26. Mai 2019 Europawahl. Urheberrechtsreform. Wir haben nicht vergessen! Die Meinung von testedich

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1 Kapitel - 4.623 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 339 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Mystic Falls. Auf den ersten Blick eine unscheinbare Kleinstadt. Doch wenn man genauer hinsieht und sich Zeit nimmt zu verstehen, offenbart dieser Ort einige Geheimnisse. Es spricht sich einiges herum und somit fand sich auch Genevieve, ein ebenfalls unscheinbares Mädchen, eines schönen Tages in der Stadt wieder. Doch wie bereits erwähnt, sieht man genauer hin und versteht, entdeckt man auch bei ihr ein kleines Geheimnis. Und dieses Geheimnis geht viele, viele Jahre zurück.
Lasst euch ein auf die Reise, nach Mystic Falls und ihr werdet verstehen...

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Mystic Falls. Ein unscheinbares Kleinstädtchen und der perfekte Ort, um auf einem Maskenball unterzutauchen. Unauffällig stieg ich am Abend die weni
Mystic Falls. Ein unscheinbares Kleinstädtchen und der perfekte Ort, um auf einem Maskenball unterzutauchen.

Unauffällig stieg ich am Abend die wenigen Stufen des Lockwoods Anwesens hinauf. Es war angenehm warm. Kurz zögerte ich an der Türschwelle und sah mich schelmisch um, bevor ich durch die Tür ging. An jeder Ecke standen Leute mit Masken und redeten über belanglose Dinge, denen ich nicht weiter Beachtung schenkte. Es war fast unmöglich jemanden in diesem Gewühl unter einer Verkleidung zu erkennen, geschweige denn zu finden. Dennoch hatte es seine Vorteile ich zu sein und somit ging ich geradewegs, in meinem paillettenbesetzten rosèfarbenen Kleid auf mein Ziel zu. Meine Haare hatte ich auf die Schnelle nach hinten gekämmt und dort befestigt. Mein Gesicht wurde von einer silbernen feinen Maske mit glitzernden Ranken versteckt.




Auf den Weg in den ersten Stock vernahm ich bereits vier Stimmen, die anscheinend eine Auseinandersetzung hatten. Elegant stellte ich mich an die Tür und blickte mit verschränkten Armen auf das Geschehen, welches sich mir bot.

Zwei junge Männer in Anzügen. Der eine hatte rabenschwarzes Haar und der andere braunes. Die Salvatorebrüder. Die beiden Frauen hatten ebenfalls braunes Haar, während die eine jedoch einem dunkleren Hauttyp entsprach. Es war die Hexe Lucy und ein mir sehr bekanntes Gesicht. Die Hexe gab der Petrova gerade einen weißen ovalen glatten Stein, der aussah wie ein Seifenstück. Die Vampirin nahm den Stein entgegen, als ihr Blick zu mir glitt. Ihre Augen weiteten sich geschockt, als sie meinen Namen flüsterte: "Genevieve." Mittlerweile hatte ich die volle Aufmerksamkeit der Anwesenden, als ich den Raum schließlich ganz betrat. Die Salvatores sahen mich verwirrt an, als ich meine Hände hinter meinen Rücken, in Höhe des Steißbeines zusammennahm. Es war ein kleiner Tick von mir diese Haltung einzunehmen.

Nach ein paar Metern blieb ich stehen und lächelte schelmisch: "Hallo Katherine." Und dann geschah es auch schon. Die Petrova röchelte und griff sich an die Brust, während Lucy wissend auf sie herab sah: "Du hättest mir sagen müssen, dass es noch eine Hexe gibt. Sie ist eine Bennett Hexe, Katherine. Aber ich bin sicher das wusstest du." Mit diesen Worten ging die Vampirin zu Boden und blieb bewusstlos liegen. Der Stein fiel ihr aus der Hand. Einer der Salvatores stürmte hervor und in seiner Stimme lag Panik: "Einen Moment. Elena?" "Elena geht's gut. Der Bann ist gebrochen, sie ist bald wieder gesund. Bonnie ist bei ihr.", vergewisserte Lucy. Als sie sich abwand, um zu gehen fügte sie noch eine Entschuldigung hinzu und verschwand schließlich. Die beiden Brüder sahen erst sich, dann Katherine und anschließend mich unwissend an. Süffisant lächelnd blickte ich ihnen entgegen und ging an ihnen vorbei, um durch die Hauswand zu verschwinden.

