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Elarras - Die eine und neun andere

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1 Kapitel - 7.672 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 317 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Kapitel 32

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32. Bittere Stille
Ein feines Zittern geht durch den Erdboden, als wir am Haupttor ankommen. Die Treppe hinauf in den Turm führt Ranak mich allein. Wenn nicht die Schadenfreude in seinem Gesicht so greifbar wäre, könnte man direkt etwas Mechanisches in seinen Bewegungen erkennen, als würde er einfach nur eingegebene Befehle ausführen, denn sobald wir das Innere des dunklen Turms betreten, verstummt er vollkommen und schaut auch nicht mehr wirklich zu mir zurück. Ich wüsste gerne, wo Gremgosh gerade ist. Von ihm dort hinauf geführt zu werden, wäre mir bedeutend lieber, aber ich traue mich nicht bei Ranak nachzufragen und selbst wenn ich fragen würde, daran lässt sich gerade wohl kaum etwas ändern. „Warte hier“, sagt er schließlich, als wir ganz oben ankommen und wieder blitzen seine gelben Augen gehässig auf. Ich bleibe auf der Stelle stehen, während er im Dunkeln verschwindet. Auf der gleichen Stelle, auf der ich vor wenigen Tagen, aber auch schon vor einigen Jahren gestanden habe. Es ist warm und stickig hier oben, selbst wenn man das bei dieser Höhe nicht erwarten würde. Fenster wären keine schlechte Idee. Sicher, ein Fenster gibt es, wenn ich mich recht erinnere, noch ein Stückchen weiter oben, aber ist ein einziges nicht ein bisschen wenig? Meine Gedanken schweifen ab. Was soll ich jetzt eigentlich machen? Mich weigern. Ja, das hatte ich gestern noch vor und das scheint mir im Nachhinein tatsächlich sinnvoller als kampflos aufzugeben. Ein Druckmittel hat Sauron ja nun wahrlich nicht und wenn die Festung kollabiert, während ich noch hier drin bin, dann ist es halt so. Frodo und Sam müssten mittlerweile schon nah genug am Orodruin sein, dass sie den Ring im Laufe des Tages vernichten können. Komisch. Gestern habe ich mich noch so der Ausweglosigkeit nahe gefühlt, dass meine Nerven separate Zusammenbrüche erlitten haben. Heute aber ist mir irgendwie alles gleichgültig. Ist es dieser merkwürdige Traum gewesen? Oder einfach nur die Hoffnung, dass alles endlich mal zu einem Ende kommt? Ich weiß es nicht. Ich weiß ja nicht einmal, ob ich lebend hier rauskommen werde. Wahrscheinlich ist es ja nicht gerade. Da Ranak immer noch nicht zurückkommt, summe ich irgendwelche Melodien vor mich hin. Irgendwelche Einsingübungen, die ich noch aus meiner Kindheit in der anderen Welt kenne. Wenn die dort wüssten wo ich gerade bin und was hier gerade so passiert... Wie sieht es bei ihnen wohl aus? Würden sie sich überhaupt an mich erinnern? Was ist nach meinem Verschwinden dort passiert? Darüber habe ich nie so wirklich nachgedacht. Aber... jetzt bringt das auch nichts mehr. Da fällt mir ein, ich darf doch heute nachsehen, was überhaupt in diesen Stofffetzen eingeschlagen ist. Der Morgen ist bereits angebrochen und irgendwie interessiert es mich schon, was da drin ist, auch wenn es mir hier wohl kaum etwas nützen wird. Vorsichtig taste ich meine Tasche nach dem Stoff ab, hole das Stückchen mit der rechten Hand hinaus und falte es so auseinander, dass der Inhalt in meine linke fällt. Da fällt tatsächlich auch etwas heraus, das ich im Dunkeln nicht erkennen kann, aber es fühlt sich kühl an und als es durch meine Finger gleitet, ist eine raue Struktur wie von winzigen aneinandergesetzten Ringen spürbar. Ein dumpfes aber kurzes Rasseln ist zu hören, als es auf den Boden trifft. Wie angewurzelt bleibe ich stehen. Ich möchte es nicht aufheben. Ich möchte nicht, dass es ist, von dem ich befürchte, dass es das ist, doch aus Affekt muss ich mich hinunterbeugen und nach dem Heruntergefallenen suchen. Als meine Haut auf kühles Metall wie von einer feinen Schnur aus Eisen trifft, zittere ich. Es ist ein Kettchen. Ein Halskettchen. Langsam und unsicher taste ich nach dem Anhänger, lasse die Kette aber fast wieder fallen, als ich dessen Form erkenne. Wo hat er sie her? Sie müsste doch in Minas Tirith sein, wenn niemand sie mitgenommen hätte. Und wer hätte denn... Ich stocke und presse meine Lippen fest aufeinander. Schwindel ergreift mich und ein scharfer Schmerz durchzuckt meine linke Schläfe. Wer wenn nicht Legolas? Es dauert bis meine Fassung allmählich zurückschleicht, die Kopfschmerzen aber wollen nicht ganz verschwinden. Es muss nicht gleich bedeuten, dass er hier ist. Vielleicht hat Helendir die Kette ja auch einfach irgendwie anders an sich gebracht, ein Duplikat hergestellt oder... es könnte auch eine Täuschung sein, ja bestimmt, bestimmt ist es wieder nur eine Täuschung. Trotz meiner Versuche mir irgendwie logisch herzuleiten, dass es nichts zu bedeuten hat und ich Ruhe bewahren sollte, solange ich nichts gewiss weiß, zittere ich wie Espenlaub, als sich eine ernüchternd drückende Präsenz im Raum breitmacht. Ich werde mich weigern, zumindest rede ich mir das ein, komme aber nicht umhin daran zu denken, was denn wohl passieren würde, wenn es doch stimmt. Wenn Legolas wirklich hier ist. Ein Schatten löst sich aus dem Dunkeln, die dunstige Wärme verwandelt sich in eine sengende Hitze und ich muss den Blick zu Boden senken. Ich werde mich weigern. Das hatte ich vor. Ich werde ihn nicht dazu befähigen Schönes erschaffen zu können. Saurons Gestalt materialisiert sich langsam vor mir, bis er wieder eine menschenähnliche Form angenommen hat und mich stumm mustert. Es gibt Momente, in denen möchte man einfach nur tot umfallen. Das ist gerade so ein Moment, aber ganz ehrlich, wer sagt denn, dass Sauron meinen Tod nicht genauso handhaben würde wie Helendirs unzähligen Tode? „Helendir ist ein Elb“, kommt nach so langer Zeit wieder die Stimme in meine Gedanken. „Du bist ein Mensch. Elben sterben nicht so wie Menschen. Und wenn du jetzt nicht mehr leben würdest, könnte Sauron nichts mehr daran ändern. Aber das soll nicht geschehen.“ Am liebsten würde ich ein Kopfschütteln darauf erwidern, doch Sauron schaut mich immer noch genauestens an und ihn so etwas merken zu lassen, das möchte ich nun wirklich nicht. „Warum bist du allein hier?“, fragt er schließlich und zwingt mich aufzusehen. Die Trockenheit in meinem Hals lässt das Schlucken wehtun, aber ich antworte mit so viel Fassung wie ich nur auftreiben kann: „Ranak hat mich hergebracht. Ihr wolltet doch nur mich oder eher meine Fertigkeiten haben.