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Wellensplitters Geheimnis - Eine Warrior Cats FF

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9 Kapitel - 13.418 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 2.281 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ein schwarzer Kater saß auf einem kleinen Felsen, Sterne funkelten in seinem Pelz. Sein vor Kummer getrübter Blick ruhte auf dem Fluss unter ihm. Die Kätzin, die neben ihm saß, seufzte und flüsterte ihm ins Ohr: »Hör auf, dir die Schuld für seine Taten zu geben, Rabenfrost. Du kannst seine Pfoten nicht leiten. Seine Seele ist verdorben und sein Herz ist kalt. Niemand kann ihm helfen.« Rabenfrost sträubte den Pelz, blanke Wut lag nun in seinem Blick: »Wir haben ein Monster erschaffen, Schneeschwinge! Wenn wir im Kampf mehr gegeben hätten, hätte er sich nie Rache geschworen. Wir sind dafür verantwortlich und das weißt du genau.« Die dunkelbraune Kätzin schmiegte sich an ihren Gefährten, ihre Augen wurden feucht und ihre Stimme war kaum mehr als ein Hauch, als sie flüsterte: »Ich weiß.«

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    ((big))((bold))[Vorwort der Autorin]((ebold))((ebig)) Bevor ich mit der Geschichte beginne, möchte ich noch etwas dazu sagen: • Die Story der FF ha

    [Vorwort der Autorin]

    Bevor ich mit der Geschichte beginne, möchte ich noch etwas dazu sagen:

    • Die Story der FF habe ich mir selbst ausgedacht, alle Rechte an der Geschichte liegen bei mir. Ich will nicht, dass auch nur die Grundidee meiner FF kopiert wird, da hier viel Arbeit drinnen steckt. Und mit mir ist nicht zu spaßen, wenn ich wütend bin..

    • Kritik und Verbesserungsvorschläge nehme ich sehr gerne an, bitte weist mich auf Grammatik- und Rechtschreibfehler an.

    • Die FF hängt mit keinem RPG zusammen, sie ist frei erfunden. Abgesehen davon, dass Wellensplitter ein Charakter ist, welchen ich in einigen RPGs verwende. Ansonsten kommen auch Namen von Katzen anderer Leute vor, welche ich auch in einem RPG getroffen habe. [Natürlich frage ich diejenigen Personen, bevor ich einen ihrer Charaktere in meine FF einbaue]

    • In dieser Geschichte sterben relativ viele Katzen, was die jüngeren unter euch vielleicht nicht so angenehm finden. Falls ihr den Tod von Charakteren in Geschichten auf irgendeine Weise abschreckend finden solltet, kann ich euch meine FF nicht wirklich empfehlen, da es vor allem am Ende zu blutigen Szenen kommen wird. Dies soll nur eine Warnung sein, ich will niemanden davon abhalten, meine FF zu lesen.

    • Das Cover ist von Eichhörnchentraum, da sie wirklich gute Arbeit geleistet hat, muss ich das einfach hier erwähnen. Ich finde es wunderschön und sie hat es mit viel Mühe gestaltet, ein großes Lob an dich. ^^

    • Viel Spaß beim Lesen!

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    Die Hierarchie


    Der Sturmclan


    Anführer:
    Dämmerstern - überdurchschnittlich großer, schwarzer Kater mit eisblauen Augen; Mentor von Aschenpfote

    Zweiter Anführer:
    Abendwind - weißer, langhaariger Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    Heilerin:
    Echofunke - kleine, dunkelrote Kätzin mit hellblauen Augen

    Heilerschüler:
    Regenpfote - hellgrauer Kater mit dunkleren Flecken und moosgrünen Augen

    Krieger:
    Plätscherwind - silbergrau getigerte Kätzin mit blauen Augen

    Schattenspringer - schwarzer Kater mit gelben Augen

    Sonnenfeder - dunkelgraue Kätzin mit gelben Augen

    Schwalbensonne - weiße Kätzin mit schwarzen und grauen Tupfen und bernsteinfarbenen Augen

    Kieselsplitter - grau getigerter Kater mit schmalen bernsteinfarbenen Augen, welche weiße Splitter besitzen

    Rabenfrost - schwarzer Kater mit giftgrünen Augen

    Silberflamme - flammenfarbene Kätzin mit weißem Bauch- und Brustfell und gelblichen Augen; Mentorin von Funkenpfote

    Eschenfrost - dunkelbraun getigerter Kater mit weißer Schnauze und grünen Augen

    Tupfensee - blaugraue Kätzin mit zwei schwarzen Flecken um ihre beiden blauen Augen herum

    Wolkensprung - weißer Kater mit schwarzen Pfoten und goldlich schimmernden Augen

    Honigdorn - hellbrauner Kater mit sehr dunklen Bernsteinaugen; Mentor von Bienenpfote

    Dunstwolke - schildpattfarbene Kätzin mit dunkelgrünen Augen

    Lichtfeder - sandfarbene Kätzin mit weißer Schwanzspitze und mattgrünen, grau schimmernden Augen

    Haselfrost - kleiner Kater mit haselnussbraunem Fell und bernsteinfarbenen Augen

    Hornissenschweif - junger, gelbbraun gestreifter Kater mit dicken schwarzen Streifen und felsgrauen Augen

    Tannenschwinge - hellbraun getigerte Kätzin mit blassen, grünen Augen

    Schüler:
    Aschenpfote - großer Kater mit rauchgrauem Fell und bernsteinfarbenen Augen

    Bienenpfote - rein dunkelbraune Kätzin mit stechend gelben Augen

    Funkenpfote - hellrote Kätzin mit moosgrünen Augen

    Königinnen:
    Schneeschwinge - dunkelbraun getigerte Kätzin mit blassblauen, beinahe weißen Augen; Mutter von Wellenjunges und Fleckenjunges

    Junge:
    Wellenjunges - dunkelbraun getigerter Kater mit eisblauen Augen

    Fleckenjunges - schwarzer Kater mit weißen Flecken und grünen Augen

    Älteste:
    Farnschatten - goldbrauner Kater mit gelblichen Augen

    Seeglanz - cremefarbene Kätzin mit haselnussbraunen Augen



    Der Frostclan


    Anführerin:
    Nebelstern - kleine, schlanke Kätzin mit rauchgrauen Fell, schwarzen Pfoten und intensiv gelben Augen

    Zweiter Anführer:
    Felsensprung - hellbrauner, stämmiger Kater mit strahlend blauen Augen

    Heiler:
    Lorbeersprenkel - schlanker, braun getupfter Kater mit weißer Blesse und mattgrünen Augen

    Heilerschülerin:
    Wasserpfote - kleine, weiße Kätzin mit leicht silbrigen Tigerungen und blauen Augen

    Krieger:
    Heidelbeertraum - schlanke, blassgrau getigerte Kätzin mit dunkelblauen Augen, welche manchmal lilafarben wirken

    Habichtklaue - großer, grauer Tigerkater mit breiten Schultern und graugrünen Augen

    Erlenrinde - junger, schlanker Kater mit braun getupftem Fell und grünen Augen

    Rosenmond - weiße Kätzin mit braunen Flecken, ihr linkes Auge ist grün und ihr rechtes blau

    Tropfengeist - komplett weißer Kater mit langem, flauschigem Fell sowie eisblauen Augen

    Wipfelstreif - dunkelbraun gestreifter Kater mit stechend grünen Augen; Mentor von Lilienpfote

    Dunkelrose - schlanke, langbeinige Kätzin mit schwarzem Pelz und weißem Bauch, hat bernsteinfarbene Augen

    Mondschein - schwarze Kätzin mit einem weißen Fleck auf der Stirn und blassgrünen Augen

    Donnerzahn - etwas älterer, großer Kater mit grau-weißem Fell sowie gelblichen Augen

    Schüler:
    Tümpelpfote - schmächtiger Kater mit matschbraunem Fell, welches von beigen Sprenkeln besetzt ist und smaragdgrünen Augen

    Lilienpfote - schlanke, reinweiße Kätzin mit tiefblauen Augen



    An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an @Klee^^, welche sich beinahe die ganze Hierarchie ausgedacht hat! Ohne sie wären bis jetzt wahrscheinlich nur an die Hälfte der Katzen in den Clans und ich am totalen Verzweifeln. Vielen Dank!

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    Prolog


    Erschöpft lag die dunkelbraune Kätzin mit den eisblauen, beinahe schon weiß schimmernden Augen in ihrem Nest, ihre Flanken hoben und senkten sich nur schwach, jedoch blickte sie liebevoll auf ihre beiden Jungen herab. Ein schwarzer Kater mit giftgrünen Augen drängte sich in den schwach beleuchteten Bau und setze sich neben seine Gefährtin. Er beugte sich zu ihr und leckte ihr sanft über das Ohr, wobei er leise flüsterte:
    »Sie sind wunderschön.. Hast du dir bereits Namen für die beiden ausgedacht, Schneeschwinge?« Die Kätzin hob den Kopf und blinzelte ihn kurz an, bevor sie schnurrte:
    »Nun, ich dachte mir, dass wir den dunkelbraun getigerten Kater Wellenjunges nennen, weil seine Streifen leicht gewellt sind. Und den zweiten Kater Fleckenjunges, wegen den weißen Flecken auf seinem schwarzen Pelz. Wie findest du die Namen, Rabenfrost?« Der Kater nickte, Begeisterung war in seinem Blick zu sehen:
    »Das sind wunderbare Namen, Schneeschwinge. Ich bin mir sicher, die beiden werden zu fantastischen Kriegern heranwachsen.« Die Heilerin Echofunke, welche der Königin bei der Geburt geholfen hatte, neigte kurz den Kopf und verließ den Bau, um die Familie allein zu lassen. Sie tappte in den Heilerbau und legte sich in ihr Nest. Bevor sie einschlief, schnurrte sie leise:
    »Zwei gesunde Junge.. Das kann nur Gutes bedeuten. Sie sind die Zukunft des Clans und werden bestimmt zu großartigen Kriegern..« Doch niemand konnte ahnen, wie sehr sich die Heilerin täuschte.

