Springe zu den Kommentaren

Krieg der Magie

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
3 Kapitel - 1.843 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 581 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Carol hat ein verflixtes Problem. Sie soll, als Kriegerin Magie wirken und ihre Feinde besiegen. Jeder ihrer Vorfahren war ein Krieger und wirkte Magie. Sie ist die einzige, der Magie verdammt unheimlich ist. Am liebsten würde sie zu den Menschen wechseln und mit ganz normalen Pfeil und Bogen kämpfen, statt mit magischen- oder eben gar nicht. Aber fliehen ist in diesem Kampf keine Option und so muss Carol sich ihrer größten Angst stellen. Und nicht nur das- fremde Gefahren von überall lauern im Hinterhalt und Carol muss sich immer wieder mutig ins Abenteuer stürzen, wenn sie in diesem Krieg überleben möchte.

    1
    ((bold))((big))((teal))Familienstreit((eteal))((ebig))((ebold)) ((teal))Carols Mutter Mirabella tigerte unruhig in dem kleinen Zimmer auf und ab. Die
    Familienstreit

    Carols Mutter Mirabella tigerte unruhig in dem kleinen Zimmer auf und ab. Die Spannung ließ die Luft stickig und heiß erscheinen. „Wie kannst du es wagen?“, zischte sie immer wieder. Carol hatte andere Sorgen als dass ihre Mutter wütend auf sie war. „Mutter. So versteh doch! Ich werde keine Magie wirken, ich...“ Ihre Mutter ließ sie nicht ausreden. „Du wirst keine Magie wirken?“, fragte Mirabella zischend. „Natürlich wirst du Magie wirken! Unser Leben besteht aus Magie! Wenn du das nicht tun wirst, dann geh zu unserer Königin und sag es ihr persönlich!“ Carol biss sich auf die Unterlippe. Sie hatte schon viel von der Königin der Elfen gehört, obwohl sie sie noch nie persönlich getroffen hatte. Die Königin war bildhübsch, doch sie hatte ein Herz aus Eis. Carol wollte sich nicht ausmalen, was sie wohl gesagt, oder besser getan hätte. Mirabella schüttelte den Kopf. „Zwing uns nicht, es herauszufinden!“ „Mutter, lass mich mit einfachen Waffen kämpfen, nicht mit...“ Wieder unterbrach ihre Mutter sie. „Unsereins gibt sich nicht mit normalen Waffen zufrieden! Unsere Familie steht seit Generationen im Dienst des Königshauses der Elfen Carol, nicht der Menschen!“ Carol konnte sich eine fiese Bemerkung nur knapp verkneifen. „Mutter, du weißt, ich bin eine vorzügliche Bogenschützin, Magie habe ich dagegen nie gelernt!“ Mirabella nickte. „Ich weiß, ich weiß. Darum wird dir auch niemand zu viel beibringen.“ Carols Herz machte einen Sprung. Sie hatte sich also umsonst gesorgt. „Wirklich? Oh, dass ist unglaublich!“ Mirabellas Miene verriet einen Anflug von Zorn. „Deine außerordentlichen Fähigkeiten, mit Pfeil und Bogen umzugehen werden wir uns zu Nutze machen und dir einen verzauberten Bogen zukommen lassen. Du wirst alle Sprüche lernen. „Mutter, ich...“ Mirabella hob eine Hand, um sie zum schweigen zu bringen. „Still. Ich will nicht, dass sich das Drama der letzten Stunden wiederholt!“ Carol klappte den Mund zu. Es war so verdammt unfair! Nie durfte sie zu Wort kommen oder ihre Meinung sagen. „Wann werden wir einen Bogen aussuchen?“, fragte sie mit zitternder Stimme. Mirabella zog die Augenbrauen hoch. „Aussuchen? Ich habe einen Bogen bei Xander in Auftrag gegeben! Nach meinen Vorstellungen. Du kennst dich doch kein bisschen damit aus!“ „Und- wann wird das Training beginnen?“, fragte Carol stattdessen. „Wenn du deinen Bogen erhalten hast!“, antwortete ihre Mutter knapp. Carol verzichtete darauf, weitere Fragen zu stellen. Sie fühlte sich wie eine Versagerin, wie ein kleines, trotziges Mädchen, nicht wie eine junge Erwachsene. „Magie.“ Das Wort hallte in ihrem Kopf wider. Seit sie denken konnte, hatte sie unglaublich viel Angst vor Magie. „Sobald Xander mit dem Bogen fertig ist, wirst du Tag und Nacht trainieren, um deinem Land mit Stolz zum Sieg zu verhelfen!“ Carol schwieg. Sie wollte keine Menschen töten. Sie wollte auch keine hinterlistige Magie verwenden, sie wollte einfach Frieden. „Elfen kennen keinen Frieden“, hatte ihr Vater ihr einmal gesagt. Fast schien es, als wollten die Elfen Krieg. Mit dieser traurigen Vorstellung verließ sie das kleine Zimmer, damit her Mutter nicht sah, wie feucht ihre Augen waren.

