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Elarras - Die eine und neun andere

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1 Kapitel - 8.347 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 361 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Kapitel 29

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29. Alte und neue Bekannte
„Ziemt es sich denn für ein junges Mädchen, so weit von ihrer Heimat weg zu sein? Alleine? Und bewaffnet?“ Ich hebe meinen Blick und ziehe kurz einen Mundwinkel nach oben. „Ob es sich ziemt kann einem gleichgültig sein, wenn es denn notwendig ist“, erwidere ich dem Harader, der mich angesprochen hat. Er lacht leise und setzt sich neben mich zu Boden. Zwei Stunden dauert es noch, bis wir das Morannon hinter uns haben, dort muss ich die Haradrim dann aber loswerden, wenn ich meinen vorigen Plan noch umsetzen können will. In einer halben Stunde wollen sie weitergehen, auch wenn es mir persönlich lieber wäre, wir würden gar nicht erst rasten. Nun, als Gefangene habe ich jedoch nicht so viel zu sagen und muss mich ihren Entscheidungen fügen. Es ist der zweite Hauptmann, der gerade neben mir sitzt. Die beiden Soldaten, die mich bisher bewacht haben, lösen meine Fesseln und geben mir zu trinken und zu essen. Würde ich nicht wie ein gewöhnliches wehrloses Mädchen aussehen, so hätten sie mir die Stricke wohl nicht abgenommen, selbst wenn es auch dann kaum von Belang wäre, ob ich mich wehren kann oder nicht. Mit einem dankenden Nicken nehme ich den Proviant und die Feldflasche, die sie mir geben, an, auch wenn ich keinen Hunger habe. Nur sehr wenig trinke ich, um gegen die austrocknende Luft anzukämpfen, dann lege ich die Sachen beiseite und suche mit den Augen nach Menuial. „Warum bist du wirklich hier, Mädchen?“, fragt der Harader mich. Ich achte nicht sonderlich darauf, obwohl ich deutlich spüre, dass sein Blick schon die ganze Zeit ziemlich argwöhnisch auf mir ruht. „Ich bin aus den Gründen hier, die ich eurem Obersten schon geschildert habe. Reicht euch das nicht?“, erwidere ich ohne ihn anzuschauen. Er dreht meinen Kopf abrupt zu sich und wirft mir einen finsteren Blick zu. „Ich würde nicht fragen, wenn ich es dir glauben würde.“ Skepsis schleicht sich in meine Züge, als er das so sagt. „Wenn ihr mir nicht glaubt, warum fragt ihr dann überhaupt noch nach? Hätte ich vorhin gelogen, so würde ich wohl auch jetzt lügen, meint ihr nicht?“ „Irgendwann werden deine Worte dich noch verraten.“ Darauf zeige ich keine Reaktion. Er mustert mich noch eine ganze Weile lang, dann befiehlt er den beiden Soldaten wohl mich wieder zu fesseln und erhebt sich. Ohne zu zögern führen sie seinen Befehl aus, doch allem Anschein nach hat er ihnen auch gesagt, dass sie mir die Augen verbinden sollen. Damit ich ihnen gegenüber nicht noch mehr in Ungnaden falle, lasse ich es geduldig zu, werfe dem zweiten Befehlshaber aber einen kritischen Blick zu, während er mich beobachtet. Immerhin nehmen sie mir Menuial jetzt noch nicht weg, aber – wenn ich das so sagen darf – irgendwo kränkt es dennoch meinen Stolz, dass sie mir derart misstrauen. Thorsten ist immer noch bei ihnen, wie mir seine knurrende Stimme verrät, die ich über das halbe Lager hören kann. Vermutlich haben sie auch ihn kurz losgebunden, um ihm essen und trinken zu geben, aber zufrieden hört er sich nicht an. Gerade als einer der beiden Soldaten mir die Augen verbindet, frage ich so laut, dass der Hauptmann das hören muss: „Was macht ihr eigentlich mit dem Ork? Könnt ihr ihm seine Fesseln denn nicht einfach lösen?“ „Einem Deserteur die Fesseln lösen, damit genau das Gleiche passiert wie mit dir und er uns womöglich noch verrät? Wo kämen wir da hin? Wir werden ihn am Tor den Wachen übergeben.“ Ein Deserteur also. Deshalb gab es auch keine Truppen in der Nähe. Die Hände binden sie mir diesmal nicht hinterrücks zusammen, damit ich mein Gleichgewicht beim Reiten besser halten kann. Mehrmals kämpfe ich auf dem Weg damit, nicht einzuschlafen und vom Pferd zu fallen, weshalb der Soldat, der Menuial führt, sein eigenes Pferd immer mal wieder näher an uns heranführt, um mich wachrütteln zu können. Ich selbst bemühe mich auch wach zu bleiben, denn sonst könnten sie mich auf ein anderes Pferd setzen, damit jemand mich stützt, und ich wüsste dann nicht mehr wo Helendir ist. Nach zwei Stunden wird es lauter und voller. Viele Geräusche von stapfenden Schritten, knirschenden Toren und metallenem Geklirr tönen an meine Ohren. Die Luft wird noch drückender und ist mit einer feinen Schwefelnote angereichert. Der Soldat hält Menuial an. Nach einigen langen Minuten ist ein ohrenbetäubendes Donnern und Poltern durchmischt mit Signaltönen von tiefen, dunklen Hörnern zu vernehmen. Das Tor wird geöffnet und der Trupp geht hindurch. Jetzt muss ich aber wirklich fort von ihnen. Wer weiß wie weit der Verwesungsprozess bei Helendir schon vorangeschritten ist? Und immer noch liegen einige Stunden Weg vor uns. Ein paar Meter gehen wir weiter, dann werde ich vom Pferd genommen und die Augenbinde wird von meinem Gesicht gelöst. Die Truppe ist umringt von Orks. Zwei stehen mit den beiden haradschen Hauptmännern direkt vor mir und mustern mich. Kurzzeitig setzt mein Herzschlag aus, als mir gewahr wird, dass einer der beiden Ranak ist. Er rümpft die Nase, als er mich ebenfalls wiedererkennt, grinst daraufhin aber hämisch, sodass seine Mundwinkel fast die Ohrläppchen berühren – zumindest das eine, das noch vorhanden ist. „Wen haben wir denn hier?“, sagt er spöttelnd. „Ging es dir etwa so gut bei uns oder hast du mich einfach nur vermisst?“ Nur ein verzerrtes Lächeln geht mir über die Lippen, doch ich bemühe mich so ruhig wie möglich zu antworten. „Sagen wir... verhältnismäßig. Aber es geht gerade um Wichtigeres, Ranak.“ „Wichtigeres? Schau einer an. Was könnte denn so wichtig sein, dass du hier ganz alleine ohne dieses Spitzohr auftauchst?“ „Wer sagte denn, dass er nicht hier ist?“ Ich deute mit dem Kopf zu Menuial hinüber, doch bevor Ranak darauf reagieren kann, spricht ihn der erste Hauptmann wieder an. „Also stimmt es? Sie bringt dem Dunklen Herrscher tatsächlich einen elbischen Handlanger zurück?“ Ranak wirft mir einen prüfenden Blick zu, dreht sich dann aber wieder zu dem Hauptmann um und nickt überschwänglich. „Dumm genug scheint sie ja zu sein. Jedes andere Weib wäre fortgerannt, sobald der ihr nur den kleinsten Freiraum gelassen hätte.“ Zwar sollte das wohl eine Provokation sein, aber ich lasse mir keinerlei Regung anmerken, woraufhin der Ork nur kurz noch einige Worte mit den Südländern wechselt, damit sie gehen und Menuial mit Helendir und mir hierlassen. Ein wenig unbehaglich wird mir schon dabei, als Ranak ganz alleine mit mir hier bleibt. Falls er über die Jahre eine Art Rache an mir geplant hat, wäre jetzt wohl der beste Zeitpunkt für ihn, um sie auszuüben. Nochmals begutachtet er mich argwöhnisch, doch mit einem seltsamen Funkeln im Auge. Dann lässt er ein garstiges Lachen hören und schüttelt den Kopf. „Ich habe dich wirklich für schlauer gehalten, grünfeldsche Göre. Wir gehen erst morgen weiter. Wenn Sauron so viel daran liegt, dann wird er schon jemanden schicken, um diesen Kobold zu holen.“ „Nein“, widerspreche ich ihm gleich nachdem er seinen letzten Satz zu ende gesprochen hat. „Wir müssen jetzt gehen.