der Nachtschicht auf die Toilette, schrieb Yoongi eine Nachricht und schlief kurz danach ein.

    15
    ((unli))Jungkooks Sicht((eunli)) Helles Licht schien durch mein Fenster direkt in mein Gesicht. Jemand hatte die Vorhänge aufgemacht. Verwundert blin



    Jungkooks Sicht
    Helles Licht schien durch mein Fenster direkt in mein Gesicht. Jemand hatte die Vorhänge aufgemacht. Verwundert blinzelte ich V entgegen. Er fing an, etwas zu sagen: „Jimin und ich-" Dann wurde er von Jimin unterbrochen, der vom Wohnzimmer rief: „Tae? Wo bist du?" Ich rief laut: „Er ist hier!" Kurze Zeit später betrat Jimin mein Zimmer. „Also was wollt ihr?", fragte ich gähnend. „Ist dir auch aufgefallen, dass Yoongi mehr Zeit mit dieser Yumi verbringt als mit uns, hier Zuhause?", begann Jungkook zu erklären. „Deswegen wollten wir mal wieder etwas mit ihm machen. Irgendein Videospiel spielen.", ergänzte Jimin. Ich stimmte zu. „Ja, können wir machen. Vielleicht hat er auch einfach nur große Schuldgefühle gegenüber Yuni." „Sie heißt Yumi!", korrigierte mich Tae. „Jaja. Jetzt raus hier." Ich verscheuchte sie aus meinem Zimmer um zu duschen und mich anzuziehen.

    Sugas Sicht
    Ich wachte schon um 10 Uhr auf. Ich Griff zu meinem Handy und sah eine Nachricht von einer unbekannten Person.
    Wessen Nummer ist das? Bitte lass es keinen Fan sein! Vielleicht hat mir Yumi aber schon geschrieben. Ich bin gestern extra noch einmal zur Auskumft gegangen, um einen Zettel für Yumi abzugeben. Vielleicht hat sie meine Nummer deswegen gestern Abend schon bekommen.
    Gespannt öffnete ich die Nachricht.

    [GESTERN]
    Unbekannte Nummer
    < Hi, Yumi hier... ~21:15

    Ich speicherte die Nummer ein und schrieb ihr zurück.

    [HEUTE]
    Ich
    < Hey. Kommt jetzt vielleicht komisch rüber, wollte aber fragen, warum ich raus musste, als Juhee kam... (Hoffe sie wird so geschrieben...) ~10:07

    Sie antwortete ein paar Minuten später, woraufhin wir noch ein bisschen schrieben.

    Yumi
    < Lange Geschichte. Ich hatte bis vor ein paar Monaten einen Freund. Und der hat mich nicht sehr gut behandelt... Juhee hat seitdem einen Beschützerinstinkt für mich entwickelt. Sie mag es nicht, wenn ich Kontakt zu irgendwem habe, den weder ich noch sie gut kennen. ~10:11
    Ich
    < Verstehe. Was hat er denn so gemacht? Und verrätst du mir noch, warum du ohnmächtig auf der Straße lagst? ~10:12
    Yumi
    < Das ist BEIDES privat. ~10:12
    Ich
    < Du hast gerade noch mit mir über deinen Ex-Freund geredet aber Näheres (auch zu UNSEREM Unfall) ist dir zu privat? ~10:13

    Sie las die Nachricht, antwortete nicht und war einen Moment später nicht mehr online. Ein schlechtes Gewissen machte sich in mir breit.
    Bin ich zu weit gegangen? Warum muss alles immer so schwierig sein?
    Genervt wollte ich gerade aus meinem Bett aufstehen, als ich ein Poltern vor der Tür hörte. Kurz darauf riss jemand die Tür auf und erstarrte in seiner Bewegung.
    „Yoongi? Du? Bist? Wach? Hast du Fieber?" Irgendwie belustigt sah ich zur Tür.
    „Jetzt komm mal wieder runter, Tae. Kein Grund zu übertreiben."
    „Naja, es ist kurz nach zehn und du bist schon wach!", meldete sich eine zweite Stimme. Jungkook hatte sich zu Tae in den Türrahmen gesellt. Jimin drängte sich zwischen die beiden und sagte: „Wir wollen mal wieder was mit dir machen. Du bist öfter im Krankenhaus als hier oder bei uns im Wohnzimmer."
    „Sorry. Bin in zehn Minuten da. Will mich nur kurz umziehen.", sagte ich auf meinen Schlafanzug deutend.
    Ich suchte mir eine schwarze Jogginghose aus, nahm dazu ein einfaches, schwarz-weiß gestreiftes T-Shirt und machte mir im Bad kurz meine Haare. Dann ging ich die Treppen ins Wohnzimmer runter.

    Jungkook, Jimin und Tae saßen schon auf dem Sofa und stritten darüber, was man für ein Spiel spielen könnte. Ich lief leise zu ihnen und sagte plötzlich: „Ich bin für Mario Kart. In den anderen Spielen haben wir keine Chance gegen Jungkook. Das wäre ein bisschen langweilig." Jimin und V murmelten zustimmend und Jungkook willigte maulend ein: „Dann muss ich mich ja anstrengen!" Jimin lachte laut auf und wir begannen zu spielen.

    Eine Stunde später hatten Jungkook und ich jeweils zwei Runden gewonnen. Jimin und Tae jeweils nur eine Runde. Langsam bekamen wir Hunger. Deswegen gingen wir in die Küche, nahmen uns die Reste des Frühstücks aus dem Kühlschrank und aßen sie gierig auf. Während des Essens sprach ich wieder Yumi an.
    „Ähm... Wegen Yumi... Ich hab vorhin Scheiße gebaut und würde mich gerne bei ihr persönlich entschuldigen gehen. Geht das für euch klar?"
    „Klar.", nuschelte Tae mit vollem Mund. „Sie scheint dir ziemlich wichtig zu sein, oder?", neckte Jungkook mich. Ich verteidigte mich: „Ich möchte ihr einfach nur wieder ins normale Leben helfen. Da ist so ein Streit nicht gerade praktisch."
    „Jeder hat mal seinen ersten Beziehungsstreit. Wird schon wieder." Ich warf Tae nach seiner Anmerkung einen Todesblick zu. Jimin und Jungkook fingen laut an zu lachen. „Ich kenne sie seit weniger als einer Woche.", stellte ich klar und ging in mein Zimmer.

    Yumis Sicht
    Es war circa 12 Uhr, als Juhee mich besuchen kann. Als sie mein Zimmer betrat wirkte sie total aufgeregt. Sie grinste die ganze Zeit nur. Ohne eine Begrüßung fing sie an, mir ihre Laune zu erklären: „Gestern, als ich Ahri hier abholen wollte, habe ich jemanden auf dem Flur getroffen. Eigentlich wollte ich es dir gestern schon erzählen, Ahri hat mich aber irgendwie abgelenkt." Sie schnappte nach Luft und öffnete die Galerie auf ihrem Handy. Dann zeigte sie mir ein Selfie von ihr und Yoongi. Juhee musste meinen fragenden Blick bemerkt haben, denn sie fuhr schnell fort. „Das ist Suga von BTS! Du müsstest die doch kennen, so oft ich dich mit ihnen belagere." Mir wurde, obwohl ich stabil saß kurz schwindelig.
    „Ich- Ja. Hab ich schonmal gehört. Wie heißt er? Suga?", fragte ich stockend. „Sein echter Name ist Min Yoongi. Aber sein Stagename ist Suga.", erklärte sie mir.Diese Informationen musste ich erst verarbeiten.
    Suga von BTS hat mir ohne mein Fragen seine Nummer geben. Ich lebe gerade den Traum von mehreren Millionen Menschen auf dieser Welt. Ich hätte nie gedacht, dass er mir deswegen so bekannt vorkommt. Jedenfalls hat er mich vorhin über WhatsApp genervt. Sein bester Freund ist dann wahrscheinlich auch von BTS. Ich sollte Juhee vorerst nichts über Yoongi erzählen. Sonst bekommt sie noch einen Herzinfarkt. Wegen Donghae und dass es dann auch noch ein Mitglied einer der berühmtesten Bands weltweit ist.
    Wir unterhielten uns noch ein bisschen, bis ich Zeit für mich haben wollte. Ich hatte mir vorgenommen, mir einige Lieder von BTS anzuhören, da ich jetzt mit ihnen, beziehungsweise mit einem von ihnen, zu tun hatte. Juhee verabschiedete sich und ich nahm mein Handy vom Nachttisch.

    Ich hatte mir im Laufe des Tages schon viele der älteren BTS-Lieder angehört und war bei vier Liedern hängen geblieben. Ich interessierte mich vor Allem für die Lieder von Yoongi, da er der Einzige war, den ich von BTS kannte. Nach einer Stunde war meine Lieblingsplaylist um vier Songs reicher: ‚Cypher Pt.2', ‚Cypher Pt.3', ‚Agust D' und ‚Give it to me'. Natürlich waren auch Lieder von anderen Künstlern in meiner Playlist.

    Nach dem Mittagessen wurde mir in den Rollstuhl geholfen, damit ich auf die Toilette gehen konnte. Beim Aufrichten machte ich Fortschritte, alleine in den Rollstuhl schaffte ich nicht einmal unter hoher Anstrengung.

    Als ich gerade angefangen hatte, ein Buch zu lesen, bekam ich einen Anruf von unten. „Jemand möchte Sie besuchen.", ertönte die Stimme aus dem Lautsprecher. „Wer denn?", fragte ich nach. „Min Yoongi. Lassen Sie ihn hoch?"
    „Was passiert, wenn ich nein sage?"
    „Dann wäre er den ganzen Weg umsonst gefahren und die Schokoladentafel in seiner Hand würde schmelzen."
    „Dann darf er hochkommen. Aber nur wegen der Schokolade. Richten Sie ihm das bitte aus.", ließ ich mich überreden.
    „Werde ich machen." Dann legte sie auf.

    Ein paar Minuten später kam Yoongi ohne Klopfen in mein Zimmer, hing seine Jacke an und setzte sich auf den Sessel neben meinem Bett. Eine Weile lang sah er sich im Zimmer um, bis sein Blick auf mein Handy fiel. Man sah, dass ich zuletzt das Lied ‚Agust D' gehört hatte. „Hörst du diese Musik gerne?", fragte er unschuldig. „Ja. Du kannst gut rappen.", sagte ich das ‚Du' betonend. Er erstarrte und setzte zur Frage an: „Woher-" „Das Mädchen gestern auf dem Gang war meine beste Freundin. Die, mit der du ein Selfie gemacht hast."
    Er nickte nachdenklich. Dann sagte er: „Wäre cool, wenn es nicht an die Öffentlichkeit geraten würde. Unser Unfall und so."
    Ich beruhigte ihn. „Keine Sorge. Ich werde es niemandem verraten."
    „Danke. Schokolade?", bot er mir die Tafel hinhaltend an. „Wofür die Schokolade?"

    Sugas Sicht
    Sie sah mich fragend an. „Wegen vorhin. Ich wollte dir nicht zu nahe treten. Sorry.", entschuldigte ich mich bei ihr. „Geht schon. Ich bin auch überfordert mit der ganzen Situation.", antwortete Yumi mir.
    „Wenn du nicht weißt, ob du es mir sagen kannst... Lass dir Zeit. Aber du kannst mir anvertrauen, warum du auf der Straße lagst. Früher oder später werde ich es sowieso erfahren.", meinte ich.
    „Ob ich dir vertrauen kann, würde ich gerne selber herausfinden. Die Schokolade nehme ich trotzdem.", antwortete sie selbstsicher.
    „Da du jetzt von BTS weißt, muss ich mir keine Ausrede ausdenken.", fing ich entspannt an. „Wofür?"
    „Dafür, dass ich hier gestern so gehetzt ankam. Fans haben mich verfolgt. So ein Leben als Star ist nicht wirklich entspannend."
    „Das glaub ich dir. Schokolade?", sagte sie aufmunternd. Schmunzelnd griff ich nach der Schokolade.
    „Die Schokolade ist sowieso meine, aber ja. Noch eine Frage: Wäre es okay, wenn ich morgen mal nicht komme?"
    „Ja, klar. Ich wundere mich immer noch, warum du mich überhaupt besuchen kommst.", entgegnete sie mir auf meine Frage hin.
    „Es kommt vielleicht ein anderer von den Jungs. Wahrscheinlich werde ich Jungkook bitten.", sagte ich und lachte innerlich jetzt schon.
    „Warum gerade Jungkook?" Yumi runzelte die Stirn.
    „Weil der nicht mit Frauen umgehen kann."
    „Und du willst, dass ich komisch behandelt werde, oder was war deine Intention?", fragte sie mit einem Hauch von Gereiztheit in ihrer Stimme.
    „Nein! Es ist nur lustig, Jungkook genervt und gleichzeitig schüchtern zu erleben."
    „Und ich muss seine Laune dann aushalten. Na vielen Dank auch." Genervt sah ich sie an und versuchte, mich zu verteidigen: „Er wird wahrscheinlich eh nicht zustimmen. Dann kommt dich morgen halt keiner besuchen." Ebenfalls genervt schaute ich aus dem Fenster.
    Ein paar Minuten saßen wir still da. Dann räusperte sie sich und fragte, ob ich ihr in den Rollstuhl helfen kann. Ich bejahte und lief zur anderen Seite des Bettes. Dort stellte ich den Rollstuhl so nah wie möglich an das Bett.

    Yumis Sicht
    Yoongi legte einen Arm um meine Schultern, den anderen unter meine Kniekehlen. Als er mich berührte, zuckte ich wieder zusammen.
    „Dieses Mal habe ich keine kalten Hände. Hast du wirklich Angst vor Berührungen?", fragte er mich ungläubig. Ich antwortete ihm nicht auf die Frage, sondern sagte nur: „Können wir das hier", ich deutete auf den Rollstuhl, „erstmal zuende bringen?" Er antwortete ebenfalls nicht. Dann hob er mich mit Leichtigkeit hoch und setzte mich in den Rollstuhl. „Danke."
    Er verließ wissend das Zimmer, nachdem er gesagt hatte, dass er nur schnell etwas holen wolle.

    Ich ging auf die Toilette, setzte mich zurück in den Rollstuhl und fuhr zu meinem Bett. Da ich mich nicht alleine reinsetzen konnte, rollte ich zum Tisch und wollte gerade das Buch weiterlesen, als es klopfte. Ich rief „Herein!" und ein paar Sekunden später stand Yoongi mit einer weiteren Schokoladentafel von einem Automaten in der Tür. Belustigt kniff ich meine Augen zusammen. „Willst du mich mit Schokolade mästen?", fragte ich ihn. „So leicht wie du bist, könntest du tatsächlich mal was gebrauchen.", merkte er an.
    „Kannst du mir wieder ins Bett helfen?", fragte ich ihn bittend.
    „Mach ich." Erneut hob er mich ohne Anstrengung hoch, setzte mich in mein Bett und fragte direkt: „Du hast wegen deinem Ex-Freund Berührungsängste, oder?" Ich nickte nur und deute mit einem Räuspern an, dass ich nicht darüber reden wollte.
    Yoongi wechselte rücksichtsvoll das Thema und wir unterhielten uns eine Weile über BTS, mein Studium und Dinge, die uns spontan einfielen. Nach einer Stunde musst er gehen. Er verabschiedete sich mit einem „Man sieht sich."
    Ein paar Momente später war ich wieder alleine.


    Hiiiii^^
    Vielen Dank für 1000 Aufrufe! Ich hätte nie gedacht, dass ich diese Zahl überhaupt irgendwann erreichen werde... Ich freue mich immer über eure lieben Kommentare und eure Bewertungen. Also vielen Dank für eure Unterstützung und die Aufrufe! (O: Während ich das hier schreibe, sind es schon 1100 Aufrufe)
    LG SugaDerStein

    16
    ((unli))Juhees Sicht((eunli)) Als ich gerade angefangen hatte etwas zu lesen, rief mich jemand an. Ich blickte auf die Uhr: 15:27. Dann nahm ich ab. A



    Juhees Sicht
    Als ich gerade angefangen hatte etwas zu lesen, rief mich jemand an. Ich blickte auf die Uhr: 15:27. Dann nahm ich ab. Am anderen Ende konnte ich Yumis Mutter hören. Sie erzählte mir, dass sie jeden Moment losfliegen würden und in circa 20 Stunden in Seoul ankommen würden.

    „Okay, soll ich euch dann vom Flughafen abholen?"
    „Ja, gerne. Woran erkennen wir dich?"
    „Ich habe silberne Haare. Ist nicht sehr typisch."
    Yumis Mutter lachte. „Dann werden wir dich bestimmt erkennen. Jetzt müssen wir aber unsere Handys ausschalten."
    „Ich warte dann in der großen Halle auf euch! Tschüss!"
    „Tschüss!"

    Ich legte auf und musste bei dem Gedanken, dass Yumi nichts vom Besuch ihrer Eltern ahnt, grinsen.
    Yumi hat ihre Eltern zuletzt auf der Beerdigung ihrer Großmutter gesehen. Ich denke, dass sie sich über ihren Besuch freuen wird...
    Da Donnerstag war, übte ich nur noch ein bisschen für die Universität. Bald würden die Prüfungen anfangen und ich hatte sowieso wenig Zeit. Dann machte ich mich für meinen Job fertig. Ich kämmte mir die Haare, von denen mein Chef zuerst nicht begeistert war. „Silber? Das kommt doch nicht edel rüber! Wir sind eins der ausgezeichnetesten Restaurants Seouls. Zu uns kommen Stars! Sogar privat!", hatte er entrüstet gerufen. Ich hatte nur „Besser als pinke Haare, oder?" entgegnet. Bei dem Gedanken an sein verblüffte Gesicht musste ich schmunzeln. Mittlerweile war es ihm egal, welche Haarfarbe ich hatte. Die Gastanzahl hatte sich, wie zu Erwarten, nicht durch meine Haarfarbe geändert.

    Als ich wieder zuhause ankam, machte ich mir schnell Instant-Nudeln, bevor ich mich erschöpft in mein Bett fallen ließ. An dem Abend waren besonders viele Leute im Restaurant gewesen, weshalb ich mehr zu tun hatte. Ich stellte mir einen Wecker, um morgen rechtzeitig am Flughafen am anderen Ende von Seoul anzukommen. Dann griff ich zu meinem Handy und suchte eine Fahrverbindung zum Flughafen raus.
    Zum Hotel fahren wir dann mit einem Taxi, zum Krankenhaus können wir dann einfach mit dem Bus fahren, wenn nicht sogar laufen.

    Am nächsten Morgen zog ich mich an, aß Frühstück und lief die Straße runter bis zur kleinen Bushaltestelle. An der Universität war ich entschuldigt, weswegen ich sofort loskonnte. Während der Fahrt hörte ich Musik. Nachdenklich verließ ich den Bus. Ich überquerte eine Straße und wartete auf den nächsten Bus, der mich endgültig zum Flughafen bringen würde. Neben mir standen zwei junge Frauen, die sich angeregt unterhielten. Aus Langeweile machte ich meine Musik leiser, um die beiden verstehen zu können.
    „Was wolltest du mir denn jetzt furchtbar Wichtiges sagen, Sora?", fragte die erste Frau. Die Zweite, angeblich Sora erwiederte: „Alsooooo. Elin hat mich gestern nach ein paar Dates gefragt, ob ich mit ihr zusammen sein will!" Aufgeregt sah sie der ersten Frau ins Gesicht, auf eine Reaktion wartend.
    „Herzlichen Glückwunsch!"
    Ich wusste nicht, woher mir die Namen Sora und Elin bekannt vorkamen.
    Vielleicht hatte Yumi sie mal erwähnt. Ich kann sie ja nachher fragen. Oder ich schreibe ihr jetzt...
    Im Bus holte ich mein Handy aus meiner kleinen Handtasche und setze mich auf einen freien Platz in der Mitte des Busses. Dann schrieb ich Yumi.

    [HEUTE]
    Ich
    < Hey... Kennst du zufällig eine Sora? ~10:54

    Ich sah, während ich auf eine Antwort wartete aus dem Fenster. Das Flughafengebäude war schon in Sicht, als Yumi mir endlich antwortete.

    Yumiiii♡♡♡
    < Ja, wieso? ~11:03
    < Hat sie dunkelbraune, schulterlange Haare? ~11:03
    < Wenn ja, dann kenne ich sie wahrscheinlich. ~11:04
    Ich
    < Ich habe gerade eine Sora gehört, dass davon gesprochen hat, dass sie jetzt mit einer Elin zusammen ist. ~11:05
    Yumiiii♡♡♡
    < OMG! Ja, dann kenne ich sie. Sora und Elin sind meine Kolleginnen. Ich habe dir von denen schonmal erzählt... ~11:05
    < Übrigens habe ich eine entscheidende Rolle bei deren Beziehung gespielt😌 ~11:06
    Ich
    < Na da ist ja jemand stolz😂 ~11:06

    „Terminal B", ertönte es aus den Lautsprechern im Bus. Hektisch packte ich mein Handy ein und stürzte im letzten Moment aus dem Bus raus. Schwer atmend lief ich in die Ankunftshalle. Yumis Eltern müssten hier irgendwo schon auf mich warten. Der Bus hatte sich nämlich verspätet. „JUHEE!" Ich wirbelte herum und versuchte das Rufen zu orten. Zwei Personen kamen auf mich zu.
    „Seid ihr Rose und Phillip Cho?"
    „Die sind wir. Du bist Juhee, oder?"
    „Ja." Ich sah die beiden an. Yumi hatte die blonden Haare von ihrem Vater und die Gesichtszüge eher von ihrer koreanischen Mutter.

    Wir gingen zusammen zum Taxistand. Dort stiegen wir in das nächstbeste Taxi ein, in dem uns der Fahrer dann fragte, wohin wir wollen.
    Rose blickte mich, auf meine Antwort wartend, an. Phillip nahm sowieso nicht am Gespräch teil, da er nur sehr brüchig koreanisch sprechen konnte.
    „Achso, ja. Hotel Pazifik bitte. Das in der Nähe des Krankenhauses."
    „Ja, das Hotel kenne ich." Das Taxi setzte sich in Gang. Auf dem Weg zum Hotel bedankte sich Rose noch einmal bei mir: „Danke für's Hotel Buchen. Hat uns sehr viel Last abgenommen. In zwei Tagen, also am Sonntag, fliegen wir übrigens wieder zurück nach Deutschland. Bis wann hast du denn gebucht?"
    „Ich glaube, nur eine Nacht. Aber ich frage nachher an der Rezeption noch ein Mal nach, wenn mich jemand daran erinnert.", schlug ich lächelnd vor. Ich mochte Rose auf Anhieb. Sie strahlte gute Laune aus, die irgendwie ansteckend war.

    „So. Wir sind am Hotel Pazifik angekommen." Der Taxifahrer riss uns alle aus dem Gedanken. Phillip bezahlte die Taxifahrt, wofür ich ihm sehr dankbar war. Dann gingen wir zur Rezeption.
    „Guten Tag, ich hatte eine Nacht für zwei Personen gebucht. Auf den Namen Kim Juhee.", begrüßte ich die Frau hinter dem Tresen. Nach einem kurzen Gespräch gab sie uns den Schlüssel und Rose, Phillip und ich gingen in das Zimmer, um ihre Sachen abzustellen. Danach machten wir uns zu Fuß auf den Weg ins Krankenhaus.

    17
    ((unli))Yumis Sicht((eunli)) Ich hatte gerade mein Mittagessen aufgegessen, als ich eine Nachricht bekam. Auf den Absender gespannt, nahm ich mein Han



    Yumis Sicht
    Ich hatte gerade mein Mittagessen aufgegessen, als ich eine Nachricht bekam. Auf den Absender gespannt, nahm ich mein Handy in die Hand und öffnete dem Chat mit Yoongi. Er hatte mir eine kurze Nachricht geschrieben.

    [HEUTE]
    Yoongi
    < Ich kann heute doch kommen, mein Meeting wurde abgesagt. Bin in circa einer halben Stunde da. ~12:55

    Ich antwortete ihm nicht sofort, da mich plötzlich Juhee anrief. Ich nahm den Anruf von den plötzlichem Klingelton überrascht entgegen.
    „Hi, was gibt's?"
    „Ich bin in circa zehn Minuten da, um dich mal zu besuchen, okay?"
    „Ja, abe-" Ohne meine Antwort ganz abzuwarten, fuhr sie fort:
    „Super, bis dann!"
    Sie wollte gerade auflegen, als ich eine bekannte Stimme hörte, weshalb ich sie davon abhielt.
    „Warte! Wer ist das bei dir? Juhee? Mist! Doch aufgelegt. Aber wer war diese Person im Hintergrund? Ich hätte schwören können, dass ich diese Person kenne..."
    Den letzten Part murmelte ich nur leise vor mich hin, während ich mein Handy weglegen und mir mein Buch schnappte.
    Ich konnte nur ein paar Seiten lesen, bis ich einen Anruf von dem Besucherempfang bekam. Ich stimmte Juhees Besuch zu und griff zu meinem Handy, um endlich Yoongi zu schreiben.

    Ich
    < Bitte lass dir viel Zeit! Juhee ist gerade da! ~13:08

    Dann öffnete sich die Tür meines Zimmers. Ich wollte gerade Juhee begrüßen, als ich in das aufgeregte Gesicht meiner Mutter blickte. Mit trockenem Mund starrte ich sie an.
    „Mama? Was-? Wie-? Warum-?" Dann drängelte sich auch noch mein Vater an meiner Mutter vorbei ins Zimmer. Entgeistert und perplex blickte ich zwischen den Beiden hin und her. Plötzlich meldete sich Juhees Stimme vom Gang: „Können wir vielleicht langsam ins Zimmer rein? Die Leute gucken schon komisch!" Meine Mutter erwachte aus ihrer Starre und lief so schnell wie es ging zu mir. Sie umarmte mich lange und fest. Hilflos blickte ich zu meinem Vater, der nur leise über Rose lachte.
    Meine Mutter drückte mich noch fester an sie, weswegen ich „Aua!" rief. Sie hatte genau eins meiner großen Hämatome getroffen, die einzigen sichtbaren Spuren des Unfalls, von den Operationsnarben mal abgesehen. Geschockt sah sie mich an, als würde ich jeden Moment aufgrund ihrer Umarmumg sterben. Mein Vater fragte besorgt, ob alles gut sei. Nachdem ich zugestimmt hatte, kam auch er an mein Bett und umarmte mich. Sie setzten sich auf die Holzstühle von dem Schreibtisch, während Juhee auf dem Sessel Platz nahm. Wir unterhielten uns darüber, warum sie in Korea waren, wie es mir ging und über viele weitere Dinge. Die meiste Zeit saß Juhee nur da und hörte zu. Sie war sichtlich stolz darauf, die Reise meiner Eltern organisiert zu haben, was sie auch kurz erwähnte.
    Nach ein paar Minuten sprang Juhee in plötzlicher Hektik auf. „Mist! Heute ist ja Freitag! Ich habe Schicht!" Sie packte schnell ihre Sachen und verabschiedete sich, um zu ihrem Job aufzubrechen. Ich ergriff die Chance, kurz Yoongi zu schreiben.

    Ich
    < Jetzt sind doch nur meine Eltern da. Sie wissen nichts von meinem Ex, weshalb du kommen könntest. ~13:23
    Yoongi
    < Wohnen die nicht in Deutschland? Naja, dann kann ich mich ja auch bei ihnen entschuldigen, dich überfahren zu haben.🤷🏻‍♂️ ~13:24
    Ich
    < Ja, sie sind hergekommen, um mich zu besuchen... ~13:24
    < Warte! Woher weißt du, wo MEINE Eltern wohnen? ~13:24
    Yoongi
    < Was man nicht so von Ärzten erfährt... ;) ~13:25
    Ich
    < Okay... Was weißt du noch über mich? ~13:25
    Yoongi
    < Wer weiß... ;) ~13:25
    < Bin jetzt jedenfalls da! ~13:25

    Bevor ich ihm antworten konnte, bekam ich erneut einen Anruf von dem Empfang. Ich ließ Yoongi hochkommen. Auf die fragenden Blicke meiner Eltern hin, erklärte ich ihnen meine Bekanntschaft mit Yoongi. „Also... Yoongi war der Fahrer des Autos bei unserem Unfall. Er hatte oder hat aber Schuldgefühle, weshalb er mich jeden Tag besuchen kommt. Meiner Meinung nach nervt er ein bisschen, aber Gesellschaft schadet mir grundsätzlich nicht."
    Meine Eltern nickten verständnisvoll.

    Zwei Minuten später klopfte es an der Tür und Yoongi kam ins Zimmer.
    Er blieb erstmal stehen und begrüßte meine Eltern zögerlich.
    „Guten Tag, ich bin Yoongi. Sie heißen?" Meine Mitter antwotete: „Ich bin Rose und das hier", sie deutete auf meinen Vater, „ist Phillip. Er kann nur wenig Koreanisch. Und bitte duze uns!" Er nickte ruhig. Dann meinte meine Mutter, ein wenig aufbrausend: „Warum hast du eigentlich meine Tochter überfahren? Konntest du nichts sehen?" Ich beruhigte sie peinlich berührt und genervt. „Mama, bitte! Er kann doch nichts dafür!" Entschuldigend blickte ich dem mittlerweile sitzenden Yoongi an und übersetzte schnell für meinen Vater, der die Situation nicht verstand. „Mama hat ihn beschuldigt, obwohl er nichts für dem Unfall kann. Ist ja nicht so, als hätte er mich mit Absicht angefahren." Er nickte verstehend. Eine Weile unterhielt ich mich noch mit meinen Eltern, sodass ich Yoongi auf dem Sessel fast vergaß. Ich hatte zwar die letzten Monate mit ihnen telefoniert, allerdings hatten wir uns lange nicht gesehen. Dann sagte mein Papa etwas Lustiges, woraufhin ich lachen musste. Mein Bauch tat wegen des plötzlichen Lachens weh, weshalb ich schnell aufhörte. „Alles okay, Schatz?", fragte meine Mutter auf koreanisch. „Ja, geht schon. Ich darf nur nicht so stark lachen. Das zieht an den Narben von der Operation." Ich lächelte, um meine Mutter zu beruhigen.
    Anscheinend hatten auch meine Eltern Yoongi vergessen. Sie erschraken sich nämlich, als er nach einer Weile von seinem Sessel aufstand, um sich Wasser von dem Tisch einzugießen. Dort blieb er interessiert stehen und beobachtete meine Mutter, die gerade zu einer Frage ansetzte.

    Sugas Sicht
    „Yumi?" „Ja?" „Wie kam es eigentlich zu eurem Unfall? Warum hat er dich angefahren?" Yumi zögerte kurz, wollte aber doch antworten. Ich kam ihr zuvor, um komische Situationen zu verhindern: „Es war spätabends, als ich zu einer Tankstelle fahren wollte, die etwas abgelegen war. Ich hörte Hilfe-Rufe und bremste instinktiv. Dann merkte ich, dass jemand unter meinem Auto lag. Warum Yumi da lag, weiß ich auch nicht. Das können Sie- Entschuldigung, das kannst du sie ja fragen." Yumi blickte mich mit einem „Dein-Ernst?"-Blick an. Ich zuckte mit einer Schulter und formte mit meinen Lippen die Wörter „Die Wahrheit." Sie rollte fast unbemerkt mit den Augen und wandte sich wieder zu ihren Eltern. Sie zögerte erneut und fing dann an, die Situation zu erklären: „Ich bin am Abend von Juhee losgefahren. Ich habe einfach um Mitfahrgelegenheiten gebeten." Rose stöhnte und sah zu Yumis Vater, der sich anstrengte, Yumis Wörter komplett zu verstehen. „Die nette Frau brachte mich bis kurz vor die Tankstelle. Ich stieg aus und wollte, da ich starken Hunger hatte, mir etwas in der Tankstelle kaufen. Auf dem Weg dahin wurde mir dann schwarz vor Augen.", fuhr Yumi fort.
    Das macht keinen Sinn. Sie hat mir die ganze Zeit gesagt, dass ihr das zu privat ist. Und jetzt erzählt sie ihren Eltern und MIR, dass sie angeblich wegen Hunger umgekippt ist. Das erklärt aber weder den Rucksack, der etwas entfernt lag, noch hätte sie dann komische Spuren an ihrem Hals gehabt. So, als hätte sie jemand gewürgt. Ich werde die Wahrheit schon noch erfahren.
    Ich hob eine Augenbraue und sah ihr in die Augen. Ihre Eltern unterhielten sich auf Deutsch. Ich formte erneut etwas mit meinen Lippen: „Privat?" Ihrem Blick zu urteilen, hatte Yumi genau verstanden, was ich meinte. Dann verließ ich, ohne mich zu verabschieden das Zimmer.

    18
    ((unli))Yumis Sicht((eunli)) Sofort nachdem Yoongi das Zimmer verlassen hatte, breitete sich mein schlechtes Gewissen in mir aus. Ich wusste genau, da



    Yumis Sicht
    Sofort nachdem Yoongi das Zimmer verlassen hatte, breitete sich mein schlechtes Gewissen in mir aus. Ich wusste genau, dass er mir nicht geglaubt hatte.
    Warum muss ich sogar meine Eltern anlügen? Warum weiß Yoongi, dass ich gelogen habe? Warum muss immer alles so schwer sein? Warum?
    „Was war das denn!", holte mich Papa aus meinen Gedanken. „Ich weiß nicht, vielleicht hatte er noch eine Verabredung...", log ich erneut. Meine Mutter lenkte schnell vom Thema ab: „Also wir müssen am Sonntag wieder zurückfliegen. Morgen kommen wir dich dann wieder besuchen, okay?"
    „Ja, gerne! Aber müsst ihr wirklich übermorgen wieder abreisen?"
    „Ja, leider. Aber im Sommer machen wir hier für zwei Wochen Urlaub. Da sehen wir dich ja wieder.", tröstete er mich und legte seine Hand auf meine Wange. Das hatte er früher in meiner Kindheit immer gemacht, als ich traurig war.
    „Wie läuft es eigentlich mit deinem Job?", fragte mich Mama, nachdem wir wieder auf Juhee gekommen waren. Ich riss meine Augen auf.
    Scheiße. Ich bin nicht entschuldigt. Seit fast einer Woche bin ich jetzt nicht mehr in das Café gekommen! Mein Chef wird wahrscheinlich bald anrufen... Warum läuft immer bei mir alles so?
    „Beim Job ist eigentlich alles gut!" Ich biss mir auf dir Lippen.
    Ich hasse es, Leute anzulügen. Aber manchmal hat man keine andere Wahl.

    „Yumi? Wir müssen langsam losgehen. Wir wollten uns jetzt abends ein bisschen Seoul angucken. Wir waren lange nicht mehr hier.", sagte mein Papa mit einem sich entschuldigenden Blick. Ich nickte fröhlich. „Kein Problem! Macht euch einen schönen Abend, ja?" „Zusammen haben wir immer einen schönen Abend.", sagte meine Mama und sah verliebt zu meinem Vater.
    So stelle ich mir Jugendliebe vor... Muss schön sein, jemanden so lange an seiner Seite zu haben, den man immer noch so liebt wie am Anfang. Ich hätte auch gerne einen Freund. Aber das wird ja wegen Donghae schwer. Was heißt schon SCHWER. Unmöglich trifft es eher.
    Meine Eltern bemerkten, wie ich bei meinen Gedanken langsam den Kopf sank. „Wir können auch noch bleiben, wenn du so traurig bist!", bot meine Mutter mir an. Ich lächelte traurig: „Nein. Geht nur. Ich freue mich, wenn ihr mal eine Auszeit von Allem habt..." Mein Papa umarmte mich glücklich. „Dann bis morgen. Wir kommen wahrscheinlich am späten Nachmittag, okay?" Ich nickte zustimmend, während meine Mutter mich ebenfalls in eine Umarmung zog. Dabei passte sie darauf auf, nicht auf meine Narben zu drücken. Die beiden verabschiedeten sich und verließen gut gelaunt und winkend das Zimmer.


    Jimins Sicht
    Wir waren gerade erst eine halbe Stunde wieder zuhause, als die Eigangstür zuknallte. Yoongi war zurück und war sichtlich sauer. Er ging ohne ein Wort zu sagen in sein Zimmer und knallte dort ebenfalls die Tür zu. Wir schauten ihm verwundert nach. Ich sah zu Hoseok. „Gehst du mal nachschauen? Ich wollte noch einen Part der Choreo mit ihm besprechen. Und mit der Laune", ich deutete auf die Türen, „will ich nicht in sein Zimmer." Jungkook lachte neben mir leise über meine Ernsthaftigkeit. Ich drehte mich zu ihm und hob die Augenbrauen. „Willst du mit ihm reden?", fragte ich herausfordernd.„Ne lasst mal, ich gehe schon." J-Hope erhob sich von dem Sessel und lief dir Treppe zu unserem Zimmern hinauf.


    J-Hopes Sicht
    Behutsam klopfte ich an der Tür. Aus dem Zimmer kam ein gedämpftes „Was?" Trotz der Tür zwischen uns konnte ich einen genervten Unterton raushören. Langsam öffnete ich die Tür. Er saß auf dem Bett und sah mich nicht an, nachdem ich mich auf sein kleines Sofa gesetzt hatte.
    „Du willst nicht darüber reden, oder?", fragte ich, die Antwort schon wissend.
    „Nein."
    „Aber du machst es trotzdem. Ja, ich kenne dich gut."
    „Wenn es sein muss. Also. Yumi lag ja warum auch immer während unserem Unfall auf der Straße. Ich habe sie mehrmals gefragt, warum sie da lag und sie sagte jedes Mal, dass es privat sei. Heute, als ich sie besuchen war, waren ihre Eltern aus Deutschland da. Yumi hat ihnen dann erzählt, dass sie nur unterzuckert war und deswegen umgekippt ist. Das heißt, dass sie lügt. Und ich weiß nicht wieso. Warum sollte man seine Eltern anlügen?"
    Während er erzählte hörte ich aufmerksam zu. Dann schlussfolgerte ich: „Morgen kann ja jemand Anderes sie besuchen, oder? Soll ich das dann übernehmen?"
    Plötzlich grinste Suga.
    Warum hat der Typ so Stimmungsschwankungen? Erst ist er krass angepisst und dann grinst er wieder dämlich vor sich hin.
    „Jungkook kann das doch übernehmen. Der hat morgen eh nichts vor und dann haben wir wenigstens ein bisschen Spaß.", sagte er hinterhältig. Natürlich war es lustig gemeint, weswegen ich zustimmte. „Dann werde ich Jungkook mal über sein Glück informieren!" Innerlich lachend verließ ich das Zimmer.