    2
    Ein einzigartiger Bogen

    Erste Sonnenstrahlen kitzelten Coral an der Nase und versprachen einen wundervollen neuen Tag. Ein trügerisches Versprechen. Am liebsten hätte sich Coral die Decke über den Kopf gezogen und wäre einfach im Bett geblieben, doch ihre Eltern, besonders ihre Mutter hätte das sicher nicht gut geheißen. Coral schälte sich mühsam aus dem Bett. Sie hatte eine schreckliche Nacht hinter sich und war mehr als müde. Nachdem sie sich zurecht gemacht hatte, strich sie ihre immer widerspenstigen Strähnen hinter die Ohren und stieg die kleine Treppe hinunter, um ins Esszimmer der bescheidenen Wohnung ihrer Familie zu gelangen. Ihre Mutter Mirabella und ihr Vater Patrick saßen bereits auf zwei Stühlen und ihr Vater schlürfte eine Tasse Tee. „Coral“, lächelte ihre Mutter mit gefrorener Miene. Coral seufzte. Ihre Mutter war ziemlich nachtragend. „Ist- ist der Bogen bereits fertig?“, fragte Coral, nur um irgendetwas zu sagen. Ihre Mutter nickte, ohne sie anzusehen. „Xander hat mir gestern Abend noch eine Nachricht zukommen lassen. Du kannst den Bogen jederzeit abholen.“ Carol nickte, schnappte sich eine Scheibe Brot und verließ die Wohnung in einem Nebenteil des Schlosses. Xanders Werkstatt lag nur knapp außerhalb des Schlosses und Coral gelangte schnell dorthin. Xander war ein hoch angesehener junger Elf, etwa in ihrem Alter. Er hatte sich auf magische Waffen aller Art spezialisiert. Coral fand den jungen Elfen sehr sympathisch, doch da seine Werkbank immer von einem besonderen Zauber umhüllt wurde, mied Coral ihn für gewöhnlich. Magie war ihr unheimlich, man konnte sie nicht greifen und nicht sehen, nicht mal wirklich erklären konnte man sie. Doch an diesem Tag gab es keinen Ausweg und keine Ausrede, darum schluckte Coral nur kurz und pochte gegen die knarzende Tür. Kurz darauf öffnete Xander die Tür. „Oh. Coral!“, schien er sich zu freuen. „Sehr schön! Ich habe deinen Bogen bereits in meiner Werkstatt fertiggestellt. Du weißt hoffentlich, wie man mit so einem umgeht?“ Er zog eine Augenbraue hoch, doch bevor Coral antworten konnte, lachte er schon auf. „Nein, ist doch klar!“ Lächelnd führte er sie durch die Gänge, bis die beiden in seiner Werkstatt ankamen. Auf dem Tisch lag ein wunderschöner Bogen, weiß, mit Gold verziert. „Der ist wunderschön“, hauchte Coral. Xander grinste. „Keine Scheu, du darfst ihn durchaus berühren!“ Die beiden lächelten sich einen Moment glückselig an, dann schüttelte sich Xander kurz und wies auf den Bogen. „Sehr gut! Auf jeden Fall hätte ich jetzt gerne noch eine Bezahlung- weil du es bist, nur die Hälfte!“ Er zwinkerte ihr zu und Coral konnte sich ein glückliches Grinsen nicht verkneifen. Vorsichtig nahm sie den Bogen in die Hand und strich ehrfürchtig darüber. „Wunderschön!“, meinte sie und bedankte sich noch einmal bei Xander. „Empfehle mich!“, verabschiedete er sich an der Tür, bis sich eben diese schloss. Plötzlich, nachdem Xander weg war, fiel Coral die mystische Aura auf, die den Bogen umwaberte. Fast hätte sie ihn fallen gelassen, so erschrocken war sie. „Es ist nur ein Bogen, er wird dir nichts tun...“, versuchte sie sich selbst zu beruhigen. Sie ahnte ja nicht, wie wichtig ihr der Bogen noch werden würde.

