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Liebe oder Lüge Twilight

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1 Kapitel - 12.240 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 423 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 3 Personen gefällt es

Das ist eine Relativ lange Geschichte, die von den Volturi handelt.

    1
    Volturi: Liebe oder Lüge
    Von: DahliaR.

    Prolog

    Der Wald war von einem dichten Nebel behangen. Das leise plätschern eines Flusses war alles was man hören konnte. Aber, Moment, Irgendwo in der Ferne hörte er schritte und einen hektischen Atem. Menschen? Hier? Lautlos und geschmeidig folgte er den Geräuschen die in, schlussendlich, aus dem dichten Wald führten. Da sah er ein junges Mädchen 5 Jahre alt, vielleicht auch noch 4. Es rannte, schneller als er es für Möglich gehalten hätte.
    Er legte den Kopf leicht schräg und überlegte, ob er ihr folgen sollt. Das goldene Haar flatterte leicht im Wind. Der süsse Duft von Rosen drang in seine Nase. Er hatte entschieden. Mit schnellen Schritten folgte er ihr. „ALAINAAAAA“, schrie ein Junge rasend vor Wut. Er hörte das Mädchen, das wahrscheinlich Alaina hiess, leise kichern. „Komm sofort zurück, hörst du! Und gib mir den Schlüssel“. Als sie es nicht tat und einfach weiter rannte, knurrte der Junge leise und rannte los. Er würde sie schnell eingeholt haben, wenn er so weiter raste. Als er noch knapp einen Meter von ihr entfernt war und bereits den Arm ausstreckte um Alaina zu schnappen, lächelte sie nur und bog ab, zurück in den Wald. Er zog die Augenbrauen hoch. Noch nie hat er einen Menschen so schnell rennen sehen. Er begutachtete sie genau. Ihre Augen hatten die Farbe eines Meeres mit grünen Punkten darin. Kein Unsterbliches Kind. Wie war es dann möglich das sie so schnell rennen konnte? Der Junge blieb stehen. Er sah ihr ein letztes mal hinterher, bevor er zurück zu dem kleinem Haus ging. Er allerdings, folgte Alaina in den Wald. Sie Stand da und sah in an. „Hallo, wehr bist du?“, ihre Stimme, war die schönste die er je gehört hatte. Sie hatte Angst.
    „Hallo Alaina, mein Name ist Aro“. Sie kniff die Augen zusammen. Er reichte ihr eine Hand, die sie eingehend musterte. „Was ist dein Geheimnis?“, fragte sie mutig. „Gib mir deine Hand und ich werde es dir erzählen“, lockte er sie. Sie sah alles andere als Überzeugt aus, dennoch gab sie ihm ihre zierliche Hand. Sie war kalt, kälter als seine eigene Hand. Entsetzt liess er die Hand fallen. Alaina, lächelte ihn an.
    „Warum hast du so kalte Hände?“, fragte er. Sie zuckte mit den Schultern und rannte davon. Er sah ihr hinterher. Irgend wann, würde er sie zu sich holen. Sobald sie alt genug war.

    ( 10 Jahre später)

    Kapitel 1

    Hallo mein Name ist Alaina, Alaina Hunter. Schon klar, blöder Name. Ich lebe in der Schweiz und werde in exakt einem Monat 16. Jej! Eigentlich bin ich ein ganz normaler Mensch. Okay, das normal war gelogen. Aber welcher Mensch ist schon normal? Ich habe eigentlich gute Noten, coole Freunde und eine tolle Familie, alles was man sich wünscht. Aber da ist noch etwas. Ich habe ein Geheimnis. Ich erliege einem Fluch. Zumindest glaube ich, es ist ein Fluch, sicher bin ich mir aber nicht. Ich bin kalt. Ja, das war’s. Und bis jetzt war das nie ein Problem. Doch der Fluch ist an allem Schuld! An den Lügen und an dem Schmerz. So genug geheult, ich sollte euch vielleicht meine Geschichte erzählen. Nun das ist sie:

    „Das Volumen des Quadrats B ist?“, fragend sah Frau Bach in die Runde. Niemand hob die Hand. Wer hätte das gedacht. Noch 3 Minuten. „Inga?“, alle drehten sich zu Inga, meiner Banknachbarin um, die gerade damit beschäftigt war, alles mögliche und unmögliche auf ihren Arm zu Kritzeln. Zuerst Bemerkte sie es gar nicht, erst als Frau Bach sich räusperte, hob sie den Kopf. „Was?“, die Klasse kicherte. Frau Bach rollte mit den Augen und wiederholte die Frage. „Ich habe nicht aufgehalten, wieso fragen sie also mich?“. Inga hat einen, wie soll ich es ausdrücken, interessanten Charakter. Sie ist eigentlich ganz nett aber, sie und Schule? Eher weniger. Nur noch 1 Minute. Frau Bach verzog das Gesicht. Ich hasse Frau Bach genau wie jeder, der bei ihr Unterricht hat. Sie ist einfach so…, jemand den man nicht mögen kann. „Hausaufgaben auf Mittwoch sind das vollständige Kapitel zum Thema Volumen rechnen. Zusätzlich noch die 3 Arbeitsblätter. Ich werde kontrollieren ob ihr die Aufgaben Gemacht habt“, sagte sie in der so nervig piepsigen Stimme, die sie immer drauf hatte. Ein Stöhnen ging durch die Klasse und sie erntete mehr als nur einen bösen Blick. „Schaut nicht mich so an, sondern sie!“ Frau Bach zeigte anklagend auf Inga. Es klingelte, endlich Frei! Schwungvoll, schnappte ich mir meinen zerschlissenen Rucksack und erhob mich. Laut scheppernd, knallte der Stuhl mit endlich viel Elan zu Boden. Ups. Schnell bückte ich mich und hob den Stuhl auf. Wie Peinlich war das denn. Dumme Alaina. Dumme, dumme, dumme Alaina. Mein Ziel war es möglichst unsichtbar zu sein. Ich rannte beinahe zu Frau Bach und verabschiedete mich. Amanda brauchte, wie immer, eine gefühlte Ewigkeit. Seufzend lehnte ich an der Tür und wartete darauf dass sie endlich alles zusammen gepackt hatte, sich von jedem unserer Mitschüler dreimal verabschiedet hatte und dann auch noch das Gespräch mit Frau Bach beendet hatte. Endlich kam sie gemütlich auf mich zu geschlendert. „Ich muss noch mal eben auf Toilette, wartest du bitte? Danke“, Amanda lief zu Toilette. Ich atmete ruhig aus und verhindere damit ihr „Willst du mich eigentlich verarschen!“ Hinter her zu schreien. Ich sah mich um. Unsere Schule ist winzig. In unserem Schulhaus sind es insgesamt um die 100 Schüler. Für drei Klassenstufen. Dementsprechend schwierig ist es Freunde zu finden, die meine Erwartungen entsprechen. Amanda entspricht den meisten meiner Kriterien. Sie ist schlau, mag Bücher und übertreibt nicht mit Make Up. Denn das kann ich einfach nicht leiden. Als Amanda schlussendlich wieder zu mir kommt und sich ihre Jacke vom Hacken nimmt bin ich bereits auf 180, lass es mir allerdings nicht anmerken. Schweigend liefen wir nach draussen wo mittlerweile keine, einzige, Sau mehr war. Selbst die Lehrer hatten ihre Mittagspause vor mir begonnen. Es war ein schöner Frühlingstag und die Sonne schien. Vögel sangen ihre Liedlein und Amanda summte vor sich hin. Plötzlich begann sie zu reden. „Wusstest du dass die Klasse über uns zwei neue Schüler kriegt?“, noch bevor ich etwas sagen konnte sprach sie weiter,“Die beiden sind Geschwister und kommen aus Italien. Ist das nicht aufregend?“, fragte sie begeistert.
    „Na ja..“, sie unterbrach mich, „Angeblich waren sie drei Jahre an einer Privatschule in der sie deutsch gelernt haben. Hab ich schon erwähnt das es sich um Zwillinge handelt? Ein Mädchen und ein Junge. Hast du gehört Alaina? Ein Junge!“, erstaunt sah ich sie an. Also sie freute sich wirklich. „Was ist denn so schlimm an dem Jungen?“, fragte ich, dezent verwirrt. „Nichts, aber wenn er einiger massen gut aus sieht werden hier bald zustände wie in „Tribute von Panem“ Herrschen, wenn du verstehst was ich meine“. Ja das wusste ich. Die meisten an unserer Schule sahen so, ähm, einfach nicht gut aus. Ausserdem wird hier ein Freund wie eine teure Handtasche bewertet. Wer einen besitzt ist im Trent. Noch so etwas, was ich nicht mag. „Hast du Interesse“, fragte ich lachend. Sie sah mich mit ihren grossen glupsch Augen an. „Natürlich habe ich das! Man weiss nie wo und wann man die grosse Liebe findet. Ich meine: Wie viele liebes Romane handeln von einem völlig durchschnittlichem Mädchen und einem neuen, mysteriösem Typen? Richtig, unzählige“. Ich zog die Augenbrauen hoch und starrte auf meine Füsse. „Ich weiss, du hast dieses Problem ja nicht, du könntest jeden haben. Ich meine wenn ich so aussehe wie du, dann hätte ich mir schon längst irgend einen Superstare geschnappt und wäre mit ihm durchgebrannt. Warum bist du überhaupt noch hier?“, wir begannen beide schallend zu lachen und umarmten uns als ich zuhause an kam. Ich wusste sehr wohl wie ich aussah und versuchte es zu ignorieren. Ich will nicht von anderen wegen meines Aussehens bewertet werden. Amanda wusste das eigentlich, aber manch mal konnte sie einfach nicht anders, und musste es ansprechen. Ich stieg sie knirschenden holz Stufen hinauf und öffnete die uhralte, ebenfalls knirschende, elegant verzierte Holztür. Das erste was ich hörte war Baby Geschrei. Jason, mein kleiner Bruder, sass in seinem Hochstuhl und weigerte sich die Karotten auf seinem Teller zu essen. Meine Mutter sah im in die Augen und sagte; „Wenn du das jetzt nicht isst, bleibst du so lange sitzen, bis du vor Hunger nicht mehr anders kannst als zu essen“. Ich liebe meine Mom. Auch wenn sie so streng ist. Das schwarze Haar, hatte sie sich zu einem Dutt hoch gesteckt. Sie trug eine Strickjacke und darunter ein dunkelgrünes T-Shirt. Es sah so aus, als hätte sie kein Licht gehabt als sie sich umgezogen hatte. Ich hielt aber lieber die Klappe, gab ihr einen Kuss auf die Stirn und ging die Stufen hoch, zu meinem Zimmer. Denn Rucksack hatte ich unten liegen gelassen. Mein Zimmer war ganz klein, aber ich musste es mir mit niemandem Teilen. Ich lebe in einer Grossfamilie. Ich habe sage und schreibe sechs Brüder und Mom ist schon wieder schwanger. Elias, ist der älteste, dann Finn, Maven, ich, Jason und die Zwillinge Milan und Rohan. Ja es ist schlimm, sehr schlimm. Naja, zurück zu meinem Zimmer. Die Wände sind aus weissem Holz, an dem, an manchen stellen bereits die Farbe abblättert. Vor dem grossen Fenster, habe ich die Ablage mit Kissen dekoriert und zu einer gemütlichen Leseeck umgestaltet. Ich habe mein Zimmer im allgemeinen im Vintage Look gestaltet. Besonders Stolz aber war ich auf mein Bücherregal. Mom’s Stimme halte durch das riesige Haus und rief uns alle zum essen. Ich öffnete die Tür als Maven an mir vorbei die Treppe hinunter stürmte. Meine Güte, man könnte meinen, unten wartet ein Lotto Gewinn auf ihn. Leider nein, aber Nudeln. Ich setzte mich auf die Eckbank an den grossen Tisch. Maven neben mich. Alle waren versammelt, bis auf Dad, Elias und Finn. Sie waren arbeiten. Anfangs war es komisch ohne alle meine Brüder zu essen. Aber mit der Zeit, fing ich an es zu geniessen, ohne das ständige plappern und scherzen von Elias oder den ständigen Fragen von Finn, ob ich endlich eine Freund gefunden hätte, denn er vermöbeln könne, zu essen. Ich stopfte Nudeln in mich rein und das in Rekordzeit, schliesslich wollte ich noch einen zweiten Teller was hier beine unmöglich war. Ich schaffte es und genoss den zweiten Teller unter den Blicken von Jason und Milan, die ebenfalls noch einen Teller geholt hätten. Tja, Pech. Anschliessend gönnte ich mir noch eine Kaffee und half Mom beim Abwasch. Sie war eher ruhig, genau wie ich. Als wir fertig waren fragte ich ob ich noch etwas tun könne. „Es wäre mega lieb von dir, wenn du die Hühner und Hasen rasch füttern könntest“, ich nickte nur und sie sah mich dankbar an. Ich würde rasch alle Tiere füttern und dann zur Nachmittagsschule gehen. Draußen war es windig. Wolken hatten den noch bis vor kurzem Klarem Himmel, fest im Griff. Doch mir war nicht kalt. Mir war nie Kalt. Ich ging den schmalen Trampelpfad zu den Stallungen in denen wir auch eine Kuh und ein Pferd hielten. Eigentlich sollte man die ja nicht alleine halten. Aber Fee, ein Friese, war schon als Fohlen nie gerne mit der Herde zusammen. Und Frida, die Kuh, war mit der Tatsache das Fee ihre einzige Gesellschaft war, augenscheinlich, recht zufrieden. Ich verteilte Körner auf der kleinen Wiese, auf der sich unser drei Hühner tagsüber meistens aufhielten und gab ihnen frisches Wasser. Bei den Hasen machte ich das selbe, ausser das sie keine Maiskörner sondern Hasenfutter bekamen. Ich sah auf mein Handy und bemerkte, dass ich noch eine ganze Viertelstunde zeit hatte bis Amanda kommen würde. Ich entschloss, noch etwas Löwenzahn auf der Wiese hinter dem Haus und vor dem Wald zu sammeln. Die Hasen und Fee würden sich sicher freuen. Ich rannte nach hinten in Richtung Feld. Ich konnte schon immer schnell rennen. Beim Fangen war ich meist die letzte, die, die nie gefangen wurde weil sie allen immer so geschickt und schnell auswich. Mittlerweile war es eine richtige Errungenschaft wenn man es schaffte mich abzuklatschen. Die Sport Lehrerin, lobte denn jenigen dann immer. Ich erreichte die Wisse und begann sofort mit meiner Arbeit. Irgendwie fühlte ich mich beobachtet. Ich schaute auf und sah mehrere Hundert Meter entfernt eine Geschalt am Waldrand. Sie beobachtete mich. Ich konnte noch nicht eimal sagen ob die Person männlich oder weiblich war. Ich ging ein paar Schritte zurück. Sie bewegte sich nicht. Ich legte das Grünzeug langsam zu Boden und richtete mich wieder auf. Die Person stand immer noch da. Unsicher biss ich mir auf die Lippe. Vielleicht hatte die Person sich verlaufen. Ich ging langsam in Richtung Wald. Die Person machte exakt einen schritt auf mich zu und verharrte dann wieder. Dann rannte ich auf die Person zu. Zuerst regte sie sich nicht. Als ich näher kam, erkannte ich, dass es sich um einen Jungen handelte. Einen außerordentlich hübschen Jungen. Er hatte braunes Haar das im Wind leicht hin und her wehte. Und dann drehte er sich um und rannte ihn den Wald. Und das in einem ziemlichem Tempo. Sollte ich ihm Folgen? Nein, war ich eigentlich bescheuert! Ich folgte doch keinem wild fremden Kerl in den Wald, der mich noch vor wenigen Sekunden beobachtet hatte. Ich schüttelte leicht den Kopf über mich selbst und ging in gemächlichem Tempo zurück zum Haus.
    Denn ganze Nachmittag über war ich in Gedanken bei dem Jungen. Warum war er einfach fort gerannt? Wieso war er so schnell und wieso so schön? Gut, letzteres wahrscheinlich wegen seinen Eltern aber egal. Amanda fragte mich mehrmals ob alles in Ordnung sei. Als ich zuhause ankam, war es wie immer laut, doch dieses Mal, beendete ich das Komplet aus. Wieso hatte er nicht mit mir geredet? Eine Frage nach der anderen rauschte mir durch denn Kopf. Ich konnte weder Lesen, noch mich mit meinen Mathe Hausaufgaben beschäftigen. Mom sagte ich, das ich Kopfschmerzen hätte, die mich darauf umgehend in mein Zimmer manövrierte, mir zich Decken brachte, einen Tee und Kopfschmerztabletten. Bei so vielen Kindern konnte sie es nicht riskieren das sich alle ansteckten. Seit wann waren Kopfschmerzen denn ansteckend? Die Tablette warf ich in den Müll und denn Tee trank ich quasi in einem Schluck aus. Ich legte mich hin, starrte Löcher in die Decke und dachte weiter über diesen Fremden nach. Ich wusste nicht was mich so an ihm beschäftigte. Doch ich konnte einfach nicht anders. Irgendwann kam Elias und setzte sich zu mir an den Bettrand. „Mom hat gesagt dir geht es nicht so gut. Du siehst wirklich etwas bleich aus, vielleicht solltest du morgen nicht zur Schule. Amanda hat auch gesagt das du irgendwie komisch drauf warst“, liebevoll strich er mir eine Strähne hinters Ohr. „Wieso hast du mit Amanda gesprochen?“, fragte ich leide. „Wir schreiben“, sagte er barsch. Aha, schreiben. Wieso weiss ich davon nichts? „Wieso…ach egal. Wo ist Mom?“, fragte ich ihn worauf hin sich seine Mine leicht verdüsterte. „Das Baby macht einen Aufstand“. „Welches?“, fragte ich, worauf wir beide lachen mussten. „Das Ungeborene. Mom hängt mal wieder über der Kloschüssel“, seine Stimme klang betont fröhlich, aber ich wusste es besser. Es war bestimmt nicht einfach, so viel Verantwortung zu tragen. „Kannst du Maven oder Finn fragen, ob sie noch rasch eine Runde mit Fee drehen würden? Ich war schon Gesten nicht ausreiten“. Er nickte, deckt mich zu, gab mir einen gute Nacht Kuss und wünschte mir eine gute Nacht. Als er weg war schloss ich die Augen und versuchte zu schlafen. Nach einer halben Ewigkeit viel ich endlich in einen unruhigen Schlaf.

    Ich öffnete das nur angelehnte Fenster zu ihrem Zimmer. Nach etlichen Stunden des Wartens, waren endlich alle Familienmitglieder schlafen gegangen. Leise schlich ich in den Raum und begutachtete das Zimmer. Es war hübsch. Etwas chaotisch vielleicht, aber schön. Alaina lag auf dem grossen Bett und machte leise schlaf Geräusche. Selbst so war sie noch wunderschön. Er trat ein paar schritte näher um sie sich besser ansehen zu können. Ihr Duft drang ihm verführerisch in die Nase und betörte ihn, auf eine Art und weisse, wie es nur Blut vermochte. Wie schön währe es jetzt, ihr Blut zu Schmecken. Aber dass durfte er nicht, Aro würde ihm höchstpersönlich den Hals umdrehen. Aro’s Auftrag war unmissverständlich. Sie sollten Alaina ohne aufsehen zu erregen entführen. In so einem winzigem Ort würde es Komplet eskalieren wenn auf einmal Menschen, dazu noch ein so junges Mädchen, einfach so verschwinden würde. Nein, das war keine so gute Idee. Er würde sich bei ihr Einschleimen und sie dazu bewegen irgendwie nach Italien zu kommen. Dann würden sie ihrer Familie einen Brief schicken und so tun, als möchte sie für immer da bleiben. Tata, Problem gelöst. Es war äusserst interessant ihr beim Schlaf zuzusehen. Sie bewegte sich hin und her und machte niedliche schmatz Geräusche. Vielleicht würden sie Gefährten werden. Es war auf jeden fall Aro’s Wunsch. Eigentlich konnte er ja Gedanken lesen und nicht er selbst, aber wenn man ein paar Jahrtausende mit ihm verbracht hat, lernt man ihn zu lesen. Wieso sonst hatte er uns geschickt? Er hätte irgend ein Leutnant schicken können um diese Zeitaufwendige aber nicht sonderlich komplizierte Aufgabe zu lösen. Und wenn er zu wenig vertrauen ihn sie gehabt hätte, hätte er immer noch Demetrie oder Felix schicken können. Oder beide.
    Ich betrachtete das Bücherregal. Sie schien gerne zu lesen. Damit konnte er sie vielleicht überzeugen. Allerdings Schienen es mehr irgend welche 0815 Romane zu sein, anstatt Klassiker. Trotzdem blätterte er sich durch die Bücher und blieb an einem Buch hängen. Er setzte sich auf die Fensterbank und begann zu lesen. Immer wieder wand er den Blick zu Alaina, die immer noch friedlich schlief. Wenn er Glück hatte, hatte sie die Begegnung zwischen ihnen Morgen wieder vergessen. Ansonsten könnte es eventuell Schwierigkeiten geben. Er blieb lange. Erst als die Sonne die Wolken orangsch färbte, stellte er das Buch zurück und verschwand durch das Fenster in die Morgendämmerung.