    Nachdem Jungkook von seinem Besuch an Yumi erfahren hatte, protestierte er: „Das macht ihr mit Absicht, oder? Ihr wisst genau, dass ich nicht mit Mädchen umgehen kann! Das ist fies..." Wir lachten alle. „Aber du bist der Einzige, der morgen nichts vor hat. Wir müssen morgen noch etwas aufnehmen.", unterstützte Jin Sugas und meine Idee. Wir stimmten ab. Alle, außer er selber, waren dafür, dass Jungkook Yumi im Krankenhaus kennenlernen werden würde. „Demokratie ist nicht immer für Alle am fairsten. Aber für die Masse.", gab Namjoon seinen poetischen Senf dazu. Jungkook rollte mit den Augen. „Ja, hilft MIR nicht weiter." Wir lachten alle und ich lief ein letztes Mal zu Yoongi, um ihn über das Ergebnis aufzuklären.


    Jungkooks Sicht
    Ich wurde von meinem Wecker wach. Er klingelte um 09:30, da ich circa um 11 Uhr bei Yumi sein wollte.
    Was heißt wollen... Es ist am besten, früh da zu sein, sodass ich nach dem Besuch noch noch ein bisschen Zeit für mich habe.
    Ich schlug meine Decke nach hinten und verließ mein Bett. Zum Glück war Jimins und mein Bad frei. Ich ging Duschen und lief danach im Bademantel zurück in mein Zimmer. Dann entschied ich mich an meinem Schrank für ein weißes Oversize-Shirt und eine schwarze Hose. Dann ging ich runter in die Küche.
    Da Jin noch nicht wach war und ich wenig Zeit verschwenden wollte, nahm ich mir dir Reste von gestern Abend aus dem Kühlschrank. Während meines Frühstücks las ich die Nachrichten aus Seoul auf meinem Handy. Es war so gut wie nichts Interessantes passiert, weshalb ich schon um 10:30 an der Bushaltestelle stand. Ich schrieb schnell in unsere gemeinsame WhatsApp-Gruppe, dass ich schon im Bus zum Krankenhaus saß. Zwei Stationen nach mir stiegen Jugendliche ein, weshalb ich mir meine Maske tiefer ins Gesicht zog. Nach dem, was Suga passiert war, wollte ich es nicht auch noch riskieren, erkannt zu werden. Sonst würden in dieser Buslinie wahrscheinlich die nächsten paar Monate nur Paparazzis auf uns warten. Endlich wurde die Haltestelle des Krankenhauses angesagt und ich stieg so unauffällig wie nur möglich aus.


    Yumis Sicht
    Ich war gerade aufgewacht, als ich einen Anruf von dem Besucherempfang bekam.
    „Ja, hallo! Würden Sie Jeon Jungkook hochlassen?"
    Ich überlegte stark. Irgendwoher kannte ich den Namen, allerdings fiel mir nicht ein, woher. Nachdem ich ein paar Augenblicke nichts gesagt hatte, schon die Frau etwas nach:
    „Er ist angeblich ein Freund von Min Yoongi."
    Ich hätte schwören können, dass man das Klicken in meinem Gehirn hören konnte. Ich erinnerte mich wieder an Yoongis Idee, ihn gestern vorbeizuschicken. Schnell willigte ich seinem Besuch ein.

    Gestern hatte ich eine größere Untersuchung von einem Arzt gehabt. Er hatte mir gesagt, dass ich am Montag in neun Taten entlassen werde. Dann hatte er mit mir geübt, mich alleine in meinen Rollstuhl zu setzen und versuchte sogar, mit mir ein wenig zu laufen, was mehr oder weniger gut funktioniert hatte.

    Es klopfte an der Tür. Ich rief „Herein!", konnte die Tür sich öffnen und wieder schließen hören und hörte jemanden leise „Hallo, ich bin Jungkook." murmeln. Dann sah jemand um die Ecke. Ich riss meine Augen erschrocken auf, um sie danach wieder zusammenzukneifen.
    Irgendwo hatte ich Jungkook schon ein Mal gesehen. Nur wo?

    19
    „Woher kenne ich dich?", fragte ich ihn interessiert. „Naja, ich bin nicht gerade wenig berühmt.", antwortete er schüchtern auf meine



    „Woher kenne ich dich?", fragte ich ihn interessiert. „Naja, ich bin nicht gerade wenig berühmt.", antwortete er schüchtern auf meine Frage. Ich überlegte kurz. Dann meinte ich überzeugt: „Nicht deswegen! Ich habe dich schon ein Mal gesehen. Ich weiß nur nicht, wo..."
    An Jungkooks Augen sah man, dass er sich an etwas erinnert hatte. Jedenfalls öffnete er sie plötzlich weiter und sagte kurz danach etwas.,, Einen Blaubeer-Cupcake und einen Kaffee mit Kakao-Aroma bitte." Verwundert sah ich ihn an, bis mir endlich auch ein Licht aufging. „Ah! Du warst der letzte Kunde im Café, den ich bedient habe, vor dem Unfall jedenfalls." Meine Stimme veränderte sich im Laufe das Satzes von fröhlich und laut zu traurig und leise. Jungkook konnte offensichtlich nicht mit der Situation umgehen, da er immer noch in der Nähe der Tür stand. Ich zeigte lächelnd auf den Sessel und deutete damit an, dass er sich setzen konnte. Er nahm meine Bitte an und setzte sich. Da er einfach nur aus dem Fenster sah, versuchte ich, die Stimmung ein bisschen aufzulockern, indem ich ihn etwas fragte. „Wer seid ihr eigentlich? Also BTS? Wie seid ihr so?" Mir war die Frage etwas unangenehm, weshalb ich ihn nicht direkt ansah. Allerdings spürte ich seinen Blick auf mir. „Kennst du uns nicht?" „Nein, ich musste bis vor ein paar Tagen nicht mal, dass Yoongi zu BTS gehört..."
    Er horchte bei dem Namen ‚Yoongi' auf. Nach meinem verwunderten Blick, erklärte er sein Aufhorchen: „Es ist ungewohnt, jemanden Fremden Yoongi wirklich Yoongi zu nennen. Sonst stellt er sich meistens mit Suga vor." Er unterbrach seinen plötzlichen Redeschwall und fing an, über BTS zu erzählen. Ich hörte ihn die ganze Zeit zu.
    „Also. Wie du wahrscheinlich weißt, gibt es in K-Pop-Gruppen immer einen Leader. Das ist bei uns RM beziehungsweise Namjoon. Er ist in englischen Interviews unser Übersetzer und versucht immer Alles so gerecht wie möglich zu gestalten. Er passt immer auf uns auf, ist aber trotzdem echt lustig. Jin kümmert sich um uns, als wären wir seine eigenen Kinder. Außerdem bringt er die meisten Witze. Und vor Allem: Er kocht das beste Essen überhaupt! Vielleicht kann dir Yoongi mal was davon mitbringen, da das Essen hier ja nicht sonderlich gut zu sein scheint. Und er heißt eigentlich Seokjin.
    Jimin und Taehyung sind am ehesten meine besten Freunde. Jimin und Tae - oder V - bringen mich IMMER zum Lachen, egal wie es mir bis vor ein paar Minuten ging. Yoongis bester Freund ist am ehesten J-Hope. Eigentlich heißt er Hoseok, aber wir nennen ihn meistens J-Hope oder Hobi. Die Beiden sind eigentlich komplette Gegenteile. Hobi ist eigentlich immer aufgedreht und gut gelaunt. Während der Arbeit ist er aber immer hochkonzentriert. Yoongi wirkt eher kalt, ist aber letztendlich genauso nett, fürsorglich und lustig wie alle anderen. Außerdem ist er sehr schlagfertig, was du vielleicht schon weißt. Und dann gibt es noch mich. Jungkook. Ich bin der Jüngste und werde meistens Jungkook oder JK genannt."
    Eine Weile schwieg ich, bis ich schmunzelnd sagte: „Ist es traurig, dass ich noch nicht wusste, dass Yoongi fürsorglich ist?" Jungkook lachte laut auf. „Nein, das ist sogar normal. Er ist Rapper. Da ist man ja so aggressiv und gefährlich." Ich lachte laut über seinen fiesen Sarkasmus, hielt mir aber den Bauch. „Lachen tut mehr weh, als ich dachte...", merkte ich an. „Also ob Yoongi dich noch nicht zum Lachen gebracht hat!" Jungkook lachte bei dem Gedanken an Yoongi. Ich meinte schnell: „Nein. Jedenfalls nicht so, wie du mich zum Lachen gebracht hast." „Der Idiot! Und ich bin erst seit zehn Minuten hier!" Jungkook lachte bei seiner Anmerkung und ich stimmte vorsichtig mit ein. Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten, klärte er mich noch über die verschiedenen Rollen der Member auf. Wer Sänger oder Rapper ist.

    Wir unterhielten uns lange und lachten viel. Der Schmerz der jedes Mal durch meine Narben beim Lachen fuhr, war mir mittlerweile egal. Ich verstand mich so gut mit ihm, dass es mir so vorkam, als kannte ich ihn schon mehrere Jahre lang. Nachdem ich in Jungkooks Anwesenheit mein Mittagessen gegessen hatte, war er sich kurz auch etwas kaufen gegangen. Nach zehn Minuten war er wieder da.
    Am Anfang dachte ich, dass er richtig schüchtern ist... Auf jeden Fall ist er sehr schnell aufgetaut.

    Irgendwann fragte ich ihn, ob er mir beim Laufen-Üben helfen könnte. Er bejahte und ich setzte mich langsam auf. Dann stand ich aus meinem Bett auf und griff nach Jungkooks Arm. Erst jetzt fielen mir seine Muskeln auf. Mit seiner Hilfe lief ich immerhin ein Mal auf die andere Seite des Bettes und ließ mich sofort wieder in dieses hineinfallen. Jungkook nahm auch wieder Platz und setzte zu einer Frage an: „Warum zur Hölle war Yoongi eigentlich gestern so sauer auf dich?" „Laaange Geschichte.", lautete meine Antwort auf seine Frage. „Dann erzähl sie mi-"
    Er wurde von seinem Handyklingeln unterbrochen. Nachdem er den Namen auf seinem Handy gelesen hatte stellte er auf laut. Er flüsterte noch „Yoongi", bevor dieser anfing, zu sprechen.

    Sugas Sicht
    „Wo zur Hölle bist du, Jungkook?", rief ich aufgeregt in mein Handy. Es war schon Nachmittag und Jungkook war immer noch nicht von Yumi zurück. „Wurdest du entführt oder so? Jetzt sag doch endlich was!" Am anderen Ende der Leitung hörte ich zwei Leute lachen. Eine der beiden Personen war Jungkook, die andere... Yumi. Yumi lachte laut. Ich war irgendwie froh, sie fröhlich zu hören, weshalb ich grinsend auf Jungkooks Antwort wartete. „Ich bin noch bei Yumi-" „...die gerade lacht?", hakte ich immer noch erstaunt nach. „Ja!", bestätigte Jungkook meine Vermutung. „Sicher, dass du im richtigen Zimmer bist, Jungkook?", scherzte ich. Yumi lachte erneut im Hintergrund. Es war herzlich und ansteckend, weswegen ich mich freute, sie zum Lachen gebracht zu haben. Jungkook meinte, dass er in circa zehn Minuten losgehen würde, weshalb ich auflegte.

    Jungkooks Sicht
    Ich umarmte Yumi vorsichtig und verabschiedete mich mit einem „Bis bald!" Ich war mir ziemlich sicher, dass Yoongi sie morgen wieder besuchen kommen wollen würde. Er war zwar recht sauer gewesen, allerdings hatte man am Telefon fast gar nichts mehr davon gehört. Mit einem guten Gefühl fuhr ich ohne irgendwelche Zwischenfälle nach Hause.

    20
    Als ich am nächsten Morgen aufwachte, ging ich runter in das Wohnzimmer. Alle anderen, außer natürlich Yoongi, waren schon wach und hatten es sich


    Als ich am nächsten Morgen aufwachte, ging ich runter in das Wohnzimmer. Alle anderen, außer natürlich Yoongi, waren schon wach und hatten es sich im Wohnzimmer auf unseren Sesseln und Sofas gemütlich gemacht. Innerlich freute ich mich auf den Tag. Sonntag! So ziemlich der einzige Tag der Woche, an dem wir offiziell frei haben. Was nicht unbedingt hieß, dass wir nicht in unserem Heimstudio an Songs weiterarbeiteten. Ich ging in die Küche um mir mein Frühstück zu nehmen.
    Die anderen müssen erst vor Kurzem gegessen haben, der Reis ist noch relativ warm.
    Ich tat mir auf und ging ins Wohnzimmer, wo ich mich zu den anderen gesellte. Jimin und Tae spielten etwas auf Jimins Handy, J-Hope und Namjoon saßen jeweils an ihren Computern und Jin las irgendein Buch.
    Wie kann man Liebesschnulzen eigentlich gerne lesen? Das ist doch krass langweilig und sowas wird definitiv nicht wirklich passieren. Außerdem weiß man am am Anfang schon, wer mit wem zusammenkommen wird. Wie langweilig.
    „Und wie ist Yumi so?", unterbrach Jin meinen Gedankengang. Während er seine Frage stellte schaute er weder ganz von seinem Buch auf, noch hörte er überhaupt auf zu lesen. „Ich glaube, dass das Yoongi auch interessiert. Ich gehe ihn kurz wecken, okay?" Jimin unterbrach sein Spiel und legte sein Handy weg, woraufhin V enttäuscht zur Seite blickte. Die Beiden sahen mich komisch an und Jimin fragte: „Gibt es einen Grund für deine gute Laune?" Ich grinste nur und verließ den Raum. Auf der Treppe zu unseren Zimmern hörte ich Jimin und V leise reden. Leider konnte ich nur Wortfetzen verstehen. „Yumi... Yoongi... aber..."

    Als ich in Yoongis Zimmer angekommen war, machte ich das Fenster ganz auf. Er hatte es zwar über Nacht geklappt, allerdings hatte sich durch die Jalousien trotzdem schlechte Luft gebildet. Ich ließ diese hoch und merkte, dass Yoongi gerade versuchte, die Augen aufzumachen. Er schnalzte mit der Zunge und bevor er sich beschweren konnte, fing ich an, etwas zu sagen. „Ich will dir und den Anderen von gestern erzählen..." „Okayyyyyyy... Komme gleich." Verschlafen öffnete er endlich seine Augen und setzte sich auf. Ich verließ das Zimmer und ging ins Wohnzimmer. Dort sahen mich alle erwartungsvoll an. „Was?" „Ist Yoongi schon wach?" J-Hope sah mich geschockt an. Ich nickte und setzte mich auf den Teppich vor den Fernseher. Dann kam Yoongi verschlafen in den Raum getappst, wobei auch er ungläubig geschockte Blicke erhielt. „Als er den Namen ‚Yumi' gehört hat, war er sofort bei der Sache." Namjoon sah Yoongi mit einer hochgehobenen Augenbraue an. „Gibt es einen Grund dafür, Yoongi?", fragte er, ihn zur Rede stellend. Yoongi versuchte, sich rauszureden: „Jungkook hat sich so gut mit ihr verstanden, dass ich wirklich dachte, es wäre eine andere Yumi. Also interessiert es mich, was er zu sagen hat." Jetzt ruhten wieder alle Blicke auf mir. Ich begann, ihnen vom gestrigen Tag zu erzählen.
    „Zuerst war Yumi sehr schüchtern, ich eigentlich auch. Ich habe mich hingesetzt und wir haben lange nichts gesagt, bis sie dann etwas von uns wissen wollte. Ich habe euch beschrieben und sie hat immer mal wieder lustige Anmerkungen gemacht. Dann haben wir uns immer besser verstanden. Aber bei manchen Themen ist sie ganz plötzlich wieder verschlossen und schüchtern. Ich denke, dass das dein Problem mit ihr ist,", ich sah zu Yoongi, „weswegen du einfach mit ihr über andere Sachen reden könntest. Eigentlich seid ihr euch ähnlicher als ihr denkt." Alle nickten verstehend und zustimmend.


    Sugas Sicht
    Am Nachmittag brach ich zu Yumi auf. Ich wollte sie noch einmal sehen und mich erneut erkundigen, wie es ihr geht.
    Warum kriegt sogar Jungkook es hin, mit ihr zu reden? Warum ist sie so zu mir? Ist sie immer noch nachtragend wegen dem Unfall? Darauf sollte ich sie vielleicht heute nicht ansprechen. Aber ich kann ja heute ein bisschen über sie erfahren, da sie jetzt etwas über BTS weiß.


    Im Krankenhaus angekommen klopfte ich an ihr Zimmer. Nach ihrem „Herein!" betrat ich das Zimmer. „Hi. Sorry wegen neulich. Ich wollte dich nicht verletzen oder so.", begrüßte sie mich. Sie sah traurig zum Boden. Ich beruhigte sie: „Ist schon gut. Darf ich mich setzen?" Ich deutete auf den Sessel. Sie nickte energisch und ich wollte sie gerade fragen, ob sie mir etwas über sich erzählen könne. Dann klingelte ihr Handy. Yumi murmelte „Mein Chef?" und ging an das Telefon.
    Das ist vielleicht wirklich privat.
    Ich erhob mich von dem Sessel, als dieser plötzlich laut knackte. Yumi warf mir einen Todesblick zu und legte ihren Finger auf die Lippen. Langsam und geräuschlos setzte ich mich wieder hin und hörte dem Gespräch zu.

    Yumis Sicht
    „Yumi Cho hier."
    „Guten Tag. Ich wollte mit Ihnen über ihren Job sprechen. Aber das wissen Sie wahrscheinlich schon, ich bin ja Ihr Chef!" Am anderen Ende der Leitung hörte man ein lautes Lachen. Ich rollte mit den Augen.
    Was für ein schlechter Humor! Wenn man das überhaupt Humor nennen kann!
    „Aber jetzt zum weniger lustigem Teil. Sie sind seit einer Woche nicht mehr in Café erschienen! Und entschuldigt sind sie auch nicht." Seine Stimme blieb ruhig, wurde aber trotzdem energischer, als er den letzten Satz aussprach.
    „Entschuldigen Sie vielmals! Ich hatte einen schwerwiegenden Autounfall und lag einige Tage im Koma. Da konnte ich natürlich nicht daran denken, mich abzumelden!"
    „Das ist mir egal. Ich wollte sie hiermit informieren, dass ich Ihnen fristlos gekündigt habe. Schönen Tag noch!"
    Er legte auf. Ich hielt die Luft an. Jetzt war ich meinen Job los. Super. Sprachlos blickte ich zu Yoongi, der das ganze Gespräch verfolgt hatte. Anstatt mich zu trösten, sagte er nur: „Wo wohnst du?" Ich sah ihn verdattert an. „Warum?" Ohne eine Regung in seinem Gesicht sagte er: „Sag es mir einfach. Wirst du schon noch verstehen." Ohne sein Vorhaben zu verstehen antwortete ich.
    „Kleine Zwei-Zimmerwohnung in der Nähe von-" „Danke, reicht schon.", unterbrach er mich. „Muss kurz was klären." Nachdem er das gesagt hatte, verließ er das Zimmer.

    21
    Nach ein paar Minuten öffnete sich meine Zimmertür wieder. Yoongi lief ein paar Schritte in den Raum hinein und setzte sich nach meiner Aufforderung


    Nach ein paar Minuten öffnete sich meine Zimmertür wieder. Yoongi lief ein paar Schritte in den Raum hinein und setzte sich nach meiner Aufforderung auf seinen Stammplatz.
    „Warum bist du so plötzlich rausgegangen?", fragte ich ihn interessiert und ein bisschen genervt zugleich.
    Er begann, sein plötzliches Verlassen des Zimmers zu erklären: „Jungkook hat mir erzählt, dass du in einem Café arbeitest beziehungsweise gearbeitet hast. Als dein Chef dir gerade gekündigt hat", er sah zu meinem Handy, „ist mir eingefallen, dass in ein paar Wochen ein Job in der Küche der Cafeteria unserer Agentur frei wird. Dort könntest du dich vielleicht bewerben."
    Ich sah Yoongi verblüfft an.
    YOONGI hat sich gerade um MEINEN Job gekümmert. Vielleicht hatte Jungkook doch Recht und Yoongi kann auch fürsorglich sein.
    „Ja, klar!", strahlte ich.
    Wenn ich dann in einer Musikagentur arbeite, kann mein 10-jähriger Klavierunterricht endlich nützlich sein. Vielleicht kann ich dann ein bisschen in den Produzenten-Job reinschnuppern, für den ich mich sowieso schon längere Zeit interessiere. Ich meine, Architektur ist wirklich super. Aber wenn ich mich zwischen Produzentin und Architektin entscheiden müsste, würde meine Entscheidung höchstwahrscheinlich auf Produzentin fallen. Könnte man Musik-Produzieren studieren, hätte ich das jedenfalls schon längst gemacht. Aber Musik zu studieren, um nur alles theoretische Wissen zu wiederholen, was ich sowieso schon konnte, kam nicht in Frage. Da musste dann meine zweite Stärke überzeugen: Mathematik. Jetzt habe ich schon drei der vier Semester abgeschlossen und das letzte läuft seit genau einer Woche. Der Beginn des letzten Semesters hat sich nämlich, warum auch immer, um einen Monat verschoben. Wenn ich wieder Zuhause bin, muss ich jedenfalls jemanden nach den Mitschriften der Wochen fragen, in denen ich gefehlt habe oder fehlen werden. Apropos Zuhause-
    „Scheiße! Wie soll ich mir meine Wohnung ohne den Job leisten!", flüsterte ich aufgeregt vor mich hin.

    Sugas Sicht
    Yumi griff zu ihrem Handy und rief Juhee an, was ich durch einen Blick auf ihren Bildschirm erfuhr.
    Dieses Mal konnte ich nur Yumi, nicht die Person aus dem Telefon verstehen.
    „Hi, Juhee. Die Sache ist die: Ich wurde gerade gefeuert, habe erst in mindestens einem Monat einen neuen Job und habe kein Geld, mir weiterhin meine Wohnung zu leisten. Kann ich bitte für ein paar Monate bei dir schlafen?", sprudelte es aufgeregt und schnell aus ihr heraus. Juhee sagte etwas von wegen „Kein Platz!" und Yumi fuhr fort: „Ich kann doch auf deinem Sofa schlafen, oder? Bitte, Juhee!"
    Nachdem Juhee etwas gesagt hatte, bedankte sich Yumi und legte auf. Ich sah sie neugierig an und Yumi musste Schmunzeln. Sie hatte anscheinend nicht bemerkt, dass ich ihr Gespräch verfolgt hatte.
    „Juhee überlegt es sich. Ich bekomme jetzt schon Rückenschmerzen, bei dem Gedanken an ihr Sofa..." Den letzten Satz sprach sie sehr leise und fast schon in Gedanken aus. Schnell versuchte ich sie abzulenken. „Wann wirst du aus dem Krankenhaus entlassen?", fragte ich sie. Yumi atmete laut aus und antwortete: „Es dauert länger als gedacht. Am Montag in acht Tagen wahrscheinlich. Wenn ich bis dahin besser laufen kann. Bis jetzt habe ich es ein Mal um das Bett geschafft. Und das auch nur mit Jungkooks Hilfe." Enttäuscht von ihrem Fortschritt zuckte sie mit den Schultern. „Soll ich dir vielleicht auch helfen?", fragte ich sie vorsichtig. Sie nahm mein Angebot dankend an und stellte sich langsam hin. Dann nahm ich ihre linke Hand in meine und legte meine rechte Hand auf ihre rechte Hüfte. Somit stand ich schräg hinter ihr, was sie nicht wirklich zu stören schien. Sie zuckte weniger bei meinen Berührungen zusammen als vor ein paar Tagen, was mich ein bisschen freute. Das ließ ich mir natürlich nicht anmerken. Nachdem wir ein Mal auf die andere Seite des Bettes gegangen waren, atmete sie tief durch und schlug vor, noch ein Mal den Weg zurückzulegen. Ich legte meinen Kopf besorgt schief und sagte: „Auf deine Verantwortung!" Auf der Startseite angekommen, ließ sie sich erschöpft auf das Bett nieder bat mich, ihr Wasser einzugießen. Das tat ich natürlich und erntete erneut ein dankendes Lächeln von ihr.

    Den Moment, dass ihr Mittagessen kam, nutzte ich aus, um mich von Yumi zu verabschieden. Sie umarmte mich kurz und sagte, bevor ich das Zimmer endgültig verließ: „Bis bald!"


    Yumis Sicht
    Am nächsten Morgen, es war Montag, erhielt ich eine Nachricht von Yoongi.

    [HEUTE]
    Yoongi
    < Heyyy... Heute kommt Jin. Er bringt Essen mit, also würde ich ihn an deiner Stelle hochlassen... 😉 ~08:36
    Ich
    < Geht klar. Aber warum noch einer von euch? ~09:03
    Yoongi
    < Das ‚von euch' klang irgendwie abwertend... Aber Alle würden dich gerne näher kennenlernen, da du wahrscheinlich bald mit ihnen in einem Haus arbeitest. Und wer hätte nicht gerne einen guten Draht zur Köchin.🤭 ~09:04
    Ich
    < Oookayyyyy🤔 ~09:05

    Auf meine ungläubige Antwort reagierte er nicht mehr.
    Wenigstens kann Jin nicht auch noch Juhee über den Weg laufen. Sie hat mir ja gestern noch geschrieben, dass es diese Woche leider schwer wird, mich zu besuchen.

    Jins Sicht
    Jetzt war ich also auf dem Weg zu einem Mädchen im Krankenhaus namens Yumi, das Yoongi erst seit einer Woche kennt. Ich nahm unser kleines Auto, da es auffällig gewesen wäre, dass alle BTS-Mitglieder im Laufe einer Woche mit dem Bus zu einem Krankenhaus fuhren.
    Immernoch komisch, dass sich Yoongi die ersten paar Tage gar nicht mit ihr verstanden hat. Bei Jungkook hat es sofort geklappt. Also muss es an Yumi oder Yoongi gelegen haben. Vielleicht auch an Beiden...
    Jedenfalls kam Yoongi gestern nach Hause und berichtete, dass wir Alle nacheinander Yumi kennenlernen sollten, da sie wahrscheinlich bald bei BigHit arbeiten würde. Er erklärte uns nur kurz den Hintergund seines Wissens über den Job. Ist zwar nichts Besonderes, ein Job in der Küche, aber was soll's? Ich denke aber, dass hinter unserem Kennelernen mehr steckt. Jedenfalls hat Yoongi nach dem Vorschlag, dass wir Yumi kennenlernen könnten, das Gespräch mit RM gesucht. Und das hat Yoongi bis jetzt sehr selten gemacht.


    Auf dem Gelände des Krankenhauses angekommen, suchte ich mir einen Parkplatz in der Nähe des Haupteingangs und stieg mit den noch warmen Überresten des Frühstücks aus. Ich suchte nach der Besucherauskunft und fragte nach einer Yumi Cho. Die Frau hinter dem Tresen rief in einem Zimmer an und zwei Minuten später folgte ich den Wegbeschreibungen der Frau nach oben bis vor Yumis Zimmer. Ich klopfte an und wurde sofort hereingelassen.

    22
    Yumi lag in ihrem Bett und las ein Buch. ‚Die Wunder der Architektur' konnte ich auf der Vorderseite erkennen. Ihre blonden Haare waren gekämm



    Yumi lag in ihrem Bett und las ein Buch. ‚Die Wunder der Architektur' konnte ich auf der Vorderseite erkennen. Ihre blonden Haare waren gekämmt und lagen auf ihren Schultern. Ich war kein Fan von schulterlangen Haaren aber Yumi stand es ausgesprochen gut. Sie lächelte mich an. „Jin, oder?"
    Ich antwortete: „Eigentlich Seokjin, aber Alle nennen mich Jin, also geht das klar." „Super. Setz dich doch." Ich setzte mich auf den Sessel neben ihrem Bett und sah aus dem Fenster. Ihr Blick ruhte auf meinem Rucksack, aus dem der Geruch des Essens drang. Ich bemerkte es, holte amüsiert das Essen raus und stellte es auf ihren Nachttisch. Ich half Yumi nach ihrer Bitte zu dem Tisch, der an der Wand am Fußende des Bettes stand, wo sie sich über das Essen hermachte. Während des Essens unterhielt ich mich ein bisschen mit ihr über über ihren bisherigen Krankenhausaufenthalt, bis ich im Augenwinkel wieder das Buch sah, dass sie vorhin gelesen hatte. Plötzlich musste ich lachen. Yumi drehte sich mit einem verwundertem Gesichtsausdruck zu mir um. „Warum lachst du?"
    „Du bist Yoongi ähnlicher, als du denkst..."
    „Hä?" Sie zog meine Aussage nicht verstehend die Augenbrauen zusammen. „Wie kommst du jetzt darauf?"
    Ich nickte zum Buch. „Yoongi wollte, bevor er zur Musik kam, Architekt werden. Und du interessierst dich auch für Architektur..."
    „Ah, verstehe. Aber ich interessiere mich schon länger für den Job als Produzentin, hatte bis jetzt aber noch nicht die Chance, etwas in die Richtung auszuprobieren...", sagte Yumi meine Vermutung, dass sie Architektur studiert, bestätigend.
    „Vielleicht kannst du Yoongi fragen, ob er dir das Programm erklärt, mit dem wir arbeiten. Was heißt wir, vor Allem natürlich J-Hope, RM und halt Yoongi. Hast du denn schon musikalische Erfahrungen?"
    „Reichen zehn Jahre Klavierunterricht?", stellte Yumi selbstbewusst in den Raum.
    „VIEL zu wenig!", antwortete ich sarkastisch. „Und übrigens: Yoongi hat auch lange Klavier gespielt. Nur zur Information."
    Sie schmunzelte leise. „Ja, mag ja sein, dass wir uns ähnlich sind, aber komisch ist er immer noch..."
    „Das ist am Anfang meistens so. Yoongi ist sehr misstrauisch, wenn er neue Leute kennenlernt. Wenn er nicht den Überblick über Alles hat, kann er nerven. Außerdem möchte er immer Alles verstehen, um am Besten zu handeln. Weißt du, was ich meine?" Sie nickte und ich fuhr fort: „Er wirkt durch dieses Misstrauen oft kalt auf Fremde oder sogar arrogant, da er sehr schlagfertig ist. Wirkt es auch so auf dich?"
    Yumi überlegte kurz. „Er wirkt ein bisschen so, als würde er es in keiner Hinsicht verstehen, wie ich handle. Er stellt immer die gleichen Fragen, bei denen ich ihm schon oft versucht habe, zu erklären, dass ich sie ihm weder beantworten kann, noch möchte. Wir kennen uns seit weniger als zwei Wochen. Da möchte ich ihm nicht jede Einzelheit aus meinem Privatleben schildern.", antwortete sie dann bedacht.
    „Du bist poetisch, weißt du das?", merkte ich an.
    „Du ziehst Alles ins Lächerliche, weißt du das?", konterte sie. Ich musste mir ein Lachen verkneifen.
    „Das Essen ist übrigens wirklich lecker!" Yumi wechselte gekonnt das Thema. Ich bedankte mich und wurde ein bisschen rot. Ich war es nicht mehr gewohnt, für mein Essen noch Lob zu bekommen. Für die anderen sechs war mein Essen mittlerweile normal.
    „Du hast in einem Café gearbeitet, oder? Was hast du da so in der Küche gemacht?", fragte ich sie, interessiert, was sie in unserer Cafeteria übernehmen könnte.
    „Cupcakes und Kuchen, wieso?"
    „In unserer Cafeteria gibt es schon Leute, die herzhafte Sachen kochen, aber niemanden der Kuchen oder Ähnliches bäckt. Das könntest du dann ja Nachmittags übernehmen."
    Sie schmunzelte ein bisschen verwirrt und stellte fest: „Ihr seid ja relativ sicher, dass ich den Job bekomme..."
    „Ich denke, dass wir ein Wörtchen für dich einlegen könnten. Außerdem haben wir schon einen guten Kontakt in der Küche. Sie heißt Tran und ist echt nett." Yumi bedankte sich für unsere Unterstützung, während ich auf die Uhr sah.
    Mist! Ich wollte doch um zwölf Zuhause sein! Jetzt ist es schon 11:30... Wenn ich mich beeile, schaffe ich es vielleicht noch.
    Ein paar Minuten später verabschiedete ich mich von Yumi und machte mich auf den Heimweg.

    Yumis Sicht
    Einen Tag nach Jin, am Dienstag, schrieb mir Yoongi, dass J-Hope kommen würde.

    [HEUTE]
    Yoongi
    < Heute kommt J-Hope... ~08:50
    Ich
    < Okay... Das ist dein bester Freund, oder? ~09:16
    Yoongi
    < Ja, genau. ~09:20

    Als J-Hope eine Stunde später den Raum betrat, hatte er ein Brettspiel unter den Arm geklemmt. Er begrüßte mich herzlich und ich fühlte mich in seiner Gesellschaft direkt wohl. Er strahlte Positivität aus, hatte etwas Aufgedrehtes aber auch gleichzeitig Ruhiges und Bedachtes an sich. Er half mir zum Tisch und fragte mich, welche Farbe ich nehmen wollte. Ohne zu überlegen sagte ich: „Schwarz. Oder weiß." J-Hope lachte laut. „Yumi? Das ist Mensch-Ärgere-Dich-Nicht! Da gibt es rot, gelb, grün und blau. Also? Welche Farbe möchtest du haben?" „Dann... Blau." Er schmunzelte. „Na, geht doch." Ich gewann die Runde mit großem Vorsprung und wir fingen eine neue an. „Also wenn ich dieses Mal verliere, dann will ich wenigstens mit einem kleineren Abstand verlieren!", beschwerte sich J-Hope. „So schwer ist das nicht: Schlechter geht's ja kaum.", sagte ich ernst. Er hob seine Augenbrauen und blickte zu mir. Dann sah er, dass sich ein sarkastisches Lächeln auf meinem Gesicht gebildet hatte und man konnte sehen, dass er dachte, ich hätte die Beleidigung ernst gemeint. Ich musste schmunzeln.
    Der glaubt einem auch Alles!

    Die Zeit verging sehr schnell und eine Stunde später fanden wir uns ruhig unterhaltend wieder. J-Hope hatte die Runde knapp gewonnen, weshalb er mit gewachsenem Selbstbewusstsein auf dem Sessel geradezu thronte. Ich fand ihn wirklich nett, allerdings wollte ich auch mal wieder Zeit für mich haben. In letzter Zeit lernte ich viele Leute kennen und ich war noch nie der Typ für viele Bekanntschaften oder dauerhaften Besuch. J-Hope schien meine Unruhe zu bemerken, denn kurz darauf kündigte er seinen Abschied mit „Ich denke, dass du mal wieder Ruhe brauchst, oder?" an.
    Ich kniff die Lippen peinlich berührt zusammen und nickte leicht. Er lächelte mir lieb zu und meinte: „Kein Problem. Ich wäre sowieso in der nächsten halben Stunde aufgebrochen." Er verabschiedete sich endgültig von mir und ich war den Rest des Tages alleine in meinem Zimmer, was ich nicht wenig genoss.

    J-Hopes Sicht
    Als ich Zuhause ankam, war ich für ein paar Stunden alleine. Ich widmete mich zuerst meinem Somg in unserem Heimstudio, bevor ich es mir auf dem Sofa bequem machte, bis die Anderen eintrafen.


    Hey!

    Vielen vielen vielen Dank für 2000 Aufrufe! Ich hoffe, dass euch die Geschichte bisher gefällt, und, dass ihr die Fanfiction weiterhin verfolgt. Tatsächlich hatte ich nicht vor, dass Yumi wegen Yoongis Kindheitstraumjob (Architekt) Architektur studiert. Ich habe das einfach nur ausgewählt, weil ich das selber später mal studieren möchte. Dann habe ich erst erfahren, dass Yoongi auch Architekt werden wollte...
    Wenigstens passt es... XD

    LG SugaDerStein.

    PS: Das nächste Kapitel wird doppelt so lang wie meine normalen Kapitel sein... (Wegen der 2000 Aufrufe^^)

    23
    ((unli))Sugas Sicht((eunli)) Erschöpft stiegen wir aus dem Auto. Man konnte schon von weitem riechen, dass J-Hope wieder von Yumi zurück war, da er


    Sugas Sicht
    Erschöpft stiegen wir aus dem Auto. Man konnte schon von weitem riechen, dass J-Hope wieder von Yumi zurück war, da er mit offenem Fenster gekocht hatte. Jimin stieß die Tür auf und Jin drängelte sich an ihm vorbei in die Küche, um das Gekochte zu inspizieren. Ich musste schmunzeln. Nach zehn Minuten war das Essen endgültig fertig und wir setzten uns an den großen, ausziehbaren Tisch. Dann begannen Jin und J-Hope von ihren Besuchen bei Yumi zu erzählen. „Auf mich wirkte sie zwar ruhig aber trotzdem sehr sympathisch. Sie war offen, aber trotzdem gibt sie wenig von sich und ihren Gefühlen preis. Irgendwie so, als würde Yumi sie unterdrücken.", berichtete Jin. J-Hope stimmte dem zu und ergänzte nur kurz, dass Yumi sehr schlagfertig ist. Dann fragte Jimin, warum Alle Yumi kennenlernen sollten. Er drehte sich während seiner Frage zu mir. RM antwortete für mich: „Wer hat schon was gegen einen guten Draht zur Bäckerin in der Agentur..." Seine Grübchen wurden durch sein Schmunzeln sichtbar. Jungkook und Jimin blickten Namjoon und mich misstrauisch an. „Ist das Alles?", fragte Jungkook. „Ja."
    Innerlich grinste ich.
    Das Gespräch heute mit unserem Manager Sejin lief echt gut. Jetzt müssen wir nur noch Bang Si-Hyuk fragen. Und natür-
    „Bist du noch da, Suga?" Jin riss mich aus meinen Gedanken und fragte, ob ich noch Nachschlag haben wollte. Ich verneinte und erinnerte Jimin, als ich aufstand daran, dass er morgen Yumi besuchen würde.


    Als ich am nächsten Morgen von meinem Wecker aufwachte, schrieb ich Yumi eine Nachricht.

    [HEUTE]
    Ich
    < Hey😁 Heute kommt Jimin dich besuchen... ~08:32

    Ich wartete auf ihre Antwort. Als ich diese eine Zeit lang nicht bekam, ging ich schonmal duschen und zog mich an. Ich entschied mich für ein gestreiftes lockeres Sweatshirt. Dann sah ich wieder auf mein Handy, um die Nachricht von Yumi zu lesen.

