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MMFF - Berlin

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1 Kapitel - 812 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 196 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

In Großstädten gibt es immer Geheimnisse... aber in dieser Stadt gibt es mehr als manch einer denkt, zum Beispiel die Schule, mit den Besonderen Menschen... zu denen du anscheinend auch gehörst?

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    Prolog

    Kim's Sicht

    Mit gesenkten Kopf, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, renne ich durch den Regen auf das große Gebäude zu. Ein Blitz zuckt über den Himmel und erhellt für einen kurzen Moment mein Gesicht. Das Pochen in meiner rechten Wange und das Gefühl, eine klebende Flüssigkeit auf dieser zu haben, lässt mich erschaudern. Ich kann nur erahnen, wie schrecklich ich aussehen muss, die offene Wunde im Gesicht, die Zerschlissene Kleidung und all die Schrammen, aber das ist fürs erste egal. Wichtig ist, dass ich das kleine Mädchen in meinen Armen in Sicherheit bringe, in das Gebäude, da oben auf dem Hügel...
    Keuchend zwinge ich mich, schnell ein Fuß vor den anderen zu setzten und Kämpfe mich regelrecht den Weg zum Gebäude hinauf. Hinter mir ertönen Motoren und für einen kurzen Moment verliere ich die Hoffnung und der Gedanke, mich einfach in den Schlamm fallen zu lassen, übermannt mich. Jedoch nur für den Bruchteil einer Sekunde, denn ich sehe auf das Mädchen in meinem Arm, welches im gleichen Moment ihre Augen öffnet. Diese Hellblauen, fast Weißen Augen... Entschlossenheit macht sich in mir breit und ich ducke mich. Dieses Kind wird nicht in meinen Armen sterben!
    Meine Augen Fokussieren das Gebäude und mit neuer Kraft, die mit der Wut gekommen ist, die meinen Körper wie ein Feuer umhüllt, renne ich weiter.
    Die Motoren werden lauter, das Gebäude mit jedem Schritt größer und meine Wut mit jeder Sekunde stärker. Das Mädchen beginnt zu schreien, ich erschrecke mich schrecklich und rutsche auf dem Schlammigen Boden aus. Während ich Falle, drehe ich mich in der luft, so dass ich auf dem Rücken lande und das Mädchen fest in meinen Armen halten kann. Dann erfassen mich die Lichter der Scheinwerfer und Panik vermischt sich mit Wut. Eng drücke ich das Schreiende Kind an mich.
    Jetzt ist alles zu Spät. Jetzt haben sie mich.
    Etwas Springt über mich drüber, das Fell und die Statur erinnert an einen Hund, nur das es halb aufrecht steht und etwas Menschliches an sich hat, verwirrt mich. Doch noch bevor ich es erkennen kann, blendet mich ein vom Himmel zuckender Blitz und ich erwache aus meinem Albtraum.

    Keuchend Sitze ich im Bett und starre vor mich hin. Das war mehr als ein Gewöhnlicher Albtraum. Mehr als sich normale Menschen vorstellen können.
    Vorsichtig und zitternd erhebe ich mich aus dem Hotel Bett und trete ans Fenster, um raus in die Stille Nacht zu sehen.
    Dieses Schreckliche Schauspiel war eine Erinnerung. Die letzte, die ich an das Gebäude und den Werwolf habe. Ein Wahrer Albtraum, der mich jede Nacht verfolgt, seit ich wie ein Feigling abgehauen und meine Brüder und Freunde im Stich gelassen habe.
    Wütend balle ich meine Hand zu einer Faust und lehne meine Stirn gegen das Fenster.
    Es regnet, zwar nur leicht, doch es reicht um die Erinnerung an den Schrecklichen Tag zurück zu holen. Gedankenverloren fahre ich mit Mittel- und Zeigefinger über die Narbe an meiner rechten Wange und seufze. In den letzten Zwei Jahren, habe ich so viele Mutanten Sterben sehen, dass ich es gar nicht Zählen möchte.
    Mein Blick gleitet in die Ferne, da wo keine Straßenlaternen mehr zu sehen sind.
    London ist eine wirklich wunderschöne Stadt, doch nichts auf der Welt wird Berlin je ersetzten, denn Berlin ist meine Heimat. Ich lege mich wieder in mein Bett und starre gedankenverloren an die Decke.
    "Du weißt, ich hasse Lügen!"
    "Du hast doch gar keine andere Wahl, Kim. Keiner von uns hatte das je. Soviel ist klar. Sie haben uns die Wahl genommen!"
    "Wir haben immer eine Wahl..."

    Das Gespräch mit meinem Bruder geht mir einfach nicht aus dem Kopf und bevor ich in einen - nun Traumlosen - Schlaf sinke, spüre ich, wie mir eine Träne über die Wange fließt und meine Narbe zu kribbeln beginnt.

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