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LEGENDS NEVER DIE

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7 Kapitel - 4.051 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 324 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die kleine Disteljunges wird in eine Zeit hineingeboren, die sehr schwierig ist.Die Blattleere hat begonnen und die Krankheit beginnt, sich zu entwickeln.Als wäre das nicht genug, verschwinden Katzen.Einige werden Tage später tot aufgefunden, einige nicht.Zufall oder ein abgekartetes Spiel? Der Tauclan nutzt dies natürlich aus und die Angriffe häufen sich.Alles nur Pech oder steckt noch mehr dahinter?

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    LEGENDS NEVER DIE


    Prolog
    Die Kätzin schrie.
    Ein durchdringender, schmerzerfüllter Schrei, der alles übertraf was der schwarze Kater je gehört hatte.Dieser Kater tigerte im Schutz der finsteren Nacht unruhig hin und her und fuhr alle an, die es wagten seine Angst zu stören.Die Katze hörte den Heiler den Namen der Kätzin beruhigend zu ihr flüstern.Rosenglut.
    Oh, wie er allein ihren Namen liebte.Der schwarze Kater liebte alles an seiner Gefährtin.Ihr Fell, ihr Lachen, ihren Charakter, ihren Namen, die Art, wie sie sich bewegte, ihre seidenzarte Stimme.Auf einmal verstummten ihre Schreie, und der Heiler Haselnusspelz kam aus der Kinderstube.Der Kater hoffte von ganzem Herzen, das er ihm Gutes sagen möge, denn sein Gesicht konnte er in der Dunkelheit nicht erkennen. Sein Hoffen wurde gehört."Keine Sorge, Nachtschweif.Alles ist gut verlaufen.Du hast eine kleine Tochter."Nachtschweifs Herz schien vor Freude und Erleichterung zu zerspringen und er flog förmlich zur Kinderstube, wo seine liebe Rosenglut eine kleine, pechschwarze Kätzin mit einer weißen Vorderpfote saugte.Diese blickte auf"Hallo, Nachtschweif."Ihr glückseliger Blick ließ sein Herz schmelzen."Sieh dir unsere Tochter an!"Wie verzaubert setzte der Vater sich neben sie und betrachtete seine Tochter."Können wir sie Disteljunges nennen?"
    -"Wir können sie so nennen, wie du willst.So soll es sein.Disteljunges."Nachtschweif spürte, wie sein dunkelbrauner Blick weich wurde und sein Herz sich mit Liebe füllte.Der Kater spürte, dass seine Tochter etwas Besonderes war.Nicht aufgrund ihres Verhaltens, so war jedes andere Junge, doch etwas in dem Vater sagte ihm, dass es so war."Ich schwöre, dich immer zu beschützen, meine Kleine";schwor er sich"Auch mit meinem Leben"

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    1.KAPITEL
    "Nachtschweif! Sieh mal, unsere Tochter öffnet die Augen!"Disteljunges erblickte durch den Spalt Licht, der durch ihre Lider drang, das rotbraune Fell ihrer Mutter.Sie musste gar nicht nachdenken, ihre Augen öffneten sich einfach.Augenblicklich musste sie blinzeln, um nicht von der Sonne geblendet zu werden.Sie wandte den Kopf und blickte in ein schwarzes und ein braunes Gesicht, die einen Ausdruck voller Seligkeit ausstrahlten.Ein paar giftgrüne und ein paar dunkelbraune Augen musterten sie glücklich."Hallo mein Sonnenschein! Willkommen im BlitzClan!"-"Daddy?"Disteljunges gefiel der Kontrast der tiefen Stimme ihres Vaters zu der sanften Stimme ihrer Mutter.Ihre Eltern schnurrten sie an, als ob sie das Schönste der Welt wäre.Sie wusste aber, dass es nicht so war."Willst du nicht mit deinem Vater gehen und das Lager erkunden?", fragte Ihre Mutter.Das Junge wusste von der Stimme einer anderen Königin, dass sie den Namen Rosenglut trug.Was für ein schöner Name."Natürlich!", quietschte Disteljunges und stürmte aus dem Bau, ans Licht, wo sie die Augen aufriss. Katzen, tausende, so kam es ihr vor, trudelten im Lager herum.Einige drehten sich um und liessen ein Schnurren in ihrer Kehle rumpeln."Deine Kleine geht zum ersten Mal auf entdeckungstour, stimmt`s, alter Kämpfer?", maunzte ein Kater zu ihrem Vater.Dieser antwortete mit stolz geschwellter Brust:"Gut erkannt, Dornengesicht, alter Junge."
