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Elarras - Die eine und neun andere

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1 Kapitel - 8.452 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 371 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Kapitel 31

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31. Jemanden Freizukaufen
Viel konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Gremgosh hat mir zwar sagen können, das Helendirs Wunde bei einem Streit zwischen ihm, Ranak und einem anderen Ork, dessen Namen ich mittlerweile schon wieder vergessen habe, zustande gekommen ist, auch dass er irgendetwas mit ersterem abgesprochen hat, doch worum es bei dieser Absprache ging oder was er noch getan hat, das kann und will mir niemand weiteres sagen. Um nicht wieder so schnell zurück in dieses Zimmer zu müssen, bleibe ich für eine Weile bei Gremgosh im Gefangenenlager. Er und fünf andere wurden für heute eingeteilt sich um neue Gefangene zu kümmern, die erst vor wenigen Tagen eingetroffen sind. Ich kenne die fünf nicht bei Namen, aber mindestens einer von ihnen hat früher auch schon einmal bei mir Wache gehalten. Wir sitzen am Nordtor des Lagers. Etwa jede Stunde kommt dort jemand durch, sei es ein Arbeiter, der einen Kreislaufkollaps hatte und fast wegstirbt, Sklaven, die sich so starke Verletzungen zugezogen haben, dass diese sie am Weiterarbeiten hindern oder Aufsässige, die auf ihre Strafe warten. Selten ist das Gebäude voll, aber genauso selten auch vollkommen leer. Wenn nicht von außen gerade qualvolle Schreie von Menschen zu hören sind, die gerade als Strafe ausgepeitscht werden oder aber das Brüllen von Orks, die sich mal wieder gegenseitig die Köpfe einschlagen, um zu beweisen wer von ihnen den härteren Schädel hat, sind nur eintönige Hammerschläge und Werksgeräusche in der Ferne zu vernehmen. Gremgosh ist die ganze Zeit über ruhig und äußert sich in keinster Weise zu all dem, was um uns herum passiert. Gerade kommen wieder einige Neuankömmlinge durch das Tor und werden direkt von ihm eingeteilt, je nach ihrer Statur und physischen Belastbarkeit, da streiten zwei der Aufseher sich draußen wieder. Missmut und Verachtung lässt sich in Gremgoshs Augen blicken, als er zu ihnen hinschaut, seine Waffe in meine Hand drückt und mir befiehlt kurz auf die Neuen aufzupassen. Draußen geht das Gezeter in orkischer Sprache weiter, während die Gefangenen mich mit Misstrauen und Verwunderung beobachten. Es sind hauptsächlich männliche Gefangene. Vermutlich weil sie strapazierfähiger sind, was die Arbeit angeht. Was mit den Frauen und Mädchen passiert sein mag, will ich mir lieber nicht vorstellen. Mit Bedauern schaue ich zu den kleineren Jungen hinunter. Sie werden in die Kohlebergwerke geschickt werden und dort vermutlich auch nach einigen Jahren sterben, wie die Kinder vor ihnen, wenn dieser Krieg nicht bald sein Ende findet. Allesamt sind sie wie damals auch die Grünfelder in Ketten gelegt, damit sie nicht fliehen können. Ich kann sie nicht lange ansehen, denn ein Gefühl von Schuld steigt in meinen Kopf und zwingt mich wegzusehen. Der Krummsäbel in meiner Hand ist von schwarzer Farbe und so man denn nicht mit ihm umzugehen weiß, scheint er auch recht unhandlich. Wenn diese Menschen, die dort gerade vor mir stehen, wüssten, dass ich diese Waffe kaum gegen sie verwenden kann, würden sie vielleicht den Versuch zur Flucht wagen. Das würde ihnen aber wohl mehr Leid als Nutzen bringen, denn aus Mordor werden sie nicht mehr fliehen können. Die Grenzen des Landes liegen viel zu weit entfernt. Als Gremgosh mit drei weiteren Orks wieder zurückkehrt, löst er zunächst die Ketten von den Händen und Füßen der etwa vierzig Menschen, bevor sie jeweils einem der drei anderen Orks zugeordnet werden. Als ein Gefangener versucht wegzurennen, setzt einer der drei ihm nach, anstatt ihn aber zurückzuholen, trennt er ihm den Kopf von den Schultern, nimmt den Kopf an den Haaren hoch und wirft ihn mit einem Grunzen vor die anderen Gefangenen auf den Boden. Keiner von ihnen wird einen weiteren Versuch wagen, nicht nach dieser Demonstration. Kaum zehn Minuten später sind sie fort. Stumm gebe ich Gremgosh seinen Scimitar zurück und gehe zu dem leblosen Körper in der Raummitte. „Lass ihn dort liegen“, sagt der Ork, als ich zu ihm hinunterschaue. Mir wird schlecht bei diesem Anblick. Sein Kopf liegt noch immer an der gleichen Stelle, an der dieser Ork ihn fallengelassen hat, mehrere Meter entfernt von seinem Rest. „Gehört das auch zu Saurons Einschüchterungstaktiken?“ Er schnaubt kurz und winkt mich dann zu sich zurück. Wenn auch mit der Mühe kein Mitleid mit diesem Toten zu haben, gehe ich und setze mich neben Gremgosh zu Boden. „Man lenkt Menschen mit Angst“, erwidert er schließlich. In seiner Hand hält er eine Münze, die gleiche, mit der er sich früher auf der Wache immer beschäftigt hat. Er dreht sie einige Male zwischen den Fingern, dann gibt er sie mir. „Und damit“, ergänzt er. Ich begutachte die Silbermünze eine ganze Weile lang. „Ein Castar?“, frage ich nach und schaue auf. Er nickt. Die Prägung ist mir bekannt vorgekommen. Solche Münzen gebraucht man in Gondor, warum aber befindet sich Gremgosh in Besitz eines solchen Geldstücks? Von einem Plünderungszug vielleicht? Etwas anderes könnte ich mir schlecht vorstellen. Nur wird er diese Münze dann wohl kaum mit Erlaubnis behalten haben. Als ich sie ihm zurückgeben möchte, schüttelt er den Kopf. „Behalte sie ruhig. Ich kann damit nichts anfangen.“ Nun, ich kann damit eigentlich noch weniger anfangen. Trotzdem versuche ich kein zweites Mal sie ihm zurückzugeben, sondern behalte sie vorerst in der Hand. Nach einigen Minuten will ich aber dennoch wissen, wo er sie herhat und drehe mich zu ihm. „Müsst ihr Streifzugbeute nicht immer an Sauron abgeben?“ Er nickt. „Das gehörte nie zu einer Beute. Ich habe sie von einem Menschen bekommen.“ Für einen Moment bleibt es still. Gerne würde ich wissen unter welchen Umständen das geschehen ist, aber Gremgosh scheint nicht gerade zum Sprechen aufgelegt sein, also fang ich irgendwann selbst an mit dieser Münze zu spielen. Das Silber schimmert nicht mehr, sondern ist nur noch ganz matt, sie muss schon einige Jahre hinter sich haben. Das Metall kühlt meine Fingerspitzen ab, erwärmt sich mit der Zeit aber langsam. Hier drinnen herrscht Stille, ganz im Gegensatz zu dem vor diesen Toren. Folglich hört man es durchs halbe Lager, als die Münze zu Boden fällt und noch ein ganzes Stückchen weiter rollt, bevor sie sich kreiselnd zu Boden legt. „Verzeih“, murmle ich und stehe auf, um sie aufzuheben. Dann vergehen wieder lange Minuten des Schweigens, bevor ich mich dazu überwinde doch noch nachzufragen. „Von wem hast du diese Münze bekommen?