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BTS - Liebe geht durch den Magen (Jin Ff)

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7 Kapitel - 9.637 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 8.529 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 10 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 18 Personen gefällt es

Mein Name ist Rose Kim Un, ich bin 22 Jahre alt und das hier ist meine Geschichte.
Eigentlich wollte ich immer als Schauspielerin arbeiten, doch dank meinem Vater ist es nun mein Job, Menschen Geheimnisse zu entlocken. Er ist alles was ich habe und ich möchte ihn nicht enttäuschen. Doch bei meinem neusten Auftrag stellte ich mir doch die Frage:" Ist es das wert?" Oder sollte ich vielleicht doch auf mein Herz hören?

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    Name: Rose Kim Un Alter: 22 Jahre Größe: 1,64 m Augenfarbe: dunkelbraun Haarfarbe: pastellrosa Land: Korea Hobbys: essen, Cello spielen, schauspiele

    Name: Rose Kim Un
    Alter: 22 Jahre
    Größe: 1,64 m
    Augenfarbe: dunkelbraun
    Haarfarbe: pastellrosa
    Land: Korea
    Hobbys: essen, Cello spielen, schauspielern, kochen
    Eigenschaften: verrückt, musikalisch, verfressen, schlau
    Ausbildung: eigentlich Schauspielerin, arbeitet für ihren Vater
    Eltern: Vater (Chef einer berühmten Zeitung), Mutter (tot)


    Ein lauwarmer Luftzug fuhr durch meine halblangen pastellfarbenen Haare, die mich sanft an der Nase kitzelten. Ich lag mit halb-geschlossenen Augen im hohen Gras zwischen den kleinen bunten Blumen und beobachtete die weißen Wolkenschafe. Der süßliche Duft der Kirschenbäume lag in der Luft, während kleine hellrosa Blätter mit dem Wind tanzten.

    Es war Frühling.

    Ein Frühling, der mich an meine Kindheit erinnerte. Ich lächelte, als sich das dicke Wolkenschaf in einen kleinen Hasen verwandelte und davon hoppelte. Glücklich schloss ich die Augen und ertastete mit beiden Händen das Gras und die Erde unter meinem Körper. Der Boden war bereits etwas warm von den ersten Sonnenstrahlen, die sich über die grünen Wiesen gelegt hatten. In Gedanken versunken strich ich mit meiner Hand über das wild gewachsene Gras.

    Ich liebe die Natur und so auch alles was zu ihr gehört.
    Als eine weiße Taube auf dem Kirschblütenbaum über mir landete, setzte ich mich auf und strich mir die Haare aus dem Gesicht. Ich blinzelte gegen die Sonne und hielt mich als Schutz die Hand vor die Augen.

    Unter mit lag Seoul. Die Stadt, in der ich groß geworden war. Auf dem Abhang, auf dem ich mich befand, konnte man über die ganze Stadt sehen. Es war wundervoll. Man sah dich Hochhäuser, die kleinen Dörfer am Rand der Stadt, den großen Stadtpark, die kleinen Gassen, die Wiesen,….
    Dieser Platz hier, war ein Ort, an dem ich mich schon immer sicher gefühlt habe. Immer wenn es mir in der Vergangenheit schlecht gegangen war, bin ich hierhergekommen. Ich weiß nicht wieso, aber nur hier schaffe ich es wieder mit mir ins Reine zu kommen.

    Mein Name ist Rose Kim Un. Ich bin 22 Jahre alt und das hier, das ist meine Geschichte.

    Mein Handy summte. Schnell kramte ich in meiner Jackentasche nach dem kleinen rosa-roten Teil. „Ja?“ Ich hob ab und hörte ein leises Husten am anderen Ende der Leitung. „Rose? Wo bist du, ich brauch dich sofort in der Firma. Ich habe einen neuen Auftrag für dich!“ Ich verdrehte die Augen. „Guten morgen Paps! Auch schon dich zu hören!“, holte ich meinen Vater auf den Boden der Tatsachen zurück. „Jaja, Rose. Aber jetzt beeil dich es ist wichtig!“

    Ich seufzte leise und stand auf. „Gut, ich bin in 15 Minuten da!“ „Bis gleich“, kam es vom anderen Ende. Doch bevor ich noch etwas antworten konnte hörte ich auch schon das Klacken des Hörers, der wieder zurück auf die Station gelegt worden war.

    „Typisch Paps!“, murmelte ich und machte mich auf den Weg zurück in die Stadt.

    Meine Beziehung zu meinem Vater ist……naja sagen wir mal, sie ist gewöhnungsbedürftig. Würden man uns nicht kennen, würde man eher denken, wir seinen Chef und Angestellte und nicht Vater und Tochter. Mein Vater ist ein angesehener Mann in Seoul. Ihm gehört eine der größten Zeitungen hier die „Secret“. Das ist Englisch und steht für „Geheimnis“. Was unsere Zeitung nicht passender mit einem Wort beschreiben könnte. Denn worauf wir uns spezialisiert haben, und was wie eine Bombe bei unseren Lesern einschlägt, sind die Geheimnisse der Stars und Sternchen dieser Stadt.

    Ich arbeite seit ich 18 bin bei der Zeitung meines Vaters. Eigentlich habe ich die Ausbildung zur Schauspielerin gemacht, doch mein Vater wollte unbedingt, dass ich in seiner Firma einstiege. Eigentlich wollte ich damals „nein“ sagen, doch ich wollte meinen Vater nicht enttäuschen.

    Das Ansehen und der Zuspruch meines Vaters bedeutet mir alles. Außer ihm habe ich niemanden. Meine Mutter ist bei meiner Geburt gestorben und einen Bruder, oder eine Schwester habe ich nicht. Als ich klein war, habe ich immer die verrücktesten Dinge angestellt, um die Aufmerksamkeit meines Vaters zu bekommen. Ich wollte doch nur einmal hören, dass ich etwas gut gemacht habe, dass er stolz auf mich war. Doch das war beinahe unmöglich.

    Mein Vater arbeitet hart und würde ich nicht in seiner Firma angestellt sein, würden wir uns vermutlich gar nicht mehr sehen.


    Mit meinem Blick zu Boden gerichtet, trottete ich den langen Weg zurück in die Stadt, bis ich schließlich das große Bürogebäude meines Vaters erreichte. Die 120 Stockwerke wirkten eindrucksvoll auf die Passanten und ragten viele, viele Meter in den blauen Himmel. Vervollständigt wurde das Bild von den Menschenmassen in Anzug und mit Aktenkoffer, die im Sekundentakt ein- uns ausmarschierten. Ich seufzte noch einmal in mich hinein, dann betrat ich das Gebäude.

    -drei Minuten später im Büro meines Vaters-

    „Na endlich!“, begrüßte mich mein Vater und schlug die dicke Aktenmappe zu, die vor ihm auf dem Tisch lag. „Ich bin so schnell gekommen, wie ich konnte“, argumentierte ich und ließ mich keuchhend auf den Sessel an der gegenüberliegenden Seite des Tisches fallen. „Das mag schon sein“, murmelte er und zog einige Zettel aus dem Stapel. „Das ändert aber nichts daran, dass du wieder mal zu spät bist!“

    Ich biss mir auf die Unterlippe und schluckte die aufkommende Wut herunter. „Das nächste Mal bin ich pünktlicher, versprochen!“, lächelte ich entschuldigend und überschlug meine Beine. „Das mag ich hoffen“, kam es als Antwort. Dann hielt mein Vater inne und reichte mir die Zettel.

    Ich nahm sie entgegen und sah ihn verwirrt an. „Und was soll ich damit?“ „Das ist dein neuer Auftrag!“ Ich musterte die Seiten, auf denen sieben verschiedene Steckbriefe abgebildet waren. Es waren sieben junge Männer einer K-Pop Gruppe. „BTS“, las ich leise und überflog die Seiten. Ihre Namen waren Jung Hoseok (J-Hope), Park Jimin (Jimin), Kim Namjoon (RM), Kim Taehyung (V), Min Yoongi (Suga), Jeon Jungkook (Jungkook) und Kim Soekjin (Jin).

    Mein Vater erhob sich plötzlich von seinem Sessel, stand auf und sah aus dem großen Glasfenster, von dem man den Überblick über die ganze Innenstadt hatte. „Du wirst diese sieben jungen Männer um den Finger wickeln und ihnen ein Geheimnis nach dem anderen aus der Nase ziehen. Dazu wirst du eine neue Identität bekommen und die nächsten Wochen bei ihnen einziehen.“ Ich sah ich fragend an. „Und wie genau hast du dir das vorgestellt, dass ich da reinkomme?“

    Mein Vater drehte sich zu mir um und kam auf mich zu. „Über ihn!“ Er zeigte auf denn ältesten der sieben Männer. „Über Kim Soekjin.“ „Er wird heute Abend als Stargast bei einer Kochshow teilnehmen, und du wirst ebenfalls dabei sein. „Ich?“, fragte ich verwirrt und sprang von meinem Sessel hoch. „Ja du!“, erklärte mein Vater bestimmend. „Du bist Schauspielerin. Wer sonst, könnte es besser machen als du und Kim Soekjin dazu überreden, die nächsten Wochen bei ihm wohnen zu können.“

    „Ist das nicht illegal?“, erkundigte ich mich schnell in der Hoffnung, ihm die Idee noch ausreden zu können. „Ach Rose, du solltest doch mittlerweile wissen, dass man in unserer Branche nicht immer alles auf dem legalen Weg erledigen kann. Manche Dinge muss man einfach riskieren!“

    Ich schluckte. „Du willst also, dass ich mich bei diesen sieben Männern zuhause einschleiche und ihr Vertrauen gewinne, sodass sie mir ihre Geheimnisse verraten und ich sie dann hintergehe und sie an die Öffentlichkeit weiterleite?“ „Bravo, Rose. Du hast es verstanden! Und merk dir eines: Je skandalöser, desto besser!“

    „Ich weiß nicht so recht“, murmelte ich. „Es ist eine Sache ab und an Promis zu beobachten und ihnen ab und an in einem Gespräch an der Bar ein Geheimnis zu entlocken, aber ist es nicht falsch Menschen über einen so langen Zeitraum dermaßen zu hintergehen?“

    Mein Vater sah mich verständnislos an. „Ich bin enttäuscht von dir Rose! Ich hätte wirklich gedacht und hättest mittlerweile verstanden worauf es in unserer Arbeit ankommt!“
    Diese Worte trafen mich wie ein Dolch mitten in Herz. Schnell sah ich wieder auf und ging auf meinen Vater zu. „Warte, du hast recht. Du kannst auf mich zählen. Ich mache es!“
    Mein Vater lächelte zufrieden und legte mir eine Hand auf die Schulter.

    „Wusste ich doch, dass ich mich immer auf dich verlassen kann!“

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    ((bold))-eine Stunde später-((ebold)) Mit einem leisen Knacken bohrten sich die Metallbuchstaben des Stanzers in das Plastik meines neuen Führersche

    -eine Stunde später-

    Mit einem leisen Knacken bohrten sich die Metallbuchstaben des Stanzers in das Plastik meines neuen Führerscheins und dann in meine neue Kreditkarte. An der Stelle, wo eigentlich „Rose Kim Un“ stehen sollte, stand nun „Rose Park“. Ich griff nach den beiden Karten und betrachtete den Schriftzug mit kritischem Blick.