Nach einem kleinen Rundgang um das Haus, hörte ich eine Unterhaltung zwischen Elena, dem Doppelgänger und wie ich mitbekam, Stefan Salvatore. "Das Katherine gegangen ist, ändert nichts für dich oder?", fragte der Vampir langsam. Geknickt sah das Mädchen ihn an: "Stefan ich will mit dir zusammen sein. Aber zuerst will ich aufwachen und wissen, dass die Menschen die ich liebe in Sicherheit sind. Ich will mich sicher fühlen. Verstehst du das?" Der Mann nickte leicht: "Ja. Ja ich verstehe das." Sie sahen sich kurz innig in die Augen, ehe Elena sich von ihm entfernte und er verschwand. Die Doppelgängerin kam in meine Richtung und als sie mich bemerkte versuchte sie ein Lächeln aufzusetzen, welches ich ihr vielleicht sogar abgekauft hätte, hätte ich nicht das vorherige Gespräch mitbekommen.
"Du bist eine gute Schauspielerin, Elena.", sprach ich sie an, als sie fast an mir vorbei war. Sie blieb stehen und sah mich unsicher an: "Entschuldigung, aber kenne ich dich?" Lächelnd schüttelte ich den Kopf und schnürte die Maske auf, um sie abzunehmen. Eine Strähne meiner rötlichen Haare fiel mir nun ins Gesicht, welche ich ignorierte: "Mein Name ist Genevieve." Elena nickte und streckte mir ihre Hand entgegen. Ich nahm sie, während sie sich mit den Worten "Elena Gilbert" vorstellte.
"Es hat mich gefreut dich kennenzulernen, Elena. Aber ich muss nun gehen. Doch bevor ich das tue gebe ich dir einen gutgemeinten Rat. Auch wenn er ein Vampir ist solltest du dir nicht zu viel Zeit lassen. Liebe findet ihren Weg und das Schicksal nimmt sich so oder auf anderem Wege das was es will." Die Tatsache das ich über Vampire Bescheid wusste, ließ Elena hörbar Luft schnappen jedoch hatte sie keine Chance mich darauf anzusprechen, da ich sie bereits stehen gelassen hatte.

Ich verschwand hinter einem Baum und stellte sicher, dass mich keiner beobachtete. Für kurze Zeit schloss ich die Augen, legte meine Hände auf den jeweils anderen Unterarm, um sie in dieser Position vor meinem Körper zu halten. Nochmals die Augen öffnend sah ich mich um und nickte schließlich einmal mit dem Kopf. Als ich meine Augen wieder öffnete, stand ich vor dem Eingang der Gruft, aus der mich Katherine erschrocken ansah. "Du kannst von Glück reden, dass ich du da nicht raus kommst.", gab ich neutral von mir. "Ach ja? Ich bin mir sicher eine kleine Rauferei wäre ganz amüsant. Wieso leistest du mir nicht Gesellschaft?", antwortete die Vampirin mir arrogant. Lachend stellte ich mich direkt vor sie und funkelte sie an: "Wir wissen beide, dass du nicht die geringste Chance gegen mich hättest. Ich bin sehr viel älter als du und du weist ja wie sowas läuft.", ich räusperte mich kurz und brachte etwas Abstand zwischen uns, "Wie ich sehe hast du den Mondstein, also machen wir es kurz. Gib ihn-" Mein rechtes Ohr zuckte leicht, als ich Schritte vernahm. Ich warf der Petrova einen letzten Blick zu, ehe ich auf dem selben Weg verschwand, wie ich erschienen bin.

Erneut beim Lookwood Anwesen angekommen, prustete ich erstmal die Luft aus meinem Mund, ehe ich zu meinem grauen Range Rover Evoque ging.



Als ich es gerade aufsperrte und mich hineinsetzte, um den Motor zu starten, entdeckte ich Elena und einen Mann mit einer eher unheimlichen Maske. Der mir Unbekannte, schlich sich an das Mädchen heran, hielt ihr den Mund zu und schliff sie anschließend zu einem schwarzen Auto. Schnell startete ich den Wagen und nahm die Verfolgung auf.