“ Zuerst kommt keine Antwort. Er lehnt sich nur mit verschränkten Armen zurück und schließt die Augen als wollte er einschlafen. Nach einiger Zeit spricht er aber. „Es ist dutzende Jahre her. Acht von uns sollten damals die Lande östlich des Großen Stroms auskundschaften, als eine Gruppe Menschen die Harad-Straße hinaufkam. Harmlose Händler, wir hätten sie nicht beachten müssen, dann hätten sie uns auch nicht beachtet, aber Krognol zuckte es in allen Fingern nach einem Gemetzel. Er und die anderen sechs lauerten ihnen bei den Emyn Arnen auf, mir war aber nicht ganz danach, also beobachtete ich nur diese fünf Menschen, die mit ihrem Karren immer näher kamen. Ein kleiner Junge saß dort auf dem Kutschbock und spielte mit dieser Münze. Hinter ihm saß ein Mädchen, wohl genauso alt wie er. Zwei Männer und eine Frau waren noch dabei und die waren die ersten, die Krognol befahl zu töten. Das ging schnell, sie hatten keine Waffen. Mit den beiden Kindern wussten wir erst nicht recht was wir machen sollten. Das Mädchen wollten sie verkaufen, den Jungen hätte man noch in ein Kohlewerk schicken können, also nahmen wir die zwei zunächst gefangen. In dem Karren fanden wir vor allem Töpferware, aber auch einiges, was man essen konnte. Nicht viel, aber genug damit sie nicht auf die Idee kamen die Kinder zu essen. Die Tontöpfe warfen sie aus Jux in die Luft und versuchten sie mit Pfeilen zu treffen, bevor sie auf dem Boden zerbrechen. Dem Treiben konnte ich nichts abgewinnen. Ich passte nur auf, dass die beiden nicht fortlaufen, da fing das Mädchen an zu weinen. Der Junge versuchte sie zu trösten und als ich zu ihnen ging, hielt er mir den Castar hin und deutete mit dem Kopf auf das Mädchen. Viel war es nicht, ein Viertelmirian gerade mal. Aber sie taten mir leid und die anderen wollten das Mädchen so oder so verkaufen. Also nahm ich die Münze und ließ die Kleine laufen. Als wir zurück nach Mordor gehen wollten, fiel Krognol auf, dass das Mädchen fort war und er wurde wütend. In seiner Wut griff er mich an, weil ich nicht auf sie aufgepasst hätte und da brachte ich ihn um. Die anderen sechs wollten es nicht darauf ankommen lassen. Wir nahmen den Jungen mit und gingen zurück. Das Mädchen fanden wir nie wieder und der Junge starb wenige Jahre später in einem Kohleschacht.“ Er macht eine Pause. Dann sieht er zu mir hinüber und wenn mich nicht alle Sinne narren, schleicht sich sogar ein trübes Schmunzeln über seinen Mund. „Behalte du sie. Wer weiß, ob du nicht auch bald jemanden freikaufen wirst.“ Seine Worte bleiben mir selbst auf dem Rückweg zu Helendir noch im Kopf. In zwei Stunden müsste die Sonne untergehen. Sein Geist wird dann wieder dem Wahnsinn nachgehen und er sich nicht mehr unter Kontrolle haben wie gestern auch schon. Ich hole die Münze hervor und betrachte sie noch einmals im trüben Licht, solange es nicht ganz von der Wolkendecke verschluckt wird. Wenn ich Helendir nur auch mit diesem Castar freikaufen könnte... Aber ein Castar wird da zu wenig sein. Der Rest des Tages vergeht ruhig, beinahe schon zu ruhig. Helendir hat einen Weg gefunden nachts trotz seines Wahns zur Ruhe zu kommen und schläft bis zum nächsten Morgen durch. Auch der nächste Tag verläuft recht friedvoll. Zwar reden wir kaum mehr miteinander, aber so können wir uns wenigstens auch nicht streiten. Es ist der Morgen des letzten Tages, bevor der Handel endgültig abgeschlossen werden soll, als ich nach dem Aufwachen etwas kaltes, nasses an meinem Rücken spüre. Noch mit geschlossenen Augen taste ich vorsichtig den Bettteil hinter mir ab, bis ich eine regungslose Hand und ein Messer wahrnehme und mich sofort umdrehe. Mein Atem setzt aus und meine Muskeln verkrampfen sich, als ich das Bild vor mir sehe. Die Bettdecke, das Kissen, alles ist rot, von Blut überströmt. Er hat sich die Arterien an den Händen aufgeschnitten, erst vor wenigen Minuten so frisch wie das Blut ist. Ein Schauer läuft mir den Rücken hinunter, als ich aufstehe und auf die andere Seite des Betts gehe, um festzustellen, ob er denn schon wirklich tot ist. Der Puls ist jedenfalls nicht mehr vorhanden. Ich ziehe seinen Kopf am Haarschopf hoch und versuche Farbe in seinem Gesicht zu erkennen, doch seine Haut ist bereits aschfahl geworden. Mit einem Kopfschütteln wende ich mich ab von ihm und ziehe mich erst einmal um, bevor ich irgendetwas anderes unternehme. Soll ich ihn wieder zu Sauron bringen? Lohnt es sich denn überhaupt noch? Wenn er ihn in Frieden dem Tod überlassen würde, hätten beide wohl mehr davon. Aber... ob das so richtig ist, das ist eine andere Frage. Nach kurzem Überlegen setze ich mich neben ihn und lege ihm einen Verband an wo er sich geschnitten hat. Da fällt mir erst die Kälte auf. Nicht die Kälte, die sowieso ein Teil von ihm zu sein scheint, sondern die Kälte seiner Haut. Nicht nur seine Hände, sein Rücken, sein Bauch, alles an ihm ist vollkommen kalt, obwohl er noch gar nicht so lange tot sein kann, wenn man die Frische des Blutes beachtet. Die Anspannung in mir mildert ab und ich atme erleichtert auf, wenn auch mit einem Kopfschütteln. „Hör mit diesen Spielchen auf, meldir. Was willst du denn noch an mir prüfen?“ Ein leises Lachen ertönt vom Fenster her und bei genauerem Hinsehen schimmert dort ein feiner silberner Streifen im trüben Licht. Nach und nach nimmt Helendir wieder Gestalt an und das Trugbild vor mir verschwindet, sodass nur die beiden Verbände zurückbleiben, ohne dass das geringste Blut an ihnen haftet. „Du wirst besser darin, Täuschungen zu erkennen“, sagt er im Näherkommen. „Das ist gut. Das wirst du brauchen.“ Es mag fast schon Geringschätzigkeit sein, die aus meinem Blick spricht, als ich zu ihm schaue. Doch ich erwidere nichts und richte das Bett her. Ich werde rein gar nichts mehr brauchen, wenn ich erst nicht mehr am Leben bin. Für eine Weile beobachtet er mich, nimmt dann jedoch eine Karte zur Hand und legt diese vor mich hin. „Ich hab dir einen Fluchtweg eingezeichnet“, sagt er, als ich aufblicke. „Wie du es auch drehst und wendest, ich glaube nicht, dass du es wirklich über dich bringen könntest Sauron dazu zu befähigen Schönes zu erschaffen. Dazu bist du zu idealistisch.“ „Helendir...“ „Nein, lass mich ausreden. Du weißt nicht, was ich in dieser einen Nacht getan habe. Ich schon. Mittlerweile. Und so wie ich dich kenne, würdest du dich schlussendlich doch vor Sauron weigern, ihm diese Fähigkeit abzutreten, wenn ich denn erst fort wäre. Es wäre das kleinere Übel für dich und wohl auch für ganz Mittelerde. Er hätte keinerlei Druckmittel, du hättest genug Zeit für deine Gefährten aufschieben können und... selbst wenn es dich töten würde, zumindest hätte er nichts davon und ich wäre fort. Ist das nicht dein Plan?“ Wenn auch mit Zaudern nicke ich langsam und nehme die Karte in meine Hände. „Was hast du daran auszusetzen? Es wäre so konzipiert, dass nur das Gute gewinnen kann. Natürlich nur, wenn du dich auch daran hältst und gehst.“ Ein Grinsen überfliegt seine Lippen. „Was ist schon gut? Was ist böse? Seit wann denkst du in so engstirnigen Einheiten? An sich hätte ich nichts daran auszusetzen, außer, dass es dich womöglich dein Leben kosten würde. Aber etwas anderes spielt da auch noch eine nicht unbedeutende Rolle. Und... ich schäme mich fast schon dafür, dass ich dir so etwas angetan habe... Aber wenn du klug genug bist, dann wirst du dich jetzt für das Richtige entscheiden.“ „Richtig, falsch? Sind das nicht auch engstirnige Einheiten?“ „Du drehst mir die Worte im Mund herum.“ „Du etwa nicht?“ Er seufzt und sieht mich mit einem Blick an, der etwas wie Bedauern und Gereiztheit zugleich zum Ausdruck bringt. Dann deutet er mit dem Kopf wieder zur Karte hinüber. „Es stimmt schon, wir können nicht beide fliehen. Also entweder du oder ich. Es gibt genug Gründe für dich zu fliehen. Würde es Sauron denn nicht noch mehr Zeit und Nerven kosten, so eine Gelegenheit verloren zu haben? Er würde nach dir suchen lassen, aber bis du gefunden worden wärst, wäre es schon längst zu spät für ihn.“ „Und was ist mit dir?“ „Ach, ich bin diese Qualen doch schon gewohnt.“ Da ist etwas in seiner Stimme, das mir nicht passt. Die ganze Zeit schon. Er verschweigt etwas, das ich wissen sollte. „Würde hingegen ich fliehen“, spricht er weiter und legt großen Ernst in seine Worte, „dann wäre dein Tod dir gewiss.