“ Darauf erwidert er nichts, sondern begutachtet mich noch einmals, als würde ihm etwas an mir nicht so recht gefallen wollen. „Dieser Ork“, fährt er schließlich fort, „hat mir einige unschöne Dinge über dich erzählt. Zugegeben, auch Dinge, die ich gar nicht einmal für so verachtenswert halte wie du es tun würdest. Ich hätte nicht gedacht, dass du dazu in der Lage wärst jemanden so zuzurichten, wie du ihn zugerichtet hast. Aber euer kleiner Zwist ist für mich kaum von Belang. Und nun ist bereits genug Zeit vergangen, ich habe meinen Teil des Handels erfüllt. Du noch nicht.“ Ich schweige. Meine Halsschlagader schwillt an und an meinen Schläfen baut sich spürbarer Druck auf, der mir den Puls unbarmherzig durch die Arterien hämmert. „Nun?“, fragt Sauron nach, aber ich traue mich nicht Antwort zu geben. Nicht solange ich mir nicht im Klaren darüber bin, was hier vonstattengeht. „Was wird mit mir geschehen, wenn ihr mein Können an euch nehmt?“, bringe ich schließlich brüchig über die Lippen. „Werde ich sterben? Oder wird es mir wie Helendir ergehen?“ Beinahe möchte ich ein Grinsen in seinen Zügen wahrnehmen, als er den Kopf schüttelt und näher kommt. Die Hitze des Raumes steigt in ihrer Unerträglichkeit und lässt Schweißperlen über meine Stirn kullern. Es ist Angst, was sich an mir hinaufschleicht. Angst. Angst vor oder um was? Keine Ahnung. Aber sie lässt mich erstarren. „Du wirst nicht sterben“, sagt Sauron schließlich und zwingt mich wieder den Blick zu heben. „Aber du wirst all deine Begabungen, all dein Können, all das, was dich zu einem lebenden Wesen macht, das wirst du verlieren.“ Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken, doch eine Erwiderung kann ich immer noch nicht hervorbringen. Es scheint ihn zu amüsieren, denn er lacht und bevor ich überhaupt den Mut dazu aufbringen kann etwas zu sagen, spricht er weiter. „Denke nicht, ich wüsste nicht darum, dass du dich weigern wirst dies ohne Weiteres anzunehmen. Glaubst du etwa, mir bleibt verborgen, was in meinem eigenen Land geschieht? Helendir hat dich für seine Genesung verraten. Mit Trugbildern habe ich es nicht geschafft dich zu überlisten, aber anders verhält es sich wohl mit echten Leben. Und deine Naivität hat die ganze Sache noch leichter gemacht.“ Er ruft nach Ranak und kurz darauf kommt dieser aus dem Dunkeln hervor, hinter sich her zieht er jemanden, dessen Gesicht ich nicht erkennen kann, denn es ist verhüllt. Doch egal wer es sein mag, das Klügste hier wäre wohl zu leugnen, dass ich diese Person kenne. Sofern ich es denn zustande bringen würde glaubhaft zu lügen. Ranaks Grinsen macht es mir nicht einfacher keine Regung anmerken zu lassen, als er dem Gefangenen die Kapuze vom Kopf zieht. „Du kennst ihn nicht, habe ich recht?“, fragt Sauron und für den ersten Augenblick ist eine skeptische Verwunderung in meinen Zügen zu lesen. Warum unterstellt er mir direkt von Anfang an genau das Gegenteil, von dem, was ich eigentlich erwarten würde? Rasch darauf schüttle ich jedoch den Kopf, den Blick zu Boden gerichtet, um niemanden ansehen zu müssen. Das ist dumm. Sehr dumm von mir. Ein offensichtlicheres Zeichen dafür, dass ich lüge, gibt es wohl nicht, also schaue ich gleich wieder hoch, erst zu dem Gefangenen, auf dem mein Blick etwas länger liegenbleibt, dann zu Sauron. Ja, es ist Legolas. Aber er sieht seltsam verändert aus, als hätte er mehrere Tage weder essen, trinken noch schlafen können. Seine Hände sind ihm hinter dem Rücken zusammengebunden worden, ansonsten könnte er sich noch frei bewegen, geknebelt wurde er nicht. Das ist wohl auch unnötig, denn so schwach wie er aussieht, ist er sicher kaum imstande auch nur ein Wort deutlich über die Lippen zu bringen. „Ich kenne ihn nicht“, erwidere ich festen Tones und schüttle zum wiederholten Male den Kopf. „Verlogenes Weibsstück“, murmelt der Ork, verstummt jedoch sofort, als Sauron ihn despektierlich ansieht. Ich schaue noch einmal zu ihm hinüber. Wieso Legolas? Warum ausgerechnet er? Hat der Brief denn gar nichts bewirkt? „Geh“, befiehlt Sauron dem Ork schließlich. Dieser will widersprechen, kommt aber gar nicht dazu, sondern schleicht sich eingeschüchtert von seinem Blick hinaus aus dem Raum. Eine gewisse Anspannung ist bei dem Befehl in seiner Stimme zu hören gewesen. Vielleicht ist die Zeit schon so weit vorangeschritten, dass der Ring bald vernichtet wird, dann werden auch die Streitkräfte aus Minas Tirith und Rohan bereits am Morannon sein. Vielleicht kommt die Anspannung daher. Aber es beruhigt mich nicht. Im Gegenteil. Wenn dem schon so ist, wird Barad-Dûr in sich zusammenstürzen und uns alle verschütten. Ich beiße mir auf die Unterlippe und schaue zurück zu Sauron. Gibt es denn noch eine Möglichkeit Legolas hier hinauszuschaffen, bevor das alles passiert? „Was bezweckt ihr eigentlich damit?“, überwinde ich mich zu fragen und halte die Hand an meine linke Schläfe, da ein scharfer Schmerz sie plötzlich durchzuckt. Sauron antwortet mir nicht. Er mustert mich nur noch einmals mit einem abwertenden Ausdruck im Gesicht und spricht unverwandt weiter. „Du kannst dich weigern, dann töten wir ihn eben. Aber das sollte dir ja nicht viel ausmachen, zumal du ihn eh nicht kennst.“ „Ihr wollt einen Unschuldigen umbringen lassen?“, frage ich skeptisch, merke aber, dass meine Lippen bei diesen Worten zittern. „Helendir hat mir versprochen keine Unschuldigen mehr miteinzubeziehen.“ „Hat er das?“ Ein Grinsen zeichnet sich in seinen Zügen ab. „Nun, ich bin nicht Helendir. Ich habe dir nichts versprochen, als dass er wieder gesund wird und das ist er geworden.“ „Schwachsinn! Wie wollt ihr ihn geheilt haben, wenn ihr denn nicht Gutes erschaffen könnt?“ Sauron gibt keine Antwort darauf, aber der Schmerz an meiner Schläfe wird schlimmer, als hätte jemand mir ein Messer in den Kopf gerammt. „Ihr erpresst mich mit einem unschuldigen Leben! Lasst ihn laufen, dann werde ich meinen Teil erfüllen!“, bringe ich mit schmerzverzerrter Miene hervor und presse härter auf die pochende Stelle an der Stirn. Geringschätzigkeit lässt sich in seinen Augen sehen, als ich das sage. „Du hast nicht das Recht solches zu fordern. Noch schuldest du mir etwas. Und wenn du dich nicht dazu bereiterklärst, dann werde ich diesen Elb hier vor deinen Augen zerstückeln und den Wargen zum Fraß vorwerfen lassen.