    Kapitel 2

    Ich träumte von dem Unbekannten, wer hätte das gedacht. Er beobachtete mich, nein, er zerstörte mich förmlich mit seinen Blicken. Ich war auf ihn zu gerannt, doch immer wenn ich näher kam, war er wieder 100 Meter weiter entfernt. Es war zum verrückt werden. Ich watschelte vor mich hin gähnend die Treppe nach unten. Unter der Woche war ich meistens die erste, die wach war. Ich brauchte diese Zeit einfach. Ich machte die Kaffeemaschine an, lief dann zum Fernseher um in ebenfalls an zu machen, um dann wieder zur Kaffeemaschine zu gehen und mir einen Kaffee zu machen. Anschliessend machte ich es mir bequem auf dem begehrtesten Patz unseres Hauses. Auf dem Sofa. Und zwar auf diesem Teil wo ich die Beine ausstrecken kann. Nur wenige Minuten später öffnete sich die Tür, zu einem der Zimmer und Finn kam heraus. Schnurstracks und ohne mir einen guten Morgen zu wünschen, ging er ins Bad. Kurz nach dem er geduscht hatte und aus dem Bad wieder ins Zimmer ging, man bedenke, dass er das ohne Kleider tat und OHNE Tuch, wieder holte sich das spiel mit Elias. Dad kam die Treppen hinunter und wünschte mir als erster einen guten Morgen. Na endlich. Kurze Zeit darauf, war die ganze Familie vor dem Bildschirm versammelt, alle mit einer Tasse Kaffee oder Kakao in der Hand. Nach und nach verschwanden ein paar, um sich die Zähne zu putzen oder sich um zu ziehen. Um 20 vor sieben, ging ich ebenfalls nach oben. Ich entschied mich für einen Rock, kombiniert mit einem Pullover, auf dem ein flauschiges Lama abgebildet war, dazu noch ein paar Strumpfhosen und Tata, outfit fertig. Zufrieden betrachtete ich mich im Spiegel. Als ich meine Haare gekämmt, meine Zähne geputzt und mich mit sämtlichen gut duftenden Wässerchen eingesprüht hatte, kam meine mom und flechtet mir einen Französischen Zopf. Ich packte mir alle Schulbücher zusammen und wartete dann auf Amanda. Gemeinsam gingen wir dann zur Schule, zu unserem Platz. Dort warteten bereits einige unserer Mitschüler. Ich würde schon sagen das wir einiger massen beliebt sind. Einigermassen. „Alaina, hast du die Hausaufgaben schon gemacht?“, fragte Chase, der seine wahrscheinlich wieder einmal vergessen hatte. Ich nickte und setzte mich gemütlich hin. Plötzlich kam Gina auf uns zu gesprintet. Das war seltsam, eigentlich gehörte sie nicht zu unserer Gruppe und um ehrlich zu sein, mochte ich sie nicht so besonders. „Hheeeyyyyyy“, ruft sie und klang dabei als hätte sie etwas geraucht. Na gut, kann passieren. Noch bevor irgend Jemand etwas sagen konnte, sagte sie; „Vor ein paar Minuten, ha ha, kamen wir die neu Schüler hin! Und Omgeeehhhee, er sieht soooooooo gut au“, lallte sie vor sich hin. Gina, hatte eindeutig etwas Genomen. Amanda und ich sahen uns nur an und ich schüttelte leicht den Kopf. Ich war schon immer gegen alles was abhängig macht, ausser gegen Bücher. Ich hatte sogar angst davor, von einem Glas Sekt betrunken zu werde. Und was Drogen an geht, bin ich noch viel ängstlicher. Meine Eltern waren Schuld daran. Sie erzählten immer irgend welche Horror Geschichten, damit wir nicht auf falsche Ideen kamen. Gina sah völlig durch gedreht aus und lachte vor sich hin. „Was sollen wir jetzt mit ihr machen? Sie ist völlig im Eimer“, fragte Ride, und stupste Gina leicht mit einem Finger an, worauf hin sie nur noch lauter lachte. „Ich bring sie nach Hause“, sagte Amanda und erhob sich. „Klar, ich sag dem Lehrer bescheid“, rief ich ihr hinter her. Chase nahm ihren Platz neben sich ein. „Und, was hast du Gestern so gemacht?“, fragte er und schaute mich interessiert an. Ich rieb mir über die Stirn und sagte; „Ich hatte Kopfschmerzen, weshalb ich gestern eigentlich durch gehend gepennt habe“. Um meine Wort zu unter streichen, gähnte ich. Er lachte. „Was hälst du davon, wenn wir heute nach der Schule gemeinsam Spazieren gehen? Wir können auch die Pferde mitnehmen“. Chase, wollte sich in letzter Zeit verdächtig viel mit mir treffen. Ich hatte eine Befürchtung die Amanda auch schon geäußert hatte. Ich mochte Chase, wirklich. Wir waren gemeinsam aufgewachsen und er hatte endlich viele Geschwister wie ich. Unsere Eltern sind gut befreundet und all das, aber trotzdem Entfinde ich nichts als Freundschaft für in. Trotzdem stimmte ich dem Treffen zu, vielleicht könnte sie ihm klar machen, dass sie rein gar nichts von ihm wollte. Es klingelte und alle Schüler probierten gleichzeitig in die Schule zu gelangen, was wie zu erwarten, in einem Heillosen Durcheinander endete. Endlich und sogar noch rechtzeitig, gab ich unserem Deutschlehrer, Herr Windhosen, ja er hat bei der Namens Verteilung die Arschkarte gezogen, die Hand. Er stand total auf Yoga. Er trug immer eine Kakifarbene 3/4 Hose und eine Kette mit einem Haifisch Zahn daran. Er hatte lange, braune Haare, die immer so aussehen, als hätte er sie seit Tagen nicht gewaschen. Sein Bart war ebenfalls lang und zu einem Zopf geflochten. Kurz: Er sieht aus wie eimal gekaut und wieder ausgespuckt. Aber er war eigentlich ganz nett. Er wird nicht mal wütend wenn man in seinem Unterricht einschläft. Er meint, „Meine Stimme ist so beruhigend, das man davon sogar Einschafen kann“. Er war den ganzen Tag über super gelaunt. Eigentlich ist er immer gut gelaunt. Ich sagte im das Amanda Gina nach hause bringt er nickte und schrieb sogar einen Positiven Eintrag für Amanda und mich. Wegen Zivilkorasch. Oder was auch immer. Herr Windhose, begrüsste uns alle noch einmal und sagte dann: „Es freut mich sehr heute zwei neue Schüler an dieser Schule und in unserer Klasse begrüssen zu dürfen!“ Was? Ich dachte Amanda hatte gesagt sie sind eine Kasse über uns. Komisch. „Sie heissen Josie und Aidan, seit nett zu ihnen, so wie ihr es immer seit und …“, er wurde von einem Klopfen unterbrochen, worauf hin Sara sich erhob und die Tür öffnete. Ein Mädchen kam herein. Alle Blicke Augen auf ihr. Sie war wunderschön. Wie der Junge der hinter Ihr ging. Moment mal.. ich erhob mich und der Stuhl knallte wie gestern zu Boden. Alle Blicke waren auf mir. „Ales okay, Alaina? Du siehst so blass aus“, fragte Herr Windhose und klang dabei recht besorgt. „Ich glaub.., ich, mir ist übel“, ich rannte einmal quer durch das Klassenzimmer zur Toilette. Tief durch atmen sagte ich zu mir selbst, während ich in den Spiegel sah. Das war der Typ den ich gestern gesehen hatte. Tief durchatmen. Okay, ich musste ruhig bleiben. Das war sicher irgend ein Missverständnis. Er hatte nur am Waldrand gestanden. Alaina, reiss dich zusammen! Ich strafte meine Schultern und spritzte mir Wasser ins Gesicht. Noch ein letztes mal tief durch atmen und ich kehrte zurück zum Klassenzimmer. Alle drehten sich zu mir um. „Geht wieder“, nuschelte ich und wollte zurück zu meinem Platz, als ich merkte das Amandas Platz bereits besetz war. Von ihm. Oo wirklich? Ich setzte mich auf meinen und wendete meinen blick sture gegen die Tafel. Ich war ganz gut in deutsch. Herr Windhose, verteilte ein Arbeitsblatt auf dem es um aktiv und passiv ging. Er wies mich an Aiden zu helfen. Ich knurrte leise was unser Lehrer mit einem strengen Blick quittierte. Ich wand mich ihm zu. Sein braunes Haar war wild durch einander und seine blauen Augen sahen irgendwie unnatürlich aus. Seit Tain war blass, beinahe weiss. Und er sah gut aus, verdammt gut. Fragend sah er mich an und sagte dann: „Du musst mir nicht helfen wenn du nicht willst“. Er sprach ohne denn hauch eines Akzentes. Mein Pate war auch Italiener. Er lebte seit 34 Jahren hier und sein Akzent war noch immer über deutlich. Anstatt zu antworten begann ich mein Blatt auszufüllen und er tat es mir gleich und wurde vor mir fertig. Als ich einige Minuten später fertig war verglich ich unsere Antworten. Wir hatten beide das selbe geschrieben. Nicht wörtlich aber der sinn war der selbe. „Wieso kannst du das?“, fragte ich und meine Unsicherheit war mir deutlich an zu merken. Er sah mich an und zuckte dann mit den Schultern. „Ich lese gerne“, antwortete er. „Wirklich? Was liesst du denn so?“, fragte ich und war wirklich gespannt auf seine Antwort. „Ich stehe mehr auf Klassiker und Historische Romane“, er lächelte mich fröhlich an. Ein Junge der gerne liesst? So etwas existiert? Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. „Was ist dein Lieblings Buch?“, fragte er und lehnte sich zu mir herüber. „Ich habe viele Favoriten. Aber mein absolutes Lieblings Buch ist, Rubinrot. Das kennst du wahrscheinlich nicht“, sagte ich und lächelte zurück. „Nein, das kenne ich tatsächlich nicht. Erklär mir worum es darin geht“, er legte die Hand auf meine Tischseite und drehte sich ganz zu mir. „Es geht um ein Mädchen das in der Zeitreisen kann. Sie erlebt die alten Zeiten. Und genau das mag ich so daran. Ich stelle mir gerne vor wie es ist in einem anderen Zeitalter zu leben“, schwärmte ich vor mich hin. „Glaub mir, das willst du nicht“, sagte er und klang sehr über zeugt. „Warum nicht?“, fragte ich ihn und fühlte mich als hätte er gerade meine Traum in der Zeit zu reisen mit einer Stecknadel zerplatzt. Er fuhr sich durch das Haar und sah so aus als hätte er etwas verraten das er nicht durfte. In diesem Moment bat Herr Windhose um Aufmerksamkeit. Wir hätten gleich Pause und das wir nach der Pause ein neues Thema anschneiden würden. Es klingelte und ziemlich genau im selben Moment öffnete sich die Tür zu unserem Klassenzimmer. Amanda stand da und sah vollkommen erschöpft aus. Sie ging direkt zu Herr Windhose und sprach kurz über die fehlende Lektion mit ihm bevor sie dann zu mir kommt und sich an ihren Platz setzen will. Kann sie aber leider nicht, es sei denn, sie möchte sich auf Aiden’s Schoss setzen. Sie starrte ihn eine Weile an und sagte dann, vollkommen kalt; „Du sitzt auf meinem Platz“. Wow, entweder hatte sie sehr schlechte Laune oder sie konnte Aiden nicht leiden. Der erhob sich geschmeidig und bot ihr denn Platz an. Sie setzte sich ohne ein Wort zu sagen und breitete ihr gesamtes Stiftsortiment auf ihrer Tischseite aus. Aiden zuckte mit den Schultern und ging zu Josie, seiner Schwester. „Was um Himmelswillen ist denn mit dir los?“, fragte ich sie, worauf hin sie zu flüstern begann; „Gina hat mir erzähl, das Kate aus der Klasse über uns ein wenig mit ihm geflirtet hat, na ja, sie hat es zumindest versucht. Aber er hat sie voll abblitzen lassen. Angeblich hat sie sogar geheult“. Ich seufzte. „Amanda, Gina ist vollkommen durch. Aiden ist mega nett. Und er liesst gerne. Was Kate angeht, sie ist eine Dramaqueen. Lieber er sagt ihr gleich das er kein Interesse hat, anstatt sie etwas anderes glauben zu lassen. Weist du noch was damals mit Emily und Zack passiert ist? Das war die reinste Seifenoper“, ich erinnerte mich das die gesamte Geschichte sich immer höhengeschaukelt hatte und in einer riesigen katestrope endete.
    „Pah, er flirtet ja auch mit dir, kein Wunder vereidigst du ihn!“, gab sie trotzig zu rück. Ich glaub es hackt! Hatte sie eigentlich noch alle Tassen im Schrank! „Red nicht so ein Müll, wir haben noch nicht einmal mit einander geredet seit du hier bist, woher willst du also wissen, dass er mit mir Flirtet?“, ich wurde langsam echt sauer. „Weisst du, manche Blicke sagen mehr als tausend Worte“, sie war wirklich gerade zu eingeschnabt. Man könnte meinen er hätte sie abblitzen lassen und nicht Kate. Es klingelte und ich konzentrierte mich wieder auf den Unterricht. Die Stunde war ganz okay und Aiden war wirklich nett. Nach einer weile taute auch Amanda wieder auf. Sie fragte sogar nach Aiden Telefon Nummer, auch wenn, nur für den Klassenchat. Ach ja der gute, alte Klassenchat. Während der Pause waren sowohl Aiden, als auch seine mir äußerst sympathische Schwester, Josie bei uns. Ride war besonders angetan von ihr. Es gab ein paar ziemlich peinliche Momente zwischen ihnen, die mich herzlich zum lachen brauchten. Ich musterte Aiden. Er beobachtete seine Schwester, wie sie da sass und mit ihren Haaren spielte. Er sah wachsam aus, so, als ob seine Schwester jeder Zeit explodieren könnte. Ich stupst ihn leicht in den Arm, worauf hin er sich so ruckartig um drehte das ich erschrocken zurück zuckte. Entschuldigend sah er mich an. „Alles in Ordnung? Du siehst so nachdenklich aus“, fragte ich ihn und sah ihm in die Augen. „Ich.. Es ist nur…Ach egal. Ich würde dir so gerne die Bibliothek bei mir zuhause zeigen“, wechselte er plötzlich das Thema. Er wollte nicht reden, schon klar. „Ich kann noch nicht einmal Italienisch, wie um Himmel, Gottes Willen soll ich dann auch nur ein Buch von dort lesen können“, fragte ich lachend. Er zuckte mit den Schultern. „Ich könnte es dir bei bringen“, abwartend sah er mich an. Meinte er das ernst? „Wirklich? Das würdest du machen?“, fragte ich ihn erstaunt worauf er nur voller Begeisterung nickte. „Sicher! Aber nur wenn du mir versprichst, eines Tages mit mir nach Volterra zu gehen“, sagte er schelmisch grinsend. „Volterra? Ist das dein Heimatsort?“ Ich war wirklich interessiert. Denn, trauriger weise, war ich noch nie in einem anderen Land, als diesem hier. Was auch nicht verwunderlich ist, schließlich habe ich sechs Brüder. Urlaub, dürfte nicht gerade billig sein. „Ja. Ich vermisse es. Die Sonne, die weiten Felder, die Menschen. Unser Haus“, er sah schwärmerisch in den grauen Himmel. Ich sah die Wolken die sich in seinen Augen wieder spiegeln. Sie waren so unnatürlich blau, unmenschlich. Das klingeln unterbrach denn Moment. Verwirrt, lief ich zum Geschichtsraum. Was war bloss mit mir los. Ich fühlte mich, keine Ahnung, seltsam? Frau Felsenbach, erzählte etwas, doch ich hörte nicht zu. Ich war die zu beschäftigt, Aiden’s Rücken mit meinen Blicken zu durch bohren. „Alaina, Alaina, ALAINA!“, schrie mir meine Geschichtslehrerin ins Gesicht. Die Klasse kicherte. Toll. „Äh, was?“, fragte ich sie. „Da hat wohl jemand ein bisschen zu wenig geschlafen. Aber egal, ich hab dich gerade gefragt mit wem du das Shakespeare Project machen willst“. „Amanda“, antwortete ich ohne mit der Wimper zu zucken. Erneutes Kichern der Klasse. Was hatte ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht? „Gut, gibt es jemand der vorher nicht geschlafen hat? Inga?“, fragte sie. „Ich würde es gerne mit Ride machen“, sagte sie und die beiden gaben sich einen Fauststoss. Ups, wir sollten Mädchen und Jungen gemischte Gruppen machen. Tja, ich hatte meinen Einsatz verpasst. Daniella, ein Mädchen das ich auf den Tot nicht ausstehen kann, hebt die Hand. Ich mochte sie nicht nicht, weil sie hübsch war, sondern weil sie es Jedem unter die Nase reibt. Und das schlimmste ist das viel zu viele auch noch darauf stehen: „Ich mach es mit Aiden“, sagte sie und zupfte an ihrem ein km langem Ausschnitt herum. „Wenn Aiden damit einverstanden ist..“, alle wanden ihm den Kopf zu. Ich wünschte ihm im Kopf schon einmal viel Glück. „Ich würde es lieber mit Alaina machen“, sagte er und sah mir in die Augen. Moment, WAS! Im Klassenzimmer war es so still, das man eine Stecknadel auf den Boden fallen hätte hören können. Am besten war Daniella’s Blick. „Also ähm, äh, ja sicher, wieso nicht“, stottert unsere Lehrerin. Manche Kicherten. „Hört auf zu lachen, junge Liebe ist eines der schönsten Dinge die noch existieren!“, das war der Moment in dem ich am liebsten aus dem Fenster gesprungen wäre.
    Das Gesicht der Lehrerin war denn Rest des Tages eine Maske die niemand lesen konnte. Wir bekamen die Geschichte, wie könnte es anders sein, von Julia und Romeo. Klasse. Das machte das ganze nur noch peinlicher. Erstaunlicher weisse, wusste Romeo, oh, ups, ich meine, Aiden erstaunlich viel. Er konnte furchtbar viele undenklich klingende Namen runter rattern. Sogar Ortschaften. Chase, kam mehr Mals vorbei um mich daran zu erinnern das wir uns heute treffen. Er sagte es gefühlt extra laut und sah dabei immer Aiden an. Okay, was war heute eigentlich los? Nach der Schule ging ich nach hause und versank erneut in meinen Gedanken.

    Chase nervte ihn zu Tode. Ständig unterbrach er ihn. Es war nicht zu übersehen, das Chase ihm klar machen wollte, wer zu wem gehört. Nach der schule, folgte er Chase. An einer abgelegenen Strasse, rief er ihm zu: „Hey Chase“. Er wusste, wie bedrohlich er klang. Chase drehte sich erschrocken um. Er sah ihm in die Augen während er mit ruhiger und autoritären Stimme mit ihm Sprach; „Du lässt deine Finger von ihr, du fasst sie nicht an, du wirst dich nicht mit ihr treffen und du sprichst nicht mit ihr. Hast du das verstanden“. Er beobachtete vergnügt, wie die Angst sich langsam in seine Züge schlich. „Du hast mir nichts zu sagen“, seine Stimme zitterte, aber Chase schien fest entschlossen, sich ihm in den Weg zu stellen. Selber schuld. Im Bruchteil einer Sekunde stand er vor ihm und schloss seine Finger um seinen Hals. „Alaina gehört mir, hast du das verstanden“, Chase sah in erschrocken an doch er regte sich nicht, also drückte er fester zu. Und noch ein bisschen. Chase nickte. Er lies ihn fallen. Chase schlang seine Hände um seine Kehle. „Gut, und vergiss eines nicht; Ich werde wissen wen du dagegen verstösst und dann, werde ich dich töten“.