“ „Dann wäre ich ein dem Tode geweihter Mensch? So sagtest du doch einmal.“ Er stutzt, nickt dann aber langsam. „Ja. So sagte ich. Und ja, ich könnte mir dann sehr wohl ein neues Leben aufbauen, soweit diese verschiedenen Geister es mich denn lassen. Aber es gab schon einen Grund, warum ich dich hätte mitnehmen wollen. Nun, jetzt ist es zu spät. Du gehst ein großes Risiko ein, wenn du mich fliehen lässt. Ein sehr großes. Also? Ist es nicht viel sicherer und rational vertretbarer, dass du an meiner statt von hier fortgehst?“ Erwartung liegt in seinen Augen, als er das sagt. Nur möchte ich mich nicht noch einmal entscheiden müssen. Ich habe ihn nach Mordor gebracht, in der Hoffnung, dass er gesund wird und der Befürchtung, dass ich eben sterbe. Damit habe ich mich schon in Minas Tirith abgefunden. Dennoch stimmt es eigentlich, was er sagt. Es wäre durchaus sinnvoller, dass ich fliehe und er bleibt. Dann wäre alles, was ich getan habe, zwar so gut wie umsonst gewesen, aber für Mittelerde wäre es in der Tat das kleinere Risiko. Und doch gefällt mir irgendetwas an seiner Stimme nicht so ganz. So überzeugend seine Argumente auch sein mögen. „Es ergibt schon mehr Sinn, aber... muss ich mich jetzt entscheiden?“ Er lacht leise und schaut weg. „Ist die Entscheidung nicht hinfällig? Wenn es mehr Sinn ergibt, dann solltest du es doch auch tun.“ Ein Schüttelfrost durchfährt mich, kaum verlassen diese Worte seinen Mund. Ich drücke ihm die Karte in die Hand und gehe einen Schritt zurück, woraufhin er mich seltsam verwirrt anstarrt und widersprechen will. Da komme ich ihm aber zuvor. „Ich traue dir nicht. Das weißt du. Und jetzt versuch mich nicht doch noch irgendwie mit deinen letzten Rhetorikkünsten davon zu überzeugen, dass ich auf dich hören sollte. Es mag eine vollkommen dumme Entscheidung von mir sein, nicht von hier zu verschwinden, aber ich kann dir in dieser Sache ums Verrecken nicht vertrauen, egal was du auch sagst. Warum bin ich dann hier in diesem Zimmer geblieben? Weil ich dachte auf dich aufpassen zu können. Aber das scheinst du selbst besser hinzukriegen. Also geh schon. Bau dir ein neues Leben auf, zieh irgendwohin wo dich niemand kennt.“ „Sind dir denn all die Unschuldigen, die hier in Mittelerde leben, so gleichgültig?“ Ich schüttle den Kopf. „Nein, aber was hat das damit zu tun? Egal wie ich entschieden hätte, Sauron würde so oder so fallen. Nur einen Unterschied macht diese Entscheidung und zwar wer von uns beiden am Leben bleibt.“ Er nickt langsam, den Blick zu Boden gesenkt und nimmt die Karte fester in beide Hände. „Tja. Dann...“ Vorsichtig, als würde er erwarten, dass ich mich im nächsten Augenblick vielleicht doch noch umentscheide, dreht er sich um und steuert den Tisch an. Es ist mir bis jetzt nicht aufgefallen, aber auf dem Tisch liegen die gleichen Satteltaschen, die Menuial auf dem Weg hierher getragen hat, mit denselben Dingen darin wie auch zuvor, ausgenommen die aufgefüllten Essensvorräte und Wasserschläuche. Helendir öffnet eine der beiden Taschen und holt etwas heraus, das wie ein zusammengefaltetes Stück Stoff aussieht. Für eine Weile wiegt er es unschlüssig in seiner Hand hin und her, dann gibt er es mir. „Schau erst was dort drinnen ist, wenn der Morgen graut“, sagt er ohne mich direkt anzusehen. Ich nicke nur und lasse dieses Stück Stoff in meiner Hosentasche verschwinden. „Wirst du Menuial mitnehmen?“, frage ich, woraufhin er ebenfalls nickt und die Taschen an sich nimmt. „Sie ist ein gutes Pferd. Sollte ich die Möglichkeit haben, so werde ich sie nach Minas Tirith zurückbringen, bevor ich weiterziehe.“ Er steht schon an der Tür, als er doch noch einmal zu mir hinüberschaut und seufzend den Kopf schüttelt. „Bist du dir sicher, dass du nicht klüger handeln möchtest?“ Ich muss schlucken, bejahe aber sofort ohne ein weiteres Wort. Seine Mundwinkel zucken kurz, dann nickt er. „Gut. Der Schlüssel zur Tür liegt auf dem Tisch. Pass auf dich auf“, sagt er und will schon im Gang verschwinden, da bitte ich ihn noch kurz zu bleiben, hole meinen Mantel und nehme Gremgoshs Münze aus der Tasche. „Ihre Geschichte ist wohl mehr wert als sie selbst“, sage ich, als ich ihm den Castar reiche, „aber sie wird dir dort draußen mehr Nutzen bringen als mir hier.“ Er nimmt sie dankend, wenn auch mit einem skeptischen Schmunzeln an und verabschiedet sich. Die Tür fällt zu und plötzlich scheint es mir als wären alle Geräusche um mich abgedämpft worden. Wir werden uns nicht wiedersehen. Nicht hier. Unwillentlich wandert meine Hand in die Hosentasche zu dem Stoffstück, doch ich werde es erst morgen früh genauer anschauen. Helendir. Was für ein eigentümlicher Charakter er jetzt wohl sein würde, wenn er denn schon immer bei klaren Verstand gewesen wäre. Ich muss schmunzeln und sehe zu dem Bild an der Wand. Als ich es zum ersten Mal sah, da hätte ich die rechte Seite des Bildes eher Helendir und die linke mir zugeschrieben. Mittlerweile könnten sich unsere Rollen getauscht haben. Er hat es schöner gemalt als ich. Nun, es ist auch ein Unterschied etwas mit Ölfarben zu malen oder mit Aquarell- und Kohlestiften, aber ich konnte damals, als ich versuchte dieses Bild schon in meiner Welt zu malen, um es überhaupt beschreiben zu können, nicht mit Ölfarben malen. Mit einer abwinkenden Handbewegung drehe ich mich zum Fenster und versuche den Elb dort unten irgendwo ausfindig zu machen, aber von hier aus wird mir das kaum gelingen. Ich schnappe mir Schlüssel und Mantel, gehe hinaus aus dem Zimmer, den Gang entlang ganz nach hinten, bis hin zu einer Treppe, die mehrmals um sich selbst gewunden hinauf aufs Dach führt. Hin zum Rand, unter dem sich die Eingangstür dieser Unterkunft befindet, gehe ich und setze mich dort zu Boden. Dort unten steht tatsächlich ein schwarzes Pferd. Ob es Menuial ist oder nicht ist schwer zu erkennen von hier oben. Aber Helendir sitzt bereits auf und treibt sie an Richtung Süden zu traben. Er schaut kein einziges Mal zurück, bis ich ihn nur noch als dunklen Flecken im graubraunen Dunstgeschwader ausmachen kann. Dann ist er fort. Einfach weg, als wäre er nie dagewesen. Ich schließe die Augen und merke, dass meine Lippen zittern und sich ein saurer Geschmack auf meiner Zunge breitmacht. Er wird es so besser haben, mit Sicherheit. Sofern Sauron sein Wort gehalten hat und er wirklich ganz gesund wird. Doch ich komme nicht umhin mich an all das zu erinnern, was er mir angetan hat. Angefangen bei Laegrîdh und den Marthannars, über physischen und psychischen Missbrauch bis hin zu Boromirs Tod. So etwas kann man vielleicht vergeben, das impliziert jedoch nicht, dass man es auch vergessen kann. Und ich kann es nicht ganz vergessen, auch wenn ich weiß, dass ich es besser sollte. Vielleicht hat sogar das irgendwo sein Gutes. Rasch wische ich mir mit dem Handrücken über die Augen und stehe wieder auf. Doch ich bleibe noch einige Minuten lang dort stehen und schaue über das Land, was Sauron sich zu eigen genommen hat. Wie schwarze Kohlestücke ragen die umliegenden Lager aus dem Boden, allesamt mit flachen Dächern aus glattem, geschwärzten Stein. Von Staub und Ruß angereichert drückt die Luft zur Erde und lässt mir mit der Zeit das Atmen schwerer werden. In der Ferne erhebt sich der Orodruin in den Himmel und glimmt wie ein abgebrannter Kerzenstängel durch die verhüllenden Wolken- und Rauchschleier. Man kann nicht bis über die Westgrenze hinaussehen. Nicht so wie in Minas Tirith. Wände aus sandigem Nebel steigen vor den Ephel Dúath empor, nicht