“ Unter einem abgewürgten Keuchen zucke ich zusammen. Mein Kopf tut noch ärger weh und lässt mir das klare Denken beinahe unmöglich werden. Schon will ich einwilligen, da sieht Legolas auf und schaut zu mir hinüber. „Tu das nicht“, sagt er kaum hörbar. „Es würde dich umbringen.“ Mehr kann er nicht sagen, denn auch ihn scheinen kurz darauf starke Schmerzen zu ergreifen und er krümmt sich zu Boden. „Lasst ihn!“, rufe ich schließlich und will zu ihm laufen, doch eine unsichtbare Macht hält mich zurück und wirft mich ebenfalls zu Boden. Dennoch möchte ich nicht davon ablassen. Sauron soll mich ruhig umbringen; lange wird er eh nichts von dem Schönen haben, das er dann erschaffen kann. Doch Legolas wird nicht lange überleben, wenn er hier bleibt. „Er hat mit all dem nichts zu schaffen! Lasst ihn fortgehen! Nehmt meine Fähigkeiten, nehmt mein Können, aber lasst ihn frei! Bitte!“ Legolas will widersprechen, als unsere Blicke sich wieder treffen, doch kein Ton kommt ihm über die Lippen und die von Leid verzerrten Gesichtszüge weisen eine angestrengte Anspannung auf. Sauron hingegen scheint recht zufrieden mit dieser Wendung der Dinge zu sein. Ich bezweifle zwar, dass er wirklich Wort hält und Legolas einfach so gehen lässt, aber wenigstens soll er aufhören ihn zu quälen. „Du weigerst dich also nicht mehr?“ Ich nicke, den Blick immer noch auf den Elb am anderen Ende des Raumes gerichtet. Meine Augen werden feucht. Mehr kann ich nicht tun. Was danach mit ihm geschehen mag, will ich nicht wagen auszumalen, aber vielleicht wird er dann wenigstens nicht mehr im Hauptturm sein und hat bessere Überlebenschancen als wenn ich jetzt hier warte, bis Frodo den Ring ins Feuer wirft. „Was soll ich tun?“, frage ich heiser. Doch keine Antwort folgt. Es wird dunkel um mich herum, wie in dem Traum ganz am Ende. Meine Gliedmaßen versteifen langsam, als wären sie zu Stein erstarrt und nach und nach weicht mein Bewusstsein aus meinem Körper, ohne aber in dieser dunklen Leere vollkommen zu verschwinden.
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Am Vormittag gelangt das Heer der Westvölker bereits nach Osgiliath. Es ist gut eine halbe Woche, wenn nicht mehr, vergangen seit der Schlacht auf den Pelennorfeldern und die orkische Besatzung hat die Stadt bereits längst wieder aufgegeben und verlassen. Wer von den Handwerkern aus Minas Tirith abkömmlich gewesen ist, macht sich hier schon an die Arbeit, in Form von Ausbesserungen der zerstörten Wege und Fähren über den Anduin oder indem sie Brauchbares, das von den Orks zurückgelassen wurde, einsammeln. Gegen Abend, als der Himmel sich schon dunkel färbt, kommt die Vorhut des Heeres an der Wegscheide vor Minas Morgul an. Das ist die erste Rast ihres Tagesritts und einige Bogenschützen, die das Gelände in Ithilien recht gut kennen, bleiben gerade hier auch zurück, um Widerstand bieten zu können, sollten sich aus dem Süden oder dem Morgultal noch Feinde hervorwagen. Der Himmel ist klarer und das Wetter mild als das Heer Richtung Norden zum Morannon aufbricht. Nur östlich der Ephel Dúath wollen die dunstigen Nebel und Schatten nicht schwinden. Berittene Kundschafter gehen dem Haupttross des Heeres voraus durch scheinbar friedliches Land, aber vor allem auf der östlichen Seite des Weges halten sie an Vorsicht und Wachsamkeit fest, denn mit jeder Meile, die sie vorankommen, drängt sich eine böse Vorahnung auf ihre Gemüter. Zwei weitere Tagesmärsche nach ihrer Rast vor Minas Morgul treffen sie zum ersten Mal auf feindliche Einheiten. Womöglich hatten diese vorgehabt die vordersten Kompanien in einen Hinterhalt zu locken, aber dank der Kundschafter sind die Heerführer vorgewarnt gewesen. Reiter des Westheeres umreiten die starke Truppe aus Orks und Ostlingen in einem weiten Bogen und greifen die feindlichen Einheiten selbst aus dem Hinterhalt und an ihrer Westflanke an. Doch der Sieg darüber bringt nicht viel Ermunterung. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass dies nur ein Scheinangriff gewesen ist, um ein falsches Bild von Saurons Stärke zu vermitteln. Und als der Tag weiter voranschreitet, lassen sich Nazgûl am Himmel blicken, zwar ohne einen Ton verlauten zu lassen und so hoch, dass man sie kaum erkennen kann, aber dass sie die Verfolgung des Heeres aufnehmen, lässt sich auch an der immer drückender werdenden Stimmung unter den Soldaten und dem trüben Sonnenlicht erkennen. Eine gute Woche nachdem sie von Minas Tirith aufgebrochen sind, gelangen die Truppen an den Rand Nordithiliens. Hier verliert sich das vorerst noch recht freundliche Land in eine Einöde mit Sümpfen im Westen und einer leblosen Steppe im Norden. Ein trostloses Bild ist es, das sich vor ihnen ausbreitet und manch einem der jungen Männer aus Rohan oder der Bauern aus Gondor schwindet bei diesem Anblick der Mut weiterzugehen. Mordor ist für sie bisher nur ein unwirkliches Land, ein Symbol alles Bösen gewesen, doch nun da es sich vor ihnen erstreckt, kommt es ihnen wie ein wahrgewordener Albtraum vor, von dem sie nicht wissen, was sie darin zu suchen haben. Diese ansteigende Mutlosigkeit fällt auch Aragorn auf und erweckt Mitleid in ihm, sodass er ihnen freistellt weiter mitzuziehen oder aber umzukehren und anstelle am Morannon mit ihnen zu kämpfen, die Anduininsel Cair Andros zurückzuerorbern, sofern diese sich denn immer noch in Feindeshand befindet. Die, die zurückbleiben, sind dankbar dafür eine Aufgabe bekommen zu haben, die sie nicht der Ehrlosigkeit preisgibt, aber eher im Bereich des ihnen Möglichen erscheint, doch einige sind beschämt über das Mitleid, das ihnen zuteil wird, also ziehen sie dennoch weiterhin mit. Im weiteren Vorrücken spalten sich keine Kundschafter mehr vom Haupttross ab, das würde nur ihre Kräfte mindern. Und fünf Tage nach ihrer ersten Rast schlagen sie ihr letztes Lager auf. Rings um ihre Lagerstätte entfachen sie kleine Feuer, soweit sich denn trockenes Holz und Gestrüpp finden lässt. Es herrscht Windstille. Dumpf drückt die Luft sich auf die Erde nieder und in der Ferne lässt sich das Heulen von Wölfen vernehmen. Auch wenn der Mond scheinen sollte, so bricht sein Licht nicht durch die Ausdünstungen hinter dem Schattengebirge hindurch. Zur Ruhe kann sich trotzdem niemand wirklich begeben, denn um ihr Lager herum lassen sich wenn auch nur halb sichtbar immer mal wieder umherstreichende Gestalten wahrnehmen. Arod schnaubt unruhig, als noch einmals das Geheul von einigen Wölfen durch das Dunkel tönt. „Ihm gefällt es hier auch nicht“, sagt Gimli und deutet mit dem Kopf zum Pferd hinüber. „Es muss schon ein Wunder geschehen, wenn wir mit den fünftausend, die wir gerade noch sind, etwas ausrichten sollen.