    3
    Angstschweiß

    Mit leicht wackligen Knien stakste sie zurück zur Burg. Der Burgwächter sah sie mit hochgezogenen Augenbrauen an, als sie vorbeilief. Coral streckte den Rücken durch und hielt den Kopf aufrecht. Als sie in der kleinen Dachwohnung ankam, legte sie den Bogen vorsichtig auf ihr Bett, um ihn bloß nicht zu beschädigen, gleichzeitig war sie heilfroh, ein bisschen Abstand zu bekommen. Seltsamerweise hatte sie keine Angst gehabt, als Xander dabei gewesen war, doch jetzt fiel ihr die unheimliche, unerklärliche Aura des Bogens viel mehr auf. Sie konnte sich absolut nicht vorstellen, wie sie mit diesem Bogen schießen sollte, auch wenn er unglaublich schön aussah. Nach einigen Minuten, die Coral den Bogen einfach nur angestarrt hatte, versuchte sie zu verstehen, was denn an dem Bogen so magisch war. Wovor hatte sie solche Angst? Coral atmete tief durch und wagte sich dann ein Stück weiter zu dem Bogen. Was verlieh dem Bogen diese Aura? War es das schimmernde Gold oder... Coral keuchte auf. Natürlich! Wieso war ihr das nicht gleich aufgefallen? Einhornhörner, gleich zwei davon waren am Bogen befestigt. Ein mystischer Schleier umhüllte die beiden Hörner, und sie traute sich sie kurz zu berühren. Wie ein Stromschlag schnellte die Magie durch ihren Körper und Coral zog die Hand ruckartig zurück. „Coral?“, fragte ihre Mutter und spähte in ihr Zimmer. „Wow“, entfuhr es ihr, als sie den Bogen erblickte. „Ein wunderschönes Stück! Hattest du überhaupt genug Geld dafür dabei?“ Coral nickte selig, als sie an ihren Besuch bei Xander dachte, bevor sie wieder in die Wirklichkeit zurück kehrte. „Genau. Ich habe es günstiger bekommen. Aber...“ Sie zögerte kurz- „Ich bin mir nicht sicher, ob es der richtige Bogen für mich ist.“ Ihre Mutter lächelte zum ersten Mal an diesem Tag und setzte sich zu ihr. „Dass ist die Magie, die dir Angst macht. Ich- ich hätte das verstehen sollen, tut mir leid. Ich war nur so fassungslos, das du...“ Auf Corals Gesicht stahl sich ein kleines Lächeln. „Ich weiß. Es ist unverschämt von mir, keine Magie zu lieben.“ Sie lachte traurig auf. „Ich werde es versuchen Mutter. Ich werde versuchen, Magie zu wirken.“ Auch wenn Magie verdammt unheimlich ist, fügte sie in Gedanken noch hinzu. Um ihrer Mutter zu beweisen wie ernst sie es meinte, streckte sie die Hände nach dem Bogen aus. Kurz bevor ihre zitternden Fingerspitzen das glänzende Material berührten, stoppte sie kurz. Vorhin, als sie den Bogen nach Hause getragen hatte, hatte sie versucht, nicht über ihn nachzudenken. Doch als sie jetzt auch noch die Hörner der Einhörner entdeckt hatte, war ihr der Bogen noch unheimlicher geworden. Einhörner waren so ziemlich die beängstigten magischen Tiere die sich Coral jemals hätte vorstellen können. Nicht wegen langen Klauen wie bei Drachen, auch nicht wegen fiesen Vorlieben, sondern einzig und allein wegen dem magischen Nebel, der die majestätischen Tiere begleitete, wohin sie auch ihren Huf setzten. Und ihrem Horn sollte eine ganz besondere Kraft innewohnen. Eine ganz besondere magische Kraft. Coral seufzte. Wieso war das so verdammt schwer? Dann gab sie sich einen Ruck, beugte sich weiter zu dem Bogen und legte ihn vorsichtig auf ihre Handflächen.

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare autorenew