einmal bis nach Minas Morgul kann man klar sehen und ein dumpfes Grollen liegt in der Luft als würde sich weiter im Osten ein Gewitter zusammenbrauen. Dort befindet sich auch Barad-Dûr. Ein Ort, an den man nicht gerne gelangen möchte, wenn es sich denn vermeiden lässt. Langsamen Schrittes nähere ich mich wieder der Treppe und gehe ins Zimmer zurück. Den Schlüssel lasse ich in der Manteltasche verschwinden, gehe zum Schrank und will meinen Mantel dort verstauen. Heute werde ich ihn eh nicht mehr brauchen. Als ich ihn an seinen Platz zurücklege fällt mir ein Bündel ausrangierter Kleidungsstücke ganz unten in der Ecke des Schranks ins Auge. Ich beuge mich hinunter, um sie herauszunehmen und falte sie auseinander. Sofort zieht sich eine Gänsehaut über meine Arme, als ich Adons Hose und Keres' Hemd darin wiedererkenne. Ganz langsam ziehe ich sie näher an mich und vergrabe mein Gesicht in den abgenutzten Stoffen. Sie fühlen sich rau und grob verarbeitet an, ganz anders als die Kleider, die Helendir mir gegeben hat, ganz anders als die Reisekleidung, die ich aus Bruchtal habe. Ob ich die beiden wohl wiedersehen werde? Es wäre zumindest ein Trost nach all dem hier. Sie fehlen mir. Wären sie noch am Leben und wüssten sie was hier gerade passiert, sie hätten Helendir nicht einfach laufen lassen. Sie hätten Rache für ihre Schwester an ihm geübt, hätten ihn umgebracht. Rein menschlich gesehen könnte man es ihnen nicht einmal verübeln... Nun, Kerrie hätte ihn töten wollen. Bei Adon wäre ich mir gar nicht einmal so sicher, auch wenn er direkt beteiligt an dieser Sache gewesen ist. Adon dachte anders als Keres. Aber beide waren sie mir lieb und teuer und sind es immer noch. So sehr sie sich in einigem auch unterscheiden mochten. Wenn ich so recht überlege, dann hätte ich Legolas gar nicht kennengelernt wenn Keres nicht gewesen wäre. Kerrie... Mir steigen Tränen in die Augen, die ich mit einem Lachen zu unterdrücken versuche. Adon, Keres, Legolas... Von allen Charakteren sind die drei mir doch am meisten ans Herz gewachsen. Sicher, auch Eronod, Kayen, Boromir, die Gefährten, sie sind mir immer sehr lieb gewesen, aber diese drei... und dann gab es noch Helendir. Mit der Ausnahme, dass dieser nun nicht mehr da ist, vergeht dieser Tag kaum anders als die vorigen. Nur am Abend steigt eine Mischung aus Angst, Verzweiflung und Planlosigkeit in mir auf, weil ich es nicht mehr schaffe diese Emotionen zu unterdrücken. Ich liege rücklings auf dem Bett, starre mit weit aufgerissenen Augen an die Decke und realisiere kaum wie meine Nerven alle einzeln in sich zusammenbrechen. Mein Gesicht ist nass, ob von Schweiß oder von Tränen ist mir egal. Die Decke, die Wände, sie scheinen im kühlen Dunkel der anbrechenden Nacht auf mich zuzukommen. Nur keuchend geht mein Atem und mein Brustkorb tut mir weh als würde eine Last darauf liegen, von der ich nicht loskomme. Krampfhaft kneife ich die Augen zusammen und drehe mich zur Seite. Ich dachte es wäre einfach. Es wäre einfach zu wissen, dass man bald stirbt. Da lag ich wohl falsch. Es ist jedenfalls nicht einfach zu wissen, dass man stirbt, wenn man nicht genau weiß wofür. Vergeltung? Wiedergutmachung? Das wäre wohl der einzige Grund und es ist kein Grund, der jemandem auch nur das Geringste bringt. Nun da Helendir weg ist, gibt es tatsächlich überhaupt keinen Grund mehr, der meinen Tod rechtfertigen würde. Sauron wird ihm nichts mehr anhaben können, wenn er erst außer Reichweite für ihn ist und wenn Menuial schnell ist, dann könnten sie Mordor jetzt schon verlassen haben. Ich möchte nicht sterben. Noch nicht jetzt. Vielleicht wollte ich das einmal, aber die Gründe, die mir diesen Wunsch einredeten, schwinden langsam und Helendirs Worte, dass es mutiger sei das Leben zu ertragen als den Tod zu erleiden, hallen mir im Gedächtnis wider. Mut ist bei mir eher eine Mangelerscheinung. Mögen andere das auch anders sehen, ich bin nicht mutig, ich bin nur leider oft zu risikobereit. Meine Finger verschränken sich ineinander und ich rolle mich vom Bett herunter, sodass ich schlussendlich auf dem Boden knie, die Stirn an die Bettkante gelehnt, die Hände im Schoß. Ich habe lange nicht mehr gebetet. Wenn ich daran denke, dass es eine Zeit gab, in der ich das jeden Abend getan habe, kommt es mir unwirklich vor. Mir huscht ein erzwungenes Grinsen über die Lippen. Wenn man das überhaupt beten nennt. „Ich weiß nicht mehr was ich tun soll“, flüstere ich. „Ob es wirklich etwas gebracht hat, ob es das gewesen ist, was du meintest, als du sagtest, ich solle mit Helendir reden, das weiß ich nicht. Aber jetzt kann ich daran auch nichts mehr ändern. Nur... was soll ich jetzt tun? Mich weigern? Es scheint sinnvoller als einfach so aufzugeben und ihm diese Fähigkeit zu überlassen. Da ist ja wohl ein Grund, warum er nichts Schönes mehr erschaffen können sollte. Aber hat er Helendir denn nicht wieder... na gesund gemacht klingt fast schon übertrieben. Und überhaupt, wer sagt denn, dass es von Dauer sein wird und er nicht rückfällig wird oder... ach. Kannst du mir nicht einfach sagen, was ich tun soll und dann mach ich das und gut ist? Das alles ist schon so verwirrend geworden, wenn ich eine falsche Entscheidung treffe, könnte ein ganzer Kontinent darunter leiden. Obwohl, das ist ja auch nicht ganz so sicher. Wie weit sind Frodo und Sam denn eigentlich schon?“ Stille. Da kommt keine Antwort aus dem Dunkeln. Nur die Müdigkeit schleicht sich langsam heran und lässt meinen Kopf schwerer werden. Trotzdem zwinge ich mich wach zu bleiben, stehe auf und schaue zum Fenster hinaus. Kein Mond, keine Sterne, kein Stückchen Himmel zu sehen. Nur Wolken. Könnte man Gott mit dem Handy anrufen, würde ich sagen, die Funkverbindung wäre gerade hinüber. Ein Seufzen entfährt mir, aber ich muss lächeln und lehne mich mit der Schulter gegen die kühle Steinwand. „Danke. Dafür dass ich in diese Welt durfte“, entkommt es mir im Flüsterton. „Sie ist nicht perfekt. Keine Welt ist das. Auch mein Leben ist nicht das beste, das man sich vorstellen könnte, aber im Gegensatz zu meiner Welt... Im Gegensatz zu meiner Welt zersetzt diese hier nicht sich selbst. Und wenn, dann sind ausnahmsweise mal nicht wir Menschen schuld daran. Ich wünschte nur... dass es auch in meiner Welt irgendwann mal eine Zeit geben würde, in der man nicht an der Menschheit zweifeln muss.“ Wieder will der Schlaf mich einholen, da fallen mir einige Melodiefetzen ein. Melodien von Liedern oder kleineren Musikstücken, die ich noch in meinem früheren Leben geschrieben habe. Verhalten summe ich sie vor mich hin, bis mir auch wieder Teile vom Text einfallen, die ich nach und nach zur Melodie ergänze. Das eine Lied hatte vier Strophen wenn ich mich recht erinnere, aber nach dem ersten Refrain setze ich aus mit dem Singen und schüttle unwillkürlich den Kopf. Die anderen Strophen wollen mir nicht einfallen. Dafür fällt mir ein anderes Lied ein. Eins, das ich noch komplett auswendig kenne. Aber es stimmt mich traurig an dieses Lied zu denken. Warum, das kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es die Tonlage, vielleicht die Worte oder die Geschichte dahinter. Ich schrieb es damals parallel zu dieser Geschichte. An welcher Stelle genau, daran kann ich mich nicht erinnern, aber womöglich auch schon recht weit am Ende. Anfangs verbinde ich den Text nur ganz zögerlich mit der Melodie, doch je weiter ich singe, desto mehr Gefühl legt sich in meine Stimme und schon in der zweiten Strophe singe ich um einiges lauter und kräftiger als am Anfang.