Als der Mann das erste Mal hielt, war es bereits hell denn die Sonne blendete mich ungemein und als ich auf die Uhr sah, zeigte sie mir 08:37 Uhr. Da ich nicht entdeckt werden wollte, fuhr ich an dem Feldweg vorbei und die nächste Einfahrt rein, um hinter einigen Bäumen zu parken. Ich öffnete das Fenster, um eine eventuelle Unterhaltung mitzubekommen, wenn die Entfernung nicht zu weit ist und sah in den Rückspiegel. Wenige Minuten später kreuzte ein zweiter Wagen auf, was den Entführer zum aussteigen veranlasste. Er ging zu dem anderen Auto auf die Fahrerseite und sprach anscheinend mit jemandem. Ich war zu weit weg um etwas zu verstehen. Der Mann ging zu seinem Fahrzeug, öffnete den Kofferraum, holte Elena heraus und legte sie in den anderen Wagen. Das Mädchen war bewusstlos. Anschließend wandte sich der Mann wieder an den anderen und lehnte sich schließlich zu ihm herüber, als dieser ihm in den Hals biss und tötete. 'Na wen haben wir denn da.', dachte ich mir grinsend.

Als der Wagen losfuhr, machte ich mich bereit ihm nachzufahren. Dieses Mal fuhren wir nicht so lange, denn der Vampir steuerte ein großes altes Anwesen, mitten im Nirgendwo an. Ich hielt es für besser meinen Wagen am Anfang der Einfahrt abzustellen und die restlichen Meter zu laufen. Am Haus angekommen, linste ich durch eines der Fenster und sah wie der Mann Elena auf einem alten Sofa die Fesseln abnahm und sie anschließend beißen wollte, als eine neue Person den großen Raum betrat und die Treppen hinunter kam. Der Mann ließ von dem Doppelgänger ab. Ich stockte, als ich die Frau erkannte. Es war Rose. Und auf den zweiten Blick erkannte ich auch Trevor, der endlich seine dämliche Sonnenbrille und das Cap abgenommen hatte. Grinsend nahm ich mein Handy zur Hand und fing an eine knappe SMS zu schreiben: 'Lokalisiere mich. Eine Rose gefunden.' Ein letzter Blick durch die Scheibe und ich wandte mich ab, tigerte einige Zeit draußen herum, da ich es für besser hielt mich erst noch herauszuhalten. Ich beschloss zurück zu meinem Range Rover zu gehen, um mir etwas anderes anzuziehen, da ich noch immer in dem Ballkleid steckte. Ein schlichtes schwarzes langärmliges Stoffkleid fand seinen Weg in meine Hand, sowie eine schwarze Leggins. Mit einem Fingerschnipsen saßen die Klamotten an meinem Körper und meine Haare fielen leicht gewellt über meine rechte Schulter bis zur Taille.



Dennoch, irgendwann war der Zeitpunkt gekommen und ich spazierte leise zurück und in das Haus. Ich vernahm Elenas Atem und die Stimmen von Rose und Trevor in einem Zimmer links von mir. Ich strich meine Haare hinter mein Ohr und lauschte. "Nein ich hab eine seiner Kontaktpersonen informiert. Du weist doch wie es läuft.", erklärte die Frau. "Hast du ihm die Nachricht übermittelt oder nicht?", fragte Trevor murrend. "Wir werden schon sehen." Das nächste verstand ich nicht, da ich meine Aufmerksamkeit auf Elena richtete, die an den beiden vorbei schleichen wollte, um zu fliehen. "Ich hab es satt wegzurennen.", zischte Rose wütend, doch Trevor entgegnete ebenso wütend: "Ach ja? Aber das Wegrennen bewahrt uns vor dem Tod."

"Elijah ist von der alten Schule und akzeptiert er unseren Deal, werden wir frei sein.", sagte Rose bestimmt. Lächelnd schüttelte ich den Kopf und versteckte mich schnell, als die Vampirin Elena bemerkte: "Da draußen ist rein gar nichts." Elena wich zurück: "Wer ist Elijah?" Rose sah sie genervt an: "Dein schlimmster Alptraum." Die Frau ging in einen anderen Raum und Elena folgte ihr, ebenso wie ich nach kurzem Zögern, jedoch so, dass ich unentdeckt blieb. "-also können Sie mir doch wenigstens sagen, was Sie mit mir machen werden." "Ich persönlich gar nichts, ich bin hier bloß der Lieferservice." "Der Lieferservice für wen? Elijah? Wer ist er? Ist er ein Vampir?", fragte Elena abfällig. "Er ist einer der Vampire. Ein Urvampir." "Urvampir? Was meinen Sie?" Rose wurde langsam wirklich genervt: "Schon wieder eine Frage. Haben dir die Salvatores nichts über die Geschichte der Vampire erzählt?" "Wer sind die Urvampire?" Leise betrat ich schließlich den Raum, verschränkte die Hände und lehnte mich hinter Elena an die Wand. Rose stand mit dem Rücken zu ihr gewandt.