    Yumi
    < Hey zurück und okay! ~09:05


    Yumis Sicht
    Es klopfte an der Tür und einen Augenblick später stand ein junger Mann in meinem Zimmer. Er war kleiner als Jin, J-Hope und Jungkook und ungefähr so groß wie Yoongi.
    „Hi, Yumi. Du bist Jimin?" „Hi und ja!"
    Er fragte, ob er sich setzen dürfe und ließ sich nach meiner Zustimmung in den Sessel gleiten. Zuerst führten wir ein bisschen Smalltalk, bis wir zu unserem Haupthema des Tages kamen: Musik.
    „Was ist eigentlich so dein Musikstil?", fragte Jimin, ohne, dass es mit unserem vorherigen Gesprächsthema zu tun hatte.
    „Eher Rap, manchmal aber auch Pop. Ich höre auch manche Lieder von euch, aber davon sind nur Einige in die Pop-Richtung."
    „Und welche anderen Künstler hörst du?"
    „Vor Allem Lauv, vereinzelt auch ein paar deutsche Künstler."
    „Du bist Deutsche?"
    „Ja. Zur Hälfte. Ich wurde in Deutschland geboren, bin dort aufgewachsen und mein Vater kommt von dort. Meine Mutter kommt aus Korea und nachdem es meiner Großmutter hier sehr schlecht ging, zog ich hierher. Ich fühlte mich direkt wohl, weswegen ich auch nach ihrem", ich machte eine kurze Pause und atmete ein, „Tod in Seoul blieb."
    „Seit wann lebst du hier?"
    „Das sind jetzt schon mehr als fünf Jahre."
    „Wäre diese deutsche Musik dann Schlager?", fragte er ahnungslos, woraufhin ich in Gelächter ausbrach. Er sah mich verdutzt an und murmelte: „Nicht?"
    Ich versuchte, mich einzukriegen: „Komm mir nie wieder mit Schlager! Das ist eine Beleidigung für alle anderen Künstler."
    Er sah mich an, als hätte ich gerade versucht, ihm zu erklären, dass die Erde eine Scheibe wäre.
    „So schlimm?" „Kostprobe gefällig?" „Gerne.", ärgerte er mich ernstgemeint auf meine sarkastische Nachfrage. „Meine Ohren bluten jetzt schon! Seit froh, dass du nur die Übersetzung hören musst!", beschwerte ich mich.
    Er lachte, während ich zu meinem Handy griff und ‚Helene Fischer' in die Suchleiste eingab. Ich übersetzte ihm genau ein Lied, bis er mich davon überzeugte, dass er meine Aussage glaubte: „Ja! Ich hab's ja kapiert! Schlager ist wirklich schrecklich..."
    Zufrieden legte ich mein Handy wieder auf den Nachttisch und sah zu Jimin. Ich fragte ihn noch nach seinem Musikstil und zehn Minuten später saß ich mit einem Kopfhörer im Ohr, zu seiner Lieblingsmusik nickend in meinem Bett. Da er kabellose Kopfhörer hatte, konnte ich auch mit seiner Hilfe ein Mal um das Bett gehen. Er musste mich allerdings nicht an meiner Hüfte festhalten, sondern hakte sich nur bei mir ein.

    Nachdem seine Playlist ein Mal komplett durch war, was immerhin 2½ Stunden gedauert hatte, machte er sich auf den Heimweg.


    Vs Sicht
    Langsam öffnete ich meine Augen. Mein Wecker hatte geklingelt, obwohl ich heute frei hatte.
    Was heißt frei? Heute lerne ich als Vorletztes von uns Yumi kennen. Danach ist nur noch RM dran. Und das erst in drei Tagen, am Sonntag.

    Nachdem ich mich angezogen und mir die Haare gekämmt hatte, ging ich runter in die Küche, wo schon Alle anderen Members saßen. „Morgen.", grummelte ich und ließ mich auf meinen Stuhl fallen. Ich griff nach meinem Essen und stopfte es hungrig in mich hinein. Die Unterhaltung bekam ich gar nicht richtig mit.
    „V? Ich habe dich etwas gefragt!" „W-was?" Verwirrt sah ich zu Namjoon. „Egal. Jedenfalls gehst du heute Yumi besuchen. Nimmst du bitte das weiße Auto? Gestern wurde ich auf den Weg zum Supermarkt von Fans überrascht, und das nur, weil ich mit dem Bus gefahren bin!" „Okay.", murmelte ich und stand auf. Ich packte meine letzten Sachen und saß eine halbe Stunde später, immerhin wacher als vorher, im Auto. Ich stellte den Motor an uns fuhr mithilfe des Navis zum Krankenhaus.

    Als ich bei Yumis Zimmer klopfte, spürte ich plötzlich Aufregung. Es war komisch, jemanden kennenzulernen, von dem man sehr unterschiedliche Sachen gehört hatte. Ich betrat den Raum und sah Yumi in ihrem Bett sitzen.
    „Hey... Ich bin Taehyung."
    „Ich weiß. Hat mir Yoongi gestern geschrieben. Wie geht's?"
    „Ganz gut. Ich bin froh, einen Tag mal frei zu haben.", antwortete ich, mit der Idee, erstmal Smalltalk zu führen, einverstanden.
    „Was macht ihr eigentlich so jeden Tag?", fragte sie. Ich konnte nicht wirklich deuten, ob sie das Thema wirklich interessierte. Trotzdem antwortete ich ihr:
    „Möchtest du auf die Entstehung der Songs hinaus?" Sie nickte und ich begann zu erzählen.
    „Also meistens reden wir zuerst über das Thema des Songs. Auch über die Stimmung. Ob es fröhlich, traurig oder irgendetwas dazwischen sein soll. Dann kümmern wir uns entweder zuerst um die Lyrics oder wir reden schon mit unseren Producern über den Song. Namjoon, Yoongi und Hobi gehören auch dazu. Namjoon schreibt die meisten Texte, da er wirklich sehr begabt ist. Bei Solo-Songs hilft er uns meistens nur. Dann teilen wir mit Mitarbeitern die Lyrics auf und stellen den Song fertig. Am Ende kommen wir mit Choreografen zusammen und lernen den Tanz. Das passiert Alles natürlich nicht in einer Woche sondern über mehrere Monate hinweg und auch parallel. Also wir haben immer mehrere Songs gleichzeitig in Arbeit."
    „Verstehe. Echt interessant. Habt ihr auch so etwas wie Freizeit?"
    „Strenggenommen ja. Aber Zuhause, im Dorm, denken wir auch öfter an die Arbeit an uns selbst. Yoongi ist sogar die meiste Zeit in unserem Heimstudio."

    Mit Yumi konnte man sich gut unterhalten. Sie hörte zu und stellte keine dummen Fragen. Trotzdem erfuhr ich fast gar nichts über sie. Ich konnte nur in Erfahrung bringen, dass sie eine beste Feundin namens Juhee und einen Ex-Freund hat. Nachdem wir uns längere Zeit unterhalten hatten, meldete sich Yumis Magen zu Wort. Er knurrte und sie erklärte mir schnell, warum:
    „Heute morgen gab es Essen, das mir nicht wirklich geschmeckt hat... Was heißt nicht wirklich; es war grausam. Und jetzt hab ich halt Hunger..." Sie zuckte mit ihren Achseln, während ich aufgrund ihrer Wortwahl anfing zu lachen. Ich schlug vor, etwas beim nahegelegenen Bäcker zu kaufen und machte mich fünf Minuten später auf den Weg.

    Yumi sah mich aus großem Augen an, als ich mit der Bäckertüte wieder den Raum betrat. Eigentlich galt ihr Blick nicht mir, sondern meinem Eingekauften, weshalb ich mich schnell hinsetzte und ihr ein duftendes Croissant unter die Nase hielt. Hungrig biss sie hinein und auch ich freute mich über ein zweites Frühstück. Während des Essens unterhielten wir uns noch ein bisschen. Kurz vor dem Mittagessen schlug mir Yumi vor, mich noch ein bisschen alleine Zuhause auszuruhen. Ihr Vorschlag klang nicht so, als würde sie mich abwimmeln wollen, so den eher, als würde sie sich Sorgen um meine innere Ruhe oder so machen. Dankend nahm ich ihre Idee an und setzte sie den Rest des Tages in die Tat um.


    Yumis Sicht
    Am nächsten Morgen wurde ich von meinem Handy geweckt. Ich hatte vergessen, es stummzustellen, weshalb ich Yoongis Nachricht auch sofort las.

    [HEUTE]
    Yoongi
    < Guten Morgen... Heute kommt noch einmal Jungkook. Er hat sich so gut mit dir verstanden, dass er mich heute freiwillig vertritt. Viel Spaß! ~08:04
    Ich
    < Okay! Bis irgendwann dann... ~08:06

    Gut gelaunt legte ich mein Handy weg und ging langsam mit Krücken ins Bad. Seit gestern kam ich auch ohne den Rollstuhl in mein Badezimmer, worüber ich sehr froh war.
    Zum Glück hat der Arzt mit mir gestern noch ein Mal laufen geübt. Jetzt kann ich immerhin schon überall alleine mit Krücken hin und kurze Strecken nur an der Hand einer anderen Person zurücklegen. Da hat sich das ständige Üben ja mal gelohnt!

    „Hey Yumi!" Jungkook kam ohne Klopfen in mein Zimmer und umarmte mich vorsichtig. Er hatte einen kleine Rucksack auf und führte zuerst ein bisschen Smalltalk mit mir. Wir schwiffen schnell vom Thema ab und unterhielten uns über alles Mögliche. Dann zog er etwas aus dem Rucksack raus, was mein Herz schneller schlagen ließ. Eine Nintendo Switch! Er reichte mir einen der kleinen Controller und fragte mich nach meinem Wunschspiel. Wir einigten uns dann darauf, zuerst ein bisschen Mario Maker 2 und danach Splatoon 2 zu spielen.
    In Mario Maker 2 schlossen wir zuerst ein paar Level in der Kategorie ‚Miteinander' und ‚Normal' ab. Jedoch wurde Jungkook schneller als gedacht lamgweilig und wir wechselten zu ‚Gegeneinander' und ‚Schwer'. Seitdem hatte ich keine Chance mehr. Jungkook war einfach zu gut und ich verlor eine Runde nach der anderen. „Jungkook?", schmollte ich. „Das macht echt keinen Spaß mehr! Du bist zu gut! Das nervt!"
    „Ach komm schon! Dann spielen wir halt ‚Miteinander'. Aber immer noch auf ‚Schwer'!"
    „Wenn's sein muss!", willigte ich ein. Nach einer Weile verloren wir den Spaß an dem Spiel, weshalb wir zu Splatoon übergingen. Auch dort spielten wir zuerst im gleichen Team und später getrennt. Ich gewann die meisten Runden und fing an, damit anzugeben. „Ha! Wer ist hier denn wohl besser?" Triumphierend grinsend drehte ich mich zu Jungkook, der ohne jegliche Reaktion das nächste Spiel auswählte. Mario Kart. Bei dem Spiel standen wir auf Augenhöhe. Jungkook hatte eine Siegeststrähne, weshalb ich mich zusammenriss und die nächsten Runden mit Vorsprung gewann.
    Als ich mein Mittagessen verdrückt und einige weiteren Spielstunden hinter mir hatte, packte Jungkook seine Switch weg.
    „Du bist besser als ich dachte, Yumi."
    „Was soll das denn jetzt heißen?", provozierte ich ihn spielend. Geschickt konterte er: „Das soll heißen, dass du zwar besser, aber immer noch schlecht bist!"
    „Ich habe dich trotzdem genauso oft besiegt, wie du gewonnen hast. Also bist du exakt so schlecht wie ich!" Er rollte mit den Augen. „War doch nur ein Scherz. Aber jetzt mal ehrlich: Du bist wirklich gut! Besser als die andern Members jedenfalls! Was hältst du davon, uns mal zu einem Spieleabend zu besuchen?" „Es wäre mir ein Vergnügen!" Gekünstelt verneigte ich mich. „Aber darf ich überhaupt wissen, wo ihr wohnt?"
    „Weiß ich nicht... Aber das kriege ich schon noch geregelt..." „Okay, super!"
    Er stand auf und sah auf sein Handy. „Ich muss dann auch..." „Klar! Tschüss!" Zum Abschluss umarmte er mich ebenfalls.

    Nach dem Abendessen erhielt ich eine Nachricht von Yoongi.

    Yoongi
    < Hey noch einmal. Morgen komme ich dich wieder besuchen und am Sonntag kommen RM und ich zusammen. Morgen früh werde ich sehr früh kommen. Es könnte also sein, dass du noch schläfst... ~21:07
    Ich
    < Okay. Ich werde der Dame unten am Empfang Bescheid sagen... Bis morgen früh! ~21:14
    <Aber warum kommst du morgen so früh? ~21:16
    Yoongi
    < Ich habe am Nachmittag noch ein Treffen... ~21:16
    Ich
    < Na dann. Bis morgen. ~21:16

    Ich legte mein Handy beiseite. Bevor ich es komplett ausschaltete, bekam ich eine Umwetterwarnung für den morgigen Tag. Dann schloss ich die Augen und versuchte vergeblich, einzuschlafen. Mir war heiß, weshalb ich das Fenster klappte und die Heizung auf Null drehte. Mit der kühlen Luft um meinen Körper herum schlief ich langsam ein.
    Komisch, dass es draußen nicht schwül ist...
    Nach diesem Gedanken schlief ich langsam aber sicher ein.


    Wow! 2000 Aufrufe! Danke! Das war jetzt ein extra langes Kapitel und das nächste ist tatsächlich auch ein bisschen länger...
    LG SugaDerStein

    24
    ((unli))Sugas Sicht((eunli)) „Sie wissen schon, dass noch keine Besuchszeiten sind, oder?" „Ja. Aber ich habe heute noch einen wichtigen Term



    Sugas Sicht
    „Sie wissen schon, dass noch keine Besuchszeiten sind, oder?"
    „Ja. Aber ich habe heute noch einen wichtigen Termin. Bitte lassen Sie mich hoch! Sonst warte ich genau hier bis neun Uhr."
    „Eine halbe Stunde wollen Sie also hier stehen?" Der Mann hob die Augenbraue und betonte erneut, dass er mich nicht zu Yumi lassen könne. Ohne auf seine Frage einzugehen versuchte ich es noch ein Mal: „Ich habe gestern mit Yumi geschrieben. Da hat sie sogar gesagt, dass Sie mich hochlassen können!" Ich hielt ihm mein Handy mit dem Chatverlauf entgegen. „Sehen Sie?" „Okay. Sie können hoch." Er seufzte von seiner Durchsetzungskraft wenig überzeugt.
    Ich schmunzelte und machte mich stolz auf den Weg zu Yumi.

    An ihrer Tür angekommen strömte eiskalte Luft durch den Türschlitz unten auf den Gang. Meine Knöchel wurden sofort kalt und ich betrat schnell das Zimmer. Das Fenster war geklappt und mir wurde schlagartig kalt. Yumi musste die Heizung gestern Abend ausgedreht haben. Ich drehte mich zu ihr. Die Augen geschlossen hatte sie ihre Beine bis zu ihrem Brustkorb und die Decke bis zu ihrer Nase hochgezogen. Diese hatte sich aufgrund der Kälte rot gefärbt und Yumi atmete unruhig. Als ich näher hinsah, konnte ich sehen wie sie leicht zitterte. Schnell machte ich das Fenster zu und drehte die Heizung ganz hoch. Dann ging ich zu ihr und versuchte sie sanft wachzurütteln. Sie reagiert kaum also sagte ich mehrmals ihren Namen. „Yumi? Yumi? Yumi?"
    Langsam kam Regung in ihren Körper und sie machte ihre Augen auf. Sie zuckte zurück, weil mein Gesicht ihrem sehr nah war.
    „Seit wann beobachtest du mich dieses Mal?", fragte sie mich ohne jegliche Begrüßung. Langsam entfernte ich mich von ihr. „Circa zwei Minuten. Ist dir kalt?" „Dezent.", betonte sie, woraufhin ich meine Jacke auf den Sessel legte. Dann zog ich meine Pulli hoch, weswegen sie die Augen zukniff. „Keine Sorge. Ich habe ein T-Shirt drunter...", schmunzelte ich in meinen Pulli rein. Diesen warf ich ihr zu. Er landete auf ihrem Bauch und Yumi sah mich komisch an. „Zieh ihn schon an. Dir ist kalt. Mir nicht. Außerdem habe ich hier noch meine Jacke." Sie zog ihn sich über den Kopf und kuschelte sich wieder in ihre Decke. „Danke...", murmelte sie. „Ist es okay, wenn ich noch ein bisschen schlafe? Die Nacht war irgendwie sehr unruhig...", sagte sie, während sie ihre Augen schon geschlossen hatte.„Klar. Wenn es dir nichts ausmacht, dass ich Stalker dich beobachte.", neckte ich sie. „Ach, sei doch leise."

    Yumis Sicht
    Es ist echt nett von Yoongi, mir seinen Pulli auszuleihen. Ich weiß zwar nicht, warum er mir den Pulli gegeben hat, aber vielleicht ist er doch netter, als ich dachte. Jetzt sollte ich aber noch ein bisschen schlafen...
    Gähnend legte ich mich weiter hin und kuschelte mich in die Decke. Dass Yoongi mich ansah, störte mich komischerweise gar nicht.

    Sugas Sicht
    Ich inspizierte Yumi genau.
    Warum fällt mir erst jetzt auf, wie hübsch sie eigentlich ist? Ihre hübschen grünen Augen, ihre blonden Haare, irgendwie passt alles perfekt zusammen. Wie sie da liegt ist schon irgendwie... Süß?
    Oh Gott! Was denke ich denn da?

    Ich ertappte mich, wie ich Yumi genau anstarrte. Schnell nahm ich mein Handy, um mich abzulenken. Ich steckte mir die Kophörer in dir Ohren und nickte lautlos im Takt der Musik.

    Die ganze Stunde bis Yumi wieder aufwachte hörte ich Musik, spielte auf meinem Handy und scrollte durch meinen Twitter-Feed. Dann las ich einen Tweet, der mir in Großbuchstaben etwas über meine Gesundheit entgegenschrie.
    ‚IST SUGA VON BTS IN LEBENSGEFAHR? FANS BERICHTEN SCHRECKLICHES!'
    Belustigt und interessiert blickte ich auf den verlinkten Artikel. Auch dort sprang mir die Überschrift sofort ins Auge. Ich las mir die Internetseite weiter durch.
    ‚FANS BERICHTETEN FOLGENDES:
    J-Hope alias Hobi wurde gesehen, wie er am Sonntag Suga aus dem Krankenhaus abgeholt hat. Laut einem Fan, der sich im Eingangsbereich des Krankenhauses aufgehalten hat, muss Suga sich schon länger als drei Stunden im Haus befunden haben. Denn sie habe ihn nicht als Krankenhaus betreten sehen. Doch jetzt bleibt eine große Frage: Was hat Suga un Krankenhaus? War er selber eingewiesen? Hat er jemanden besucht? Womöglich seine heimliche Freundin?
    Wir haben bei euch nachgefragt: Was glaubt ihr, hat Suga in dem Krankenhaus gemacht? Viele von euch,'
    Ich schloss plötzlich, ohne den Satz zu Ende zu lesen, die Internetseite.
    Was für eine Panikmache! Als würden unsere Fans es nicht früh genug erfahren, wenn es mir schlecht gehen würde... Außerdem... Wenn ich jemanden besuche, hat das niemanden etwas anzugehen. Weder wen ich besuche, noch, dass ich überhaupt jemanden besuche. Die Leute haben echt keine Ahnung, wie sie die Privatsphäre verletzen und einem gleichzeitig den Tag versauen.
    Genervt sah ich zu Yumi. Sie hatte sich gerade bewegt und streckte ihre Arme aus. Dann sah sie mich an und schloss durch die Helligkeit sofort wieder ihre Augen.
    „Frühstück ist vorhin angekommen." Bei den Wort ‚Frühstück' knurrte ihr Magen. Ich stand ohne Aufforderung auf und brachte ihr den Teller. Während ich ihr Wasser eingoss, beobachtete sie mich. „Was?", fragte ich sie lauter, als ich wollte. „Wollte gerade sagen, dass du heute besser gelaunt bist als sonst. Aber du hast mich gerade vom Gegenteil überzeugt." Vorwurfsvoll sah sie mich an. Ich atmete tief ein und erklärte ihr meine schlechte Laune: „Ich kann nicht mal in Ruhe von J-Hope abgeholt werden, ohne, dass sofort zehn Artikel in irgendwelchen Klatschzeitungen veröffentlicht werden. ‚IST SUGA IN LEBENSGEFAHR?' Ernsthaft? Das muss doch nicht sein! Nur, weil ich ein Mal in einem Krankenhaus gesichtet worden bin!" Ich redete mich in Rage und wollte mich weiter aufregen, als Yumi beruhigend entgegnete: „Immerhin wissen sie nicht, dass du gefühlt jeden Tag hier auftauchst..." „Seit wann so positiv drauf?" „Ich bin zwar nicht ganz so pessimistisch wie du, aber positiv eingestellt bin ich ganz und gar nicht!" Belustigt sah sie mich an. „Wenn du mir jetzt mein Wasser geben könntest?" Grinsend hielt sie mir auffordernd ihre leere Hand hin. Anstatt ihr das Glas in die Hand zu drücken, schüttelte ich ihre Hand und ließ mich in den Sessel fallen. Ich musste mein Lachen zurückhalten. Ihr Blick sagte förmlich „Dein Ernst?" Dann schlug sie die Decke hoch und erhob sich langsam aus ihrem Bett. Bedacht lief sie zum Tisch. Nach eine Meter Weg griff sie sich mit beiden Händen plötzlich an eine Stelle am Bauch. Ein paar Sekunden später stand ich schon hinter ihr und stützte sie an ihrer Hüfte. Sie lehnte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht und schwer atmend gegen mich. „Alles okay? Soll ich einen Arzt rufen?", fragte ich. In meiner Stimme konnte man Aufregung vernehmen. Kopfschütteln.
    „Nein, geht schon. Ich bin nur einen zu großen Schritt gegangen. Das hat hier", sie deutete auf die Stelle an ihrem Bauch, „komisch gezogen." Behutsam hob ich sie an und setzte sie in das Bett. Dann reichte ich Yumi ihr Glas Wasser. „Na geht doch." Sie zuckte mit den Schultern. „Sag mal! Das war gerade nicht ungefährlich, Yumi! Ich hätte keine Lust, dass deine Wunde im Bauch erneut aufreißt...", regte ich mich über ihr Verhalten auf.
    „Ist ja gut... Entschuldigung..."

    Nach der Aufregung aß Yumi ihr Frühstück und ich brach langsam auf. Als ich mich von ihr verabschiedete, glitt ihr Blick zum Fenster. „Für heute wurde eine Umwetterwarnung herausgegeben... Pass auf dich auf, ja?", sorgte sie sich. „Klar, mache ich. Bis morgen!"

    Yumis Sicht
    Yoongi verließ den Raum. Ich sah auf mein Handy und fing an, ein bisschen mit Juhee zu schreiben. Wir tauschten uns über die letzten Tage aus. Mehr über ihre, da ich ihr nichts von meinem Kennenlernen mit BTS erzählen wollte. Ich erwähnte nur kurz den Fahrer des Unfallautos, ohne einen Namen zu nennen. Nach ein paar Minuten klopfte es abermals an meiner Tür. „Herein!", rief ich, einen Arzt erwartend. Doch vor mir stand ein triefnasser Yoongi. „Ich. Bleibe. Noch ein bisschen hier." Er war vollkommen aus der Puste und sah an sich unter. Da er seine Jacke nicht geschlossen hatte, war sein T-Shirt komplett durchnässt. Ich schmunzelte und bot ihm seinen eigenen Pulli an, den ich noch trug. Er nahm ihn dankend an und zog seine Jacke aus. Diese lag eine Minute später säuberlich ausgebreitet auf der Heizung unter dem Fensterbrett. In der Zeit zog ich seinen Pulli aus. Dann kniff ich meine Augen zusammen und als ich sie wieder öffnete hatte Yoongi seinen Pulli an und sein triefende T-Shirt in der Hand. Auch das lag ein paar Momente später zum Trocknen an der Heizung.

    Seitdem er mein Zimmer verlassen hatte, peitschte der Regen durch die Orkanböhen gegen mein Fenster.
    „Der Bus wäre erst in einer halben Stunde gekommen. Und bei Orkanböhen und Regen hatte ich keinen Bock, auf den Bus zu warten." „Und da bist du lieber zu mir gekommen, als dich in einem Café aufzuwärmen?", fragte ich skeptisch. Ertappt sah Yoongi mich an. „Vielleicht?"

    25
    „Wie haben dir die andern Members bis jetzt gefallen?", fragte er aus dem Nichts heraus. „Gut." „Geht's genauer?", fragte er



    „Wie haben dir die andern Members bis jetzt gefallen?", fragte er aus dem Nichts heraus. „Gut." „Geht's genauer?", fragte er mich amüsiert. Ich atmete genervt aus. Ich hatte wenig Lust, alles zu erzählen. Trotzdem tat ich es.
    „Also Jin ist echt nett. Und er kann wirklich gut kochen. J-Hope kann nicht verlieren und ist wie so ein Energie-Ball. Jimin ist auch freundlich, aber irgendwie noch schüchtern. Ich bin verwirrt von V, er ist so ruhig aber gleichzeitig aufgedreht... Jungkook... Er ist richtig nett, lustig und ich verstehe mich wirklich gut mit ihm... Wieso möchtest du das eigentlich wissen?"
    Seine Antwort ließ mich eine Augenbraue hochziehen: „Ach... Nur so..." Ich versuchte, mir meine Verwunderung nicht anmerken zu lassen. „Ah-ja."
    Nachdem wir uns noch ein bisschen oberflächlich unterhalten hatten, kündigte Yoongi seine Pläne für morgen an: „Morgen kommen Namjoon und ich zusammen. Wir müssen etwas Wichtiges mit dir besprechen." „Sollte ich deswegen alle von den Members kennenlernen?"
    „Wer weiß...", neckte er mich. „Ach komm schon! Warum kannst du es nicht jetzt schon mit mit besprechen?", bettelte ich. Er spielte auf seine unbeantworteten Fragen zum Unfall an: „Weil DU mir ja auch immer ALLES erzählst, was ich wissen will." Ich schluckte. „Sorry, ich... Ich, ka-" Yoongi unterbrach meine Entschuldigung. „Ist schon okay. Wüsste ich, warum du es mir nicht erzählst, würde ich dich wahrscheinlich verstehen."

    Die letzte Stunde hatten wir damit verbracht, stumm auf unseren Handys zu spielen. Dabei war Yoongi eingeschlafen und es hatte aufgehört zu regnen.
    „Yoongi! Jetzt wach doch endlich auf!", rief ich ungeduldig. Und überlegte, was ich ohne Hilfe tun könnte.

    Sugas Sicht
    „Yoongi! Es hat aufgehört zu regnen!" Mit geschlossenen Augen, versuchte ich die Stimme zu orten, die mich geweckt hatte. An meinem rechten Ohr kitzelte mich etwas. Genervt schlug ich, noch im Halbschlaf, darauf. „Aua!" Jetzt riss ich meine Augen auf. Yumi stand nah neben mir, so nah, dass ihre Haare mein Ohr berührten. „Warum liegst du nicht in deinem Bett?", fuhr ich sie geschockt an. Sie zuckte zurück. „Oh. Ähm... Du bist nicht aufgewacht. Da bin ich halt hierher gelaufen." „Das sind zwar nur zwei Meter, aber letztes Mal, als du alleine aufgestanden bist, bist du fast umgekippt, Yumi! Das war vor anderthalb Stunden, bitte pass mehr auf dich auf. Du sollst am Montag entlassen werden, also achte auf deine Sicherheit!", sprudelte es trotz meiner Müdigkeit aus mit heraus. Entschuldigend wollte sie gerade zurück in ihr Bett gehen, als ich entgeistert nach ihrem Arm griff. „Yumi! Ich habe gerade eben gesagt, dass du nirgendwo alleine hingehen sollst!", wurde ich lauter. „Weil du mir auch Sachen befehlen kannst.", entgegnete sie mir sarkastisch. Sie riss ihren Arm weg und lief mit sicheren Schritten zum Bett. Dort setzte sie sich hin und zog die Decke über ihren Bauch. Sie lächelte. „Geht doch." Langsam wurde durch ihr Lächeln von einem Triumphierenden zu einem Gequälten. Sie hörte schnell auf und versuchte, mich abzulenken. Ich sah auf ihre Hand, die sich merklich unter der Decke auf ihren Bauch drückte. „Wie kann man nur so naiv sein?", stöhnte ich und lief zu ihr. Behutsam nahm ich die Decke von ihren Bauch und deutete auf ihre Hand. „Tut es doll weh?" „Geht schon. Wenn du mir Wasser eingießen könntest?" Ich goss ihr Wasser ein und nachdem ich ein paar Minuten zur Beobachtung ihrer Schmerzen am Bauch dageblieben war, verabschiedete ich mich.


    Am nächsten Tag, am Sonntag, betraten Najoon und ich aufgeregt Yumis Zimmer.
    Heute erfährt sie endlich, warum sie alle kennenlernen sollte... Irgendwie bin ich aufgeregt. Vielleicht ist sie nicht einverstanden und wenn das so ist, wäre unser Gespräch mit Bang Si-Hyuk umsonst gewesen... Aber immerhi-
    „Yoongi? Willst du dich nicht auch hinsetzen?" Yumi riss mich aus meinen Gedanken. Namjoon hatte sich einen Stuhl genommen und sich an die Seite des Bettes gesetzt, sodass er rechts auf dem Stuhl und ich links auf dem Sessel saß. Er stellte sich gerade vor, während ich Platz nahm. „Hey, ich bin Namjoon beziehungsweise RM. Wir würden dich gerne Etwas sehr wichtiges fragen, wofür du mir aber erst beantworten musst, wie du die Members so findest." „Hab ich gestern schon Yoongi erzählt, aber zusammengefasst finde ich alle sehr nett und würde mich echt freuen, demnächst bei BigHit zu arbeiten."
    „Das ist tatsächlich nicht der einzige Grund, warum du uns kennenlernen solltest", fuhr Namjoon fort, woraufhin Yumi fragend ihre Stirn runzelte. Ich mischte mich ein: „Du musst wirklich nicht zustimmen... Das ist nur ein Angebot von uns, okay?" Sie nickte energisch, darauf gespannt, was als nächstes kommen würde. „Du kannst, bis du Geld hast, dir wieder eine eigene Wohnung zu leisten, bei uns wohnen. Wir wohnen in einem Haus mit zwei Gästezimmern. Da wäre genug Platz für dich."
    Yumi unterbroch mich. „Warum?", fragte sie perplex. Sie wirkte überrascht und geschockt. Unsicher versuchte ich ihre Mimik zu deuten. Ich atmete tief durch und versuchte, mich zu beruhigen, bis sie endlich auf die wichtigste Frage antwortete. Dann erklärte ich ihr unsere Idee. „Als du neulich mit Juhee über deine Wohnung und deinen Job telefoniert hast, kam mir die Idee, dass du für die Zeit bei uns ein Gästezimmer beziehen könntest. Theoretisch hast du ja den Job wegen dem Unfall, an dem wir Beide beteiligt waren, verloren und kannst somit deine Miete nicht mehr bezahlen."
    Anstatt uns endlich zu sagen, ob sie bei uns einziehen würde, stellte sie eine weitere Frage:
    "Und wissen die anderen Members schon Bescheid?"
    „Jungkook, dem wir es gestern verraten haben, müsste es ihnen gerade erzählen. Er wollte anrufen, sobald sie zugestimmt haben."
    „Und was, wenn sie nicht zustimmen? Und warum habt ihr mir und den Anderen das nicht vorher gesagt?"
    „Wir wollten weder dich, noch die Jungs unter Druck setzen, sich gegenseitig zu mögen.", erklärte Namjoon der verdutzten Yumi.

    Yumis Sicht
    Im nächsten Moment klingelte Yoongis Handy. Er hob ab und stellte auf laut.
    „Hi, Jungkook!"
    „Hi. Hört Yumi mit?"
    „Ja!", beantwortete ich seine Frage von meinem Bett aus. Man hörte Jungkook schmunzeln.
    „Super. Hier hören auch alle mit."
    „Und? Ist jemand nicht einverstanden?" Yoongi wurde sichtlichtlich und hörbar nervös.
    „Nope.", antwortete Jungkook lässig, als wäre es nichts Besonderes.
    „Okay, Gott sei Dank!"
    „Und was sagt Yumi?", ertönte es aus dem Handy. Ich deutete die Stimme als Jimins.
    Ich antwortete in der dritten Person: „Yumi hat gerade beschlossen, dass sie gerne eine Woche bei euch wohnen und gucken würde, wie sich das Ganze entwickelt. Zur Not kann sie zu ihrer besten Freundin auf's Sofa!" Man konnte Jubeln am anderen Ende der Leitung hören, was unverkennbar aus Jungkooks Mund stammte. Aber auch die anderen freuten sich. „Dass sich Jungkook darüber freut, dass ein Mädchen bei uns einzieht hätte ich niemals gedacht!", lachte V.

    Yoongi legte auf und drehte sich zu mir. Lächelnd sagte er: „Freut mich." Ich lächelte nur leicht zurück.
    Ist es wirklich schlau, bei ihnen einzuziehen? Ich kenne sie gar nicht richtig. Und von dem Einzigen, den ich ein bisschen länger kenne, bin ich jedes Mal genervt. Naja, zur Not schlafe ich wirklich bei Juhee. Wenn mir das Alles zu viel wird, kann ich ja auch bevor die Woche vorbei ist ausziehen. Ich hoffe, dass es nicht rauskommt, dass ein Mädchen bei BTS einzieht...
    Wir besprachen noch meinen kurzfristigen Umzug.
    Dann verabschiedete ich mich von RM und Yoongi und etwa zehn Minuten später kam der Arzt rein. Er wolle mit mir noch einmal laufen üben.
    Mit den Krücken gingen wir ein Mal den Krankenhausgang hoch und wieder runter. Als wir wieder in meinem Zimmer waren, fing er an zu reden: „Montag bis Mittwoch bleiben Sie bitte Zuhause und bewegen sich nur mit den Krücken." Bei dem Wort ‚Zuhause' horchte ich kaum merklich auf. „Donnerstag und Freitag können Sie dann wieder in die, ich nehme an, Universität, müssen dort allerdings auch Krücken benutzen. Am Freitag Abend haben Sie dann wieder einen Termin hier. Und morgen werden sie um den Mittag herum entlassen." Der Arzt verließ auch das Zimmer und ich ruhte mich den Rest des Tages aus, da morgen ein anstrengender Tag werden würde.

    26
    ((unli))Juhees Sicht((eunli)) Stürmisch umarmte ich Yumi, die erwartungsvoll auf ihrem Bett saß. Sie hatte noch immer ihre Krankenhauskleidung an, w



    Juhees Sicht
    Stürmisch umarmte ich Yumi, die erwartungsvoll auf ihrem Bett saß. Sie hatte noch immer ihre Krankenhauskleidung an, wirkte aber fit genug, um entlassen zu werden. „Wie geht's so? Schon Bock auf mein unbequemes Sofa?" Yumi stockte in ihrer Bewegung. „Hab ich es dir noch nicht erzählt?", fragte sie mit einem komischen Gesichtsausdruck.
    „Ähm, nein?" „Ich habe ein unfassbar gutes Angebot von einer WG bekommen. Dort hätte ich sogar ein eigenes Zimmer." Ich hob erfreut die Augenbrauen und fragte: „Wie viel kostet das denn?" „Nichts.", murmelte Yumi. „Wie bitte?" Ungläubig überlegte ich, was ich falsch verstanden haben könnte. Allerdings bestätigte Yumi meine Vermutung, mich verhört zu haben, nicht. „Sie lassen mich kostenlos bei ihnen wohnen." „Wer sind ‚sie'?"
    Yumi, die langsam genervt war, stellte eine Gegenfrage: „Willst du das wirklich wissen?" „Hätte ich sonst gefragt?", entgegnete ich. „Okay, es sind...", machte es Yumi spannend. „Der Fahrer und ein paar seiner Freunde." Ich hustete vor Schreck. „Wie bitte?", fragte ich nach Luft schnappend. „Wie alt ist er denn überhaupt?" „Jahrgang 93. Aber er ist fast der Älteste." „Pass bitte auf dich auf, Yumi. Wenn zwei Gleichaltrige zusammen wohnen, geht das manchmal nicht nur in einer Freundschaft aus." Sie rollte mit den Augen. „Wir wohnen nicht alleine, Juhee. Außerdem kenne ich alle Mitbewohner schon." „Aha. Wie viele seid ihr denn?" Yumi schluckte, bevor sie antwortete.
    „Insgesamt acht." „Es ist deine Entscheidung, wenn es dir zu viel nimmt: Mein Sofa ist frei." Yumi nickte dankbar. „Danke, Juhee."

    Nachdem ich ihr ihre Klamotten gegeben hatte und wir uns ein bisschen über meine letzte Woche geredet hatten, verabschiedeten wir uns voneinander. Dann machte ich mich auf den Weg in die Universität.

    Sugas Sicht
    „Herein!", rief Yumi durch die geschlossene Tür. Ich betrat das Zimmer und sah sie angezogen auf ihrem Bett sitzend. Sie trug ein schwarzes T-Shirt mit einer kurzen Hose. Es war simpel, sah aber trotzdem sehr gut aus. Allemal besser als die weiße Krankenhauskleidung. Wir begrüßten uns und ich fragte Yumi, ob alles abgeklärt sei. „Ja, ich habe meine beste Freundin Juhee heute gesehen. Ich habe ihr auch alles mit meiner Wohnung, der ‚WG', in die ich einziehe, und wie es mit meinem Job weitergeht erklärt. Sie hat nicht wirklich erfreut reagiert..." Da ich merkte, dass Yumi ihren Kopf hängen ließ, lenkte ich sie schnell vom Thema ab: „Wann kommt der Arzt?" „Jetzt", sagte sie monoton und deutete zu der Tür hinter mir, die sich gerade öffnete.