    „Und das merkt man bestimmt nicht?“ Der Mann aus der Identitätsabteilung sah auf und schüttelte den Kopf. „Nein, mit Sicherheit nicht! Die beiden Ausweise sind ja echt, es ist nur nicht legal sie auf diese Weise herzustellen und zu benutzen!“ Ich nickte, verstaute die Karten sicher in meiner Geldbörse und machte mich auf den Weg in den 10. Stock.

    Es war bis jetzt noch nie nötig gewesen, für einen meiner Jobs, einen neuen Ausweis machen zu lassen. Für gewöhnlich stelle ich mich einfach mit einer falschen Visitenkarte vor. Die kann meine Zielpersonen aber erst dann überprüfen, wenn es bereits zu spät ist und ich die Informationen habe, die ich brauche.
    Im 10. Stock angekommen, lief ich den langen Gang hinunter, bis zu einer großen Holztür. Schon bevor ich aufmachte, konnte ich die laute Musik hören, die aus dem Raum dröhnte. „Big Bang“, grinste ich und trat ein.

    „Rose, mein Schatz!“ Als Chloe mich bemerkte, kam sie mit einem breiten Lächeln auf mich zu und schloss mich fest in ihre Arme. „Wo schickt dich dein Vater denn nun wieder hin? Möchte er dir nicht mal eine kleine Pause gönnen? Du arbeitest doch sowieso rund um die Uhr!“

    Verlegen löste ich mich von ihr und warf einen sehnsüchtigen Blick nach draußen. „Ich bin diesmal länger weg“, erklärte ich und beobachtete, wie sich ein Vogelschwarm in die Lüfte erhob. „Länger weg?“, wiederholte sie und führte mich zu meinem Lieblingssessel, auf dem ich seufzend Platz nahm.
    „Und wem genau, wirst du diesmal ein Geheimnis entlocken“, bohrte Chloe weiter und begann sich über meine Haare herzumachen. „Den sieben Mitgliedern aus BTS. Papa möchte, dass ich es schaffe, bei ihnen einzuziehen!“

    Chloe stoppte damit, an meinen Haaren herumzuziehen und sah mich geschockt an. Sie wollte etwas sagen, doch dann schüttelte sie nur verständnislos den Kopf. Kurz schwieg sie, dann warf sie einen blick in den Spiegel und legte ihre Hände auf meine Schultern. Sie überlegte. „Das heißt,……………wir brauchen etwas junges, peppiges, einzigartiges, oder?“
    Ich dachte ebenfalls kurz nach, und nickte schließlich. „Ich glaube, das wäre perfekt!“ Kurz kramte sie in einer Lade mit Haarfarben, und hatte schließlich gefunden, was sie gesucht hatte. „Oh Rose mein Schatz, du wirst es lieben!“
    Überglücklich legte sie mir ein Handtuch um und machte sich an die Arbeit.

    Chloe ist unsere Stylistin und Visagistin hier in der Firma. Zu ihr geht man, wenn man für einen Job mal schnell sein Äußeres ändern muss. Denn hat man so wie ich, täglich einen neuen Auftrag, sollte man so wandelbar wie möglich sein, und am besten nie wie man selbst aussehen.

    Chloe und ich stehen uns sehr nahe. Ich kenne sie, seit ich ein kleines Mädchen war und sie ist fast so etwas wie eine Ersatzmutter für mich. Auch wenn ich ihr leider fast nie über meine Aufträge erzählen darf, schafft sie es doch, mir das Gefühl zu geben, für mich da zu sein, wenn ich sie brauche. Und das ist es auch, was ich so sehr an ihr liebe.


    -zwei Stunden später-

    „So, fertig!“ Zufrieden legte Chloe den Föhn und das Haarspray zu Seite und gab mir den Blick auf den großen goldenen Spiegel frei. „Na, was sagst du? Gefällts dir?“

    Ich blinzelte, und starrte mich selbst überrascht im Spiegel an. Meine Haare glänzten in den warmen Sonnenstrahlen und schimmerten in einem hellen Rosa. Nicht nur die Länge meiner Haare war um einige Zentimeter gekürzt worden, nein, auch Stirnfransen umspielten nun mein überraschtes Gesicht und ließen mich fast etwas frech aussehen.

    „Es ist der Wahnsinn“, staunte ich und wuschelte mir verliebt durch das Haar. „Wusste ich doch, dass dir das gefällt“, grinste Chloe stolz und nahm mir das Handtuch ab.

    „So, jetzt brauchen wir nur noch das perfekte Outfit für dich! Wir wollen ja, dass du heute alle Leute in der Show vom Hocker haust!“

    Sie zog mich sanft auf dem Sessel auf und schob mich in den großen begehbaren Kleiderschrank. Jedes Mädchen würde mich um das hier beneiden. Hier drinnen stapelten sich Schuhe über Handtaschen und in jeder Schrank-Abteilung gab es Kleidung für einen anderen Anlass.

    Doch auch, wenn ich hier schon bestimmt hundert Mal drinnen war, war es immer noch ein Erlebnis etwas aus diesem Repertoire auszuwählen, dass ich naher auch tragen durfte. Mein Blick schweifte über die riesen Auswahl an Röcken und Kleidern und bliebt schließlich an einer blauen Jeansjacke mit Blumenprint hängen.

    Ich griff nach ihr und strich sanft über den rauen Stoff und das filigrane Muster. Als Chloe mich bemerkte, kam sie zu mir und sah mir neugierig über die Schulter. „Perfekt!“, meinte sie lächelnd. „Ich denke das ist es!“

    -eine Stunde vor der Show-

    Ich war angespannt.

    In den letzten Stunden hatte ich mir alles eingeprägt, wovor mich mein Vater gewarnt hatte. Noch dazu kam, dass ich nun ein komplett anderer Mensch war und so hatte ich auch eine andere Lebensgeschichte. Trotzdem habe ich versucht so viel wie möglich aus meinem echten Leben zu übernehmen, so wahr es unwahrscheinlich, dass mir einmal ein Fehler passierte.

    Das Auto, in dem ich saß, fuhr gerade auf die Hauptstraße auf. In etwa zehn Minuten waren wir am Ziel, dann musste ich für alles bereit sein.

    Meine Hände schwitzten und ich wischte sie nervös in meine Hose. „Jetzt reiß dich zusammen, Rose“, ermahnte ich mich selbst in Gedanken. Ich sah aus dem Fenster. Heute waren da keine Wolkenschafe und auch keine Wolkenhasen, die glücklich davonhoppelten. Ich seufzte. Noch einmal ging ich meine neue Identität durch, die ich in den nächsten Tagen niemals vergessen durfte:

    1. Mein Name ist Rose Park.
    2. Ich bin 22 Jahre alt
    3. Meine Mutter ist bei meiner Geburt gestorben
    4. Meinen Vater kenne ich nicht
    5. Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen
    6. Ich habe keine Geschwister
    7. Ich habe die Schule abgebrochen, um für meine Großeltern da zu sein
    8. Ich versuche Arbeit zu finden, um meine Großeltern finanziell zu unterstützen

    Das war es also, wer ich jetzt war. Ein Mädchen, dass zwar viele Gemeinsamkeiten mit mir hatte, aber eigentlich das komplette Gegenteil von mir war. Als ich meinen Steckbrief das erste Mal gelesen hatte, fühlte es sich so an, als wäre dieses Mädchen ein besseres, netteres Mädchen, als ich es je sein könnte. Rose Park war jemand, der sich für andere einsetzt, ihnen unter die Arme greift, wenn sie Hilfe brauchen. Doch Rose Kim Un, nein, ich war jemand, der andere Menschen aushorcht, ihr Vertrauen gewinnt, nur um sie dann wieder in aller Öffentlichkeit bloß zu stellen.

    Als die Kirschenbäume am Straßenrand, an mir vorbeizogen schloss ich die Augen. Ich schloss sie noch ein letztes Mal als Rose Kim Un.

    Als ich sie wieder öffnete war ich jemand ganz anderes. Nun war ich:

    Rose Park.


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    Als ich aus dem Auto stieg, wehte mir die frische Frühlingsluft durch die Haare. Instinktiv pustete ich sie mir die rosaroten Haarsträhnen aus dem G

    Als ich aus dem Auto stieg, wehte mir die frische Frühlingsluft durch die Haare. Instinktiv pustete ich sie mir die rosaroten Haarsträhnen aus dem Gesicht und sah mich auf dem Studiogelände der Kochshow um. Es würde seine Zeit dauern, bis ich mich an diese ausgefallene Haarfarbe gewöhnen würde. Ich seufzte.

    „Miss Rose?“, der Fahrer der mich hierhergebracht hatte, wandte sich an mich. „Ich soll Ihnen ausrichten, dass Ihr Vater in der nächsten Zeit mit Ihnen in Kontakt bleiben wird!“ „Überrascht mich nicht!“, murmelte ich kaum hörbar fügte aber noch ein:“ Natürlich, da bin ich aber beruhigt!“, hinzu. „Und vergessen Sie nicht die kleine Kamera an ihrer Jacke!“

    „Welche Kamera?“ Verdutzt suchte ich meine Jeansjacke nach irgendwelchen Auffälligkeiten ab. „Na, das kleine Ding unter dem Glitzerstein der Blume!“, erklärte der Fahrer. Tatsächlich. Schon im nächsten Augenblick hatte ich sie entdecket. Es war eine winzig kleine Mini-Kamera, die sich perfekt unter der Verzierung meiner Jeansjacke tarnte.

    „Und was soll ich damit?“, erkundigte ich mich perplex. „Hat Ihnen Ihr Vater das nicht gesagt?“ Ich runzelte die Stirn. „Nein!“ Der Fahrer atmete sichtlich genervt ein und aus und begann dann zu erzählen. „Also, diese kleine Kamera hat einen Sender. Ihr Vater weiß also immer wann sie wo sind und kann sie jederzeit orten. Die Bilder, die über diese Kamera aufgenommen werden, können nicht live mitverfolgt werden, deshalb ist es Ihr Job die Kamera mit all dem Bildmaterial am Ende ihres Auftrags bei Ihrem Vater abzuliefern. Für alle Fälle haben sie eine Ersatzkamera in ihrem Koffer, die sie jederzeit durch einen Knopf an der Unterseite aktivieren können!“

    „Wie schön!“, lächelte ich mit sarkastischem Unterton und strich genervt über den kleinen Glitzerstein. Jetzt kontrollierte mich mein Vater auch schon, wenn er gar nicht in seiner Nähe war.

    „Wars das?“, fragte ich und wollte gerade gehen, als mich der Mann am Ärmel festhielt. „Ich würde Ihnen noch empfehlen Ihren Koffer mitzunehmen!“, merkte er an und drückte mir einen pinken Rollkoffer in Hand. „Ja,…..ähhh danke!“, murmelte ich, schnappte mir den Griff und marschierte los.

    -im Studio-

    „So, Sie sind also unsere heutigen Kandidaten! Bitte nehmen Sie doch noch Platz. Wir werden Ihnen erklären worauf sie während der Show achten sollen und wie der Ablauf des heutigen Abends geplant ist!“

    Eine aufgetakelte Moderatorin in hohen Absätzen und kurzem Mini-Kleid stöckelte interessiert an mir und den anderen Kandidaten vorbei. Währenddessen gingen Securities durch die Reihen und kontrollierten unsere Ausweise.

    Ich merkte wie meine Hände zu schwitzen begannen, als der Mann in schwarz vor mir stand. „Miss, Ihr Ausweis bitte!“ Nervös fummelte ich meinen Führerschein aus der Geldbörse hervor und reichte sie dem Security Mann. Mit kritischem Blick studierte er zuerst das Foto und mein Gesicht und dann die Sicherheitsnummer.

