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(Diese Geschichte hat keinen Titel, da ich keinen passenden gefunden habe. Sorry...)

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17 Kapitel - 6.117 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 4.427 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Nun... was wäre wenn Scherbi, Robin, Yori, Fufu, Schneeei, Milly und ich, Drachi, zusammen leben würden? Wenn wir eine WG bilden würden? Tja, was wäre dann?

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    Ich schreibe das für Scherbi, Robin, Yori, Fufu, Schneeei und Milly. Hab euch lieb *^*

    2
    Scherbi
    Ich stieg aus dem Zug aus und schaute mich gelangweilt um. Flackernde Neonleuchtröhren warfen gelbliches Licht auf den verlassenen Bahnhof. Nach einem Blick auf meine Uhr strebte ich auf eine Bank zu und setzte mich. Mit einem Seufzer zündete ich mir noch eine Zigarette an und kramte meinen Laptop hervor. Ich platzierte ihn auf meinen Knien und ging, zum Glück gab es an diesem Bahnhof freies W-Lan, auf TD. Doch bevor ich auch nur ein Fitzelchen von irgendeinem Kommi lesen konnte, stieg mir der Gestank von irgendeinem superteuren Parfum in die Nase. Verärgert hob ich den Blick und sah ein Mädchen, etwa 13 Jahre alt oder so, in einem sehr, sehr knappen Minikleid, dessen weinroter Stoff etwa einen Millimeter unter ihrem A*sch endete.
    Ich fauchte sie verärgert an: "Verschwinde!" Doch sie musterte mich nur noch weiter. "Du bist nicht von hier, stimmts?", fragte sie mit einer hohen, schrillen Stimme, die exakt zu ihr passte. "Was interessiert dich das, du Barbie?", fuhr ich sie an. Doch sie lächelte nur und schob sich eine Haarsträhne hinters Ohr, die ihr in ihr mit MakeUp vollgekleistertes Gesicht gefallen war. "Also hab ich recht. Komm mit, ich hab einen besseren Schlafplatz als das hier..."
    "Ich bleibe verdammt noch mal hier!", schrie ich fast. Mit einem Knall schloss ich den Laptop und stopfte ihn in meinen Rucksack, dann stand ich auf. "Du hast mir nichts zu sagen!", warf ich noch hinterher.
    "Ach ja?", sagte sie hochnäsig; "und was sagst du dazu?" Aus dem Schatten hinter ihr traten zwei Rowdys. Beide breit wie Schränke. Nicht das sie fett wären, nein. Das waren durchtrainierte Bodyguards! Gegen die hätte ich nie einen Hauch einer Chance.
    "Na gut", ergab ich mich, weil ich wirklich keine Lust hatte mich vermöbeln zu lassen; "ich komme mit..." Ich schnappte mir meinen Rucksack und hängte ihn mir über die Schulter. "Du kannst mich Silbersonne nennen und die zwei da hinten sind Tonardonacht und Glutbiss", rasselte sie hinunter, während sie durch stinkende Gassen eilte, ich und die Bodyguards hinterher. Nach gefühlten zehn Stunden klopfte sie an eine unscheinbare Türe, die augenblicklich geöffnet wurde. Sie huschte hinten und ich folgte zögernd. Es war stockfinster und roch nach Zitronenputzmittel, gemischt mit dem 'Duft' nach Verrottung. Meine Hände ertasteten raue Steinwände.
    Wo zum Teufel war ich?

    3
    Milly
    Vor mich hin summend sass ich auf meinem Bett und schrieb mit Drachi, was eigentlich vollkommen überflüssig war, da sie im Zimmer neben mir war und wahrscheinlich mit mir schrieb und gleichzeitig las oder zeichnete. Grinsend widmete ich mich wieder unserer Unterhaltung.
    Nach etwa zehn Minuten schrieb sie, dass sie Hunger hätte und ob wir uns in der Küche treffen könnten. Während ich zur Tür ging antwortete ich ihr: Okay... was gibts?
    Dann riss ich die Türe auf, rauschte den Gang hinunter und die Treppe hinab, bis ich die Tür zur Küche aufriss. "Oh nein Drachi, lass das mal mich machen", rief ich ihr als Begrüssung entgegen, drängte mich neben sie an die Herdplatte und nahm ihr das Glas mit der noch kalten Tomatensosse aus der Hand, dass sie gerade in einen Topf schütten wollte. "Uhm... ich glaube, das lassen wir lieber", stellte Drachi fest, nahm mir wiederrum das Tomatensossenglas aus der Hand, schraubte es zu und stellte es zurück an seinen Platz. So typisch Drachi hatte sie fast nichts anderes rausgenommen, weshalb wir schnell mit dem aufräumen fertig waren. Schliesslich sassen wir nebeneinander auf der Küchenablage, sie knabberte an einer Karotte und ich ass einen Apfel. "Ich komme mir irgendwie wie ein Hase vor, weil ich die ganze Zeit Karotten esse...", meinte Drachi und musterte leicht kritisch ihre Karrotte. Ich grinste. "Ich glaube, deine Ohren sind schon länger geworden..."
    Gespielt empört schaute sie mich an; "Und du heißt übrigens richtig Schneewittchen! Und der Apfel ist vergiftet!" "Oh Gott!", rief ich aus und liess mich zurücksinken, bis ich die leicht raue Wand hinter mir spürte. "Oooh, ich sterbe...", spielte ich weiter und verdrehte die Augen.
    "Yay", ertönte eine belustigte Stimme von der Tür her, worauf ich mich hastig aufsetzte; "Yori!"
    Drachi sprang von der Ablage hinunter, verhedderte sich irgendwie mit ihren Beinen und schlug der Länge nach hin. Daraufhin lachten Yori und ich mich tot und sie liess einen Schwall von Flüchen los. Es wunderte mich immer wieder, wie viele davon sie auf Lager hatte. Schnaubend rappelte sie sich auf und schüttelte ihre Hände aus, mit denen sie den Sturz abgefangen hatte. "Mein Gott, ich bin so was von tollpatschig...", seufzte sie und fuhr sich über die Haare.
    Yori nickte und fragte kurz danach mit einem Unterton in der Stimme, den ich nicht zuordnen konnte: "Scherbi meldet sich nicht mehr."