    Kapitel 3

    Die Zeit verging und Chase tauchte nicht auf. Als ich ihn anrief, drückte er mich einfach weg. Irgendwas gab ich es seufzend auf und löste meine Mathe Hausaufgaben. Ich machte mir leichte sorgen. Als ich fertig war, ging ich in mein Zimmer und lass in meinem aktuellen Buch. Das Ende war so spanend, das ich ihn einem durchrutschte. Danach hatte ich üble Langeweile. Als mein Handy auf einmal klingelte. Eine Nachricht. Vielleicht von Chase? Schnell gab ich meinen Code ein, wobei ich mich zweimal vertippe und ging dann in die App. Aiden, nicht Chase.

    Er: 17.48 Uhr; Hi
    Ich: 17.49 Uhr; Hi
    Er: 17.49 Uhr; Was machst du so?
    Ich: 17.50 Uhr; Nichts und du?
    Er: 17.51 Uhr; Mit dir Schreiben ;)
    Ich: 17.52 Uhr; Der ist alt! (Lach Smilie)
    Er: 17.54 Uhr; Was, der Witz oder das klammern Gesicht?
    Ich: 17.55 Uhr; ;) ;) ;)

    Lächelnd betrachtete ich das Handy. Aiden ist süss. Wirklich süss. Keine Ahnung wieso, aber ich mag ihn wirklich sehr. Die Tür öffnete sich und Finn trat herein; „Ach Hallöchen Schwesterherz, Chase hat gesagt, das ich dir sagen soll, das ich mich für ihn entschuldigen soll. Er musste auf seine Schwester aufpassen“. Ihm ist nichts passiert, immerhin. Trotzdem gemein. Ping. Mein Handy. Neugierig sah Finn zu mir. „Mit wem schreibst du?“ Manchmal habe ich das Gefühl, das er jeden Jungen auf fünfzig Meter Entfernung riechen kann. „Mit Amanda“, sagte ich also und winkte lässig ab. „Wirklich?“, er liess sich neben mich aufs Bett fallen. „Frag sie doch mal warum sie ständig mit Eli schreibt“. Eli ist die Abkürzung von Elias. Ich sah ihn an und suchte fieberhaft nach einem Ausweg. Ich sagte ihm die Wahrheit. „Eigentlich, schreibe ich mit Aiden, er ist neu hier und ich habe mich mit ihm angefreundet, okay?“ Er zog die Augenbrauen hoch und hob abwehrend die Hände. „Schon gut, kein Grund zickig zu werden. Und was hat Aiden“, er zeigte Gänsefüsschen,“dir denn so geschrieben?“ Ich schaltete mein Handy an und er nahm es mir aus der Hand und lass die Nachricht laut vor: „Was hältst du davon, mir morgen zu zeigen wo die Bibliothek steht? Danach können wir auch gleich mit dem Unterricht starten!“ Er wirkte enttäuscht und gab mir das Handy zurück. Er erklärte mir das Mom noch weg war und bat mich zu kochen. Seufzend schrieb ich Aiden ein okay und ging dann nach unten um Essen zu machen. Es war schon richtig spät als Mom zurück kam. Sie wirkte irgendwie verstört. Maven und ich hatten gerade eine Show im Fernseher gesehen, als sie sich tief durchatmend eine Tasse Kaffee machte. „Mama, alles in Ordnung?“, fragte Maven und klang ebenfalls besorgt. Sie hob den blick und sagte leise; „Ich, bin mit Drillingen schwanger“, sagte sie kraftlos. Entsetzt fuhr ich zusammen. Drillinge! Maven neben mir machte irgend ein Geräusch zwischen Husten und seufzen.
    Ich stand auf und umarmte sie. Eine Träne traf auf meine Wange. „Wie sollen wir das machen? 10 Kinder, in einem Haus mit 5 Zimmern? Plus uns beide? Das funktioniert so nicht!“, sie schluckte und eine weitere Träne rollte ihre Wange hinunter. „Vielleicht, sollten wir einige dinge verkaufen. Wir brauchen keine zwei Autos und keinen so teuren Fernseher. Du könntest ein Teil deiner Bücher verkaufen und du musst nicht weiter in den Gitarren Unterricht. Und Fee…“, sie sprach nicht weiter, aber ich verstand sie auch so. „Mama nein! Wir können Fee nicht verkaufen! Sie gehört zur Familie. Genau wie alle unsere Tiere. Ich.. Ich verkaufe meine Bücher und suche einen Job“. Ich war verzweifelt. Sie sah mich an und ich sah mittleid in meinen Augen. Ich schlief bei Fee. Ich werde nicht zulassen das sie verkauft wird niemals. Es war meine Art zu rebellieren, mich zu wehren. Stille Demonstration. Ich wollte nicht zur Schule, ich wollte Fee nicht alleine lassen, aus angst, ihr könnte etwas passieren. Amanda erzählte ich es nicht. In der Schule ignorierte Chase mich. Ride fragte was passiert sei, doch ich konnte ihm auch nicht weiter helfen, ich war ebenfalls ahnungslos. Was hatte er bloß? Aiden schien zu merken, das es mir nicht sonderlich gut ging und führte mich weg von der Gruppe, die sich wahrscheinlich das Maul über uns zerreissen werden, hinter die Fahrradständer und setzte sich ins Gras. Auffordern klopfte er neben sich. Misstrauisch betrachtete ich das vom Tau nasse Gras. Seufzend zog er seine Jacke aus, legte sie auf den Boden und klopfte wieder darauf. Ich setzte mich und starrte auf die riesige Wisse hinter der Schule. Ein paar Minuten schweigen wir. „Was ist passiert?“, fragte er. Ich konnte keine Emotion aus seiner Stimme hören. „Ich weiss auch nicht. Es ist gerade einfach… schwierig. Ich glaube ich kann heute nicht mit in die Bibliothek kommen“. Er hob seinen Blick und sah ebenfalls in die Ferne. „Wieso nicht?“, wieder klang er emotionslos. „Ich werde Bewerbungen schreiben“, sagte ich und allein bei dem Gedanken daran bekam ich schlechte Laune. „Warum so plötzlich?“, fragte er und klang ehrlich interessiert. Ich überlegte einen Moment. „Meine Mom ist wieder Schwanger“, sagte ich leise. „Willst du keine Geschwister?“ „Nein, das ist es nicht, ich habe ja schon mehr als genug, es ist nur.., es sind Drillinge und wir müssen uns das Geld besser einteilen. Ich muss ihnen helfen, verstehst du?“ Er nickte nach einer Weile und sagte dann; „Ich werde dir helfen irgend wo etwas zu finden. Wir kriegen das hin, versprochen“. Er wirkt entschlossen mir und meiner Familie zu helfen. Entsetzt bemerkte ich, dass ich kurz davor stand in Tränen auszubrechen. Mist! Doch es war zu spät. Sie rollten mir bereits unaufhaltsam die Wangen hinunter. Aiden drehte den Kopf zu ihr und nahm sie ihn den Arm. Sie liess in gewähren. Seine Arme kamen ihr so vertraut vor. So, als wäre sie nach hause gekommen. Fühlte es sich so an verliebt zu sein? War es tatsächlich möglich, dass das, so schnell passiert war? Ja, das war es und zwar sowas von. Ich schniefte noch ein paarmal und flüsterte dann; „Danke, du weisst gar nicht wie viel mir das bedeutet“. Er roch lecker nach…, Weihrauch? Seine glatt, Mamor Haut, war kalt und hart. Unmenschlich. Trotzdem liebte ich es. Viel zu sehr. Entfernt hörte ich das klingeln zur nächsten Stunde. „Wir könnten hier sitzen bleiben. Ich kann dafür sorgen, das du keinen Ärger kriegst“, flüstert er in mein Haar. Es wäre schön so sitzen zu bleiben, aber ich konnte nicht. Ride starrte uns komisch an, als wir in den Klassenraum kam. „Alaina, können wir reden?“, fragte er mich, sah dabei aber Aiden an, anstatt mir. „Alleine?“ Okaaaayyyyy… Ich nickte und wir gingen ans andere ende des Klassenzimmers. „Okay, hör mir zu; Irgend etwas ist mit Chase und ich glaube es hat mit Aiden zu tun. Alaina, Chase liebt dich. Und das aus vollem Herzen. Entweder bist du blind oder dumm!“ Aufgeregt fuhr er sich durch das schwarze Haar. „Bitte gib ihm eine Chance! Vergiss Aiden für einen Moment“. Er klang ehrlich verzweifelt. Ride, war der Typ, der so c.a. ein Duzend Ex-Freundinnen hatte, aber Chase und er waren schon seit ich mich erinnern konnte beste Freunde. Ich biss mir auf die Lippen und sagte dann: „Er war gestern nicht an unserer Verabredung und heute hat er sich so seltsam verhalten! Immer wenn ich in seine Nähe komme, scheint er förmlich von mir davon zu rennen. Was soll ich denn machen?“ Er wirkte überrascht. „Wirklich? Ich dachte du hast ihm eine Abfuhr erteilt wegen dem da drüben“, er zeigte auf Aiden. Meine Güte, er war doch nicht an allem schuld. Ich schüttelte lediglich den Kopf, drehte mich um, ging an meinen Platz und liess Ride mit seinen Gedanken alleine. Aiden war einer der wohl nettesten Menschen die ich je kennen gelernt hatte. Aber ausser mir schien ihn keiner zu mögen. Nebst Ride der sich sonst mit eigentlich jedem verstand, mochte ihn immer weniger. Wieso? 
Als ich nach der Schule mit ihm und Amanda nach hause lief, war eisige Stimmung zwischen den Beiden. Dabei dachte ich das sie sich zumindest mit einander Unterhalten konnten. Tja, falsch gedacht. Ich umarmte Amanda und sie zischte mir ins Ohr; „Pass auf dich auf, ich traue ihm nicht“. Okay, sehr schön. Jetzt dachte sie schon er könnte mich umbringen oder so etwas in der Art. Ich verdrehte die Augen, doch sie war vollkommen Ernst. Wir gingen direkt in mein Zimmer und klapperten die Gegend nach Job’s ab. Ich wollte mich für einen Kellner Job bewerben doch er sagte, ich solle etwas machen das ich gerne Tat. Ganz in der Nähe, gab es einen Buchladen, in dem eine Stelle zu vergeben war. Er übte mit mir verschiedene Telefon Situationen durch und dann rief ich an:
    „Hallo, Sally Roger von Sally’s Bookstore, wie kann ich ihnen helfen?“
    „Hallo, mein Name ist Alaina Hunter und ich möchte mich für die freie Stelle…“
    „Wirklich! Oo Gott sei dank! Du musst wissen, ich brauch ganz dringend eine Vertretung für Nina und…“ sie erzählte mir von der misslichen Lage in der sie momentan steckte und sagte das ich gleich morgen mal vorbei schauen soll. Nach dem ich versprochen hatte zu kommen und mich ausgiebig verabschiedet hatte, legte ich auf. Ich quitschte und sprang in Aiden’s Arme. Er lachte und hob mich leicht hoch. Wow, er hatte mehr Kraft als das ich sie ihm zugetraut hatte, in diesem Moment ging die Tür auf und Jason sah mich aus grossen Kleinkinder Augen an. Er starrte Aiden erschrocken an und rannte dann zu mir. „Hoch“, krächzte er. Ich hob in hoch und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. „Wer das?“, fragte er und zeigte auf Aiden. „Einer meiner Freunde. Sein Name ist Aiden“. Aiden lächelte und winkte worauf Jason ihn neugierig musterte. „Kann A’den mit mir spielen?“ Ich lachte und sagte; „Vielleicht, was wolltest du denn?“ Plötzlich drang mir ein unverwechslicher Duft in die Nase. Lecker. „Windel“, ja das hatte ich auch gerade heraus gefunden. „Oo, würdest du mich ganz kurz entschuldigen?“ Ich ging in sein Zimmer wo auch Maven’s war, was er vor allem anfangs nicht mochte. Er lag ausgestreckt auf seinem Bett in seinen Computer vertieft, anstatt auf Jason aufzupassen. Ich gab ihm einen Klaps auf die Schultern und zog ihm einhändig die Kopfhörer aus: „Ein schöner Babysitter bist du! Sind deine Geschmackszellen aufgrund deiner mangelnden Hygiene bereits so verkommen, das du jetzt nicht eimal mehr merkst das Jase die Hose voll hat!“ Ich war genervt. Heute hatte ich eigentlich frei und trotzdem war ich hier. „Ich war beschäftigt..“ Ich sah ihn an dann den Computer den er sofort zugeklappt hatte Alls er mich bemerkte. Moment.. „Iiiiiiii, Gott du bist so…..mach bitte eine Fläschchen“, brachte ich hervor und er stand auf und machte sich eilig aus dem Staub. Ich schüttelte noch immer den Kopf als ich Jason mit geübten Handgriffen wickelte. „Das sieht so einfach bei dir aus“, Aiden war hinderlich getreten und lehnte im Türrahmen. „Danke“, sagte ich und machte die Druckverschlüsse des Bodys zu. Jason, war müde, ihm vielen ständig die Augen zu. Maven hatte es tatsächlich geschafft eine Flasche Milch mit der richtigen Temperatur hingekriegt. Er sah Aiden misstrauisch an und sagte dann; „Wenn Finn das mitkriegt..“ Er grinste mich an worauf ich mit den Zähnen Knirschte. „Wenn Mom rausfindet was du an deinem Computer machst..“, er knurrte und verschwand. Ich setzte mich auf das Sofa und hielt Jason im Arm. „tut mir Leid“, sagte ich zu Aiden während er sich neben mich setzte. „Du musst dich nicht endschuldigen“, sagte er und legte mir eine Hand auf den Rücken.
    Ich fühlte wieder dieses eine Gefühl. Ich war zuhause.