“ „Ob Wunder oder nicht, umkehren können wir nun auch nicht mehr, das hättest du früher tun sollen.“ Er winkt ab, als Legolas sich zu ihm, Aragorn und Pippin ans Feuer setzt. „Ich würde nicht umkehren wollen, wenn ich auch jetzt noch die Möglichkeit dazu hätte und unser Lager von einer Herde wildgewordener Mûmakil angegriffen werden würde. Ich sage ja nur, dass wir vorsichtig sein sollten. Diese Nazgûl kreisen schon die ganze Zeit wie Aasgeier über unsere Köpfe und kaum ein Ork hat sich auf unseren Weg verirrt. Wenn ihr mich fragt, stinkt mir das ganz gewaltig. Und dieses Getier, das hier herumkriecht, scheint mir auch ein ganz übles.“ „Solange es uns nichts tut, kann es uns gleichgültig sein wie übel es ist“, erwidert Aragorn darauf. „Mir bereitet es nur Sorgen, dass Sauron bisher nichts weiteres getan hat als diesen einen Hinterhalt zu legen. Auf Heimlichkeit sind wir im Moment nun wahrlich nicht aus und je mehr wir ihn beschäftigen, desto besser. Aber so wie die Dinge aussehen, scheint er anderes im Sinn zu haben als sich mit uns zu befassen.“ „Ich freu mich jedenfalls, dass wir alle bald wieder in Frieden leben können. Nehmt es mir nicht krumm, aber dieses viele Umherreisen ist auf Dauer doch nichts für einen Hobbit, auch wenn es durchaus interessant ist.“ Es verlangt den drei anderen ein Schmunzeln ab, als Peregrin das so sagt. „Du bist ein Guter, Pippin. Deine Zuversicht sollte allen hier ein Beispiel sein“, sagt Aragorn und wirft noch einige Holzspäne ins Feuer. „Na ist denn ein ordentliches warmes Bett und ein gutes Bier nicht Grund der Zuversicht genug? Dem Ork möcht ich den Schädel einschlagen, der mir versucht das zu nehmen. Und wehe auch dem, der das meinen Freunden nehmen will. Der kriegt was zu hören von mir.“ „Sachte, Pippin. Deinen Kampfgeist wirst du später noch eher brauchen als jetzt.“ „Aber recht hat er“, wirft der Zwerg ein und schnalzt mit der Zunge. „Da kannst selbst du nichts dagegen sagen, mein werter Herr Legolas. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass wir alle heil wieder zurückkehren, aber wenn, dann werden wir uns alle wohl auch wieder auf unser Heim freuen. Sei es da im Auenland, in Gondor oder im Düsterwald.“ Sie reden noch eine Weile lang, da wird Legolas stiller und horcht auf. „Hört ihr das auch?“, fragt er leise. Die drei anderen hören sofort auf zu reden und lauschen. Aber dort ist nichts Ungewöhnliches. „Was sollen wir denn hören? Das Wolfsgeheul ist doch nichts Neues“, erwidert Gimli, woraufhin Legolas hastig abwinkt und noch einmals genauer hinhört. „Nein, ich trüge mich nicht. Da kommt jemand.“ Er erhebt sich von seinem Platz und geht näher an den nordöstlichen Rand des Lagers. Die drei Gefährten folgen ihm nur mit unschlüssigen Mienen und bleiben nach wenigen Schritten stehen. „Er hat recht“, sagt Aragorn und legt seine Hand an den Schwertgriff, als sich Hufgetrappel vernehmen lässt. Die Gestalt eines Reiters zeichnet sich schummrig im Dunkeln ab. Alle Geräusche, die sich bis jetzt um das Lager herum hören ließen, verstummen mit einem Schlag, auch das Heulen der Wölfe bricht ab. Im Herannahen erhellt sich der untere Teil des Mantels dieses Reiters, der von dem Licht der Lagerfeuer getroffen wird, sodass er in einem schmutzigen Grau schimmert. Gerade so weit, dass die Gefährten und die umstehenden Soldaten, die ebenfalls auf die seltsame Gestalt aufmerksam geworden sind, sein Gesicht nicht sehen können, kommt er an das Lager heran. „Wer seid ihr?“, fragt Aragorn, nachdem eine schon allzu lange Zeit des Stillschweigens eingesetzt hat. Sie alle haben ihre Hände an den Waffen, denn ein bedrohlicher Schatten geht von dem ungebetenen Gast aus und dass er nichts sagt, verstärkt nur das Gefühl, dass er wohl kaum nur Gutes im Sinn haben kann. Seine Stimme klingt erstaunlich klar und rein, als er dennoch antwortet. „Ein Bote. Aber kein Bote Mordors. Ich komme in eigener Sache, die euch auch angehen könnte.“ Er dreht seinen Kopf umher, als würde er jemanden suchen, bis sein Blick an Legolas hängenbleibt. „Ihr solltet Vorsicht walten lassen, wenn ihr weitergeht. Nicht alles wird sein wie es scheint und manch einer von euch könnte sich noch der Verzweiflung hingeben.“ „Zeigt euer Gesicht“, befiehlt Aragorn ihm mit harter Stimme, doch der Reiter lacht nur leise. „Was nützte es euch? Genauso gut könnte ich euch meinen Namen sagen und ihr würdet mir keinen Glauben schenken.“ Legolas tritt weiter vor und mustert kritisch seine Gesichtszüge, die er durch das Dunkel gerade noch so erkennen kann. „Was möchtest du, Helendir?“, fragt er. „Ist es dir nicht genug, dass du Boromir ums Leben und Eruanne um ihren Verstand gebracht hast? Warum schickt dein Herr dich zu uns?“ Ein Grinsen steht im Gesicht des Reiters geschrieben. „Oh nein, ich bin nicht Helendir. Ich bin nur ein Abbild dessen, sonst könntet ihr mich ja mit aller Einfachheit töten. Aber nichts weiter möchte ich, als euch warnen. Vor allem dich, Legolas Thranduilion. Es mag euer Glück, aber leider auch Eruannes Verderben sein, dass du ihr etwas wert bist.“ Mit diesen Worten löst sich das Bild von ihm in Luft auf und lässt Gefährten und Soldaten gleichermaßen verwundert und besorgt zurück. „Was ist das für eine Teufelei gewesen?“, brummelt Gimli. Legolas starrt nur zu Boden. „Das war Helendirs Teufelei. Nicht Saurons.“ „Von wem es nun auch ausgegangen sei“, sagt Aragorn, „diese Warnung sollten wir womöglich nicht in den Wind schlagen. Wir sollten wachsam sein.“ „Das rate ich euch auch“, wirft Gandalf ein, der sich unbemerkt zu ihnen gesellt hat. „Sollte Sauron es wirklich geschafft haben Eruannes Können an sich zu nehmen, dann birgt es nicht nur für sie sondern auch für uns alle eine große Gefahr.“ „Eruanne ist in Mordor?“, fragt Pippin erstaunt, erhält aber nur ein bedauerndes Nicken vonseiten Gandalfs, der sich kurz darauf mit Aragorn abwendet, um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen. „Wusstet ihr beiden davon?“ Gimli und Legolas nicken ebenfalls mit nicht geringer Besorgnis in den Zügen. „Ich wünschte es wäre nicht so“, murmelt Letzterer in sich hinein, als sie zurück zu ihrem Lagerplatz gehen und auch die anderen Soldaten sich wieder zerstreuen. „Aber warum denn? Sie ist doch nur ein Menschenmädchen...