    4
    Robin
    Ich hörte Yoris Satz, auf den Stille folgte. Scherbi meldet sich nicht mehr.
    Die Stille war diese Art von Stille, die sich wie ein Messer in die Haut und ins Fleisch bohrte, im inneren eisige Kälte verbreitete und die niemand brechen will. Ich tat es trotzdem. "Wie, er meldet sich nicht mehr?", fragte ich, wärend ich hinter Yori trat und gleichzeitig mein Handy aus der Hosentasche zog.
    "Er schreibt NIX mehr! Gar nix!", sagte Yori mit einem Ton, aus dem ich leichte Verzweiflung heraushörte. Während ich nickte, rief ich Scherbis Profil auf. "Du hast recht...", murmelte ich halblaut, "seit vorgestern nichts..." "'Vielleicht hau ich von meinem jetzigen Lebensort ab. Irgendwohin, wo ich ungestört bin.'", las Drachi, die ebenfalls ihr Handy gezückt hatte, seinen letzten Kommi vor. Milly räusperte sich: "Vielleicht... ist er tazächlich abgehauen und hat kein W-Lan!" "Aber wenn ihm was passiert ist!", hauchte Drachi, deren Gesicht leicht weißlich wurde. Komisch. Eigentlich war sie nicht so schnell aus der Fassung zu kriegen...
    Milly trat neben Drachi und legte einen Arm um sie. "Er kann sich wehren..." "Trotzdem!", rief Drachi, lief schnell an mir vorbei, polterte die Treppe hoch und knallte ihre Zimmertüre zu. Kurz darauf hörte ich, das sie offenbar ziemlich laut Musik hörte. Legends never die. Sie liebte dieses Lied.
    Milly schaute ihr nach, dann seufzte sie und biss von ihrem Apfel ab. Ich sah zu Yori, der mit den Schultern zuckte und sich in Richtung Wohnzimmer verdrückte. Daraufhin ging ich zum Kühlschrank, machte die Kühlschranktüre samt Gefrierschrankklappe auf und holte mir ein Eis raus. Als ich alles wieder geschlossen hatte und das Eis aus der Verpackung befreit hatte, setzte ich mich neben Milly, die sich inzwischen auch wieder dorthin gesetzt hatte, auf die Arbeitsplatte. Schweigend gingen wir beide unseren Tätigkeiten nach, die grösstenteils darin bestanden, aufs Handy zu schauen und zu essen.
    Schliesslich fragte ich sie: "Wo sind eigentlich Schneeei und Fufu?" "In der Stadt. Rumbummeln und ein Eis essen gehen, haben sie gesagt", antwortete mir Milly leicht abweisend und starrte durch das Küchenfenster nach draussen. "Aha...", brummte ich und wid.ete mich wieder meinem Eis. Trotz allen machte ich mir ein bisschenSorgen um Scherbi... Er könnte doch hierher ziehen... Platz hätten wir... Warum ist mir das nicht früher eingefallen! Dann hätte ich, beziehungsweise wir, es ihm sagen und vorschlagen können... aber zu spät ist zu spät. Leider.

    5
    Fufu
    Gelangweilt stocherte ich in meinem Eisbecher herum und versuchte so auzusehen, als würde ich Strawberry zuhören, die irgendwas von den neustenTrends laberte. Mit einem kurzen Seitenblick sah ich, das es Schneeei genau gleich ging. Ruckartig stand ich auf und kramte den Geldbetrag für mein Eis hervor und knallte ihn auf den Tisch. "Straw, wir müssen heim. Tschüss!", schleuderte ich ihr unfreundlich entgegen, während Schneeei ihr Geld ebenfalls auf den Tisch legte. Strawberry war so dumm um nicht zu bemerken, wie unfreundlich ich mit ihrgeredet hatte. "Oh, ich begleie euch! Ich muss auch dort in die Gegend!", zwitscherte sie mit übertrieben hoher und schriller Stimme. Schneeei und ich stöhnten gleichzeitig auf. Entlich kapierte sie es: "Ihr wollt nicht, das ich mitkomme!", stellte sie mit ihrer ätzenden Stimme fest. "Gut kombiniert, Straw", schnaubte Schneeei, "komm Fufu, wir gehen."
    Triumphierend schlenderten wir weg, während Straw wie ein begossener Pudel mit MakeUp und Schleifchen zurückblieb. "Der habens wir gezeigt...", meinte ich und Schneeei nickte heftig. "Genau. Ich hoffe, diese Tussi hält sich von uns fern..." "Bestimmt. Und sonst holen wir uns unsere Verbündeten...", tat ich verschwörerisch zwinkerte ihr zu. Als Antwort grinste Schneeei mir vielsagend zu.
    Als nach einigen Minuten die Villa in Sicht kam, in der wir lebten, blieb ich stehen. "Schneeei?"
    "Ja?", antwortete sie neugierig. "Wie wäre es, wenn wir Scherbi fragen würden, ober zu uns ziehen will?", fragte ich sie, gespannt auf ihre Antwort. Ohne zu zögern schoss sie mit der Antwort hinaus: "Das wäre supercool! Allerdings müssten wir die anderen noch fragen..."
    "Die stimmen sicher zu", meinte ich lächelnd. "Komm, fragen wir sie..."
    Nebeneinander liefen wir zielstrebig auf die Villa zu und betraten den angenehm kühlen Eingangsbereich. Als hätte sie gewusst das wir kommen, wer weiß, eilte Drachi die Treppe hinunter auf uns zu und rief uns entgegen: "Habt ihr seit vorgestern was von Scherbi gehört?"