    „Ok, Miss. Ich wünsche Ihnen viel Spaß!“
    Die Anspannung viel von mir ab und ich schenkte ihm ein dankbares Lächeln. „Danke, Sir!“

    Neben mir saß ein junges Mädchen, das vielleicht ein paar Jahre älter war als ich. Sie tippte aufgeregt eine Nachricht in ihr Handy ein und grinste bis über beide Ohren. Als sie fertig war, lehnte sie sich zu mir hinüber.

    „Hey, hast du schön gehört, dass Jin von BTS heute mitmacht? Kannst du das fassen? Ich nicht! Das ist doch einfach der Wahnsinn! Oh Gott, ich werde ihm das erste Mal so nahe sein!“

    „Vergiss nicht zu atmen!“, mahnte ich sie amüsiert und stützte meinen Ellbogen auf die Sitzlehne es Stuhles. Doch sie ignorierte meine Warnung und plapperte einfach munter weiter. „Er sieht so gut aus! Seine Augen sind wie Sterne und seine Lippen sind so weich und soooo schön…..“

    Ich spürte wie mir mein Mittagessen wieder hochkam. Das war doch zum Kotzen. Diesem Fangehabe konnte ich gar nichts ab. Um so erleichterter war ich daher, dass sich nun die Moderatorin wieder zu Wort meldete, um uns den weiteren Verlauf de Show zu erklären.

    „So meine Lieben! Wir verteilen nun Namensschilder mit euren Vornamen. Die steckt ihr euch bitte gut sichtbar an eure Kleidung! Sie sind sowohl für uns, als auch für euch und für das Publikum eine Hilfe und dienen hauptsächlich der Orientierung.“

    Während ich zuhörte, steckte ich mir mein Schild an. Es war weiß mit einem hellrosaroten Rahmen in dem in einem eleganten Schriftzug „Rose“ geschrieben stand. Vorsichtig befestigte ich es neben der kleinen Kamera. Mich nervte das kleine Ding jetzt schon.

    In den folgenden Minuten wurden wir über die Regeln und den Verlauf der Show aufgeklärt. Es war eigentlich recht simpel und ich brauchte nicht lange, bis ich das System verstanden hatte:

    Die „normalen“ Kandidaten müssen jeweils gegen einen „Promi-Kandidaten“ antreten. Zu Beginn wird ein Gericht festgelegt, das beide in derselben Zeit kochen müssen und am Ende von ausgewählten Köchen verkostet und benotet wird. Der jeweilige Verlierer in dem Team scheidet aus. Es gibt drei Runden. Die Vorspeise, den Hauptgang und die Nachspeise. Die dritte Runde ist das Finale, aus der der Sieger dieser Show hervorgeht. Der Preis der heutigen Folge, wird jedoch erst zu Beginn der Show preisgegeben.

    Als die Moderatorin ihre Ansprache beendete klatschte sie einmal euphorisch in die Hände und lächelte in die Runde. „So, habt ihr noch Fragen?“

    Kurzes Schweigen.

    Dann schoss eine kleine Hand in die Luft und jemand zappelte ungeduldig auf seinem Sessel hin und her. „Ja, Sumi?“ Die Augen meiner Sitznachbarin leuchteten, als sie aufgeregt ihre Frage stellte.

    „Wann werden Jin und die anderen Star-Kandidaten eintreffen?“ Die Moderatorin lächelte und deutete auf ihre Armbanduhr. „Die sollten jeden Augenblick eintreffen!“ Sumi, kiekste auf und wippte nun noch aufgeregter als vorhin, auf ihrem Platz hin und her.

    „So, dann sehen wir uns nachher!“ Die Moderatorin verabschiedete sich mit einer kleinen Verbeugung und stöckelte mit kleinen Schritten hinter die Bühne, wo sie sich mit dem Kamerateam beriet.

    Gerade wollte Sumi mir wieder etwas ins Ohr flüstern, als ich die Flucht antrat und mich schleunigst verdrückte. Auftrag hin oder her, das hier wollte und konnte ich mir nicht länger anhören. So stand ich auf und setzte mich drei Plätze weiter neben einen Herrn im mittleren Alter, der sichtlich beschäftigt auf seinen beschriebenen Notizblock starrte.

    Ich atmete kontrolliert ein und aus und versuchte mich wieder zu sammeln. Hoffentlich fing es bald an. Ich wollte einfach, dass das hier so schnell wie möglich vorbei war.

    Plötzlich ging das Licht an und die Türen wurden aufgemacht. „Sie kommen, sie kommen!“, rief Sumi aufgeregt aus drei Plätzen Entfernung und starrte angespannt auf die offene Eingangstür. Nur weinige Sekunden später betraten drei junge Männer und eine junge Frau das Studio.

    Ein Raunen ging durch die Sitzreihen und Gemurmel machte sich unter den Besuchern breit.

    Die Moderatorin hatte nun ein Mikrophon und trat nach vorne, wo sie alle gut sehen konnten. „Ich bitte sie nun ebenfalls auf die Bühne zu kommen. Sie werden nun ihrem ersten Partner zugeteilt, gegen den sie in der ersten Runde kochen werden! Doch zuerst stellen sie sich doch bitte vor.“

    „Kamera! Wir beginnen jetzt zu filmen!“ Der Mann hinter der Kamera nickte und schwenkte zur Bühne. Noch im selben Moment ertönte eine eingängige Melodie und die Moderatorin sprach die ersten einleitenden Worte für das Publikum vor den Fernsehern.

    „Mein sehr geehrtes Publikum. Ich bin Janina Misuki und heiße sie herzlich willkommen zu unserer 4. Folge „Promi-Kitchen“. Heute wird sich wieder herausstellen wer in der Küche die Nase vorne hat und unseren heutigen Hauptpreis entgegennehmen wird. Ich lade Sie hiermit auf eine kulinarische Reise in die Küchen ferner Länder ein und wünsche Ihnen gute Unterhaltung! Aber nun stelle ich Ihnen erst mal die heutigen Kandidaten vor!“

    Ein Scheinwerfer leuchtete auf und verfolgte Janina, die mit einem sichtlich einstudierten Lächeln auf uns zu stöckelte. Zuerst dachte ich, sie würde zuerst die Star-Gäste vorstellen, doch überraschender Weise blieb sie zuerst bei mir stehen.
    Grelles Scheinwerferlicht leuchtete mich an und ich konnte kaum etwas erkennen. Trotzdem setzte ich gekonnt ein süßes Lächeln auf und zwinkerte in die Kamera.

    „Auf ins Gefecht!“, dachte ich und machte einen Schritt nach vorne.



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    „Guten Abend! Ich bin Rose und ich freue mich heute hier sein zu dürfen!“ Ich deutete eine höfliche Verbeugung an und lächelte in die Kamera. D

    „Guten Abend! Ich bin Rose und ich freue mich heute hier sein zu dürfen!“ Ich deutete eine höfliche Verbeugung an und lächelte in die Kamera. Das Publikum applaudierte und alle musterten mich interessiert.

    Nun meldete sich wieder die Moderatorin. „Rose ist 22 Jahre alt und kocht leidenschaftlich gerne in ihrer Freizeit. Mit dem Preis, den sie heute gewinnen möchte, würde sie gerne ihre Großeltern unterstützen, bei denen sie aufgewachsen ist.“ Ein Raunen ging durch den Saal, dann schwenkte der Scheinwerfer zu meinem Nachbarn.

    Erleichtert atmete ich aus. Während die Moderatorin die anderen Kandidaten interviewte, hatte ich Zeit endlich mal nach meiner Zielperson Ausschau zu halten. Und so dauerte es nicht lange, bis ich ihn entdeckt hatte:

    Kim Seokjin war groß, etwa 1,80m und hatte breite Schultern. Seine dunklen Haare passten perfekt zu seinen großen Knopfaugen und seinen herzförmigen Lippen. Alles in einem war er ein richtig gutaussehender junger Mann. Ich musterte ihn fasziniert, bis er plötzlich ebenfalls von einem Scheinwerfer erfasst wurde, und sich vorstellen musste.

    Während er sprach, kreischten Mädchen aus dem Publikum laut auf und auch Sumi konnte sich kaum noch auf ihrem Platz halten. Ich hatte das Bedürfnis die Augen zu verdrehen, doch ich hielt mich zurück, schließlich waren wir gerade live im Fernsehen. Seokjin lächelte und flirtete mit der Kamera. Er wirkte selbstsicher und sympathisch, ebenso wie man es von einem Idol erwartet.

    Schnell konzentrierte ich mich wieder auf meine eigentliche Aufgabe und folgte aufmerksam den Anweisungen der Moderatorin Janina Misuki. Sie ging auf ein großes Glas zu, indem sich viele kleine goldene Bälle befanden. Sie wartete kurz bis sie die Kameras perfekt im Fokus hatte, dann setzte sie fort. „In dieser Schüssel, meine Damen und Herren, befinden sich goldene Bälle mit den Namen unserer Kandidaten. Ich werde nun immer zwei Namen ziehen, die dann unser erstes Team bilden werden.

    Lächelnd griff sie in den Behälter und zog die ersten zwei Bälle heraus. „Im ersten Team sind: GOT7s Jackson und………………Sumi!“ Große Enttäuschung schlich sich das Gesicht von Seokjins größtem Fan. Ich musste mir ein kleines Grinsen verkneifen und folge weiter angespannt der Ziehung.
    „Im zweiten Team sind BTSs Jin und…………Min-hyun.“ Der Herr, der vorhin so akribisch sein Notizbuch studiert hatte, sah verwirrt auf und schenkte seinem neuen Partner ein eher unsicheres Lächeln. Jin ging auf ihn zu und verbeugte sich höflich. „Freut mich!“ Er hielt ihm ebenfalls die Hand entgegen und schob ihn sanft aus dem Fokus der Kamera an den Rand der Bühne.

    Das dritte Team bildeten eine junge Schauspielerin und ein ebenso junger Herr, der sichtlich verknallt in seine neue Teampartnerin war. So stand also fest, ich würde im letzten Team sein und zwar gemeinsam mit dem Schauspieler Lee Jong-suk.

    Ich kannte ihn bereits aus einigen K-Dramas und war, als ich noch jünger war, auch etwas verknallt in ihn gewesen, doch das sollte nun keine Rolle spielen. Schließlich musste ich mich auf meinen Auftrag konzentrieren und durfte mich keinen Falls ablenken lassen.

    „So, nun nehmen Sie bitte ihren vorgesehenen Platz ein. Sobald Sie soweit sind, bekommt jedes Team ein Gericht, das es in der nächsten halben Stunde zubereiten muss. Möge der Bessere gewinnen!“

    Lee Jong-suk kam zu mir, verbeugte sich und geleitete mich dann höflich zu unserer Küchenzeile. Sobald wir dort waren, bekamen wir jeder ein Couvert, indem sich ein und dasselbe Rezept befand. Ich öffnete es: „Putenstreifensalat“
    Jong-suk sah zu mir rüber und deutete auf das Couvert. „Angst?“ Ich grinste kampflustig. „Nur, wenn du sie hast!“ Er lachte auf, dann legten wir los.

    -10 Minuten später-

    Frisches Gemüse knackte, heißes Wasser blubberte und die Öfen surrten. Ich befand mich mitten in einer Küchenschlacht und es machte eine riesen Spaß. Ich liebe es zu kochen und ich liebe es kulinarische Kunstwerke zu erschaffen.

    Während ich den Salat wusch und das Huhn in Streifen schnitt zusammen mit Gewürzen und in die Pfanne warf, spähte ich unauffällig zu Seokjin hinüber. Er war sichtlich vertieft in seine Arbeit und konzentrierte sich auf sein Sushi, das er gerade fein säuberlich in Algen-Blätter rollte.