“ „...aus einer anderen Welt“, ergänzt Gimli Pippins Gedanken und schaut ihn vielsagend an. Seine Augen weiten sich. „Was? Du veralberst mich. Ja, ja, ich bin noch ein Jungspund von einem Hobbit und noch recht grün hinter den Ohren, aber das kannst du mir nicht weismachen. Nicht so, Gimli.“ „Aber es stimmt, was er sagt“, erwidert Legolas. „Ob du es glauben willst oder nicht, sie hat uns manche Dinge erzählt, die kann sich kein Menschenverstand so ausdenken, wenn er sie nicht schon gesehen hat. Nur...“ Er stockt und senkt kopfschüttelnd den Blick. „Nur was? Ist da noch etwas, von dem ich erst nach ihrem Tod erfahre?“ „Sprich nicht so!“ Gimlis Ton hat an Schärfe zugenommen, als er das sagte, denn bei der Erwähnung ihres Todes hat Legolas merklich gezuckt und noch einmals heftiger den Kopf geschüttelt. „Bevor die stirbt, muss schon etwas Schreckliches passieren, werter Tuk. Sie ist zäh und eigenwillig, wenn es denn sein muss. Der Dunkle Herrscher wird sich da schön die Zähne ausbeißen, wenn er versuchen würde ihr etwas anzutun.“ „Entschuldigt mich.“ Legolas steht auf und geht allein von ihrem Lager fort. Während Gimli und Pippin noch leise miteinander sprechen, lauscht er auf jedes umliegende Geräusch, das sich vermeintlich hören lässt. Vermeintlich, denn außer dem Feuerknistern und leisen Gesprächen ist nichts wahrzunehmen. Kein Wind, kein Getier, keine Schritte, nichts. Auf einer niedrigen Anhöhe setzt er sich zu Boden und starrt ins Dunkel der Nacht hinein. Sie ist ein Mensch. Früher oder später hätte er eh ihren Tod hinnehmen müssen. Das hat er sich eingeredet, seit er in Minas Tirith davon erfahren hat, dass sie Helendir zurück nach Mordor bringen wollte. Es soll nicht das passieren, was schon in Moria geschehen ist. Er möchte seine Gedanken nicht in Wahnsinn enden lassen, das führt doch zu nichts. Und einen wirklichen Grund hätte es nun auch nicht. Trotzdem schaudert es ihn bei dem Gedanken daran, dass Eruanne das aus eigener Überzeugung getan hat, auch wenn er hofft, dass noch etwas anderes dahinter steht, als dass sie sich einfach nur leicht überreden ließ. Als sie Boromir begrub, dachte er ja auch zuerst es sei Helendir, der da unter der Erde läge, und ihre Fürsorge wunderte ihn noch. Aber er sollte nicht mehr an sie denken. Wie sie schon sagte. Das aber will ihm nicht ganz so leicht fallen wie es ihm besser sollte. Vorsichtig holt er ihren letzten Brief hervor und faltet ihn auseinander. Die silberne Halskette ist immer noch durch das kleine Loch im Papier befestigt. Den Anhänger umschließt er fest mit seinen Fingern, als er die letzten Zeilen noch einmals ließt. „Denn es ist besser mit einem frohen Gemüt in eine Schlacht zu ziehen als mit einem bedrückten.“ Das sind ihre letzten Worte an ihn gewesen. Worte, die er selbst einmal zu ihr gesagt hat, die ihm aber nur wie ein Windhauch aus der Vergangenheit scheinen, denn er möchte sie selbst kaum glauben. Einige Minuten lang starrt er das Papier in seiner Hand an, in der Hoffnung, die Worte würden sich ändern. In der Hoffnung, all das würde sich als ein riesengroßer Streich herausstellen und wenn er zurück in seine Heimat kommen wird, stünde Laegrîdh wieder da, so wie es gewesen ist. Adon und Keres würden auf dem Feld hinter ihrem Haus das Kämpfen üben, bis die Sonne sich hinter die Berge senkt, Jenny würde an der jungen Eiche am Feldrand sitzen, in ihr Büchlein zeichnen und ihm alle möglichen Fragen stellen, auf die er kaum eine Antwort geben könnte, so amüsierend seltsam würden sie ihm erscheinen, dann käme Eronod vom Feld, Kayen würde ihn und die Kinder zum Abendessen rufen und Legolas selbst würde auch heimgehen, nur um nachts wiederzukommen und Jenny beizubringen, wie sie sich verteidigen und zurechtfinden kann. Aber wenn es ein Streich ist, dann ist es ein grausamer. Und bisher sieht es nicht so aus, als wäre dem so. Erst im Morgengrauen, als sie sich schon bereitmachen weiterzuziehen, kehrt der Elb zu den Gefährten zurück. Schweigend, aber mit einem Ausdruck von Mut im Gesicht, sei dieser auch nur ein aufgesetzter. Nach einem knappen Frühstück machen sie sich auf, Richtung Morannon. Vertrauenerweckender will ihnen der Weg nicht erscheinen, auch wenn die Sonne zeitweise einige Strahlen durch die graubraune Wolkendecke im Osten schickt. Die Nazgûl verfolgen sie nicht mehr. Verschwunden sind sie und je näher das Heer dem Schwarzen Tor kommt, desto stiller und verödeter scheint ihnen die Umgebung. Schon allein das macht sie nervös, doch noch mehr Verwirrung stiftet unter ihnen wohl das offene Tor, an dem sie ankommen. Offen und verlassen ist es. Keine Wachen auf den dunklen Mauern, auch die Felshöhlen zu den Seiten scheinen vollkommen leer zu sein und hinter dem Tor wird das Land grüner, fast schon freundlich sieht es aus. Eine befangene Unruhe kommt unter ihnen auf, aber Aragorn und Éomer versuchen dieser Unruhe unter ihren Truppen Einhalt zu gebieten. „Er hat es also tatsächlich geschafft“, kommt es Gandalf über die Lippen. Eine Vorhut bestehend aus den Ringgefährten und einer Handvoll Soldaten reitet voraus, wachsam und bereit in jedem Moment die Waffen zu zücken, aber selbst als sie sich weit hinter das geöffnete Tor wagen, geschieht nichts, was Bedenken auslösen könnte. Nur diese unheimliche Stille und die Tatsache, dass Mordor einem hinter den Toren wie ein blühender Garten vorkommt, stößt ihnen bitter auf. „Das stinkt hier ja förmlich nach einer Falle“, sagt Gimli, als die Gefährten sich unschlüssig darüber, ob sie sich noch weiter vorwagen sollten, anschauen. „Wir sollten umkehren und nicht noch mehr Leben in Gefahr bringen.“ Doch sie bleiben unentschieden. Selbst Gandalf ist sich nicht sicher darin, was sie nun tun sollten, denn ihr Unterfangen ist schon von Anfang an ein hoffnungsloses gewesen. Ein Angriff, um Saurons Aufmerksamkeit von Frodo fortzulenken. Mit der Kraft wieder Schönes erschaffen zu können hat Saurons Stärke einen gewaltigen Schub bekommen, auf den sie nicht vorbereitet gewesen sind. Und doch haben sie sich ursprünglich dazu hierher aufgemacht, um Frodo und Sam zu helfen. „Wir können nicht umkehren“, sagt der Istari schließlich. „Nicht mehr. Wenn dir dein Leben lieb ist, Gimli, dann geh. Aber wenn dir Mittelerde mehr am Herzen liegt, dann bleib. Eine andere Wahl als uns in des Teufels Festung zu wagen haben wir nicht, nicht wenn all dem hier und jetzt ein Ende bereitet werden soll. Die Zeit rennt uns davon. Ruft unsere Truppen nach.