    -"Ich sehe, sie ist ein Schatz."Disteljunges spürte, wie sie rot wurde und verkroch sich unter Nachtschweifs Bauch.Daraufhin hörte sie ein tiefes Schnurren von Dornengesicht."Ich fordere alle Katzen auf, die alt genug sind um ihre Beute selbst zu fangen auf, sich hier unter dem Riesenfels zu versammeln.", schallte eine tiefe, aber merkwürdigerweise etwas gebrechlich wirkende Stimme durch das Lager."Graustern will bestimmt von den Fuchsspuren erzählen, die wir gefunden haben", murrte Schwarzschweif grimmig.Seine Tochter kroch unter seinem warmen Bauchfell hervor und erblickte Graustern.Zuerst war sie erschrocken, ihn so stehen zu sehen.Klein, mit hochgezogenen Schultern und mit hängendem Schwanz.Selbst von der Entfernung konnte Disteljunges seine vom Alter graue Schnauze und seine schlaffen Schnurrhaare sehen.Ihre Erstaunen wurde noch größer, als sie den Stellvertreter erblickte, einen jungen, kräftigen, vor Selbstbewusstsein nur so trotzenden Kater mit strahlendem, rostrotem Fell und tatkräftigen, gelben Augen.Von irgentwo hörte das Junge ein verärgertes Flüstern."Der alte Graustern sollte endlich seinen Sohn Abendwind ranlassen! Mich würde es nicht wundern, wenn er von Riesenfels fallen würde, so alt ist er!"Die Stimme kam von einem schwarz-weißem Schüler, der es so sagte, als ob Graustern ein Ältester ohne Zähne wäre.Zu Disteljunges zufriedenheit gab die Mentorin des Schülers ihm eine saftige Ohrfeige und schimpfte:"Wann lernst du endlich, dass Alter die meiste Erfahrung bedeutet, Iltispfote? Graustern hat mehr erlebt als wir alle.Besonders du solltes vor ihm großen Respekt haben".Graustern hob den Schwanz, um für Ruhe zu sorgen"Katzen des BlitzClans.Die Blattleere beginnt und die Beute verschwindet.Dornengesicht hat mit seiner Patrouille Fuchsspuren entdeckt, aber was noch schlimmer ist..."Der Anführer schien vor Grauen zu wanken"Sie haben Schattenfängers Leiche nahe der Grenze gefunden.Er wurde von einer Katze getötet, nicht von einem Fuchs.Wir bedauern den Tod dieses geschätzten Kriegers.Er war ein Kämpfer, ein Gefährte.Ein Freund.Ein Vater.Möge er gute Jagd finden, der kater der den Erdrutsch kommen sehen hat und so den Tod vieler Katzen verhindert hat."In diesem Moment hoben alle Katzen ihre Stimme zu einem Jaulen und heulten in den Himmel"Legends never die!"Disteljunges heulte verdutzt mit, fragte sich aber, was dieser seltsame Satz zu bedeuten hatte.Sie selbst hatte Schattenfänger nie gekannt, jedoch verstand sie, dass sogar sie selbst ihm etwas schuldig war."Es könnte sein, dass Streuner ihn ermordet haben.Deswegen werden Abendwind, Dornengesicht,..."Graustern unterbrach sich.Ein Jaulen erhob sich:"TauClan! Greift an!"Sofort schob Schwarzschweif Disteljunges zu ihrer Mutter, die sie am Nackenfell packte und sie in der Kinderstube trug."Es ist alles gut, Liebes, es ist alles gut...", murmelte diese.Jedoch war offentsichtlich nicht alles gut.Disteljunges konnte die Schreie hören.Sie erkannte das Kreischen von Schwarzschweif, Graustern, Dornengesicht und Iltispfote.Ihr Fell prickelte und stellte sich unwillkürlich auf, als sie Rosengluts Schweif eng an ihrem Körper spürte.