    6
    Yori
    WARUM machte ich mir Sorgen um Scherbi! Ihm muss doch nichts passiert sein! Seufzend schob ich die Gedanken rund um Scherbi beiseitezuschieben. Einigermassen erfolgreich-aber was sollte ich jetzt tun? Mein Blick fiel auf ein Buch. Drachi hatte es mir aufgedrückt und mir das Versprechen abgenommen, das ich es las. Da lag es nun, auf dem Wohnzimmertisch, halb verdeckt von irgendwelchen Magazinen, Blättern und Stiften. Zögernd griff ich danach. 'Tintenherz'. Okay... der Name... war ein wenig seltsam. Langsam drehte ich es um, das ich den Klappentext lesen konnte: 'In einer stürmischen Nacht...' Nun ja. Ähm, okay. Ich las weiter. '...nicht nur das Geheimnis von Zauberzunge löst, sondern auch...'
    Würde Scherbi das lesen? Ich schloss die Augen und lies mich aufs Sofa plumpsen. Nein, dachte ich mir, ich glaube nicht.
    'Tintenherz' legte ich neben mich, immer noch mit geschlossenen Augen. Ich machte es mir bequem, machte nach einer Weile die Augen wieder auf und angelte die Fernbedinung für den Fernseher hinter einem Sofakissen hervor. Wahllos zappte ich mich durch die Programme, bis ich an irgendeinem Kinderprogramm hängenblieb, das ich nur anschaute, weil die Figuren nice aussahen. Geistesabwesend blickte ich, als irgendwas von Benjamin Blümchen kam, weiter auf den Bildschirm und nahm nicht wahr, ws ich da überhaupt anschaute. Bis sich jemand neben mich setzte und leise lachte. "Aha. Du bist Benjamin Blümchen Fan? Wusste ich gar nicht...", schmunzelte der Jemand, der sich als Robin entpuppte. Antworten tat ich nicht. Er seufzte mitfühlend. "Scherbi, nicht wahr?"
    Stumm nickte ich nach einiger Zeit und fing an, mich weiter durchs Programm zu zappen. Robin spürte offenbar, das ich nicht reden wollte, wat ja auch voll schwer zu erraten, und stand auf. Ich spürte noch seinen Blick auf mir ruhen, bevor er die Treppe hoch lief.
    Ich liess meinen Kopf in die Sofakissen fallen. Fühlt man sich immer so, wenn jemand, den du extrem magst, verschwindet? Ich weiß es nicht...

    7
    Schneeei
    Nachdem wir, also Fufu und ich, Drachi geantwortet haben, ob wir was von Scherbi gehört hatten, Nein, verzog jeder sich in sein Zimmer. Ich setzte mich im Schneidersitz auf mein Bett und durchsuchte das GANZE Internet nach irgendwelchen Infos, wo Scherbi abgeblieben sein könnte. Nix. Schliesslich las ich noch alles, was ich finden konnte, durch, was Scherbi jemals geschrieben hatte. Als auch das gemacht war, schloss ich mich denen an, die auf seinem Profil schrieben. Und das waren nicht so wenige... Vor allen von Kommis strotzte alles nur so.

    Yori
    Scherbiiii?

    Yori ist langsam verzweifelt
    Scherbi? WO BIST DU?

    Rob-Rob
    Er braucht wahrscheinlich ne Pause oder so?


    Fünf Seiten lang erstreckten sich Kommis wie diese. Wow. Krass. Rasch überlegte ich und schrieb schliesslich meinen Kommentar. Entschlossen klickte ich auf 'Kommentar senden'. Die ganze Seite aktualisierte sich. Als ich zu den Kommis runterscrollte, hatte sich ein neuer der Liste angeschlossen. Mein Beitrag für den... Klagegesang. Wow, ich werde poetisch.

    ~Schneesturmiii~
    Scherbi kann auf sich aufpassen. Aber trotzdem mache ich mir Sorgen...