    Meine Hühnerstreifen zischten auf und ich drehte schnell Herd etwas herunter. Ich musste es irgendwie schaffen Kontakt zu ihm aufzubauen. Angestrengt überlegte ich mir einen Plan und rührte dabei nachdenklich in der brutzelnden Pfanne herum. Schließlich hatte ich eine Idee.

    Ich legte den Löffel zur Seite, wischte meine Hände in der geblümten Schürze ab und machte mich auf den Weg. Schnell drückte ich mich vorbei an den Küchenzeilen der anderen Teams und versuchte nicht direkt vor der Kamera vorbeizulaufen. Dort angekommen, blieb ich stehen und wartete, bis er mich wahrnahm.

    Kim Seokjin bemerkte mich nicht. Er schnitt seine Maki in gleich große Stücke und richtete sie liebevoll auf einem kleinen Teller an. Ich wartete einige Sekunden. Dann räusperte ich mich und sichte seinen Blickkontakt.

    „Oh, tut mir leid? Kann ich dir helfen?“ Er sah mich entschuldigend an und legte sein Messer zur Seite. Ich blinzelte und setzte ein freundliches Lächeln auf. „Ich wollte fragen, ob du noch etwas von der Minze hast, die im Zutatenvorrat gelegen ist. Es ist nämlich keine mehr da!“

    Ich lachte innerlich. Dass ich den ganzen Rest hatte, musste er ja nicht wissen!

    Er warf einen Blick hinüber in das leere Regalfach. „Aber klar!“ Schnell zupfte er etwas von seiner Minze ab und legte es auf einen kleinen schwarzen Teller, den er mir großzügig reichte. „Danke“, grinste ich. „Du bist meine Rettung!“

    Kurz versuchte ich noch seinen Blickkontakt zu halten, dann strich ich mir eine rosa Haarsträhne hinters Ohr und machte am Absatz kehrt. Der erste Schritt war schonmal getan.

    Gerade dachte ich, dass es das war, als mich Kim Seokjin plötzlich zurückrief. „Hey, warte mal!“

    Verdutzt drehte ich mich um. Er lächelte. „Rose ist ein wunderschöner Name! Er passt zu dir!“ Er deutete auf mein Namensschild und winkte mir schließlich zum Abschied. Verlegen stieg mir die Röte in die Wagen. „Ähh…danke!“ Schnell drehte ich mich wieder um und ging zurück zu meinem Platz. Ich war verwirrt.

    „Konzentrier dich Rose!“, befahl ich mir selbst und widmete mich wieder meinem Gericht. Neben mir richtete Jung-suk bereits seinen Putenstreifensalat an. Er war sichtlich zufrieden mit seinem Ergebnis und hielt mir seinen Teller stolz unter die Nase. „Na, kannst du das toppen? Du scheinst ja noch nicht so weit zu sein!“

    Ich knirschte genervt mit den Zähnen. „Ich warne dich, unter Druck kann ich noch besser kochen!“ Er lachte auf und hob beschwichtigend die Hände. „Schon gut, das wird nachher noch die Jury bestätigen!“

    Ich schnaufte. Geschwind drehte ich den Herd ab und legte die Putenstreifen auf meinen knackigen grünen Salat. Dann gar nierte ich mein Werk und goss meinen süß-sauren Dressing darüber. Zum Schluss verzierte ich das Ganze mit meinen geborgten Minz-Blättern.

    Zufrieden stemmte ich die Hände in die Seite und musterte mein Gericht von allen Seiten.

    Wir würden ja noch sehen, wer hier die Nase vorne hatte.


    Bitte schreibt mir doch eure Vorschläge und Gedanken in die Kommentare! Ich bin immer offen für neue Ideen und freu mich von euch zu hören!:)))

    P.S. Bitte bewertet meine Ff und lasst ein "Gefällt mir" da!:))

    LG Fleur0109

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    Als wir die fertigen dampfenden Gerichte der Jury vorsetzten, merkte ich erst, wie angespannt ich war. Denn erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich die

    Als wir die fertigen dampfenden Gerichte der Jury vorsetzten, merkte ich erst, wie angespannt ich war. Denn erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich diese Runde gewinnen musste, sonst konnte ich unmöglich Kontakt mit Seokjin aufnehmen und ich würde bei meinem Auftrag versagen.

    Nervös biss ich mir auf die Unterlippe und wartete ab. Der Koch, der über mein Gericht abstimmen würde, kaute konzentriert auf meinen goldbraunen Putenstreifen herum. Es waren Sekunden, die sich wie eine Ewigkeit anfühlten. Er hatte die Augen geschlossen, dann öffnete er sie und sah mich an. Nicht die kleinste Emotion war in seinen Augen zu erkennen. Das verunsicherte mich.

    „Das zweite Gericht bitte!“, sagte er knapp und ein Kellner servierte ihm den Putenstreifensalat von Junk-suk. Kurz studierte er ihn, dann steckte er sich eine gut gefüllte Gabel in den Mund. Erneute Sekunden des Bangens und Wartens.
    Plötzlich stand er auf und läutete eine große goldene Glocke. Das Publikum verstummte und auch die anderen Teilnehmer, starrten uns gespannt an.

    „Gut gemacht!“, lächelte der Koch mit einem Mal. „Es freut mich, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass es Rose in die nächste Runde geschafft hat!

    Als ich das hörte machte mein Herz einen Satz und ein breites Grinsen breite sich in meinem Gesicht aus. Das Publikum applaudierte und auch Junk-suk gratulierte mir, wenn auch ein bisschen wehmütig. „Vielleicht klappts beim nächsten Mal!“, scherzte ich und reichte ihm lächelnd die Hand. „Bestimmt“, grinste er zurück.

    Ein letztes Mal applaudierte das Publikum für Junk-suk, der nun die Bühne verließ, dann beruhigte sich alles wieder.

    Auch die anderen Teams setzten nun dem Koch ihre Gerichte vor. Es war spannend und ich fieberte mit ihnen mit. Auch die anderen Teilnehmer hatten es geschafft tolle Spießen auf die Teller zu zaubern, die ich am liebsten alle selbst probiert hätte. Neugierig inspizierte ich Seokjins Sushi und war sichtlich beeindruckt von dem, was ich sah.

    Eine halbe Stunde später war es entschieden. Jin, Sumi und die junge Schauspielerin hatten es in die nächste Runde geschafft, die anderen waren leider ausgeschieden.

    Ich atmete erleichtert aus. Gott sei Dank hatte es Soekjin geschafft, sonst wäre die Möglichkeit zu ihn Kontakt aufzubauen für mich gestorben. Jetzt musste ich nur noch mit ihm in ein Team kommen und zwar möglichst bald. Denn ich war mich nicht sicher, ob meine Kochkünste reichen würden, um ins Finale zu kommen.

    „So, meine lieben Damen und Herren! Dann wollen wir einmal, die Teams für die Hauptspeise festlegen!“, zwitscherte die Moderatorin und griff in die Schüssel mit den goldenen Bällen. Spannende Musik untermalte die Dramatik, als sie die beiden Kugeln öffnete und die Namen vorlas.

    „Im ersten Team sind………………..Jin von BTS und Sumi!“
    Sumi kreischte auf und hüpfte quietschend zu Jin herüber. Der wich etwas verstört einige Schritte zurück, versuchte ihr aber sichtlich angestrengt offen und freudig gegenüberzutreten. Ich seufzte innerlich. Na toll, jetzt musste ich auch noch ins Finale kommen, um endlich mit dem Typen reden zu können! Was man nicht alles machte, um die Aufmerksamkeit von seinem eigenen Vater zu bekommen.

    Etwas genervt aber mit einem aufgesetzten Lächeln begrüßte ich meine neue Teampartnerin und stellte mich zur Küchenzeile. Wir öffneten das Couvert. „Lasagne.“ Erleichtert atmete ich aus. „Puh, noch mal gutgegangen!“, dachte ich und machte mich an die Arbeit.

    Während ich Tomaten in einen Topf warf und gemeinsam mit Karotten, Cella und Gewürzen pürierte, beobachtete ich Sumi, die gar nicht mehr von Jin abließ. Er hatte sichtlich Probleme zu arbeiten, da Sumi so nahe an ihm dran stand, dass er kaum Platz hatte, um sein Gemüse zu schneiden. Sie sah ihn aus großen Augen an und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Dann kicherte sie und klimperte einmal mit ihren langen dunkeln Wimpern.

    Etwas genervt räusperte ich mich lauter, als es nötig gewesen wäre. Sumi und Seokjin wandten sich zu mir um, und sie lies für einen Moment seinen Arm los. „Sumi, wo hast du eigentlich dein T-Shirt her? Das steht dir echt gut!“ Sie lächelte selbstverliebt und strich sich über das glitzernde Paillettenteil. „Mir gefällt es auch sehr gut! Willst du wissen, wie und wo ich es gefunden habe!“ „Aber unbedingt“, meinte ich mit einem sarkastischen Unterton, den sie wohl nicht wahrzunehmen schien.

    Und während mir Sumi die Geschichte erzählte, wie sie an ihr hässliches T-Shirt gekommen war, warf mir Jin einen erleichterten Blick zu und formte ein „Danke“ mit seinen Lippen. Ich lächelte und deutete ihm an sich schnell umzudrehen und weiter zu kochen.

    -eine Stunde später-

    „Riiiiiing!“ Meine Küchenuhr klingelte und ich holte meine knusprig-überbackene Lasagne aus dem Ofen. Auch meine Teamkollegin, war bereits beim Anrichten und gar nierte ihren Nudelauflauf mit italienischen Gewürzen und etwas Parmesan. Seokjin hatte es mittlerweile geschafft sein Gericht fertig zu kochen, ohne permanent von Sumi unterbrochen zu werden. Und auch Sumi hatte es irgendwie bewerkstelligt etwas auf den Teller zu zaubern.

    Geschafft atmete ich die Gerüche der letzten Stunde ein und schloss die Augen. „Einmal noch!“, dachte ich. „Einmal noch, dann hätte ich mein Ziel erreicht!“

    In der zweiten Runde zeigte die Jury schon etwas mehr von dem, was sie sich bei unseren Gerichten dachte. Diesmal war Seokjins Team zuerst dran. Und es dauerte nicht lange, bis feststand, dass es Jin war, der ins Finale kommen würde. Sumi schien so verliebt i Seokjin zu sein, dass sie komplett auf die wichtigsten Zutaten vergessen hatte und somit ausgeschieden war.

    Als sie davon erfuhr, stampfte sie einmal wütend auf den Boden. Sie lies sich aber nicht davon abbringen noch zu Jin zu laufen und ihm ein letztes Mal, um den Hals zu fallen. Etwas überrumpelt, tätschelte er ihr kurz ihren Kopf, dann drückte er sie von sich weg und sie musste die Bühne verlassen.

    Nun war mein Team an der Reihe. Ich hatte mich bemüht, war mir aber nicht sicher ob meine Lasagne gut genug war, um die meiner Mitstreiterin zu besiegen. Aufgeregt schwankte ich von einem Fuß auf den anderen und beobachtete das Geschehen. Die Jury lobte beide Gerichte und es war schwer zu sagen, welches ihnen besser geschmeckt hatte. Nach einer kurzen Beratungsrunde stand deren Entscheidung jedoch fest.

