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Fuchsreiter

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5 Kapitel - 2.193 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 251 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Auf Gebiet des Nachbarlandes werden Nima und Faun von einigen Gefahren überrascht. Sie müssen zudem auch noch einige Tage dort bleiben, da einer ihrer Füchse von einer Schlange gebissen wurde...

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    Es war einer der Tage in Nymiria welche angenehm warm waren und an denen man das Gezirpe und Gezwitscher der Vögel hörte. Nima lag auf dem Rücken i
    Es war einer der Tage in Nymiria welche angenehm warm waren und an denen man das Gezirpe und Gezwitscher der Vögel hörte. Nima lag auf dem Rücken im Gras während Faun auf ihrem Fuchs Elinni saß und in Richtung Ramos blickte. Nimas braunes, langes Haar wog sanft im Wind und die Reiterhose schmiegte sich an ihre Beine. Sie war noch jung und noch nicht lange eine Reiterin, aber sie lernte schnell und war sehr flink. Passend zu der Hose trug sie ein Oberteil, welches aus dem gleichen, wärmenden, braunen Stoff war wie Ihre Hose. „Na, was gibt es denn so Spannendes zu sehen?“ fragte Nima. „Ich überlege, ob wir eine Abkürzung wagen können“ grinste Faun frech. Ihr Haar war kurz und schimmerte bläulich im Licht der aufgehenden Sonne. Aus Ihrer Stirn wuchsen zudem noch zwei kleine, Glaublaue Hörner. Auch sie trug die Kleider einer Reiterin und war ein oder zwei Jahre älter als Nima. „Aber unsere Aufgabe ist es, die Grenze auf dem Rücken unserer Füchse zu bewachen! Und nicht, querfeldein durch das feindliche Land zu preschen!“ „Ach Nima! Sei doch nicht so ängstlich! Es dauert ja nicht so lange. Gleich sind wir wieder auf unserem Land!“ Mit einem schlechten Gefühl stimmte die junge Reiterin schließlich zu. „Wenn es unbedingt sein muss… Aber wir dürfen nicht erwischt werden!“ Faun grinste. „Warum sollten wir erwischt werden?“

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    Nima saß auf Akilo, ihren Rotblauen Glanzfuchs und preschte hinter Faun her. Ihr Haar flatterte im Wind als sie schließlich eine kleine Erhöhung fa
    Nima saß auf Akilo, ihren Rotblauen Glanzfuchs und preschte hinter Faun her. Ihr Haar flatterte im Wind als sie schließlich eine kleine Erhöhung fanden, an der sie rasten wollten. Nima saß da und kraulte Akilo am Hals als sie plötzlich einen Schrei hörten. Einen Schrei eines Tieres. Eines Fuchses. Nima sprang auf. „Faun! Elinni!“ Sie rannte in die Richtung los, aus der der Schrei gekommen war. Auf der anderen Seite des Hügels sah sie ein zusammengesunkenes, Grünrotes Häufchen Fell. „Oh Gott, Elinni!“ Rief sie erschrocken. Neben dem Glanzfuchs saß schluchzend Faun, die Ellinis Fell streichelte und „Alles wird gut meine Kleine, alles wird gut!“ flüsterte. „Was ist passiert?“ Fragte Nima entsetzt. „Eine Grünschlange. Sie hat Elinni gebissen!“ Nima würde sofort ruhiger. Grünschlangen waren giftig, aber nicht tödlich. Allerdings blieb das Gift einige Tage im Körper des Opfers und schwächte dies was bedeutete… „Wir müssen erstmals hierbleiben. Wenn jemand von uns Hilfe holt werden wir bestraft, weil wir uns nicht an unsere Aufgabe gehalten haben, die Grenze zu bewachen“ Nima nickte. Das war alles Fauns schuld! Am liebsten währe sie wie ein kleines Kind weggerannt, aber sie wusste, dass es ihre Lage nur verschlechtern würde. Also ging sie zu den auf dem Hügel wachsenden Bäumen und brach einige Zweige ab, damit sie ein Feuer für die Nacht anzünden können würden. Dann begann sie an einer Seite des Hügels eine kleine Höhle in die sandartige Erde zu graben, damit sie einen kleinen Unterschlupf für die Nacht haben würden. Schwitzend und keuchend legte sie schließlich eine Pause eine und blickte sich suchend nach Faun um und entdecke sie an einem Busch, wo sie Beeren pflückte. Seufzend drehte sich Nima wieder um und scharrte weiter an ihrem schlafplatz herum. Als Faun endlich zurückkam und eine Haufen Beeren sowie ein Kaninchen mitbrachte begannen die beiden schweigend ihr Abendessen zu zubereiten. Schließlich hob Faun den Kopf und blickte Nima fragend an. Nima bemerkte ihren fragenden Ausdruck und fragte: „Was denn?“ Faun schüttelte ihren Kopf. „Ach nichts“ meinte sie und häutete das Kaninchen weiter. Nima blickte zu der Höhle vor der die beiden Füchse lagen. „Magst du mich?“ Fragte Faun in diesem Augenblick. Faun war nett, aber auch etwas… stürmisch. Nima überlegte. War das ein Test? Schließlich sagte sie „Ja“. Faun sah noch einen Moment in ihr Gesicht und wandte dann ihr Gesicht wieder dem Feuer zu.