"Trevor und ich sind bereits seit 500 Jahren auf der Flucht. Wir haben es satt, das soll aufhören. Wir brauchen dich, um uns von einer alten Schuld freizukaufen.", erklärte Rose. "Aber warum mich?" "Du bist eine Petrova-Doppelgängerin, der Schlüssel zum brechen des Fluchs." "Der Sonne-und-Mond-Fluch? Was heißt ich bin der Schlüssel? Nur der Mondstein kann den Fluch brechen, dachte ich." Lächelnd nahm ich meine Hände wie immer hinter den Rücken. Rose schüttelte den Kopf: "Nein. Der Mondstein besiegelt den Fluch. Er wird durch ein Opfer gebrochen. Das Blut eines Doppelgängers. Das bedeutet zum Aufheben des Fluch, wirst du getötet."

"Erzählen Sie mir mehr.", bat Elena, als Trevor hereinkam. Er hatte mich nicht bemerkt, als er an mir vorbei ging, weshalb ich leise aus dem Raum schlich. "Was willst du wissen, Doppelgängerchen." "Vor wem sind Sie auf der Flucht?" "Den Urvampiren." "Ja schon klar. Erzählen Sie mir mehr.", giftete Elena. Ich konnte nicht anders als mir ein Lachen zu verkneifen. Grinsend ging ich schließlich doch wieder in den Raum und fing an zu reden: "Die erste Familie. Die alte Welt." Erschrocken fuhren alle drei zu mir herum und Rose und Trevor wichen zurück. "Ganz ruhig. Ich bin doch nur die Botin. Zumindest dieses Mal." "Genevieve. Was-", fing Rose an. "Keine Fragen. Ich finde Elena hat Antworten verdient. Erzählt ruhig weiter, mich amüsiert es immer wieder.", grinste ich und ignorierte die fragenden und zugleich vorwurfsvollen Blicke der Doppelgängerin. Trevor wandte seinen prüfenden Blick von mir ab und fuhr fort: "Wir haben ihnen ans Bein gepinkelt." Ein verneinendes Geräusch war von Rose zu hören und ihr Freund korrigierte sich: "Ich habe ihnen ans Bein gepinkelt. Rose hat mich dabei gedeckt und seit über einem Jahrtausend wollen die unseren Tod." "Was haben Sie getan?", fragte Elena nach, während ich ihm Raum um die Anwesenden tigerte. "Den selben Fehler begangen wie zahllose Andere. Er vertraute Katherina Petrova.", sagte Rose. "Katherine.", murmelte Elena. "Hm, the one and only. Die erste Petrova-Doppelgängerin." "Ich half ihr zu entkommen. Und seither bin ich, oder besser wir, gebrandmarkt.", meinte Trevor. "Oh ja und wie ihr das seid.", meinte ich nickend, was mir einen Blick von Rose einbrachte. "Weshalb uns der selbe Fehler nicht noch einmal passieren wird." Mit diesen Worte ließen Rose und Trevor Elena mit mir allein. "Und welche Rolle spielst du bei dem Ganzen?", fragte Elena angesäuert. "Ich verstehe das du sauer bist. Jedoch hatte ich keine Ahnung, dass du entführt werden sollst.", rechtfertigte ich mich und blickte sie an. "Das beantwortet meine Frage nicht." "Ich werde sie dir auch nicht beantworten. Noch nicht.", sagte ich bestimmt und verschwand aus dem Raum. Das Mädchen folgte mir und setzte sich schließlich neben mich auf das alte Sofa von vorhin.