    „Rose?“ „Ja?“, meine Stimme brach vor lauter Aufregung ab und ich machte einen Schritt nach vorne. „Wir freuen Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie im Finale der heutigen Show sind! Somit ist unser letztes Team des Tages Rose zusammen mit BTSs Jin.“

    Das Publikum jubelte und es brach tobender Applaus im Saal aus. Seokjin und ich grinste über beide Ohren, als wir uns zu unserer Küchenzeile begaben. „Freut mich!“, lächelte Jin und reichte mir die Hand. „Ebenso!“, grinste ich und schüttelte seine Hand.

    Seine Hand war groß und warm, aber so sanft wie die einer Frau. „Ich muss dich warnen. Ich gewinne immer!“, scherzte Seokjin und griff nach dem Couvert. „Geht mir auch so!“, meinte ich frech und nahm ihm das Couvert aus der Hand. „Mal sehen womit ich dich gleich schlagen werde!“, bohrte ich nach und zog den Zettel aus dem Couvert.

    „Creme brulee!“ Wir sahen uns beide an und warfen dann erneut einen Blick auf den Zettel. Ich ärgerte mich. So etwas hatte ich noch nie gekocht. Ich hatte keine Ahnung von diesem Dessert, aber auch Seokjin schien wenig Ahnung von den zu haben, was er gleich zubereiten sollte. Etwas unsicher sah er auf und zuckte mit den Schultern.

    „Tja, möge der Bessere gewinnen!“

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    Mein Kopf arbeitete fieberhaft. Angestrengt versuchte ich mir zusammenzureimen, welche Zutaten ich für mein Creme Brulee verwenden sollte. Verzweifel

    Mein Kopf arbeitete fieberhaft. Angestrengt versuchte ich mir zusammenzureimen, welche Zutaten ich für mein Creme Brulee verwenden sollte. Verzweifelt sah ich mich um und suchte in den Regalen nach Schlagobers und einer Vanilleschote.
    Das Scheinwerferlicht blendete mich und ich begann zu schwitzen.

    Aber auch Seokjin schien es nicht besser zu gehen. Haareraufend griff er nach einer Packung braunem Zucker und legte einige Eier in einen Korb. Er lächelte verlegen, als er groß auf dem Studiobildschirm erschien und setzte schließlich wieder seinen selbstbewussten Gesichtsausdruck auf.

    Irgendwie musste ich es schaffen etwas mit ihm zu plaudern. Doch das war leichter gesagt, als getan. Schließlich lag der Fokus aller Menschen in diesem Raum, inklusive jener, die vor den Bildschirmen saßen, auf uns. Das machte es nicht gerade leicht, unauffällig auf ihn zuzugehen und ihn in ein Gespräch zu verwickeln.

    Da musste ein Plan her, aber schnell!

    Jins Sicht:

    „Eier, Zucker, Obers,……..“ Ich seufzte. Irgendetwas fehlte, da war ich mir sicher! Innerlich verfluchte ich an diesem Punkt Sofie, die mich dazu überredet hatte, bei diesem Blödsinn mitzumachen. „Jin“, hatte sie gesagt. „Jetzt sieh es doch mal so! Wenn du gewinnst, kannst du mit diesem Geld Menschen helfen, die es nötiger haben also du! Du könntest es zum Beispiel spenden!“

    Anfangs war ich wie aus dem Häuschen von dieser Idee, doch mittlerweile ging es mir schon etwas auf die Nerven hier zu sein. Dieses Mädchen von vorhin hatte mir den letzten Nerv geraubt und eigentlich war ich müde.

    Die letzten Tage waren ganz schön stressig für uns gewesen. Jeden Abend ein Konzert und zwischen durch Proben, Proben und noch mehr Proben. Würde ich nicht jeden Tag ein gutes Mittagessen bekommen, hätte ich mich längst beschwert, aber gottseidank schmeckt das Essen von Sofie göttlich. Sie kümmert sich immer darum, dass wir bei unserem stressigen Tagesplan nicht darauf vergessen zu essen und ist mittlerweile schon so etwas wie eine zweite Managerin für uns geworden.

    Allgemein hat sich bei uns im Apartment in den letzten Wochen so einiges getan, aber das erzähle ich euch ein andermal. Jetzt muss ich mich mal darauf konzentrieren etwas auf den Tisch zu zaubern und zwar etwas Besseres, als meine Konkurrentin.
    Apropos, da kommt sie auch schon. Will die etwa zu mir?

    „Vanille, dir fehlt Vanille!“, lächelte sie und streckte mir eine dunkelbraune Vanilleschote entgegen. Sie hatte kleine Grübchen, wenn sie lachte und ihre pastellrosaroten Haare, schmeichelten ihren rosigen Pausbäckchen. Rose war etwas kleiner als Sofie, Xenia und Emilia, hatte aber eine deutlich weiblichere Figur.

    Ich hatte sie mir vorhin schon einmal etwas genauer angesehen. Natürlich so, dass sie es nicht bemerkte.
    Wie ich sie finde?

    Mysteriös, wenn ihr mich fragt. Ich werde nicht ganz schlau aus ihr. Einerseits sieht sie aus wie das süße Mädchen von nebenan. Andererseits hatte sie aber auch etwas Geheimnisvolles an sich, das mich jedes Mal verwirrt, wenn ich sie ansehe.

    „Äh…danke“, meinte ich verwundert und wollte nach der Schote greifen. Doch Rose umschloss sie wieder mit ihrer Hand und versteckte sie hinter ihrem Rücken. Sie grinste frech und kräuselte ihre Stupsnase. „Du bekommst sie, wenn du mir verrätst, was du in deinem Korb hast!“ Sie deutete auf meinen Strohkorb, den ich hinter meinem Rücken versteckt hatte, sodass sie meine Auswahl der Zutaten nicht sehen konnte!“

    „Ist das nicht Bestechung?“, gab ich ruhig zurück versuchte sie mit einem meiner charmanten Blicke zu überzeugen, mir einfach die Schote zu überlassen. Doch nichts da. Worldwide-Hansome-Jin schien bei ihr nichts bewirken zu können, denn sie hob nur eine Augenbraue.

    „Mag schon sein, dass es das ist“, erklärte sie. „Aber es kommt uns doch beiden zu Gute. Also, haben wir einen Deal?“ Sie streckte mir ihre Hand entgegen. Ich überlegte kurz, dann ergriff ich sie und schüttelte sie. „Deal!“

    Roses Sicht:

    „Yaaaaaas!“, jubelte ich innerlich. „1:0 für Rose!“ Der Typ hätte doch wirklich geglaubt, dass er mich mit einem seiner Blicke um den Finger wickeln kann. Da hat er sich aber geschnitten. Das bringt bei mir nichts. Außerdem, was der kann, kann ich schon lange.

    Als er mich einen Blick in den Korb werfen ließ, überreichte ich ihm im Gegenzug die Vanilleschote. „Danke“, grinste ich. „Es hat mich gefreut mich Ihnen Geschäfte zu machen.“ Ich zwinkerte ihm einmal zu, dann drehte ich mich um und hopste glücklich zurück an meinen Platz.

    So, Zielperson hat angebissen. Jetzt musste ich es nur noch schaffen, dass er mich zu sich in sein Apartment einläd.

    -eine halbe Stunde später-

    Mit den fehlenden Zutaten, die ich von Jin bekommen hatte, hatte ich es geschafft ein beinahe perfektes Creme Brulee auf den Tisch zu zaubern. Zufrieden bewunderte ich mein süßes Werk und karamellisierte den braunen Zucker mit einem Bunsenbrenner.

    „Perfekt“, dachte ich. „Der konnte sich auf was gefasst machen!“
    „So, die Zeit ist um! Bitte treten Sie jetzt von Ihren Gerichten weg!“ Die Moderatorin übernahm wieder das Kommando und trat in die Mitte der Bühne. „Es wird Zeit den Preis des heutigen Abends zu verraten!“ Spannende Musik klang durch den Raum und das Licht wurde etwas gedämmt. Auf dem Bildschirm erschienen viele Zahlen, die wie verrück umherflogen.

    Das Publikum verstummte und alle starrten gebannt auf die Zahlen, die sich nach und nach aneinanderreihten. Dann stoppten sie.

    „10 000$“, schrie die Moderatorin ins Mikrophon. „Der Gewinner des heutigen Abends erhält 10 000$!“ Ein Raunen ging durch den Saal bis plötzlich je ein Scheinwerfer auf mir und auf Jin einen Platz gefunden hatte. Eine mysteriöse Stimme ertönte. „Wer wird der Gewinner sein? Ist es Jin von BTS?“

    Kreischen und Pfeifen erfüllte das Studio. „Oder ist es Rose, die das Geld ihren Großeltern geben möchte?“ Verhaltenes Klatschen ging durch die Reihen. Ich lies mir nichts anmerken und lächelte weiterhin brav in die Kamera.
    „Das werden wir gleich wissen! Aber nun bringt eure Gerichte doch bitte zur Jury!“

    Seokjin und ich taten wie befohlen und trugen jeder unseren Teller zu dem strengen Haubenkoch, der unsere Creme Brulees mit kritischem Blick musterte.

    Abermals erklang spannende Musik und ich merkte wie mein Herzschlag immer schneller wurde. Seokjin gab sich immer noch gelassen uns lachte selbstsicher ins Publikum. Er schien wirklich zu denken, dass er derjenige war, der heute gewinnen würde. Der Ehrgeiz packte mich. Eigentlich wäre es nicht nötig für mich heute zu gewinnen, doch ich würde zu gerne sein enttäuschtes Gesicht sehen, wenn er von seinem hohen Ross fällt.

    Plötzlich legte der Haubenkoch seinen Löffel, mit dem er die Gerichte gekostet hatte, zur Seite und schob die Teller von sich weg.

    „Es wurde eine Entscheidung getroffen!“, lächelte die Moderatorin und eilte zu der Jury. Sie beugte sich zu ihm und er flüsterte ihr etwas ins Ohr. Sie lächelte.

    „Meine lieben Damen und Herren. Der Gewinner des heutigen Abends und somit auch der neue Besitzer von einem Koffer mit 10 000$ ist……………..“

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    ………… BTSs Jin!“ Der Scheinwerfer über mir ging aus und über Seokjin platze eine Konfettikanone. Wie in Zeitlupe beobachtete ich, wie die M
    ………… BTSs Jin!“

    Der Scheinwerfer über mir ging aus und über Seokjin platze eine Konfettikanone. Wie in Zeitlupe beobachtete ich, wie die Menschen im Publikum aus ihren Sitzen aufsprangen und jubelnd dem Gewinner applaudierten. Mein klopfendes Herz setzte für einen Moment aus, dann sammelte ich mich wieder und gratulierte Seokjin lächelnd zu seinem Sieg.

    „Viellicht wird’s beim nächsten Mal was!“, grinste er frech und tätschelte mir von oben herab mein Haar. „Ja, vielleicht!“, antwortete ich mit einem leicht enttäuschten Unterton.

    -eine Stunde später-

    Nachdem alles fertig gedreht war und wir alle unsere Interviews gegeben hatten, leerte sich langsam das Studio. Lichter wurden abgedreht und nach und nach verwandelte sich der Raum in eine einsam dunkle Halle, die man kaum noch mit dem bunten schrägen Studio von vorhin vergleichen konnte.

    Ich saß grübelnd auf den Stufen der Tribüne und beobachtete die Arbeiter, die Sessel und Dekorationen in Kartons packten und in einem Wagen verstauten. Ich machte mir Gedanken darüber, wie ich es schaffen sollte mit Seokjin mitzukommen.