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    Nach ihrem Abendessen, gingen sie zu der Höhle die Nima am Tage gegraben hatte. Nima legte sich in einen teil der Höhle und Faun in den anderen. Die Augen der jungen Reiterin mit den Hörnern auf der Stirn leuchteten gelb im Dunkeln. Sie rutschten zusammen, denn wie bekannt wurde es in den Nächten oft sehr kalt. „Kennst du eine gute Geschichte?“ Fragte Faun. Etwas überrascht antwortete Nima: „Ja. Aber bist du dafür nicht zu alt?“ „Für eine gute Geschichte ist man nie zu alt!“ meinte Faun lächelnd. Also begann Nima mit der Geschichte. „Es gab mal einen Jungen. Er lebte in dem fernen und von legenden umwobenen Land Selefo und liebte ein Mädchen.“ „Immer ein Mädchen, das einen Jungen liebt…“ Meinte Faun. „Naja, in der Geschichte ist das so. Also, der Junge verfügte über die seltene Magie des Lebens. Er heilte verletzte Tiere und ließ Pflanzen wachsen. Und er wusste, dass er einem Menschen sein Leben geben konnte, damit der Andere überlebte. Eines Tages gingen er und das Mädchen, dem er sein Herz geschenkt hatte in den Wald. Es war kein normaler Wald, sondern einer in dem die Legenden lebten. Als sie auf eine Lichtung kamen, und ihren Proviant verspeisten, tauchte das Monster Shra auf und packte das junge Mädchen, welches das Monster mit seiner Schönheit angelockt hatte. Doch das Monster war zu stark für den kleinen, menschlichen Körper des Mädchens, und so brachen seine Knochen und ihr Leben erlosch. Und, da seine Liebe tot war, gab der Junge sein Leben und sein Körper verwelkte. Und seine Geliebte richtete sich auf und konnte mit ihrer Trauer und ihrer Liebe das Monster besiegen.“ Faun lächelte, meinte aber dann: „Immer der Prinz der das Mädchen liebt und sie rettet…“ Stimmt...“ Bemerkte Nima. Faun drehte sich auf die Seite und auch Nima schlief bald ein.