    Nicht das beste, aber akzeptabel. Und mein Leben als Poetin ist geplatzt.
    Aus irgendeinem Grund, den nichtmal ICH weiß, fing ich an, die Kommentare durchzulesen. Etwa 49% hatte Yori geschrieben, Robin 15%, Milly 5%, Drachi 25% und 10% waren von Fufu. Die Restlichen waren von irgendwelchen anderen. Und nicht zu vergessen: ein Kommi von mir. Yay. Sensation...
    Nun... da auch das erledigt war, ging ich auf YouTube und suchtete Videos. Etwa zwei Stunden lang, jedoch nur eine gefühlte halbe Stunde. Wie kann einen die Zeit nur so täuschen? Keine Ahnung.
    Irgendwann rief Robin von unten: "Leute, runterkommen! Ich hab Pizza bestellt! Für jeden die übliche!"
    Schwerfällig wälzte ich mich aus dem Bett und schlurfte runter in die Küche.

    8
    Drachi
    Kurzerhand hatten wir das Abendessen ins Wohnzimmer verlegt, da der liebe Yori sich keinen Zentimeter rührte und Pizzaessen im Wohnzimmer viel chilliger war als am Tisch. Während des Essens war es still, was ungewöhnlich war. Jeder ass, oder eben nicht, für sich selbst und hing seinen Gedanken nach. Ich ass, als würde ich verhungern und unterhielt mich leise mit Milly. "Milly, soll ich Todeshauch killen? Oder besser gesagt: von wem soll ich sie killen lassen?" "Wie wärs mit Löwensprung?", schlug sie vor. Ich nickte, und somit war das Gespräch beendet. Superkurzes Gespräch, wenn man das so nennen konnte.
    Als ich fertig mit essen war, raffte ich mein Zeug zusammen und trug es in die Küche. Dann schaute ich auf den Aufgabenplan, der am Kühlschrank anmagnetisiert wurde und betete, das ich heute keinen Küchendienst hatte. Mein Gebet wurde erhört. Heute waren Milly und Robin dran. Rolly. Ich grinste und verzog mich in mein Zimmer. Dort rief ich Malfoychen an. "Hoii! Wiä gohts?", begrüsste ich sie. Sie antwortete mir, das es ihr gut ginge und wir tauschten gegenseitig Geschichten aus, diskutierten über unnützes Zeug und taten solche Sachen. Als ich auflegte, war mein Guthaben fast am Ende und dreieinhalb Stunden waren vergangen. Leicht verlegen grinste ich in mich hinein. Das war so typisch wir.
    Nach etwa zehn Seiten 'Mord im Orient-Express' klopfte es an die Verbindungstüre zwischen Millys und meinem Zimmer. Wie ein Blitz schoss ich hin und riss die Verbindungstüre auf. Doch statt Milly stand da Yori. "Yori! Was ist los?", fragte ich ihn, "komm rein!" Leise trat Yori in mein Zimmer und blieb in der Mitte stehen. Ich schloss die Türe und schaute ihn an. Er schluckte und dann schoss es nur so aus ihn heraus: "Milly ist nicht da!"
    Diese vier Worte klatschten vor mir auf dem Boden. Einen Moment blieb ich erstarrt stehen. Dann raste ich rüber in Millys Zimmer.
    Nein. Nein! Sie war nicht da. Ein lautloser Schrei verliess meine Lippen.

    9
    Scherbi
    Barbie hatte mich in einem kargen Raum eingesperrt. Pritsche, ein minikleines Badezimmer und einen einzigen Stuhl. Und sie hatte meinen Rucksack mitgenommen... Mein Gott! Dort war wichtiges Zeug drinnen!
    Jedenfalls tigerte ich schon gefühlte drei Tage auf und ab. Ich fragte mich, ob ich mich wundern sollte, da es noch keinen Kreis im Boden hatte, sowie bei den Comics. Egal. Jedenfalls wurde irgendwannmal ein Plastikschälchen mit wässeriger Suppe darin und ein hartes Stück Brot durch eine Klappe in der Türe geschoben. Anscheinend sollte ich essen. Nö. Vergesst es. Keinen Bock. Ihr könnt mich zu nix zwingen.
    Nach gefühlten fünf Stunden, in denen ich übrigens nachdenkend auf der Pritsche lag, entschloss ich mich, mich ab jetzt Todesdämmerung zu nennen. Nur mal so zur 'Sicherheit'. Und promt konnte ich das ausprobieren. Es wurde nämlich ein Mädchen in meine Zelle geschubst. Sie hatte halbttrockenes, dunkelblondes Haar, fast braun und war im Bademantel. Was sie darunter anhatte? Keine Ahnung. Wollte ich auch gar nicht wissen. Jedenfalls zogen sich über ihr Handgelenk einige blutige Striemen, die hundertpro von langen Fingernägeln stammten.
    "Moin! Willkommen im improvisierten Knast! Ich bin Todesdämmerung, du kannst mich gerne Sche... äh- Tod nennen!", versuchte ich, sie einigermassen freundlich zu begrüssen. Doch sie brummte nur unfreundlich und setzte sich auf den Stuhl.
    Aus dem Augenwinkeln sah ich, das sie mich musterte. "Was ist?", blaffte ich sie an. Sie antwortete mir schnippisch: "Nix. Du erinnerst mich nur an jemanden. Und jetzt keine weiteren Fragen mehr..."
    Aha. Also war sie kein Angshase. Ich schwieg. Sie auch. Wir schwiegen und schwiegen, waren still und sagten nix.


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    Es hat zur Verwirrung geführt, das mit dem fünf Stunden/drei Tage-Zeug... Nein, so viel Zeit ist nicht vergangen. Der Zeitsinn des lieben Scherbi ist nur ein bisschen durcheinander...