    4
    Kapitel 1


    Blinzelnd schlug Wellenjunges die Augen auf. Es waren einige Sonnenaufgänge vergangen, seitdem sein Bruder und er zum ersten Mal das Licht der Sonne erblickt hatten. Gähnend rappelte er sich auf und stieß seinen Bruder in die Flanke:
    »Fleckenjunges! Wach endlich auf, die Sonne ist schon längst aufgegangen!« Stöhnend öffnete der kleine Kater die Augen und gähnte herzhaft. Er blinzelte sich kurz den Schlaf aus den Augen und streckte sich:
    »Du musst aber auch immer so früh aufstehen.. Wo ist Mama?« Fleckenjunges stellte sich auf die Hinterbeine und hielt nach seiner Mutter Ausschau, wobei er beinahe nach hinten gestolpert wäre. Aufgeregt schnippte Wellenjunges mit der Schweifspitze, als ihm eine Idee kam:
    »Lass uns doch einfach nachsehen! Schneeschwinge hat uns bis jetzt noch kein einziges Mal aus der Kinderstube gelassen, weil es angeblich draußen zu kalt ist. Es wird Zeit, dass wir rausgehen und nachsehen, was da draußen eigentlich ist. Einverstanden?« Erwartungsvoll blickte er zu Fleckenjunges, welcher begeistert nickte:
    »Oh, ja! Super Idee! Aber wir müssen ganz leise und unauffällig sein, gut?« Wellenjunges stellte sich neben seinen Bruder und gemeinsam schlichen sie, so lautlos sie es konnten aus ihrem Nest auf den Ausgang der Kinderstube zu. Aufgeregt hielten die beiden den Atem an, als sie sich unter den Flechtenvorhang quetschen und die Kinderstube verließen. Der dunkelbraun getigerte Kater kniff die Augen zusammen und blickte in den von dunklen Wolken bedeckten Himmel, ein kalter Wind wehte ihm um die Ohren. Er kuschelte sich dicht an seinen Bruder, welcher ebenfalls leicht zitterte. Wellenjunges plusterte sein Fell gegen die Kälte auf und blickte sich fasziniert um. Überall gingen Katzen herum, sie schienen aufgebracht zu sein, denn niemand bemerkte die beiden Jungen, die am Eingang der Kinderstube standen. Wellenjunges bemerkte einige Katzen, die von vielen anderen umringt wurden und sah, dass sie Wunden hatten. Er wollte seinem Bruder von seiner Bemerkung berichten, jedoch sah sich Fleckenjunges nach seiner Mutter um und quiekte erfreut auf, als er sie neben ihrem Gefährten, Rabenfrost entdeckte.
    »Schneeschwinge!« riefen beide Jungen beinahe gleichzeitig und rannten auch schon auf ihre Eltern zu. Ihre Mutter riss erschrocken die Augen auf, als sie ihre Söhne erblickte:
    »Wellenjunges! Fleckenjunges! Was beim Sternenclan, macht ihr hier? Ihr solltet in der Kinderstube sein!« Wellenjunges zuckte zusammen und blickte sie fragend an:
    »A-aber.. Wir sind aufgewacht und und warst nicht da, deshalb wollten wir dich suchen. Was ist eigentlich hier los?« Schneeschwinge seufzte, blickte Rabenfrost entschuldigend an und murmelte:
    »Kommt mit, ich erkläre euch alles in der Kinderstube. Und ihr solltet wirklich nicht hier sein, es ist kalt und ich will nicht, dass ihr euch eine Krankheit einfangt.« Fleckenjunges warf Wellenjunges einen verwirrten Blick zu, bevor die beiden ihrer Mutter in die Kinderstube folgten. Sie legte sich in ihr Nest und wartete geduldig, bis sich ihre Jungen an ihren Bauch gekuschelt haben. Sorgsam wickelte die Königin ihren Schweif um ihre Söhne und seufzte kurz, bevor sie begann, zu erzählen:
    »Nun.. Ich habe euch gestern bereits von unserem Nachbarclan, dem Frostclan erzählt. Die Katzen dort sind dafür bekannt, aus dem Hinterhalt anzugreifen, wobei sie sehr große Strategen sind. Jedoch sind die meisten Katzen dort ziemlich arrogant. Unser Clan, der Sturmclan, befindet sich seit Ewigkeiten in einem Krieg mit dem Frostclan. Beide Clans streiten sich um Territorium, da die Blattleere im Wald hart ist und viele Katzen an Hungersnot sterben. Diese Nacht haben sich die Mondhochpatroullien beider Clans an der Grenze getroffen und es kam zu einem kleinen Gefecht. Niemand wurde ernsthaft verletzt, jedoch plant Dämmerstern, unser Anführer, dem Frostclan klarzumachen, dass sie unser Territorium nicht bekommen können.« Schneeschwinge seufzte kurz, bevor sie ihren Jungen liebevoll über den Kopf leckte:
    »Aber macht euch keine Sorgen. Wir werden das regeln.« Wellenjunges und Fleckenjunges lauschten ihr mit gespitzten Ohren und als sie endete, nickten beide nur. Die kleinen Kater kuschelten sich aneinander und legten sich schlafen, jedoch war Wellenjunges zu sehr in den Gedanken beim Frostclan, dass er nicht einschlafen konnte. Eines Tages werde ich mit Fleckenjunges an meiner Seite gegen diesen Frostclan kämpfen und ihnen zeigen, wo es lang geht. Wir beide werden für unseren Clan kämpfen und dann werden Mami und Papi ganz stolz auf uns sein. Mit diesen Gedanken schlief Wellenjunges schnurrend ein.

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    Kapitel 2


    Wellenjunges und Fleckenjunges waren bereits drei Monde alt. Seitdem eine große Patrouille des Sturmclans zum Frostclan ging und ihnen klarmachte, dass sie nicht einfach ihr Territorium bekommen würden, gab es keine Grenzstreite oder Kämpfe mehr. Der Alltag wurde ruhiger und die Tage wärmer, da die Blattfrische kam. Die beiden Jungen rauften vor der Kinderstube miteinander, während Rabenfrost und Schneeschwinge sie beobachteten. Wellenjunges drückte Fleckenjunges zu Boden und knurrte:
    »Na warte, jetzt zeig ich's dir!« Spielerisch schlug er nach den Ohren seines Bruders, wobei er jedoch vergaß, ihn weiter am Boden festzuhalten. Deshalb sprang der schwarz-weiße Kater auf und warf den dunkelbraun getigerten zu Boden. Nun war er dran, Wellenjunges am Boden festzuhalten, wobei seine Schnurrhaare belustigt zuckten, während er die vergeblichen Fluchtversuche seines Bruders beobachtete.
    »Na, gibst du auf?« fragte er. Trotzig antwortete Wellenjunges:
    »Gut, dieses Mal hast du gewonnen. Aber jetzt runter von mir, du bist ja schwerer als ein Stein!« Fleckenjunges kicherte kurz, bevor er seinen Bruder los ließ und ihn triumphierend anblickte.
    »Wollen wir zu den Ältesten? Ich bin mir sicher, dass Farnschatten und Seeglanz und eine Geschichte erzählen werden!« miaute Wellenjunges, um zu verhindern, sich die ganze Zeit anhören zu müssen, dass er verloren hätte. Denn Fleckenjunges wusste genau, mit was er seinen Bruder provozieren konnte: Mit der Tatsache, dass er verloren hatte. Obwohl Wellenjunges wusste, dass er ihn damit nur ein bisschen nerven wollte, fand er das ziemlich lästig, da er nicht gerne verlor. Doch Fleckenjunges machte sich nichts aus dem plötzlichen Themawechsel und nickte zustimmend. So rannten beide Junge zum Ältestenbau und tappten hinein. Verwirrt sahen sich beide an, als sie bemerkten, dass weder Farnschatten noch Seeglanz im Bau war. Nachdenklich sah sich Wellenjunges um, als er zu einem Entschluss kam:
    »Naja.. Vielleicht sind sie ja bei den Sonnenfelsen, um sich zu sonnen?« Fleckenjunges schnappte nach Luft, als ihm etwas einfiel:
    »Du hast mich gerade auf eine brilliante Idee gebracht!« Damit drehte sich der schwarz-weiße Kater um, sprang zu Seeglanz' Nest und begann, Moos zu einem Haufen zusammen zu drücken. Irritiert ging Wellenjunges zu seinem Bruder und tippte ihm an die Schulter:
    »Ehm?.. Was soll das werden? Geht es dir noch gut?« Dieser sah nicht einmal hoch, als er antwortete, so konzentriert war er auf seinen Mooshaufen:
    »Seeglanz und Farnschatten sind nicht da.. Also kam mir die Idee, dass wir aus Moos Katzen formen, unseren Eltern sagen, dass die beiden Ältesten auf uns aufpassen und wir uns so aus dem Lager schleichen können. Da der Ältestenbau am Rand des Lagers liegt, müssen wir nur ein Loch in der Wand finden und schon sind wir draußen im Wald! Und wenn jemand reinkommt, wird derjenige wahrscheinlich nur kurz herschauen und denken, dass die Moosfiguren die beiden Ältesten sind, die auf uns aufpassen! Endlich eine Gelegenheit, das Lager zu verlassen!« Wellenjunges blinzelte kurz, vollführte dann aber vor Begeisterung einen kleinen Sprung und begann, einen zweiten Mooshaufen in Farnschattens Nest zu machen, während er meinte:
    »Das ist wirklich eine gute Idee! Ich wollte schon immer den Wald sehen.« Als die beiden fertig waren, schüttelten sie sich kurz Moosfetzen aus dem Pelz und eilten zu ihren Eltern. Fleckenjunges setzte eine Unschuldsmiene auf, als er miaute:
    »Wir sind jetzt bei Seeglanz und Farnschatten, sie haben uns versprochen, uns ein paar Geschichten zu erzählen. Sie haben gesagt, dass ich ausrichten soll, dass es auch wirklich in Ordnung ist, wenn sie sich ein bisschen um uns kümmern.« Rabenfrost nickte zufrieden und warf Schneeschwinge einen Blick zu:
    »Da die beiden in guten Pfoten sind, könnten wir beide genauso gut in den Wald und uns die Pfoten vertreten. Was hältst du davon?« Die Mutter der Jungen zeigte Einverständnis und so verließen die Gefährten das Lager. Wellenjunges kicherte kurz, als die beiden zurück zum Ältestenbau gingen:
    »Die haben es dir einfach so geglaubt! Besser geht es gar nicht..« Fleckenjunges schnurrte und so betraten die beiden den leeren Ältestenbau. Aufmerksam begannen sie, die Wände des Baues nach einer Lücke abzusuchen. Es dauerte nicht lange, bis Wellenjunges mit der Schweifspitze zuckte und seinen Bruder zu sich rief:
    »Sieh dir das an! Da ist ein Loch, ich glaube wir könnten durchpassen. Ich versuche es zuerst.« Der dunkelbraun getigerte Kater quetschte sich durch die Lücke und miaut erfreut, als er mühelos hindruchpasste. Wenig später hatte sich auch Fleckenjunges zu ihm gestellt und nun machten sie sich auf die Suche nach einer Lücke im Lagerwall. Da die beiden noch recht klein waren, war es kein Problem, eine undichte Stelle zu finden. So befanden sich die Junge nun endlich außerhalb des Lagers im großen Wald.
    »Wow.. Das ist noch besser, als ich es mir je vorgestellt hatte..« hauchte Wellenjunges. Sein Bruder nickte zustimmend und so gingen die beiden Kater mit fasziniert aufblitzenden Augen immer tiefer in den Wald. Sie blieben an jeder Pflanze und an jedem Stein stehen, um ihn zu beschnuppern und aufgeregt zu umrunden. All diesen neuen Gerüche und Geräusche wirkten so überwältigend auf die Jungen, dass sie kaum bemerkten, wie weit sie sich vom Lager entfernten. Überall hörte man das Gezwitscher von Vögeln und das leise Trippeln von Pfoten sämtlicher Beutetiere. Die Zeit verstrich schnell, während die beiden Geschwister den Wald erkundeten. Bei den Wurzeln einer Eiche blieben die beiden stehen und setzten sich atemlos auf den Waldboden.
    »Das ist alles so furchtbar aufregend! Ich kann mir kaum vorstellen, wie man hier Beute fangen soll, bei all den vielen Geräuschen und Gerüchen« schnurrte Fleckenjunges und umrkeiste seinen Bruder aufgeregt. Dieser erwiderte das Schnurren und blickte zum Himmel. Aus dem Nichts zuckte Wellenjunges plötzlich zusammen, als wäre er von einer Erkenntnis getroffen worden:
    »Beim Sternenclan, Fleckenjunges, weißt du eigentlich, wie lange wir uns schon hier aufhalten? Es war, Sonnenhoch, als wir losgingen und jetzt ist es schon fast Sonnenuntergang.« Besorgt zuckte er mit der Schweifspitze, sein Blick traf sich mit dem ebenso schockierten Blick seines Bruders.
    »Wir müssen sofort ins Lager zurück, Schneeschwinge und Rabenfrost suchen uns bestimmt schon!« Der schwarz-weiße Kater wollte gerade losmarschieren, als Wellenjunges den Kopf schüttelte:
    »Aber.. Weißt du auch, wohin wir müssen? Ich weiß, wir, sind wahrscheinlich nicht so weit vom Lager entfernt, aber wohin sollen wir bloß gehen?..« Fleckenjunges seufzte und stellte sich neben seinen Bruder, sein Blick war vor Sorge getrübt:
    »Ich.. Weiß es nicht.. Ich glaube, wir sollten uns einfach hierhin legen und warten, bis sie vorbeikommen und uns holen. Sie werden uns ganz bestimmt finden.« Wirklich überzeugend klangen seine Worte zwar nicht, aber Wellenjunges nickte und scharrte etwas Moos zusammen, um es sich unter den Wurzeln der Eiche bequem zu machen. Er kuschelte sich an seinen Bruder, die Augen wachsam aufgerissen. Er hatte Geschichten von Füchsen und Dachsen gehört, riesige Monster, welche eine Katze mit Leichtigkeit zerfetzen können. Zitternd drückte er sich an Fleckenjunges und ließ sich durch seine Nähe trösten, wodurch die beiden schon bald einschliefen.