“ Etwa hundert der Soldaten, die meisten von ihnen Bogenschützen, bleiben als Wachen am Tor zurück, um einem Hinterhalt zuvorkommen, das restliche Heer folgt den Gefährten tiefer nach Mordor hinein, doch mit Unbehagen, denn die Schönheit dieses Landes, das ihnen sonst immer als etwas Fürchterliches beschrieben wurde, kommt ihnen über alle Maßen befremdlich vor. Das Tor bleibt offen, als alle hindurch sind, selbst als sie schon mehrere Meilen weiter gegangen sind, schließt es sich nicht. Die breite Straße nach Osten ist umgeben von blühenden Wiesen und Feldern, Bäume in schönster Statur säumen ihre Ränder und vom hellblauen Himmel fällt ein freundliches Licht von Gold. Die Luft ist durchströmt von Vogelgesang und dem Duft lieblicher Blumen, die die Wiesen füllen. Schillernde Bachläufe suchen sich ihren Weg durch die Felder und werden von allerlei farbenfrohem Gewächs verschluckt. „Das kann nicht Mordor sein“, denkt sich mancher unter den Soldaten, doch einige lassen sich noch nicht von dem trügerischen Liebreiz des Landes blenden. Auch wenn es schwer fällt. Den Gefährten kommen Helendirs Worte wieder in den Sinn. „Nicht alles wird sein wie es scheint“, so sagte er. Und wie recht er damit hatte, das sollten sie bald alle erfahren. Es ist Legolas, dem zuerst auffällt, dass sich jemand aus südöstlicher Richtung nähert. Ohne Reittier und soweit er es erkennen kann auch ohne Waffen. „Wir warten hier“, befiehlt Aragorn, als der Elb ihm davon berichtet. Nachdem eine beträchtliche Zeit vergangen ist, lassen sich zwei Menschenkinder auf der Straße sehen. Ihr Singen und Lachen tönt bereits von Ferne zu den Soldaten hinüber und lässt noch mehr Skepsis oder eben auch nur Verwunderung in ihnen aufkommen. Ein Mädchen und ein Junge sind es, vielleicht von zehn Jahren, kaum älter. Sie haben Sträuße von bunten Blumen in den Händen und pflücken immerzu welche vom Wegrand. Und als sie nahe an das Heer herangekommen sind, begrüßen sie die Gefährten mit strahlenden Augen. „Ihr kommt nicht von hier, stimmt's?“, richtet sich das Mädchen an Gandalf und Aragorn, die an der Spitze der Truppen stehen. Beide mustern die Kinder mit kritischem Blick, aber es scheinen tatsächlich nur zwei harmlose Menschenkinder zu sein. Aragorn nickt. „Woher kommt ihr beiden?“, will er wissen. Die zwei lachen, als er das fragt und ihre Stimmen klingen wie helle Glöckchen, die vom Wind bewegt werden. „Woher wir kommen?“, erwidert der Junge. „Aus unserem Dorf kommen wir. Es ist nicht weit und wir würden uns wirklich sehr über Besuch freuen. Wollt ihr nicht mit uns gehen?“ „Es ist dort gerade ein Fest im Gange“, ergänzt das Mädchen eifrig nickend. „Gandalf, das klingt viel zu unwirklich, als dass auch nur ein Körnchen Wahrheit in ihren Worten stecken könnte. Es kann nur eine Falle sein.“ Zwar stimmt der Istari Éomer in dieser Sache zu, aber es hat keinen Zweck umzukehren. „Was feiert ihr denn?“, fragt Pippin die beiden, als Gandalf, Aragorn und Éomer sich immer noch unschlüssig über ihr weiteres Handeln zum Beraten zurückziehen wollen. Die Augen der beiden leuchten bei dieser Frage auf und sie sehen sich gegenseitig amüsiert an. „Na was denn wohl? Wir feiern unsere Befreiung aus der Knechtschaft Saurons!“ Diese Antwort lässt die drei Oberen aufmerken. „Eure Befreiung?“, wiederholt Aragorn und erhält ein weiteres eifriges Nicken als Antwort. „Ja! Habt ihr davon noch nicht gehört? Ihr müsst wirklich von sehr weit weg sein, dass ihr das noch nicht wisst.“ Die ganze Sache kommt ihnen immer ominöser vor, doch wenn sie dadurch Saurons Aufmerksamkeit bei sich halten können, dann ist der Zweck ihres Unterfangens dennoch erfüllt. Nach einer kurzen Beratung einigen sie sich also mehr oder weniger widerwillig darauf, den beiden Kindern Folge zu leisten, bedacht darauf trotz allem Wachsamkeit walten zu lassen. Auf dem Weg singen und lachen die Kinder wieder. Ein lauer Wind strömt ihnen aus Süden entgegen und trägt ein angenehmes Gefühl mit sich, dass sich bald schon in all ihren Gemütern breitzumachen versucht. Von weitem sehen sie schließlich auch ein Dorf, mit vielen kleinen Häusern aus hellem Holz, umgeben von Feldern und Rinnsalen aus klaren glitzernden Wassern. Mehrere Teiche, die wie kleine Spiegel in der Sonne leuchten, lugen im hohen Gras zwischen den belebten Gassen hervor. Eine Wassermühle rattert am Eingang lustig vor sich hin und einige Bauern auf den Feldern grüßen die Soldaten mit einem freundlichen Lächeln, als sie vorbeigehen. Musik von Flöten, Lauten und Violinen strömt durch die Straßen, untermalt von freudigem Gelächter und Jubelrufen. In der Dorfmitte erstreckt sich ein gepflasterter Platz, geschmückt mit Blumen und Girlanden, Menschen tanzen dort zu den Melodien einiger Musikanten, manche sitzen an Tischen oder auf Fässern und essen, trinken oder schwatzen miteinander, ganz zufrieden mit sich und der Welt. Auf der Schwelle eines Hauses sitzt eine alte Frau mit einem Korb voll Wolle auf dem Schoß und erzählt kleinen Kindern Geschichten, während andere Kinder an einem Springbrunnen in der Mitte spielen. Eines hat ein Kaninchen auf dem Arm und streichelt sein flauschiges Fell, andere spielen mit einem Ball oder Reifen oder erzählen sich selbst unglaubliche Geschichten. „Kommt mit“, ruft das Mädchen den Gefährten zu und zieht sie direkt in das bunte Treiben hinein, während der Junge die Blumen, die sie gesammelt haben, zu der alten Frau bringt. Viele der Soldaten bleiben – wenn auch mit Widerwillen – außerhalb des Dorfes, um Rückhalt zu bieten, falls es sich doch noch als eine ausgeklügelte Falle entpuppt. Die paar Dutzend aber, die mit hinein gehen, brauchen nicht einmal ein ermunterndes Wort, um sich zu den Dörflern zu gesellen. So viel Unbefangenheit und Fröhlichkeit auf einem Fleck haben sie lange schon nicht mehr gesehen. Eine regelrechte Idylle strahlt das Dörfchen aus und nichts scheint diese trüben zu können. Vor allem aber Gandalf ist beunruhigt dadurch. Langsam nur beginnt er die Täuschung zu durchschauen und wie es ihm scheint sind nicht alle von diesen Menschen auch wirklich welche. Viele von ihnen sind Orks, doch das Trugbild ist beinahe so perfekt, dass es den anderen nicht auffällt. Er schaut hinauf in den Himmel, aus dem der güldene Glanz herabscheint, und erkennt keine Sonne. Das, was dort als blauer Himmel erscheint, ist eine dichte graue Wolkendecke, übermalt von diesem idyllischen Hirngespinst, die Klarheit des Wassers und der blumige Duft im Wind übertüncht die dunklen, öligen und übelriechenden Flüssigkeiten, welche eigentlich die ganzen Tümpel ausfüllen. Und überhaupt ist kaum etwas, das ihnen hier vor Augen geführt wird, Wirklichkeit. „Trinkt doch etwas, meine Herren“, spricht das kleine Mädchen und winkt sie zu den Tischen hinüber. Mit warnenden Blicken schaut Gandalf jeden einzelnen der Gefährten an, als jedem von ihnen ein Krug Bier in die Hand gedrückt wird. „Besseres gibt es in ganz Mittelerde nicht“, versichert ein alter Mann ihnen, der Pfeife rauchend auf einer Holzbank sitzt und ihnen grinsend zunickt, als die fünf und Éomer sich in seine Nähe setzen. „Es wäre schade darum, wenn ihr es nicht trinken würdet.