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BTS - Drama

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69 Kapitel - 77.505 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 4.352 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 5 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 11 Personen gefällt es

Du wirst im Alter von 15 Jahren entführt und nach Südkorea verschleppt. Dort musst du ein kompliziertes und dir komplett neues Leben MIT DEINEM ENTFÜHRER führen. Schon bald triffst du auf die Boygroup BTS, in dessen eines Mitglied du dich unsterblich verliebst - Jimin.
Jedoch stellt sich dieser Liebe so einiges in den Weg und es entsteht ein spannendes Drama.

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    Die Blätter rascheln im Wind, das Gras ist noch feucht vom Regen und die warme Sonne scheint auf dein Gesicht. Leise lauschst du den sanften Tönen d
    Die Blätter rascheln im Wind, das Gras ist noch feucht vom Regen und die warme Sonne scheint auf dein Gesicht. Leise lauschst du den sanften Tönen des Klaviers in deinen Ohren. Dein Hund Cora läuft glücklich vor dir her. Eine Träne kullert über dein Gesicht.
    Schnell wischst du sie weg.
    Mal wieder hast du dich mit deinem Vater wegen deinem kleinen Bruder gestritten. Bespuckt hat er dich und dich als dumm bezeichnet. Nur, weil du das Fernsehprogramm gewechselt hast. Als du deinen Bruder daraufhin beschimpft hast, war dein Vater mal wieder auf der Seite deines Bruders Max. Dein Vater zeigt nie Verständnis, als sozial inkompetent und egoistisch hat er dich bezeichnet. Das war zu viel. Du gibst dir immer Mühe, alle glücklich zu machen und allen Wünschen gerecht zu werden. Nur, wenn du es einmal nicht schaffst, sind wieder alle wütend. Bei dem Gedanken kullert noch eine Träne an deiner Wange herunter. Auch diese überlebt nicht lange. So oft, wie du dich mit deiner Familie schon gezofft hast, ist der Wald, in dem du dich befindest, ein Zufluchtsort geworden. Flucht vor all den Sorgen. Die Mathe-Arbeit, die Trauer um den verstorbenen Opa, der Stress, den deine große Familie verursacht, all diese Sorgen sind hier wie weggeblasen. Cora hechelt freudig vor sich her.
    Cora - die Hündin, die du über alles liebst. Sie ist wie das liebe Geschwisterchen, das du nie hattest. Du hast 5 Geschwister, 3 Brüder und 2 Schwestern. Du liebst sie wirklich über alles, dennoch gestehst du ein, dass es sehr stressig mit so vielen Geschwistern ist. Wie sollte es auch anders sein? Den Stress blendest du gerne mit ruhiger Musik auf den Ohren aus. So, wie du es jetzt auch tust. Tief atmest du die kühle, nach Kiefern riechende Luft ein. Du hast nur noch die Ruhe, den Wald und das Gezwitscher der Vögel im Sinn.
    Plötzlich schreckst du aus deinen Gedanken heraus. Hinter dir hörst du ein gedämpftes Rascheln. Was war das? Ein Reh? Du drehst dich um und erschrickst. Vor dir steht nicht wie erwartet ein Reh, sondern ein großer Mann mit einem dicken Stock in der Hand. Auf einmal, ohne, dass du es überhaupt merkst, schlägt er dir den Ast auf den Kopf und du wirst bewusstlos.

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    Unter Kopfschmerzen schlägst du die Augen auf. Du befindest dich in einem kleinen, dunklen Raum. Du spürst, dass es sich bei diesem Raum um den Transportraum eines Fahrzeugs handeln muss. Du bist verwirrt. Was ist passiert? Wo bin ich? Ist das ein Traum? Wie geht es Cora? All diese Fragen sollten schon bald beantwortet werden. Plötzlich schießt es dir wie ein Pfeil in den Sinn - dein Handy. Schnell greifst du an deine Hosentasche. Dort ist nichts. Das Handy ist weg. Auf einmal bleibt der Transporter mit einen Ruck stehen. Du hörst, wie jemand aussteigt. Hastig kriechst du in die Ecke des Raums. Plötzlich öffnet sich die Tür und weißes Licht strahlt in dein Gesicht. Du bist so geblendet, dass du nichts mehr siehst. Du siehst lediglich einen Umriss von einer Person, die dich an deinem Arm, nicht gerade zärtlich, aus dem Fahrzeug zerrt. Du versuchst, dich zu wehren, aber der Mann ist stärker. Draußen fängst du an, etwas zu erkennen. Der große Mann, der dich entführt haben muss, steht wieder vor dir. Er hat dunkles Haar und trägt eine Brille. Du schaust dich in deiner Umgebung um. Ihr steht auf dem Parkplatz eines scheinbar verlassenen Fabrikgelände.
    Erneut zerrt dein Entführer an deinem Arm. Er schleppt dich ins Innere des Gebäudes und lässt dich in einem kleinen, dreckigen, dunklen Raum auf den Boden plumpsen. Du willst aufstehen und wegrennen, aber der Mann versperrt dir den Weg und schubst dich erneut auf den Boden. Du willst etwas sagen, aber du kannst kein Wort hervorbringen. Auf einmal dröhnt eine dunkle Stimme aus der anderen Ecke des Raums:,, Hallo (dein Name), mein Name ist Matthias und du wirst alles tun, was ich dir sage, ansonsten werde ich deine gesamte Familie töten. Verstanden?“ Entsetzt starrst du auf den Ursprung der Stimme. Endlich endet die Blockade in deinen Stimmbändern und du fragst mit bebender Stimme:,, Woher kennen Sie meinen Namen und was wollen Sie von mir?“ Ein dunkles, nahezu unheimliches Lachen antwortet. Die dunkle Gestalt, die dich entführt hat, zieht eine Karte aus seiner Hosentasche. Deine Busfahrkarte! Sie war in deiner Handyhülle.
    ,, Nun (d/n), da du jetzt weißt, woher ich deinen Namen kenne, will ich nun auch deine zweite Frage beantworten. Ich will lediglich, dass du mit mir kommst und, dass du all meine Anweisungen ohne Widerspruch erfüllst, verstanden?“

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    Müde schlägst du deine Augen auf, in der Hoffnung, dass alles nur ein Traum war. Nein...
    Du liegst auf dem kalten Boden eines Raumes. Die Luft ist alt und verbraucht, die Sonne hast du seit Tagen nicht gesehen und dein Magen knurrt. Plötzlich öffnet sich die Tür und ein dunkler Schatten betritt den Raum. Es ist Matthias. Er hält in der einen Hand einen Teller mit einem halben Apfel und zwei trockenen Scheiben Brot und in der anderen einen Becher mit abgestandenem Wasser. Beides stellt er vor dich, auf den Boden. Angewidert schaust du auf die Mahlzeit, die du schon die letzten 3 Wochen zu dir genommen hast. 3 Wochen schon. 3 Wochen ohne die Familie, in einem kalten, dunklen Raum. Erbärmlich. Sollte das Leben so enden? In einem Raum voller Mäusekot und Staub? Auf einmal wirst du aus deinen Gedanken gerissen. Die dunkle Stimme von Matthias hallt durch den Raum:,, Willst du wohl essen? Du musst dich beeilen, es sei denn, du willst noch weiter hier rumgammeln.“ Du kannst gar nicht wirklich verarbeiten was er dort gesagt hat. Nach draußen? Schnell isst du deine tägliche Mahlzeit. Als du fertig bist, packt Matthias dich und schlört dich in den nächsten Raum. Dieser Raum ist beleuchtet. Darin steht ein Tisch, auf dem sich Haarfärbemittel, Kontaktlinsen, eine Brille, sowie saubere Klamotten befinden. Davor steht ein Stuhl. Zudem hängt an der Wand ein Duschkopf, daneben ein Handtuch. Der starke Mann schubst dich in die Mitte des Raums und brummelt nur ein,, Hinsetzen“ vor sich hin. Widerwillig befolgst du seine Anweisung und setzt dich auf den Stuhl. Du bist verwirrt? Was will dieser Kerl von dir? Schweigend folgst du seinen Bewegungen. Er schnappt das Haarfärbemittel und streicht es sorgfältig auf deine schönen, (deine Haarfarbe) Haare. Als er fertig ist, verlässt er den Raum und befiehlt dir:,, Ausspülen!“
    Brav befolgst du seinen Wunsch und wäschst die Farbe aus. Das Wasser ist kalt. Schnell trocknest du dich mit dem Handtuch ab und ziehst die Klamotten an. Ebenso legst du vorsichtig die Kontaktlinsen auf deine Augäpfel und setzt die Brille auf. Langsam gehst du auf den Spiegel, welcher ebenfalls im Raum steht, zu und betrachtest dein neues Äußeres. Erschreckt gehst du einen Schritt rückwärts. Du hättest dich fast nicht wieder erkannt. Deine Harre waren nun braun mit einem leichten dunkelroten Stich. Deine Augen waren nicht mehr (deine Augenfarbe), sondern braun-grün. Zudem hast du enorm abgenommen. Früher warst du eher dick, aber jetzt bist du sehr schlank. Mal wieder wurdest du aus deinen Gedanken herausgerissen, als Matthias wieder hereinkommt und dich ungläubig anstarrt. Nach wenigen Sekunden löst er seinen Blick von dir und deutet auf einen Koffer, der hinter ihm steht und meint:,, Wir müssen.“

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    Verwundert schaust du ihn an. Bevor du fragen kannst, greift er dich jedoch schon wieder und zieht dich nach draußen. Auf einmal bleibst du stehen. Die Sonne scheint dir nach einer gefühlten Ewigkeit wieder ins Gesicht. Die frische, kühle Herbstluft füllt deine Lunge, der Wind zischt in deinen Ohren und die gesamte Atmosphäre füllt dein Herz mit Freude. Du könntest ewig so stehen bleiben und einfach nur atmen. Diese kurze Ewigkeit wird jedoch von Matthias unterbrochen. Er schleppt dich weiter und schließt dich in sein Auto. Grimmig schaust du aus dem Fenster, während Matthias den Motor anschmeißt. Ihr fahrt seit schon etwa 3 Stunden, als der Wagen plötzlich vor einem Flughafen hält. Begeistert starrst du aus dem Fenster.
    Wenn ich Glück habe, werde ich erkannt und ich kann wieder zurück. Der ist bestimmt so dämlich, dass der gar nicht daran gedacht hat, dass man einen Ausweis vorzeigen muss, denkst du. So, wie Matthias die Angewohnheit hat, holt er dich mal wieder in die Realität zurück.,, Hör jetzt gut zu, (d/n). Von jetzt an wirst du nicht mehr (d/n) heißen, sondern Greta-Sophie. Allerdings werde ich dich nur Greta nennen, das andere ist mir zu lang. Dein Nachname ist Schneider und ich bin dein Onkel. Deine Mutter ist vor 2 Monaten bei einem Autounfall verstorben und dein Vater ist abgehauen, bevor du überhaupt geboren wurdest. Deine Oma konnte nicht auf Dauer auf dich aufpassen, also mache ich, dein lieber Onkel Matthias, das. Verstanden?“,, Jaja, ist klar“, ist deine etwas spöttische Antwort. Mit einem tödlich vorwurfsvollem Blick beäugt Matthias dich und du guckst schnell weg. Matthias räuspert sich:,, Ach ja, bevor ich es vergesse, ein Wort über die Entführung und deine Familie ist.“ An der Stelle bricht er den Satz ab und deutet verheißungsvoll auf seine Kehle. Bedrückt musst du schlucken. Endlich steigt ihr aus und Matthias führt dich in das Flughafengebäude. Zu deiner Verwunderung habt ihr es tatsächlich durch die Kontrolle geschafft. Matthias hat einen Personalausweis für dich gefälscht. Schlecht gelaunt trottest du hinter,, deinem Onkel“ her ins Flugzeug. Wie sich während der Kontrolle herausgestellt hat, fliegt ihr nach Südkorea. Nach etwa 12 Stunden Flug seid ihr endlich angekommen und ihr fahrt direkt nach Entgegennahme des Gepäcks per Taxi zu einem relativ großem, weißem Haus. Dort angekommen steigt ihr aus dem Taxi aus und du fragst leise:,, Was ist das für ein Haus?“ Matthias erzählt, dass es das Haus von seiner Frau und ihm sei.,,Übrigens, meine Frau heißt Sora und kommt gebürtig aus Korea, also spricht sie nur koreanisch und englisch. Da du vermutlich kein koreanisch sprechen kannst, musst du englisch sprechen. Aber das dürfte doch kein Problem sein, oder?“ Du wolltest gerade mit,, Naja, ich bin nicht soo gut in Englisch“ antworten, da brabbelt Matthias auch schon weiter.,, Sora denkt auch, dass du meine Neffin seist, also halte dich daran.“ Schon dreht dein Entführer den Schlüssel um und das Schloss klickt. Der große Mann öffnet die Tür und ruft etwas, dir Unverständliches. Schon antwortet eine hohe freundliche Stimme, die ebenfalls etwas Unverständliches sagt. Wenige Momente später stürmt eine etwa 35-jährige, hübsche Frau nach unten und umarmt Matthias. Jetzt bemerkt sie dich, umarmt dich und begrüßt dich auf englisch. Du weißt nicht, was du antworten sollst, also nuschelst du einfach ein,, Thank you“ vor dich hin. Sofort schlört Sora dich nach oben und zeigt dir dein neues Zimmer. Es ist hellgrün gestrichen und darin befinden sich ein Bett, ein voller Kleiderschrank, ein kleines Bücherregal, sowie ein Schreibtisch mit Stuhl. Sogar einen Balkon hat dein Zimmer. Sora erzählt alle möglichen Sachen und lächelt dich zwischendurch immer wieder entzückt an. Unter anderem erzählt sie dir, dass sie dich morgen zu deiner neuen Schule begleiten wird, weil du ein kleines Gespräch mit dem Schulleiter haben wirst. Schließlich sollst du dort auch koreanisch lernen. Nach einer halben Stunde Gebrabbel verschwindet Sora und du lässt dich überfordert auf dein Bett fallen. Dir schwirren tausend Gedanken durch deinen Kopf.
    Werde ich das alles schaffen? Koreanisch lernen? Mich integrieren? Eine neue,, Familie“, eine neue Schule, ein neues Land. Ob meine echte Familie mich vermisst? Ich weiß es nicht. Vielleicht werde ich es auch niemals herausfinden. Aber das ist nicht schlimm, solange ich weiß, dass es meiner Familie gut geht. Und das wird es, solange ich den Mund halte. Aber hey, es könnte wesentlich schlimmer sein. Meine neue,, Mutter“ ist nett und Matthias belästigt mich nicht komisch. Das ist doch schonmal etwas, oder?

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    Ruhe, nichts als Ruhe. Als wäre alles vollkommen normal.,, Greta, steh auf! Du musst zur Schule!“
    Greta? Wer ist Greta?
    Schlaftrunken öffnest du deine Augen. Du erblickst eine grüne Decke, ein fremdes Zimmer. Jetzt erinnerst du dich wieder an die letzten Tage und stehst auf. Langsam taumelst du zu deinem Kleiderschrank und frimelst das nächst beste Kleidungsstück heraus. Schnell ziehst du dich an und schwankst dann nach unten, in die Küche. Dort sitzen bereits Sora und Matthias. Matthias, der Mann, den du über alles hasst. Du weißt nicht, ob du dich dazu setzen darfst, also bleibst du einfach stehen. Sora lächelt dich freundlich an und lächelt auf den Stuhl neben sich. Langsam lässt du dich auf den Stuhl gleiten. Während Matthias dich anstarrt, als wärst du ein Alien, fragt Sora dich mit einem Lächeln auf den Lippen, was du frühstücken willst. Du hast Angst, dass Matthias wütend wird, wenn du etwas Bestimmtes forderst, also behauptest du einfach, es sei dir egal. Sora stellt dir einfach eine Schüssel mit Müsli und ein Glas Orangensaft auf den Tisch. Genießerisch verschlingst du dein Frühstück. Das ist das Beste, was du in den letzten 3 Wochen zu dir genommen hast. Nach dem Essen fährt Sora mit dir zur Schule, um das Gespräch mit dem Direktor einzuleiten. Nach dem Gespräch ist Sora wieder weggefahren und den Schulleiter bringt dich in deine Klasse. Schnell stellt er dich vor und geht dann auch schon direkt wieder weg. Jetzt bist du auf dich allein gestellt. Wie angewurzelt stehst du vor der Klasse und weißt nicht, was du tun sollst. Endlich löst die Lehrerin die Stille und befiehlt dir, dich hinzusetzen. Du setzt dich auf den einzig freien Platz, neben einem Mädchen. Dieses lächelt dich freundlich an und begrüßt dich. Yuna ist ihr Name und sie scheint sehr freundlich zu sein. Nach der Stunde ist Pause und du hast keine Lust, irgendwo alleine in der Ecke zu sitzen. Deswegen eilst du Yuna hinterher und fragst sie, ob du mit ihr umherlaufen darfst. Lächelnd bejaht sie deine Frage. In der Pause unterhaltet ihr euch viel und ihr bemerkt, dass ihr vieles gemeinsam habt. Nach der Schule holt Sora dich ab. Du winkst Yuna noch schnell und steigst dann in das kleine rote Auto ein. Auf dem Rückweg erzählst du Sora, was passiert ist. Diese sitzt die ganze Fahrt über lächelnd da und sagt nichts. Als ihr ankommt erzählt Sora:,, Weißt du, ich habe mir schon immer Kinder gewünscht. Leider bin ich nicht in der Lage, Kinder zu bekommen. Deswegen freue ich mich umso mehr, dass du jetzt bei uns wohnst. Ach ja, mein Neffe kommt gleich zu Besuch. Er heißt Hoseok.“
    Hoseok? Den Namen hattest du doch schonmal gehört. Krampfhaft versuchst du zu überlegen, wo du diesen Namen schonmal gehört hast. Da steigt Sora aber schon aus. Schnell rennst du ihr hinterher. Im Haus duftet es nach warmen Essen. Du wirfst deine Schulsachen schnell auf dein Bett und rennst dann wieder nach unten. Sora kramt gerade Essstäbchen aus der Schublade und du setzt dich schonmal hin. Da fällt dir auf, dass Matthias gar nicht da ist. Sora erklärt, dass er arbeiten sei. Nun stellt Sora das Essen auf den Tisch. Entgeistert starrst du auf das Mittagessen. Es sieht aus, wie schonmal gegessen. Vorsichtig fragst du:,, Sora, was ist das?“ Deine neue Mutter hat dir den Rücken zugedreht und sagt mit einem unterdrücktem Kichern in der Stimme:,, Das ist eine Spezialität in Korea.“
    Falls es vergiftet sein sollte, wird es wohl nicht so schlimm sein. Vorsichtig versuchst du mit den Essstäbchen, das Essen aufzuheben. Allerdings fällt es immer wieder herunter. Sora lacht leise vor sich hin. Du schickst ihr einen tödlichen Blick und sie hört augenblicklich auf. Jedoch versucht sie noch, es zu unterdrücken. Endlich schaffst du es, das Essen in deinen Mund zu befördern. Vorsichtig kaust du auf der Paste, die eher wie Erbrochenes aussieht, als wie Nahrung, herum. Es schmeckt seltsam, nicht eklig, aber wirklich seltsam. Nach dem Essen fragst du Sora ein zweites Mal, was das war. Ruhig erklärt sie dir:,, Das waren gestampfte Algen mit gegrillten Heuschrecken.“
    Jetzt kann Sora das Lachen nicht mehr halten und prustet einfach los. Eigentlich wolltest du ernst bleiben, allerdings ist ihr Lachen so ansteckend, dass du einfach mitlachst. Auf einmal klingelt es an der Tür. Schnell eilt Sora zur Tür und öffnet sie. Herein kommt ein etwa 20-jähriger, gutaussehender Mann. Sora umarmt ihn, brabbelt etwas auf koreanisch und der Mann guckt dich an. Lächelnd läuft er auf dich zu, gibt dir die Hand und sagt etwas, dir Unverständliches. Du weißt natürlich nicht, was er gesagt hat und lächelst einfach. Wieder sagt Sora etwas. Der junge Mann guckt, als sei ihm gerade ein Licht aufgegangen und wieder lächelt er dich an. Diesmal sagt er in brüchigem Englisch:,, Hallo, mein Name ist Hoseok. Ich bin der Neffe von Sora. Vielleicht hast du schon mal von mir gehört. Ich bin eines der 7 Mitglieder der Band BTS.“

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    BTS. Jetzt fällt es dir wieder ein. Das ist die Band, die deine kleine Schwester Marie so toll findet. Du selbst warst nie Fan von ihnen. Jedoch sche
    BTS. Jetzt fällt es dir wieder ein. Das ist die Band, die deine kleine Schwester Marie so toll findet. Du selbst warst nie Fan von ihnen. Jedoch scheint Hoseok dir sehr freundlich zu sein.
    Du lächelst freundlich zurück. Du stellst dich ebenfalls vor:,, Hi, mein Name ist, äh Greta-Sophie, aber du kannst mich auch einfach Greta nennen. Ich komme aus (dein Land). Jetzt wohne ich hier bei meinem Onkel, weil meine Mutter verstorben ist und mein Vater schon vor langer Zeit abgehauen ist.“ Bei dem Gedanken an deine echten Eltern hättest du fast angefangen zu weinen. Allerdings kannst du es noch gerade so verhindern. Hoseok merkt dir an, dass du traurig bist und schlägt deshalb vor:,, Willst du vielleicht mit mir und den Jungs ein Eis essen gehen, oder so? Wir könnten dir ein wenig die Stadt zeigen.“ Hoffnungsvoll guckst du Sora an. Diese nickt zustimmend. Du fällst ihr um den Hals und bedankst dich bei ihr. Hoseok steht neben euch und guckt dich erwartungsvoll an. Schnell nimmst du noch eine Jacke mit und ihr geht. Hoseok erklärt dir, dass der Treffpunkt noch etwa 20 Minuten entfernt sei und fragt, ob das in Ordnung sei. Du bejahst seine Frage und ihr geht weiter. Den Rest des Weges erzählt ihr euch nur wenig. Hoseok scheint nicht wirklich zu wissen, was er sagen soll. Sein Englisch scheint auch nicht das beste zu sein. Meins ist auch nicht viel besser, aber anschweigen können wir uns dennoch nicht die ganze Zeit.
    Du versuchst ein Gespräch ins Laufen zu bringen, indem du fragst:,, Es ist sicher sehr stressig so als Bandmitglied einer so berühmten Band, nicht?“
    ,, Ja, es ist schon sehr stressig. Das ganze Umherreisen und so raubt einem vor allem den ganzen Schlaf“, meint er lächelnd. Auf einmal winkt Hoseok und ruft irgendetwas. Einige Meter von euch entfernt stehen 6 Jungs, die so ungefähr sein Alter sind. Einer der Jungs, der Kleinste von ihnen, sagt etwas und Hoseok antwortet direkt wieder. Der Kleine geht lächelnd auf dich zu und begrüßt dich. Sein Englisch ist ebenfalls eher schlecht. Dann kommt noch einer auf dich zu. Er ist groß und sein Englisch ist flüssiger als Wasser. Er scheint eine Art Anführer von ihnen zu sein und erzählt:,, Hallo, mein Name ist Namjoon. Und du bist wer?“ Schnell erzählst du allen deinen Namen, damit nicht jeder fragt. Als letztes heißt dich der Jüngste von ihnen, dessen Name Jungkook zu sein scheint, willkommen. Sein Englisch ist um ehrlich zu sein abscheulich. Es fällt dir wirklich schwer ihn zu verstehen. Dennoch bist du zutiefst beeindruckt. Er ist nicht mal älter als du und ist schon weltweit bekannt. Wieder kommt der Kleine, Jimin, auf dich zu und fragt dich, ob er dir ein Eis ausgeben darf. Natürlich sagst du zu. Dabei errötest du ein wenig. Er sieht wirklich gut aus und nett scheint er auch zu sein, sind deine ersten Gedanken. Zusammen mit Jimin gehst du zur Eisdiele und der Eisverkäufer fragt, was ihr haben wollt. Jimin schaut dich erwartungsvoll an und leise sagst du:,, Ich hätte gerne Schoko, wenn das geht.“,, Für mich dasselbe“, bestellt Jimin. Der Eismann gibt euch das Eis entgegen und Jimin bezahlt. Du bedankst dich bei ihm und gehst dann wieder zum Rest der Jungs. Gemeinsam geht ihr dann alle durch die Stadt zum großen Einkaufszentrum. Ohne, dass du es merkst, legt Jimin beim Laufen seinen Arm um dich. Beim Einkaufszentrum angekommen bemerkst du es jedoch und löst dich heimlich aus der halben Umarmung.
    Du stellst dich neben Namjoon. Der scheint dir am normalsten zu sein. Jimin scheint ein sehr aufgewecker Junge zu sein. Andauernd schleppt er dich zu irgendwelchen Läden und will dir alles mögliche kaufen. Du lehnst jedoch immer wieder ab. Du möchtest nicht, dass die Jungs so viel Geld für dich ausgeben, nur, weil sie Mitleid mit dir haben. Obwohl dir die Großzügigkeit von Jimin ein wenig auf die Nerven geht, hast du sehr viel Spaß mit den Jungs. Ihr lacht viel und macht viel Quatsch. Vor allem Jimin und Taehyung. Es ist schon später Nachmittag und du glaubst, dass es Zeit wird zurückzugehen. Du willst dich gerade bei den Jungs, besonders bei deinem neuen,, Cousin“ Hoseok bedanken, da siehst du im Augenwinkel, wie Jimin Taehyung etwas ins Ohr flüstert. Wie auf ein Kommando gehen die beiden auf dich zu, heben dich hoch und schmeißen dich einfach in das kleine Wasserbecken, das in dem Einkaufszentrum ist. Das hast du nicht erwartet. Du bist klitschnass und während du gerade wieder aufstehen willst, lachen die Jungs sich kaputt. Nur Seokjin und Namjoon schütteln den Kopf. Sie wirken ein wenig wie die Eltern der anderen 5 Jungs. Taehyung hingegen lacht aus vollem Halse und kann gar nicht mehr aufhören. Da versetzt Seokjin ihm einen Stoß, wie eine Mutter, der es peinlich ist, dass das Kind so wild ist. Du sitzt noch immer in dem Wasserbecken. Jimin, der sich ebenfalls vor Lachen kaum halten kann, taumelt zu dir hin und streckt dir seine Hand aus, als Zeichen, dass er dir wieder heraushelfen will. Du nimmst seine Hand und ziehst ihn plötzlich hinter dich her, sodass er ebenfalls im Wasser liegt. Jetzt lachst auch du los. Erst guckt Jimin dich beleidigt an, aber dann prustet auch er wieder los. Synchron steht ihr auf und fallt gleich wieder um. Ihr könnt einfach nicht mehr aufhören zu lachen. Schließlich kommt ein Sicherheitsbeamter und befiehlt euch da heraus zu kommen. Schweigend folgt ihr seiner Anweisung, doch sobald er euch den Rücken zugedreht hat, lacht ihr weiter. Noch immer seid ihr beide klitschnass und Jimin beschließt, dir neue Kleidung zu kaufen. Zusammen geht ihr in einen Laden und kauft euch neue Klamotten. Noch immer kicherst du, als du wieder aus der Kabine herauskommst. Auch Jimin ist noch am Schmunzeln. So lustig es auch war, jetzt willst du wissen, warum er dich da reingeschmissen hat. Vom Lachen wankend läufst du zu ihm rüber und fragst mit einem ernsten Blick:,, Warum hast du mich da reingeschmissen?“
    Taehyung lacht noch immer lauthals im Hintergrund und Jimin antwortet schmunzelnd:,, Du hast meine Angebote, dir etwas zu kaufen immer abgelehnt. Also habe ich mir überlegt, wenn du nass bist, musst du neue Sachen haben.“ Leicht haust du ihn gegen die Schulter und Jimin hebt dich hoch. Spielend droht er dir:,, Willst du etwa wieder im Wasser liegen?“ Lachend schüttelst du den Kopf und befiehlst Jimin, dich wieder herunterzulassen. So geschieht es. Du schaust auf die Uhr. Schon halb 7! So ein Mist! Wenn Matthias Wind davon bekommt, gibt es mächtig Ärger.Schon halb 7! So ein Mist! Wenn Matthias Wind davon bekommt, gibt es mächtig Ärger. Du verabschiedest dich schnell und rennst dann schnell zurück.

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    Mittlerweile ist es schon viertel vor sieben. Du versuchst so schnell wie möglich zurück zu Matthias' Haus zu kommen. Du weißt, dass Matthias nicht begeistert sein würde. Schließlich hast du schon 3 Wochen mit ihm verbringen müssen. Gestresst schaust du erneut auf die Uhr - eine Minute nach viertel vor. Um zehn Minuten vor sieben wollte dein Entführer von der Arbeit wieder da sein. Noch ca. 300 Meter bis zum Ziel. Einige Sekunden später stehst du keuchend vor der Haustür. Du schließt sie leise auf, in der Hoffnung, dass Matthias dich nicht bemerkt, falls er schon da ist. Du willst gerade die Treppe hochschleichen, da hörst du ein Poltern und das schnelle Aufreißen einer Tür. Als wolltest du dich schonmal auf den Ärger vorbereiten, kneifst du die Augen zu.,, Du bist zu spät! Und vor allem, was sind das für Klamotten? Die kommen nicht von hier“, lautet das Geschreie von Matthias. Langsam drehst du dich zu,, deinem Onkel“ um. Dieser erwidert den Blick mit einer strengen Mine. Du weißt nicht genau, was du sagen sollst und stotterst einfach:,, Tut mir wirklich leid. Ich war noch mit Hoseok und seinen Freunden unterwegs. Die Klamotten haben sie mir gekauft, weil die anderen nass geworden sind.“ Du erwartest, dass Matthias dich erneut anbrüllt und du gehst in eine geduckte, schützende Haltung. Dies bleibt jedoch aus. Stattdessen brummelt Matthias:,, Geh jetzt rauf in dein Zimmer. Du musst noch Hausaufgaben machen. Ach ja, in 10 Minuten gibt's Abendessen.“ Danach verschwindet Matthias wieder in der Küche. Verwundert stehst du auf der Treppe. Nach einer Weile gehst du rauf in dein Zimmer, gehst allerdings sofort wieder runter, wegen dem Essen. In der Küche angekommen setzt du dich an den Tisch. Sora schnibbelt Möhren und Matthias schenkt sich etwas zu trinken ein. Schweigend starrst du Matthias an. Dieser bemerkt es und starrt zurück. Hastig wendest du den Blick ab. Jedoch guckt Matthias dich immer noch an. Du versuchst einfach, es zu ignorieren. Du bist froh, als Sora sich dazusetzt und ihr endlich anfangt zu essen. Nach dem Essen bedankst du dich bei Sora für das gute Essen und direkt verschwindest du in dein Zimmer. Dort machst du deine Hausaufgaben, die dir wirklich schwerfallen, da du kein koreanisch kannst. Also machst du nur die Mathe-Aufgaben. Müde und noch immer etwas verwirrt schmeißt du dich auf dein Bett. Warum hat Matthias nicht weiter auf deine Verspätung hingewiesen? Du kennst ihn nun schon lange genug, um zu wissen, dass er kein liebenswürdiger Mensch ist. Ganz und gar nicht, um genau zu sein. War es wegen Sora?
    Keine Ahnung.

    Müde fallen dir die Augen zu.

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    Du wachst auf und liegst zuhause in deinem Bett. Ungläubig reibst du dir die Augen. Du bist tatsächlich wieder zuhause. Alles ist so vertraut. Die weiße, mit Fotos beklebte Wand, der riesige Schreibtisch, auf dem noch immer deine unvollständigen Mathe-Hausaufgaben liegen, selbst deine Katze schläft noch immer auf deinem großen Bett. Freudig rennst du in das Wohnzimmer, wo normalerweise immer Max sitzt und Fernsehen guckt. Seltsam, niemand da. Also rennst du in die Küche, auch dort ist niemand. Du durchsuchst alle Räume, aber niemand ist da. Du rennst verzweifelt in den Garten. Auch dort ist niemand aufzufinden. Erneut gehst du ins Haus. Du läufst wieder durch das Wohnzimmer. Wie angewurzelt bleibst du auf einmal stehen. Dort steht ein Totenkärtchen auf der Komode. Daneben dein Foto und zwei brennende Kerzen. Genau schaust du auf die Karte. Dein Name steht dort! Mit dem Tag als Todesdatum, als du entführt wurdest. Ungläubig taumelst du einen Schritt zurück. Denkt deine Familie wirklich du seist tot? Auf einmal hörst du ein Schluchzen. Ein Wimmern. Laute, qualvolle Schreie. Du folgst ihnen. Deine Mutter sitzt gemeinsam mit deinem Vater in der Küche und weint. Immer wieder schreit sie deinen Namen in die Lehre. Du rufst sie.,, Mama, ich bin doch hier! Hörst du mich denn nicht? Ich lebe!“ Doch deine Mutter kann dich weder hören noch sehen. Verzweifelt schreist du sie an, dass sie aufhören solle, sie solle dich anschauen.

    Schweißgebadet wachst du auf. Du liegst nicht in deinem altvertrauten Zimmer bei deiner echten Familie. Du liegst in dem Zimmer in Südkorea. Bei deinem Entführer und seiner Frau. Du kannst nicht aufhören an deinen Traum zu denken. Deine weinende Familie, die dich nicht sehen kann. Die nicht weiß, dass du lebst, dass es dir gut geht. Wie wahr. Deine Familie weiß nicht, was mit dir passiert ist und ebenso wenig weißt du, wie es ihnen geht. Dieser Gedanke quält dich und du fängst bitterlich an zu weinen. Egal, wie seht du dich anstrengst aufzuhören, es geht einfach nicht. Sora hört dich und kommt zu dir. Sie versucht, dich zu trösten und fragt dich, was los ist. Jedoch antwortest du nicht. Du darfst nicht, du kannst nicht und du willst nicht.
    Nach einer Weile bist du wieder eingeschlafen. Sora ist wieder verschwunden. Es ist sieben Uhr und du musst dich für die Schule fertig machen. Schnell ziehst du dich an, packst deine Sachen und frühstückst noch schnell eine Scheibe Toast mit Käse. Du verabschiedest dich und gehst zur Schule. Der Weg ist nicht weit und du bist bereits nach 15 Minuten da. Vor deinem Klassenraum steht Yuna, welche direkt auf dich zukommt. Sie begrüßt dich freundlich und ihr quatscht ein wenig über dieses und jenes. Yuna ist sehr gut in Englisch, weshalb du dich sehr gerne und viel mit ihr unterhälst. Die Lehrerin kommt und der Unterricht beginnt. Dieser vergeht wie im Flug und in den Pausen unterhälst du dich wieder mit Yuna. Sie ist ein sehr nettes und hübsches Mädchen, das so ziemlich die selben Interessen hat wie du. Gerade erzählst du ihr, dass du die Spezialität der gestampften Algen mit gegrillten Heuschrecken seltsam findest, da fragt sie dich, ob du heute bei ihr vorbeikommen willst oder, ob ihr etwas zusammen machen wollt. Du weißt nicht genau, was du antworten sollst, da es sein könnte, dass Matthias etwas dagegen hat. Also gibt sie dir ihre Telefonnummer, damit du sie noch einmal anrufen kannst. Nach der Schule willst du wieder zurückgehen und verabschiedest dich gerade von Yuna, da hält ein schwarzes Auto vor dir. Darin sitzen Seokjin und Hoseok. Hoseok fährt die Scheibe runter und erklärt dir, dass er dich heute zum Mittagessen ausführen wolle.,, Sora und Matthias sind gerade beide arbeiten“, erklärt er. Yuna schaut dich entgeistert und gleichzeitig begeistert an.,, Du kennst die?“,, Ja, Hoseok ist sozusagen mein Cousin“, ist deine unsichere Antwort. Yuna gibt einen kleinen Freudenschrei von sich, der eher klingt, wie ein sterbendes Meerschweinchen. Verwundert guckst du von Hoseok zu Yuna. Während Yuna aussieht, als würde sie gleich explodieren vor Aufregung, lacht Hoseok und schüttelt dabei leicht den Kopf. Du verabschiedest dich ein weiteres Mal von der geschockten Yuna und steigst ein. Als Yuna sich immer noch nicht regt, fragt Seokjin sie:,, Sag mal, sollen wir dich mitnehmen? Ich hätte noch einen Platz im Auto frei.“ Hastig nickt Yuna und du öffnest ihr lachend die Tür. Hyperventilierend steigt sie ein und du versuchst sie zu beruhigen. Dann fahrt ihr los. Ihr setzt Yuna bei ihrem Haus ab und fahrt dann weiter zu einem Restaurant. Hoseok öffnet dir die Tür und führt dich ins Restaurant. Dort sitzen die anderen Jungs schon an einem Tisch. Du begrüßt schnell alle und setzt dich dann auf den freien Platz zwischen Hoseok und Jimin. Du schaust nach links und bemerkst dann, dass Jimin dich anlächelt. Du lächelst schüchtern zurück und wendest dich dann Hoseok zu. Du findest es unangenehm, wenn dich jemand die ganze Zeit beobachtet. Um Jimin nicht das Gefühl zu geben, dass du ihn einfach ignorierst, bedankst du dich bei Hoseok:,, Danke, dass ihr mich heute ausführt. Das ist wirklich sehr nett.“ Hoseok beschwigtigt dir, dass es vollkommen in Ordnung sei. Da läuft die Bedienung vorbei. Namjoon hält sie auf, damit sie eure Bestellung aufnehmen kann. Nachdem ihr eure Getränke bekommen habt, erhebt Hoseok das Glas und ihr stoßt an. Das Essen ist sehr gut und nachdem ihr damit fertig seid, fahrt ihr alle zusammen zu deinem neuen zuhause. Du bedankst dich ein weiteres Mal bei ihnen und schaust dann, ob Sora oder Matthias schon wieder da sind. Niemand da. Du schnappst dir das Telefon und rufst Yuna an.,, Hi, Greta“, ist die Antwort aus dem Hörer.,, Hi Yuna, meine Tante und mein Onkel sind noch nicht wieder da. Ich rufe dich in einer Stunde noch einmal zurück, ja dann dürften sie wieder da sein“, erklärst du. Yuna verabschiedet sich und sagt, sie würde warten. Du legst das Telefon zurück und gehst hoch, in dein Zimmer dort machst du Hausaufgaben. Plötzlich hörst du eine Tür knallen. Jemand scheint wieder da zu sein. Schnell wuselst du die Treppe herunter und schaust nach. Matthias. Vorsichtig gehst du auf ihn zu und fragst ihn:,, Hallo, eine Freundin hat mich gefragt, ob ich mich mit ihr treffen dürfe, ist das in Ordnung?“,, Soll mir recht sein, aber erinnere dich daran, nichts aus deinem früheren Leben zu erzählen“, ist seine brummelige Antwort.,, Danke“, murmelst du vor dich hin und eilst zu dem Telefon. Erneut rufst du Yuna an und ihr beschließt, euch in einer halben Stunde bei dir zu treffen. Nach der genannten Zeit kommt Yuna endlich und ihr geht zusammen auf dein Zimmer. Ihr überlegt, was ihr machen könnt und beschließt dann, nach draußen zu gehen, in den Wald, der etwa einen Kilometer von dem Haus entfernt ist. In dem Wald angekommen, sucht ihr nach einem Platz, wo ihr euch hinsetzen könnt. Schon bald findet ihr eine Bank neben einer Becke und setzt euch dort hin. Ihr unterhaltet euch über allen möglichen Kram, unter anderem über BTS. Wie es bei besten Freunden so ist, fragt ihr natürlich auch gleich, wer wen am besten findet. Du erfährst, dass Yuna Taehyung gerne mag. Sie behauptet, sie liebe seine Stimme und generell sei er ihr am sympatischsten. Du erklärst, dass du Jimin gerne magst. Jedoch bist du dir nicht sicher, ob du ihn wirklich nur magst, oder vielleicht doch mehr für ihn empfindest.
    Natürlich kenne ich ihn erst seit ein paar Tagen, aber er kommt mir einfach so perfekt vor. Er ist so nett und so witzig. Dazu kommt, dass er auch noch total gut aussieht. Egal, für mich würde er auch niemals etwas empfinden.
    Zurück in der Realität unterhältst du dich weiter mit Yuna. Besorgt schaust du auf die Uhr. 20 Minuten vor 6. Yuna muss allmählich nach hause. Gemeinsam geht ihr erst zu dir und von da aus geht Yuna zurück zu ihrem Haus. Mittlerweile ist Sora auch wieder da. Sie hat gekocht zusammen esst ihr und dann gehst du in dein Zimmer. Du setzt dich auf deinen Balkon und schaust die Sterne an. Wunderschöne Nacht. Plötzlich denkst du wieder an Jimin. Empfindest du vielleicht wirklich mehr für ihn als nur Freundschaft? Du weißt es nicht und du willst jetzt auch nicht darüber nachdenken. Du hast genug andere Sorgen. Schweigend starrst du weiter in die schöne, kalte Nacht hinein.

    9
    Der nächste Morgen bricht an. Du bist schon seit einigen Stunden wach, denn du konntest nicht schlafen. Die Albträume um deine Familie quälten dich. Jetzt sitzt du wieder auf dem Balkon. Die Luft ist frisch und kühl, weshalb du deine Decke um dich geschlungen hast.
    Du weinst. Die Erinnerung an deine Eltern und deine Geschwister quält dich. Wie sehr du sie vermisst. Ob sie mich auch so vermissen? Bevor ich entführt wurde habe ich es, glaube ich, nie wirklich geschätzt, so eine tolle Familie zu haben. Seit ich jedoch nicht mehr bei ihnen bin, wünsche ich mir nichts sehnlicher, als einfach einen von ihnen in die Arme zu nehmen. Vielleicht werde ich sie nie wieder sehen. Eine Träne kullert deine Wange herunter. Du willst sie nicht wegwischen. Du willst traurig sein, deine Sorgen und Trauer herausweinen. Währenddessen geht die Sonne gerade auf. Schluchzend schaust du dem wunderschönen Naturschaubild zu. Es ist bereits Wochenende, was bedeutet, dass du nicht zur Schule musst. Also lässt du dir alle Zeit der Welt und sitzt einfach nur herum und starrst wie in einer Trance in den Himmel. Plötzlich öffnet sich die Tür deines Zimmers und Sora kommt herein. Sie sieht dich auf dem Balkon sitzen und gesellt sich zu dir. Erschrocken fährst du zusammen, als Sora ihre Hand auf deine Schulter legt. Du drehst dich zu ihr um und wünschst ihr einen schönen Morgen. Sora erwidert diesen Gruß und berichtet dir nebenbei:,, Wir wollen gleich frühstücken. Ach ja, Matthias hat erzählt, dass du morgen Geburtstag hast. Wünscht du dir etwas?“ Dein Geburtstag - den hast du schon ganz vergessen. Kurz überlegst du und sagst dann:,, Naja, es ist nur ein Wunsch, aber ich fände es ganz schön, wenn ich eine Möglichkeit hätte, meine Freunde zu kontaktieren. Ein Handy also. Aber es ist nicht nötig, ansonsten würde ich mich auch über einen Besuch im Zoo oder so freuen.“ Sora lächelt dir zu und betrachtet dich nachdenklich. Danach geht sie wieder weg. So langsam ziehst du dich an und gehst auch runter. Matthias sitzt Zeitung lesend am Küchentisch und Sora macht gerade Wasser für Tee heiß. Du setzt dich ebenfalls an den Tisch und kaust nachdenklich auf dem Käsebrot herum, das Sora dir bereitgelegt hat. Nun setzt auch Sora sich dazu und schiebt dir einen heißen Tee entgegen. Daraufhin bedankst du dich bei ihr. Sehnsüchtig nippst du an dem Tee. Das ist jetzt genau das Richtige, schließlich saßt du zwei Stunden bei 4°C auf dem Balkon. Auf einmal sagt Sora etwas zu Matthias auf koreanisch. Verwirrt schaust du von dem einem zum anderen. Was sagen sie da? Reden sie über mich? Matthias guckt dich kurz nachdenklich an und richtet seinen Blick dann wieder auf seine Frau. Soras Mann nickt ihr kurz zu und trinkt dann seinen Kaffe zuende. Dann schiebt er den Stuhl vom Tisch, steht auf und kündigt an, dass er jetzt zur Arbeit gehe. Schnell gibt er seiner Frau noch einen Kuss auf die Wange und verschwindet dann. Eigentlich bist du froh darüber, dass er weg ist. Matthias ist dir unsympatisch, was vielleicht auch daran liegen mag, dass er dich entführt hat und dann hungern ließ...
    Du stehst vom Tisch auf, da klingelt das Telefon. Sora geht heran und ruft dich zu deiner Überraschung.,, Es ist Hoseok. Er fragt, ob du heute bei den Proben vorbeigucken willst zum Zuhören. Er meint, dass du auch gerne deine Freundin Yuna mitbringen darfst. Er würde dich in etwa 1 1/2 Stunden abholen. Hast du Lust?“ Hastig nickst du. Sora legt wieder auf und reicht dir direkt das Telefon, dass du bei Yuna anrufen kannst. Aufgeregt wählst du ihre Nummer. Du brauchst nur wenige Sekunden warten, da nimmt Yuna auch schon ab. Du erzählst ihr von dem Plan und sie sagt natürlich zu. Zusagen ist da ein vollkommen falscher Ausdruck. Sie rastet förmlich aus und betet dich wie einen Gott an. Du kannst dir das Lachen nicht verkneifen. Dann verabschiedet ihr euch auch schon wieder voneinander und du machst dich schonmal fertig. Nach einer Stunde steht Yuna mit einem Grinsen, von einem Ohr zum anderem, vor deiner Haustür. Eine weitere halbe Stunde später stehen Seokjin und Hoseok dort. Sie laden euch beide ins Auto ein und ihr fahrt los, zum Gebäude von Big Hit. Dort werdet ihr in einen großen Raum geführt, wo die Jungs bereits stehen und proben. Yuna bekommt beim Betreten des Raums einen halben Herzinfakt und du begleitest die erstarrte Yuna in den Raum. Die Musik endet und die Jungs hören auf zu tanzen. Herzlich begrüßen sie euch. Als Taehyung an Yuna vorbeikommt und ihr zur Begrüßung die Hand gibt, fängt Yuna auf einmal an vor Freude zu weinen. Taehyung ist verwirrt und wischt Yuna die Tränen von der Wange. Dies ist allerdings nicht wirklich förderlich. Damit Yuna sich etwas abregen kann, schlägst du vor, dass die Jungs weiter proben. So passiert es auch und sie tanzen euch diverse Choreographien für ihr Debüt vor. Yuna ist in der Zeit wieder etwas heruntergekommen und quiekt nicht mehr die ganze Zeit wie ein Ferkel, das gerade geschlachtet wird, wenn Taehyung sie anguckt. Am Ende der Probe lässt Hoseok noch einmal deinen Lieblingssong laufen, War of harmone. Schmunzelnd sitzt du mit Yuna am Rand, während die Jungs tanzen. Auf einmal, ohne Vorwarnung zieht Jimin dich auf die Tanzfläche und tanzt verrückt mit dir. Zwischendurch hebt er dich hoch und setzt dich auf seine Schultern. Dabei hüpft er dann wie ein wildgewordenes Pferd. Du kannst dich vor Lachen kaum halten und vergisst zwischendurch sogar zu atmen. Yuna sitz immer noch dort und hört nicht mehr auf dich auszulachen, während du zwischendurch immer wieder hilflos zu ihr rüberschaust. Doch sie bleibt nicht verschont. Taehyung zieht sie nach oben und hebt sie wie einen Mehlsack über seine Schulter. Vorerst ist Yuna verwirrt und weiß sich nicht zu helfen, aber schon nach wenigen Minuten ist ihre Schüchternheit überwunden und sie lacht mit dir aus vollem Halse. Die anderen heben sich auch gegenseitig hoch. Namjoon nimmt Seokjin auf die Schultern, jedoch verlässt ihn nach einer Weile die Kraft und er fällt mit Seokjin auf sich um. Spätestens da sind alle am Lachen. Als der Song zuende ist, lassen Jimin und Taehyung euch wieder runter und ihr versucht vor lauter Lachen wieder Luft zu bekommen. Keuchend sitzt ihr alle auf dem Boden. Erst nach einigen Minuten des Auf-dem-Boden-liegen habt ihr euch wieder erholt. Es ist schon Nachmittag und ihr beschließt, dass es Zeit ist, zurück zu gehen. Also bringen die Jungs euch wieder zurück. Yuna bleibt noch eine Weile bei dir. Ihr setzt euch in dein Zimmer und redet über das Geschehene. Ihr plaudert und lacht und plötzlich sagt Yuna:,, Du und Jimin, ihr passt echt gut zusammen. Wirklich. Ihr würdet voll das gute Paar abgeben.“ Du errötest etwas und meinst dann, um von dir abzulenken:,, Ne, ich finde, dass du und Taehyung sehr gut zusammen passen würdet. Mir ist ganz warm ums Herz geworden, als er dich hochgenommen hat.“ Yuna kichert etwas, sie scheint ebenso zu denken wie du. Du lächelst sie wissend an und sie gesteht:,, Ich muss sagen, Taehyung ist wirklich ein toller Kerl. Ich könnte ihn mir tatsächlich ganz gut als Partner vorstellen, aber das wird sowieso nicht passieren.“ Du musst schmunzeln und bist froh, dass Yuna dich nicht weiter auf Jimin anspricht, denn es ist dir peinlich.
    Tatsächlich hast du dich in Jimin verliebt.

    10
    Nach etwa einer Stunde ist Yuna wieder gegangen. Ihr habt viel gelacht und Quatsch gemacht. Glücklich legst du dich auf dein Bett. Ich glaube, ich habe jetzt eine beste Freundin. Ohne es zu merken sinkst du langsam in einen tiefen Schlaf. Am nächsten Tag wirst du von Sora geweckt, die gerade singend in dein Zimmer kommt. Glücklich schlägst du die Augen auf. Sora hält einen Kuchen in den Händen und kommt grinsend auf dich zu. Du kannst nicht anders, du grinst zurück. Kichernd und gleichzeitig singend setzt sie sich zu dir auf dein Bett und streicht durch dein, noch immer rot-braunes, Haar. Du pustest die Kerzen aus und umarmst dann Sora. Sie ist so gut zu dir. Sie könnte tatsächlich wie eine Mutter zu dir sein. Sie sorgt sich um dich, will dir Freuden machen und gibt dir das Gefühl von Liebe. Sie ist nicht meine Mutter und das wird sie auch niemals sein. Aber dennoch liebe ich sie. Sie ist wie eine Mischung zwischen meiner Mutter und einer besten Freundin. Sora erwidert die Umarmung und so sitzt ihr einige, kurze Momente da. Dann löst ihr euch voneinander und geht gemeinsam in die Küche. Dort sitzt Matthias, welcher dich schüchtern anlächelt. Er hält ein schön eingepacktes Geschenk in der Hand. Dieses überreicht er dir. Erstaunt nimmst du es an dich. Du hast gedacht, du wärst ihm vollkommen egal. Vielleicht bin ich ihm auch vollkommen egal. Mir ist auch nicht wichtig, ob ich ihm etwas wert bin oder nicht. Von dem Kerl will ich auch gar nicht geschätzt werden. Mit einem teilweise gefälschtem dankbarem Lächeln nimmst du das Päckchen an dich und öffnest es. Darin ist ein Handy, um genau zu sein deins. Verwundert suchst du Matthias Blick. Dieser sagt auf Deutsch, damit Sora es nicht versteht:,, Bitteschön. Ich habe deine Kontakte gelöscht, damit du nicht deine alten Bekannten kontaktieren kannst. Aber du kannst es gerne benutzen, um deine neuen Freunde und Bekannten zu erreichen. Jedoch möchte ich es jeden Abend einmal sehen, bevor du doch alte Bekannte benachrichtigst, verstanden?“ Du lächelst und bedankst dich bei ihm. Danach esst ihr gemeinsam deinen Kuchen. Du willst gerade aufstehen, da sagt Sora:,, Wir haben für dich Yuna eingeladen. Sie wollte so um ca. 2 Uhr hier sein. Okay?“ Dankbar nickst du und gehst herauf in dein Zimmer. Dort stellst du dein Handy an und gehst ins Internet. Du googelst die Internetseite der Zeitung, die damals bei euch ausgeteilt wurde. Darin muss doch etwas über mein Verschwinden stehen, falls meine Familie mich wirklich vermisst. Schon nach einigen Minuten des Suchens wirst du fündig. Auf dem Titelblatt der Zeitung ist ein Artikel über dich
    15-jährige beim Spazieren gehen mit ihrem Hund verschwunden!
    Die 15-jährige (d/n) aus (dein Wohnort) ist am Mittwoch, den 08.10 verschwunden, als sie mit ihrem Hund durch den Wald spaziert ist.
    Eigentlich wollte (d/n) am Abend wieder da sein, jedoch ist sie nicht wieder aufgetaucht. Nur ihr Hund ist am späten Abend wieder nach hause gelaufen. Als die besorgte Mutter den Hund entegegennahm, rief sie sofort die Polizei. Ermittlungen wurden bereits getätigt. Allerdings haben diese nichts ergeben. Mit Suchhunden wurde im ganzen Wald und der Umgebung nach einem Lebenszeichen gesucht. Es wurden nur verwischte Autospuren am Rand des Waldes ausfündig gemacht. Diese konnten nicht zugeordnet werden. Noch immer ist unklar, was mit der 15-jährigen passiert ist. Vieles weist auf eine Entführung hin, jedoch konnten nach wie vor keine Hinweise dafür gefunden werden. Genauso möglich ist es, dass sie weggelaufen ist. Denn sie hatte wenige Stunden vor ihrem Verschwinden einen Streit mit ihren Eltern. Von direktem Mord kann nicht ausgegangen werden, denn es wurden weder Blut noch ein Leichnam gefunden.
    Sollte es Zeugen zum Verschwinden von (d/n) geben, sollen sich diese bitte bei der Polizei unter folgender Nummer melden: ...
    Personenbeschreibung zu (d/n):
    ...

    Geschockt schaust du auf. Deine Familie sucht nach dir.
    Wie fühlt meine Familie sich wohl gerade? Es muss schrecklich für sie sein. Was werden sie wohl jetzt von mir denken?Du kannst die Tränen nicht zurückhalten, jedoch wischst du sie direkt wieder weg. Du willst nicht traurig sein, nicht heute, nicht an deinem Geburtstag.
    Es ist schon 13:15 Uhr und du machst du dich schonmal für Yuna fertig. Schnell löschst du noch deinen Suchverlauf und gehst dann wieder nach unten. Sora singt gerade, während sie putzt und Matthias sitzt am Computer und tippt irgendetwas. Gelangweilt läufst du in der Küche herum und wartest, dass es an der Tür klingelt. Um kurz nach 2 klingelt es an der Tür und du rennst wie eine wildgewordene Wildsau darauf zu und öffnest sie. Zu deiner Überraschung steht dort nicht nur Yuna, sondern auch die Jungs von BTS. Sie alle halten Geschenke in der Hand. Glücklich fängst du an zu lachen und umarmst sie alle. Du lädtst sie in das Haus ein und ihr geht in dein Zimmer. Dort öffnest du die Geschenke. Yuna schenkt dir ein gut riechendes Duschgel mit einem Einhorn drauf. Dazu ein kleines Einhornkuscheltier. Du musst schmunzeln, denn du hast Yuna erzählt, dass Einhörner deine Lieblingstiere sind. Naja, gemeinsam mit Hunden und Katzen. Seokjin und Namjoon schenken dir einen CD-Player und Yoongi und Jungkook schenken dir dem entsprechend eine CD mit allen Liedern von BTS. Taehyung schenkt dir ein schönes Kleid, mit der Begründung, dass du dann für nächstes Mal Wechselklamotten hast. Und von Hoseok bekommst du einen Besuch beim Zoo. Da hat sich wohl jemand Rat bei der Tante geholt. Jimin überreicht dir als letzter sein Geschenk. Sein Geschenk ist das Größte - ein riesiger Teddybär, der sogar größer ist als du selbst. Zum Dank umarmst du alle. Eigentlich wolltest du Yoongi auch umarmen, der ist allerdings in deinem Bett eingeschlafen. Hoseok fragt, ob du bereit bist. Denn ihr wolltet jetzt zum Zoo. Alle zusammen fahrt ihr dort hin. Allerdings müsst ihr erst noch Yoongi wecken, was sich jedoch niemand traut.,, Immer wenn ich ihn wecke, wird er wütend“, redet Seokjin sich raus. Da die anderen sich auch rausreden, weckst du ihn am Ende auf. Es stimmt, Yoongi wird tatsächlich wütend, wenn man ihn weckt. Danach könnt ihr endlich losfahren. Beim Zoo angekommen, guckt ihr euch alle Tiere an und seid dabei sehr albern. Bei den Pferden heben dich auf einmal alle hoch und singen für dich. Dann setzen sie dich unerwarteter Weise auf eins der Pferde drauf. Ein Mitarbeiter hält dieses fest. Jedoch beschwichtigst du, dass du nicht reiten kannst. Jimin behauptet, er könne reiten und setzt sich deswegen gleich vor dich. Dein Herz macht einen Satz als das Pferd losläuft und du hälst dich an Jimin fest. Dieser hat jedoch geflunkert und kann gar nicht wirklich reiten. Jimin zerrt am Zügel und versucht irgendwie das Pferd von der Stelle zu bekommen. Du erkennst natürlich, dass er nicht reiten kann und musst lauthals lachen. Jimin ebenso.,, Ihr habt Glück, dass das Pferd so lieb ist“, erklärt der Mitarbeiter.,, Jedes andere Pferd hätte euch jetzt abgeworfen.“ Am Ende des Tages geht ihr erschöpft vom vielen Quatsch, den ihr im Zoo gemacht habt, noch bei Mc Donald's essen. Seokjin lacht:,, Zu Ehren deines Geburtstags wollen wir noch bei diesem EDLEN Restaurant essen.“ Du bist glücklich, selbst, wenn das nicht wirklich gutes Essen ist. Es ist etwas was du aus deinem Land kennst und der Spaß zählt. Der Mitarbeiter bei Mc Donald's war total überfordert als ihr mit dem voll beladenem Auto gehalten habt und 9 verschiedene Bestellungen gefordert habt. Am Ende meinte er:,, Okay, das reicht. Ihr bekommt jetzt alle ein Happy Meal und das war's. Ich habe in 10 Minuten Feierabend und ich habe keine Lust, Überstunden machen zu müssen, nur weil ihr so viele Leute seid.“ Diese Reaktion hat euch dann den Rest gegeben.,, Wie kann jemand so gegenüber seinen Kunden sein, wenn er nicht rausfliegen will?“, ist Namjoons Frage, während ihr alle lauthals lacht.,, Ich habe keine Ahnung“, konntest du nur antworten. Am Ende habt ihr alle euer Happy Meal gegessen und seid dann zurück gefahren. Du verabschiedest dich noch schnell bei allen und erzählst Sora dann, was passiert ist. Diese freut sich sehr für dich, denn du bist wirklich sehr glücklich. Es ist schon sehr spät und du gehst in dein Bett. Morgen ist Schule. Ich sollte also ausgeschlafen sein. Dann schläfst du mit einem Lächeln auf den Lippen ein und träumst von Jimin und wie du mit ihm auf dem Pferd saßt.

    11
    ,, Greta, steh endlich auf, die Schule ruft!“
    Greta. Das bin ich. Schläfrig stehst du auf und ziehst dir etwas an. Dann nimmst du deine Schulsachen und gehst runter. Matthias ist schon weg und du isst schnell mit Sora. Diese sagt auf einmal ernst zu dir:,, Du brauchst einen Privatlehrer, um schneller koreanisch zu lernen. Informiere dich doch heute bitte in der Schule, ja?“ Genervt nickst du ihr zu und gehst dann los. Auf dem Weg zur Schule triffst du schon Yuna, welche bei den letzten paar Metern den selben Weg hat wie du. Ihr tratscht ein bisschen und du erzählst ihr das mit dem Privatlehrer.,, Du Arme. Es ist bestimmt nicht leicht, koreanisch zu lernen, wenn man aus (dein Land) kommt. Dann musst du ja auch eine ganz neue Schrift lernen“, ist ihre mitfühlende Antwort. Gedankenversunken nickst du mit dem Kopf. Hoffentlich kann der dann auch Deutsch. Das wäre doch was Feines. Im Endeffekt ist das aber auch egal. Ich muss nur mit ihm oder ihr gut klarkommen. Ihr kommt in der Schule an und der Unterricht beginnt schon bald. Das Meiste verstehst du gar nicht, da der Unterricht auf koreanisch abläuft. Es wird höchste Eisenbahn, dass ich koreanisch lerne. Ich verstehe echt gar nichts! Nur in Englisch und Mathe kannst du dich in den Unterricht einbringen. Nach der Schule gehst du noch zu deiner Lehrerin und fragst sie, ob die Möglichkeit bestände, hier einen Privatlehrer zu bekommen. Diese Frage verneint sie jedoch zu deiner Enttäuschung. Zusammen mit Yuna gehst du wieder zurück und auf einmal schlägt deine beste Freundin vor:,, Was ist mit Namjoon? Der ist ein Superhirn. Sein Englisch ist klasse und er kann mit Sicherheit gut erklären. Was meinst du? Du kannst ihn ja mal anschreiben.“ Dann muss Yuna auch schon eine andere Abzweigung nehmen und ihr verabschiedet euch von einander. Du denkst über Yunas Vorschlag nach und holst auch schon dein Handy raus.
    Hi Namjoon, ich brauche noch einen Lehrer, der mir koreanisch beibringen kann. Leider macht die Schule da keine Angebote. Ich habe mir überlegt, dass du mir vielleicht ein bisschen helfen könntest. Wie wär das? Du überlegst, ob das nicht doch ein bisschen direkt ist und willst es erst wieder löschen, sendest es dann aber doch ab. Zuhause angekommen erzählst du Sora, dass es keine Möglichkeit gibt, den Privatunterricht über die Schule zu absorbieren. Und, dass du Namjoon angeschrieben hast. Gemeinsam esst ihr und dann gehst du auch schon wieder nach oben und machst Hausaufgaben. Plötzlich vibriert dabei dein Handy und du greifst danach. Namjoon hat geantwortet.
    Hi Greta, klar kann ich dir helfen. Ich habe vielleicht nicht immer Zeit, aber zwei mal in der Woche würde das wohl gehen. Wie wär's mit dienstags und donnerstags? Das sind so ziemlich die einzigen Tage, wo wir nicht proben müssen. Du kannst mir ja noch mal schreiben. OK? Schnell rennst du runter zu Sora und berichtest ihr davon. Diese ist sehr erfreut darüber und sagt zu. Zügig schreibst du es Namjoon.,, Matthias dürfte mittlerweile wieder da sein. Erzähl es ihm doch. Er ist in seinem Arbeitszimmer“, ruft Sora rüber. Daraufhin gehst du zum gennanten Platz und öffnest die Tür. Dort ist Matthias jedoch nicht. Du willst die Tür gerade wieder schließen, da fällt dir auf, dass der Computer an ist. Darauf ist ein Foto zu sehen.Was zur Hölle... Näher gehst du auf den Computer zu. Erschrocken reist du deine Augen auf und taumelst einen Schritt zurück. Deine Mutter ist auf dem Bild zu sehen. Deine Mutter in jungen Jahren und daneben ist ein junger Matthias zu sehen. Er hat seine Hand um die Schultern deiner Mutter gelegt und beide lächeln. Warum existieren Fotos von meiner Mutter und Matthias und warum guckt Matthias sie sich an? Du scrollst weiter. Dort sind noch mehr Fotos von deiner Mutter und Matthias. Erschrocken und völlig überwältigt schaust du dir die Bilder an, bis du plötzlich eine sich öffnende Tür hörst. Matthias. Schnell öffnest du das Bild, das am Anfang auf dem Bildschirm zu sehen war und rennst aus dem Zimmer. Schnell versteckst du dich in deinem Zimmer. Du hörst eine Toilettenspülung und siehst dann, wie Matthias aus dem Badezimmer geht und zurück in sein Arbeitszimmer. Keuchend lässt du dich vor der Tür auf den Boden sinken. Warum hat Matthias Fotos von meiner Mutter und sich auf dem Computer? Es sah als, als hätten sie sich nahgestanden. Was hat das zu bedeuten? Gibt es vielleicht doch einen Zusammenhang zwischen Matthias Vorgeschichte und meiner Entführung?