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    Kapitel 3


    »Wir sollten zurück ins Lager gehen, Wellenjunges und Fleckenjunges warten bestimmt schon auf uns« miaute Schneeschwinge ihrem Gefährten zu. Rabenfrost, welcher zwei Wühlmäuse im Maul trug nickt und tappt voraus. Auf dem Rückweg nahm die Kätzin ein Kaninchen auf, welches sie sorgfältig hinter einem Wacholderbusch versteckt hatte. Die beiden gingen Seite an Seite zum Lager des Sturmclans, legten ihre Beute auf dem Frischbeutehaufen ab und steuerten auf den Ältestenbau zu. Rabenfrost betrat als erster den Bau und schnurrte:
    »Na, was habt ihr denn-« und gleich verstummte der schwarze Kater auch wieder, als er bemerkte, dass weder seine Jungen noch die Ältesten anwesend waren. Mit besorgt zuckender Schweifspitze begann er die Moosfiguren zu umkreisen und sah seine Gefährtin mit angstvoll geweiteten Augen an. Auch diese wusste nicht, was los war:
    »Aber.. Sie haben doch gesagt, dass..« Irritiert schüttelte sie den Kopf und richtete verstört den Blick auf das zusammgehäufte Moos. Etliche Momente des Schweigens vergingen, während die beiden Gefährten sich ratlos anblickten. Nach einiger Zeit brach Rabenfrost die Stille und murmelte:
    »Wenn.. Wenn sie nicht hier sind, wo könnten sie dann sein?..« Schneeschwinge sträubte panisch das Fell und begann, im Bau auf und ab zu gehen:
    »Wir müssen sie finden und zwar sofort! Wer weiß, vielleicht sind sie ja aus dem Lager gegangen und würden von einem Fuchs oder Dachs angegriffen.. Ach Sternenclan, bewahre! Was wenn sie verletzt sind? Oder was wäre, wenn sie in den großen See gefallen sind und ertrunken sind.. Rabenfrost, sag doch etwas!« Der schwarze Kater begann unruhig das Moos unter seinen Pfoten aufzuwühlen.
    »Du hast recht, wir müssen sie finden. Du suchst das Lager ab, während ich in den Wald gehe und dort nachsehe.« Die dunkelbraune Kätzin seufzte und sah ihm verzweifelt in die Augen:
    »Gut.. Ich hoffe, dass wir die beiden bald finden..« Er nickte und verließ den Bau, eilte aus dem Lager und prüfte die Luft. Allmählich verdunkelte sich der Himmel, das fröhliche Gezwitscher der Vögel verstummte und im Wald herrschte Stille. Das Einzige, was man hörte, war das Rascheln von Blättern und das leise Pfotengetrippel von Beutetieren. Rabenfrost öffnete das Maul, schlich vorsichtig um den Lagerwall herum und schnupperte an jedem Ast. Aus dem Lager war das besorgte Miauen von vielen Katzen zu hören, Schneeschwinge müsste ihren Clangefährten wohl über das Verschwinden ihrer Jungen benachrichtigt haben. Der Kater riss die Augen auf, als ihm deutlich der Geruch von Wellenjunges und Fleckenjunges in die Nase stieg. Mit der Nase dicht am Boden rannte er in den Wald, die Vorstellung die beiden zu finden hatte sich in seinen Kopf gebohrt, weshalb er nicht einmal daran dachte, seine Gefährtin über seinen Fund zu informieren. Unbeirrt eilte er weiter zwischen den Bäumen umher, der Geruch seiner Jungen wurde immer stärker. Schließlich fand er sich auf einer kleinen Lichtung wieder, unter den Wurzeln einer Eiche konnte man gerade noch die Umrisse von zwei Fellbündeln erkennen.
    »Wellenjunges! Fleckenjunges! Dem Sternenclan sei Dank!« jaulte der Vater der beiden und sprang neben die Wurzeln des Baumes, kauerte sich hin und begann, seine Jungen sorgsam zu lecken. Wellenjunges drehte verwirrt den Kopf und riss die Augen weit auf, als er Rabenfrost sah.
    »Fleckenjunges! Fleckenjunges, Papa hat uns gefunden!« Der kleine Kater hob nun ebenfalls den Kopf und schmiegte sich schnurrend an seinen Vater. Dieser legte schützend den Schweif und die beiden und beobachtete liebevoll, wie sie sich an ihn kuschelten. Doch dann wurde sein Blick hart und er musterte die beiden:
    »Was habt ihr euch nur dabei gedacht.. Ihr wisst nicht, wie viele Sorgen wir uns gemacht haben. Der Wald ist groß und gefährlich, es gibt einen Grund, warum Junge das Lager nicht verlassen dürfen. Stellt euch vor, euch wäre etwas schlimmes passiert. Und diese Moosfiguren.. Das war zwar eine gute Idee, uns auszutricksen, aber ihr solltest euch bewusst sein, dass euer Handeln nicht richtig war. Bitte, macht so etwas nie wieder. Und jetzt ab ins Lager, ihr seid bestimmt erfroren« Beschämt senkten die kleinen Kater den Kopf und stiegen auf den Rücken ihres Vaters, damit dieser sie zum Lager bringen kann. Rabenfrost seufzte nur und macht sich langsam auf dem Weg zum Lager.

    Als die drei im Lager ankamen, wurden sie sofort von ihren Clangefährten umringt. Einige Katzen atmeten beruhigt auf, andere begannen verächtlich schnaubend zu tuscheln. Wellenjunges und Fleckenjunges stiegen vorsichtig von Rabenfrost auf den Boden und drückten sich aneinander, den Blick richteten sie auf ihre Pfoten. Schneeschwinge drängte sich zwischen der Menge hindurch und setzte sich neben die beiden und untersuchte sie nach Wunden. Sie schüttelte den Kopf, auch von ihr bekamen die beiden eine Standpauke:
    »Was.. Oh, meine Jungen.. Ihr habt mir so einen Schrecken eingejagt. Ihr wisst, dass ihr das Lager nicht verlassen dürft! Und diese Idee mit dem aufgehäuften Moos.. Wie seid ihr nur auf so einen Schwachsinn gekommen! Wegen euch musste ich eine Diskussion mit Seeglanz und Farnschatten halten, da ich nicht wusste, was los war. Ach, macht das nie wieder. Und jetzt ab mit euch in die Kinderstube.« Mit einer Schweifgeste scheute die Königin die beiden in den Bau und tappte zu den beiden Ältesten, welche am Rand des Lagers standen, um sich zu entschuldigen.
    »Es tut mir schrecklich leid, dass ich euch beschuldigt habe, es war nur-« weiter kam die Kätzin nicht, da sie von Seeglanz mit einem Schnurren unterbrochen wurde:
    »Ist schon gut, Schneeschwinge. Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Wir können dich gut verstehen, du wärst besorgt. Stimmt's, Farnschatten?« Der goldbraune Kater nickte zustimmend und Schneeschwinge warf den beiden einen dankbaren Blick zu, bevor sie sich umdrehte und in der Kinderstube verschwand. Dort lagen Wellenjunges und Fleckenjunges bereits in ihrem Nest, sie hatten sich dicht aneinander gelkauert und mieden den Blick ihrer Mutter. Diese legte sich seufzend neben sie und hauchte:
    »Ich kann euch nicht lange böse sein.. Aber bitte, macht das niemals wieder. Im nächsten Mond werde ich jeden eurer Schritte beobachten, bis ich mich versichert habe, dass ihr keinen Unfug mehr treibt. Ansonsten werde ich mit Dämmerstern reden und ihn fragen, ob ihr nicht doch länger Junge bleibt. Verstanden?« Niedergeschlagen nickten die beiden und schlossen die Augen.

    7
    Kapitel 4


    Endlich war der große Moment gekommen. Endlich waren beide Junge 6 Monde alt, sodass sie ihre Schülerzeit beginnen konnten. Ungeduldig duckte sich Wellenjunges unter den sanften Zungenstrichen seiner Mutter und sprang aus dem Nest:
    »Das genügt schon, Schneeschwinge.. Du putzt und jetzt schon seit Monden!« Dramatisch ließ sich der kleine Kater auf die Seite fallen, als sein Bruder, Fleckenjunges, zu ihm kam und sich mit einem Jaulen auf ihn schmiss:
    »Ich wette, dass ich einen besseren Mentor als du bekomme!« Wellenjunges knurrte gespielt und versuchte ihn abzuschütteln:
    »Du? Nein, auf keinen Fall! Bestimmt kriegst du nur jemanden wie Sonnenfeder oder Wolkensprung ab..« Er kicherte leise und sprang wild durch den Bau, wirbelte Moosfetzen auf, während sich das andere schwarz-weiße Junge nur mit Mühe noch an ihm festhalten konnte.
    »Pst! Ihr müsst schon etwas leiser sein.. Schwalbensonne und ihre Jungen schlafen noch. Beim Sternenclan, seht euch doch nur an.. So könnt ihr doch nicht zu eurer Schülerzeremonie gehen!« meinte Schneeschwinge kopfschüttelnd und zog die beiden auseinander. Wellenjunges' Blick wanderte zum anderen Eck des Baues, wo man drei kleine Gestalten neben einer Kätzin liegen sah. Erst vor wenigen Sonnenaufgängen waren die drei Jungen von Schwalbensonne und Eschenfrost zur Welt gekommen. Die Mutter der beiden fuhr ihnen noch einmal kurz über das Fell, bis von draußen Dämmersterns Ruf ertönte:
    »Alle Katzen, die alt genug sind, Beute zu machen, sollen sich hier, unter der Hochnase versammeln!« Mit angehaltenem Atem rannten die beiden Geschwister aus der Kinderstube und sausten auf die Lichtung, um sich neben ihren Vater zu gesellen, welcher seine Familie aufgeregt erwartete. Als sich auch Schneeschwinge neben die drei setzte und sich auch alle anderen Katzen versammelt haben, erhob der Anführer des Clans die Stimme:
    »Heute habe ich euch hier versammelt, um zwei Jungen zu Schülern zu ernennen. Wellenjunges, Fleckenjunges, bitte tretet vor.« Mit angespannt glänzenden Augen und zitternden Beinen traten die beiden Seite an Seite vor, als sich alle Blicke auf die beiden Jungen richteten, wuchs ihre Anspannung nur noch mehr. Was.. Wenn ich etwas falsch mache? Unruhig hob Wellenjunges den Blick und sah zu Dämmerstern empor, welcher jedoch nur zuversichtlich nickte, bevor er weitersprach:
    »Fleckenjunges, du bist nun sechs Monde alt und es ist an der Zeit, mit deiner Ausbildung zu beginnen. Von diesem Tag an, bis dieser Schüler sich seinen Kriegernamen verdient hat, wird er Fleckenpfote heißen. Ich bitte den Sternenclan, über diesen Schüler zu wachen, bis er in seinen Pfoten die Kraft und den Mut eines Kriegers findet.« Der schwarze Kater ließ seinen Blick kurz über das Lager schweifen, bis er an einer bestimmten Katze hängen blieb:
    »Abendwind, du hast dich als würdig genug erwiesen, um zum zweiten Mal einen Schüler auszubilden. Du wurdest von Plätscherwind hervorragend ausgebildet und hast bewiesen, dass du intelligent und stark bist. Du wirst der Mentor von Fleckenpfote sein und ich bin mir sicher, dass du dein Wissen an ihn weitergeben wirst.« Abendwind? Fleckenpfote bekommt den zweiten Anführer als Mentor! Mäusedreck, das.. Das ist nicht fair! Wütend beobachtete das Junge, wie sein Bruder zum zweiten Anführer schritt und leise schnurrend seine Schnauze gegen die seines neuen Mentors drückte. Wellenpfote holte tief Luft und beruhigte sich etwas. Ich sollte nicht so reagieren.. Fleckenpfote freut sich bestimmt sehr und ich sollte das ebenfalls für ihn tun. Mit aufgehellter Miene stand das dunkelbraun getigerte Junge nun allein unter der Hochnase und spitzt gespannt die Ohren, als Dämmerstern wieder begann, zu sprechen:
    »Wellenjunges, auch du bist nun sechs Monde alt und es ist an der Zeit, mit deiner Ausbildung zum Krieger zu beginnen. Von diesem Tag an, bis dieser Schüler sich seinen Kriegernamen verdient hat, wird er Wellenpfote heißen. Ich bitte den Sternenclan, über diesen Schüler zu wachen, bis er in seinen Pfoten die Kraft und den Mut eines Kriegers findet.« Der Anführer des Clans ließ seinen Blick durch das Lager schweifen und nickte knapp, bevor sich eine Kätzin den Weg nach vorne bahnte und sich neben Wellenpfote stellte. Der eben ernannte Schüler konnte seinen Augen kaum glauben und als Dämmerstern weitersprach, wäre er beinahe in Ohnmacht gefallen.
    »Sonnenfeder, du bist nun bereit, deinen ersten Schüler auszubilden. Du wurdest von mir selbst hervorragend ausgebildet und hast bewiesen, dass viel Kraft und Mut in dir steckt. Du wirst die Mentorin von Wellenpfote sein und ich bin davon überzeugt, dass du dein Wissen an ihn weitergeben wirst.« Wellenpfote riss die Augen weit auf und blickte seiner Mentorin sprachlos entgegen. Sonnenfeder soll meine Mentorin sein? Die zickigste, gemeinste und arroganteste Kätzin im gesamten Clan? Womit habe ich das verdient! Der junge Kater riss sich zusammen und berührte die Schnauze der Kätzin mit der seiner und trat mit gesenktem Kopf zurück. Aus den Augenwinkeln konnte er sehen, wie Aschenpfote und Bienenpfote leise kicherten, während Funkenpfote kurz davor war, laut los zu prusten.
    »Wellenpfote! Fleckenpfote! Wellenpfote! Fleckenpfote!« jubelten seine Clangefährten, jedoch hörte Wellenpfote sie kaum. Etwas ratlos hob er den Kopf und blickte Sonnenfeder an, welche seinen Blick ohne mit der Wimper zu zucken erwiderte. Langsam verklungen die Jubelrufe und Fleckenpfote erschien leise schnurrend neben seinem Bruder:
    »Das wird bestimmt toll. Wir mussten sechs Monde lang in der Kinderstube hocken und jetzt sind wir endlich Schüler. Ist das nicht wunderbar?«
    »Ja.. Klar. Wirklich sehr wunderbar« murmelte Wellenpfote und drehte ihm den Rücken zu. Er hat gut Reden! Immerhin ist er auch Schüler des zweiten Anführers.. Gerade wollte Fleckenpfote etwas erwidern, als Abendwind zu den beiden tappt und mit der Schweifspitze zum Lagerausgang deutete:
    »Ich werde Fleckenpfote das Territorium zeigen. Wollt ihr beiden mitkommen?« Der langhaarige Kater musterte Sonnenfeder fragend, doch diese schüttelte den Kopf:
    »Nein danke, Abendwind. Ich habe etwas anderes für Wellenpfote geplant.« Wellenpfote wollte protestieren, doch Fleckenpfote schüttelte den Kopf und bedeutete ihm damit, es lieber zu lassen. So beobachtete er missmutig, wie sein Bruder und sein Mentor das Lager verließen und wendete sich an Sonnenfeder. Ist das vielleicht meine Bestrafung, weil wir als Junge aus dem Lager gegangen sind?.. Nein, wenn das so wäre, müsste Fleckenpfote auch eine Strafe bekommen. Aber warum sie? Warum genau Sonnenfeder? Wahrscheinlich wird sie mir nur beibringen, wie man den Ältesten Zecken aus dem Pelz entfernt..
    »Wellenpfote! Hast du mir überhaupt zu gehört?« fauchte Sonnenfeder ihn an und der Schüler bemerkte, dass er ihr tatsächlich nicht zugehört hatte. Beschämt senkte er den Kopf und bemerkte den aufmunternden Blick seiner Eltern, welche am Rand der Lichtung saßen. Er seufzte leise und murmelte:
    »Nein, Sonnenfeder.. Es tut mir leid.« Sie verdrehte die Augen und schnaubte:
    »Dann würde ich dir raten, aufmerksamer zu sein, denn ansonsten wird das nichts aus deinem Kriegertraining. Und jetzt komm mit.« Kopfschüttelnd drehte sie sich um und tappte aus dem Lager. Verwirrt folgte Wellenpfote ihr und sog die süße Waldluft ein. Genauso war es auch, als wir uns aus dem Lager geschlichen haben.. Aber ich dachte, sie wollte mir das Territorium nicht zeigen?..