    Der Arzt checkte sie durch und dieses Mal erlaubte mir Yumi, im Zimmer zu bleiben. Als er fertig war, ging ich zu Yumi, setzte mir Mundschutz und Sonnenbrille auf und nahm ihren Rucksack. Ich reichte ihr die Krücken und zusammen machten wir uns auf den Weg nach unten zum Auto, was J-Hope vorgestern dort stehen gelassen hatte. An dem Empfang vorbei betraten wir das Foyer. Paranoid zog ich mir den Mundschutz weiter ins Gesicht. Yumi bemerkte meine Nervosität zum Glück nicht. Auf dem Parkplatz atmete sie tief ein und aus. Die frische Luft schien ihr gefehlt zu haben. Ratlos blickte sie umher, bis ich auf das weiße Auto ein Stück weit entfernt deutete. Beeindruckt hob sie ihre Augenbrauen und ich musste schmunzeln. Schnell holte ich den Autoschlüssel raus und ließ die Lichter von Weitem aufblinken. Während sie mühsam auf dem Beifahrersitz Platz nahm, legte ich ihren Rucksack auf die Rückbank. Dann setzte ich mich auf dem Fahrersitz und steckte den Schlüssel ins Schloss. Eine Hand am Lenkrad, die andere am Schlüssel, konnte ich mich nicht mehr bewegen. Ein beklemmendes Gefühl breitete sich in meiner Brust aus, während ich stärker das Lenkrad umfasste. Mein Herz raste und langsam traten meine Fingerknöchel weiß aus meiner Haut raus. Meine Atmung wurde unruhig und nach ein paar Sekunden bekam ich das Gefühl zu ersticken.

    Yumis Sicht
    Yoongi schnappte nach Luft. Er war kreidebleich und auf seiner Stirn hatten sich Schweißtropfen gebildet. Ich deutete seine Symptome als Panikattacke, und um Schlimmeres zu vermeiden, nahm ich seine verkrampfte Habd von Zündschlüssel und zog diesen aus dem Schloss. Er drückte meine Hand fest, während ich ihm ruhig zusprach, um ihn zu beruhigen. „Alles gut. Du musst nicht fahren Yoongi. Du bleibst jetzt hier sitzen, ich hole dir etwas zu trinken und dann fahre ich dich nachhause, okay?" Er nickte ohne ein Wort zu sagen. Ich ließ ihn im Auto zurück und als ich wiederkam sah er wesentlich ruhiger aus. Ich reichte ihm den Becher und half ihm aus dem Auto. Zuerst wollte ich ihn in eine kurze Umarmung ziehen, überlegte es mir dann aber doch anders.
    Es wäre komisch, ihn jetzt zu umarmen... Er hatte gerade eine Panikattacke...
    Als wir beide im Auto saßen, dieses Mal andersrum, nannte er mir die Adresse. Nach etwa 20 Minuten Fahrt blieben wir vor einem großen Haus stehen. Ich schluckte.
    Hier werde ich also für die nächsten Wochen wohnen. Ziemlich... Groß?
    Yoongi kramte seinen Schlüssel aus seiner leichten Jacke, während ich meinen Rucksack und die Krücken von hinten holte. Als ich mich vom Auto zum Haus drehte, war Yoongi schon darin verschwunden. Ich lief ihm schnell nach. Als ich hineinkam, sah ich links neben der Tür eine Garderobe, an der fein säuberlich Schuhe aufgereiht und Jacken aufgehangen waren. Rechts neben der mir war ein Zimmer, dessen Tür halb offen stand. Ich sah hinein und konnte sehen, wie Yoongi am Waschbecken stand und sich die Hände wusch. Ich zog schnell meine Schuhe aus und hängte meine schwarze Jeansjacke an einen freien Haken. Dann ging ich mir ebenfalls die Hände waschen. „Soll ich dir alles zeigen?", sagte Yoongi zum ersten Mal etwas, seitdem wir angekommen waren. „Gerne." Zuerst zeigte er mir das Erdgeschoss. Links im großen Raum stand ein großer Tisch. Dahinter an der Wand führte eine Treppe in den ersten Stock. Rechts befanden sich zwei unterschiedlich große Sofas und ein paar weitere Sessel. Wenn man zwischen dem Wohn- und Essensbereich hindurchging, kam man zu zwei Räumen. Der rechte war die Küche. Sie war sehr groß, ungefähr so groß wie mein altes Wohnzimmer. Dann öffnete Yoongi die linke Tür. Ein stolzes Schmunzeln breitete sich auf seinem Gesicht aus, als ich staunend den Raum betrat. Rechts neben der Tür stand ein schwarzes, kleines Sofa. Es sah bequem aus. Links war ein Teil des Raumes mit einer Wand abgetrennt. Die obere Hälfte der Wand war aus Glas und vor der Wand stand ein Schreibtisch, mit jeder Menge Musik-Equipment. Hinter der Wand, stand ein Mikrofon. Man konnte den abgetrennten Bereich mit einer kleinen Tür erreichen.
    Ein kleines Studio! Wow... Das sieht alles echt toll aus, hier.
    „Wollen wir weitergehen oder starrst du noch mehr Löcher in den Raum?", fragte Yoongi lässig hinter mir. Ich drehte mich hastig um und er führte mich nach oben in den ersten Stock.

    Hey!^-^

    Ich habe mir die Aufteilung der Wohnung selbst überlegt, bevor ich herausgefunden habe, dass es bekannt ist, wo BTS wohnt... Der erste Stock ist mir nicht wirklich gelungen, aber ist ja egal... Muss ich ja nicht veröffentlichen... XD
    Ich würde euch empfehlen, euch die Bilder zu vergrößern, dann könnt ihr es euch noch einmal besser vorstellen...

    LG SugaDerStein

    27
    Als ich die Treppen hinter Yoongi hochkam, sah ich fünf Türen an der linken Wand liegen rechts führte nach ein paar Metern ein Gang mit weitern ach



    Als ich die Treppen hinter Yoongi hochkam, sah ich fünf Türen an der linken Wand liegen rechts führte nach ein paar Metern ein Gang mit weitern acht Türen. Vier lagen auf der linken Seite, vier auf der Rechten. Nachdem Yoongi mir erklärt hatte, wem welches Zimmer gehört, standen wir vor den letzten zwei Türen. „Das sind die zwei Gästezimmer. Sie haben beide ein eigenes Bad mit Badewanne und Dusche. Du kannst dir gleich eins aussuchen.", sagte er. Ich nickte und wir betraten das rechte Zimmer. Es war eher schlicht in weiß gehalten hatte aber blaue und violette Dekoelemente. Links von der Zimmertür befand sich ein kleiner aber ausreichender Kleiderschrank. Das Holz war weiß lackiert, ganz wie beim Schreibtisch, der hinten am Fenster stand. Zwischen Schrank und Tisch befand sich die Badtür. Rechts neben der Tür stand das Bett und an seinem Fußende stand ein helles, violettes Sofa. Der Bettbezug war in einem einfach blau und auch auf den Kissen des Sofas spiegelten sich die beiden Farben wieder. Auf dem Schreibtisch und Fensterbrett standen jeweils kleine Pflanzen in blauen Blumentöpfen. Als ich mich genug umgesehen hatte, wurde ich von Yoongi ins andere Zimmer geführt. Es war ähnlich eingerichtet, allerdings war alles statt violett in grün eingerichtet, was mir besser gefiel. Dieses Mal stand das Bett links neben der Tür, da rechts sofort die Tür ins Bad führte. Hinter dem Bett stand der Schrank und der Schreibtisch stand wieder am Fenster. Das hellgrüne Sofa befand sich links neben der Badtür und schräg gegenüber vom Bett. Ich sah mich genauer um.
    Ich glaube, ich nehme dieses Zimmer hier. Es ist irgendwie hübscher und ich habe hier mehr Licht durch die Eckfenster. In dem andern Zimmer gab es nur ein Fenster gegenüber von der Tür. Hier ist auch links ein großes Fenster... Ich hoffe nur, dass es hier Jalousien gibt, sonst könnte ich nur bis maximal fünf Uhr morgens schlafen, bis es hell wird... Ich glaube, dass dieses Bad hier keine Fenster hat, was nicht schlimm ist, wenn es eine gute Lüftung hat... Aber, was we-
    „Irgendwie hast du ein Fabel dafür, in der Gegend rumzustehen, oder?", bemerkte Yoongi hinter mir, mich aus den Gedanken reißend. Er fragte weiter: „Hast du dich für ein Zimmer entschieden?" „Wenn du mir sagst, ob es hier Jalousien und im Bad eine gute Lüftung gibt.", entgegnete ich. „Ja, beides. Also?" „Ich nehme lieber dieses Zimmer. Grün gefällt mir besser, als lila.", antwortete ich und nickte in die Richtung des anderen Raums. „Wusst' ich's doch!", schmunzelte er und drehte sich langsam auf der Stelle, um zurück auf den Flur zu gehen. Ich folgte ihm. Auf dem Weg nach unten knurrte mein Magen. „Habt ihr was zu essen?", fragte ich zögerlich, als ich wegen meinen Krücken noch länger auf der Treppe war. „Klar. Aber ich bin nicht der begabteste Koch...", meinte er entschuldigend. „Ach. Ramen reicht!" Er streckte einen Daumen in die Höhe: „Finde ich auch gut."
    In der Küche angekommen, setzte sich Yoongi auf einen Hocker an der Kücheninsel und blickte mich mit erwartungsvollen Augen an. Demonstrativ blickte ich ihm zurück. Ohne den Augenkontakt abzubrechen, deutete er auf eine Schranktür. „Dort ist alles drin." „Und ich soll jetzt aus den Zutaten irgendetwas zaubern? Ich bin nicht Jin oder irgendwer anders." Er stöhnte. „Mach einfach irgendwas..." Ich schnalzte genervt mit der Zunge, machte mich aber ohne großartig zu protestieren an die Arbeit. Yoongi folgte meinen ständigen Bewegungen mit gelangweilten aber neutralen Augen, was mich ein wenig verunsicherte. Während ich mit einer Pfanne und zwei Töpfen rumhantierte, sprachen wir kein Wort. Meine Krücken hatte ich an die Kücheninsel gelehnt, weshalb ich mich langsam und vorsichtig bewegte. „Teller?", fragte ich, als ich fertig war. Er zeigte auf einen Schrank über mir. Ich machte ihn auf, um zwei Sekunden später zu bemerken, dass ich fünf Centimeter zu klein war, um an die richtigen Teller ranzukommen. Ich stellte mich ohne Erfolg auf Zehenspitzen. Yoongi stand träge von seinem Hocker auf und atmete stark aus. Dann stand er neben mir. Anstatt die Teller einfach runterzuholen, packte er mich an der Taille und hob mich mit Leichtigkeit hoch. Ich ließ vor Schreck einen Schrei los und zuckte aufgrund der Berührung stark zusammen. Yoongi schien das nicht zu stören und hob mich weiter an, sodass ich mich am Ende auf Augenhöhe mit den gewünschten Tellern befand. Ich nahm zwei vom Stapel und signalisierte ihm mit einem Räuspern, dass er mich wieder runterlassen könne. Unten angekommen murmelte ich dankend und Yoongi nahm mir ohne eine Miene zu verziehen die Teller aus der Hand. Mit zittrigen Beinen und einem schmerzenden Bauch setzte ich mich auch auf einen Hocker.
    Dieses Kind weiß doch genau, dass ich Berührungen hasse! Muss er mich dann so überraschen! Und dann auch noch genau an meinen Narben...
    „Körperkontakt ist nicht so dein Ding, kann's sein?", überlegte Yoongi laut hinter mir. Schnippisch entgegnete ich: „Auch schon bemerkt? Das war übrigens genau an meiner Narbe."
    „Oh Gott! Das hatte ich vergessen. Geht's? Tut es sehr weh?"
    „Ja, schon gut."
    Er stellte mir meinen Teller mit meinem Gekochten hin. Dann kostete er. Seine Augen wurden groß. Er äffte mich nach: „Soll ich aus den Zutaten was zaubern?" Ich sah ihn verwundert an. „Ich hab noch nie so lecker Ramen gegessen!" „Als Studentin ist man da so ein bisschen spezialisiert...", sagte ich schmunzelnd. „Stimmt auch wieder."

    Sugas Sicht
    Nachdem wir eine Stunde lang auf dem Sofa gesessen hatten, kamen J-Hope, Jimin und Jungkook nachhause. „Du- Ihr seid hier?", fragte Jungkook, der zuerst mich und danach Yumi auf dem Sofa entdeckt hatte. „Offensichtlich.", entgegnete Yumi trocken. „Und warum?", schaltete sich Hobi ein. Yumi warf mir einen besorgt-fragenden Blick zu und, woraufhin ich unauffällig nickte. „Yoongi wollte mich zu mir nach Hause fahren. Aber er hatte eine Panikattacke, als wir noch auf dem Krankenhausparkplatz standen. Ich tippe auf ein Trauma von unserem Unfall..." „Verstehe, wie geht es dir jetzt, Suga?" J-Hope nahm neben mir auf dem Sofa Platz. „Schon besser..."

    Bis RM, Jin und V kamen, spielten wir ein bisschen Nintendo. Wir hatten uns alle zusammen einen schönen Abend gemacht, uns etwas zu essen bestellt und einen Film geguckt. Dann musste sich Yumi verabschieden. Jungkook fuhr sie nach Hause.

    Jungkooks Sicht
    Im Auto angekommen sah ich zu Yumi. Sie langweilte sich, weshalb ich laut Radio anschaltete. Eine Minute später summte sie fröhlich zu der Musik, die aus dem Radio kam. Dann fing ein bestimmtes Lied an zu spielen. Ich erkannte es sofort, weshalb ich gerade leiser machen wollte.
    Ich will nicht meine eigene Stimme hören...
    „Bist du das, der da singt?" „Jap. Ich, Jimin und, vielleicht kennst du ihn,-"
    „Lauv.", beendete sie meinen Satz. „Einer meiner Lieblingskünstler. Ich wusste nur nicht, dass ihr ein Lied mit ihm zusammen habt. Wie heißt es?"
    „Who. Vielleicht gefällt dir Text..."
    Die nächsten paar Minuten lauschte sie genau dem englischen Text. Ich beobachtete sie ihm Augenwinkel und sah, dass sie Gänsehaut bekam. Die Augen fest zusammengekniffenen, verschränkte sie ihre Arme vor ihrem Oberkörper.
    „Alles okay?", sorgte ich mich. Yumi nickte stumm und erklärte es ein bisschen: „Der Text könnte auch von mir stammen..." „Inwiefern?" Ich runzelte die Stirn. „Wir sind da!", lenkte sie mich ab und zeigte auf ein Altbau-Haus. Ohne sie, durch meine weitere Nachfrage, unter Druck setzen zu wollen, verabschiedete ich mich von ihr: „Dann bis morgen Abend oder Nachmittag!" „Tschüss."
    Sie schlug die Autotür hinter sich zu und lief langsam zu ihrem Haus. Ich blieb so lange im Auto, bis die Haustür zugefallen war. Dann fuhr ich im Dunkeln zurück zum Dorm.


    Hey!

    Sorry, dass so lange kein Kapitel kam, ich hatte eine sehr kurze Schreibblockade...
    Ich habe jetzt Wattpad, wo ich genau diese Geschichte hochgeladen habe, vielleicht könnt ihr da ja mal vorbeischauen.^^ Ich heiße dort SugaDerStein, die Geschichte hat den gleichen Namen...

    https://my.w.tt/ULr3XoR0u7

    LG SugaDerStein

    28
    ((unli))Yumis Sicht((eunli)) Bei mir in der Wohnung angekommen, lief ich sofort zum Fenster, um zu lüften. Die Luft war abgestanden. Dann zog ich mei



    Yumis Sicht
    Bei mir in der Wohnung angekommen, lief ich sofort zum Fenster, um zu lüften. Die Luft war abgestanden. Dann zog ich meine alten Umzugskartons hinter meinem Kleiderschrank hervor und fing, trotz meiner Müdigkeit, an zu packen. Zuerst nahm ich meine Oberteile aus dem Schrank und legte sie sorgfältig in eine Kiste. Dabei fiel mir sofort das rote Top von Donghae ins Auge.
    Vielleicht kann ich das ja an meinem Geburtstag am Samstag anziehen... Ist mal was anderes...
    Danach packte ich meine Unterwäsche und dann meine restlichen Klamotten ein. Meine Deko kamen mit meinen Büchern zusammen in eine Kiste. Als letztes ging ich noch einmal durch meine Wohnung und packte die restlichen Sachen. Erschöpft sah ich auf die Uhr. 00:56.
    Kacke. Ich muss jetzt echt schlafen gehen. Immerhin habe beziehungsweise hatte ich eine möblierte Wohnung... Sonst wäre ich morgen, beziehungsweise heute, früh noch nicht fertig... Wo waren noch einmal meine Shirts?
    Müde lief ich zu einer der vier Kisten. Aus einer nahm ich mir frische Unterwäsche und ein oversized T-Shirt, aus der anderen eine kurze Pyjama-Hose. Ich ging duschen, putzte mir die Zähne und legte mich mit meinen Schlafsachen in mein Bett.


    ‚Rrrrring-Ring', weckte mich meine Haustürklingel. Ich schlug meine Decke zurück. Verschlafen wankte ich zur Tür, öffnete von oben mithilfe des Knopfes und wartete mit geschlossenen Augen an den Türrahmen gelehnt auf den Besucher. Die lauten Schritte hallten durchs Treppenhaus und für einen kurzen Moment hatte ich das Bedürfnis, die Tür wieder zu schließen un durch den Türspion zu gucken, wer die Treppen hochkam. Zum Glück erschien ein paar Momente später Yoongi und nicht irgendein Paketbote. Zögerlich öffnete ich die Tür ein bisschen weiter. Yoongi stand nun direkt vor mir und musterte mich einige Sekunden lang durch den Türspalt.
    Vielleicht sollte ich ihn langsam mal reinlassen, ups!
    Meine Tür knarrte laut und einen Moment später stand er in meinem kleinen Reich. Er sah runter auf seine Schuhe auf meinem frisch geputzten Parkett und zog sie wortlos aus. Dann sah er zu mir und setzte zu einer Begrüßung an, die er schnell unterbroch. Er sah abermals an mir runter und wieder hoch. Dann meinte er, ich wusste nicht ob spöttisch oder belustigt; „Noch im Schlafanzug?" Ich sah ihn kalt an. „Wonach sieht's aus?"
    Da wir direkt neben der Tür standen, erschraken wir uns nicht wenig, als es erneut klingelte. „Das ist J-Hope... Er hat nur schnell unseren Van umgebaut." Ich nickte und drückte zum zweiten Mal heute auf den Türöffnungs-Knopf.
    Ich wusste zwar nicht, dass J-Hope kommt, das würde aber erklären, warum Yoongi mit dem Auto hier sein kann...
    Yoongi sah sich kurz um und erblickte die fertig gepackten Kartons. Er runzelte die Stirn. „Ich dachte, wir helfen dir die nächsten Tage dabei, deine Sachen zu packen..." Ich verzog entschuldigend das Gesicht. „Ich hatte gestern Abend irgendwie Lust, das zu packen..." „Alles klar.", lachte er. „Dann kram dir jetzt mal Klamotten für heute aus deinen Kisten zusammen." Er nickte zu den Kisten. Nach ein paar Minuten unter interessierten Blicken verschwand ich mit vollen Händen um Badezimmer.

    J-Hopes Sicht
    Nachdem ich die Treppe heraufgekommen war, öffnete nicht Yumi sondern Yoongi die Tür. Ich warf ihm einen fragenden Blick zu und deutete mit meiner Hand in die Wohnung, wo keine Yumi zu sehen war. „Sie zieht sich kurz was an." Ich sah in verstört von der Seite an. Er bemerkte das und rollte belustigt mit den Augen. „Sie hatte vorher ihre Schlafklamotten an, keine Sorge.", redete er sich aus der komischen Situation raus. Ich sah um die Ecke in ihr Schlafzimmer. Dort standen einige Kisten. Sie waren voll. Verwirrt hörte ich Yoongi zu, wie er Yumis Erklärung wiedergab: „Yumi hatte gestern Abend irgendwie Lust, das zu packen." Er zuckte mit den Schultern, lief zum Sofa und grummelte: „Weniger Arbeit für mich. Mir ist es Recht." Ich grinste.
    Da ist ja Yoongi wieder. Faul und müde. Außer, wenn es um seine Musik geht. Dann ist er bis spät Abends wach und arbeit fleißig, bis der Song fertig produziert ist. Irgendwie sind genau diese beiden Seiten in einer Person bewundernswert...

    Yumis Sicht
    Als ich fertig aus dem Bad trat, lag Yoongi sich ausruhend auf meinem Sofa, während J-Hope sich mit seinem Handy nur an dieses anlehnte. Er saß auf dem Boden. „Ist es bequem da unten?", begrüßte ich ihn von schräg hinten. Er schreckte hoch. „Nein.", schmunzelte er. „Hast du meine Krücken gesehen?" J-Hope sah sich kurz um und zeigte mit einem Finger zu meiner Garderobe. „Jap." Langsam lief ich hin und bewegte mich ab da wesentlich schneller von A nach B. Ich machte mich auf den Weg in die Küche, J-Hope in mein Schlafzimmer und Yoongi lag immer noch auf meinem kleinen Sofa. Durch die Küchentür sah ich, wie J-Hope mit einem schweren Umzugskarton aus dem Zimmer kam und sich lauthals bei Yoongi beschwerte. „Hör auf, so zu tun, als würdest du schlafen und hilf mir gefälligst!" Yoongi öffnete seine Augen und ließ sich vom Sofa auf den Boden kullern. Dort gab er sich einen Ruck und stand auf. „Wenn's sein muss..." Damit verschwand auch er kurz, kam mit einer Kiste wieder und machte sich durch das Treppenhaus auf den Weg zu ihrem Van. Ich schlürfte an meinem Kaffee und schmierte mir ein Toast, typisch deutsch.
    Wenn ich dann bei ihnen wohne, muss ich mich erstmal an ein Frühstück ohne Müsli umd Toast gewöhnen... Oder ich führe Müsli bei ihnen ein.
    Ich schmunzelte und biss in mein Marmeladenbrot.

    Nachdem mein Teller leer gegessen war, machte ich mich an meinen letzten Abwasch in der Wohnung. Während meine Hände langsam von dem Seifenwasser schrumplig wurden, dachte ich weiter nach.
    Zum Glück habe ich das ganze Organisatorische schon im Krankenhaus geklärt... Heute hätte ich echt keine Energie gehabt, meinen Mietvertrag zu kündigen...
    Yoongi erschreckte mich damit, dass er plötzlich hinter mir stand und fragte: „Kann ich dir noch irgendwie helfen?" Ich griff mir mit einer meiner tropfenden Hände theatralisch ans Herz und entgegnete mach ein paar Sekunden im normalen Tonfall: „Trockne einfach das Geschirr ab." Mit diesen Worten warf ich ihm ein Geschirrtuch zu, was er gekonnt mit einer Hand fing.

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    Nach einer Stunde standen wir vor der Wohnung meines Vermieters, der schon lange vor mir unten eingezogen war. Ich folgte ihm in sein Bürozimmer, nac



    Nach einer Stunde standen wir vor der Wohnung meines Vermieters, der schon lange vor mir unten eingezogen war. Ich folgte ihm in sein Bürozimmer, nachdem mir die Tür geöffnet wurde. Yoongi und J-Hope hatte ich im Treppenhaus zurückgelassen.

    Sugas Sicht
    Nach circa einer Viertelstunde kam Yumi gut gelaunt wieder aus der Wohnung seines Vermieters. Da ich mich während ihrem Gespräch auf dem Boden niedergelassen hatte, streckte mir Hobi beide Hände entgegen. Ich nahm diese und zog mich hoch. Yumi hob währenddessen einen Daumen. „Lief super. Ich habe gekündigt." „Na dann." J-Hope scheuchte uns zum Auto. Ich half Yumi mit ihren Krücken ins Auto, während sich Hobi auf den Fahrerplatz setzte. Ich nahm hinten Platz und schnallte mich an. Dann lehnte ich mich an das Fenster und beobachtete die vorbeirauschenden Autos.

    Yumis Sicht
    Auf der Fahrt sprachen wir kein Wort. Nur das Radio lief leise im Hintergrund, um die Stille im Auto zu durchbrechen. Obwohl wir nur eine kurze Fahrt hatten, merkte ich zwischendurch, dass mein Unterbewusstsein die Musik unterdrückte, während mein Kopf schwerer wurde. Ich lehnte mich nach hinten auf die Kopfstütze und schloss automatisch meine Augen. Ruhig döste ich vor mich hin, bis ich merkte, dass J-Hope den Motor ausschaltete. Dann flüsterte eine Stimme rechts neben mir: „Wir sind da, Yumi." Ich schlug sofort die Augen auf und wartete müde darauf, dass Yoongi die Tür öffnete. Er half mir aus dem Auto und reichte mir meine Krücken. In der Zwischenzeit hatte meine zweite Begleitung die Tür aufgeschlossen und den Dorm betreten.

    Nach kurzer Absprache verschwand ich in der Küche, während Yoongi und J-Hope zurück zum Auto gingen, um meine Kisten nach oben in mein neues Zimmer zu schleppen.
    Ich wurde kurz von dem Herd abgelenkt, als einer der beiden hörbar stolperte und eine meiner Kisten fallen ließ. Ich konnte ein leises „Alles noch ganz!" vernehmen und widmete mich wieder dem Herd, um zu sehen, dass mir die Shrimps angebrannt waren. Nachdem ich sie mehrmals die Treppen draufgehen gehört hatte, gesellten sie sich zu mir in die Küche. Yoongi deckte den Tisch, während sich J-Hope weiter um die schwarzen Shrimps in der Pfanne kümmerte. Letztendlich gab es, mangels Improvisationskünsten, Reis mit dem zum Glück nicht abgebrannten Gemüse. Nach dem Essen ging ich in mein Zimmer. Die Beiden verschwanden in dem kleinen Studio.

    Oben in meinem Zimmer sah ich sofort die Kisten, die mitten im Zimmer standen. Ich machte mich ans Werk: die Klamotten in den Schrank und die Hygieneartikel ins Bad. Dann hängte ich die Lichterkette auf. Mit Ausnahme ein paar Einzelteilen, verstaute ich den Rest der Dekoration in einem freien Fach des Schrankes und betrachtete mein Werk.
    Sieht gar nicht so schlimm aus... Aber jetzt will ich wirklich für mindestens eine Stunde ins Bett.
    Gähnend ließ ich die Jalousien runter und legte mich ins Bett. Dort zog ich mir die Decke nur über die Beine, da es draußen recht warm war. Dann schloss ich meine Augen und driftete langsam aber sicher in einen ruhigen, traumlosen Schlaf.

    Sugas Sicht
    Ich nahm meine Kopfhörer ab und verließ das Studio mit dem Vorwand, kurz nach Yumi gucken zu wollen. Sie war schon über zwei Stunden in ihrem Zimmer. Hinter meinem Rücken widmete sich J-Hope weiter dem Beat des Refrains eines neuen Liedes, an dem wir schon tagelang nicht weiterkamen. Irgendetwas störte uns an der Melodie oder an den Drums, allerdings kamen wir nicht darauf, was genau.
    Leise klopfte ich an Yumis Zimmer. Da sie nicht antwortete, öffnete ich die Tür einen Spalt. Ich sah, wie sie zusammengerollt auf ihrem Bett lag. Ihre Brust hebte sich regelmäßig. Ohne sie durch das Licht aufwecken zu wollen, ließ ich die Tür ein bisschen offen stehen, um etwas sehen zu können. Mein Blick fiel auf die leeren Kisten.
    Hat sie die Kisten wirklich alle schon ausgeräumt? Kein Wunder, dass sie schon seit zwei Stunden schläft...
    Immernoch ungläubig lief ich zu ihrem Schrank, um mich vom Gegenteil meiner Gedanken zu überzeugen. Ohne Erfolg. Ihre Klamotten lagen und hingen fein säuberlich im Schrank. Ich konnte fast keine bunten Klamotten erkennen. Eine blaue Jeans hier, ein dunkelgrüner Pulli hier. Ansonsten war der Schrank voll mit schwarzen, grauen und weißen Klamotten. Dann erblickte ich ein knallrote Top ganz hinten in der Ecke des obersten Faches. Es war nahezu lieblos in das sonst leere Fach geworfen.
    Warum hat sie mir dieses Top nicht zusammengelegt? Außerdem passt es rein gar nicht zu ihren anderen Sachen... Ich kann sie ja irgendwann oder nachher darauf ansprechen.
    „Was machst du an meinem Schrank?" Ich wirbelte herum. „Du bist wach?" „Offensichtlich." Sie ließ ihren Kopf zurück in das Kissen fallen und spielte auf eine unserer Begegnungen im Krankenhaus an: „Wie lang begutachtest du meine Klamotten schon?" Sie betonte das dritte Wort so, als wäre es ein Fremdwort, was mich zum Schmunzeln brachte. „Ich wollte nur sichergehen, dass du wirklich alles alleine ausgeräumt hast.", antwortete ich mit den Schultern zuckend. „Ah." Gähnend richtete sie sich auf und scheuchte mich aus dem Zimmer: „Jetzt steh hier nicht so wie bestellt und nicht abgeholt!" Ich versuchte vergebens, mein Lachen zu unterdrücken. „Mit deinen Sprüchen machst du meiner Oma Konkurrenz." Auch Yumi lachte. „Ja, sorry..." Schmunzelnd verließ ich das Zimmer.

    Den Rest des Tages verbrachten Hobi und ich wieder im Studio. Da wir bei dem Song immer noch nicht weiterkamen, kümmerten wir uns um einen anderen, dieses Mal mit mehr Erfolg. Ich zog den fast fertigen Song auf meinen Stick und drückte diesen dem fröhlichen Jungen neben mir in die Hand. Dann verließen wir zusammen den Raum. Yumi saß am Esstisch. Sie hatte mehrere Blöcke und Notizblätter über den mehrere Plätze verteilt.und legte sich den Zeigefinger auf die Lippen, als J-Hope die Tür hinter sich schloss. Offensichtlich telefonierte sie gerade mit jemandem.
    „Hi, Linh.", begrüßte Yumi die Person am Telefon, ohne jegliche Emotionen in der Stimme. „Hi. Wie geht's?", antwortete ihr die Stimme, Linh. „Ganz gut. Könntest du mir verraten, was ihr so die letzte Woche durchgenommen habt?" „Ja, klar."
    Es folgte ein langes Gespräch, bei dem Yumi sich die ganze Zeit Notizen machte. Sie hatte gerade aufgelegt, als das Schloss der Eingangstür knackte und die anderen fünf die Wohnung betraten. Sie begrüßten Yumi freundlich und Jungkook umarmte sie sogar leicht.

    Als wir am Abend am Tisch saßen und aßen, sprachen wir den morgigen Tag durch. Yumi beteiligte sich nicht am Gespräch, hörte aber aufmerksam zu. RM fasste noch einmal alles zusammen: „Also morgen nehmen Jungkook, Jin und V ihren Part auf, wenn alles gut mit dem Produzierten ist." Er warf mir und J-Hope einen bedeutenden Blick zu. „Außerdem müssen wir noch einmal mit Adora reden. Yoongi, du bleibst morgen hier mit Yumi und arbeitest vielleicht noch einmal an dem Song, an dem ihr heute nicht weitergekommen seid." Yumi ließ RM ausreden, bevor sie leise eine Frage stellte: „Wer ist Adora?" Jimin erklärte es ihr schnell. „Eine unserer Produzentinnen. Sie singt aber auch manchmal im Hintergrund bei unseren Songs." Yumi nickte nur verstehend und schwieg den Rest des Essens. Dann räumten wir unsere Teller ab und V räumte widerwillig die Spülmaschine ein. Yumi verschwand im Laufe des Abends heimlich, still und leise nach oben in ihr Zimmer.

    Yumis Sicht
    Nachdem ich geduscht hatte, legte ich mich schlafen. Da ich müde war, lag ich nur zehn Minuten wach in den Raum starrend da.


    Ich wurde von dem Klopfen an meiner Zimmertür geweckt. Es war Yoongi, der mir sagte, dass das Frühstück endgültig kalt werden würde, sollte ich nicht innerhalb der nächsten Viertelstunde unten erscheinen.

    Ich quälte mich aus dem Bett und machte mich auf den Weg nach unten. Das Frühstück stand noch auf dem Tisch und durch einen Blick zur Garderobe stellte ich fest, dass alle schon zu BigHit gefahren waren. Nur Yoongi und ich waren im Dorm. Er war in dem Studio und hatte seine Kopfhörer auf, was ich wegen der geöffneten Tür sehen konnte. Nach dem Frühstück ging ich zu ihm.

    30
    „Kann ich dir zugucken?", fragte ich Yoongi von hinten. Keine Reaktion. Ich tippte ihn an der Schulter an, woraufhin er sich erschreckte und si


    „Kann ich dir zugucken?", fragte ich Yoongi von hinten. Keine Reaktion. Ich tippte ihn an der Schulter an, woraufhin er sich erschreckte und sich schnell umdrehte. „Was?", fragte er genervt. Ich wiederholte meine Frage. „Klar. Setz dich." Ich nahm auf dem Drehstuhl platz, der neben ihm stand. Er tippte auf ein großes Paar Kopfhörer, die ich mir aufsetzte. Sofort hörte ich eine Melodie spielen. Yoongi versuchte währenddessen, etwas auf einem kleinen Keyboard zu spielen, was die Melodie ergänzen könnte.
    Irgendetwas fehlt bei dieser Melodie... Nur was? Ein einzelner Auftakt wäre zu wenig... Vielleicht noch einen Takt mit Auftakt mehr? Soweit ich das in diesem Programm erkennen kann, ist es ein Vier-Viertel-Takt...
    „Irgendetwas fehlt in der Melodie. Hast du Musikkenntnisse?" „Zehn Jahre lang Klavierunterricht.", antwortete ich nur knapp. Yoongi hob anerkennend die Augenbrauen. „Hast du eine Idee, was noch fehlen könnte? Vor Allem im zukünftigen Refrain fehlt irgendetwas..." Er spielte die betreffende Stelle mehrere Male ab. „Ich kenne mich zwar nicht aus, aber ich habe eine Idee... Kannst du kurz die Drums, oder wie das heißt, ausblenden?" „Klar." Interessiert beobachtete er mich, als ich nahezu instinktiv meine Augen schloss und im Takt der puren Melodie mit meinem Finger auf den Tisch tippte.
    Nein, ein Auftakt würde wenig Sinn ergeben...

    Sugas Sicht
    Yumi legte ihren Kopf schief und hörte der Musik weiter angestrengt zu. Dann schlug sie plötzlich ihre Augen auf und deutete auf die Computermaus unter meiner rechten Hand. Ich überließ die Maus ihr und beobachtete sie, wie sie alleine versuchte, die Drums wieder anzuschalten. Ich deutete schmunzelnd auf den Knopf auf dem Bildschirm. „Danke.", schmunzelte sie und schloss erneut die Augen, um dem kompletten Ausschnitt zuzuhören. Nach circa einer Minute hakte ich nach: „Hast du eine Idee?" „Ja..." „Die da wäre?" Sie hielt ihre linke Hand hoch und brachte mich damit zum Schweigen. Eine weitere Minute später atmete ich gelangweilt und frustriert aus. Sie begann ihre Idee zu erklären. „Ihr habt ja dieses Schnipsen, Klatschen oder was auch immer im Hintergrund..." Ich summte zustimmend. „Ich würde hier die Drums kurz ausblenden und das Klatschen auf eins und zwei anstatt auf zwei und vier machen. Die Drums könnten dann auf vier wieder einsteigen..." Beeindruckt machte ich mich ams Werk.
    Wenn das jetzt wirklich klappt, ist sie ein absolutes Naturtalent...

    Erwartungsvoll sah Yumi mich von der Seite an. „Und?", fragte sie ungeduldig. Ich spielte den Ausschnitt ab. Mir stand der Mund offen. „Was-? Wie-? Warum-? Woher wusstest du, dass genau das so gut klingt?" Sie lachte. „Reine Intention.", meinte sie bescheiden. „Ziemlich perfekte Intention." Yumi versuchte sich es nicht anmerken zu lassen, dass sie stolz und gleichzeitig geschmeichelt war. Allerdings huschte ihr dann doch ein Lächeln über die Lippen. „Danke." Ich änderte noch etwas an ein paar anderen Stellen des Liedes und drückte auf Play. Yumi wippte ganz leicht mit dem Kopf zur Musik.
    Ihr scheint es zu gefallen. Das war unfassbar, wie sie auf die Idee gekommen ist... Jin hat ja erzählt, dass sie der Job als Produzentin echt interessieren würde. Talent hat sie.

    Yumis Sicht
    „Klingt echt gut.", lobte ich den Song, den Yoongi neben mir gerade auf einen Stick zog. Dann öffnete er den nächsten Song in dem Programm. „Hier brauche ich eigentlich keine Hilfe, du kannst mir aber gerne zuschauen, wenn du mich nicht störst.", erklärte er. Ich antwortete mit einem knappen „Okay." und blieb einfach auf dem Stuhl sitzen. Die nächsten Stunden lernte ich viel über das Programm, indem ich Yoongi einfach nur zusah. Er war die komplette Zeit hochkonzentriert und schien es nicht zu bemerken, dass ich den Raum verließ, um mir etwas zu trinken zu holen.
    In der Küche nahm ich mir zwei Gläser aus der Spülmaschine und füllte sie mit Wasser. Dann ging ich zurück ins Studio. Yoongi erschreckte sich, als ich wieder neben ihm erschien. „Du warst weg?" „Ja, ich habe dir was zu Trinken mitgebracht." „Oh. Danke."

    Jins Sicht
    Wir kamen erst spät am Nachmittag nachhause. „Hallo?", rief ich in das leerscheinende Haus hinein, während Jimin die Tür ins Schloss fallen ließ. „Hallo?", rief jetzt auch J-Hope hinter mir, ein bisschen lauter. „Ich gehe kurz gucken.", meinte Tae und war einen Moment später auch schon nach oben verschwunden. Er kam schon zurück, als ich gerade meine Schuhe ausgezogen hatte. Dann hatte J-Hope eine Idee: „Die sind bestimmt im Studio. Da könnten sie uns auch nicht hören, mit ihren Kopfhörern." Alle murmelten zustimmend und ein paar Sekunden später öffnete ich die Tür zum Studio. Yumis Kopf schnellte zu mir. Ihre erschrockene Miene wandelte schnell wieder zu ihrer normalen. Yoongi, der sich auch leicht erschrocken hatte lächelte mich erleichtert an. „Du bist es nur." Ich atmete ein und bemerkte, dass in dem Raum sehr schlechte Luft war. Ich lief zum abgedunkelten Fenster. „Seit wann seid ihr hier?", fragte ich die Beiden auf dem Weg. „Seit um zehn.", antwortete Yumi für Yoongi. Ich starrte die beiden an. „Ihr habt seit acht Stunden diesen Raum nicht verlassen?", regte ich mich ein bisschen über die beiden auf. Jungkook, der gerade am Studio in die Küche vorbeilief, schaltete sich entgeistert in das Gespräch ein: „Seit acht Stunden!" Yoongi versuchte sich vergeblich rauszureden. „Wir sind richtig weit gekommen, blabla...", äffte ich ihn nach, woraufhin Yumi einen belustigten Ton von sich gab. „Habt ihr Hunger?", fragte ich seufzend. Die beiden nickten energisch. „Dann mach ich mich wohl an die Arbeit." In beide Hände klatschend verließ ich den Raum, was Yoongi und unsere neue Mitbewohnerin gar nicht mehr mitbekamen. Sie hatten ihre Kopfhörer schon längst wieder aufgesetzt.

