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Dunkles Herz

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1 Kapitel - 1.029 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 294 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Diese Geschichte handelt von Nero, ein junger Kerl, der nach dem Tod seines Großvaters in seine Fußstapfen treten sollte. Er muss zur Schule gehen bevor er das bewerkstelligen kann und erfährt einiges über seine eigene Vergangenheit...

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Kapitel 1
Das Ticken der Uhren


"Mein Herz versinkt in der Dunkelheit. Das einzige was ich hören kann ist das Ticken dieser lästigen Uhren. Dieser alte Kerl hat wirklich übertrieben, was sollte ich denn schon anstellen?"

Nero erwachte, seine Augen waren mit Tränen gefüllt. Was hatte er geträumt? Er erinnerte sich nur schwach daran, dass es dunkel war... Und die Stimmung war irgendwie trist. Er setzte sich nach einiger Zeit seufzend auf. Das Ticken einer alten Standuhr, die sein Großvater ihm geschenkt hatte als er fünf wurde begleitete seine Taten. Es war noch dunkel draußen. Er tastete nach dem Lichtschalter und erhellte so den Raum. Wie spät war es? Fünf Uhr morgens. Nero stand seufzend auf. Alles in seinem Zimmer erinnerte an ihn. Die vollgestellten Bücherregale, der überfüllte Schreibtisch, die schwarzen Vorhänge, welche die Bediensteten vor die Fenster gezogen hatten, nachdem er eingeschlafen war... Wie lächerlich. Gefühle waren für ihn nutzlos, warum tat es also weh sich an ihn zu erinnern? Er war doch erst vor kurzem gestorben. Gedankenversunken schenkte Nero sich Wein in ein Glas. "Auf dich alter Mann." murmelte er kurz bevor er den Inhalt des Glases hinunter kippte.
Sein Großvater hatte versucht ihm zu erklären das Wein nicht so getrunken werden sollte, der Gedanke daran brachte ihn zum lächeln. "Ab heute werde ich wie du wolltest in die Schule, erwarte nicht zu viel. Der Unterricht wird total Öde... Schule ist eben kein Ort für kluge Leute." Seine Augen waren starr auf ein Bild seines Großvaters auf seinem Schreibtisch gerichtet. "Ich geh dann mal ins Bad." führte er sein Selbstgespräch fort.
Die einzige Person die sich je um ihn sorgte war nun tot. Seine Eltern sollten besser nicht hier auftauchen, sie würden ihn nur noch mehr aus der Fassung bringen, da waren diese lästigen Berichterstattungen die ihn als Mörder bezeichneten doch schon genug. Er war eines Natürlichen Todes gestorben, wussten sie das nicht?
Das angenehm kühle Wasser das über seinen Kopf lief ließ ihn wieder zu sich kommen. Nachdem er aus der Dusche trat betrachtete er sich ruhig im Spiegel, er suchte nach einer Ähnlichkeit zu seinem Großvater. Seine tiefschwarzen Haare, seine onyx-ähnlichen Augen... Nichts davon war seinem Großvater ähnlich... Die Kälte die sein Blick ausstrahlte ließ ihn schaudern, warum könnte er nicht warm und liebevoll wie der seines Großvaters sein? Er begann seufzend seine Haare zu machen, wie gewöhnlich er doch geworden war. Früher hätte er sich keine Sorgen um sein Äußeres gemacht, aber jetzt... Jetzt musste er einen guten Eindruck bei seinen Klassenkameraden hinterlassen, das hatte er oft genug in Filmen gesehen.
Als er aus dem Bad ging waren seine Schuluniform bereits auf sein Bett gelegt und ein Tablett mit seinem Frühstück auf dem Schreibtisch abgestellt worden. Er hatte keinen Hunger und die Uniform war nicht gerade besser als ein Anzug. Zwar sah das Essen köstlich aus und das dunkle Blau der Uniform war nicht ganz so übel, jedoch hatte er absolut keine Lust auf diese Veränderung. Er zog sich an und zwang sich wenigstens ein Stückchen Toast und etwas Kaffee zu sich zu nehmen.
Er packte sich die Taschenuhr die frisch aufgezogen neben den Teller gelegt wurde und verließ das Zimmer. "Bin dann mal weg." rief er aus alter Gewohnheit kurz bevor er die Haustür hinter sich ins Schloss warf. Er sah sich draußen um. Es war noch dunkel, es schien keiner auf sein Erscheinen zu geiern um ihm ein Interview oder etwas ähnliches aufzuzwingen.
Sein Chauffeur, Berry, hatte den Wagen schon vorgefahren und wartete nun an den Wagen gelehnt auf Nero. "Oh, da hat sich ja jemand schick raus geputzt." sagte Berry grinsend "Du willst doch nicht etwa einen anderen Freund als mich." Nero seufzte "Naja... Ich bin jetzt dein Boss, also..." er seufzte "Und es wäre sicher nicht schlecht ein paar Verbündete gegen die Einsamkeit zu finden." Er stieg in den Wagen, wie ungewohnt es war hinten zu sitzen. Berry war noch nicht lange sein Chauffeur, er hatte die Arbeit seines Vaters übernommen, da er Nero schon seit klein auf kannte und sich schließlich mit ihm angefreundet hatte.
Während der Fahrt wechselten die beiden kein Wort. Er wusste nicht warum, aber es war irgendwie schmerzhaft ein Wort herauszubringen, obwohl das unangenehme Schweigen nicht gerade besser war.
Bevor er etwas sagen Könnte hielt der Wagen an. "Wir sind da." murmelte Berry "Viel Glück in der großen, weiten, gruseligen Welt." Berry grinste bei diesen Worten und stieg aus um Nero die Tür zu öffnen. Er verabschiedete sich von Berry, indem er eine Zeit ausmachte zu der er ihn abholen sollte und betrat die Schule.
Das Schulgebäude war alt und ziemlich unübersichtlich. Er hätte wahrscheinlich nicht einmal zu seinem Klassenzimmer gefunden, wenn ihm nicht alle paar Schritte ein Mitschüler den Weg beschrieben hätte. Das war irgendwie Peinlich, ein paar von denen waren scheinbar auch in dieser Klasse, er erkannte einige Gesichter wieder als er die Klasse betrat... Es war mitten im Schuljahr, also kannte der Großteil der Leute sich sicher bereits.
(Rest folgt)

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Kommentare (1)

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vor 218 Tagen flag
Du solltest Bücher schreiben..... -> *****

ganz im Gegensatz zu mir ;-) .....