    Schweigend gingen Mentor und Schüler Seite an Seite durch den Wald, wobei Wellenpfote Sonnenfeder immer wieder aus den Augenwinkeln fragende Blicke zu warf. Diese bemerkte dies und schnaubte:
    »Willst du mich die ganze Zeit so anstarren oder wirst du endlich sagen, was los ist?« Der kleine Kater zuckte zusammen und sah die etwas zögerlich an:
    »Ich dachte, du hättest nicht vor, mir das Territorium zu zeigen?..« Die Kätzin seufzte und beschleunigte ihren Schritt immer mehr, weshalb sie schlussendlich durch den Wald rannte und zu ihrem Schüler sprach, ohne ihn anzusehen:
    »Du musst wissen, dass ich nicht gerne in Gesellschaft von anderen bin, klar? Wenn wir zu viert gegangen wären, würde mich Abendwind wahrscheinlich die ganze Zeit anquatschen und du und dein Bruder würdet ununterbrochen miteinander reden. Nein, das wäre katastrophal ausgegangen. Und.. Wir sind jetzt endlich angekommen.« Elegant blieb sie stehen und leckte sich kurz das zerzauste Fell, Wellenpfote, welcher Probleme gehabt hatte ihr zu folgen, kam nur schlitternd zum Stehen. Sonnenfeder schüttelte den Kopf und deutete mit der Vorderpfote auf das Land, welches vor ihnen lag:
    »Hier ist die Grenze zum Frostclan. Während wir in einem Wald leben, in dem sowohl Laubbäume und auch Nadelbäume wachsen, lebt unser Nachbarclan in einem dunklen Kiefernwald. Frostclan Katzen sind einfach furchtbar, die greifen wegen jeder Kleinigkeit an, als wäre die einzige Lösung für ihre Probleme ein Kampf. Da, erscheint es einen ziemlich merkwürdig, dass sie seit so langer Zeit nicht mehr angegriffen haben.. Aber präge dir ihren Geruch gut ein.« Wellenpfote reckte die Schnauze in die Luft und wich mit gesträubtem Fell zurück, als er den fürchterlichen Gestank, welcher von der anderen Seite der Grenze entgegen strömte, bemerkte.
    »Die stinken ja fürchterlich« meinte er mit gerümpfter Nase und schüttelt sich. Sonnenfeder nickte bestätigend:
    »So ist es. Und um ihnen klar zu machen, dass sie gefälligst in ihren Kiefernwald bleiben sollen, müssen wir täglich Grenzmarkierungen setzen.« Sie tappte zu einem Baum, welcher sich nur wenige Mäuselängen vor der Grenze befand und zeigte ihrem Schüler, wie man eine Duftmarke setzt. Eifrig tat es Wellenpfote ihr bei einem weiteren Baum nach.
    »Gut. Lass uns weitergehen. Unser Territorium ist groß und wir wollen ja nicht bis in die Nacht hier herumrennen« meinte die Kätzin und rannte in großen Sätzen die Grenze entlang, und zwar in die entgegengesetzte Richtung, aus der die beiden kamen. Nicht schon wieder.. Wellenpfote seufzte tief und folgte seiner Mentorin so schnell es seine noch etwas kurzen Beine zuließen.

    »Und hier ist der große Fluss« meinte Sonnenfeder, als sie nach gefühlten Monden stehengeblieben war und mit der Vorderpfote auf das sprudelnde Wasser des Gewässer direkt vor ihr deutete. Sie schüttelte den Kopf, als sie aus den Augenwinkeln bemerkte, wie Wellenpfote erst gerade eben mühsam keuchend zum Stehen geblieben ist:
    »Du hast eine katastrophale Ausdauer.. Daran werden wir arbeiten müssen. Naja, was auch immer.. Der Fluss eignet sich gut zum Fischen und zum Schwimmen, da das Wasser steppenweise tiefer wird und die Strömungen meistens nicht allzu stark sind. Er endet im Frostclan Territorium in einem kleinen See und entspringt irgendwo weit außerhalb der Clanterritorien.« 'Du hast eine katastrophale Ausdauer'.. Und wahrscheinlich bist du wie der Blitz durch den Wald gerannt, als du Schülerin wurdest, mh? Beinahe hätte Wellenpfote dies laut gesagt, besann sich aber zum Besseren und betrachtete seine Mentorin nur missmutig, während er ihr schweigend zuhörte. Diese machte sich jedoch nicht viel daraus und schnippt kurz mit der Schweifspitze, bis sie sich umdrehte und weiter rannte. Ihr Schüler seufzte nur und folgte ihr ohne dich zu beklagen, während sie voraus eilte und er nur schleppend hinter ihr her kam. Als die Kätzin nach einer Weile auf einer großen Lichtung stehenblieb und Wellenpfote sich neben sie gesellte, riss er beeindruckt die Augen auf und ließ seinen Blick über den Platz schweifen. Sonnenstrahlen fielen auf die offene Lichtung und tauchten sie in helles Licht, was den Schüler nur zu sehr an das Lager des Clans erinnerte. Er zuckte zusammen, als ihn die Stimme seiner Mentorin aus seinen Gedanken riss:
    »Das hier ist die Trainingskuhle. Durch den sandigen Untergrund verletzten sich die Schüler beim Trainieren nicht. Hier werden wir Kampftechniken üben.« Wann ich wohl endlich mit dem Kampftraining anfangen werde? Etwas sehnsüchtig ruhte sein Blick auf der Lichtung und als ob Sonnenfeder seine Gedanken lesen könnte, schüttelte sie den Kopf:
    »Aber es wird noch ein wenig dauern, bis du bereit für eine Kampftrainings Einheit bist.« Wellenpfote ließ sie Schultern hängen und folgte seiner Mentorin, welche sich umgedreht hatte und dieses Mal in einem mäßigen Tempo den Weg zum Lager einschlug.
    »Das genügt für heute. Die besten Plätze für die Jagd werde ich dir zeigen, wenn wir erst einmal mit dem Jagdtraining beginnen« miaute sie noch knapp, bevor die beiden wortlos ihren Weg fortsetzten.

    Als Schüler und Mentorin im Lager ankamen, verabschiedeten sie sich mit einem knappen Nicken voneinander. Wellenpfote beobachtete, wie Sonnenfeder sich zu Haselfrost gesellte, welcher am Frischbeutehaufen saß und sie schnurrend begrüßte. Während der Kater ihr eine Maus zuschob und die beiden sie sich teilten, sah sich der Schüler nach seinem Bruder um. Ob er schon mit Abendwind zurück ist? Naja, wahrscheinlich hatten die es viel amüsanter als ich mit Sonnenfeder. Er schnaubte leise, schüttelte sich kurz und machte es sich neben dem Schülerbau bequem. Mit den Beinen von seinem Körper weggestreckt legte er sich auf die Flanke und richtete seinen Blick starr auf den Lagereingang, als würde er erwarten, dass Fleckenpfote jeden Moment die Lichtung betreten würde. Dadurch bemerkte er nicht, wie sich Schneeschwinge zu ihm gesellt hatte und ihn besorgt musterte. Er hob den Kopf und blinzelte sie verwirrt an, wodurch seine Mutter zu sprechen begann:
    »Geht es dir gut, Wellenpfote? Bei deiner Zeremonie hast du so.. Wütend ausgesehen und nun wirkst du ziemlich abwesend. Ich weiß, Sonnenfeder ist so mürrisch wie ein hungriger Ältester, jedoch solltest du sie respektieren, da sie eine treue Kriegerin ist.« Ihr Sohn seufzte leise und blickte ihr tief in die blassblauen Augen:
    »Es geht mir gut, wirklich. Du meintest, ich sah wütend aus?..« Er schüttelte den Kopf:
    »Nein.. Ich war nur aufgeregt wegen der Schülerzeremonie. Es ist nichts weiteres.« Schneeschwinge betrachtete ihn noch etwas skeptisch, bevor sie nickte und ihn sanft mit der Schnauze an der Ohrspitze berührte:
    »Wenn es etwas gibt, worüber du sprechen möchtest.. Dein Vater und ich sind immer für dich da.« Damit wendete sich die Kätzin ab und verschwand im Kriegerbau.