Es war einige Zeit still. Rose packte etwas zusammen oder räumte auf wie es aussah und schenkte uns keine Beachtung, wobei sie mich eher ungern aus den Augen ließ, das konnte ich spüren. Plötzlich tauchte Trevor aufgebracht in der Tür auf und seine Stimme triefte vor Angst: "Er ist hier." Diese Worte ließen mich aufstehen und mich gegenüber an die Wand der Treppe lehnen. "Das war ein Fehler.", beteuerte Trevor, während Elena unruhig auf dem Sofa hin- und herrutschte. "Ich hab gesagt ich hol uns aus der Sache raus. Also vertrau mir.", versuchte Rose ihren Freund zu beruhigen, welcher gar nicht darauf einging: "Nein. Er will meinen Tod, Rose." "Aber sie will er noch mehr.", sagte diese und zeigte auf die Doppelgängerin, welche ängstlich zu mir blickte. Ich machte eine Geste der Beruhigung und lächelte sie leicht an. "Ich kann das nicht, übergib du sie ihn.", rief Trevor mit Händen und Füßen, "Dich wird er verschonen. Ich muss hier raus." Rose ging auf ihn zu und nahm seine Arme: "Hey. Was sind wir?" Der Mann atmete tief durch: "Eine Familie. Für immer." Ich zog bei diesen Worten leise die Luft ein und umgriff meinen Anhänger.



Ein lautes Klopfen ertönte und Elena und Trevor zucken zusammen. "Sie haben Angst.", stellte das Mädchen fest, als sie ihre Stimme wieder gefunden hatte. Ich nickte ihr als Bestätigung zu. Rose wollte sich auf den Weg zur Tür machen, während die Anderen warteten. Nun war also der Zeitpunkt gekommen. Nach so vielen Jahren wird er mir wieder gegenüberstehen. Die Kette fand ihren Weg zu meinen Lippen, mit welchen ich nervös über sie strich. "Warte.", sagte ich und die Vampirin sah mich verwirrt von der oberen Stufe aus an. "Ich werde mitkommen.", fügte ich hinzu, ließ von der Kette ab und setzte mich in Bewegung. Als ich bei Rose angekommen war, konnte ich Dankbarkeit in ihren Augen sehen, jedoch auch Ungewissheit und Angst.

Als wir im Eingangsbereich ankamen, war die Tür bereits geöffnet und dort stand er. Elijah. In einem schwarzen Anzug gekleidet, welcher ihm wirklich unverschämt gut stand, blickte er auffordernd zu Rose, welche die Treppen hinunter ging und im Schatten stehen blieb. Ich folgte ihrem Beispiel und seine Augen wanderten zu mir. Als er mich erkannte erhellte sich sein Gesicht und ein feines Lächeln umspielte seine Lippen, ließ leichte Lachfältchen erscheinen. "Genevieve. Es ist lange her.", sprach er mit weicher Stimme. "Wahre Worte, mein mysteriöser Freund.", meinte ich ebenfalls lächelnd und betrachtete seine braunen Haare, die ordentlich gekämmt waren.

Anschließend wandte sich Elijah wieder Rose zu: "Rose-Marie. Können wir irgendwo reden?" Schwer atmend antwortete die Angesprochene, weshalb ich ihr eine Hand beruhigend auf die Schulter legte: "Ja. Hier drinnen." Als Elijah zögerte fügte sie noch hinzu: "Ja tut mir leid wie es hier aussieht." Schmunzelnd beugte ich mich zu ihr hinüber und flüsterte aufmunternd: "Entschuldige dich nicht für sowas. Er soll sich nicht so anstellen." Elijah zog bei meinen Worten die Augenbrauen hoch und musste sich ein Grinsen verkneifen, als er anfing zu sprechen: "Ach das bisschen Dreck. Dafür habe ich Verständnis." Als er eintrat und die Tür hinter sich schloss, nahm ich die Hand von der Vampirin herunter. "Erzähl mal, woher nimmst du den Mut Genevieve, als meine Kontaktperson zu bitten mich hierher zu bestellen.", fragte der Urvampir und ging in einen kleinen Raum. "Ich will meine Freiheit wieder haben. Ich will nicht mehr weglaufen. Kannst du mir das garantieren?", verlangte Rose, sah mich kurz verwundert an und ließ Elijah nicht aus den Augen. Mit einem höflichen Abstand folgte ich den Beiden und mischte mich nicht ein. "Ich habe die Befugnis dich zu begnadigen, sowie deinen Gespielen. Wie war sein Name doch noch gleich? Trevor.", mit diesen Worten wandte er sich zu ihr um und blieb stehen, "Wenn ich es für angebracht halte." Auch Rose und ich blieben stehen, während die Vampirin anfing: "Katherina Petrova." Elijah blickte interessiert zu uns: "Ich bin ganz Ohr." "1864 ist sie nicht in dieser Kirche verbrannt.", setzte Rose an, als Elijah sich in einen der Stühle im Raum setzte und sie aufforderte weiter zu sprechen. "Sie hat überlebt.", sagte Rose. Elijah sah sie durchdringen an: "Wo ist sie?" Mit gerunzelter Stirn blickte Rose den Urvampir an: "Das überrascht dich wohl nicht." Der Mann wandte seinen Kopf kurz zu mir und deutete mit einem Nicken auf mich: "Als Genevieve Kontakt aufgenommen und sie mich ans letzte Loch der Zivilisation bestellt hat, nicht mal drei Stunden von der Stadt, die wir als Mystic Falls kennen entfernt, nahm ich an, dass es mit Katherina zu tun hat. Du musst wissen, dass meine Freundin hier überall meine Augen und Ohren war." Er machte eine kurze Pause, ehe er fortfuhr: "Hast du sie in deiner Gewalt?" Rose lächelte und ging langsam auf Elijah zu: "Nein. Viel besser. Ich habe eine Doppelgängerin." Eine Falte bildete sich auf seiner Stirn: "Das ist völlig unmöglich. Ihre Familie stirbt mit ihr aus, dass ist ein Fakt." Ich stieß mich von der Wand ab, an die ich mich gelehnt habe und mischte mich ausnahmsweise ein: "Dann sind die Fakten falsch." Der Mann setzte sich aufrecht hin und holte tief Luft: "Mh. Dann zeig sie mir."