    12
    Noch immer verwirrt gehst du runter. Du musst Matthias noch von Namjoon erzählen. Leise gehst du zu seinem Arbeitszimmer und klopfst an. Matthias antwortet dir und im Augenwinkel siehst du noch, wie eine Seite geschlossen wird. Schnell erzählst du es ihm und seine Antwort ist nur:,, Okay. Du kannst dann wieder gehen.“ Gerade willst du wieder gehen, da hält Matthias dich auf.,, Warte noch kurz. Kanntest du die Band BTS eigentlich schon vorher? Oder kennst du jemanden aus deinem altem Umfeld, der die kennt?“ Ja, Marie, denkst du dir. Das sagst du jedoch nicht. Darum antwortest du einfach:,, Nein, niemand von meinen alten Bekannten kennt die. Ich habe auch erst hier das erste Mal von ihnen gehört.“
    Geistesabwesend nickt Matthias und starrt Löcher in die Luft. Du gehst einfach raus. Das Telefon klingelt. Gemütlich gehst du dort hin und nimmst ab:,, Hallo?“
    ,, Hi, ich bin's Yuna. Willst du heute bei mir vorbeikommen?“, ist die Antwort aus dem Hörer. Du schreist zu Sora rüber:,, Sora? Darf ich heute zu Yuna gehen?“ Sora schreit zurück:,, Ja, aber um 18:00 Uhr bist du wieder hier!“
    Du bejahst Yunas Frage und legst dann auf. Du machst dich direkt bereit und gehst los. Bei Yuna angekommen öffnet sie dir die Tür und nimmt dich herzlich in Empfang. Gemeinsam geht ihr in ihr Zimmer. Wow, ist das ein riesiges Zimmer. Ihr setzt euch auf ihr riesiges Sofa, das mitten im Raum steht und auf einmal kommt ein kleiner Junge rein und ruft etwas. Du verstehst kein Wort, denn er spricht koreanisch. Dann antwortet Yuna etwas und auf einmal läuft der kleine Junge auf dich zu und lächelt dich mit einem zuckersüßem Grinsen an. Du lächelst verlegen zurück und der Junge klettert an dir hoch, auf deinen Schoß. Dort bleibt er dann grinsend sitzen. Verwirrt schaust du zu Yuna, welche den kleinen Jungen augenblicklich böse anguckt. Daraufhin geht der kleine Junge wieder weg. Du bist noch immer verwirrt und Yuna erklärt:,, Das ist mein kleiner Bruder. Der ist leider immer so. Er ist sehr menschenbezogen und will immer spielen. Sei froh, dass du keine kleinen Geschwister hast.“ Zu gerne würdest du jetzt antworten:,, Ich habe 5 kleine Geschwister, also sag mal nichts.“ Jedoch kannst du dir das verkneifen und schaust dem kleinen Jungen hinterher.,, Ach was, ich finde ihn sehr süß. Ich hätte gerne so süße Geschwister.“ Yuna lächelt dich an und meint:,, Dann nimm ihn doch mit. Also, damit du es weißt, sein Name ist Mino, er isst am liebsten Schokolade und er wird jeden Morgen in dein Bett kommen und mit dir kuscheln wollen.“ Ihr müsst beide lachen und du sagst nur:,, Naja, ich hätte nichts dagegen.“ Nach einer Weile kommt Mino wieder und möchte auf dir reiten. Also nimmst du ihn Huckepack und läufst mit ihm durch Yunas Zimmer. Diese sitzt auf dem Sofa und muss sich das Lachen verkneifen. Der 4-jährige auf deinem Rücken hält sich krampfhaft an deinem Hals fest und lacht. Jedoch bekommst du so langsam keine Luft mehr und du nimmst ihn runter. Daraufhin wird Mino etwas bockig und beschwert sich bei dir. Selbst, wenn du ihn nicht verstehst. Yunas Mutter ruft etwas nach oben und Yuna antwortet. Als du deine Freundin fragst, was los sei, antwortet sie, dass ihre Mutter jetzt arbeiten müsse und ihr euch um Mino kümmern sollt. Das ist kein Problem für dich. Irgendwann wird es euch im Haus etwas langweilig und ihr beschließt, in den Park zu gehen. Dort lasst ihr Mino auf dem Spielplatz spielen, während ihr euch daneben, auf eine Bank, setzt. Ihr unterhaltet euch ein wenig, jedoch ist es schon viertel vor 6 und du musst zurück. Du verabschiedest dich bei Yuna und Mino und gehst nach hause. Dort wartet Sora bereits auf dich. Ihr esst gemeinsam und dann gehst du schlafen. Du bist kurz vorm Einschlafen, da denkst du auf einmal daran zurück, was du bei Matthias auf dem Computer gesehen hast und kannst nicht mehr einschlafen. Alsio gehst du auf den Balkon. Du bist jetzt hellwach und setzt dich mit deiner Decke hin. Die Nacht ist klar und kalt. Perfekt, um sich zu erkälten... Auf einmal vibriert dein Handy. Wer könnte das sein? Namjoon ruft dich über Facetime an. Du nimmst ab und erblickst Namjoons müdes Gesicht. Er begrüßt dich und als du ihn fragend anguckst, was er von dir will, erklärt er:,, Ich wollte noch einmal fragen, wie das wegen morgen ist. Wann ich kommen soll und so.“ Du willst gerade antworten, da ertönt aus dem Hintergrund auf einmal lautes Gewusel. Verwundert dreht Namjoon sich um. Dann wendet er sich wieder dir zu und lächelt verschmitzt.,, Tut mir leid, das sind die Jungs. Jimin und Jin kriegen sich gerade wieder in die Haare. Jimin hat Jins Essen gemopst.“ Schmunzelnd schüttelst du den Kopf. Plötzlich siehst du, wie Jimin mit einem Teller voller Essen in den Raum stürzt. Dieser lacht triumphierend und erblickt dich. Er winkt dir von Weitem zu und drängt sich neben Namjoon. Lächelnd guckt er dich an und schweigt. Du musst lachen. Jimin sieht so süß aus, wenn er lacht. Seine Augen sind dann immer so klein. Jimin guckt dich verwundert an und fragt, warum du lachst. Jedoch antwortest du auf diese Frage nicht und sagst einfach nur:,, Hi, Jimin. Was machst du so?“ Er antwortet mit:,, Essen.“ Dabei lächelt er wieder. Du musst ebenfalls lächeln. Allerdings verwandelt sich dieses in ein lautes Lachen, als Jin reinstürzt und brüllt:,, Jimin, gib mir sofort mein Essen wieder. Erstens ist das mein Essen und zweitens bin ich älter als du.“ Jimin springt erschrocken auf und Jin folgt diesem. Einige Runden drehen sie so in dem Zimmer und Namjoon guckt dich nur hilflos und verzweifelt an. Spätestens jetzt kannst du nicht mehr aufhören zu lachen. Was ein göttliches Bild. Es sieht aus, als wäre der süße Jimin ein kleines, ungezogenes Kind, das von seiner Mutter verfolgt wird und der Vater sitzt, von der Menschheit enttäuscht, daneben und wünscht sich einfach nur noch auf einen anderen Planeten. Das pure Chaos. Herrlich. Nach einer Weile hat Jimin es geschafft aus der Tür zu flüchten und ruft noch laut:,, Tschüss, Greta!“ Jin verfolgt ihn nach wie vor und es kehrt endlich wieder Ruhe in Namjoons Schlafzimmer ein. Dieser atmet erleichtert aus und sagt schließlich:,, Wie wär's wenn ich morgen um 15:00 Uhr komme und nach 2 Stunden wieder abzische?“,, Hört sich gut an, bis morgen. Und danke noch einmal“, sind deine abschließenden Worte. Du legst auf und beschließt schlafen zu gehen. Müde fallen dir die Augen zu.

    13
    Am nächsten Tag gehst du zur Schule. Das ist ja heute langweiliger, als jemals zuvor. Müde reibst du dir die Augen. Yuna, neben dir, sieht nicht viel begeisterter aus. Gelangweilt sitzt sie da und malt einen Vogel auf ihr Blatt. Es ist ein sehr schöner Vogel. Yuna kann sehr gut malen. Sie ist wirklich ein Naturtalent. Leider fühlst du sich nicht dazu gereizt, auch etwas zu malen und du sitzt einfach nur gelangweilt herum. Die 6 Stunden, die du in der Schule hockst, kommen dir so vor wie Ewigkeiten. Als die Schule endlich zuende ist, verabschiedest du dich von Yuna und gehst dann nach hause. Sora ist arbeiten, also bist du mit Matthias allein. Er hat gekocht. Das Essen ist simpel. Spaghetti Bolognese aus dem Supermarkt. Besser als gestampfte Algen mit gegrillten Heuschrecken.
    Nach dem Essen gehst du rauf und machst deine Hausaufgaben. Was du an Aufgabenstellung nicht verstehst, übersetzt du per Google-Übersetzer. Mittlerweile ist es schon 15:00 Uhr und es klingelt an der Tür. Es ist Namjoon. Ihr begrüßt euch und geht dann in dein Zimmer. Dort zeigt Namjoon dir ein paar Grundlagen und zeigt dir, wie man die koreanischen Schriftzeichen liest. Schon nach der ersten Stunde kannst du koreanisch lesen. Was das heißt, weißt du nicht. Aber immerhin kannst du es schonmal lesen. Die nächste Stunde bringt Namjoon dir die ersten Vokabeln und Sätze bei. Gestresst schreibst du alle Vokabeln mit, die Namjoon dir vorsagt. Diese sollst du bis Donnerstag auswendig lernen. Das schaffst du. Du bist generell sehr gut in Sprachen. Nach den 2 Stunden verschwindet Namjoon wie versprochen. Und du beschließt, ein wenig im Wald spazieren zu gehen. Es ist zwar sonnig, dafür aber sehr kalt und du kuschelst dich etwas mehr in deinen Lieblingsschal. Rauchwölkchen kommen aus deinem Mund. Es ist leise. Sehr leise. Das magst du nicht. Also fängst du an, ein wenig zu singen. Plötzlich ertönt eine Stimme von hinten. Du kannst ziemlich gut singen. Erschrocken drehst du dich um. Jimin. Was macht Jimin hier? Hat er sich wieder mit Jin gezofft? Oder verfolgt er mich? Nein, wohl kaum. Verunsichert fragst du:,, Was machst du denn hier?“ Jimin lächelt dich müde an und sagt:,, Ich bin ziemlich oft in diesem Wald. Unser Manager macht nämlich wieder Stress und da habe ich keine Lust drauf. Hier habe ich meine Ruhe. Niemand will etwas von mir und es ist schön ruhig. Keine Sorgen. Und was machst du hier, wenn ich fragen darf?“,, Ich? Mir ist nur ein bisschen langweilig gewesen. Außerdem erinnert mich dieser Wald an (dein Land), an mein Zuhause.“ Jimin guckt dich verständnisvoll an:,, Es ist sicher nicht leicht, so in einem neuen Land, in einer neuen Familie. Man muss neue Freunde finden und eine neue Sprache lernen.“ Gedankenverloren schaust du auf den Boden und behauptest:,, Es geht. Neue Freunde habe ich ja schon. Euch und Yuna. Das mit dem Koreanischlernen ist auch in Ordnung. Schließlich habe ich jetzt einen Lehrer, der mir dabei hilft.“ Jimin nickt lächelnd.,, Ach ja, das Leben wäre nicht das Leben, wenn es immer einfach wäre. Viele meinen es, aber mein Leben ist auch nicht immer einfach.“ Bedrückt antwortest du:,, Das kann ich mir lebhaft vorstellen. Andauernd muss man umherreisen und selbst, wenn man mal traurig ist, muss man glücklich tun, weil man ein Idol ist. Alle sagen, als Idol muss man das Gefühl von Lebensfreude verbreiten, aber man ist doch trotzdem nur ein Mensch. Man muss seine Gefühle unterdrücken? Das ist unmöglich. Alle erwarten von einem, perfekt zu sein. Jedoch kann niemand perfekt sein.“ Erstaunt guckt Jimin dich an:,, Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der mich so gut versteht. Du bist wirklich was Besonderes.“ Beschämt schaust du zur Seite und errötest leicht. Einige Minuten schweigt ihr. Ihr schweigt, damit die Trauer und die Sorgen sich in euch ausbreiten können. Ich will nicht andauernd traurig sein müssen. Und ich will auch nicht, dass Jimin jetzt an seine Sorgen denkt, nur weil ich es tue. Du willst etwas sagen, um die Stille zu unterbrechen, aber du weißt nicht was. Schließlich sagst du einfach:,, Das Wetter ist heute sehr schön, nicht?“ Jimin nickt und meint:,, Schön, aber kalt.“,, Ja, das ist wahr.“ Auf einmal musst du anfangen zu lachen, denn du erinnerst dich an das Spektakel, dass du gestern per Handy mit angucken durftest.,, Was ist los? Warum lachst du?“, fragt Jimin dich verwundert. Du begründest dein Lachen und auch Jimin muss schmunzeln. Kichernd fragst du:,, Geht das eigentlich immer so wild bei euch zu?“,, Ja, meistens schon“, antwortet Jimin lachend. Du erzählst:,, Ihr erinnert mich immer ein bisschen an eine Großfamilie. Jin ist die Mutter und Namjoon der genervte Vater. Yoongi ist der immer schlafende und gelangweilte Onkel und Jungkook das kleine Baby. Du und Taehyung erinnert mich an zwei verrückte Zwillinge.“ Bei dem Gedanken muss Jimin laut loslachen. Vor Lachen kommen ihm schon die Tränen. Auf einmal vibriert es in deiner Hosentasche. Dein Handy klingelt. Ängstlich geht du ran. Das ist mit Sicherheit Matthias, der sich beschwert, weil es schon so spät ist.Tatsächlich ist es Matthias. Er will, dass du zurück kommst. Also verabschiedest du dich bei Jimin und gehst zurück. Erst will er dich begleiten, aber du winkst ab:,, Nein, danke. Das ist nur ein Umweg für dich. Sieh am besten zu, dass du auch schnell zurückkommst. Ansonsten macht Mama Jin sich noch Sorgen.“ Du winkst noch kurz dem lachenden Jimin zu und rennst nach hause. Matthias erwartet dich bereits. Dieser guckt dich sehr streng an und schimpft:,, Warum bist du erst jetzt wieder da? Wo warst du überhaupt? Hm?“ Ängstlich kneifst du die Augen zu und antwortest mit bebender Stimme:,, Tut mir wirklich leid. Ich war nur eine Runde im Wald spazieren und dann habe ich die Zeit vergessen.“ Du machst dich auf noch mehr Geschimpfe bereit, stattdessen erzählt dein Entführer:,, Komm das nächste Mal bitte früher nach hause und sag mir vorher bescheid, ja? Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht.“ Dann geht er schweigend in sein Schlafzimmer. Komplett verwirrt gehst du in dein Zimmer. Was ist gerade passiert? Hat MEIN ENTFÜHRER gerade wirklich gesagt, dass er sich Sorgen um mich gemacht hat? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Erst sehe ich Matthias, wie er Bilder von sich und meiner Mutter anguckt und jetzt macht er sich Sorgen um mich? Irgendetwas stinkt hier ganz gewaltig. Es muss eine Verbindung zwischen meiner Mutter und Matthias geben. Anders kann ich mir das nicht erklären...

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    Die Tür knallt. Marie kommt weinend herein gestürzt und schmeißt sich auf ihr Bett. Dort weint und schreit sie in ihr Kissen. Verwundert und besorgt gehst du zu ihr hin. Vorsichtig, damit sie sich nicht erschreckt, legst du deine Hand auf ihre Schulter. Jedoch gleitet deine Hand einfach durch Maries Schulter durch. Als bestände sie aus Luft.
    Schon wieder ein Traum...
    Langsam ziehst du deine Hand wieder an dich und setzt dich zu ihr auf's Bett. Du würdest sie unglaublich gerne trösten, aber deine kleine Schwester bemerkt nicht mal deine Anwesenheit. Traurig sitzt du einfach nur dort. Plötzlich hörst du Geschreie aus dem Wohnzimmer. Du folgst diesem. Es sind deine zwei kleinsten Geschwister, Max und Julie. Sie stehen sich gegenüber und ziehen beide an der selben Fernbediehnung. Aus der Küche tönt ein leises Wimmern. Deine Mutter. Leise weinend sitzt sie am Tisch und hält ein Bild von dir in der Hand. Immer wieder tropft eine Träne auf das Bild und das Papier fängt schon an, sich zu wellen. Zögerlich gehst du einen Schritt auf deine Mutter zu, gehst dann jedoch direkt wieder zurück. Auf einmal geht dein Vater mit brummigem Gesicht durch deinen, scheinbar gasförmigen Körper, hindurch und holt sich einen Joghurt aus dem Kühlschrank. Er schenkt deiner Mutter keine Beachtung. Während deine Mutter jetzt nur noch stärker weint, geht dein Vater gelangweilt zurück in sein Arbeitszimmer. Dort hin, wo er herkam. Du hälst es nicht mehr aus und willst unbedingt aufwachen. Heraus aus dieser traurigen Hölle.
    Doch es geht nicht. Also gehst du die Treppe herunter, in den Wohnungsteil deiner Großeltern. Im Wohnzimmer ist niemand. Darum gehst du nach draußen, auf die Terrasse. Dort sitzt, wie immer, hustend deine Großmutter. Dein Kater liegt neben ihr, auf dem Stuhl - wie immer. Deine Oma starrt Löcher in die Luft, zeigt keine Emotionen - wie immer. Die Stille wird von deinem Opa unterbrochen, welcher gerade auf die Terrasse spaziert. Bei ihm ist die glückliche Cora - Cora, glücklich. Wie immer. Du denkst an all die Gewohnheiten, bei deinem zuhause. Oma, schweigend auf der Terrasse. Cora ist glücklich. Max und Julie streiten sich um das Fernsehprogramm. Doch auch vieles ist anders. Marie so aufgewühlt. Meine Mutter weinend. Mein Vater, naja, der war schon immer relativ emotionslos. Hier sind all die Leute, die ich liebe. Alles, was mir jemals vertraut und lieb war. Eine Träne kullert auf deinen Kater, den du gerade streichelst, der jedoch nichts merkt und deine Hand eigentlich nur die Luft streichelt. Der Gedanke macht dich nur noch trauriger. Dass du bei deiner Familie bist und du dennoch nicht ganz bei ihnen bist. Genau so ist es. Deine Gedanken und dein Herz sind ganz bei deiner Familie, aber dein Körper ist in Südkorea, bei deinem Entführer.
    Du hälst den Schmerz, den das Aufhalten bei deiner Familie bereitet, nicht mehr aus und gehst in den, dir vertrauten Wald. Ohne, dass du es merkst, gehst du zu der Stelle, wo Matthias dich überwältigt hat. Dort angekommen bemerkst du, wo du eigentlich bist. Du schaust dich um. Du siehst einen dicken Stock herumliegen. Der Stock, der einst deinen Kopf so stark traf. Auf einmal steigt deine Stimmung um. Du bist nicht mehr traurig, sondern unfassbar wütend. Wütend auf Matthias, wütend auf die ganze Situation. Wütend auf deinen Gott, dass er dir das zumutet.,, Warum? Warum ich? Was habe ich getan? Los, sag es mir! Ich will es wissen!“ Du schreist in den Himmel hinauf, mit dem Wissen, dass dich niemand hören wird. Du schreist weiter, schreist sinnlos deine Wut und Trauer hinaus. Bis du keine Stimme mehr hast und geschwächt auf den Boden sinkst und einfach nur noch weinst.

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    Schreiend und zitternd wachst du auf. War das die Realität? Ich weiß, dass es ein Traum war. Aber kann es sein, dass gerade genau das passiert? Sora kommt in dein Zimmer gestürmt und hält ein Küchenmesser in der Hand. Wie ein Massenmörder steht sie da und sucht dein Zimmer mit einem verwirrtem Blick ab. Du verstehst und stotterst:,, Tut mir leid, falls ich dich geweckt habe. Es ist alles in Ordnung. Ich hatte nur einen Albtraum.“ Verständnisvoll legt Sora das Messer weg und umarmt dich.
    Es tut gut, jemanden zu haben, der einen tröstet. Du bedankst dich bei Sora und sagst ihr, dass sie ruhig wieder gehen könne. Das tut sie dann auch und du legst dich, die Wand anstarrend, wieder hin. Schon nach einigen Minuten schläfst du wieder ein. Den Rest der Nacht träumst du nichts. Am nächsten Morgen stehst du pünktlich um 07:00 Uhr auf und frühstückst. Dann gehst du zur Schule. Die Schule ist mal wieder langweilig und das einzige, was auch nur irgendwie unterhaltsam ist, ist Yuna zu erzählen, dass du jetzt koreanisch lesen kannst. Diese ist begeistert und gratuliert dir. Du bist stolz auf dich, was du dir allerdings nicht anmerken lässt. Nach der Schule gehst du alleine nach hause, denn Yuna hat noch Nachmittagsunterricht. Naja, besser gesagt gibt sie Unterricht. Sie gibt einem 5-Klässler Nachhilfe in Englisch. Auf dem Weg erhälst du auf einmal eine Nachricht. Hoseok. Hi, Sora hat mir gerade geschrieben. Matthias ist noch arbeiten und sie steht im Stau. Sie will, dass du mit zu mir kommst. Ich werde dich in etwa 5 Minuten bei eurem Haus abholen. Freudig steckst du dein Handy zurück in die Hosentasche und beeilst dich etwas mehr, nach hause zu kommen. Du freust dich sehr, denn dir ist langweilig und du willst abgelenkt werden. Der Traum von letzter Nacht drückt dir noch immer ziemlich auf die Seele. Bei deinem Haus angekommen, erblickst du direkt ein schwarzes Auto. Darin sitzen Jin, Hoseok und ein schlafender Yoongi auf der Rückbank. Leise begrüßt du alle und setzt dich dann neben Yoongi. Erst hat sich,, die schlafende Schönheit“, so wie Hoseok ihn genannt hat, am Fenster angelehnt. Dann hat er sich jedoch zur anderen Seite gebeugt und sich an deine Schulter angelehnt. Dort schläft er noch immer friedlich wie ein kleines Baby. Du traust dich erst nicht aufzustehen, weil du befürchtest so Yoongi zu wecken. Allerdings befreit Hoseok dich aus deiner misslichen Lage, indem er sich auf Yoongi legt und laute, schrille Geräusche von sich gibt, womit er ihn natürlich aufweckt. Yoongi ist natürlich gar nicht begeistert, jedoch ist er noch zu müde, um es Hoseok zurückzuzahlen. Stattdessen murmelt er verschlafen:,, Guten Morgen, Greta. Gut geschlafen?“ Du musst lachen und korrigierst ihn:,, Es ist bereits Mittag. Aber danke der Nachfrage, ich habe gut geschlafen.“ Zwar stimmt dies nicht so ganz, aber du möchtest niemanden in Sorgen versetzen. Yoongi reibt sich verschlafen die Augen und nickt rechthaberisch. Du kannst dir das Lächeln nicht verkneifen. Gemeinsam geht ihr in die Villa von BTS. Du bist wirklich erstaunt.Das ist ja wirklich win riesiges Haus. Da lohnt es sich, berühmt zu sein.,, Wo sind die anderen?“, fragst du verwundert und Hoseok antwortet:,, Die sind alle weg. Jungkook und Tae sind im Freizeitpark, Namjoon ist einkaufen und Jimin ist trainieren. Er findet, dass er die Choreographie noch nicht richtig beherrscht. Was allerdings nicht stimmt. Jin müsste da eher noch ein bisschen üben.“ Verwirrt schaut Jin vom Herd auf:,, Wurde über mich gesprochen?“,, Nein, nein. Natürlich nicht“, ist Hoseoks spöttische Antwort. Jin wirft Hoseok einen verachtenden Blick zu und wendet sich dann wieder dem Herd zu. Nach 10 Minuten ruft Jin zum Essen. Es gibt ein toll gebratenes Steak mit köstlichen Nudeln und Soße. Das perfekte Essen. Mit Heißhunger verspeist du Jins Meisterwerk und lehnst dich dann, pappsatt wie du bist, zurück.,, Jin, das Essen war wirklich große Klasse. Mit deinen Kochkünsten könntest du wahrscheinlich sogar ein Restaurant eröffnen.“ Verlegen schaut Jin zur Seite und bedankt sich:,, Danke. Es freut mich, dass es dir geschmeckt hat. Meine Kollegen hier, sagen mir so ziemlich nie, dass es ihnen geschmeckt hat.“ Bei dem letzten Satz guckt er Yoongi und Hoseok vorwurfsvoll an. Diese bemerken seinen Blick allerdings gar nicht. Nach dem Essen hilfst du Jin noch beim Abräumen und dann geht ihr gemeinsam in den Wohnraum und spielt Spiele und unterhaltet euch. Zwischendurch ist auch Namjoon wiedergekommen, der dann ebenfalls mitgespielt hat. Nach etwa 2 1/2 Stunden bekommst du eine Nachricht von Sora, dass sie endlich wieder da ist und, dass du doch bitte zurückkommen sollst. Du bist etwas enttäuscht, denn es hat so viel Spaß gemacht mit den Jungs. Es sind wirklich tolle Kerle. Man kann sich super mit ihnen unterhalten. Hoseok ist für mich mittlerweile fast schon wie ein großer Bruder. Ich habe zwar keinen. Aber wenn ich einen hätte, würde er genau so sein. Jin ist auch toll. Yoongi natürlich auch. Er hat etwas In-sich-Ruhendes an sich, was ich sehr beneide. Du verabschiedest dich schweren Herzens von den Jungs und folgst Jin ins Auto. Dieser bringt dich noch eben nach hause und du bedankst dich bei ihm mit einer Umarmung. Winkend gehst du ins Haus. Sora nimmt dich in Empfang und du erzählst ihr, dass es gut war, dass du jetzt jedoch erst noch deine Hausaufgaben machen musst. Also gehst du nach oben, machst deine Aufgaben und schmeißt dich dann sofort auf's Bett. Du schläfst mit dem riesigem Teddybär von Jimin in den Armen ein und genießt den Geruch von deinem Geliebtem, der noch immer an dem Bären haftet.

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    Der nächste Tag verläuft langweilig, so wie die nächsten Wochen auch. Du gehst zur Schule, triffst dich zwischendurch mit Yuna oder den Jungs von BTS und grübelst über deine Entdeckungen bei Matthias.
    Doch dieser Tag wird anders.
    Heute triffst du dich mit den Jungs und Yuna. Der Treffpunkt ist beim Big Hit Gebäude. Du gehst zusammen mit Yuna dort hin. Es ist schon Ende November und es wird immer kälter. Mittlerweile sind es nur noch 2°C. Fröstelnd betrittst du mit deiner Freundin das Gebäude. Ihr geht nach oben, dorthin wo die Jungs immer proben. Wie erwartet tanzen sie bereits im Saal, hören jedoch augenblicklich auf, als ihr reinkommt. Hoseok stürmt dir entgegen und fällt dir um den Hals. Er zieht dich schreiend auf die Bühne und wirbelt dich herum. Ich denke, das soll eine Art Tanz werden. Hoseok scheint heute wieder sehr aufgedreht zu sein. Es gibt so manche Tage, wo,, dein Cousin“ sehr aufgedreht ist. So einer ist auch heute. Lachend wirbelt er dich im Kreis und dir wird auf einmal so schwindelig, dass du einfach auf den Boden plumbst. Zu deiner Überraschung setzt sich Taehyung auf dich. Aber nicht nur er, sondern auch Jungkook, Yoongi und Hoseok.
    Du zappelst wild, um sie von dir runter zu bekommen und Jimin hilft dir, indem er die anderen verscheucht. Taehyung schickt ihm einen bösen Blick und murmelt vor sich hin:,, Alter Spielverderber.“ Jimin hört das jedoch nicht. Jimin zieht dich mit Schwung hoch und steht nun nur noch wenige Millimeter von dir entfernt. Du errötest etwas und gehst peinlich berührt zwei Schritte zurück. Auf einmal ruft Jungkook aus der anderen Ecke des Raums:,, Uh, da hat sich jemand verliebt. Hm, Jimin?“
    Jimin rennt mit erhobener Faust zu Jungkook, welcher sich jedoch retten kann. Jetzt fängt auch Taehyung an und singt:,, Ai, ai, ai, was seh' ich da? Ein verliebtes Ehepaar!“ Yoongi rennt an das Klavier und spielt den Hochzeitsmarsch von Wagner und du errötest stark. Jimin errötet ebenfalls und versucht Taehyung oder Yoongi zu verprügeln. Doch auch diese erwischt er nicht. Namjoon setzt dem ganzen dann ein Ende, indem er ruft:,, Hört jetzt auf damit. Wir wollen dich gleich los, oder nicht? Kommt endlich. Wer nicht aufhört, bekommt gleich kein Eis!“ Wie auf ein Kommando sind alle ruhig und du musst kichern. Jin kommt rein und berichtet:,, Wir können jetzt los.“
    Ihr steigt alle ins Auto und fahrt los.,, Wohin geht's eigentlich?“, fragt Yuna dich leise. Du flüsterst:,, Weiß ich auch nicht, sie wollten es mir nicht sagen.“
    Nach etwa einer Stunde Fahrt haltet ihr vor einem sehr sehr altem Haus, vor dem sich ein Schild befindet mit der Aufschrift,, Horrorhaus - Finde deine Angst!“
    Hoseok scheint man auch nichts gesagt zu haben, denn er fängt auf einmal hysterisch an zu schreien:,, Ich geh da nicht rein, nein! Das mach ich nicht mit. Jin hat mir gesagt, wir gehen Kamelreiten!“
    Namjoon dreht sich verwirrt um.,, Kamelreiten?“ Dann dreht er sich zu Jin:,, Ich habe dir gesagt, du sollst dem Jungen erzählen, dass wir was Cooles machen.“
    Jin verteidigt sich:,, Kamelreiten ist doch was Cooles!“
    Du würdest jetzt gerne lachen, jedoch hast du, ähnlich wie Hoseok, Angst vor solchen Häusern. Namjoon erklärt:,, Also, wir gehen immer zu zweit. Einer muss also alleine gehen. Ich bin dafür, Hoseok geht alleine.“ Entgeistert starrt Hoseok Namjoon an und dieser betäuert schnell:,, Das war nur ein Scherz. Eine Gruppe ist zu dritt. Die Gruppen wurden bereits eingeteilt. Yoongi und Hoseok, Jin und ich mit Jungkook, Yuna mit Tae und Greta mit Jimin.“ Beim Aussteigen musst du schlucken. Du freust sich zwar, mit Jimin zu gehen, hast aber dennoch große Angst. Hoseok und Yoongi sind die ersten, sehr zu Hoseoks Missgunsten. Ihr kommt danach. Ihr lauft im 5 Minuten Takt los. Also geht ihr 5 Minuten nach Yoongi und Hoseok auch los. Ihr seid gerade drinnen, da hörst du Hoseok auch schon schreien. Ängstlich klammerst du dich an Jimin. Langsam lauft ihr um eine Ecke und ein,, toter Mann“ springt euch entgegen. Panisch klammerst du dich noch mehr um Jimin und vergräbst dein Gesicht in seiner Jacke. Jimin streichelt dir beruhigend den Kopf und ihr geht weiter. Noch viele weitere Male werdet ihr erschreckt und jedes Mal rückst du etwas näher zu Jimin. Am Ende der Tour wird noch ein Foto gemacht. Endlich ist es vorbei. Draußen warten die anderen bereits. Ihr habt euch zwischendurch nämlich verirrt und die anderen haben den Weg nach draußen schneller gefunden. Spöttisch fragt Tae:,, Wo wart ihr denn so lange? Habt ihr noch geknutscht oder was?“ Jimin schickt Tae einen tötenden Blick. Namjoon schlägt vor, dass ihr noch die Fotos anguckt. Das Foto von Hoseok und Yoongi ist göttlich. Hoseok springt gerade schreiend nach oben, während Yoongi vollkommen entspannt nebenher läuft. Das Foto der Dreier-Gruppe zeigt, wie Jin von Namjoon und Jungkook getragen wird und Tae und Yuna umarmen sich gegenseitig und schreien. Kichernd deutest du auf Yunas Foto. Diese schlägt deinen Finger weg und fängt sofort an, selbst zu lachen, denn jetzt wird euer Foto gezeigt. Du umarmst Jimin und dieser hält dich an der Schulter fest und grinst vom einem Ohr zum anderem. Ihr druckt alle Fotos zwei mal aus, damit jeder ein Exemplar von sich selbst hat und fahrt dann wieder zurück. Die ganze Fahrt über lacht ihr über eure Fotos. Am Ende bringt Jin dich und Yuna noch nach hause. Du stellst das Bild von dir und Jimin auf dein Nachtschränkchen und betrachtest es gedankenverloren. Jimin umarmt mich. Wow. Ich liebe ihn wirklich. Ich kann nichts dagegen tun.

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    Heute ist Donnerstag, also kommt Namjoon.Gelangweilt trottest du durch das Haus. Du hast schon den ganzen Tag nichts zu tun und wartest sehnsüchtig darauf, dass es endlich an der Tür klingelt. Jedoch weißt du, dass das etwa erst in 3 Stunden passieren wird. Sora und Matthias sind auch nicht da. Was soll ich denn machen? Es ist schrecklich langweilig. Vielleicht geh ich einfach mal ein bisschen in den Keller und schaue, was da so rumliegt. Weder Sora noch Matthias sind da, also kann ich gar keinen Ärger bekommen. Mit einer Taschenlampe bewaffnet gehst du vorsichtig die Kellertreppe herunter. Leise öffnest du die knarrende Tür. Du hasst es, wenn Türen Geräusche machen. Du läufst durch den kalten Keller und leuchtest sorgfältig alle Regale ab. Vielleicht gibt es hier irgendwas, was ich machen kann. Oder hier liegt ein gutes Buch rum. Wer weiß. Noch hast du nichts Besonderes gefunden, abgesehen von einem alten Brettspiel, das mehr nach Löchern als nach Spiel aussieht und einem großen, nicht funktionierendem Fernseher. Weiterhin leuchtest du alles ab, bis du an einem kleinen Bücherschrank vorbeikommst. Du ziehst ein staubiges, kleines Buch heraus und betrachtest es abweisend. Du willst es gerade wieder zurückstellen, da fällt dir auf, dass hinter diesem und einigen anderen Büchern, eine Kiste steht. Vorsichtig holst du alle Bücher, die davor stehen, raus und legst sie auf dem Boden ab. Jetzt ziehst du vorsichtig die schwere Kiste aus dem Schrank. Du stellst sie ebenfalls auf den Boden und öffnest nun den schweren Deckel. Erstaunt starrst du in die Kiste. Dort liegen 2 große Fotoalben und ein etwas kleineres, schwarzes Buch, auf welches liebevoll der weiße Schriftzug,, Wenn du dich mal an die schönen Zeiten erinnern willst, Matthias <3“ geschrieben wurde.
    Gespannt schlägst du das Buch auf und erblickst auf der ersten Seite einen kleinen Text, der berichtet:
    Lieber Matthias,
    falls Du dich jemals wieder an die schöne Zeit mit mir erinnern willst, dann schaue Dir dieses Buch an. Es zeigt all unsere gemeinsamen Erinnerungen und ich hoffe, dass noch viele weitere dazukommen werden.
    Bleib so toll wie du bist!
    In Liebe,
    Deine Emmi.

    Emmi? Das ist doch der Name meiner Mutter. Hat sie dieses Buch vielleicht gemacht? Möglich wär's. Schließlich existieren auch Bilder von meiner Mutter und Matthias. Warum auch immer...
    Du willst gerade auf die nächste Seite umblättern, da hörst du plötzlich, dass es an der Tür klingelt. Das kann doch noch gar nicht Namjoon sein. Der wollte erst in einer Stunde da sein. Schnell schiebst du die Kiste unter einen Stuhl, damit man sie nicht direkt sieht, wenn man reinkommt und gehst dann schnell nach oben und öffnest die Tür. Es ist dein Nachbar, Shiwon. Was will der denn hier? Verwirrt begrüßt du ihn:,, Hallo Shiwon. Was führt dich her?“
    Schüchtern antwortet er:,, Hi Greta. Ich wollte nur fragen, ob du für einige Stunden auf unseren Hund aufpassen könntest? Meine Eltern sind auf Geschäftsreise und ich muss etwas zu meiner Oma bringen. Leider ist meine Oma total allergisch gegen Hunde. Ich könnte ihn ja theoretisch auch vor der Tür stehen lassen, aber.“ Weiter kommt er nicht, denn du unterbrichst ihn:,, Ist schon in Ordnung, Shiwon. Das macht keine Umstände, wirklich nicht.“,, Wirklich? Das ist total toll, danke“, ruft der gleichaltrige erfreut aus. Dann übergibt er dir den Hund und verabschiedet sich dankbar.,, Ich bin in ca. 2-3 Stunden wieder da. Danke noch einmal.“
    Höflich winkst du ihm noch hinterher. Er ist wirklich ein netter Kerl. Und sein Hund ist super süß.
    Lächelnd beugst du dich zu dem Welpen herunter und streichelst ihn. Bedenklich schaust du auf die Uhr. In 15 Minuten dürfte Namjoon da sein. Also lohnt es sich nicht, jetzt noch einmal in den Keller zu gehen.
    Du führst den Hund in das Wohnzimmer und holst legst deine Zettel und Aufgaben für den Koreanisch-Unterricht bei Namjoon auf den Tisch. Du lernst schon seit einigen Wochen fleißig koreanisch und beherrschst die Sprache mittlerweile schon so gut, dass du dem Schulunterricht ohne Probleme folgen kannst und dich eigentlich auch nur noch auf koreanisch unterhältst. Darum bist du auch ziemlich stolz auf dich. Bereits nach 10 Minuten klingelt es an der Tür und wie erwartet steht dort Namjoon. Du willst ihn begrüßen, aber der Hund ist schneller. Freudig springt er an Namjoons Hosenbein, welcher den Welpen grinsend streichelt. Verwundert fragt dein Privatlehrer:,, Wo hast du den denn her? Geklaut?“ Schmunzelnd antwortest du:,, Nein, mein Nachbar Shiwon wollte gerne, dass ich für einige Stunden auf ihn aufpasse, während er weg ist.“ Verständnisvoll nickt Namjoon mit dem Kopf und fragt, ob ihr anfangen wollt. Das tut ihr auch und schon nach 2 Stunden seid ihr fertig und dein Lehrer lobt dich:,, Das machst du wirklich gut, Greta. Das kann ich nicht anders sagen. Ich kenne niemanden, der innerhalb von 2 Monaten oder was das war, so gut koreanisch sprechen kann. Naja, abgesehen von dir eben. Ich denke, dass wir jetzt noch 2 Wochen zusammen lernen und ich denke, dann kannst du es schon gut genug, sodass du in der Schule normal weiterlernst. OK?“ Du bedankst dich bei ihm für das Lob und verabschiedest ihn dann. Danach sitzt du noch etwa 20 Minuten mit Shiwons Hund im Wohnzimmer und spielst mit ihm, da ist sein Besitzer auch schon wieder da. Du gibst den Hund wieder bei ihm ab, während er sich noch einmals bei dir bedankt. Erst will er dir sogar Geld dafür geben, dass du auf seinen Hund aufgepasst hast, aber du lehnst ab.
    Nachdem Shiwon wieder verschwunden ist, gehst du erneut in den Keller. Aufgeregt kramst du die Kiste wieder unter dem Stuhl hervor und schlägst die zweite Seite auf. Tatsächlich. Du findest einige Fotos von deiner Mutter und Matthias in dem Buch. Auf den ersten paar Fotos sind sie einfach nur zu sehen, wie sie gemeinsam an irgendwelchen Orten stehen. Sie sehen aus, als wären sie einmal gute Freunde gewesen. Gespannt blätterst du weiter. Auf einmal erblickst du ein Bild, das so einiges erklärt. Erschrocken hältst du die Hand vor den Mund. Das vor dir liegende Foto zeigt, wie deine Mutter und Matthias sich küssen. Du bist schockiert.Meine Mutter hatte wirklich eine Affäre mit meinem Entführer! Es gibt also einen Zusammenhang zwischen meiner Entführung und Matthias' Vorgeschichte. Matthias war mit meiner Mutter zusammen und diese hat sich dann von ihm getrennt, als meine Mutter meinen Vater kennengelernt hat. Jetzt ist Matthias wütend auf sie und hat mich deswegen entführt. Jetzt macht alles einen Sinn!

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    Du willst gerade auf die nächste Seite umblättern, da hörst du auf einmal, wie die Hasutür knallt. Erschrocken schaust du auf die Uhr.Schon viertel nach 7! Matthias ist von der Arbeit wieder da! Hastig packst du alle Sachen zusammen und schiebst sie zurück in den Schrank. Wie der Blitz wuselst du die Treppe hoch. Vor der Tür bleibst du stehen und lauerst vorsichtig heraus. Ein Schatten huscht durch die Küchentür. Also ist Matthias dort! Du fasst all deinen Mut zusammen und rennst hoch in dein Zimmer. Matthias hat es nicht mitbekommen. Erschöpft schmeißt du dich auf dein Bett. Matthias hatte wirklich eine Affäre mit meiner Mutter. Was soll ich jetzt machen? Soll ich ihn darauf ansprechen? Nein, ich werde morgen erneut in den Keller gehen. Matthias und Sora müssen morgen früh beide arbeiten, das heißt, dass ich dort ungestört rumschnüffeln kann. Allerdings werde ich mich krankstellen müssen. Das bekomme ich wohl hin. Nachdenklich gehst du an dein Fenster. Es ist noch nicht einmal so spät, dafür aber schon stockdunkel. Es ist bewölkt und nicht einmal der Mond ist durch die dichte Wolkendecke zu sehen. Bedrückt setzt du dich an deinen Schreibtisch. Du liebst die Nacht. Sie ist wunderschön und kalt. Zudem sind die Sterne wie Heimat für dich. Die Sterne sind immer gleich. Sie waren schon zuhause genauso wie jetzt. Sie geben mir das Gefühl von Heimat.
    Traurig schaust du erneut aus dem Fenster. Dann legst du dich in dein Bett, grübelst über den perfekten Plan des Krankstellen und schläfst schließlich ein. Die Nacht bleibt schwarz, du träumst nichts. Wobei du das sogar gut findest, so wirst du nicht erneut von dem Heimweh zu deiner Familie geplagt.
    Die Sonne scheint strähnig in dein Zimmer. Weißes Licht füllt die Dunkelheit. Die Tür öffnet sich leise und Sora flüstert liebevoll in dein Ohr:,, Aufstehen, Greta. Es wird Zeit, zur Schule zu gehen.“ Du erinnerst sich an deinen Plan und bleibst einfach regungslos liegen. Sonst stehst du immer sofort auf. Sora reckt sich sorgenvoll über dich und sagt erneut, diesmal etwas lauter:,, Aufstehen.“ Als du immer noch kein Lebenszeichen von dir gibst, rüttelt Sora energisch an dir. Endlich öffnest du die Augen einen Spalt breit und antwortest mit extra rauer Stimme:,, Was ist los?“ Sora beäugt dich misstrauisch und fragt vorsichtig:,, Alles in Ordnung? Fühlst du dich gut?“ Du fängst extra an zu weinen und hältst dir den Bauch. Gespielt weinen konntest su schon immer gut. Nur echte Tränen unterdrücken, dass fällt dir unheimlich schwer. Sora betrachtet dich sorgenvoll und meint auf deine Aussage, du habest starke Bauchkrämpfe:,, OK. Dann bleibst du heute zuhause. Soll ich hier bei dir bleiben?“ Schnell antwortest du:,, Nein, geh du ruhig arbeiten. Ich liege ja nicht im sterben. Ich komme schon zurecht.“
    Liebevoll streichelt Sora über deine Stirn und geht dann heraus. Du bleibst ruhig liegen. Nach etwa einer halben Stunde ist es totenstill im Haus. Wie von den Toten auferstanden, schmeißt du die Decke von dich und rennst mit deiner Taschenlampe in den Keller. Gezielt gehst du auf den Schrank zu und holst du Kiste heraus. Du nimmst den Deckel ab und holst erneut das kleine schwarze Buch heraus. Du blätterst die Seiten durch. Bilder von dem sich küssendem Paar, von Familienfesten, wo die beiden tanzen, von Verwandten und Matthias, von reichlich Bier und guter Stimmung. Die letzte Seite ist etwas schwerer. Du blätterst sie um. Ein kleiner Papierumschlag wurde hineingeklebt. Du öffnest ihn und holst 3 Fotos heraus. Erschrocken rutscht du etwas nach hinten und knallst gegen einen alten Kleiderschrank. Verärgert reibst du dir den schmerzenden Hinterkopf. Auf dem Foto ist eine Ultraschall-Untersuchung dokumentiert. Unten ist ein kleines Datum aufgeschrieben. Jedoch ist es verwischt und du kannst nicht erkennen, was dort steht. Gedankenverloren schaust du dir das Bild an. Auf einmal schießt es dir wie eine Kugel in das Herz. Bin das vielleicht ich im Mutterleib? Oder habe ich noch ein großes Geschwisterkind, von dem ich nichts weiß? Erneut versuchst du das Datum zu entziffern, doch keine Chance. Also legst du nun das Buch zurück in die Kiste und holst eines der Fotoalben heraus. Darauf steht,, Baby“. Aufgeregt öffnest du es. Überall sind Bilder zu sehen von deiner schwangeren Mutter und Matthias. Kein Zweifel, meine Mutter war schwanger. Ob von Matthias oder meinem Vater, weiß ich jedoch nicht. Oder kann ich überhaupt,, mein Vater“ sagen? Was, wenn gar nicht er, sondern Matthias mein Vater ist? Hoffnungsvoll und gleichzeitig entsetzt blätterst du das Fotoalbum durch. Auf einmal erblickst du ein Bild, auf dem auch dein Vater in jungen Zeiten zu sehen ist. Er und deine Mutter stehen nah beieinander, während Matthias auf der anderen Seite deiner Mutter steht. Ist das ein Zeichen dafür, dass dein Vater wirklich dein Vater ist? Aufgeregt blätterst du weiter, in der Hoffnung, noch mehr solcher Bilder zu finden. Auf noch einigen anderen Bildern ist dein Vater zu sehen. So langsam schöpfst du Hoffnung, dass deine Mutter Matthias mit deinem Vater betrogen hat und er wirklich DEIN VATER ist. Im Laufe des Buchs sieht man die Entwicklung des Bauches und auf den letzten paar Bildern ist sogar ein Säugling zu sehen. Je näher das Buch dem Ende naht, umso öfter erscheint dein Vater auf den Bildern. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass meine Mutter wirklich fremdgegangen ist mit meinem Vater. Mein Vater. Ich hoffe, ich werde ihn weiterhin so nennen können. Auf einmal vibriert dein Handy. Es ist Sora. Du gehst ran und rufst mit einer krächzigen Stimme:,, Hallo Sora, willst du etwas von mir?“ Diese erzählt, dass deine Nachbarin, die Mutter von Shiwon, gleich vorbeigucken wollte, wie es dir geht. Du legst wieder auf, räumst die Sachen zusammen und gehst schonmal in das Wohnzimmer. Du wickelst eine Decke um dich, damit es wirklich so aussieht, als seist du krank. Jetzt klingelt es an der Tür und du öffnest sie. Wie versprochen steht dort Shiwons Mutter. Sie begrüßt dich freundlich und fragt dich, wie es dir geht. Du antwortest mit:,, Naja, geht so. Aber es ist schon besser,“ und ihr setzt euch ins Wohnzimmer. Shiwons Mutter erzählt dir alles mögliche. Dass Shiwon gerne am Computer sitzt und so. Sie erzählt er wolle später Arzt werden. So wie sein Vater. Dazu erzählt sie noch, dass dieser heute eine Blutprobe untersuchen müsse. Auf einmal geht dir ein Licht auf.,, Shiwon möchte auch Arzt werden? Und will er dann auch sowas machen wie sein Vater? Also, dass er zum Beispiel Blut untersucht, um dann festzustellen, dass zwei Leute miteinander verwandt sind?“,, Ja, so in etwa. Also, was du meinst ist ein Vaterschaftstest. Da denken viele zuerst dran. Aber ja, so etwas will er machen“, antwortet deine Nachbarin. Nachdenklich nickst du und fragst:,, Kann der das denn auch?“ Da brabbelt seine Mutter auf einmal los und erzählt:,, Oh ja, er hilft seinem Vater auch oft dabei. Er hat solche Gerätschaften dafür alle zuhause und da darf Shiwon dann auch immer gucken. Er kann das wirklich schon gut. Er wird bestimmt mal ein toller Arzt...“ Shiwons Mutter erzählt begeistert weiter. Doch du hörst schon gar nicht mehr zu. Wenn Shiwon weiß, wie man einen Vaterschaftstest durchführt, dann kann er das bestimmt auch bei mir und Matthias überprüfen. Und dann weiß ich auch, ob er oder,, mein Vater“ mein Vater sind.

    19
    Nach etwa einer Stunde ist Shiwons Mutter endlich wieder verschwunden und jetzt weißt du, was du als nächstes machen wirst - Shiwon erklären, dass er einen Vaterschaftstest wegen dir und Matthias durchführen muss. Nur weißt du noch nicht, wie du es ihm erklären willst. Ich kann ihm ja schlecht einfach sagen:,, Hey Shiwon. Du musst unbedingt einen Vaterschaftstest für mich machen. Matthias hat mich entführt und jetzt habe ich Bilder von ihm und meiner Mutter gefunden, wie sie sich küssen. Jetzt weiß ich nicht, wer mein Vater ist. Also, wärst du so lieb?“
    Nein, so kann ich das definitiv nicht machen. Aber wie soll ich ihm das dann klar machen? Er würde mir mit Sicherheit nicht helfen, wenn ich ihm keinen triftigen Grund nenne.
    Noch eine Weile grübelst du vor dich hin, bis Sora wieder da ist. Du hast großen Hunger, darfst aber nichts essen, damit nicht auffällt, dass du alles nur gespielt hast. Den Rest des Tages liegst du also nur noch im Bett, weil Sora es so will.
    Am nächsten Tag ist schulfrei und du betäuerst Sora, dass es dir wieder gut ginge. Denn sonst lässt sie dich nicht zu den Jungs gehen. Nach einer kleinen Diskussion über deinen gesundheitlichen Zustand, lässt Sora dich endlich gehen. Du schnappst dir dein Fahrrad und fährst zu den Jungs von BTS.
    Bei ihrer Villa angekommen, stellst du dein Fahrrad ab und klingelst an der Tür. Jimin, der noch in Schlafanzug da steht und sich verschlafen die Augen reibt, öffnet dir. Verwirrt begrüßt er dich:,, Hi Greta, was machst du denn hier?“ Du erklärst lächelnd:,, Hoseok hat mich eingeladen. Er meinte, ich könnte heute vorbeikommen. Er hat gesagt, er habe heute das Ausflugsziel ausgesucht. Yuna wollte auch gleich noch kommen.“
    Jimin grinst:,, Oh, da wird sich Tae aber freuen!“
    ,, Wieso, habe ich etwas verpasst?“ Jimin antwortet kichernd:,, Er hat sich total in Yuna verliebt, das merkt nan doch. Er traut sich nur nicht, sie zu fragen.“ Du musst amüsiert lächeln. Jimin führt dich in die Küche, wo Jin gerade Kaffee aufsetzt und Namjoon Zeitung liest. Jungkook sitzt dort ebenfalls und isst eine Scheibe Brot. Immer wenn ich hier herkomme, denke ich an meine Familie. Dort lief es genau so ab. Papa hat Zeitung gelesen, während Mama Kaffee aufgesetzt hat. Julie hat gefrühstückt und der Rest war meistens noch am pennen. Du begrüßt alle und setzt dich dann neben Jungkook. Jin schmiert dir ebenfalls eine Stulle. Endlich kommt auch der Rest der Truppe. Naja, abgesehen von Yoongi, der natürlich immer noch schläft. Zusammen frühstückt ihr und weckt anschließend Yoongi, auf eine ganz spezielle Art. Tae nimmt sich ein Megafon und stellt sich direkt vor Yoongi auf das Bett. Jimin steht daneben mit einem Eimer Wasser. Tae ruft durch das Megafon:,, Aufstehen!“ Und singt dabei. Anschließend leert Jimin den Eimer Wasser über Yoongis Kopf aus. Dieser ist natürlich gar nicht begeistert und du kannst ihn durchaus verstehen, dass er immer so schlecht gelaunt ist. Denn du weißt, dass das immer so abläuft. Schnell holst du ihm ein Handtuch und trocknest ihm die Haare. Dankbar lächelt Yoongi dich an und meint laut:,, Danke Greta. Immerhin eine normale Person. Im Gegensatz zu manch anderen Leuten hier im Haus, bist du sehr nett!“ Dabei guckt er Jimin und Tae, welche einfach nur dastehen und grinsen, böse an. Jetzt klingelt es an der Tür. Yuna. Taehyung rennt schnell in sein Zimmer und zieht sich um, während du lachend zu Jimin sagst:,, Ja, der ist mega verliebt.“ Ihr öffnet die Tür und ladet Yuna ein. Nach 15 Minuten ist Tae endlich fertig mit Hübschmachen und ihr fahrt los. Wie sich herausgestellt hat, fahrt ihr in einen Wasserpark. Zwar habt ihr keine Schwimmsachen mitgenommen, aber die Jungs kaufen euch welche vorort. Während der Fahrt sitzt du neben Hoseok und Jimin, die dir abwechselnd ins Ohr flüstern, was der Plan ist. Sie erzählen, dass alle eingeweiht seien, abgesehen von Tae und Yuna.,, Alle wissen, dass Tae in Yuna verliebt ist. Er traut sich eben nur nicht, sie auf ein Date einzuladen. Also wollen wir sie heute verkuppeln“, ist Hoseoks Plan. Jimin fügt hinzu:,, Wir werden zuerst einfach nur ein paar Spiele spielen und dann werden wir rutschen. Da ist eine Attraktion, die extra für solche Verkupplungsaktionen geplant ist. Naja, eigentlich ist sie dafür nicht gedacht, aber wir haben mit den Geschäftsführern gesprochen und sie haben gesagt, sie können es einrichten. Es ist eine Wasserbahn, die durch eine Höhle führt. Der Mann, der für die Steuerung zuständig ist, wird die Bahn anhalten, wenn sie gerade ganz weit unten sind. Durch einen Lautsprecher wird er dann sagen, dass es eine Verzögerung gibt. Dann müssen sie dort einige Zeit sitzen. Da es dort unten etwas kalt ist, werden sie nah beieinander sitzen müssen.“ Hoseok erklärt weiter:,, Das ganze wird gefilmt, sodass wir mitbekommen, was passiert, beziehungsweise, wenn jemand Panik von den beiden bekommt, werden sie wieder hochgeholt. Das schöne an der Höhle ist, ist dass sie voller Tropfsteinen ist. Sie werden sich dort aussprechen können.“ Du musst schmunzeln. Was ist das für ein seltsamer Plan? Dennoch gefällt er mir. Zufällig weiß ich nämlich, dass Yuna auch in Tae verliebt ist. Als ihr endlich ankommt, steigt ihr erst aus und kauft dann Bikinis für dich und Yuna. Yuna hat einen schönen roten Bikini, der gut zu ihren langen, schwarzen Haaren passt. Du hast einen hübschen, (deine Lieblingsfarbe) Bikini. Nach dem Kauf der Bikinis geht ihr in das Wasser. Zuerst kämpft ihr im Wasser gegeneinander. Einer pro Team sitzt oben auf den Schultern des anderen. Es treten jeweils zwei Teams gegeneinander an. Du bist mit Jimin in einem Team, während Yuna natürlich mit Tae in einem Team ist. Zuerst müsst ihr gegen Hoseok und Yoongi antreten. Du und Yoongi sitzen oben, während Hoseok und Jimin euch tragen müssen. Der Kampf geht etwa eine Minute. Du ringst oben mit Yoongi und versuchst ihn runterzuschubsen, während Jimin und Hoseok sich unten gegenseitig treten. Schließlich schubst du Yoongi und er fällt herunter. Ihr habt gewonnen! Eure nächsten Gegner sind Jin und Namjoon. Jin oben, Namjoon unten. Dieser Kampf dauert nicht lange, denn schon, als ihr loslauft, stolpert Namjoon über seine eigenen Füße und fällt samt Jin hin. Jungkook assistiert als Schiedsrichter. Er dokumentiert das Spiel dramatisch. Als letztes müsst ihr gegen Tae und Yuna antreten. Dieser Kampf dauert einige Minuten. Ihr käbbelt euch, indem ihr euch gegenseitig tretet und schubst. Am Ende schubst ihr euch gegenseitig und fallt gleichzeitig hin. Jungkook ruft laut:,, Unentschieden!“ So endet das Spiel. Ihr wollt jetzt zu der Wasserbahn gehen und Jimin und Hoseok flüstern dir gleichzeitig ins Ohr:,, Operation Verkupplung hat gestartet.“ Wie der Plan besprochen wurde, setzen sich Tae und Yuna in den Wagen und fahren los. Mitten in der Höhle bleibt die Bahn dann stehen und durch die Lautsprecher dröhnt die Durchsage:,, Es gibt leider einige Verzögerungen, die Fahrt wird in einigen Minuten weitergehen.“
    Dies tritt jedoch nicht ein. Es dauert etwas länger als nur ein paar Minuten! Ihr begebt euch in den Überwachungsraum, wo alles aufgenommen wird. Ihr habt zudem ein kleines Gerät an den Wagen geklemmt, sodass ihr das Gespräch verfolgen könnt. Vorerst unterhalten sich Yuna und Tae über ganz normale Sachen. Doch schon bald wird den beiden kalt und sie rücken näher aneinander und umarmen sich. In dem Moment beneidest du Yuna etwas. Ich würde da jetzt auch gerne so mit Jimin sitzen. Nach etwa 20 Minuten werden sie ungeduldig. Auf einmal sagt Tae:,, Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das alles geplant ist.“ Verwundert beäugt Yuna Taehyung und dieser erläutert:,, Naja, die Jungs wissen etwas, das du nicht weißt. Und ich denke, sie wollten, dass wir über längeren Zeitraum alleine sind, damit ich es dir sagen kann.“ Verwirrt runzelt Yuna die Stirn. Taehyung lächelt und sagt:,, Ich habe mich in dich verliebt, Yuna.“ Geschockt schaut Yuna Tae tief in die Augen und quiekt vor Aufregung. Tae lächelt schüchtern und Yuna ruft lauthals:,, Ich liebe dich auch, Tae!“ Wie durch ein Wunder fährt der Wagen plötzlich weiter und Tae lacht:,, Oh ja, das war geplant!“ Beide lachen und umarmen sich. Ihr, die, die alles mit angeguckt haben, lacht laut und freut euch mit den beiden. Schnell rennt ihr zum Ausgang der Bahn, wo gerade der Wagen von Yuna und Tae ankommt. Yuna hat Freudentränen in den Augen, fällt dir in den Arm und fragt:,, Wusstest du davon?“ Du musst lachen und nickst. Ihr umarmt auch gegenseitig und alle beglückwünschen Yuna und Tae, welche beide überglücklich sind.
    Am Ende des Tages liegst du in deinem Bett und freust dich. Ich freue mich sehr für Yuna und Tae. Sie sind wirklich ein gutes Paar. Ob mir sowas wohl auch irgendwann passieren wird? Jemand, der mich liebt? Glücklich schläfst du ein und denkst bei dieser Person an Jimin. Ob das wohl jemals passieren wird?