    Es dauerte eine Weile, bis Fleckenpfote und Abendwind endlich das Lager betraten. Wellenpfote maunzte aufgeregt auf und erhob sich auf die Pfoten, um zu seinem Bruder zu tappen, welcher sich gerade von seinem Mentor verabschiedete. Als der zweite Anführer davonging und den Weg zum Kriegerbau einschlug, gingen die beiden Geschwister zum Frischbeutehaufen und legten sich nebeneinander hin. Wellenpfote nahm den ersten Bissen von einem Kaninchen und lauschte Fleckenpfote aufmerksam bei seiner Erzählung:
    »Unser Territorium ist wirklich unheimlich groß und so toll! Abendwind hat mir den Fluss gezeigt und hat mir sogar beigebracht, wie man den Geruch von Fuchs und Dachs unterscheiden kann. Die stinken abscheulich, das kann ich dir versichern! Er hat mir sogar erzählt, dass es einen Zweibeinerort gibt. Dort leben irgendwelche Dinger, welche auf zwei Beinen gehen. Die sehen wahrscheinlich ziemlich merkwürdig aus.. Wir waren auch noch bei der Frostclan Grenze. Ich frage mich, wie die dort leben können.. Dieser Kiefernwald ist einfach unheimlich. Genug von mir.. Was habt ihr eigentlich gemacht?« Etwas verlegen betrachtete Wellenpfote das Kaninchen zu seinen Pfoten und schluckte den zweiten Bissen von dem Tier hinunter. Er wusste, dass sein Bruder gerne redete und ziemlich übertreiben kann, jedoch hatte er nicht erwartet, dass er und sein Mentor so viel unternommen haben. Der Schüler murmelte:
    »Wir.. Sonnenfeder hat mir auch das Territorium gezeigt.« Fleckenpfote legte den Kopf schief und musterte ihn etwas zögernd:
    »Ich dachte, sie wollte dir etwas anderes beibringen?..« Der dunkelbraun getigerte schnaubte:
    »Sonnenfeder ist eben merkwürdig. Mal sagt sie dies, mal das Gegenteil davon. Lass uns jetzt einfach essen.« Sein Bruder blinzelte verwirrt, stellte aber keine weiteren Fragen und so teilten sich die beiden schweigend das Kaninchen.

    8
    Kapitel 5

    Am nächsten Morgen wurde Wellenpfote von einer Pfote geweckt, welche ihm unsanft in die Flanke gestoßen wurde. Er stöhnte und murmelte verschlafen:
    »Fleckenpfote, es ist zu früh.. Lass mich noch schlafen, du Mäusehirn..«
    »Nun, ich bin leider nicht Fleckenpfote. Und jetzt steh auf, ansonsten wirst du den ganzen Tag die Nester der Krieger auswechseln«, miaute eine raue Stimme und Wellenpfote zuckte zusammen, als er erkannte, zu wem die Stimme gehörte. Oh, Mäusedreck.. Schnell erhob sich der Schüler aus dem Nest, welches er sich gestern bei Sonnenaufgang noch rasch hergerichtet hatte und schüttelte sich. Mit grimmer Miene sah er gerade noch, wie Sonnenfeders Schweifspitze hinter dem Flechtenvorhang verschwand, welchen den Eingang des Schülerbaus darstellte. Während er sich hastig das vom Schlaf zerzauste Fell glättete, betrachtete er zerknirscht die Nester der anderen Schüler, welche bestimmt schon längst weg waren. Warum hat mich niemand geweckt? Ist Fleckenpfote etwa wütend auf mich, weil ich gestern so reagiert habe? Ratlos seufzte er und verließ den Bau, um mit zusammengekniffenen Augen in die Sonne zu blicken, welche gerade eben aufgegangen sein musste. Für ihn war es noch fremd, ohne die ständige Nähe des Pelzes seines Bruders neben ihm zu schlafen oder überhaupt so früh aufwachen zu müssen. Wellenpfote ließ seinen Blick über das Lager schweifen, seine Augen suchten die Lichtung nach seiner Mentorin ab. Als er sie ungeduldig wartend im Schatten der Dornenbarriere am Lagerausgang warten entdeckte, eilte er zu ihr und neigte den Kopf knapp vor der Kätzin.
    »Das hat aber auch wirklich lange genug gedauert. Die anderen Schüler haben schon längst das Lager verlassen, während du noch geschnarcht hast. Es wird ziemlich mühsam werden, dich so zu trainieren, dass du ein Krieger werden könntest.. Nun ja, aber immerhin hast du mich. Du kannst von Glück sprechen, da andere Mentoren wahrscheinlich schon nach zwei Sonnenaufgängen genug von dir hätten. Zu unkonzentriert, tollpatschig und ein Langschläfer« antwortete die Kätzin kopfschüttelnd und verließ das Lager in einem eher mäßigen Tempo, sodass ihr Schüler noch mithalten konnte. Glück? Ich soll glücklich sein, dass sie meine Mentorin ist? Pah. Da würde ich sogar lieber beim Frostclan leben, als meine Schülerzeit mit ihr zu genießen. Aber die wird ihre Zunge noch hüten, wenn sie erst einmal sieht, was ich kann. Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen folgte er seiner Mentorin schweigend, welche genau Richtung FrostClan Grenze marschierte.

    Unangenehm zauste ihm ein kräftiger Windstoß das Fell, während Wellenpfote den Kopf etwas hob und zu seiner Rechten blickte, wo ihm bereits der Gestank der FrostClan Katzen entgegen strömte. Noch hatte er mit keiner von ihnen Bekanntschaft gemacht, jedoch will er dies such nicht wirklich, da er sich den anderen Clan als unglaublich unsympathisch, total mäusehirnig und einfach arrogant vorstellt. Langsam gleitete sein Blick wieder auf die andere Seite, wobei er leise seufzend seine Mentorin betrachtete. Ihm gefiel diese ständige Distanz zwischen ihr und ihm nicht, da er sich unter seinem Mentor etwas mehr.. Mitfühlendes vorgestellt hat. Doch wenn er über Sonnenfeder nur so nachdenkt, stellt er sich die ganze Zeit über vor, wie viel Spaß alle anderen Schüler mit ihren Mentoren haben - vor allem Fleckenpfote. Der Bruder des dunkelbraun getigerten Katers war schon immer sehr positiv gestimmt gewesen und hat auch das Glück, den immer gut gelaunten und freundlichen Abendwind an seiner Seite zu haben. Im Gegensatz zu Wellenpfote, welcher oftmals ein großer Pessimist sein kann, selbst, wenn er es nicht will. Nun richtet er seine Augen wieder auf das, was vor ihm liegt und schnippt etwas missmutig mit der Schweifspitze, da er keine Ahnung hat, was es ihm bringen soll, wenn er sich nur an der Grenze aufhält. Er will sie aber auch nicht danach fragen, da er ihre spitzen Antworten gar nicht leiden kann - und das, obwohl er gerade mal zwei Sonnenaufgänge ihr Schüler ist. Die Aufmerksamkeit der beiden sich schweigend bewegenden Katzen würde durch ein lautes Fauchen weiter vor ihnen angeregt.
    »Was war das?« miaute Wellenpfote mit schief gelegten Kopf, jedoch spannte Sonnenfeder bereits die Muskeln an und sprintete in die Richtung, aus der das Fauchen gekommen war. Er blinzelte kurz etwas verwirrt, bevor auch er mit aller Mühe auf die Quelle des Geräusches zu rannte. Keuchend blieb er stehen und beobachtete mit zu Schlitzen verengten Augen, wie Dämmerstern, Abendwind und Fleckenpfote fauchend nebeneinander standen und mit wütend blitzenden Augen auf vier andere Katzen blickten, welche auf der anderen Seite der Grenze mit gesträubten Pelzen standen. Wellenpfote blieb am Rand des Geschehens und war wie erstarrt, da er keine Ahnung hatte, was er tun sollte. Jedoch bemerkte Sonnenfeder dies und schob ihn grob zu den SturmClan Katzen, bis er sich neben Fleckenpfote wiederfand. Die Kätzin positionierte sich derweil neben Abendwind, ihre Zähne drohend gefletscht und das Nackenfell aufgestellt. Ihr Schüler, welcher sich etwas hilflos vorkam, ahmte seinen Bruder nach und kauerte sich ebenso wie er auf den Boden, stieß warnende Fauchlaute aus und peitschte mit dem Schweif, obwohl ihm nicht einmal bewusst war, was der Grund für das Ganze war. Doch bevor er sich Gedanken darüber machen konnte, legte Dämmerstern sein Fell an und schritt langsam nach vorne, seine Krallen waren ausgefahren und in seinem Blick war eine Flamme der Wut zu erkennen. Knapp eine Mäuselänge vor der Grenze blieb er stehen und begann bemüht ruhig zu sprechen, wobei es nicht schwierig war, zu erkennen, dass es ihm nicht einfach fiel, seine Wut zu unterdrücken:
    »Wäre eine eurer Katzen so freundlich und könnte mich darüber aufklären, warum ich gerade eben Zeuge eines Szenarios wurde, in dem eure flohverseuchten Pelze auf dem Territorium des SturmClans vorzufinden waren?«
    Eine reinweiße Kätzin, welche sich ungefähr in dem Alter von Wellenpfote und Fleckenpfote befinden müsste, stieß ein empörtes Fauchen aus und wollte sich auf den Anführer des Clans stürzen, wobei sie jedoch von einem dunkelbraun gestreiften Kater zurückgehalten wurde. Ein stämmiger, hellbraune Kater zuckte gereizt mit der Schweifspitze und näherte sich Dämmerstern so weit, dass kaum noch eine Schnurrhaaresbreite Abstand zwischen den beiden gab. Der Hellbraune ließ ein leichtes Grinsen seine Lippen umspielen und wirkte gelassen, während er den schwarzen Kater ihm gegenüber verächtlich betrachtete:
    »Ach, Dämmerstern.. Die Zeiten ändern sich. Der Frostclan hat sich schon zu lange von euch arroganten Mäusehirnen herumschubsen lassen. Unser Clan ist schon immer der gewesen, welcher mit seinem Geschick und seiner Intelligenz überlegen war. Wir beanspruchen mehr Territorium, damit wir unsere viel weiter ausgeprägten Fähigkeiten ausüben können. Nun.. Und genau dafür eignet sich eures ziemlich gut. Ich erwarte nicht, dass du das verstehst, Dämmerstern. Jedoch sollte dir eines klar sein.. Bald kannst du dich von deinem Territorium verabschieden.«
    Mit weit aufgerissen Augen beobachtete Wellenpfote die beiden Katzen und bemerkte aus den Augenwinkeln, wie Sonnenfeder die Zähne fletschte. Unbeeindruckt zuckte Dämmerstern mit dem Ohr:
    »Du hast eine blühende Fantasie, Felsensprung. Wir beide wissen, dass jedes deiner Worte eine Lüge sind. Meinetwegen kannst du das bestreiten, jedoch ist der SturmClan nicht so mäusehirnig, wie du es denkst. Wenn ihr es noch einmal wagen solltet, euch hier blicken zu lassen, zerreißen meine Krieger jeden von euch in Fetzen. Und.. Dabei würden wir nieamenden verschonen..« Der Anführer trat einige Schritte zurück und drehte sich um. Rasch warf er seinen Katzen einen Blick zu, bevor er im Gebüsch verschwand und ihm die restlichen Katzen seines Clans folgten. Sichtlich verwirrt bildete Wellenpfote mit seinem Bruder das Schlusslicht und warf den Frostclan Katzen einen letzten Blick zu, wobei er sah, dass diese triumphierend der Gruppe hinterher sahen. Verärgert schnaubte der dunkelbraun getigerte Kater und richtete seinen Blick wieder geradeaus, den Pelz immer noch ungewollt gesträubt. Er seufzte und flüsterte Fleckenpfote ins Ohr:
    »Kannst du mir erklären, was da los war?«
    Dieser nickte und begann eifrig zu erzählen, in seinen Augen lag Aufregung, jedoch war auch ein gewisses Maß an Wut in seinem Blick zu erkennen:
    »Also.. Das fing so an: Zuerst waren Abendwind und ich im Wald, er hat mir gerade etwas vom Frostclan erzählt, als er plötzlich zur Grenze gerannt ist. Wahrscheinlich hat er etwas gewittert, aber ich bin ihm sofort hinterher gerannt und dann standen da plötzlich fünf Katzen aus diesem widerlichen Frostclan!«
    Plötzlich legte der schwarz-weiße Schüler eine Pause ein, doch bevor Wellenpfote ihn fragen konnte, was los war, begann er schon weiterzuerzählen:
    »Eh.. Abendwind fragte sie, was sie wollten, doch die lachten nur. Dann kam auf ein Mal Dämmerstern dazu und hat die gemeinsam mit Abendwind so angeknurrt, sodass sie schnell auf ihre Seite gewichen sind. Und dann seid ihr beiden auch noch dazu gekommen und die Frostclan Katzen waren kurz verwirrt - kein Wunder, wenn innerhalb kurzer Zeit so viele von uns auftauchen. Naja, den Rest kennst du halt. Was hältst du von dem Ganzen? Glaubst du, Dämmerstern hätte sich auf einen Kampf einlassen sollen?«
    Der dunkelbraune blickte kurz etwas nachdenklich in die Ferne, bis er überzeugt antwortete:
    »Also, ich hätte mich auf den Kampf eingelassen. Die sind immerhin auf unserem Territorium gewesen! Und ich finde es mäusehirnig, dass Dämmerstern die einfach laufen lassen hat. Wahrscheinlich werden sie jetzt glauben, dass sie ganz einfach jederzeit in unser Territorium kommen können und wir nichts dagegen unternehmen würden..«
    Fleckenpfote öffnete das Maul, um etwas zu erwidern, als von weiter plötzlich dir Stimme von Sonnenfeder erklang:
    »Wellenpfote! Komm sofort hierher!«
    Zerknirscht legt dieser die Ohren zur Seite und blickte seinen Bruder missmutig an, da seine Mentorin sich bestimmt wieder bei ihm beschweren will. Er nickt dem anderen Schüler kurz zu und eilt seufzend voraus, bis er sich neben die graue Kätzin stellt, welche mittlerweile stehengeblieben war. Auch der Anführer und der zweite Anführer waren stehen geblieben und warfen ihr einen fragenden Blick zu, doch sie schüttelte den Kopf und miaute nur:
    »Eigentlich hatte ich für heute andere Pläne, jedoch habe ich mich unentschieden und werde jetzt schon mit Wellenpfote unseren Plan beginnen.«
    Dämmerstern nickte:
    »So sei es. Abendwind, willst du ebenfalls schon mit dem Programm beginnen?« Der schwarze Kater wand sich an den weißen, welcher jedoch den Kopf schüttelte. Vollkommen verwirrt sah Wellenpfote seinen Bruder an, welcher aufgeholt hatte und dem knappen Gespräch gelauscht hatte. Was für ein Programm? Um welchen Plan geht es hier? Doch der schwarz-weiße erwiderte nur seinen Blick und folgte schulterzuckend seinem Mentor, welcher dich umgedreht hatte und hinter Dämmerstern im Unterholz verschwunden war. Nun waren nur noch Wellenpfote und Sonnenfeder auf der kleinen Lichtung, auf der sie halt gemacht hatten - eine komischerweise immer wieder zurückkehrende Situation, welche der Schüler nur allzu sehr hasste. Seine Mentorin betrachtete skeptisch die Umgebung, bis sie mit der Schweifspitze zuckte und sich in Bewegung setzte. Während der dunkelbraune Kater ihr folgte, begann sie ihn aufzuklären:
    »Du hast diese Blamage gerade eben selbst gesehen, als wir auf den Frostclan stießen. Glaub nicht, dass ich nicht gehört habe, was dein Bruder und du relativ laut miteinander besprochen haben. Was glaubst du, wäre passiert, wenn sich zwei eben ernannte Schüler neben drei erfahrenen Kriegern in das Gefecht stürzen würden?« Abfällig blickte sie auf ihren Schüler herab, beschleunigte ihren langsamen Gang zu einem gemütlichen Traben und fuhr fort, ehe sie ihm Zeit lassen konnte, eine Antwort zu geben:
    »Die drei erfahrenen Krieger hätten sich nicht nur selbst gegen die Gegner verteidigen müssen, sondern hätten auch auf euch achten müssen, da ihr keine Ahnung vom Kämpfen habt. Wie Junge wärt ihr hilflos herumgestanden. Dämmerstern ist ein sehr kluger Kater, klüger, als du es vielleicht jemals sein wirst. Ihr hättet umkommen können, wenn er die Erlaubnis zum Kampf gegeben hätte. Und ich weiß nicht, ob du es bemerkt hast, jedoch war der Frostclan bis heute sehr ruhig. In den letzten Monden gab es kaum Zusammenstöße mit ihnen, was ziemlich ungewöhnlich ist. Im Clan geht schon seit langem das Gerücht herum, dass bald ein Kampf stattfinden wird. Am Weg hierher haben wir uns unterhalten und besprochen, dass jede Katze, sogar jeder Älteste, im Clan mindestens ein paar Kampfübungen durchführen muss, da wir vorbereitet sein wollen. Nun, und da du eben eine Katze aus unserem Clan bist, wird es wohl oder übel passieren, dass du so früh schon dein erstes Kampftraining bekommst.« Normalerweise wäre der Schüler jetzt von ihrem Kommentar über seine Intelligenz beleidigt gewesen, jedoch kann er nun kaum fassen, was wirklich vor dich geht. Er, Wellenpfote, wird an seinem zweiten Sonnenaufgang als Schüler bereits sein erstes Kampftraining haben. Heiliger Sternenclan, das wird bestimmt toll! Aufgeregt blickte er seine Mentorin an und bearbeitete ungeduldig den Boden unter seinen Pfoten, wodurch die Kätzin die Augen verdrehte:
    »Führ dich aber nicht wie ein Junges auf, welches gerade zum ersten Mal die Kinderstube verlässt, klar?« Sonnenfeder beschleunigte ihr Tempo noch etwas, bis die beiden schlussendlich durch den Wald rannten, wobei es ihrem Schüler nichts ausmachte, dass sie schon wieder vorausgeprescht war. Etwas verträumt umnebelten seinen Kopf wunderbare Gedanken, in denen er sich selbst auf der Trainingslichtung sah, wie er verschiedene Kampftechniken ausübte und danach vor Fleckenpfote damit prahlen konnte.