Blinded, not able to see
Captured in dangerous thoughts.
There, where I don't want to be...
Waiting.
I hear the whispers of doubt
Not being able to move.
My voice is drowning in drought...


Maybe you think about me
Stop it, I've spoken to thee.
Can't you just forget? Can you?
I wish we could turn back time
Getting rid of any crime.
But there's a chance we could die. Heed that.


If it meant fallin' apart
while almost breaking my heart,
would you still risk it?
Would you still risk it? For me?

If it required your breath
'cause we're both sentenced to death,
would you still risk it?
Would you still risk it? For me?



Frightened as soon as he grins
Rescued from living in rush.
It's getting cold on my skin...
Fading.
I lie in darkness, alone
Shadows are rising around.
Angst sneaking in every bone...


Now I'm abandoned by all
As the result of his fall.
Just asking for rest. Too much?
Can't endure seeing his pain
Hoping, although it is vain.
'cause there's no thing we could change. Face it.


If it meant fallin' apart
while almost breaking my heart,
would you still risk it?
Would you still risk it? For me?

If it required your breath
'cause we're both sentenced to death,
would you still risk it?
Would you still risk it? For me?



I know, you could still save me
From all this torment.
For hope is something no one can kill
But freedom has its price, so...


If it meant fallin' apart
while almost breaking my heart,
would you still risk it?
Would you still risk it? For me?

If it required your breath
'cause we're both sentenced to death,
would you still risk it?
Would you still risk it? For me?