    Jungkooks Sicht
    „Essen ist fertig!", brüllte Jin nahezu von unten. „Tisch decken!", brüllte er hinterher.
    Ist ja fast wie früher Zuhause. Papa hat das auch immer gerufen.
    „Ja, Mama!", rief ich provozierend als Antwort. Als ich unten ankam warf Jin mir einen Todesblick zu. „Pass auf was du sagst! Ich kann auch morgen eine Portion weniger als sonst machen." Ich riss beleidigt den Mund auf, woraufhin wir in Gelächter ausbrachen. Zusammen mit den anderen deckte ich den Tisch. Yumi und Suga kamen erst, als wir fertig waren. „Hobi?", begrüßte uns Yoongi. „Ja?" „Yumi hat unser kleines Problem mit dem Lied gelöst." „Wirklich?" Ich sah zu Yumi die wiederum so aussah, als könnte sie jeden Moment im Boden versinken. „Sie hat sich es drei Mal angehört und wusste sofort, was sie machen muss." „Respekt.", murmelte ich und Yumi setzte sich neben mich. Yoongi saß ihr gegenüber. Alle redeten während des Essens wild durcheinander. Alle, außer Yumi. Sie horchte einfach nur. Wir berichteten uns von unserem Tag und wanderten im Laufe des Abends auf die Sofas. Irgendwann gähnte Yumi und ich brachte sie nach oben. An ihrer Zimmertür verabschiedete ich mich von ihr. „Gute Nacht, Yumi. Schlaf gut.", lächelte ich. „Danke." Sie lächelte leicht zurück und verschwand dann hinter der Tür gegenüber von meinem Zimmer. Ich hörte, wie sie das Licht im Bad anknippste und lief dann wieder runter zu den anderen. Nach einer Stunde ging auch ich endgültig in mein Zimmer.
    Ich freue mich, dass Yumi und Yoongi sich jetzt doch besser verstehen. Sie sind sich sehr ähnlich... Das könnte aber auch zum Problem werden. Mal sehen, wie sich das Ganze zwischen denen entwickelt, manchmal ist es immer noch komisch zwischen den Beiden...
    Müde schlief ich als Letzter im Haus ein.

    31
    ((unli))Juhees Sicht((eunli)) Mit zusammengekniffenen Augen stieg ich in den Bus. Es war noch früh, weshalb ich mich auf den nächstbesten Platz fall



    Juhees Sicht
    Mit zusammengekniffenen Augen stieg ich in den Bus. Es war noch früh, weshalb ich mich auf den nächstbesten Platz fallen ließ und meinen Kopf an die Fensterscheibe lehnte. Als der Bus sich endlich in Bewegung setzte, begann die Fensterscheibe stark zu vibrieren, was mich aus der Starre riss. Genervt lehnte ich meinen Kopf stattdessen gegen den Sitz.

    Vor der Universität angekommen, stellte ich mich auf die Steintreppe, die in das große Gebäude der Bibliothek führte. Mit meiner Hüfte lehnte ich mich an das Metallgeländer und zog mein Handy aus meinem Rucksack, um den Chat von mir und Yumi zu lesen. Ich wollte mich vergewissern, um welche Uhrzeit wir uns hier treffen wollten.

    [GESTERN]
    Yumiiii♡♡♡
    < Hey! Komme morgen wieder zur Uni und wollte fragen, ob wir zusammen in die Bibliothek gehen können... Soweit ich weiß, haben wir beide den Vormittag frei...❤ ~19:20
    Ich
    < Klarrr🥰 Wann denn genau? Schon um 9? ~20:11
    Yumiiii♡♡♡
    < Irgendwie hab ich das Gefühl, dass du mich hasst... (Ich meine: UM 9?) Aber ja, das müsste gehen...🙄 ~20:14

    Ich sah auf die Uhr.
    Zwei Minuten hast du noch, Yumi... Hat sie ihr Fahrrad mittlerweile bei mir überhaupt abgeholt? Ich glaube, dass steht immer noch vor meiner Haustür...

    Ein paar wenige Minuten vergingen, in denen viele mir bekannte Personen an mir vorbeigingen. Auch Donghae, den ich nicht eines Blickes würdigte. Viele starrten ihm hinterher, als wäre er ein Gott.
    Es stimmt, er sieht gut aus. Aber innen, ganz tief in ihm drin, schlummert das größte Arschloch aller Zeiten. Ich werde ihn nie verzeihen, dass er Yum-
    „Hey Juhee!", beförderte mich die Person wieder in die Realität, über dich in nachgedacht hatte. Yumi stand lächelnd vor mir und hielt mir umständlich einen Arm hin, um mich in etwas zu ziehen, was einer Umarmung immerhin ähnelte. Während ich kurze Zeit in ihren Amren lag, balancierte sie Krücken mit der anderen Hand. Dann gingen wir zusammen die Steinstufen hoch, die so abgetreten waren, dass sie unregelmäßig glänzten und die Sonne reflektierten. Ich hielt Yumi die schwere, große Tür, die in die Eingangshalle führte auf. Über zwei Etagen erstreckten sich meterhohe dunkle Holzregale, die nach Themen beziehungsweise Studiengängen geordnet waren. Wir gingen die große Treppe hoch und liefen durch die nächste Glastür.
    Zum Glück liegen Architektur und Jura im selben Trakt der Bibliothek, sonst könnten wir entweder immer getrennt oder nur mit viel Aufwand zusammen lernen.
    „Welche Bücher brauchst du, Yumi?" Sie deutete ein bisschen willkürlich auf Bücher. Ein paar Minuten später saß sie an einem Tisch, mit sieben verschiedenen Büchern vor sich ausgebreitet. Es waren Alte, Neue, Dicke und Dünne darunter. Sie holte ihre Hefter aus dem Rucksack und konzentrierte sich, während ich meine Bücher holen ging. Leise nahm ich gegenüber von ihr Platz. Sie reichte mir wortlos einen Kopfhörer, denn ich lächelnd annahm.
    Yumi genießt es wie immer, weder reden zu müssen, noch reden zu dürfen. Kann ich irgendwie verstehen...
    Ich versuchte mich zu konzentrieren. Die Sonne, die mich meine Augen zusammenkneifen ließ, schien meine Haare von der Seite an, sodass sie weiß und nicht silber aussahen. Genervt hielt ich mir eine Hand an die Stirn, um wenigstens ein bisschen von dem Text vor mir zu erkennen. Dann fing ein Lied an zu spielen, was ich niemals in Yumis Playlist erwartet hätte. ‚Give it to me' von Agust D.
    Seit wann hört sie BTS? Dieses Lied ist zwar nicht weit von ihrem eigentlichen Musikstil entfernt, aber eigentlich hört sie keine Musik von BTS...
    „Seit wann hörst du BTS?", sprach ich sie flüsternd auf meine Gedanken an. „Mir war im Krankenhaus langweilig. Als du mir dann dein Selfie mit...", sie überlegte kurz, fuhr aber sofort fort: „Suga - oder? - gezeigt hast, habe ich mir ein paar Lieder angehört." Schultern zuckend machte sie sich wieder an die Arbeit.

    Yumis Sicht
    Nachden wir eine Stunde lang gearbeitet hatten, fiel mir auf, dass uns jemand beobachtete.
    Was heißt UNS... MICH beobachtet jemand... Und dieser Jemand ist... Donghae. Warum hat er mich vor fast drei Wochen eigentlich nachts bedroht und mich nicht einfach eine Woche später nach der Uni abgefangen? Vielleicht wäre die Gefahr zu groß gewesen, entdeckt zu werden...
    Ich kassierte einen Klaps von Juhee auf meinen Unterarm. „Du starrst ihn viel zu lange an, Yumi." „Er mich nicht, oder was?" Flüsternd regte ich mich über ihre Vorsicht auf.

    Eine weitere Stunde später knurrte mein Magen plötzlich laut. Juhee presste die Lippen aufeinander, um nicht loszulachen und wir sahen gleichzeitig auf die große, alte Uhr. Es war genau um zwölf, weshalb Juhee unsere Bücher wegbrachte und wir uns auf den Weg nach draußen machten. Die Treppenstufen knarrten wieder leicht, als ich mich mit meinen Krücken nach unten bewegte. An der frischen Luft angekommen, setzten wir uns auf die mittlerweile warme Treppe und holten unser Essen raus. Juhee hatte sich nur Instant-Nudeln vorbereitet, während ich ein halbes Festmahl von Jin in meinen Händen wiederfand.
    Ich war ihm heute Morgen so dankbar, dass er mir etwas vorbereitet hatte, dass ich sogar einen leichten Knicks andeutet habe. Daraufhin hat er laut losgelacht, was mich auch zum Lachen angesteckt hat.
    Bei den Gedanken an Jins und meinen morgendlichen Lachanfall, wurde mir wieder warm ums Herz.
    Alle kümmern sich wirklich gut um mich. Sogar Yoongi ist netter geworden. Er spricht mich nicht mehr auf den Unfall an, was mich echt froh macht. Er ist trotzdem manchmal komisch. Ich denke, es fällt ihm wirklich schwer, nicht alles wissen zu dürfen...

    Als wir fertig gegessen hatten, liefen wir langsam zum eigentlichen Gebäude. „Wollen wir uns nachher hier treffen und vielleicht noch ein Eis essen gehen oder so?", fragte mich Juhee zum Abschied. Ich nickte meiner besten Freundin freudig zu und wurde von ihr noch zu meinem Hörsaal begleitet. Dort ging ich ganz nach hinten und setzte mich auf den kalten Stuhl am Fenster. Linh betrat im selben Moment den Raum, erblickte mich und kam auf mich zu. „Hey. Wie geht es dir?" Ich sah sie an und antwortete: „Eigentlich ganz gut. Den Umständen entsprechend eben. Wie geht es dir?" „Auch gut."
    „Nochmal danke für deine Notizen, Linh.", bedankte ich mich nach einem kurzen Smalltalk abermals bei ihr. „Gerne.", lächelte sie, als der Professor den Raum betrat.

    Als ich drei Stunden später vor dem Gebäude auf Juhee wartete, schrieb ich schnell in die Gruppe von BTS und mir, dass ich noch etwas vor hatte.

    [HEUTE]
    Ich
    < Hi... Ich gehe jetzt noch mit Juhee Eis essen, könnte also sein, dass ich ein bisschen später komme... ~15:34
    J-Hope
    < Wer ist Juhee? ~15:34
    Yoongi
    < Ihre beste Freundin. ~15:35
    J-Hope
    < Na dann viel Spaß dir! ~15:35
    Jungkook
    < Viel Spaaaß ~15:35

    Alle anderen wünschten mir auch viel Spaß, was mich zum Lächeln brachte. Nur Yoongi meldete sich nicht mehr nach seiner knappen Antwort auf J-Hopes Frage.
    Typisch. Naja, was habe ich schon erwartet?
    Plötzlich guckte mir jemand über die Schulter. Ich versteckte meinen Handybildschirm schnell, woraufhin ich einen fragenden Blick von der Person, Juhee, erhielt. Sie sprach mich nicht darauf an, sondern fragte: „Gehen wir?" Ich nickte und wir schlenderten langsam zur Straße.

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    Mein Blick wanderte über die verschiedensten Eissorten. Vanille, Schokolade, Zitrone-Minze, Melone-Basilikum und weitere Eissorten türmten sich in d


    Mein Blick wanderte über die verschiedensten Eissorten. Vanille, Schokolade, Zitrone-Minze, Melone-Basilikum und weitere Eissorten türmten sich in der Vitrine auf. Juhee drängelte hinter mir schon. „Jetzt entscheide dich doch endlich!" „Ähh... Schokolade... In der Waffel... Bitte...", stotterte ich überfordert.
    Ausgefallene Wahl, Yumi, wirklich. Schokolade gibt es ja auch nicht in jedem Eisladen auf der Welt.
    Ich verpasste mir eine gedankliche Ohrfeige und wandte mich Juhee zu. Sie lächelte. „Na, geht doch." Ich boxte sie leicht in die Seite, was sie ignorierte. Sie bestellte auch eine Kugel und wir setzten uns zusammen an einen Tisch vor der Eisdiele.

    „Soll ich dich nachhause bringen?", fragte mich Juhee, was mich nervös werden ließ. „Nein, geht schon." Beunruhigt lächelte ich zurück. „Okay, wenn du meinst..."
    Wir gingen noch zusammen zur Bushaltestelle, wo ich die Straßenseite wechseln musste. Ich zog Juhee in eine Umarmung und dankte ihr noch einmal für das Eis. Dann lief ich schnell, so wie mit Krücken halt möglich, zum Bus.

    Da der Sitz nach einer Weile unbequem wurde, war ich froh, endlich aus dem Bus rauszukommen. Der mit Kaugummi schmatzende Junge neben mir hatte mich sowieso die ganze Zeit schon genervt.

    Namjoons Sicht
    Ein Schlüssel drehte sich mehrere Male im Schloss um und kurz nachdem die Tür wieder geschlossen wurde, hörte man Yumi ein verwundertes „Hallooo?" rufen, da sie niemand von sich aus begrüßt hatte. „Hi.", begrüßte ich sie und schlürfte weiter an meinem Tee. Kurz darauf erschien sie auch in meinem Blickfeld. Alle waren in ihren Zimmern, außer Yoongi, Tae und mir. Tae machte irgendetwas an seinem Handy, während Yoongi an meine Schulter gelehnt an die Decke starrte.
    Yoongi benimmt sich die letzten Wochen komisch. Er wirkt antriebslos, schläft noch schlechter als sonst und gibt sich immer die Schuld... Außerdem will er sich nicht helfen lassen. Zum Beispiel fährt er immer noch kein Auto, geht aber auch nicht zum Psychologen. Soweit ich weiß hat Yumi morgen einen Termin im Krankenhaus, da könnte sie Yoongi mitnehmen...
    „Namjoon?" Ich drehte mich um und sah Yumi an. Auch Yoongi hatte seine Augen auf sie gerichtet. „Wenn ich morgen ins Krankenhaus fahre, kann ich dann das kleine Auto nehmen und danach noch mein Fahrrad aus Guri damit abholen?" Nach kurzem Nachdenken stimmte ich zu. „Ja, klar. Yoongi begleitet dich ins Krankenhaus." „Warum?", fragten mich beide Angesprochenen gleichzeitig. Tae lachte leise im Hintergrund. „Er muss etwas dagegen tun, dass er kein Auto fahren kann. Und in diesem Krankenhaus gibt es auch Psychologen. Und ja, ich habe mich informiert." Yoongi protestierte direkt: „Das war bisher ein Mal! Ich habe jetzt keine Angst mehr. Morgen hole ich Yumi von der Schule ab, um es dir zu beweisen."
    Wie naiv... Aber wenn er meint...
    „Ich wäre einverstanden.", stimmte Yumi mit den Schultern zuckend zu. Da ich sowieso nichts mehr ändern konnte, ließ ich den Versuch bleiben, Yoongi doch noch umzustimmen.
    Meine Schulter fing langsam an zu schmerzen, weshalb Yoongi kurzerhand die Schulter, auf der sein Kopf lag, zu wechseln. Ich rückte also ans andere Ende der Couch und sah ihm belustigt dabei zu, wie er es sich bequem machte. Tae kicherte immer noch vor sich hin. Unsere Mitbewohnerin war schon lautlos nach oben verschwunden.


    Yumis Sicht
    Der nächste Tag, ein Freitag, in der Uni verlief unspektakulär. Ich verbrachte die meiste Zeit in den warmen Räumen und sah Juhee nur in der Mittagspause in der Cafeteria.

    Am Ende des Tages wartete ich auf Juhee am Ausgang der Uni. „Hey... Mich kommt gleich jemand aus der WG abholen, der mich dann ins Krankenhaus bringt. Ich habe dort heute wahrscheinlich meinen letzten Termin.", erklärte ich ihr. „Gut. Dann warte ich hier noch mit dir auf ihn."

    Als Yoongi zehn Minuten später noch nicht da war, rief ich ihn an. Dabei achtete ich darauf, dass meine beste Freundin nicht das Display und somit Yoongis Namen sehen konnte. Es tutete kurz, bis Yoongi abnahm. Ohne eine Begrüßung erklärte er mir die Sitiation. „Wir warten in einer Nebenstraße auf dich." Er gab mir die Adresse durch und legte kurz danach auf. „Er wartet hier um die Ecke auf mich.", meinte ich an Juhee gewandt. „Super. Dann bringe ich dich."
    Nur mit Mühe konnte ich Juhee überzeugen, mich nicht bis ganz zum Auto zu bringen. Die letzten hundert Meter ließ sie mich zum Glück alleine.
    Warum hat Yoongi eigentlich „Wir warten" gesagt? Er wollte doch alleine kommen...
    Vom hinten konnte ich durch die Scheiben zwei Personen erkennen. Rechts auf dem Beifahrersitz saß eindeutig Yoongi, allerdings konnte ich die Person am Lenkrad nicht identifizieren. Als ich noch zehn Meter entfernt war, öffnete die Person hinter dem Steuer dann seine Tür und kam auf mich zu. Es war Jin, dessen Maske und Cappy sein Gesicht versteckten. Er nahm mir meine Krücken ab und ich setzte mich zwischen Yoongi und Jin auf die Rückbank. „Hat doch nicht so mit dem alleine Abholen geklappt, oder?", neckte ich Yoongi. Er sah mich unbekümmert an und meinte: „Kann ich etwas dafür?" „Hab ich nie behauptet.", stellte ich klar. Den Rest der Autofahrt schwiegen wir uns alle an. Jin konzentrierte sich nur auf die Straße.

    „Ich gebe auf. Ich setze euch einfach am Eingang ab.", seufzte Jin, nachdem wir mindestens schon 10 Minuten nach einem Parkplatz vor dem Krankenhaus suchten. „Okay...", stimmte Yoongi lustlos zu. „Yumi?" „Ja?" „Hattest du nicht irgendetwas von deinem Fahrrad erzählt, was noch bei deiner Freundin steht?", fragte mich Jin beim Aussteigen. „Achso, ja. Willst du es abholen?" „Ja, würde ich machen. Ich bräuchte nur die Adresse und deinen Zahlencode oder einen Schlüssel." Ich nannte ihm die Adresse und meinte, dass der Code einfach mein Geburtsdatum sei. Er antwortete nur mit einem ruhigen „Okay. Bis nachher." Dann stieg er wieder ins Auto und fuhr weg.
    Er kennt also meinen Geburtstag... Ist ja schon morgen... Yoongi muss ihm davon erzählt haben...
    „Gehen wir rein?", fragte mich Yoongi von der Seite und legte mir eine Hand auf den Rücken. Ich zuckte und Yoongi sagte eher zu sich selbst als zu mir: „Was hat man dir angetan, dass ich meine Hand nicht auf ihren Rücken legen kann?"
    Zusammen liefen wir zur Rezeption, wo wir in verschiedene Richtungen geschickt wurden.

    Als ich vor dem Raum 0.12 stand, war ich kurz aufgeregt. Ich beruhigte mich nach einen Sekunden wieder und klopfte. Herr Lim, den ich schon von meinem Aufenthalt kannte, öffnete mir die Tür und streckte seine Hand aus. Ich schüttelte sie kurz und nahm dann auf einem Stuhl platz.
    „Denken Sie, dass Sie in der Lage sind, sich komplett ohne Krücken zu bewegen oder möchten Sie die nächste Woche die Krücken noch behalten?"
    „Ich bin eigentlich froh, wenn ich die Dinger loswerde...", meinte ich. Ich presste meine Lippen aufeinander.
    „Aber natürlich. Dann würden wir jetzt ein Mal eine Runde durch das Gebäude drehen, damit ich sehe, dass oder ob Sie auch Treppen steigen können, okay?" „Ja, klar."

    Wir machten uns auf den Weg. An den anderen Räumen des Ganges vorbei, liefen wir die Treppe bis in den dritten Stock hoch. Ich hatte keinerlei Beschwerden, es zog nur ein einziges Mal kurz in der Seite, weswegen wir eine Pause von 15 Sekunden einlegten. Herr Lim begrüßte alle Ärzte und Ärztinnen, während ich immer nur teilnahmslos lächelte. Im Treppenhaus am anderen Ende des Ganges bogen wir in dem ersten Stock ab, um ein bisschen Variation in unseren Rundgang reinzubringen. An der ersten Tür sah ich Yoongi, wie er die Tür hinter sich schloss. Er zog gezwungen einen Mundwinkel nach oben. Ich winkte ihm zu. „Kannten Sie den Mann?", wunderte sich Herr Lim neben mir. „Ja, mein Mitbewohner."

    Eine Viertelstunde später stand ich vor dem Raum, in dem Yoongi verschwunden war. Ich wartete einige Minuten, bis sich die Tür endlich öffnete. Vor mir stand Yoongi. Geknickt erklärte er: „Naxophobie oder so." „Amaxophobie!", rief die Ärztin aus dem Zimmer hinter ihm. Schmunzelnd folgte ich Yoongi nach unten vor das Krankenhaus.

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    ((unli))Juhees Sicht((eunli)) ((bold))Yumiiii♡((ebold)) < Gleich kommt jemand mein Fahrrad abholen, also nicht wundern... Er muss dann aber sofor


    Juhees Sicht
    Yumiiii♡
    < Gleich kommt jemand mein Fahrrad abholen, also nicht wundern... Er muss dann aber sofort wieder los, zurück zu mir ins Krankenhaus... ~15:56
    Ich
    < Okay ~15:56

    Zwanzig Minuten später hörte ich ein Auto vor dem Haus anhalten. Es war ein weißes Auto, welches nicht wirklich günstig aussah. Ein Mann mit Cappy und Mundschutz stieg aus, machte sich kurz am Schloss zu schaffen und hob das Fahrrad danach mit Leichtigkeit in den Kofferraum. Er war auffallend groß und hatte breite Schultern. Mehr konnte ich beim besten Willen nicht erkennen. Enttäuscht zog ich mit einem leisen Ratschen die Gardinen zu und ließ ich mich zurück auf mein Sofa fallen.

    Yumis Sicht
    Als wir endlich im Dorm ankamen, erwarteten uns alle im Wohnzimmer. „Also mein Arzt hat gesagt, dass ich meine Krücken nicht mehr brauche." Ich sah mit den Schultern zuckend zu Yoongi, damit er anfing, seine Situation zu erklären. „Ich habe Amaxophobie, oder so... Das müsste aber, wenn ich jeden Tag unter der Woche zu einer Therapie gehe, in zwei bis drei Wochen behoben sein..." J-Hope zog ihn in eine Umarmung. „Kriegst du hin.", meinte er aufmunternd.

    Nach dem Abendessen, was etwas später als die letzten Tage stattfand, wollte ich schon hoch in mein Zimmer gehen. „Warum willst du schon hoch?", fragte mich Jimin neugierig. „Ich will morgen nicht aussehen, als hätte ich die letzten fünf Nächte nicht geschlafen. Ein bisschen Stolz muss sein." Alle auf dem Sofa lachten.
    Sie wissen also, warum ich morgen gut aussehen will. Also wissen sie höchstwahrscheinlich auch, dass ich morgen Geburtstag habe...

    Am nächsten Morgen wachte ich schon, für meine Verhältnisse, früh auf. Ich sah auf mein Handy. Es war kurz nach halb zehn, am 19. Mai, meinem Geburtstag.
    Mich hatten mehrere Leute über WhatsApp beglückwünscht und Juhee hatte versucht, mich anzurufen. Meine Familie hatte mich noch nicht kontaktiert.
    Bei ihnen ist es auch ja erst halb drei, mitten in der Nacht. Aber bevor ich Juhee anrufe, sollte ich mich vielleicht fertig machen...
    Ich lief zu meinem Schrank und suchte mir Klamotten raus. Mit einem weiten, schwarz-weiß-gestreiften T-Shirt und einer blauen Jeans in der Hand, lief ich ins Bad. Ich kramte den Lockenstab hervor, den ich zuletzt vor ein paar Monaten benutzt hatte und machte mir leichte Locken. Dann zog ich mir meine Sachen an.
    Soll ich mich ein bisschen schminken? Ich denke, dass mir das eh nicht steht, also lass ich es lieber gleich sein...

    Zufrieden setzte ich mich an meinen Schreibtisch und rief Juhee an. Ich schaltete meine Kamera an, als sie endlich an ihr Handy ging.
    „Alles Gute zum Geburtstag, Yumi!", rief sie lächelnd. Ich bedankte mich. „Ich gebe dir dein Geschenk am Montag, okay?", fragte sie mich aufgeregt. „Du bist ja aufgeregter als ich!", lachte ich. „Ähhh... Vielleicht?", grinste sie. „Kannst du mir bitte dein Zimmer zeigen?" Bei der Frage schob sie ihre Unterlippe vor, sodass ich noch lauter als vorher lachte. Ich nahm mein Handy in die Hand und führte sie ein Mal in meinem Zimmer umher. Das Bad zeigte auch ihr auch. Dann setzte ich mich zurück an den Schreibtisch und sah in Juhees geschocktes Gesicht. „Ziemlich hübsch.", stellte sie fest.

    Nach einer weiteren halben Stunde klopfte es an der Tür. Ich schaltete so schnell wie möglich die Kamera aus und rief „Herein!" Jungkook streckte seinen Kopf in die Tür und meinte leise: „Kommst du? Frühstück ist fertig." Etwas enttäuscht antwortete ich: „Ja, ich komme gleich..."
    Weiß er wirklich nicht, dass ich heute Geburtstag habe? Schade...
    Auch Juhee wunderte sich. „Weiß er nicht, dass du heute Geburtstag hast?" Ich schaltete die Kamera wieder an und lenkte mich selber kurz von Thema ab: „Ist ja erstmal egal... Jedenfalls gehe ich jetzt mal runter. Schönen Tag dir noch!"

    Traurig lief ich die Treppen runter. Im Wohnzimmer war es erstaunlich leise. Zu leise.
    Ich dachte, dass sie schon frühstücken. Warum sind sie dann so ruhig?
    Als ich um die Ecke guckte, fingen plötzlich alle an, das Geburtstagslied zu singen. Der Raum war in warmes, flackerndes Licht getaucht. Auf dem Wohnzimmertisch standen ein Kuchen, ein Blumenstrauß und ein kleines weißes Päckchen. Automatisch fing ich an zu lächeln.
    Und jetzt soll noch einmal jemand sagen, dass sie keine guten Sänger sind! Wenn sie es sogar schaffen, morgens ein Geburtstagslied so schön klingen zu lassen.
    Nach ihrem Ständchen gab ich jedem dankend eine Umarmung. Dann hockte ich mich vor den Tisch und packte das kleine Geschenk aus. Es war eine kleine, silberne Kette. Der Amhänger war ein schlichtes vierblättriges Kleeblatt. „Das ist ein Glücksbringer.", erklärte V, während Jungkook mir die Kette um den Hals hing. „Die ist wirklich hübsch. Danke!", sagte ich in die Runde lächelnd. Dann sagte Namjoon: „Heute Abend gehen wir unten an der Straße in einen Club, wenn du möchtest."
    Ich war hier in Korea noch nie feiern, weil ich einfach keine Zeit hatte... Naja, man kann es ja mal versuchen.
    „Natürlich würde ich mitkommen. Geht das denn für euch? Nicht, dass wir dort zusammen gesehen werden..." „Das geht schon. Der Club ist unter Stars bekannt, man bleibt dort eigentlich anonym. Es sind noch nie Bilder aus dem Club aufgetaucht...", beruhigte mich der Größte. „Na dann: Ja, ich würde gerne mitkommen." Jungkook klatschte neben mir vor Freude in beide Hände. Ich schmunzelte.
    „Im Club musst du dich aber benehmen! Sonst muss ich dich noch nachhause tragen.", ermahnte er mich lachend. Ich boxte ihm gegen seine rechte Schulter. „Ich bin anderthalb Jahre älter als du, also benimmt dich auch außerhalb vom Club!" Alle außer Jungkook lachten laut, er stimmte allerdings kurz danach auch mit ein.

    Sugas Sicht
    Wir hatten es uns nach dem Frühstück zusammen auf dem Sofa bequem gemacht. Yumi hatte ihre Beine links von sich angewinkelt und hatte sich an Jungkook gelehnt.
    Die Beiden wirken so vertraut, als würden sie sich schon jahrelang kennen. Immer, wenn sie bei Jungkook ist, blüht sie richtig auf. Nur er kann sie wirklich zum Lachen bringen, und ich denke, dass das auch vorerst so bleiben wird.
    Mich machte es glücklich, dass Yumi die Zeit mit uns genoss. Ihr gefiel die Überraschung wirklich gut.

    Am Vormittag spielten wir Videospiele auf verschiedensten Konsolen. Jungkook flüsterte Yumi etwas ins Ohr, weswegen sie entrüstet einatmete und ihn geschockt ansah. Dann musste sie plötzlich laut lachen. Ich lächelte leicht. Dann hielt sie sich allerdings kurz die Seite, was nur ich bemerkte.
    Darüber rede ich nachher noch einmal mit ihr... Es geht nicht, dass ihr der Bauch immer noch weh tut, sie aber niemandem davon erzählt...

    Um dreizehn Uhr klingelte plötzlich Yumis Handy. Nur Jungkook konnte sehen, wer anrief. „Geh schon ran!", ermutigte er sie, weswegen sie zögerlich auf den grünen Hörer drückte.

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    ((unli))Yumis Sicht((eunli)) Ich begrüßte meine Eltern auf deutsch. Die Auflösung ihrer Gesichter war nicht wirklich gut, was mich aber nicht stör



    Yumis Sicht
    Ich begrüßte meine Eltern auf deutsch. Die Auflösung ihrer Gesichter war nicht wirklich gut, was mich aber nicht störte.
    „Wo bist du, Yumi?", fragte mich meine Mutter. Ihre Stimme klang sehr blechern, was auch daran liegen könnte, dass sie am anderen Ende der Welt in ihrer Küche saß. Jungkook neben mir befand sich noch nicht in ihrem Sichtfeld, weshalb ich alles von Anfang an, aber sehr verkürzt, erklärte: „Ich habe ja meinen Job verloren, weswegen ich eine neue Wohnung brauchte. Dann habe ich das super Angebot von einer WG bekommen: Kostenlos, ein Zimmer mit eigenem Bad." Auch meine Vater sah mich geschockt an. „Kostenlos? Hast du das Kleingedruckte gelesen?", fragte er geschockt. „Ja, keine Sorge.", lachte ich. „Und wo sind deine Mitbewohner?", fragte meine Mutter jetzt auf koreanisch. „Die sitzen wie Kleinkinder vor mir auf dem Boden. Und sehen mich aus großen Glubschaugen an." Den letzten Satz sagte ich wieder auf deutsch, um die ‚Kleinkinder' zu ärgern. Tatsächlich saßen sie alle, bis auf Jungkook, vor mir auf dem Teppich in einem Halbkreis, um meinem Telefonat zu folgen. Nur Yoongi lang quer über den Teppich und hatte seinen Kopf auf Jimins Schoß platziert. „Na dann zeig sie uns mal.", meinte jetzt auch mein Vater auf koreanisch.
    Der Jüngste reckte seinen Hals, sodass sein Gesicht auf dem Bildschirm auftauchte. „Guten Tag!", begrüßte er meine Eltern breit lächelnd. Ich beugte mich ein wenig nach vorne, um mein Handy an die Blumenvase auf dem Tisch zu lehnen. Das Bild stockte kurz, als sich plötzlich alle gleichzeitig zur Kamera drehten und winkten. Nur Yoongi regte sich nicht. „Du wohnst also alleine mit sechs Männern in einem Haus?", fragte meine Mutter ungläubig. „Nein.", sagte Yoongi und streckte lustlos eine Hand in die Luft und zeigte meinen Eltern, dass wir zu acht waren. „Mit sieben Männern.", sagte er, während mit Schwung nach oben kam. „DU?", riefen meine Eltern gleichzeitig. Namjoon schaltete sich kurz in das Gespräch ein: „Ihr kennt euch?" „Ja, wir haben ihn im Krankenhaus getroffen. Da wirkte es aber nicht so, als würden sich die beiden gut verstehen...", erklärte meine Mutter.„Verstehe. Ich bin Namjoon." Er streckte seine Hand in die Richtung des Bildschirms, woraufhin er verstört zu seiner Hand sah und diese langsam zu Boden sinken ließ. Lachend stellten sich auch die Anderen vor, allerdings ohne nach einem digitalen Händeschütteln zu fragen.

    „Wir müssten in ein paar Minuten auflegen, weil wir ja noch zur Arbeit müssen.", sagte meine Mutter lächelnd, nachdem wir circa eine Stunde lang geredet hatten. Ich antwortete auf deutsch: „Okay! Dann bis nächste Woche... Ich rufe euch dann an, okay?" „Ja, dir noch einen schönen Geburtstag, Kleine!"


    „JUNGKOOK?", rief ich laut aus meinem Zimmer raus. „Ja?", kam es einen Moment später von meiner Zimmertür. „Ich weiß nicht, was ich anziehen soll.", quengelte ich scherzhaft. Er betrat schmunzelnd mein Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Dann trat er neben mich an den Schrank und sah sich alles an. Als er unten eine Schublade aufmachen wollte, hielt ich gerade noch rechtzeitig mein Knie dagegen. „Nichts, was dich zu interessieren hat.", sagte ich nervös. Er lachte. „Und wenn schon."
    Das. War. Knapp. Er muss ja nicht gleich meine Unterwäsche sehen...
    „Du hast kein Kleid?", fragte Jungkook, nachdem er sich alles ein zweites Mal begutachtet hatte. „Nein..." „Es ist recht ungewöhnlich für ein Mädchen ohne Kleid in einen Club zu gehen, aber ich finde es cool." Mit den Schultern zuckend griff er in das oberste Fach meines Schrankes und zog Donghaes Top raus. Dazu nahm er eine schwarze weite Hose und sah sich diese genauer an. „Hast du so eine Kette zu der Hose?", fragte er mich und zog mit seinem Finger eine Linie auf der Hüfte der Hose. „Ja, warte kurz..." Ich zog eine kleine Schublade auf und zog sie heraus. Jungkook griff ebenfalls nach etwas und sagte, als ich die Schublade wieder geschlossen hatte: „Perfekt."

    „Das sieht super aus." Jungkook drehte mich ein Mal an seiner Hand. Ich trug das rote Top von Donghae. Dazu hatte ich die Hose mit einem Gürtel mit Lochnieten an, welcher gut zur Kette passte. Meine immer noch gelockten Haare hatte ich zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. „Wie spät ist es?", fragte er. Ich sah auf mein Handgelenk. Da sich dort keine Uhr befand, schnalzte ich mit der Zunge und sah auf mein Handy. „Schon halb elf. Wir müssten genau jetzt unten sein." Direkt nachdem ich den Satz ausgesprochen hatte, rief Jin aus dem Wohnzimmer: „KOMMT IHR IRGENDWANN NOCH?" Hastig griff ich zu meiner Handtasche mit meinem Handy und meinem Geld und folgte Jungkook aus meinem Zimmer.

    Als ich unten ankam, wurde es plötzlich ruhig. Niemand sagte mehr etwas, alle beobachteten mich. „Haut euch ihr Anblick ernsthaft so um?", fragte Jungkook teils belustigt, teils verstört. Niemand antwortete. „Erwacht ihr irgendwann noch aus eurer Starre?", fragte ich nun ein bisschen genervt. „Äh- ja, klar.", stotterte Namjoon. „Steht dir. Sehr.", setzte er noch hinten ran. „Danke."

    Auf dem Hinweg lief ich neben Jimin. Er beschwerte sich die ganze Zeit bei mir. „Warum muss ich denn nüchtern bleiben? Dieses Losen kotzt mich an! Da will man ein Mal feiern gehen, darf man keinen Alkohol trinken!", redete er sich in Rage. Ich drehte mich zu den Anderen um und sagte rückwärts laufend: „Ich bleibe nüchtern. Jimins Quengelei nervt." Tae antwortete mir sofort: „Du hast da was nicht verstanden, Yumi." „Das da wäre?" „Es soll jemand wegen dir nüchtern bleiben. Nicht, dass dich der nächstbeste Typ mitschleift. Und in dem Outfit", er er sah an mir ab und wieder auf, „passiert das schneller als du ‚Hallo' sagen kannst."
    Okay, das war unerwartet und unangenehm... Heißt, sie haben irgendwann über mich gesprochen...
    Plötzlich meldete sich Yoongi zu Wort: „Und ich verstehe immer noch nicht, warum ich nicht nüchtern bleiben kann." „Es gibt wirklich einen Freiwilligen und ich höre mir die ganze Zeit an, wie sich Jimin aufregt?" Alle lachten. „Wir würden Yoongi doch sonst nie auf die Tanzfläche bekommen..." Yoongi verpasste Jin einen Tritt gegen sein Schienbein und sagte: „Da würdest du mich mit zwei Promille noch nicht raufbekommen." Namjoon mischte sich wissend ein: „Das stimmt allerdings." „Was haben wir verpasst?", fragte Jungkook, der mittlerweile neben mir stand.
    Mir ist gar nicht aufgefallen, dass wir stehen geblieben sind.
    Vielleicht sollten wir irgendwann noch weitergehen, sonst wachsen wir hier noch fest.
    Belustigt sprach ich meinen letzten Gedanken aus. „Allerdings.", antwortete J-Hope und setzte sich in Bewegung.

    Wir liefen den Berg weiter runter und bogen nach einer Weile nach links in eine Gasse ab. Die Bässe dröhnten schon von Weitem in meine Ohren und jagten mir eine Gänsehaut über meine Arme. Wir hatten uns schlussendlich doch darauf einigen können, dass Yoongi nüchtern bleiben würde. An dem Eingang des Clubs angekommen, zeigten wir kurz unsere Ausweise und betraten den teuer aussehenden Club.


    Hi!

    Ich hoffe, euch hat das Kapitel gefallen! Wenn ihr genau wissen wollt, wie Yumis Outfit aussieht, könnt ihr euch das Bild oben noch einmal genau angucken!