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    Stille.Beängstigende Stille.Nur unterbrochen von einem gelegentlichem, schmerzhaften Stöhnen.Schwarzschweif streckte den Kopf herein."Bin ich erleichtert, dass ihr okay seid.Mit dir auch alles in Ordnung, Orchideenblüte?"-"Alles in Ordnung.Geht`s Krähenfrost gut?", fragte die Kätzin mit dem angeschwollenem Bauch."Alles in Ordnung, beruhige dich, mit ihm ist alles in Ordnung."Das Stöhnen drang wieder über die Lichtung.Disteljunges legte die Ohren an, um das nicht hören zu müssen."Wer ist das dann?", fragte ihre Mutter.Ihr Gefährte seufzte traurig."Es ist Dornengesicht.Er...ist schwer verletzt"Seine Stimme klang nass vor Trauer.Disteljunges schauderte.Konnte es sein, dass der Krieger im Sterben lag?"Warum haben sie uns angegriffen?", flüsterte sie.Ihr Vater seufzte wieder und hauchte ihr behutsam ins Ohr."Der TauClan will mehr Territorium.Sie haben einen schrecklichen Anführer, Gelbstern.Einmal im Mond schickt er seine Katzen auf die Jagd, dann ist ihr Revier so gut wie leer.Er lässt Schüler viel mehr Kampf-als Jagdstunden machen.Auch lässt er auch kranke Katzen kämpfen.Ich traf einen Kater, der offentlich Fieber hatte.Der arme Kerl hatte fast keine Kraft mehr, ich ließ ihn nach ein paar Kratzern gehen.Wir haben sie vertreiben können, aber sie haben viele verletzt.Dornengesicht hat es am schlimmsten erwischt, aber er hat auch gegen Gelbstern persönlich gekämpft."Disteljunges wimmerte auf, als er Dornengesichts Heulen hörte.Auch wenn ihre Eltern ihre Sicht versperrten, erhaschte sie einen Blick auf den verletzten Kriger.Augenblicklich zuckte sie zurück.Der Anblick, der sich in ihren Augen spiegelte, war einfach schrecklich.In der Mitte der Lichtung lag der Krieger mit dem braunem Pelz.Dieser war aber nun in einer blutroten Farbe.Die heilerin, Veilchenblüte, mühte sich verzweifelt ihre Kräuter auf die Wunden zu legen.Ihr Patient wälzte sich im Dreck, wandte sich vor Schmerzen und stöhnte grauenerfüllt.Eine Kätzin kauerte neben ihm, die Augen voller Tränen und hielt seinen Schwanz schraubstockfest mit ihrem Schwanz."Er darf nicht sterben!", schrie die Kätzin."Er darf einfach nicht!"Veilchenblüte blickte kurz auf."Ich werde es nicht zulassen, Sturmgeflüster!", minte sie grimmig.Disteljunges kam es so vor, als ob das grauenhafte Geschrei Tage dauern würde, dann würde es still.Langsam richtete das Junge die angelegten Ohren auf und verrengte sich den Hals, um einen Blick auf den Körper zu werfen.Einen Moment frass der Gedanke sie von innen auf, dass er gestorben sei.Als sie sah, dass seine Flanken sich flach hoben und senkten, atmete sie erleichtert auf.Im nächsten Moment spürte sie die raue Zunge ihrer Mutter an ihrem feinen Ohrfell."Wird er wieder gesund?", die Stimme des Jungen zitterte.Sie bekam keine genaue Antwort."Das liegt in den pfoten der Ahnen, Liebes.Komm, es dämmert.Es ist Zeit fürs Nest."Ihre Mutter hörte sich ängstlich an.Ihre Tochter wiedersprach nicht und ringelte zu einer Fellkugel ein, anb den milchwarmen Bauch ihrer Mutter, deren sanfte Zunge sie langsam in den Schlaf wusch.