“ Wieder lacht er und schüttelt den Kopf, wobei er Menuials Zügel in die Hand nimmt, um sie zu führen. „Er wird sonst schon verfault sein, bevor...“ „Hörst du schlecht?“, unterbricht Ranak mich und packt mich mit der anderen Hand am Oberarm. „Ich sagte, wir gehen erst morgen.“ Sofort reiße ich mich von ihm los und nehme ihm mit einem gekonnten Tritt den Halt vom Boden, auf welchem er hart mit der Schulter voran aufkommt. „Und ich sagte, wir gehen jetzt“, erwidere ich ruhig und schaue streng zu ihm hinunter. „Ich kann nicht zulassen, dass ihm schon wieder ein Versprechen gebrochen wird, vor allem nicht eins, das sein Leben in der Hand hält. Denkst du, ich hätte diese ganzen Strapazen auf mich genommen, nur damit du mein ganzes Bemühen durch deine Faulheit oder Rachsucht zunichte machst?“ Er flucht leise, ist aber flink wieder auf den Beinen und wirft mir zornige Blicke zurück. „Ach, wie edelmütig! Hättest du so denn auch gehandelt, wenn er kein Elb wäre?“ „Wie viel liegt denn noch dazwischen außer die Oberfläche? Nein! Ich tue das, weil er mir helfen wollte, aber an seinem gestörten Geist gescheitert ist! Verdammt, ich habe meine Freunde im Stich gelassen, weil er uneins mit sich selbst ist und das meine Schuld ist! Sie denken wohl genauso wie du, dass ich verrückt geworden bin, aber ihr wisst nichts! Und wenn ihr in keine Identitätskrise geraten wollt, dann ist es auch besser so!“ Er lacht spöttisch auf. „Mach dich nicht wichtiger als du bist. Du bist doch nichts anderes als ein Spielzeug für ihn. Nur um ihn zu bespaßen, hast du bei ihm gelebt.“ „Ach? Bist du jetzt etwa eifersüchtig?“ Das war zu viel der Provokation. Schneller als ich zu denken wagte steht er direkt vor mir und will zum Schlag ausholen, als jemand dazwischengeht. Das Gesicht hab ich schon abgewandt, um den Schlag abzufangen, da steht ein breitschultriger Ork vor mir und brüllt Ranak in orkischer Sprache an. Ich will diese Sprache gar nicht mehr verstehen und versuche nicht hinzuhören, so verhasst ist sie mir mittlerweile. Wessen Stimme das nur sein kann, fällt mir dennoch auf. Gremgosh. Das muss Gremgosh sein. Als Ranak schließlich grummelnd geht, um ihm ein Reittier zu beschaffen, kommt er zu Menuial hinüber und inspiziert den Leichnam. „Wurdest du verfolgt?“, fragt er. Die Rage von der vorigen Konversation mit Ranak hat mich noch nicht gänzlich verlassen, doch ich versuche klare Gedanken zu bilden und schüttle den Kopf. „Einen Ork habe ich in Nordithilien getroffen, aus Osgiliath ist mir niemand gefolgt und aus Minas Tirith sowieso nicht, es sei denn... es sei denn, jemand, den ich recht gut kenne, beschließt mich aus dieser Misere hier befreien zu wollen. Aber das wäre dumm. Selbst aus menschlicher Sicht.“ „Trotzdem“, er wendet sich zu mir um. „Wie wahrscheinlich ist es, dass du verfolgt wurdest oder noch wirst?“ Mein Blick wird skeptisch. „Warum willst du das wissen?“ Leider ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass Legolas versuchen würde, mich auf dem Weg einzuholen, wenn sie denn jetzt schon in Minas Tirith sind. Auch wenn ich ihm das in dem Brief ausdrücklich verboten habe. Boromir wollte in Edoras aber ebenfalls nicht auf mich hören, warum sollte Legolas? Weil er klüger ist, vielleicht? Zumindest hoffe ich das. Gremgosh erwidert leise: „Es ist besser, wenn nicht viele davon wissen, dass du hier bist. Auch für dich ist das besser.“ Zögernd nicke ich. „Ich kann es nicht einschätzen. Aber ich hoffe doch sehr, dass mir niemand mehr folgt.“
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Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern ist geschlagen. Viele Verluste gab es auf der Seite der freien Völker, aber kaum einer war so groß wie der Tod Théodens, wenn die Schlacht auch tausende weitere Tote und Verletzte mit sich brachte; darunter auch die Tode einiger großen Hauptmänner und Feldherren. Aber im Gegenzug hat Sauron mehrere Zehntausend einbüßen müssen. Am späten Morgen sind die letzten überlebenden Soldaten Mordors geflüchtet. Bis zum Abend hin haben sich schon einige Hügel aus den Leichen der Feinde auf den Feldern gebildet, die nur darauf warten beseitigt zu werden. Die Soldaten der Gegenseite sind bereits begraben, König Théoden ist vorübergehend in die Halle der Toten gebracht worden, bis die Rohirrim sich wieder zurück nach Rohan begeben. Ein kühler Westwind weht. Langsam und leise legt sich die Dämmerung wie eine Decke über das blutdurchtränkte Schlachtfeld und verhüllt so die Schrecken des Tages. Bis jetzt sind Legolas und Gimli dort draußen gewesen, um zu helfen. Erst als einige gondorische Soldaten mit Fackeln kommen, um die Haufen von orkischen Kadavern niederzubrennen, begeben sie sich ebenfalls in die Stadt. Aragorn ist schon lange dort gewesen, um den Kranken und Verletzten zu helfen und eigentlich wollen die beiden Gefährten nun ebenfalls zu ihm gehen. Sonderlich schwerwiegende Verletzungen haben sie von dem Kampf nicht erlitten – das Übliche, wenn man so will. Andere hat es auf jeden Fall härter getroffen und viele von ihnen liegen hier in den Häusern der Heilung. Manche vorübereilenden Gesichter erkennen sie wieder und bei einem bestimmten bleibt Legolas stehen, ohne dass Gimli sich dessen gewahr wird. Es ist keiner der Soldaten, die heute mitgekämpft haben, aber er sieht jemandem ziemlich ähnlich. Jemandem, den Legolas schon seit einigen Tagen nicht mehr gesehen hat. „Verzeiht, kennen wir uns?“, spricht der Elb ihn an. Der junge Mann sieht auf und schüttelt den Kopf. „Ich denke nicht. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern.“ „Kennt ihr dann vielleicht einen anderen Gondorer namens Boromir?“ Nach einem kurzen Zögern nickt er. „Ja. Den kenne ich wohl. Er ist mein Bruder, doch wieso fragt ihr?“ Bei dieser Antwort erhellen sich Legolas' Züge. Wenn dem so ist, dann müsste dieser auch Eruannes Bruder sein und zumindest wissen wo sie gerade ist. Jetzt wird er doch wohl wieder an sie denken dürfen. Er selbst antwortet vorerst nicht auf die Frage, sondern stellt direkt die nächste. „Habt ihr eine jüngere Schwester?“ Der Mann stockt kurz, erwidert dann aber: „Eine Adoptivschwester. Aber warum wollt ihr das wissen?“ Erst nach kurzem Schweigen antwortet der Elb ihm auf seine Frage. „Ich kenne Boromir ebenfalls. Seit einigen Monaten erst, aber dennoch. Eure Schwester kenne ich sogar ein wenig länger. Wüsstet ihr denn, wo sie im Moment sein könnte?“ Er schüttelt den Kopf. Einige vage Vermutungen äußert er noch, aus welchen zu erkennen ist, dass er sie in letzter Zeit nicht hier angetroffen hat. Es kommt Legolas seltsam vor, wo die beiden doch schon länger als eine Woche hier gewesen sein müssten, jedoch sagt er nichts weiter dazu, als dass er sich für die Auskunft bedankt, sich höflich verabschiedet und dann weitergehen will, da erkundigt der Mann sich nach seinem Namen. Nachdem sie sich gegenseitig vorgestellt haben, steht der junge Mann, der sich Faramir nennt, auf und deutet mit dem Kopf den Gang hinauf. „Ein alter Freund meiner Schwester sucht nach jemandem mit eurem Namen. Zwar weiß ich nicht, wo er gerade sein mag, aber vielleicht werdet ihr ihn bei ihrem Zimmer treffen können.