    LG SugaDerStein

    35
    ((red))((unli))INFORMATION((eunli))((ered)) ((purple)) ((bold))Hi! Ich bin für die nächsten zwei Wochen im Ausland und komme deswegen nur selten auf
    INFORMATION

    Hi!

    Ich bin für die nächsten zwei Wochen im Ausland und komme deswegen nur selten auf diese Internetseite rauf. Vor ein paar Stunden hat es jedenfalls nicht funktioniert. Ich schreibe diese Fanfiction selbstverständlich trotzdem weiter, werde sie aber voraussichtlich nur auf Wattpad hochladen. Hier ist der Link: https://my.w.tt/whMO9RzZi8. Viel Spaß! Wenn ihr wollt und einen Account habt, könnt ihr mir auch dort Feedback in die Kommentare unter ein Kapitel schreiben.

    LG SugaDerStein





    Den Platz nutze ich jetzt mal als Danksagung:

    Danke! @Emily W.

    Ich wollte kurz noch einmal ansprechen, dass ich irgendwie ein riesen Fan von deinen Fanfictions war (und noch bin) und mich gefreut habe, dass wir am selben Tag eine Fanfiction angefangen haben. Als du dann auch noch einen Kommentar bei mir geschrieben hast, war ich unfassbar glücklich! Deine Fanfictions generell sind wirklich super. Die Storylines, die Charaktere, die Schreibweise und die Stilmittel! Also danke noch einmal für deine Unterstützung, sie bedeutet mir wirklich viel!

    Danke auch noch einmal an Nachtbrise. Du gibst mir wirklich gutes Feedback!

    Ich bin natürlich auch froh darüber, dass ich noch mehr Feedback-Schreiber habe, aber Nachtbrise und Emily W. sind schon von Anfang an dabei!

    Merci.
    Gracias.
    Thanks.
    Danke.

    LG SugaDerStein




    Hi!
    Ich bin jetzt auf die Website gekommen. Ich glaube, dass man auch den Wattpad-Link nutzen kann, wenn man keinen Account hat. Man kann dort dann nur leider kein Feedback geben.
    LG SugaDerStein





    DAS KAPITEL
    Sugas Sicht
    Sofort begrüßte uns die schwüle, nach Alkohol riechende Luft. Wir steuerten sofort die beleuchtete, große Bar an. Ich ließ mich auf einen Hocker nieder, der kurz wackelte, bevor ich endlich ruhig saß.
    Diesen Ort werde ich heute nicht mehr verlassen.
    Yumi hatte sich neben mich gesetzt und hielt mit ihrer linken Hand einen weiteren Hocker für Jungkook frei. Dieser bestellte sich sofort einen Cocktail, was Yumi ihm gleichtat. Da sie mich nicht sofort hörte, stupste ich sie an und wiederholte mein Gesagtes: „ICH WOLLTE NUR SAGEN, DASS ICH DICH NICHT NACHHAUSE TRAGEN WILL!" Sie grinste nur. Und formte mit dem Mund: „Keine Sorge." Nun hatten sich auch die Anderen zu uns an die Bar gesellt und wir saßen wie Hühner auf der Stange an der Bar aufgereiht. Alle sahen sich mit ihrem Cocktail in der Hand die tanzenden Leute an, während ich in mein Wasserglas starrte.
    Warum sagt mir niemand, dass es hier keine alkoholfreien Cocktails gibt? Und warum gibt es nur Leitungswasser? Naja, so muss ich wenigstens nicht verdursten.
    Plötzlich tippte mich Yumi an und deutete zu den Anderen, die schon aufgestanden waren und eine der Lounges etwas weiter entfernt ansteuerten. Ich folgte ihnen zum weißen Ledersofa und ließ mich auf den letzten freien Platz fallen. Das Polster war härter als gedacht, weshalb ich kurz aufstöhnte.
    Was erwarte ich auch von einem noblen, schicken Sofa? Entweder du bist bequem oder hübsch... Hier wohl eher Letzteres.

    Da auf meinem Glasboden nur noch wenige Tropfen des Wassers zu den Bässen der Musik vibrierten, lehnte ich mich zu Jimin. „Ich gehe mir eine Cola oder so holen.", sagte ich auf mein Glas deutend.
    Irgendwie muss ich ja auch wach bleiben.
    „HABEN SIE COLA?“ Eine knapp bekleidete Frau lehnte sich auf die Bar, sodass ich ihr direkt in den Ausschnitt gucken konnte. Sie grinste mich komisch an. „MIT ODER OHNE SCHUSS?" „DEFINITIV OHNE!“ „ICH BRINGE DIR DEN DANN. DU SCHEINST SÜßE BEGLEITUNG ZU HABEN.“, duzte sie mich konsequent, während sie Jungkook zuzwinkerte, der uns beobachtete. Dieser rollte nur mit den Augen. „Das wird heute nichts mehr.“, sagte ich lauter als beabsichtigt.
    Oh, sie hat mich gehört. Ach, egal.
    Ich bahnte mir den Weg zurück zur Lounge durch die immer größer werdende Menschenmenge durch. Als ich endlich das Sofa wieder unter mir spürte, meldete sich auch schon eine mir bekannte Stimme. Die Barkeeperin war zwar deutlich später als ich losgegangen, allerdings war sie geübt, gegen die Masse anzukommen. Sie beugte sich extra weit zu uns herunter, damit wir noch einmal schön ihre Oberweite sehen konnten. Jungkook, der gerade die Überreste seines Getränkes mit einem Strohhalm versuchte auszuschlürfen, verschluckte sich. Er hustete laut, weshalb die Frau einen Schritt auf ihn zu ging und ihm auf den Rücken klopfte. Dabei kam sie ihm ziemlich nah, was Jungkook nicht wollte. Man sah es ihm an, dass er von der Frau verstört war und versuchte, aus der Situation zu entkommen. „Geht schon wieder. Danke.“, meinte er harsch. „Wenn Sie uns jetzt bitte alleine lassen würden.“
    Als sie endlich den Bereich verlassen hatte atmeten wir alle auf. Die anderen Sieben widmeten sich wieder ihrem Gespräch, während ich die Frau weiter beobachtete. Sie beugte sich bei mehreren Personen weit runter, allerdings nie weiter als bei Jungkook.
    Es ist ihr Job, die Kunden hier zu halten, man kann es aber auch übertreiben.
    Mittlerweile war sie an einer Lounge, an der sie sogar einen Mann an seiner Krawatte zu sich zog, um ihn dann sofort wieder loszulassen und zurück auf das Sofa zu schubsen. Seine Freunde grölten betrunken und klopften ihm auf die Schulter. Ich schüttelte mich kurz und beteiligte mich an dem Gespräch der Anderen.

    „Geht auf's Haus.“, meinte die Frau zwinkernd, als sie nach circa zehn Minuten wieder bei uns, beziehungsweise bei Jungkook, auftauchte. Sie hatte ihm einen aufwendigen Cocktail gebracht und machte sich wieder an ihn ran. Langsam wurde uns es allen zu viel. Jemand räusperte sich. „Er ist an mich vergeben.“ Die Frau blickte zwischen den Beiden hin und her und drehte dann, ohne ein weiteres Wort zu sagen, ab. Den Cocktail nahm sie wieder mit. Namjoon warf, ebenso verwirrt wie alle Anderen, in die Runde: „Jungkook? Jimin? Habt ihr uns irgendwas zu sagen?“ „Nein. Sie ging mir nur, um es harmlos auszudrücken, ziemlich auf den Keks.“, erklärte Jimin, um ein einfaches „Ah.“ von Namjoon zu erhalten. Yumi sagte von der Situation belustigt, aber gleichzeitig ernst: „Sie beobachtet euch noch. Ihr müsst euch wie ein Paar verhalten.“ „Ich küsse Jimin deifintiv nicht.“ „Dann geht halt wenigstens zusammen tanzen.“ Beide seufzten, erhoben sich aber trotzdem und gingen Hand in Hand zusammen zur Tanzfläche.

    In der letzten halben Stunde waren auch Namjoon, Jin, V und Hobi zur Tanzfläche gegangen. Namjoon und Jin zwar nicht sonderlich freiwillig, aber immerhin hatten sie mittlerweile ihren Spaß. Yumi saß noch neben mir. „Willst du nicht tanzen gehen?“ „Sehe ich so aus, als könnte ich tanzen?“, versuchte sie zu kontern. „Ja, schon.“ Yumi schnaubte. „Menschen beobachten ist viel besser.“ „Und was, wenn ich mit auf die Tanzfläche kommen würde?“ Sie sah mich an und hob eine Augenbraue. „Würdest du wirklich tanzen gehen?“, fragte sie mich ungläubig, woraufhin ich sagte: „Wenn ich dich damit zum Tanzen bekomme, ja.“ „Wenn ich einen Cocktail mehr intus habe...“ Ich stand auf, um ihr einen Cocktail an der Bar zu bestellen. Yumi stellte sich ebenfalls hin, drückte mich wieder auf das Sofa und sagte ein bisschen beleidigt: „Ich kann mir den schon selber holen.“ Damit verließ sie die Lounge und ließ mich alleine zurück. Die ganze Zeit, in der sie sich ein Getränk bestellte und nach einem Wortwechsel in Richtung der Toilette verschwand, beobachtete ich sie. Die Frau wandte sich ihrem Kollegen zu, der mir noch gar nicht aufgefallen war. Er hatte schwarze Haare, die ihm in Stränen ins Gesicht fielen. Dadurch konnte man seine Augen nicht sehen, was seine Erscheinung noch einmal um Einiges unheimlicher machte. Mit dem fertigen Cocktail in der Hand kam er auf mich zu. Er war ein paar Centimeter größer als ich und wirkte gut gebaut.
    Bestimmt liegen dem hunderte Mädchen zu Füßen, wenn er nur ein Wort sagt.
    „Hübsche Begleitung hast du. Wo hast du die denn aufgegabelt?“, Ich kniff die Augen zusammen und sah zu ihm hoch. „Wüsste nicht, was Sie das anzugehen hat.“
    Also hier sind echt nur unangenehme Barkeeper.

    Gerade als der Mann wieder hinter der Theke verschwunden war, kam Yumi wieder. Mein Blick lag allerdings noch auf dem Mann. Seiner auf Yumi. Er checkte sie mehrmals aus und sah immer wieder zwischen der Person, die geradewegs auf mich zukam, und mir hin und her. Sie schien seinen Blick zu bemerken und drehte sich zu ihm um. Nur für einen kurzen Moment blickte sie ihn an, drehte sich wieder um und kam mit deutlich verschnellerten Schritten zu mir. Sie schien aufgeregt und erschrocken, weshalb ich ihr beruhigend eine Hand auf den Rücken legte. Ich zog diese schnell weg, da sie stärker als sonst zusammenzuckte. Ich beugte mich vor, um in ihr Gesicht zu sehen und fragte: „Alles okay?“ Yumi nickte nur und trank mit großen Schlücken ihren Cocktail, der somit nach einer Minute bereits leer war. Ohne mich anzusehen stand sie auf, griff nach meiner Hand und zog mich in Richtung Tanzfläche. Die Luft wurde, je näher wir kamen, immer schlechter und dicker. Wir gingen an der Tanzfläche vorbei und steuerten den Ausgang an.
    Warte- wollten wir nicht tanzen gehen?
    Ich hielt verwirrt an. Yumi drehte sich um und meinte: „Ich möchte gehen.“ „Ich kann die Anderen aber nicht alleine lassen. Wie sollen die betrunken denn nachhause kommen?“ Yumi schnaubte, ging dann aber doch zur Tanzfläche. „Wo ist Jungkook?“, fragte sie mich gerade noch laut genug. Da ich größer als sie war, sah ich mich um. Er tanzte tatsächlich noch mit Jimin zusammen, der mit ihm schon vor einer Weile zum Tanzen verschwunden war. Ich schmunzelte. „Der tanzt immer noch mit Jimin. Es scheint ihnen Spaß zu machen.“ Je näher wir den Boxen kamen, desto lauter redeten wir. Yumi grinste und sagte: „Na, die Beiden lassen wir mal lieber alleine. Siehst du die Anderen?“ „Nein, leider nicht. Die sind wahrscheinlich auf einem anderen Floor.“ „ES GIBT NOCH MEHR?“ Ungläubig sah mich Yumi an. „ALLERDINGS.“ „WENN DU SCHON NOCH HIER BLEIBEN WILLST, DANN BESTEHE ICH ABER DARAUF, DASS WIR UNS NICHT WEITER DURCH DIE MASSEN KÄMPFEN, SONDERN HIER BLEIBEN.“ „OKAY, MADAME.“ Erhobenen Hauptes hakte ich mich bei ihr ein und zusammen verschwanden wir in der Menschenmenge. Ich merkte, wie Yumi neben mir lachte, weswegen ich lächelte.

    Zwanzig Minuten lang bewegten wir uns schon notgedrungen zum Takt der Musik.
    Zum Glück stehen wir in der Mitte, so sieht uns keiner. Außerdem werden wir da von anderen bewegt, also kein großer zusätzlicher Kraftaufwand.
    In dem Moment, in dem der Bass ein weiteres Mal einsetzte, hielt sich Yumi plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Kopf. Da sie sich schon an den Kontakt gewöhnt hatte, legte ich meine Hände auf ihre Schultern und beugte mich zu ihr, damit sie mich verstehen konnte. „Hast du Kopfschmerzen?“ „Bring mich einfach nach Hause. Bitte.“

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    Ich nahm sie an die Hand und zog sie durch die Menschen von der Tanzfläche runter und lief zu einem ruhigeren Ort. Mich vor sie knieend fragte ich:



    Ich nahm sie an die Hand und zog sie durch die Menschen von der Tanzfläche runter und lief zu einem ruhigeren Ort. Mich vor sie knieend fragte ich: „Was ist denn?“ „Ich hab Kopfschmerzen. Außerdem-“ Plötzlich kniff sie ihre Augen zusammen. Ihr Griff um meinen Arm wurde fester und sie hielt sich erneut den Kopf. Nur mit Schwierigkeiten konnte sie ihr Gleichgewicht halten, weshalb ich sie an mich zog, sodass sie ihren Kopf an meine Schulter lehnen konnte. Nachdem sie sich wieder beruhigt hatte, löste ich mich von ihr und führte sie vorsichtig nach draußen. „Also. Was hast du außerdem?“ Ich kniete mich hin, um Yumi in ihr Gesicht zu sehen. „Nichts. Ich bin glaube ich nur übermüdet.“
    Ich weiß, dass sie lügt. Ihr ist offensichtlich schwindelig... Aber gut, sie wird ihre Gründe haben, mir es nicht zu verraten. Laufen kann sie jedenfalls nicht bis nachhause... Ein Taxi ist zu teuer... Dann trag ich sie halt...
    „Ich trage dich nachhause.“, legte ich fest. „Also trage ich doch jemanden nachhause...“, fügte ich leise hinzu. Yumi antwortete nicht wirklich, sondern flüsterte nur ein „Danke.“

    Mit meiner Hilfe schaffte sie es auf meinen Rücken, wo sie ihre Arme um meinen Hals legte, um sich zu halten. Yumi war nicht sonderlich schwer. Ich fühlte die Pflastersteine durch meine Schuhsohlen, als ich Yumi aus der spärlich beleuchteten Gasse trug. Yumi war verstummt und konnte ihre Augen schwer offenhalten, was ich bemerkte, als Ich kurz in ihr Gesicht auf meiner Schulter blickte. „Alles okay, Yumi?“ In dem Moment, in dem ich die Frage ausgesprochen hatte, schloss Yumi plötzlich ihre Augen ganz und jede Spannung ihres Körpers verschwand. „Scheiße. Yumi? YUMI?“ Hektisch sah ich nach, ob sie noch lebte. Tatsächlich atmete sie normal aus und ein. Nur zur Sicherheit fasste ich ihr außerdem noch an das Handgelenk. Ihr Puls war erhöht, aber immerhin hatte sie überhaupt noch welchen. Nachdem ich kurz durchgeatmet hatte, fiel mir ein, dass alle anderen noch im Club waren.
    Egal, ich schreibe ihnen einfach kurz. Wir haben ja auch noch einen Chat ohne Yumi...

    Angestrengt ließ ich Yumi auf einer Bank ab und setzte mich sofort neben sie, um ihren Kopf auf meiner Schulter zu platzieren. Dann zog ich mein Handy aus meiner Hosentasche. Mir fiel auf, dass schon spekuliert wurde, wo Yumi und ich waren.

    [HEUTE]
    Jinnie
    < Ey Leute! ~00:15
    Joon
    < Wir stehen neben dir! ~00:16
    Jinnie
    < Aber nicht alle! ~00:16
    Taeee
    < Stimmt... Yumi, Yoongi, Jimin und Kookie fehlen... ~00:16
    Hobi
    < 🤔😏 ~00:16
    Taeee
    < Also Jimin und Kookie sind da hinten ~00:16
    Hobi
    < Und Yumi und Yoongi?🤨 ~00:17
    Joon
    < Sollten wir uns Sorgen machen? ~00:17
    Hobi
    < Oder euch alleine lassen?😉 ~00:17
    Taeee
    < Er ist ein bisschen drunk, sorry Yoongi ~00:17

    Da Hoseok wieder anfing, zu schreiben, antwortete ich schnell.

    Ich
    < Schreib jetzt nichts Falsches, @Hobi! ~00:17
    < Also:
    1. Was habt ihr Hobi gegeben, dass er sooo denkt und sogar den Zwinker-Emoji benutzt?
    2. Nein, wir haben uns kein Zimmer oder Ähnliches genommen (an Hobi!)
    3. Wir sind auf dem Heimweg, beziehungsweise ich, Yumi schläft. (Keine Ahnung warum, ich trage sie jetzt noch den Rest) ~00:18
    Joon
    < Okay, Gute Nacht✨ ~00:18

    Ein wenig genervt schaltete ich mein Handy wieder aus, ließ es zurück in meine Hosentasche fallen und erhob mich vorsichtig von dem kalten Holz. Mit Mühe bekam ich Yumi wieder auf meinen Rücken und legte meinen Weg bergauf zu unserem Dorm fort.

    Auf dem letzten paar Metern vor dem Haus verlangsamte ich meine Schritte, um meinen Schlüssel in den Tiefen meiner Hosentaschen zu suchen. Als ich das kalte Metall an meinen Fingerspitzen fühlte, fiel mir ein Stein vom Herzen und ich zog den Schlüsselbund hervor. Mühselig steckte ich den passenden Schlüssel in das Schloss und drehte in ein Mal um die eigene Achse. Die Tür öffnete sich mit einem Klicken und ich stieß sie mit meinem linken Fuß auf. Die Tür hinter mir schlug ich ohne Bedenken zu.
    Oh- Ist Yumi aufgewacht?
    Sie schlief noch tief und fest. Erleichtert atmete ich auf und nahm die erste Treppenstufe nach oben. Meine Waden und Fußgelenke Taten mittlerweile weh, meine Arme und Schultern schmerzten auch. Mein Rücken war auch sehr belastet, weshalb ich unendlich froh war, als wir Yumis Zimmer betraten. Da ich meine Hand nicht vor Augen sehen konnte, schaltete ich mit meinem Ellenbogen das Licht an. Yumi regte sich zum Glück nicht. Durch das Licht konnte ich die Frau auf meinem Rücken ohne Probleme in ihr Bett legen. Dort deckte ich sie behutsam zu und lief zum Fenster, um ein bisschen Kälte Nachtluft in das stickigen Zimmer zu lassen.
    Mein Hals fühlte sich wahnsinnig trocken an, weshalb ich mit schnellen Schritten in die Küche ging, mir ein Glas Wasser holte und zurück in den ersten Stock lief. Warum mich meine Schritte zu Yumi ins Zimmer und nicht in mein eigenes trugen, weiß ich nicht. Als mein Blick wieder auf Yumi fiel, stutzte ich.
    Komisch, sie hat sich nicht im Geringsten bewegt, seit ich sie abgelegt habe. Sie scheint sehr tief zu schlafen... Stopp. Was, wenn sie gar nicht schläft, sondern-
    Panisch stolperte ich zum Bett, stellte mein Glas ab und beugte mich über sie. Ihr Atem schlug mir entgegen. Ich fasste mir an mein Herz, um mich von meinem kleinen Schock zu erholen.
    Ich setzte mich neben sie und striff meine Schuhe ab.
    Hier ist es kälter als ich dachte... Ich gehe einfach kurz mit unter die Decke, dann schreibe ich eine Nachricht und schlafe dann bei mir.
    Gähnend nahm ich mein Handy.

    Ich
    < Wir sind da ~00:43

    Ohne auf den vorherigen Chatverlauf zu achten, drückte ich auf den Knopf um die Nachricht abzusenden. Nur wenige Momente später glitt mir mein Telefon aus den Händen. Dass es kurz danach mit einem Scheppern auf den Boden krachte, entging mir. Ich schlief schon fest.



    Hey!

    Es tut mir wirklich wahnsinnig leid, dass so lange kein Kapitel mehr kam! Ich bin immer noch im Urlaub, am Mittwoch geht es dann im Zug zurück. Vielleicht kommt am Freitag oder früher noch ein Kapitel. Vielleicht aber auch nicht, weil ich relativ viel zum die Ohren haben werde. (Geburtstag und Einschulung eines meiner Geschwisterteile, mein Schuljahresbeginn etc.)

    Jedenfalls finde ich das 36. Kapitel gut gelungen, es zählt sogar zu meinen Lieblingskapiteln. Wie findet ihr es?

    LG SugaDerStein

    37
    ((unli))Namjoons Sicht((eunli)) „Yoongi und Yumi sind mittlerweile Zuhause.“, sagte ich zu Tae. Jin und Hoseok saßen neben uns. Wir hatten keine



    Namjoons Sicht
    „Yoongi und Yumi sind mittlerweile Zuhause.“, sagte ich zu Tae. Jin und Hoseok saßen neben uns. Wir hatten keine Lust mehr gehabt zu tanzen, weswegen wir wieder in der Lounge saßen.

    Es war fast zwei Uhr und Hoseok fast nicht mehr ansprechbar, weshalb wir uns entschieden, den Heimweg anzutreten. Jungkook und Jimin konnten wir zwischen den anderen Personen nicht mehr erkennen, weswegen wir einfach den Club verließen.

    Am nächsten Morgen wachte ich erst mittags auf. Mit leichten Kopfschmerzen wollte ging ich nach unten. Dort traf ich niemanden an.
    Schlafen alle noch? Ich gehe mal gucken...

    Jin schlief ruhig in seinem Bett, weshalb ich leise das Fenster aufmachte. Als nächstes betrat ich Taes Zimmer, welcher sich gerade den Schlaf aus den Augen rieb. „Guten Morgen.“, begrüßte ich ihn. Mit krächziger Stimme antwortete er: „Morgen. Schlafen alle noch?“
    „Glaube schon... Ich wollte gerade gucken gehen. Kommst du mit?“ Ein Nicken später hielt ich ihm meine Hand hin, an der er sich ächzend hochzog.

    J-Hope schlief tief und fest. Er regte sich nicht das geringste bisschen, als V sich seinen Zeh am Türrahmen stieß und fluchend auf einem Bein hüpfte. Mein Lachen unterdückend gingen wir zu Yoongi ins Zimmer. Sein Bett war unberührt. „Wahrscheinlich doch bei Yumi im Bett.“, sagte Tae mit einem gewissen Unterton. „Was nichts zu bedeuten hat, Tae!“
    Bei Jimin im Bett lag noch eine andere Person: Jungkook hatte sich von hinten an Jimin gekuschelt und einen Arm um ihn gelegt. Ich sah die beiden erstmal komisch an, sagte dann aber: „So haben die Beiden aber schon öfters gelegen.“ „Ich und Jimin auch, kein Grund zur Sorge.“
    „Der Esel nennt- Aua!“ Taehyung hatte mir kräftig auf den Oberarm gehauen. Ich trat ihm als Revanche gegen sein Schienbein und bevor er sich ein weiteres Mal rächen konnte, flüchtete ich aus dem Zimmer.

    Tatsächlich lag Yoongi bei Yumi. Sie hatten sich vom jeweils Anderen weggedreht, sodass sie Rücken an Rücken lagen. „Sicher, dass das nichts zu bedeuten hat?“ „Yumi hat noch ihre Schuhe an. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nichts passiert ist.“ Mein Blick fiel auf Yoongis Handy, was mit der Vorderseite nach unten auf dem Boden lag. „Yoongi wollte bestimmt noch einmal gucken, ob es Yumi gut geht und ist dann plötzlich neben ihr eingeschlafen und hat sein Handy fallen gelassen. Mitten in der Nacht ist er aufgewacht, hat sich ohne nachzudenken zugedeckt und ist wieder eingeschlafen.“, vermutete ich. „Macht Sinn. Warum bist du so schlau?“ Ich antwortete ihm nicht sondern lief an ihm vorbei nach unten ins Wohnzimmer.

    Taehyung und ich fingen gemeinsam an, zu kochen. Als wir gerade fertig waren, stand Jin plötzlich hinter uns. Ich schrie auf. „Bist du bescheuert, mich so zu erschrecken?“ Ohne mir zu antworten, nahm er mir den Kochlöffel aus der Hand, den ich vor Schreck hochgehalten hatte. Er kostete streckte einen Daumen in die Höhe und fragte: „Wer hat das gekocht?“ Taehyung antwortete für mich, da ich immer noch Jin verwirrt ansah, der mit den Kochlöffel wieder in die Hand gedrückt hatte „Wir beide.“
    „Nicht schlecht. Ich decke dann mal den Tisch.“

    „Morgen.“ Yoongi streckte sich gähnend. Es war fast schon um eins, allerdings saßen Jin, Tae und ich noch am Frühstückstisch. „Wie war es bei Yumi im Bett?“, fragte der Jüngste von uns schamlos, weshalb sich Jin verschluckte. „Du hast bei Yumi geschlafen?“, hakte er nach, nachdem er sich beruhigt hatte. „Ja, und es war nichts Besonderes. Ich hab sie ja nicht mal berührt.“

    J-Hopes Sicht
    Allein meine Augen aufzuschlagen, tat weh. Schwindelnd rollte ich mich zu meinem Bettrand und setzte einen Fuß nach dem anderen auf den kalten Boden.
    So einen Kater hatte ich noch nie. Ich weiß nicht mal mehr, wie ich hierher gekommen bin...

    „Guten Morgen.“, begrüßte ich alle anderen, die schon im Wohnzimmer saßen. „Haben wir irgendetwas gegen Kopfschmerzen?“, schob ich hinterher. Yoongi erklärte mir, wo sich seine Tabletten befanden. Als ich gerade zu seinem Badezimmer gehen wollte. Sprang er auf und meinte nervös: „Warte! Ich hole sie dir schon.“ Verwundert sah ich ihm nach. „Was war das denn?“, nahm mir Namjoon die Worte aus dem Mund. „Keine Ahnung.“

    Als am Nachmittag, kurz nach um fünf, endlich auch Jungkook und Jimin die Treppe runter liefen, waren wir vollständig. Alle saßen auf dem Sofa, bis auf Yumi. Jimin schien den gleichen Gedanken zu haben, denn er fragte: „Wo ist Yumi eigentlich? Schläft sie noch?“ Ohne Aufforderung stand Yoongi auf. „Ich gehe mal gucken.“ „Warum genau geht jetzt Yoongi gucken?“ „Ja, hätte ich doch auch machen können.“, stimmte ich Jungkook zu. „Yoongi hat heute bei Yumi geschlafen, also fühlt er sich wahrscheinlich gerade verantwortlich.“, erklärte uns V.
    „Bis wann wart ihr heute noch draußen?“, lenkte Namjoon an Jungkook und Jimin gerichtet vom Thema ab. Die Angesprochenen sahen sich an, lachten kurz und Jungkook antwortete: „Der Club wollte schließen, also nur bis sechs.“ Zwischen Hustern sagte V: „Nur.“ Wir lachten alle und Yoongi kam wieder von oben.
    „Ja, sie schläft noch tief und fest.“

    Im Laufe des Abends wachte Yumi nicht auf, weshalb wir Jungkook beauftragten, bei ihr im Zimmer auf dem Sofa zu schlafen.
    Es kann ja sein, dass sie mitten in der Nachr aufwacht und keine Orientierung mehr hat. Oder irgendetwas anderes passiert.

    Sugas Sicht
    „Jungkook! Wach auf! Wir müssen bald los, es gibt jetzt Frühstück.“, flüsterte ich ihm ins Ohr, da Yumi seit über 24 Stunden immer noch schlief. Er schlug seine Augen auf und ich verließ wieder ihr Zimmer.

    „Findet ihr nicht, wir sollten jemanden hier bei Yumi lassen? Stellt euch vor sie wacht vor dem Mittag von selber auf und ihr geht es richtig schlecht. Dann ist niemand hier.“, warf Namjoon in die Diskussion ein. „Also ich finde, Yoongi hat sich eine Pause verdient. Er arbeitet sehr hart in letzter Zeit. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass-“ „Okay, ich bleibe hier bei Yumi.“, unterbrach ich Hobi und erntete somit verwirrte Blicke.

    Namjoons Sicht
    Mit gesenktem Blick führte sich Yoongi Reis zum Mund.
    Ich mache mir Sorgen um ihn... In letzter Zeit ist er sehr ruhig. Appetit scheint er auch nicht wirklich zu haben. Er hält sich aus den Gesprächen raus, ist schlecht gelaunt und arbeitet viel zu viel... Er hat zwar schon immer so viel gearbeitet, aber neulich ist er nicht einmal nachhause gekommen. Yoongi hat einfach in seinem Studio geschlafen...
    „Ich gehe dann schon einmal nach oben.“, legte Yoongi fest und verschwand mit seinem Teller in der Küche und kurz darauf nach oben.

    „Findet ihr nicht auch, dass sich Yoongi in letzter Zeit komisch benimmt?“, sprach ich meine Gedanken an, als wir zu sechst im Auto saßen. Alle nickten und Hobi vermutete: „Ich glaube, er macht sich immer noch Vorwürfe, wegen dem Unfall.“ „Sicher, dass es nur daran liegt?“, wandte Tae ein. „Etwas anderes fällt mir nicht ein.“, stimmte Jimin Hobi zu. „Ich glaube auch, dass da noch etwas anderes dahinter steckt. Ich werde ihn heute Abend mal fragen.“ Alle stimmten mir mit einem Nicken zu und wandten sich ihren vorherigen Gesprächen zu.

    38
    ((unli))Yumis Sicht((eunli)) Das Licht, was durch meine geschlossenen Augenlider kam, tat weh. Es war mir zu hell, weshalb ich erst eine Weile wach in



    Yumis Sicht
    Das Licht, was durch meine geschlossenen Augenlider kam, tat weh. Es war mir zu hell, weshalb ich erst eine Weile wach in meinem Bett verharrte, bevor ich mit einem Ruck meine Augen öffnete. Sie zogen sich sofort wieder zu, allerdings konnte ich sehen, dass Yoongi an meinem Schreibtisch saß. Mein Kopf dröhnte und ich bezweifelte, normal stehen zu können. „Yoongi?“, rief ich mit verschlafener Stimme.
    Er hört mich nicht, hat wahrscheinlich Kopfhörer auf.
    Ich richtete mich auf und wartete kurz, bis meine plötzlich stark gewordenen Kopfschmerzem wieder ihr normales Level erreicht hatten. Dann stand ich schnell auf. Zu schnell, denn mir wurde schwindelig, kurz schwarz vor Augen und ich spürte den Boden unter mir liegen. „Yumi? Alles okay?“ Yoongi kniete vor mir und half mir, mich hinzusetzen. „Mir ist schwindelig. Und schlecht.“, brachte ich stotternd hervor. „Dann leg dich zurück ins Bett, ich gehe dir Wasser holen. Bevor Jin zur Arbeit gefahren ist, hat er noch etwas für uns beide gekocht.“ „Sie arbeiten am Sonntag?“ „Du hast nicht 12, sondern 36 Stunden geschlafen, Yumi.“

    Als Yoongi wieder zurückkam, versuchte ich eins meiner Problem zu erklären, unterbrach mich aber selber: „Ich kann- Hast du vorhin geweint?“ Ich konnte das erste Mal richtig in sein Gesicht sehen, weshalb ich seine roten, geschwollenen Augen sah. „Nein.“, keifte er und verließ mit schnellen Schritten mein Zimmer, nachdem er das Glas Wasser auf meinen Nachttisch gestellt hatte. Verwundert sah ich ihm nach. Mein Blick fiel auf den Laptop, der noch aufgeklappt war. ‚THE LAST 2‘ hieß das geöffnete Text-Dokument. Leider war kein einziges Wort auf der Seite zu sehen, weshalb ich es versuchte wiederherzustellen. Da es tatsächlich klappte, konnte ich mehrere Stichpunkte und einzelne Zeilen erkennen. Schnell schickte ich mir das Dokument per E-Mail und hinterließ den Laptop wie vorgefunden.

    Zögerlich klopfte ich an die Tür, die zu Yoongis Zimmer führte. „Kann ich reinkommen? Ich muss dir noch etwas sagen.“ Ein zustimmende Brummen später stand ich vor Yoongis Bett und setzte mich auf den Boden, da ich noch starke Kopfschmerzen hatte. „Ich habe keine Ahnung, was am Samstag passiert ist.“, beichtete ich. „Wie?“

    Sugas Sicht
    „Du hast wirklich keine Ahnung, was passiert ist? Was weißt du denn noch?“, fragte ich erschrocken. „Also wir sind in den Club gegangen, haben uns an die Bar gesetzt und ich habe einen Cocktail getrunken. Ab da ist es weg.“ „Wir gehen runter. Da gebe ich dir Tabletten gegen deine Kopfschmerzen und kann dir alles andere erzählen, okay?“ Sie zog sich an meiner Hand hoch und kniff kurz vor Schmerz die Augen zusammen. Als ich ihr unterstützend meine Hand an den Rücken legte, zuckte sie stärker als jemals zuvor zusammen und drehte sich ruckartig zu mir um. „Fass mich nicht an.“, sagte sie mit befehlender Stimme. Ich erhob meine Arme, als würde ich mich ergeben. „Wollte nur nicht, dass du mir umkippst.“ Yumi stöhnte genervt und ließ mich vorbei, damit ich schon einmal dir Tabletten holen konnte.

    „Als wir ein bisschen an der Bar gesessen hatten, sind wir zu einer Lounge gegangen. Dort haben wir noch mehr Cocktails bestellt und die Barkeeperin hat Jungkook angemacht, weshalb Jimin behauptet hat, er sei mit ihm zusammen. Sie, anscheinend homophob, ist wieder zurück zu ihrer Bar gegangen. Dann bist du auf die Toilette verschwunden, nachdem du dir ein Getränk bestellt hast. Ein neuer Barkeeper hat mir den Drink gebracht und mich gefragt, wo ich dich her hätte, oder so.“, erzählte ich, bis mich Yumi unterbrach. „Warum das denn?“ „Weil du angeblich so hübsch bist.“, sagte ich, nicht realisierend, was ich wirklich von mir gab. „Was soll das denn jetzt heißen?“ Ich stöhnte. „Du verstehst aber auch alles so, wie du es verstehen willst, oder?“, entwich ich unbemerkt ihrer Frage. Sie antwortete nicht mehr, weshalb ich endlich fortfuhr: „Er hat dich jedenfalls abgecheckt, weshalb mein Beschützerinstinkt irgendwie durchgekommen ist und wir zusammen auf die Tanzfläche gegangen sind. Dann hättest du plötzlich Kopfschmerzen, hast mich darum gebeten, dich nachhause zu bringen und bist auf meinem Rücken noch eingeschlafen.“ „Du hast mich den ganzen Weg auf den Berg getragen?“ Ich nickte. Sie entschuldigte sich und fuhr fort: „Tut mir leid und danke. Weißt du noch, wie der Barkeeper aussah?“ „Wieso?“ „Ist das wichtig?“, stellte sie als Gegenfrage. „Nein. Groß. Schwarze, etwas längere Haare. Recht hübsch, soweit ich das beurteilen kann.“, erzählte ich kurz und knapp. „Scheiße.“, murmelte Yumi nach kurzer Stille eher zu sich selbst als zu mir. „Was?“ „Überleg doch mal. Warum sollte jemand Kopfschmerzen haben, plötzlich einschlafen und sich später an nichts mehr erinnern können?“ „Ich nehme den Telefonjoker.“ Unamüsiert entgegnete Yumi: „Der wird dir genau eins sagen: K.o.-Tropfen.“
    „Scheiße.“, wiederholte ich Yumis Worte.

    Wie in Trance nahm ich mein Handy und wählte Namjoons Nummer.
    „Namjoon?“ „Ja? Ist Yumi wach?“, begrüßte mich RM am Handy. „Ja, abe-“ „Hallelujah“, fiel er mir ins Wort. „Ich war noch nicht fertig. Sie kann sich nicht mehr erinnern, was passiert ist, nachdem wir an der Bar saßen. Außerdem ist sie wirklich vor einer halben Stunde erst aufgewacht und hat höllische Kopfschmerzen.“
    „K.o.-Tropfen.“ „Vermutet Yumi auch. Was sollen wir jetzt machen?“ „Krankenhaus.“
    „KRANKENHAUS?“, rief ich laut. „Was ist mit Krankenhaus?“, hörte ich Yumi leise aus dem Wohmzimmer rufen. Ich antwortete laut: „Wir beide fahren gleich in das Krankenhaus.“ Nun meldete sich Jin bei Namjoon zu Wort: „Wer fährt ins Krankenhaus?“ Mein eigentlicher Gesprächspartner erklärte es für alle: „Yoongi und Yumi fahren gleich ins Krankenhaus, weil wir glauben, dass Yumi irgendwie K.o.-Tropfen bekommen hat.“ Alle unterhielten sich leise, allerdings konnte ich nur Jungkook verstehen, wie er mich leise bat, mir Yumi zu reichen. Er hatte Namjoon anscheinend das Handy entwendet und sich etwas entfernt, weshalb ihre Stimmen immer leiser wurden. „Ja, klar.“, antwortete ich und hielt Yumi gelangweilt mein Telefon hin. Sie nahm es stirnrunzelnd an und fragte ins Handy: „Ja?“

    Sie unterhielt sich ein paar Minuten mit Jungkook und wurde ein bisschen von ihren Kopfschmerzen abgelenkt. Sie schmunzelte oft, zum Lachen ging es ihr anscheinend noch nicht gut genug. „Yoongi?“, fragte sie plötzlich. „Ja?“
    „Kannst du mir noch etwas zu trinken bringen?“ Ich schnaubte und erhob mich aus dem Sessel. „Immer doch.“ Ich schnappte mir ihr Glas, füllte es auf und lief zurück ins Wohnzimmer, in dem das Gesprächsthema wohl gerade ich war. Jedenfalls hörte ich Jungkook meinen Namen sagen. Nachdem er seine Frage beendet hatte und Yumi gerade zur Antwort ansetzte, nutze ich den Moment aus und stellte das Glas relativ laut auf dem Tisch ab. Daraufhin meinte Yumi, an mich und an Jungkook gleichzeitig gerichtet, sarkastisch: „Herzallerliebst.“
    Ich entschuldigte mich mit einer kleinen Handgeste und lief die Treppen nach oben, um meinen Laptop zu holen.

