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Küss den Hamster!

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1 Kapitel - 2.138 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 199 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    »Alle Mädchen müssen zu den Direktor ins Büro. Es gibt keine Ausnahme«, hörte sie Yukio sagen, der vor der Tür stand und ein Klemmbrett in der Hand hielt. »Aber warum denn?«, hörte sie ein Mädchen fragen, dessen Name sie nicht kannte. »Nun, der Direktor sucht ein bestimmtes Mädchen und deshalb, müsst ihr alle nach und nach einmal hinein. Danach geht der Unterricht weiter«, erzählte er und öffnete die Tür des Büros, damit das nächste Mädchen rein gehen konnte, während ein anderes wieder herauskam. »Bringen wir es einfach schnell hinter uns, Haruka.« Shiemi die Blauhaarige aufmuntern an. Es waren noch ungefähr 11 Mädchen vor ihr. »Hätte der Direktor es nicht anders machen können? Wir wissen nicht mal, worum es geht, aber müssen hier antanzen«, murrte Haruka und beobachtete, wie ein Mädchen nach dem anderen das Zimmer betrat und wieder verließ. »Shiemi. Du bist jetzt dran«, sagte Yukio. »Viel Glück und hoffentlich bist du nicht die Gesuchte, wofür auch immer«, sagte Haruka. Shiemi hob ihre Hand und zeigte Haruka den Daum nach oben. »Ich bin gleich wieder da.« Shiemi grinste sie an und betrat dann das Büro, nachdem Yukio die Tür geöffnet hatte. Wie Haruka feststellen musste, war sie das einzige Mädchen, was hier noch im Flur stand. »Haruka. Da du die letzte bist, würde ich dich bitten mit Shiemi nach zu kommen. Ich muss noch in den Unterricht und da ich davon ausgehe, dass entweder Shiemi, oder du die gesuchte bist, wird das dann wohl etwas länger bei Mephisto dauern«, erklärte Yukio ihr. »Von mir aus.« Haruka wandte den Blick von ihr ab und starrte, stattdessen die Wand an. Es dauerte nicht lange, da hörte die Blauhaarige, wie sie Tür aufging. Sofort sah sie zu Shiemi, die ihren Kopf schüttelte. »Ich bin es nicht.« Yukio war inzwischen gegangen und Haruka schluckte schwer, wenn Shiemi es nicht war, dann war sie es selbst, die der Direktor gesucht hatte. »Was muss-«, wollte die Blauhaarige fragen, als sie die Stimme des Direktors vernahm. »Haruka Kuroba. Kommen sie bitte in mein Büro« Haruka drehte sich um und lief auf sie Tür des Büros zu. »Geh schon mal zurück, Shiemi. Yukio hat selber gesagt, dass das länger dauern wird«, teilte sie ihrer Freundin mit. Sie atmete noch einmal tief und betrat dann das Büro. »Sie wollten mich sprechen, Mr. Pheles?«, fragte sie und lief langsam auf den Schuldirektor zu. »In der Tat, Ms. Kuroba. Setzen Sie sich doch erstmal hin.« Mephisto deutete auf den leeren Stuhl vor seinen Schreibtisch. Haruka kam der Bitte von Mephisto nach. Erst jetzt fiel der Blauhaarigen auf, dass ein grüner Hamster auf der Schulter von Mephisto saß  »Nun, es geht um den Hamster auf meiner Schulter.« Er nahm den Hamster von seiner Schulter und setzte ihn auf den Schreibtisch ab. »Und was hat das ganze mit mir zutun?«, hakte Haruka nach und runzelte ihre Stirn. Der Hamster sah schon niedlich aus, aber sie wusste nicht, was sie damit zutun hatte, oder warum sie den Direktor und dem Hamster helfen sollte. »Ich möchte, dass du den Hamster auf den Mund küsst.« Haruka riss ihre braunen Augen erschrocken auf. »Ich soll was tun?«, wollte sie wissen und konnte nicht fassen, was der Direktor der Heiligkreuz-Akademie von ihr verlangt hatte. Sie würde doch nicht diesen kleinen Fellknäuel küssen. Nur, weil der Direktor es verlangte »Naja, der kleine hier, hat wirklich ein Problem und man kann nur sein Problem mit ein Kuss lösen. Also, tu mir den Gefallen, ja?«, erzählte Mephisto und griff nach seiner Tasse. »Kommt nicht in Frage! Keine Ahnung, was mit ihnen los ist, aber ich werde kein Hamster küssen«, knurrte Haruka und stand so schnell auf, dass ihr Stuhl nach hinten fiel. »Da kommt keiner meiner Schülerinnen drum herum. Wenn ich eine andere Lösung wüsste, dann würde ich das nicht verlangen«, gab er von sich. »Ich verweigere mich.« Sie drehte sich schnell um und verließ das Büro wieder. Mit eiligen Schritten lief sie den Weg zurück zu ihrem Klassenzimmer.