    Alaina brachte den Kleinen is Bett und er verabschiedete sich. Es war wirklich vorbildlich wie sie mit dem Baby umging. Jane, die schon gewartet hatte kam auf ihn zu; „Und? Gibt es irgendetwas neues?“ Sie war voller Tatendrang und aufs höchste Motiviert, wieso auch immer. „Ich bezweifle, das wir sie von hier weg bringen können, wenn ihre Familie an Armut leidet“ Sie lächelte und sagte: „Wir tun so als sei irgend ein entfernter Verwandte Gestorben, legen ein paar Millionen in den Briefkasten und Gut ist“, er nickte. Er bewunderte seine Schwester, für die Art wie sie an Probleme ran ging. „Und was ist mit eurer Beziehung“, sie kicherte leise und ich verdrehte die Augen. Manchmal war sie einfach noch ein Kind. So wie er. Sie waren Teenager, die für immer dazu verflucht waren, welche zu bleiben. „Ich werde sie Morgen einladen mit auf den Trip ihres Lebens zu kommen. Nachher bring ich noch rasch das Geld vorbei“. Seine Schwester verschwand und er schloss die Augen. Er war noch nie verliebt. Bis auf jetzt. Und es hatte sich herausgestellt, das sie noch viel schöner und schrecklicher war als gedacht. Vielleicht könnte ihm Alaina eines Tages verzeihen. Und bis dahin, würde er jede Sekunde zählen.