    20
    Die Sonne scheint hell in dein Gesicht und blendet dich. Du kneifst deine Augen zu und starrst in den Sonnenaufgang. Schon seit einigen Stunden bist du wach. Du konntest nicht mehr schlafen, denn deine Gedanken hängen noch immer an deinem Vater - wer dein Vater ist. Es ist Sonntag und in 2 Wochen brechen die Weihnachtsferien an. Du freust dich schon sehr darauf. Schweigend nippst du an deinem Tee und stehst schließlich auf. Ich habe noch viel zu tun. Erst muss ich gleich zu Shiwon und ihn auf den Vaterschaftstest ansprechen. Dann kommt Yuna noch. Du läufst in die Küche und frühstückst. Es ist gerade mal 7 Uhr und dir ist schon langweilig. Also gehst du ein wenig spazieren. In dem Wald, in dem du Jimin vor einiger Zeit begegnet bist. Du spazierst ein wenig umher und singst dabei. Du singst sehr gerne und deiner Meinung nach auch nicht schlecht, aber du traust dich nicht, jemandem vorzusingen. Also weißt du gar nicht, ob du wirklich singen kannst oder nicht. Mittlerweile ist es schon fast 10 Uhr und du beschließt, zurückzugehen und Shiwon aufzusuchen. Du gehst vorher noch kurz in dein Zimmer und holst das Buch, das du im Keller gefunden hast. Du willst es Shiwon zeigen, um ihm besser verständlich zu machen, was du willst. Natürlich könnte ich auch zu einem normalen Arzt geben, aber der würde mich ohne Einwilligung eines Erziehungsberechtigten, also Matthias oder Sora, gar nicht untersuchen. Zudem würde der sofort alles an die Polizei weitergeben und ich würde meine Familie wirklich NIE wiedersehen. Also muss ich zu dem Sohn eines Arzt der sowas auch kann. Also Shiwon. Mit deinem Buch und einem 10 € Schein, falls er Geld dafür verlangt, gehst du zu Shiwon. Vor der Tür atmest du noch einmal tief durch, fasst dir ein Herz und klingelst. Ein Mann, Shiwons Vater, öffnet dir und fragt verlegen:,, Hallo Greta. Was suchst du hier? Kann ich dir was helfen?“ Du setzt ein zuckersüßes Lächeln auf und begründest:,, Ich wollte Shiwon etwas fragen. Ist er da?“ Shiwons Vater schmunzelt etwas und sagt dann:,, Ja, ich hole ihn.“
    Du weißt genau, was Shiwons Vater denkt. ErWas glaubt wahrscheinlich, ich sei seine Geliebte. Aber nein, ich bin lediglich hier, um ihn darum zu bitten, herauszufinden, wer mein Vater ist. Vollkommen normal, oder? Nach einigen Sekunden später erscheint Shiwon an der Tür und sein Vater geht lachend in das Wohnzimmer. Dein gleichaltriger Nachbar schaut dich schüchtern an und du lügst:,, Deine Mutter hat mir erzählt, dass du gerne und viel mit dem Computer arbeitest. Ich komme mit meinem neuen Computer nicht klar und wollte dich fragen, ob du mir erklären kannst, wie der funktioniert.“ Wissend guckt Shiwon dich an und meint:,, Ah okay, was ist das denn für ein Modell?“ Schnell behauptest du einfach:,, Das selbe Modell wie deins. Also kannst du mir das auch in deinem Zimmer zeigen.“ Verwundert guckt Shiwon dich an und führt dich in sein Zimmer. Es ist ein kleiner Raum, in dem nichts weiter als ein Bett, ein Kleiderschrank, der gleichzeitig ein Schreibtisch ist und der Computer. Shiwon will gerade anfangen zu erklären da unterbrichst du ihn:,, Hör mal, ich bin nicht hier, weil ich Hilfe bei meinem Computer brauche, sondern aus einem anderem Grund. Den kann ich dir aber nur erzählen, wenn du mir versprichst, es niemandem weiterzuerzählen. Verstanden?“ Shiwon nickt wortlos und du fängst an zu erzählen. Du erzählst von deiner Entführung, deiner Entdeckung und, dass du jetzt seine Hilfe brauchst, deinen echten Vater herauszufinden. Entgeistert starrt dein Nachbar dich an, als du fertig bist. Schnell fügst du noch hinzu:,, Du bist übrigens der erste und einzige, dem ich das erzählt habe. Nicht einmal Sora weiß davon.“ Fassungslos sitzt Shiwon einfach nur da und weiß nicht, was er sagen soll. Schließlich bricht er die peinliche Stille und sagt:,, Also, ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe, oder, ob das, was ich jetzt tun werde sinnvoll ist, aber ich werde dir helfen.“ Überglücklich und überrascht fällst du ihm um den Hals und bedankst dich. In dem Moment, kommt Shiwons Vater mit einem Teller Kekse in den Raum, erblickt euch und schließt die Tür leise wieder, ohne auch nur ein Wort gesagt zu haben. Verwundert guckt ihr euch an und du fragst:,, Meinst du, er hat etwas gehört?“,, Nein, ich glaube nicht, sonst wäre er gar nicht erst reingekommen“, ist Shiwons Antwort. Nach einer Weile, als ihr euch sicher seid, dass niemand mehr vor der Tür vorbeirennt, erklärt Shiwon:,, Um einen Vaterschaftstest durchführen zu können, brauche ich eine Blutprobe von dir und Matthias. Dann kann ich dir binnen weniger Tage sagen, wer dein Vater ist.,, Dein Vater“ oder Matthias.“ Nachdenklich meinst du:,, OK. Fragt sich nur, wie ich an Matthias' Blut komme, ohne, dass er etwas bemerkt.“ Gedankenverloren nickt Shiwon und schlägt schließlich vor:,, Vielleicht schneidet er sich mal oder so. Dann musst du einfach schnell das Blut mit einer Pipette aufnehmen und mir möglichst schnell bringen. Hier hast du eine Pipette. Pass gut auf, dass Matthias dich nicht dabei erwischt.“ Dankbar lächelst du ihm zu, nimmst die Pipette und plötzlich fällt dir das Buch ein. Du zeigst Shiwon noch das Foto und erzählst:,, Hier drin ist das Foto von einem Säugling im Mutterleib. Leider ist das Aufnahmedatum verwischt. Meinst du, du kannst da noch was retten?“ Du gibst ihm die Aufnahme und Shiwon betrachtet es nachdenklich.,, Ich weiß nicht. Ich könnte es per Programm auf dem Computer entziffern lassen. Allerdings dauert das ein paar Stunden. Du kannst dann morgen wiederkommen. Dann dürfte es fertig entziffert sein, falls es überhaupt noch zu entziffern ist.“ Du winkst ihm jetzt noch einmal zu und gehst. Bevor du das Haus verlässt rufst du noch schnell nach oben:,, Danke noch einmal Shiwon, dass du mir mit dem Computer geholfen hast!“ Dann schließt du die Tür und gehst in dein eigenes Wohnhaus. Ich hoffe mal, dass Matthias sich möglichst bald schneidet oder sich in irgendeiner Weise verletzt, damit ich an sein Blut komme. Hoffentlich ist Matthias nicht mein Vater...

    21
    Du wirst aus deinen Gedanken gerissen, als es plötzlich klingelt. Du gehst zur Tür. Es ist Yuna. Du gehst mit ihr auf dein Zimmer und sie erzählt dir von Taehyung, ihrem Freund, und sich. Jedoch hörst du gar nicht wirklich zu. Du bist schon in deinen eigenen Gedanken. Wer ist wohl mein Vater? Matthias oder,, mein Vater“? Schon in ein paar Tagen werde ich es wissen, hoffe ich.
    Deine beste Freundin weiß noch immer nichts von deiner Entführung und ist demnach verwirrt. Wieder wirst du aus deinen Gedanken gerissen, als Yuna dich anstupst und fragt:,, Alles in Ordnung? Ich habe das Gefühl, dass du mir gar nicht zuhörst.“ Erschrocken guckst du sie an und betäuerst:,, Nein, nein. Alles in Ordnung. Ich habe nur gerade an etwas gedacht.“
    Yuna guckt dich schmunzelnd an und meint:,, Etwas oder jemand? Du denkst mit Sicherheit an Jimin, nicht?“ Da lügst jedoch:,, Nein, ich will nichts von Jimin. Wirklich nicht.“ Toll. Das hat mir jetzt gerade noch gefehlt. Jetzt denke ich nicht mehr nur an Shiwon und meinen Vater sondern auch noch an Jimin. Wirklich toll.
    Yuna guckt dich noch immer schmunzelnd an und nickt spöttisch. Du schenkst ihr daraufhin einen vorwurfsvollen Blick. Anstatt aufzuhören, prustet Yuna los. Eigentlich willst du ernst bleiben, doch du hälst es nicht aus und lachst einfach mit. Nach einigen Minuten habt ihr euch endlich wieder fassen können und Yuna meint:,, Du bist sowas von verliebt. Da besteht kein Zweifel!“ Du magst es nicht, deine beste Freundin anzulügen und antwortest einfach:,, Naja, ein bisschen vielleicht. Aber ich möchte nicht, dass du es jemandem erzählst. Ich habe auch nicht erzählt, dass du in Tae verliebt bist. Das haben die Jungs selbst erkannt. Ist ja auch nicht schwer gewesen!“ Ihr müsst beide wieder lachen. Nach etwa einer Stunde Unterhalten und Lachen ist euch langweilig geworden und ihr geht ein wenig nach draußen in den Park, so, wie ihr es immer tut, wenn euch langweilig ist. Im Park lauft ihr ein wenig umher und füttert Enten. Enten sind Yunas Lieblingstiere und sie quiekt jedes Mal aufgeregt, wenn sie eine Ente sieht. Man merkt schon beim Betreten ihres Zimmers, dass sie ein großer Enten-Fan ist, denn überall an ihrer Wand hängen Fotos und Poster von Enten. Sie besitzt sogar ein Regal, das voller kleinen Enten-Figuren ist.
    Du selbst findest ihre Liebe zu den Wasservögeln ein bisschen komisch, aber gleichzeitig amüsierend.
    Zudem geht ihr noch zu Yunas Haus, denn ihre Mutter musste überraschend arbeiten und jemand muss auf Mino aufpassen. Weil euch langweilig ist, backt ihr, zu Freuden von dem 4-jährigem, einen Kuchen. Sonst wird nie bei Yunas Familie gebacken, weil sie das alle ganz schrecklich finden. Sie können alle nicht sonderlich gut backen. Meistens wird das Gebackene nichts und dann schwindet auch einfach die Motivation. Um ca. 19:00 Uhr musst du nach hause. Ihr holt noch eben den Kuchen aus dem Backofen und dann verabschiedest du dich auch schon von Yuna und Mino. Zuhause angekommen, schmeißt du dich als erstes auf dein Bett. Du gehst ins Internet und guckst dir irgendwelche Videos an. Auf einmal wird dir ein Video mit dem Titel,, Was passierte mit (d/n)?“, vorgeschlagen. Als Werbebild von dem Video wurde ein Foto von dir eingefügt. Du öffnest den Link. In dem Video stellt ein YouTuber seine Theorien zu deinem Verschwinden auf und erzählt einige Fakten über deine Familie. Du musst weinen.
    Was ist mit (d/n) passiert? Wurde sie ermordet und ihre Leiche verbuddelt? Ist sie entführt worden und lebt unter einer anderen Identität? Oder ist sie etwa doch selbst davongelaufen? Überall wird das Verschwinden der mittlerweile 16-jährigen thematisiert. In den Nachrichten, auf YouTube, einfach überall. Doch niemand konnte bisher herausfinden, was wirklich mit ihr passiert ist. Viele vermuten, dass sie erst entführt wurde, dann vergewaltigt und ermordet und anschließend versteckt wurde. Wer weiß, vielleicht stimmt es? Meine Theorie ist jedoch, dass sie zwar entführt wurde, aber noch lebt. Nur unter einer anderen Identität. Den Grund für meine Vermutung? Den werde ich euch das nächste Mal erzählen. Und glaubt mir, es ist ein guter Grund! Auf einmal fällt dir auf, dass der Junge ein Freund von deinem 1 Jahr jüngeren Bruder Ben ist. Was wird wohl der Grund für seine Vermutung sein? Hat Ben ihm etwas erzählt? Etwas, das ich nicht weiß?
    Du hast keine Lust, dir das Video länger anzusehen und schließt es. Du machst dein Handy aus und legst es müde auf dein Nachtschränkchen. Nach einigen Minuten schläfst du friedlich ein und wartest auf den nächsten Tag. Darauf, dass du endlich erfährst, wer dein Vater ist. Zwar habe ich noch keine Blutprobe abgegeben. Aber morgen werde ich es wohl noch irgendwie hinbekommen, an Matthias' Blut zu kommen und dann weiß ich endlich, wer mein Vater ist!

    22
    Es ist ruhig. Zu ruhig in meinem Kopf. Lebe ich überhaupt noch?
    Verwundert öffnest du die Augen und erkennst, dass du noch lebst. Du stehst auf und ziehst dich schonmal an, denn in einer halben Stunde fängt die Schule an. Genervt guckst du aus dem Fenster. Es regnet.
    Also bringt Sora dich mit Auto dort hin und meint:,, Hoseok wird dich heute wieder von der Schule abholen. Matthias und ich müssen heute beide arbeiten. Und Hoseok wollte heute sowieso noch vorbeischauen. Grüß ihn lieb von mir, wenn du ihn siehst.“ Zum Abschied winkst du Sora noch einmal und rennst dann durch den Regen in das Schulgebäude. Dort triffst du auf Yuna, die dort mit einigen anderen Mädchen steht. Als sie dich sieht, kommt sie auf dich zu und umarmt dich. Dann beginnt auch schon der Unterricht. Dieser ist wie immer eher langweilig, aber immerhin verstehst du jetzt, was dort vorne gebrabbelt wird. In der Pause unterhältst du dich mit Yuna, da kommt auf einmal Shiwon auf euch zu. Dieser ist meistens eher alleine unterwegs. Er ist damals mitten im Jahr zu seiner Klasse gestoßen, weil er vorher noch lange Zeit im Krankenhaus lag. Warum, weiß keiner so genau und Shiwon spricht auch nie darüber. Yuna guckt verwirrt abwechselnd zu dir und Shiwon. Du erzählst kurz:,, Shiwon ist mein Nachbar, er hat mir gestern mit meinem Computer geholfen und er wollte mir noch schnell etwas erklären. Shiwon setzt sich links von dich, während Yuna auf deiner rechten Seite sitzt. Du drehst deiner besten Freundin den Rücken zu und Shiwon flüstert:,, Also, ich habe das Datum entschlüsseln können, das auf dem Ultraschall-Foto zu sehen ist. Es ist der 04.03.2003 also, muss es sich bei dem Kind um dich handeln. Hast du schon an eine Blutprobe kommen können?“ Du schüttelst den Kopf und bestätigst:,, Ich werde mich darum kümmern. Ich werde noch welches bekommen, versprochen. Heute noch.“
    Shiwon nickt nur und will wieder weggehen da sagst du wie aus einem Reflex:,, Du kannst auch gerne noch ein bisschen hier bei uns bleiben, dann musst du nicht immer alleine umherlaufen.“ Shiwon bleibt ruckartig stehen und scheint zu überlegen. Schließlich setzt er sich seufzend wieder hin. Schnell flüsterst du Yuna ins Ohr:,, Das ist doch in Ordnung, oder?“ Yuna nickt nur verständnisvoll und ihr unterhaltet euch zu dritt noch ein wenig. Dann klingelt es auch schon wieder zum Unterricht und eure Wege trennen sich. Vor dem Klassenraum meint Yuna auf einmal:,, Er ist wirklich ganz nett. Ich dachte immer, er wär total komisch, aber da habe ich mich wohl geirrt.“ Du lächelst zustimmend. Nach einigen weiteren langweiligen Stunden ist die Schule zuende und du verabschiedest dich von Yuna. Schon bald entdeckst du den schwarzen Wagen, nach dem du bereits gesucht hast, und steigst ein. Du begrüßt schnell alle und dann fahrt ihr auch schon los. Bei BTS' Villa angekommem steigt ihr aus und setzt euch gemeinsam in die Küche. Dort sitzen schon alle, abgesehen eben von dir, Hoseok und Jin. Jin scheint schon vorgekocht zu haben, denn das Essen ist achon so gut wie fertig. Es ist wirklich gutes Essen. So könnte ich jeden Tag essen. Du schaust von deinem Essen auf und bemerkst, dass Jimin dich anguckt. Als du das bemerkst, guckt Jimin schnell weg. Ihr errötet beide etwas, was Taehyung scheinbar mitbekommen hat, denn er lacht leise und trällert wieder irgendwelche Hochzeitslieder vor sich hin. Du ignorierst das einfach. Auf einmal wird die peinliche Stille von Jimin unterbrochen, der erzählt:,, Wir fahren dieses Jahr wieder für eine Woche weg in den Weihnachtsferien. Hast du Lust, mitzukommen?“ Erstaunt guckst du auf. Alle am Tisch starren dich erwartungsvoll an und du sagst:,, Ja gerne, warum nicht? Ich müsste nur Matthias und Sora fragen, ob das in Ordnung ist.“ Jimin lächelt dich freudig an und isst dann weiter. Namjoon erzählt noch ein bisschen, wo ihr hinwollt und so weiter. Du hörst allerdings gar nicht mehr zu. In den Urlaub? Mit Jimin? Klar komme ich mit, da hält mich nichts von ab. Nach dem Essen guckt ihr im Wohnzimmer noch einen Film auf Netflix. Neben dir liegen Jimin und Yoongi. Yoongi schläft während des Films ein und liegt jetzt mit seinem Kopf auf deiner Schulter. Jimin scheint das nicht zu passen, denn er schiebt Yoongis Kopf, nicht gerade vorsichtig, von deiner Schulter runter. Zu deiner Verwunderung wird Yoongi dabei nicht einmal wach, sondern lehnt sich jetzt einfach an Hoseoks Schulter.
    Warum hat Jimin das gemacht? Was stört ihn daran, dass Yoongi auf meiner Schulter eingeschlafen ist? Ich meine, ja, er war mir schon sehr nah, aber das stört mich eigentlich nur wenig. Nach dem Film bringt Jin dich zurück nach hause. Matthias ist von der Arbeit bereits wieder da. Jetzt musst du nur noch an sein Blut kommen. Du hast bereits einen Plan. Schnell holst du eine Konservendose und fragst ihn mit einer zuckersüßen Stimme:,, Kannst du die bitte für mich öffnen?“ Das tut Matthias auch und schneidet sich dabei wie erwartet. Denn als er sie gerade öffnet, schlägst du,, aus Versehen“ gegen seinen Arm und er ratscht mit seiner Hand an dem scharfen Deckel entlang. Verärgert geht er in das Badezimmer, um sich die blutende Hand zu waschen. Du nutzt die Gelegenheit und nimmst das Blut, das auf dem Tisch verteilt ist, mit der Pipette auf und rennst so schnell wie möglich zu Shiwon. In ein paar Stunden weiß ich, wer mein Vater ist!

    23
    Aufgergt klingelst du an der Haustür deines Nachbarhauses. Shiwons Vater öffnet dir und schaut dich verwirrt an:,, Schon wieder ein Problem mit dem Computer?“ Verlegen lächelnd nickst du und Shiwons Vater schickt dich nach oben. Vor Shiwons Zimmer bleibst du stehen und klopftst. Shiwon ruft dich herein und du betrittst den Raum. Erstaunt starrt Shiwon dich an:,, Ich habe nicht gedacht, dass du es wirklich so schnell schaffst. Hast du ihn abgestochen, oder was?“
    Du schmunzelst und schüttelst triumphierend den Kopf.
    ,, Wie hast du es dann geschafft?“ Du erzählst ihm alles und er nickt beeindruckt vor sich hin.,, Wirklich schlau“, ist sein geistesabwesendes Lob.
    Nach einem kurzen Moment des Schweigens gibst du ihm die Pipette mit der Blutprobe. Der Gleichaltrige füllt die rote Flüssigkeit in ein Reagenzglas um und schreibt auf einen Papierstreifen darauf,, Blut Matthias“. Dann beäugt er dich erwartungsvoll und meint:,, Jetzt brauche ich noch eine Blutprobe von dir. Ich kann es dir per Spritze abnehmen. Ich weiß was du jetzt denkst:,, Kann der das überhaupt? Falls nicht, verrecke ich bestimmt an einer Blutvergiftung oder so.“ Aber glaub mir, ich habe das schon oft genug gemacht.“ Er hat recht, genau das denke ich gerade. Aber das ist meine einzige Möglichkeit. Ich muss ihm vertrauen. Also beschwigtigst du mit lauter, selbstsicherer Stimme:,, Ich vertraue dir. Fang an!“ Du streckst ihm deinen Arm entgegen. Vorsichtshalber schließt Shiwon sein Zimmer ab, falls jemand reinkommen sollte. Dann desinfiziert er die Einstichstelle und führt vorsichtig die spitze Nadel durch dein Fleisch in die Ader. Du kneifst ein wenig deine Augen zu. Ohne, dass du es merkst, zieht Shiwon die mit Blut gefüllte Sptitze wieder heraus. Auch dein Blut füllt er in ein Reagenzglas und schreibt auf dieses:,, Blut Greta“. Als er fertig mit Schreiben ist, hält er plötzlich inne und fragt:,, Ist das überhaupt dein echter Name? Greta?“ Du schaust auf den Boden und antwortest mit bedrückter Stimme:,, Nein, den Namen hat Matthias sich ausgedacht. In Wahrheit heiße ich (d/n).“ Shiwon nickt bedenklich und schaut ebenfalls bedrückt auf den Boden.,, Tut mir leid. Ich will dich nicht wieder traurig stimmen“, entschuldigt sich dein Nachbar. Du legst ihm die Hand auf die Schulter und meinst:,, Du machst mich nicht traurig. Du machst mich sehr glücklich. Wirklich sehr. Du gibst mir die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu schauen. Und dafür bin ich dir unfassbar dankbar.“ Erleichtert schaut Shiwon dich an und sagt jetzt mit einem ersten Gesichtsausdruck:,, Okay, dann wollen wir mal schauen. Ich werde wahrscheinlich einige Momente brauchen. Du kannst meinetwegen hierbleiben, kannst aber auch gehen, wenn du willst.“ Du nickst ihm dankbar zu und erklärst:,, Okay, dann werde ich gehen. Ich bin, glaube ich, ein bisschen schnell verschwunden. Matthias und Sora wundern sich sicherlich bereits, wo ich bin“ Dann verschwindest du und lässt deinen neuen Kumpel alleine.
    Zurück in deinem Haus, gehst du in dein Zimmer und machst Hausaufgaben. Danach hilfst du Sora beim Abwasch und Matthias beim Schälen der Möhren. Auf einmal fragt er dich:,, Wohin bist du gerade eigentlich verschwunden?“ Schnell antwortest du:,, Ich war bei Shiwon. Er wollte mir bei etwas helfen.“ Matthias schaut dich verwundert an. Doch du weichst seinem Blick aus und starrst weiter auf das Gemüse vor dir.,, Und wobei, wenn ich fragen darf?“,, Mit dem Computer. Wir arbeiten in der Schule momentan mit diesen und ich weiß nicht, wie die funktionieren. Dabei hat er mir dann eben geholfen. Er hat das selbe Modell“, ist deine plumpe Antwort. Bitte kauft er mir das ab. Bitte! Matthias fragt nicht weiter und du bist sehr dankbar dafür. Wenig später esst ihr zusammen zu Abend. Anschließend gehst du wieder auf dein Zimmer. Es sind etwa 2 Stunden vergangen, seit du bei Shiwon warst. Du vist extrem aufgeregt und hast das Gefühl, du platzt jeden Moment. Auf einmal klingelt es an der Haustür. Shiwon? Schnell wie der Blitz sprintest du zur Haustür.
    Tatsächlich ist es Shiwon. Du lädtst ihn in dein Zimmer ein. Auf einmal kommt Sora um die Ecke und fragt neugierig, was Shiwon hier wolle. Du flunkerst schnell:,, Ich wollte ihm zum Dank, dass er mir geholfen hat, meine Englisch-Übungszettel ausleihen“ Sora nickt verstehend und ihr geht endlich in dein Zimmer. Vorsichtshalber streckst du noch einmal den Kopf aus der Tür und guckst nach, wo Matthias und Sora sich rumtreiben. Sora ist im Wohnzimmer und Matthias ist in seinem Arbeitszimmer und tippt auf dem Computer herum. Nervös setzt du dich auf dein Bett und reibst dir aufgeregt über die Oberschenkel. Shiwon macht es sich auf dem Schreibtischstuhl gemütlich und fängt an, zu erzählen:,, Also, ich habe die Blutwerte und -Aufbauten überprüft und festgestellt, dass du erstens tolle Blutwerte hast, das ist die gute Nachricht, und zweitens, dass sie genau mit denen von Matthias übereinstimmen. Das heißt, dass Matthias dein leiblicher Vater sein muss. Das ist die schlechte Nachricht.“ Du fängst an, zu weinen. Matthias? Mein leiblicher Vater? Und meine Eltern haben mir nie etwas davon erzählt. Vielleicht wissen sie noch nichtmal etwas davon? Nein, wie sollte man das nicht in Erwägung ziehen können? Natürlich wissen sie es. Shiwon holt dich in die Realität zurück, als er sich neben dich setzt und zögerlich seinen Arm um deine Schultern legt. Aufmunternt spricht er dir zu:,, Alles wird gut. Wirklich. Ich pass auf dich auf. Versprochen. Und glaube mir, es könnte noch schlimmer sein. Naja, mir fällt gerade kein Beispiel ein, aber OK.“ Ein müdes Lächeln huscht über dein Gesicht. Jetzt hält Shiwon dir einen Zettel vor die Nase und erklärt:,, Hier vorne siehst du, dass das Blut nahezu identisch ist. Siehst du das?“ Verzweifelt guckst du darauf und versuchst erfolglos etwas anderes zu sehen. Wieder musst du weinen, doch du wischst deine Tränen einfach weg. Auf einmal fragst du mit zittriger Stimme:,, Meinst du, deswegen hat er mich entführt? Weil ich seine Tochter bin und er mich noch nie gesehen hat?“ Ratlos schaut Shiwon umher und sagt schließlich:,, Es spielt doch keine Rolle, warum er dich entführt hat, Hauptsache ist, dass es unrecht ist und er ins Gefängnis gehört!“ Empört starrst du ihn an und murmelst verzweifelt:,, Ich möchte nicht, dass du auch nur irgendjemandem davon erzählst. Nicht mal deinem Haustier. Denn wenn das herausgefunden wird, lässt Matthias meine Familie töten. Er weiß, wo sie wohnt und ich bin mir sicher, dass er genug Drahte zu komischen Leuten hat, um es irgendwie in die Wege zu leiten, dass meine gesamte Familie stirbt. Er muss das alles genau geplant haben. Überall in den Medien wird über mein Verschwinden berichtet und davon, dass keinerlei Hinweise oder auch nur Anzeichen von meinem Dasein gefunden wurden. Er hat das von vorne bis hinten geplant und wird vor nichts zurückschrecken. Vor rein gar nichts.“ Shiwon sieht dich mitleidig an und umarmt dich freundschaftlich.,, Ich werde es niemandem sagen, versprochen.“
    Es ist schon 20:00 Uhr und Shiwon muss wieder nach hause. Also verabschiedet ihr euch voneinander und du legst dich erschöpft auf dein Bett. Der ganze Tag war einfach nur erschöpfend für dich und du weißt einfach nicht mehr, was du tun sollst. Gedankenverloren starrst du an die Decke. Schließlich schläfst du ein und träumst von deiner Familie und davon, dass Matthias dein Vater ist.

    24
    Matthias betritt dein Zimmer und ruft deinen Namen. Er ruft nicht Greta sondern wirklich deinen Namen.,,(d/n), komm her, meine Tochter.“ Eine blutrünstige und verrückte Seele spiegelt das Gesicht deines Entführers wieder. Erschrocken weichst du einige Schritte zurück, doch da kreuzt auch schon die Wand deinen Weg. Matthias kommt immer näher auf dich zu und steht schließlich nur noch wenige Centimeter von dir entfernt. Panisch atmest du schnell ein und aus, als plötzlich deine Mutter reinstürmt und fragt:,, Matthias, was machst du dort mit unserer Tochter?“ Jetzt poltert auch der, den du vorher für deinen Vater gehalten hast, rein, Klaus. Wütend brüllt er:,, Emmi, du hast mich betrogen mit diesem Schweinehund, Matthias! Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben und mit dir auch nicht, (d/n)!
    Ich liebe nur MEINE Kinder!“ Dann schlägt er laut die Tür zu und geht. Du drehst dich zu deinen Eltern um. Doch deine Mutter ist nicht mehr da. Nur noch dein Vater Matthias. Dieser kommt langsam auf dich zu und von überall hörst du die Stimmen deiner Halbgeschwister und Klaus, dem Mann der einst dein Vater war. Sie alle rufen leise:,, Verräter!“ Von überall kommen die Stimmen der Menschen, die du so sehr liebst. Du hältst es nicht mehr aus und schreist laut. Du schreist, um die Geräusche von außen auszublenden. Die Beschimpfungen deiner,, Familie“. Du kreischst immer lauter, immer schriller, immer qualvoller, bis die Stimmen endlich verblassen. Stattdessen flüstert eine, dir mittlerweile vertraute Stimme,:,, Greta, was ist los? Was hast du?“ Die Stimme ist nicht mehr, als ein leiser Hauch. Verwirrt lauschst du in den leeren Raum, in dem du jetzt ganz alleine stehst. Langsam wird die Stimme immer lauter und deutlicher. Doch du kannst nicht deuten, wo sie her kommt.
    Auf einmal spürst du eine Hand auf deiner Schulter und du schreckst auf.
    Ein Traum...
    Vorsichtig öffnest du deine, von den Tränen verklebten, Augen und schaust in das freundliche und besorgte Gesicht von Sora. Diese fragt dich erneut:,, Was ist los Greta? Geht es dir gut?“ Sora fasst besorgt auf deine Stirn, zieht ihre Hand schnell wieder weg und sagt besorgt:,, Du bist ja ganz heiß!“ Sora holt schnell ein Fiebermessgerät und steckt es dir unter die Achsel. Verwirrt stammelst du:,, Matthias, nein. Papa, nimm mich zurück. Lass mich nicht alleien, bitte!“ Sora runzelt die Stirn. Sie hat kein Wort verstanden, schließlich sprich sie kein Deutsch. Das Messgerät piept und Sora schaut darauf. Erschrocken legt sie es auf dein Nachtschränkchen.,,40°C! Du hast hohes Fieber, Greta. Morgen gehen wir zum Arzt. Naja, eigentlich ja heute. Schließlich ist schon 3 Uhr nachts. Benebelt von deinem Fieber hörst du die Stimmen und Geräusche um dich herum nur gedämpft. Klar sehen tust du auch nicht und schließlich schläfst du erschöpft wieder ein. Am nächsten Morgen wachst du auf, als 3 Leute in dein Zimmer kommen. Dein Vater Matthias, Sora und ein Mann, den du nicht kennst. Verwirrt glotzt du die Neuankömmlige an. Sora erklärt dir, dass der Mann ein Arzt sei und, dass er dich untersuchen wolle. Verschwommen siehst du, wie der Arzt auf dich zukommt und deine Temperatur misst. Was er sonst noch macht weißt du gar nicht, denn du bist so geistesabwesend, dass du denkst, du seist näher am Tod, als am Leben. Du bemerkst nur, wie der Arzt wieder aufsteht, etwas zu Sora und Matthias sagt, ihnen etwas in die Hand drückt und dann verschwindet er gemeinsam mit Sora. Nur Matthias ist jetzt noch bei dir. Er setzt sich zu dir, auf dein Bett und legt seine Hand in deine. Du wilst sie wegnehmen, bist aber zu schwach dafür. Du hörst nur, wie dein Vater die Nase hochzieht und leise, seltsame Geräusche von sich gibt, als würde er weinen. Du weißt jedoch nicht, ob es wirklich ein Weinen ist, weil du so in deinem Hören eingeschränkt bist, dass es genauso gut ein mehrfaches Niesen oder ein Lachen sein könnte. Nach einigen Minuten verschwindet auch Matthias und du bist alleine in deinem Zimmer. Wieder schläfst du. Plötzlich berührt dich eine Hand an der Stirn. Du weißt nicht, wessen Hand es ist, denn das Bild ist zu verschwommen. Du hörst sie Stimmen von Sora, Yuna und zu deiner Überraschung auch die von Shiwon. Du siehst die Umrisse von drei Gestalten, die vor deinem Bett stehen. Die sanfte Stimme von Yuna ertönt:,, Sie ist sehr krank, nicht?“ Soras Stimme antwortet:,, Ja, der Arzt hat gesagt, wenn ihre Temperatur nicht wieder sinkt, besteht die Möglichkeit, dass sie stirbt. Wahrscheinlich ist es nicht, aber es ist mit Sicherheit nicht unmöglich. Sie hat eine Körpertemperatur von 40°C. Laut dem Arzt stirbt der durchschnittliche Mensch bei einer Körpertemperatur von etwa 42°C. Ihr Körper ist bereits sehr geschwächt. Sie hat 19 Stunden am Stück geschlafen. Sie hat aber bereits Medizin genommen. Ich bin der festen Überzeugung, dass es ihr in ein paar Tagen wieder gut geht. Du spürst, wie Yuna und Shiwon dir nacheinander die Hand geben, dir Glück wünschen und sich anschließend verabschieden. 19 Stunden am Stück habe ich geschlafen? Und eine Körpertemperatur von 40°C? Ich werde jetzt ganz sicher nicht sterben! Das sehe ich nicht ein!

    25
    ,, Geht es ihr schon besser?“ Langsam wachst du auf. Was ist das für eine Stimme? Ist das nicht Hoseok? Du öffnest die Augen und blickst in das besorgte Gesicht von Jimin. Er sitzt auf einem Stuhl, direkt vor dir und starrt dir gedankenverloren ins Gesicht. Hoseok steht zusammen mit dem Rest der Jungs im Hintergrund und informiert sich bei Sora über deinen gesundheitlichen Zustand. Als Jimin bemerkt, dass du deine Augen geöffnet hast, lächelt er dich an und streicht eine Haarsträhne aus deinem Gesicht. In dem Moment, wo Jimin deine Haut berührt, schlägt dein Herz schneller. Du lächelst zurück und Jimin fragt leise:,, Na, hast du gut geschlafen?“ Zu kraftlos, um zu antworten, nickst du einfach. Jimin lächelt und dreht sich dann zu den anderen um:,, Greta ist aufgewacht.“
    Jetzt kommen auch die anderen zu dir und belächeln dich mitleidig. Hoseok legt seine Hand auf deinen Arm und meint:,, Du schaffst das schon, Greta. Wir müssen leider gleich schon weiter. Werd schnell wieder gesund, ja?“ Dann gehen sie auch schon wieder. Nur Jimin bleibt noch einen Moment, lächelt dich noch mal an und schließt dann vorsichtig die Tür.
    Einige Minuten liegst du einfach nur dort und denkst nach. Jimin. Er ist so perfekt. Ich bin wirklich in ihn verliebt. Ob er mich wohl auch so sehr mag? Keine Ahnung. Das lässt sich nur herausfinden, wenn ich möglichst schnell wieder gesund werde.

    Die Sonne scheint in dein Gesicht und du merkst, dass du dringend auf die Toilette musst. Also stehst du auf und schwankst, noch von dem Fieber geschwächt, zum Badezimmer. Nachdem du fertig bist, taumelst du die Treppe runter, zur Küche. Vorsichtig öffnest du die Tür. Matthias und Sora sitzen dort und schauen dich geschockt und gleichzeitig überglücklich an. Matthias steht glücklich auf und führt dich zum Tisch. Wortlos setzt du dich hin. Sora tischt dir ein Glas Orangensaft und eine Scheibe Brot mit Käse auf. Schweigend nimmst du die Nahrungsmittel auf und sagst dann das erste Mal seit 3 Tagen wieder etwas:,, Wie lange habe ich geschlafen und was ist in der Zeit passiert?“ Sora fängt an, mit Tränen in den Augen zu sprechen:,, Du hast jetzt so ca. 3 Tagen einfach nur im Bett gelegen. Du hattest starkes Fieber. In der Zeit sind Yuna, Shiwon und auch die Jungs von BTS vorbei gekommen.“ Besorgt, im Hinblick auf Shiwons Wissen, fragst du:,, Haben sie irgendwas erzählt?“ Sora verneint deine Frage und meint:,, Nichts Besonderes. Hoseok hat nur erzählt, dass sie dich mit in den Urlaub nehmen wollen. Wenn du willst, dann darfst du. Aber nur unter der Bedingung, dass du wieder gesund wirst.“ Du lächelst und versprichst:,, Das werde ich. Danke, Sora.“
    Sora lächelt zurück und holt schnell ein Fiebermessgerät. Schnell misst sie deine Temperatur.,,38,8°C. Das ist doch schonmal super“, meint dein Vater.
    Mein Vater. Bei dem Gedanken wird dir ein bisschen übel. Jedoch verdrängst du diesen Gedanken einfach. Jetzt schlägt Sora vor:,, Ich würde sagen, dass du dich noch ein bisschen hinlegst.“ Matthias ergänzt:,, Leg dich ruhig ein bisschen vor den Fernseher. Ich mache dir einen Tee.“
    So geschieht es. Du guckst schon seit einigen Stunden Fernsehen, da klingelt es an der Tür. Matthias ist arbeiten und Sora putzt gerade. Also stehst du auf und öffnest die Tür. Es ist Shiwon. Dieser guckt dich schüchtern an und du lädtst ihn in das Wohnzimmer ein. Besorgt fragt er dich, wie es dir so geht und du erläuterst ihm deinen Zustand. Shiwon nickt bedenklich und meint schließlich leise:,, Krankheiten können manchmal auch auf bedrückende Nachrichten auftreten. Ich vermute mal, dass es meine Schuld ist. Weil du jetzt weißt, wer dein Vater ist, geht es dir schlecht und du hast Fieber bekommen.“ Bedrückt schaut dein Nachbar auf den Boden und du sprichst ihm aufmunternt zu:,, Es ist nicht deine Schuld. Niemand hat Schuld, höchstens Matthias. Aber glaube mir, ich bin dir sehr dankbar, dass ich es jetzt weiß.“ Shiwon lächelt schwach. Eine Weile unterhaltet ihr euch noch über alle möglichen Sachen und schließlich muss Shiwon gehen. Zum Abschluss sagt er noch:,, Ich bin sehr froh, dass es dir jetzt besser geht. Das hast du nur geschafft, weil du so einen starken Willen hast.“ Dann schließt er die Tür hinter sich und du bist alleine.
    Vielleicht habe ich es wirklich nur überstanden, weil ich einen starken Willen habe. Vielleicht liegt es aber auch an Jimin. Er hat meine Aufmerksamkeit zum Leben zurückgeholt. Einfach nur, durch sein stumpfes Dasein...

    26
    Schnell läuft der Arzt um dich herum und untersucht dich. Gelangweilt sitzt du in dem Untersuchungsraum und wartest auf das,, OK“.
    Es sind wieder einige Tage vergangen und es geht dir deutlich besser. Jetzt soll der Arzt dich untersuchen, um festzustellen, ob es dir wieder komplett gut geht.
    Ein weiteres Mal gibt der Arzt ein nachdenkliches,, hm“ von sich und beäugt dich. Schließlich meint er:,, Es geht dir wieder gut. Ich weiß zwar nicht, wie du das geschafft hast, so schnell wieder gesund zu werden, aber das interessiert eigentlich auch nicht. Hauptsache ist, dass es dir wieder gut geht.“ Dann richtet sich der Arzt an Sora und betäuert:,, Sie kann gerne mit ihren Freunden in den Urlaub fahren. Es besteht keine Gefahr mehr.“
    Nach der Untersuchung fahrt ihr zurück nach hause. Es dauert noch eine Woche, dann sind Ferien. Du kannst es kaum erwarten. Mit BTS in den Urlaub fahren? Das ist der Hammer!
    Du sitzt gerade verträumt in deinem Zimmer, da kommt Yuna dich besuchen. Zusammen sitzt ihr im Zimmer und unterhaltet euch. Yuna ist sehr glücklich, dass du wieder gesund bist und erzählt:,, Es ist wirklich klasse, dass es dir wieder gut geht. Ich hatte in den Pausen niemanden mehr, mit dem ich abhängen konnte. Naja, ich hatte noch Shiwon. Der ist wirklich ein feinen Kerl. Allerdings wurde ich von einigen Leuten blöd angeguckt. Das hat mich aber nur wenig gejuckt.“ Du lächelst vor dich hin und fragst interessiert:,, Wie läuft es denn mit Tae? Ist noch alles in Ordnung?“ Yuna lächelt auf einmal verträumt und erzählt:,, Ja, es könnte kaum besser sein. Er ist einfach toll. Er ist so offen und lustig.“ Schmunzelnd fügst du hinzu:,, Habt ihr euch denn auch schon geküsst?“ Yuna lächelt und meint:,, Nein, noch nicht. Aber ich hätte nichts dagegen.“
    Du fängst an zu lachen:,, Das habe ich mir fast gedacht!“
    Yuna muss auch lachen. Auf einmal vibriert Yunas Handy und sie schaut verwirrt darauf und meint:,, Wenn man vom Teufel spricht.“,, Was ist los? Wer hat dir geschrieben?“,, Es ist Tae und OH MEIN GOTT!“ Aufgeregt schreist du:,, Was ist los? Was ist denn?“ Yuna antwortet mit einem Grinsen vom einen Ohr zum anderem:,, Er hat gefragt, ob ich morgen etwas mit ihm alleine machen möchte, ob wir auf ein Date gehen wollen!“ Du freust dich wirklich für deine beste Freundin und ihr quietscht beide aufgeregt. Doch auf einmal schwindet das Lächeln aus Yunas Gesicht und sie sagt traurig:,, Aber ich muss morgen auf Mino aufpassen, weil meine Eltern nicht da sind. So ein Mist.“ Ohne lange nachzudenken schlägst du vor:,, Ich kann wohl für dich auf ihn aufpassen.“ Entgeistert und gleichzeitig begeistert glotzt Yuna dich an und fragt ungläubig:,, Meinst du das ernst? Oh mein Gott, du bist wirklich die Allerbeste!“ Deine Freundin fällt dir um den Hals und du antwortest nur:,, Ich weiß, dass ich die Beste bin.“ Jetzt müsst ihr beide lachen. Nach etwa einer weiteren Stunde muss Yuna gehen und sagt noch schnell:,, Also, Tae und ich wollten uns morgen früh um 10 im Park treffen. Also bringe ich Mino um 9 Uhr bei dir vorbei. OK? Tae meinte, wir wären dann so um 19:00 Uhr oder so in der Nähe. Und das ist wirklich in Ordnung für dich?“ Du nickst nur besonnen und Yuna bedankt sich abermals bei dir. Dann ist sie auch schon weg.

    Der nächste Morgen bricht an. Es ist gerade mal 7 Uhr, da vibriert dein Handy.
    Hi, ich bin's Jimin. Tae hat gerade erzählt, dass er heute ein Date mit Yuna hat und hat mir befohlen, ihn nicht zu stören. Also meinte er, soll ich irgendwas machen. Hast du Lust dann mit mir etwas zu machen? Ich würde mich auf jeden Fall freuen.
    Du antwortest: Hi. Tut mir wirklich leid, aber damit das Date überhaupt möglich ist, muss ich auf Yunas kleinen Bruder Mino aufpassen. Du legst das Handy gerade weg, da vibriert es schon wieder.
    Achso, alles klar. Wie wär's, wenn ich dir beim Aufpassen helfe? Wir könnten mit Mino in den Zoo gehen oder so. Du antwortest mit einem:,, Ja gerne, du kannst dann um halb 10 hier hinkommen.“
    So ist es abgemacht. Yuna kommt mit Mino um 9 und Jimin kommt eine halbe Stunde später. Du und Mino begrüßt ihn, geht kurz ins Haus und holt etwas zu Trinken und zu Essen für Mino und geht dann zusammen in den nahegelegenen Zoo. Mino hält mit der einen Hand deine Hand und mit der anderen Hand greift er Jimins Hand. Ihr wollt Karten kaufen und die Verkäuferin fragt:,, Wollen sie ein Familienticket? Das ist günstiger. Ach ja, wie alt ist Ihr Sohn?“ Verlegen gehst du einen Schritt zurück und meinst:,, Oh, das ist gar nicht mein Sohn. Das ist der kleine Bruder meiner Freundin.“ Die Frau lächelt dich beschämt an umd erklärt:,, Ich dachte, das wäre der Sohn von Ihnen und dem jungen Mann.“ Wie auf ein Kommando reiben du und Jimin sich verlegen am Hinterkopf und die Frau schmunzelt. Im Zoo esst ihr zusammen ein Eis und du unterhältst dich mit Jimin. Gemeinsam lauft ihr an den Tieren vorbei und noch immer hält Mino deine und Jimins Hand. Einige Leute gucken euch etwas schockiert an, weil sie wohl auch denken, dass ihr die Eltern von Mino seid. Mino ist sehr glücklich und fragt dich immer wieder:,, Greta, was ist das für ein Tier?“ Oder er sagt:,, Guck mal, Jimin. Da ist ein toller Bär!“ Jimin schmunzelt und verbessert ihn:,, Das ist kein Bär. Das ist ein Gorilla. Aber ich gebe dir recht, von hinten sieht er etwas aus wie ein Bär.“ Gleichzeitig guckt ihr euch lächelnd an und Jimin deutet auf sein Herz, als wäre er so von Mino hingerissen. Du musst schmunzeln. Mino ist wirklich süß. Jimin würde bestimmt einen guten Vater abgeben...
    Am Ende lauft ihr noch durch einen kleinen Laden, wo ein Gorilla-Kuscheltier liegt, welches Mino unbedingt haben will. Schließlich kauft Jimin es ihm und die junge Frau, die hinter der Kasse steht meint zu Mino:,, Na? Du hast aber einen lieben Papa, nicht?“ Du lachst, Jimin guckt etwas bedröppelt und Mino bedankt sich noch. Beim Rausgehen sagt die Verkäuferin noch:,, Ihr Sohn ist wirklich zum Anbeißen!“ Gespielt beleidigt verlässt du den Laden und Jimin lacht:,, Dass alle denken, wir seien Minos Eltern! Das ist wirklich süß!“ Du musst ebenfalls lachen und Mino schaut nur verwirrt von dir zu Jimin. Nach dem Zoobesuch geht ihr ein bisschen zu deinem Haus und spielt ein wenig mit Mino in deinem Zimmer. Erst spielt ihr Dampflok mit ihm. Er will, dass ihr mitspielt, also tut ihr das auch. Danach esst ihr zusammen selbstgemachten Pudding vor dem Fernseher. Es ist gerade mal 15:00 Uhr und Mino wird schon etwas müde. Allerdings will er nicht ohne eine Geschichte ins Bett gehen. Also liest Jimin ihm noch eine vor. Mino liegt in deinem Bett und hört Jimin gespannt zu. Du sitzt daneben und lächelst. Das ist so unfassbar süß. Ich weiß gar nicht, wen ich süßer finde. Mino oder Jimin? Letztendlich schläft Mino ein und du verlässt das Zimmer leise mit Jimin. Ihr lächelt euch an und Jimin meint auf einmal:,, Wir würden echt gute Eltern abgeben.“ Das irritiert dich ein bisschen und du läufst rot an. Jimin bemerkt das und wuschelt dir grinsend durch deine Haare.
    Das hat dir dann den Rest gegeben. Innerlich hast du gerade einen mentalen Zusammenbruch, aber du lässt dir nichts anmerken. Nach etwa 1 1/2 Stunden wacht Mino wieder auf. Ihr geht noch ein wenig mit ihm in dem Park und füttert die Enten. Denn, genauso wie Yuna, liebt auch Mino Enten. Es ist mittlerweile schon viertel vor 7 und du gehst mit Jimin zurück zu deinem Haus. Um kurz nach 7 steht Yuna wieder vor deinem Haus, um Mino abzuholen. Sie sieht überglücklich aus und als sie Jimin sieht sagt sie:,, Oh Jimin ist ja auch da! Hattet ihr Spaß? Naja, ich sollte jetzt wirklich ins Bett, bis später und gute Nacht!“ Schnell flüstert deine beste Freundin dir noch ins Ohr:,, Ich ruf dich gleich noch einmal an. Dann erzähl ich dir alles.“ Du musst schmunzeln. Yuna ist weg und Jimin meint:,, Ich sollte auch so langsam wieder gehen. Es war sehr schön heute mit dir und Mino. Wirklich. Tae und Yuna sollten öffter auf ein Date gehen. Dann können wir wieder auf Mino aufpassen. Also, bis dann. Gute Nacht, Greta.“ Schnell gibt Jimin dir einen Kuss auf die Wange und verschwindet dann wortlos. Du stehst noch immer mit offenem Mund in der Tür. Hat Jimin mir gerade einen Kuss auf die Wange gegeben und gesagt, dass er sich öfter mit mir treffen will? OMG! Ich glaube, ich schwebe im siebten Himmel. Ist das überhaupt die Realität? Wie verzaubert taumelst du in dein Zimmer und wünscht dir, dieser Tag würde nie enden.

    27
    Noch immer komplett verwirrt und überglücklich liegst du auf deinem Bett. Jimin hat mir einen Kuss auf die Wange gegeben! Ich meine, das muss nichts bedeuten, aber es ist möglich. OMG!
    Auf einmal wirst du aus deinen Gedanken gerissen, als dein Handy klingelt. Erschrocken gehst du ran.
    ,, Hi Greta, ich bin's Yuna. Ich wollte dir doch noch alles erzählen.“
    Jetzt fällt es dir wieder ein und du fragst:,, Wie war es denn?“
    Nun rastet Yuna förmlich aus:,, Es war super. Du wirst nicht glauben, was passiert ist! Also, als erstes war ich mit Tae ein wenig im Park herumgelaufen. Er hat mir ein Eis ausgegeben und dann sind wir mit Bus in den Freizeitpark gefahren. Eigentlich habe ich ja immer Schiss in Achterbahnen und so. Das weißt du ja auch. Deswegen sind wir am Anfang auch nur in etwas ruhigeren Fahrgeschäften gefahren. Irgendwann wollte Tae aber auch in eine richtige Achterbahn. Ich hatte mega Schiss, vor allem weil schon richtig viele Leute kreidebleich wieder rausgekommen sind. Ja, wie auch immer. Wir standen da dann eine Zeit und haben darauf gewartet, dass der Wagon ankommt. Als wir endlich drin saßen, war mir zum Kotzen übel, weil ich so Schiss hatte. In dem Wagen saßen immer zwei Leute direkt nebeneinander, was ich ganz gut fand, denn so konnte ich mich an Tae festhalten. Wie dem auch sei, wir sind langsam den Berg hochgefahren und ich war schon total nervös. Auf einmal guckte Tae mich so richtig komisch an und wir starrten uns direkt in die Augen. Nur mal nebenbei, Tae hat wunderschöne Augen. Also, er hat mich komisch abgeguckt und als wir gerade runtergefahren sind, hat er mich geküsst! So richtig leidenschaftlich! Das ist der Hammer!“
    Du lachst nur und bist sehr glücklich für deine Freundin. Dann erzählt sie weiter:,, Nach dem Freizeitpark sind wir dann noch in ihre Villa gegangen und haben uns zusammen gekuschelt einen romantischen Film geguckt und wir haben uns sogar noch einige Male geküsst. Zu unserem Glück war niemand anderes in der Villa.“
    Du lachst lauthals und erzählst:,, Ja, Tae hat alle rausgeschmissen. Deswegen war Jimin auch bei mir. Er wurde einfach von Tae rausgeschmissen!“
    Jetzt lacht ihr beide laut und Yuna meint:,, War es bei euch denn auch gut? Mino meinte, es wär sehr schön gewesen, aber viele Leute haben gedacht, ihr wärt seine Eltern!“
    ,, Ja, das stimmt. Das haben viele gedacht. War ein bisschen peinlich. Aber es war wirklich sehr schön. Wir haben uns alle gut verstanden.“ Yuna freut sich und meint:,, Das hört sich doch gut an. Ich glaube, ich sollte jetzt auch schlafen gehen, schließlich ist morgen Schule. Gute Nacht, Greta. Bis morgen!“
    Dann legt Yuna auf. Du liegst noch eine Weile im Bett und schaust ein bisschen auf YouTube herum. Plötzlich stößt du auf die Fortsetzung des Videos von Ben. Du öffnest es und schaust es dir an. Hi Leute, ich bin's wieder. Ich weiß, dass schon viele sehnsüchtig auf dieses Video warten und viele von euch haben ihre Vermutungen in die Kommentare geschrieben. Naja, letztes Mal habe ich meine Vermutung kund getan und jetzt möchte ich sie begründen. Also, ich bin ein guter Freund von (d/n)s Bruder. Das heißt, dass ich relativ oft in ihrem Haus war. Demnach kenne ich auch (d/n) sehr gut. Sie ist ein sehr nettes Mädchen und auch sehr vernünftig. Einfach so weglaufen würde sie nicht, außerdem wäre sie dann schon lange gefunden worden. Naja, wie auch immer, kenne ich ihren Bruder sehr gut. Einmal war ich mit ihm in ihrem Keller. Dort stand alles mögliche rum. Unter anderem ein Karton mit Bildern von seiner Mutter, einem Mann und (d/n) als Baby. Ich weiß, dass es (d/n) war, weil ihr Name hinten auf dem Foto zu sehen war. Die meisten ddenken sich jetzt:,, Na und?“ Das Besondere an den Fotos war, dass sich (d/n)s Mutter und der Mann geküsst haben. Also haben der Bruder und ich die Mutter gefragt, wer das ist. (D/n)s Mutter hat dann erzählt, dass es ihr Ex-Verlobter ist. Aber nicht nur das, er ist auch (d/n)s Vater! Ja, das habt ihr jetzt nicht erwartet. Wir auch nicht. Naja, der Ex hieß wohl Matthias. Er hat seine Tochter seit etwa 14 Jahren nicht mehr gesehen. Denn die Mutter hat dann den Vater von all den anderen Kinden kennengelernt, ihn geheiratet und Matthias sitzen gelassen. Einer der Gründe, weshalb sie ihrem Ex den Kontakt zu der gemeinsamen Tochter (d/n) verboten hat, war, dass Matthias über einen längeren Zeitraum im Gefängnis saß. Warum er dort war, wollte sie uns jedoch nicht verraten. Auf jeden Fall hat sie dann geheiratet, dadurch einen anderen Namen angenommen und den Wohnort gewechselt. So konnte Matthias sie über langen Zeitraum nicht finden. Jetzt kommt meine Theorie. Matthias hat herausgefunden wo (d/n)s Mutter jetzt wohnt, hat vor dem Haus irgendwo gewartet, dass seine Tochter rauskommt, sie dann in den Wald verfolgt und anschließend entführt. Und weil ihr komplett verrückter Vater sie doch in irgendeiner Weise liebt, wohnt er jetzt mit ihr in einem ganz anderem Land unter einer anderen Identität, ha! Das Lustige bei der ganzen Geschichte ist nur, dass (d/n) nichts davon weiß, dass ihr Entführer ihr Vater ist. Es sei denn natürlich, er hat es ihr gesagt. Jetzt fragt man sich natürlich, warum macht (d/n) nicht irgendwie auf sich aufmerksam, wenn sie noch lebt. Ganz einfach. Laut ihrem Halbbruder ist ihre Familie ihr immer am wichtigsten gewesen. Nichts stand über der Familie. Ihr Entführer weiß, wo ihre Familie wohnt und droht ihr damit, ihnen etwas zu tun, wenn sie nicht still schweigt. Ich persönlich empfinde diese Theorie als durchaus glaubwürdig. Was meint ihr? Schreibt es in die Kommentare. ... Mit Tränen in den Augen legst du das Handy weg. Schon traurig, wenn sogar der beste Freund von deinem Halbbruder eher über deinen echten Vater bescheid weiß, als du selbst. Aber immerhin, Ben hat ganze Arbeit geleistet. Er hat so ziemlich alles herausgefunden. Wenn ich jemals hier rauskomme, schlage ich ihm vor, Dedektiv oder sowas zu werden.

    28
    Sora kommt in dein Zimmer spaziert und weckt dich.
    Schlaftrunken stehst du auf und gehst in die Küche. Dort sitzt Matthias gerade und frühstückt. Du frühstückst ebenfalls schnell und gehst dann zur Schule. Dort triffst du auf Shiwon und Yuna. Nach der Schule gehst du nach hause, machst deine Hausaufgaben und triffst dich mit Yuna. So ähnlich verlaufen die folgenden Tage auch. Zwischendurch triffst du dich noch einmal mit Shiwon und den Jungs von BTS.
    Nur noch ein mal schlafen und du fährst mit BTS in den Urlaub. Du bist schon sehr aufgeregt und packst schonmal deine Sachen.
    Am nächsten Tag verläuft alles sehr schnell. Sora hilft dir gerade noch, den Koffer zu schließen, Matthias holt deinen gut gefälschten Personalausweis und Jin holt dich ab. Die anderen sitzen schon alle im Auto. Du verstaust schnell deinen Koffer im Kofferraum und setzt dich ins Auto. Die Fahrt über sitzt du neben Hoseok und Yoongi. Ihr besprecht alle zusammen, wer wo schläft und so weiter und sofort. Namjoon erklärt:,, Also, es müssen immer zwei Leute in einem Zimmer schlafen. Es gibt leider nur Ehebetten. Ich hoffe, das ist in Ordnung für dich, Greta.“ Du antwortest nur:,, Ja, das ist in Ordnung, wirklich.“ Namjoon nickt erleichtert und meint:,, Gut, sonst hätte einer von uns in der Besucherritze schlafen müssen.“ Jetzt wird entschieden, wer mit wem in ein Zimmer kommt. Jin und Namjoon, Hoseok und Yoongi, Tae und Jungkook und du sollst mit Jimin in ein Zimmer. Insgeheim bist du sehr froh, dass du dir mit Jimin ein Zimmer teilst. Auf der Fahrt schlafen Yoongi und Hoseok beide ein und somit hast du auf jeder Schulter jeweils einen Kopf liegen. Jungkook, der vor dir sitzt (in dem Auto stehen sich die zwei Sitzbänke so gegenüber, dass jeder jeden direkt angucken kann) hat es auch nicht besser, denn er hat Jimin und Tae an seinen Schultern liegen. Ihr guckt euch lächelnd an und Jungkook meint lachend:,, Immer die Jüngsten bekommen den doofen Platz!“ Ihr fahrt schon seit etwa 4 Stunden, als endlich wieder alle aufwachen. Jedoch wird es von der Sitzposition nicht gemütlicher. Yoongi und Hoseok legen ihre Beine auf deinen Schoß und lehnen sich mit dem Kopf an das Fenster. Jungkook und Tae legen ihre Füße auch noch dazu. Jetzt hast du von 4 verschiedenen Leuten die Käsequanten auf dem Schoß liegen. Na toll! Es scheint so, als würde sich eine Art Beschützerinstinkt bei Jimin melden, denn er schmeißt wütend alle Füße von deinem Schoß und pfeift seine Bandkollegen an:,, Benehmt euch. Dann nehmen wir einmal ein Mädchen mit und schon wird sie zum Opferlamm. Schämt euch was!“ Jin schaut belustigt durch den Rückspiegel auf Jimin und meint:,, Dass ich das aus deinem Mund höre! Normalerweise wärst du der Erste gewesen, der mitgemacht hätte.“ Anstelle von Jimin antwortet der Buch lesende Namjoon vorne:,, Du weißt doch Jin, irgendwann kommt die Zeit, da verlieben sich die kleinen Jungs. Bei unserem Jimin ist es jetzt so weit.“ Jin antwortet mit einer gespielt untröstlichen Stimme:,, Du hast recht, Schatz. Sie werden einfach so schnell erwachsen!“ Doch sobald Jin mit seiner Aussage fertig ist, bricht er in tosendem Gelächter aus. Ebenso der Rest im Auto. Nur Jimin, der schaut beleidigt aus dem Fenster. Nach einiger Zeit wird euch langweilig und ihr singt den Rest der Fahrt über lustige Kinderlieder. Namjoon geht das ein bisschen auf die Nerven, aber Jin singt einfach mit. Nach etwa 6 Stunden Fahrt seid ihr endlich angekommen. Die Villa ist eher eine große Holzhütte und steht am Fuße eines kleinen Gebirges im Wald. Vor dem Haus weilt ein großer See. Aufgeregt steigt ihr alle aus. Oh, hier scheint es um Einiges kälter zu sein. Aber es ist sehr schön hier. Wirklich. Richtig idyllisch. Die Jungs helfen dir, dein Gepäck in das Haus zu schleppen und ihr stürmt alle schnell in die besten Zimmer. Jimin ergattert euch das größte Zimmer mit Blick auf den See und die Berge.,, Wow, der Ausblick ist wirklich toll“, meinst du. Jimin stimmt dir zu und ihr räumt schonmal eure Sachen ein. Ihr teilt euch einen großen Schrank. Nach dem Einräumem trefft ihr euch unten in dem Wohnzimmer. Hoseok meint:,, Wir müssen hier noch schmücken. Schließlich sind wir hier im Weihnachts-Urlaub! Ich habe etwas an Deko mitgebracht. Den Weihnachtsbaum müssen wir noch holen. Den fällen wir hier einfach. Ich würde sagen, dass sich Yoongi und Jungkook darum kümmern.“ Namjoon will Einspruch erheben, aber Hoseok fällt ihm ins Wort:,, Du kümmerst dich um die Socken. Dabei kannst du nur wenig kaputt machen. Wenn du einen Baum fällen musst, hackst du dir vermutlich noch ins Bein.“ Namjoon schaut beleidigt auf den Boden und murmelt etwas Unverständliches. Hoseok erklärt weiter:,, Jin, Tae und ich kümmern uns um die generelle Gestaltung. Greta und Jimin können nacher den Baum schmücken.“ Dann geht jeder an seine Arbeit. Nach schon einer halben Stunde sind Yoongi und Jungkook mit dem Baum wieder da und du und Jimin fangt schon mal an, ihn zu schmücken. Nach etwa einer Stunde ist schon alles fertig dekoriert und Hoseok erklärt:,, Wir haben auch Mistelzweige aufgehangen. Wenn sich an heilig Abend zwei Leute unter dem Mistelzweig begegnen, müssen sie sich küssen.“ Tae grinst breit und stubst Jimin an:,, Dann musst du es hinbekommen, Greta an heilig Abend unter so einen Zweig zu treiben, hm?“ Jimin reagiert nicht so gelassen und schubst Tae einfach. Dieser landet lachend auf Yoongi, der gerade auf dem Sofa geschlafen hat. Dieser wacht natürlich auf und wird wütend. Nach einer langen Diskussion zwischen Jimin, Tae und Yoongi beschließt ihr, zu Abend zu essen. Nach dem Essen trefft ihr euch noch einmal alle vor dem Kamin und überlegt, was ihr am nächsten Tag machen wollt. Ihr überlegt, dass ihr etwas backen wollt und einfach ein paar Spiele spielen wollt. Danach geht ihr alle ins Bett. Du gehst ins Badezimmer, um dich dort umzuziehen, während Jimin sich im Zimmer umzieht. Schnell ziehst du dir deinen (deine Lieblingsfarbe) Pyjama mit den kleinen Einhörnern drauf an und gehst unbedacht zurück in das Zimmer. Plötzlich erschrickst du und bleibst wie angewurzelt stehen. Jimin steht dort oberkörperfrei. Eigentlich willst du den Blick abwenden, aber irgendwie geht es nicht. Wow, Jimin hat echt tolle Muskeln. Jimin zieht sich beschämt ein T-Shirt an und legt sich dann auf sein Bett. Als er deinen Pyjama erblickt, lacht er:,, Du hast aber einen tollen Pyjama an!“ Errötet und etwas wütend bewirfst du ihn mit einem Kissen und meinst:,, Wenn ich gerne Einhörner auf meinem Pyjama habe, dann habe ich halt gerne Einhörner auf meinem Pyjama. Hast du ein Problem damit?“ Jimin lacht etwas und beteuert:,, Nein, nein, alles gut. Ehrlich gesagt bin ich auch nicht besser.“ Jimin steht auf und holt etwas peinlich berührt eine T-Rex-Unterhose aus seinem Schrank und zeigt sie dir:,, Siehst du? Einige haben Einhörner auf ihrem Pyjama und andere haben Dinos auf ihrer Unterhose.“
    Dinos? Auf einer Unterhose? OMG! Du lachst aus vollem Halse und Jimin läuft etwas rot an. Beruhigend sagst du:,, Alles gut. Ich finde es nur etwas süß, dass du mir deine Dino-Unterhose zeigst.“ Jimin wird noch etwas verlegener und lacht etwas beschämt. Schließlich legt ihr euch beide in das Bett. Du legst den Teddybär, den du von Jimin zu deinem Geburtstag bekommen hast, in die Mitte. So könnt ihr euch im Schlaf nicht zu nahe kommen. Schließlich schläfst du mit dem ruhigen, gleichmäßigem Atmen von Jimin neben dir ein.