    10
    Robin
    Yori stürmte in mein Zimmer, woraufhin ich ihm entgegenpfefferte: "Was zum Teufel ist los? Kannst du ni-" "Du musst mir helfen! Drachi dreht durch! Milly ist verschwunden!", schnitt er mir scharf das Wort ab. "Komm!" Er eilte zu Millys Zimmer und riss die Türe auf. Vorsichtig betrat ich das Zimmer, Yori folgtemir und schloss die Tür. Drachi kauerte auf dem Boden, mit dem Rücken zu uns, umklammerte sich selbst und schaukelte leicht vor und zurück, als wollte sie sich selbst trösten. Vorsichtig ging ich zu ihr hin und beugte mich zu ihr runter. Doch ich kam nicht mal dazu, ein Wort zu sagen, da wirbelte sie mit tränenüberströmten Gesicht herum und schrie mich an: "Du!" Anscheinend erkannte sie mich nicht. Ich fing ihre Hand ab, die auf mei Gesicht zuflog, nahm die andere auch in meine Hände und hielt sie fest. Sie wand sich wie ein Wurm, bis auf einmal Yori neben mich trat und beruhigend auf sie einsprach. "Sch... alles okay... Das ist Robin und ich bin Yori. Du kennst uns wir wollen dir nichts tun..." Und tatsächlich wurde sie ruhig. Nach einigen Sekunden sagte sie erstickt: "Es tut mir so leid..." Mit diesen Worten war ein Damm gebrochen und die Tränen liefen ihr nur so übers Gesicht. Nach einer Zeit des kurzen Zögerns zog ich sie an mich und drückte sie. Sie bebte und zitterte wie Espenlaub. Yori stand daneben und wusste anscheinend nicht, was er tun sollte. Am Rande nahm ich wahr, wie Schneeei und Fufu sich zu uns gesellten. Beide strichen Drachi über den Kopf und flüsterten ihr beruhigend zu. Nach einigen Minuten zeigte sich die Wirkung. Drachi drückte mich vorsichtig weg und rief: "Wer hilft mir, Milly zu retten?"
    Alle stimmten zu. "Also. Erst mal nach verdächtigen Spuren suchen", meinte ich. "Genau, Sherlock...", grinste Schneeei und ging in die Knie, um unters Bett zu sehen.

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    "Ich schreibe hier nicht weiter. Ohne Scherbi und Yori macht es keinen Sinn mehr.", das schrieb ich., als ebendiese zwei verschwunden waren. Warum? Nun, fragt sie selber, wenn ihr es nicht wisst. Sie werden es euch zwar sehr wahrscheinlich nicht sagen, aber wen juckts.... *^* Es spielt keine Rolle in der Geschichte. Jedenfalls, es war fast das Ende dieser Story, das die zwei TD verlassen wollten. Aber da Scherbi und Yori wieder zurück sind (Yeeeeey!) werde ich hier weiterschreiben...

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    Milly
    Sie werden mich finden. Sie müssen es einfach... Mit diesem Heini habe ich heine Lust, noch länger hier rumzuhampeln...
    Ich blickte Missmutig zu meinem Zellengenossen hinüber, der, seit ich hier reingekommen war, seine Kapuze trug, die einen Schatten auf sein Gesicht warf. Genau so, das ich nix erkennen konnte. Gar NICHTS! Er, ich war ziemlich sicher das es ein er war, sass in einer Ecke und fummelte mit einer Hand an einem Loch in seiner Hose herum, das sich immer weiter vergrösserte. Die andere Hand hatte er in seinen Ärmel zurückgezogen, so das sie nicht zu sehen war. Auf der 'sichtbaren' Hand meinte ich nun ein Tattoo zu erkennen, jedoch konnte ich nicht sehen, was es abbildete. Seufzend lehnte ich mich an eine der kalten Betonwände und schloss die Augen. Ich würde nicht in Panik ausbrechen oder anfangen zu heulen. Trotz meines Vorsatzes rollte mich eine einzige Träne über mein Gesicht, die ich schnell fortwischte. Nein. Kein rumheulen.
    Langsam rutschte ich an der Wand hinunter, bis ich auf dem kalten Boden sass.
    Warum war ich nur hinausgegangen? Wegen Silberstern und Hyänensonne. Stimmt. Wie immer hatte jemand alle Türen und Fenster geschlossen, ohne zu überprüfen, ob alle Tiere drinnen waren. Und die zwei waren noch draussen am rumstreifen... Wir brauchen dringend eine Katzenklappe... Geld sollten wir noch übrig haben...
    Plötzlich schrillte eine Alarmglocke los. Das schrille Kreischen riss mich aus meinen Träumen und ich sprang auf.
    Der andere ebenfalls geschmeidig aufgestanden und hatte wie aus dem Nichts ein Messer in der Hand, das in dem Licht der LED-Lampen bedrohlich glänzte.