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    »Du hast doch nicht wirklich den Hamster des Direktors geküsst, oder Shiemi?«, hakte Haruka nach und musterte ihre Freundin von der Seite. Gott sei Dank verlangte der Direktor nicht, dass sie wieder zurück kommen sollte, sonst hätte sie bestimmt Ärger bekommen, weil sie sich verweigert hatte und weggelaufen ist. Die Blondhaarige wurde augenblicklich rot im Gesicht und drehte sich ein wenig von ihr weg. »Nicht dein Ernst. Also, Ich kann es einerseits verstehen, aber andererseits würde ich nicht so ein haariges Fellknäuel küssen wollen. Vor allem, weil uns nicht mal erzählt wird, warum wir das tun sollen«, meinte Haruka und griff nach ihrem Glas Saft. Sie führte das Glas an ihre Lippen und wollte gerade ein Schluck nehmen, als sie etwas. Nein, den Hamster von Mephisto auf sich zu laufen sah. »Siehst du den Hamster auch, Shiemi?«, ging Haruka noch einmal auf Nummer sicher und ihre Freundin folgte den Blick von Haruka. »Ja.« Die Blauhaarige stellte das Glas auf den Tisch ab und stand auf. »Oh nein, ich werde dich nicht küssen. Egal, was der Direktor sagt«, zischte Haruka und wandte sich schnell von den Fellknäuel ab, ehe sie davon rannte. Dabei hatte sie vergessen, sich von Shiemi zu verabschieden.

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    Frisch geduscht und angezogen lief Haruka den Flur entlang, der sie zu ihrem Zimmer führen würde, allerdings stand jemand vor ihrer Tür. Das konnte sie schon von weitem sehen, dass der Direktor vermutlich mit diesen Grünen Hamster auf sie warteten. Abrupt drehte sich Haruka um und lief den Weg zurück. »Ms. Kuroba!« Vernahm sie sie Stimme von Mephisto und verschnellerte ihre Schritte. Sie musste schnell weg, wenn sie nicht darauf scharf war, den Hamster zu küssen. Haruka verfluchte den Direktor dafür, dass er sowas in Allgemein von seinen Schülerinnen verlangte. Warum mussten die Jungs es nicht tun? Das war nicht fair! Vollkommen in den Gedanken versunken, merkte sie nicht, wie sie gegen jemand lief, erst als sie auf ihrem Hintern landete, sah sie nach oben. »Tut mir leid, Rin.« Haruka stand schnell auf und drehte sich halb um, um sicher zu gehen, dass der Direktor sie nicht mehr, mit den Hamster verfolgte. »Du wirkst so gestresst. Ist etwas passiert?«, bohrte Rin nach. »Der Direktor verfolgt mich mit seinen Hamster, weil ich ihn nicht küssen will.« Gestand sie und kratzte sich verlegen am Nacken. »Dann bist du die Gesuchte, auf die es wohl der Direktor abgesehen hat. Weißt du auch warum?«, wollte Rin wissen. Die Blauhaarige schüttelte als Antwort bloß ihrem Kopf. »Nein und so genau, will ich es auch gar nicht wissen.« Rin streckte seine Hand nach ihr aus und zog sie kurze Hand an sich. »Keine Sorge, Haruka. Ich pass auf dich auf und wenn du willst, dann kann ich dich auch verstecken.« Haruka legte ihre Hände auf seiner Brust ab und sag ihm misstrauisch an. »Sag mal, Rin?«, fragte Haruka den Schwarzhaarigen. »Ja?«, wollte dieser wissen. »Du lügst mich doch nicht etwa an, weil der Direktor deine Hilfe in Anspruch genommen hat, oder?«, hakte sie nach und ballte ihre Hände zu Fäusten. Sie konnte ihm ansehen, wie unangenehm das war. Sie hatte es geahnt, dass Mephisto sich irgendwann Hilfe holen würde. Noch, bevor Rin überhaupt sich wehren konnte, hatte sie ihr Knie angehoben und es Rin im Bauch gestoßen. Das nutzte sie aus, um sich loszureißen und Rin von sich wegschubsen. »Haru-ka«, stöhnte Rin Schmerzvoll auf und ging in die Knie. »Jungs! Schnappt sie euch!«, hörte sie Yukio schreien und das war das Startsignal, um die Flucht anzutreten. Ziellos rannte sie den Flur entlang und sah immer wieder mal über ihre Schulter, um nachzusehen, ob sie noch immer verfolgt wurde. »Bleib stehen, Haruka!«, hörte sie Rin hinter sich schreien. Auch, die anderen Jungen, die ihr hinterher rannten riefen ihr etwas zu, aber sie blendete das vollkommen aus und konzentrierte sich wieder auf ihre  Flucht. Sie musste sich etwas einfallen lassen, wenn sie die Gruppe wieder los werden wollte. Während sie den Flur entlang rannte, kam sie auch an den ein oder anderen Schüler vorbei. Achtlos rannte sie diese um, oder schnappte sich eine Tasche und warf diese nach hinten, in der Hoffnung einen ihrer Verfolger zu treffen. »Es ist nur ein Kuss!«, hörte sie Yukio hinter ihr schreien. Nur ein Kuss? Also, wenn Yukio nichts dagegen hatte, dann sollte er doch diesen Hamster abknutschen! Haruka musste immer wieder daran denken, dass das der Hamster sich überall am Körper putzte und auch bestimmt Mundgeruch hatte. Angewidert schüttelte sie ihren Kopf und verließ endlich das Gebäude. Sie entschied sich draußen zu verstecken und während sie ein Versteck suchte, bemerkte sie, ihre Verfolger endlich aufgegeben. Sie war einfach nur noch fix und fertig durch diese Hetzjagd.