    Eigentlich hatte ich gehofft, er würde Mitleid mit mir haben. Schließlich hatte Rose Park das Geld dringend nötig. Doch seitdem er mit seinem Interview fertig war, war er mit seinem Handy hinter der Bühne verschwunden und telefonierte.

    Gedankenverloren drehte ich an der Minikamera auf meiner Jeansjacke herum. „Ich frage mich, ob Papa gerade zusieht“, dachte ich und legte kurz eine Hand vor die Linse.
    Plötzlich läutete es in meiner Jackentasche. Ich zog mein Handy heraus und nahm den Anruf entgegen.

    „Rose?“ „Papa?“ Schnell nahm ich die Hand von der Kamera und sah mich vorsichtig im Raum um, sodass ich mir sicher war, dass mich auch niemand belauschte. „Und wie weit bist du? Hast du es bereits in die Wohnung geschafft? Ich bin gleich im Büro, dann werde ich das Videomaterial deiner Kamera sichten!“ Ich schwieg. Es musste so schnell wie möglich eine plausible Ausrede her.

    „Ich arbeitete noch daran!“, meinte ich schließlich knapp. Am anderen Ende der Leitung hörte ich ein Stöhnen. „Wie du arbeitetest noch daran! Hast du es etwa noch nicht geschafft?“ Ich ballte die Faust und schluckte meine aufkommende Wut herunter. „Papa, es ist schwieriger als du denkst an den Typen heranzukommen.

    Mein Vater wollte gerade zu einem weiteren Vorwurf ansetzen, als Seokjin plötzlich wieder aus dem Backstage-Bereich zurückkam und sein Handy zurück in die Hosentasche steckte. „Warte“, flüsterte ich in den Hörer. „Er kommt gerade auf mich zu!“ Dann legte ich auf.

    Gespannt beobachtete ich wie er direkt auf mich zukam und schließlich etwa einen halben Meter vor mir stehen blieb. Er kratzte sich etwas verlegen am Hinterkopf und steckte eine Hand in die Hosentasche.

    „Äh…Rose, ich weiß, dass du gewinnen wolltest, um deinen Großeltern zu helfen. Und ich habe eben von meinem Manager erfahren, dass du gar nicht von hier bist, aber dringend Geld verdienen musst, um die eine Wohnung zu leisten. Und da hab ich mir gedacht……“

    Ich riss erwartungsvoll die Augen auf. Würde er etwa das sagen, was ich glaube?

    „Und da wollte ich fragen, ob du vielleicht solange bei uns wohnen willst, bis du genug Geld verdient hast, um die eine eigene Wohnung zu leisten.“

    Ich schluckte. Innerlich schrie ich vor Freude, doch äußerlich blieb ich völlig gelassen. Lediglich ein unsicheres Lächeln umspielte meine Lippen. Das hatte ich nicht erwartet. Eigentlich hätte ich gedacht, ich müsste mir irgendeine dramatische Geschichte überlegen, sodass er Mitleid mit mir bekommen würde und sich meiner annimmt. Doch wie es aussieht, hat er alles ganz von alleine geregelt. Also war das richtig…….nett von ihm?

    Schnell schüttelte ich die Gedanken aus meinem Kopf. Nein, an sowas durfte ich gar nicht denken. Er war meine Zielperson und ich durfte keine Sympathien für meine Zielpersonen entwickeln. Das war nicht richtig.

    „Und wie siehts aus?“ Seokjin hielt mir lächelnd die Hand entgegen. Noch immer etwas überrumpelt, aber erleichtert griff ich nach der Hand. „Danke, Seokjin!“ „Bitte sag Jin!“, grinste er, dann folgte ihm und wir verließen das Studio.

    Jins Sicht:

    Ich hatte Mitleid mit ihr und hatte es einfach nicht übers Herz gebracht, sie dort auf der Tribüne sitzen zu lassen. Umso glücklicher war ich deshalb, dass ich das OK von Sofies Vater bekam, sie mit ins Apartment zu nehmen. Es würde sowieso nicht für all zu lange sein und außerdem freuen sich die Mädchen sicher über eine weitere Bewohnerin im Haus, wenn wir mal länger nicht zuhause sind.

    Ihr müsst nämlich wissen, dass Sofie, Xenia und Emilia offiziell immer noch nicht die Freundinnen von RM, Suga und V sind. Nach dem Vorfall mit Sofie damals, trauen wir uns einfach nicht damit an die Öffentlichkeit zu gehen und halten es lieber geheim. Offiziell sind die drei deshalb deren Cousinen.

    Das hat aber nun mal auch zur Folge, dass die drei nur selten mit ihren Freunden raus gehen können und ihre Liebe außerhalb der Hausmauern geheim halten müssen.
    Tja, das Leben eines Idols ist eben nicht immer so toll und einfach wie es scheint….

    -beim BTS Apartment-

    Roses Sicht:

    Es war schon dunkel als wir bei dem großen Apartment ankamen und glitzernde Sterne den dunkelblauen Nachthimmel schmückten. Als Jin und ich aus dem Wagen stiegen blies mir kalte, feuchte Luft ins Gesicht und es roch immer noch nach dem rosa Blättern der Kirschenbäume.

    „So, wir sind da!“, lächelte Jin reichte mir die Hand, um mir aus dem Wagen zu helfen. „Die anderen sind sicher noch wach, also brachst du nicht leise sein!“

    Als wir die Tür hinter uns schlossen, duftete es bereits nach Reis und gebackenem Huhn. Auch Jin schien das zu bemerken und grinste breit. „Ich liebe es, wenn man heimkommt und das Essen bereits am Tisch steht.“ Zufrieden warf er seine Jacke über den Kleiderständer und wir betraten das Esszimmer. Der Tisch war bereits gedeckt und auch alle Spiesen standen am Tisch, doch wo waren die anderen Mitglieder der Gruppe?

    „RM? Jimin? J-Hope? Sofie?”, rief Jin und sah sich fragend um. „Sofie?“, dachte ich verdutzt. „Wer in aller Welt war das? Ich hätte gedacht hier wohnen nur Jungs?“

    Ich ging einige Schritte zurück und übersah dabei die große Steinfigur hinter mir. Ich stolperte nach hinten und taumelte in einen Raum hinein.

    Es musste eines der Zimmer der Jungs sein. Gerade noch rechtzeitig stützte ich mich an einem Regal ab, aus dem mich eine freche Hasenfigur anlachte.

    Ich drehte mich um und starrte in das Gesicht eines geschockten Jungen, der in Boxershorts auf dem Bett lag und Kopfhörer aufhatte, aus denen laute Musik dröhnte.
    Kurz starrten wir uns beide einfach an.

    Dann legte ich mir verlegen die Hände vor die Augen und er schrie:“ JIIIIIIIINNNNN, was macht ein Mädchen in meinem Zimmer!“

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    Der Finger des Jungen zitterte etwas, als er gezielt auf mein beschämtes Gesicht wies. Er schien sich nicht gerade wohl in meiner Gegenwart zu fühle

    Der Finger des Jungen zitterte etwas, als er gezielt auf mein beschämtes Gesicht wies. Er schien sich nicht gerade wohl in meiner Gegenwart zu fühlen, aber wer war das schon, wenn man halb nackt in seinem Bett lag und ein fremdes Mädchen bei der Tür hineinstolperte.

    Plötzlich konnte ich nicht anders, und kicherte los. Verwundert legte der Junge seinen Kopf schief und zog leicht verärgert die Augenbrauen hoch.

    „Ich weiß gar nicht, was daran so lustig ist“, maulte er und verschränkte die Arme vor der Brust. „Und……wer bist du überhaupt?“

    Plötzlich eilte Jin um die Ecke auf den Jungen zu und musterte ihn genauestens von oben bis unten. „Alles gut bei dir?“ Er strich ihm liebevoll über die Haare und vergewisserte sich ein zweites Mal seiner Gesundheit. Doch all das schien dem Jungen in meiner Gegenwart ganz schön unangenehm zu sein. Er schubste Jin weg und zog sich schmollend die Decke über den Kopf.

    „Lass mich in Ruhe mit deinem Mutter-Glucken-Komplex und entferne das Ding da aus meinem Zimmer. Tritt man sich Mädchen neuerdings in Koch-Shows ein, oder hast du sie etwa von der Straße aufgelesen?“

    „Hey!“ Ich hob drohend einen Arm in die Richtung des unhöflichen Jungen, als ich mich wieder erinnerte, warum ich hier war, und lies ihn seufzend sinken. Jin warf mir einen entschuldigenden Blick zu und versetzte dem Jungen als Antwort einen kleinen Tritt. „Sei gefälligst etwas netter zu unserem Gast. Außerdem wird sie hier in der nächsten Zeit wohnen!“

    Kurz blieb es still unter der Bettdecke, dann schlug er sie zur Seite und sah uns beide entsetzt an. „Wie, sind drei etwa nicht genug?“

    Jetzt hatte ich den Durchblick verloren. Wovon redete er da überhaupt!

    Jin seufzte verzweifelt aus und murmelte:“ ….so ein hoffnungsloser Fall!“ Dann schnappte er mich zu meiner Überraschung am Handgelenk und wir verließen das Zimmer des Jungen. Der aber war noch nicht fertig mit uns und schrie:“ Schleppt ihr jetzt einer nachdem anderen eine an, oder wie sieht das aus?“

    Jin aber schenkte ihm keine Aufmerksamkeit mehr und ging mit mir an der Hand zurück ins Esszimmer. Verdattert stolperte ich hinter ihm nach und sah wohl nur zwei Sekunden später noch dämlicher aus der Wäsche, als plötzlich der Esstisch voll besetzt war.

    „Wow, wo kommt ihr denn jetzt alle her?“, erkundigte sich Jin überrascht, als er die anderen Mitglieder entdeckte. „Wir waren noch im Studio!“, mampfte der Junge, der wohl V war, mit vollem Mund und schob seiner Sitznachbarin ein Stück Fleisch in den Mund.

    Warte mal was? Verdutzt schüttelte ich den Kopf und blinzelte einige Male, nur um mich zu vergewissern, dass ich mich auch nicht irrte. Waren das etwa MÄDCHEN?

    Ich zählte drei Stück. Eine neben V, eine neben Suga und die dritte saß auf RMs Schoß und nippte an einer Tasse Tee. Als sie mich entdeckten sahen sie mich ebenfalls aus großen Augen an.

    „Und wer bist du?“, fragte ein kleinerer Junge, der soweit ich wusste, Jimin war, und zog eine Augenbraue hoch.

    „Ich?...............Ähhhh…..ich bin Rose. Rose Pa..Park!“ Ich fühlte mich etwas überrumpelt und hatte deutlich Schwierigkeiten ruhig zu bleiben. „Freut uns dich kennenzulernen!“, lächelte nun RM, der Leader der Gruppe, und nickte mir aufmunternd zu. Dann wendete er sich an Jin. „Hyung, ich glaube, du musst uns so einiges erklären!“

    „Ja, mach ich. Ich hole nur noch Jungkook aus seinem Zimmer. Der hat wieder Liebesentzug!“

    Jin verlies den Raum und nun stand ich etwas unbeholfen da und wusste nicht recht, was ich sagen sollte. Das Mädchen auf RMs Schoß hatte aber irgendwann Mitleid mit mir und meinte:“ Bitte setz dich doch und iss etwas. Es ist genug für alle da!“
    Ich lächelte erleichtert und nahm dankend auf dem Stuhl neben Jimin Platz.