    12
    Fufu
    Wir schlichen uns durch ein Gebäude, in dem wir hofften, Milly zu finden. Ich spürte Drachi neben mir, die nervös herumhibbelte und mit dem Küchenmesser herumspielte, auf das sie bestanden hatte es mitzunehmen. Hinter ihr funkelten Yoris Augen aus dem halbdunklen Schatten eines Schrankes hervor, der aus irgendeinem Grund mitten im Gang stand. Robin, der an der Spitze unserer kleinen Befreiungstruppe lief, gab uns ein Zeichen, das die Luft rein war. Schnell huschten wir den hell beleuchteten Teil des Flures entlang, wis wir wieder im Schatten standen. So ging es schon seit gefühlten Ewigkeiten. Und so ging es auch gefühlte Ewigkeiten weiter, bis wir wieder neben dem Schrank standen. Drachi rammte wütend ihr Messer in das helle Holz des Schrankes. "Mist! Wir sind im Kreis gelaufen!", flüster-schrie sie. Als sie das Messer aus dem Schrank herausziehen wollte, brach ein grosser Teil der Spitze ab. Es folgte ein Schwall von Flüchen, die allerdings schnell wieder aufhörten. Als Robin und der Rwst weiterlief, stopfte sie das ruinierte Messer kurzerhand in die Aussentasche meines Rucksacks. Ich beschränkte mich auf einen kurzen, wütenden Blick über meine Schulter zu Drachi, um meine Unstimmigkeit darüber irgendwie auszudrücken. Drachi grinste mir gespielt unschuldig zurück. Ich schnaubte und lief, den Blick auf Schneeeis Rücken gerichtet, weiter.


    Leute, vergesst das mit den Tieren. War 'ne blöde Idee.

    13
    Yori
    Ich öffnete eine Türe. Keine Spur von Milly. Ein Blick zu den anderen zeigte mir, das sie auch nicht erfolgreich waren. Schneeei hatte einen Gang gefunden, in dem Türen aus Stahl mit kleinen, vergitterten Fenstern auf Augenhöhe. Daraus hatte sie schlussfolgert, das dies die Zellen waren, in denen Milly gefangen gehalten wurde. Leise huschte ich zur nächsten Türe und versuchte, sie zu öffnen. Abgeschlossen. Ich gab dem Rest ein Zeichen, das sie herkommen sollten, was sie auch unverzüglich taten. "Wo könnte der Schlüssel denn sein?", fragte Drachi leise. Fufu räusperte sich. "Über deinem Kopf!"
    Drachi fuhr herum. Über ihr hing ein unauffälliger Schlüssel. Sie nahm ihn herunter und warf ihn mir zu, da ich am nächsten beim Schlüsselloch stand. Ich probierte, ob der Schlüssel passte. Tat er. Vorsichtig drehte ich ihn herum und öffnete die Türe. Mit den anderen dicht hinter mir trat ich in den halbdunklen Raum. Drachi stürzte an mir vorbei zu einer Gestalt, die gegen sich die Wand gelehnt hatte und uns unter dem Schatten einer Kapuze hervor beobachtete. Ich packte sie am Arm und zog sie zu mir. "Das ist nicht Milly! Milly ist kleiner! Viel kleiner!", zischte ich ihr zu. Drachi riss sich los und schluckte. Da erhob sich eine weitere Person aus dem Schatten einer Ecke und lief auf uns zu. "Drachi? Yori? Robin? Seit ihr das?", rief sie leise. "DAS ist Milly!", meinte Robin. Mit einem erleichterten Quicker stürzte Drachi zu Milly und stützte sie auf dem restlichen Weg zu uns.
    "Und wer ist der andere?", fragte Schneeei mit gesenkter Stimme. Automatisch blickte ich zu der anderen Gestalt. Milly hustete und flüsterte uns zu: "Er sagt, das er Todesdämmerung hiesse, das glaube ich ihm aber nicht..."

    14
    Schneeei
    "Och, jetzt bin ich aufgeflogen. Wie schade... Aber mal so nebenbei: Flüstern könnt ihr nicht." Die Person schlenderte auf uns zu. "Und Personen anscheinend auch nicht." Mit diesen Worten schob er sich die Kapuze in den Nacken und enthüllte ein Gesicht, das ich mir bisher nur ausgedacht hatte. Yori sog scharf die Luft ein. "Scherbi!"
    Scherbi zog als Antwort nur eine Augenbraue hoch. "Ich nehme an, das ihr nicht zu einem Gefangenenbesuch gekommen seit, oder? Also: gehen wir. Hier wird's langsam kalt." Niemand widersprach ihm. "Okay...", meinte Robin unsicher, "Folgt mir..." Er lief hastig den Gang hinauf, mit gelegentlichen Blicken über die Schulter, um zu sehen, ob noch alle da waren. Und diese Blicke wurden uns um Verhängnis. Während Robin zurückschaute, lief er um eine Ecke und prompt landete er vor einer Patrouille. Scherbi, der direkt hinter ihm lief, wurde Opfer der ersten Kugel, die ihm ein bulliger Typ mit Stiernacken ins Bein, oberhalb den Knies, hineinschoss. Das alles passierte in Sekundenschnelle, so das ich, als Scherbi zusammensackte, ebenfalls direkt vor der Patrouille stand. Doch Yori, der in mich hineinrannte, riss mich um und bewahrte mich vor einer weiteren Kugel. Erst als ich etwas warmes spürte, das über meine Hand lief, realisierte ich, das die für mich bestimmte Kugel Yori getroffen hatte. Robin packte Scherbi und schwankte mit ihm so schnell wie möglich weg. Ich spürte, wie mir jemand die Hand auf die Schulter lege. "Nimm Yori an den Schultern und hilf mir, ihn weg zu tragen!", hörte ich Fufus aufgekratzte Stimme. Innerlich taub tat ich, was von mir verlangt wurde. Wie in einem Film sah ich, wie Drachi mit Milly die Patrouille, die eigentlich nur aus zwei Personen bestand, ablenkte.
    Was danach passierte, durchlebte ich in einem Schock. Alles war weit weg, die Töne erschienen mir dumpf, die Farben waren matt, alle Konturen verschwammen. Als ich aus diesem Schock 'aufwachte', sass ich in einer Krankenhauskantine und knabberte lustlos an einen Stück Brot, um mich herum die bleichen Gesichter von Robin, Fufu, und Milly mit dem Kopf einer schlafenden Drachi im Schoss.