    29
    Helles Licht strömt durch das große Fenster in den Raum. Ein Lichtstahl trifft dich direkt in dein Gesicht und du öffnest verschlafen die Augen. Nur wenige Centimeter von deinem Gesicht entfernt ist das ruhende, schlafende und wunderschöne Gesicht von Jimin. Der Teddy liegt auf dem Boden. Der Bär wurde wohl im Schlaf von mir oder Jimin runtergeschmissen. Jetzt blickst du in das Gesicht vor dir. Jimin. Sein Gesicht ist so hübsch. Er sieht aus wie ein Engel, wenn er schläft. So friedlich und wunderschön. Wie unfassbar gerne ich mit meinen Lippen einfach seine berühren würde. Über was denke ich hier eigentlich nach? Das ist ja richtig gruselig! Ich stehe besser auf. Wobei... Zärtlich streichst du mit deiner Hand über Jimins weiche Haut. Entsetzt von dir selbst schüttelst du dich und stehst schnell auf. Langsam trittst du an das Fenster und schaust in die helle Morgensonne. Auf einmal hörst du ein Stöhnen hinter dir und du drehst dich erschrocken um. Es ist Jimin, er streckt sich gerade und scheint aufzuwachen. Verschlafen blickt Jimin dich an und reibt sich die Augen. Die Haare stehen in alle Richtungen ab. Er sieht aus wie ein kleines Baby, so kurz nach dem Aufwachen. Süß. Du lächelst deinen Mitbewohner an und flüsterst nahezu:,, Guten Morgen. Gut geschlafen?“ Jimin lächelt verträumt zurück und nickt. In Schlafanzügen geht ihr nach unten in die Küche - niemand dort. Jimin setzt sich, noch immer müde, an den Tisch. Du machst dir einen warmen Kakao und fragst höflich:,, Möchtest du auch einen warmen Kakao, Jimin?“ Dieser antwortet:,, Ich würde wohl einen nehmen, danke.“ Also machst du zwei Tassen warmen Kakao, stellst sie auf den Tisch und lässt dich dann ebenfalls auf den Stuhl gleiten. Schweigend schlürft ihr beide an eurem Kakao, als Jimin plötzlich fragt:,, Hat Yuna dir eigentlich etwas über das Date mit Tae erzählt?“ Du lächelst bei der Erinnerung und erzählst:,, Ja, es muss sehr schön gewesen sein. Zieh Tae nicht damit auf, aber sie haben sich wohl sogar geküsst.“ Jimin schmunzelt und meint dann:,, Tae hat wirklich Glück, Yuna als Freundin zu haben. Sie ist sehr nett. Ich hätte auch gerne eine Freundin.“ Dann nippt Jimin wieder an seinem Kakao. Sollte das eine Anspielung sein? Wohl kaum... Wobei es sehr schön wäre, wenn es eine gewesen wäre. Naja, ist ja auch egal. Du unterbrichst die Stille, indem du sagst:,, Ja, das ist wahr. Hat Tae dir denn nichts erzählt?“,, Ne, der ist ja nicht dumm. Er weiß, dass ich ihn damit aufziehen würde“, ist seine Antwort. Du schickst ihm einen vorwurfsvollen Blick:,, Zieh ihn bitte nicht damit auf. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist so etwas Besonderes und Schönes. Mach ihm das nicht kaputt.“ Jimin betäuert ehrlich:,, Mach ich nicht. Ich freu mich nur so sehr für die beiden.“ Zustimmend nickst du. Auf einmal geht die Tür auf und Hoseok betritt den Raum. Überrascht guckt er euch an und meint:,, Oh, ihr seid ja schon wach. Normalerweise ist Jimin einer der Jungs, die später aufstehen. Vielleicht liegt es an dir, Greta“, fügt er schmunzelnd hinzu. Jimin tut einfach so, als hätte er nichts gehört. Hoseok setzt sich zu euch und schon wenige Minuten später kommt der Rest, abgesehen von Yoongi natürlich, auch noch dazu. Alle sprechen dich belustigt auf deinen Pyjama an und machen sich ein wenig darüber lustig, was dich ziemlich stört. Zusammen wollt ihr dann frühstücken und du holst noch schnell Yoongi, weil du es nicht richtig findest, einfach ohne ihn anzufangen. Also gehst du zu seinem Zimmer, klopfst noch einmal an und als keine Antwort kommt, öffnest du die Tür. Yoongi liegt noch immer, seelenruhig schlafend, im Bett. Du schleichst zu dem Bett, setzt dich neben Yoongi, rüttelst etwas an ihm und flüsterst:,, Yoongi, wach auf. Es gibt Frühstück!“ Zögerlich öffnet das Bandmitglied die Augen und starrt dich an. Dann streckt er sich genüsslich, richtet sich etwas auf und lehnt sich an dich. Erneut schließt er seine Augen und flüstert:,, Es ist doch noch so früh. Muss ich wirklich aufstehen?“
    Du musst schmunzeln und erklärst:,, Wenn du etwas essen willst, dann ja.“ Aus Spaß fügst du noch hinzu:,, Soll ich dich nach unten tragen?“ Yoongi antwortet mit einem stumpfen,, ja“ und du lachst. Schließlich steht Yoongi auf, schaut dich an und meint:,, Cooler Pyjama.“ Erstaunt fragst du:,, Wirklich?“ Yoongi antwortet mit:,, Ja klar. Einhörner sind voll cool.“
    Du lächelst und bedankst dich bei Yoongi. Immerhin ein Mensch, der sich nicht darüber lustig macht, sondern es feiert. Sympatisch.
    Zusammen mit Yoongi gehst du wieder in die Küche. Nach dem Frühstück spielt ihr einige Spiele zusammen. Am Nachmittag wollt ihr Plätzchen backen. Jin hat schonmal ein Rezept herausgekramt und möchte, dass du mit Jungkook die Sachen dafür aus dem Auto holt.,, Ich sag doch, immer die Jüngsten müssen die Drecksarbeit vollrichten“, beschwert Jungkook sich. Du lachst nur. Zurück im Haus tischt ihr die Zutaten auf. Namjoon meint zu dem jüngsten Mitglied:,, Jungkook, wieg mal das Mehl ab!“ Beleidigt trottet Jungkook zu der Waage, du folgst ihm und flüsterst ihm, während er das Mehl abwiegt, ins Ohr:,, Jetzt kannst du dich rächen, Kookie.“ Dieser schaut dich erst verdutzt an, nimmt dann aber das Mehl in die Hand und wirft dann schelmisch grinsend Namjoon damit ab. Dieser dreht sich gefährlich langsam um und wirft dann lachend zurück. Nun beginnt eine frohe Mehlschlacht, bei der alle mitmachen. Jin war gerade in dem Keller, um noch etwas zu holen. Als er den Raum betritt, bleibt er schockiert stehen und fragt entgeistert:,, Was zur Hölle ist hier passiert?“ Kookie steht in der Ecke, wirft Jin etwas Mehl ins Gesicht und meint dann frech:,, Wir haben eine Mehlschlacht gemacht, sieht man doch.“ Vorerst glotzt Jin vollkommen entgeistert auf Kookie, fängt dann langsam an, zu grinsen und wirft plötzlich ebenfalls mit dem Mehl. Jetzt wird die Mehlschlacht fortgesetzt. Irgendwann meinst du lachend:,, Leute, ich glaube, wir sollten jetzt aufhören, mit dem Mehl zu werfen und endlich anfangen, zu backen.“ Der Rest stimmt dir zu und ihr fangt endlich an, vernünftig zu backen. Auf einmal kommt Tae zu dir und fragt dich leise:,, Weißt du, was Yunas Lieblingsplätzchen sind? Ich wollte ihr gerne welche machen.“ Du lächelst verständisvoll und meinst:,, Yuna mag am liebsten Schokokekse, in der Form von einer Ente.“ Tae lächelt dich dankbar an und geht dann los, um einige Plätzchen zu machen. Mittlerweile stecht ihr schon aus. Du schnitzt mit dem Messer einen Hund und eine Katze. Auf einmal taucht Jimin grinsend vor dir auf und meint:,, Schau mal, ich habe ein Einhorn für dich gemacht.“ Stolz zeigt dein Schwarm dir ein Plätzchen in Form von einem Einhorn. Oh, wie süß von ihm. Naja, das Einhorn sieht ein bisschen aus wie eine Kuh mit Horn, aber es ist trotzdem total süß. Du lächelst und bedankst dich bei ihm:,, Danke Jimin. Das ist wirklich voll süß von dir.“ Jimin errötet etwas und Kookie stößt ihn wissend an:,, Gut gemacht, Chimmy. Wirklich. Du hast jetzt bestimmt gute Chancen bei ihr. Aber lass es nicht zu schnell angehen. Es dauert eine Zeit, bis sie sich auch in dich verliebt.“ Kookie zwinkert Jimin noch schnell zu und verschwindet dann bevor er noch verprügelt wird oder so. Du läufst stark rot an, ebenso wie Jimin. Ihr dreht euch etwas weg, damit es nicht so gut zu sehen ist. Aber natürlich haben es alle mitbekommen und lachen. Warum sprechen die Jungs Jimin immer wieder auf mich an? Wissen sie etwas, was ich nicht weiß? Mag Jimin mich vielleicht auch so sehr, wie ich ihn mag? Oder ist es einfach nur so offensichtlich, dass ich in ihn verliebt bin? Vermutlich eher das Zweite...
    Ihr stecht weiter Plätzchen aus, bis ihr 4 Bleche voll habt. Schnell steckt ihr sie in den Ofen. Nach schon etwa 10 Minuten sind sie fertig und ihr verziert sie noch. Tae hat süße Schokoenten für Yuna gemacht und packt sie gerade in eine Box, damit er sie Yuna schenken kann. Jimin schenkt dir sein Einhorn, worüber du dich sehr freust. Lächelnd nimmst du es an und machst noch schnell ein Foto davon. Als die Plätzchen fertig sind, ist es bereits Abend. Ihr packt die Plätzchen in eine Dose und entschließt euch dann dazu, noch einen Film zu gucken. Jeweils zu zweit setzt ihr euch auf ein Sofa. Du sitzt natürlich mit Jimin auf einem Sofa. Nach etwa einer Stunde, schläfst du ein, denn du bist sehr erschöpft. Weil es etwas kalt ist, kuschelst du dich etwas mehr an Jimin und atmest seinen angenehmen Geruch ein, während du schläfst. Was ein Tag. Es war wirklich ein lustiger Tag. Mit BTS eine Mehlschlacht veranstalten, mit Jimin in einem Bett schlafen und jetzt auch noch direkt in seinen Armen einschlafen. Ich wünschte, jeder Tag würde so sein. Keine Sorgen, nur Freude und der angenehme Geruch von Jimin in der Nase.

    30
    Du wirst geweckt, als helles Licht mehrfach in dein Gesicht scheint. Verschlafen öffnest du die Augen und erblickst Jin, der lachend und mit einer Kamera in der Hand Fotos von dir macht. Du willst schnell aufstehen, um Jin die Kamera wegzunehmen, aber etwas hält dich davon ab. Jimin schläft und umarmt dich dabei wie ein Kuscheltier. Du musst schmunzeln und flüsterst leise zu Jin:,, Hilf mir! Ich will ihn nicht wecken.“ Jin aber steht nur kopfschüttelnd mit den anderen Jungs hinter sich da. Du versuchst vorsichtig den Arm von Jimin wegzubekommen. Dabei wacht dieser auf und guckt dich verschlafen an. Du entschuldigst dich, ihn geweckt zu haben, aber Jimin beteuert, dass alles gut sei. Der Film ist schon lange vorbei. Also geht ihr alle ins Bett. Jimin versucht noch Jin die Kamera zu entwenden, jedoch erfolglos. Du liegst bereits im Bett, während Jimin noch duschen geht. Du hörst wie Jimin ein wenig in der Dusche singt. Er hat so eine schöne Stimme. Wie die eines Engels. Plötzlich verstummt das Geräusch des prasselnden Wassers. Die Tür zum Badezimmer öffnet sich und heraus guckt der Kopf von Jimin. Er lächelt schüchtern und meint:,, Kannst du mir ein Handtuch bringen? Ich habe vergessen, eines mitzunehmen?“ Du lächelst und bejahst seine Frage. Du gehst schnell zu deinem Koffer und holst ein Handtuch heraus. Eilig bringst du es Jimin, ohne ihn anzugucken. Denn du befürchtest, Dinge zu sehen, die du nicht sehen willst. Jimin bindet sich das Handtuch um die Hüften und geht durch das Zimmer zu dem Schrank. Schnell frimelt er seine Dino-Unterhose raus. Du guckst aus dem Fenster, während er sie schnell anzieht. Du drehst dich wieder um. Jetzt steht dort Jimin mit seiner Unterhose, zieht sich noch ein T-Shirt über und legt sich ins Bett. Du gesellst dich dazu und legst wieder den Teddy zwischen euch. Dann schläfst du schon nach einigen Minuten ein.
    Am nächsten Morgen wachst du auf und gehst schonmal ohne Jimin in die Küche. Dort sitzt schon Tae. Er guckt dich verwundert an, als du reinkommst und meint:,, Was hast du denn mit Jimin gemacht? Normalerweise folgt er dir doch auf Schritt und Tritt.“ Du antwortest mit einem Schmunzeln:,, Der schläft noch.“ Tae nickt nachdenklich und sagt dann aus heiterem Himmel:,, Ich glaube, ihr würdet ein ziemlich gutes Paar abgeben. Ich weiß es zwar nicht zu 100%, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Jimin nichts dagegen hätte. Du sicherlich auch nicht, oder?“ Du schaust ihn ertappt an und fragst ohne nachzudenken:,, Ist das so auffällig?“ Schnell hältst du dir die Hand vor den Mund:,, Bitte erzähl es niemandem.“
    Tae schüttelt ehrlich den Kopf:,, Mach ich nicht. Aber doch, es ist schon ziemlich auffällig, dass du ihn magst. Aber genauso auffällig ist es, dass Jimin dich mag.“,, Oh Gott. Meinst du, Jimin ist es auch schon aufgefallen?“, ist deine besorgte Frage. Tae schüttelt den Kopf:,, Wenn man selbst beteiligt ist, fällt es einem nicht auf. Mir ist auch nicht aufgefallen, dass Yuna mich mag.“ Du lachst:,, Ja OK. Das war auch sehr auffällig.“ Tae schmunzelt. Plötzlich öffnet sich erneut die Tür und Jin und Yoongi betreten den Raum. Wie auf ein Kommando sagen du und Tae gleichzeitig:,, Was ist denn mit dir passiert, Yoongi? Du bist ja schon wach!“ Yoongi reibt sich am Kopf und Jin antwortet für ihn:,, Hoseok und Namjoon haben uns aus den Betten geschmissen. Schrecklich.“ Du lachst. Yoongi und Jin setzen sich zu euch und ihr frühstückt zusammen.,, Der Rest darf alleine frühstücken“, meint Jin. Nach einiger Zeit stößt der Rest auch dazu und ihr frühstückt doch alle zusammen. Nach dem Essen fahrt ihr in das naheliegende Dorf. Dort findet ein Weihnachtsmarkt statt. Alle kaufen Geschenke für ihre Eltern und Geschwister. Du wirst bei dem Gedanken an deine Familie etwas traurig. Dennoch kaufst du etwas für deinen leiblichen Vater und Entführer, Matthias und seine Frau etwas. Heimlich kaufst du auch noch einige Geschenke für die Jungs. Eine Eislauffläche wurde dort aufgemacht. Es ist bereits 0°C, aber es hat leider noch immer nicht geschneit. Die Jungs wollen auf die Eislauffläche. Du bist noch nie Eislaufen gewesen, aber Jimin beteuert dir:,, Das bekommst du wohl hin. Ich helfe dir.“ Du bedankst sich lächelnd bei ihm. Nun ziehst du deine Schuhe an und gehst vorsichtig damit aufs Eis. Gott, oh Gott. Ich sehe jetzt schon, dass ich gleich auf die Schnauze fliege. Du fällst gerade fast hin und kneifst schon mal deine Augen zu, da greift dich jemand am Arm.,, Ich helfe dir, wie versprochen.“
    Jimin. Danke.
    Verkrampft schlitterst du mit deinem Schwarm über das Eis. Er scheint bereits geübt zu sein. Er tanzt förmlich über das Eis. Er sieht so unfassbar gut aus. Du hast wohl etwas zu lange auf Jimin gestarrt, denn dieser lächelt dich verlegen an. Plötzlich guckt ihr euch direkt in die Augen. Seine Augen sind so wunderschön. Sie sehen so anders aus, als die von anderen Asiaten. Nicht so pechschwarz, sondern irgendwie anders. Wunderschön.Auf einmal rutscht du aus und fliegst direkt auf deinen Hintern. Da Jimin dich festhält, ziehst du ihn mit auf den Boden. Jetzt sitzt ihr beide lachend auf dem kalten Eis. Du versuchst wieder aufzustehen, aber das Eis ist zu glitschig und du fällst immer wieder hin. Jimin hat damit kein Problem. Er steht einfach wieder auf und reicht dir lächelnd seine Hand. Schnell greifst du sie und der perfekte Junge vor dir zieht dich wieder hoch. Ihr schlittert noch ein bisschen über das Eis und fahrt dann wieder zurück. Noch ein Tag, dann ist heilig Abend. Ich freue mich schon sehr. Das Schönste in dieser Zeit ist die Freude, die das Beschenken bereitet. Was meine Familie wohl ohne mich macht? Wahrscheinlich ist es für sie kein großer Unterschied. Vielliecht sogar eine Erleichterung? Du bekommst ein wenig Angst. Was, wenn sie sich freuen, dass ich nicht dabei bin? Weniger Geschenke, also bleibt mehr Geld. Mein Stiefvater hat sich sowieso nur immer beschwert, ich wäre nicht sozial genug gegenüber meinen Geschwistern. Ich bin ja nicht mal seine Tochter. Bin ich ihm überhaupt wichtig? Bin ich es jemals gewesen? Wer liebt schon ein fremdes Kind? Bin ich fremd? Mein Stiefvater kennt mich, aber ich bin nicht seine Tochter. Ich bin die Tochter eines Verbrechers, eines Mannes, der sie nicht mehr alle hat. Er reißt seine lang verschollene Tochter aus ihrem Leben in ein komplett anderes. Ich habe jetzt eine neue Familie. Liebt die mich überhaupt? Wenn mich weder meine alte, mir vertraute, Familie mich liebt, noch meine neue, werde ich dann überhaupt geliebt? Werde ich überhaupt gebraucht? Hat mein Leben einen Sinn?
    Ja, das hat es. Denn es ist mein Leben und ich muss es lieben, nicht irgendjemand anderes. Das Leben lohnt sich. Ich liebe, ich liebe meine Familie, meine Freunde, Jimin. Selbst, wenn keiner von ihnen mich lieben sollt, das Leben ist schön. Und das werde ich mir bedenken.

    31
    Was ist das? Etwas Spitzes piekst in deine Wange. Verschlafen öffnest du die Augen und schaust in Jimins Gesicht. Mit seinem Finger piekst er in deine Wange. Etwas verärgert meckerst du ihn an:,, Was soll das? Lass mich doch schlafen.“ Jimin lächelt dich frech an und flüstert:,, Aber heute ist heilig Abend. Heute gibt es Geschenke.“ Belustigt seufzt du, schmeißt dann die Decke von dich und meinst:,, Super. Dann will ich nal gleich aufstehen und all deine Geschenke klauen.“ Jimin schaut dich erst etwas angepisst an, lacht dann aber und meint:,, Alles klar. Dann muss ich dich halt verfolgen.“ Du kicherst und stehst dann auf. Jimin folgt dir. Zusammen geht ihr in die Küche. Jungkook und Taehyung sitzen dort schon. Tae fragt belustigt:„Seid ihr auch nur wegen der Geschenke so früh aufgestanden?“ Jimin lacht etwas ertappt und du antwortest für ihn:„Ja, sieht fast so aus.“ Tae kichert und meint:„Bei Jimin ist es nicht anders zu erwarten.“
    Jimin meint, um sich selbst zu verteidigen:„Wieso auch nicht? Wozu steht man denn sonst an heilig Abend auf?“
    Jungkook antwortet ernst:„Für das gute Essen.“ Du lachst:„Ich persönlich stehe ja auf, weil es ein schönes Fest mit der Familie und Freunden ist.“ Die anderen nicken lachend. Der Rest der Jungs kommt jetzt auch in die Küche gestürmt. Zusammen frühstückt ihr und Namjoon erklärt:„Es war vorgesehen, dass wir heute erst einfach gar nichts machen, beziehungsweise das, was wir wollen, dann zusammen zu Abend essen und dann gibt es die Bescherung.“ Ihr stimmt alle zu und verschwindet dann eigentlich auch schon direkt wieder in eure Zimmer. Du springst noch schnell unter die Dusche. Wie ich es liebe, einfach mal unter heißem Wasser zu stehen. Kein Stress und sauber wird man auch. Du singst ein wenig unter der Dusche, so wie du es immer machst. Du singst eigentlich immer, wenn du irgendwo alleine bist, aber besonders viel singst du unter der Dusche, denn sonst wird dir langweilig. Also singst du wieder einige langsame, traurige Lieder vor dich hin. Die singst du am liebsten.
    Als du fertig mit duschen bist, ziehst du dir schnell etwas an, machst dir einen Turban, damit deine Haare trocknen können und gehst zurück in dein Zimmer. Du machst die Tür auf und hältst plötzlich inne. Alle sieben Jungs sitzen da. Was machen die alle hier? Haben die mir etwa zugehört? Hoffentlich nicht. Verwirrt stehst du wortlos da. Auf einmal fängt Hoseok an, zu klatschen und zu pfeifen und lobt dich:„Wow, du kannst ja richtig gut singen. Das wusste ich gar nicht.“ Du wirst etwas rot und meinst beschämt:„Naja, es ist in Ordnung, nehme ich an.“ Jetzt spricht Jimin:„In Ordnung? Das war einfach super! Du singst so sanft und leidenschaftlich. Leidenschaft ist eine Gabe, die nicht vielen Sängern gegeben ist.“ Jetzt wird dein Gesicht noch röter. Du gibst ein leises „Danke“ von dir und setzt dich auf dein Bett. Namjoon meint auf einmal:„Du solltest mal einen Song mit uns singen. So ein Talent darf nicht verborgen bleiben. Wie wär's, wenn ich mal mit unserem Manager spreche? Er kann das mit Sicherheit organisieren.“ Du sagst etwas ungläubig:„Wirklich? Das wär voll cool, aber ich glaube nicht, dass Matthias mir das erlauben würde.“ Hoseok meint schnell:„Den kann ich wohl überzeugen. Schließlich bin ich sein Neffe. Das dürfte nicht schwer werden.“ Du guckst Namjoon hoffnungsvoll an und dieser meint:„Das kriegen wir hin. Spätestens in 3 Monaten hört man dich in allen Radios!“
    Du bedankst dich ein weiteres Mal und dann gehen wieder alle, bis auf Jimin, raus. Jimin guckt dich erwartungsvoll an. „Du kannst wirklich sehr gut singen. Ich glaube, ich habe noch nie so eine schöne und sanfte Stimme gehört. Du triffst alle Töne, ob hoch oder tief. Einfach unglaublich!“ Jetzt guckst du Jimin etwas vorwurfsvoll an:„Na, jetzt übertreibst du aber!“ Jimin schüttelt ernst den Kopf. Du lachst nur etwas und gehst dann nach unten, in das Wohnzimmer. Du setzt dich ein wenig vor den Kamin. Es ist sehr kalt. Aber es hat immer noch nicht geschneit. Auf einmal läuft Jin an dir vorbei und fragt dich:„Gibt es etwas, was du besonders gern magst? Was hast du denn damals immer an heilig Abend mit deiner Familie gegessen? Meine Familie. Wie schön heilig Abend immer mit ihnen war. Du denkst kurz nach und antwortest dann:„Wir haben früher immer Fondue gegessen.“ Eine Träne kullert bei dem Gedanken deine Wange herunter. Jin bemerkt das natürlich, wischt sie schnell weg, umarmt dich und sagt:„Das ist in Ordnung, aber du brauchst nicht weinen. Dann gibt es heute Fondue. Das hört sich doch gut an. Willst du mir helfen?“ Du nickst schweigend und folgst Jin dann, die Sachen dafür aus dem Vorratskeller zu holen. Jin erklärt:„Fleisch war sowieso geplant, weil Namjoon da so drauf steht. Also haben wir sogar welches. Es müsste nur noch in Würfel geschnitten werden. Machst du das?“ Du nickst, nimmst das Fleisch entgegen und gehst damit in die Küche. Dort schneidest du es. Jetzt kommt auch Jin wieder hoch. Dieser meint:„Danke, Greta. Wenn du willst, kannst du jetzt auch wieder gehen.“ Du nickst und gehst dann in das Wohnzimmer. Dort sitzt Jimin. Du gehst zu ihm und fragst:„Na, was machst du da?“ Jimin antwortet:„Sitzen“. Du lachst:„Wow, tolle Beschäftigung!“ Jimin lächelt. Du sitzt noch eine Weile mit Jimin auf dem Sofa und unterhältst dich mit ihm. Auf einmal guckt er nach oben. Du folgst seinem Blick. Ein Mistelzweig. Wenn an heilig Abend sich zwei Leute unter einem Mistelzweig begegnen, müssen sie sich küssen. Jimin scheint das selbe zu denken. Auf einmal guckt er dir tief in die Augen. Er kommt immer näher. Wie in einer Trance neigst du dich etwas nach vorne und schließt die Augen. Auf einmal ertönt Jins Stimme aus der Küche:„Ey Jimin, komm mal eben her und hilf mir kurz!“ Bei diesen plötzlichen Worten schreckt ihr beide auf und Jimin steht schnell etwas beschämt auf. Du rückst ein wenig von dem Mistelzweig weg und stehst schnell auf. Eilig gehst du in dein Zimmer und setzt dich auf dein Bett. Jimin und ich hätten uns gerade fast geküsst. Ich wünschte, es wäre so weit gekommen. Hoffentlich hat niemand etwas davon mitbekommen. Du hörst, wie unten Jin und Jimin durch die Küche laufen und schonmal den Tisch decken. Dir ist etwas langweilig, also gehst du ein wenig nach draußen. Du stellst dich an den zugefrorenen See und schaust über die weite Eisfläche zu den Bergen. Wie friedlich sie dastehen. Als wäre die Welt vollkommen in Ordnung. Doch das ist sie nicht. Welche Welt, die in Ordnung ist, lässt es geschehen, dass ein 15-jähriges Mädchen entführt wird und niemand es weiß? Keine. Genau. Ich will mich nicht so aufspielen. Es hätte deutlich schlimmer kommen können. So viele Leute müssen leiden, hungern, hart arbeiten und trauern. Während ich hier mit einer weltberühmten Band im Urlaub sitze. Ich stelle mich wirklich an. Wie viel Leid die Welt ertragen muss. So viel Leid. Warum? Wozu gibt es einen Gott? Falls es überhaupt einen gibt. Nein, diese Welt muss gottlos sein. So viel Leid. So viel Trauer. So viel Unrecht. Mit glasigen Augen schaust du über den eisigen See. So viel Leid.

    32
    „Greta! Kommst du? Wir wollen jetzt essen!“ Jins Stimme hat dich aus deinen traurigen Gedanken gerissen. Schnell wischst du deine Tränen weg und
    „Greta! Kommst du? Wir wollen jetzt essen!“
    Jins Stimme hat dich aus deinen traurigen Gedanken gerissen. Schnell wischst du deine Tränen weg und gehst mit besserer Laune ins Haus. Die Jungs sitzen alle am Tisch und du setzt dich zu ihnen, zwischen Jimin und Hoseok. Ihr wünscht euch noch alle einen guten Appetit und fangt dann an, zu essen. Während dem Essen lacht und unterhaltet ihr euch viel. Es ist wie früher. Heilig Abend. Ich saß mit meiner großen Familie am Tisch, wir aßen Fondue und haben uns gefreut und gelacht. Meine Familie. Ich vermisse sie. Jetzt habe ich eine neue Familie. Sie wird niemals meine alte Familie ersetzen können, denn ich werde sie nie vergessen. Aber jetzt habe ich eine neue Familie, die ich ebenso liebe. Nicht etwa Sora und Matthias. Nein, BTS. Das ist meine Familie. Ich liebe alle von ihnen und sie sind für mich wie eine zweite Familie. Nach dem Essen gibt es die Bescherung. Du läufst schnell hoch, um deine Geschenke zu holen und legst sie dann rasch unter den Tannenbaum. Die Jungs sind auch schon wieder im Wohnzimmer. Der ganze Raum steht nun voller Geschenke. Zusammen sitzt ihr auf dem Sofa und du passt auf, dass du nicht unter dem dort angebrachtem Mistelzweig sitzt. Dort sitzen nämlich Jin und Namjoon. Hoseok hat das natürlich bemerkt und ruft amüsiert:„Küssen, küssen, küssen!“ Da sie sich nicht wehren können, versucht Jin kichernd Namjoon einen Kuss auf die Wange zu geben. Während Jin lachend da sitzt und krampfhaft versucht, es schnell hinter sich zu bringen, starrt Namjoon widerwillig auf den Boden und kneift die Augen zusammen. Schließlich schnellt Jin mit seinem Mund an Namjoons Wange und beide gleichzeitig springen sie vom Sofa. Dabei springt Namjoon gegen den kleinen Holztisch, der dabei ein Bein verliert. Yoongi guckt, als würde er sich veräppelt fühlen, auf den kaputten Tisch und meint verärgert:„Toll, und ich darf das dann wieder reparieren.“ Du lachst etwas mitleidig und beteuerst:„Ich würde den wohl für dich reparieren, aber ich bin handwerklich leider gar nicht begabt.“ Yoongi seufzt etwas überfordert und sagt dann, er bekäme das wohl hin. Dann fahrt ihr mit den Geschenken fort. Dir fällt auf, dass Jimin dich immer wieder anguckt, was dich ein wenig irritiert. Also ignorierst du das einfach. Die Jungs schenken sich gegenseitig alle möglichen Sachen. Du schenkst den Jungs natürlich auch etwas. Zuerst gibst du Yoongi sein Geschenk. „Yoongi möchte ich zuerst das Geschenk geben, denn ich habe das Gefühl, dass er sonst immer das Opferlamm ist“, erklärst du. Du überreichst ihm dein Geschenk und er öffnet es geduldig. Darin sind ein Kissen und ein Gehörschutz. Yoongi schaut dich verwundert an, also begründest du:„Ich weiß, dass du praktisch immer müde bist. Das Kissen kannst du ganz klein falten, dann kannst du es überall mit hinnehmen und dort ein Nickerchen halten. Der Gehörschutz ist dafür da, dass du dann auch nicht gestört wirst. Ich weiß ja, dass die Jungs dich gerne durch Lärm wecken.“ Yoongi lächelt wie verzaubert und bedankt sich bei dir mit einer Umarmung. Den anderen Jungs überreichst du auch ein Geschenk. Jin erhält einen Kochlöffel auf dem „bester singender Koch“ draufsteht, Jungkook bekommt eine Fliegenklatsche, mit der Begründung, dass er seine Bandmitglieder das nächste Mal verprügeln kann, wenn sie ihm wieder auf die Nerven gehen und dazu ein Pikachu-Kuscheltier.
    Namjoon bekommt ein Buch, das er sich gewünscht hat und Hoseok bekommt ein verrückt ausehendes, buntes T-Shirt geschenkt. Tae schenkst du ein Buch, in dem einige Ideen für Streiche aufgelistet sind. Jimin gibst du als letztes sein Geschenk. Er bekommt ein Fotoalbum, wo die schönsten Momente von dir und ihm zu sehen sind. Denn mit ihm hast du eigentlich das Meiste erlebt. Dort sind alle Fotos von euch drin und einige lustige Zitate von ihm und dir oder den anderen im Bezug auf ihn, hast du auch mit hineingeschrieben. Alle haben sich über ihre Geschenke gefreut und jetzt bekommst du deine Geschenke. Jin überreicht dir sein Gesechenk als erstes. Du öffnest es und darin ist eine DVD. Darauf steht „Erinnerungen an BTS und Greta“. Jin erzählt dazu:„Wie dir wahrscheinlich aufgefallen ist, filme und fotografiere ich sehr gerne. Auf diese DVD habe ich all diese Videos und Fotos von uns und dir gebrannt. Ich hoffe, du guckst es dir noch einmal an.“ Du bedankst dich bei ihm mit einer Umarmung. Natürlich werde ich mir das noch einmal angucken, ist der bescheuert? Das ist ein richtig gutes Geschenk. Danke. Die anderen geben dir auch ihre Geschenke. Von Namjoon bekommst du ein Buch mit koreanischen Gedichten, von Yoongi ein großes Einhornkuscheltier, von Kookie ein Backbuch, von Hoseok einen Pullover, auf dem „beste Stief-Cousine <3“ steht, von Tae ein Paar Inliner, mit der Begründung, dass du dann auch Eislaufen lernen kannst, nur nicht auf dem Eis, sondern auf der Straße. Als Jimin dir dein Geschenk gibt, lächelt er vorher etwas beschämt und sagt:„Wir hatten wohl die selbe Idee, Greta. Ich schenke dir nämlich auch ein Fotoalbum. Nur eben mit teilweise anderen Fotos. Hehe. Ich hoffe, es gefällt dir trotzdem.“ Du öffnest das Buch und erblickst direkt einige Fotos, auf denen du schlafend zu sehen bist und Jimin, der mit dir heimlich Selfies macht. „Was sind das denn für coole Bilder? Danke Jimin. Ich freue mich natürlich. Das ist ein tolles Geschenk. Sonst hätte ich dir ja nicht dasselbe geschenkt. Danke“, sind deine Worte. Ihr sitzt noch ein wenig zusammen dort, zeigt euch gegenseitig eure Geschenke und lacht eine Menge. Schließlich geht ihr alle in euer Zimmer, um euch fertig zu machen, zu schlafen. Zufällig schaust du aus dem Fenster. Es schneit! Aufgeregt rennst du aus dem Haus und rufst dabei:„Es schneit!“ Sobald du draußen bist, bleibst du stehen, streckst die Zunge aus und fängst die Schneeflocken damit auf. Der erste Schnee. So wunderschön. Du gehst ein wenig weiter vom Haus weg, dort wo eine Lichtung ist. Es ist dunkel, nur die Lichter vom Haus sind noch hinter dir. Lautlos stehst du in dem Schnee und lässt ihn dir in deine schönen, mittlerweile wieder (deine natürliche Haarfarbe) Haare rieseln. Kräftig atmest du die kalte, frische, von Schnee erfüllte Winterluft ein und schließt die Augen.
    Auf einmal spürst du, wie zwei Hände deine Augen von hinten bedecken. Wer ist das? „Bist du das, Jimin?“ Plötzlich dreht dich jemand um und ohne, dass du es überhaupt verarbeiten kannst, spürst du die warmen, nahezu heißen, Lippen von Jimin auf deinen. Du bist verwirrt und schockiert, bewegst dich aber um keinen Millimeter. Du stehst einfach nur da und erwiederst den überraschenden Kuss. Einige Momente steht ihr so verschlungen da, mit geschlossenen Augen. Der kalte Schnee rieselt nach wie vor auf eure Körper und du wünscht dir, dieser Moment würde nie enden.

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    Nach einer gefühlten Ewigkeit löst ihr euch wieder voneinander. Erst jetzt realisierst du, was gerade passiert ist. Verwirrt taumelst du einen Schritt nach hinten. Jimin sieht ebenfalls etwas verwirrt aus. Unfähig, etwas zu sagen, öffnest du den Mund, schließt ihn dann aber doch wieder. Jimin räuspert sich:„Es tut mir wirklich leid, falls ich dir zu nahe getreten bin. Das war so nicht geplant. Ich weiß, was du jetzt denkst, aber lass mich ausreden. Wie du vielleicht bemerkt hast, mag ich dich gerne. Sehr sehr gerne. Um genau zu sein, habe ich mich in dich verliebt. Ich weiß nicht, ob du das Selbe fühlst. Bitte lass mich nicht im Dunkeln tappen und sag mir, ob du auch etwas für mich empfindest. Ich liebe dich, Greta.“ Noch immer überfordert von der Situation, stehst du da und starrst Löcher in Jimin. Schließlich nimmst du deinen Mut zusammen und erzählst:„Naja, ich habe gedacht, es wäre deutlich geworden. Also, ich habe mich nämlich ebenfalls in dich verliebt. Ich habe immer gedacht, du würdest nichts für mich empfinden. Deswegen habe ich nie etwas gesagt. Ich liebe dich nämlich schon lange, Park Jimin. Ich habe nur darauf gewartet, dass dieser Tag kommen würde.“ Von deinem plötzlichem Mut überrascht, hältst du dir die Hand vor den Mund. Jimin lächelt und kommt wieder auf dich zu. Jetzt presst er wieder seine Lippen an deine und du erwiderst den Kuss zärtlich. Auf einmal ertönt eine jubelnde Stimme von dem Balkon des Hauses:„Ja, endlich. Ich dachte schon, dieser Tag würde nie kommen.“ Erschrocken dreht ihr euch beide zum Ursprung der Stimme. Jimin lacht:„Was soll das, Hoseok? Schon mal was von Privatsphäre gehört? Nein? Das glaub ich dir!“ Hoseok rennt wieder ins Haus und man hört gedämpftes Jubeln. „Jetzt ist es raus. Ich bin so glücklich“, ist Jimins Aussage. Daraufhin jubelt er in die dunkle Nacht hinaus und rennt durch den Schnee, rutscht dann aus und fällt auf seinen Hintern. Mit schmerzverzerrtem Gesicht reibt er sich den Hintern und beteuert:„Alles gut. Die Freude ist größer als der Schmerz.“ Du musst lachen, hilfst Jimin auf und gibst ihm eine lange Umarmung. Jimin lässt los, als er bemerkt, wie sehr du zitterst. Schnell geht er mit dir wieder ins Haus, denn du hast nach wie vor nur deinen Pyjama an. Als ihr die Tür öffnet, stehen dort alle Jungs und jubeln. Sie beglückwünschen euch und es wird kommentiert:„Ich wusste, es würde passieren“, oder „Hat lang genug gedauert, gut gemacht.“ Hoseok umarmt dich und meint:„Jetzt hast du es geschafft, Greta.“ Du lächelst. Jetzt geht ihr alle ins Bett, denn es ist schon spät. Jimin wollte noch schnell unter die Dusche hüpfen. Doch als er fertig ist, bist du schon am schlafen. Fürsorglich gibt er dir einen Kuss auf die Stirn und legt sich dann zu dir. So wie du, schläft er friedlich ein. Ihr seid beide mit dem Gedanken beieinander. Was für ein Tag. Das ist der wohl beste Tag, den ich je hatte. Jimin - ich liebe ihn wirklich.

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    Eine Hand streichelt sanft durch dein Gesicht und du öffnest langsam die Augen. Du blickst in das fürsorgliche und hübsche Gesicht von Jimin. Er lächelt, woraufhin du natürlich auch lächelst. Jetzt reckt sich Jimin zu dir und gibt dir einen zärtlichen Kuss. Du streichst gedankenverloren durch seine fluffigen Haare und fragst:„Wollen wir nach unten gehen?“ Jimin lächelt wortlos. Zusammen geht ihr, händchenhaltend, nach unten in die Küche, wo schon fast alle sitzen. Ihr setzt euch dazu und wartet noch auf den Rest, bis ihr anfangen könnt, zu frühstücken. Nach dem Frühstück rennt ihr alle nach draußen, denn es hat die ganze Nacht durch geschneit und jetzt liegt eine 20cm hohe Schneedecke. Freudig springt ihr herein, macht Schnee-Engel und rollt durch das kalte Weiß. Schließlich versteckst du dich hinter einem dicken Baum, formst einige Schneebälle und wirfst einen davon gegen Jimins Rücken. Dieser dreht sich gefährlich langsam um und wirft plötzlich schnell wie der Blitz wieder zurück. Der Schneeball landet voll in deinem Gesicht und du musst lachen, so wie der Rest der Truppe auch, denn jetzt entsteht eine frohe Schneeballschlacht. Du tust dich mit Yoongi und Hoseok zusammen. Du baust mit Yoongi eine hohe, stabile Schneewand, hinter der ihr euch verstecken könnt, während Hoseok massenhaft Schneebälle formt. Diese bunkert er in drei Hügeln hinter der Wand. Wo der Rest ist, wisst ihr gar nicht, die sind nämlich in andere Richtungen gestürmt. Nach etwa 10 Minuten taucht auf einmal der tollpatschige Namjoon im Schnee auf. Yoongi flüstert dir zu:„Das wird ein Leichtes. Wir greifen ihn an, sobald er hinter diesem Baum weg ist. Sonst kann er zu schnell flüchten.“ Du nickst und gibst die Information an Hoseok weiter. Langsam bewegt sich Namjoon auf euch zu, jedoch hat er euch immer noch nicht gesehen. Yoongi stupst Hoseok an und macht irgendwelche schnellen Handbewegungen. Hoseok nickt schnell und macht dann, wie in diesen Actionfilmen, eine Rolle hinter einen Baum. Eigentlich war das ziemlich auffällig, zumal Hoseok auch noch in rot gekleidet ist. Du kannst dir ein Lächeln nicht verkneifen und Yoongi schüttelt neben dir nur schmunzelnd den Kopf. Diesmal unauffällig, rollt Hoseok noch weiter zu einem anderem Baum, sodass Namjoon der Fluchtweg von ihm versperrt wird. Hinter seinem Baum formt er wieder schnell einige Schneebälle. Nun kommt Namjoon direkt auf euch zu und Yoongi zählt leise bis drei. Auf drei fangt ihr an Namjoon wild zu attackieren. Dieser will natürlich die Flucht einschlagen und auf einmal schreit Yoongi:„Jetzt!“ Hoseok springt hinter dem Baum hervor, Namjoon fällt vor Schreck hin und Hoseok wirft schnell und gezielt all seine Bälle auf seinen Bandkollegen. Dieser rennt fluchend weg und sieht mittlerweile aus wie ein Schneemonster, weil er so viel Schnee an sich haften hat. Yoongi klatscht bei dir ein und lobt:„Gut gemacht, du auch Hoseok. Aber jetzt müssen wir schnell wieder einige Schneebälle machen. Sonst sind wir gleich unbewaffnet, wenn die nächsten kommen.“ Also macht ihr schnell neue Bälle und wartet dann. Schon nach einigen Minuten, hört man ein Rascheln. Ihr dreht euch um und irgendwo hinter euch läuft Tae. Schnell wechselt ihr die Seite und schleppt vorsichtig die Schneebälle mit. Jetzt lässt sich Tae besser erkennen. Etwas weiter links von ihm läuft Jungkook. Aber wo ist Jimin? Der ist mit Sicherheit auch dabei. Auf einmal trifft euch Schnee am Rücken. Dieser wurde von Hoseok geworfen und dieser deutet erschrocken auf eine Stelle. Dort ist Jimin. Ihr macht euch fertig und als die anderen nah genug sind, schreien Yoongi und Jimin wie auf ein Kommando:„Jetzt!“ Erschrocken, dass Jimin und seine Truppe auch einen Plan haben, haltet ihr einen Moment inne. Aber schon schnell werft ihr ebenfalls mit Bällen. Es ist praktisch ein unerbitterter Kampf und schließlich seid ihr umzingelt. Yoongi ruft:„Rückzug!“ Also rennt ihr alle in eine andere Richtung. Zwar wollen Kookie, Tae und Jimin euch die Wege versperren, aber ihr kickt ihnen einfach ein Bein weg, sodass sie hinfallen und rennt dann weiter. Als du weit genug entfernt bist, schleichst du schnell zum See, denn Yoongi hatte vorher noch schnell „See“ in dein Ohr geflüstert. Hoseok hat er es per Zeichensprache gezeigt. Am See angekommen, triffst du schon auf Yoongi und Hoseok stolpert auch dort hin. Ihr überlegt kurz, wie ihr die anderen überrumpeln könnt und geht dann eurem Plan nach. Du schlängelst dich alleine durch die Bäume, denn du musst auf deinen eigenen Platz, als du plötzlich auf Jin triffst. Schnell duelliert ihr euch und du gewinnst. Also sagst du zu Jin:„Du hast zwar gegen mich verloren, aber wir brauchen noch jemanden der uns hilft, Kookie, Tae und Jimin zu besiegen. Jin erklärt:„Ja, die haben mich gerade auch schon überfallen. Ich werde euch helfen. Wobei ich vermute, dass Namjoon sich ihnen angeschlossen hat. Ursprünglich waren Namjoon und ich zusammen unterwegs, aber dann haben wir uns aufgeteilt.“ Du zuckst gleichgültig mit den Schultern und bedeutest Jin, dir zu folgen. Nun gehst du in deine Position. Von da aus kannst du Yoongi sehen. Du gibst ihm schnell ein Handzeichen, dass Jin jetzt zu euch gehört und setzt dich dann hin, machst Schneebälle und wartest. Wie erwartet kommen die drei Jungs mit Namjoon gut gelaunt direkt in eure Falle gelaufen. Du flüsterst Jin zu:„Jetzt!“ Ihr werft schnell eure Gegner ab, welche ein wenig zurücktaumeln, direkt in Yoongis Arme. Dieser wirft sie jetzt auch ab. Jin und du steht auf und folgt den Flüchtlingen mit Schneebällen. Diese rennen jetzt zurück, wo Hoseok sich gerade hingeschlichen hat. Schließlich sind sie so umzingelt, dass sie nicht mehr wegkommen. Sie sitzen in der Falle. Sie liegen zusammengerollt auf dem Boden und ergeben sich. Eure Truppe freut sich sehr und ihr klatscht gegenseitig ein. Jetzt geht ihr alle ins Haus, denn es ist sehr kalt. Ihr trinkt heißen Kakao und du sitzt zusammen mit Jimin auf dem Sofa. Liebevoll sagt er:„Du warst wirklich gut.“ Du erwiderst nur ein „Danke“ und gibst ihm dann einen Kuss auf die Wange. Zusammengekuschelt sitzt ihr nun auf dem Sofa und liebt euch. Ich wünschte, dieser Urlaub würde nie vergehen. Einfach nur mit Jimin da sitzen und ihn lieben. Wenn doch nur jeder Tag so wäre.

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    Nach etwa 2 Stunden Erholung geht ihr wieder nach draußen, um Schneemänner zu bauen. Du baust einen mit Jimin. Ihr habt viel Spaß, müsst aber so langsam wieder zurück, denn ihr fahrt morgen wieder zurück und müsst noch packen. Deine Sachen packst du am Abend und legst schonmal die Klamotten bereit, die du auf der Fahrt tragen willst. Dann hüpfst du noch schnell unter die Dusche und gehst dann direkt schlafen.

    Früh am Morgen kommt Jin hereingestapft und ruft:„Aufstehen. Wir wollen jetzt gleich fahren. Wir putzen hier nur noch einmal schnell durch und dann sind wir weg.“
    Jimin stöhnt:„Warum müssen wir denn jedes Mal putzen? Wozu sind wir reich? Nicht, um dann, trotz Putzservice, auch noch zu putzen.“ Jin schickt dem Jüngeren einen bösen Blick und erklärt:„Weil sich das so gehört. Und jetzt steh endlich auf!“ Du musst kichern. Jin verlässt das Zimmer und rumpelt in das Zimmer, gegenüber von eurem. Dort hört man erst Jins „lieblichen“ Morgengruß und dann das Geseufze von Hoseok und Yoongi. Gleichzeitig gucken du und Jimin euch an und lächelt. Dann gibt Jimin dir einen schnellen Kuss und steht auf. Du tust es ihm gleich und ziehst dich an. Zusammen schleppt ihr eure Sachen ins Auto und geht dann wieder schnell ins Haus, um zu putzen. Du bist für das Wohnzimmer zuständig, wo Yoongi gerade den frisch reparierten Tisch wieder hinstellt. Nach dem Putzen geht ihr alle ins Auto und fahrt los. Nach etwa 7 Stunden, da es noch etwas Stau gab, kommt ihr endlich an. Jin lässt dich raus und du klingelst an der Tür. Du musst nicht lange warten, da öffnet Sora dir die Tür, fällt dir in die Arme und ruft:„Frohe Weihnachten!“ Du erwiderst den Gruß schnell und gehst dann in die Küche. Dort sitzt Matthias, welcher dir ebenfalls eine frohe Weihnacht wünscht und dann gehst du auch schon auf dein Zimmer. Du rufst Yuna an und wünschst ihr frohe Weihnachten. Ihr unterhaltet euch noch ein wenig über den Urlaub und beendet dann die Unterhaltung, als dein Vater und seine Frau mit einem Geschenk in der Hand ankommen. Also legst du schnell auf und öffnest das Geschenk dann gespannt. Es ist ein Buch. Du bedankst dich bei ihnen und gibst ihnen dann auch deine Geschenke. Sie bedanken sich ebenfalls bei dir und ihr feiert noch ein wenig zusammen. Schließlich ist es schon Abend und du gehst ins Bett. Das Buch, das du bekommen hast, hast du noch gar nicht wirklich angeguckt, also öffnest du es vorsichtig. Du blätterst ein wenig herum und legst es dann auf deinen Schreibtisch, als plötzlich ein Zettel herausfällt. Du hebst ihn auf und beäugst ihn etwas misstrauisch. Es ist handbeschrieben.
    Hallo, (d/n).
    Oder wie du jetzt heißt, Greta. Diese Karte habe ich geschrieben, Matthias. Ich weiß, dass diese Nachricht sehr schockierend sein wird, aber ich denke, dass du die Wahrheit verdienst. Ich möchte, dass du es weißt, denn du bist mir sehr wichtig. Ja, das hast du auch schon nicht gedacht, richtig? Nun ja, wie du ja selbst weißt, habe ich dich entführt. Vielleicht denkst du:„Er ist einfach nur wahnsinnig und ein Verbrecher, deswegen hat er mich entführt.“ Aber nein. Es hat einen Grund. Ich kannte deine Mutter damals. Ich stand ihr sehr nahe und ich habe sie sehr geliebt. Dann wurde sie schwanger. Mit dir. Wir waren glücklich, doch dann bin ich in eine unerfreuliche Geschichte geraten und musste ins Gefängnis. Ich war drogenabhängig. Als ich wieder aus dem Gefängnis herauskam, wollte deine Mutter nichts mehr mit mir zu tun haben und verbot mir sogar den Kontakt zu dir. Sie hat einen neuen Freund gefunden. Klaus, der, den du bis jetzt als deinen Vater geglaubt hast. Mein Herz war gebrochen. Ich liebte sie und dich liebte ich auch. Schließlich ist Emmi mit ihrem neuen Freund weggezogen, hat ihn geheitratet und ich wusste von nichts. Ich kannte nicht einmal ihren Nachnamen. Also konnte ich sie auch nicht suchen. Nach 15 Jahren Recherche habe ich schließlich herausgefunden, wo sie wohnt. Ich bin dort hingefahren und mich auf die Lauer gelegt, darauf gewartet, dass du, meine Tochter, herauskommst. Ich wollte dich um jeden Preis zurückbekommen. Also habe ich dich entführt. Jetz, nach 16 Jahren bin ich endlich wieder mit dir, meiner geliebten (d/n), vereint. Meine Tochter. Ich weiß, dass du mich hasst und du denkst, dass ich ein wahnsinniger Psychopath sei. Vielleicht bin ich das auch. Aber du verstehst den Schmerz eines Vaters, der seine Tochter verloren hat, nicht. Ich liebe dich, (d/n). Du bist meine Tochter, mein Fleisch und Blut.
    Erzähle niemandem davon, denn ansonsten wird deine Mutter darunter leiden müssen. Ich will dich nicht erneut verlieren und ich hasse diese Frau, also bin ich zu allem fähig.
    Es tut mir leid, (d/n).
    Frohe Weihnachten

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    ((cur))Frohe Weihnachten...((ecur)) Du legst den Zettel zurück in das Buch und legst dieses wieder auf den Schreibtisch. Du legst dich nachdenklich a
    Frohe Weihnachten...
    Du legst den Zettel zurück in das Buch und legst dieses wieder auf den Schreibtisch. Du legst dich nachdenklich auf dein Bett und starrst die Wand an. Es ist also wahr. Natürlich ist es das. Ich wusste es schon vorher. Ja, frohe Weihnachten, Matthias. Warum musstest du mich entführen? Anstatt einfach mit meiner Mutter zu sprechen. Nein. Matthias hat recht, er ist ein wahnsinniger Psychopath. Gedankenverloren stehst du auf, ziehst deine Jacke an und gehst in den Wald. Wie immer, kannst du dich hier abregen. Es beginnt erneut zu schneien. Es ist dunkel und nicht ein Licht scheint in deiner Nähe. Die kalten Schneeflocken landen sanft in deinem Gesicht. Tief atmest du die frische Luft ein. Der Winter. Es gibt keine schönere Jahreszeit. Die Landschaften wandeln sich zu einem weißen Paradies und man merkt, dass man lebt, denn der Schnee ist so kalt, dass er auf der Haut schmerzt. So wunderschön. Langsam schließt du deine Augen und streckst deine Nase in die kalte Nacht. Der Wind zischt in deinen Ohren und die Kälte umhüllt deinen Körper. Ein Träne kullert deine Wange herunter auf deine Hand. Weihnachten ohne meine Familie. Frohe Weihnachten, Mama. Ich hab dich lieb. So wie all meine anderen Familienmitglieder auch. Das Leben ist schön, doch das Schicksal ist gemein. Warum muss ich hier rumgammeln, während ich auch genauso gut bei meiner Familie sein könnte. Langsam öffnest du wieder die Augen und starrst in die Dunkelheit. Die Tränen strömen über dein Gesicht und du lässt dich langsam auf den Boden fallen. Dort sitzt du im kühlen Schnee und weinst. Weinst deine Verzweiflung und Trauer heraus. Wie auch die Wut, die dein leiblicher Vater verursacht. Dein Handy vibriert, doch es kümmert dich nicht. Du willst einfach nur dort sitzen und trauern. Trauern, um dein Leben, dass du es hier verbringen musst, bei deinem Entführer und Vater. Die Tränen die du geweint hast sind auf deinem Ärmel zu Eis gefroren. Stundenlang sitzt du in dem Schnee, in die Dunkelheit starrend und mit dem Schnee in den Haaren. Wieder vibriert dein Handy und diesmal gehst du ran. Es ist Jimin, der dich per Facetime anruft. Du blickst in das besorgte Gesicht von deinem Liebsten und dieser fragt dich aufgelöst:„Wo bist du, Greta? Dein Onkel hat bei Hoseok angerufen, er vermisst dich, du sollst nach hause kommen.“ Wieder verlierst du eine Träne. Du willst antworten, aber du willst deinen Vater gar nicht sehen. Du weißt auch gar nicht, warum du unbedingt jetzt so aufgelöst bist. Liegt es daran, dass ER es mir gesagt hat? Und nicht ein Freund? Weil er endlich die Wahrheit sagt? Ich weiß nicht. Noch immer versucht Jimin eine Antwort aus dir heraus zu bekommen, doch du bist unfähig zu antworten. Schließlich flüsterst du:„Ich bin in dem Wald.“ Jimin schaut dich beunruhigt an und meint:„Warte da, ich hole dich.“ Du musst nicht lange warten und da rennt Jimin schon auf dich zu, mit Jin im Schlepptau. Du sitzt noch immer zusammengekauert auf dem Boden und Jimin rennt auf dich zu, umarmt dich besorgt und meint schockiert:„Du bist ja ganz kalt. Wie lang hast du hier denn gesessen?“ Du gibst nur ein leises „Weiß nicht“ von dir und fällst Jimin dann weinend in die Arme. Dieser versucht besorgt dich zu beruhigen. Er hilft dir vorsichtig hoch und trägt dich, die vollkommen unterkühlt ist, in Jins Auto. Er gibt Jin ein Zeichen und setzt sich neben dich. Der andere fährt nun los. Jimin fragt dich ein weiteres Mal:„Was hat du da denn überhaupt gemacht?“ Du weißt nicht, was du antworten sollst, aber du weißt, dass du nicht die Antwort sagen kannst, also lügst du:„Ich bin eingeschlafen und hatte einen Albtraum. Von meiner Mutter. Sie ist, wie du weißt, verstorben und das ist das erste Weihnachten ohne sie. Dieser Gedanke machte mich so traurig, dass ich in den Wald geflüchtet bin. Dann habe ich mich im Dunkeln etwas verlaufen. Ich weiß auch nicht.“ Jimin hält dich mitleidig in den Armen und flüstert:„Ich bin nur froh, dass ich dich gefunden habe. Mach so einen Quatsch nie wieder, ja?“ Du nickst wortlos und Jimin gibt dir einen Kuss auf die Wange. Du bist besorgt um Jimin wegen eurer Beziehung und meinst:„Jimin, du solltest meinem Onkel nichts von unserer Beziehung sagen, er würde das nicht verstehen. Er will nicht, dass ich einen Freund habe. Er würde wütend werden. Also erzähl ihm bitte nichts, ja?“ Jimin lächelt schwach und nickt. Dabei nimmt er dich beschützend in den Arm. Er drückt sein Gesicht in deine Haare und streichelt diese zärtlich. Auf einmal bleibt der Wagen stehen und Jin sagt:„Wir sind da. Wir bringen dich jetzt in dein Haus, ja?“ Du nickst gedankenverloren und Jimin trägt dich zur Haustür. Jin klingelt und Sora öffnet euch. Besorgt lässt sie euch rein und Jimin trägt dich ins Wohnzimmer. Dort setzt er dich vorsichtig auf dem Sofa ab. Matthias stürmt besorgt herein und ruft:„Greta, was hast du gemacht? Wo warst du?“ Du lügst erneut:„Ich hatte einen Albtraum wegen meiner Mutter und bin dann in den Wald gegangen. Dann habe ich mich wohl irgendwie verirrt?“ Sora meint:„Warum bist du denn nicht an dein Handy gegangen?“ Du schüttelst nur verwirrt den Kopf und glotzt auf den Boden. Matthias legt beschützend seine Hand auf deinen Rücken und meint:„Ist ja auch nicht wichtig. Hauptsache ist doch, dass sie wieder da ist. Danke, äh, wie war noch mal der Name?“ „Jimin“, ist die schnelle Antwort. Dein leiblicher Vater nickt und klopft deinem Freund dankend auf den Rücken. Dann gehen Jimin und Jin wieder. Nun bist du alleine mit deinem Vater und seiner Frau. Sora eilt in die Küche, um dir einen Tee zu machen und Matthias flüstert auf Deutsch leise in dein Ohr:„Warum bist du wirklich weggelaufen?“ Du weißt, dass er die Antwort eigentlich schon kennt und du antwortest dem entsprechend:„Das weißt du genau.“ Matthias nickt stumm und meint dann mit einer etwas strengeren Mine:„Du gehst nie wieder einfach so weg, Fräulein. Ich hab mir Sorgen gemacht. Verstanden?“ Du nickst und gehst dem Blick deines Vaters aus dem Blick. Jetzt kommt Sora wieder mit einer großen Tasse Tee. Sie reicht sie dir und du schlürfst sie leise aus. Als du fertig bist stehst du mit zittrigen Beinen auf und meinst:„Ich geh dann mal schlafen. Gute Nacht.“ Dann gehst du schwankend in dein Zimmer. Du setzt dich vorsichtig auf dein Bett und starrst auf den verschneiten Balkon. Noch immer fröstelnd ziehst du die Decke über deinen zusammen gerollten Körper und schläfst schließlich ein.

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    Die kalte Wintersonne scheint durch das Fenster und erfüllt den Raum mit hellem Licht. Du öffnest vorsichtig die verklebten Augen und reibst diese, um sie von dem Schmand zu befreien. Langsam stehst du auf und trottest zu dem Fenster. Verträumt schaust du heraus, als plötzlich dein Handy vibriert. Etwas verwundert schaust du auf dein Handy. Eine Nachricht von Jimin.
    Guten Morgen, Schatz. Hast du gut geschlafen? Du antwortest:Ja, danke und auch dir guten Morgen. <3 Lächelnd gehst du nun die Treppe herunter, in die Küche. Dort sitzen Matthias und Sora. Gemeinsam frühstückst du mit ihnen und fragst dann:„Darf ich mich heute mit Yuna treffen? Bei ihr?“ Sora nickt kurz und dann stehst du auch schon auf. Dir ist etwas langweilig, denn du triffst dich erst in 3 Stunden mit Yuna. Also willst du ein bisschen in den Park gehen. Du verlässt gerade das Haus, da geht die Tür des Nachbarhauses ebenfalls auf und Shiwon kommt mit seinem Hund heraus. Ein wenig verwundert schaust du ihn an und wünscht ihm eine schöne Weihnacht. Diesen Gruß erwidert er und er meint noch:„Ich wollte mit unserem Hund spazieren gehen durch den Park. Willst du mich vielleicht begleiten? Oder hast du schon etwas vor?“ Du schüttelst den Kopf und erzählst:„Klar, gerne. Ich wollte sowieso in den Park gehen.“ Also lauft ihr ein wenig im Park herum und unterhaltet euch. Shiwon erzählt, was er an Geschenken bekommen hat und daraufhin erzählst du:„Ich habe von Matthias und Sora ein Buch bekommen. Als ich es geöffnet habe, ist ein Zettel herausgefallen, den mein leiblicher Vater mir geschrieben hat. Darin hat er bestätigt, dass er mein Vater ist und hat erzählt, dass meine Mutter ihm den Kontakt zu mir verboten habe, als er drogenabhängig wurde. Jetzt ist er es aber, glaube ich, nicht mehr. Die Entführung war also von vorne bis hinten geplant. Ich darf aber nach wie vor nichts davon erzählen. Aber da du es ja sowieso schon weißt...“ Shiwon nickt bedenklich und meint:„Ach ja. Und sonst so? Wie war der Urlaub mit den Jungs von BTS?“ Du antwortest nur:„Gut. Und wie war es bei dir sonst so?“ Shiwon sagt nur:„Nichts Besonderes. Ich war eigentlich die ganze Zeit nur zuhause.“ Du nickst bedenklich und ihr geht schweigend wieder zurück. Du verabschiedest dich noch schnell bei Shiwon und gehst dann wieder in dein Haus. Du ruhst dich noch ein bisschen aus und guckst in der Zeit ein bisschen auf YouTube herum. Ein Video wird dir vorgeschlagen mit dem Titel „Wird BTS jetzt nur noch die Nummer 2?“. Du schaust dir das Video an.
    BTS ist momentan die Top-Band in Korea. Doch wird sich das vielleicht bald ändern? Vor einiger Zeit ist ein junger Musiker mit dem Namen Shix aufgetaucht. Mit Sicherheit habt ihr schon von ihm gehört. Er hat diverse Songs rausgebracht, welche teilweise über 400 Millionen Aufrufe haben. Wir haben einige Fans von ihm interviewt und sie kommen alle zu dem selben Schluss. Seine Songs sind einfach klasse! Er reicht BTS schon fast das Wasser! Doch niemand weiß, wer Shix in echt ist. Er hat weder seinen echten Namen, noch sein ganzes Gesicht enthüllt. Denn er trägt wirklich immer eine Maske. Im letzten Jahr hat er seine ersten Konzerte innerhalb von Korea gegeben. Über 3 Monate war der junge Künstler auf Tour. Noch immer rätseln seine Fans, wer er wohl in echt ist. Werden wir es bald herausfinden? Erst letzte Woche hat er seinen neuen Song „Hot Snow“ rausgebracht und hat seinen nächsten Song schon für den Frühling angekündigt. “Hot Snow“ war ein voller Erfolg mit über 350 Millionen Aufrufen innerhalb von der kurzen Zeit. Wird er BTS bald von ihrem Thron stürzen? Das bleibt abzuwarten!
    Wer zur Hölle ist Shix? Soll mich nicht interessieren. Aus reiner Interesse hörst du dir aber doch seinen neuen Song an. Wow, das ist gar nicht mal so schlecht. Um ehrlich zu sein, ist es richtig gut. Aber seine Stimme kommt mir irgendwie vertraut vor...
    Auf einmal klingelt dein Handy und du wirst aus deinen Gedanken, wer Shix ist, herausgerissen. Schnell gehst du ran. Yunas Stimme ertönt:„Mensch Greta, wo bleibst du denn? Du hättest vor 15 Minuten schon hier sein sollen.“ Erschrocken schaust du auf die Uhr. „So ein Mist. Tut mir Leid, ich habe die Zeit total vergessen. Warte, ich komme!“ Dann legst du auf, ziehst deine Jacke an und rennst los. Nach 10 Minuten bist du schon da und Yuna öffnet dir, amüsiert über dein Keuchen, die Tür. Ihr geht in ihr Zimmer und Yuna fragt:„Magst du was trinken? Du keuchst ja, als wärst du den ganzen Weg gesprintet!“ „Bin ich auch“, ist deine Antwort. Yuna lacht und holt dir schnell ein Glas Wasser. Während du trinkst fragt sie auf einmal:„Was hast du denn gemacht, dass du die Zeit so vergessen hast?“ Du antwortest mit der Wahrheit:„Ich habe mir einen Song von einem Shix angehört und habe mich gefragt, wer das wohl ist. Sein neuer Song „Hot Snow“ ist einfach nur genial.“ Yuna scheint ihn bereits zu kennen und antwortet:„Ja, die Musik von ihm ist wirklich krass. Wobei ich die von BTS noch besser finde. Es tut sich aber nicht mehr allzu viel.“ Du nickst nachdenklich. Jetzt fragt deine beste Freundin dich:„Wie war der Urlaub mit den Jungs eigentlich?“ Du erzählst ihr alles, bis auf das mit Jimin.“ Doch dann erzählst du ihr es doch:„Soll ich dir ein Geheimnis verraten? Jimin hat mich während des ersten Schnees geküsst und jetzt sind wir ein Paar.“ Yuna, die gerade einen Schluck Wasser getrunken hat, öffnet ungläubig den Mund und das Wasser läuft wieder heraus. „Jetzt im Ernst? Oh mein Gott! Herzlichen Glückwunsch! Ich freu mich sehr für dich.“ Du lächelst etwas verlegen und Yuna umarmt dich aufgeregt. „Erzähl mir alles genau“, ist ihre aufgeregte Bitte. Also erzählst du ihr alles und am Ende gibt Yuna nur ein „Oh, wie süß!“ von sich. Du lachst und erzählst zudem noch, dass Jin dir eine DVD mit allen Aufnahmen von dir und ihnen geschenkt hat. Und fragst, ob ihr sie zusammen anschauen wollt. Yuna sagt natürlich zu und so guckt ihr euch die DVD an. Dort sind sehr viele lustige Aufnahmen drauf. Vom ersten Treffen mit BTS, als du am Ende im Wasser gelandet bist, bis zu dem Moment, als du schlafend in Jimins Armen gelegen hast. Auch viele Momente mit Yuna wurden aufgenommen. Ihr lacht viel und zwischendurch kommen solche Aussagen von Yuna wie „Ohhh, das ist ja mega süß“ oder „Ha, wie blöd du da aussiehst“. Yuna ist manchmal etwas gemein, aber das meint sie nicht ernst und genau deswegen ist sie meine beste Freundin. Du meinst dann:„Ja und schau mal, wie blöd du da ausschaust. Haha!“ Ihr lacht beide viel über eure blöden Gesichtsausdrücke und sitzt dann noch ein bisschen in Yunas Zimmer und unterhaltet euch. Plötzlich klingelt es an der Tür.
    Wer ist das denn wohl?