    Eine Stunde später hatte sich Yumi frisch gemacht, sich etwas neues angezogen und wir standen an der Haustür. „Hast du deinen Ausweis dabei?“ „Sicher doch. Warum setzt du deine Maske auf?“ „Ich darf nicht mit dir gesehen werden. Schon gar nicht, wenn wir mit dem Bus fahren und ich neben dir stehen muss, damit du nicht vor Kopfschmerzen umkippst.“, erklärte ich ihr. „Stimmt, ich hatte deine Amaxophobie vergessen, Entschuldigung.“ „Schon gut. Ich lege jetzt einen Arm auf deine Schulter, okay?“ „Warum fragst du?“
    Ist das ihr Ernst? Sie zuckt bei jeder Berührung zusammen und fragt mich das?
    Anstatt meine Hand auf ihre Schulter zu legen, fand sie Platz an ihrer Taille. Yumi zuckte erneut so stark zusammen wie am Morgen. „Deswegen frage ich. Du zuckst bei jeder Berührung zusammen, falls du es noch nicht bemerkt haben solltest.“ „Ich kann doch nichts dafür!“, wurde sie lauter. „Wer dann?“, meinte ich leise, aber aufgebracht. Yumi antwortete nicht, weswegen ich noch weiter nachhakte: „Bestimmt diese Person, die auch an unserem Unfall die Schuld trägt.“ „Nein, es ist nicht dieselbe Person.“ „Aber dieses Mal hast du nicht abgestritten, dass es bei beiden Sachen eine Person war. Du kannst es als Fangfrage deuten.“ Yumi rollte verletzt mit den Augen und schlug wütend meine Hand von ihrer Taille. Dann lief sie, so schnell wie es mit ihren Kopfschmerzen ging, davon und ließ mich sprachlos zurück.

    39
    Auf dem halben Weg zur Busstation hatte ich Yumi wieder eingeholt. Wir sprachen kein Wort mehr miteinander und stiegen zusammen in den Bus ein. Es gab



    Auf dem halben Weg zur Busstation hatte ich Yumi wieder eingeholt. Wir sprachen kein Wort mehr miteinander und stiegen zusammen in den Bus ein. Es gab keinen Sitzplatz mehr, weshalb ich mich nah neben Yumi stellte, um ihr meinen versprochenen Halt geben zu können. Sie schloss tatsächlich mehrmals hintereinander ihre Augen, was ein Anzeichen für ihre stärker werdenden Kopfschmerzen war. Um Yumi ein wenig zu beruhigen, wollte ich ihr meine rechte Hand auf ihre linke Schulter legen, welche sie allerdings mit funkelnden Augen wieder abschüttelte.
    Genervt legte ich sie hinter ihrem Rücken entlang auf ihre andere Schulter. Dort griff ich etwas harsch zu, damit Yumi sie nicht wieder abschütteln konnte.
    Warum ist sie immer so naiv? Kann sie es nicht einfach mal akzeptieren, dass ich ihr helfen kann? Kann sie nicht einfach aufhören, so viele Geheimnisse zu haben? Warum hat sie Angst vor Berührungen?

    „Nächste Station müssen wir aussteigen.“, erinnerte ich Yumi, die allerdings nicht antwortete. Ohne mich eines weiteren kalten Blickes zu würdigen, stieg sie aus. Draußen schlug uns die Hitze entgegen, weshalb wir kurz stehen blieben. Dann liefen wir zusammen über den großen Parkplatz zu dem Gebäude, in dem wir uns richtig kennengelernt hatten. Die Türen öffneten sich und meine Lungen füllten sich trotz der Maske mit der sterilen Luft des Krankenhauses.

    „Wir müssen vor dem Raum 2.16 warten.“, erinnerte ich Yumi, nachdem wir mit der Dame am Empfang gesprochen hatten. „Ich weiß.“, antwortete sie schnippisch und betrat den Fahrstuhl. Ich folgte ihr und ließ mich angestrengt gegen die Wand fallen. „Meinst du man kann noch nachweisen, dass du K.o.-Tropfen verabreicht bekommen hast?“ „Wir wissen es ja nicht einmal selbst und ich denke nicht.“ Als ich das Gespräch gerade weiterführen wollte, öffneten sich die Türen und Yumi stürmte beinahe aus dem Fahrstuhl. Allerdings packte ich sie noch rechtzeitig am Handgelenk, bevor sie ganz verschwinden konnte. Sie zuckte zusammen, schlug meine Hand weg und fragte: „Was?“ „Könntest du bitte aufhören mich zu ignorieren?“, presste ich hervor. „Wenn dich das so stört solltest du mal darauf achten, worauf du mich ansprichst.“ „Warum machst du so eine große Sache daraus, warum du Berührungsängste hast!“, rief ich lauterwerdend. „Ich mache keine große Sache daraus! DU machst eine große Sache daraus! DU fragst jedes Mal nach, was passiert ist, achtest dabei aber nicht auf meine Kompfortzone! Wir kennen uns seit weniger als einem Monat! Fass mich einfach nicht an und alles ist gut.“, warf sie mir entrüstet vor, drehte sich um und nahm vor dem Raum, der unser Ziel war, platz.

    Yumis Sicht
    Ich war ziemlich froh darüber, dass Yoongi nicht weiter auf unseren Streit einging und sogar einen Platz zwischen uns freiließ, als wir vor dem Raum warteten. Meine Kopfschmerzen waren nicht besser geworden, seit wir losgegangen waren. Insgeheim war ich froh, dass Yoongi mich im Bus gestützt hatte, was ich natürlich nie zugeben würde.
    Ist es überhaupt normal, dass ich mich nicht mehr an den Abend erinnern kann? Ab der Bar ist es weg... Hat mir dir Barkeeperin vielleicht etwas in den ersten Cocktail reingemischt? Wie sie aussah, weiß ich auch nicht mehr richtig. Ich weiß nur noch-
    „Yumi, wir sind dran.“ Yoongi stand mit ausgestreckter Hand vor mir, um mir hochzuhelfen. Ich schlug sein Angebot aus und erhob mich alleine. „Ich würde gerne erst mit Frau Cho alleine reden.“, sagte der Arzt relativ freundlich und führte mich in das Zimmer. Ich setzte mich auf einen der beiden Stühle und der Arzt begann mich auszufragen.
    „Sie haben den Verdacht, dass Sie sogenannte K.o.Tropfen verabreicht bekommen haben, liege ich da richtig?“
    „Ja.“
    „Und wann glauben Sie, war das?“
    „Samstag Abend.“
    „Wo genau?“
    „In einem Club. Die genaue Adresse kenne ich leider nicht.“
    „Okay, vielen Dank. Was veranlasst Sie denn zu Ihrer Vermutung?“
    „Ich kann mich nur noch an Teile des Abends erinnern, habe aber relativ wenig getrunken. Außerdem habe ich starke Kopfschmerzen.“
    „Gut, dann werde ich jetzt Ihre Begleitung holen.“

    Gleichgültig beobachtete ich Yoongi, wie er wortkarg die Geschehnisse des Abends aus seiner Sicht erzählte. Als er fertig war, fing der Arzt an, die Situation zu schildern: „Ich werde Ihnen, Frau Cho, etwas Blut abnehmen. Es ist unwahrscheinlich, noch K.o.-Tropfen festzustellen, allerdings ist ein Versuch sicherlich nie etwas schlimmes. Sollten die Ergebnisse auf eine Einnahme hindeuten, würde ich Anzeige erstatten.“ Ich stimmte ihm nickend zu und ging nach einer Aufforderung zur Liege. Da ich auf die Berührung des Desinfektionstuches vorbereitet war, zuckte ich, zur Verwunderung Yoongis, nicht zusammen. Mir wurde Blut abgenommen und der Arzt verabreichte mir Kopfschmerztabletten. Dankend verabschiedeten wir uns und machten und auf den Heimweg.

    „Darf ich dich wieder stützen oder möchtest du das wieder nicht?“, fragte mich Yoongi unfreundlich, als der Bus vorfuhr. Er betonte den letzten Teil der Frage extra spöttisch, weshalb ich mir albern vorkam, ihm zu antworten.
    Ich hoffe einfach nur, dass es in dem Bus noch freie Plätze gibt. Sonst fühlt sich Yoongi wieder so wichtig und hält mich in jeder winzigen Kurve fest.

    Tatsächlich hatte mich der Bus-Gott erhört und es gab sogar noch zwei freie Plätze nebeneinander. Ein einzelner Platz wäre natürlich besser gewesen, aber immerhin saß ich nur neben Yoongi und stand nicht neben ihm.

    Sugas Sicht
    Auf der Busfahrt saß ich neben Yumi. Es herrschte komplette Stille zwischen uns. Allerdings war es nicht unangenehm, im Gegenteil: Wir beide wussten, dass wir uns nur streiten würden, wenn wir reden würden. Auch auf dem letzten Stück zum Dorm blieben wir still.

    „Hast du Hunger?“, unterbrach ich die lang anhaltende Stille, als wir im Wohnzimmer saßen. Yumi nickte leicht und ich stand auf um zum Kühlschrank zu gehen. Ruckartig öffnete ich die Kühlschranktür, um nachzusehen, ob noch etwas von gestern übrig war. Der Kühlschrank war bis auf ein paar Essensreste komplett leer. Ein kleiner Zettel klebte auf meiner Augenhöhe. Etwas enttäuscht zog ich ihn ab.
    ‚Kühlschrank ist leer. Geh mal einkaufen, Yoongi. Die Einkaufsliste hab ich dir geschickt. ~Jin.‘, stand ordentlich geschrieben auf ihm.
    Netter geht's kaum... Dann muss ich wohl einkaufen gehen, etwas anderes bleibt mir ja nicht übrig.

    „Yumi?“, fragte ich leise, als ich zurück ins Wohnzimmer kam, da sie ihre Augen geschlossen hatte. Ruhig atmend lag sie auf dem Sofa in sich zusammengerollt. Irgendwie hatte ich Mitgefühl, da auch ich das Gefühl kannte, unerträgliche Kopfschmerzen zu haben. Ich griff also zu einer Decke und deckte Yumi vorsichtig bis zum Bauch damit zu. Dann schrieb auch ich einen Zettel.
    ‚Ich bin einkaufen. Wenn etwas dringendes (!) ist, kannst du mich anrufen, Yoongi.‘

    Mit geschultertem Rucksack stieg ich zum dritten Mal an diesem Tag in den Bus und fuhr zum nächstgelegenem Supermarkt. Gerade als sich die Glastüren, die in den Laden führten, öffneten, bekam ich einen Anruf. Yumi.



    Hi!

    Danke für 500 Aufrufe auf Wattpad und (fast) 5000 Aufrufe auf teste.dich!
    Eigentlich wollte ich zu jedem Anlass ein Kapitel in doppelter Länge schreiben, allerdings werde ich beides ziemlich gleichzeitig erreichen. Somit kommt (höchstwahrscheinlich) bald ein Kapitel, was sehr lang ist.

    Zur Orientierung: Ich schreibe pro Kapitel mindestens 1000 Wörter, meistens läuft es auf 1200 oder mehr hinaus. Heißt: Das 41. Kapitel wird um die 3500 Wörter lang sein. Wenn ihr irgendwelche Wünsche habt, schreibt sie einfach in die Kommentare.

    Über Feedback und Tipps freue ich mich natürlich immer. Am meisten würde ich mich allerdings über das erste Feedback auf Wattpad freuen. XD

    LG SugaDerStein

    40
    „Ist es wichtig?“, begrüßte ich Yumi. Und blieb noch vor dem Laden stehen. „Ja, schon.“ Sie zögerte kurz, fuhr dann aber fort: „Wäre nic




    „Ist es wichtig?“, begrüßte ich Yumi. Und blieb noch vor dem Laden stehen. „Ja, schon.“ Sie zögerte kurz, fuhr dann aber fort: „Wäre nicht genau jetzt das Vorstellungsgespräch bei BigHit für mich?“ „Ja, wieso?“ „Offensichtlich bin ich nicht dort sondern im Dorm.“
    „Stimmt. Soll ich kurz Bang Si-hyuk anrufen, um dich abzumelden?“, schlug ich vor. „Das wäre nett... Danke.“ „Ruh dich gut aus. Schlaf am besten noch ein bisschen.“, schlug ich vor. „Mache ich...“, sagte sie verwirrt und legte auf. Stirnrunzelnd ließ ich mein Handy zurück in meine Hosentasche gleiten und wandte mich der Einkaufsliste Jins zu, bis mir einfiel, meinen Chef noch anrufen zu müssen.

    „Hallo, Suga.“, meldete er sich nach einer Weile. „Guten Tag... Eine Bewerberin für den Küchen-Job kann heute leider nicht kommen. Wäre es möglich, das Vorstellungsgespräch nachzuholen?“
    „Erstens: Woher weißt du das? Zweitens: Ja, theoretisch schon.“
    „Die Bewerberin ist Yumi, unsere Mitbewohnerin.“, erklärte ich ihm.
    „Gut, dann richte ihr das aus. Jetzt aber ein kurzer Themenwechsel. Ich habe mir den Beat von dir und Hobi noch ein letztes Mal angehört. Ihr habt das noch gut hinbekommen, fast hätte ich den Track komplett Adora oder so überlassen. Was habt ihr wie an dem Lied verändert?“, fragte Bang Si-Hyuk mich.
    „Eigentlich habe nicht ich den Beat geändert, sondern Yumi. Sie hatte eine Idee, die anscheinend ein Glücksgriff war. Ich habe es dann schlussendlich mit dem Programm wirklich geändert.“ Am anderen Ende der Leitung war kurz Stille. „Okay, dann würde ich sie morgen in meinem Büro für das Vorstellungsgespräch erwarten.“, legte er fest.
    Seit wann macht er denn die Vorstellungsgespräche? Hat er nicht anderes zu tun?
    „Richte ich ihr auch aus.“, unterbrach ich meine eigenen Gedankengänge. „Super. Heute hast du frei, also überanstrenge dich bitte wenigstens heute nicht.“ Ich schmunzelte gezwungenermaßen. „Nein, keine Sorge. Ich muss jetzt allerdings auflegen.“, drängte ich unauffällig. Wir verabschiedeten uns voneinander und ich legte auf.

    Als ich nach dem Einkaufen nachhause kam, saß Yumi nichts tuend auf dem Sofa. Zuerst dachte ich, sie würde schlafen, da sie ihre Augen geschlossen hatte. Allerdings saß sie sehr aufrecht. „Kopfschmerzen?“, begrüßte ich sie leise. Sie nickte ruhig. „Brauchst du wieder Tabletten?“ Yumi schüttelte fast nicht sichtbar den Kopf. „Nein, es geht.“
    „Wenn etwas ist: Ich bin jetzt erst einmal in der Küche.“ „Okay.“

    Es war nicht bewundernswert, was ich gekocht hatte aber immerhin war mich nichts angebrannt. „Kommst du zum Tisch oder willst du auf dem Sofa essen?“ „Seh ich so aus, als würde ich aufstehen wollen?“, konterte sie unnötigerweise.
    Sie muss aber auch immer provozieren, oder?
    „Dann pass auf, dass du nicht kleckerst.“, warnte ich sie, bevor ich ihr den Teller auf den Schoß stellte. Ich setzte mich neben sie und fing an zu essen. „Bedankst du dich eigentlich dafür, dass ich dir Essen gemacht habe?“, meinte ich mit einem belustigtem Unterton aber ernstem Blick. „Was wenn nicht?“, meinte sie grinsend. „Dann sage ich dir nicht, was mein werter Chef vorhin gesagt hat.“, erpresste ich sie, was sie zum Glück nicht sonderlich ernst nahm. „Vielen Dank, Herr Min, für dieses wohlmundende Mahl. Ich stehe zutiefst in Ihrer Schuld.“ Nachdem sie mein lautloses Lachen vernommen hatte, grinste auch sie wieder und das Gespräch vor dem Haus von vorhin scheint wie vergessen.

    Yumis Sicht
    Yoongi begann zu erklären: „Ich habe ihn direkt nach unserem Telefonat angerufen. Zuerst habe ich ihm gesagt, dass eine Bewerberin leider nicht kommen kann und dass du das bist. Dann haben wir darüber geredet, dass ich mit dem Somg weitergekommen bin. Ich habe ihm erklärt, wer mir geholfen hat. Er war erstmal wegen deinen Musikkentnissen überrascht und hat dann gesagt, dass er morgen mit dir das Vorstellungsgespräch machen will, sollte es dir besser gehen.“
    „Ist es normal, dass er die Vorstellungsgespräche führt?“, fragte ich ein wenig ängstlich. Yoongi zog überlegend die Luft ein und antwortete: „Meistens sitzt er dabei, aber, dass er alleine mit jemandem reden möchte, kommt selten vor.“ Ich nickte langsam, nachdenkend.

    Nach dem Essen, welches ansonsten schweigend verlaufen war, brachte Yoongi die Teller in die Küche. „Ich bin im Studio, falls du etwas brauchst.“, sagte er. „Ich dachte du hättest frei.“ Er ignorierte meinen Kommentar, indem er so tat, als hätte er nichts gehört.

    Da ich immer noch Kopfschmerzen hatte und ich sowieso müde war, legte ich mich auf das Sofa und versuchte, ein wenig zu schlafen. Zuerst war ich relativ froh darüber, im kühlen Wohnzimmer liegen, allerdings wurde mir von Minute zu Minuten kühler. Ich zog meine Beine näher an mich, war aber zu träge, um mich unter die Decke zu legen. Nach ein paar Minuten schlief ich ein.

    Als über mir die leichte Decke ausgebreitet wurde und mich die Person am Arm streifte, zuckte ich zusammen und kauerte mich instinktiv weiter zusammen. Durch diese Berührung und den darauffolgenden Reflex wachte ich auf, hielt meine Augen aber weiterhin geschlossen. Ohne eine weitere Berührung deckte mich Yoongi weiter zu. Am Ende bedankte ich mich flüsternd, zur Verwunderung Yoongis. „Du bist wach?“ Ohne richtig darüber nachzudenken antwortete ich: „Nein...“ Yoongi schmunzelte und ich schmiegte mich an die Decke.

    Sugas Sicht
    Nachdem ich Fortschritte bei einem Songtext erzielt hatte, schickte ich diesen an Namjoon.

    Ich
    < Ich bin ein bisschen weitergekommen: ~15:36

    Die nächste Nachricht beinhaltete das Dokument und Namjoon schrieb zurück.

    Joon
    < Schau ich mir nachher an, wir sind auf dem Heimweg ~15:37
    < Jimin und Jin kommen aber erst später... ~15:37
    Ich
    < Okay, bis gleich ~15:38

    Etwa eine halbe Stunde später klickte das Haustürschloss und die Tür öffnete sich langsam. Jungkook rief laut: „Hallo!“ „Leise!“, zischte ich zurück und deutete auf Yumi, die immer noch schlief. „Zu spät, jetzt bin ich wach...“ Yumi rieb sich die Augen und sah in Jungkooks Gesicht. Er hatte einen entschuldigenden Gesichtsausdruck aufgesetzt.

    Ich erzählte von unserem Krankenhausbesuch und allem drumherum. Den Streit vor dem Bus ließ ich zunächst aus. „Und habt ihr euch wieder gestritten?“, fragte J-Hope scherzhaft. Ernst antwortete ich: „Bis auf Yumis kurze Agressions-Einlage nicht, nein.“ Von der angesprochenen Person erntete ich die nächsten fünf Minuten lang Todesblicke, weswegen ich mich lieber auf mein Zimmer verzog, als Jungkook vorschlug, irgendetwas zu spielen. „Ich habe keine Lust, ‚Just Dance‘ zu spielen, der Tag war anstrengend genug.“
    ...Und ich will nicht noch weiter mit Todesblicken von Yumi übersäht werden.

    Yumis Sicht
    Den Rest des Tages ließ sich Yoongi nur zum Abendessen blicken, welches Jimin vom Imbiss mitgebracht hatte. Ohne ein Wort gesagt oder mich eines Blickes gewürdigt zu haben, war er wieder in sein Zimmer verschwunden. Mich plagte das schlechte Gewissen und ich folgte ihm nach oben. Ohne anzuklopfen öffnete ich die Tür zu seinem Zimmer. Er saß auf seinem Bett und las sich einen Zettel durch, den er schnell versuchte, zu verstecken.
    Was war das denn jetzt schon wieder? Egal...
    Ich ignorierte sein Vorhaben und fragte: „Alles okay?“ „Was soll sein?“ „Du hast mich beim Abendessen nicht ein Mal angeguckt. Selbst, als ich versucht habe, mit dir zu reden.“ „Ich will halt nicht mit Blicken getötet werden.“ „Dann denk darüber nach, was du sagst. Zuerst denken, dann sprechen.“ Genervt von seiner abweisenden Art schlug ich die Tür hinter mir zu und ging zu mir ins Zimmer. Um am nächsten Tag gut ausgeschlafen zu sein, ging ich schon um 21 Uhr ins Bett.

    41
    „Yumi, du musst aufstehen.“, weckte mich Jungkook am nächsten Morgen. Ich schlug meine Decke zurück und streckte mich. Danach ließ ich mich wie
    „Yumi, du musst aufstehen.“, weckte mich Jungkook am nächsten Morgen.
    Ich schlug meine Decke zurück und streckte mich. Danach ließ ich mich wieder zurück in mein Bett fallen und deckte mich erneut zu, sehr zur Belustigung Jungkooks, der immer noch neben mir stand. „Das war ja sinnvoll.“ Ich schmunzelte. „Ist so ein Ritual von mir. Sonst schlafe ich aber immer guten Gewissens weiter.“ Jungkook lachte leise. „Du sollst heute aber nicht zu spät kommen.“ „Stimmt. Da war ja was.“, malte ich. „Du weißt gar nicht wie lustig du manchmal bist.“, meinte Jungkook zwischen seinen Lachern. „Worüber zur Hölle lachst du so?“, rief ich so laut wie ich konnte. Er deutete auf meine Frisur und verließ mein Zimmer, um mir mein Problem zu überlassen. Ich rief ihn zurück: „Jungkook! Was sollte das denn jetzt!“ „Was?“, fragte er verwundert. „Einfach abzuhauen, ohne mir zu sagen, was ich zu meinem Vorstellungsgepräch anziehen soll.“ „Frag lieber Tae, der ist besser in sowas.“ „Bringst du ihn her?“ Jungkook nickte und verließ noch einmal mein Zimmer.

    „Also ich würde das anziehen.“ Taehyung warf mir eine schwarze kurze Hose und eine weiße Bluse zu.
    Warum besitze ich diese Bluse? Bestimmt für genau solche Anlässe...
    Ich zog mich schnell in meinem Badezimmer um und kam wieder heraus. Nach seiner Aufforderung drehte ich mich ein Mal um meine eigene Achse, danach fragte er: „Wie findest du es? Ich finde es schön einfach und klassisch.“ Nach einem Blick in den Spiegel bestätigte ich: „Einfach. Klassisch. 08/15. Weiße Bluse.“ „Schon einmal daran gedacht, Werbesprecherin zu werden?“ „Eigentlich nicht, nein.“, schmunzelte ich. „Und wofür bewirbst du dich heute?“
    „Für den frei gewordenen Job in der Cafeteria, Küche oder so. Aber ihr habt mir das doch vorgeschlagen, oder?“, wunderte ich mich. „Ja, schon... Aber du hast doch neulich Yoongi beim Produzieren geholfen, oder?“
    „So würde ich das jetzt nicht nennen, aber ich habe ihm etwas zu dem Beat vorgeschlagen.“, stellte ich klar. „Die nötigen Musikkentnisse hättest du aber.“, behauptete Taehyung.
    „Wofür denn überhaupt?“ „Für den Beruf als Produzentin.“ „Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nichts für mich wäre...“ „Wenn du meinst... Behältst du das jetzt eigentlich an?“ „Ja...“

    Nach einem kurzen Frühstück liefen wir noch einmal in unsere Zimmer um unsere Sachen zu holen. Ich wollte meine Bewerbungsmappe holen. Leider hatte ich vergessen, überhaupt eine anzulegen.
    Dann kann ich meine Bewerbung gleich vergessen! Wieso bin ich so dumm und hab nicht daran gedacht?
    Ich raufte mir die Haare und setzte mich auf mein Sofa. In dem Moment kam Jimin in mein Zimmer. „Hast du alles? Wir-“, erst jetzt fiel sein Blick auf mich, „Was ist los?“ „Ich habe keine Bewerbungsmappe! Ich bin so dumm und habe einfach keine angelegt!“ „Oh... Such doch noch schnell ein paar wichtige Unterlagen oder so zusammen...“, schlug Jimin vor. In dem Moment kam Yoongi ins Zimmer und befahl uns nahezu: „Dafür ist jetzt keine Zeit, wir fahren. Jetzt.“ „Da hat aber jemand gute Laune heute.“ Yoongi ignorierte meine Bemerkung und wandte sich an Jimin, der gerade angefangen hatte zu sprechen: „Wenn sie nicht genommen wird, bist du aber dafür zuständig.“ „Ich bin von uns allen sowieso am ehesten zuständig für Yumi.“, entgegnete Yoongi.
    „Ich bin immer noch hier und: Warum bist du für mich ‚zuständig‘?“ „Weil du wegen mir überhaupt erst hier bist. Also komm jetzt.“ Widerwillig folgte ich ihm nach unten. Er wartete ungeduldig an der Haustür auf mich, während ich mir noch meine Schuhe anzog. Dann schloss er die Tür ab und stieg nach mir ins Auto. Ich saß zwischen Jungkook und Yoongi und wartete aufgeregt auf den Moment in dem ich dem Auto und damit auch der unangenehmen Stille entkommen konnte. Nach einer mir unendlich lang vorkommenden halben Stunde waren wir endlich da.

    „Yoongi? Bringst du Yumi zum Büro von Bang Si-Hyuk?“, fragte Namjoon ihn, als ich unschlüssig mit den Anderen im Foyer stand. Der Angesprochene nickte nur und führte mich zum Fahrstuhl. Wir fuhren einige Stockwerke nach oben und liefen den ruhigen Flur lang. Man hörte nur unsere dumpfen, asynchronen Schritte auf dem grauen Teppichboden und vereinzelt, wie sich Türen öffneten. Als wir um eine Ecke gegangen waren, standen wir vor einer Glastür. Sie war aus Milchglas, wirkte aber dennoch einladend. Auf seine Armbanduhr schauend, stellte Yoongi fest: „Wir sind genau zum richtigen Zeitpunkt da.“
    „Kommst du mit rein?“ „Ja, erstmal. Wenn er dich alleine sprechen will, muss ich natürlich raus gehen.“
    Yoongi ging einen Schritt nach vorne, um zaghaft an das Glas zu klopfen. „Ja?“ Yoongi öffnete die Tür einen Spalt und stieß sie dann mit dem Fuß auf, was mich in das Blickfeld des CEOs brachte. „Ich bringe Yumi.“, erklärte der Mann, der immer noch neben mir stand. „Guten Tag.“ Ich verbeugte mich und betrat hinter Yoongi das große Büro. „Schön, Sie kennenzulernen, Frau Cho.“ Yoongi rückte mit ein paar Schweirigkeiten, über die wir beide leicht schmunzeln mussten, meinen Stuhl zurück. Ich nahm platz und er setzte sich neben mich auf seinen gepolsterten Stuhl.

    „Erzählen Sie mir doch ein bisschen was von Ihnen. Wie ich sehe, haben Sie nichts vorbereitet.“, fing Herr Bang monoton das Gespräch an. Ich schielte, wegen seines zweiten Satzes, unsicher zu Yoongi, welcher sich für mich entschuldigte: „Sie ist leider nicht dazu gekommen, etwas vorzubereiten, da sie gestern krank war.“ Sein Chef notierte sich kurz etwas und blickte mich freundlich, aber nicht lächelnd an. Ich entspannte mich etwas und fing an, etwas über mich zu erzählen. „Ich heiße Cho Yumi. Studiere gerade noch Architektur, allerdings bin ich schon im letzten Semester. Vor dem Unfall von Yoongi und mir habe ich in einem kleinen Café gearbeitet. Den Job habe ich leider durch meine Abwesenheit verloren und war jetzt praktisch arbeitslos. Meine Mutter ist Koreanerin, mein Vater allerdings Deutscher. Ich bin vor einigen Jahren hergezogen.“
    „Vielen Dank. Jetzt möchte ich kurz mit Suga alleine reden.“ „Natürlich.“
    Draußen auf dem Flur setzte ich mich kurzerhand auf den Boden, da meine Beine sehr wackelig waren. Erschöpft lehnte ich meinen Kopf gegen die Wand und atmete ein paar Mal tief die relativ kühle Luft ein und aus. Im Büro hörte ich ein paar Mal meinen Namen fallen bis sich endlich die Tür öffnete und mich Yoongi oder Suga, wie er hier genannt wurde, hereinbat.

    Dieses Mal lächelte mich der mittelalte Mann hinter seinem Schreibtisch tatsächlich an. „Suga hat mir noch ein wenig von Ihnen erzählt. Anscheinend interessieren Sie sich sehr für Musik, oder?“ Ich nickte eifrig, verlangsamte meine Bewegung allerdings, um nicht aufdringlich zu wirken. Das bemerkte Yoongi widerum und schmunzelte. „Haben Sie sich schon ein Mal überlegt, etwas in die Richtung beruflich zu machen?“ „Ja, schon. Allerdings hatte ich nie passende Möglichkeiten...“, antwortete ich betrübt. „Jetzt hätten Sie eine.“ „Wie bitte?“ „Das ging jetzt vielleicht etwas schnell, deswegen noch einmal von vorne: Suga hat mir erzählt, dass sie Talent zur Produzentin hätten. Da wir nicht gerade einen Produzenten-Überschuss haben, würde ich Sie ausbilden lassen. Dafür könnten Sie sich erst einmal einen Monat lang den Beruf anschauen, und sich dann für oder gegen den Beruf entscheiden. Während diesem würden Sie nur die Grundlagen lernen. Das mache ich natürlich nur, wenn Sie darauf Lust haben. Der Job in der Küche ist allerdings schon vergeben.“
    Damit habe ich jetzt nicht gerechnet... Aber ja, einen Monat kann man es ja mal ausprobieren... Aber wer würde mich ausbilden u-
    Der CEO unterbrach meinen Gedankengang: „Sie haben noch Zeit es sich zu überlegen, während Suga Sie durch das Gebäude führt. Und Suga, überleg dir die Sache mit dem Ausbilden noch einmal.“ Mein Blick schnellte zu Yoongi.
    Er soll mich ausbilden? Wenn das so ist, dann-
    „Kommst du?“, wurde ich zum zweiten Mal innerhalb von zwei Minuten aus meinen Gedanken gerissen. Nickend stand ich auf, verabschiedete mich kurz von meinem möglicherweise neuem Chef und folgte Yoongi auf den Flur.

    Yoongi zeigte mir die Tonstudios, die Tanz- und Proberäume, die Cafeteria und alle anderen wichtigen Dinge im Haus.
    Waren wir eigentlich schon in Yoongis Tonstudio? Daran erinnern kann ich mich nicht...
    Nachdenkend merkte ich nicht, wie Yoongi stehen blieb und lief deswegen in ihn hinein. Ich taumelte zurück und erblickte den Grund, aus den Yoongi überhaupt stehen geblieben war: Wir befanden uns vor einer Tür an der ein Schild angebracht war. Auf dem oberen stand in Großbuchstaben auf englisch ‚GENIUS LAB‘, auf dem Unteren stand auf koreanisch ‚Bitte die Schuhe ausziehen!‘. Mein Blick wanderte nach unten. Eine schlecht gelaunte Katze streckte mir den Mittelfinger entgegen. Daneben stand ‚GO AWAY!‘
    Yoongi zog sich wirklich seine Schuhe aus, was ich ihm lachend gleichtat. Danach tippte er einen - mindestens - zehn-stelligen Zahlencode ein und die Tür öffnete sich mit einem Surren. „Willkommen in meinem Reich.“ Yoongi schmiss sich auf seinen Drehstuhl und rollte sich drehend zum Schreibtisch, der unter dem ganzen Equipment nur zu erahnen war. Staunend folgte ich ihm und betrachtete die Technik.
    „Und? Bist du an dem Beruf interessiert oder willst du weiterhin Architektin werden?“, unterbrach Yoongi meinen Rundblick.  „A-also der Beruf als Architektin wäre wirklich interessant...“ „Aber?“ „Aber Produzentin zu sein wäre passender... Ich meine, ich bin jetzt nicht gerade die schlechteste in Mathe, aber... Musik liegt mir von Natur aus mehr...“, überlegte ich laut. „Na dann.“ „Ich mache es natürlich nur, wenn du mich auch ‚ausbilden‘ möchtest. Sonst wäre ich auch mit jedem anderen zufrieden.“, sprudelte es aus mir heraus. „Ich überlege es mir bis oben noch einmal.“ Ich nickte ruhig, war gleichzeitig innerlich aber aufgeregt.

    „Herein!“ „Wir sind wieder da.“ Ich betrat das Zimmer genau so zögerlich wie beim ersten und zweiten Mal. „Haben Sie es sich überlegt, Frau Cho?“ „Ja, ich würde es wirklich gerne für einen Monat ausprobieren.“ Bang Si-Hyuk lächelte freudig. „Sehr schön. Und du, Suga?“ Der Angesprochene zuckte nur mit den Schultern und legte seinen Kopf schief, als würde er nachdenken.
    Würde er mich ausbilden wollen, würde er nicht so lange zögern...
    „Wenn du es nicht wollen würdest, könnten wir zum Beispiel Adora fragen. Vielleicht macht es auch J-Hope. Oder-“, versuchte der Mann Yoongi zu beruhigen, der ihn allerdings unterbrach: „Ich mache es.“ „Wie bitte?“ „Ich mache es. Ich bilde Yumi aus.“, stellte Yoongi klar. „Du musst das nicht machen, i-“ „Ist schon gut, Yumi. Ich mache es gerne. Wenn es nicht funktioniert, kann ich dich ja immer noch ‚abgeben‘, so fies das auch klingen mag.“ Langsam nickte ich und stimmte ihm zu: „Sei aber bitte ehrlich, okay?“ „Ja, klar.“
    „Frau Cho?“, mischte sich die Person ein, wessen Anwesenheit ich schon fast vergessen hatte. „Ja?“ „Den Vertrag unterschreiben Sie morgen. Über Ihren Gehalt reden wir dann auch.“

    Yoongi und ich verabschiedeten uns von ihm und gingen zurück in sein Studio, in dem er mich wahrscheinlich die nächsten paar Monate ausbilden würde. Zuerst zeigte mir Yoongi sein Equipment. Dazu gehörten seine Geräte und anderes Zubehör. Den Rest des Tages konnte ich ihm einfach beim Produzieren zuschauen. Dabei zeigte er mir schon ein paar Sachen. Wir vergaßen Die Zeit und hatten schon um sechs Uhr abends Hunger, da wir nichts zum Mittag gegessen hatten.
    „Du hast auch Hunger, oder?“ Ich nickte nur. „Dann gehen wir jetzt Namjoon und Hobi besuchen und suchen dann zusammen die Anderen.“ „Okay. Wie lange arbeitet ihr sonst eigentlich immer?“ „So um die acht Stunden. Uns wird gesagt, dass sieben Stunden reichen. Würden wir allerdings nach Hause gehen, würden wir umso länger arbeiten und produzieren.“ „Kann ich verstehen. Gehen wir?“ Yoongi nickte, während er den Computer und die anderen Geräte herunterfuhr.
    Hinter mir schloss er sorgfältig seine Tür ab und wir machten uns aufeinander den Weg zu Namjoon.

    Mit einem Klicken öffnete sich Namjoons Tür von innen. Yoongi schob sie auf und begrüßte Namjoon: „Wir wären dann fertig und haben Hunger.“ „Wir?“, fragte der Mann, der mich noch nicht gesehen hatte, da er sich wieder seinem Bildschirm zugewandt hatte. Sein Schreibtisch stand genau auf der gegenüberliegenden Seite der Tür. Links und rechts an den Wänden standen Regale mit unterschiedlichen Figuren und Puppen. Sie stammten vom gleichen Künstler, mehr konnte ich auf den ersten Blick nicht erkennen.
    „Wir sind Yumi und ich.“, erklärte Suga. Nun drehte sich Namjoon zu uns. „Ah. Hi, Yumi. Hast du die Stelle?“ „Erklären wir dir nachher um Restaurant.“, antwortete Yoongi für mich. „Restaurant?“, fragten Namjoon und ich gleichzeitig. „Ich lade euch heute ein.“, erzählte er und setzte nach unseren verwirrten Blicken noch etwas hinzu: „Wenn ihr weiter so guckt überlege ich es mir noch einmal.“ Wir schmunzelten und machten uns auf den Weg zu den anderen Bandmitgliedern. Auch sie wurden mit unseren Antworten auf nachher, im Restaurant, vertröstet.

    Zwei Stunden später hatten wir uns frisch gemacht und etwas feines angezogen. Yoongi hatte einen Tisch für acht Personen bestellt. Nun standen wir vor einem der renommiertesten Restaurants und ich hatte schon vor dem Betreten ein schlechtes Gewissen, da alles auf Yoongis Konto gehen würde.