    15
    Drachi
    Einer der Krankenhausangestellten wurde beauftragt, Robin, Schneeei, Fufu, Milly und mich nach Hause zu fahren, was keiner von uns wollte. Doch eigentlich hatten die Ärzte recht: Wir konnten nichts für Yori und Scherbi tun. Beide waren zur Beobachtung auf die Intensivstation verlegt worden und sollten da für die nächsten 24 Stunden bleiben. Fürs erste durfte man sie nicht mal besuchen. Deshalb sassen wir jetzt zu viert zusammengequetscht auf der Rückbank eines Minivans, Milly durfte auf dem Beifahrersitz sitzen, da sie die war, die in Gefangenschaft war und deren Handgelenke bandagiert waren. Ich sass etwas verschlafen hinter dem Beifahrersitz, neben mir Fufu, die trotz allem hellwach war und in ihrem Rucksack wühlte. Schneeei, die ziemlich ungehalten darüber war, das Fufu ihr den Inhalt des Rucksacks auf den Schoss warf und ihn kurzerhand Robin aufhalste, der zu müde war, um sich irgendwie zu beschweren. Auf dem Fahrersitz hupte der Krankenhausmitarbeiter andauernd andere Autofahrer an. Er hatte einen ewig langen Namen, dessen Anfang isch schon vergessen hatte, bevor er geendet hatte. Ich beschloss, ihn Karl zu nennen. Er sah aus wie ein Karl.
    Nach einigen Minuten führen wir endlich auf unser Grundstück. Unser "Aufpasser" Francis lief uns entgegen, sobald wir alle aus dem Wagen gestiegen waren. Karl tippte sich an die imaginäre Mütze und fuhr davon. "Kommt rein, ihr seit ja ganz blass, kommt, kommt", drängte Francis und winkte uns in die Küche, wo bereits dampfende Tassen mit Tee standen. Ich stürzte mich auf meine und nippte daran, während langsam Bewegung in den Rest kam. Als alle am Küchentisch sassen, fragte Francis mit einem Blick auf die übrig gebliebene Tasse: "Wo ist Yori?"
    "Er... er wurde angeschossen...", murmelte Robin, während er auf den Tisch starrte. "Was habt ihr denn da wieder angestellt...", seufzte Francis. Der alte Mann liess sich ebenfalls auf einen Stuhl fallen und blickte uns ernst an. "Erzählt mir alles. Milly, fang an. Du warst ja sehr aktiv dabei, wie mir scheint.", meinte er mit einem Blick auf Millys Handgelenke. Zögernd fing Milly an zu erzählen, erst wie sie entführt wurde, dann übernahm ich und erzählte von unserer Befreiungsaktion und wie wir Scherbi gefunden hatten. Schneeei erzählte mit heiserer Stimme wie Scherbi und Yori angeschossen wurden. "Und jetzt sind wir hier, Yori und Scherbi liegen auf der Intensivstation. Zur Beobachtung.", schloss sie unsicher.
    Francis seufzte erneut. "Holt jetzt euren Schlaf nach. Nachher halte ich euch die von euren Eltern vorgeschriebe Standpauke."

    16
    Scherbi
    Grimmig sah ich aus dem Fenster. Alles war still, abgesehen von Yoris gleichmässigen Atemzügen und dem Piepsen der Geräte um mich herum. Draussen gab es nichts interessantes zu entdecken. Nur die Wand des anderen Krankenhausflügels. Leider waren die Fensterscheiben nach aussen verspiegelt, so das man nicht mal die Patienten beobachten konnte. Sterbenslangweilig.
    Als eine junge Krankenschwester kam, um nach uns zu schauen, reichte es mir. "Lassen sie mich hier raus!", fuhr ich sie an. "Wir dürfen sie noch nicht entlassen", sagte sie in einem besänftigenden Ton, der meine eh schon überstrapazierten Nerven noch weiter spannte. "Lassen sie mich wenigstens was rauchen!", herrschte ich sie an. Langsam zeichnete sich so etwas wie Angst auf ihrem Gesicht ab, stellte ich befriedigt fest. Doch weiterhin blieb sie beharrlich. "Nein. Das dürfen sie nicht."
    Yori, der durch die kleine Uneinigkeit wach geworden war, brummte: "Scherbi, das nützt doch nichts... Warte noch ein paar Stunden, dann bist du sowieso entlassen..." "DU bist entlassen. MICH wollen sie noch hierbehalten, ich komm nur von der Intensivstation runter...", grummelte ich. "Immerhin mussten sie dir 'ne Kugel aus dem Bein pulen!", entgegnete Yori frech. Gereizt knurrte ich und liess mich in mein Kissen zurückfallen, als die Krankenschwester verschwunden war.
    Nach etlichen Stunden wurde plötzlich die Türe aufgerissen und Robin stürzte hinein, hinter ihm folgte der Rest. Hinter ihnen sah ich einen Arzt, der anscheinend versucht hatte, sie dazu zu bringen, leise und langsam hineinzugehen und musste unwillkürlich über seinen verzweifelt aussehenden Gesichtsausdruck grinsen. Jedoch wurde mir der Blick auf ihn versperrt, sich Robin, Schneeei, Fufu, Milly und Drachi in einem Halbkreis um die Betten von Yori und mir aufstellten. Einige Momente sagte niemand etwas, bis Schneeei Yori einen Laptop aufs Bett warf. "Wir haben Laptop-kun mitgebracht..."
    Fufu legte mir ebenfalls einen Laptop ans Fussende des Bettes, nur etwas vorsichtiger. "Das ist ein alter Laptop.", erklärte Robin, "ich brauche ihn nicht mehr und da du deinen nicht mehr hast, kannst du ihr gerne haben..." "Danke", sagte ich. "Das Ladekabel ist hier", Fufu legte mir eine Tasche auf den Laptop.
    "Und wo ist Laptop-kuns Ladekabel?", fragte Yori. "Oh, Shit. Ich wusste doch das wir was vergessen haben...", murmelte Drachi.