Dann schweige ich wieder. Wann habe ich das letzte Mal gesungen? In Edoras? In Lothlórien? Ja, ich glaub in Lothlórien war es das letzte Mal. Was wird mit dem Ort eigentlich passieren, nachdem der Ring vernichtet worden ist? Das alles dort kann doch auch nur durch die Kraft von Galadriels Ring Nenya bestehen. Wenn der Eine Ring erst zerstört ist, dann erlischt auch die Macht aller anderen – Vilya, Nenya und Narya nicht ausgenommen. Bruchtal wird dann auch nicht mehr so sein, wie es gerade noch ist, und Gandalf wird wohl ebenfalls etwas von der Macht, die er momentan hat, einbüßen müssen. Früher fragte ich mich immer, warum die drei denn Mittelerde nach dem Ringkrieg verlassen würden, auch warum die Elben nach und nach in den Westen ziehen würden. Jetzt verstehe ich es so langsam. Wahrscheinlich ist auch das eine von Haldirs Sorgen gewesen. Ich setze mich zurück aufs Bett und starre zu Boden. Wenn die Elben erst fort sind und das Zeitalter der Menschen anbricht, wer sagt denn, dass es nicht darauf hinauslaufen könnte, dass hier alles so werden wird wie in meiner Welt? So schnelllebig, kurzweilig und auf den Moment fokussiert? Vermutlich wird es darauf hinauslaufen. Aber was würde das denn verhindern? Würde es anders werden, wenn die Elben bleiben? Vielleicht. Nur hielte sie verständlicherweise kaum mehr etwas hier. Lothlórien ist der einzige Ort in Mittelerde, der noch ein wenig von der alten Welt widerspiegelt. In Valinor ist es wie zu Anbeginn der Zeit – wenn Nenyas Macht erlischt, warum sollten die Galadhrim dann noch hier bleiben, obwohl sie nach Valinor gehen könnten? Dass diese Welt hier wohl dem gleichen Schicksal erliegt wie die meinige, stimmt mich traurig. Menschen würden sich nie so sehr um das Wohlergehen ihrer Welt kümmern wie Elben. Ob das auch so wäre, wenn die Elben ebenso sterblich wären, wer weiß das schon? Ich lege mich hin und schließe die Augen. Vielleicht sollte ich mich wirklich nicht zu sehr solchen theoretischen Gedanken hingeben. Sonst verliere ich noch den Blick für die Wirklichkeit. Und doch wünschte ich, ich könnte etwas daran ändern. Mit der Zeit werden meine Lider schwerer und ohne mich vorher bettfertig gemacht haben zu können schlafe ich schließlich ein. Eine kalte Hand hält mich am Arm fest und zieht mich hoch, nicht nur so, dass ich stehe, sie zieht mich höher, durch eine dichte Nebelwand hindurch, bis weit über die Wolken. Aber sehen kann ich niemanden. Es ist als würde ich fliegen gelernt haben. Über den Wolken leuchten Bänder von goldenen Strahlen der untergehenden Sonne, langsam wird es wärmer auf meiner Haut, die Kälte dieser Hand löst sich mit ihr selbst in Luft auf und lässt eine angenehme Wärme mit einem Schaudern über meine Wirbelsäule laufen. Aber das Licht schwindet und die Sonne will hinter den Wolken niedersinken. Ich renne ihr entgegen, die Wolken um mich herum huschen vorbei wie Kaninchen, die sich vor einem Habicht verstecken, aber die Entfernung scheint sich nicht verringern zu wollen und bald schon bricht eine farblose Dämmerung herein, welche die goldenen Schlieren in ein trübes Grau verwandelt. Meine Schritte werden langsamer, ein dunkles Blau legt sich in den Himmel und lässt Sterne zum Vorschein kommen. Erst ganz matt, dann strahlen sie immer deutlicher durch die sich ausbreitende Dunkelheit. Die ganze Zeit über hängt mein Blick an ihnen, ohne dass ich ihn losreißen kann, bis die Wolkendecke jäh abbricht und eine tiefe Schlucht sich vor meinen Füßen auftut. Auf der anderen Seite dieser Schlucht lassen sich noch vereinzelte goldene Strahlen hinter einem Damm aus dunkelvioletten Wolken ausmachen, doch wirklich sehen, was dort so strahlt, kann ich nicht. Unten, auf dem Grund der Schlucht, stapeln sich Steine und Glasscherben immer höher hinauf, aber nicht einmal die Hälfte bis hin zum Rand nehmen sie voll ein. Ich möchte mich umdrehen und zurücklaufen, aber die Wolken, über die ich gerannt bin, haben sich in Luft aufgelöst und nur eine finstere Leere starrt mich aus dieser Richtung an. „Warum schaust du hinter dich?“, fragt eine Stimme von der anderen Seite und ich drehe mich um. Dort steht jemand, aber ich kann sein Gesicht niemandem zuordnen. „Ich kann hier nicht weiter“, antworte ich. „Also wollte ich zurückgehen und einen andern Weg suchen, aber... aber es gibt kein Zurück mehr.“ Die Person gegenüber nickt lächelnd, dann fragt sie: „Warum gehst du dann nicht nach vorne?“ Mir entkommt ein Schulterzucken. „Wie denn? Ein Abgrund ist vor mir, kein Weg. Auch wenn ich es wünschte. Ich kann nicht weitergehen, sonst stürze ich.“ Es scheint als würde das Lächeln breiter werden und wieder nickt sie. „Es gibt immer einen Weg“, erwidert sie schließlich. „Manchmal muss man nur mutig genug sein, um ihn zu finden. Und manchmal will er einem nicht gefallen.“ Dann löst sich die Gestalt in Luft auf. Ich schaue noch einmal zurück, aber dort liegt nichts, was mich reizen würde umzukehren, wohingegen die Lichtschimmer, die über den Wolkendamm blitzen, durchaus etwas Verlockendes an sich haben. Aber diese Schlucht, sie ist zu breit und zu tief, als dass ich sie einfach so überwinden könnte. Als ich genauer in die Finsternis hinter mir schaue, werde ich mir erst gewahr, dass sie langsam immer näher kommt und auch diesen Teil zu verschlingen versucht. Wenige Sekunden später stehe ich nur noch auf einem handbreiten Wolkenstreifen und starre hinunter in den Abgrund. Springen. Ich muss springen. Das ist das einzige, was ich noch tun kann, auch wenn es mich wohl kaum auf die andere Seite bringen wird. Also nehme ich so viel Schwung wie es mir eben möglich ist und springe zur anderen Seite. Weit komme ich zwar schon, weiter als ich gedacht hätte, aber kaum einen halben Meter vor der anderen Seite falle ich abwärts. Ein Schrei will meiner Kehle entweichen, doch sie ist wie zugeschnürt. Bevor ich zu weit fallen kann und schmerzhaft am Grund aufkomme, packt mich wieder eine Hand, doch diesmal keine kalte. Sie zieht mich hoch auf die andere Seite und hilft mir aufzustehen, aber die Person, zu der diese Hand gehört, kann ich wieder nicht erkennen. Das Gesicht dieser Gestalt liegt im Schatten und sie lässt keinen Ton verlauten, als ich mich bedanke, sondern zieht mich weiter, bis hinter den Damm. Dort ist alles in ein helles Licht getaucht. So hell, dass es einen fast schon blendet. Das, was da so geschimmert hat, ist ein Fluss, ein Fluss ganz aus geschmolzenem Gold und Silber. An seinen Ufern wachsen tausende von Blumen, allesamt mit weißen Blüten. Aber als wir näherkommen, verwandeln diese Blüten sich in taubenähnliche Vögel und fliegen fort, sodass nur die Blumenstängel, die wie aus Smaragden zusammengebaut funkeln, zurückbleiben. Eine geschlossene Blüte aber, die einer weiße Lilie ganz nah am Ufer, die verwandelt sich nicht. Die Gestalt neben mir führt mich zu ihr, gräbt ihre Wurzeln aus, bis man sie gänzlich aus der Erde nehmen und umpflanzen kann, ohne dass sie stirbt. Ohne ein Wort weist die Person mich an die Hände zu öffnen und setzt die Pflanze dort hinein. Sie leuchtet kurz auf, doch die Blüte will sich nicht entfalten. „Warum öffnet sie sich nicht?