    -währenddessen in Jungkooks Zimmer-

    Jins Sicht:

    „Kookie, schieb deinen Hintern aus dem Bett! Es gibt Abendessen!“ Ich rüttelte an Jungkooks Decke, doch der grummelte nur etwas Unverständliches vor sich hin. „Ich will nicht! Und außerdem braucht ihr mich eh nicht!“

    „Sag nicht so einen Blödsinn und komm da jetzt raus!“, befahl ich schon etwas verärgert und zog ihm die Decke weg.

    Jungkook hatte sich seit Emilia bei uns wohnte ganz schön verändert. Jetzt wo V kaum noch Zeit für ihn hatte, fehlte ihm der Freund, mit dem er immer so viel Spaß hatte, sehr und er hatte das Gefühl alleine gelassen zu werden. Mittlerweile war er sogar schon so weit, dass er sich einredete, V würde ihn mit Emilia ersetzen.

    Alle meine Versuche bisher, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, waren nicht erfolgreich und so verzieht er sich regelmäßig mit seinen Kopfhörern in seinem Zimmer und schottet sich vom Rest der Welt ab.


    Etwas genervt unternahm ich einen letzten Versuch ihn aus dem Bett zu bekommen und schmiss mich auf ihn drauf. „Hab dich!“, grinste ich und knuddelte ihn von allen Seiten. „Hey“, kicherte Jungkook plötzlich. „Geh von mir runter, das kitzelt!“ „Soll es ja auch“, erklärte ich frech und strubbelte ihm durch die Haare.

    Doch das war ein Fehler. Denn ehe ich es mich versah, hatte sich der Kleine über mich hergemacht und mich in den Schwitzkasten genommen!“ „Hey, hey, hey, stopp, stopp, Jungkook, au, au, das tut weh, bitte, bitte, lass mich los….!“
    J
    ungkook grinste breit und stand mit mir unter dem Arm aus dem Bett auf. „Selbst Schuld“, meinte er und zog mich hinter sich her. All mein Jammern brachte nichts, um mich aus seinen Armen zu befreien, aber dafür hatte ich es geschafft ihn bis zu Esstisch zu bringen.

    Mit offenem Mund sahen uns die anderen fragend an. „Ich hab‘s geschafft!“, lächelte ich gequält und streckte einen Daumen nach oben. „Du kannst mich dann wieder loslassen!“, bettelte ich und befreite mich aus seiner schraubstockartigen Armbeuge. Schmerzverzerrt rieb ich mir den Nacken und setzte mich zu den andere an den Tisch.

    „Also ihr wollt wissen, wie es dazu gekommen ist?“ Ich nickte in Roses Richtung. RM und Sofie nickten. Das ist aber eine lange Geschichte, also könnte das noch ein bisschen…..“

    „Wir haben Zeit“, meinte Suga und legte die Füße auf den Tisch nur um sie gleich wieder runterzunehmen, als er einen tödlichen Blick von Sofie kassierte.

    „Suga, sag bloß du meldest dich freiwillig fürs Abwaschen heute!“ Er schüttelte schnell den Kopf und wischte kleinlich genau eventuellen Schmutz vom Tischen, den seine Schuhe hinterlassen haben könnten.

    „Also“, wiederholte ich noch einmal. „Das war so…..“

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    ((unli))Sofies Sicht:((eunli)) Jin redete eine Stunde lang. Er erzählte uns von allem was passiert war. Von dem Wettbewerb Roses Großeltern, die sie

    Sofies Sicht:

    Jin redete eine Stunde lang. Er erzählte uns von allem was passiert war. Von dem Wettbewerb Roses Großeltern, die sie unterstützen möchte und ihrer Notlage nicht genug Geld zu haben, um sich hier eine Wohnung leisten zu können.

    Auch wenn ich zu Beginn etwas skeptisch war, war ich doch stolz auf ihn, dass er sich so entschieden hatte. Denn eigentlich war es nicht gerade ungefährlich Mädchen aus Seoul einfach nach uns zuhause einzuladen. Schließlich wusste hier offiziell niemand von uns dreien und erst recht nicht, dass drei der BTS-Mitglieder in einer festen Beziehung waren.

    Gott sei Dank hatte Namjoon damals die Idee gehabt und einfach als deren Cousinen auszugeben. So konnten wir uns wenigstens ab und an in der Öffentlichkeit mit ihnen sehen lassen, ohne Aufsehen zu erregen. Trotzdem. Es war nicht gerade einfach eine Beziehung zu führen, von der niemand außerhalb dieses Haushaltes etwas wissen durfte und das spürte ich von Tag zu Tag mehr.

    Wie gerne würde ich mit RM unter Tags einmal auf ein Date gehen und Hand in Hand durch die Stadt schlendern. Aber, das geht nun mal nicht.

    Während Jin sprach, lehnte ich mich verstohlen zu Namjoon und flüsterte:“ Cousine, oder Freundin?“ Er verstand augenblicklich und deutete auf seine Hauptschlagader. „Cousine also.“ Ich seufzte. Na toll, jetzt konnten wir uns auch noch zuhause verstellen und so tun, als wären wir verwandt. Kuscheln auf der Couch war für die nächste Zeit also gestrichen.

    „So“, beendete Jin seine Geschichte. „Und jetzt sind wir ja alle hier zusammen. Noch irgendwelche Fragen?“ Schweigen. Dann übernahm RM das Wort. „Nein, ich glaub es ist alles klar. Aber Rose möchte bestimmt wissen wer wir sind!“

    Unterm Tisch streckte ich meinem Freund lächelnd einen Daumen entgegen. Er wollte Rose anscheinend zuvorkommen und klarstellen, dass wir bloß deren Cousinen waren, um eventuelle Missverständnisse zu vermeiden. Ich liebe es, wenn er mich blind versteht, dann war alles so einfach und wir brauchen kaum Worte, um die Gedanken des anderen zu deuten.

    „Also ich bin RM, aber du kannst auch Namjoon sagen und das ist meine Cousine Sofie.“

    Roses Sicht:

    Wie Cousine? Hä? Davon stand aber nichts auf meinen Steckbriefen. Etwas verdattert starrte ich in die Runde.

    „Ich bin V und das ist meine F…….fabelhafte Cousine Emilia!“ Bei dem Wort „fabelhaft“ zuckte Jimin zusammen und musste sich ein Lächeln verkneifen. Ich legte misstrauisch den Kopf schief. Irgendwas war hier doch faul.

    Wie sich kurz darauf herausstellte, hieß die Cousine von Suga Xenia und mit ihren weißen Haaren sahen sich die beiden sogar etwas ähnlich.

    Wie der Rest der Mannschaft hieß, wusste ich ja bereits, aber das durfte ja niemand wissen, sonst würde meine Tarnung auffallen. Also lies ich die Vorstellungsrunde über mich ergehen und beendete sie schließlich selbst.

    „Und ich bin Rose und ich bin euch wirklich dankbar, dass ich in den nächsten Tagen bei euch wohnen darf. Ich wüsste nicht was ich ohne Jins nettes Angebot getan hätte!“

    Trotz meiner netten Begrüßung, schienen alle Mitglieder und auch deren Cousinen etwas misstrauisch zu sein. Es wäre, als würden sie mit nicht recht über den Weg trauen. Ich meine, wenn ich sie wäre, würde ich das auch nicht, ich war hier schließlich die Böse. Trotzdem musste ich es irgendwie schaffen ihr Vertrauen zu erlangen. Ich wusste nur noch nicht wie.

    Ich erinnerte mich an die Kamera an meiner Jacke und erst jetzt wurde mir bewusst, dass alles, was ich nun mit dieser Kamera aufnahm, später meinem Vater in die Hände viel.

    Naja immerhin, die Schlagzeile „Mädchen im BTS-Apartment“ war ihm schon mal sicher, den von all dem hier wusste die Öffentlichkeit nichts. Würde ich das meinem Vater zeigen, würde ihn das umhauen.

    Vielleicht würde ich dann endlich mal von ihm gelobt werden……

    -in der Nacht in meinem Zimmer-

    Das Zimmer, das mir Sofie angeboten hatte, war groß und geräumig. An den Wänden rankten sich rosa Blüten und das Bett war ein Traum in Pastell. Ich fühlte mich augenblicklich wohl in diesem Raum und legte fest, dass das der Ort war, an dem ich abends meine Rolle ablegen konnte und endlich wieder ich sein konnte.

    Es ist nicht so, dass ich nicht ich selbst war, wenn ich die Rolle von Rose Park spielte, aber es fühlte irgendwie falsch an sie zu sein, und alle um mich herum zu belügen. So war ich froh hier endlich wieder Rose Kim Un zu sein und die Last der Lügen fallen zu lassen.

    Erschöpft lies ich mich in die weichen rosaroten Polster fallen und blies mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Ich seufzte und starrte die Decke an. „Worauf hatte ich mich da nur eingelassen!“

    Jins Sicht:

    Mein Zimmer war das neben Roses. Sie hatte das pinke Zimmer, das Jungkook und V einmal für mich eingerichtet hatten. Warum fragt ihr? Ach, das war wieder einmal einer ihre Streiche. Ihr wisst vielleicht, dass ein Spitzname von mir „Pink Princess“ ist und so fanden sie es lustig mir passend dazu ein Zimmer zu dekorieren.

    Zu ihrer Enttäuschung bin ich dort aber nie eingezogen. Ich meine es ist schön aber eine Explosion von pink. Da gefällt mir mein Zimmer in seinem schlichten Stil, doch um einiges besser.
    Ich lauschte in die Stille hinein. War sie etwa noch wach?
    Nein, ich glaube sie schläft schon.

    Ich weiß bis jetzt nicht, warum, aber ich musste ihr einfach helfen. Irgendetwas an ihr gefiel mir so gut, dass ich sie nicht einfach gehen lassen konnte.

    Ich weiß, es ist gefährlich einfach Mädchen in diesem Alter zu uns nach Hause einzuladen. Schließlich könnte sie ebenso ein verrückter Fan sein. Aber ich denke, das ist hier nicht der Fall. Sie zeigte ja auch keine Regung, als sie unsere Wohnung betreten hatte.

    Jeder andre Fan wäre total ausgetickt, also denke ich, können wir ihr vertrauen.

    Ich hoffe nur, dass auch die anderen nach und nach Vertrauen in sie haben werden. Vielleicht können wir ihr dann auch erzählen, dass die Mädchen eigentlich Vs, Sugas und RMs Freundinnen waren. V und Suga, Emilia und Xenia hassten mich sicher dafür, dass nun akutes Kuschel- und Kussverbot herrschte. Noch dauzu mussten die Mädchen nun in einem anderen Zimmer schlafen, um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen.

    Ich habe wirklich Mitleid mit ihnen. Es war schon so schwer für sie nur im Apartment als Paar leben zu können und nun nahm ihnen mein Gast auch noch diese Möglichkeit.

    Na toll, jetzt habe ich auch noch ein schlechtes Gewissen, obwohl ich jemanden geholfen habe. Wäre ja ein Wunder, wenn man es immer allen recht machen kann.

    Ich seufzte. Vielleicht würden Pancakes zum Frühstück sie etwas besänftigen.

    10
    ((bold))-währenddessen im Zimmer der Mädchen-((ebold)) ((unli))Xenias Sicht: ((eunli)) Als ich leise Schritte hörte, die zum Fenster tapsten, öffn

    -währenddessen im Zimmer der Mädchen-

    Xenias Sicht:

    Als ich leise Schritte hörte, die zum Fenster tapsten, öffnete ich die Augen und starrte in die Dunkelheit. „Sofie?“, flüsterte ich und richtete mich vorsichtig auf. Die Schritte stoppten. „Xenia, leg dich wieder hin! Ich mach nur das Fenster auf.“

    „Könnt ihr auch nicht schlafen?“, kam es vom anderen Ende des Zimmers und Emilia knipste ihr Nachlicht an. Ich seufzte und strich mir die weißen Haare aus dem Gesicht. „Nein“, murmelten Sofie und ich gleichzeitig.