“ Er beschreibt kurz den Weg, woraufhin Legolas sich noch einmals bedankt, wenn auch ein wenig verwundert über das, was Faramir ihm gerade berichtet hat. Da er Gimli gerade sowieso aus den Augen verloren hat, folgt er vorerst dem ihm beschriebenen Weg, hinauf zur oberen Ebene. Draußen ist es bereits dunkel geworden, kühler ist es auch. Die Ausbesserungsarbeiten, die heute schon begonnen haben, kurz nachdem die Schlacht geschlagen war, ruhen noch nicht, gehen aber recht schleppend voran. Einige Laternen wurden angezündet, um auch im Dunkeln weiterarbeiten zu können und in vielen Häusern brennt Licht. Er ist noch nicht weit gegangen, als ihm ein alter Bekannter entgegenkommt. „Gandalf!“ Selten hat es ihn so erfreut den alten Zauberer wiederzusehen, doch dieser sieht ernst aus. Er bleibt stehen, hebt seinen Kopf und schaut Legolas prüfend unter den buschigen Brauen an. „Grüß dich, Legolas“, erwidert er schließlich. „Warum bist du denn nicht bei Aragorn und Gimli?“ Der Elb zögert nicht mit seiner Antwort. „Ich wollte nach Anny sehen. Sie müsste doch irgendwo zu finden sein.“ Gandalf merkt auf. Es scheint beinahe als würde ein Funken Traurigkeit oder Bedauern in seinen Augen zu lesen sein, als er seine Hand auf Legolas' Schulter legt und sagt: „Ich fürchte, du wirst sie in diesem Leben nicht mehr wiedersehen.“ „Was soll das heißen?“ Obgleich er es zu verbergen versucht, ist die Bestürzung in seiner Stimme bei diesen Worten klar und deutlich herauszuhören. Gandalf schweigt für eine Weile. „Vielleicht rettet sie damit gerade die Leben vieler Menschen. Aber es ist unwahrscheinlich, dass sie selbst es überlebt und wenn, dann wird sie nicht mehr so sein, wie wir sie in Erinnerung haben.“ „Du sprichst in Rätseln, mein Freund. Was ist mit ihr geschehen? Wo ist sie?“ „Sie bringt Helendir zu seinem Meister zurück.“ Für einen Augenblick ist Legolas sprachlos. Langsam schüttelt er den Kopf, den Blick starr auf Gandalf gerichtet. „Warum sollte sie das tun? Er liegt doch in Rohan begraben.“ Seine Kehle wird rau, als er das sagt, aber noch rauer wird sie, als Gandalf ihm widerspricht. „Es ist Boromir, der dort begraben liegt. Du weißt wozu dieser Elb fähig ist. Er nahm seine Gestalt an, ohne dass wir davon wussten. Ich merkte es auch zu spät und wahrscheinlich hatte Eruanne zu viel Angst vor ihm, sonst hätte sie es uns gesagt. Sie ist ein gutes Mädchen. Wenn auch ein merkwürdiges, doch glaub mir, sie tut das Richtige.“ „Wie kann es das Richtige sein, wenn sie dadurch umkommt?“ Gandalf antwortet darauf erst nach einer bedrückend langen Pause. „Ein Sieg fordert viele Opfer. Sauron wird nicht auf Frodo und Samwise und gleichzeitig auf Minas Tirith genug achtgeben können, wenn sie zu ihm kommt. Seine Machtgier wird ihm durch Eruanne zum Verhängnis werden.“ Legolas sieht schweigend zu Boden. Vier Jahre lang hat er sie verlorengeglaubt, nun geht sie freiwillig in ihren eigenen Tod und er verliert sie wieder. Nein, das will er nicht glauben. Zuzutrauen wäre es ihr allerdings, dass sie so etwas tut. Als er aufschaut, ist Gandalf schon weitergegangen. Ein Seufzen entkommt ihm. Deshalb also sollte er sie vergessen. Deshalb sollte er nicht mehr an sie denken. „Nun, sie ist ein Mensch“, sagt er sich selbst. „Ich hätte ihren Tod früher oder später eh hinnehmen müssen.“ Der Gedanke tröstet ihn aber nicht. Vor allem nicht, weil er genau weiß, dass sie noch nicht so bald sterben würde, wenn sie sich nicht dafür entschieden hätte nach Mordor zu gehen. Ginge es ihr aber nur darum, Saurons Machtverlangen auszunutzen, so wäre es gar nicht notwendig für sie diesen Elb mitzunehmen. Es wäre unnötig, wenn da nicht noch mehr dahinterstecken würde. Doch es bringt nichts darüber noch nachzusinnen. Sie ist fort und wird nicht wiederkommen. Wenn es ihm auch schwerfällt, so bemüht er sich das zu akzeptieren und geht den Weg zurück zu den Häusern der Heilung. Éowyn und Merry liegen dort mit dem Tode ringend, befallen vom Schwarzen Fieber. Als er in den Teil der Häuser kommt, wo sie untergebracht ist, findet er Aragorn und Gimli bei ihnen. Das Licht in diesem Saal ist nicht nur durch die vorgezogenen Vorhänge vor den hohen Fenstern gedimmt, auch die Lampen, die hier stehen, scheinen nicht unbedingt hell. Viele Menschen, die dem Sterben schon nahe sind, liegen auf provisorischen Feldbetten, die vor allem durch die hohe Zahl der Schwerverletzten zusätzlich aufgestellt worden sind. Es stehen mehrere Leute um die beiden Betten der vom Fieber Befallenen, neben den beiden Gefährten, Pippin und Gandalf, warten einige Pflegerinnen auf Aragorns Worte. Nur am Eingang bleibt Legolas vorerst stehen und beobachtet sie nachdenklich. Das Wort „Athelas“ hört er heraus, da wendet er seinen Blick von ihnen ab, dreht sich zur Tür und will eigentlich gehen, als ihm ein weiterer Verletzter auffällt. Totenbleich sieht er aus, um die fünfzig Jahre mag er schon gelebt haben. Sein dunkles Haar ist ausgebleicht vom Alter und hängt kraftlos über seine breite Stirn hinunter, ein großzügig angelegter Verband windet sich um seinen Bauch und ist an der linken Seite schon braun geworden, am Bettrand sitzt ein junges Mädchen, kaum zwei Jahre älter als Eruanne, zitternd und mit tränenüberströmten Gesicht, aber vollkommen lautlos trauernd. Eine ganze Weile lang sieht der Elb zu ihr hinüber, in der Erwartung, dass sie irgendwann doch sicher irgendeinen Ton von sich geben muss. Erst als sie gezwungenermaßen den Schleim hochzieht, der langsam anfängt aus ihrer Nase zu laufen, lässt sich ein Geräusch von ihr hören, wenn auch kein angenehmes. Nahe der Tür auf einem hölzernen Tisch befinden sich einige Verbandssachen, Krüge voll Wasser und dergleichen. Ein sauberes Taschentuch nimmt er von dort, setzt sich zu dem Mädchen und reicht es ihr. Sie schaut verwundert zu ihm auf, nimmt das Taschentuch aber dankend an, wischt die Tränen weg und putzt sich die Nase. „Kanntet ihr ihn?“, fragt Legolas vorsichtig, als sie fertig ist. Sie nickt sofort, ihr Blick bleibt aber an dem toten Mann hängen. „Er ist mein Vater. Aber ich ahnte schon, dass er nicht mehr lange leben würde.“ Wieder kommen ihr die Tränen, sie blinzelt rasch und schaut mit einem erzwungenen Lächeln an die Decke, welches jedoch genauso schnell erstirbt wie es aufgesetzt wurde. Legolas sieht zu Boden. Im Raum verteilt sich ein belebender Duft. Athelas ist das und es erinnert ihn an etwas, das er lieber vergessen würde. „Mein Beileid“, spricht er nach einer kurzen Pause, steht dann aber wieder auf. Er wüsste nicht, was er ihr zum Trost sagen könnte, zumal er selbst im Moment noch mit Betrübnis zu kämpfen hat. Er wendet sich zur Tür um und will hinausgehen, als sie fragt: „Sucht ihr jemanden?“ Sofort schüttelt er den Kopf. „Hier werde ich sie nicht finden“, erwidert er leise. Sie mustert ihn eingehend, bis ihre Augen sich weiten und ein unverständliches Gemurmel ihrem Mund entweicht. „Wie heißt ihr?“, fragt sie. Legolas fasst sich nur kurz und geht dann hinaus, denn dieser erinnerungsträchtige Duft ist ihm unerträglich. Bevor das Mädchen ihm folgen kann, ist er schon im Gang verschwunden und geht raschen Schrittes weiter. Wohin, das weiß er nicht genau, aber zumindest dorthin, wo er seine Ruhe vor unwillkommenen Erinnerungen hat. Schon einmal hat es ihn überkommen, ein seltsames Gefühl von Traurigkeit und Reue, dass er nicht besser auf diesen Menschen aufgepasst hat. Ein weiteres Mal will er nicht zulassen. Das hätte sie nicht gewollt.