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    Yuna rennt verwundert zur Tür, während du ihr folgst. Aufgergt reißt Yuna die Tür auf und dahinter steht Taehyung mit einer kleinen Schachtel und einem Strauß Rosen in der Hand. Yuna fällt ihm in den Arm und küsst ihren Liebsten zärtlich. Du stehst einfach nur lächelnd daneben. Jetzt begrüßt Tae euch und Yuna schlört ihn gleich in ihr Zimmer. Dort überreicht Tae seiner Freundin das Geschenk. Du weißt bereits, was darin ist. Schließlich hast du ihn ja sogar beraten. Yuna öffnet die Dose aufgeregt und wie erwartet sind darin die Plätzchen, die Tae im Urlaub für sie gebacken hat. Vorsichtig holt deine beste Freundin eines der Enten-Plätzchen heraus und betrachtet dieses entzückt. Dann umarmt sie Tae ein weiteres Mal und überreicht ihm sein Geschenk. Er bekommt eine kleine Zuckerwattenmaschine und einen Gutschein für einen gemeinsamen Abend. Tae freut sich über sein Geschenk ebenfalls sehr, nimmt seine Liebste hoch und küsst sie dann leidenschaftlich. Du musst schmunzeln, stehst auf und meinst:„Ich glaube, ich sollte dann gehen. Ich soll pünktlich wieder zuhause sein und dann habt ihr noch ein wenig Zeit füreinander.“ Du umarmst deine beste Freundin noch einmal zum Abschied, klatschst bei Taehyung ein und gehst dann. Eigentlich hätte ich erst in einer Stunde weggemusst, aber ich glaube wirklich, dass sie jetzt lieber ein bisschen alleine wären. Jetzt habe ich aber keine Ahnung, was ich noch machen kann. Ich glaube, ich gehe einfach noch ein bisschen in den Park. Im Park läufst du ein wenig herum und plötzlich vibriert dein Handy. Jimin ruft dich an. Du nimmst ab und die schöne Stimme von Jimin ertönt:„Hi Greta, was machst du gerade so?“ Du erzählst:„Ach, nichts Besonderes. Ich war gerade eben bei Yuna, aber dann kam Tae und ich habe gedacht, dass die beiden mit Sicherheit gerne ein bisschen alleine wären. Also laufe ich ein bisschen im Park herum. Und du?“ Jimin antwortet:„Unser Manager ist gerade hier. Er bespricht mit uns die nächsten Konzerte und er will, dass wir einige neue Songs produzieren, denn momentan wird unsere „Führungsposition“ von Shix streitig gemacht.“ „Ja, von dem habe ich auch schon gehört“, meinst du. Jimin erklärt schnell:„Naja, ist ja auch eigentlich egal. Ich rufe eigentlich nur an, weil ich vorgeschlagen habe, dass du einen nächsten Song mit uns aufnimmst. Der Manager meint das wär in Ordnung und würde mit Sicherheit auch viele Fans anlocken. Er meint, du solltest vorbeikommen. Ist das einzurichten?“ Du sagst aufgeregt:„Ja, ich muss nur kurz nach hause und Matthias fragen. Ich ruf dich in 15 Minuten noch einmal zurück. OK?“ Jimin flüstert:„Ja. Ich lieb dich Greta.“ „Ich dich auch. Bis gleich.“ Dann legst du auf und rennst innerhalb von 5 Minuten zurück zu deinem Haus. Dort triffst du direkt auf Matthias und erklärst ihm, was der Plan ist. Matthias seufzt:„Na gut. Aber ich will erst mal nicht, dass dein Name oder dein Gesicht da preisgegeben werden. Verstanden?“ Du nickst eifrig und umarmst ihn schnell. Du willst gerade wieder losflitzen, da hält dein Vater dich auf:„Ich kann dich auch eben mit Auto bringen.“ Du grinst und dein Vater bringt dich zum BigHit-Gebäude. Du rufst Jimin auf der Fahrt noch schnell an und er erklärt dir, wo genau du hin musst.“ Bei dem Gebäude angekommen folgst du Jimins Anweisung und schon nach wenigen Minuten stehst du in einem Raum mit BTS und dem Manager. Dieser begrüßt dich:„Hallo, du musst Greta sein. In welchem Bezug stehst du noch mal zu den Jungs hier?“ Hoseok antwortet für dich:„Sie ist meine Cousine und eine gute Freundin von uns.“ Der Manager nickt nachdenklich und meint dann:„Sing mal bitte etwas vor.“ Also singst du das Lied vor, das du auch in der Dusche gesungen hast und der Manager applaudiert am Ende. Er lobt dich:„Wow, das war wirklich sehr gut. Muss im Blut liegen. OK, du wirst dann einen neuen Song mit ihnen produzieren.“ Du erklärst noch kurz:„Mein Onkel will aber nicht, dass mein Name oder mein Gesicht preisgegeben werden.“ Der Manager fragt verwirrt:„Dein Onkel?“ Du antwortest schnell:„Ja, uch bin eigentlich nur die Stief-Cousine. Das ist eine lange Geschichte.“ Der Manager nickt kurz und meint:„Ja OK. Das lässt sich aber wohl einrichten. Dann braucht ihr jetzt nur noch einen Song. Ihr sollt euch dann zwei bis drei mal die Woche treffen zum Üben. Wann hast du Zeit?“ Du antwortest:„Eigentlich immer, es darf nur nicht vormittags sein. Da bin ich in der Schule.“ Der Manager nickt und meint:„OK. Dann trefft ihr euch immer am Montag und Mittwoch von 3-7 und am Samstag von 10-15 Uhr. Alles klar?“ Du nickst kurz. „Gut, Greta. Dann bist du demnächst in allen Radios zu hören!“

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    Du schlägst verwundert die Augen auf. Ich muss wohl eingeschlafen sein. Seltsam, wo sind denn alle? Eigentlich wollten wir doch noch ein wenig wegen dem Song überlegen. Verwirrt läufst du durch das BigHit-Gebäude. Die Jungs lassen sich nicht finden. Niemand ist in dem Gebäude. Seltsam. Ist das ein Scherz oder so? Du verlässt das Gebäude. Doch auf den Straßen ist keine Menschenseele. Du läufst verwundert zu deinem Haus. Die Tür steht offen. Vorsichtig stößt du sie auf, denn du erwartest, dass dort vielleicht ein Einbrecher ist. Sonst lassen Matthias und Sora nie die Tür offen. Leise schleichst du ins Wohnzimmer, aus welchem gedämpfte Stimmen ertönen. Du stupst die Tür auf. Doch auch dort ist niemand, nur der Fernseher ist an. Du willst ihn gerade ausstellen, da fällt dir auf, dass der (dein Land) Nachrichtensender läuft. Was zur Hölle... Noch immer wurde die mittlerweile 16-jährige (d/n) nicht gefunden. Jedoch gibt es jetzt einige Hinweise auf eine Entführung. In einem verlassenen Fabrikgebäude wurden Kleidungsstücke von ihr gefunden. Wie sich ebenfalls herausgestellt hat, hat sie einen ehemals drogenabhängigen Vater, der sie jetzt gefunden und dann entführt haben könnte. Jedoch konnte er nicht ausfindig gemacht werden. Vermutlich lebt er jetzt unter einer falschen Identität. Hat ihr echter Vater vielleicht wirklich (d/n) entführt? Vieles deutet darauf hin und die Polizei kommt der richtigen Spur immer näher. Wenn Sie noch etwas über das Verschwinden von (d/n) wissen, dann rufen sie doch unter folgender Nummer an... Ist es war? Werde ich vielleicht wirklich bald gefunden? Auf einmal ertönt eine Stimme hinter dir. „Greta, wach auf!“ Dann berührt dich jemand und du fährst erschrocken auf. Das belustigte Gesicht von Jimin taucht vor dir auf. Verwundert fragst du:„Was ist los?“ „Du bist während der Probe eingeschlafen, aber wir brauchen dich, weil jetzt dein Solo kommt.“ Also war alles nur ein Traum. Na toll. Gelangweilt stehst du auf. Heute ist der 30.12, also Taes Geburtstag und ihr müsst trotzdem proben. Ihr habt die letzten 2 Tage ununterbrochen überlegt, wie der Song aufgebaut sein soll und jetzt habt ihr endlich einen Plan, aber du bist total übermüdet. Verschlafen reibst du dir die Augen und singst dein Solo. Namjoon schaut dich lachend an:„Das nächste Mal musst du etwas gefühlsvoller singen, OK? Das war nämlich ziemlich laff.“ Du guckst ihn angepisst an und meinst:„Sing du das mal besser, wenn du vor einer halben Minute noch am schlafen warst.“ Erst guckt Namjoon etwas erschrocken wegen deiner Reaktion, aber dann fängst du an zu lachen und der Anführer der Band tut es dir gleich. Jetzt probt ihr noch etwa eine Stunde und geht dann, zu Ehren von Taehyung, essen. Yuna holt ihr auch noch kurz ab. Sie setzt sich neben dich und fragt dann verwundert:„Whoa, was ist denn mit dir passiert? Du siehst aus, als hättest du kaum geschlafen.“ Stumpf antwortest du:„Hab ich auch. Wir nehmen einen Song zusammen auf. Habe ich das denn noch nicht erzählt?“ Yuna schüttelt erstaunt den Kopf:„Nein, aber Gratulation. Ich wusste gar nicht, dass du singst.“ Deine Antwort ist:„Tu ich eigentlich auch nicht. Ich habe nur in der Dusche gesungen und auf einmal saßen alle im Nebenraum und haben zugehört.“ Yuna lacht amüsiert. Dann seid ihr auch schon angekommen und ihr setzt euch an den Tisch. Es gibt eine gesellige Runde und ihr stoßt auf das Geburtstagskind Tae an. Nach dem Essen fahrt ihr noch für eine Stunde in die Villa und gebt Tae seine Geschenke, über die er sich auch sehr freut. Ihr spielt noch einige Spiele und singt Karaoke. Du singst mit Jimin ein schnulziges Liebeslied und jetzt soll Yuna mit Tae singen. Erst will Yuna sich davor drücken, aber dann überzeugt Tae sie doch noch und schließlich singen sie gemeinsam „My heart will go on“ von Celine Dion. Am Ende klatscht ihr alle und du lobst Yuna:„Was hast du dich denn so angestellt? Du kannst doch voll gut singen!“ Yuna reibt sich verlegen am Hinterkopf. Die anderen singen natürlich auch, wobei viele witzige Momente entstehen. Denn Namjoon will ein hohes Lied singen und dabei heraus kommt nur ein krächziges Gejaule. Während Namjoons Stimme gerade stirbt, sitzt der Rest lachend und teilweise sogar schon weinend vor lauter Lachen auf dem Boden. Am Ende bedankt sich Tae noch einmal bei allen und du gehst wieder nach hause. Yuna bleibt dort, sie übernachtet bei den Jungs, was heißt, dass du alleine zurückgehen musst. Normalerweise hast du keinen Schiss im Dunkeln, aber in der Stadt ist es für dich noch einmal was ganz anderes, weil dort überall Leute sind. Also beeilst du dich, nach hause zu kommen. Dort angekommen legst du dich in dein Bett. Dir ist langweilig, also rufst du Jimin an. Der geht auch sofort ran und meint:„Hi Greta. Was machst du so?“ Du antwortest ehrlich:„Nichts. Ich liege im Bett. Mir ist langweilig. Ach ja, mir fällt gerade ein, dass wir morgen zusammen feiern wollten. Also, Matthias sagt, das ist in Ordnung. Wann soll ich denn dann morgen kommen und soll ich noch etwas mitbringen?“ „Du kannst morgen um 19:00 Uhr kommen. Wenn du willst, kannst du Schlafsachen mitbringen. Dann kannst du bei uns pennen. Ach ja, vielleicht kannst du auch die DVD von Jin mitbringen. Die wollten wir uns gerne auch angucken.“ Du nickst und guckst deinen Liebsten dann wortlos an. Er schaut dich ebenfalls an und meint schließlich:„Du bist so wunderschön. Deine Augen strahlen so wunderschön (deine Augenfarbe) und dein Lächeln lässt mein Herz jedes Mal wieder höher schlagen.“ Du lächelst berührt und flüsterst dann:„Ich liebe dich, Park Jimin. Du bist die wichtigste Person in meinem Leben.“ Jimin lächelt zurück:„Ich liebe dich noch viel mehr, Greta.“ „Das glaube ich dir nicht“, ist deine Antwort und Jimin lächelt nur vielsagend. Eine Weile liegt ihr beide nur in euren Betten und lächelt euch durch das Handy an. Auf einmal öffnet sich eine Tür bei Jimin im Hintergrund und Jungkook kommt rein:„Hey Greta. Was geht?“ Du antwortest schmunzelnd:„Nicht viel. Und bei dir?“ Der Jüngste zuckt unwissend mit den Schultern und legt sich dann auf Jimin und schwärmt:„Du bist echt gemütlich Jimin.“ Jimin lächelt genervt in das Handy und du lächelst mitleidig zurück. Nun dreht Jimin sich etwas zu dem, auf seinem Rücken liegenden Jungkook, um und meint:„Was willst du?“ Jungkook antwortet gelangweilt:„Dich nerven.“ Jimin schüttelt schwach den Kopf und du lachst etwas. Schließlich schubst Jimin Jungkook von sich runter und ruft dir noch zu, während er Jungkook hinterher rennt:„Ich liebe dich, Greta. Schlaf gut und bis morgen.“ Dann legt er auf. Lächelnd legst du das Handy weg und starrst lächelnd die Decke an. Dann schläfst du auch schon bald ein, denn es war ein anstrengender Tag für dich.

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    Sora öffnet deine Zimmertür und ruft:„Greta, steh auf! Es gibt Frühstück.“ Du antwortest schlaftrunken:„Nicht jetzt. Heute ist Silvester und ich will nicht müde werden. Gib mir noch ne Stunde.“ Dann schläfst du unbekümmert weiter. Sora verlässt das Zimmer schmunzelnd, kommt allerdings nach 2 Stunden wieder. “Greta, es wird Zeit, aufzustehen. Du hast jetzt noch 2 Stunden mehr geschlafen. Also steh endlich auf!“ Du öffnest deine Augen und streckst dich erstmal genüsslich. Dann trottest du deiner „Stiefmutter“ hinterher und frühstückst in der Küche schnell eine Schüssel Müsli. Jetzt willst du noch ein paar Feuerwerkskörper kaufen. Jedoch musst du dich beeilen, denn der Laden macht in einer Stunde zu. Also radelst du so schnell wie möglich zu dem kleinen Einkaufsladen, kaufst einige Raketen, Böller und natürlich auch Süßigkeiten. Dann bezahlst du schnell und fährst wieder zurück. Nun bringst du das Gekaufte in dein Zimmer und packst schonmal die Sachen für die Übernachtung. Auf einmal ruft Yuna bei dir an und fragt dich, ob du für ein paar Stunden auf Mino aufpassen kannst. Du willigst natürlich ein, da dir sowieso langweilig ist und du noch einige Stunden Zeit hast. Du packst schnell eine Packung Knallerbsen ein und läufst dann zu Yunas Haus. Dort steht ihre Mutter schon in der Tür und begrüßt dich freundlich. Mino steht hinter ihr. Er ruft erfreut:„Schau mal, Mama! Da ist Greta! Passt sie wieder auf mich auf?“ Yunas Mutter nickt schmunzelnd und erklärt dann:„Ich muss für einige Stunden meinen Vater besuchen. Er ist im Krankenhaus, da sollte Mino nicht dabei sein. Ich danke dir. Geh ruhig ein wenig mit ihm raus.“ Du rufst noch schnell:„Gute Besserung an Ihren Vater. Tschüss!“ Dann ist die Mutter deiner besten Freundin auch schon weg und Mino ergreift grinsend deine Hand. Du lächelst ihn an, beugst dich zu ihm runter und fragst:„Na, wollen wir ein bisschen in den Park?“ Mino nickt eifrig und ihr geht los. Im Park wurde eine kleine Schlittschuhfläche aufgebaut und Mino will unbedingt darauf. Also gibst du nach und gehst mit ihm, gegen deinen Willen, auf die Bahn. Mino ist, ebenfalls wie du, Anfänger, weshalb ihr beide langsam über das Eis schlittert. Jedoch freut sich Mino sehr und dir wird ganz warm ums Herz. Er erinnert mich ein wenig an meine Geschwister. Naja, Halbgeschwister... Er ist wie Julie, nur als Junge. Wie sehr ich sie vermisse. Sie alle. Jetzt zieht der kleine Junge an deiner Hand und will, dass ihr einen Schneemann baut. Neben der Eisfläche ist eine großen, zugeschneite Wiese, auf der schon andere Schneemänner stehen. Zusammen rollt ihr eine große Schneekugel und setzt noch eine zweite und dritte darauf. Ihr steckt ihm eine Möhre als Nase ins Gesicht und mit Stöckern macht ihr die Arme. Ein paar Nüsse von dem Nussbaum liegen dort auch. Die benutzt ihr für Augen und Mund. Abschließend lasst ihr noch die Knallerbsen, die du mitgenommen hast knallen. So langsam wird es später und ihr geht zurück zu Minos Haus. Seine Mutter ist schon wieder da und lächelt dich dankbar an, als sie dich sieht. Du lieferst Mino ab, verabschiedest dich noch einmal und gehst dann zurück zu deinem eigenen Haus. Du hast jetzt noch eine Stunde Zeit, dann musst du bei den Jungs und Yuna sein. Du gehst noch schnell einmal duschen, holst dann deine Sachen aus dem Zimmer und gehst runter. Du willst das Haus gerade verlassen, da kommt dir dein Vater entgegen. Er lächelt dich an und meint:„Es stimmt, du kannst wirklich sehr gut singen. Ich habe dich gehört, als du in der Dusche warst. Singen. Das konnte deine Mutter auch.“ Du gibst ein kaltes „Danke“ von dir und gehst dann einfach weiter. Nach 20 Minuten bist du bei den Jungs angekommen und Jin öffnet dir die Tür. Aus dem Inneren des Hauses dröhnt laute Musik und Jin lächelt verschmitzt. „Die Jungs und Yuna tanzen gerade. Ich durfte nur nicht mittanzen. Ich bin denen nicht gut genug“, erklärt Jin mit einem gespielten Weinen. Du nimmst ihn tröstend in die Arme und lachst:„Nicht weinen, Jin. Mami ist ja da.“ Jin lacht, ebenso wie du und ihr geht ins Wohnzimmer, wo du eine verrückte Privatperformance erblickst. Alle tanzen wild durcheinander. Tae singt irgendein hohes, schräges, unverständliches Lied, während er seine Geliebte in den Armen trägt und sich im Kreis dreht. Namjoon hat Jungkook auf die Schultern genommen und hüpft auf und ab. Jimin und Hoseok tanzen irgendetwas Seltsames und Aufgedrehtes und Yoongi tanzt hinten, in der Ecke die Performance von einem ihrer Songs, während er etwas seltsam grinst. Gleichzeitig gucken du und Jin euch verstört an und betrachtet dann wieder das Chaos vor euch. Wieder guckt ihr euch, Jin öffnet den Mund, unfähig etwas zu sagen und nickt schließlich nur betroffen vor sich hin. Nun trottet der Älteste zu dem Lautsprecher und macht ihn aus. Die Jungs und Yuna gucken ihn enttäuscht an, während Yoongi nach wie vor alleine in der Ecke tanzt. Jetzt bemerken die anderen dich und Jimin rennt auf dich zu und gibt dir erst ein lange, feste Umarmung und dann einen zärtlichen Kuss auf die Lippen. Alle geben ein leises „Ohhh“ von sich und umarmen dich dann auch alle nacheinander. Namjoon erklärt in der Zeit, was er für den Abend vorbereitet hat und du packst schon mal die Feuerwerkskörper aus. Ihr macht erst Pizza und spielt dann einige Kinderbrettspiele wie „Affenalarm“. Danach guckt ihr euch die DVD an, die du von Jin zu Weihnachten bekommen hast. Alle sind total begeistert von den Aufnahmen. Du und Yuna kennt sie zwar schon, aber das macht nichts, denn es macht immer wieder Spaß, sie anzuschauen. Zum Schluss macht ihr noch ein paar lustige Selfies und Gruppenfotos und geht schonmal nach draußen, um die Raketen und Böller bereitzumachen. Schließlich steht ihr alle draußen und wartet darauf, dass es Mitternacht wird. Jin dokumentiert natürlich wieder alles mit seiner Kamera. Gebannt starrt ihr auf die Uhr. „10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, 0!“ Bei Null springt Jimin dir auf einmal in die Arme und küsst dich leidenschaftlich, während die Raketen gezündet werden. Du erwiderst den lang anhaltenden Kuss. Nach einigen Sekunden löst ihr euch wieder von einander und ihr gratuliert euch jubelnd. Ihr umarmt euch alle und wünscht euch ein frohes neues Jahr. 20 Minuten steht ihr noch draußen und feuert die Raketen ab. Zusammen steht ihr in dem kalten Schnee und betrachtet das farbenfrohe Feuerwerks-Spektakel. Tae und Yuna stehen umschlungen neben dir und Jimin und küssen sich glücklich. Wie schön das Leben doch ist. Yuna und Tae, Jimin und ich. Wir alle zusammen. Zwar ist nicht alles im Leben gut, aber dann wär es auch nicht mehr das Leben. Du kuschelst dich an Jimins Schulter, hälst seine warme Hand und lächelst in die, mit bunten Lichern und Knallen erfüllte, Nacht. Wie schön das Leben doch ist...

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    Seit 40 Minuten steht ihr jetzt schon jubelnd draußen und betrachtet den bunten Nachthimmel. Schließlich beschließt ihr, wieder reinzugehen. Die Jungs trinken etwas Sekt, du und Yuna wollt allerdings nicht. Hoseok und Tae trinken allerdings ein bisschen zu viel. Hoseok hüpft wie ein aufgeregtes Kind durch den Raum und Tae singt die ganze Zeit seltsame Lieder und wippt die ganze Zeit hin und her. Tae schläft schließlich ein und ihr wollt Hoseok am liebsten auch zum schlafen bringen, aber er will nicht. Er setzt sich auf deinen Schoß und umarmt dich ununterbrochen. Wenn man ihm dann fragt, ob er schlafen gehen will, sagt er nur wie ein beleidigtes Kind:„Nein, ich will bei Greta bleiben.“
    Dann umarmt er dich noch fester. Etwas genervt seufzt du einmal auf. Jetzt wendet sich das Blatt und dein Stief-Cousin ist nicht mehr glücklich und aufgedreht in seinem Alkoholrausch, sondern traurig und anhänglich. Andauernd beschwert er sich:„Es ist so anstrengend, immer auf der Bühne stehen zu müssen. Nie kann man schlafen.“ Namjoon, der nicht allzu viel getrunken hat, versucht den betrunkenen Hoseok ins Bett zu bringen, aber dieser fängt jetzt nur an zu jammern und klammert sich noch fester an dich. Auf einmal fängt er an ein bisschen zu weinen. Du streichst ihm tröstend über die Haare und besorgt fragst du Namjoon:„Ist das normal?“ Namjoon beteuert angestrengt:„Ja, wenn Hoseok zu viel trinkt, bekommt er Stimmungsschwankungen, wie eine schwangere Frau und wird total anhänglich.“ Du seufzt und fragst Hoseok mit leiser Stimme:„Möchtest du ins Bett gehen? Ein bisschen Schlaf tut dir gut.“ „Nein, ich will nicht“, ist die grimmige Antwort und du versuchst ihn zu überzeugen:„Ich bringe dich auch ins Bett und warte, bis du eingeschlafen bist.“ Hoseok scheint zu überlegen und sagt schließlich:„Na gut. Aber ich will, dass du die ganze Nacht bei mir bleibst, weil du meine Lieblings-Cousine bist.“ Du nickst leise vor dich hin und führst dann den betrunkenen Hoseok in sein Bett. Jin filmt das natürlich wieder alles. Du schickst ihm nur einen bösen Blick, denn Hoseok ist so wacklig auf den Beinen, dass du eigentlich mehr von seinem Gewicht trägst, als er selbst. Bei seinem Bett angekommen legst du ihn vorsichtig hinein. Hoseok klammert sich an deinen Arm und legt sich dann gemütlich hin. Es dauert nicht lange, da schläft dein „Cousin“ auch schon ein. Du versuchst wegzugehen, ohne, dass er aufwacht, aber er hält noch immer deinen Arm fest und so fällt es dir schwer, zu entkommen. Jimin steht schmunzelnd daneben. Du fauchst ihn leise an:„Hilf mir doch!“ Jetzt kommt Jimin und legt Hoseoks Arm weg, um dann deinen befreien zu können. Schließlich schafft ihr es und ihr gebt ihm noch ein Kuscheltier in die Hand. Dann verlasst ihr leise den Raum und ihr geht erleichtert zurück zu den anderen. Jimin lacht:„Daran wird er sich morgen überhaupt nicht mehr erinnern. Gut, dass wir das aufgenommen haben!“ Du ermahnst deinen Liebsten:„Zieh ihn damit nicht auf! Ich fand das irgendwie mega süß. Wie ein kleiner Junge war er. Und ich wie seine Mutter musste ihn ins Bett bringen. Ist doch süß.“ Jimin lächelt etwas und meint dann verärgert:„Süß? Der? Ich bin viel süßer!“ Du nimmst Jimin verliebt in den Arm und meinst:„Nur, weil ich gesagt habe, dass er süß ist, heißt es ja nicht, dass ich dich nicht süß finde! Du bist noch viel süßer. Sonst würde ich dich auch nicht so lieben'“ Du gibst ihm einen liebevollen Kuss auf seine weiche Lippen, welchen er natürlich erwidert. Du streichst ihm durch die flauschigen Haare und umarmst ihn glücklich. Eine Weile liegt ihr euch in den Armen und schließlich geht ihr alle schlafen. Du schläfst mit Yuna im Wohnzimmer. Du unterhältst dich noch ein wenig mit deiner besten Freundin und mittlerweile ist es schon 5 Uhr morgens. Schnell schlaft ihr ein.

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    Es ist 12 Uhr mittags und jemand rüttelt an dir. Verschlafen öffnest du die Augen und blickst in Taehyungs lachendes Gesicht. Du stehst auf und fragst:„Was los?“ Taehyung lächelt und deutet auf seine Freundin, die neben dir schläft. Sie hat den Arm vom Sofa runterhängen und Speichel tropft aus ihrem Mund, weil sie mit offenem Mund schläft. Tae flüstert leise:„Sie ist so süß.“ Du musst lächeln und fragst scherzhaft:„Süß? Was ist an ihrem Gesabbere süß?“ Tae lächelt dich wie verzaubert an, macht schnell ein Foto von seiner Liebsten und weckt sie dann liebevoll, indem er sie anstupst. Noch im Halbschlaf schlägt sie Tae schwach. Er grinst und stupst sie weiter an. Als sie immer noch nicht reagiert, hält er sein Gesicht ganz nah vor ihres und pustet ihr ins Gesicht. Sie kneift kurz die Augen zusammen, zuckt ein wenig zurück und öffnet dann die Augen. In dem Moment küsst Taehyung sie auf den Mund. Ein wenig verwundert reißt Yuna die Augen auf und erwidert den Kuss dann zärtlich. Als sie sich lösen meint deine Freundin:„Das ist mal eine schöne Art, geweckt zu werden.“ Taehyung grinst frech und Yuna steht auf. Belustigt fragt sie auf einmal:„Wie hast du geschlafen, Tae Tae?“ Dieser antwortet verwundert:„Gut, wieso?“ Yuna schmunzelt und erzählt:„Weil du gestern richtig besoffen warst. Du bist schließlich eingeschlafen.“ Jetzt musst du auch lachen. Taehyung reibt sich nur verlegen am Kopf. Jetzt kommt auch der Rest der Bande und ihr frühstückt. Naja, eigentlich esst ihr ja zu Mittag (:
    Nach dem Frühstück rufen alle Jungs ihre Eltern und Geschwister an und wünschen ihnen ein frohes neues Jahr. Besonders Tae freut sich, etwas von seiner Familie zu hören. Am Telefon erzählt er seiner Mutter:„In 3 Monaten sind wir wahrscheinlich wieder für längere Zeit auf Tour, aber danach komme ich direkt wieder. Ach ja, ich besuche euch heute noch einmal so gegen 4. Passt das? Ja? Ich bringe dann einen Kumpel mit, ok? Gut, dann sehen wir uns dann. Ja, hab dich auch lieb!“ Verwundert fragt Yuna:„Welcher Kumpel denn?“ Tae antwortet schnell:„Die Rede war von dir.“ Gespielt beleidigt entgegnet Yuna:„Wie jetzt? Bin ich in deinen Augen ein Kerl, oder warum „Kumpel“?“
    Tae umarmt sie lachend und Yuna lacht auch.
    „Ich möchte dich meinen Eltern vorstellen. Falls das OK für dich ist.“ Sie nickt lächelnd.
    In 30 Minuten soll ich zuhause sein. Ich brauche 20 Minuten für den Weg, also sollte ich schonmal meine Sachen packen. Du erklärst den anderen schnell deinen Plan, packst mit Jimin deine Sachen und gehst dann nach hause. Jimin erinnert dich an der Tür noch kurz:„Vergiss nicht, dass wir morgen wahrscheinlich den Song aufnehmen wollten. Also schlaf ausreichend.“ Du lächelst und winkst deinem Liebsten noch. Als du bei deinem Haus angekommen bist, kommt Sora dir entgegen und umarmt dich. Ihr wünscht euch gegenseitig ein frohes neues Jahr und dann gehst du weiter in die Küche. Dort sitzt Matthias. Als er dich sieht, steht er auf und umarmt dich fest. Die lange und feste Umarmung ist dur unangenehm, denn für dich ist Matthias immer noch nicht dein Vater, sondern wird für immer dein verhasster Entführer sein. Wie sollte es auch anders sein?
    Nach einer gefühlten Ewigkeit lässt Matthias dich endlich wieder los und du gibst ein schüchternes „frohes Neues“ von dir. Matthias guckt dich nachdenklich an und sagt auf einmal auf Deutsch:„Du siehst in mir noch immer deinen Entführer und nicht deinen Vater. Ich verstehe das, aber du musst auch mich verstehen. Ich habe dich 15 Jahre lang nicht gesehen. Du bist meine Tochter, (d/n). Ich hab dich lieb. Da kannst du machen, was du willst. Das wird sich auch nicht ändern.“ Du schaust etwas ertappt auf den Boden und gehst dann, ohne ein weiteres Wort, in dein Zimmer.
    Du legst dich noch etwas schlafen und wachst dann am frühen Abend wieder auf. Du isst zu Abend, gehst noch eine Runde im Park spazieren, übst für die Aufnahme am morgigen Tag und legst dich dann wieder schlafen.
    Der Wecker piept und du stellst ihn genervt aus. Nun ziehst du dich schnell an und frühstückst noch mit Sora und Matthias. Dieser bringt dich dann auch zu dem BigHit-Gebäude. Du bedankst dich schnell bei ihm und gehst dann schnellen Schrittes zu dem Aufnahmestudio. Der Manager und die Hälfte der Jungs sitzt dort schon. Du gesellst dich zu ihnen und gemeinsam wartet ihr noch auf den Rest. Nach etwa einer halben Stunde sind alle da und ihr probt den neuen Song noch einmal. Am Ende applaudiert der Manager noch einmal und meint:„Ich glaube, das war ziemlich gut. Jetzt machen wir eine 15-minütige Pause und dann geht's weiter.“ Jetzt verstreut ihr euch alle in andere Richtungen. Manche rennen zum Klo, andere von den Jungs holen sich was zu essen und der Rest bleibt im Raum. Du unterhältst dich mit Tae:„Und, was haben deine Eltern zu Yuna gesagt?“ „Sie sind sehr glücklich mit ihr. Sie finden sie sehr nett und geeignet. Sie freuen sich für uns. Und Yuna mag meine Eltern auch,“ erzählt Tae. Du nickst wirklich erfreut und unterhältst dich dann noch ein wenig mit Yoongi. Schließlich ist die Pause vorbei und ihr fangt endlich an, den Song aufzunehmen. Am Ende hört ihr euch den aufgenommen Song noch einmal an und freut euch, dass er so gut geworden ist. Danach fangt ihr noch an, einen zweiten Song zu proben. Der ist etwas langsamer und romantischer. Dort hast du ein Duett mit Jimin. Na, wenn das nicht extra gemacht wurde, dass Jimin mit mir eine Stelle, die um wahre Liebe geht, singen soll. Aber finde ich gut. Das Lied ist schön. Ihr probt es und könnt es eigentlich schon nahezu perfekt. Es werden nur noch einige kleine Veränderungen durchgenommen. Dieses nehmt ihr dann auch schon direkt auf, da es da eigentlich nichts mehr zu verbessern gibt. Jetzt überlegt ihr noch ein bisschen, wie ihr das mit den Musikvideos machen wollt. Der Manager schlägt vor:„Wie wär's, wenn wir dir eine Maske oder so geben. Wir können dich ja schlecht einfach durch irgendein Model ersetzen.“ Du nickst nachdenklich und meinst schließlich:„In dem zweiten Song geht es um die verlorene und versteckte Liebe. Da der Text es zulässt, könnten wir mir da wirklich eine Maske aufsetzen. Aber bei dem anderem Song wird es von dem Text her etwas schwieriger. Vielleicht setz ich mir da einfach ne Sonnenbrille auf?“ Der Manager nickt nachdenklich und sagt:„Ruf doch eben deinen Onkel an und frag, ob das in Ordnung ist.“ Wie gesagt, so getan. Schon nach einer Minute sprichst du mit Matthias und dieser erlaubt es.
    Jetzt übt ihr noch, die Choreographie zu tanzen, die für euch ausgearbeitet wurde. Du hast vorher noch nie getanzt, was das Ganze ein wenig schwer für dich macht, aber du hast ja noch ein wenig Zeit zum Lernen der Choreographie. Stress gibt es trotzdem genug, denn ihr müsst den Song und das Musikvideo innerhalb von 2 Wochen fertig haben. Jedoch habt ihr für heute genug geprobt und du kannst wieder nach hause. Matthias holt dich ab und du erzählst ihm, wie es gelaufen ist. Nun schmeißt du dich erschöpft auf dein Bett und schließt die Augen. Es muss wirklich sehr stressig sein als Idol. Ich probe hier für einen Monat oder so mit und bin schon komplett überfordert. Aber gut, es war ja auch alles sehr schnell gemacht dieses Mal. Normalerweise dauert es ja länger, um Songs auszuarbeiten. Aber wegen diesem Shix haben wir ja jetzt Druck. Mir kommt seine Stimme nach wie vor bekannt vor, aber ich kann sie einfach nicht zuordnen. Egal, irgendwann muss er sein Gesicht ja sowieso enthüllen. Da kommt der gar nicht drumherum.
    Müde fallen dir die Augen zu und du schläfst friedlich ein.

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    Noch einige Wochen vergehen und du probst hart für die Choreografie und die Songs. Die Schule hat mittlerweile wieder begonnen. Das Musikvideo wurde einige Wochen nach hinten verschoben, damit du noch mehr Zeit zum Proben hast. Es sitzt alles noch nicht richtig und du bist praktisch jeden Tag übermüdet, weil du noch spät bis in die Nacht probst. Ihr habt in der Zeit sogar noch einen dritten Song vorbereitet, den du nur mit Hoseok, Jimin und Jin singst. In dem Song geht es um Lebensfreude und wurde eigentlich ziemlich spontan geschaffen. Jimin hat irgendetwas gesungen und Jin hat mit eingestimmt, dann hat Hoseok etwas dazu gerappt und du hast einige Harmonien und ein kleines Solo eingebaut. Jin hat es zufällig aufgenommen und ihr habt beschlossen, es auch aufzuschreiben, ein wenig Instrumentales in den Hintergrund zu packen und dann ebenfalls zu veröffentlichen.
    Heute ist der Tag, an dem ihr die Musikvideos drehen werdet und den dritten Song aufnehmt. Dann werden sie gleich morgen veröffentlicht. Du bist noch immer sehr gestresst. Es ist Samstag und gerade mal 8 Uhr morgens. Du bist schon seit einer Stunde wach und endlich seit Wochen wieder ausgeschlafen. Du sitzt unten mit Sora und Matthias und frühstückst. In 20 Minuten fahrt ihr los. Du stopfst noch schnell das letzte bisschen Brot in dich hinein, putzt noch mal schnell deine Zähne und bürstest deine Haare. Jetzt fahrt ihr los. Im BigHit-Gebäude angekommen rennst du schnell die Treppen hoch, in das Aufnahme-Studio. Du bist pünktlich und ihr fangt an, aufzunehmen. Zusammen stehst du dort mit Hoseok, Jin und Jimin. Der Rest kommt erst in einer Stunde. Ihr nehmt den Song noch ein zweites Mal auf, da du während der Aufnahme niesen musstest. Nach dem zweiten Mal ist es gut und ihr hört ihn euch noch einmal an. Ihr nickt alle zufrieden und geht jetzt schon mal in den Umkleideraum. Ihr habt zwar noch 15 Minuten Zeit, bis die anderen kommen, aber ihr setzt euch schonmal ein wenig hin und tratscht noch miteinander. Die Stylisten sind jetzt auch schon da und ihr setzt euch schon mal in eure Stühle. Einige Minuten später betritt der Rest auch den Raum und alle setzen sich hin. Die Stylisten kommen auch schon direkt zu euch und fangen an, euch die Haare zu stylen, das Gesicht zu schminken, legen euch die Kleidung bereit. Bei dir dauert es nicht allzu lange. Sie müssen nur deine Haare ein wenig locken, das Gesicht noch einmal pudern, da du ja sowieso eine Maske oder wenigstens eine Sonnenbrille trägst. Schnell kleidest du dich ein. Dann kannst du dich erstmal wieder hinsetzen. Es dauert nicht lange, da sind die anderen auch fertig und ihr geht in den Raum, wo die Kulisse aufgebaut ist, für die ersten Szenen. Ihr dreht die ersten Szenen erfolgreich für den Song. Zwar müsst ihr zwischendurch eine Pause machen, weil Tae ununterbrochen lacht und einmal, weil Jimin bei der Choreographie gegen dich gestolpert ist und ihr beide hingefallen seid, aber ansonsten kommt ihr ziemlich gut durch. Für die letzten Szenen müsst ihr nach draußen. Dann geht ihr aber gleich wieder rein und tanzt die Choreographie für den nächsten Song. Auch dort müsst ihr wieder einmal von vorne beginnen, weil Jin in die falsche Richtung getanzt ist. Danach müsst ihr die nächste Szene auch noch mal drehen, weil Hoseok nicht ernst bleiben konnte, als du eine kleine Choreographie mit ihm alleine tanzen musstest. Als er endlich ernst ist, bist du es allerdings nicht mehr. Schließlich schafft ihr es doch noch und ihr könnt weitermachen. Der Rest verläuft problemlos. Wegen eurem Erfolg bei dem Drehen der Musikvideos geht ihr noch in einem Restaurant essen und fahrt dann wieder in das Gebäude, um die fertigen Musikvideos auf einer Leinwand zu betrachten. Die Videos sind alle gelungen und ihr freut euch. Bei dem etwas langsameren Song stupst Tae dich lachend an, denn am Ende hast du das gefühlvolle Duett mit Jimin und das Musikvideo endet damit, dass du deine Maske abnimmst, ohne, dass man dich erkennen kann und du Jimin nahe kommst, um einen Kuss anzudeuten. Taehyung kichert leise neben dir und du flüsterst:„Sei doch ruhig. Mit dir und Yuna ist es doch das Selbe.“ Jetzt schmunzelt Tae amüsiert und ihr schaut euch noch das letzte Video an. Dieses ist am besten gelungen und ist zu dem Song, den ihr als erstes geplant habt. Ihr freut euch alle wirklich sehr, aber du bist dennoch sehr müde. Jimin lädt dich noch ins Kino ein und ihr schaut euch einen romantischen Film an. Nach dem Film holt Matthias dich ab. Im Auto erzählst du ihm, dass alles geklappt hat und er scheint sich wirklich für dich zu freuen. Als ihr zuhause angekommen seid, steigt ihr aus. Plötzlich nimmt dein Vater dich überraschend in den Arm und flüstert dir ins Ohr:„Ich bin sehr stolz auf dich,(d/n).“ Zu deiner Verwunderung wehrst du dich noch nicht einmal gegen die Umarmung, sondern schließt genießerisch die Augen. Zwar stört es mich ein wenig, dass es ausgerechnet Matthias ist, der mich umarmt, aber ehrlich gesagt, tut es gut. Schließlich lässt Matthias dich wieder los und du bedankst dich bei ihm. Dann gehst du in dein Zimmer und legst dich schlafen. Ab morgen wird jeder über mich reden, ohne, dass er weiß, dass ich es bin, über die er da redet. Ein schwaches Lächeln huscht über dein Gesicht. Vielleicht, wenn ich sehr viel Glück habe, dann erkennt Marie meine Stimme oder sie erkennt mich, obwohl sie nicht mein Gesicht sieht und ich kann endlich wieder nach hause. Endlich...
    Hoffentlich...
    Morgen wird ein aufregender Tag sein. Morgen...

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    Müde öffnest du die Augen und auf einmal fällt dir ein: Die Songs sind veröffentlicht. Das muss ich nachgucken! Aufgeregt schaltest du dein Handy ein. Du musst YouTube nur öffnen und schon werden dir die Songs vorgeschlagen. Erwartungsvoll guckst du dir die Informationen an. Wow, die Songs sind gerade mal vor 9 Stunden hochgeladen geworden und schon über 4 Millionen Aufrufe. 600 000 Daumen nach oben und nur ca. 9000 nach unten. Interessiert scrollst du zu den Kommentaren.

    Wer ist dieses Mädchen? Sie hat eine göttliche Stimme.

    Wow, ich liebe die neuen Songs. Die neue Sängerin hat eine wunderschöne Stimme.

    Soo schön. Ich liebe den langsamen Song. Der Text ist voll schön und die Liebe kommt irgendwie so echt rüber.

    Irgendwie kommt mir ihre Stimme so bekannt vor, aber ich weiß nicht woher.


    Der letzte Kommentar ist von einem deutsch-sprachigen verfasst worden. Genauer guckst du dir den Namen an. Pia L. Das ist ein Mädchen, dass in deiner Klasse war damals.
    Ja, wenn die meine Stimme schon wiedererkennt, muss Marie sie doch auch erkennen! Werde ich demnächst vielleicht wieder mit meiner Familie vereint sein? Mit einem Lächeln legst du dein Handy wieder weg und gehst nach unten, um zu frühstücken. Sora sitzt am Tisch und fragt:„Na, was lächelst du denn so? Ist es wegen den Songs? Zeig sie mir bitte mal!“ Du holst schnell wieder dein Handy und lässt Sora die Musikvideos schauen. Schließlich gibt Sora dir lächelnd dein Handy wieder und meint:„Die Songs sind wirklich super. Du hast eine sehr schöne Stimme, wirklich. Von deinem Onkel hast du das nicht.“ Du lächelst schwach. Sora scheint immer noch nichts zu wissen. Traurig, dass ihr Mann Geheimnisse vor ihr hat. Eigentlich hat sie einen viel besseren Mann verdient. Nach dem Frühstück klingelt auf einmal das Telefon. Es ist Yuna. Sie ruft begeistert:„Ich habe die Songs gerade angehört. Wirklich krass! Ich liebe sie und deine Stimme - WOW! Wirklich, einfach unglaubig und die ganzen Bewertungen. Mittlerweile wurden die Songs schon über 5 Millionen mal aufgerufen!“ Du lachst etwas verlegen und bedankst dich bei ihr. Als du gerade aufgelegt hast, ruft schon der nächste an. Diesmal Hoseok:„Hast du die Bewertungen von den Songs schon gesehen? Die Bewertungen gehen richtig in die Luft. Ist aber auch kein Wunder, bei deiner Stimme.“ Du lachst dankbar und du hörst aus dem Hintergrund Namjoon schreien:„Wir haben innerhalb von der kurzen Zeit schon super Bewertungen. Von der Zeit her haben wir Shix bei weitem übertroffen!“ Du hörst, wie die Jungs im Hintergrund jubeln und du lachst laut. Du freust dich noch ein bisschen mit den Jungs am Telefon und legst schließlich auf. Nun gehst du ein wenig in den Park, um frische Luft zu schnappen. Auf den Bänken sitzen überall Leute, die gegenseitig auf ihre Handys zeigen und so etwas sagen wie:„Hast du die neuen Songs von BTS auch schon gehört? Ich liebe sie! Ich würde nur allzu gerne wissen, wer diese Sängerin mit der schönen Stimme ist.“ Du läufst dann immer schmunzelnd an ihnen vorbei, während sie dich noch nicht einmal beachten. Schon lustig, wie blind die Leute von heute sind. Fragen sich, wer das ist und die Person läuft genau vor ihnen her. Wirklich amüsant. Nachdem du etwa eine Stunde im Park warst, gehst du wieder nach hause. Den Rest des Tages machst du eigentlich nichts Besonderes mehr und gehst abschließend schlafen.
    Am nächsten Tag stehst du motiviert auf und gehst zur Schule. Ausnahmsweise freust du dich sogar mal, in die Schule zu gehen. In den Pausen unterhältst du dich wie immer mit Yuna und Shiwon. Es ist sehr auffällig, dass alle über die neuen Songs reden, also sagt Shiwon schließlich, der überhaupt nichts mit Musik oder BTS zu schaffen hat:„Habt ihr die neuen Songs von dieser Gruppe BTS gehört? Die sind überall Gesprächsthema. Also ich persönlich muss wirklich sagen, ich habe rein gar nichts mit Musik zu tun und interssiere mich ehrlich gesagt auch nicht dafür, aber die Stimme von diesem Mädchen ist wirklich schön. Findet ihr nicht?“ Ihr nickt einfach nur beide zustimmend und auf einmal fängt Yuna wie ein Wasserfall zu plaudern, dass die Lieder und BTS generell so toll seien. Shiwon scheint sich jedoch gar nicht wirklich darum zu kümmern. Er scheint ganz andere Gedanken zu haben. Du lachst amüsiert. Yuna ist nun ein wenig verwirrt, weil sie gar nicht mitbekommen hat, dass Shiwon ihr gar nicht mehr zuhört. Aber du sagst es ihr auch nicht. Nach der Schule verabschiedest du dich von deinen beiden Freunden. Yuna verabschiedest du natürlich etwas eher und mit Shiwon gehst du ja eigentlich den ganzen Weg zusammen. Sein Haus ist ja nur 10 Meter von deinem entfernt. Nun machst du deine Hausaufgaben und schaust danach etwas Fernsehen im Wohnzimmer. Du schaust die Nachrichten. Dort wird über die neuen Songs und dich berichtet. Als gesagt wird:„Wer ist sie wohl?“, musst du ein wenig lachen, denn schließlich weißt du es ganz genau. Am Abend, als du gerade schlafen willst, ruft dich auf einmal Namjoon an und erklärt:„Hi Greta. Wir haben morgen ein Interview. Du wirst ja wohl nicht dabei sein, aber wär es in Ordnung, wenn wir erzählen, dass du Hobis Cousine bist?“ Du nickst selbstverständlich und Namjoon erzählt weiter. Wir haben in der nächsten und übernächsten Woche 5 Konzerte. Wär gut, wenn du da auch dabei sein könntest. Du kannst auch wieder eine Maske tragen. Was sagt Matthias dazu?“ Du rennst schnell runter und fragst ihn. „Soll mir recht sein, aber ich möchte nach wie vor nicht, dass dein Name oder dein Gesicht gezeigt wird. Alles klar?“ Du nickst und gehst dann wieder in dein Zimmer, um weiter mit Namjoon zu telefonieren. Ihr besprecht noch ein paar Sachen wegen den Vorbereitungen für das Konzert und schließlich muss Namjoon auflegen. Zum Schluss sagt er noch überzeugt:„Du bist jetzt ein Star, Greta. Du hast jetzt schon Millionen von Fans und das wird sich bei den Konzerten mit Sicherheit auch noch zeigen. Greta, du bist jetzt ein Idol!“

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    Der nächste Tag ist eher langweilig. Du gehst in die Schule, noch immer reden dort alle über die neuen Songs, nach der Schule bist du nur zuhause un
    Der nächste Tag ist eher langweilig. Du gehst in die Schule, noch immer reden dort alle über die neuen Songs, nach der Schule bist du nur zuhause und machst ausnahmsweise mal nichts und auf einmal ruft Hoseok dich auf deinem Handy an. Verwirrt schaust du auf die Uhr. Eigentlich dürfte jetzt ihr Interview sein. Vorsichtig und ohne etwas zu sagen nimmst du ab. Hoseoks Stimme ertönt:„Äh, hi. Wir haben gerade das Interview, wie schon erzählt. Die Reporter würden dir gerne ein paar Fragen stellen. Der Ton ist auf laut.“ Du antwortest nur:„Hi Hoseok. Das ist OK.“ Ohne, dass Hoseok etwas erwidern kann hörst du die Stimme der Reporterin:„Sie haben in den neuen Songs von BTS mitgesungen. Was ist es jetzt für ein Gefühl, dass alle von einem sprechen und niemand weiß, wer es überhaupt ist, über die sie da sprechen?“ Verunsichert und mit extra verstellter Stimme antwortest du:„Naja, um ehrlich zu sein, ist es lustig. Ich sehe überall Leute, die auf ihre Handys zeigen und sich fragen, wer das ist und ich denke mir dann immer:Hey, die Person, nach der du da suchst, läuft gerade genau vor dir her. Das ist dann immer recht amüsant. Aber irgendwie empfinde ich dann auch ein Gefühl von Stolz.“ Die Reporterin antwortet:„Das ist doch sehr aufschlussreich. Werden Sie denn auch bei den vor kurzem angekündigten Konzerten dabei sein?“ Du erklärst:„Voraussichtlich ja, aber dann auch nur mit Maske oder dergleichem.“ Auf einmal donnert die Reporterin:„Wollen Sie jetzt eine Art Shix, nur in weiblich sein? Um mehr Fans zu gewinnen?“ Etwas verärgert meinst du:„Nein, definitiv nicht. Ich singe lediglich gerne und wurde von meinem Cousin Hoseok eingeladen, einen Song mit ihnen aufzunehmen. Diese Chance wollte ich natürlich ergreifen, allerdings ist es mir von meinen Erziehungsberechtigten nicht gestattet, meinen Namen oder mein Gesicht preiszugeben. Deshalb die Maske.“ Aufgeregt fragt die Reporterin:„Sie sprechen von „Erziehungsberechtigten“. Sind Sie nun etwa doch nicht seine Cousine. Dann könnten Sie doch einfach „Eltern“ sagen.“ Etwas überfordert von der Frage überlegst du kurz. Ich weiß nicht, ob ich davon erzählen sollte. Davon, dass ich eigentlich nur seine Stief-Cousine bin. Schließlich antwortet Hoseok schnell für dich und erklärt es. Nun meint er, dass es Zeit wird, dich wieder in Ruhe zu lassen. Er hat wohl bemerkt, dass ich verunsichert bin. Danke, Hoseok. Also legt Hoseok nun auf, du verabschiedest dich noch bei deinen Fans und für dich ist das Interview nun beendet. Erschöpft lässt du dich auf dein Bett fallen. Oh Gott. Ich hoffe, ich muss sowas nicht noch öfter machen. Die wollen einem ja wirklich alles aus der Nase ziehen. Am nächsten Tag ist das Interview auf YouTube hochgeladen. Du bist erleichtert. Ich habe doch gar nicht soo verunsichert geklungen. Generell habe ich das, meiner Meinung nach, eher gut gemacht und die Jungs haben zum Glück auch nichts weiter über mich preisgegeben. Du schaust dir noch ein paar Kommentare an, die großteils ungefähr so aussehen:
    Sie klingt in dem Interview so sympathisch.

    Ich würde wirklich gerne wissen, wer sie in echt ist. Ich liebe ihre Stimme.

    OMG! Auf das Konzert MUSS ich gehen!


    Zufrieden legst du dann das Handy weg und legst dich schlafen.
    Die nächsten Tage verlaufen alle gleich: Aufstehen, in die Schule gehen, proben, Hausaufgaben notgedrungen machen, schlafen.
    Mittlerweile ist schon die nächste Woche und ihr habt an diesem Abend das erste Konzert. Du bist extrem aufgeregt und durftest 3 Leute zum Konzert einladen. Da hast du dich natürlich für Yuna, Sora und Matthias entschieden. Sie werden ganz vorne stehen. Die Fans strömen momentan in das Stadion, wo ihr euer Konzert gebt, während du aufgeregt mit den Jungs Backstage bist. Ihr werdet alle noch einmal hübsch gemacht und zieht eure Klamotten für den Auftritt an. Diese sind eher schlicht gehalten. Ihr seid alle in schwarz gekleidet, bis auf dich. Du bist ganz in weiß gekleidet. Nervös guckst du auf den Bildschirm, auf dem die Bühne und die Fans gezeigt werden. Plötzlich spürst du eine Hand auf deiner Schulter. Erschrocken drehst du dich um und blickst in das beruhigende Gesicht von Jimin. Leise spricht er dir zu:„Du schaffst das, Greta. Hab keine Angst. Es wird alles gut laufen, glaub mir.“ Du nickst dankbar und gibst deinem Liebsten einen schnellen Kuss. Dieser umarmt dich daraufhin lange. Auf einmal ruft Namjoon:„Es geht los!“ Mit einem Herzen, so schnell klopfend, dass du das Gefühl hast, es springt dir gleich aus der Brust, betrittst du die Bühne. Die Maske hast du dir bereits aufgesetzt. Das helle Licht der Scheinwerfer strahlt in deine Augen du wirst geblendet. Endlich siehst du wieder etwas. Dss Stadion ist mit Massen von Fans gefüllt, die aufgeregt kreischen. So wie die Jungs, winkst du einfach freundlich und gehst auf deinen Platz. Die Scheinwerfer gehen für einen Moment aus, sodass die Fans euch nicht mehr sehen können. Stark atmest du ein und aus. Um dich selbst zu beruhigen, schließt du deine Augen und blendest alle Geräusche und Gefühle aus. Du hörst nur noch das Klopfen deines eigenen Herzens. Jetzt ertönt Taes Stimme. Der Song beginnt. Ich muss tanzen. Jetzt öffnest du wieder deine Augen und tanzt konzentriert die Choreographie. Aus dem Augenwinkel siehst du die Jungs, die neben dir die selben Bewegungen machen. Jetzt kommt meine Stelle. Du trittst ein wenig nach vorne und singst deine Stelle perfekt. Ab jetzt singst du die ganze Zeit mit den anderen zusammen. Schließlich endet der Song, ohne, dass du einen Fehler gemacht hast. Es gibt eine kurze Pause, in der ihr eure Fans begrüßt und etwas von euch erzählt. Jetzt bist du dran mit reden und man hört deine Stimme durch das Stadion hallen:„Hi Leute. Ich freue mich sehr, hier heute stehen zu dürfen. Ich bin unglaublich dankbar, dass ihr mich und die Jungs so gut unterstützt. Ich kann wirklich gar nicht sagen, wie glücklich ich bin, hier zu stehen und euch ein Vorbild sein zu können. Ich weiß, dass ihr viele Fragen an mich habt. Leider kann ich sie nicht alle beantworten, wie zum Beispiel die Frage, wie ich heiße. Ich werde sie euch nicht ehrlich beantworten können, so leid es mir tut. Aber ich werde euch einen Namen geben, den ihr benutzen könnt, um von mir zu sprechen. Mein Künstlername - (d/n). Das ist ein Name, der in meinem Leben eine große Rolle spielt. Es ist der Name meiner verstorbenen Mutter. Ich möchte sie stolz machen. Vielleicht sieht sie mich gerade vom Himmel aus und ist stolz auf mich. Ich will nicht, dass sie vergessen wird, weil sie so ein wundervoller Mensch war. Ich danke euch.“ Natürlich ist der Grund für meine Namenwahl gelogen. Ich habe diesen Namen gewählt, weil ich so heiße. Das ist mein Name. Ich habe das auch mit Matthias abgesprochen. Es ist in Ordnung für ihn, dass ich mich so nenne und das als Begründung nehme. Alle Fans kreischen aufgeregt, als du fertig bist und du musst ein wenig weinen. Es sieht niemand, wegen deiner Maske, aber es hätte dich auch nicht gestört, hätten sie es gesehen. Du bist stolz auf dich selbst und das willst du auch gerne zeigen.
    Jetzt geht es mit den Songs weiter. Der langsame Song folgt. Bei dem kreischen vor allem die weiblichen Fans. Besonders, als du Jimin so nahe kommst am Ende, als würdest du ihn gleich küssen. Zwischendurch werden noch ein paar Songs ohne dich gesungem. Am Ende singt ihr noch den Song, den ihr nur zu viert singt und dann verabschiedet ihr euch bei den Fans. Glücklich verlässt du die Bühne und setzt deine Maske ab. Du fällst Jimin Backstage freudig in die Arme und fängst an zu weinen. Jimin lacht etwas:„Du brauchst doch nicht weinen. Aber du hast das wirklich toll gemacht. Du kannst wirklich stolz auf dich sein.“ Du umarmst Jimin dankbar. Um etwa 1 Uhr nachts kannst du endlich vom Konzert verschwinden. Sora und Matthias nehmen dich wieder mit zurück. Matthias meint:„Das hast du toll gemacht. Ich bin sehr stolz auf dich. Wirklich.“ Du bedankst dich bei ihm und gehst direkt schlafen, als du wieder zuhause bist. Am nächsten Tag ist zum Glück keine Schule. Aber du triffst dich mit Yuna im Park. Sie schwärmt:„Du warst toll, Greta.“ Ein wenig bist du noch mit ihr im Park und dann gehst du nach hause. Vor der Tür triffst du auf Shiwon. „Hey, ich habe ein Video im Internet gesehen. Du bist die Sängerin bei BTS, richtig?“ Du nickst etwas ertappt und Shiwon meint:„Du hast deinen echten Namen als Künstlernamen verwendet, daher ist es mir aufgefallen. Aber ich werde es niemandem weitererzählen, versprochen. Ach ja, du warst toll.“ Du dankst Shiwon schnell und gehst dann in dein Haus. Dort legst du dich glücklich in dein Bett. Ich bin jetzt ein Star. Morgen ist schon das nächste Konzert. Wenn ich Glück habe, sieht Marie das und weiß, dass ich es bin. Spätestens jetzt, wo ich meinen echten Namen als Künstlernamen verwendet habe. Vielleicht findet sie es heraus. Vielliecht...