    Sofie kam zurück und setzte sich an das Ende meines Bettes. „Ich vermisse mein Bett!“ „Nur dein Bett?“, grinste ich breit und schmiss ihr ein Kissen entgegen. „Jaja und Namjoon natürlich!“ „Sag bloß, dir fehlt Suga nicht!“

    Rücklinks lies sich Sofie neben mich plumpsen und legte ihre Arme um mich. „Einerseits ist es wirklich angenehm eine Nacht, ohne Joonies Schnarchkonzert zu schlafen, aber jetzt wo er nicht da ist, fehlt mir das schon irgendwie.“
    Wir kicherten.

    Nun stand auch Emilia aus ihrem Bett auf und pflanzte sich neben uns. „Ich vermisse V auch, aber wer weiß, vielleicht hat das eh bald ein Ende und wir können Rose in unsere Beziehung mit den Jungs einweihen.“ Ich runzelte die Stirn. „Glaubst du wirklich? Ich bin mir da nicht so sicher. Irgendwas an ihr macht mich misstrauisch.“

    „Wie meinst du das?“, flüsterte Sofie nachdenklich und kuschelte sich tiefer in ihre Bettdecke. „Weiß nicht…“, gab ich als Antwort. „Das sagt mir halt mein Bauchgefühl. Und das hat fast immer recht!“

    Emilia grinste und deutete auf ihren Bauch. „Mein Bauchgefühl sagt mir was ganz anderes!“ „Wieso? Bist du bist schwanger?“, meinten Sofie und ich im Chor. Emilia lachte. „Nein, aber ich hab einen riesen Hunger. Ihr nicht?“

    „Doch klar“, grinste ich. „Was haltet ihr von einem kleinen Mitternachtssnack“, überlegte Sofie und sah uns erwartungsvoll an. „Deine spontanen Einfälle sind immer die Besten“, grinste Emilia und stand auf. „Auf in die Küche, aber leise, sonst wecken wir noch die anderen auf!“

    Auf leisen Sohlen tapsten wir also über den eiskalten Fußboden in die Küche. Auf halbem Weg knurrte Emilias Magen unnatürlich laut. Sofie und ich sahen und an und hielten uns schnell eine Hand vor den Mund, um nicht laut loslachen zu müssen. „Hast du heute nichts gegessen?“, flüstere ich und schob Emilia sanft vor mir her. „Doch, aber ich hab‘ immer Hunger. Das weißt du doch!“

    In der Küche angekommen, wollte ich gerade nach dem Lichtschalter greifen, als wir leise raschelnde Geräusche hören konnten. „Ist da jemand drinnen?“, wunderte sich Emilia und wollte gerade nach der Türklinke greifen, als jemand von innen die Tür öffnete.

    „Emilia?“ „V?“ „Was macht ihr denn hier?“, erkundigte sich RM und starrte in die überraschten Augen meiner besten Freundin. „Das könnten wir euch genau so gut fragen“, grinste ich breit und verschränkte die Arme vor der Brust.

    Plötzlich hörte ich hinter den beiden etwas knuspern. Ich brachte sie gar nicht zu fragen, wer das war, denn das Schmatzen würde ich überall heraushören können. Ich drängte mich zwischen RM und V durch und griff nach der Chipstüte, die sich in Sugas Händen befand.

    „Hey“, motzte dieser und wollte mir die Packung wieder aus den Händen grapschen. „Ich hätte gedacht du wolltest in der nächsten Zeit wieder etwas gesünder essen?“ Er sah mich aus seinen verschlafenen Schlitzaugen an und schnappte schnell nach der Tüte.

    Zufrieden griff er rein und stopfte sich die goldbraunen Chips in den Mund. „Der Vorsatz zählt nicht mehr. Jetzt brauch ich Frustessen!“

    Plötzlich sah mir V über die Schulter und schmunzelte:“ Ja, weißt du Xenia. Er vermisst dich so sehr, dass er seinen Frust schon wieder mit Essen kompensieren muss!“ „Gar nicht war“, wehrte sich Suga. Doch ich sah in seinen Augen, dass V die Wahrheit gesagt hatte.

    In mir breitete sich ein warmes Gefühl aus und ich grinste breit. „Wie, findest du das lustig?“, schmollte mein Freund und legte die Tüte zur Seite. „Nein, mir geht’s doch genau so wie dir!“ Und dann drückte ich ihn fest an mich. Glücklich vergrub ich mein Gesicht in seinem Schlafanzug. Es roch nach Suga. Wie mir dieser Geruch gefehlt hatte……

    Irgendwann lösten wir uns wieder voneinander. Schnell drückte Suga mir noch einen Kuss auf die Stirn, dann widmeten wir uns wieder unseren Freunden. Doch denen ging es nicht viel anders, als uns. Auch Sofie du Namjoon und Emilia und V standen jeweils in einer Ecke da und hatten sich an ihr Gegenüber gekuschelt.

    „Gott ist das kitschig“, grinste Suga und zog mich an der Hüfte an sich ran. „Ach tu nicht so! Ich weiß doch, dass du das magst. DU gibst es nur nicht zu!“ Er wurde rot und kratzte sich verlegen am Kopf. „Du durchschaust mich auch immer wieder!“

    Im nächsten Moment schloss Sofie plötzlich die Tür und ging zum Vorratskasten. Sich griff hinein und zog Soletti, Gummibärchen und Schokolade heraus. „Also, was haltet ihr von einem kleinen Mitternachtssnack?“ Sugas Augen flammten auf. Sofie grinste und warf ihm die Packung mit den Gummibärchen zu. „Aber nicht alle auf einmal!“

    Und so setzten wir uns alle gemeinsam auf den Küchenboden und teilten glücklich unsere Snacks. Auch wenn wir wussten, dass es ab morgen nicht so weitergehen konnte, genossen wir die Zeit mit unseren Freunden, die uns noch blieb.

    Und auch, wenn es das erste Mal war, dass wir sechs zusammen in dieser Konstellation etwas unternahmen, fühlte es sich doch so an, als wäre es schon immer so gewesen…..

    -3:00 Uhr-

    Sofies Sicht:

    Ich kuschelte mich an Namjoon und stopfte mir währenddessen ein Gummibärchen nach dem anderen in den Mund. Mit meinem Ohr, das auf seiner Brust lag, konnte ich seinen gelichmäßigen Herzschlag hören. Ich schloss die Augen.

    „Nicht einschlafen“, brummte mein Freund und strich mir liebevoll über die Haare. „Ich glaube es ist sowieso Zeit, dass wir wegräumen und alle wieder auf unsere Zimmer gehen. Es ist schon spät.“

    „Er hat Recht“, stimmte Emilia ihm zu, die gerade kleine Zöpfe in Vs Haare flocht. „Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist!“ „So ein Blödsinn“, maulte V und sah sie klagend an.

    Etwas traurig standen wir alle auf und räumten die Tüten zurück in den Kasten. Als wir die Küche verlassen hatten und wieder auf unsere Zimmer gehen wollten, zog mich Namjoon an sich ran und legte ein letztes Mal seine Lippen auf meine.

    Auch wenn wir jetzt schon fast ein Jahr zusammen waren, brachten mich seine Küsse immer noch um den Verstand.
    Ich legte meine Arme um seinen Nacken und küsste ihn zurück. „So und jetzt ab ins Bett“, meinte ich schnell und merkte wie glühend heiß meine Wangen schon wieder waren.

    Namjoon grinste und wuschelte mir durch die Haare.
    Dann verschwand jeder der Jungs wieder in seinem Zimmer und wir Mädchen blieben am Flur zurück.

    „Boa, ist es kalt!“, brach Emilia plötzlich die Stille und wir machten uns auf den Weg zurück in unsere warmen Betten.

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2019-03-16
40HC
Bangtan Boys, BTS

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Kommentare (77)

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vor 2 Stunden
Wann kommt das nächste Kapitel?
vor 7 Stunden
@Lea
Ich finds wirklich schön, dass bei dir die Szene genau so ankommt, wie ich sie mir vorgestellt habe. Ich versuche dich meine Texte immer so eine Art Bild zu malen, an dem man sich alles besser vorstellen kann uns sich mehr in das Geschehen hineinführen kann☺️😇♥️
vor 7 Stunden
Das neue Kapitel ist sooo schön 😍💜 ich muss sagen ich kann die drei Paare gut verstehen warum sie alle zsm nachts in der Küche sitzen 😂 Nein Spaß 😅
Es war eine wirklich schöne "Szene" ❤
vor 12 Stunden
@Yoongi Lover

Es kommt nur momentan jeden Tag ein Kapitel online, weil ich gerade Zeit hab jeden Tag eines zu schreiben. Aber mehr als ein Kapitel kommt sicher nicht, weil ich an einem Kapitel 2-3 Stunden sitze.

Ich hoffe ihr versteht das:))

Also morgen kommt wieder eines online:)
vor 12 Stunden
Kommt jeden Tag nur ein Kapitel online, oder manchmal auch mehrere?
vor 18 Stunden
Tolles Kapitel. Ich feier deine Geschichte so sehr 🥳🌸. Du schreibst so gute Geschichte über Bts. Freu mich auf das nächste Kapitel.
vor 19 Stunden
Heute:)) Ich fang schon an zum Schreiben:))
LG
Gestern
Ein tolles Kapitel!! 😍😍😍😍Wann kommt das nächste Kapitel??? 🤨🤨🤨🤨🤔🤔🤔
Gestern
Das Kapitel kommt gegen 20:30 Uhr:))
Gestern
So schönes neues Kapitel 😍💜
Gestern
Ok Danke das du geantwortet hast
Freu mich schon auf das nächste Kapitel 💞
Gestern
@Bts
Momentan nicht, weil ich während der Schulzeit so viel um die Ohren hab, aber ich schreib immer in die Kommentare, wann das nächste Kapitel kommt, wenn ich eines gepostet habe☺️
vor 2 Tagen
@Fleur0109
Hast du feste Tage, wo ein Kapitel raus kommt 🌸
vor 2 Tagen
@Florentina
Morgen:))
vor 2 Tagen
Wann kommt das nächste Kapitel?? 🤔🤔🤔🤔🤔🤔🤔🤨🤨🤨😅😅😅😅
vor 3 Tagen
@BTS
Danke, find ich auch☺️
@Yuki
Ich glaub einen Teil von deiner Idee bau ich ein, das gefällt mir☺️
vor 3 Tagen
Ich schreibe morgen weiter d.h: morgen ein neues Kapitel☺️☺️
vor 3 Tagen
Wann kommt das nächste Kapitel? Ich finde die Geschichte cool 😎, aber am Ende das " JIIIIIIIINNNN was macht ein Mädchen in meinem Zimmer?!?!" war richtig witzig 😆😆😆😊
vor 4 Tagen
Oki iwie hatte ich grad ne Idee... ich fänds voll cool wenn sie vielleicht am Anfang einen schon vergebenen der Jungs mag und der sie auch, aber er trotzdem zu seiner Freundin halten will... oder dass die Mädels Rose am Anfang überhaupt nicht mögen... das wäre mehr Drama 😁 Das ist mir halt iwie grad eingefallen... xD
vor 4 Tagen
@Tae ist ein kind
omg ich habe genau das gleiche gedacht 😂😂🤭