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    Am nächsten Morgen wurde Nima von der Sonne geweckt. Auch Faun war schon wach und saß neben Ellinni. „Wie geht es ihr?“ Fragte Nima. „Besser. Aber sie ist noch schwach“ Nima seufzte. Der Aufbruch musste wohl noch bis Morgen warten. Sie verspeisten Beeren vom Vortag und tranken Wasser welches zu ihrer Ausrüstung gehörte. „Wir haben noch knapp eine Flasche voll. Die muss reichen“ Faun seufzte. „Mist. Ich glaube, wir sollten heute Wasser suchen gehen“ Nima nickte und ging zu den Satteltaschen die vor ihrer Höhle lagen. Sie suchte die drei Flaschen heraus die sie dabeihatten und ging wieder zu Faun. Faun nahm die Flaschen und ging los, nachdem sie Nima „Warte hier auf mich!“ zugerufen hatte. Nima seufzte, nahm zwei Wurfmesser und ihren Bogen mit den Pfeilen und ging zu einem der Bäume, die auf dem Hügel standen. Sie nahm den Bogen in die Hand und wartete auf Beute wie zum Beispiel eine Antilope oder einen der Hasen, die man in der Gegend so oft sah. Da aber nicht viel geschah, begannen Nimas Gedanken zu wandern. Plötzlich kam ihr ein Gedanke. Warum benahm sich Faun so komisch? Die beiden kannten sich jetzt schon bald ein Jahr seit Nima eine Reiterin geworden war aber Faun hatte sich immer höflich und vernünftig benommen. Jemand der einfach seine Aufgaben verlässige und auf Feindesland ritt… „Ja ganz bestimmt! Ich habe gestern Rauch gesehen. Ja beim Wolfshügel!“ Nima zuckte zusammen. Sie blickte in die Richtung aus der die Stimme gekommen war und erspähte zwei der Eisenwachen, die Elitegruppe die die andere Seite der Grenze bewachte, sich in graue, dünne aber so gut wie unzerstörbare Rüstung kleidete und auf großen Wesen, die aussahen wie eine Mischung aus riesigen Katzen und Haien, ritten. Beide trugen einen Speer in einer Hand sowie ein schweres schwer aus Eisen an der Taille. Sie blickten sich suchen um, und als einer die beiden Füchse sah, welche in der frühen Sonne lagen, schrie er auf und winkte seine Partnerin zu sich heran. „Da! Hier ist auch eine Feuerstelle! Und es sieht so aus, als ob Leute in einem Loch in dem Hügel geschlafen haben!“ Nima zuckte zusammen und presste sich noch mehr an den stamm des Baumes. „Oh nein! Bitte, bitte findet mich nicht!“ Dachte sie verzweifelt. Doch den scharfen Augen der Eisenwachen blieb kaum etwas verborgen. Auf jeden Fall nicht Nima. „He, du! Du! Auf dem Baum! Runter da, oder ich komme zu dir!“ Nima erinnerte sich an das Gelübde, dass Eisenwachen und Fuchsreiter verbot, sich gegenseitig zu verletzen oder umzubringen. Sie atmete ein und kletterte geschickt den Baum hinunter. Dann steckte sie die Waffen weg und ging diszipliniert auf die beiden grauen Wachen zu. „Du weißt, dass du hier auf dem Gebiet von Kaiser Orgion bist!“ „Ja… Es ist keine Absicht aber…“ „Keine Absicht? Du kennst die Grenze. Du bewachst sie. Du beschützt sie. So wie wir es tun. Wie heißt du?“ Er war sicher fünf Jahre älter als Nima und sah gut aus. Aber ihr Typ war er definitiv nicht. Seine Begleiterin war ein paar Jahre jünger als er, hatte harte, kantige Züge und schlammbraune Augen. Im Gegensatz zu dem Mann mit seinem türkisenen Haar und der hellen Haut und den spitzen Ohren wat sie keine Schönheit. Sie hatte es sicher nicht leicht. „Ich bin Nima. Und wenn ich um eure Namen bitten dürfte?“ „Leonard“ Stellte sich der Kerl vor. „Lim“ sagte seine Begleiterin kurz. „Also. Geh du doch mit deinen Füchsen…“ Er stockt. Wahrscheinlich hatte er gerade bemerkt, dass Fuchsreite mindestens immer zu zweit waren und Nima nicht zwei Füchse gleichzeitig reiten konnte. „Wo ist dein Freund?“ Fragte er misstrauisch. Ich seufzte. „Faun. Sie sucht gerade Wasser.“ Er schaute sich um, konnte aber niemanden entdecken. „Sobald Faun hier ist, packt ihr eure Sachen und verschwindet! Sonst muss ich wohl oder über Kaiser Orgion informieren. Nima schluckte. „Gebt uns bitte noch bis morgen Zeit! Fauns Füchsin ist von einer Grünschlange gebissen worden und vor morgen wird sie noch zu schwach sein, um Faun und ihr Gepäck zu tragen, geschweige dem, dass sie so eine weite Strecke gehen kann!“ Leonard nickte. „Gut. Bis morgen Mittag. Zündet aber bitte kein Feuer mehr an, sonst finden euch noch andere Wache.“ „Danke!“ Nima fiel ihm in die Arme, so als ob sie sich schon seit Jahren kannten. Er drückte Nima, ließ sie dann aber los. Nima sah seinen Blick und drehe sich um. Dort stand Faun. Auf ihrem Gesicht lag Hass. Sie drehte sich um und rannte weg. „Faun!“ Nima winkte Lim und Leonard noch einmal zu und folge dann Faun.

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    Faun war schnell, aber Nima hatte eine Bessere Ausdauer und so erwischte sie sie schließlich. „Faun! Was ist den verdammt noch einmal?“ Faun sah sie traurig, aber auch etwas wütend an. „Nima. Du bist so blind. Hast du es noch immer nicht verstanden? Ich liebe dich!“ Sie ließ sich auf den sandigen Boden sinken und begann zu weinen. Nima stand wie erstarrt da. Ja, sie war wirklich verdammt blind gewesen. Mit diesem Geständnis ließ sich auch erklären, warum Faun die Abkürzung unbedingt nehmen wollte. Sie wollte Nima zeigen, dass sie mutig war! Und gestern Abend… oh nein. Sie hatte sie gefragt ob Nima sie mag. Ob Nima sie mag. Ob Nima sie liebe. Und sie hatte ja gesagt. Liebte Nima sie? Sie ließ sich neben Faun auf den Boden sinken und fragte: „Du liebst mich?“ Faun nickte. „Ja verdammt noch mal!“ Nima atmete aus. „Ich weiß nicht recht…“ „Es ist immer das gleiche!“ Schrie Faun wütend und wollte aufstehen und wieder wegrennen, aber Nima hielt ihren Arm fest umklammert. „Schau mich an“ Verlangte Nima. Als Faun sie zögerlich anblickte, schloss Nima die Augen und küsste das Mädchen. Sofort entspannte sich Faun und verzog ihre Sippen zu einem Lächeln. „Ich dachte, du bist mit dem Eisenwächter zusammen“ sagte sie, Nachdem sich die beiden Mädchen von einander gelöst hatten. Nima schüttelte den Kopf. „wir haben uns erst heute kennengelernt“ sagte sie. Faun seufzte. „Wir müssen zurück. Außerdem verhungere ich gleich“ Nima lachte.
    Nach einer weiteren Nacht hatte sich Elinni so weit erholt, dass sie sich langsam auf den weg nach Nymiria machten. In Schritttempo ritten die beiden Fuchsreiterinen auf ihren Glanzfüchsen Ramos und Elinni Hand in Hand auf ihre Heimat zu.

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Kommentare (1)

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vor 244 Tagen flag
Süßes Ende! <3
Die Situation ist halt typi💋