    Disteljunges wurde von Stimmen geweckt.Sie erkannte Veilchenblütes und Schwarzschweifs Stimme.In der Hoffnung, Informationen zu bekommen, bewegte sie sich nicht und hielt die Augen geschlossen.Die tiefe, besorgte Stimme ihres Vaters fragte:"Wie geht es ihm?`"Eine weibliches Miauen antwortete:"Er lebt.Und ich denke, er wird durchkommen.Aber seine Wunden sind tief udn können sich immer noch entzünden.Egal was passiert, er wird mindestens sechs Monde nicht seinen Pflichten nachkommen können."Disteljunges wäre fast aufgeschreckt.Sechs Monde? Dann wäre sie schon 2 Monde eine Schülerin."Aber ich werde ihm alles bringen, was er braucht, wenn ich eine Schülerin bin.Und jeden Tag nach ihm sehen!", nahm sie sich vor.

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    Zwei Monde waren vergangen seit dem Angriff des TauClans. Orchideenblüte hatte geworfen und Wunschjunges und Hoffnungsjunges geboren, sowie auch den jungen Kater Dämmerungsjunges.Mit den dreien zu spielen machte immer großen Spaß.Dies war Disteljunges Lieblingsbeschäftigung geworden.Gerade spielten die drei Verstecken und Disteljunges kauerte hinter einem Busch.Die Dornen piksten sie ins Fell, aber es war wenigstens ein sicheres Versteck.Und sie hatte einen guten Blick über das Lager.Viele Katzen kamen von der Jagd zurück, aßen, wuschen sich oder sonnten sich.Tatsächlich war es ein außergewöhnlich warmer Tag für Anfang Blattleere.Schüler kämpfen spielerisch.Aufregeung erfüllte die Kätzin.Sie war bereits vier Monde al und damit alt genug, um eine Schülerin zu sein.Graustern konnte sie jeden Moment zur Schülerin ernennen."Hab dich!", krähte Dämmerungsjunges triumphierend und sprang um sie herum."Jaja!", meinte sie und griff den Kater spielerisch an.Im nächsten Moment fand sie sich unter ihm wieder."Schon gut, schon gut.Du hast gewonnen.", maulte Disteljunges.Auf einmal spitzte sie Ohren, als sie Grausterns Versammlungsruf hörte."Meine Zeremonie!", dachte sie verschreckt und blickte an sich herunter.Oje, ihr Fell war total verwuschelt und stand zu allen Richtungen ab.Gerade als sie sich hinunterbeugte, um ihr Fell zu glätten, spürte sie Zähne an ihrem Nackenfell und verlor den Boden unter den Füßen.Rosenglut trug sie quer über die Lichtung, setzte sie ab und wusch sie mit energischen Zungenstrichen.Normalerweise hätte sie sich gewehrt, aber es war schließlich ihre Zeremonie.Doch als sie nur ein wenig geputzt war, wurde Disteljunges nach vorne gerufen.Rosenglut stupste ihre Tochter an."Geh schon.Auf dein Fell kommt es nicht an."Schnell stolperte sie nach vorne, stolperte über einen Zweig und fiel unsanft hin.Das Junge musste rot wie der Abendhimmel sein, als überall amüsiertes Schnurren aufstieg.Flammenpfote, der Kater der keinen Respekt vor Graustern hatte, lachte am lautesten.Selbst unter den vielen Stimmen hörte sie ihn.Graustern gebot unter erhobenem Schwanz Ruhe und sprach die zeremonieniellen Worte."Distelpfote, dein Mentor wird Kieselschatten sein", schallte seine gebrechliche Stimme durch das Lager.Mit gemischten Gefühlen blickte Distelpfote zu ihrem Mentor.Kieselschatten war für seine wechselnden Launen bekannt.In einem Moment machte er einen Scherz, im nächsten konnte er einejn ausschimpfen.Aber jetzt blickte er sie warm an und berührte sie an der Nase."Ich werde dich zur besten Kriegerin machen, die du werden kannst", versprach er ihr.Distelpfote