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    Jimin rüttelt etwas entnervt an dir:„Greta, wach auf! Das Konzert beginnt in einer Stunde. Was soll denn das? Alle sind am Schlafen. Yoongi, Namjoon und jetzt auch noch du. Los, steh jetzt auf!“ Müde öffnest du die Augen und streckst dich. Jimin schaut dich etwas vorwurfsvoll an und du stehst schnell auf und setzt dich auf deinen Stuhl. Die Stylistin pudert dich ein wenig über und beschwert sich, dass du nicht professionell genug seist. Jimin läuft an dir vorbei und gibt dir einen schnellen Kuss. Daraufhin schaut die Stylistin dich jedoch hasserfüllt an. Genervt stehst du, nachdem deine Haare und alles gemacht wurden, auf und gehst zu Tae. Die Stylistin, Marry, sie kommt aus Amerika und ist nur 2 Jahre älter als du, beäugt dich noch immer abwertend und du schickst ihr einen missgünstigen Blick. Daraufhin wendet Marry sich nur ab. Tae beugt sich zu dir rüber und flüstert in dein Ohr:„Eigentlich wollte Marry damals als Sängerin bei uns anfangen. Deswegen ist sie auch aus Amerika hier hingekommen. Als sie die Absage bekommen hat, ist sie immer noch nicht wieder fortgegangen. Sie hat sich in Jimin verliebt und jetzt ist sie eifersüchtig auf dich.“ Verwundert drehst du dich zu Tae um:„Das wusste ich ja gar nicht.“ Taehyung zuckt nur gleichgültig mit den Schultern und ihr geht schon mal in den Umkleideraum. Mal wieder sind alle in schwarz gekleidet, abgesehen von dir. Nun kommt Marry schlecht gelaunt zu dir, drückt dir deine Maske in die Hand und stapft beleidigt wieder zurück. Kopfschüttelnd schaust du ihr hinterher. Was ein komisches Mädchen. Wehe, sie macht sich an meinen Jimin ran. Dann bringt ich sie um! Naja, ist jetzt ja auch egal. Jetzt beginnt erstmal das Konzert. Aufgeregt betrittst du mit den anderen Jungs die Bühne. Es ist mittlerweile schon das dritte Konzert, das ihr gebt und du bist schon etwas eingespielt. Das Konzert verläuft so wie die anderen auch und nach dem Konzert gehst du mit den Jungs in ihre Villa und übernachtest dort für eine Nacht.
    Am nächsten Morgen wirst du von Jimin durch einen liebevollen Kuss geweckt. Du öffnest verschlafen deine Augen und lächelst. Jimins Gesicht liegt nur wenige Centimeter von deinem entfernt und er lächelt dich verliebt an. Noch etwas müde vom gestrigen Konzert steht ihr auf und frühstückt. Schon bald fährst du wieder zurück, denn Matthias möchte, dass du ihm noch hilfst, ein neues Regal aufzubauen. Als du zuhause ankommst, siehst du schon deinen Vater, der dich bereits erwartet. Du hilfst ihm schnell beim Aufbau und er befragt dich noch ein wenig wegen dem Konzert. Du erzählst ihm, dass alles gut gelaufen sei. Er nickt daraufhin nur bedenklich und meint:„Wenn du willst kannst du dann auch schon wieder gehen. Ich bin hier soweit fertig.“ Du nickst kurz und verschwindest dann auf dein Zimmer. Dort schreibst du ein wenig mit Yuna und Jimin und schaust dir ein Video nach dem anderen auf YouTube an. Auf einmal wird dir eines vorgeschlagen mit dem Titel „(d/n) und Jimin - ein Traumpaar?“. Amüsiert über diesen albernen Titel schaust du dir das Video an. (d/n), das Mädchen, das in den letzten Songs von BTS mitgesungen hat, soll eine Beziehung zu Jimin haben? Stimmt das? Vielleicht. Es deutet einiges darauf hin. In dem einen neuen Song von BTS kommen sich (d/n), so wie sie sich genannt hat, und Jimin am Ende des Musikvideos sehr nahe. Natürlich kann man sagen:„Das sind Schauspielkünste, das ist keine echte Liebesbeziehung.“ Das ist durchaus möglich, aber wenn man sich Aufnahmen von den beiden beim Konzert anschaut, dann sieht man, dass sie Händchen halten und, dass sie sich auch immer wieder verliebt anschauen. Auf dieser Aufnahme kann man sogar sehen, wie Jimin ihr einen Kuss auf die Wange gibt. Zwar ist die Aufnahme sehr unscharf, aber es scheint ziemlich eindeutig zu sein. Viele von euch wünschen sich, dass die beiden ein Paar sind, andere sehen das ganz anders. Gerade wegen dieser Meinungsverschiedenheit der Army ist es besonders spannend. Alle warten gespannt auf die Antwort. Allerdings vermute ich, dass wir noch ein wenig darauf warten müssen. Naja, irgendwann werden wir es sowieso herausfinden.
    Schreibt gerne in die Kommentare, ob ihr wollt, dass die beiden zusammen kommen oder nicht.

    Lustig, dass alles immer so schnell ans Licht kommt. Matthias darf davon nur nichts mitbekommen. Aber das wird er wohl nicht. Naja, hoffe ich einfach mal. Interessiert schaust du dir auch die Kommentare an.
    Ich würde es voll cool finden, wenn sie ein Paar wären. Meiner Meinung nach passen die beiden voll gut zusammen.

    Ich will definitiv nicht, dass sie ein Paar sind. Ich meine (d/n) ist mega sympatisch und so, aber ich glaube, dass BTS gerade so viele Fans haben, weil sie gutaussehend und Single sind. Wenn Jimin vergeben ist, könnte er viel Hate einstecken müssen.

    Ich möchte, dass Jimin Single bleibt. Vielleicht habe ich ja eine Chance bei ihm?


    Du schüttelst belustigt den Kopf. Auf einmal öffnet sich die Tür und Matthias kommt rein. „Dieser Jimin ist hier. Du hast dein Ladekabel bei ihm vergessen. Er wollte es dir wiederbringen“, erklärt er schnell. Du schwingst dich aus dein Bett und läufst an die Haustür, wo dein Liebster steht. Du begrüßt ihn und Jimin hält triumphierend dein Ladekabel in die Luft. „Du hast es bei uns vergessen. Willst du es wieder haben?“ Du schmunzelst und lädtst ihn in dein Zimmer ein. Dort gibt er es dir dann wieder und du unterhältst dich noch ein bisschen mit deinem Liebsten. „Yuna ist gerade bei uns gewesen. Sie ist jetzt mit Tae essen gefahren. Die beiden sind so ein süßes Paar“, erzählt Jimin. Du nickst zustimmend. Du meinst:„Das stimmt, das sind sie wirklich.“ Jimin nickt bedenklich und meint auf einmal:„Wann wollen wir es eigentlich deinem Onkel und deiner Tante erzählen?“ Ein wenig verwundert schaust du ihn an. „Naja, du weißt schon. Wann wir ihnen von unserer Beziehung erzählen wollen? Schließlich sind wir nun schon seit längerer Zeit ein Paar.“ Ehrlich antwortest du:„Ich liebe dich, Jimin. Und ich will das nicht verheimlichen, aber ich glaube nicht, dass schon die Zeit gekommen ist, es ihnen zu erzählen. Mein Onkel ist kein Fan davon, dass junge Mädchen einen Freund haben. Er macht sich eben Sorgen um mich. Wir sollten wirklich noch etwas warten.“ Jimin nickt nachdenklich und widerspricht:„Das mag sein, aber irgendwann müssen wir es ihm sowieso sagen. Ich liebe dich, Greta und das darf ruhig jeder wissen. Meinst du nicht?“ Schnell antwortest du:„Doch, natürlich. Ich denke ähnlich wie du, aber die Zeit ist noch nicht gekommen. Park Jimin, ich liebe dich von ganzem Herzen.“ Jimin lächelt und gibt dir einen sanften Kuss. Jetzt steht er auf und erklärt:„Ich muss so langsam wieder zurück. Bis später Greta.“ Du nickst, begleitest ihn noch zur Tür und winkst ihm noch zum Abschied. Noch eine kurze Weile schaust du deinem Liebsten hinterher. Schließlich schließt du die Tür wieder und willst gerade wieder in dein Zimmer gehen. Allerdings steht dein Vater, Matthias, direkt vor dir und versperrt den Weg. Auf Deutsch flüstert er bedrohlich leise:„Willst du mir etwas sagen,(d/n)? Bezüglich Jimin? Nein? Nun dann erzähle ich dir mal was!“ Verlegen und auch etwas verängstigt trittst du einen Schritt zurück, doch die Wand verhindert, dass du noch weiter ausweichen kannst. Gott, hilfe! Bitte weiß er nichts von unserer Beziehung. Wenn es ihm nicht gefällt, könnte er Gott weiß was mit Jimin anstellen. Dein Vater kommt dir immer näher und seine tiefe Stimme dröhnt in deinem Ohr:„Du hast eine Liebesbeziehung mit diesem Jimin. Stimmt doch, oder? Ich habe euer Gespräch belauscht. Du kannst dich nicht mehr herausreden. Und weißt du was? Du hattest recht, ich bin tatsächlich nicht begeistert darüber. Weißt du auch warum? Nein? Gut, dann werde ich es dir erzählen, Töchterchen.
    Also, ich bin dein Vater und ich will nicht, dass du eine Beziehung mit ihm hast. Erstens, er ist 3 Jahre älter als du. Zweitens, wenn es irgendwann mal bekannt gemacht wird, wird man dich sofort erkennen. Mit der Maske können wir das ja noch verhindern. Drittens, du wirst ihm so oder so von der Entführung erzählen, einfach, weil er dein Freund ist. Aber darauf habe ich keine Lust. Nein, wirklich gar nicht. Deswegen verlange ich von dir, die Beziehung mit ihm zu beenden. Ansonsten könnte es passieren, dass er demnächst mal ganz zufällig überfahren wird oder so, verstanden?“
    Erschrocken und wie zu Eis erstarrt stehst du da und starrst deinen grausamen Vater an. Dieser starrt nur mit bösem Blick zurück. Als du noch immer nicht antwortest, rüttelt er an deinen Schultern und brüllt:„Hast du das verstanden? Ich will nicht, dass du mit ihm zusammen bist, ich will dich nicht noch einmal verlieren! Und es gibt keine Ausreden. Du wirst dich von ihm trennen!“ Die Tränen schießen in deine Augen und du willst etwas antworten, ihn anbrüllen, aber du bist zu aufgelöst, um auch nur irgendetwas zu sagen. Also stehst du nur mit offenem Mund und tausend Tränen in deinem Gesicht dort und starrst deinen Vater an.
    Dieser nickt nur grimmig und murmelt:„Gut, dann wäre das ja geklärt. Spätestens übermorgen hast du dich von ihm getrennt, ansonsten wird er demnächst im Rollstuhl sitzen müssen oder schlimmer.“ Dann geht Matthias ohne ein weiteres Wort fort. Schweigend und weinend stehst du noch immer da, brichst schließlich weinend in dich zusammen und schluchzt leise auf dem Boden.

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    Gedankenverloren und reglos starrst du in den Schnee. Dein von Tränen verschmiertes Gesicht schmerzt. Deine Haut fühlt sich kalt an und du hast das Gefühl, dass die Tränen auf deinen Wangen zu Eis gefroren sind.
    Nachdem Matthias dir unmissverständlich klar gemacht hat, dass du dich von Jimin trennen musst, bist du in den Wald geflüchtet. Es schneit sehr viel und du stehst regungslos da, lässt dir den Schnee ins schöne Haar rieseln und denkst nach. Ich will Jimin nicht verlassen, ich liebe ihn. Aber wenn ich will, dass es ihm nach wie vor gutgeht, dann muss ich es tun. Ansonsten wird mein grausamer Vater und Entführer seine Wut an ihm auslassen. Ich traue Matthias alles zu. Auch, dass er einem unschuldigen Menschen Leid antut. Das hat er ja eigentlich auch schon. Was habe ich gemacht? Ich habe nichts gemacht, dass ich diese Grausamkeit verdiene. Und Jimin hat sie auch nicht verdient. Deswegen muss ich ihn davor beschützen. Ich kann ihm aber nicht die Wahrheit sagen. Matthias würde es doch nur herausfinden. Aber wie soll ich es ihm dann sagen? Ich will ihn doch gar nicht verlassen! Du brichst weinend in dich zusammen, vergräbst dein Gesicht in deinen Händen und weinst bitterlich. Nach einer Zeit kannst du dich wieder fassen. Du stehst geschwächt auf und läufst langsam, wie ein Verletzter, weiter. Eigentlich bist du ja auch verletzt. Seelisch. Und diesen Schmerz spürst du in deinem Herzen. Dieser Schmerz macht dich schwach und verletzlich, aber du musst weitergehen. Ein wenig singst du im Wald vor dich hin, glotzt in den strahlend weißen Schnee und wünschst dir einfach nur, aus diesem schrecklichen Traum aufzuwachen. Doch vergebens. Schließlich beruhigst du dich wieder etwas und beschließt, zurück zu gehen. Die Tränen sind mittlerweile getrocknet und man sieht nur noch an deinen geschwollenen Augen und der roten Nase, dass du geweint hast. Unglücklich und müde legst du dich in dein Bett. Letztendlich schläfst du ein und wirst geweckt, als Sora morgens reinkommt. Sie meint:„Greta, es gibt Frühstück.“ Trübe und verwirrt stehst du auf und trottest in die Küche. Dort sitzt Matthias, der dich etwas böse und abwertend anguckt. Du bleibst in der Tür stehen, bewegst dich keinen weiteren Centimeter und guckst traurig auf Matthias. Dieser starrt nur gelangweilt und gleichgültig zurück. Sora läuft an dir vorbei und wundert sich:„Setz dich doch hin, Greta. Bist du nicht ganz gesund?“ Besorgt geht sie auf dich zu, hält ihre Hand an deine Stirn und zuckt verwundert mit den Schultern. „Fieber hast du nicht“, murmelt sie vor sich hin. Daraufhin setzt du dich wortlos an den Tisch, isst dein Brötchen und stehst dann ohne ein weiteres Wort wieder auf und verschwindest in deinem Zimmer. Nach etwa einer Stunde kommt Matthias rein. Du weichst seinem Blick aus und glotzt einfach an die kahle Wand. Matthias brummt:„Sora ist jetzt arbeiten. Hast du dich schon von ihm getrennt?“ Du antwortest nicht, sondern schüttelst nur kaum merkbar mit dem Kopf. Dein Vater seufzt laut und befiehlt dir:„Heute wirst du es ihm sagen, verstanden? Und es wird nichts von mir gesagt. Bei den anderen Konzerten kannst du meinetwegen noch mitmachen, aber die Maske bleibt auf. So, und jetzt kümmerst du dich darum, dass er nicht länger dein Partner ist. Ansonsten schaffe ich dieses Problem aus der Welt!“ Dann geht Matthias wieder raus, knallt die Tür noch ordentlich zu und du sitzt wieder alleine, weinend, in deinem Zimmer. Nach einer Weile kannst du wieder klaren Gedanken fassen und schreibst kurzerhand unglücklich Jimin an. Hi Jimin. Können wir uns heute treffen? Im Park um 3? Du musst nicht lange warten und Jimin schreibt schon zurück. Ja klar. Wir sehen uns dort. Ich liebe dich, Greta. Wieder musst du eine Träne vergießen. Noch eine Stunde hast du Zeit, dann triffst du dich mit Jimin. Du ziehst dir schnell etwas Vernünftiges an, bemühst dich, nicht zu weinen und gehst dann los. Du machst noch vorher einen kurzen Abstecher bei dem Blumenladen, wo du eine einzelne rote Rose kaufst. Nun stehst du schon im Park und hältst die Rose unglücklich in deinen Händen. Schon bald taucht Jimin auf, der dich freudig umarmt. Du stehst dort und schaust verzweifwelt auf deine Rose. Du überlegst kurz und stotterst dann:„Jimin, der Grund, weshalb ich mich mit dir treffen wollte, ist ein bestimmter. Ich, ich wollte dir sagen, dass ich unsere Beziehung nicht mehr führen kann. Es tut mir leid, aber ich mache Schluss. Bis bald, Jimin.“ Du drückst ihm die Rose in die Hand, drehst dich dann um und gehst, ohne deinen Liebsten noch einmal anzuschauen, weg. Du versuchst die Tränen zu unterdrücken, aber es geht nicht. Sie sprudeln einfach aus dir heraus. Du rennst verloren einfach durch die Menschenmassen auf der Straße in den Wald. Du rennst so weit es geht hinein, weinst, kannst nicht realisieren, dass du dich wirklich von ihm getrennt hast. Auf einer Lichtung, mitten im Wald, bleibst du schließlich stehen. Du weißt nicht mehr, wo du bist, aus welcher Richtung du gekommen bist, nicht einmal, was du dort überhaupt machst. Du stehst dort einfach nur, starrst in den Himmel, von dem viele kleine Schneeflocken runterfallen und schreist. Du schreist. Laut und qualvoll. Macht das Leben überhaupt einen Sinn? Warum muss es immer mich treffen? Ich habe seit Monaten nichts mehr von meiner Familie gehört, habe herausgefunden, dass mein Entführer mein Vater ist und muss mich von dem einzigen, den ich hier wirklich von ganzem Herzen liebe, trennen! Das ist doch nicht fair! Warum bin es ich, die all diese Qualen erleiden muss? Warum ich? Sag es mir doch, wer auch immer dort ist. Macht das Leben noch einen Sinn?

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    Verwirrt schaust du auf die Uhr. Es ist 17:00 Uhr und so langsam solltest du wieder zurückgehen. Jedoch weißt du nach wie vor nicht, wo du bist. Du weißt auch nicht, aus welcher Richtung du gekommen bist. Also gehst du, noch immer weinend, einfach in irgendeine Richtung. Es kommt dir wie Ewigkeiten vor, als du endlich aus dem Wald wieder rauskommst und auf einem großen, verschneiten Feld stehst. Toll. Jetzt stehe ich auf irgendeinem namenlosen Feld und weiß nicht, wie ich jemals wieder zurückfinden soll. Am besten ist auch noch, dass es in einer Stunde schon dunkel wird. Einfach super. Du läufst einfach über das Feld und versuchst in den Weiten ein Haus zu entdecken. Du läufst nun schon seit einer halben Stunde herum und hast noch immer nichts Anderes als Felder und Bäume gesehen. Die Sonne geht schon langsam unter und der Himmel färbt sich rosa-orange. Was für ein schönes Naturschaubild. Ich wünschte, ich könnte hier einfach ohne Sorgen stehen und den schönen Sonnenuntergang mit Jimin beobachten. Jimin - wie sehr ich ihn doch liebe. Ich werde ihn niemals wieder so lieben können. Denn mein Vater verbietet es mir und wenn ich nicht seinem Wunsch nachgehe, werde ich ihn erst recht nicht lieben können, denn dann ist er tot. Dann wird Matthias dafür sorgen, dass ich ihn nie mehr wiedersehen werde. Wie traurig das Leben doch ist. Du gehst das Feld weiter entlang, schaust in den bunten Sonnenuntergang und spürst, wie der kalte Schnee sanft auf deine Haut trifft. Endlich, nach fast einer 3/4 Stunde entdeckst du endlich ein Haus in der Ferne. Schnellen Schrittes gehst du darauf zu. Es ist ein großes Haus mit einem riesigem Hof und einer kleinen Scheune. Neben dieser stehen eine Rutsche, eine Schaukel und ein kleines Baumhaus. Erwartungsvoll klopfst du gegen die große, prachtvolle, hölzerne Tür. Einen kurzen Moment später öffnet ein kleines Mädchen die Tür und grinst dich frech an. Du lächelst schwach zurück und fragst freundlich:„Hallo, sind vielleicht deine Mama oder dein Papa da?“ Das kleine Mädchen grinst und schreit durch das Haus:„Mama, hier ist ein großes Mädchen an der Tür und will was von dir!“ Eine Stimme ertönt aus dem hinteren Teil des Hauses:„Ich komme gleich, Nuri!“ Kurze Zeit darauf erscheint eine junge Frau, schaut dich verwundert an und fragt:„Hallo, kann ich dir helfen?“ Du erzählst:„Ja, ich glaube schon. Ich habe mich im Wald verirrt, bin dann einfach in irgendeine Richtung gegangen und dann auf diesem Feld dort vorne wieder herausgekommen. Können Sie mir vielleicht sagen, wo ich mich hier befinde, oder wie ich wieder zurückkomme? Ich wohne in der Stadt, die dort hinten liegt.“ Die Frau lächelt dich verständnisvoll an und meint:„Na klar. Aber der Weg zurück wird ziemlich lang sein. Willst du dich nicht lieber abholen lassen, oder ich bringe dich zurück?“ Du lächelst höflich und sagst:„Ich könnte eben meine Mutter anrufen, ob sie mich abholen kann.“ Die Frau lächelt und nickt kurz. Daraufhin rufst du Sora an und erzählst ihr, wo du bist. Sora meint:„Das ist wirklich weit weg. Aber wie bist du da überhaupt hingekommen? Ich kann dich jetzt schlecht abholen und Matthias auch nicht, ehrlich gesagt. Ich bin noch immer auf der Arbeit und er hat das Auto nicht. Kannst du mir nicht eben diese Frau geben?“ Also übergibst du das Handy an die Frau. Sie unterhält sich kurz mit Sora und meint auf einmal:„Sag mal, bist du nicht die Sora, die damals in meiner Klasse war? Mein Name ist Seoyoung. Ich habe damals nur drei Häuser weiter gewohnt.“ Es scheint so, als wären die beiden wirklich mal in einer Klasse gewesen, denn sie fangen an, wie wild miteinander zu reden und schließlich gibt Seoyoung dir dein Handy wieder. Sora meint:„Also, wir haben jetzt abgesprochen, dass du dort übernachtest und ich dich morgen abhole. Seoyoung war damals in meiner Klasse. Sie ist wirklich sehr nett. Ach ja, benimm dich bitte.“ Du verbschiedest dich noch bei Sora und folgst dann ihrer ehemaligen Klassenkameradin ins Haus. Sie erzählt ein wenig etwas von sich und du triffst schon bald auf ihren Mann und auf ihre zweite Tochter, Danbi. Nuri und Danbi, die beiden Zwillinge, streiten sich darum, bei wem von beiden du schläfst. Also beschließt du, dass du bei Nuri im Zimmer schläfst und Danbi dort dann eben auch übernachtet. So geschieht es auch. Am Abend esst ihr noch schnell zusammen und danach spielst du noch ein wenig mit Nuri und Danbi. Jetzt müsst ihr jedoch schlafen gehen. Du schläfst auf einer Matratze neben Nuris Bett und Danbi schläft neben dir, auf einer anderen Matratze. Am nächsten Morgen wirst du von Danbi geweckt, indem sie sich auf dich setzt und ruft, dass sie spielen will. Also stehst du auf und spielst erneut eine Runde mit den Zwillingen. Dann frühstückt ihr zusammen. Etwa eine Stunde nach dem Frühstück klopft es an der Tür und Sora steht dort. Seoyoung und Sora unterhalten sich lange und ausführlich, während du mit den Zwillingen Verstecken spielst. Schließlich müsst ihr wieder fahren. Ihr verabschiedet euch von der herzlichen Familie und du bedankst dich noch einmal. Auf der Autofahrt fragt dich Sora erneut, wie du das mit dem Verirren angestellt hast. Du lügst einfach:„Ach, ich bin nur etwas umhergelaufen, wollte dann einen neuen, verschlungenen Weg ausprobieren und habe dann auf einmal den Weg verloren. Da ich nicht mehr wusste, aus welcher Richtung ich gekommen bin, bin ich einfach irgendwo langgegangen. Schließlich führt jeder Weg irgendwann mal wieder raus.“ Sora nickt belustigt. Nach einer 3/4 Stunde Fahrt, seid ihr endlich wieder angekommen. Augenblicklich verkriechst du dich in dein Zimmer und lädtst dein Handy auf. Als es wieder voll ist, bekommst du sofort eine Nachricht. Hey, Greta. Ich würde gerne wissen, warum du dich von mir getrennt hast. Ich verstehe es einfach nicht. Habe ich etwas falsch gemacht? Bitte sag es mir. Ich liebe dich doch. Du musst wieder ein wenig weinen und schreibst einfach, um ihn vor Matthias zu beschützen:Ich liebe dich einfach nicht mehr. Ich habe mich wohl getäuscht, du bist nicht die Liebe meines Lebens. Es tut mir wirklich leid. Es funktioniert einfach nicht vernünftig. Du bist ein guter Freund, aber ich liebe dich nicht so, wie ich es dachte. Daraufhin antwortet Jimin nicht mehr. Du fühlst dich sehr schuldig und bist unfassbar traurig, weil du ihn eigentlich noch liebst.
    Gedankenverloren liegst du nun schon seit einiger Zeit auf dem Bett und glotzt an die Decke. Es ist schon Abend und auf einmal klingelt dein Handy. Du schaust auf den Display - Namjoon. Was will der nur von mir? Vorsichtig gehst du ran. Namjoons Stimme ertönt:„Hey Greta. Wie geht es dir?“ Schnell antwortest du mit „Ganz OK“ und Namjoon hakt besorgt nach:„Jimin kam heute total aufgelöst wieder. Er hat erzählt du habest dich von ihm getrennt. Gibt es einen Grund?“ Unfähig zu antworten, aus Trauer, brüllst du, ohne es zu wollen:„Das habe ich ihm doch schon geschrieben. Was geht das euch überhaupt an? Es ist aus und gut ist es!“ Dann legst du, erschrocken über das, was du da gesagt hast, auf und fängst bitterlich an, zu weinen.

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    „Greta, du musst zur Schule. Steh auf!“
    Müde schlägst du die Augen auf und schaust in das freundliche und belustigte Gesicht von Sora. Augenblicklich ziehst du die Decke wieder über dein Gesicht und seufzt laut. Sora lacht, zieht die Decke wieder weg und meint:„Los, steh endlich auf!“ Sora verschwindet wieder und du zwingst dich, aufzustehen. Schließlich frühstückst du schnell und gehst dann, ohne weitere Umstände, weiter. Bei der Schule angekommen triffst du auf Yuna und Shiwon. Du plauderst ein wenig mit ihnen. Yuna erzählt aufgeregt irgendetwas, aber du hörst gar nicht zu. Deine Gedanken sind ganz wo anders. Jimin. Was er wohl gerade macht? Ich vermisse ihn so sehr. Ich wollte ihn doch gar nicht verlassen, aber ich weiß nicht, was ich sonst hätte machen sollen. Ich würde es ihm so gerne erklären, aber es geht nicht. Ich muss ihn schützen. Sowieso würde er es gar nicht verstehen. Jimin. Wie sehr ich ihn vermisse. Es tut mir leid. „Greta? Geht es dir gut? Es hat geklingelt. Hallo?“ Auf einmal schreckst du aus deinen Gedanken heraus. Yuna schüttelt dich an der Schulter und spricht dich an. Verwirrt sagst du nur:„Oh, tut mir leid. Ich war gerade etwas abgelenkt.“ Yuna murmelt bedauernd:„Ja, das hat man gemerkt.“ Schließlich geht ihr in den Unterricht. Nach diesem gehst du wieder nach hause. Du machst noch einen kurzen Abstecher beim Park und schaust den Kindern zu, wie sie mit ihren Eltern Schneemänner bauen. Ein wenig wehmütig gehst du an ihnen vorbei und zu deinem Haus. Dort isst du mit Sora und Matthias zu Mittag und verschwindest dann in dein Zimmer. Dort machst du deine Hausaufgaben. Mitten während der Mathe-Hausaufgaben vibriert auf einmal dein Handy. Namjoon ruft dich per Facetime an. Etwas entmutigt nimmst du ab. Namjoon schaut dich mitleidig an und sagt:„Hey Greta, was geht?“ Gelangweilt antwortest du nur:„Keine Ahnung. Alles, was lebt und Beine hat würde ich sagen.“ Namjoon lächelt etwas und er meint:„Ich wollte dich noch einmal wegen dem nächsten Konzert befragen. Kommst du?“ Du nickst nur kurz und Namjoon erzählt weiter:„OK. Also, wie du weißt, ist es in 5 Tagen und wir wollten uns morgen und den Tag davor noch einmal treffen. Vorausgesetzt du hast Zeit. Ach ja, wie es wegen“ Namjoon wird unterbrochen, als sich die Tür öffnet und Jimin mit trüber Mine und irgendwie verweint aussehend reinkommt und gerade etwas fragen will. Dann erblickt er dich jedoch auf dem Bildschirm von Namjoons Handy und er dreht sich direkt weg und murmelt leise und wehleidig:„Oh, tut mir leid. Ich wollte nicht stören.“ Dann geht er wieder aus dem Raum heraus und Namjoon seufzt angestrengt:„Seit du dich von ihm getrennt hast, ist er nur noch traurig. Er versteht es einfach nicht. Ich ehrlich gesagt auch nicht. Er weint sehr viel. Was für ihn eigentlich nicht typisch ist. Er liebt dich immer noch sehr. Und wenn ich „sehr“ sage, dann meine ich eigentlich extrem.“ Etwas traurig antwortest du:„Ich weiß. Ich wollte mich noch einmal wegen gestern entschuldigen. Ich bin ziemlich in die Luft gegangen, wegen nichts. Ich war einfach etwas überfordert. Ich würde es gerne erklären, aber ich kann einfach nicht. Es tut mir wirklich leid, dass er so leiden muss. Aber ich liebe ihn einfach nicht mehr.“ Bei dem letzten Satz zieht sich dein Herz zusammen, als würde jemand darauf treten. Einfach, weil es nicht die Wahrheit ist. Namjoon nickt nur nachdenklich und meint:„Man kann niemanden zur Liebe zwingen.“ Dann führt ihr euer Gespräch noch zu Ende, ihr macht ab, wie es mit dem Konzert und den Proben laufen wird und du legst schließlich auf. Nachdenklich schaust du aus deinem Fenster. Es tut mir so unendlich leid, dass es Jimin so schlecht geht. Ich wünschte, es wäre anders gelaufen. Ich hätte mich nicht mit ihm trennen müssen. Denn ich liebe ihn noch. Mehr, als alles andere. Nun gut. Es ist wie es ist und im Moment kann ich nichts daran ändern. Irgendwann werde ich es ihm erklären. Irgendwann wird alles wieder gut sein.

    Der nächste Tag ist angebrochen und du gehst zur Schule. Yuna ist heute krank, also kannst du dich nur mit Shiwon unterhalten. Ihr sprecht ein wenig über dieses und jenes und schließlich ist der Schultag zu Ende. Oh Gott. Hätte der Schultag nicht ein wenig länger gehen können? Jetzt muss ich zur Probe, aber ich werde Jimin nicht in die Augen schauen können. Schnellen Schrittes gehst du zu dem BigHit-Gebäude. Du bist 5 Minuten zu früh, also unterhältst du dich noch mit Hoseok. Etwas verlegen fragt er dich:„Warum hast du sich eigentlich von Jimin getrennt? Ich meine, er ist sehr traurig. Er liebt dich noch immer. Keiner kann sich erklären, warum du die Beziehung beendet hast. Es muss doch einen Grund geben?“ Du antwortest nur unsicher:„Es gibt einen Grund, aber ich kann ihn nicht erklären. Ist jetzt ja auch egal, die Probe beginnt.“ Dann läufst du schnell in den Proberaum. Nach einer Weile sind alle dort versammelt. Jimin starrt dich bedauernd und traurig an, aber du meidest seinen Blick. Du willst dich nicht mit ihm unterhalten müssen. Du würdest nur anfangen, zu weinen. Ihr probt erfolgreich das erste Lied. Doch jetzt kommt der Song, bei dem du das Duett mit Jimin hast. Ihr müsst auch die Choreographie tanzen, also bleibt es jetzt gar nicht mehr aus, dass ihr euch irgendwie anschaut. Vorerst verläuft alles ganz gut, doch jetzt ist der Schluss schon sehr nahe und du musst Jimin in die Augen schauen und ihm nahe kommen. Dein Herz klopft schneller als jemals zuvor und du hast das Gefühl, dass du gleich, aufgrund eines Herzinfaktes, stirbst. Der Moment kommt und dir wird kurz schwindelig. Du starrst Jimin direkt in die großen, kummervollen Augen und singst deinen Text. Jimin ebenso. Endlich ist das Lied vorbei und du taumelst einige Schritte zurück, um Jimin nicht mehr so nahe zu stehen. Jimin steht nur still da und schaut dich traurig an. Du meidest jedoch nach wie vor seinen Blick und gehst einfach zu Jin, der sich gerade mit Yoongi unterhält und dabei laut lacht. Doch noch immer spürst du Jimin Blick heiß auf deinem Körper. Der Rest der Probe verläuft relativ normal. Endlich ist es vorbei, du packst deine Sachen und verlässt schnell das Gebäude. Doch auf einmal steht Jimin wieder vor dir und sagt nur schüchtern:„Hi. Ich will dich eigentlich gar nicht fragen, aber ich würde wirklich gerne den Grund kennen, warum du mich verlassen hast.“ Mist. Ich wusste, diese Frage würde kommen. „Naja, ich habe es dir doch schon geschrieben. Außerdem muss es nicht immer einen direkten Grund haben. Ich habe einfach gemerkt, dass es nicht das ist, was richtig ist. Es tut mir wirklich leid.“ Warum muss ich nur immer lügen? Meine Liebe zu Jimin ist wohl das einzig richtige in meinem Leben. Nun gehst du schnell, ohne ein weiteres Wort weiter. Du willst nach hause gehen und erblickst auf einmal den Eingang zum Wald. Zögernd bleibst du stehen. Eigentlich soll ich nach hause kommen, aber ich habe das Gefühl, dass ich einfach in diesen Wald MUSS. Ich werde gehen. Ich brauche wohl nicht allzu lange. Also gehst du kurzerhand in den Wald. Mal wieder schneit es und du schaust ein wenig glücklich über die kleine Gabe des Himmels nach oben. Es ist bewölkt und man sieht nicht einen Sonnenstrahl. Nur den leichten Schnee und dessen Ursprung. Schweigend stehst du da und starrst schwach lächelnd in den Himmel. Auf einmal schwirren dir tausend Gedanken im Kopf herum und diese verarbeitest du in einem Song. Du singst von deiner Entführung, deinem echten Vater, das schwere Fieber, das dadurch gekommen ist, über die Beziehung mit Jimin und wie sie kaputt gegangen ist. Deine Gefühle und Gedanken sprudeln aus dir heraus und du fühlst dich gut. Gut, dass du endlich alles zum Ausdruck bringen kannst. Niemand hört es und niemand weiß es, aber du hast das Gefühl, dass der Klotz Sorgen auf deinem Herzen leichter wird. So langsam bemerkst du, dass es dunkler wird und du beeilst dich, nach hause zu kommen. Dort angekommen schmeißt du dich in deinen Schreibtischstuhl und schaust durch das Fenster. Du beschließt, auf den Balkon zu gehen. Dort guckst du in die kalte Nacht hinaus. Von dem Nachbarhaus ertönt leise Musik. Scheint so, als würde Shiwon Musik hören. Oder seine Mutter oder so. Keine Ahnung. Leise lauschst du der sanften, flüsternden Musik. Du schließt die Augen und lässt die Kälte deinen Körper umhüllen. Lange sitzt du so dort und machst gar nichts. Nichts, außer atmen und fühlen. Fühlen, wie die Kälte deinen Körper umhüllt und wie die Sorgen in deinem Kopf kleiner und harmloser werden. Wenn auch nur für diesen Moment.

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    Es ist kalt. Sehr kalt. Ein Schneesturm wütet um dich herum. Verloren und ängstlich blickst du um dich herum. Du kannst nichts sehen, außer dem weißen, wirbelnden Schnee. Der Wind peitscht in dein Gesicht und du musst die Augen zusammenkneifen. Plötzlich hörst fu einen Schrei. Dieser Schrei vermittelt Schmerz, Trauer, Verzweiflung, Angst und irgendwie auch Wut. Verwirrt versuchst du den Ursprung der Schreie. Du versuchst zu identifizieren, aus welcher Richtung die Schreie kommen. Doch es scheint, als kämen die Geräusche aus allen Richtungen gleichzeitig. Auf einmal formen sich Worte aus den Schreien. „(D/n), warum hast du mich verlassen? Wo bist du? Bitte lass mich nicht alleine. Ich kann nicht mehr ohne dich. Ich werde sterben!“ Ist das Jimin? Ja, das muss er sein. Es ist seine Stimme und auch die Worte ergeben nur aus seinem Mund einen Sinn. Aber woher kennt er meinen echten Namen? Egal. Ich muss ihn finden. Du schreist verzweifelt zurück. Fragst ihn, wo er ist, doch er gibt darauf keine Antwort. Er schreit nur weiter deinen Namen. Du rennst los. Verängstigt, dass ihm etwas passiert. Du rennst immer weiter, doch nicht mal in der Landschaft ändert sich etwas. Du rennst schneller, so weit wie du nur kannst bis du plötzlich eine Gestalt im Schnee entdeckst. Zusammengekauert in der weißen Kälte. Mit Blut überströmt und wimmernd. Du rennst weinend und schreiend auf das kleine Häufchen Elend zu. Doch es scheint, als würdest du gar nicht näher kommen, als würdest du auf der Stelle rennen. Verzweifelt schreist du, versuchst Jimin auf dich aufmerksam zu machen, doch deine unerreichbare Liebe bemerkt dich nicht. Du schreist lauter, schriller, verängstigter, verzweifelter. Auf einmal schreckst du auf. Es ist nach wie vor kalt, aber du befindest dich nicht mehr in dem endlosen Weiß, sondern auf deinem verschneiten Balkon. Du suchst verzweifelt nach Jimin, doch er ist nicht dort. Stattdessen steht Sora vor deiner Balkontür und klopft rufend dagegen. Du hast dich selbst ausgeschlossen. Schnell stehst du auf und öffnest die Tür. Sora nimmt dich in die Arme. „Du bist eiskalt. Was hast du dort gemacht? Du warst am Schlafen, aber wieso warst du erst auf deinem Balkon? Geh schnell in dein Bett und wärm dich auf!“, sorgt sich Sora. Du setzt dich schnell auf dein Bett und Sora holt dir eine Wärmeflasche. Sie erzählt:„Ich habe mitbekommen, dass du dort warst, weil ich das Fenster offen hatte und auf einmal Schreie wahrgenommen habe. Ich habe nachgeguckt, ob es dir gut geht und habe dich dann schlafend auf dem Balkon vorgefunden. Mensch, was machst du denn immer? Vor allem, wie schafft man es, bei der Kälte einzuschlafen? Naja, ist ja auch egal. Schlaf noch ein bisschen, damit du für die Schule morgen fit bist. Gute Nacht.“ Dann gibt Sora dir einen schnellen Kuss auf die Stirn und verschwindet dann zurück in ihr Zimmer. Sie muss mich wirklich lieb haben. Obwohl sie nicht weiß, dass ich die Tochter ihres Ehemanns bin. Müde fallen dir wieder deine Augen zu.
    Am nächsten Morgen kommt Sora herein und weckt dich. Du stehst auf und musst erbärmlich husten. Ich habe wohl gestern zu lange draußen geschlafen. Sora bekommt natürlich mit, dass du starken Husten hat und meint direkt, dass du zuhause bleiben sollst. Zwar würdest du lieber in die Schule gehen, als dort rumzugammeln, aber du widersetzt dich ihr nicht. Yuna ist immer noch krank, deswegen ruft ihr euch den Vormittag über mehrfach an und tratscht miteinander. Auf einmal meint Yuna:„Tae hat gestern angerufen. Er hat erzählt, du hättest Probleme mit Jimin?“ Du fragst vorsichtig:„Hat er etwas dazu gesagt?“ Yuna verneint die Frage und du meinst nur:„Ja, ein paar kleine Probleme, aber es ist nichts Besonderes.“ Yuna nickt daraufhin nur gedankenverloren. Als ihr den Anruf beendet, gehst du ein wenig in das Wohnzimmer und schaust Fernsehen. Es läuft eine Nachrichtensendung, in der es um BTS, Shix und dich geht. Mehrfach wird dort diskutiert, wer du bist. Du musst dann wieder ein wenig schmunzeln. Jedoch vergeht dieses immer direkt wieder, als du Jimins hübsches Gesicht siehst. Schließlich machst du den Fernseher aus und schreibst ein paar Songtexte aus Langeweile. So vergehen die nächsten 2 Tage auch, denn auch an denen sollst du zuhause bleiben. Heute ist Probe. Ich muss Sora ja noch fragen, ob ich überhaupt hingehen darf. Kurzerhand gehst du zu Sora und fragst sie. Mit einem Seufzer sagt sie zu. Am Nachmittag gehst du dann zur Probe. Der Husten ist noch immer nicht ganz weg, weshalb das Singen etwas erschwert wird. Namjoon klärt noch eben schnell:„Heute ging das mit dem Singen ja wohl, aber wenn es morgen beim Konzert nicht funktionieren sollte, ist das auch vollkommen in Ordnung. Ja?“ Du nickst nur kurz. Dann fährst du auch schon wieder zurück. Du ruhst sich ein wenig aus, damit du beim Konzert fit bist. Schnell schläfst du ein. Am nächsten Morgen wachst du erst gegen Mittag wieder auf. Du isst schnell und ruhst dich noch etwa eine Stunde aus. Jetzt musst du auch schon los. Du wirst von Matthias gebracht. Auf der Autofahrt redet er noch mit dir. „Du schaffst das schon, keine Sorge. Falls du mal husten solltest, haben die Fans sicherlich Verständnis dafür.“ Du nickst nur wortlos. Als ihr ankommt, steigst du aus. Bevor du weggehen kannst, hält dein Vater dich jedoch am Arm fest. „Ich bin stolz auf dich, (d/n). Auch, dass du dich von Jimin getrennt hast. Glaub mir, es ist besser so.“ Du entreißt dich nur deinen Vater und gehst beleidigt und mal wieder mit Tränen in den Augen in den Raum, wo die Jungs schon sitzen. Sie werden gerade gestylt. Jimin wird gerade von der strahlenden Marry geschminkt. Als sie dich sieht, verschwindet das Lächeln jedoch abrupt aus ihrem Gesicht und sie funkelt dich böse an. Du gehst einfach desinteressiert weiter und setzt dich auf deinen eigenen Stuhl. Du wirst ebenfalls hübsch gemacht. Danach sollst du noch einmal kurz etwas vorsingen, um festzustellen, ob deine Stimme heute zu gebrauchen ist. Namjoon nickt etwas entmutigt und erklärt:„Naja, es geht. Zwar hört sich die Stimme manchmal etwas rau an, aber das macht ja nicht allzu viel aus. Alles klar, dann ziehen wir uns jetzt alle um und dann haben wir in 4 Stunden spätestens das letzte Konzert hinter uns.“ Du nickst kurz und ihr zieht euch alle um. Du stehst mit Jin und Hoseok in einer Ecke und unterhältst dich mit ihnen, als du plötzlich siehst, wie Jimin sich mit Marry unterhält. Sie lachen beide und stehen sehr nahe beieinander. Marry beugt sich zu Jimin rüber, flüstert ihm etwas ins Ohr und auf einmal fangen beide an, laut zu lachen. Marry guckt dich kurz triumphierend und gleichzeitig abwertend an. Ebenso abwertend starrst du zurück. Du beobachtest, wie Marry und Jimin sich auf einmal umarmen und innerlich hast du gerade einen Wutausbruch. Am liebsten würdest du Marry umbringen. Wie ich dieses Weib verabscheue. Sie soll sie Pfoten von Jimin lassen. Ich meine ja, ich habe ihn verlassen. Aber nicht aus freien Stücken! Ich liebe ihn noch immer! Auf einmal taucht der Manager auf und deutet verheißungsvoll auf die Uhr. Ihr stellt euch alle schnell auf und du rennst schnell zum Spiegel und holst deine Maske. Du willst gerade zurückrennen, da packt dich jemand am Arm - Marry. Wütend glotzt du sie an und sie flüstert dir leise ins Ohr:„Halt dich bloß fern von Jimin. Er hat mir erzählt, dass du ihn verlassen hast. Jetzt gehört er mir! Also mach mir das nicht kaputt! Du bist für ihn jetzt nur noch ein Häufchen Dreck, das man in die Kanalisation fegt. Du bsit ein Nichts!“ Verachtend konterst du:„Wer ist noch einmal die, die nicht als Sängerin angenommen wurde?“ Marry verzieht wütend das Gesicht und du rennst schnell zu den anderen, die in diesem Moment die Bühne betreten. Mit der Maske vor dem Gesicht trittst du in das Rampenlicht und wie auf ein Kommando fangen alle Fans an, zu schreien. Das Konzert verläuft, so wie die anderen auch, gut, abgesehen davon, dass du zwischendurch unter deiner Maske geweint hast. Das war am Ende des Duetts mit Jimin. Nun ist das Konzert zu Ende und ihr geht noch in ein Restaurant, darauf, dass ihr die Konzerte erfolgreich hinter euch gebracht habt. Jimin wechselt den ganzen Abend kein Wort mit dir und er scheint sogar relativ glücklich zu sein. Ist er etwa schon über mich hinweg? Liebt er mich gar nicht so sehr, wie ich ihn liebe? Bei dem Gedanken wirst du ein wenig traurig. Du unterdrückst die Tränen jedoch. Nach dem Essen wirst du wieder von Matthias abgeholt. Du schmeißt dich auf dein Bett und schläfst direkt ein. Jedoch denkst du die ganze Zeit an Jimin. Er wirkte gar nicht so traurig. Ist er schon über mich hinweg? Liebt er mich gar nicht? Hat er jetzt eine Affäre mit Marry? Ich weiß es nicht, aber irgendwann werde ich es herausfinden. Ich liebe ihn.

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    Dein Handy vibriert und du gehst müde ran. Es ist Hoseok. „Hallo?“ Hoseok antwortet:„Hey Greta, die Jungs wollen heute in den Freizeitpark gehen. Jin und ich wollten gerne, dass du mitkommst. Hast du Lust? Yuna haben wir schon gefragt, aber die ist noch immer krank. Sie hat die Grippe.“ Du meinst:„Gerne, aber ich muss erst noch Sora fragen. Gib mir einen Moment.“ Du rennst nach unten und fragst Sora. Sie sagt natürlich „ja“. Du erzählst Hoseok davon und ihr macht ab, dass du heute um 13 Uhr zu ihnen kommst. Wie gesagt, so getan. Zu der genannten Uhrzeit stehst du vor ihrer Tür. Jin öffnet dir und ihr fahrt zusammen los. Als ihr bei dem Park angekommen seid, wollt ihr zuerst in eine Achterbahn gehen. Da die Plätze immer für zwei Leute sind, sollst du neben Jimin sitzen. Das ist ganz sicher wieder ein Plan von den Jungs. Doch Jimin meint ernst:„Das geht nicht.“ Verwundert fragt Jin:„Wieso nicht?“ Jimin will gerade antworten, da ertönt eine Stimme hinter dir und Jimin rennt glücklich auf den Ursprung der Stimme zu. Er umarmt das Mädchen, dessen Stimme gerade eben noch seinen Namen genannt hat. Marry! Die Jungs scheinen ebenso überrascht zu sein wie du, denn allen fällt die Kinnlade runter. Jimin umarmt das, dir suspekte, Mädchen und begrüßt sie lachend. Namjoon zieht Jimin vorsichtig an die Seite und fragt:„Was macht die denn hier? Du hast nichts davon erzählt!“ Jimin erwidert nur selbstverständlich:„Ich habe sie eingeladen.“ Namjoon seufzt leise und meint:„OK, dann muss sie aber alleine fahren.“ Daraufhin springt Marry auf Jimin zu, greift seinen Arm und meint:„Wieso? Ich will neben Chimmy sitzen!“ Du verdrehst die Augen.Warum nennt sie ihn Chimmy? Das regt mich richtig auf! Schließlich wird alles so neu ausgewürfelt, dass du alleine fahren musst. Schlecht gelaunt setzt du dich in deinen Wagen. Ist ja nicht so, als hätte ich sowieso schon Schiss genug vor solchen Bahnen, nein... Jetzt muss ich hier auch noch alleine hocken. Neben dich setzt sich ein Mann, der so um die 25 ist. Bei der Fahrt kreischt er ununterbrochen und klammert sich an deinen Arm. Du musst etwas lachen. Als es plötzlich runtergeht musst du auch schreien und ihr haltet euch aneinander fest, obwohl ihr euch nicht kennt. In dem Moment wird ein Foto geschossen. Als die Fahrt zu Ende ist, entschuldigt sich der Mann bei dir, aber du versicherst, dass alles okay sei. Ihr druckt euch beide das Foto aus und lacht darüber. Ich kenne diesen Mann zwar nicht, aber es war trotzdem eine ganz lustige Begegnung. Nun geht ihr weiter in ein riesiges Kettenkarussell. Auch dort kann man nur zu zweit sitzen. Diesmal darfst du allerdings mit Jin sitzen. Jimin sitzt natürlich wieder mit Marry, was dich total wütend macht. Die nächste Attraktion ist wieder eine Achterbahn. Diese ist aber sehr extrem. Sie hat 5 Loopings und geht fast schon senkrecht runter. Dort sitzt du neben Hoseok. Während der Fahrt schreit ihr euch gegenseitig die Ohren voll, umarmt euch ängstlich und kneift die Augen zusammen. Eigentlich ein richtiges Dream-Team. Nach der Fahrt machen sich Yoongi und Tae etwas über euch lustig. Das stört dich aber nur herzlich wenig. Viel mehr stört dich, dass Jimin und Marry plötzlich Händchen halten. Ihr geht zu einem Glücksstand und Jimin gewinnt einen riesigen Teddy. Den schenkt er Marry. Marry hüpft begeistert auf und ab und plötzlich küsst sie Jimin. Das Schlimme dabei ist, dass er sich nicht nicht einmal dagegen wehrt. Er lässt es einfach geschehen und erwidert den Kuss sogar. Ungläubig stehst du da und starrst das frisch verliebte Paar an. Tausend Gedanken schwirren durch deinen Kopf, dir wird schlecht und schließlich machst du dich weinend aus dem Staub. Hoseok scheint deine Flucht mitbekommen zu haben, denn er ist dir gefolgt. Du lässt dich in der Ecke, zwischen zwei Ständen, zusammensinken und weinst. Hoseok kommt tröstend auf dich zu und versucht, dich zu beruhigen. Doch du bekommst es nicht hin. Ich liebe ihn und habe ihn nur deswegen verlassen. Weil ich ihn liebe und schützen wollte vor meinem brutalen Vater und Entführer und das ist der Dank dafür? Ich dachte, er würde mich vielleicht auch lieben! Aber stattdessen vergisst er mich schon nach ein paar Tagen und hat direkt ne Neue. Ich fasse es nicht. Hoseok versucht nach wie vor dich zu beruhigen. Doch du sitzt einfach nur weinend da. Auf einmal vibriert Hoseoks Handy. Er geht ran und erklärt Namjoon kurz, dass ihr „auf der Toilette“ seid. Jetzt fragt dich dein Cousin:„Greta, warum hast du dich von Jimin getrennt? Du scheinst ja noch etwas für ihn zu empfinden.“ Du schluchzt:„Ich kann es nicht sagen. Aber ich musste es tun. Jedoch liebe ich ihn immer noch und mich schmerzt zu sehen, dass er mich schon vergessen hat.“ Hoseok streicht beruhigend über deine Haare und versichert:„Ich werde es nicht weitererzählen, aber das ist sicher auch nur eine Phase. Beruhige dich jetzt, ja? Ich bin für dich da, versprochen. Wenn du Hilfe brauchst, kannst du mich jederzeit fragen und du kannst mir auch alles erzählen.“ Du wischst deine Tränen weg und umarmst deinen Cousin dankbar. Nun geht ihr zusammen zurück zu den anderen. Da du noch etwas verweint aussiehst, sagt ihr einfach, dir wäre vorhin bei der Achterbahnfahrt eine Fliege ins Auge geflogen und die wolltet ihr gerade auf der Toilette entfernen. Die anderen glauben das sogar. Den Rest des Tages läufst du eigentlich nur mit Hoseok, Jin und Yoongi herum. Das sind so ziemlich deine besten Freunde von den Jungs. Am Ende des Tages fahrt ihr gut gelaunt wieder zurück. Abgesehen von dir. Du bist nicht so gut drauf. Einfach, weil Jimin dich schon vergessen hat. Jin setzt dich zuhause ab und du gehst direkt in dein Zimmer und weinst lautlos. Jimin hat mich wirklich schon vergessen. War ich ihm überhaupt jemals wichtig? Vermutlich nicht. Er spielt doch nur mit den Mädchen. Aber ich liebe ihn immer noch. Ich wünschte, man würde mir eine Gehirnwäsche verpassen und ich würde mich nicht mehr an die Liebe meines Lebens erinnern. Nein, das wäre nicht gut. Ich will nicht vergessen. Ich will gar nichts vergessen. Gar nichts...

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    Bin ich eingeschlafen? Vor dem Konzert? Verwirrt öffnest du die Augen und siehst, dass du dort liegst, wo ihr sonst vor den Konzerten gestylt werdet. Du stehst auf und suchst nach irgendjemandem. Doch niemand ist da. Es sieht aus, wie es sonst nach den Konzerten aussieht. Der Boden ist voller Müll, alles ist wie leergefegt und die riesigen Banner von den Bandmitgliedern hängen immer noch unverändert dort und wackeln leicht im Wind. Du trittst auf die Bühne und schaust in die Runde. Plötzlich hörst du laute Geräusche, die von oben kommen. Erschrocken hechtest du an die Seite und schaust nach oben. Auf den riesigen Monitoren wird ein Video abgespielt. Aber es ist nicht einfach irgendein Video, sondern das Video, das du mal von deiner Halbschwester Marie an Weihnachten gemacht hast. Verwirrt kneifst du die Augen zusammen und starrst auf die gigantische Leinwand. Du siehst, wie die 10-jährige Marie sich dreht und sich stolz in ihrem neuen BTS-Pullover zeigt. Sie war schon seit Jahren Fan von der koreanischen Band und du hattest eigentlich nie etwas mit ihnen zu tun gehabt. Du erblickst die Namen auf dem Pullover, die Marie dir glücklich auflistet. J-Hope, RM, V, Jungkook, Suga, Jin und Jimin. Jimin fand sie immer am besten. Sie schwärmte immer, dass er so süß sei und seine Stimme so bezaubere. Marie lacht und tanzt durch ihr Zimmer, du lachst auch und filmst deine kleine Schwester aufgeregt. Denn die Kamera, mit der das Ganze gefilmt wird, wurde dir am Vortag geschenkt. Ihr wolltet eure neuen Geschenke testen, also hast du das Video gemacht.
    Du musst ein wenig lächeln, als dir die Erinnerungen an Marie in den Kopf schießen, doch dieses Lächeln wandelt sich abrupt in ein vor Trauer verzerrtes Gesicht. Eine Träne läuft deine Wange runter, doch du wischst sie schnell weg. Schließlich endet das Video und eine leise Stimme ertönt hinter dir. Es ist ein leises Summen. Du drehst dich augenblicklich um und siehst deine Halbschwester, von der du so lange dachtest, sie sei deine ganz normale Schwester. Sie steht dort, einsam und alleine und singt leise ein Lied vor sich hin. Du sprintest aufgeregt zu ihr und willst sie umarmen, doch du fällst einfach durch sie hindurch. Sie ist nicht reell. Mal wieder nur ein Traum. Du beobachtest Marie, wie sie dort steht, ein wenig mit ihren Haaren spielt und leise vor sich hin summt. Bei genauerem Betrachten siehst du, dass ihr eine Träne entgleitet. Du drehst dich um und bemerkst auf einmal, dass du nicht mehr auf der Bühne stehst, sondern in deinem damaligen Zimmer. Eine brennende Kerze steht auf deinem Nachtschränkchen und daneben dein Bild. Nun legt Marie eine Sonnenblume dort hin, deine Lieblingsblume. Dann verlässt sie das Zimmer. Du willst ihr folgen, doch du kannst die Tür seltsamer Weise nicht öffnen. Drum bleibst du in deinem Zimmer, lässt dich an der Wand auf den Boden sinken und vergräbst dein Gesicht in deinen Händen.

    Als du wieder aufschaust, liegst du auf einmal in deinem Bett in Südkorea. Du stehst auf und nimmst etwas in die Hand. Ich kann es anfassen. Also ist das echt. Du bist zu faul, um dich anzuziehen oder dich in irgendeiner Form zu bewegen. Deshalb legst du dich einfach wieder in dein Bett und surfst ein wenig im Internet. Gezielt suchst du nach Bens YouTube-Kanal. Dort sind einige vollkommen normale Videos zu finden, aber auch ein neues über dich. Der Titel ist seltsam. „(D/n) offiziell tot!“
    Du öffnest das Video. Du erblickst den, dir schon lange vertrauten Ben, welcher anfängt zu erzählen. Ich habe nun schon einige Videos zu (d/n)s Verschwinden gemacht und einige haben mich gefragt, ob ich etwas über die familiären Situationen erzählen kann. Also, ich habe gefragt, ob ich davon etwas erzählen darf und sie meinten, es sei in Ordnung. Nun, das Leben muss weitergehen, wie mein bester Freund und (d/n)s Halbbruder Leon immer sagt. Die Familie versucht, so weiterzuleben wie vor dem Verschwinden. Die 5 Halbgeschwister von (d/n) gehen zur Schule und zum Kindergarten und die Eltern arbeiten nach wie vor. Für die beiden kleinsten Geschwister ist es unverständlich, deswegen sind sie nicht allzu traurig, jedoch fragen sie immer wieder, wo ihre große Schwester ist. Sie vermissen sie natürlich alle. Die ersten Wochen wurde gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass (d/n) wieder auftaucht besteht. Jedoch war das für die Familie zu schmerzhaft, dass sie eben nicht wiederkam. Also haben sie die älteste Tochter einfach als tot erklärt. Offiziell ist (d/n) also tot. Eine Beerdigung hat stattgefunden. Ihre ganze Familie, ihre Freunde, die Nachbarn und Klassenkameraden waren dort. Sie alle trauern sehr um das lebensfrohe, freundliche Mädchen, das sogar eventuell noch leben könnte. Besonders für die Eltern ist es aber zu schlimm, zu hoffen, dass sie wiederkommt. Sie haben die Hoffnung aufgegeben. Für sie besteht keine andere Möglichkeit, als dass sie tot ist. Nun, ich persönlich glaube noch immer, dass sie lebt, aber jeder hat seine eigene Meinung und ich will den Angehörigen nicht noch mehr Schmerz zufügen. Deswegen ist das auch wahrscheinlich das letzte Video über (d/n). Haltet dennoch die Augen offen. Bis dann.
    Meine Familie denkt wirklich, ich sei tot. Ich glaube es nicht. Sind sie etwa auch schon über mich hinweg, sodass sie die Hoffnung schon aufgeben? Bin ich etwa gar keinem wichtig? Nicht meiner Familie, nicht Jimin, nicht irgendwem? Vielleicht. Es soll mir such egal sein. Ich lebe und irgendwann werde ich zurückkehren. Selbst, wenn ich dann schon lange erwachsen bin und Matthias endlich tot ist. Nein, ich wünsche niemandem den Tod, nicht einmal Matthias, aber es wäre dennoch schön, endlich nach hause zu kommen.

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    Enttäuscht legst du dein Handy weg. Vergisst meine Familie mich? Etwas trübe gehst du endlich nach unten, um mit deinen „Eltern“ zu essen. Beim Essen bist du sehr geistesabwesend und starrst einfach nur aus dem Fenster. Matthias bemerkt das und fragt verunsichert:„Alles okay, Greta?“ Erschrocken nickst du nur eifrig. Nun lässt Matthias dich in Ruhe. Nach dem Essen gehst du nach draußen, in den Park. Du läufst einfach ein wenig herum. Du setzt dich auf eine Bank und schaust den Kindern beim Spielen zu. Ein schwaches Lächeln huscht über dein Gesicht. Du erinnerst sich daran, als du in dem Alter, noch alleine, mit deiner Mutter und deinem Stiefvater gespielt hast. Wie unbeschwert mein Leben damals noch war. Du seufszt etwas. Plötzlich fällt ein kleiner Junge direkt vor dir hin und fängt an zu weinen. Du hilfst ihm auf und fragst freundlich, ob alles okay sei. Der Junge reibt sich nur weinend die Augen und schüttelt den Kopf. Da kommen auch schon seine Eltern angeeilt. Sie bedanken sich bei dir und gehen dann mit ihrem Sohn wieder weg. Eine Weile sitzt du dort noch, beschließt aber dann, weiterzugehen. Yuna ruft dich zwischendurch noch an und erzählt, dass es ihr nun besser gehe, aber sie dürfe sich leider noch immer nicht treffen. Ein wenig redet ihr noch miteinander und dann legt deine beste Freundin auf. Du willst dein Handy gerade wieder zurück in die Hosentasche stecken, da klingelt es erneut. Diesmal ist es Yoongi. Verwundert nimmst du ab und Yoongi erzählt:„Irgendwie haben heute alle was zu tun, abgesehen von mir. Willst du vorbeikommen? Ich würde mich ja noch einfach ein wenig ausruhen, aber irgendwie bin ich überhaupt gar nicht müde.“ Du lachst:„Das ist ja ein wahres Wunder. Dann muss ich natürlich vorbeikommen, um dieses Wunder zu begutachten. Wann soll ich da sein?“ Ihr besprecht eine Zeit und du gehst wieder zurück zu deinem Haus, um dich noch ein wenig auszuruhen. Als es so weit ist, gehst du los, zu der Villa von BTS. Noch bevor du klingeln kannst öffnet Yoongi dir die Tür. Du gehst hinein und unterhältst dich im Wohnzimmer ein wenig mit ihm. Dann spielt ihr zusammen Videospiele. Anschließend bringt Yoongi dir ein Lied auf dem Klavier bei. Ihr singt dabei ein wenig und lacht viel. Danach erzählt Yoongi dir noch, was die nächstem Tage so ansteht. Für dich ist in den nächsten Tagen eigentlich nichts besonderes geplant. Plötzlich fragst du:„Wo sind die Jungs eigentlich?“ Yoongi erzählt:„Naja, Jungkook ist trainieren, Tae, Jin, Namjoon und Hoseok sind bei ihren Eltern und da meine Eltern nicht da sind, konnte ich sie auch nicht besuchen.“ Du fragst schnell:„Und was macht Jimin?“ Du glaubst die Antwort jedoch schon zu wissen. „Oh, der ist mit Marry unterwegs. Schwimmen“, antwortet Yoongi leise. Er scheint gemerkt zu haben, dass dich etwas bei dem Gedanken stört, denn er fragt:„Hast du etwas dagegen?“ Du schüttelst nur kräftig den Kopf und gehst dann dem Thema aus dem Weg, indem du fragst, ob ihr etwas trinken könnt. Den Rest des Treffens laberst du einfach nur noch mit Yoongi und gehst nun wieder zurück nach hause. Du verabschiedest sich bei Yoongi noch mit einer schnellen Umarmung und bist dann auch schon weg. Als du gerade bei deinem Haus angekommen bist, begegnest du Shiwon, der gerade mit einem Rucksack schnell aus dem Haus geht. Verwundert fragst du:„Wohin des Weges?“ Shiwon meint nur schnell:„Ich? Achso äh, ich muss zu meiner Oma.“ Du erwiderst verwirrt:„Um die Uhrzeit noch zu Fuß? Ich dachte deine Oma wohnt so weit weg?“ Kurz scheint Shiwon keine Antwort zu wissen, sagt dann jedoch:„Ne, das ist die andere Oma. Tschüss, Greta. Ich muss jetzt!“ Jetzt ist dein Nachbar auch schon wieder verschwunden. Was eine seltsame Begegnung. Der schien es echt eilig zu haben. Ob er wohl wirklich zu seiner Oma will? Bestimmt. Warum sollte er auch lügen? In deinem Zimmer angekommen lernst du noch ein wenig für die Schule, denn ihr schreibt am nächsten Mittwoch einen Vokabeltest in Englisch. Schließlich gehst du in dein Bett und schläfst.
    Am nächsten Morgen weckt Matthias dich und meint:„Du musst zur Schule. Mach dich fertig. Ich bringe dich heute.“ Wie gesagt so getan. Schon 20 Minuten später stehst du in der Schule, neben Yuna. Shiwon ist krank. Yuna erzählt aufgeregt von ihrem heutigen Treffen mit Tae und fragt dich, ob du dich auch gelegentlich mit Jimin triffst. Deine beste Freundin weiß noch immer nichts von eurer Trennung. Und du willst es ihr auch erstmal nicht erzählen, weil sie dich sonst auch nur andauernd fragen würde, was der Grund ist. Du bist glücklich, dass es in dem Moment zum Unterricht klingelt, so musst du nicht lügen. Auch in den Pausen kannst du diesen Fragen geschickt aus dem Weg gehen. Du denkst immer wieder an Shiwon und fragst dich, was er wohl hat. Gestern war er doch noch gesund. Keine Ahnung, vielleicht hat er sich auch einfach erkältet, oder so. Wobei er sich gestern schon etwas seltsam benommen hat. Nach der Schule wolltest du dich noch einmal mit Hoseok treffen, weil Sora in einer Woche Geburtstag hat und ihr gerne einen Song für sie vorbereiten würdet. Bei der Villa angekommen, triffst du direkt auf Jimin, der Marry im Schlepptau hat. Bei dem Gedanken an Marry würdest du ihr am liebsten eine klatschen, aber du kannst dich noch gerade so benehmen. Du versuchst einfach freundlich zu deinem Ex und seiner neuen Freundin zu sein. Jedoch ignoriert dich Jimin, der den du noch immer liebst und seine Freundin schaut dich nur spöttisch an. Schließlich probst du mit Hoseok dem Song und ihr überlegt gemeinsam, wie ihr es noch besser machen könnt. Marry und Jimin hören euch kurzzeitig zu und Marry lacht amüsiert über dich und macht dich vor Jimin die ganze Zeit schlecht. Zu deinem Entsetzen lacht er sogar über die schlechten Witze über dich. Irgendwann treibt dich das zur Weißglut und du fauchst das Paar an:„Sag mal, geht's noch? Wenn ihr euch über mich oder den Song lustig machen wollt, dann könnt ihr das auch im stillen Kämmerchen machen. Das geht mir verdammt noch mal auf den Sack und ist zudem auch noch mega asozial von euch. Euch altes Lästerpack können wir hier nicht gebrauchen.“ Jimin sieht etwas geschockt aus, dass du so reagiert hast und verlässt mit Marry eilig den Raum. Leise fügst du noch hinzu:„Blöde Kuh!“ Hoseok hört das als einziger und lacht laut. Du stupst ihn nur an und meinst:„Hör auch zu lachen. Es stimmt doch!“ Hoseok nickt zustimmend und ihr probt weiter. Am Ende des Tages habt ihr einen guten Song ausgetüfftelt. Stolz gratuliert ihr euch gegenseitig und du fährst wieder nach hause. Dort machst du deine Hausaufgaben und gehst schließlich ins Bett. Dort liegst du eine Weile nachdenklich. Von Shiwons Haus dröhnt laute Musik rüber. Du hörst sie zwar nur leide, weißt aber, dass sie in echt laut sein muss. Du kannst nicht aufhören, an Jimin und Marry zu denken. Ich fasse es wirklich nicht. Jimin hat mich schon vergessen und motiert so langsam zum Assi. Marry hat keinen guten Einfluss auf ihn. Marry - wie ich sie verabscheue. So eine blöde Kuh. Naja, ich will mich nicht aufregen. Jemand, der mich jetzt schon wieder vergessen hat, der verdient meine Liebe nicht. Und dennoch kann ich meine Liebe zu ihm nicht verhindern.

