Geschichte - Duns Scotus Quiz

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42 Fragen - Erstellt von: Booboo the fool - Entwickelt am: - 18 mal aufgerufen

Johannes Duns Scotus, war ein schottischer Theologe und Philosoph der Scholastik.

  • 1
    Duns Scotus (1266-1308) ragt in der mittelalterlichen Philosophie heraus durch sein Theorem der Univozität des Seienden?
  • 2
    Damit will er das von Wilhelm von Ockham ausgehende Theorem der Analogia entis korrigieren, löst es aber letztlich auf?
  • 3
    Der Mediävist Ludger Honnefelder spricht sogar davon, dass sich bei Duns Scotus ein „zweiter Anfang der Metaphysik“ vollziehe?
  • 4
    Die Diskussion entzündet sich, wie im Mittelalter üblich, an der Frage nach der Wissenschaftlichkeit, Nachweisbarkeit und Aussagbarkeit Gottes?
  • 5
    Thomas von Aquin unterscheidet (a) einen univoken Aussagensinn, (b) einen äquivoken Aussagensinn und (c) einen analogen Aussagensinn, (d) einen duivoken Aussagesinn wobei er für (c) votiert?
  • 6
    Univok: ein einheitlicher Sinne, z.B. „Peter ist ein Mensch und Sarah ist ein Mensch“: der Begriff „Mensch“ hat in verschiedenen Fällen (Peter, Sarah) dieselbe Bedeutung oder denselben Bedeutungsgehalt?
  • 7
    Das Problem eines univoken Verständnisses der Gottesprädikate ist, dass Gott und Geschöpf in den Bedeutungen zusammenfallen. Das Sein Gottes und das Sein der Geschöpfe müssen daher gleich sein?
  • 8
    Äquivok: ein Begriff ist mehrdeutig, z.B. „Bank“ bezeichnet sowohl ein Sitzmöbel als auch ein Geldinstitut. In beiden Fällen ist der Begriff „Bank“ nur dem Klang (vox/Stimme) nach gleich, hat aber eine verschiedene Bedeutung?
  • 9
    Das Problem eines äquivoken Verständnisses der Gottesprädikate ist, dass Gott sich damit jeder Erkenntnis entzöge, denn was von ihm ausgesagt würde, hätte eine schlechthin andere Bedeutung als im Falle der Geschöpfe?
  • 10
    Analog: Vor dem Hintergrund der Probleme von (a) und (b) entwickelt Thomas die analoge Lösung?
  • 11
    Dabei unterscheidet er: Die Proportionalitätsanalogie und die Subjektsanalogie?
  • 12
    Die Proportionalitätsanalogie: Z.B. 1 verhält sich zu 3, wie 2 zu 6, wie 3 zu 9, nämlich im Sinne des Größenverhältnisses „Multiplikation mal 3“. Allerdings hat die Proportionalitätsanalogie damit einen äquivoken Kern („Multiplikation mal 3“), was für das Verhältnis Gott/Geschöpf unangemessen ist?
  • 13
    Attributionsanalogie: Etwas wird in einem bestimmten Sinn ausgesagt, indem es mit diesem Sinn auf einen Ursprungssinn oder „ersten Sinn“ zurückweist?
  • 14
    Die Attributionsanalogie wird zuerst entwickelt bei Aristoteles in der Metaphysik, 4. Buch Sie heißt dort „Pros-auton-Relation“ (= Relation des Bezugs auf ein Selbst)?
  • 15
    Der Hintergrund ist die Überlegung, dass „das Seiende in vielfachem Sinn ausgesagt wird“, substanzielle Aussagen aber den Vorrang vor akzidentellen Aussagen haben?
  • 16
    Das Beispiel von Aristoteles, das im Mittelalter klassischen Status hat, ist das Prädikat „gesund“. „Gesund“ lässt sich in vielfachem Sinne aussagen, z.B. der Apfel ist gesund, die Hautfarbe ist gesund, Sport ist gesund. Aber all diese Verwendungsweisen gehen zurück auf die Ursprungsbedeutung, dass ein Körper gesund, also voll funktionsfähig ist. Es gibt also eine Urbedeutung, und analog zu ihr werden die anderen Bedeutungen ausgesagt?
