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Die Diebin

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1 Kapitel - 1.486 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 349 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    »Akane! Du hast meine ganzen Süßigkeiten aufgegessen!«, beschwerte Rin sich bei ihr und funkelte sie böse an. »Ich kann das erklären!«, rief die Orangehaarige und steckte sich den letzten Lutscher im Mund, den sie sich von Rin stibitzt hatte. Ungeduldig tippte Ein mit seinen Fuß auf den Boden und schien auf eine Antwort von ihr zu warten, aber Akane dachte gar nicht daran, denn so war so berauscht von den Geschmack des Lutschers. Himbeer. Wenn es eine Sorte gab, die sie abgöttisch liebte, dann war das Himbeer. »Moment mal, Akane? Ist das mein Himbeer Lutscher?«, wollte Rin wissen und fixierte den Lutscher, den sie noch immer im Mund hatte. Gelassen nahm sie diesen aus ihren Mund und drehte den Stiel zwischen ihren Daum und Zeigefinger hin und her. »Ja und er schmeckt so gut!«, schwärmte Akane und sprang von Rins Bett auf, als sie sah, dass der Schwarzhaarige nach ihren Lutscher greifen wollte. »Her damit!«, verlange Rin, aber Akane schüttelte als Antwort bloß mit ihrem Kopf. Sie dachte gar nicht daran, Rin ihn wieder zu geben. Vor allem, weil sie ihn schon im Mund hatte und so markiert hatte. Der Lutscher war nun ihr Eigentum. Also, sollte der kleine Teufel sich nicht so haben. »Kommt nicht in Frage! Er gehört mir«, erwiderte sie und wich Rin gerade so aus. Dieser geriet ins Stolpern und knallte mit dem Kopf voran, an seinem Stuhl. »Autsch«, hörte sie ihn sagen und Akane setzte sich einfach auf Yukios Bett hin. In diesem Augenblick wurde die Tür aufgerissen und Yukio trat hinein. »Was ist denn hier los, Rin? Könntest du mir das mal erklären?«, verlangte Yukio, der zu seinen Bruder sah. »Wieso soll ich das erklären? Frag mal, Akane, die auf deinen Bett sitzt und meinen Lutscher auf lutscht!«, fauchte Rin, der sich von Boden erhob und verärgert zu ihr sah. »Also, ich hatte Heißhunger auf Süßigkeiten, deshalb habe ich mir hier Zutritt verschafft und Rins Süßigkeiten aufgegessen und er war nicht so wirklich darüber«, ratterte sie schnell runter und stand wieder auf. »Sowas macht man auch nicht!«, fauchte Rin. »Kennst du das Wort teilen nicht?«, wollte die Grünäugige wissen. »Kennst du das Wort Privatsphäre nicht?«, erwiderte Rin. Yukio schüttelte seufzend seinen Kopf und wandte sich an Rin. »Es ist ein Lutscher und nicht etwas wichtigeres, Rin. Was hältst du davon, dass dir Akane als Entschädigung etwas besorgt und damit hat sich die Sache gegessen, okay?«, schlug der jüngere vor und Rin nickte als Antwort. »Na, wenn das so ist, dann mach ich mich mal schnell auf den Weg, damit ich noch etwas für Rin bekomme.« Sie zwinkerte Rin zu und steckte glücklich ihren Lutscher wieder in den Mund. Sie verließ das Zimmer und dachte darüber nach, wo sie am besten etwas für Rin herbekommen würde. »Ich habs!«, rief die Orangehaarige und fing bereit an zu Grinsen.