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    Die nächsten Tage vergehen eher unspektakulär. Aufstehen - Schule - gelegentliches Treffen mit Freunden -Hausaufgaben - über Jimin ärgern und weinen - schlafen gehen. Das ist der Tagesablauf von den nächsten Paar Tagen. Nur der Geburtstag von Sora verlief etwas anders. Hoseok und du habt ihr, ihr zu Ehren, den Song gesungen, worüber sie sich unheimlich gefreut hat und habt dann mit der ganzen Verwandschaft Kuchen gegessen. Viele von ihnen kannstest du noch gar nicht wirklich. Da es eine große Fete mit vielen Freunden, Familienmitgliedern und Bekannten am Abend gab, musstest du irgendwie Anschluss finden. Also hast du dich einfach zu Hoseok und seiner engen Familie gesellt. Seine Eltern, besonders deine Mutter haben dir viele Fragen gestellt und haben sich gut mit dir amüsiert. Vor allem mit deiner „Cousine“ Dawon hast du dich gut verstanden. Ihr konntet euch gut unterhalten und du hast mit Hoseok und Dawon einige Brettspiele gespielt. Leider ging der Abend viel zu schnell zuende und seither sind wieder einige Tage vergangen. Jetzt sitzt du in deinem Zimmer und machst Hausaufgaben, währenddessen hörst du einige Songs von BTS. Als du die Kopfhörer abnimmst, bemerkst du, dass Shiwon scheinbar wieder Musik hört. Bei genauerem Hinhören bemerkst du, dass es einige Songs von Shix und welche sind, die du noch nie zuvor gehört hast. Leise seufzt du auf. So langsam geht mir diese Eintönigkeit auf die Nerven. Immer das Selbe. Ich brauche in meinem Leben wahrlich kein Abenteuer, davon habe ich schon genug, aber wenn ich mal etwas anderes zu tun hätte, wär das auch ganz schön. Hausaufgaben habe ich jetzt wenigstens fertig. Vielleicht gehe ich bei Shiwon vorbei? Ja, bei dem war ich seit Tagen nicht mehr. Zielgerichtet läufst du zu Shiwons Haus. Du klingelst an der Tür. Die Musik, die gedämpft zu hören ist, endet abrupt. Einige Zeit später hörst du Schritte und Shiwon öffnet die Tür. Verwundert schaut er dich an:„Was machst du denn hier?“ Du erwiderst gelassen:„Mir war langweilig, deswegen habe ich gedacht, könne ich dich fragen, ob du Zeit hast. Aber wenn nicht ist auch OK.“ Du willst gerade wieder kehrt machen, aber da hält Shiwon dich schon am Ärmel. „Nein, alles gut. Komm ruhig rein“, meint er. Du gehst mit ihm in sein kleines Zimmer, wo überall irgendwelche medizinisch aussehenden Dinger rumstehen. Ihr unterhaltet euch ein wenig und du erzählst, dass du in letzter Zeit oft Musik bei ihm gehört hast. Etwas beschämt antwortet dein Nachbar:„Ja, mir war langweilig, da habe ich ein wenig Musik gehört. War wohl zu laut.“ Du schüttelst schmunzelnd den Kopf. Jetzt will Shiwon eben etwas aus dem Keller holen, sein Handy. Du sollst oben warten. Auf einmal hörst du einen leisen Aufschrei und rennst nach unten. Hört sich an, als hätte Shiwon sich wehgetan. Du stolperst die Kellertreppe runter und plötzlich stehst du in einem riesigen Raum voller Instrumenten, Mikrofonen, irgendwelchen Kritzeleien, die aussehen wie Noten und einen Computer. Auf dem Boden liegt Shiwon, der sich verärgert den Zeh reibt. Du hilfst ihm auf und fragst, ob alles in Ordnung sei. Er behauptet nur, er habe sich nur den Zeh gestoßen und du sollest wieder nach oben gehen. Du befolgst seine Anweisung und gehst mit ihm im Schlepptau wieder in sein Zimmer. Dort setzt sich Shiwon mit noch immer schmerzverzerrtem Gesicht auf seinen Stuhl. Vorsichtig fragst du:„Was war das für ein Raum?“ Fast schon gereizt antwortet Shiwon:„Das war nichts. Meine Mutter spielt nur gerne Instrumente, das ist alles.“ Etwas verwirrt schweigst du nun. Warum reagiert er so gereizt. Verbirgt er etwas vor mir und direkt darauf habe ich ihn angesprochen? Keine Ahnung, aber ich denke Shiwon wünscht meine Anwesenheit nicht länger. Also sagst du schnell:„Oh, schon so spät? Matthias meinte, das ich gegen die Uhrzeit wieder zuhause sein solle. Wir sehen uns, ciao!“ Schnell verschwindest du aus seinem Haus und gehst in dein eigenes. Du gehst in dein Zimmer und überlegst, warum Shiwon wohl so gereizt war. Da es dir schon immer Spaß gemacht hat, seltsame Theorien aufzustellen, machst du es auch dieses Mal. Du schnappst dir einen Zettel und einen Stift und fängst an, alles was du über Shiwon weißt, klar zu gliedern. Also sein Name ist Shiwon. Sein Vater ist Arzt und diesen Beruf will er auch erlernen. Er benimmt sich manchmal etwas komisch und hat nicht sehr viele Freunde, was daran liegen mag, dass er sich nur wenig Leuten öffnet. Er ist der einzige, der von der Entführung weiß, kennt sich mit Computern aus und er hört gerne Musik von Shix. Shix. Warte mal. Shix ist 16 Jahre alt, also genauso alt, wie wir auch, zeigt sein Gesicht nie und generell ist nur wenig über ihn bekannt. HALT STOPP! Shix - Shiwon. Das ist fast ein und dasselbe Wort. Shix könnte eine Kurzform von Shiwon sein. Ist Shiwon etwa Shix?
    Mal angenommen er ist es... Shiwon hat keine Freunde, beziehungsweise nur sehr wenig, weil er seine Identität als Shix geheimhalten muss. Er hat lange Zeit in der Schule gefehlt. Aber nicht, weil er im Krankenhaus lag, sondern weil er auf Tour war. Ich musste damals auf seinen Hund aufpassen, weil er zu einer spontanen Probe musste. Er hört die Musik von Shix nicht, er macht sie. Das Ganze macht er unten im Keller, deswegen war ich auch noch nie dort und deswegen hat er auch so gereizt reagiert!
    Alles klar, meine Theorien sind normalerweise immer der letzte Müll und das kann sogar ein Blinder erkennen, aber dieses Mal macht das wirklich einen Sinn! OMG! Ich muss unbedingt googeln, wann Shix auf Tour war. Und es gibt bestimmt solche Angaben wie groß er ist und so.
    Aufgeregt tippst du auf deiner Tastatur herum. Die Daten würden passen und auch die Beschreibungen von Shix passen genau zu Shiwon.
    DAS GLAUBE ICH NICHT. SHIWON IST SHIX!

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    Fassungslos starrst du auf den Zettel mit all den Zusammenhängen vor dir. Sollte Shiwon wirklich Shix sein, dann wär das einfach nur unglaublich. Shiwon interessiert sich für Medizin, hat kaum Freunde, ist eher uncool, sagt so gut wie nie etwas und schien nie auch nur Interesse an Musik zu zeigen. Shix scheint das komplette Gegenteil zu sein. Er ist äußerst musikalisch, offen und cool, hat total viele Fans und sieht nicht so aus, als hätte er solche spezifischen Hobbies. Alles klar, das ist unglaublich. Ich muss unbedingt herausfinden, ob Shiwon wirklich Shix ist. Aber er wird mir garantiert nicht die Wahrheit sagen, würde ich ihn einfach darauf ansprechen. Kurz überlegst du, wie du es herausfinden kannst und beschließt kurzerhand, ihn das nächste Mal zu verfolgen, wenn er wieder so seltsam das Haus verlässt. Doch vorerst wird es wohl nicht dazu kommen, also schaust du ein bisschen auf den sozialen Medien herum. Du schaust auf Twitter und siehst auf einmal einen Beitrag von Jimin. Ein Foto von ihm, wo man am Rand blonde, lange Haare sieht - Marry. Darunter steht:„Unterwegs mit der Besten<3“. Es brodelt in dir und am liebsten würdest du dein Handy in der Mitte durchbrechen. Du atmest tief ein und aus, um dich zu beruhigen. Da Jimins Beiträge dir nicht gerade dabei weiterhelfen, schließt du die Seite. Du schaust auf die Uhr - 19:00 Uhr. Um noch nach draußen zu gehen ist es zu dunkel, weshalb du beschließt etwas zu kochen. Matthias und Sora sind beide nicht da und kommen erst in der Nacht wieder. Du wirfst ein Ei und ein Würstchen in die Pfanne. Typisch Deutsch... Du verfeinerst deine „edle Speise“ noch mit etwas Pfeffer und Salz. Plötzlich klingelt es an der Tür. Verwundert gehst du darauf zu. Vor der Tür steht zu deiner Verwunderung Hoseok mit einer Tüte in der Hand. Gemeinsam mit Yoongi. Verwirrt guckst du die beiden an und dein Cousin meint:„Hi, Greta. Können wir heute hier pennen?“ Du sagst natürlich verwirrt zu und die beiden Jungs kommen mit in dein Zimmer. Oben angekommen fragst du verwundert:„Ich lasse euch wirklich gerne hier schlafen, aber warum wollt ihr hier noch einmal nächtigen?“ Schlecht gelaunt erzählt Yoongi:„Man hat das Gefühl, Jimin sei schwanger. Der Kerl hat total Stimmungsschwankungen!“ Du hebst verwirrt die Augenbraue und Hoseok erklärt:„Wir hatten eine Auseinandersetzung mit Jimin. Ich weiß zwar auch nicht genau, was der jetzt von uns wollte, aber irgendwie meinte er, dass Marry bei uns übernachte. Soweit spricht da ja nichts gegen, aber dann wollte er irgendwie, dass wir Zimmer tauschen, weil er ein Einzelzimmer hat und lieber mit Marry gemeinsam in einem Zimmer schlafen wollte. Da niemand sein Zimmer verlassen wollte, haben wir gesagt, kann Marry doch auch auf einer Matratze schlafen. Dann wurde Jimin wütend und meinte wir seien alle faule Säcke, was ja vielleicht sogar stimmen mag. Das ist ja an sich auch nicht schlimm, aber als Marry dann da war, hat sie eigentlich nur Ärger gemacht. Jetzt kommst nämlich du ins Spiel.“ „Ich?“, fragst du nun vollkommen verwirrt. Die Antwort ist:„Ja, Marry hat angefangen, schlecht von dir zu reden und wollte, dass Jimin und sie nichts mit dir zu tun haben müssen. Sie hat dich beleidigt und wir haben dich verteidigt. Wir alle, abgesehen von Jimin. Als Marry und Jin gerade in so nem richtigen Wortkampf waren, meinte Jimin auf einmal, sie habe recht und wir sollen sie in Ruhe lassen. Da kam ich dann wieder dazu und Jimin ist richtig ausgerastet, als ich ihn zur Seite gezogen habe und erklärt habe, dass Marry keinen guten Einfluss auf ihn habe.“ Yoongi ergänzt:„Der ist richtig in die Luft gegangen! Das ist eigentlich mega untypisch für ihn. Er hat angefangen uns alle anzuschreien und zu beleidigen.“ Etwas schockiert schüttelst du den Kopf. „Tja, Marry scheint wirklich keinen guten Einfluss auf ihn zu haben. Das kann ich mir wirklich nicht bei ihm vorstellen“, erwiderst du nur noch. Bei dieser Aussage hört es sich so an, als sei es dir eigentlich ziemlich egal, was passiert ist und als würde es dich nicht im geringsten jucken, aber in Wahrheit zerbricht dein Herz gerade. Hat Jimin mich mittlerweile schon als Hassobjekt angesehen? Wenn er mich so beleidigt und dafür sogar den Frieden und die Freundschaft zwischen seinen Jungs und sich aufs Spiel setzt? Ich verstehe das nicht. Warum ist er so? Ist es Trauer und Wut auf mich und er will es einfach nur rauslassen oder ist er einfach derbe unfreundlich geworden? Zurück in der Realität holst du zwei Matratzen für deine Besucher. Du fragst sie, ob es in Ordnung für sie sei, auf dem Boden zu schlafen oder, ob sie sich das Bett teilen wollen und du dann auf dem Boden schläfst. Dein Vorschlag wird jedoch abgelehnt und die Jungs schlafen auf dem Boden. Ihr esst noch einmal alle zusammen. Für Hoseok und Yoongi bereitest du die selbe Speise, wie für dich, vor. Es scheint den beiden sehr zu schmecken, denn sie verlangen sogar noch mehr. Du musst lachen, denn für dich ist es das so ziemlich normalste Essen der Welt. Nach dem Essen schaut ihr noch zusammen einen Film und putzt dann die Zähne. Mittlerweile ist es 23:30 Uhr und ihr liegt schon alle auf euren Positionen. Morgen ist zwar keine Schule, aber Yoongi ist schon müde und ihr wollt morgen nicht noch mittags im Bett liegen. Ihr redet im Dunkeln noch ein wenig miteinander und schlaft letztlich ein.
    Am nächsten Morgen werdet ihr dadurch geweckt, dass Hoseoks Handy klingelt. Verschlafen nimmt er ab. Es ist Namjoon, der wissen will, wo die beiden abgeblieben sind. Da der Ton auf laut gestellt ist, könnt ihr alles mithören. Namjoon klingt sehr gestresst und erzählt, dass der restliche Abend auch noch sehr unangenehm war mit Jimin. Tae soll deswegen auch zu Yuna geflohen sein. Jin hat sich wohl in den Keller verpieselt, da er von dort aus nichts von dem Stress hören konnte. Nur Namjoon und Kookie mussten den Stress mitbekommen. Bei dem Gedanken, dass alle geflohen sind, musst du ein wenig schmunzeln. Zudem erzählt der Anführer der Band, dass Marry in 2 Stunden wieder mit Jimin fahren will. Das wiederrum ist sehr praktisch für alle, die geflohen sind. Außerdem lädt Namjoon dich ein, für ein paar Stunden noch zu ihnen zu kommen, sobald das Paar weg ist. Nun legt Namjoon auf und ihr frühstückt. Nach dem Frühstück lauft ihr noch ein wenig durch den Park. Dabei kommen viele Fans vorbei, die Autogramme und Selfies mit deiner Begleitung wollen. Diese Bitte können Yoongi und Hoseok nicht verweigern. Nach etwa einer Stunde könnt ihr ungestört von den Fans wieder zur Villa. Dort triffst du auf einen gestressten Jin, der gerade in dem Moment besonders wie eine Mutter wirkt. Kookie schaut die Nachrichten zusammen mit Namjoon und Tae ist noch nicht wieder da. Während Tae noch nicht wieder zurück ist, guckt ihr einfach alle Fernsehen. Doch schon nach etwa einer halben Stunde ist auch Tae wieder da, ihr singt Karaoke und esst Süßigkeiten. Ihr lacht viel und du machst einen relativ schnellen Rap mit Jin. Einfach nur, damit die anderen lachen können. Jin ist tatsächlich nicht so gut darin, wobei du sogar gelobt wirst, dass es doch gar nicht mal so schlecht sei. Hoseok und Yoongi singen dem entsprechend eine Ballade. Der Rest singt und rappt natürlich auch. Als Namjoon mit rappen dran ist, fängt Tae an, wie wild zu tanzen und du machst natürlich mit. Eure Tänze sind eher albern und verrückt als gut, aber dennoch unterhaltsam. Bei eurem Tanz fliegt Tae hin und Jin stolpert über ihn. Zum Glück haben sich beide nichts getan. Doch der Anblick des Gesamtbildes war göttlich. Tae fliegt hin, Jin stolpert über ihn, Namjoon, der am Singen war, fängt an zu lachen, verschluckt sich dabei und kann nicht mehr aufhören zu husten. Yoongi hat gerade etwas getrunken und spuckt alles über Kookie aus, weil er lachen muss. Hoseok hat einen Lachanfall und du willst den beiden raufhelfen, bist aber vor lauter Lachen zu schwach dafür und Jin zieht dich dadurch mit runter. Einige Momente verharrt ihr so dort und könnt nicht aufhören zu lachen. Schließlich könnt ihr euch wieder fassen und geht in den Swimmingpool, der in der Villa ist. Zwar hast du keinen Bikini dabei, aber die Jungs haben sogar noch einen da. Der ist zwar etwas knapp, aber er geht noch. Auch beim Schwimmen habt ihr viel Spaß. Letzten Endes zieht ihr euch wieder an und guckt noch einen Film. Da ihr ein wenig die Zeit vergessen habt, kommen mitten im Film plötzlich Jimin und Marry wieder. Als du das Schloss klicken hörst, drehst du dich schon um und blickst direkt in die, dir verhasste Visage von Marry. Abwertend schaust du sie an und genauso blickt sie zurück. Jimin ignoriert dich einfach. Das Paar geht weg, in das Zimmer von Jimin. Vom Wohnzimmer aus kannst du Jimin und Marry laut lachen hören. Innerlich platzt du gerade. Was für eine blöde Kuh! Sobald der Film zu Ende ist, gehst du wieder nach hause. Du stehst gerade etwa 20 Meter von deiner Haustür entfernt, da siehst du, wie die Tür von Shiwons Haus aufgeht. Ruckartig versteckst du dich hinter einem, dir nahestehendem Baum und beobachtest von da aus, wer aus dem Haus kommt. Es ist Shiwon! Mit nervösem Blick guckt er erst nach links, dann nach rechts und geht nun schnellen Schrittes weg. Auf seinem Rücken ist mal wieder ein Rucksack und es ist auffällig, dass er ganz in schwarz gekleidet ist. Schnell und unauffällig folgst du deinem Nachbar. Du läufst seit etwa 20 Minuten hinter ihm her, da biegt er um eine Ecke und ist plötzlich verschwunden. Verwundert bleibst du stehen. Wo ist er? Jetzt siehst du ihn wieder, durch ein Fenster von einem Haus. Du gehst einige Schritte zurück, um besser in das Gebäude schauen zu können. Jetzt siehst du ihn gut. Er steht in einem Raum, einem Mann gegenüber. Auf einmal holt er seinen Nachbar, holt einige Zettel heraus und gibt sie dem Mann. Zudem holt er etwas Schwarzes heraus. Die Maske! Er ist also wirklich Shix! Jetzt gehst du schnell wieder zurück zu deinem Haus, bevor er dich entdeckt. Sora und Matthias sind mittlerweile wieder da. Du isst mit ihnen zu Abend und gehst dann auf den Dachboden, um die Matratzen zurückzubringen. Auf einmal kommt Matthias zu dir hoch und fragt etwas bedrückt wirkend auf Deutsch:„Hey, wie geht's dir?“ Du antwortest mit einem knappen „gut“. Jetzt fängt Matthias an, richtig zu reden:„Naja, ich wollte nur sagen, dass es mir leid tut.“ Verwundert schaust du ihn an. „Eigentlich tut mir alles leid, was ich dir angetan habe, aber dennoch gilt unsere Abmachung. Ich denke nur, dass ich vielleicht etwas zu hart mit dir war. Du weißt schon, wegen Jimin. Ich habe ja gemerkt, dass du seitdem sehr verschlossen und unglücklich bist. Wahrscheinlich hätte ich einfach mit dir sprechen sollen. Hätte dir die Beziehung nicht verbieten sollen, sondern einfach nur besprechen, wie was zu laufen hat. Dann wäre ich dir ein besserer Vater gewesen. Ich hätte auch einfach sagen können, dass es nur nicht öffentlich gemacht werden soll und so. Ich habe einen Fehler gemacht, das sehe ich ein.“ Leise murmelst du:„Ja, nicht nur einen.“ Dein Vater scheint das gehört zu haben, denn er seufzt laut auf. Schließlich sagt er etwas, was deine Meinung zu ihm verändert:„(D/n), ich erlaube dir, die Beziehung mit ihm zu erhalten. Wenn es das ist, was du wirklich willst und es dich glücklich macht, dann soll es so sein. Sag ihm, dass dein Vater, bzw. dein Onkel, nicht begeistert war und es dir verboten hat, einen Freund zu haben. Aber jetzt hat er es sich anders überlegt und seinen Fehler eingesehen. Sag ihm, dass du ihn liebst!“ Ungläubig starrst du ihn an. Hat er das gerade wirklich gesagt? Du fällst deinem Vater in die Arme und fragst verwundert:„Warum hat sich deine Sichtweise auf einmal geändert?“ Matthias erklärt:„Du bist meine Tochter und ich habe dich lieb. Ich möchte, dass du glücklich bist und mich nicht nur als deinen Entführer siehst. Weißt du? Es ist sehr schwer für einen Vater, das Kind leiden zu sehen. Selbst dann, wenn man es erst seit einigen Monaten kennt. Ich möchte einfach nur, dass du glücklich bist. Also tu, was du für nötig hältst und sag ihm, dass du ihn nach wie vor liebst!“

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    Noch immer total begeistert starrst du Matthias an. Dieser steht noch immer schwach lächelnd da und lässt dich schließlich alleine auf dem Dachboden zurück. Ist das die Realität? Darf ich Jimin endlich wieder bedingungslos lieben? Das muss ein Traum sein! Nein, das ist es nicht. Aber warte mal. Er hat jetzt ja Marry als Freundin. Will er mich dann überhaupt noch zurück? Was, wenn er Marry wirklich liebt und nicht nur, um dem Schmerz von unserer Trennung aus dem Weg zu gehen? Was, wenn er mich gar nicht mehr liebt? Es gibt nur einen Weg das herauszufinden. Ich muss Jimin schreiben, denn sonst würde er mich ignorieren. Aber das werde ich morgen tun, heute ist es schon zu spät dafür.
    Der nächste Morgen bricht an und du wachst verhältnismäßig früh auf. Du bist so aufgeregt, Jimin zu schreiben, dass du gar nicht mehr schlafen konntest. Aufgeregt und gleichzeitig etwas ängstlich nimmst du dein Handy in die Hand. Du drückst auf Jimins Kontakt und tippst langsam die Wörter ein. Hallo Jimin, ich weiß, dass du momentan wahrscheinlich nichts von mir hören willst. Ich habe mich von dir getrennt und dir keinen triftigen Grund dafür genannt. Damit habe ich eventuell deine Gefühle verletzt und das tut mir unendlich leid. Mittlerweile habe ich meinen Fehler, nicht ehrlich zu dir zu sein, eingesehen. Das Geschehene tut mir wirklich leid und darum möchte ich mich mit dir treffen und das Geschehene wieder gutmachen, indem ich dir alles erkläre. Ich hoffe du verzeihst mir dann und wir können uns wieder gut verstehen.
    Liebe Grüße, Greta

    Unsicher schickst du die Nachricht ab und atmest einmal schwer auf, als die Nachricht bei ihm angekommen ist. Du legst das Handy weg und wartest gespannt. Vorerst keine Nachricht. Ich hoffe, er verzeiht mir und liebt mich noch. Denn ich liebe ihn noch und ich habe das Gefühl, dass diese Liebe niemals enden wird. Noch einige Ewigkeiten sitzt du einfach nur dort und wartest, jedoch hat er die Nachricht noch nicht einmal gelesen. Da das Warten dir zu stressig wird, gehst du nach unten und frühstückst. Sora fährt gerade zur Arbeit und Matthias sitzt in seinem Arbeitszimmer. Du sitzt dort am Küchentisch und kaust gelangweilt auf deinem Brot herum, das Handy neben dir liegend. Plötzlich vibriert dein Handy kurz und du hättest dich fast verschluckt. Hastig öffnedt du die Nachrichten. Tatsächlich hat Jimin dir zurückgeschrieben. Hallo, Greta. Es tut mir leid, aber ich liebe dich nicht mehr und benötige demnach auch keine Antworten mehr. Meine Liebe gilt nur Marry. Ehrlich gesagt ist es glaube ich sogar besser, wenn wir uns aus dem Weg gehen. Ich glaube nicht, dass es für Marry und mich fördernd wäre, wenn wir noch befreundet sind. Wir sollten uns besser aus dem Weg gehen. Es ist besser so für uns beide. Du kannst gerne noch etwas mit den anderen Jungs machen, aber unsere freundschaftliche Beziehung ist nicht weiter existent. Wir sind nur noch Bekannte, mehr nicht. Entsetzt lässt du dein Handy fallen. Enttäuschung und Trauer machen sich in dir breit. Jimin will wirklich nichts mehr mit mir zu tun haben. Aber wirklich so gar nichts. Nichts - niente. Nichtmal mehr befreundet will er mit mir sein. Ist das etwa wirklich sein Bedürfnis? Seine Meinung zu mir? Oder hat Marry da ihre Finger im Spiel? Ich fasse es einfach nicht. Die Tränen schießen in deine Augen und fließen langsam deine Wange herunter. Du machst dir gar nicht erst die Mühe, sie wegzuwischen. Reglos sitzt du da und starrst mit glasigen Augen in die Ferne. Du bist alleine in der kleinen Küche und machst einfach nichts. Schließlich wird es dir zu doof, einfach nur rumzusitzen. Also schnappst du dir deine Jacke, setzt deine Kopfhörer auf, verlässt das Zimmer und gehst nach draußen. Schnellen Schrittes gehst du in den Wald. Der Schnee schmilzt so langsam wieder und von den vereisten Ästen tropfen Wassertropfen runter. Fassungslos fängst du an zu rennen. Einfach den Weg, der die schon so vertraut ist. Du rempelst aus Versehen eine Joggerin an. Du bekommst es noch nicht einmal mit, so verwirrt bist du. Du rennst immer weiter und bleibst schließlich auf einer Lichtung stehen. Das ist der Ort, wo Jimin dich das erste Mal singen gehört hat. Die Erinnerungen schwappen über und du kannst nicht anders, als laut zu weinen. Immer wieder wimmerst du vor dich hin:„Das kann doch nicht dein Ernst sein, Jimin. Ich habe dich vor meinem Vater beschützen wollen, habe meine Gefühle über dein Leben gestellt und das ist der Dank dafür? Wie kannst du nur?“ Auf einmal spürst du eine Hand auf deinem Rücken. Schnell drehst du dich um. Zu deiner Überraschung steht dort dein Vater, Matthias. Mit sanfter Stimme sagt er:„Er hat geantwortet, oder? Du brauchst nicht traurig sein. Jungs können manchmal ziemliche Ar*, ich meine Mistkerle, sein. Das andere Wort wollte ich jetzt nicht sagen. Ich habe die selbe Erfahrung nur beim anderen Geschlecht durchmachen müssen. Deine Mutter hat mich auch sitzen lassen. So ist das manchmal in der Liebe. Aber glaub mir, das geht vorbei. Irgendwann wirst du einen netten, jungen Mann treffen, der dich über alles liebt umd mit ihm wirst du dein ganzes Leben verbringen können.“ Dein Vater lächelt dich verständnisvoll an und du umarmst ihn mit Tränen in den Augen. Verwundert fragst du nach einiger Zeit:„Woher wusstest du überhaupt, dass ich hier bin?“ Schmunzelnd antwortet dein Vater:„Ich habe dich weinend aus dem Haus rennen sehen. Da ich weiß, dass du gerne in diesem Wald bist, bin ich hier hergekommen. Ich brauchte nur noch eine Joggerin fragen und schon habe ich dich gefunden. Aber nun komm, wir gehen nach hause.“ Schluchzend folgst du deinem, plötzlich verständnisvollem Vater nach hause.

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    Mit verheultem Gesicht sitzt du auf deinem Bett und hältst den riesigen Teddybär von Jimin in den Armen. Bewegungslos starrst du in die Leere. Plötzlich klopft es an deiner Tür und Matthias kommt rein. Besorgt setzt er sich neben dich, reicht dir ein Buch und meint:„Du brauchst nicht weinen. Wenn er dich so behandelt, dann ist er es nicht wert.“ Es ist zwei Tage her, dass Jimin dich abgewiesen hat und dein Vater dich aus dem Wald holen musste. Du bist jedoch noch immer nicht von der Nachricht erholt und versuchst krampfhaft, deine Trauer zu verbergen und Jimins Nachricht zu verarbeiten. Dein Vater hat in letzter Zeit oft versucht, dich zu trösten, während Sora auf Geschäftsreise ist. Du bekommst es immer noch nicht hin, dich deinem Vater zu öffnen. Wie denn auch? Schließlich hat er dich entführt. Und dennoch bist du ihm unfassbar dankbar, dass er für dich da ist. Verständnisvoll streichelt dein Vater über deinen Rücken, deutet erneut auf das Buch und flüstert:„Hier, schau dir das an. Lange Zeit konnte ich nicht in dieses Buch schauen, weil die Trauer mich dann immer wieder überwältigte. Jetzt ist es nicht mehr so, weil ich weiß, dass ich endlich den Menschen gefunden habe, den ich liebe. Sora.“ Dann geht Matthias wieder weg und du betrachtest das Buch genauer. Es ist das Buch von deiner Mutter an Matthias, das du schonmal angeguckt hast. Es ist das Buch, durch das du weißt, dass Matthias dein Vater ist. Ein plötzlicher Anflug von Wut überkommt dich und du schmeißt das Buch gegen die Wand. Wieder musst du stark anfangen, zu weinen. Jetzt fällt dein Blick auf das Fotoalbum, welches Jimin dir zu Weihnachten geschenkt hat. Traurig schlägst du die Seiten auf und erblickst die unzähligen Fotos von euch. Das Foto von euch im Horrorhaus, als er dich in das Wasserbecken geschmissen hat, wie ihr zusammen singt, tanzt, alles. Wie ihr alles zusammen macht. Laut atmest du auf und schließt die Seiten des Buchs wieder. Du legst es sorgfältig auf dein kleines Bücherregal zurück.
    Traurig schaust du auf den Schnee auf deinem Balkon. Er beginnt zu schmelzen. Alles hat sein Ende. Erst ist es wunderschön und jeder freut sich, doch dann geht es zu Ende und es erfreut einen nicht mehr. So ist es bei dem Schnee auch er schmilzt dahin, so wie die Liebe zwischen Jimin und mir. Es klopft an der Tür und Matthias murmelt:„Einer deiner Kumpels ist hier!“ Du drehst dich um und blickst in das lächelnde Gesicht von Hoseok. Er kommt auf dich zu und umarmt dich fürsorglich. Dir kullert erneut eine Träne runter. Hoseok sagt leise:„Ich weiß, Greta, dass du ihn noch liebst. Und ebenso weiß ich, dass Jimin dumm ist und dich nicht zurück will. Ich habe deine Nachricht auf Jimins Handy gesehen. Du musst nicht weinen.“ Du löst dich aus der wohltuenden Umarmung und flüsterst:„Ich habe das alles nie gewollt. Ich habe nie aufgehört, ihn zu lieben. Das weißt du ja auch schon. Aber ich weiß nicht, ob es sich lohnt, am Leben zu bleiben, wenn das Leben momentan sowieso keinen Spaß macht.“ Nun schaut Hoseok dich etwas böse an und meint:„Was soll das? So darfst du nicht denken. Natürlich macht das Leben noch einen Sinn. Selbst dann, wenn Jimin dich abweist. In der Hinsicht ist Jimin ein Idiot. Mit Sicherheit wird er bald wieder zu Besinnung kommen. Und selbst dann, wenn es nicht so kommen sollte, irgendwann wirst du sowieso jemanden treffen, den du über alles liebst und er wird dich ebenso lieben. Du bist nett, hübsch, klug und hast sie wunderschönste Persönlichkeit auf der ganzen Welt. Es wird kein Problem für dich sein, jemanden zu finden. Jimin hat, glaube ich, keine Augen im Kopf. Mach dir wirklich keine Sorgen, das richtet sich wohl wieder. Aber bitte versprich mir, dass du niemals über das nachdenkst, was du gerade gesagt hast. Ja?“ Du nickst wortlos und fällst deinem Cousin wieder in die Arme. Nun erzählt er:„Jin, Yoongi und ich sind heute zusammen unterwegs. Willst du mitkommen? Wir laufen einfach ein wenig herum und gehen wahrscheinlich noch zusammen essen, oder so.“ Du nickst schwach:„Gerne, ich muss nur Matthias fragen.“ Du fragst Matthias und dieser willigt natürlich ein. Also fahrt ihr kurzerhand los, in die Stadt und lauft dort einfach ein wenig herum, geht in die seltsamsten Läden, probiert verrückte Klamotten an, geht essen und habt insgesamt sehr viel Spaß. Die Sorgen und Trauer wegen Jimin sind wie weggeblasen. Als der Tag vorbei ist, seid ihr noch ein wenig in der Villa. Die anderen Jungs sind alle weg. Jimin ist natürlich mal wieder mit Marry unterwegs. Du bist zwar ein wenig eifersüchtig, lässt dich davon aber nicht stören. Du singst mit Hoseok, Yoongi und Jin Karaoke, als die Tür aufgeht und Tae reinkommt. Er war bei Yuna und singt nun auch mit. Der Rest der Jungs kommt erst spät wieder, nachdem du schon weg bist. Zuhause angekommen, sitzt du in deinem Zimmer und telefonierst mit Yuna. Sie erzählt:„Tae war heute bei mir und wir haben zusammen auf Mino aufgepasst. Tae kann so gut mit Kindern umgehen, das war einfach nur mega süß. Wie ist es so mit Jimin?“ Du antwortest nicht und Yuna sagt nur mit düsterer Stimme:„Ich habe es schon gehört. Du hast dich von ihm getrennt, er hat ne Neue und jetzt willst du es ihm erklären. Kannst du es mir erklären?“ Du erklärst schnell:„Naja, Matthias war nicht gerade begeistert, als er es herausgefunden hat. Da hat er mir die Beziehung zu ihm verboten und hat behaupet, er würde die Beziehung selbst beenden, wenn ich es nicht täte. Also musste ich es tun. Mittlerweile hat mein Onkel es aber eingesehen und hat mir die Beziehung zu ihm erlaubt. Das Problem ist jetzt nur, dass er nichts mehr mit mir zu tun haben will. Du, weißt du, ich will auch gar nicht so viel darüber reden. Ich muss jetzt sowieso auflegen. Also, mach's gut!“ Jetzt legst du auf. Ich habe nicht die Nerven dazu, mir auch noch die Ratschläge von Yuna anzuhören. Es ist ja wirklich lieb von ihr, aber nein. Ich verkrafte das nicht. Zufälligerweise schaust du aus dem Fenster und siehst Shiwon gerade im Garten stehen. Du gehst schnell nach draußen und sprichst ihn an:„Hey Shiwon, wie geht es dir?“ Erschrocken guckt er dich an. „Oh, gut. Tut mir leid, ich habe mich nur ein wenig erschrocken.“ Du erwiderst:„Alles gut. Du sag mal, hat deine Mutter eigentlich auch Musik veröffentlicht?“ Shiwon geht einen Schritt rückwärts, als wäre ihm das Gespräch unangenehm. Du trittst etwas näher auf ihn zu, als er nicht antwortet und flüsterst:„Alles gut, ich weiß es eh schon. Du brauchst es mir nicht zu verheimlichen. Ich weiß, dass du Shix bist.“ Ertappt glotzt dein Nachbar dich ungläubig an und stottert:„Wie?“ Du lachst etwas und erklärst ihm, wie du es herausgefunden hast. Shiwon nickt gedankenverloren und meint nur noch:„Ach ja. Jeder hat seine Geheimnisse. Ein Geheimnis ist größer, als das andere und unsere sind eben beide überwältigend. Aber du erzählst es niemandem weiter, nicht?“ Du schüttelst kurz mit dem Kopf und Shiwon redet weiter:„Ich war ziemlich überrascht, als BTS mich mit dir vom Platz gefegt hat. Ich musste in letzter Zeit hart arbeiten, um neue Songs zu produzieren, aber keiner ist so gut, dass ich sagen könnte: Wow, damit werde ich sie garantiert vom Thron schmeißen. Ach ja, wie läuft es eigentlich so mit den Jungs? Sind noch mehr Songs mit dir eingeplant?“ Du schüttelst den Kopf:„Nein, ich habe momentan ein paar kleine Problemchen mit Jimin. Deswegen bin ich in letzter Zeit nicht allzu oft da.“ Shiwon meint:„Jimin scheint jetzt eine Freundin zu haben, nicht? Ich habe in den sozialen Medien viele Beiträge von ihm gesehen, wo er mit seiner Freundin prahlt. Sie ist sehr hübsch, nicht?“ In dir brodelt es gewaltig und du ignorierst die Frage einfach. Schließlich sagst du:„Es war schön, mit dir zu sprechen, aber ich muss jetzt auch wieder ins Haus. Bis dann.“ Dein Nachbar winkt dir noch hinterher und du trottest wütend in dein Zimmer. Du schaust kurz auf dein Handy und siehst auf einmal, dass dir ein Video vorgeschlagen wird. Der Titel lautet „Jimins Freundin?“. Du öffnest das Video, mit dem Wissen, dass es dabei um Marry geht.
    Jimin von der Band BTS hat eine Freundin? Auf vielen Twitter Beiträgen sieht man das halbe Gesicht von seiner weiblichen Bekanntschaft. Schon viele Fans haben vermutet, dass es sich bei der Schönheit um die Freundin von Jimin handelt. Viele andere Fans waren jedoch nach wie vor der Meinung, dass (d/n), das Mädchen, dass drei neue Songs mit der Group aufgenommen hat, seine Freundin sei. Jetzt haben wir endlich das Geheimnis in einem Interview gelüftet.
    Interviewer: Viele Fans vermuten, dass Sie eine Freundin haben. Stimmt das?
    Jimin: Ja, das ist wahr. Sie ist einfach der beste Mensch auf der ganzen Welt und ich liebe sie über alles. Ihr Name ist Marry.
    Interviewer: Achso, es handelt sich also um das Mädchen auf den Fotos? Viele Armys hatten vermutet, dass Sie eine Beziehung zu (d/n) haben.
    Jimin: Nein, definitiv nicht. Sie ist nicht mein Typ. Sie ist etwas hochnäsig und liebt mich nicht von ganzem Herzen. Deswegen ist sie keine Option für mich. Meine Liebe gilt Marry.

    Somit steht es also fest. (D/n) scheint Jimin nicht sympatisch zu sein. Zumindest hat er ja nicht gerade gut von ihr gesprochen. Doch er sagte, sie liebe ihn nicht von ganzem Herzen. Lief da also vielleicht doch mal etwas? Wer weiß, viele vermuten es. Einige Fans sind jedoch nicht glücklich über Jimins Beziehung, was an verschiedenen Sachen liegen mag. Eigene Eifersucht, fehlende Sympathie oder auch die Ships zwischen Jimin und (d/n). Naja, wir freuen uns für das junge Paar und hoffen, dass ihnen nichts dazwischen funkt.

    Ungläubig legst du dein Handy weg. Hat er wirklich so über mich gesprochen? Das sehe ich nicht ein. Ich habe ihm nichts getan und jetzt beleidigt er mich in der Öffentlichkeit? Ich glaub, mein Schwein pfeift. Naja, was soll ich machen? Mit Tränen in den Augen legst du dich hin und fängst an, zu schlafen.

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    Die nächsten Tage sind nicht einfach für dich. Als du bei den Jungs von BTS bist, wirst du durchgängig von Jimin ignoriert. Nicht einmal „Hallo“ sagt er. Marry versucht andauernd, dich fertig zu machen, indem sie dich beleidigt und über dich lästert. Du lässt das zwar augenscheinlich an dir abklingen, aber tief im Inneren zerbricht es dir das Herz. Yuna will dich immer wieder auf Jimin ansprechen und die Schule ist auch stressig. In der Woche schreibt ihr 3 Arbeiten. Matthias kann sich zwar benehmen, ist aber meistens nicht da. Genauso wie Sora auch. Als die anstrengende Schulwoche vorbei ist, wird es eigentlich nicht besser. Dann musst du dir nämlich noch mehr von Marry anhören. Besonders Hoseok unterstützt dich dann sehr. Heute ist Samstag und du gehst gerade im Wald spazieren. Dir wird alles ein wenig viel und die Albträume plagen dich. Du vermisst deine echte Familie mehr als jemals zuvor und Jimin vermisst du ebenso. Du hast noch niemals jemanden so sehr geliebt wie Jimin. Du kommst einfach nicht um die Trauer herum. Deshalb willst du versuchen, diese Trauer durch einen Spaziergang auszublenden. Im Wald triffst du Shiwon, der ebenfalls dort unterwegs war. Aufgeregt erzählt er:„Ich gebe demnächst ein Konzert. Wenn du willst, dann kannst du meinetwegen auch vorbeikommen. Ob als Fan, oder als Sänger, ist mir egal. Hast du Lust?“ Du lächelst ihn an und meinst:„Ich werde Matthias fragen, ja?“ Du weißt, dass diese Anfrage eigentlich nicht von Shiwon, sondern von seinem Manager kommt. Wenn auch nicht direkt. Sein Manager hat ihm aufgetragen, etwas Spektakuläres mit einzubringen. Da wird er wohl an dich gedacht haben. Shiwon geht wieder weg und du bist erneut alleine. Der Schnee schmilzt und überall tropft Wasser von den Bäumen. Eigentlich ist das Wetter ekelhaft. Naja, bald kommt der Frühling und dann ist das Wetter wieder schön. Die Schneeglöckchen dringen schon an die Oberfläche. Du denkst über Shiwons Angebot nach und beschließt, dass du als Fan dabei sein willst. Heute bist du jedoch vorerst wieder bei den Jungs. Zu deinem Bedauern sind Jimin und Marry jedoch auch da. Jimin. Ich liebe ihn, aber mittlerweile verabscheue ich ihn sogar auf eine bestimmte Weise, einfach weil er sich benimmt wie der letzte Idiot. Und dennoch liebe ich ihn. Ich sollte mit ihm sprechen. Marry ist erst eine Stunde nach mir da, also habe ich dann noch Zeit. Nach deinem Spaziergang gehst du auch schon direkt zur Villa. Dort öffnet Yoongi dir die Tür. Du hast einen genauen Plan, wie du Jimin ansprechen willst, dafür musst du allerdings alleine mit ihm sein. Also tust du so, als müsstest du auf die Toilette, während du in Wahrheit zu Jimins Zimmer schleichst. Als du vor der Tür stehst, bist du erst wie versteinert, traust dich dann aber doch und klopfst. Aus dem Inneren des Raumes ertönt Jimins schöne Stimme und du betrittst den Raum vorsichtig. Als Jimin dich erblickt, schaut er dich geschockt an, wendet sich dann ab und fragt brummig:„Was willst du?“ Schwach erzählst du:„Ich muss mit dir sprechen.“ Plötzlich faucht Jimin dich an:„Ich will nicht mit dir reden.“ Du brüllst zurück:„Ich aber! Und ich werde jetzt mit dir sprechen, ob du willst, oder nicht. Ich will dieses Problem endlich aus der Welt schaffen. Also, du kannst mir zuhören, oder es lassen. Das ist mir vollkommen egal. Also, nur zum Protokoll, ich habe mich damals nur von dir getrennt, weil mein Onkel mir die Beziehung zu dir verboten hat und dir vorerst etwas antun wollte, hätte ich mich nicht von dir getrennt! Mittlerweile hat er seinen Fehler eingesehen und hat sein Verbot wieder aufgehoben! Falls es dich interessiert, ich habe nie aufgehört, dich zu lieben! Und ich respektiere deine Entscheidung, mir nicht zu verzeihen. Aber es geht mir unheimlich auf die Nerven, dass du mich jetzt überall schlecht darstellst und so tust, als wäre ich der letzte Volltrottel. Werd endlich erwachsen und benimm dich nicht wie ein Kleinkind! Im Gegensatz zu dir habe ich nämlich nichts Schlechtes über dich gesagt!“ Auf einmal dreht Jimin sich un und brüllt zurück:„Toll, das ist mir aber vollkommen egal! Also lass mich in Ruhe! Ich will nichts von dir! Ich liebe dich nicht und das werde ich auch niemlas wieder tun! Denn das, was du mir angetan hast, ist unverzeihbar und du bist verdammt noch einmal eine blöde Kuh! Also lass mich endlich in Ruhe und gehe aus meinem Leben, ich verstehe dich nicht! Geh einfach weg!“ Wütend und gleichzeitig unendlich traurig knallst du die Tür zu und gehst. Ich habe alles nur noch schlimmer gemacht. Immerhin weiß ich jetzt, dass er mich hasst. Doch den richtigen Grund kennt er immer noch nicht ganz genau. Soll mir auch egal sein. Er liebt mich sowieso nicht mehr und er wird mir auch niemals verzeihen!

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    Am nächsten Tag klingelt auf einmal jemand an der Tür. Du bist alleine zuhause, da Sora noch immer auf Geschäftsreise ist und Matthias arbeiten ist. Langsam trottest du im Schlafanzug zur Tür und öffnest sie. Zu deiner Überraschung steht dort Shiwon. Er lächelt dich schüchtern an und meint:„Hey, ich wollte fragen, ob du zu dem Konzert von mir kommst.“ Du antwortest:„Ja gerne, aber dann nur als Zuschauer, würde ich sagen.“ Shiwon nickt und erzählt weiter:„OK. Aber wenn du willst, kannst du wie gesagt auch gerne mit auf die Bühne kommen. Ach ja, mein Manager kommt gleich. Er will mit mir alles wegen den Songs und dem Konzert mit mir besprechen. Wenn du willst, kannst du ja mitkommen. Und glaub mir, der hält den Mund. Dem kann man praktisch alles anvertrauen, aber ich habe ihm noch nichts von dir erzählt.“ Innerlich denkst du dir:„Nein, ich will da nicht hin.“ Überlegst dann aber, dass es ja ganz interessant werden könnte und willigst schließlich ein. Shiwon erwidert nur mit einem Strahlen:„Super. Mein Anwalt kommt in einer Stunde. Dann kannst du auch vorbeikommen. Also, bis dann!“ Shiwon ist wieder verschwunden und du ziehst dich um und frühstückst. Nach einer Stunde gehst du rüber, zu deinem Nachbarn, und klingelst. Keine 10 Sekunden und die Tür ist geöffnet. Du folgst Shiwon in den Keller, wo ein Mann im Anzug sitzt. Als er dich erblickt steht er auf, gibt dir die Hand und begrüßt dich. Du lächelst nur und Shiwon meint:„Ich habe ihm gerade schon von dir erzählt.“ Augenblicklich fängt der Mann an, zu sprechen:„Hallo, ich bin der Manager von Shix, oder wie du ihn kennst, Shiwon. Er hat erzählt, du seist das Mädchen, dass bei BTS mitgesungen hat? Nun, meiner Meinung nach bist du sehr begabt und eine musikalische Karriere empfehle ich dir dringend. Du kannst entweder bei Shiwon auf dem Konzert mitsingen, kannst bei mir unter Vertrag genommen werden oder es lassen. Was meinst du?“ Etwas verlegen antwortest du:„Naja, ehrlich gesagt reicht mir meine bisherige musikalische Karriere schon, aber wenn Shiwon es gerne will, könnte ich wohl auf dem Konzert ein Lied mit ihm singen. Dann müsste ich aber auch erst meinen Onkel fragen.“ Der Manager nickt nachdenklich und schlägt vor:„Dann ruf deinen Onkel doch bitte einmal an.“ Wie gesagt, so getan. 5 Minuten später sprichst du mit Matthias. Dieser erlaubt dir, mitzusingen, aber so wie vorher, nur mit Maske. Shiwons Manager erklärt dann gleich weiter, dass er bereits eine Stimme für dich vorbereiten lassen hat. Er gibt dir einen Zettel, wo alle Noten und der Text drauf stehen und du probst es schonmal. Am Ende deines Singens applaudieren Shiwon und sein Manager. Sie beide loben dich und der Manager schlägt vor, dass ihr es mal zusammen singen sollt. So passiert es auch. Es gibt noch einiges auszubessern, aber es ist schon ganz gut. Nun schicken dich die beiden nach hause, zum Proben. Am Ende besprecht ihr noch, wann ihr euch trefft zum Proben. Abschließend gehst du wieder zurück in dein eigenes Haus und fängst schonmal an, zu üben.
    Nach etwa 2 Stunden Proben nimmst du dir eine Auszeit und legst dich ein wenig aufs Sofa. Jetzt klingelt das Telefon und du gehst ran. Yunas Stimme tönt aus dem Telefon:„Hi Greta. Tae und ich wollten heute ins Kino gehen. Hast du Lust irgendwie mit Hoseok oder so mitzukommen?“ Du antwortest:„Ja klar. Dann muss ich nur eben einen der Jungs fragen.“ Schon rufst du Hoseok an. Du fragst ihn, ob er Zeit hat. Jedoch hat er keine Zeit. Dafür aber Jin. Also gehst du mit ihm dort hin. Du berichtest Yuna davon und ihr macht einen Treffpunkt ab. Zu der besprochenen Zeit steht ihr nun alle vor dem Kino. Ihr bestellt euch Popcorn und Cola. Du teilst dir dein Popcorn mit Jin und Yuna ihres natürlich mit ihrem Liebsten. Nach dem Film geht ihr noch ein bisschen im Park umher. Ihr versteht euch gut und schließlich geht ihr alle wieder nach hause. Yuna muss ein Stück mit dir gehen und unterhält sich in der Zeit mit dir. Sie fragt:„Wie ist das jetzt eigentlich mit Jimin? Habt ihr euch wieder vertragen?“ Du antwortest ehrlich:„Nein, leider nicht. Ich wollte es ihm gestern noch erklären, aber da hat er mich nur angepfiffen, dass ich eine blöde Kuh sei. Der empfindet rein gar nichts mehr für mich.“ Während dir eine Träne entflieht, nimmt Yuna dich fürsorglich in den Arm und bemitleidet sich. Schließlich trennen sich jedoch eure Wege und du gehst in dein Zimmer. Matthias ist mittlerweile wieder da. Er hat Essen gemacht, das ihr nun zusammen verspeist. Nach dem Mahl gehst du in dein Zimmer und fängst an, das Buch zu lesen, welches du von Matthias und Sora zu Weihnachten bekommen hast. Es ist sehr spannend, handelt aber um eine wunderschöne Liebe, was dich nur an Jimin erinnert, also hörst du auf, zu lesen. Stattdessen probst du noch ein bisschen deinen Text für Shiwons Song. Als du fertig mit Proben bist, ist dir langweilig und du fängst an, irgendetwas zu singen. Plötzlich musst du dich wieder an Jimin erinnern, ebenso an deine Familie und an deine Entführung. Du musst weinen und überlegst kurz. Vielleicht komme ich besser um meine Sorgen und Trauer herum, wenn ich einfach mal alles in einem Song aufschreibe. Vielleicht kann ich es dann besser realisieren und verarbeiten. Schnell stehst du auf, gehst an deinen Schreibtisch und fängst an, alles aufzuschreiben. Von deinem glücklichen Leben in deinem Land, über die Entführung, hin zu dem Herausfinden über deinen echten Vater. Du schreibst, dass du alleine in deinem Albtraum gefangen bist und niemandem davon erzählen darfst. Zudem bringst du deine Konzerte mit BTS ins Spiel, dass du dein Gesicht verbergen musst. Ebenso schreibst du über die glückliche Liebe, zwischen Jimin und dir, wie sie kaputt ging und, dass er dich jetzt nicht mehr will, weil er eine neue Freundin hat und dir nicht verzeihen kann. Beim Schreiben entgleitet dir die ein oder andere Träne. Der Text spiegelt nicht nur den Inhalt deines Lebens, sondern auch deine Gefühle und Gedanken wieder. Du komponierst eine schöne, sanfte Melodie hinzu, die sich später jedoch immer mehr steigert zu einer wehleidigen, wunderschönen Ballade. Leise singst du deinen Song. Würdest ihn am Liebsten so laut singen, dass jeder er hören kann. Wehleidig schaust du aus dem Fenster. Denkst an all die Sorgen, die sich momentan plagen. An all das, was du so sehr vermisst. Deine Familie, die Beziehung zu Jimin, die Liebe von auch nur irgendjemandem. Du fühlst dich allein gelassen. Allein in einem Albtraum. In einem Leben voller Leid, Trauer und Herzschmerz. Du fühlst dich irgendwie leer. Als würdest du gar nicht mehr wirklich leben. Als wenn das Leben eine Illusion sei. Bewegungslos starrst du einfach nur aus dem Fenster, wünscht dir, einfach tot umzufallen. Nichts mehr spüren zu müssen. Du hättest keine Sorgen mehr. Du könntest in Frieden einfach an nichts denken. Laut atmest du aus, erschöpft von deinem Leben. Du fühlst dich seelisch zu schwach, um das Leben noch fortzuführen. Du stehst gedankenverloren auf, nimmst den Zettel, auf den du deinen Song geschrieben hast, drückst ihn fest an dich und legst ihn schließlich unter dein Kissen. Müde legst du deinen Kopf auf dieses. Du ziehst deine Beine an deinen Körper und versuchst an nichts zu denken. Und doch lässt dich der Gedanke an all deine Sorgen nicht los. Wie kann ein Leben nur so kummervoll sein? Wie? Wozu gibt es einen Gott? Nicht dafür, um dennoch solche Leben existieren zu lassen. Ich dachte immer, Gott würde mir beistehen, auf mich und meine Geliebten aufpassen. Und ebenso darauf aufpassen, dass das Leben lebenswert bleibt. Da habe ich mich wohl geirrt. Vielleicht habe ich mich bei allem geirrt. So, wie es aussieht, gibt es nämlich gar keinen Gott. Ebenso gibt es keine echte Liebe. Meine Liebe gilt Jimin, doch diese Liebe wird einfach nicht erwidert. Also gibt es auch keine wahre Liebe. Es gibt nur die Illusion zu wahrer Liebe. Aber um genau zu sein, gibt es gar keine Liebe. Und ohne Liebe gibt es auch kein lebenswertes Leben. Das Leben gibt es nicht, um den kleinen Menschen eine Freude zu machen, sondern, um ihnen alles zu zerstören. Zumindest wurde mir mein Leben dafür aufgezwängt. Nur, damit es mir zerstört wird.

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    Die nächsten Tage bringst du so ziemlich immer alleine zu. Die Jungs von BTS sind jetzt für mehrere Wochen auf Tour. Gerade eben noch hast du dich von ihnen verabschiedet. Nur von Jimin nicht, denn der hat dich einfach ignoriert. An sich war es ein trauriger Abschied. Du musstest sogar weinen. Einfach, weil die Jungs deine besten Freunde sind und besonders Hoseok dir immer und überall hilft und dich unterstützt. Jetzt musst du alleine mit deinen Problemen fertig werden. Auch Yuna hat geweint. Die Liebe zwischen ihr und Tae ist schließlich immer noch präsent und auch wirklich groß. Das Paar liebt sich über alles, was du dir für dich und Jimin auch gewünscht hättest. Jedoch ist diese Liebe leider schon lange wieder zerflossen.
    Jetzt sind seitdem wieder einige Tage vergangen und die darauf folgenden sind langweilig und einsam. Der Tag besteht nur aus Schule, Proben, Hausaufgaben, trauern und schlafen. Das ist so ziemlich alles. Heute musst du mal wieder die Choreografie mit Shiwon proben. Den Song an sich beherrscht ihr schon perfekt und ihr habt ihn auch schon aufgenommen. Nur die Choreografie muss noch ein oder zweimal geübt werden bis sie perfekt ist. In 4 Tagen ist schon Shixs Konzert und du wirst dort eine große Rolle spielen. Schon morgen wird das Musikvideo aufgenommen und veröffentlicht. Mal wieder darfst du dein Gesicht nicht zeigen. Also bekommst du wieder eine Maske. Diesmal genau so eine, wie Shix sie trägt. Nach der Probe wirst du wieder von deinem Vater abgeholt. Im Auto unterhaltet ihr euch nicht. Ihr schweigt euch die ganze Fahrt über an. Im Haus wird auch nicht viel geredet, denn Matthias arbeitet an seinem Computer und du bist in deinem Zimmer und liest. Als dir langweilig wird, gehst du lautlos die Treppe runter. Da hörst du, das Matthias mit jemandem telefoniert. Jedoch nicht auf koreanisch, sondern auf deutsch. Du bleibst vor seinem Zimmer stehen und lauschst.
    „Nein, das könnte ich nicht übers Herz bringen. Ich liebe sie und egal, wie sehr ich sie selbst hasse, ich könnte es nicht tun, weil meine Tochter dann tot traurig wäre. Das ist sie jetzt schon und so langsam halte ich es nicht mehr aus, sie so traurig zu sehen. Ich weiß nicht, wie ich sie glücklich stimmen kann.
    Nein, eigentlich kannst du den ganzen Auftrag zurücknehmen. Ich will ihr das Herz nicht brechen. Selbst, wenn sie es jemandem erzählen würde, ich würde nicht dafür sorgen wollen, dass ihre Familie stirbt. Einfach, weil ich sie liebe. Und zu Liebe gehört manchmal eben auch eigener Unwillen dazu. Sie ist ein Mensch und ein jeder Mensch verdient es, glücklich zu sein.
    Ja, solange sie den Mund hält ist es noch besser, dann verliere ich sie nicht. Aber selbst, wenn sie den Mund aufmachen würde, ich nähme es ihr nicht übel.
    Ja, genau. Ich wünsch dir was. Tschüss.“
    Mit wem hat Matthias da nur gesprochen? Und über wen haben sie sich unterhalten? Er hat „meine Tochter“ gesagt, also war wohl von mir die Rede. Heißt das, dass ich vielleicht gar nicht die Leben meiner Geliebten aufs Spiel setze, würde ich etwas sagen? Keine Ahnung. Irgendwann werde ich es herausfinden. Schnell schleichst du wieder davon. Du gesellst dich in die Küche und trinkst einen Tee. Gelangweilt schaust du auf dein Handy. Du hast einige Fotos von Hoseok und Jin erhalten. Sie schicken Selfies und Gruppenfotos von sich, um dir das Gefühl zu geben, dass du direkt bei ihnen bist. Du musst ein wenig lächeln. Es ist sehr nett von den Jungs, dich zu integrieren. Jetzt packst du dein Handy jedoch wieder weg und gehst schlafen. Schließlich musst du am nächsten Tag noch ein Musikvideo drehen.
    Helles Licht strömt in dein Zimmer und weckt dich aus deinem Schlaf. Du öffnest die Augen und schaust auf die Uhr. Du hast noch zwei Stunden Zeit, bis du mit Shiwon das Video drehen musst. Du frühstückst in der Zeit, ziehst dir etwas an und machst dich bereit, um loszugehen. Es ist nicht allzu weit, sodass du zu Fuß gehen kannst. Bei der großen Halle angekommen triffst du direkt Shiwon. Er winkt dir freudig zu und hinter ihm steht ein mittelgroßes Team an Kameraführung, Styling und Management. Zuerst werdet ihr hübsch gemacht und bekommt schöne Klamotten zum Anziehen. Du ziehst ein Fußbodenlanges, schwarzes Kleid an. In den Klamotten werden die ersten Szenen gedreht. Im Laufe des Songs wird das Kleid jedoch gewechselt, zu einem kurzen, bunten Kleid. Der Song heißt übrigens „Unforgettable“ und geht um den Jungen (Shix) der seine beste Freundin (du) bei einem Autounfall verliert und unfassbar traurig ist. Er will sich das Leben nehmen. Doch dann erinnert sich der Junge an all die schönen Erinnerungen und erkennt, dass das Leben nach wie vor lebenswert ist. Später trifft er seine Freundin dann im Himmel wieder. Du magst den Song. Er gibt deine momentane Gefühlslage wieder und gibt dir Hoffnung, dass vielleicht doch alles gut wird. Du weißt zwar nicht, warum Shiwon gerade so einen tiefgründigen Song singen wollte, aber du vermutest, dass genau das passiert ist. Jedoch sprichst du deinen Nachbar nicht darauf an. Der Videodreh verläuft gut und die passenden Emotionen werden super wiedergegeben. Ihr könnt euch beide gut in die Trauer hineinversetzen. Nach dem Videodreh geht ihr zusammen mit dem ganzen Team essen und feiert ein wenig. Nach diesem gesprächigem und eigentlich glücklichem Mahl, geht ihr wieder zurück, denn in der Zeit wurde das Video geschnitten. Ihr schaut es euch noch einmal zusammen an und beschließt, dass es gut ist. Eine Stunde später ist es überall veröffentlicht. Schon nach wenigen Stunden hat es über 6 Millionen Aufrufe. Ihr seid stolz auf euch und jetzt wird auch verkündet, dass in wenigen Tagen ein Konzert stattfinden wird. Das Internet explodiert förmlich und ihr lest euch zusammen die Kommentare durch.
    Der Song ist genial. Ich finde es super, dass er so tiefgründig ist.

    Wow, ist das nicht (d/n)? Die, die auch mehrere Songs mit BTS aufgenommen hat? Ich liebe die Stimme einfach

    OMG! Der Song ist mega. Ich finde, dass auch die Stimmen von Shix und (d/n) super zusammenpassen.


