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Remnants of Chaos II

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1 Kapitel - 2.424 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 70 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Es wird nicht einfacher für die Söldner. Auch der Prinz überlegt wie er den Wahnsinn seines Vaters stoppen könnte...

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    Das schwarze Cabriolet des Prinzens mit dem Namen Regalia hielt mit quietschenden Reifen und Yuria öffnete die Beifahrertür. Noctis war alleine, er

    Das schwarze Cabriolet des Prinzens mit dem Namen Regalia hielt mit quietschenden Reifen und Yuria öffnete die Beifahrertür. Noctis war alleine, er sah gestresst aus.
    „Wo sind die anderen?“, fragte sie und konnte ihre Überraschung nicht verbergen.
    Er wendete und sie fuhren die Straße hinunter. „Beim Palast“, erwiderte er. „Sie helfen bei den Vorbereitungen.“
    Sie sah in den Rückspiegel zu der Vitolo Fabrik.
    „Des Militärs?“
    „Richtig. Zeitgleich mit deinem Anruf kam die Bestätigung, dass wir aufrüsten werden. Bald wird es für euch eine ziemliche Solderhöhung geben.“
    „Das interessiert mich nicht…wirklich.“
    „Ich weiß. Was genau ist heute passiert?“
    „Eliza und Mevio kamen zu unserem Quartier, um uns abzuholen, das heißt: Acacio, Shane und mich.“
    „Sie wussten also ganz genau von der letzten Mission.“
    „Offensichtlich ja. Sie wurden zudem von fünf Lieferwagen königlicher Elite begleitet.“
    Der Prinz zog scharf die Luft ein und beschleunigte das Auto. „Wer hat es meinem Vater nur gesteckt?“
    Er wusste, dass sie ihm keine Antwort geben konnte, weil es für alle ein Rätsel blieb.
    „Noctis, du musst aufpassen. Osbald darf nicht erfahren, dass du etwas vor ihm verbergen wolltest.“
    „Mit etwas Pech weiß er es schon. Ihm ist schließlich bewusst, dass ich mit euch in Kontakt stehe.“
    Häuser der Stadt tauchten auf, es handelte sich um Slums, heruntergekommene Vororte. Eigentlich sollte sich Noctis hier nicht sehen lassen, aber er kümmerte sich wenig um diese Vorgaben.
    „Ich soll dich bestimmt zu eurem Hauptquartier zurückbringen?“
    „Ja, bitte.“
    Sie schwiegen kurz. Die Blicke der Bewohner, an denen sie vorbeifuhren, folgten ihn, erstaunt und mit großen Augen. Yuria fühlte sich in dem offenen Auto immer etwas ausgesetzt, aber sie fuhr schließlich nicht oft damit.
    „Konntest du einfach so weg? Wollte dich keiner begleiten?“ Sie musste an Ignis denken und Noctis wusste das. Er sah sie kurz an, dann wandte er seine Aufmerksamkeit wieder der Straße zu, die breiter wurde und auf der man schneller fahren konnte.
    „Natürlich wollte Ignis mitkommen. Ich habe ihm gesagt, dass ich das schon selber schaffe. Als die Nachricht eintraf, hat Prompto sich ziemlich aufgeregt. Er meint, mein Vater sei irre und größenwahnsinnig.“ Seine Stimme klang nicht traurig. Es war ein Fakt für seine Freunde und mittlerweile auch für ihn.
    „Osbald kümmert sich nicht darum, dass er den Planeten zerstört, nicht wahr?“
    „Er stellt sich taub, wenn Vertreter von Vitolo das Thema anschneiden. Einmal hat er sie sogar aus seinem Rat geworfen mit der Begründung, dass sie sich seinen Befehlen widersetzen würden.“
    „Warum lässt sich Vymera so viel von ihm gefallen?“, murmelte die Söldnerin und er zuckte mit den Schultern.
    Die Straße wurde unbefahrener und stieg leicht an. Bäume rasten an beiden Seiten vorbei. Zwei Motorräder kamen ihnen entgegen und wurden langsamer. Noctis bremste ab. „Sind das Leander und Aeron?“
    Die beiden Fahrer trugen goldbraune Kleidung und schoben sich gerade ihre Brillen in die blonden Haare.
    „Yuria! Was ist passiert?“, rief Leander ihnen entgegen.