    Kapitel 4

    Ein sanftes stupsen an meiner Schulter. Nein, ich will noch nicht gehen. Ich will bleiben. Bei ihm. Sein Duft sein Atem auf meiner Wange. Ich bin Zuhause. „Alaina“, hörte ich die Stimme meines Vaters ganz dicht an meinem Ohr. Neben mir war Jason. Er sass putzmunter neben mir und lächelte. Ich setzte mich auf und wuschelte ihm durch die feinen blonden Haare. „Es gibt essen Schatz“, Dad stand auf und nahm Jason an der Hand mit. Ich rieb mir die Augen und sah auf Maven’s Wecker das es erst 20.04 Uhr war. Ich stand auf und schlurfte zur Küche die im gleichen Zimmer wie der Tisch und die vielen Stühle rundherum. Ich setzte mich neben Milan, der fröhlich gluckste. Neben mich setzte sich Finn, der ebenfalls dezent verschlafen aussah. Wir versammelten uns und kaum war platz für alle Teller. „Was ist eigentlich mit Chase und dir“, fragte Elias, der bereits eine grosse Scheibe Brot aus dem Korb genommen hatte.
    Ich zuckte mit den Schultern. Finn nickte. Er und Chase spielten im selben Fussballteam. Chase war der einzige Junge, der Finn an meiner Seite akzeptierte. „Genau, seit ihr jetzt eigentlich zusammen?“, fragte er, während er parallel dazu Ass und Jason mit dem Löffel fütterte. „Ali heiratet schon A’den“, kicherte Jason. Oo Kake. Jegliche Gespräche am Tisch verstummten. Nein! Och Jason! „Wer ist A’den?“, fragte Elias und Maven grinste dämlich vor sich hin. Ach nö. „Ähhhhh“, machte ich, doch noch bevor ich irgend eine tolle Ausrede fand, sagte Maven: „A’den, heisst eigentlich Aiden und ist neu an unserer Schule. Er war heut hier richtig?“, er wackelte mit den Augenbrauen. Ich. Bringe. Ihn. Um. „Ah, und wann, junge Dame hast du gedacht, sagst du uns, das du fremde Jungs hier hin einlädst?“, fragte Dad und klang richtig sauer: „Meine Güte, muss man hier jetzt schon Dates anmelde, oder was!“, fragte ich und wurde ebenfalls wütend. Dann kam Finn, „Aha, du gibst also zu dass das ein Date war! Wo wohnt er?“, er erhob sich und beugte sich vor. „Finn, hinsetzen“, zischte Mom und Finn setzte sich artig hin. Dann, hehrste Schweigen. „Also, wen man Dates ab jetzt anmelden muss, dann sage ich hier mit bescheid das Amanda morgen vorbei kommt“, sagt Elias. Was! Okay, mich konnte nichts mehr Überaschen. Ich schob meinen Stuhl zurück. Mom machte bereit den Mund auf, doch ich schnitt ihr das Wort ab. „Nein, ich werde mich nicht hinsetzen! Ich bin genug alt, um selbst zu entscheiden mit wem ich mich treffe! Ich brauche keine Armee aus Brüder, die mich versuchen vor meinem Glück zu bewahren. Ja, ich bin sauer!“, schrie ich, drehte mich um und stürmte die Treppe hoch. Ich schloss die Zimmertür ab und lehnte mich erschöpft dagegen. Ich schrieb einen Brief an Mom. Sorgfältig deponierte ich ihn auf meinem Nachttisch und begann, meinen Rucksack zu packen. Ich würde zu Amanda gehen. Und wenn sie nicht da war dann zu Inga oder Ride. Ich könnte auch zu Chase, ich wollte einfach etwas Freiheit. Ich füllte mich eingeengt, zwischen all meinen Geschwistern. In dem Brief stand:
    Liebe Mom
    Keine Angst, ich brauche einfach etwas Abstand und Zeit für mich. Bitte Akzeptiert meine Entscheidung! Sucht nicht nach mir, ich brauche Platz für mich. Ich komme bald wieder.
    Alaina
    Die Worte, hatte ich rasch hingekritzelt. Leise schloss ich die Tür auf damit sie an den Brief kamen. Ich gelangte über das Dach, hinter die Wiese. Es ging eine Abkürzung durch den Wald. Soll ich es wagen. Ja, ich sollte endlich irgendetwas Wagen. Ich ging mit schnellen Schritten in den Wald. Meine Familie hatte den Brief bereits gefunden. Ich erkannte es an der Panik in ihren Stimmen, als sie meinen Namen riefen, in der Hoffnung das ich sie hören würde. Ich begann zu rennen. Schnell und schneller. Tränen, flossen mir die Wangen hinunter. Ich verfing mich in einem Dornengestrüpp und stürzt. Meine Hände waren aufgekratzt. Also tat ich das einzige was ich für vernünftig hielt. Ich schrie mein Leid in die Welt hinaus. Plötzlich spürte ich eine Druck auf meinem Arm. „Alaina, hör auf zu schreien. Ich bin hier, alles ist gut“, Aiden. Aiden war alles an was ich denken konnte. Er befreite mich aus den Dornen und hob mich hoch. Ich vergrub meinen Kopf an seiner Brust und er trug mich. Wir gingen, nein wir flogen, durch den Wald. Es musste ein Traum sein. Ich wurde verrückt. „Was ist mit ihr passiert?“, fragte eine Stimme entsetzt. „Ich habe keine Ahnung, Jane. Ich habe sie so gefunden“, Aiden’s Stimme in meinen Ohren, war schöner als alles was ich je gehört hatte. Dann schlief ich ein.
    Ich wurde von sanftem Schaukeln geweckt. Leise drangen Stimmen an meine Ohren. Ich konnte sie einfach nicht entziffern. Was war passiert? Wo war ich? In meinem Zimmer sicher schon einmal nicht. Meine Kehle war Staub trocken und ich musste husten. Ich kämpfte darum meine Augen öffnen zu können. Irgend wann schaffe ich es. Ich sass in einem Auto. Mein Kopf wog mehrere Tonnen. Ich habe mich mit meiner Familie gestritten und wollte zu Amanda und dann, war da Aiden und… Ich öffnete meine Augen und hob ruckartig den Kopf. „Guten Morgen“; sagte Josie und wirkte furchtbar fröhlich. Was, machte Josie hier. WO war ich! „Josie? Wo, was, machen wir hier?“, meine Stimme zitterte. „Nenn mich Jane. Alec hat erzählt, das du zeit für dich brauchst also..“, sie deutete aus dem Fenster. Ich sah das Meer. „Wo sind wir? Und wer ist Alec?“, fragte ich verwirrt. „Wir sind in Genua und mein richtiger Name ist Alec“, sagte Aiden, der nun allem Anschein nach, Alec hiess. „Wieso? Ich äh, was?“, brachte ich vollkommen verwirrt hervor. Josie lachte, ich meine, Jane, lachte leise vor sich hin: „Ja Alec, aka Aiden, was geht hier vor sich?“ Jane amüsierte sich prächtig. „Wir stammen aus einer sehr einflussreichen Familie. Zu unserer Sicherheit, mussten wir unsere Namen wechseln. Aber, ich vertraue dir und hoffe, dass du davon niemandem etwas erzählst. Wir sind hier, weil du gesagt hast das du weg willst. Also, dachten wir das wir dich für ein paar Tage mit nach Hause nehmen“. Er klang sehr sachlich und Jane nickte. „Besser hätte ich das nicht zusammenfassen können“. Ich war noch immer schockiert und nicht ganz zurechnungsfähig, also hielt ich die Klappe und wartete auf weitere Erklärungen. „Und wo gehen wir jetzt hin?“, fragte ich leise. „Nach Volterra“, antwortete Alec einsilbig. Oo, der Herr war sich zu fein um mit mir zu reden. Ich schnaubte, verschränkte meine Arme und starrte aus dem Fenster. „Momentchen, wie alt bist du noch mal?“, fragte ich mit leichter Panik in der Stimme. „16, habe ich dir doch erzählt“, sagte er und wirkte verwirrt. „Bist du eigentlich total Geistesgestört! Halt sofort an! Ich glaube es Hackt! Oo mein Gott!“, ich rastete Komplet aus und machte Anstalten nach vorne zu klettern und dafür zu sorgen das er an den Strassenrand fuhr. „Setzt du dich wohl wieder hin!“, schrie Alec durch den Wagen, so, das ich das Gefühl bekam, er würde leicht beben. Jane, amüsierte sich köstlich. „Du hast mir gar nichts zu sagen! Und jetzt fahr sofort an den Rand!“, schrie ich ihn an. Zu meiner Überraschung, tat er es. Er stieg aus und öffnete meine Autotür. „Zufrieden?“, fragte er und wirkte leicht ärgerlich. „Nein! Gib mir dein Handy“, sagte ich und sah ihn trotzig an. „Was willst du damit?“ Ich schnaubte. „Den Abschleppdienst und ein Taxi rufen“. Er machte einen ungläubige Laut. „Ganz bestimmt nicht! Falls du es bemerkt haben solltest, kann ich Autofahren, ausserdem habe ich einen Führerschein“, murrte er beleidigt vor sich hin. Mir reicht’s. Ich schupste ihn leicht zur Seite und stieg aus. Dann, sass ich auf den Boden und verschränkte die Arme. „Was machst du da?“, fragte er Stirnrunzelnd. „Ich bleibe hier sitzen, so lange, bis du ein Taxi gerufen hast“. Er verdrehte die Augen und sah auf mich hinab. „Ich glaube auch! Benimm dich nicht wie ein Kleinkind und steig wieder ein“, er klang so als wäre er kurz davor zu explodieren. Sehr schön. Plötzlich erklangen Polizeisirenen. Haha, jetzt sitzt du in der Falle, dachte ich und stand artig auf. Alec raufte sich die Haare. „Deficiente!“, zischte er mich an und stand gerade hin. Ein älterer Mann mit grauen Augen sah uns an und sagte;
    „Posso aiutare in qualche modo?“
    (Kann ich irgendwie helfen)
    Ich bereute es, nie Italienisch gelernt zu haben.
    „No, possiamo farcela. Sai, donne!“, antwortete Alec.
    (Nein danke. Sie wissen schon, Frauen!)
    „Capisco. Potrei vedere il tuo ID“, sagte der Polizist, worauf Alec zum Auto lief.