    Es gibt viele weitere Kommentare und teilweise müsst ihr ziemlich lachen. Ihr verabschiedet euch schließlich voneinander, als dein Vater dich abholt. Du erzählst ihm kurz, dass alles gut verlaufen ist und gehst dann auch schon direkt ins Bett. Der Tag war erfolgreich und du bist froh, so viel geschafft zu haben. Dennoch trauerst su um deine verlorene Liebe. So wie es in dem Song von BTS und dir hieß. Nur, dass dort du die verlorene Liebe warst, und nicht Jimin. Verlorene Liebe. Das ist ein gutes Stichwort. Meine Mutter würde jetzt sagen:„Im Weltall geht nichts verloren.“ Doch ich glaube, dass diese Liebe wirklich verloren ist. Einige Sachen findet man eben trotzdem nicht wieder. Aber wenn ich Glück habe, hat meine Mutter recht und auch diese Liebe ist nicht verloren.

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    Ein Finger piekst in deine Wange und du wachst langsam auf. Verwirrt öffnest du die Augen und blickst in Jimins schöne Augen. Er lächelt dich schweigend an, steht nun auf und geht weiter in den Raum. Du befindest dich in seinem Bett in der Villa. Auf einmal öffnet sich die Tür und Marry betritt den Raum. Sie funkelt dich böse an, geht auf den perfekten Jungen in der Mitte des Raumes zu und drückt ihre Lippen auf seine. Du willst etwas sagen, aber du bist wie stumm. Aus deinem Mund kommt kein Ton, egal, wie sehr du dich anstrengst. Jimin erwidert den Kuss und nimmt seine neue Freundin liebevoll in die Arme. Jetzt schaut er dich wieder an. Sein Blick wandelt sich auf einmal zu einem bösen Grinsen, er läuft auf dich zu und fängt an, dich zu beschimpfen. Du machst dich auf dem Bett ganz klein und versuchst dich irgendwie vor den bösen Wörtern zu schützen. Doch natürlich klappt es nicht. Zusammengekauert sitzt du dort eine Zeit und musst ertragen, wie Jimin dich beschimpft. Auf einmal hören die Beleidigungen auf und es ist ganz still. Verwirrt schaust du auf. Du bist auf einmal nicht mehr in seinem, sondern in deinem Bett. Du stehst auf und weißt nun, dass es nur ein Traum war.
    Mit vor Trauer verzogenem Gesicht trottest du die Treppe herunter. Gerade kommt Matthias dir entgegen, der nun zur Arbeit fahren will. Also musst du alleine essen. Plötzlich hörst du ein Klingeln aus Matthias Arbeitszimmer. Du gehst hinein, um zu schauen, woher es kommt. Auf dem Schreibtisch liegt sein Handy. Auf dem Display ist eine Nummer angezeigt. Um genau zu sein eine deutsche Nummer. Verwundert nimmst du ab, obwohl es dir verboten ist. Du sagst leise und von daher auch kaum verständlich:„Hallo?“ Eine tiefe Männerstimme antwortet:„Moin, Matthias. Ich bin's Günther. Ich wollte nur noch einmal eben sagen, dass ich jetzt alle Aufträge abgelehnt habe. Wobei ich dich nicht verstehen kann. Ich habe zwar keine Tochter, aber wenn du sie so sehr liebst und weißt, dass du sie verlierst, sobald du ihre Familie nicht in der Zange hast, dann würde ich mich doch tatsächlich darum kümmern, dass ihnen was zustößt, sobald sie etwas sagt. Aber du hast das ja schon erklärt. Von sofern brauchen wir die Diskussion nicht fortführen. Naja, wie gesagt, der Familie deines Mädchens kann jetzt nichts mehr passieren. Manni ist gestern noch hingefahren und hat geguckt, wie es denen mental so geht. Soll soweit wohl in Ordnung sein. Allerdings scheint die Mutter etwas verstört zu sein. Kam ihm auf jeden Fall so vor. Wie auch immer, pass besser trotzdem auf, dass sie nicht Wind davon bekommt. Sonst ist sie morgen schon weg. Wie ist's mit dir so? Oh, warte mal, meine Frau kommt gerade heim. Bis dann.“ Günther legt auf und du stehst verwirrt in dem Arbeitszimmer. Was zur Hölle? Ist meine Vermutung hiermit bestätigt? Wird meiner Familie wirklich nichts mehr passieren? Ich kann mir dennoch nicht sicher sein. Plötzlich hörst du das Schloss klicken. Matthias muss gemerkt haben, dass er sein Handy vergessen hat. Schnell rennst du aus dem Raum. Du versteckst dich in deinem Zimmer und beobachtest von da aus, wie dein Vater sein Handy holt und dann wieder geht. So langsam traust du dich wieder runter. Du schaust auf die Uhr und beschließt kurzfristig noch einen Spaziergang zu machen, bevor du noch ein letztes Mal mit Shiwon probst. Du schnappst deine Jacke und gehst nach draußen. Du schlägst den schnellsten Weg zum Wald ein und gehst schließlich gedankenverloren durch den großen, mittlerweile schon wieder fast schneefreien, Wald. Du singst ein wenig vor dich hin. Plötzlich siehst du eine Person aus der anderen Richtung kommen. Die Person biegt gerade um eine Ecke und scheint dich noch nicht gesehen zu haben. Als sie um die Ecke gelaufen ist, bemerkst du, dass es Jimin ist. Du guckst einfach weg. Mittlerweile scheint auch Jimin dich entdeckt zu haben, denn er schaut schnell weg. Ihr lauft aneinander vorbei und er würdigt dich nicht einen Blickes. Er ist erst wenige Meter hinter dir, als du dich umdrehst und ihm leise hinterherrufst:„Was machst du denn hier?“ Abrupt bleibt Jimin stehen und dreht sich zu dir um. Er schenkt dir einen verachtenden Blick und faucht:„Was willst du das wissen? Ich könnte das dich genauso gut fragen.“ Von außen gelassen wirkend flüsterst du nahezu:„Ich bin hier spazieren, falls es dich interessiert. Und ich habe dir eine ganz normale Frage gestellt, also brauchst du gar nicht so gereizt gucken.“ Plötzlich schießen dir doch die Tränen in die Augen:„Du solltest vielleicht mal lernen, dich zu benehmen.“ Jimin erwidert angespannt:„Halt du doch den Mund. Hör doch auf, dich zu beschweren. Du warst doch diejenige, die alles angefangen hat. Du hast dich schließlich von mir getrennt. Und nicht ich mich von dir.“ mit Tränen in den Augen flüsterst du:„Es tut mir leid, wenn ich deine Gefühle verletzt habe, aber ich habe jetzt schon oft genug versucht es dir zu erklären und kein einziges Mal hast du zugehört. Dann bist du doch selber Schuld.“ Gerade will Jimin dir etwas entgegen donnern da sagst du nur noch bedrohlich leise:„Spar dir deine Kontersprüche für später auf. Ich bin die, dessen Herz gebrochen wurde, nicht du. Wenn du auch nur einmal zugehört hättest, dann würdest du mich verstehen. Aber du verstehst mich nicht!“ Du drehst dich mit Tränen in den Augen um und siehst aus dem Augenwinkel noch, dass Jimin ebenfalls glasige Augen hat. Du läufst einfach geradeaus weiter, drehst dich nicht erneut um, weißt aber, dass Jimin dich die ganze Zeit über anstarrt.

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    Eilig gehst du wieder nach hause. Du willst vor Jimins Blick fliehen. Bei deinem Haus angekommen reißt du die Tür auf und rennst weinend in dein Zimmer. Du drückst dein Gesicht fest gegen dein Kissen, sodass es schon ganz feucht wird. Du fängst an, ins Kissen zu schreien. Du schreist hinein, was du denkst. Er wird mich niemals verstehen! Einfach, weil er mir nie zuhört. Niemals wird er mich verstehen, niemals mehr wird er mich lieben! Ich werde auf Ewig in meinem stillen Kämmerchen sitzen und weinen. Weinen, um meine verlorene Liebe. Warum hört er mir denn auch nie zu? Warum? Sag es mir! Warum kann in meinem Leben nicht einmal etwas gut verlaufen?
    Noch immer verheult hältst du schweigend dein feuchtes Kissen in den Händen. Du starrst auf den Boden und erinnerst dich an all die schönen Momente mit Jimin und daran, dass nie mehr eine weitere schöne Erinnerung dazukommen wird. Schließlich wirst du müde. Du legst dich hin, um einige Minuten zu schlafen. Nach etwa 20 Minuten wachst du dann wieder auf. Du rennst unter Zeitdruck zu der Probe. Fasst hättest du sie verpasst. Keuchend kommst du an und verschnaufst erstmal einige Minuten. Dann tanzt und singt ihr noch einmal alles durch und besprecht die Reden, welche ihr halten werdet. Mittlerweile ist schon Abend und du wirst von Matthias abgeholt. Zum Schluss ruft Shiwon dir noch hinterher:„Vergiss morgen nicht, pünktlich zum Konzert zu kommen. Um 16:00 Uhr treffen wir uns hier.“ Zuhause angekommen gehst du direkt schlafen. Am nächsten Morgen wachst du ausgeschlafen auf und frühstückst direkt. Die letzte Nacht ist auch Sora wiedergekommen. Sie ist sehr glücklich, dich zu sehen und umarmt dich am Morgen freudig. Sie hat dir sogar ein kleines Geschenk mitgebracht. Zwei Armbänder mit Ying und Yang. Du erzählst ihr noch von dem Konzert und, dass es heute live im Fernsehen ausgestrahlt wird. Sora kündigt natürlich direkt an, dass sie zugucken wird. Ebenso wie Matthias. Nach dem Frühstück ruft Yuna dich an und fragt, ob du Zeit habest. Du erklärst schnell:„Nein, tut mir leid. Ich bin heute den ganzen Tag über weg.“ Yuna erwidert:„Alles klar. Hast du eigentlich schon den neuen Song von Shix gehört? Da bist du dabei. Warum hast du mir nichts erzählt? Du bist heute wahrscheinlich auf dem Konzert, nicht?“ Du lachst laut:„Ganz genau, da bin ich heute. Ich würde die ja ein Ticket anbieten, aber es ist leider alles bis aufs letzte ausverkauft. Aber es ist heute ja live.“ Yuna erzählt aufgeregt:„Ja, das schaue ich mir auch auf jeden Fall an. Ach ja, du arbeitest ja mit Shix, dann weißt du doch auch bestimmt, wer er ist, oder? Kannst du es mir nicht bitte verraten? Ich erzähle es versprochen nicht weiter!“ Du lachst:„Tut mir leid, ist mir untersagt. Aber ich muss jetzt sowieso auflegen, Tschüss.“ Nun schaust du auf dein Handy. Hoseok hat dir eine Nachricht geschrieben. Hey Greta, wie geht's dir? Uns geht es allen gut. Wir sind momentan in China, kommen übermorgen aber wieder. Bis gestern war Jimin als einziger noch zuhause, weil er Fieber hatte und dann nicht ins Flugzeug sollte. Aber er ist heute nachgekommen. Wir haben das Konzert morgen Abend. Heute werden wir uns das Konzert von Shix und dir angucken. Den Song haben wir gestern gehört, deswegen wissen wir jetzt, dass du mitsingst. Viel Glück! Leider sind wir demnächst aber auch nur wieder für eine Woche da. Wir haben dann nämlich dort 2 Konzerte und dann müssen wir wieder weiter. Voll doof. Naja, ich schicke dir später noch ein paar schöne Bilder aus China. Bis dann! Erst jetzt bemerkst du, wie komisch die gestrige Begegnung mit Jimin war. Eigentlich hätte er auf Tour sein müssen, aber jetzt weißt du ja, warum du ihm begegnet bist. Du versuchst Jimin nun aus deinem Kopf zu bekommen. Doch sobald du nicht mehr an Jimin denkst, denkst du an deine Familie und daran, wie sehr du sie vermisst. Schließlich raffst du sich auf und gehst in dein Zimmer, wo du noch ein wenig an deiner Rede feilst. Jetzt wird es so langsam Zeit, sich fertig zu machen und Matthias bringt dich schon mal zu dem Station, in dem das Konzert stattfinden wird. Du gehst Backstage und triffst direkt auf Shiwon. Er begrüßt dich freudig und du gehst mit ihm ein wenig auf die Bühne, um schonmal alles auszuprobieren. Ihr überprüft, ob alles funktioniert, schaut, wie die Lichtverhältnisse am besten sind und wie der beste Ton erzielt wird. Ihr stellt euch gegenseitig noch einmal die Reden vor und so langsam kommen schon die ersten Fans, die sich Pullover, Tassen, Mützen und alle anderen möglichen Fanartikel kaufen. Sie stellen sich alle in dem Stadion auf und so langsam wirst du etwas nervös. Du hast einen genauen Plan ausgearbeitet, der die auf keinen Fall zu Bruch gehen soll. Jetzt wirst du jedoch erstmal richtig gestylt. Die Stylistin lockt dir die Haare, pudert dein Gesicht einmal über und reicht dir deine Klamotten. Schnell ziehst du alles an. Shiwon, oder mittlerweile in der Rolle von Shix steht neben dir und hält bereits seine Maske in der Hand. Er setzt sie selbsicher auf und nun wird dir auch deine gereicht. Du setzt sie ebenfalls auf und gleichzeitig betretet ihr die Bühne. Die Menschenmassen fangen an, zu tosen und zu jubeln. Sie rufen euch zu und halten Plakate in die Luft. Das helle Scheinwerferlicht leuchtet in deine Augen. Du atmest einmal tief ein. OK, los geht's! Jetzt erlebt die Welt das wohl überraschendste Konzert, das sie jemals erlebt hat und erleben wird.

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    Das Scheinwerferlicht strahlt leuchtend hell in deine Augen. Dein Herz klopft laut, während die Fans um dich herum laut jubeln. Du versuchst entspannt zu bleiben und winkst einfach in die Massen. Diese fangen nun nur noch lauter an, zu jubeln. Kräftig atmest du durch. Shiwon, der jetzt Shix ist, ist neben dir vollkommen entspannt. Nun nimmt er ein Mikrofon in die Hand und begrüßt seine Fans:„Hey Leute, es freut mich, dass ihr alle hier seid. Ich will das jetzt erstmal gar nicht so in die Länge ziehen. Also, wir begrüßen euch ganz herzlich. Wer es noch nicht mitbekommen hat, das wundervolle Mädchen hier neben mir ist meine heutige Gehilfin, (d/n). Eventuell kennt ihr sie schon von den BTS Konzerten. Nun gut, lass und anfangen!“ Die Fans jublen und kreischen aufgeregt, während das Licht kurz ausgeht. Du drehst dich mit dem Rücken zu den Fans und konzentrierst dich auf deinen Text. Die Musik fängt an und du beginnst die Choreografie zu tanzen. Shix macht neben dir die selben Bewegungen. Nur einen anderen Text singt er. Vorerst musst du noch nicht singen, doch jetzt ist der Zeitpunkt gekommen und du stimmst mit ein. Gemeinsam mit Shix singst du deine Stimme und tanzt dabei. Schließlich ist der Song zu Ende und die Fans jubeln. Nun singt Shix einige Songs alleine. Währenddessen läufst du einfach ein wenig über die Bühne umd winkst deinen Fans. Überall sind Handys, mit denen Fotos und Videos gemacht werden. Auch die Kameras von der Live-Übertragung siehst du. Als Shix mit seinen Songs fertig ist, haltet ihr endlich eure Reden. Du sprichst zuerst. „Hallo! Ich freue mich, euch alle hier zu sehen. Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei euch für die viele Unterstützung bedanken. Ihr seid wirklich tolle Fans. Genauso möchte ich mich bei Shix bedanken. Dafür, dass mir die Ehre zu Teil wurde, mit dir zu singen. Danke. Euch allen wünsche ich noch viel Spaß beim Konzert.“ Nun Shix:„Genau, danke an euch alle! Ich bin so glücklich, so eine tolle Fangemeinschaft zu haben. Zwar finden es viele doof, dass ich mich nur mit Maske zeige und das bedaure ich sehr. Jedoch wird irgendwann die Zeit kommen, wo ich auch ohne auf die Bühne treten werde. Vorerst halte ich es jedoch als sinnvoller, sie aufzubehalten, zumal ich noch in die Schule gehe. Aber auch hier danke für euer Verständnis! Ich liebe euch!“ Jetzt wird noch einmal euer gemeinsamer Song gesungen und dann soll das Konzert enden. Wie geplant singt ihr noch ein weiteres Mal den Song. Am Ende applaudieren alle Fans. Shix bedankt sich noch einmal und er will gerade die Bühne verlassen, da bekommst du von einem Bühnenhelfer ein Mikro in die Hand gedrückt. Shiwon bleibt verwirrt stehen und schaut dich verwundert an. Du gibst ihm ein schnelles Zeichen, dass das geplant wurde und du fängst an den Fanmassen zu erzählen:„Ich liebe euch wirklich, deshalb will ich euch noch eine Zugabe geben. Diesen Song habe ich geschrieben und er soll mein Leben beschreiben. Ich hoffe, er gefällt euch.“ Du drehst dich kurz zu Shix um und siehst an seinem Gesichtsausdruck, dass er so langsam deinen Plan versteht. Jetzt ist alles still. Die Fans schauen verwirrt um sich, als suchten sie nach jemandem, der es ihnen erklärt. Du schließt triumphierend deine Augen und atmest tief durch. Jetzt ist der große Moment gekommen. Jetzt wird sich mein Leben wieder einmal ganz umdrehen. Endlich kann ich alles loslassen und mich wieder frei fühlen. Jetzt werden es alle verstehen. Der Moment ist gekommen. Und das Missverständnis wird hoffentlich auch aus der Welt geschafft sein. Ab jetzt bin ich wieder frei. Und nichts und niemand wird mich davon abhalten können. Eine leise Musik ertönt und du öffnest deine Augen wieder. Von überall starren Fans gebannt auf dich. Nun wird die Musik lauter und du fängst an, den Text zu singen. Vorerst singst du so sanft und ruhig, als wäre es von einem Engel gesungen. Doch jede Note ist so voller Leidenschaft gesungen, als stecke dein ganzes Leben darin. Du singst den Song, den du in Matthias' Haus über dein Leben und deine Sorgen geschrieben hast. Alle Fans lauschen gespannt und bringen nicht einen Ton aus sich heraus. Du singst von deinem glücklichen Leben in deinem Land, von der Entführung und wie du herausgefunden hast, dass dein Entführer dein Vater ist. Du singst, dass du niemandem davon erzählen konntest, weil dein Vater sonst deine Familie getötet hätte. Dass du immer alleine warst, unverstanden und traurig. Niemand hat dich wirklich gekannt. Sie glaubten es, doch sie haben sich getäuscht. Du bringst deine Affäre mit ein, ohne Jimins Namen zu nennen, und erzählst, wie diese wundervolle Liebe von deinem Vater zerstört wurde. Du berichtest in dem Song von deinem Leiden, wie es sich entwickelte und, dass dein Vater schließlich seinen Fehler erkannte. Du singst, dass dein Geliebter dir jedoch nicht zuhören will, eine neue Freundin hat und dich nicht zurück will. Du singst so leidenschaftlich, wie nie zuvor. Der Song lässt alle Leute im Stadion erstarren, so gefühlsvoll ist er. Im Laufe des Songs steigerst du deine Stimme immer mehr, du singst nicht mehr sanft, sondern nahezu gewaltvoll. Deine Stimme vermittelt nun nichts, als Stärke, aber auch Trauer, Wut und Liebe. Du singst dir beinahe die Seele heraus. Du steckst all deine Gefühle in den Song und du fühlst dich, als würdest du gleichzeitig deinen letzten Atemzug aushauchen und direkt einen neuen Atemzug in ein neues Leben einziehen. Als würden Tod und Leben gerade aufeinander treffen. Es fühlt sich gut an. So, als wären alle Sorgen plötzlich verschwunden. Es ist, als wärst du seit Ewigkeiten endlich wieder glücklich und frei. Du fühlst dich so gut, dass du deine Maske vom Gesicht ziehst und von dich schmetterst. Nun sieht jeder dein Gesicht, jeder kennt nun deine Identität und das ist dir vollkommen egal. Du fühlst dich frei, wie auf einer Wolke. Losgelöst vom Leben. Du vergisst das ganze Publikum um dich herum, stehst mit geschlossenen Augen da und singst dein Leben so leidenschaftlich, dass du beginnst, vor Freude zu weinen. Keine Sorgen mehr. Jetzt bin ich alles los und muss mich um nichts mehr kümmern. Ich bin frei. Frei von allem Schlechten. Ich kann mein Leben wieder leben. Endlich endet dein Song, du fühlst dich wie neu geboren und alle Fans schauen dich geschockt an. Brechen nun in lautes Gejubel aus. Es ist so laut, dass du kaum noch etwas hörst, aber es fühlt sich unfassbar gut an. So gut, dass du in großes Weinen ausbrichst. Du brichst in dich zusammen, sinkst auf den Boden und weinst überglücklich in deine Hände. Alle starren dich an, schreien und klatschen, als wenn es kein morgen gäbe und du sitzt dort auf dem Boden und weinst. Plötzlich spürst du eine Hand auf deiner Schulter. Du schaust nach oben und blickst auf Shiwons Maske. Du siehst durch die Schlitze, dass er lächelt. Er breitet seine Arme aus und du stehst augenblicklich auf, um ihn zu umarmen. Du kannst vor Freude nicht mehr aufhören, zu weinen. Du stehst dort, das Licht in deinem entblößtem Gesicht, die Stimmen von deinen Fans umhüllen dich und du bist einfach nur überglücklich. Du schnappst dir erneut das Mikrofon und fängst an, den Fans mit einem Schluchzen in der Stimme zu danken:„Ich danke euch. Ihr seid die besten. Naja, jetzt kennt ihr meine Geschichte. Jetzt wisst ihr auch, warum ich ebenfalls nur mit Maske aufgetreten bin. Mein Vater und Entführer wollte es nicht, um mich behalten zu können. Der Song erklärt mein Leben, welches jetzt lange genug ein Geheimnis war. Ihr müsst wissen, meine Familie glaubt, ich sei tot und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, zu hören, man sei tot. Überall wurde in den Medien von mir berichtet und doch hat mich niemand gefunden. Ihr fragt euch mit Sicherheit, warum ich jetzt alles ans Licht bringen lasse. Ganz einfach, ich habe nichts mehr zu verlieren. Mir wurde alles zu viel. Ich konnte so nicht mehr leben. So alleine und missverstanden. Nur wegen diesem rieseigem Geheimnis musste ich mich von der Person trennen, die ich über alles liebe. Und weil er die Wahrheit nicht kennt, will er mir nicht verzeihen. Doch er will mir auch nicht zuhören. Jetzt kennt er die Wahrheit. Ob er mir nun verzeiht oder nicht, ist eine andere Sache und diese Entscheidung überlasse ich ihm. Ich bin nur so unfassbar froh, jetzt alles los zu sein. Ich kann endlich wieder wie ein freier Mensch leben. Ich danke euch, dass ihr das ermöglicht. Ich liebe euch!“ Erneut wird es in dem Stadion so laut, dass man glaubt, dass das eigene Trommelfeld gleich platzt. Die meisten halten sich die Ohren zu, doch du genießt diesen Moment einfach nur. Endlich wirst du wieder in die Realität zurückgeholt. Shiwon zieht dich von der Bühne. Direkt, als er Backstage ist, zieht er seine Maske ab und umarmt dich. Du lässt dich glücklich einfach in seine Arme fallen. Du musst erneut weinen und Shiwon beruhigt dich. Niemals soll dieser Moment enden. Dieser Moment von unglaublichem Glück. Endlich bin ich frei. Es ist alles vorbei und ich muss keine Sorgen mehr haben. Danke.

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    Das Konzert ist nun seit einigen Stunden vorbei und du stehst mit Tränen in den Augen auf der Bühne. Shiwon steht neben dir. Beide starrt ihr in das leere Stadion. Plötzlich kommt ein Mann auf dich zu und meint:„Ihr Vater und seine Frau wurden nun in Haft genommen. Er hat gestanden und wird daher ins Gefängnis kommen. Jedoch will seine Frau nicht gestehen. Sie dürfen entscheiden, ob sie ebenfalls in Haft genommen werden soll.“ Du drehst dich lächelnd zu dem Mann um und sagst:„Ich würde gerne mit den beiden sprechen. Können Sie mich dort hinfahren?“ Der Mann nickt kurz und bringt dich zu ihnen. Du wirst in den Raum gelassen, in dem beide, von einem Polizisten bewacht, sitzen. Matthias guckt dich wehleidig an und Sora guckt dich eher verständnisvoll an. Du gehst auf deinen Vater zu, bückst dich, sodass ihr auf einer Augenhöhe seid, du schaust ihm direkt in die Augen und flüsterst:„Es tut mir leid, Matthias. Du warst kein schlechter Vater, doch ich vermisse meine Familie und wenn ich sie nicht sehen darf, bist du nunmal nicht mein Vater. Ich würde liebend gerne sagen:„Wenn du dich benimmst, brauchst du nicht ins Gefängnis.“ Doch ums Gefängnis wirst du nicht drum herum kommen. Lebe wohl, Matthias.“ Nun schaust du Sora an:„Du wusstest von alle dem nichts, deswegen musst du von mir aus nicht auch ins Gefängnis. Du bist eine herzensgute Frau, Sora und du warst immer gut zu mir. Ich werde dich schon etwas vermissen.“ Sora lächelt dich an und sie erzählt:„Das ist sehr nett von dir, Greta. Äh, ich meine (d/n). Doch ich möchte bei meinem Mann bleiben. Deswegen werde ich mit ins Gefängnis kommen. Ich habe dich wirklich sehr gern. Ich gönne es dir sehr, dass du zu deiner Familie zurückkommst. Lebe wohl.“ Du lächelst deine „Tante“ an und willst gerade wieder gehen, da ertönt Matthias' Stimme hinter dir:„Hey, ich bin stolz auf dich. Zwar bin ich auch enttäuscht, aber vor allem bin ich stolz. Stolz, dass du so ein kompliziertes Leben überstanden hast und einen Ausweg gefunden hast. Ich hätte dich nie entführen sollen. Es tut mir leid.“ Du lächelst und erklärst:„Sobald ihr aus dem Gefängnis raus seid, komme ich euch besuchen und ihr dürft mich jederzeit besuchen. Trotz dem Schmerz, den du mir zugefügt hast, Matthias, sage ich danke. Auch dir, Sora. Danke für alles. Auf Wiedersehen.“ Nun verlässt du glücklich den Raum. Vor der Tür wartet Shiwon auf dich. Zusammen geht ihr zurück. Du bleibst in deinem Haus, bis entschieden wird, wie du nach hause kommst. Und zwar zu deinem richtigem Zuhause. Alleine stehst du nun in dem Haus und betrachtest noch mal alles. Du packst schonmal deine Sachen, während die koreanische Polizei bei dir zuhause anruft. Nach einer Stunde erhältst du einen Anruf, dass deine Familie zwar nicht da war, aber dass du sie ja auch überraschen kannst. Der Flug wurde gebucht und in 3 Tagen sollst du wieder mit deiner Familie vereint sein. Glücklich lässt du dich auf dein Bett fallen. Plötzlich ruft dich jemand übers Handy an. Es ist Yuna. Sie weint, weil sie nicht erkannt hat, dass du entführt wurdest. Aber du beruhigst sie, dass sie keine Schuld habe. Woher solle sie das schon wissen. Sie weint ebenfalls, weil du sie in Korea zurücklassen wirst. Wenn du wieder in deinem eigenem Land bist, wird sie hier alleine sein. Sie ist unfassbar traurig und kündigt an, dass sie morgen vorbeikommt. Wenige Minuten, nachdem sie auflegt, kommt schon der nächste Anruf. Ein Videoanruf von Hoseok. Er sitzt mit allen Jungs, abgesehen von Jimin, auf einem Sofa. Sie beglückwünschen dich, dass du endlich alles los bist. Einige von ihnen weinen jedoch auch, weil du sie verlassen wirst. Du versprichst jedoch:„Ich werde jeden Tag anrufen und ich komme euch mit Sicherheit das ein oder andere Mal besuchen.“ Hoseok bedauert, dass ihr euch vielleicht nur noch einmal sehen werdet, da sie erst übermorgen wiederkommen. Doch du beruhigst ihn, dass dann ja noch ein Tag verbleibt. Die Jungs sind alle sehr glücklich für dich, doch natürlich auch unfassbar traurig. Schließlich legen sie auf, da noch ein Konzert am nächsten Tag ansteht. Du legst dich ebenfalls hin. Unfassbar glücklich, wie du bist, starrst du einfach nur die Decke an. Nur, dass Jimin sich gar nicht meldet, stört dich ein wenig. Doch wie du schon auf dem Konzert gesagt hast, überlässt du ihm die Entscheidung, ob er dir verzeiht oder nicht. Trotzdem schläfst du glücklich und erschöpft ein.

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    Der nächste Tag ist fröhlich. Yuna kommt vorbei und ihr unternehmt zusammen mit Shiwon noch viel, bevor du fliegst. Ihr habt zusammen viel Spaß und umso mehr bedauerst du, dass ihr nur noch so wenig Zeit zusammen habt. Am Ende des Tages gehst du noch mit den beiden essen. Als du bei deinem Haus bist, willst du gerade den Fernseher anstellen, da klingelt es an der Tür. Verwirrt öffnest du sie und erblickst zu deinem Erstaunen Seoyoung mit ihren Töchtern Nuri und Danbi. Sie lächelt dich an und meint:„Hallo, ich habe gestern mit den Zwillingen ein Konzert live gesehen. Ich denke, du weißt worauf ich hinaus will. Ist es wahr? Wurdest du wirklich entführt?“ Du nickst nur und lädtst deine Gäste ins Haus ein. Ihr sitzt gemeinsam im Wohnzimmer auf dem Sofa und du erklärst ihr alles. Ebenso erklärst du, dass Sora ebenfalls in Haft genommen wird. Seoyoung reibt sich verlegen am Kopf. „Das tut mir wirklich leid für dich, aber immerhin siehst du deine Familie jetzt wieder, nicht?“ fragt sie. Du erklärst:„Ja, übermorgen geht der Flug.“ Seoyoung nickt nur lautlos. Schließlich sagt sie:„Naja, ich sage dir dann mal auf Wiedersehen. Ich wollte mich nur mal erkundigen, wie das jetzt alles ist. Ach ja, hat sich dein Geliebter schon gemeldet?“ Du schüttelst wortlos den Kopf und Seoyoung lächelt dir noch ein letztes Mal mitleidig zu. Dann geht sie. Du gehst friedlich schlafen, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass du deine Familie in 2 Tagen sehen wirst.
    Der nächste Morgen bricht an und es ist seltsam ruhig im Haus. Erst jetzt fällt dir wieder ein, dass sie beide in Haft sitzen und du darum alleine im Haus bist. Du stehst glücklich auf und frühstückst. Du schaust nun ein wenig Fernsehen. Da wird direkt in den Nachrichten von dir erzählt. Plötzlich klingelt es an der Tür. Es ist eine Frau vom Fernsehen, die dich gerne interviewen würde. Sie stellt fragen wie:„Wie lief es mit der Entführung ab? Wie haben Sie herausgefunden, dass ihr Entführer Ihr Vater ist? Warum haben Sie sich nicht eher gemeldet? Werden Sie wieder zurück fahren?“ und weitere banale Fragen. Du antwortest immer ehrlich, nur von Shiwon erzählst du nicht, da du befürchtest, er könne Ärger bekommen, in Hinsicht auf den Vaterschaftstest. Nach zwei Stunden bist du dann erneut alleine im Haus. Das Kamerateam ist wieder abgezischt und du sitzt im Wohnzimmer und machst nichts. Nach etwa zwei weiteren Stunden klingelt es an der Tür. Diesmal sind es die Jungs von BTS, abgesehen von Jimin. Du freust sich sehr, sie alle zu sehen und sie freuen sich ebenso. Doch auf die Frage, wo Jimin sei, antworten sie nur:„Ich glaube, der braucht noch Zeit, das alles zu verarbeiten.“ Du nickst dann einfach nur. Den Tag verbringst du glücklich mit den Jungs. Ihr unterhaltet euch viel, habt Spaß, seid aber auch traurig. Für etwa 10 Minuten sitzt ihr alle, in einer Gruppenumarmung, weinend auf dem Sofa und bedauert, dass ihr euch nun lange nicht mehr sehen werdet. Besonders Hoseok, Yoongi und Jin sind traurig. Schließlich gibst du allen noch einmal eine lange Umarmung und weinst dabei. Am Ende des Tages winkst du ihnen traurig hinterher und würdest sie am liebsten alle mit nach (dein Land) nehmen. Es war ein schöner, aber defintiv auch trauriger Abschied. Jetzt liegst du in deinem Bett, hast deine gepackten Sachen bereits neben dir stehen und denkst nach. Ich glaube schon, dass ich das Leben in Korea vermissen werde. Es war schön hier. Ich habe viele Freunde gefunden. Yuna, Shiwon und die Jungs von BTS. Ich habe auch viele neue Erfahrungen gemacht. Die guten Erfahrungen waren, mit einer weltberühmten Band in den Urlaub zu fahren, mit BTS und Shix Songs veröffentlichen, auf den Konzerten singen und eine komplett neue Sprache und Kultur kennenlernen. Natürlich war jedoch nicht alles gute Erfahrungen. Zum Beispiel musste ich auch Liebeskummer erfahren. Und die strenge eines bösen Vaters, das Vermissen der Familie und die ständige Angst, jemandem Unglück zu bringen. Doch, was für mich am schlimmsten von dem war, ist der Liebeskummer wegen Jimin. Und dieser ist nach wie vor existent. Ich vermisse Jimin und es schmerzt mich, dass er nicht einmal „Lebe wohl“ sagen wollte, aber es ist ja auch seine Entscheidung. Außerdem bin ich ab morgen sowieso wieder zuhause, dann habe ich eh nichts mehr mit ihm zu tun. Naja, ich liebe ihn immer noch mehr als alles andere, aber was soll ich machen? Eine Träne entgleitet dir, die du direkt wieder wegwischst. Schließlich schläfst du mit einem etwas schlechtem Gefühl im Bauch ein. Ich werde Jimin nie mehr wiedersehen. Jimin - die Liebe meines Lebens...

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    Du stehst an der Straße und wartest auf das Taxi, das für dich organisiert wurde. Heute fliegst du zurück zu deiner Familie und du bist schrecklich aufgergt. Ebenso bist du traurig, deine Freunde hier zurückzulassen und auch bist du traurig, dass Jimin sich nicht meldet. Du bist wirklich zu tiefst verletzt und bist um ehrlich zu sein eher traurig als glücklich in diesem Moment. Nun kommt das Taxi an. Darin sitzt unter anderem der Beamte, der dich schon nach dem Konzert angesprochen hat. Er bringt dich bis in dein Flugzeug und erklärt dir auf dem Weg zum Flughafen noch einmal, wie du dann von dem Flughafen in (dein Land) zu dir nach hause kommst. Der Taxifahrer lädt nur noch schnell deine Sachen ins Auto und fährt dann mit dir los. Der Beamte erklärt in der Zeit:„Also, ich bringe dich erst noch sicher in dein Flugzeug. Das Ticket ist bezahlt. Du sitzt in der First Class und sobald du dann angekommen bist, wird dich jemand empfangen. Er ist eine Art Kollege von mir. Er wird dich dann in einer Limousine nach hause fahren lassen. Alles klar?“ Du nickst zwar, hast aber eigentlich gar nicht genau zugehört, da du noch immer mit deinen Gedanken bei Jimin bist. Ich liebe ihn und vermisse ihn so sehr. Und obwohl er nun die genaue Wahrheit kennt, verabschiedet er sich noch nicht mal. Warum kann er mich nicht einfach auch lieben? Ich kann ihn ja leider auch nicht zwingen, aber naja. Ich werde es überleben. Hoffe ich mal. Ach Jimin, warum ist meine Liebe zu dir nur so unfassbar groß? Plötzlich hält der Wagen und ihr seid beim Flughafen angekommen. Ihr ladet deine Sachen aus und der Beamte bringt dich ins Gebäude, wo ihr dann überprüft werdet. Da du nur einen gefälschten Ausweis besitzt, hat man vorher extra für dich beim Flughafen angerufen und angekündigt, dass du kommst. Während dein Begleiter gerade alles klärt, schaust du dich um. Der Flughafen ist brechend voll und zu deiner Verwunderung wurden Zäune aufgebaut. Als du den Mann neben dir fragst, was das zu bedeuten hat, erklärt er:„Da ganz Korea weiß, dass du heute zurückfliegst, haben sich viele Fans hier versammelt. Wie du sehen kannst. Damit du nicht irgendwie belästigt wirst, mussten eben diese Zäune aufgebaut werden.“ Du nickst langsam. Mittlerweile ist auch alles fertig besprochen und ihr seid fertig mit der Kontrolle. Nun musst du durch den Gang gehen, um zu deinem Flugzeug zu gelangen. Als du im Blickfeld der anderen stehst, kreischen diese alle aufgeregt und sie rufen dir etwas zu. Du verstehst das meiste nicht, klatschst aber bei denen ein, die ganz vorne stehen. Jedoch fühlst du dich etwas unwohl dabei. Du bist eigentlich gar nicht so der Fan davon, im Rampenlicht zu stehen. Zudem bist du noch immer traurig, Korea zu verlassen. Eine Träne entgleitet dir, aber du wischst sie so unauffällig weg, dass niemand merkt, dass du weinst. Du seufzt einmal laut auf, als du dein Flugzeug durch das Fenster siehst. Ich vermisse zwar meine Familie, aber ehrlich gesagt will ich hier gar nicht weg. Zumal die Liebe meines Lebens hier wohnt und ich weiß, dass ich ihn spätestens dann nie wieder sehen werde. Jimin. Wie sehr ich mir wünsche, dass er noch immer bei mir ist. Aber er wird nie wieder mit mir gemeinsam irgendwo sein. Ich werde ihn nie wieder sehen. Du musst nur noch wenige Meter laufen, bis du bei der Tür nach draußen angekommen bist. Plötzlich fällt dir auf, das auf einmal alles still ist. Du drehst dich verwundert um, um zu gucken, warum alle schweigen und plötzlich erblickst du einen keuchenden Jimin auf der anderen Seite des Ganges. Stark prustend steht er dort und starrt dich mit riesigen Augen an. Alles ist still und du weißt nicht, was du machen sollst. Darum bleibst du einfach stehen und starrst diesen perfekten Jungen an. Nun haucht Jimin auf einmal deinen Namen. Dir treten die Tränen in die Augen, ebenso wie Jimin. Jetzt spricht Jimin mit lauter, selbstsicheren Stimme:„(D/n), du darfst nicht gehen. Es tut mir unfassbar leid, was passiert ist. Wirklich. Und ich schäme mich, dass ich mich so benommen habe. Ich bin ein erbärmliches Stück Dreck. Mehr nicht. Ich habe mich aufgeführt wie der größte Idiot. Ich hätte dir einfach nur zuhören müssen. Es tut mir leid, dass ich deine Gefühle so sehr verletzt habe. Das war nicht meine Absicht. Ich bin hier, weil ich mich zum Einen entschuldigen will und zum Anderen will ich dir etwas sagen. Ich liebe dich immer noch, (d/n) und das habe ich erst realisiert, nachdem ich wusste, dass ich dich nie wieder sehen würde. Es tut mir so unfassbar leid. Ich liebe dich. Verzeihst du mir noch einmal?“ Erst ungläubig stehst du wortlos da und flüsterst schließlich:„Natürlich. Ich liebe dich Jimin.“ Da alle Fans gespannt gelauscht haben, konnte Jimin dich verstehen und ihr rennt beide gleichzeitig aufeinander zu und umarmt euch weinend. In dem Moment, in dem ihr euch in die Arme gefallen seid, schreien alle Fans aufgeregt und glücklich. Einige Augenblicke liegst du deinem Liebsten weinend in den Armen. Als du aufschaust guckt dein Geliebter dich lächelnd an. Du fühlst sich wie im siebten Himmel und dieses Gefühl wird verstärkt, als Jimin plötzlich seine Lippen leidenschaftlich auf deine drückt. Alle klatschen begeistert und du brichst nach dem Kuss in einem schrecklichem Weinen aus. Jimin nimmt dich daraufhin liebevoll in die Arme und streichelt zärtlich über deine schönen, (deine Haarfarbe) Haare. Du bist in diesem Moment der wohl glücklichste Mensch auf der ganzen Welt. In diesem Moment spürst du auf einmal, wie viele andere Leute um euch herum kommen und euch umarmen. Als du die Augen öffnest merkst du, dass es die Jungs von BTS sind. Sie umarmen euch glücklich und du musst überglücklich anfangen, zu lachen. Als ihr euer Gruppenkuscheln auflöst klatschen wieder alle begeistert und du weinst gerührt. Jetzt tippt dich jedoch der Beamte sich an und meint:„Wenn du deinen Flug nicht verpassen willst, dann solltest du vielleicht so langsam losgehen.“ Jimin hat das mitbekommen und wendet natürlich ein:„Ich werde mitkommen. Ich liebe sie von ganzem Herzen und ich werde sie demnach ganz sicher nicht alleine lassen. Das Geld überweise ich später.“ Du musst lachen und umarmst deinen Freund glücklich. Der Beamte seufzt laut und murmelt:„Na gut, aber dann beeilt euch!“ Du grinst den Mann an und verabschiedest dich schnell bei den anderen Jungs. Dabei fließt wieder die ein oder andere Träne. Jetzt müsst ihr jedoch ins Flugzeug steigen. Glücklich sitzt du mit Jimin in dem Flugzeug. Du winkst den anderen noch glücklich aus dem Fenster zu und schließlich hebt das Flugzeug ab. Du lächelst glücklich und schaust nun Jimin an. Dieser lächelt verliebt zurück und drückt dir einen sanften Kuss auf die Lippen. Diesen erwiderst du natürlich. Gefühlt den ganzen Rest des Flugs umarmst du Jimin überglücklich.

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    Während dem Flug sprichst du dich noch einmal mit deinem Liebsten aus. Jimin erzählt beschämt:„Es tut mir wirklich so unfassbar leid. Ich war einfach total traurig, als du dich von mir getrennt hast. Und als du mir keinen Grund genannt hast, wurde ich so wütend, dass ich gar nichts mehr von dir hören wollte. Was dann später mein großer Fehler war. Dann habe ich mich eben mit Marry unterhalten und hatte das Gefühl, in ihr einen Ersatz gefunden zu haben. Das habe ich natürlich nicht, denn für dich gibt es einfach keinen Ersatz. Und das habe ich auch schon gemerkt. Aber ich war nach wie vor zu wütend und traurig. Im Grunde habe ich nie aufgehört, dich zu lieben. Als ich deinen Grund dann sozusagen aufgezwängt bekommen habe, war ich von mir selbst so enttäuscht, dass ich mich gar nicht getraut habe, zu dir zurückzukommen. Als ich dann realisiert habe, dass ich dich nie wieder sehen würde, wurde mir klar, ich muss zu dir und es dir sagen. Bevor ich dich auf immer verliere. Also bin ich so schnell wie möglich zum Flughafen gefahren. Zum Glück habe ich dich noch erwischt.“ Du nickst und lehnst deinen Kopf genießerisch an Jimins breite Schulter. Auf einmal fragst du dich, was Marry wohl dazu gesagt hat und du fragst Jimin kurzerhand. Jimin lacht etwas verlegen:„Naja, ich habe mit ihr gesprochen und es ihr erklärt. Sie war erst fürchterlich sauer, meinte dann aber es sei in Ordnung. Ach ja, das sollte ich dir von ihr geben.“ Jimin holt einen Zettel heraus und gibt ihn dir. Du faltest ihn vorsichtig auf und schaust, was darauf steht. Hallo (d/n),
    ich bin fürchterlich wütend auf Dich, um ehrlich zu sein. Aber ich gönne es Dir auch. Jimin hat mir alles erzählt und ich bin natürlich unfassbar traurig, aber ich weiß, dass er bei Dir un guten Händen ist. Ich habe gemerkt, wie sehr Du ihn liebst und genauso sehr liebt er Dich. Ich will dieser Liebe nicht im Weg stehen. Ich liebe Jimin zwar, aber er liebt mich nicht. Liebe hat manchmal auch mit eigenem Unwillen zu tun. Aber weil ich Jimin liebe, will ich, dass er glücklich ist. Und das ist er bei Dir. Passe gut für mich auf ihn auf, ja? Ich hoffe, ihr seid glücklich zusammen und ich wünsche Dir ebenso viel Glück mit Deiner Familie. Ich freue mich für Dich, auch, wenn man es kaum glauben mag.
    Es tut mir leid, wie ich mich Dir gegenüber benommen habe. Pass auf euch auf!
    Viele Grüße,
    Marry


    Als du fertig bist, den Brief zu lesen, musst du weinen. Du bist glücklich, dass Marry zuletzt doch noch so verständnisvoll geworden ist und würdest ihr am liebsten einen Preis geben. Jimin, der neben dir sitzt fragt verwundert:„Was ist denn los? Was hat sie geschrieben?“ Du erzählst es ihm und ein Lächeln gleitet über sein Gesicht. Ihr fallt euch glücklich in die Arme und fangt an, zu schlafen.
    Nach einigen Stunden Schlaf, seid ihr endlich angekommen. Ihr steigt am Flughafen aus und erblickt direkt den Kollegen, von dem der Beamte gesprochen hat. Er geleitet euch in die Limousine und fahrt los. Die Fahrt dauert auch wieder einige Stunden. Es ist stockdunkel, weshalb ihr beschließt, ein Hotel aufzusuchen, um dort eine Nacht zu verbringen. So könnt ihr dann am nächsten Morgen zu deiner Familie fahren. Schon nach etwa 20 Minuten habt ihr eines gefunden. Da die Zeitumstellung ziemlich doof ist, dauert es eine Weile bis ihr einschlafen könnt. Schließlich habt ihr vorhin noch mehrere Stunden geschlafen. Am nächsten Morgen wacht ihr schon sehr früh auf und geht einige Stunden später direkt frühstücken. Nach dem Essen werdet ihr mit der Limousine zu deinem Familienhaus gebracht. Du bist unfassbar nervös, dass du gleich deine Familie sehen wirst. Deine Finger sind klebrig und du zitterst etwas. Schließlich haltet ihr vor deinem Haus. Erst bleibst du noch etwas sitzen, da dein alt vertrautes Haus ein Gefühl von Ehrfurcht in dir erregt. Dann steigst du händchenhaltend mit Jimin aus und schreitest zur Tür. Aufgeregt drückst du den Knopf der Klingel nach unten. Du hörst das vertraute Klingeln und brauchst nicht lange warten, da macht Marie die Tür auf. Als sie euch sieht, fällt ihr die Kinnlade runter. Wortlos starrt sie euch beide an. Jimin lächelt schüchtern, woraufhin Marie noch erstaunter ist. Dich würdigt sie kaum eines Blickes. Dir ist klar, dass sie dich nicht erkennt. Mit einem Seufzer fragst du deine Halbschwester:„Sind vielleicht deine Mutter oder dein Vater da?“ Marie nickt kurz, rennt dann nach oben und Jimin fragt dich belustigt:„Wer war das denn?“ Du lachst:„Meine Halbschwester Marie.“ Plötzlich hört ihr ihre Stimme von oben:„Oh mein Gott, Mama! Jimin von BTS steht mit noch so einer anderen an der Tür! Sie will dich sprechen!“ Du musst laut lachen. Schon wenige Sekunden später steht Marie wieder da und lächelt Jimin verliebt an. Du verdrehst lächelnd die Augen. Wenige Momente später kommt deine Mutter an die Tür. Sie scheint dich ebenfalls nicht zu erkennen, denn sie fragt verwirrt:„Kann ich ihnen helfen?“ Du lächelst schwach und erklärst:„Ich wurde letztes Jahr im Herbst aus diesem Dorf entführt und nach Südkorea verschleppt. Meine ganze Familie dachte, ich sei tot und ich wusste, dass ich es nicht bin und saß trauernd in meinem Zimmer. Während meine Familie trauernd hier saß. Jetzt habe ich meine Familie wiedergefunden, doch sie erkennt mich nicht wieder. Ich bin 16 Jahre alt, wurde letztes Jahr von meinem Vater entführt und heiße (d/n).“ Deine Mutter und Marie schauen dich geschockt an und jetzt bricht deine Mutter in Tränen aus und umarmt dich. Du lachst weinend und umarmst sie, wie du es noch nie zuvor getan hast. Jimin steht etwas ratlos neben dir. Schließlich fragt deine Mutter dich alle möglichen Sachen, unter anderem, wer deine Begleitung ist. Du antwortest einfach:„Lass uns nach oben gehen und alles in Ruhe bei einer Tasse Kaffee besprechen!“

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    Noch immer stehen sowohl dir, als auch deiner Mutter die Tränen in den Augen. Jimin versteht nach wie vor kein einziges Wort von dem, was ihr besprecht, weshalb du es ihm schnell erklärst. In der Zeit begebt ihr euch alle in den oberen Teil des großen Hauses. Ihr setzt euch in die Küche und du erklärst deiner Mutter alles zu der Entführung un, wie du es geschafft hast, zurückzukommen. Das Liebesdrama zwischen Jimin und dir lässt du dabei jedoch aus. Deine Mutter umarmt Jimin weinend und bedankt sich bei ihm. Natürlich auf Deutsch, sodass er kein Wort versteht. Er lächelt dich nur verloren an und klopft deiner Mutter behutsam auf den Rücken. Ein Lachen kannst du dir nicht verkneifen und anschließend erklärst du deinen Freund, was deine Mutter gesagt hat. Er lächelt nur freundlich. Plötzlich geht die Tür auf und dein Stiefvater, Klaus, betritt den Raum. Er wollte gerade etwas sagen, stockt jedoch mitten im Satz, als er euch alle da sitzen sieht. Er sagt nur verunsichert:„Hallo, mit wem habe ich das Vergnügen?“ Deine Mutter guckt ihren Mann vorwurfsvoll an und ruft schließlich freudig:„Das ist unsere Tochter, (d/n)!“ Du verbesserst sie leise:„Deine Tochter, seine Stieftochter.“ Das hört jedoch niemand, abgesehen von Jimin, aber der versteht das ja sowieso nicht. Dein Stiefvater läuft auf dich zu und muss sich das Weinen verkneifen. Er umarmt dich und klopft dir auf die Schulter. Als er dich auch noch fragt, was passiert ist, sagst du schnell:„Lass uns doch eben alle zusammentrommeln, dann brauche ich es nicht jedem einzeln erklären.“ Auf dem Weg zu deinen anderen Familienmitgliedern flüstert dir dein Vater zu:„Wer ist der da neben dir überhaupt?“ Dabei deutet er auf Jimin, welcher schon wieder vollkommen verwirrt ist. Du erwiderst schnell:„Erklär ich gleich!“ Als endlich alle aufgeregt und vor Freude weinend um dich herum stehen, erzählst du, was passiert ist und auch, in welcher Beziehung Jimin zu dir steht. Am Ende deiner Aussage sagst du noch:„Jimin und ich sind uns übrigens in der Zeit sehr nahe gekommen und deswegen ist er auch hier. Wir lieben uns.“ Dabei greifst du nach Jimins Hand, der dich daraufhin liebevoll anlächelt. Deine Familie guckt dich erst einfach nur wortlos an, fangen dann jedoch der Reihe nach an, dir zu gratulieren. Sie freuen sich tatsächlich für uns. So langsam werden Jimin und du müde, obwohl es noch ganz hell ist. Ihr entschuldigt euch und geht dann in dein Zimmer. Die Tür ist verschlossen, doch du öffnest sie schnell wieder. Dein Bett ist breit genug, dass zwei Leute darauf schlafen können. Ihr legt euch zu zweit in dein Bett und Jimin sagt auf einmal:„Deine Familie scheint sehr nett zu sein. Ich meine, ich habe kein einziges Wort verstanden, aber dennoch weiß ich, dass sie mir alle sehr sympathisch sind. Ich bin froh, dass ich mitgekommen bin. Ich liebe dich, (d/n) und das wird sich auch niemals ändern.“ Friedlich schlaft ihr Arm in Arm ein. Die nächsten paar Wochen bleibt Jimin noch da, jedoch muss er irgendwann auch wieder zurück. Da die anderen Jungs auf Tour sind und eigentlich Jimin für die Konzerte benötigen, muss Jimin sich irgendwie bei seinen Fans entschuldigen. Das macht er, per Videoanruf, der dann auf die Leinwand übertragen wird bei dem Konzert. Jimin entschuldigt sich bei seinen Fans, dass er nicht dabei ist und entschuldigt sein Fehlen durch dich. Du wirst in dem Video auch gezeigt und ihr erklärt, wie eure Liebesbeziehung so aussieht. Da Jin euer Treffen beim Flughafen aufgenommen an, lässt er dieses ebenfalls auf der Leinwand abspielen. Die Army ist sehr glücklich für euch und somit nehmen sie es Jimin nicht übel.
    Die Tage bei deiner Familie sind einfach nur wundervoll. Ihr macht viele Ausflüge mit Jimin, versteht euch alle super und Jimin ist praktisch schon in der Familie aufgenommen. Du und Jimin, ihr ruft jeden Abend die Jungs an und erzählt euch gegenseitig, was momentan so passiert. In den Medien bist du gerade das Gesprächsthema und viele von deine Freunden beneiden dich sehr. Die Zeit mit Jimin ist toll, ihr liebt euch wie nie zuvor und seid einfach nur glücklich. Doch schließlich kommt auch der lang gefürchtete Tag, an dem Jimin wieder nach Korea fliegen muss. Der Abschied fällt euch beiden unfassbar schwer und ihr seid kaum voneinander zu trennen. Letzten Endes steigt Jimin in sein Flugzeug, ihr sagt euch „Lebe wohl“ und während du erst dachtest, ihr würdet nie so richtig miteinander reden können und so weiter, ist es eigentlich ganz anders. Jimin ruft dich jeden Abend an und wenn er es vergisst, rufst du ihn an. Jimin fliegt oft mit den Jungs zu dir, nach (dein Land) und ihr habt immer unfassbar viel Spaß zusammen. In den Ferien fährst du immer für eine oder mehr Wochen nach Korea, besuchst dort all deine Freunde und hast eine tolle Zeit mit Jimin. Die Fernbeziehung ist ganz anders, als du dachtest. Zwar seht ihr euch nicht jeden Tag und könnt euch auch nicht spontan einfach mal in die Arme nehmen, aber dennoch redet ihr sehr viel miteinander. Mittlerweile bist du der wohl glücklichste Mensch der Welt. Ich liebe Jimin so sehr und damit werde ich auch niemals aufhören. Mein Leben ist einfach toll!

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    Etwa 3 Jahre geht das so. Nun bist du 19 und beschließt, nach Korea, zu Jimin zu ziehen. Du verbringst viel Zeit mit deinem Liebsten und studierst w
    Etwa 3 Jahre geht das so. Nun bist du 19 und beschließt, nach Korea, zu Jimin zu ziehen. Du verbringst viel Zeit mit deinem Liebsten und studierst währenddessen Musik. Deine Familie siehst du auch oft genug, du rufst pro Woche 3-4 mal zuhause an. Deinen leiblichen Vater siehst du auch oft. Er ist mittlerweile wieder aus dem Gefängnis heraus, ist sehr vernünftig und liebevoll geworden. Du wohnst mit Jimin in einem Haus. Er ist nach wie vor Teil der Band. Deswegen ist er auch oft auf Tour. Also siehst du ihn dennoch nicht immer. In der Zeit triffst du dich dann viel mit Yuna, Shiwon und Marry. Ja, Marry. Sie ist sehr vernünftig und nett geworden. Sie ist eine wundervolle Freundin und ist mittlerweile auch überhaupt nicht mehr wütend auf dich wegen Jimin. Sie hat einen Freund gefunden, der zufälligerweise Hoseok ist. Als Marry sich als äußerst nette, herzensgute und vernünftige, hübsche Frau herausstellte, unternahm sie viel mit den Jungs, wobei sie sich letztendlich in Hoseok verliebt hat. Dieser hat sich ebenso sehr in Marry verliebt. Die beiden wurden ein Paar und haben genauso wie Jimin und du, und Yuna und Tae, ein Haus gebaut, wo sie nun zusammen wohnen. Du bist sehr glücklich bei deinem Jimin, in Korea. Viele Jahre lebt ihr glücklich dort und mittlerweile haben alle Bandmitglieder eine Freundin. Da die ersten von ihnen bereits Kinder haben, ist die Aktivität von BTS stark eingeschränkt, was viele Armys traurig macht. Für dich ist das aber gar kein Problem, denn so hat Jimin jetzt immerhin mehr Zeit für dich.
    Die ganze Geschichte mit der Entführung ist nun schon wieder 10 Jahre her, also bist du jetzt 25 Jahre alt. Du hast Jimin im letzten Jahr geheiratet und seitdem lebt ihr glücklich zusammen. Ihr trefft euch jede Woche einmal mit allen Jungs und ihren Freundinnen. Jin, Namjoon, Yoongi und Tae haben schon Kinder. Bei Hoseok ist gerade das erste in Anflug. Yuna und Tae haben bereits 3 Kinder, da es immer ihr Traum war, eine große Familie zu gründen. Das haben sie auch geschafft.

    Heute gehst du mit Jimin essen. Ihr geht in ein edles Restaurant. Du bist sehr aufgeregt, denn du musst Jimin noch etwas Wichtiges erzählen. Jimin steht in Anzug im Wohnzimmer und richtet sich gerade die Haare. Du kommst in einem schönen, (deine Lieblingsfarbe) Kleid in das Wohnzimmer und Jimin lächelt dich verliebt an. Jimin reicht dir seine Hand und fragt:„Können wir?“ Du nickst. Im Restaurant angekommen setzt ihr euch an einen Tisch. Jimin fragt dich, ob du einen Wein oder dergleichen trinken willst. Die perfekte Einladung ins Gespräch. Du bedankst sich:„Nein, nein. Das geht nicht.“ Verwundert schaut Jimin dir in die Augen. Du erklärst lächelnd:„Ich bin schwanger.“ Auf einmal macht sich ein großes Lächeln auf Jimins Gesicht breit. Er strahlt wie verzaubert, fängt an zu lachen, nimmt dich überglücklich in die Arme und ruft durch das ganze Restaurant:„Ich werde Vater!“ Du musst etwas schmunzeln und alle Gäste im Restaurant klatschen jubelnd. Nach dem Essen fahrt ihr wieder nach hause. Als ihr schlafen gehen wollt, sagt Jimin noch zu dir:„(D/n), ich liebe dich über alles. Du bist das Beste, was mir jemals passieren konnte. Und jetzt bekommen wir auch noch eine Mini-Version von dir!“ Du lächelst:„Oder von dir!“ Jimin grinst und gibt dir einen zärtlichen Kuss.

    Lange lebt ihr glücklich zusammen mit eurem Kind. Jeden Abend vor dem Schlafengehen kannst du nur an eines denken. Das Leben ist unfassbar schön. Ich lebe mit Jimin glücklich zusammen, sehe meine Freunde oft und meine Familie kann ich auch oft genug sehen. Das größte Glück auf Erden ist sowieso unser gemeinsames Kind.
    Endlich ist mein Leben genauso, wie ich es mir immer gewünscht habe!

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (14)

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vor 28 Tagen flag
Ich werde jz die Story lesen und hoffe dass tae da keine freundin hat wenn ja dann muss ich wohl damit irgendwie auskommen 🤭
vor 41 Tagen flag
Dankeschön. <3 Freut mich sehr, dass dir meine FF so sehr gefällt. Lies doch gerne auch meine andere FF „Suga - Ist Liebe ein Verbrechen?“. Und wenn du Lust hast, schau gerne auch bei meinem RPG vorbei. Wir brauchen noch dringend Verstärkung und wir würden uns wirklich alle sehr freuen. Das RPG findest du auf meinem Profil unter dem Namen „BTS - Ein normales Leben? //RPG“. ^^
Zudem hast du noch jede Menge Auswahl^^
LG Emily W.
vor 41 Tagen flag
SO ETWAS SCHÖNES HAB ICH NOCH NIE GELESEN ich hab geheul gelacht und war gespannt
bei dem letzten und 67 kapitel ich hab ein SEE geheult
TOP GESCHRIEBN
BTTE ICH MEHR DAVON :)
vor 63 Tagen flag
Bitte bitte. Immer wieder gerne 😁❤️
vor 64 Tagen flag
Dankeschön, @J-Hope verrückte. 😍Das ist mega lieb von dir.🙃😊 Meine Oma würde jetzt sagen:„Huch, da fühle ich mich aber geschmeichelt. Wie entzückend von dir.“ 😂
Wirklich, danke.💜👍😸
Ich finde es so erstaunlich.😐 Immer, wenn ich so von Freunden höre, dass sie einen Kommentar auf irgendeiner Plattform bekommen haben, freuen die sich so mega. Und ich konnte das nie wirklich nachvollziehen. Ich war so nach dem Motto:„Und, was ist da jetzt so toll dran?“ 😑
Jetzt, da ich selbst aktiv bin, verstehe ich diese Freude, die von einem ausgeht, wenn man gelobt wird. Das ist wirklich ein tolles Gefühl. 😅😁Also danke. An alle, die mich hier loben❤💜😢
vor 64 Tagen flag
Halüüü ich bin auch mal da. Ich hab mir deine ff durchgelesen und ich finde sie geil.🤩😍 So wie deine Suga ff. Du hast wacht Talent zum schreiben❤️
vor 65 Tagen flag
Oh mein Gott, danke! Das ist wirklich super lieb von dir, @Klettkralle .😍
Von allen natürlich, die mir ihre Meinung hinterlassen.🙃
Ich bin wirklich froh, dass dir beide Fanfictions so gefallen. Ich hoffe, du liest weiter. 😅
Danke nochmal an alle! 😉😃
💜
vor 66 Tagen flag
Es klingt vielleicht doof. Aber ich habe geweint, gelacht und gespannt weiter gelesen. Ich habe mein Handy nicht mehr weg gelegt, was meinen Vater ziemlich aufgeregt hat ^^" aber diese Geschichte ist grandios. Ich hoffe, du schreibst vielleicht mal noch eine, auch deine zweite mit Suga habe ich nämlich bis jetzt durch (mir ist klar das du noch weiterschreibst). Also wirklich, ich wünsche dir das beste und habe wirklich unglaublichen Respekt vor dir!
P. S. Ich schreibe selbst Geschichten, aber so... Kann ich nicht schreiben.

Deine Verehrerin, Klettkralle
vor 86 Tagen flag
Die Story war so spannend.Mach bitte mehr ffs 💜😍
vor 91 Tagen flag
Ich liebe deine Geschichte. Sie ist so gut und so spannend. Jimin hat mir voll Leid getan als Greta mit ihm schluss gemacht hat aber ich kann Greta verstehen. Ich hätte das selbe an ihrer stelle gemacht
Bitte schreib schnell weiter😁👍
vor 101 Tagen flag
Bitte schreib weiter es ist total spand!☺☺🙌😍😍😍😍
vor 103 Tagen flag
Tolle Story,
Bitte schreib weiter.
Es macht echt spaß die Geschichte zu lesen 😊
vor 107 Tagen flag
Ich hoffe, euch gefällt meine Fanfiction. Ich gebe mir wirklich sehr viel Mühe, es spannend zu gestalten. Über Feedback freue ich mich immer sehr, also könnt ihr gerne einfach mal schreiben, was ihr so von meiner ff haltet. Auch Kritik nehme ich gerne an. 😊💜
vor 109 Tagen flag
Biddö schreib weiter die ff ist super spannend🤗💜