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Gremgosh redet nicht mit mir, bis wir am Barad-Dûr ankommen. Menuial wird nervöser, je näher wir der Festung kommen, doch so es eben geht, versuche ich sie zu beruhigen. Nicht so geht es dem Reittier des Orks, wobei ich nicht genau identifizieren kann, was das überhaupt für ein Lebewesen ist. Vor Jahren habe ich schon einmal versucht das alles hier zu beschreiben und da bezeichnete ich Barad-Dûr als Turm. Nun, ganz richtig ist dies nicht. Es ist tatsächlich eher eine Festung, umgrenzt von Mauern aus geschwärztem Eisen und Adamant, mit Bergwerken, Schmieden, Ställen, Heeresunterkünften und Folterkammern ausgestattet. Das alles sah ich damals kaum, denn es wird immer von Nebeln und Finsternis umhüllt; ein mächtiger Turm von schwarzer Farbe erhebt sich aber in der Mitte dieser Befestigung bis hoch hinauf in den Himmel. Vielleicht verwirrte mich der Name, der aus dem Sindarin stammt, und deshalb achtete ich nicht auf die Gesamtheit, in welche dieser Turm eingebettet ist. Wir folgen schon seit Stunden der Hauptstraße von Nordwesten her. Sie führt uns durch die riesige Festungsanlage hindurch, bis vor die Tore des Hauptturmes. Dort steigen wir ab, Gremgosh nimmt den Elb über seine Schulter und weist mich an mitzukommen. Er würde nicht bis ganz nach oben mit mir gehen, dazu hat er keine Befugnis, aber soweit es geht, hilft er zumindest damit Helendir zu tragen. „Es wird ihm sehr schlecht gehen, wenn er wieder zum Leben erwacht“, spricht der Ork mich auf dem Weg an. „Vermutlich wirst du ihn stützen müssen.“ Ich nicke nur und überlege eine Weile lang. „Du wirst wohl nicht hier warten, oder?“ Er schüttelt den Kopf. „Nicht hier drinnen.“ „Könntest du vielleicht solange Wasser und etwas zu essen in seine Unterkunft bringen?“ Ein Nicken lässt sich von ihm vernehmen, kein weiteres Wort fällt zwischen uns, bis er sich verabschiedet und zurückgeht. Die letzten Treppenstufen muss ich Helendir allein hochzerren. Es kommt mir vor als wäre ich eine halbe Ewigkeit nicht mehr hier gewesen, kaum trete ich in den finsteren doch drückend schwülen Raum ein. Beim letzten Mal, als ich hier war, konnte ich mich kaum allein auf den Beinen halten und musste von Helendir gestützt werden. Eine leichte Ironie ist wohl dabei, denn nun schleppe ich ihn hierher, zumal er selbst nicht mehr fähig dazu ist. „Sauron!“, rufe ich schließlich und lasse den Leichnam vorsichtig zu Boden sinken, um danach die Leinensäcke von dem starren Körper wegzunehmen. „Zeigt euch! Die fünf Monate sind um!“ Nichts geschieht. Durch die Dunkelheit hindurch ist zwar ein schwaches Glimmen von Feuer zu sehen, aber ansonsten bleibt der Raum wie von schwarzer Tinte durchtränkt, ohne ein Lebenszeichen außer meinem pochenden Puls, der mir in den Ohren dröhnt. Erst nach einigen langen Minuten, löst sich der dunkle Umriss einer hohen Gestalt von dem feurigen Schein, der sich langsam in dem Zimmer ausbreitet und an den Wänden hinaufschleicht. Ein vielstimmiges Flüstern von dunklen Stimmen lässt sich vernehmen, als Sauron auf uns zu kommt und seinen markdurchdringenden Blick auf mir liegen lässt. Meine Kehle trocknet aus, doch ich zwinge mich dazu ihm in die von Flammen brennenden Augen zu schauen, während er zuerst mich, dann den toten Körper neben mir streng mustert. „Er wusste anscheinend mit dir umzugehen“, meint er nach einiger Zeit. „Du bist sehr viel stärker als zuvor, hast ihn umgebracht und kommst dennoch hierher zurück? Mit ihm?“ „Ihr habt ihm ein Versprechen gegeben. Nur deswegen bin ich hier.“ Sauron lässt einen geringschätzigen Laut hören. Für einen kleinen Augenblick fürchte ich, dass er das nun wirklich nicht tun könne und habe Angst davor, dass das alles hier umsonst gewesen sein könnte, aber seine Worte lassen mich wieder aufmerken. „Ist er dir am Ende etwa doch mehr wert als du dir eingestehen willst?“ Sofort schüttle ich den Kopf. „Ich wollte nur das wieder gutmachen, was ich ihm angetan habe. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr kommt es mir vor als würde ich mir damit nur beweisen wollen, dass ich keine gänzlich verdorbene Person bin.“ Beinahe scheint es mir als würde er lächeln. Nicht freundlich wohlgemerkt, sondern mit einer Mischung aus Schadenfreude und Boshaftigkeit, die einen eiskalten Schauer über meinen Rücken laufen lässt. Trotzdem schlage ich meinen Blick nicht nieder. Den Gefallen will ich ihm nicht tun. „Du weißt nicht, wer du bist, Menschenkind. Sonst würdest du nicht so reden. Aber sag selbst, warum sollte ich diesen Elb wieder zum Leben erwecken und ihn von dieser Krankheit befreien, wenn ich durch dich auch das tun können werde, was er konnte?“ „Weil ich euch niemals freiwillig dienen werde, wenn ihr nicht euer Versprechen erfüllt. Töten werdet ihr mich nicht, durch Folter würdet ihr nur kostbare Zeit verlieren und ein anderes Druckmittel als mein eigenes Leben habt ihr nun wahrlich nicht. Sagt mir, warum ich euch dienen sollte, wenn ihr doch eh nichts gegen mich in der Hand habt.“ Unbeeindruckt von diesen Worten begutachtet der Maia mich wieder, dann jedoch erfüllt ein tiefes Grummeln den Raum und lässt den Boden unter meinen Füßen erzittern. Es wird kurzzeitig blendend hell, doch diese Helligkeit verschwindet genauso schnell wieder wie sie gekommen ist und wandelt sich in eine bleierne Hitze um. Mir wird übel und schwarz vor Augen. Ich versuche mich auf den Boden zu setzen, um nicht ungewollt umzufallen, da dringt eine Stimme an mein Ohr. „Jenny, komm hier rüber“, ruft sie freundlich, so vertraut und warm. Vorsichtig hebe ich meinen Blick und sehe die Marthannars vor mir. Kayen lächelt mich liebevoll an und streckt ihre Hand in meine Richtung, Eronod steht hinter ihr, den Blick ebenfalls mit einem Schmunzeln auf mich gerichtet und die beiden Brüder winken mir lachend zu. „Was? Hat es dir die Sprache verschlagen?“, fragt Keres und kniet sich neben mir zu Boden. Nahe den Tränen schaue ich zu ihm hoch und richte mich auf. „Du... du bist tot“, flüstere ich kaum hörbar, da nimmt Adon mich bei der Hand und deutet hinter die Eltern. Dort stehen die Grünfelder, die alle bereits im Dorf oder auf dem Weg nach Mordor gestorben sind. Auch Nethos' Vater sehe ich dort, einige gefallene Rohirrim, deren Gesichter mir bei der Schlacht in Helms Klamm besonders aufgefallen sind und noch viele andere Personen, von denen ich mit Sicherheit behaupten kann, dass sie tot sind. „Komm mit uns, Jenny. Wir vermissen dich schon“, spricht er auf mich ein. Keres springt vom Boden auf und nickt eifrig. „Ja, mit wem soll ich denn sonst Kirschen klauen und Grashüpfer fangen, um sie beim Nachbarn durchs Fenster zu schmuggeln? Adon hat keine Zeit für so was.