    (Ich verstehe. Könnte ich noch ihren Ausweis sehen?(Ich spreche eigentlich kein Italienisch und habe Google Übersetzer genutzt also, ja…;))
    Er gb dem Polizisten den Ausweis, dieser Prüfte ihn nickte und stieg ins Auto. Verdutzt sah ich dem weg fahrenden Auto hinterher. Wie, hatte er das geschafft! „Wenn du in drei Sekunden nicht wieder im Auto sitzt, komme ich dich holen“, sagte Alec und starrte mich an. Sollte er doch. Ich wusste, das er so etwas nie tun würde, also setzte ich mich zurück auf den Boden. Er knurrte und kam auf mich zu. Ich grinste und hob die Augenbrauen. Wusste ich’s doch. Ha, eins null für mich. Er hob mich hoch. Oo man! Ich korrigiere, er führt eins zu null. „LASS MICH RUNTER!“, zischte ich und versuchte mich zu wehren. Er hatte verdammt viel kraft! Also wow, wirklich viel. Ich trat und er brummte nur, warf mich in den Wagen und fuhr los, noch bevor ich mich aufgesetzt hatte. Wie! Wir fuhren und es wurde dunkel. „Ich habe Hunger, Durst, muss mal und bin Müde“, teilte ich den Anderen mit, die noch top frisch aussahen. Und erneut fragte ich mich, Wie? „Alec, ich glaube sie wollte uns damit sagen, das wir eine kleine Pause einlegen sollten“, Jane klang ernst und drehte die nervige Opernmusik leise, die seit dem Vorfall heute Nachmittag ununterbrochen lief. Gott sei dank. Alec nickte ohne ein Wort und fuhr von der Autobahn. Er schien sich ganz gut auszukennen. Wir hielten vor einem riesigen Hotel. Auf den Parkplätzen standen Autos, die mehr kosteten, als ich mir auch nur vorstellen konnte. Wir stiegen aus und betraten das riesige Gebäude. Es war eine Mischung aus modern und altmodisch, genau mein Stil. Ich hörte Wasser rauschen und fühlte mich sofort wohl. Alec, lief zu der Rezeption und sprach in einer Sprache, von der ich nichts verstand. Nach ein paar Minuten, kam er mit zwei Schlüssel in der Hand zurück. Wir gingen zum Aufzug und fuhren ganz nach oben. Jane, nahm einen Schlüssel und verschwand hinter der Tür auf der mit einem edlem Schriftzug 82 stand. Wir gingen weiter in zu Zimmer 85. Alec öffnete die Tür und ich betrat das Zimmer. Es war Atem beraubend. Die Wände waren Schnee weis und an manchen Stellen mit Steinen verziert. Die eine Wand war Komplet aus Glas. Man sah auf das weit Meer. Ein Himmelbett mit abertausenden von Kissen. Und ein Kühlschrank. Ich rannte förmlich auf in zu und nahm mir das Mineralwasser. Alec setzte sich auf einen Stuhl und sah mich aufmerksam an. Er starrte meinen Hals an, so lange bis es mir unangenehm wurde und ich das Glas wegstellte. Langsam kam er auf mich zu. Ich machte den Mund auf, doch er unterbrach mich in dem er mich küsste. Und zwar so richtig. Ich wurde noch nie geküsst. Nicht so. Es war so seltsam. Er schien genau zu wissen, was er machen musste und ich hatte keine Ahnung. Keine Erfahrung. Er schlang seine Arme um meine Hüften und lächelte in unseren Kuss, als ich erschrocken zusammen zuckte. Er legte seine Stirn an meine. „Das wollte ich schon so lange tun. Seit ich dich das erstmal gesehen habe, weist du das? Weist du wie verführerisch deine Unschuldige Art ist?“, er strich mir eine Strähne aus dem Gesicht und seufzte verträumt.
    „Du kannst echt gut küssen“, flüsterte ich und bemerkte dann, wie dämlich das klang. Er lachte. „Sol ich weiter machen?“, ich musste nicht antworten. Er hob mich auf das hübsche Bett und legte mich in die Kissen. Er wollte doch nicht etwa… „Ich bin müde“, unterbrach ich den Kuss und sprang förmlich aus dem Bett. Er sah mich verdutzt an und lächelte. „Ich muss noch mal schnell weg. Ich weiss nicht wann ich zurück komme“, er sah mich bedauernd an. „Aber ich werde jede Sekunde an dich denken, falls es dir hilft“, sagte er schelmisch. Ich verdrehte die Augen. „Schlaf gut, mein kleiner Engel“, flüstert er und verschwand nach draussen. „Bis Morgen“, flüsterte ich in die Stille. Sofort fühlte ich mich alleine. Seufzend zog ich meine alte Kleidung aus und ging in das für eine Person viel Zugrosse Bett. Wo wollte er jetzt noch hin. Ich beschloss ihn das Morgen zu fragen und schloss die Augen. Mein Traum war so komisch. Da war Alec. Er hatte rot glühende Augen und als ich seine Wange berührte, erstarrte er zu Eis. Erschrocken und Schweiss gebadet, wachte ich auf. Ich sah auf dem Schreibtisch einen Klamotte Haufen, Schuhe und ein Bikini. Zuoberst lag ein Zettel. In liebe Jane, stand in eleganter Handschrift. Ich ging in die riesige Dusche und war begeistert von den vielen Auswahlmöglichkeiten. Das Hotelshampoo, roch nach Lavendel und machte meine haut mehr als nur geschmeidig. Es war Himmlisch! Jane hatte mir ein dunkelblaues Kleid und ein paar dazu passende Sandalen hin gelegt. Ich war ein klein wenig erstaunt. Es wirkte alles so teuer. So richtig Teuer. Das Kleid war rückenfrei und komplett aus Spitze. Es ging mir nicht ganz bis zu den Knien. Ich liebte es. Die Schuhe, schmiegten sich elegant um meine Füsse. Ich fühlte mich wie eine Prinzessin. Gut, das war vielleicht ein wenig übertrieben, aber trotzdem, einfach Atem beraubend. Ich quitschte mein Spiegelbild an und klatschte in die Hände. Ich nahm den Schlüssel, das Bikini und einen weiteren schluck Wasser. Selbst das Wasser sieht irgendwie teuer aus. Ich verliess das Zimmer und ging zu Zimmer 82. Ich straffte mein Kleid und hob meine Hand um zu klopfen, als die Tür aufflog. „Aha, da bist du ja! Hast du Hunger? Natürlich, wieso frage ich überhaupt“, sie nahm meine Hand und zog mich zur Treppe. Mit einem Blick nach hinten sagte sie; „Ich vertraue diesen auf und ab fahrenden Metalkiesten nicht“. Ich runzelte die Stirn, doch sie zog mich weiter durch die Lobby in einen schmalen Gang, mit Mamor Säulen. Ich staunte nicht schlecht, als wir einen Raum betraten der so aussah, als würde jeden Moment ein Ritter um die Ecke biegen. Fasziniert, betrachtete ich den prunkvollen Kronleuchter. Wir gingen weiter, zu einer Dame in einem Sommerlichem hellgrünem Kleid. Um ihren Hals lag eine elegante Perlenkette und ihre Haare, waren zu einem strengem Knoten hoch gebunden. Sie setzte ein lächeln auf. „Ah sie müssen die Freundin von Herr William Zaren sein, richtig?“ Wer? Noch bevor ich den Mund aufmachen konnte, sagte Jane; „Sehr wohl. Das hier ist Elaine, Elaine, darf ich vorstellen, Miss Margaret, die Leiterin des Hotels“, ich schüttelte ihr Artig die Hand, während ich mich fragte was um Himmelswillen hier gerade ab ging. Miss Margaret, brachte uns an einen Tisch im Wintergarten. Sie verschwand, versprach aber, gleich mit einer Kanne Kaffee zurück zu sein. Sobald sie ausser Hörweite war, wand ich mich Jane zu. „Alec hat dir ja gesagt das das mit der Intensität so eine Sache ist“, murmelte sie vor sich hin. „Jane, wer glauben die, bin ich!“, fragte ich, entsetzt darüber, das ich nun eine andere Person war. Sie vermied es, mir in die Augen zu sehen, während sie Antwortete.
    „Sie glaubt, du bist die Tochter des Deutschen Botschafters und wie soll ich das ausdrücken, die feste Freundin von William, der wiederum eigentlich Alec ist“, entschuldigend sah sie mich an während ich dem Drang Widerstand meinen Kopf auf den Tisch zu hauen. Miss Margaret kam zurück und schenkte Kaffee aus, den brauchte ich jetzt auch. Für einen Moment war stille doch dann begann die Alte Schachtel zu reden. „Nun, Elain, wie haben sie reagiert?“, verdutzt sah ich erst sie und dann Jane an, die den Blick in den Himmel richtete. „Auf was reagiert?“, fragte ich während Jane sich räusperte und einen grossen Schluck Kaffee trank. „Na, auf den Antrag“, sie lachte ein wenig ungläubig. „Welchen Antra…“, plötzlich raffte ich was sie meinte. Wirklich? „Ach so ja klar, der Antrag, ja, äh der war… schön?“, man, etwas dümmeres konnte mir auch nicht einfallen. Sie nickte langsam. Warum sprach sie überhaupt Deutsch?
    „Und wann ist der Stichtag?“, ich verschluckte mich an meinem Kaffee. Das konnte doch nicht war sein! „Ääääääää“, machte ich und fühlte mich dezent verarscht. Wenn ich Alec jemals in die Finger kriege, mach ich ihn fertig. „Ja ähm als äh…“, super. Jane eilte mir zur Hilfe. „Ach das steht noch gar nicht fest..“, sie hängte ein künstliches lächeln hinten an. Wie alt, glaubt sie, das ich bin. Ich bin nämlich gerade einmal 14! Ich weiss ja nicht, aber mir würde das recht seltsam vorkommen. „So, schön das ich sie kennenlernen durfte! Ich wünsche ihnen noch einen schönen Aufenthalt in Marilla“, Madame, Ich bin zu blöd zu erkennen, das hier etwas ganz und gar nicht stimmt, verabschiedete sich mit einer eleganten Bewegung und liess uns allein. So, liebe Jane, jetzt bist du fällig!