“, frage ich nach, erhalte aber keine Antwort darauf. Die Gestalt erhebt sich nur und winkt mich zu sich, damit ich ihr Folge leiste. Wir gehen weiter den Fluss entlang, bis die leichten Wolkenhügel, über die wir laufen, nicht mehr ganz so schön aussehen und kein Licht von dem Fluss mehr auf sie trifft. Die Wolken werden grau, fahl und ganz eben. Nur vier Blumen, die Ähnlichkeiten zu Callas haben, sind dort zu sehen. Eine davon, die größte von ihnen, steht in der Mitte, die drei anderen um sie herum. Von der größten geht etwas Bedrohliches aus. Wie von schwarzer Tinte durchtränkt sind ihre Blüten, Stiel und Blätter, selbst der Boden um sie herum verdunkelt sich, was auch auf die drei anderen Blumen übergreifen will. Die Gestalt geht auf die dunkle Blume zu und reißt sie mit der Wurzel aus der Erde. Die Dunkelheit, die sich um sie ausgebreitet hat, glüht auf einmal auf wie Feuer und will die drei anderen Blumen verzehren, da weist die Gestalt mich an die Lilie an der leeren Stelle einzupflanzen, bevor die anderen Blumen verbrennen. Ich tue wie mir geheißen, aber zu spät. Die drei Callas sind bereits zu Asche zerfallen und verteilen sich über die trüben Wolken. Etwas bekümmert sehe ich zu der Gestalt auf, sie deutet allerdings nur auf den Fluss und gibt mir eine Schale aus Glas in die Hand. Wenn auch mit Zweifeln gehe ich zum Ufer, schöpfe etwas von der glänzenden Flüssigkeit hinaus und bringe sie zu der Lilie, die selbst schon fast eingeht. Mit einem kurzen Blick zu der Person neben ihr gieße ich die gold-silberne Flüssigkeit auf die Stelle, an der die Lilie eingepflanzt ist. Sie beginnt zu glänzen und richtet sich auf. Die Blüte öffnet sich und dort, wo vorher noch die Dunkelheit der anderen Blume entlang gekrochen ist, leuchtet es nun in hell schimmernden Farben bis hin zu den Aschenhäufchen der verbrannten Blumen, wo neue zu wachsen beginnen, die viel heller strahlen als zuvor, mit roten, blauen und weißen Blüten und goldenen oder weiß-silbernen Stielen und Blättern. Da geht die Gestalt zu der Lilie hin und bricht ihren Stiel ab, sodass nur die Wurzel in der Erde übrig bleibt. Unverständig schaue ich hinauf, frage aber nicht nach einem Warum, als die Gestalt die leuchtende Blüte näher an ihr Gesicht führt und der Schatten darüber weicht. Zwei grüne Augen blitzen hervor, aber nicht von stechendem Grün sondern von einem ganz tiefen satten Ton. Er sieht zu mir hinunter und versucht zu lächeln, was ihm nur leidlich gelingt. „Linno“, bittet er leise und setzt sich. Mein Blick wandert zu der Stelle, an der nur noch die Wurzel in der Erde steckt, dann zu der Blume in seiner Hand. Nur stockend fange ich an zu singen, da lässt sich eine seltsame Veränderung beobachten. Aus der Wurzel wächst ein silberner Stiel empor, an dem sich eine grün schimmernde Blüte entfaltet. Hingegen löst sich Helendirs Gestalt mit der anderen Lilie langsam aber sicher auf, bis nichts mehr von ihm zu sehen ist. Ich verstumme und starre auf die Stelle, an der er eben noch gesessen hat. Doch er kommt nicht zurück. Als ich mich wieder zu den Blumen umdrehe, sind sie nicht mehr da, wie als wären auch sie verschwunden. Skeptisch und dennoch verwirrt schüttle ich den Kopf. So wenig Zusammenhang wie ich hier erkennen kann, muss das hier ein Traum sein. Der Himmel hellt auf, allerlei bunte Farben spiegeln sich in ihm wieder und in der Richtung, aus welcher ich gekommen bin, klettert die Sonne wieder empor. „Schau erst was dort drinnen ist, wenn der Morgen graut“, fallen mir Helendirs Worte ein und ich suche nach dem Stofffetzen in meiner Tasche. Als ich die Hand aber aus der Hosentasche ziehe, ohne den Stoff gefunden zu haben, blitzt mir ein Ring an meinem Finger entgegen. Ein weiß-silberner mit einem Smaragd als Stein. Erstaunen macht sich bei diesem Anblick in mir breit und tonlos geht mir das Wörtchen „Warum?“ über die Lippen. Mit äußerster Vorsicht nehme ich den Ring vom Finger und betrachte ihn von allen Seiten. Irgendetwas geht von ihm aus, das ich nicht erklären kann. Irgendetwas, das alles andere um mich herum gerade unwichtig erscheinen lässt. Der Stein funkelt im Licht der aufgehenden Sonne und strahlt eine gewisse Harmonie und Klarheit aus. Ein wenig erinnert er mich an die Lilie, die an der Stelle hochgewachsen ist, an welcher die andere abgerissen wurde. Während ich ihn so betrachte, löst sich alles um mich herum auf und ich beginne im leeren Raum zu schweben. Erst als ich ein Flüstern hinter mir vernehme, realisiere ich das, woraufhin ein Schrecken mich durchfährt und ich den Ring fast hätte fallenlassen. „Wer ist da?“, frage ich, erhalte aber keine Antwort. Also frage ich noch einmal, diesmal lauter: „Wer ist da?“ Grobe Hände packen mich an den Schultern und rütteln mich wach. Es ist immer noch dunkel draußen. Eine Lampe mit Eisenbeschlägen glimmt auf dem Tisch und taucht die Umrisse der Person vor mir in einen mattfeurigen Schimmer. „Gremgosh?“, frage ich nach, doch nur ein krächzendes Lachen ist mir Antwort. Die Umrisse werden schmaler und ein schlaksiger Körper, dessen lange Arme anmuten lassen, sie wären in Eile angenäht worden, gibt sich zu erkennen. „Den wirst du nicht mehr sehen“, kommt es aus dem Dunkeln und zwei weitere Gestalten lassen sich an der Tür blicken. Etwas neben der Spur schaue ich auf meine rechte Hand und suche nach dem Ring, doch dort ist nichts. „Steh auf, der Morgen graut“, meint da einer der beiden Uruk-hai und Ranak zerrt mich vom Bett hinunter, um mich danach Richtung Tür zu schubsen. Sie legen meine Hände in Ketten und führen mich aus dem Zimmer hinaus, Ranak hintendrein mit so einem schelmischen Grinsen im Gesicht, dass einem fast übel werden kann bei seinem Anblick. Sie führen mich den Gang hinunter, raus aus der Unterkunft und weiter Richtung Nordosten, Richtung Barad-Dûr. Ohne Pferd oder andere Reittiere. Wir laufen und Ranak scheint sichtlich Freude daran zu haben mich so zu sehen; unbewaffnet, unfähig wegzulaufen und dem was kommt gänzlich ausgeliefert. „Da schau, was hoffst du noch auf etwas Besseres?“, fragt er mit hämischem Tonfall. Ich erwidere nichts, sondern versuche mir den seltsamen Traum wieder in Erinnerung zu holen. Ihm entkommt ein Grunzen und er läuft einige Schritte näher zu mir, als ich nicht reagiere. Seine Augen blitzen auf, als ich meinen Blick zu ihm wende und schmunzeln muss. Es hat ja durchaus sein Positives, dass ich nicht mehr da sein werde. Ranak muss ich dann nämlich auch nicht mehr aushalten. „Was grinst du so?“ Seine Stimme hat an Anspannung zugenommen, aber bevor er weiterspricht, zieht einer der anderen ihn zurück und sagt in strengem Ton: „Wir sollen sie heil abliefern. Eure kleinen Reibereien kannst du mit ihr auch später ausprügeln, wenn wir nicht mehr da sind.“ „Red' keinen Unfug, du weißt genau wie sehr ich diesen Tag herbeigesehnt habe“, erwidert er gereizt. „Und die Freude dieses Miststück leiden zu sehen, will ich mir nicht nehmen lassen.“ Seine halbe Drohung geht an meinen Ohren vorbei. Wir laufen schweigend weiter, auch wenn Ranak immer wieder versucht Sticheleien anzufangen und mir gehässige Blicke zuwirft. Die beiden Uruks verhindern, dass er handgreiflich werden kann, was ich auch gar nicht so schlecht finde. Aber außer Ranaks unfreundlichen Bemerkungen ist kaum etwas anderes zu hören. Selbst die sonst so geschäftigen Geräusche aus den Bergwerken und Minen sind wie gänzlich verstummt. Die unheimliche Stille wird ergänzt von dem rötlichen Schimmer der Morgensonne, die an einzelnen Stellen noch versucht durch die dunkelbraunen Wolken hindurch zu brechen. Weit kommt sie aber nicht, denn das matte Licht bleibt oben im staubigen Nebel hängen und taucht alles darunter in einen dunkelroten Ton, sofern die Farbe nicht vollkommen vom Nebeldunst verschluckt wird. Ich schaue zurück in die Dunkelheit, aber dort ist nichts, was mich zur Umkehr reizen könnte und die Finsternis schleicht hinter uns her, als würde sie noch das verschlingen wollen, was noch vor uns liegt, auch wenn dort kein Weg zu erkennen ist.