“ Ihm entkommt ein leises Lachen, doch ich reiße meine Hand von Adon los und schüttle abrupt den Kopf. „Ihr seid tot“, sage ich noch einmals, diesmal lauter und trete einen Schritt zurück. Der Ältere schaut bedauernd zu Boden und nickt, als ich das sage. „Aber gibt es denn keine Möglichkeit das rückgängig zu machen?“ Bevor ich zu einer Antwort komme, ruft wieder jemand meinen Namen und dreht mich zu sich um. Mit fassungslosem Ausdruck schaue ich Boromir in die Augen. Er lacht und nimmt mich fest in den Arm. „Du hast mich schon einmal gerettet“, sagt er. „Warum denn nicht noch einmal?“ Ich stoße ihn von mir weg, denn so langsam schleicht sich Angst an mir hinauf. „Hey, ist alles okay mit dir?“, fragt Keres sorgsam und legt seine Hand auf meine Schulter. Kein Ton will mir über die Lippen, aber an meinen Augen kann man ablesen wie sich die Furcht langsam in Tränen manifestiert und über meine Wangen laufen will. Eronod und Kayen sind näher gekommen und schauen mich genauso besorgt wie ihr Sohn an. „Ich sagte dir doch, wir hätten nie in Erwägung ziehen sollen, dass Givhrem sie heiraten wird“, wirft Adon dem Vater vor. Ich gehe langsam Schritt für Schritt weiter zurück. Die fünf folgen mir, mit ihnen alle anderen, bis mein Rücken gegen eine Wand stößt und ich hastig die Luft einziehe. „Geht weg von mir! Ich bin schuld an eurem Tod! Versteht ihr das denn nicht?“, schreie ich, doch sie reagieren nicht. Immer noch steht diese Sorge in ihren Augen geschrieben und sie versuchen auf mich einzureden. Verzweifelt presse ich meine Handflächen an die Ohren und kauere mich mit geschlossenen Augen zusammen. Sie sind tot. Sie werden nicht wieder lebendig, auch wenn Sauron mir das versprechen würde. Sie sind tot und werden es für immer bleiben. Plötzlich legen sich kühle Fingern um meine Handgelenke und bringen mich dazu, meine Hände von den Ohren zu nehmen. „Lasst sie!“, spricht jemand vor mir mit lauter Stimme. Ich zucke zusammen und öffne die Augen, als ich sie wiedererkenne. Die Person vor mir steht auf und dreht sich zu den andern um. „Seht ihr nicht, dass ihr sie verängstigt?“ „Verzeih, Legolas. Aber wir sorgen uns eben um sie“, erwidert Adon, woraufhin der Elb nur geringschätzig den Kopf schüttelt und zu mir zurückschaut. „Was bringt es, dass ihr euch um sie sorgt, wenn ihr nicht versuchen wollt sie zu verstehen?“, fragt er und hält mir seine Hand hin. Zögerlich ergreife ich sie und frage ihn leise, was das Ganze hier soll. Er seufzt und schlägt den Blick nieder. „Sauron könnte Helendir wieder zum Leben erwecken, das stimmt. Aber willst du ihm dann wirklich dienen? Willst du dein Leben für das eines Verräters wie Helendir geben?“ „Legolas, es ist nicht... Wieso bist du eigentlich hier?“ Ein bitteres Lächeln legt sich über seine Lippen und er schaut hoch. „Kannst du es dir nicht denken? Ich bin deinetwegen gestorben.“ Meine Augen weiten sich, als er das sagt, zugleich rollen Tränen mein Gesicht hinunter. Das kann nicht sein. Das kann einfach nicht sein! „El...“, flüstere ich heiser, weiß aber nicht was ich dazu noch sagen soll. Nie habe ich irgendwo geschrieben, dass er sterben würde. Wenn, dann erst viel später. Aber doch nicht jetzt und nicht so! Ein Zittern packt mich an den Schultern und schnürt mir die Kehle zu. Er legt seine Hände an meine Wangen und sieht mich mitleidig an. Seine Haut ist eiskalt im Gegensatz zu der meinigen, aber es tut gut diese Kühle zu spüren. Mit sanfter Stimme spricht er weiter. „Ich möchte nicht, dass du dein Leben wegwirfst, Elarras. Wenn Sauron Helendir einen gesunden Geist gibt und du ihm dienen musst, dann wird dieser Elb früher oder später wieder rückfällig werden. Was hätte es dann gebracht? Aber wenn du Sauron jetzt freiwillig deine Kraft geben würdest, dann kann er uns wieder zum Leben erwecken. Uns alle. Und das wird er auch tun, jedoch erst, nachdem er deine Fähigkeiten erlangt hat. Ansonsten ist es ihm nicht möglich. Du kannst uns so retten. Oder ist dir jemand wie Helendir etwa mehr wert als wir alle zusammen?“ In seinen Augen sehe ich Bekümmerung und keine Falschheit. Aber ich will diesen Worten nicht glauben, auch wenn sie irgendwo ihre Logik haben mögen. Ein Schluchzen entkommt mir, als Legolas mich in den Arm nimmt. Ich will ihn nicht loslassen. Er kann nicht tot sein. Das glaube ich einfach nicht! Da fällt mir eine Sache ein. Verbissen versuche ich wieder zur Sprache zu kommen und unterdrücke Tränen und Schluchzen so weit es geht, dann frage ich ihn: „Wo ist Meriel, El? Kann ich einmal mit ihr reden?“ Er zuckt zusammen und lässt mich erstaunt los. „Meriel? Warum fragst du?“ „Ich möchte wissen, was sie von der ganzen Sache hält.“ Mit einem Mal sehe ich vollkommenes Unverständnis in seinen Augen und er schüttelt den Kopf. „Dann musst du nicht hier suchen“, erwidert er. Ich richte meinen Blick direkt auf ihn und frage noch einmals eindringlich: „Wo ist sie?“ Legolas zuckt mit den Schultern und schaut hinter sich zu den Grünfeldern. „Vermutlich hat sie es damals bis nach Minas Tirith geschafft und lebt dort jetzt. Alles andere wäre unwahrscheinlich.“ Ich nicke langsam und schaue zu Boden. Jetzt weiß ich, was hier vonstattengeht. Nach einem tiefen Durchatmen hebe ich wieder meinen Blick und mustere Legolas so lange, bis er wieder redet. „Selbst wenn du nicht mit ihr reden kannst, so bist du vernünftig genug die richtige Entscheidung zu treffen. Also, willst du uns am Leben wissen oder Helendir?“ Als er meine Hand in die seinige nehmen will, streife ich sie ab und trete einen Schritt zurück, was ihn sichtlich erstaunt. Ein letztes Mal schaue ich zu den Marthannars, Boromir, den Grünfeldern und allen anderen hinüber, dann drehe ich mich wieder zu dem Elb um und erwidere laut und deutlich: „Ehe ich alles, was ich bisher ertragen musste, für ein Trugbild hab geschehen lassen, rette ich einen einzigen Elb, der nur zu solch einem grauenhaften Leben verurteilt worden ist, weil andere ihr Urteil über ihn sprachen, bevor sie die ganze Geschichte hinter seinen Taten kannten. Verschwindet! Ihr alle! Ihr seid weder echt noch ist das wahr, was ihr mir erzählen wolltet!