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Weihnachten

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2 Kapitel - 1.347 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 375 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 2 Personen gefällt es

-Ein Tag vor Weihnachten
-Eine harmlose Wette
-Ein Ende mit dem niemand gerechnet hätte

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Ich wusste schon immer, dass es den Weihnachtsmann nicht gab. Und wenn ich sage immer, dann meine ich das auch genau so. Denn kommt schon, ein einzelner Mann der nachts in die Häuser Millionen von Menschen einbricht und am Nordpol wohnt? Gehts noch unrealistischer?
So versuchte ich schon im Kindergarten immer, meine Freunde davon zu überzeugen, doch die glaubten natürlich lieber den Erzieherinnen. Keine Ahnung wieso, wahrscheinlich war ich als 4-jährige noch nicht so begabt im Überzeugen.
Blöderweise bin ich das immer noch nicht wirklich, selbst jetzt, über 10 Jahre später. Was bedeutet, dass meine kleine Schwester Lucy, nun 5 Jahre alt, in jämmerlichem Unwissen leben muss. Die Ärmste. Jedes verdammte Jahr stellt sie Kekse und Milch ins Wohnzimmer und am nächsten Tag sind sie halt weg, was für Lucy dann immer der ultimative Beweis ist.
Jedenfalls sollte es auch dieses Jahr so sein.... eigentlich. Denn für dieses Jahr habe ich mir etwas überlegt; Ich habe aus der Apotheke ein paar Schlafmittel besorgt. Und mit diesen gehe ich nun zu Lucy, welche an ihrem Schreibtisch sitzt und malt. "Hey Luce" sage ich um sie auf mich aufmerksam zu machen. "Was ist Lara?" antwortet sie, ganz vertieft in ihr grauenhaftes Gekritzel. "Ich habe eine Idee". Mit diesen Worten nehme ich das Fläschchen mit dem Schlafmittel aus der Tasche meiner Sweatshirtjacke und halte es ihr unter die Nase. Sie mustert es skeptisch "was soll das sein?". "Ein Weg, dir zu beweisen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt".
"Aber es gibt den Weihnachtsmann!" Böse schaut sie mich an woraufhin ich nur die Augen verdrehe. "Nein eben nicht. Genau deswegen das hier" Erneut wedele ich mit dem Fläschchen vor ihrer Nase herum.
"Ja und was genau soll das sein?" Skeptisch mustert sie erst das Fläschchen und dann wieder mich. "Ein Schlafmittel!" Ich grinse stolz, doch ihr Gesicht bleibt weiterhin ahnungslos: "Hä, na und?"
"Ist doch total logisch. In die Milch, die du dem Weihnachtsmann jedes Jahr hinstellst, schütten wir ein bisschen was von dem Schlafmittel und am nächsten Tag sehen wir dann, wer vorm Kamin liegt."
Ich ahne natürlich schon, wen wir dann sehen werden; Jens, der neue Freund meiner Mutter. Jemand anderes kann es ja gar nicht sein und bei dem Idioten ist es auch nicht schlimm, wenn er mal unfreiwillig betäubt wird. Man merkt es vielleicht nicht, aber ich hasse ihn einfach, fragt nicht wieso.
"Hm ich weiß nicht..." Mit großen Augen sieht Lucy weiter zu mir hinauf. "Dann kann er doch gar keine Geschenke mehr verteilen". "Wir können ihn ja gleich wieder aufwecken... aber er wird ja auch nicht da liegen. Es gibt ihn ja schließlich nicht" Ich weiß dass dieser Schachzug meinerseits einfach nur genial war. Ich habe sie wütend gemacht und ihren Kampfwillen geweckt. Sie will auf jeden Fall gewinnen und hebt herausfordernd das Kinn. "Das werden wir ja sehen!"

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