schnurrte leise und gesellte sich zu ihrem Mentor an den Rand des Lagers. "So.", meinte er." Erstmal werden wir zur Grenze gehen und das Territorium abstreifen.", bestimmte er und lief zügig aus dem Lager.Distelpfote erhaschte noch ein Blick auf ihre stolzen Eltern und beeilte sich, mit Kieselschatten Schritt zu halten"Der alte Kieselschatten ist noch ziemlich flink.", dachte sie sich.Als sie das Tempo verlangsamten, wehte Distelpfote ein abscheulicher Gestank entgegen."Was ist den dieser Gestank?", rief sie aus.Kieselschatten lachte röhrend auf."Das ist der TauClan.das kommt, weil sie sich gerne in Eiswasser stürzen und Fische fangen.Seine Schülerin schüttelte sich, als ob sie einen tropfnassen Pelz hätte.In der nächsten Zeit gingen sie entlang der Grenze und markierten sie. Distelpfote freute sich, dass der Geruch des BlitzClans so kräftig war.Es roch nach Freiheit, Wildheit, Freundlichkeit und Willenskraft.Jetzt war sie eine Schülerin des BlitzClans.Und sie würde dem Clan dienen, bis zum letzten Atemzug.

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    Als die beiden wieder zurückwaren, waren Distelpfotes Ballen wund und sie fühlte sich ausgelaugt, als ob sie bis zu dem Sternensee gelaufen."Geh jetzt und bringe Dornengesicht etwas zu fressen, danach kannst du selbst etwas fressen.", befahl er und Distelpfote nickte nur.Die Schülerin schnappte sich zwei Vögel für den Verletzten und steckte den Kopf in den Heilerbau, wo sie freundlich von Veilchenblüte begrüßt wurde."Wie war das Training, Distelpfote?", fragte sie."Gut.Kieselschatten hatte einen guten Tag und hat mir das ganze Territorium gezeigt.Wie geht es Dornengesicht?", berichtete die Kätzin und ließ ihren Blick zu dem Patienten schweifen, der sie freundlich anlächelte, aber Distelpfote konnte Schmerzen in seinen gelben Augen lesen."ihm geht es gut.Die Wunden sind versorgt und er braucht keine Kräuter mehr, nur Ruhe.", meinte sie.Die schwarze Katze legte die Beute vor den Kater und saß sich neben ihn."Du bist Rosenglut wie aus dem Gesicht geschnitten.", meinte er lächelnd, bei Rosengluts Namen klang seine Stimme etwas wehmütig.Oder bildete sich Distelpfote dies nur ein?"Nur dein Fell und Körperbau sind von Schwarzschweif.Außer deine weiße Pfote.Danke für die Beute, Kleine."- "Keine Ursache, Dornengesicht.", sagte die Schülerin verlegen und verlässt den bau, um sich selbst etwas zu fressen zu nehmen.Plötzlich stellte sich Flammenpfote vor sich."Na, was ist los, Disteljunges? Oder willst du zurück in die kinderstube? Du siehst so müde aus wie ein alter Dachs.", höhnte er verächtlich.Wut flammte in Distelpfote auf:"Ich bin kein Junges! Du bist auch nicht viel älter als ich, Flammenjunges!", maunzte sie und machte einen Buckel.Doch Flammenpfote blieb ganz ruhig und sagte gelassen:"Was war das bei deiner Zeremonie? Kannst du nicht deine Pfoten voreinander setzen?"-"Ach, lass mich in Ruhe.", meinte die Schülerin, weil ihr nichts besseres einfiel, schlang einen dünnen Spatz hinunter und legt sich in ihr Nest in dem Schülerbau."Tut mir leid, dass er so war.Ich bin übrigens Tupfenpfote", ertönte eine schüchternde, leise Stimme hinter der Kätzin."Es ist nicht deine Schuld.", murmelte sie und bemühte sich um einen freundlichen Ton, sagte aber nichts weiteres und steckte die Nase unter die Pfoten, bevor die Schülerin langsam ins Reich der Träume abdämmerte.