    Sie winkte ihnen kurz zu. „Ich erzähl es euch nachher.“
    Die Motorräder drehten ab und Noctis folgten ihnen. „Anscheinend wollten sie zu Vitolo wegen euch.“
    Kurz darauf erreichten sie den Turm der Söldner und stiegen aus.
    „Wo sind Shane und Acacio?“, fragte Leander sie und machte ein beunruhigtes Gesicht.
    „Sie sind noch bei Vitolo, weil sie anders sind als ich. Nein, eigentlich bin ich anders als sie. Wir alle.“ Yuria sah zu ihren Freunden und kurz zu Noctis.
    „Die Energie bleibt nicht so lange in ihnen wie in uns, nicht wahr?“ Aeron hatte recht und Yuria nickte bestätigend.
    „Ich sollte wieder los.“ Der Prinz seufzte.
    „Danke fürs Herbringen.“
    „Kein Problem, es ist immer schön aus dem Palast zu kommen.“
    „Bist du das nicht oft genug, Noct?“, meinte Leander und es sollte scherzhaft klingen, aber es gelang ihm nicht und die Vier schwiegen für einen Moment niedergedrückt.
    „Sorry.“ Der Söldner senkte den Kopf, aber Noctis winkte ab. „Stimmt schon, ich verhalte mich nicht so, wie mein Vater will.“
    Er wandte sich um und ging zu Regalia zurück. „Grüßt die anderen von mir und haltet mich auf dem Laufenden. Euren Informationen traue ich mehr als denen, die durch den Palast gehen.“
    „Noct-“ Yuria machte einen Schritt in seine Richtung. „Du musst etwas unternehmen!“ Sie klang drängend und verzweifelt. „Kannst du nicht mit deinem Vater sprechen, bitte!“
    Er seufzte. Sie hatten schon oft genug über seine Machtlosigkeit gesprochen, aber er wollte seine Freunde nicht enttäuschen. „Ich lasse mir etwas einfallen. Irgendwas. Vertraut mir.“
    Sie nickte und er startete den Motor des Cabrios. Aeron öffnete die Tür zum Quartier und Leander und Yuria folgten ihm. Der Prinz fuhr davon und zerbrach sich den Kopf mit Überlegungen.

    „Ihr seid zurück!“
    Ayana lief ihnen entgegen und legte Yuria die Hände auf die Schulter. „Shane, Acacio?“
    „Sie sind noch dort. Es tut mir leid, die Ergebnisse waren positiv, das Militär wird aufgerüstet.“
    „Es gibt nichts zu entschuldigen. Wichtig ist nur, dass sie euch nichts angetan haben.“
    „Nein, es lief recht normal ab. Dafür haben Eliza und Mevio gesorgt.“
    „Es steckt also doch noch Vernunft in diesen Monstern“, sagte die hochgewachsene Söldnerin verbittert.
    Sie traten in den Versammlungsraum und erblickten Cloud, Zack, Elysa und Vincent. Bevor einer von ihnen jedoch etwas sagen konnte, ging der Bildschirm, der gegenüber der Glasfassade in die Wand eingelassen war, an und Eliza erschien. Sie trug noch einen weißen Laborkittel und eine Brille mit großen, runden, rahmenlosen Gläsern. Sie sah aus wie eine verrückte Wissenschaftlerin, obwohl sie diesen Titel lieber Mevio überließ. Die Freunde starrten sie an.
    „Was willst du?“, schnappte Ayana dann.
    Eliza nahm ihre Brille ab und räusperte sich. Sie war wieder die Alte und keiner von den Freunden hatte Lust, jetzt mit ihr zu reden.
    „Die Energieeinspeicherng in unseren Versuchsob-, ich meine, in Shane und Acacio lassen bereits nach. Das ist gar nicht gut. Ihr wisst, was das bedeutet. Soweit wir wissen, seid ihr gestern gegen fünf Uhr nachmittags bei der Explosion gewesen und jetzt haben wir es zwölf Uhr mittags. Das sind noch nicht einmal zwanzig Stunden.“
    Ganz unvermittelt fuhr Elysa auf. „Und umso mehr Energie werdet ihr für die Armee abzapfen müssen und unser Planet wird weiter kaputtgehen. Ich hoffe, dass irgendein mächtiges Hüterwesen das Heer auseinandernehmen wird!“
    Sie war rot vor Wut und hatte die Hände zu Fäusten geballt.