    Auf dem Trainingsplatz angekommen, setzte sich die Mentorin des Schülers an den Rand der sandigen Lichtung und zuckte genervt mit dem Ohr, während sie ihn wartete. Als er leicht keuchend kurze Zeit später ankam, begann sie wieder zu sprechen, wobei sie den ersten Satz eher leise vor sich hin murmelte:
    »Heiliger Sternenclan, das kann aber heiter werden.. Nun gut. Als erstes musst du wissen, dass du jetzt noch viel weiter unterlegen als die meisten deiner Gegner sein wirst. Du bist noch relativ klein, kannst deine Größe jedoch mit etwas Geschick schnell ausgleichen. Viele Krieger sind sehr groß, weshalb sie nicht so flink und schnell wie du reagieren können. Das ist eigentlich auch der wichtigste Fakt, an den wir uns die nächsten Tage halten werden. Ist das verständlich?«
    »Ja, ja.. Klar. Können wir jetzt anfangen?«, kam die ungeduldige Antwort von Wellenpfote, der mit leuchtenden Augen unruhig auf der Stelle tänzelte. Daraufhin ließ seine Mentorin ein genervtes Schnauben ertönen, bis sie sich erhob und in die Mitte der Lichtung stolzierte. Mit einer Schwanzbewegung bedeutete sie ihm, sich zu ihr zu gesellen und miaute knapp:
    »Stell dich hier mit einer Schwanzlänge Abstand vor mich hin.«
    Gehorsam befolgte der Schüler ihre Anweisung und spitzte erwartungsvoll die Ohren, um seine Aufgabe zu empfangen. Die Kätzin blickte ihn lange an, sein Fell kribbelte unangenehm und er legte den Kopf verwirrt zur Seite. Plötzlich zogen sich ihre Mundwinkel leicht nach oben, sodass ein Grinsen auf ihrem Gesicht zu sehen war, bis sie mit einem kleinen Satz neben ihm landete und den dunkelbraun getigerten Kater mit einem kräftigen Stoß zur Seite schmiss. Überrascht ließ dieser ein Jaulen ertönen und landete vollständig im Sand, konnte jedoch nicht aufstehen, da seine Mentorin ihre beiden Vorderpfoten auf seine Schultern gelegt und ihn so am Boden fixiert hatte. Aus dem Augenwinkel konnte er sehen, wie ihre Schnurrhaare amüsiert zuckten, worauf er gedämpft knurrte:
    »Was war das gerade! Ich dachte, wir wollte hier Kampftraining machen!«
    Die graue Kätzin schüttelte den Kopf und seufzte:
    »Ach, Wellenpfote. Kampftraining funktioniert nicht so, in dem wir uns blind aufeinander stürzen. Als erstes kommt die Theorie und erst dann darfst du deine Gedanken in die Tat umsetzen. Das da gerade eben.. Man kann sich Bewegungen besser vorstellen, wenn man sie sieht - beziehungsweise Teil der Ausführung ist.«
    Verständnislos blickte er sie mit dem einen Auge, welches nicht in den Boden gedrückt wurde, an und wusste nicht wirklich, was er darauf antworten sollte. Mit einem leichten Kopfschütteln hob Sonnenfeder endlich ihre Vorderpfoten von der Schulter ihres Schülers und beobachtete, wie dieser erleichtert aufseufzte und sich erhob. Er schüttelte sich den Sand aus dem Pelz, wobei seine Mentorin sich fauchend duckte, da überall Sandkörner herumflogen.
    »Entschuldigung« murmelte er und senkte den Kopf, jedoch konnte die Kätzin die Belustigung in seinem Blick deutlich erkennen. Mit einem relativ scharfen Unterton bei ihren ersten Sätzen fährt sie fort:
    »Vergiss nicht, dass ich deine Mentorin bin, Wellenpfote. Ich könnte dich jederzeit zu der Pflege der Ältesten verdonnern, also achte auf deine Wortwahl.. Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja. Diese kleine Attacke gerade eben habe ich nicht gemacht, weil es mir Spaß macht. Sag mir: Wie würdest du dich verteidigen, wenn du mitbekommen hättest, dass ich, als dein Gegner, dich umstoßen will?«
    Nachdenklich betrachtete er seine Vorderpfoten und brauchte einige Zeit, bis er den Kopf hob und überzeugt nickte:
    »Naja.. Ich hätte ausweichen können, in dem ich mich vielleicht zur Seite rolle oder nach vorne springe. Oder.. Oder.. Ja, ich könnte auch in die Höhe springen und versuchen, auf dem Rücken meines Gegners zu landen.«
    »Gut. Da du aber noch lange nicht so fortgeschritten bist, um einen halbwegs gezielten Sprung zu vollführen, werden wir die einfachste aber immer noch relativ effektive Übung auswählen. Jetzt wiederhole ich den Angriff und du Roller dich auf deiner Schulter ab. Versuch danach sofort auf die Pfoten zu kommen und dich zu deinem Gegner zu richten«, kam die Antwort der grauen Kätzin und schon brachten sich beiden Katzen in Position. Aufregung flackerte immer noch im Blick des Schülers, seine Augen richteten sich jedoch aufmerksam auf seine Mentorin. Diese kniff die Augen leicht zusammen, spannte die Muskeln an und stieß sich beinahe lautlos vom Boden ab. Ein Luftstoß zog an dem Kater vorbei, er konnte Bewegungen neben sich wahrnehmen und rollte sich wie auf ein stummes Kommando schnell zur Seite. Um ein Haar hätte ihn die ausholende Pfote von Sonnenfeder erwischt, jedoch stand er nun angriffsbereit wieder auf allen vier Pfoten und fixierte sie fest mit seinem Blick. Anscheinend zufrieden zuckte die Kätzin mit der Schweifspitze und nickte ihm knapp zu:
    »Für den Anfang ist das ganz akzeptabel. Dies ist jedoch nur eine einfache Übung, sie wird dir im Kampf nur wenige Sekunden Schutz bieten. Heute werden wir uns den restlichen Tag mit weiteren simplen Ausweichübungen beschäftigen, morgen könnte wir eventuell mit dem Angriff beginnen. Fahren wir fort.. Wie vorhin erwähnt wirst du im Kampf deine Größe zu deinem Vorteil machen. Dies gilt nicht nur für die Verteidigung, sondern auch für den Angriff. Bedenke immer, dass du nicht sonderlich viel Kraft haben wirst, dein Gegner wird dich wegen seiner Größe jedoch leicht umwerfen können.«
    Aufmerksam lauschte Wellenpfote den Erklärungen der Kätzin, trotz der vielen Theorie, welchem manchen langweilig erscheinen könnte, findet er alles unglaublich interessant. Gebannt folgte er mit den Augen ihren Pfotenschritten, als seine Mentorin einige Schritte rückwärts ging und die beiden sich wieder gegenüber standen. Unwillkürlich spannte der Schüler seine Muskeln an, da er wieder einen Überraschungsangriff erwartete, jedoch bedeutete die Kätzin ihm mit einem Kopfschütteln genau das Gegenteil. Kurz kam es dem dunkelbraun getigerten Kater so vor, als würde Ungeduld in ihrem Blick aufblitzen, jedoch hatte er keine Zeit, weiter darüber nachzudenken, da seine Mentorin erneut sprach:
    »Dieser Trick ist eigentlich relativ einfach zum Ausführen, man muss aber ein gewisses Maß an Schnelligkeit und Geschick besitzen. Nun. Wenn du und dein Gegner euch gegenüber steht und er keinen Angriff startet, ist das deine Chance. Beginn plötzlich direkt auf deinen Gegner zu zu rennen, mach jedoch ungefähr eine Schwanzlänge vor den Kopf deines Gegners eine Kurve nach links oder rechts und zieh ihm im Vorbeilaufen die Krallen über die Flanke. Wenn du schnell genug bist, stell dich hinter deinen Gegner und beiß ihm kurz in das Hinterbein oder in den Schwanz. Wenn du dafür keine Zeit hast und sich dein Gegner zu dir umdreht, hast du einige Sekunden Zeit, um dich gegen einen Angriff zu wappnen. Das sollte verständlich sein, nicht?« Aber.. Wollte sie nicht gerade Ausweichübungen machen?
    »Nun ja..«, miaute Wellenpfote zögerlich, jedoch unterbrach ihn Sonnenfeder mit einem Schnippen ihrer Schwanzspitze:
    »Gut. Dann versuch den Zug bei mir.«
    Elegant kauerte sich die Kätzin auf den Boden, ihre Augen fixierten den Kater gegenüber von ihr und er musste unter ihrem Blick schlucken. Kurz holte er tief Luft und begab sich einige Schritte zurück, er war etwas unruhig, da ihm diese Übung nicht gerade einfach vorkam. Er spannte die Hinterbeine an und sprang mit Schwung vorwärts, der Schüler rannte direkt auf die graue Kätzin zu, sein Blick richtete sich auf ihre rechte Schulter. Gezielt vollführte er eine scharfe Kurve auf die rechte Seite und hob die Pfote, um ihr einen vorgetäuschten Schlag über die Flanke zu verpassen, als er plötzlich von etwas hartem in die Schulter gerammt wurde und er taumelnd zur Seite fiel. Was, bei Sternenclans Namen, hat diese Kätzin mit ihren blöden Überraschungsangriffen! In seinem Blick lag Wut, schob wieder war sein Pelz voller Staub und Sand. Schnaubend erhob er sich auf die Pfoten und sah die amüsiert und zugleich verächtlich blitzenden Augen seiner Mentorin. Bemüht, nicht zu knurren, meinte er:
    »Warum? Warum schon wieder so eine Attacke aus dem Nichts?«
    Stille war die Antwort auf seine Frage. Eiskalt durchbohrten ihn die Augen seiner Mentorin, bis der Schüler merkte, wie er langsam in sich zusammen schrumpfte. Verwirrung war im Blick des jungen Katers zu entdecken, er konnte sich nicht erklären, warum die Kätzin plötzlich so erbost sein könnte. Unruhig schnippte er mit der Schweifspitze, bis Sonnenfeder endlich wieder begann zu sprechen, wobei ihre Stimme einen undefinierbaren Ton hatte:
    »Das genügt für heute. Ab ins Lager mit dir.«
    Damit drehte sie sich um und marschierte ohne ein weiteres Wort zu sagen in den Wald, wobei sie jedoch die entgegengesetzte Richtung zum Lager einschlug. Ratlos blieb Wellenpfote allein auf der Lichtung stehen, bis er den Kopf schüttelte und sich zum Lager aufmachte. Etliche Fragen kreisten in seinem Kopf herum, er konnte sich einfach nicht vorstellen, warum die Kätzin plötzlich so reagiert haben könnte. Hm.. Ist sie wütend auf mich, weil ich sie so angeknurrt habe? Frustriert schnaubend betrat er das Lager und entdeckte zufrieden seinen Bruder Fleckenpfote neben dem Frischbeutehaufen. Mit aufgehellter Miene ging er auf ihn zu und schob die Gedanken an seine Mentorin zur Seite. Schnurrend begrüßte ihn der schwarz-weiße Kater und schnippte mit der Schweifspitze auf den Platz neben ihm, um ihm zu bedeuten, dass, er sich zu ihm gesellen sollte.
    »Hey Wellenpfote. Nah, hast du das Training mit dem Ungeheuer überlebt?« meinte Fleckenpfote schnurrend zu seinem Bruder. Dieser zuckte belustigt mit den Schnurrhaaren und legte den Kopf zur Seite:
    »Gerade noch. Aber.. Sonnenfeder ist auch echt merkwürdig. Zuerst will sie heute nur Abwehrübungen machen, dann will sie plötzlich eine Angirffstechnik machen.. Und am Ende der Einheit hat sie mich irgendwie total komisch angesehen und wirkte ziemlich.. Keine Ahnung, irgendwie verärgert.«
    »Hmm.. Ein unerklärliches Phänomen kann man da nur sagen. Obwohl.. Sonnenfeder ist auch allegemein etwas komisch« war die Antwort des anderen Katers und die beiden verbrachten den Rest des Tages damit, sich miteinander zu unterhalten, bis sie sich nach einiger Zeit in den Schülerbau begaben und sich zur Ruhe legten.