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    Leise öffnete Akane die Tür und linste hinein. Das Büro von Mephisto war dunkel und sie hörte auch keine Stimmen. Sie zögerte gar nicht lange, sondern öffnete die Tür und lief schnell hinein, bevor sie noch jemand erwischte. Nachdem sie die Tür hinter sich wieder geschlossen hatte, suchte sie nach einem Lichtschalter. »Wer bist du?«, hörte sie eine männliche Stimme hören und hielt in ihrer Bewegung inne. »Willst du zu meinem großen Bruder? Nun ja, der ist nicht da und ich bin hier ziemlich beschäftigt«, hörte sie die Stimme wieder und kurz danach, wurde es hell. Am Schreibtisch saß ein Grünhaarigen Junge, der auf den Tisch vor sich eine Menge an Süßigkeiten liegen hatte. Er hatte eine Schreibtischlampe angemacht und fixierte die Orangehaarige mit seinen Augen. »Dann musst du Amaimon sein, oder? Mephisto hat mir schon einiges von dir erzählt«, meinte Akane und Schritt langsam auf den Schreibtisch zu, ohne seine Fragen zu beantworten.  »Darf ich?«, hakte sie nach und deutete auf den leeren Stuhl. »Von mir aus. Mh, dann weißt du sicher, was wir sind. Sag bist du auch eine Exorzistin? Ich kann mein Bruder in dieser Hinsicht nicht verstehen und ja, ich bin der Amaimon«, wollte er von ihr wissen. »Wer weiß. Naja, ich bin nicht wirklich hier, um eine zu werden. Ich habe nicht den Drang alle Dämonen z-«, wollte sie sagen, aber Amaimon unterbrach sie, in dem er einfach aufsprang und sich über den Schreibtisch seines Bruders beugte. »Was ist das für ein wunderbarer Geruch, den du ausstrahlst?«, fragte Amaimon sie und Akane wich ein Stück zurück, weil ihr der Erdkönig eindeutig zu nah kam. »Das ist Himbeer.« Sie sah etwas verlegen weg. Auch, wenn er nicht sie direkt gemeint hatte, ließ es Akane dennoch ein wenig erröten. »Darf ich mal probieren?«, fragte er und Akane runzelte die Stirn. Wovon wollte er denn jetzt probieren? Gerade, als ihr eine Idee kam, was er meinen könnte, spürte sie die Lippen des Dämons auf ihre. Ungläubig starrte sie Amaimon an, der sie einfach so küsste. Er hatte währenddessen seine Augen geschlossen und leckte ihr noch über die Unterlippe. »Himmlisch.« Akane löste sich von Amaimon und stand von ihren Stuhl auf. »Ich muss noch etwas erledigen. Entschuldigung für die Störung, Amaimon«, sagte sie und wollte gehen, hielt aber inne, als sie seine Stimme wieder vernahm. »Warum bleibst du nicht noch ein wenig hier und leistest mir Gesellschaft?«, schlug ihr der Erdkönig vor. »Ic-«, wollte sie sagen, aber der Erdkönig kam ihr zuvor. »Ich akzeptiere kein 'Nein' und jetzt setz dich. Wie heißt du eigentlich?«, gab der Grünhaarige bestimmend von sich. Akane kam seinem Befehl nach und setzte sich wieder hin. »Akane Sharp und eigentlich bin ich hierher gekommen, weil ich der Meinung war, dass ich schneller hier an einen Lutscher  komme, den ich einen Freund schulde. Ich war ja vorhin deine Fragen ausgewichen und wollte das nur nachholen«, erzählte sie ihm und schenkte ihn ein Lächeln.

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    Akane biss in ein Stück Schokolade, dass ihr Amaimon vor den Mund hieß. Weiße Schokolade war wirklich ihre Lieblingsschokolade. »Amaimon?«, fragte Akane und leckte sich über die Lippen. »Was ist denn?«, wollte der Grünhaarige wissen und steckte sich nebenbei ein Lutscher in den Mund. »Warum bist du eigentlich so nett zu mir?«, wollte die Orangehaarige wissen und fixierte den Erdkönig mit ihren grünen Augen ganz genau. »Mh, vielleicht weil du uns nicht verurteilen tust, oder wir beide Süßigkeiten lieben. Wir sollten übrigens verschwinden, bevor mein großer Bruder zurück kommt, sonst flippt der noch aus, wenn der sieht, dass wir seine Süßigkeiten aufgegessen haben«, meinte Amaimon und stand auf. Er reichte ihr seine Hand, die sie dankbar annahm und gerade, als Akane mit Amaimon zu der Tür laufen wollten, hörten die beide, wie die Türklinke runter gedrückt wurde. »Komm schnell.« Amaimon zog sie zu das Fenster und öffnete es. Er sprang auf das Fensterbrett und hob Akane zu sich hoch. »Halt, halt, du willst doch nicht hier runter springen, oder was?«, rief Akane panisch. »Oh, doch. Mach dir darum keine Sorgen«, versicherte ihr. »Was geht denn hier vor?«, wollte Mephisto wissen. »Amaimon will mit Akane aus dem Fenster springen!«, rief Rin und war kurz davor, sein Schwert zu ziehen. Akane holte tief Luft und löste sich irgendwie aus Amaimons Griff. »Wir beruhigen uns jetzt alle und dann.. Ich habe keine Lust aus dem Fenster zu springen. Nur, weil ich Rins Himbeer Lutscher aufgegessen habe und dann hierher gekommen bin, um ein neuen lutscher zu stibitzen«, sagte sie und wandte sich an Amaimon. »Danke für die paar tollen Stunden, Amaimon.« Bedankte sie sich bei ihm und küsste ihn kurz auf den Mund. Schnell drehte sie sich um und lief auf Rin zu und drückte ihn ein Lutscher in die Hand, den Amaimon ihr gegeben hatte. »Danke?«, bedankte sich Rin.  Sie Orangehaarige lief schnell an den beiden vorbei und öffnete die Tür. »Jetzt darfst du ausflippen, Mephisto.« Akane verließ das Büro und hatte vorher noch gesehen, wie Amaimon aus dem Fenster gesprungen war. Kaum hatte sie die Tür geschlossen, hörte sie Mephisto den Namen seines Bruders vor Wut schreien und lief mit einem Grinsen auf den Lippen schnell los.

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