    Alle waren überrascht und wagten es nicht einmal zu atmeten. Noch nicht einmal Eliza. Aber diese erholte sich am schnellsten.
    „Tja“, sagte sie trocken. „Falls ein derartiges Hüterwesen auftauchen wird, was durchaus nicht unwahrscheinlich ist, werdet ihr diejenigen sein, die das Heer davor beschützen werden. Ihr seid schließlich Söldner. Und wenn ihr es nicht macht, macht es jemand anderes. Es gibt immer jemanden, der das Preisgeld Vylles als angemessen erachtet. Denn ihr wisst, dass es den König an rein gar nichts mangelt.“
    Elysa kochte vor Wut. „Vymera ist bewusst, dass sie den Planeten zerstört“, knurrte sie.
    Die Stimme der rechten Hand der Konzernpräsidentin verändert sich leicht. „Nicht, dass ihr euch in ihr täuscht. Ihr liegt nichts an Midgar und sie würde auch gerne einen Weg finden, ein Gleichgewicht zwischen sich und dem Planeten zu finden. Wenn sie Fabriken in Lucis und Niflheim eröffnen dürfte, könnte sie alles besser austangieren. Aber so ist Carystoria alleine für die Wut der Erde verantwortlich. Die Energie versucht nicht hier entlang zu fließen, aber wir reißen sie förmlich zu uns.“
    „Das klingt kein bisschen logisch. Angenommen sie würde auch Fabriken in Lucis und Niflheim eröffnen, dann sähe es doch überall gleich aus. Vielleicht würde die Energie dann gebündelt unter die Ozeane fließen und wir hätten mit Überschwemmungen zu kämpfen“, versetzte Ayana und Eliza schnaubte leicht.
    „Ich bin nicht mit euch in Kontakt getreten, um mit euch über das Was-würde-wenn zu reden. Ich will euch vor etwas ganz anderem warnen. Reno und Rude sind gerade zurückgekehrt, sie sind angegriffen und ihr Helikopter ist beschädigt worden.“
    Yuria schreckte hoch und auch die anderen hörten der Wissenschaftlerin mit neuem Interesse zu. „Was ist passiert? Wo sind sie gewesen? Reno hat mir nichts dergleichen geschrieben.“
    „Kurz nach eurem...Aufbruch haben sie sich auf einen Kontrollflug begeben, den Vymera angeordnet hat“, teilte ihr Zack mit und Eliza nickte.
    „Die beiden haben Glück gehabt, sie konnten recht schnell entkommen.“
    Die junge dunkelhaarige Söldnerin verlor die Geduld. „Wer ist es gewesen!“
    „Wir kennen ihre Namen nicht. Wir kannten sie bisher noch gar nicht. Es waren drei silberhaarige Brüder.“
    „Silberhaarig?“, wiederholte Cloud. „Das heißt…“
    „Wir wissen es nicht.“
    „Cloud, es muss nichts Sephiroth sein“, beruhigte Vincent ihn leise und Zack nickte. „Richtig, Yuris hat schließlich auch silberne Haare und nichts mit Sephiroth zu tun.“
    „Wir nehmen es jedoch an, vor allem Vymera“, beendete Eliza kalt.
    „Sie muss es ja wissen. Er ist schließlich ihr Sohn“, sagte Cloud und sah nach draußen. Seine Gedanken wirbelten umher. War Sephiroth wiederaufgetaucht, nachdem man ihn vor drei Jahren nach seinem Verschwinden offiziell als tot erklärt hatte, um die Bevölkerung zu beruhigen? Die Söldner waren sich dem eh nie sicher gewesen. Sie brauchten Beweise, aber sie hatten keine. Aber wer waren dann diese drei Brüder?
    „Da er wahrscheinlich nie tot gewesen ist, kann sie ihn auch jetzt nicht aufspüren. Aber Vymera denkt, dass die besagten Silberhaarigen aus seinen Zellen stammen. Und damit auch mit der Präsidentin verwandt sind, im Prinzip ihre Söhne.“
    „Hmm, wissen sie denn davon, was ihre Mama mit dem Planeten macht?“, fragte Zack und Eliza warf ihm einen genervten Blick zu. Die Übertragung flackerte für einen Moment, aber festigte sich im nächsten wieder.