    Mithilfe einer überaus freundlichen Kellnerin fanden wir unseren Platz. Als eine zweite Kellnerin, die unter Anderem für unseren Tisch zuständig war, um die Ecke kam, setzte mein Herz für einen Moment aus. Jungkook schien meine plötzliche Nervosität zu bemerken, denn er lehnte sich zu mir. „Alles okay? Du wirkst so aufgeregt.“ „Also... Es weiß niemand, dass ich bei euch wohne. Nicht mal meine beste Freundin. Und jetzt rate mal, wer unsere Kellnerin ist.“ „Deine beste Freundin?“ „Bing! Achtung, ein Spruch meiner deutschen Oma: Der Kandidat erhält 100 Punkte und so viele Waschmaschinen, wie er tragen kann!“, sagte ich aufgedreht. Jungkook lachte laut, sprach mir allerdings kurz danach ruhig zu: „Erklär es ihr einfach nachher. Oder, wenn sie fragt.“ „Mach-“ Jemand räusperte sich neben uns. „Ohne Ihr Gespräch unterbrechen zu wollen: Yumi. Hast du mir irgendetwas zu erzählen?“ Ich drehte mich zur Herkunft der Stimme. Ich blickte Juhee entgegen, die etwas entsetzt darüber schien, dass ich mit BTS vertraut an einem Tisch saß. „Ihr kennt euch?“, durchbrochen Jimin dir unangenehme Stille. „Ja, erkläre ich euch später.“ Mit diesen Worten erhob ich mich, nahm Juhee die Karten aus der Hand und legte diese aus unseren Tisch. Dann griff ich nach ihren Handgelenken und zog sie zu einem ruhigen Ort, in die Mitarbeiterinnnenumkleide. Sie hatte ihren verwirrt-ensetzten Blick den Weg über nicht von mir abgewandt, weshalb ich sie bat: „Bitte raste nicht aus, ich kann dir alles erklären. Möchtest du Fragen stellen oder soll ich es einfach erklären.“ „Bitte einfach erklären.“ Juhee lachte nervös.
    „Ich erzähle jetzt alles, von Anfang an. Du hast den Autofahrer von meinem Unfall nie kennengelernt, weil er es nicht wollte. Es war Yoongi, Suga, wie auch immer du ihn nennen möchtest.“ „Habe ich ihn deswegen ein Mal auf dem Flur des Krankenhauses gesehen?“ „Ja, es war relativ knapp. Um ein Haar hättest du ihn bei mir im Zimmer getroffen. Dadurch, dass du mir das Selfie gezeigt hast, wusste ich übrigens erst, dass er nicht nur Yoongi, sondern auch Suga ist. Ahri kennt ihn, ich weiß aber nicht, ob sie wusste, wer er wirklich ist. Yoongi ist mich oft besuchen gekommen. Dabei hat er ein Mal mitbekommen, wie ich mit meinem damaligen Chef telefoniert habe und ist danach aus dem Zimmer gegangen. Er hat mir erst später erklärt, wieso er es verlassen hat. Erst, nachdem ich über eine Woche lang verteilt alle von BTS persönlich kennengelernt habe. Jedenfalls haben mir Namjoon und Yoongi dann vorgeschlagen, bei ihnen einzuziehen, weil er ja bemerkt hat, wie mir gekündigt wurde.“ „Ist an deinem Geburtstag, als wir telefoniert haben, Jungkook in dein Zimmer gekommen?“ Ich stimmte ihr zu. „Ich wusste doch, dass ich die Stimme kenne!“

    Juhees Sicht
    „Hast du noch irgendwelche Fragen?“, fragte mich Yumi am Ende unseres Gespräches. „Ja: Warum warst du gestern nicht in der Uni? Und warum hast du mir nicht Bescheid gesagt?“ Nach meiner Frage wurde Yumi etwas nervös. „Das ist eine relativ lange Geschichte...“ „Erzähl sie mir trotzdem.“ Sie atmete tief durch und fing an: „An meinem Geburtstag waren wir feiern. Alle zusammen. Dann habe ich 36 Stundne geschlafen. Ich wurde sogar von Yoongi nach Hause getragen, weil ich im Club schon eingeschlafe-“ „Sicher, dass es Schlaf war un-“ „Lass mich es zu Ende erzählen. Als ich also gestern aufgewacht bin, ist mir und Yoongi, der im Dorm war, aufgefallen, dass ich wahrscheinlich unter dem Einfluss von K.o.-Tropfen stand. Wir sind deswegen noch ins Krankenhaus gefahren, die Ergebnisse meiner Blutabnahme müssten bald kommen.“ „Okay... Und was ist jetzt mit deiner Jobsituation?“ Auch dieses Mal atmete sie tief durch. „Gestern wäre mein Vorstellungsgespräch zu einem Job in der Cafeteria bei BigHit gewesen. Stattdessen hatte ich heute ein Gespräch mit dem CEO, Bang Si-Hyuk, ob ich nicht Produzentin werden möchte.“ „Und?“ „Ich war kurz davor, das Angebot auszuschlagen.“ „Warum das denn?“ „Weil Yoongi mich ausbilden wird.“ „Und?“ „Unser Verhätnis ist jetzt nicht-“, Yumi hielt kurz inne, „das Beste... Wir haben oft Auseinandersetzungen. Keine großen Streite, aber immerhin. Das Angebot habe ich trotzdem angenommen. Man muss ja den Job vom Alltag trennen können.“ „Okay... Ich muss das erst einmal alles verarbeiten, aber jetzt weiß ich es wenigstens...“, beendete ich das Gespräch und erhob mich. Zusammen mit Yumi ging ich zurück zu ihrem Tisch, an dem Jungkook schon nach uns, beziehungsweise nach Yumi, Ausschau hielt. Ich verabschiedete sie kurz und machte mich weiter an die Arbeit. Im Gehen sah ich noch, wei Jungkook und meine beste Freundin lächelnd miteinander redeten.
    Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich mit Jungkook am besten versteht. Aber wer hätte auch gedacht, dass sie bei BTS wohnt, bei BigHit arbeitet und ihre beste Freundin nichts davon weiß.

    Yumis Sicht
    „Und? Hast du ihr alles erklärt?“, begrüßte mich Jungkook. „Ja, hat euch Yoongi schon erzählt, warum wir hier sind?“ „Nein...“ Jungkook wandte sich von mir ab und drehte sich zu den anderen. „Yoongi?“ „Ja?“ „Warum genau essen wir eigentlich hier?“ „Yumi und ich haben euch etwas zu erzählen.“, berichtete Yoongi vom Hauptthema. Jin mischte sich vorlaut ein: „Seid ihr zusammen?“ Ungläubig blickte er zwischen uns beiden hin und her. Yoongi rollte mit den Augen und fing an, die wirkliche Geschichte zu erzählen: „Heute sind Yumi und ich zu dem Gespräch gegangen. Bang PD hat uns aber gesagt, dass der Job in der Küche schon vergeben ist. Dann hat er vorgeschlagen, dass Yumi Produzentin wird, da sie ja ein wenig Ahnung von Musik hat.“ „Ein wenig?“, machte sich Hoseok über seine Ausdrucksweise lustig. Unberührt fuhr Yoongi aber fort: „Um ihr ein bisschen Bedenkzeit zu geben, habe ich ihr erst das Gebäude gezeigt, bis wir uns entschieden hatten.“ „Wir?“, wurde er zum zweiten Mal unterbrochen, dieses Mal von Jimin. „Yumi, ob ich sie ausbilden kann, und ich, ob ich sie ausbilden möchte.“ „Und ihr habt euch dafür entschieden?“, spekulierte RM. „Ja.“, antwortete ich. „Na dann: Willkommen bei BigHit!“, gratulierte mir RM, neigte sich über den Tisch zu mir und flüsterte etwas laut: „Sollte etwas mit Suga sein: Du weißt, wo mein Studio ist.“ „Das habe ich jetzt mal überhört.“

    Während des Essens unterhielten sich die anderen nicht so angeregt wie vorher. Ich hatte wieder meinen üblichen Beobachtungsposten eingenommen und hörte einfach nur zu.
    Warum redet Yoongi so wenig? Wenn er nicht mit mir zusammen arbeiten möchte, soll er es einfach sagen... Und warum hat er sein Essen fast gar nicht angerührt? Ist er magersü- Nein, dass kann ich mir bei ihm nicht vorstellen...
    „Yumi?“, holte mich Jungkook aus meiner Gedankenwelt. „Ja?“ „Yoongi würde gerne zahlen. Möchtest du noch etwas essen?“ „Nein, danke. Ich bin satt.“

    Nachdem Yoongi bezahlt hatte und ich mich mehrmals bei ihm für das Essen bedankt hatte, lief ich noch ein letztes Mal zu Juhee, die gerade glücklicherweise wenig zu tun hatte. „Juhee?“, sprach ich sie von hinten an. Sie drehte sich um und sah mich neutral an, was mich etwas einschüchterte. „Es tut mir wirklich Leid, dass ich es dir nicht vorher erzählt habe... Aber ich durfte es nicht erzählen. Ich hoffe du verstehst mich irgendwie. Wenn du noch Fragen hast, kannst du sie mir morgen stellen, i-“ „Mache ich.“ „Ich muss jetzt gehen-“ „Mach das.“ Nach diesen Worten drehte sie mir abweisend den Rücken zu. Sprachlos stand ich dort, bis Jin mich antippte. Ich zuckte zusammen, er ging instinktiv einen Schritt zurück und wir liefen zusammen zum Van.

    „Yumi, kannst du nachher noch einmal in mein Zimmer kommen? Ich muss noch etwas mit dir klären.“, fragte mich Yoongi auf der Fahrt. Ich bejahte und lehnte mich weiter in den Sitz hinein.

    Als ich eine Stunde später vor Yoongis Zimmer stand und drei Mal klopfte, konnte ich von drinnen ein leises Rascheln vernehmen, bevor er mich hereinrief.
    „Was willst du denn jetzt mit mir klären?“ „Deine ‚Arbeitszeiten‘ müssen wir noch besprechen. Ich muss irgendwie wissen, wann du Zeit hast.“ „Das variiert leider in letzter Zeit immer. Ist es okay, wenn ich dich einfach anrufen, sobald ich aus der Uni raus bin?“ „Ja, okay.“ Ich dachte, damit wäre das Gespräch beendet und, da ich immer noch im Türrahmen stand, drehte ich mich auf den Hacken um, um das Zimmer wirklich zu verlassen. Dabei wurde ich allerdings von Yoongis „Noch was!“ aufgehalten. „Ja?“ Plötzlich zögerte er. „Also... Ich wollte dich eigentlich nicht mehr darauf ansprechen, aber...-“ „Ja? Sag es einfach.“ „Wenn wir jetzt zusammenarbeiten... Kannst du versuchen, deine Berührungsängste unter Kontrolle zu bekommen?“ „Ich kann die nicht steuern. Sonst hätte ich das schon lange gemacht.“, entgegnete ich etwas sehr abweisend. Ein weiteres Mal drehte ich mich um und lief in mein Zimmer, allerdings ohne unterbrochen oder aufgehalten zu werden.

    Genau wie am vorherigen Tag schlief ich relativ früh ein. Mitten in der Nacht wachte ich mit schrecklichen Durst auf und ging deswegen so leise wie möglich in die Küche. Auf dem Weg dahin warf ich einen Blick auf die Uhr, dessen Ticken mich auf dem ganzen Weg begleitete. Es war um drei Uhr nachts. In der Küche brannte Licht.
    Hat jemand das Licht angelassen?
    Als ich die Küchentür öffnete, sah ich, wie jemand verzweifelt, über ein nahezu leeres Blatt gebeugt, an der Kücheninsel saß.
    „Yoongi?“



    Hi!

    Hier ist endlich das Special-Kapitel. Es tut mir wirklich Leid, dass so lange jetzt kein Kapitel mehr kam. Ich bin leider gestern nicht in meinen Achount gekommen und musste eine E-Mail an den Support schreiben, die das Problem tatsächlich schnell behoben haben.
    Also: DANKE FÜR 5000 AUFRUFE!
    DANKE FÜR 500 AUFRUFE AUF WATTPAD!
    Keine Ahnung, wie ich das hinbekommen habe, aber mittlerweile sind es auf Wattpad schon 700 Aufrufe. Wie schon so oft gesagt: Ich freue mich immer noch über Feedback, Bewertungen oder Votings auf Wattpad.

    LG SugaDerStein

    42
    Der Angesprochene schreckte hoch. Es war wirklich Yoongi. „Was machst du so spät noch hier?“, fragte er mich streng. „Im Gegensatz zu dir möch



    Der Angesprochene schreckte hoch. Es war wirklich Yoongi. „Was machst du so spät noch hier?“, fragte er mich streng. „Im Gegensatz zu dir möchte ich mir nur etwas zu trinken hören. Warum bist du immer noch wach?“, meinte ich ebenso kühl. Seine Antwort nuschelte er nur: „Schlafstörungen.“ „Brauchst du Schlaftabletten?“ „Ich nehme so etwas Ähnliches.“ „Und was?“ „Unwichtig.“ Erst jetzt sah mir Yoongi wirklich in die Augen. Er sah traurig aus, zerbrechlich.
    So habe ich ihn noch nie gesehen... Was ist passiert?
    Plötzlich hatte ich Schuldgefühle.
    Weint er wegen mir? Nicht, dass ich zu abweisend bin...
    „Was ist los, Yoongi? Warum hast du geweint?“ „Unwichtig.“ „Wenn ich der Grund bin, dan-“ Nun schmunzelnd unterbrach mich Yoongi: „Bist du nicht.“
    „Gut. Brauchst du eine Umarmung?“
    Oh nein! Was, wenn er es nicht mö-
    Yoongi stoppte meine wild kreisenden Gedanken, indem er langsam und unauffällig nickte. Hätte ich ihn vorher nichts gefragt, wäre es unwahrscheinlich gewesen, dass ich seine Kopfbewegung überhaupt bemerkt hätte. Ebenso langsam stand er auf ging einen Schritt auf mich zu und wartete, bis ich merkte, dass er wegen meinen Berührungsängsten gestoppt hatte. Nun machte ich einen Schritt auf ihn zu und zog ihn in die unsichere Umarmung. Nach ein paar Sekunden lösten wir uns wieder. Yoongi murmelte: „Danke...“
    Als wäre nichts gewesen, nahm ich mir ein Glas, goss mir Wasser ein und erhaschte von schräg hinten einen Blick auf sein Blatt. In unordentlichen Schrift stand ‚The Last 2‘ oben. Darunter standen einzelne Stichworte, die ich auf die Schnelle nicht entziffern konnte.
    The Last 2. Warte- Irgendwoher kenne ich den Titel...
    „Stehst du dort noch lange?“ „Bis du fertig bist und mit hoch kommst.“
    Seufzend erhob sich Yoongi, schob den Hocker an die Kücheninsel ran und lief aus der Küche heraus. So leise wie möglich faltete ich den Zettel zusammen, schob ihn mir unter mein T-Shirt und folgte Yoongi nach oben, nachdem ich das Licht in der Küche ausgeschaltet hatte.

    Am nächsten Morgen wurde ich schon früh von meinem Wecker aus dem Schlaf geholt. Ich wollte ein wenig früher an der Uni sein, um Juhee anzufangen.
    Ich hoffe, dass sie nicht sehr sauer auf mich ist... Außer ihr habe ich niemanden...
    Unruhig aß ich mein Frühstück und verließ schlussendlich gleichzeitig mit den anderen die Wohnung.

    Im Bus ließ ich mich auf einem Platz nieder und atmete ein Mal tief durch.
    Beruhig dich, Yumi. Zur Not verbringst du die Pause halt am Handy.
    Kurz schmunzelte ich, da ich lange nicht mehr so mit mir selbst gesprochen hatte. Ich spürte die Vibration meines Handys in meiner Hosentasche und holte es heraus. Leider war es nur eine Nacheicht von Jungkook.

    Jungkookie
    < Und? Bist du schon da? ~09:01
    Ich
    < Nein, nächste Station muss ich dann raus. Ihr? ~09:01
    Jungkookie
    < Wir stehen leider im Stau🙄 ~09:01
    Ich
    < Oh, viel Glück noch ~09:02

    Ich wechselte zu Juhees Chat, da sie mir nicht mehr auf meine Nachricht geantwortet hatte, obwohl sie sie gelesen hatte.

    [GESTERN]
    Ich
    < Es tut mir wirklich Leid, dass du es so erfahren musstest! Spätestens in einem Monat hättest du es erfahren, wirklich! ~22:21

    Als ich endlich aus dem Bus steigen konnte, sah ich Juhee schon von Weitem an ihren silbernen Haaren. Sie stand bei jemandem, den ich von hinten nicht erkennen konnte. Als ich näher an den beiden vorbeilief, um einen Blick auf die andere Person zu werfen, sah mich Juhee im Augenwinkel, ignorierte mich aber. Das Mädchen kannte ich nur vom Sehen, ihren Namen wusste ich schon gar nicht. Mit gesenktem Kopf ging ich in meine Vorlesung.
    Die Pausen verbrachte ich alleine, Juhee würdigte mich nicht eines Blickes.

    Am frühen Nachmittag war ich zum Glück schon fertig. Ein bisschen aufgeregt rief ich Yoongi an, wir hatten noch nie wirklich miteinander telefoniert.
    „Hallo?“
    „Hi, ich bin jetzt schon fertig.“
    „Okay, dann fährst du am Besten erst einmal in den Dorm und legst deine Sachen ab. Kennst du den Weg ab von dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln?“
    „So einigermaßen, ja.“
    „Wenn nicht, rufst du einfach noch einmal an.“
    „Mache ich.“
    „Dann bis nachher.“
    „Tschüss.“
    Wow. Gesprächig. Aber was erwarte ich schon?

    Mithilfe von Google Maps suchte ich mir im Dorm angekommen eine Route heraus. Die App schlug mir vor, ein paar Stationenn mit der Bahn zu fahren und am Ende noch einen Kilometer zu laufen. Bei der anderen Route, die doppelt so lang gedauert hätte, sollte ich den Bus fast bis direkt vor das Gebäude nehmen. So saß ich 15 Minuten später in der Bahn und hörte mit meinen Kopfhörern, die definitiv auf den Schrottplatz gehörten, Musik. Mit meinem spärlichen Datenvolumen suchte ich zu den jeweiligen Songs die Instrumentals raus, um die Musik auch ohne Stimmen zu hören.

    Vollkommen in meinen Gedanken stieg ich aus der Bahn aus und lief die Treppen hoch. An der roten Ampel wartete ich neben mehreren Menschen. Ich musterte sie unauffällig. Ich kannte sie alle nicht, außer einen.
    Donghae. Was macht er hier? Sieht er mich? Ich hoffe nicht.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit sprang die Fußgängerampel auf Grün und ich eilte über die Straße. Nach ein paar hundert Metern hatte sich die Menschenmasse aufgeteilt und ich war fast alleine. Fast. Donghae folgte mir immer noch. Panik stieg in mir hoch. Seine Worte von vor circa einem Monat halten in meinem Kopf wieder.
    ,, Ich werde dich beobachten, pass auf, was du tust und was du lieber sein lässt.“ Weiß er, wo ich arbeite oder verfolgt er mich schon seit der Uni? Dann wüsste er, wo ich wohne, ich-
    Ich entkam meinem Gedankenstrudel durch mein klingendes Handy. Es war Yoongi.
    „Wie lange brauchst du noch?“
    „Bis ins Studio circa zehn Minuten.“
    „Okay, bis gl-“
    „Bleib bitte noch dran.“
    Mein Herz schlug immer schneller.
    „Warum das denn jetzt?“
    Ich konnte Yoongis Verwunderung förmlich spüren. Mein Herz schlug immer schneller und mein Blick glitt zu Donghae, der mir stets unauffällig folgte.
    Hätte ich ihn vorhin an der Ampel nicht gesehen, würde ich ihn nicht einmal bemerken...
    Mir fiel ein, dass ich seine Frage noch nicht beantwortet hatte. „Erkläre ich dir später.“
    „Okay. Soll ich mich weiter unterhalten oder so tun, als würde ich auflegen?“
    „Letzteres.“ „Tschüss! Dann bis gleich!“, trällerte er hysterisch, was mich zum Lachen brachte. „Tschüss.“
    Die nächsten fünf Minuten tat ich so, als würde ich Musik hören. Dann hatte mein ‚Gesprächs‘-Partner eine Frage: „Wirst du verfolgt?“ Natürlich antwortete ich ihm nicht. „Wenn ja, dann huste ein Mal.“ Ich befolgte seinen schlauen Vorschlag. „Und wenn ich dich unten im Foyer abholen soll, räusperte dich jetzt.“ Ohne wirklich zu überlegen, räusperte ich mich.

    Zwei Minuten später konnte ich das Gebäude von BigHit sehen. Nicht eine Sekunde zögernd lief ich in das Foyer hinein, in dem Yoongi auf mich wartete. Einen letzten Blick zur Glastür wagend, sah ich, wie Donghae auf den Boden blickend vorbeilief. Yoongi beendete unseren stummen Anruf und begrüßte mich erst im Fahrstuhl richtig. Danach fragte er mich: „Kanntest du deinen Verfolger denn?“ „Nein.“, log ich instinktiv.

    Ein paar Minuten später saßen wir in Yoongis Studio. „Gestern habe ich ja versucht, dich schon ein bisschen in das Programm einzuführen.“ Ich summte als Zustimmung. „Das macht aber wenig Sinn. Heute bringe ich dir einfach so verschiedene Musikgenres bei. Dann bearbeiten wir eine Woche lang die Genres genauer und danach steigen wir zum wirklichen Produzieren um, okay?“ „Ja.“
    Nach etwa drei Stunden hatte ich mehrere Genres kennengelernt. Nicht näher, aber immerhin wusste ich mehr als vorher.
    Zusammen mit allen anderen saß ich am frühen Abend im Van auf dem Nachhauseweg.

    43
    Im Dorm zogen wir uns in unsere Zimmer zurück und ich lernte ein wenig für die Universität. Dabei hörte ich Musik und vergaß vollkommen die Zeit.
    Im Dorm zogen wir uns in unsere Zimmer zurück und ich lernte ein wenig für die Universität. Dabei hörte ich Musik und vergaß vollkommen die Zeit. War ich ein Mal konzentriert, kam ich da schwer wieder heraus. An diesem Abend wurde meine Lern-Session durch meinen steigenden Hunger unterbrochen. Ich lief also durch das ausgestorben wirkende Haus nach unten in die Küche und fand Jin und Jungkook vor, die sich über verschiedenste Sachen unterhielten, als ich plötzlich im Türrahmen stand. Beide verstummten sofort und ich hatte das Gefühl, sie hätten über mich geredet, da sie mich anstarrten, als hätten sie einen Geist gesehen.
    „Was gibt es zu essen?“ Jin schlug sich mit der flachen Hand auf die Stirn. „Das habe ich in der ganzen Aufregung ganz vergessen, entschuldige bitte!“
    In der ganzen Aufregung? Was für eine Aufregung?
    Da ich Jin noch zu schlecht kannte, um vorauszusagen, wie er reagieren würde, fragte ich etwas anderes, anstatt ihn auf die angebliche Aufregung anzusprechen.
    „Soll ich Pizza bestellen?“ „Wenn du das tun würdest, wäre ich dir wirklich dankbar!“ Jungkook lächelte und flüsterte, eher an sich selber als an uns gerichtet: „Ich dir auch.“ Belustigt zog ich einen Mundwinkel nach oben und holte mein Handy, um die Bestellungen und Wünsche aufzunehmen.

    15 Minuten später hatte ich die komplette Bestellung abgeschickt und blickte auf die voraussichtliche Lieferzeit, die tatsächlich eine ganze Stunde umfasste. „Eine ganze Stunde dauert das jetzt.“, schilderte ich die Situation Jin, der immer noch mit Jungkook in der Küche saß, dieses Mal hatte sich aber noch Namjoon zu ihnen gesetzt.
    „Wollen wir alle zusammen in der Zeit ein Spiel spielen? Wahrheit oder Pflicht oder so etwas ähnliches?“ Ich stimmte mit einem zögernden Nicken zu und folgte den dreien ins Wohnzimmer. Während Namjoon alle anderen zusammentrommelte, schoben wir die Sofas etwas auseinander, um uns dann auf den Teppich in einen Kreis setzen zu können.

    Als wir endlich alle zusammensaßen, legten wir ein paar Regeln fest. „Also erstens: Wir suchen uns im Uhrzeigersinn entweder Wahrheit oder Pflicht aus. Zweitens: Der- oder Diejenige, die eine gute Frage oder Aufgabe hat, darf sie stellen.“, fasste Namjoon unser Gespräch zusammen.
    Alle stimmten zu und ich war als Erste an der Reihe. „Wahrheit.“ Jimin stellte sofort eine Frage: „Hattest du schon einmal einen Freund?“ „Ja.“, antwortete ich, während mein Brustkorb sich zusammenzog. Niemand bemerkte, wie meine Atmung schneller wurde und ich beruhigte mich langsam wieder. Alle anderen wählten ebenfalls Wahrheit. Dann war ich wieder an der Reihe. „Ich möchte nicht die erste sein, die Pflicht nimmt, also: Wahrheit.“ Nun sahen such alle zögerlich an und Yoongi meldete sich, um eine Idee zu signalisieren. „Ja?“ „Warum vertraust du uns nicht und woher hast du deine Berührungsängste?“ Mein Atem stockte. Ich sah ihn aus großen Augen an.
    Er hat gesagt, dass er es nicht mehr anspricht. Warum macht er es trotzdem?
    Im Raum hätte man eine Stecknadeln fallen hören, so stumm war es, bis ich monoton, nachdem ich meine Tränen weggeblinzelt hatte, antwortete: „Ich vertraue euch. Eigentlich. Das heißt aber nicht, dass ich euch direkt alles aus meinem Leben erzähle. Ich habe in der Vergangenheit falschen Leuten vertraut. Außerdem wüsste ich nicht, was dich das anzugehen hat, Yoongi.“ Den letzten Satz presste ich zwischen meinen Zähnen hervor. Danach erhob ich mich in der unerträglichen Stille und lief verzweifelt die Treppen hoch. Als ich aus ihrem Blickfeld war, konnte ich meine stummen Tränen nicht mehr zurückhalten.
    Yoongi weiß genau, dass ich so etwas nicht beantworten kann. Warum fragt er mich das ständig? Er macht alles schlimmer. Viel schlimmer.

    Nachdem ich mein Zimmer betreten hatte, verschwomm meine Sicht durch meinen Tränenfluss. Ich ließ die Jalousien herunter und fand im fast komplett dunklen Zimmer in mein Bett, wo ich mich unter die kühle Decke legte. Ich drehte mich zur Wand, kauerte mich zusammen und wollte mit meinen Gedanken alleine sein.
    Warum nimmt Yoongi mich nicht ernst? Warum respektiert er meine Ängste nicht? Wa-
    Ich atmete tief ein und mit zittrigem Atem wieder aus, um mich zu beruhigen.

    Jimins Sicht
    Die Stille, die im Zimmer schon seit Yumis Verschwinden herrschte, wurde von Yoongi unterbrochen. Er sagte aber nichts, sondern stand nur leise auf und lief ebenfalls nach oben.
    „Habt ihr noch Lust, das Spiel zu spielen?“ Alle antworten mir mit einem zurückhaltenden Kopfschütteln.
    Langsam und stumm gingen Namjoon und Jin die Treppen nach oben. Nach einer Weile folgten auch Jungkook und Hobi, sodass ich mit meinem besten Freund alleine war. „Tae?“ „Ja?“ „Was hältst du davon?“ „Wovon?“ „Von allem, irgendwie.“
    „Wollen wir das vielleicht nicht auf dem Boden besprechen?“, fragte er mich schmunzelnd. „Ich finde Bodengespräche die besten.“, entgegnete ich lächelnd. „Gespräche nachts um vier sind noch besser.“ „Mit wem hältst du die denn bitte?“ „Ihr seid nicht meine einzigen Freunde, Jimin.“ „Wir schweifen ab.“, stellte ich grinsend fest.

    Als Tae und ich uns so hingesetzt hatten, dass ich mich auf dem Boden und er sich auf dem Sofa befand, fingen wir an, über Yoongi und Yumi zu diskutieren. Er begann: „Irgendetwas versucht Yumi zu verbergen. Es hat bestimmt etwas mit ihren Berührungsängsten zu tun, aber ich wüsste nicht, woher man solche bekommt.“
    „Ich auch nicht. Aber vorhin hat sie ja gesagt, dass sie falschen Leuten vertraut hat. Vielleicht kommen die Berührungsängste daher, dass eine Person sie nicht gut behandelt hat.“
    „Also ich denke eher, dass sie uns es nicht erzählen wollte, weil es Personen, denen sie es auch anvertraut hat, es gegen sie verwendet haben.“
    „Das ergibt auch Sinn, erklärt aber nicht, woher sie diese Ängste hat.“

    Wir diskutierten noch eine ganze Weile, bis wir auf Yoongi zu sprechen kamen. „Aber mit Yoongi stimmt auch irgendetwas nich-“ Mein Gegenüber wurde von dem Klingeln an der Tür unterbrochen. Wir nahmen die Pizzen entgegen und berieten uns über das Essen. „Yumi möchte bestimmt nicht mit uns essen, bei Yoongi bin ich mir nicht sicher.“ „Dann gehst du die anderen holen und ich versuche es bei Yoongi und Yumi.“, schlug ich vor.

    Yumis Sicht
    Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren, als Jimin zum zweiten Mal an diesem Abend an mein Zimmer klopfte.
    „Da du vorhin nicht mit uns essen wolltest, haben wir dir etwas aufbewahrt. Schließt du kurz die Tür auf?“
    Wie benommen vom ganzen Weinen lief ich zur Tür und öffnete diese einen Spalt, sodass der Pizzakarton hochkant durch sie hindurch passte. Jimin drehte sich um und ging den Flur zurück. „Jimin? Danke.“ Ich dachte schon, er hätte es nicht gehört, als er ebenso leise antwortete: „Gerne, Yumi.“

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Kommentare (124)

autorenew

vor 7 Tagen flag
OK, dann ist es ja nicht soo schlimm. Sollte dann doch mal etwas sein, bin ich stets da. ;)
vor 7 Tagen flag
Hey @Emily W.!

Erst einmal danke dür dein Feedback.
Mir geht es schon länger nicht so gut, aber immer, wenn ich nichts mit meiner Klasse mache, geht es mir schlechter. Wir haben leider gerade Ferien, weshalb ich wieder zu viel Zeit zum Nachdenken habe. Mit Freunden habe ich schon darüber geredet, aber danke!
Ich weiß übrigens nicht, warum meine Klasse mir hilft, da ich eigentlich nicht sehr viele Freundschaften habe und auch dort leider zu oft an Sachen erinnert werde.
Aber wie schon gesagt: Ich habe meine Gefühle jetzt schon besser unter Kontrolle, als im ersten Lockdown.

LG SugaDerStein
vor 9 Tagen flag
Hi.

Schon in Ordnung, dass das Kapitel etwas länger gebraucht hat. Nichtsdestotrotz ist es mal wieder super! Ist auch nicht schlimm, dass du nicht auf meine Kommentare geantwortet hast. Ich bin, wie bereits bekannt, sehr geduldig.

Darf ich fragen, was dich bedrückt? (Ich gehe davon aus, dass dich etwas bedrückt, wenn es dir psychisch nicht so gut ging/geht.) Ich weiß, es geht mich eigentlich nichts an, aber ich möchte nicht, dass es dir schlecht geht. Vielleicht könnte ich dir irgendwie helfen oder dir mit Rat beistehen. Man weiß es ja nicht. Ich bin ein guter Zuhörer und helfe gerne, wenn du also darüber „sprechen“ möchtest, kannst du das gerne machen und ich werde auf jeden Fall versuchen, dir zu helfen.
Aber du musst auch auf keinen Fall etwas dazu sagen. Es ist nur ein Angebot und ansonsten würde ich dir erstmal vorschlagen, mit Familie oder Freunden darüber zu sprechen, wenn es sehr schlimm ist.

LG Emily W.
vor 10 Tagen flag
Hey!

Ich war jetzt sehr lange weg, da es mir psychisch leider in letzter Zeit nicht so gut geht/ging. Heute konnte ich mich aber überwinden, ein neues Kapitel zu schreiben. Heute, wenn nichts dazwischen kommt, wird ein neues Kapitel online gestellt.

Danke auch an Emily W. für Dein Feedback, tut mir leid, dass ich nicht geantwortet habe.

LG SugaDerStein
vor 14 Tagen flag
Hi.

Ich wollte mich nochmal melden, weil das letzte Kapitel ja auch schon wieder etwas länger her ist. Normalerweise warte ich immer auf eine Antwort zu meinem letzten Kommentar, weil ich sonst das Gefühl habe, mir selbst zu schreiben, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du den letzten Kommentar schon gelesen hast.

Somit also zu dem (neuen) Kapitel.
Es gefällt mir wieder mal sehr gut (also eigentlich so wie immer) und ich finde es sehr süß, wie Yoongi mit Yumi am Telefon redet. Das hast du sehr realistisch geschrieben und da merkt man schon, dass da doch eine gewisse Zuneigung ist.
Ich persönlich warte ja immer noch darauf, dass Yoongi mal auf Donghae trifft und die Wahrheit erfährt. Das stelle ich mir nämlich auch sehr spannend vor :)
Aber lass dir damit ruhig Zeit, wenn du einen strukturierten Plan hast. Ich bin sehr geduldig :3

Was ich noch gesagt haben wollte, ist, dass ich es durchaus gut finde, dass Juhee Yumi so ein bisschen ignoriert. In dem Sinne muss ich zwar sagen, dass Juhee so eine kleine Beeachh ist (ja, ich sage immer beach und nicht so, wie es wirklich heißt, aber ich denke, wir beide wissen, wovon ich rede XD) aber ich denke, dass es ihr auch nochmal einen besonderen und auch nachvollziehbaren Charakter verleiht, der das Ganze zusätzlich nochmal im Spannungsbogen anregt, da man sich ja doch die Frage stellt, ob Juhee es ihr wohl längere Zeit übelnehmen wird und, ob das vielleicht auch irgendwelche Auswirkungen auf das restliche Geschehen der Handlung haben könnte ;)

Zu bemängeln habe ich eigentlich nichts, also mach ruhig so weiter! ^^
Bis zum nächsten Kapitel!

LG Emily W.
vor 30 Tagen flag
Hi.

Ich habe das Kapitel tatsächlich schon am Tag seiner Rausgabe gelesen, bin aber irgendwie nie wirklich dazu gekommen, ein Feedback zu geben... Deswegen kommt das jetzt!

Also, es ist wirklich super! Es hat wie immer total viel Spaß gemacht, es zu lesen und auch inhaltlich ist das Kapi wirklich schön. Es gefällt mir super gut, wie die einzelnen Personen denken und handeln, sodass man sich auch gut in sie hineinversetzen kann und sie auch tatsächlich mit den realen Menschen identifizieren kann. Einige Stellen sind ja auch mit ein bisschen Witz geschrieben, was ich ebenfalls toll finde, da mir dann dann immer ein kleines Lächeln über die Lippen huscht.

Ich kann dich wirklich nur loben! Mach weiter so und ich freue mich schon auf das nächste Kapitel.^^

LG Emily W.
vor 31 Tagen flag
Auch an alle!
Hi!

@V. K.
Am Wochenende oder Freitag. Ich werde zurzeit nur so mit Klassenarbeiten überschüttet und habe deswegen sowohl wenig Zeit als auch wenig Motivation.

Deswegen jetzt noch einmal: Kann mir jemand bitte Feedback zum Special-Kapitel schreiben? Ich habe da so viel Arbeit hineingesteckt und noch keine Rückmeldung erhalten.

LG SugaDerStein
vor 31 Tagen flag
Ich habe eine Frage...
Wann kommt das nächste Kapitel???
vor 33 Tagen flag
Kann mir jemand Feedback schreiben? ○.○
vor 41 Tagen flag
Hi!

Das Kapitel wäre tatsächlich schon lange draußen, käme ich in meinen Account rein. Ihr könnt auf Wattpad schom das Special-Kapitel lesen.

LG SugaDerStein
vor 41 Tagen flag
Okay, hi.

Ich habe ein Problem, seit Firefox aktualisiert wurde: Ich komme nicht mehr in meinen Account rein. Hat jemand das gleiche Problem? Weiß jemand, was man machen kann? Ich habe versucht, mir mein Passwort schicken zu lassen. Da stand dann aber, dass es keinen Benutzer mit meinen Log-In-Daten gibt.

Kann mir bitte jemand helfen?

LG SugaDerStein
vor 42 Tagen flag
Hey!

Ich habe die letzten Tage nicht weitergeschrieben, weil ich sehr viel mit der Schule um die Ohren habe und in der nächsten Woche haben werde. Heute Abend versuche ich, weiterzuschreiben.

LG SugaDerStein
vor 49 Tagen flag
Huhu!
Endlich kommt ein neues Kapitel!
Ist wie immer mega gut geworden!
Ehm.. Ja, ob das noch Liebe wird...?! Momentan ist es zwischen Yumi und Yoongi ja ETWAS kompliziert... xD
Freue mich auf weitere Kapitel!
LG
vor 59 Tagen flag
Hallooo.

Ich bin natürlich nach wie vor hier vertreten und gebe gerne wieder ein kleines Feedback ab. Also... ich finde das neue Kapitel wieder super und bin jedes Mal auf's Neue von deinem Schreibstil begeistert! Du benutzt sehr abwechslungsreiche Satzanfänge und generell habe ich das Gefühl, gestaltest du deine Sätze mit sehr viel Liebe. Das gefällt mir wirklich gut.
Auch inhaltlich mag ich deine Ff sehr. Es ist einfach spannend und ich kann es bis zum nächsten Kapitel kaum erwarten.
Außerdem kann man die Personen sehr gut nachvollziehen und man hat diese genaue Vorstellung, wie diese Person ist.
Wirklich top, mach weiter so!

LG Emily W.
vor 63 Tagen flag
Hey!
Ich finde dir neuen Kapitel sehr gut, du hast wirklich viele Ideen und einen tollen Schreibstil!
Auch, dass Yoongi und Yumi nicht sofort miteinander auskommen macht die Geschichte spannend^^
LG und mach weiter so!
vor 68 Tagen flag
Danke für das liebe Feedback in den letzten Tagen!

LG SugaDerStein
vor 71 Tagen flag
@suga der stein

was ich das letzde mal noch sagen wollte, Ich liiiiiiiiiiiiiebe deine Geschichte!!!!!❤️❤️❤️❤️😍👍

wnnich das letzte mal unfreundlich geklungen habe, tut mir das leit. ich finde die Geschichte toll geschrieben. jedes mal wenn ich bei testedich.de binn, schaue ich hier vorbei und gucke ob es ein neues kapitel gibt. Ich finde du könntest sogar Autorin weden.

LG cookiki
ps.: I love you and jungkookie
vor 77 Tagen flag
Ich finde deine Geschichte echt spannend da du eine sehr gute Fantasie besitzt die du benutzen kannst.
Ich freue mich auf noch mehr Kapitel.😁😁
vor 77 Tagen flag
@Chickencrew

Danke!
vor 78 Tagen flag
Heyhey!
Ich feier deine Geschichte, sie ist echt spannend und du hast viele, kreative Ideen! Mach weiter so!
Freu mich auf neue Kapitel!
LG Ju