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    Etwa zwei Tage waren vergangen und die Schikanen von Flammenpfote häuften sich.Distelpfote trottete gerade mit hängendem Kopf zurück ins Lager.Sie hatte heute mit Flammenpfote Kampftraining gehabt.Mit ihren schlechten Kampfkünsten hatte sie Kieselschatten zur Weißglut gereizt, weshalb er bis zum Ende der Einheit sehr schlechte Laune.Flammenpfote hatte sich das zu Nutze gemacht und statt dem defensiven Gegenzug aggressiv nach ihrer Nase geschlagen, bevor die kleinere Schülerin auf seinem Rücken landen konnte.Aufgrund ihrer zerkratzten Nase hatte sie ebenfalls ihre Krallen ausgefahren und ihm dies zurückgegeben.Natürlich hatte Kieselschatten genau dies gesehen und sie streng zurück ins Lager geschickt, um die Ältesten nach Zecken zu untersuchen, egal mit was seine Schülerin versuchte, sich zu verteidigen. Das Zeckensuchen machte sie nicht traurig, nur dass ihr Mentor ihr nicht glauben wollte."Trotzdem, ich hätte nicht zurück die Krallen ausfahren müssen", musste sie sich eingestehen, auch wenn ihr Stolz das nicht gern hörte.Plötzlich fand sie sich im Lager wieder, sie war so in Gedanken versunken, dass sie das gar nicht gemerkt hatte.Die schülerin sah sich nach Tupfenpfote um, denn entzwischen verstanden sie sich gerade ganz gut.Doch sie musste mit ihrem mentor auf der Jagd sein.Distelpfote seufzte, schlich dann aber in den Heilerbau um sich etwas Mäusegalle zu holen.Auf dem Weg zum Ältestenbau hätte sie beinahe das übel riechende Moos fallen lassen.Denn in diesem Moment ertönte triumphierendes Jaulen und Abendwinds Patrouille platzte ins Lager, mit zwei Katzen im Schlepptau.Die Schülerin erkannte den abscheulichen, fischigen Geruchs des TauClans.Augenblicklich sträubte sich ihr Fell.Hatte der zweite Anführer Katzen gefangen genommen? Was wollten sie? Waren sie ins Territorium eingedrungen? Tausend fragen wirbelten durch ihren Kopf.
    “GRAUSTERN!”, jaulte eine schadenfrohe Stimme durchs Lager.Abendwinds Stimme.Der alte Anführer schlurfte aus seinem Bau und blickte mit zusammengekniffenden Augen nach unten.Distelpfote verrengte sich den Hals, um einen Blick auf die Eindringlinge zu erhaschen.Erschrocken zuckte sie zurück.Die Fremden waren klein, hatten verklebte Felle und hatten ihre tränenden Augen auf den Boden gesenkt.Aber sie waren junge Katzen, einer von ihnen konnte gerade mal so alt wie Distelpfote sein."Sie sehen nicht gefährlich aus", dachte die junge Schülerin, Trotzdem blieb ihr Nackenfell gesträubt, auch als Graustern strauchelnd neben ihr landete und gezwungen den Kopf hob."Was wollt ihr in unserem Territorium? Habt ihr nicht genug Leid über uns gebracht?", knurrte dieser feindselig.Der kleinere von beiden hustete ängstlich und drückte sich an seine Clan-Gefährtin.Diese räusperte sich und murmelte:"Wir kommen in Frieden.Wir wollen euch nichts tun.Mein Schüler Wolkenpfote und ich sind gekommen, um..."Ein Niesen unterbrach sie."