    „Ja, das rechtfertige ihren Angriff auf Reno und Rude. Vymera hat außerdem geäußert, dass schon seit seiner Geburt Sephiroths Lebensenergie an die des Planeten gebunden ist.“
    Cloud sah sie erstaunt an. „Dann will er sie wahrscheinlich stoppen, nicht wahr?“
    „Wir kennen Sephiroths Vorhaben, damals wie heute, wenn er denn wirklich wiederaufgetaucht ist, nicht. Ich möchte nur von euch wissen, ob ihr abermals bereit wärt, gegen ihn zu kämpfen.“
    Schweigen breitete sich unter den Freunden aus, aber ihr Gesichter blickten entschlossen. Sie nickte. „Ich danke euch. Acacio und Shane werden in Kürze zurückgebracht.“
    Die Verbindung brach ab. Die Stille wurde unerträglich.
    „Wo ist Dacre eigentlich?“, fragte Leander irgendwann, während er von seinem Stuhl aufstand.
    „Er, Yuris und Lovell sind Ausrüstung kaufen. Tifa ist in ihrem Lokal“, antwortete Ayana ihm und erhob sich ebenfalls. „Diese Vitolo Leute können einem echt den Tag versauen.“
    „Du warst ja noch nicht mal dort“, murmelte Yuria, bereute es aber, da sich Ayana immer für sie eingesetzt hatte. Aber die ältere Söldnerin nahm ihr das nicht übel, sondern klopfte ihr nur auf die Schulter und verließ den Raum. Leander folgte ihr mit einem Blick zu Aeron. Dieser schüttelte leicht den Kopf und wollte sich gerade setzen, denn er hatte die ganze Zeit gestanden, als das Telefon klingelte. Er ging zu dem Wandtelefon und nahm ab. Er sagte nichts, er sprach selten, seltener noch als Vincent. Stattdessen schaltete er den Lautsprecher ein und kehrte zu seinem Platz zurück.
    „Ich nehme aufgrund der stürmischen Begrüßung mal an, dass Aeron abgenommen hat“, erklang Shanes Stimme und Aeron wandte leicht den Kopf ab.
    „Seid ihr auf dem Rückweg?“, fragte Cloud, aber Shane verneinte. Sie müssen gerade noch warten, bis man sie zurück zum Quartier brachte und ihm und Acacio sei langweilig gewesen.
    „Ich habe vor einigen Augenblicken von Ignis etwas ziemlich…Verrücktes gehört. Seine Majestät bereitet die gesamte Oberstadt auf ein Fest vor. Schon mal im Voraus für die Erfolge, die er erwartet. Und wegen seines Geburtstages.“
    „Und was hat das mit uns zu tun?“, wollte Zack wissen.
    „Wir sind eingeladen.“
    „Vom König persönlich?“
    „Nein, natürlich nicht.“ Shanes Stimme klang belustig. „Noctis möchte, dass wir kommen. Es findet in drei Tagen statt.“
    „Das ist ziemlich knapp für so ein großes Fest“, meinte Yuria nachdenklich. „Und höchstwahrscheinlich will er direkt danach die Invasion starten.“
    „Je nachdem, wie schnell Vymera die Energiebehälter für ihn herstellen möchte“, wandte Aeron leise ein und alle sahen ihn an.
    „Das stimmt“, pflichtete Cloud ihm bei. „Vielleicht verzögert sie es aus Boshaftigkeit einfach, um den anderen Ländern einen Vorteil zu verschaffen.“
    „Richtig.“ Vincent nickte ebenfalls, die Arme vor der Brust verschränkt. „Jeder hat seine Spione, Lucis und Niflheim werden davon schon noch früh genug erfahren.“
    „Hey“, meldete sich Shane wieder. „Wir brechen jetzt auf. Habt ihr schon von Reno und Rude gehört?“
    „Ja, kommen sie auch zurück?“, wollte Yuria wissen und wartete hoffnungsvoll auf seine Antwort, mit der er sich Zeit ließ, da er mit jemanden im Hintergrund redete. Dann erklang Renos Stimme. „Keine Sorgen, Yuri, mir ist nichts passiert. Nur der Helikopter ist erstmal nicht mehr einsatzfähig.“
    „Gut. Bis gleich.“
    „Bis gleich“, sagten Reno und Shane und legten auf.

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