“ Sie zaudern aber. Gandalf stellt seines als einziger sofort ab und kommt auf den Alten zu. „Wer ist euer Oberster?“, fragt er mit freundlichem gleichzeitig aber auch prüfendem Ton in der Stimme. Der Alte schaut ihn zuerst verwundert an, lacht dann aber herzlich auf. „Unser Oberster? Ja, das bin ich. Zumindest der Älteste bin ich und das will was heißen. Zweiundneunzig Jahre lang lebe ich schon. Bin vor Jahrzehnten in die Sklaverei geraten, aber ach was reden wir noch davon? Wir sind jetzt frei! Lasst uns fröhlich sein und feiern!“ „So, so. Frei seid ihr also“, erwidert der Istari gelassen und setzt sich neben ihn, während die Gefährten nacheinander ebenfalls ihre Krüge fortstellen, ohne deren Inhalt auch nur die geringste Beachtung zu schenken. „Wenn jemand befreit wird, dann gibt es mit Sicherheit auch einen Befreier. Wer mag das in eurem Fall nun gewesen sein?“ „Wir selbst natürlich! Denkt ihr etwa, wir wären so schwach uns nicht selbst zu helfen?“ „Nein, nein. Sicher nicht. Doch wie lange ist denn das schon her? Einige Jahre?“ Der Alte winkt ab und von den Dörflern kommen andere und bieten den Gefährten noch einmals zu essen und zu trinken an, was sie höflich ablehnen. „Ihr seid doch sicher ganz erschöpft“, meint einer von ihnen. „Etwas Essen wird euch gut tun. Sicher seid ihr weit gereist.“ „Ihr habt noch keine Antwort darauf gegeben“, versucht Aragorn das Gespräch wieder auf den Alten zu lenken, welcher schmunzelnd durchatmet und nickt. „Ja, ja. Schon richtig, dass ihr Antworten wollt. Wo Mordor doch so lange als das Schrecknis ganz Mittelerdes gegolten hat. Genau wissen wir es auch nicht, aber Sauron ließ uns erst vor wenigen Tagen aus unseren Lagern holen und hierher bringen, wo das Land grün ist. Überhaupt, alles Land in Mordor hat sich verändert, so sagt man, seit ein junges Menschenweib mit dem Leichnam eines Elbs nach Barad-Dûr gekommen ist.“ Bei den Worten merkt vor allem Legolas auf. „Wisst ihr, was mit ihr geschehen ist?“, fragt er sofort nach. Der Alte aber zuckt nur mit den Schultern und lacht. „Wie ich schon sagte. Genaues wissen wir nicht. Aber mir kann's recht sein. Aus diesem Land möcht' ich nimmermehr fort. Mag das Mädchen auch dafür verreckt sein, dem Land tat's gut.“ Der Ton und das widerwärtige Grinsen, das beim letzten Satz in dem faltigen Gesicht erschienen ist, haben Legolas überhaupt nicht gefallen. Zu gerne würde er etwas erwidern, aber Aragorn hält ihn zurück, damit er sich nicht noch in Rage redet. „Aber was sitzen wir hier denn noch herum und reden über derart trübselige Angelegenheiten? Los, geht, amüsiert euch!“ Mit den Worten und einem weiteren herzhaften Lachen entlässt der Alte die sechs und verschwindet in der Menge. „Ein wunderlicher Knabe“, meint Gimli und schüttelt den Kopf. „Aber wer weiß, ob er wirklich nur Lügen erzählt hat?“ „Es geht nicht nur darum, ob er Lügen erzählt hat, Gimli. Diese Leutchen haben einen ganz seltsamen Glanz in ihren Gesichtern und ich möchte wetten, er konnte gar nicht anders als lügen.“ Gandalf nimmt einen der Krüge, die noch nicht von anderen weggeschnappt worden sind und gibt ihn einem der Soldaten. Verdutzt nimmt dieser ihn an, bedankt sich und nimmt einen Schluck. Nur wenige Sekunden darauf entspannen sich seine Züge, seine Mundwinkel ziehen sich empor und ein unartikuliertes Lachen kommt ihm aus der Kehle. Erschrocken über diese seltsame Wandlung weichen die Gefährten einen Schritt zurück. „Was habt ihr denn?“, fragt der Soldat mit einem Lächeln, das sich bis zu den Ohren hinauf zieht. „Ist es denn nicht wunderschön hier? Legt die Waffen nieder. Hier brauchen wir die nicht.“ Der gleiche Glanz, der Gandalf auch schon in den anderen Gesichtern aufgefallen ist, breitet sich über das Gesicht dieses Soldaten aus und kurz darauf ist auch er in der Menge verschwunden. „Was geht hier vor sich, Gandalf?“, fragt Éomer und die Bestürzung in seiner Stimme ist klar herauszuhören. „Wenn ich das wüsste. Ein Trugbild ist das. Das ist sicher, aber was Sauron damit bezwecken will, das kann ich leider nicht sagen, es sei denn...“ „Hey, Neulinge!“, rufen wieder andere zu ihnen hinüber. „Kommt, tanzt doch mit! Wisst ihr denn nicht wie man sich amüsiert?“ „Was sollen wir tun?“, fragt Pippin leise. Gandalf weiß aber nicht weiter. „Wir sollten so schnell wie möglich aus diesem Dorf verschwinden. Etwas besseres fällt mir nicht ein. Es ist nicht nur, was sie hier in ihre Getränke mischen, ich fürchte, selbst wenn wir zu lange bleiben, wird sich noch jeder von uns von dem ganzen Treiben mitreißen lassen und darin versinken.“ „Und dann?“, wirft Pippin ein. „Was sollen wir dann tun? Wir können ja unmöglich einfach nach Barad-Dûr marschieren und dort an die Tür klopfen.“ „Wenn es not tut wirst du selbst das tun müssen, Peregrin Tuk. Und jetzt kommt, bevor diese Dörfler uns noch aufhalten wollen. Ruft die Truppen zusammen!“

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Kommentare (31)

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vor 91 Tagen flag
Bitte schreib eine Fortsetzung
vor 434 Tagen flag
Hey, hatte jetzt wieder Zeit mich zu melden. Es wahr bei mir in meinem Leben echt die Hölle los und mus gestehen, dass ich es komplett vergessen habe deine Geschichten zu lesen. Ich werde versuchen, in Zukunft mehr zu schreiben💟
vor 469 Tagen flag
Juchey :D freut mich echt für dich, dass die Prüfungen vorbei sind; ich hatte jetzt heut auch meine letzte und kann mich hoffentlich wieder mehr auf das Schreiben konzentrieren. Falls die Kapitel doch nicht jede zweite Woche kommen sollten, wie jetzt das letzte, tut es mir leid, da muss ich dann wohl gegen Schreibblockaden ankämpfen. Aber schön mal wieder was von dir zu hören :)
vor 470 Tagen flag
Hey, ich bin's wieder. Sorry, dass ich mich in letzter Zeit nicht mehr gemeldet hab. Hatte noch einihe Prüfungen, Abschlussfahrt und co. Aber jetzt bin ich ja wieder da :))
vor 501 Tagen flag
WOW, diese Kampfszene...