...um euch zu fragen, ob ihr uns vielleicht Kräuter und Beutegeben könntet.Unser Clan leidet, Graustern! Viele von uns sind sehr krank, unser Heiler ist überfordert.Gelbstern lässt uns keine Ruhe und bereitet sich auf einen weiteren Angriff vor!", schilderte sie heiser. Distelpfote spürte, wie das Mitleid durch ihren ganzen Körper strömte.Diese Katzen waren nicht gefährlich."Sie sind nur Katzen, wie wir.Sie können nicht böse sein, nur weil sie zum TauClan gehören, oder?", grübelte sie, während sie den Kopf drehte und auch in Grausterns blauen Augen zeigte sich Mitleid.Leider bemerkte dies auch der Stellvertreter."Graustern, du hast doch wohl nicht vor, ihnen Zuflucht zu gewähren! Wenn sie wirklich krank sind, könnten sie das über den gesamten Clan verbreiten! Es ist nicht unsere Sache, diesen Aasfressern Beeute zu schenken."Auch die Heilerin Veilchenblüte trat vor."Abendwind hat Recht! Ich habe diese Krankheit schon mal gesehen.Es ist eine neue Krankheit und man weiß kein Heilmittel dagegen!"Zu der Verärgerung der jungen Schülerin senkte Graustern den Kopf und nickte.Distelpfote musste sich zurückhalten, um nicht vor Mitleid aufzuheulen, als die kranken Katzen weggeschickt wurden."So leicht werde ich nicht aufgeben, aber ich soll doch meinem Clan loyal sein? Aber sie machen einen Fehler!", wirbelten die Gedanken durch ihren Kopf.Sie wollte den Katzen unbedingt helfen.Leider musste sie sich eingestehen, dass die heilerin und der Stellvertreter recht hatten.Und außerdem hatte sie keine Ahnung von Kräutern.Trotzdem nahm sie sich vor, eine Lösung zu finden. Seufzend nahm Distelpfote das Moosbündel auf und trottete zum Ältestenbau. Schweigsam tupfte sei das in Mäusegalle getränkte Moos auf Fleckenpelz` Fell und suchte sie weiter nach Zecken ab."Was betrückt dich, Kleine?", fragte die alte Kätzin sie.Einene Augenblick zögerte sie, dann seufzte sie wieder:"Mir tun die Katzen so leid! Sie brauchen doch Hilfe!"Ehe Distelpfote sichs versah, hatte sie der ältesten Katze des Clans ihr gesamtes Herz ausgeschüttet.Das noch funktionierende Auge der Katze blitzte verständnissvoll."Folge deinem Herzen, junge Distelpfote.Überlege immer, was das Richtige ist."

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    Die Nacht schlang ihre Klauen um die kleine Schülerin und zog sich förmlich wie Nässe in das Fell der Kätzin.Trotzdem hatte sie ihre Mission klar im Sinn, auch wenn sie in jedem Schatten und jedem raschelndem Farn eine Bedrohung war.Im Kopf ging sie ihren Plan immer wieder durch, um sich von der finsteren Nacht abzulenken.Die Nacht war gekommen und gegangen und am Tage hatte sich Distelpfote gut vorbereitet: Zuerst hatte sie sich "aus Interesse"von Veilchenduft die Kräuter gegen die Symptome erklären lassen, dann hatte sie in feiner Pfotenarbeit einen schlichten, aber praktischen Bau für die Patienten gebaut.Zum Glück hatten hier früher Füchse gewohnt, sodass das "Lager"am Rande des Territoriums nicht leicht zu finden war.Jetzt schlängelte sie sich vorsichtig durch TauClan-Territorium.Plötzlich pikte sie etwas in die Seite, was sie zurückzucken ließ.Erst nach ein paar Augenblicken registrierte sie, dass der Farnstängel keine Bedrohung darstellte.Am Ende kam sie an einen Ort, der so stark nach TauClan roch, dass dieser Felsenkessel das Lager sein musste.Aufgrund des Geruchs Katzen ungefähr in Schüleralter erkannte sie den Schülerbau.Nachdem sie sich den Boden bedacht hatte, trat sie einige Kieselsteine nach unten, die auf das Dach des Schülerbaus fiel.

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Kommentare (5)

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vor 127 Tagen flag
Danke Traumpfote!
vor 129 Tagen flag
Wow mega gute Geschichte!
vor 134 Tagen flag
Okay,ich schreibe weiter,habt Geduld!^^" Danke für eure positiven Kommentare!
vor 135 Tagen flag
Ich schließe mich Distelherz an... WIE GEHT ES WEITER!???
vor 155 Tagen flag
BITTE SCHREIB WEITER!