“ „Jenny, was redest du da?“, wirft Legolas ein und starrt mich entgeistert an. Aber das kann nicht echt sein. Legolas selbst hat mir erzählt, dass Meriel gestorben ist. Wenn sie nicht unter ihnen ist, hieße das, dass sie noch am Leben sein müsste. Sauron kann das nicht wissen, zumal es eine vollkommen eigenständige Handlung Helendirs gewesen ist sie umzubringen. Eine Spontanität, wenn man so will. Und in meinen Gedanken wird er kein Abbild von ihr finden, da ich sie nie zu Gesicht bekommen habe. Mein Blick richtet sich fest auf die Gestalt des Elbs, dessen Fassungslosigkeit nun von einer Art Furcht abgelöst wird. Die anderen Gestalten um uns herum werden langsam wie von Feuer verzehrt und lösen sich mit abscheulichen Schreien in Staub auf, aber mein Blick liegt nur auf Legolas. Unter eindringlichem Flehen hält er mich zurück und sieht mich bittend an. „Willst du uns denn wirklich dem Tod überlassen? Jenny, bitte! Es sind so viele Unschuldige, die sterben mussten! Sie alle könnten ihr Leben wieder aufnehmen und du hättest sie auch wieder bei dir! Du hättest mich wieder bei dir! Wir könnten wieder beisammen sein! Und alle anderen würden dich als ihre Retterin ansehen! Das alles wirfst du einfach so weg, für diesen ehrlosen Mörder? Wer hätte den Tod denn mehr verdient als Helendir? Hast du denn vergessen, was er dir alles angetan hat?“ Mit jedem Wort, das er sagt, werde ich ruhiger, denn ich werde auch sicherer darin, dass es nur ein Trugbild ist. Trotzdem antworte ich ihm: „Ich würde niemanden damit retten. Und ich habe nicht vergessen, was Helendir mir angetan hat. Aber ich habe es ihm vergeben.“ Kaum hat das letzte Wort meinen Mund verlassen, greift dieses Feuer auf Legolas über, woraufhin auch er sich langsam und unter leidvollen Schmerzensschreien in Staub auflöst. „Nun gut“, tönt Saurons donnernde Stimme mir ans Ohr. Der erboste Unterton darin ist kaum zu verkennen, genauso wird auch sein Blick wütend, als er zu mir hinunterschaut. „Ich werde ihm das Versprochene erfüllen. Aber glaube nicht, dass er sofort gesund sein wird.“ Ich nicke nur. Da umgibt Helendir dieses glühende Schimmern, das ich auch in den Bildern aus dem Palantír gesehen habe. Die Schnittwunde wächst zu, durch seine eingefallenen Wangen strömt wieder Blut, obwohl er bis zum letzten Tropfen ausgeblutet gewesen war, die Starrheit verschwindet und schließlich entweicht ihm ein langgezogener gellender Schrei, wobei er sich vor Schmerzen krümmt und krampfhaft die Augen schließt. Ein Meer von Stimmen tönt durchs Dunkel. Tiefe, grausame und düster klingende Stimmen, die in einer fremden Sprache sprechen. Aber sein Schrei übertönt sie alle. Ich erschaudere und bleibe wie vom Donner gerührt auf der gleichen Stelle stehen. Erst als er wieder ganz so wie vor wenigen Tagen aussieht, verflüchtigen sich die Stimmen und auch dieses Glimmen erlischt. Schwer atmend und mit vor Erschöpfung geschlossenen Augen liegt der Elb dort auf dem Boden. Zögernd gehe ich zu ihm und knie mich neben ihn hin. „Ich gebe dir eine Frist von sieben Tagen“, meint Sauron schließlich. „Bis dahin wirst du deinen Teil des Versprechens erfüllen.“ „Wenn er bis dahin genesen ist, soll dem nichts im Wege stehen.“ Ohne weiter auf Sauron achtzugeben stütze ich den Elb und helfe ihm hoch, sobald er die Augen aufschlägt. Erstaunlicherweise ist er leichter als ich erwartet habe, doch schwach ist er und zittrig. Der Abstieg ist mühsam und sehr lange dauert es bis wir unten ankommen. Gremgosh ist wieder zurückgekehrt und hilft mir wortlos dabei Helendir auf Menuial zu hieven. Bis zum Zimmer des Elbs begleitet er uns. Erst nachdem ich mich bei ihm bedankt und ihm versichert habe, dass wir nun auch alleine zurechtkommen würden, geht er wieder. Menuial nimmt er mit. Ganz vorsichtig lasse ich Helendir aufs Bett sinken, zumal er sich selbst kaum auf den Beinen halten kann. Seine Augen fallen ihm sofort wieder zu und sein Atem geht gleichmäßig, sodass man meinen könnte, er wäre direkt eingeschlafen, sofern er es könnte. In seinen Zügen lassen sich deutliche Schmerzen und Erschöpfung erkennen. Er hat Fieber. Seine Stirn glüht wie heißes Eisen und sein Gesicht ist rot vor Hitze. Um ihm zumindest ein wenig Linderung zu verschaffen, hole ich aus dem angrenzenden Zimmer einige Tücher, die ich in Wasser tränke und dann um seine Waden wickle. Auch auf seine Stirn lege eines dieser Tücher, da hält er mich am Handgelenk fest und versucht seinen Kopf zu mir zu drehen, aber er hat Mühe dabei. Als er es dennoch endlich schafft, sieht er mir eine ganze Weile lang in die Augen, ohne irgendeine klar definierbare Emotion zu zeigen, dann versucht er zu sprechen, aber seine Zunge erlahmt und nur heiße Luft kommt aus seinem Mund. Ich setze mich neben ihn, streife seine Hand ab und lege sie auf seine Brust zurück. „Du musst dich ausruhen“, sage ich leise und richte ihm den Kopf so, dass er gut liegt. Noch einmal versucht Helendir zu sprechen, sobald er jedoch merkt, dass es ihm immer noch nicht gelingen will, schließt er den Mund und die Augen. Ich bleibe bei ihm sitzen, bis ich selbst in einen unruhigen Schlaf falle. Ein dunkler Korridor erstreckt sich vor mir. Nur der Boden unter meinen Füßen glimmt in einem feurigen Schein, ohne mich zu verbrennen. Neben mir steht jemand, ein Mensch, doch einer, den ich noch nie gesehen habe, auch wenn er mir überaus vertraut vorkommt. „Komm mit“, spricht er zu mir und geht langsamen Schrittes den Gang hinab. Ohne zu zögern folge ich ihm, bis wir mitten auf dem Gang stehenbleiben und sich ein seltsames Bild vor uns auftut. Helendir steht dort mit dem Rücken zu uns gedreht. Seine Knochen scheinen fast schon durch die Haut hindurch, sein Kopf ist gesenkt und um ihn herum ist ein Feld aus weißen Lilien zu sehen, von denen einige bereits in voller Blüte stehen, andere wiederum nicht einmal zu knospen begonnen haben. Der Mensch nimmt meine Hand und führt mich näher an das Feld heran. „Rede mit ihm“, sagt er, ohne es wie eine Forderung klingen zu lassen. Ich möchte aber nicht und verstecke mich hinter ihm, woraufhin er nur mitleidig lächelt. „Warum sprichst nicht du mit ihm?“, erwidere ich leise. „Und selbst wenn ich wollte, worüber sollte ich mit ihm sprechen?