    9
    Kapitel 6


    »Silberflamme, Honigdorn, Wolkensprung, Schattenspringer, Rabenfrost, Lichtfeder, Aschenpfote, Wellenpfote, Bienenpfote, Fleckenpfote und Funkenpfote werden uns heute auf die große Versammlung begleiten« hallte die Stimme von Dämmerstern klar und deutlich durch das Lager und die meisten Blicke der Versammelten wanderten zu den fünf Schülern, die nebeneinander saßen und den Worten des Anführers gelauscht hatten. Von überall begannen die Krieger leise miteinander zu tuscheln, immer wieder hoben Katzen ihre Köpfe und sahen ihren Anführer verständnislos an, bis Wolkensprung sich auf die Pfoten erhob und zu Dämmerstern sprach:
    »Dämmerstern.. Ich will deine Entscheidungen zwar nicht in Frage stellen, jedoch.. Warum schickst du gleich alle fünf Schüler auf die Versammlung? Für.. Für gewöhnlich kommen doch nur einige mit.« Während der Kater seine Frage dem Anführer geäußert hatte, herrschte angespannte Stille, nun miauten die Katzen des SturmClans ihre Zustimmung. Der hochgewachsene, schwarze Kater erhob seine Stimme und antwortete:
    »Dies wird die erste Versammlung für Wellenpfote und Fleckenpfote sein, weshalb ich mir dachte, dass wir Bienenpfote, Funkenpfote und Aschnepfote mitschicken sollten, damit diese ihnen ihre Fragen beantworten können und ihnen erklären, wie eine Versammlung abläuft.« Nur zu deutlich war der spitze Unterton in der Stimme des Anführers zu hören gewesen, beschämt blickten alle Katzen, die seine Entscheidung hinterfragt hatten, zu Boden. Nur Wellenpfote und Fleckenpfote warfen unsichere Seitenblicke zu den drei älteren Schülern, welche deren Blicke nur skeptisch erwiderten. Wellenpfote schluckte. Er wusste nur zu gut, dass die drei Schüler alle von viel Arroganz geprägt wurden und hatte nicht vergessen, wie die drei kurz davor gewesen waren, ihn lauthals auszulachen, weil er Sonnenfeder als Mentorin bekommen hatte. Doch bevor auch nur einer der fünf Schüler etwas sagen konnte, fuhr Dämmerstern fort:
    »Alle genannten Katzen sollten sich den Rest des Tages ausruhen. Es wird eine lange Wanderung.« Damit drehte sich der Kater um und verschwand in seinem Bau, wobei die Versammlung damit beendet war. Die Katzenmenge löste sich auf, die meisten aufgerufenen Krieger tappten in ihre Baue, andere ließen sich am Rand des Lagers nieder, während sich die nicht genannten Katzen ihren Aufgaben widmeten. Die fünf Schüler blieben nun allein mitten auf der Lichtung stehen. Unruhig trat Fleckenpfote neben Wellenpfote von einer Pfote auf der anderen, auch er schien zu wissen, dass es mit den dreien kaum lustig zu gehen kann. Die drei hatten sich einige Schritte entfernt und berieten sich hektisch, als Abendwind zu den Schülern kam und freundlich meinte:
    »Wie wäre es, wenn ihr euch alle in den Schülerbau begebt, um euch gegenseitig über die Versammlung aufzuklären? Ich habe mich gerade mit euren Mentoren unterhalten und wir haben beschlossen, dass ihr euch den Rest des Tages frei nehmen könnt, nachdem ihr von Sonnenaufgang bis Sonnenhoch bereits trainiert habt und heute die große Versammlung ist.«
    »Selbstverständlich, Abendwind« miaute Aschenpfote und verneigte sich übertrieben tief vor dem zweiten Anführer, welcher kurz nickte, sich umdrehte und im Kriegerbau verschwand.
    Funkenpfote seufzte und deutete mit der Schnauze auf den Schülerbau:
    »Bringen wir die Sache so schnell wie möglich hinter uns..« Kaum nachdem sie diese Worte auch ausgesprochen hatte, zuckte sie mit den Schultern und schlenderte gelassen in den Bau der Schüler. Bienenpfote folgte der roten Kätzin mit einem abwertenden Seitenblick auf Wellenpfote und Fleckenpfote und Aschenpfote ging hinter den beiden her. Auch Fleckenpfote setzte sich in Bewegung und flüsterte seinem Bruder im Vorbeigehen zu:
    »Das kann ja interessant werden..« Mit wenig Begeisterung schob sich auch Wellenpfote durch den Eingang des Baues und machte es sich in dem Nest bequem, welches direkt neben dem seines Bruders lag. Angespannt sah der dunkelbraune zu den älteren Schülern, dessen Nester am anderen Ende des Baus eingerichtet waren. Einige Zeit herrschte eine unangenehme Stille, bis Bienenpfote gelangweilt meinte:
    »Also, ihr beiden.. Blamiert euch dort ja nicht. Bleibt einfach still und guckt interessiert in die Menge, setzt euch neben eure Mentoren und wartet, dass das Ganze ein Ende findet. Ihr werdet das schon schaffen.« Die anderen beiden Schüler nickten nur, ließen sich auf die Flanken fallen und wollten damit beginnen, zu plaudern, als sich Fleckenpfote schnaubend aus seinem Nest erhob und Bienenpfote anfuhr:
    »Nennst du das eine Erklärung? Ich bin mit sicher, dass es Dämmerstern gar nicht gefallen wird, wenn er das hören würde.« Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, ging der Kater einige Schritte auf den Ausgang des Baues zu, dicht gefolgt von Wellenpfote, welcher seinen Bruder unterstützen wollte. Aschenpfote ließ ein genervtes Knurren ertönen und hob den Kopf:
    »Wenn du das wagst..« Langsam richtete er sich auf, bis er aufrecht in seinem Nest saß, eine Drohung lag in seinen Augen, während der graue Kater die Vorderpfote hob und lange, scharfe Krallen erscheinen ließ. Wellenpfote ging einen Schritt auf Aschenpfote zu, seine Augen zu Schlitzen verengt und sein Pelz zornig gesträubt, während er fauchte:
    »Du willst Fleckenpfote verletzen, weil ihr eine simple Aufgabe nicht erfüllen könnt? Pah! Und was wollt ihr Dämmerstern dann erklären? "Ich bin ausgerutscht und habe dabei ganz zufällig einen Schüler verletzt?"« Mittlerweile hatten sich auch die anderen beiden Schülerinnen erhoben und hatten den dunkelbraunen Kater misstrauisch gemustert, bis sich dieser umgedreht hatte und zielgenau auf den Ausgang des Schülerbaus marschiert ist. Doch bevor er sich durch den Ausgang quetschen konnte, spürte er Zähne in seinem Nackenfell und wurde in der nächsten Sekunde mit einem abrupten Schlag gegen die Wand des Schülerbaus geschleudert. Hektisch schnappte der Kater nach Luft, ihm wurde kurz schwarz vor Augen, während er einen stechenden Schmerz an seinem Kopf spürte, welcher sich anfühlt, als hätte ihm jemand eine Kralle in den Schädel gerammt. Stöhnend und nur auf zittrigen Beinen erhob er sich und schüttelte den Kopf, um wieder eine klare Sicht zu bekommen. Sein Blick fiel auf Aschenpfote, welcher provokant lächelnd an der Stelle stand, an der Wellenpfote erst vor kurzem gewesen ist. Der jüngere Schüler wollte gerade den Mund öffnen, um etwas zu sagen, kippte jedoch zur Seite, wo er jedoch nicht auf den Boden fiel, sondern sich an der Schulter seines Bruders abstützte. Langsam schloss der dunkelbraune Kater die Augen und versuchte den Schmerz zu ignorieren, während er immer noch an die Schüler von Fleckenpfote gelehnt, von einer überraschenden Müdigkeit überrrolt wurde. Wie aus der Ferne nachhallend bemerkte er das wütende Fauchen und Knurren seines Bruders, welches jedoch nur von gelassenen Worten der anderen Schüler erwidert wurde. Ohne wirklich eines der Worte verstehen zu können, stöhnte er noch ein einziges Mal vor Schmerz, bis er endlich einschlief.