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Kommentare (31)

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vor 89 Tagen flag
Bitte schreib eine Fortsetzung
vor 432 Tagen flag
Hey, hatte jetzt wieder Zeit mich zu melden. Es wahr bei mir in meinem Leben echt die Hölle los und mus gestehen, dass ich es komplett vergessen habe deine Geschichten zu lesen. Ich werde versuchen, in Zukunft mehr zu schreiben💟
vor 467 Tagen flag
Juchey :D freut mich echt für dich, dass die Prüfungen vorbei sind; ich hatte jetzt heut auch meine letzte und kann mich hoffentlich wieder mehr auf das Schreiben konzentrieren. Falls die Kapitel doch nicht jede zweite Woche kommen sollten, wie jetzt das letzte, tut es mir leid, da muss ich dann wohl gegen Schreibblockaden ankämpfen. Aber schön mal wieder was von dir zu hören :)
vor 468 Tagen flag
Hey, ich bin's wieder. Sorry, dass ich mich in letzter Zeit nicht mehr gemeldet hab. Hatte noch einihe Prüfungen, Abschlussfahrt und co. Aber jetzt bin ich ja wieder da :))
vor 499 Tagen flag
WOW, diese Kampfszene...
Ich freue mich jedes Wochenende auf einen weiteren Teil von deiner Ff ;3
vor 523 Tagen flag
Nee, nee alles gut. In letzter habe ich leider nur sehr oft Besuch von meinen kleinen Nichten, da ist es ein bisschen schwer sich beim Schreiben zu konzentrieren. Aber ich bemühe mich :)
vor 523 Tagen flag
Ich will ja keinen Stress machen, aber ich vermisse seit einer Woche ein nächster Teil. Ich verstehe, wenn du keine Zeit hast, ich hab mit Prüfungen auch viel zu tun. Wollte nur nachfragen, ob alles in Ordnung bei dir ist...
vor 536 Tagen flag
Hey. Wie immer: vielen Dank. Mir fällt garnichts mehr ein, was ich schreiben soll....
Konnte mich auch nicht regelmäßig melden, da wieder ne Prüfung dazwischen gekommen ist...
vor 554 Tagen flag
Falls Verwirrung aufkommen sollte wegen den drei 14ten Kapiteln: Neuerdings werden keine E-Mails mehr geschickt, wenn eins aufgenommen wird und... das wusste ich nicht. Deshalb hab ich das vierzehnte Kapitel mehrmals eingeschickt (es kam halt nie eine Bestätigung) und deshalb gibt es das jetzt dreimal. Aber das eine habe ich mittlerweile schon durchs fünfzehnte ersetzt - da wird nur leider immer noch "Kapitel 14" in der Zusammenfassung angezeigt - und das dritte werde ich demnächst durch Kapitel 16 ersetzen - könnte aber noch paar Tage dauern.
vor 559 Tagen flag
Ist das jetzt eher gut oder eher schlecht? (Spätestens seit der Existenz Grünfelds ähnelt diese Geschichte gar nicht mehr so wirklich Tolkiens Werken; aber ich bemühe mich die Hauptstory schon beizubehalten - und vor allem Ortsbeschreibungen. Nur halt aus einer anderen Perspektive mit einer etwas ausführlicheren Nebenhandlung.) Aber es freut mich, dass die Handlung nicht ganz so vorhersehbar zu sein scheint :)
vor 561 Tagen flag
Ups. Ich meinte Jenny und Legolas
vor 561 Tagen flag
Echt krass, wie sich die Beziehung von Jenny/Legolas gewendet hat. Ich bin schon seit einer Weile hier auf den Fanfiktion von der Heer der Ringe und habe gerechnet, dass sich, wie in jeder Geschichte hier, alles sich sofort zum Guten wendet und sich Jenny und Legolass sofort wiedererkennen. Bei dir aber nicht. Sie wollen sich doch wirklich gegenseitig umbringen...
Echt, wenn es jetzt schon so kommt, weis ich garnicht mehr, wie sich die Geschichte wenden wird. Damit meine ich, dass deine Geschichte nicht allzu sehr an den Werken von Tolkien ähneln.
vor 573 Tagen flag
WOW. Du steckst mega Zeit in diese Geschichte rein. Aber das merkt mann auch am Ergebniss. Echt klasse. Vielen Dank
vor 576 Tagen flag
Heute ist ein neuer Teil online🙃 Es braucht aber leider immer recht lange, bis die Kapitel von testedich angenommen werden. Hier beim zwölften hat's jetzt ganze sechs Tage gedauert. Trotzdem versuch ich, dass nie mehr als zwei Wochen zwischen den einzelnen Kapiteln vergehen. Und nochmal ein herzliches Dankeschön für's Feedback :)
vor 579 Tagen flag
Tut mir leid, wenn ich verdammt ungeduldig wirke, aber ich muss echt fast jeden Tag gucken, ob ein neuer Teil online ist
vor 593 Tagen flag
Ich merke gerade, dass mein letzter Kommentar garnicht online gestellt wurde. Also versuche ich es, mit diesem Teil hier einbeschlossen, zusammenzufassen. Ich hab versucht, möglichst wenige Infos über der Geschichte zu schreiben (also kommentieren) weil ich nicht wollte, dass ich für andere, die Geschichte noch lesen werden, spoilere. Aber ich kann es nicht mehr lassen. Ich liebe es, wie du Helendir sozusagen ,,zum Leben erwegst". Ich finde es auch ziemlich cool, dass Legolas mit den Gefährten (inklusive Jenny/Elarras) mitreist, ohne einen Schimmer zu haben, dass Jenny noch lebt. Er ist irgentwie der Unscheinbare in der Gruppe und das macht die Geschichte noch viel spannender. Freue mich weiterhin auf weitere Teile :3
vor 609 Tagen flag
Dann mal viel Erfolg bei den Prüfungen; schaffst du schon👍🏼Ist nicht schlimm, wenn du nicht sofort nachgucken kannst. Bemüh' mich mindestens jede zweite Woche ein neues Kapitel fertig zu haben, wenn's klappt, dann vllt sogar jede Woche, so als Anhaltspunkt.
vor 611 Tagen flag
Danke für die Deutschstunde. Bin einfach net so gut in Deutsch...
Und sorry das ich ab und zu nicht sofort nachgucken konnte, ob ein neues Kapitel online ist. Hab bald Prüfungen und muss viel lernen
vor 615 Tagen flag
Danke für das Kompliment, aber nee, ich bin kein berühmter Autor. Ich schreibe nur schon länger Geschichten und hab früher auch oft gelesen; vielleicht kommt's daher :) (übrigens, du kannst "Potential" oder "Potenzial" schreiben; wäre orthographisch beides richtig, wobei ersteres eher zur alten Rechtschreibung gehört)
vor 617 Tagen flag
Ach, ich liebe es... Bist du irgentein berühmter Autor, der gedacht hat, ein wenig auf Teste dich mit einem falschen Namen zu schreiben? Echt, mein ernst. Dein Schreibstil kombiniert mit deinen Details und Einfällen hätte Potentiall (schreibt man des so?) für ein Buch. Also nicht, dass du wirklich ein Autor bist und ich hier mit beispielsweise J. K. Rowlling schreibe die sich gedacht hat, ihre Deutschkenntnisse zu testen😂.