Zögerlich kam Rose erneut näher: "Ich weiß dir kann man vertrauen. Du bist ein Ehrenmann. Aber ich muss es von dir hören." Elijah sah sie lange an bevor er mir ein Zeichen mit der Hand gab, dass ich zu ihm kommen soll: "Du tust mir doch sicher den Gefallen, nicht wahr?" Wissend nickte ich und nahm unbewusst meine Hände wieder hinter meinen Rücken. Der Vampir wandte sich wieder zu Rose: "Ich werde dir vergeben, du hast mein Wort und damit es dir leichter fällt, dies zu glauben werde ich folgendes tun: Genevieve, ich wünsche, dass mein Versprechen gehalten wird, sobald ich mich davon überzeugt habe, dass der Doppelgänger existiert." Am Ende seiner Rede sah er mich bittend und gespannt an. Ich blickte ihm in die Augen und dann in die von Rose, die mich interessiert beobachtete. "Dein Wunsch, sei mir Befehl.", sagte ich mit einer angedeuteten Verbeugung, legte wie am Abend zuvor, meine Hände auf meine Unterarme, schloss die Augen und nickte einmal, was dieses Mal meinen Anhänger der Kette zum Aufleuchten brachte. Als ich die Augen öffnete, sah ich dem Vampir erneut in die Augen und er verstand. Sein Wort war gesichert.

Rose schien verwirrt, fragte aber nicht nach: "Folge mir." Die Vampirin ging voraus und Elijah erhob sich, schritt an mir vorbei und strich dabei leicht über meinen Oberarm, als Zeichen seiner Dankbarkeit und seines Vertrauens. Ich folgte den Beiden zügig durch das Haus und überholte sie auf die letzten Meter, um die Treppen hinunter zu joggen und mich neben Elena, die nervös hin- und herging zu stellen. Als Rose mit Elijah schließlich den Raum betrat, spürte ich Elenas Angst. "Bleib ganz ruhig, okay?", flüsterte ich ihr zu und sah dann in das erstaunte Gesicht des Urvampirs, der in Vampirgeschwindigkeit vor dem Doppelgänger zum Stehen kam. Aus Reflex griff Elena nach meiner Hand und ich gab ihr mit einem Blick zu verstehen, dass ihr nichts passieren wird. Elijah lehnte sich währenddessen nach vorn und hörte an ihrem Hals das pulsierende Blut. Langsam richtete er sich wieder auf und teilte uns seine Feststellung mit: "Ein Mensch. Das ist unmöglich." Ich konnte es mir nicht verkneifen die Augen zu verdrehen ehe ich meine Aufmerksamkeit wieder dem Vampir schenkte. Dieser begrüßte Elena mit einem "Hallo, Teuerste" was das Mädchen zum zittern brachte.