Ich freue mich jedes Wochenende auf einen weiteren Teil von deiner Ff ;3
vor 525 Tagen flag
Nee, nee alles gut. In letzter habe ich leider nur sehr oft Besuch von meinen kleinen Nichten, da ist es ein bisschen schwer sich beim Schreiben zu konzentrieren. Aber ich bemühe mich :)
vor 525 Tagen flag
Ich will ja keinen Stress machen, aber ich vermisse seit einer Woche ein nächster Teil. Ich verstehe, wenn du keine Zeit hast, ich hab mit Prüfungen auch viel zu tun. Wollte nur nachfragen, ob alles in Ordnung bei dir ist...
vor 538 Tagen flag
Hey. Wie immer: vielen Dank. Mir fällt garnichts mehr ein, was ich schreiben soll....
Konnte mich auch nicht regelmäßig melden, da wieder ne Prüfung dazwischen gekommen ist...
vor 556 Tagen flag
Falls Verwirrung aufkommen sollte wegen den drei 14ten Kapiteln: Neuerdings werden keine E-Mails mehr geschickt, wenn eins aufgenommen wird und... das wusste ich nicht. Deshalb hab ich das vierzehnte Kapitel mehrmals eingeschickt (es kam halt nie eine Bestätigung) und deshalb gibt es das jetzt dreimal. Aber das eine habe ich mittlerweile schon durchs fünfzehnte ersetzt - da wird nur leider immer noch "Kapitel 14" in der Zusammenfassung angezeigt - und das dritte werde ich demnächst durch Kapitel 16 ersetzen - könnte aber noch paar Tage dauern.
vor 560 Tagen flag
Ist das jetzt eher gut oder eher schlecht? (Spätestens seit der Existenz Grünfelds ähnelt diese Geschichte gar nicht mehr so wirklich Tolkiens Werken; aber ich bemühe mich die Hauptstory schon beizubehalten - und vor allem Ortsbeschreibungen. Nur halt aus einer anderen Perspektive mit einer etwas ausführlicheren Nebenhandlung.) Aber es freut mich, dass die Handlung nicht ganz so vorhersehbar zu sein scheint :)
vor 563 Tagen flag
Ups. Ich meinte Jenny und Legolas
vor 563 Tagen flag
Echt krass, wie sich die Beziehung von Jenny/Legolas gewendet hat. Ich bin schon seit einer Weile hier auf den Fanfiktion von der Heer der Ringe und habe gerechnet, dass sich, wie in jeder Geschichte hier, alles sich sofort zum Guten wendet und sich Jenny und Legolass sofort wiedererkennen. Bei dir aber nicht. Sie wollen sich doch wirklich gegenseitig umbringen...
Echt, wenn es jetzt schon so kommt, weis ich garnicht mehr, wie sich die Geschichte wenden wird. Damit meine ich, dass deine Geschichte nicht allzu sehr an den Werken von Tolkien ähneln.
vor 575 Tagen flag
WOW. Du steckst mega Zeit in diese Geschichte rein. Aber das merkt mann auch am Ergebniss. Echt klasse. Vielen Dank
vor 578 Tagen flag
Heute ist ein neuer Teil online🙃 Es braucht aber leider immer recht lange, bis die Kapitel von testedich angenommen werden. Hier beim zwölften hat's jetzt ganze sechs Tage gedauert. Trotzdem versuch ich, dass nie mehr als zwei Wochen zwischen den einzelnen Kapiteln vergehen. Und nochmal ein herzliches Dankeschön für's Feedback :)
vor 580 Tagen flag
Tut mir leid, wenn ich verdammt ungeduldig wirke, aber ich muss echt fast jeden Tag gucken, ob ein neuer Teil online ist
vor 594 Tagen flag
Ich merke gerade, dass mein letzter Kommentar garnicht online gestellt wurde. Also versuche ich es, mit diesem Teil hier einbeschlossen, zusammenzufassen. Ich hab versucht, möglichst wenige Infos über der Geschichte zu schreiben (also kommentieren) weil ich nicht wollte, dass ich für andere, die Geschichte noch lesen werden, spoilere. Aber ich kann es nicht mehr lassen. Ich liebe es, wie du Helendir sozusagen ,,zum Leben erwegst". Ich finde es auch ziemlich cool, dass Legolas mit den Gefährten (inklusive Jenny/Elarras) mitreist, ohne einen Schimmer zu haben, dass Jenny noch lebt. Er ist irgentwie der Unscheinbare in der Gruppe und das macht die Geschichte noch viel spannender. Freue mich weiterhin auf weitere Teile :3
vor 610 Tagen flag
Dann mal viel Erfolg bei den Prüfungen; schaffst du schon👍🏼Ist nicht schlimm, wenn du nicht sofort nachgucken kannst. Bemüh' mich mindestens jede zweite Woche ein neues Kapitel fertig zu haben, wenn's klappt, dann vllt sogar jede Woche, so als Anhaltspunkt.
vor 613 Tagen flag
Danke für die Deutschstunde. Bin einfach net so gut in Deutsch...
Und sorry das ich ab und zu nicht sofort nachgucken konnte, ob ein neues Kapitel online ist. Hab bald Prüfungen und muss viel lernen
vor 617 Tagen flag
Danke für das Kompliment, aber nee, ich bin kein berühmter Autor. Ich schreibe nur schon länger Geschichten und hab früher auch oft gelesen; vielleicht kommt's daher :) (übrigens, du kannst "Potential" oder "Potenzial" schreiben; wäre orthographisch beides richtig, wobei ersteres eher zur alten Rechtschreibung gehört)
vor 619 Tagen flag
Ach, ich liebe es... Bist du irgentein berühmter Autor, der gedacht hat, ein wenig auf Teste dich mit einem falschen Namen zu schreiben? Echt, mein ernst. Dein Schreibstil kombiniert mit deinen Details und Einfällen hätte Potentiall (schreibt man des so?) für ein Buch. Also nicht, dass du wirklich ein Autor bist und ich hier mit beispielsweise J. K. Rowlling schreibe die sich gedacht hat, ihre Deutschkenntnisse zu testen😂.