    »Hey, Wellenpfote.. Es wird Zeit, dass, wir aufbrechen« murmelte, eine Stimme neben dem dunkelbraunen Schüler, welcher tief schlafend in seinem Nest lag. Langsam hob dieser den Kopf und blinzelte die Katze, die neben seinem Kopf erstmals verwirrt an, als er erkannte, dass es sein Bruder war.
    »Hallo.. Mäusedreck, mein Kopf..« murmelte Wellenpfote und schüttelte den Kopf, während ihm immer mehr Erinnerungen an das Ereignis von vor kurzem in den Gedanken aufkamen. Sein Bruder blieb stumm und ließ seinen Blick zu den momentan leeren drei Nestern schweifen, in denen die anderen Schüler schliefen und fauchte wütend. Fleckenpfote beugte sich zu dem anderen Kater und flüsterte:
    »Wir.. Als du eingeschlafen wahrscheinlich wegen deinem Kopf eingeschlafen bist, haben wir noch lange diskutiert.. Die drei haben mir gedroht, sie meinten, sie würden uns nie in Frieden lassen, wenn wir Dämmerstern etwas davon erzählen würden. Sie wären fast auf mich losgegangen, diese elenden Fuchsherzen..« Wellenfptoe erhob sich mühsam, auf die Pfoten und brauchte einen Moment um sich zu sammeln. Sein Blick war kalt wie Eis, tiefe Abscheu über die drei Schüler breitete sich in ihm aus und seine Krallenspitzen kamen zum Vorschein.
    »Wir.. Wir werden Dämmerstern nichts sagen. Du siehst doch, zu was diese Ungeheuer fähig sind« presste der dunkelbraune Schüler hervor, es kostete ihn viel Überwindung, nicht sofort zu dem Anführer des Clans zu gehen und ihm die Tat der frei sofort zu melden. Fleckenpfote nickte nur und deutete mit der Schnauze auf den Ausgang des Baues, bis er sich auch durch diesen schob und auf die Lichtung, in der das Lager lag, ging. Einige Zeit schloss Wellenpfote die Augen, atmete tief ein und aus, fuhr seine Krallen wieder ein und tappte ebenfalls auf die Mitte des Lagers. Der Vollmond tauchte das Lager in ein gespenstisches Silber, einige Sterne funkelten schwach am Nachthimmel. Während er versuchte, den immer noch leicht pochenden Schmerz in seinem Kopf zu ignorieren, gesellte er sich zu Fleckenpfote, welcher ungeduldig neben seinem Vater, Rabenfrost, stand und wie viele andere Katzen zum Anführerbau blickte, in dem sich Dämmerstern befinden müsste.

    Es dauerte einige Zeit, bis sich die anmutige Gestalt des Anführers durch den Eingang seines Baues schob und sich mit einem Nicken zu den versammelten Katzen an die Spitze der Katzengruppe positioniert. Aufgeregte Stille herrschte, bis der schwarze Kater seine Stimme erhob und jaulte:
    »SturmClan! Wir brechen auf!« Damit setzen sich die Katzen in Bewegung. In gleichmäßigen Zügen folgten die Clankatzen ihrem Anführer, in ordentlichen Reihen tappten sie durch den dunklen Wald. Beeindruckt über die Gleichmäßigkeit, in der sich die Katzen bewegten, rückte Wellenpfote etwas zu seinem Bruder, welcher mit aufgeregt funkelnden Augen voraus blickte. Der dunkelbraune Schüler zuckte besorgt mit den Ohren, seine Augen richteten sich auf den Boden, während sich Unsicherheit in ihm breit machte. Und als hätte sein Vater dies bemerkt, schon sich der schwarze Kater zwischen die beiden und sah beide mit einem aufmunternden Gesichtsausdruck an, während er schnurrte:
    »Das muss bestimmt aufregend für euch sein. Ich erinnere mich an meine erste große Versammlung.. Heiliger Sternenclan, ich dachte, ich würde in Ohnmacht fallen, als ich diesen wiederlichen Gestank von FrostClan gerochen habe. Ich empflehe euch nicht zu atmen, wenn ihr euch denen nähert.. Alles auf eigene Gefahr.« Während Wellenpfote leise schmunzelte, blickte Fleckenpfote forsch zu seinem Vater und miaute leicht zögerlich:
    »Uhm.. Rabenfrost? Was macht man.. Denn so genau bei einer großen Versammlung?« Alarmiert hob Wellenpfote darauf den Kopf, seine Augen weiteten sich kaum merklich, als ihm die Erinnerungen an die letzten Stunden in den Kopf gerufen wurden. Der Vater der beiden blickte die beiden verständnislos an:
    »Haben euch Bienenpfote, Funkenpfote und Aschenpfote denn nichts erzählt?«
    »Doch.. Doch, haben sie. Wir wollen nur noch einmal nachfragen, ob es auch wirklich so ist, wie sie sagen. Sie sind immerhin erst Schüler und wir sind uns nicht sicher, ob sie.. Naja, eben schon genug Versammlungen besucht haben, um sich auszukennen« miaute der dunkelbraune Kater schnell und nickte anschließend überzeugt, um seine Worte zu bekräftigen. Nur zu deutlich war das Fragezeichen in dem Gesichtsausdruck des schwarzen Katers zu entdecken, trotzdem seufzte er nur und blickte geradeaus, als wäre nichts gewesen - auf die Frage seines Sohnes ging er jedoch nicht ein, da sein Blick in die Gerne gerichtet war und er nachdenklich geworden zu sein schien. Erleichtert atmete Wellenpfote aus, sein Blick jedoch huschte immer wieder tadelnd zu Fleckenpfote. Dieser senkte nur trotzig den Kopf und betrachtete den Boden vor seinen Pfoten, Stille legte sich um die Drei. Mit aufgestellten Ohren sah sich der dunkelbraune Schüler in der Umgebung um, er musterte seine Clangefährten, wie sie sich fröhlich miteinander unterhielten und dem bevorstehenden Ereignis nur mit wenig Aufregung gegenübertreten wollen.

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Kommentare (65)

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vor 182 Tagen flag
Ah, das erklärt alles xD
vor 184 Tagen flag
.. Und meine Autokorrektur produziert einfach so einen Müll ;-;
vor 184 Tagen flag
Ihr müsst wissen, wenn ich irgendetwas "abnormales" (wie der Teil mit Aschenpfote) hinzufüge, kann das nur eins heißen:

Ich habe nachts geschrieben xD Viele Kapitel bringe ich so im Zeitraum von 23-1 Uhr heraus, weil das die einzige Zeit ist, in der ich richtig dazu Lust habe. Und.. Irgendwie kommt dabei immer so etwas raus, idk lol.

Und ich bin gerade irgendwie erleichtert und zugleich verstört ;-;

Als ich das Kapitel vorgestern geschrieben habe, stand da, dass die Quizerstellung unterbrochen wurde und die Daten nicht gespeichert wurden. Ist aber anscheinend doch da.. c.c
vor 184 Tagen flag
Du hast weitergeschrieben.. uwu

Oha, was für böse Schüler leben denn mit Wellenpfote im Clan? xD Das ist.. nicht normal.. @-@
vor 186 Tagen flag
@Silbi Ich habe keine Ahnung, wie alt dieser Kommi ist, aber... Dankeschön! UwU

@Schneei Auch dir danke <3 Und.. Herzlichen Glückwunsch zu.. Deinen zwei Jahren? xD

@Klee^^ Ich werde weiterschreiben, keine Sorge.. Denn bald ist etwas Action in der Langeweile geplant :3

Naja.. Ich glaube, ich mache mich ans nächste Kapitel ^^
vor 189 Tagen flag
Ich bin immer noch hier.. nur mal so. Falls du weiterschreiben willst.. x3 Ich warte jedenfalls drauf. xD
vor 196 Tagen flag
Das ist eine super Geschichte und ich will unbedingt weiterlesen! :D
vor 210 Tagen flag
OMG!Ich habe mir die Fanfiktion durchgelesen und habe vergessen,dass du diese Story geschrieben hast und nicht Erin Hunter!
Meinen Respekt hast du,ich könnte es nicht im Traum wagen,zu hoffen,zu gut schreiben zu können,ehrlich!
vor 219 Tagen flag
@Nebelmond Naww, danke!! <3

Du hast keine Ahnung, wie viele eskalierende Szenen ich mir gerade vorgestellt habe.. @-@ Egal, Funkenpfote werde ich gerne in die Hierarchie aufnehmen, jedoch.. Gibt's schon eine Funkenpfote im SturmClan. Du kannst dir einen anderen Namen aussuchen, oder ich denke mir einfach einen aus :3

Aber danke jedenfalls, dass du bei der Hierarchie etwas mithelfen willst. ^-^
vor 219 Tagen flag
Aiiii ich LIEBE diese ff @.@ super cool!
Schreib bitte weiter, ich will wissen wie es mit dem kleinen Wellenpfote so weiter geht xd.

Und darf man Vorschläge für einen Charakter machen? Wen ja:

Funkenpfote->Funkenlicht
~rote, kleine Kätzin mit grünen Augen und einer weißen Pfote.
~hyperaktiv und wild.
~ist in Wellenpfote verknallt.
~ist aus dem Frostclan

LG Flossi/Nebelmond^^
vor 221 Tagen flag
Sweet, Klein Wellenpfote hat Kampftraining :)
vor 221 Tagen flag
@Seeschweif, @Lumpilu_08 Danke euch beiden!! Ich werde beide sofort eintragen. :)
vor 224 Tagen flag
Ich habe ne Kriegerin für den Frostclan: Rosenmond linke Auge grün das rechte Auge blau und weißes Fell mit hellen braunen Tupfen
vor 224 Tagen flag
Hier eine Kriegerin des FrostClans:
Mondschein, schwarze Kriegerin mit einem Mond ☽ auf der Stirn und lilafarbenen Augen
vor 234 Tagen flag
Doppelkommi @-@
vor 234 Tagen flag
Ja xD

Und.. etwas unvorhersehbares.. da freue ich mich schon drauf. :D Die besten Geschichten sind die, in denen ich überrascht werde xD.

Kannst meinen Kommi mit der Theorie ruhig löschen.. das wäre ja Spoiler für andere, die die FF lesen. :3
vor 235 Tagen flag
Vor dir kann man gar nichts geheim halten @~@

Ich brauche etwas unvorhersehbares..

Naja, ein klitzekleiner Dank für deine Hilfe bei der Hierarchie muss ja sein.. <3
vor 235 Tagen flag
Das mache ich doch gern :3 Falls du noch Katzen brauchst, sag Bescheid! ^^

Und.. och, wie lieb.. du hast mich unter der Hierarchie erwähnt! Danke :3
vor 235 Tagen flag
@Klee^^ Du rettest mein Leben, danke 😂
vor 237 Tagen flag
Hey :3

Kommt es jetzt zum Kampf mit dem Frostclan? o.o

Und die Hierarchie des Frostclans hat angefangen! Year! xD

Hier ein paar Katzen für den Frostclan:

Krieger

Heidelbeertraum - schlanke, blassgrau getigerte Kätzin mit dunkelblauen Augen, welche manchmal lilafarben wirken

Dunstklaue - großer, grauer Tigerkater mit breiten Schultern und stechend gelben Augen

Erlenrinde - junger, schlanker Kater mit braun getupftem Fell und grünen Augen

Ozeangeist - komplett weißer Kater mit langem, flauschigem Fell sowie eisblauen Augen

Wipfelstreif - dunkelbraun gestreifter Kater mit stechend grünen Augen

Dunkelrose - schlanke, langbeinige Kätzin mit schwarzem Pelz und weißem Bauch, hat bernsteinfarbene Augen

Donnerzahn - etwas älterer, großer Kater mit grau-weißem Fell sowie bernsteinfarbenen Augen

Schüler:

Wasserpfote - kleine, weiße Kätzin mit leicht silbrigen Tigerungen und blauen Augen

Tümpelpfote - schmächtiger Kater mit matschbraunem Fell, welches von beigen Sprenkeln besetzt ist, und hellblauen Augen

Ich hoffe das hilft :3