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    Ein Blick auf ihre Uhr verriet ihr, dass es fast Mitternacht war. Sie war noch eine Weile draußen gewesen, bevor sie sich auf dem Weg gemacht hatte. Haruka musste halt auf Nummer sicher gehen, dass ihr keiner von ihrem Verfolger begegnete, sonst hätte sie wieder ein Problem gehabt. Die Blauhaarige ließ sich mit einem Seufzer auf ihrem Bett fallen und schloss für einen kurzen Moment ihre Augen. Sie wusste, dass sie nicht Ewig wegrennen konnte, wenn sie nicht den Unterricht verpassen wollte. »So eine Scheiße!«, fluchte sie und hörte etwas in ihrem Zimmer quieken. Sofort setzte sich Haruka auf und machte ihre Nachttischlampe an. Sie sah auf den Boden und entdeckte den Hamster, der verzweifelt versuchte auf ihr Bett zu kommen. »Also gut, du Fellknäuel. Ich mach es«, gab sie sich geschlagen und streckte ihre Hand aus, um den Hamster vorsichtig in die Hand zu nehmen. »Ich würde mal sagen. Augen zu und durch«, sagte Haruka. Sie schloss ihre Augen und küsste den Hamster. Den Hamster, den sie vor kurzem noch in der Hand hielt, spürte sie nicht mehr, in ihrer Hand, stattdessen wurde sie von einem schweren Gesicht auf die Matratze gedrückt und öffnete ihre Augen wieder. »Das wurde auch Zeit.« Ein Grünhaarige Mann saß auf ihrer Hüfte und fixierte sie mit seinem Türkisfarbenen Augen. »Wer bist du und wo ist der Hamster hin?«, wollte Haruka wissen. »Ich bin Amaimon, der Erdkönig von Gehenna und jüngerer Bruder von Mephisto. Ich war der Hamster, oder warum hast du gedacht, wollte mein großer Bruder, dass du mich küsst?«, hakte der Grünhaarige nach. »Was?«, fragte sie und versuchte Amaimon von sich herunter zu schieben, was ihr nicht gelang. Er beugte sich gefährlich nah zu ihr runter und grinste sie dabei an. »Das ist eine lange Geschichte, die jetzt keine Bedeutung hat. Nicht mehr«, beantwortete er ihre Frage. »Gut, dann hat sich die Sache ja jetzt erledigt und du kannst gehen«, murrte Haruka. »Nicht ganz, weil du mich davon erlösen konntest, wirst du meine Frau«, sagte er. »Nein!«, rief Haruka und versuchte ihn erneut von sich zu drücken, was ihr wieder nicht gelang. »Du rennst immer weg, wenn dir etwas nicht passt? Hm, ich will dich nicht nur deswegen, sondern weil du interessant bist und zudem noch nach Süßigkeiten riechst«, erklärte er ihr und leckte ihr einfach so über die Unterlippe. »Ist das nicht mit den Heiraten übertrieben?«, wollte sie wissen. Er runzelte seine Stirn und schien über ihre Antwort nicht erfreut zu sein. »Ganz und gar nicht.« Haruka hätte sich am liebsten eine Hand vor die Stirn geklatscht. Er kannte sie nicht mal und wollte sie dennoch. »Wie wär's, wenn wir uns erstmal kennenlernen und danach sehen wir weiter«, schlug sie vor. Er küsste sie flüchtig und grinste sie danach frech an. »Von mir aus, aber du gehörst dennoch schon mir und wenn wir später heiraten wirst du nicht weglaufen, sonst Jagd ich dich solange, bis du endlich aufhörst damit«, teilte er ihr mit und vereinte ihre Lippen wieder miteinander, ohne dass sie ihm widersprechen konnte.

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