“ Er dreht sich zu mir um und sein Lächeln schwindet langsam. „Du solltest es tun. Mich kennt er nicht. Aber bist nicht du es, die ihn nicht verlorengehen sehen will?“ „Will ich das denn nicht nur, weil du es mich so gelehrt hast? Aber er ist ein Elb. Ich weiß nicht einmal, ob die Menschen in dieser Welt genau an die gleichen Orte gelangen würden, wie die Menschen in meiner Welt, wenn sie sterben. Wie würde es dann erst bei Elben sein? Werden Elben denn überhaupt nach ihrem Tod auf Grundlage ihrer Taten gerichtet?“ Der Mensch nickt verstehend, fragt dann aber: „Ist er denn nicht dein Nächster? Es geht auch um dein Leben, nicht nur um das seinige, Jenny. Und du weißt selbst, dass du es nicht als richtig erachtest, ihm solch ein Schicksal überlassen zu haben.“ Ein Rütteln reißt mich aus meinem Schlaf und zwingt mich die Augen zu öffnen. „Du bist doch wahnsinnig geworden!“, schreit mich jemand an und zieht mich auf die Beine. Zuerst fehlt mir die Orientierung und ich klappe fast zusammen, ohne etwas klar wahrnehmen zu können. Als ich aber eine Hand unter meinem Kinn spüre, die es grob nach oben reißt, sehe ich Helendir vor mir. In der Linken hält er meinen Mantel und zieht ihn mir hastig über meine Schultern. „Verschwinde von hier! So kurz vor dem Ende sollst du nicht dein Leben lassen!“ Ich wehre ihn mit meinen Armen ab und setze mich wieder auf den vorigen Platz. „Ich bin nicht ganz so ehrlos, wie du mich haben wolltest. Ich halte meine Versprechen.“ Helendir lacht verzweifelt auf und nimmt meine Hände in die seinigen. Wahnsinn liegt in seinem Blick und ihm rinnen Schweißperlen von der Stirn. „Du denkst nicht klar. Warum hast du das getan? Du solltest nicht hier sein!“ Ich winke nur ab und deute ihm an, er solle sich wieder zum Ausruhen hinlegen. „Früher war es an dir in Rätseln zu sprechen. Jetzt bin ich dran. Du weißt, warum ich das tue.“ „Ich will das nicht! Ich will deine Naivität nicht ausnutzen!“ „Welche Naivität? Ich habe mich bewusst dazu entschieden dir zu helfen, weil ich es mir selbst sonst nie verzeihen könnte. Und wenn ich dadurch sterben sollte, dann ist es eben so. Ich habe keine Angst vor dem Tod.“ Sofort schüttelt er den Kopf. „Es ist eine Sache dem Tod mit Mut entgegenzutreten, eine andere ist es ihn zu provozieren! Jenny, flieh! Ich bitte dich! Solange es noch möglich ist!“ „Es ist nicht mehr möglich! Und das weißt du auch!“ Es kam ihm unerwartet, dass ich meine Stimme zu solch einer Lautstärke erhoben habe. Er starrt mich konsterniert an, sodass ich zu Boden schauen muss, den Kopf schüttle und leiser weiterspreche. „Helendir, mellôn nín. Es ist nicht mehr möglich. Du hast schon einmal versucht mich aus Mordor hinauszubringen. Du hast es auch geschafft. Aber sieh zu welchem Preis.“ Langsam steigen mir Tränen in die Augen, mein Blick bleibt deshalb gesenkt. „Ich habe dich umgebracht. Aus menschlicher Sicht hättest du es verdient, mehr als verdient sogar. Doch Menschen sind fehlerhaft. Ich sage damit nicht, dass Elben fehlerlos sind, keinesfalls. Kein Lebewesen ist das, weder in dieser Welt, noch in der, aus der ich stamme. Aber... man kann sich wenigstens darum bemühen so fehlerlos wie möglich zu sein. Du hast so ein Schicksal, wie ich es dir zugeschrieben habe, nicht verdient.“ „Verdient? Was kann man sich denn verdienen? Niemand von uns hat je etwas dafür getan, um sich sein Leben zu verdienen. Was also ist schon wirklich verdient?“ Nun schaue ich doch hoch und muss schmunzeln. Der Wahnsinn in seinen Augen ist verschwunden, das Grün seiner Iris ist satt und tief geworden. „Das stimmt. Wir verdienen eigentlich nichts. Doch wenn man so denkt, wenn man weder Tod noch Leben verdient, wo soll man dann enden?“ Er setzt sich neben mich auf die Bettkante, als ich das sage. „Verliere dich nicht zu sehr in theoretischen Gedanken. Du verlierst sonst noch den Blick für die Wirklichkeit.“ Ich muss den Kopf schütteln und drehe mich weg von ihm. „Dann ruhe dich aus. Das ist momentan das einzig wirklich wichtige.“ „Und du? Soll ich etwa zusehen wie du meinetwegen stirbst?“ „Deinetwegen? Nein, ich werde sterben, weil ich mir das selbst eingebrockt habe. Hätte ich niemals den Gedanken gehabt so eine Geschichte zu schreiben, dann wäre es auch nie dazu gekommen, dass sie sich erfüllt. Aber lassen wir das. Geh, leg dich wieder hin.“ Helendir schweigt. Als ich aufstehen will, hält er mich zurück, doch diesmal so fest, dass ich seine Hand nicht von meiner lösen kann. „Lass das“, bitte ich ihn mit Nachdruck, aber er schüttelt den Kopf. „Auch du musst dich ausruhen. Und das wirst du nicht, wenn du die ganze Nacht über neben mir sitzt und kaum ein Auge zu tust. Leg dich zu mir.“ „Ich werde nicht mit dir schlafen“, erwidere ich sofort und sehe ihn streng an. Er schmunzelt nur und nickt. „Das musst du auch gar nicht. Das war damals nur ein Mittel zum Zweck, um deinen Geist so mürbe zu machen, dass ich einen Grund hatte dich von hier fortzubringen.“ „Wieso sollte ich dir glauben?“ „Weil du mich geschrieben hast.“ Ich stocke. Einerseits stimmt es, er ist ein Produkt meiner Gedanken. Das heißt jedoch nichts. Ich habe auch alle anderen Charaktere in dieser Geschichte geschrieben oder viel eher beschrieben. Die meisten sind ja nicht meinem Gedankengut entsprungen. Und wie ich es schon über Boromir gesagt habe, früher waren sie nur die Charaktere einer geschriebenen Geschichte, aber jetzt leben sie. Sie treffen eigene Entscheidungen, haben einen eigenen Kopf und sind für sich selbst verantwortlich. Das ist auch bei Helendir der Fall und seinem Charakter traue ich nicht ganz. „Ich werde mich ausruhen“, sage ich schließlich ernsten Tones. „Aber nicht neben dir. Der Boden ist mir genug, mehr als eine Decke benötige ich nicht, wenn überhaupt.“ Die Andeutung eines verachtenden Kopfschüttelns überkommt ihn kurz, doch er lässt mich los und reicht mir seine Decke. „Wenn es nun dein Wille ist... Ich habe es dir angeboten.“ Wäre sein Geist schon wieder vollkommen gesund, dann könnte ich vielleicht das nötige Vertrauen dazu aufbringen mich neben ihn schlafen zu legen. Da ich aber nicht wissen kann, wie er selbst sich die Nacht über noch verändert, ist es mir zu riskant. Ohne zu zögern nehme ich die Decke an mich und wünsche ihm eine gute Nacht, dann lege ich mich nahe am Fenster zu Boden, schlafe aber erst ein, als er selbst schon vollkommen regungslos und gleichmäßig atmend daliegt.

