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Der Schulgeist

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2 Kapitel - 994 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 629 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Vorsicht: es ist ziemlich brutal.

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"Na, gefällt dir dass?", sagt Simon, und zieht Oliver´s Kopf aus dem Klo. Dieser hustet nur und wird wieder in die versiffte Kloschüssel getaucht, bis er kaum noch Luft bekommt. So geht es die ganze Pause weiter. Als die Glocke den Unterrichtsbeginn verkündet, geht Simon in seine Klasse und lässt den halbtoten Oliver einfach liegen. So wie immer. Doch bald sollte es sich ändern. Bald wird er der sein, der Straft. Nur, dass es von da an die Richtigen treffen soll. Alles ist perfekt. Seinen Vater hat er nie kennengelernt und seine Mutter ist mit seiner 2 Jahre alten Schwester Mia für ein paar Tage weg. Bald hat er die Macht, für Gerechtigkeit zu sorgen. Als Oliver´s Mutter nach Hause kommt, findet sie Pentagramme, Tassen mit Blut, geschlachtete Tiere und viele andere verstörende Dinge. Doch nicht ihren Sohn.
13 Jahre später
Mia und ihr bester Freund Peter nehmen an der Schulübernachtung teil."Irgendwie fühlt es sich seltsam an, in der Schule zu übernachten, die meinen Bruder in den Selbstmord getrieben hat.", meint Mia. "Och nööö. Jetzt fang nicht wieder damit an. Ich dachte, das hätte sich schon gelegt." "Du weißt doch, dass ich so abergläubisch bin, wie man von ihm gedacht hat. Und Nachts ist halt die Zeit der Geister. Auch derer, die sich rächen wollen." Peter stöhnt."Die Vermisstenfälle von Leuten, die Nachts hier verschwunden sind, sind keine Beweise. So etwas passiert halt, verdammt noch mal." Da sie keine Lust auf einen Streit hat, lässt sie das Thema fallen. So eine Übernachtung ist schließlich etwas Schönes, auf das man sich freuen soll. Im weiteren verlauf des Tages gibt es keine weiteren Streitereien oder sonstigen Probleme. Am Abend wird gegessen, Gruselgeschichten finden Gehör und es wird nach der Nachtruhe noch Blödsinn gemacht. Irgend wann schlägt ein Typ, den Mia nicht kennt, vor:"Lasst uns doch durch die Schule streifen." Die meisten trauen sich nicht, aber Mia, Peter und drei andere Schüler namens Rachel, Klaus und Hans wollen mit. Sie gehen los und immer, wenn sich jemand vor einem Schatten erschreckt, oder ein Streich gespielt wird, wird herzlich gelacht. Aber aus irgendeinem Grund klingt das Lachen der Anderen mehr und mehr gezwungen, und ihre Angst scheint zu wachsen, findet Mia. Aber warum? So langsam beschleicht auch sie ein mulmiges Gefühl, als Peter schreit:"Mia! Dein Bruder!" Und tatsächlich sieht sie hinter einer Ecke jemanden verschwinden, der wie der aussieht, den Mutter auf den Fotos als ihren Bruder Oliver bezeichnet."Das muss ich mir ansehen.", sagt sie. Daraufhin meint der Kerl, der sie zu dieser Wanderung aufgefordert hat:"Bist du verrückt! Ich jage doch keinem Geist hinterher, der seine letzten Tage mit satanischen Ritualen verbracht hat." "Er hat Recht.", sagt Peter "Das ist Selbstmord." Ja, sie kannte die Gerüchte. Und sie glaubte ja auch, dass ihr Bruder sich als Geist rächen will. Aber er würde doch seiner eigenen Schwester nie etwas antun. Oder? "Egal, was ihr sagt. Ich gehe." Bevor ihr widersprochen wird, dreht sie sich um und geht in die Richtung, in die ihr Bruder verschwunden ist. Peter folgt ihr. Oliver scheint an jeder Ecke zu warten, bis sie in einen Raum im Keller geraten. Wie durch Zauberhand schließt sich die Tür hinter ihnen sachte."Du bist gewachsen." Mia dreht sich erschreckt um. Hinter ihr steht Oliver mit einem Lächeln im Gesicht. Aber er ist so blass. "Alles okay bei dir?", fragt Mia besorgt. Oliver lacht und sagt:"So gut, wie es einem Geist, Diener mehrerer Dämonen und dreißigfachem Kindermörder nur gehen kann. Aber setzt euch." Er deutet auf einen Reich gedeckten kleinen Tisch in der Mitte des Raumes mit drei Stühlen. Oliver, Mia und Peter setzen sich."Wer ist eigentlich dein Freund hier. Peter? Richtig? Als großer Bruder muss ich ja aufpassen, mit wem du dich triffst." Ist da etwa Trauer in seiner Stimme? Aber egal. Die drei essen noch weiter. Es wird kein Wort gewechselt. Nach einer guten Stunde sagt Peter:"Also, lieber Geist vom Bruder meiner besten Freundin. Ich glaue, Mia und ich sollten zu den Anderen zurück, sonst machen die sich noch sorgen." Oliver reagiert nicht und isst einfach weiter. Mia verabschiedet sich und steht auf."Das sollten sie auch.", sagt Oliver, als die beiden die Tür erreichen. Er hat Tränen in den Augen, sonst ist aber kein Gefühl zu sehen. Aus seinem Rücken wachsen ein Paar Fledermausflügel, und sein Kopf wird zu dem eines Wolfes. Mia und Peter rütteln an der Tür, doch sie öffnet sich nicht.
Als die Polizei in den Raum kommen, sehen sie zwei verstümmelte Kinderleichen, auf eine Art massakriert, wie es schon dreissig Mal geschah. Aber diesmal steht an einer Wand mit Blut geschrieben:"Es tut mir leid" Davor liegt ein Mensch mit Fledermasflügeln, ohne Kopf, und den von einem Wolf in der Hand, dessen Hals wohl als Stift gedient hat. Die Jahre danach gab es keine weiteren Morde dieser Art in der Schule.

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