Elijah ging eine Runde durch den Raum und Elena, die noch immer mein Handgelenk umklammert hielt, wandte sich leise an mich: "Bitte. Lass nicht zu, dass er mir was antut. Ich weis nicht in welchem Verhältnis ihr zueinander steht, aber ich bitte dich, lass ihn mich nicht töten." Mein Blick verhakte sich in ihrem doch ich konnte nicht antworten. Nicht wenn so viele Vampirohren in einem Raum waren. Ich öffnete den Mund, als der Urvampir bereits wieder auf uns zukam und zu Elena sprach: "Wir haben eine sehr lange Reise vor uns, wir sollten gehen." Die Angesprochene sah flehend zu Rose und dann zu mir bevor sie mit weinerlicher Stimme einen letzten verzweifelten Versuch startete: "Bitte er darf mich nicht mitnehmen." Ohne sie zu beachten, löste ich mich aus ihrem festen Griff und ging hinter Elijah vorbei, an den Anfang der Treppe, um dort zu warten. Der Mann im Anzug sah weiterhin zu Elena: "Noch eine letzte geschäftliche Sache, dann können wir los." Am Ende des Satzes ging er auf Trevor zu, welcher den Kopf senkte und ihn ansprach: "Ich habe lange auf diesen Tag gewartet, Elijah. Es tut mir wirklich sehr leid." "Eine Entschuldigung ist völlig unnötig.", unterbrach dieser ihn. "Nein ist sie nicht." Wie ein Tiger schlich der Urvampir um Trevor herum. "Du hast mir mit Katherina vertraut. Und ich hab dich im Stich gelassen." Elijah kam auf mich zu, stellte sich neben mich und ich wusste was nun passieren würde. Der Mann neben mir erhob erneut seine Stimme: "Oh ja du bist sehr wohl schuldig. Und Rose hat dir geholfen, aus Loyalität, dass weis ich zu würdigen. Aber wo war deine Loyalität." Mit einem Nicken gab ich ihm zu verstehen, das ich wusste was folgen würde. Elijah ging erneut zu Trevor und blieb direkt vor ihm stehen. "Ich bitte dich um Vergebung." Der Mann lächelte leicht: "Sie sei dir gewährt." Und mit diesen Worten, holte Elijah mit der linken Hand aus und trennte Trevors Kopf mit einem glatten Streich von dessen Schultern.

Rose fasste sich ans Herz und schrie kurz auf, bevor sie auf mich los gehen wollte: "Du! Du hast sein Versprechen gebilligt!" "Nicht Rose! Du bist doch jetzt frei. Und halte dich von Genevieve fern. Sie hat mein Versprechen gebilligt, das stimmt. Doch lautete mein Versprechen: Ich werde dir vergeben. Von deinem Freund hier, war nie die Rede.", griff Elijah ein, der sich das Blut mit einem weißen Tuch von den Fingern abwischte. Rose blickte mich wütend an und auch Elenas Blick konnte ich fragend und erschrocken zugleich auf mir spüren. "Ich habe dir vertraut.", warf Rose mir vor. Monoton blickte ich ihr entgegen: "Dann hast du vergessen wo ich in dieser Geschichte stehe. Man sollte seine Wünsche mit Bedacht wählen und formulieren. Elijah hat dies getan." Ich nahm meine Kette ab, ging währenddessen zu Elijah und küsste den Anhänger. Mit einem kurzem Aufleuchten verwandelte sich dieser in einen blau-silbernen Gegenstand. Während Rose auf der Treppe zusammengesunken und Elena mit großen Augen auf das funkelnde Silber in meiner Hand blickte, verstand Elijah und nahm mir den Gegenstand ab. Ich warf einen letzten Blick zu Elena, sah den Urvampir an, welcher mich geduldig anblickte und löste mich dann in blau-silbernen Staub auf, der in die Wunderlampe gezogen wurde.



Die Lampe verstaute Elijah anschließend sicher in seinem Jackett.

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Mystic Falls. Auf den ersten Blick eine unscheinbare Kleinstadt. Doch wenn man genauer hinsieht und sich Zeit nimmt zu verstehen, offenbart dieser Ort einige Geheimnisse. Es spricht sich einiges herum und somit fand sich auch Genevieve, ein ebenfalls uns...
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2018-11-12
401J
Vampire Diaries

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