    „Hallo Aiden“, waren die ersten Worte die Demetrie zu mir sagte, als ich endlich am Treffpunkt an kam. Die Morgendämmerung war bereits angebrochen und die ersten wärmenden Strallen der Sonne waren zu sehen. Ich sah Demetrie kopfschüttelnd an und straffte die Schultern. „Schön dich wieder zu sehen, Tristan“, langsam breitete sich ein neckendes Grinsen auf meinem Gesicht aus. „Erinnere mich bloss nicht daran!“, stöhnte er und fuhr sich mit der Hand durch das hellbraune, beinahe blonde Haar. Seine Augen waren leuchtend rot. Er musste gerade erst getrunken haben. Das erklärte zumindest seine übermässige Euphorie. „Und, was machen die grossen drei?“, fragte ich ihn mit desinteressierter Stimme. Er zuckte lediglich mit den Schultern. „Das üblich. Aber Aro plant was. Und ich glaube es hat etwas mit dieser Alaina zu tuen“, er wirkte so unbeteiligt. „Nun ja, er wird sie einfach verwandeln, oder?“, fragte ich vorsichtig nach. Er schüttelte den Kopf. „Du, Felix oder ich. Aro hat gesagt er muss sie erst kennenlernen. Als würde das eine Rolle spielen“, er verstand aber auch nichts oder? Ich seufzte. „Wie auch immer, richte ihnen aus, das wir spätestens Morgen an kommen“, er nickte und verschwand. Ich schloss die Augen. Ich musste dafür sorgen das Aro mich erwählte. Demetrie würde ziemlich sicher die Kontrolle verlieren, vor allem, da sie so schön war und Felix, Felix traute ich so oder so nicht über den Weg. Aro würde ihm nicht das nehmen was ihm zu stand, das schwor er sich.

    Kapitel 5

    Ich starrte die Felswand an und atmete tief ein. Meine Füsse, lagen in dem warmen Wasser. Das Hotel, besaß so einige coole Wellness Angebote, die ich nur zu gern nutzte. Die Grotte, in der ich sass, verfügte über einen Wasserfall und echten Tieren. Kleine Fische, die gerade dabei waren, meine Füsse aufforderman zu bekommen. Ich wollte lieber nicht daran denken, an welche Füssen sie bereits geknabbert hatten. Ich zog meine Füsse schnell aus dem klaren Wasser und erhob mich. Alec, war noch immer nicht zurück. Um 18.00 Uhr, hatte ich mich mit Jane verabredet. Sie sagte, das wir „Shoppen“, gehen werden, was auch immer man hier gross einkaufen kann. Das weisse Badetuch um meinen Oberkörper war ganz weich und roch gut, aber nach zwei Stunden, verging mir allmählich die Lust. Ich duschte und ging zurück in mein Zimmer. Die Digitale Uhr, zeigte das wir erst 16.52 Uhr hatten, was wiederum bedeutet, das ich noch über eine Stunde zeit hatte. Das Datum war auch angegeben: 17 Mai. In 8 Tagen habe ich Geburtstag. Dann werde ich 16. So schnell vergeht die Zeit, so schnell werde ich älter. Ich wusste gar nicht wann Jane & Alec Geburtstag hatten. Nein, eigentlich, weiss ich gar nichts über sie. Ich wusste noch nicht einmal wer ihre Eltern waren. Plötzlich bekam ich Panik. Ich kannte die beiden Kaum, und trotzdem war ich hier. Bin ich eigentlich bescheuert. Ich atmete tief ein und aus, dann ging ich zu Jane’s Zimmer. Sie öffnete schon wieder bevor ich geklopft hatte, wie macht sie das? Hinter ihr stand Alec. Ich kam sofort zu meinem Anliegen: „Ich will nach Hause“. Das war alles. Die beiden sahen sich an und Jane fragte; „Wieso denn so plötzlich?“, ihre Stimme klang seltsam. „Ich habe bald Geburtstag, da will ich zuhause sein“, log ich. Als wäre das mein Grund. Alec begann zu lachen. „Aber du hast doch erst in einer Woche Geburtstag. Mehr sogar!“, er grinste. Mir gefror das Blut in den Adern. „Woher weisst du wann ich Geburtstag habe“, flüsterte ich meine Stimme zitterte. Er hörte schlagartig auf zu lachen. Ich ging ein paar Schritte zurück. „Alaina…“, er stotterte. Ich knallte rückwärts gegen die Wand. Dann rannte ich. Zur Treppe. Und dann, wurde ich blind. Alles war schwarz. Ich tastete die Luft ab. Was war hier los, was passiert hier. Ich wollte Schreien, doch kein Ton kam heraus. Es war schrecklich. Es war, als hätte ich alle meine Sinne verloren. Irgendwann, gab ich es auf mich zu wehren.

    Danke das ihr die ersten paar Kapitel von Liebe oder Lüge gelesen habt. Ich würde mich sehr über einen Kommentar Freuen!

    DahliaR.

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