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Kommentare (31)

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vor 87 Tagen flag
Bitte schreib eine Fortsetzung
vor 431 Tagen flag
Hey, hatte jetzt wieder Zeit mich zu melden. Es wahr bei mir in meinem Leben echt die Hölle los und mus gestehen, dass ich es komplett vergessen habe deine Geschichten zu lesen. Ich werde versuchen, in Zukunft mehr zu schreiben💟
vor 465 Tagen flag
Juchey :D freut mich echt für dich, dass die Prüfungen vorbei sind; ich hatte jetzt heut auch meine letzte und kann mich hoffentlich wieder mehr auf das Schreiben konzentrieren. Falls die Kapitel doch nicht jede zweite Woche kommen sollten, wie jetzt das letzte, tut es mir leid, da muss ich dann wohl gegen Schreibblockaden ankämpfen. Aber schön mal wieder was von dir zu hören :)
vor 467 Tagen flag
Hey, ich bin's wieder. Sorry, dass ich mich in letzter Zeit nicht mehr gemeldet hab. Hatte noch einihe Prüfungen, Abschlussfahrt und co. Aber jetzt bin ich ja wieder da :))
vor 498 Tagen flag
WOW, diese Kampfszene...
Ich freue mich jedes Wochenende auf einen weiteren Teil von deiner Ff ;3
vor 522 Tagen flag
Nee, nee alles gut. In letzter habe ich leider nur sehr oft Besuch von meinen kleinen Nichten, da ist es ein bisschen schwer sich beim Schreiben zu konzentrieren. Aber ich bemühe mich :)
vor 522 Tagen flag
Ich will ja keinen Stress machen, aber ich vermisse seit einer Woche ein nächster Teil. Ich verstehe, wenn du keine Zeit hast, ich hab mit Prüfungen auch viel zu tun. Wollte nur nachfragen, ob alles in Ordnung bei dir ist...
vor 534 Tagen flag
Hey. Wie immer: vielen Dank. Mir fällt garnichts mehr ein, was ich schreiben soll....
Konnte mich auch nicht regelmäßig melden, da wieder ne Prüfung dazwischen gekommen ist...
vor 552 Tagen flag
Falls Verwirrung aufkommen sollte wegen den drei 14ten Kapiteln: Neuerdings werden keine E-Mails mehr geschickt, wenn eins aufgenommen wird und... das wusste ich nicht. Deshalb hab ich das vierzehnte Kapitel mehrmals eingeschickt (es kam halt nie eine Bestätigung) und deshalb gibt es das jetzt dreimal. Aber das eine habe ich mittlerweile schon durchs fünfzehnte ersetzt - da wird nur leider immer noch "Kapitel 14" in der Zusammenfassung angezeigt - und das dritte werde ich demnächst durch Kapitel 16 ersetzen - könnte aber noch paar Tage dauern.
vor 557 Tagen flag
Ist das jetzt eher gut oder eher schlecht? (Spätestens seit der Existenz Grünfelds ähnelt diese Geschichte gar nicht mehr so wirklich Tolkiens Werken; aber ich bemühe mich die Hauptstory schon beizubehalten - und vor allem Ortsbeschreibungen. Nur halt aus einer anderen Perspektive mit einer etwas ausführlicheren Nebenhandlung.) Aber es freut mich, dass die Handlung nicht ganz so vorhersehbar zu sein scheint :)
vor 560 Tagen flag
Ups. Ich meinte Jenny und Legolas
vor 560 Tagen flag
Echt krass, wie sich die Beziehung von Jenny/Legolas gewendet hat. Ich bin schon seit einer Weile hier auf den Fanfiktion von der Heer der Ringe und habe gerechnet, dass sich, wie in jeder Geschichte hier, alles sich sofort zum Guten wendet und sich Jenny und Legolass sofort wiedererkennen. Bei dir aber nicht. Sie wollen sich doch wirklich gegenseitig umbringen...
Echt, wenn es jetzt schon so kommt, weis ich garnicht mehr, wie sich die Geschichte wenden wird. Damit meine ich, dass deine Geschichte nicht allzu sehr an den Werken von Tolkien ähneln.
vor 571 Tagen flag
WOW. Du steckst mega Zeit in diese Geschichte rein. Aber das merkt mann auch am Ergebniss. Echt klasse. Vielen Dank
vor 575 Tagen flag
Heute ist ein neuer Teil online🙃 Es braucht aber leider immer recht lange, bis die Kapitel von testedich angenommen werden. Hier beim zwölften hat's jetzt ganze sechs Tage gedauert. Trotzdem versuch ich, dass nie mehr als zwei Wochen zwischen den einzelnen Kapiteln vergehen. Und nochmal ein herzliches Dankeschön für's Feedback :)
vor 577 Tagen flag
Tut mir leid, wenn ich verdammt ungeduldig wirke, aber ich muss echt fast jeden Tag gucken, ob ein neuer Teil online ist
vor 591 Tagen flag
Ich merke gerade, dass mein letzter Kommentar garnicht online gestellt wurde. Also versuche ich es, mit diesem Teil hier einbeschlossen, zusammenzufassen. Ich hab versucht, möglichst wenige Infos über der Geschichte zu schreiben (also kommentieren) weil ich nicht wollte, dass ich für andere, die Geschichte noch lesen werden, spoilere. Aber ich kann es nicht mehr lassen. Ich liebe es, wie du Helendir sozusagen ,,zum Leben erwegst". Ich finde es auch ziemlich cool, dass Legolas mit den Gefährten (inklusive Jenny/Elarras) mitreist, ohne einen Schimmer zu haben, dass Jenny noch lebt. Er ist irgentwie der Unscheinbare in der Gruppe und das macht die Geschichte noch viel spannender. Freue mich weiterhin auf weitere Teile :3
vor 607 Tagen flag
Dann mal viel Erfolg bei den Prüfungen; schaffst du schon👍🏼Ist nicht schlimm, wenn du nicht sofort nachgucken kannst. Bemüh' mich mindestens jede zweite Woche ein neues Kapitel fertig zu haben, wenn's klappt, dann vllt sogar jede Woche, so als Anhaltspunkt.
vor 610 Tagen flag
Danke für die Deutschstunde. Bin einfach net so gut in Deutsch...
Und sorry das ich ab und zu nicht sofort nachgucken konnte, ob ein neues Kapitel online ist. Hab bald Prüfungen und muss viel lernen
vor 614 Tagen flag
Danke für das Kompliment, aber nee, ich bin kein berühmter Autor. Ich schreibe nur schon länger Geschichten und hab früher auch oft gelesen; vielleicht kommt's daher :) (übrigens, du kannst "Potential" oder "Potenzial" schreiben; wäre orthographisch beides richtig, wobei ersteres eher zur alten Rechtschreibung gehört)
vor 615 Tagen flag
Ach, ich liebe es... Bist du irgentein berühmter Autor, der gedacht hat, ein wenig auf Teste dich mit einem falschen Namen zu schreiben? Echt, mein ernst. Dein Schreibstil kombiniert mit deinen Details und Einfällen hätte Potentiall (schreibt man des so?) für ein Buch. Also nicht, dass du wirklich ein Autor bist und ich hier mit beispielsweise J. K. Rowlling schreibe die sich gedacht hat, ihre Deutschkenntnisse zu testen😂.