    17
    Robin
    Nach etwa zwei Wochen wurde Scherbi aus dem Krankenhaus entlassen, allerdings mit Krücken und einem Gips, was er gar nicht lustig fand. Yori war freiwillig bei Scherbi im Krankenhaus geblieben, um ihm Gesellschaft zu leisten. Francis hatte aus Scherbi die Handynummer seiner Erzeuger herausgekitzelt und bei ihnen angerufen, um ihnen mitzuteilen, das Scherbi ab sofort bei ihnen leben würde. Gegen Scherbi's Willen wurde er auch an der Schule angemeldet, wo wir alle hingingen.
    Am ersten Tag nach den Ferien fuhren wir wie gewohnt mit dem Bus zur Schule, wo Scherbi viele Blicke erntete. Alles von Neugier bis Abscheu war dabei. Doch er hinkte durch die Schüler hindurch, Fufu und Schneeei nach, ohne sich um die Blicke zu scheren. An seiner Seite klebte Yori. Hinter ihm liefen Milly und Drachi, Hand in Hand. Ich folgte ihnen langsam.
    Nachdem wir mit Scherbi im Sekretariat waren, verschwand jeder zu seiner Klasse. Der Vormittag rauschte an mir vorbei. In der Kantine setzte ich mich zu meinen Klassenkameraden. Am Tisch neben mir sassen Fufu und Schneeei, ihnen gegenüber Milly mit Drachi. Beide hatten sich gegenseitig den Arm um die Schulter gelegt und lehnten die Köpfe gegeneinander. Unwillkürlich musste ich lächeln, als ich die zwei in so einer Pose sah. Doch dieses Lächeln wurde weggewischt, als ich sah, wie Scherbi von einem bulligen Teenager bedrängt wurde. Scherbi leerte ihm allerdings kurzerhand die heisse Nudelsuppe über den Kopf, woraufhin sich der Typ aufbrüllte uns hinausrannte. Einige vereinzelte Klatscher und anerkennendes Gemurmel ertönte.
    Mein Lächeln kehrte zurück.

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Kommentare (190)

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vor 229 Tagen flag
Scherbi ist schlauer als schlau! Wuhu!

Natürlich wussten wir das alle schon vorher, aber egal... ^^'
vor 229 Tagen flag
Danke. Du hast es erfasst.
vor 229 Tagen flag
Der erste Punkt sollte n Fragezeichen werden.
vor 229 Tagen flag
Ihr seid zusammen. Glückwunsch.
vor 229 Tagen flag
Ich bin schon am verzweifeln... qwq
vor 229 Tagen flag
Sonst verzweifel ich...
vor 229 Tagen flag
Milly hat ja gesagt, Zuckerschneckchen klingt wie der Kosename für … und dann nenne ich sie so....?!
Hilft das? ^^'
vor 229 Tagen flag
Hilft der Satz "Drally ist wahr geworden." weiter?
vor 229 Tagen flag
Vor einer Woche Samstag ist es passiert, ja... ^^'

xD
vor 229 Tagen flag
Gestern... Also vorgestern... Das mit der einen Woche?

Aber Scherbi x Nudelsuppe.................................................
vor 230 Tagen flag
Milly und Drachi Arm in Arm ist schon mal ganz gut... ^^'
vor 230 Tagen flag
Du müsstest es halt sogar wissen, weil ich es gestern geschrieben habe..
vor 230 Tagen flag
Ich bin auch nicht schlau.....

ScherbixNudelsuppe?

Oder......

Hmmmm...

War das nicht so n Bild?

Milly und Drachi Arm in Arm?

Ist ja schon ewig her lol
vor 231 Tagen flag
Aww qwq
Doch, Scherbi ist schlau.
vor 231 Tagen flag
Also bin ich nicht schlau... Mein armes Selbstbewusstsein. ;-;
vor 231 Tagen flag
Wer die Anspielung im neuen Kapitel versteht,, ist schau... xD
vor 231 Tagen flag
^^'
vor 232 Tagen flag
Scherbi weiß sich zu verteidigen :3
vor 236 Tagen flag
BANANE! OwO
vor 237 Tagen flag
Banane?