  • 17
    Thomas von Aquin argumentiert, dass „seiend“ wie auch die anderen Attribute, die in der Bibel für Gott vorkommen, für Gott wie für die Geschöpfe denselben begrifflichen Gehalt haben und daher univok sind. Andernfalls könnte man nicht wissen, was sie überhaupt meinten?
  • 18
    Duns Scotus unterscheidet von der Univozität des Begriffs die realen Seinsunterschiede zwischen Gott und Welt?
  • 19
    Ihrem Seinsmodus nach sind Gott und Geschöpf nicht identisch. Dies lässt sich begrifflich wiedergeben?
  • 20
    Das heißt: a) Die Realität Gottes bleibt außerhalb des Begriffs; b) der eigentliche Bereich der Erkenntnis ist der innerbegriffliche Bereich des menschlichen Verstandes.
    ?
  • 21
    Duns weist damit voraus in die Rennaissance?
  • 22
    Es deutet sich die kantische Trennung zwischen Ding an sich und transzendentalen Verstandeskategorien an. Erkenntnis verdankt sich einem begrifflichen Gefüge, dem eine ihm gemäß gebildete Welt korrespondiert?
  • 23
    Bei Duns schlägt sich die Ferne der Realität Gottes zudem nieder in einer proto-modernen voluntaristischen Lehre von der göttlichen Willkür, die für den Verstand inkommensurabel ist.
    ?
  • 24
    Wilhelm von Ockham (1288-1347) ist eine entscheidende Figur der Wende zum neuzeitlichen Weltbild?
  • 25
    Das hängt vor allem zusammen mit seiner Stellung (a) zur Metaphysik und (b) zum Problem der göttlichen Allmacht?
  • 26
    Bezüglich des Universalienproblems vertritt Ockham eine Mischung aus Nominalismus und Konstruktivismus?
  • 27
    Es gibt nur Individuen. Worte haben universale Funktion aufgrund einer universalen Referenz, die sie im Aussageakt entfalten?
  • 28
    Dieser „Individualismus“ oder „Singularismus“ macht Ockham zum Vorläufer der Tradition des Britischen Rationalismus (Hobbes, Locke, Berkeley, Hume)?
  • 29
    Methodisch verfolgt Ockham ein Sparsamkeits- oder Ökonomieprinzip, das als die „novacula Ockham“ = „Ockham’s razor“ = „Ockhams Rasiermesser“ bekannt wurde: Theoretische Begründungen sollen so knapp wie möglich sein?
  • 30
    Als negativer Richtwert von Ockham’s razor gilt: „Frustra fit per plura quod fieri potest per pauciora“ (Summa Logicae I, 12): „Es ist nutzlos, mit mehr zu machen, was sich mit weniger tun lässt.“?
  • 31
    Positive Richtwerte sind die logische Argumentation, die Erfahrung sowie die Autorität der Bibel.
    ?
  • 32
    Ockham will in der Nachfolge von Duns Scotus gegen Thomas von Aquin die unbedingte Gültigkeit der göttlichen Allmacht festhalten?
  • 33
    Die sog. „Deus-Doktrin“ (Gott schafft die Welt im Rekurs auf Ideen/Urbilder im eigenen Verstand) fällt?
  • 34
    Der göttliche Wille ist absolut frei und allein notwendig. Die Welt ist inkonsistent, d.h., sie könnte zu jeder Zeit auch anders sein. Verbindlich ist allein das Widerspruchsprinzip.
    ?
  • 35
    Ockhams Absage an den Universalienrealismus bedeutet das Ende der Form- und Finalursache. Das antike Weltbild zerbricht?
  • 36
    Gültig bleiben allein die Material- und die Werkursache. Der Weg wird frei für das mechanistische Weltbild der Neuzeit?
  • 37
    Ethisch bedeutet Ockhams Theorie einen weithin von der Bibel eingeschränkten Voluntarismus?
  • 38
    Um zu wissen, was moralisch geboten ist, bleiben zwei Möglichkeiten: (1) Man folgt dem Gebot Gottes
    (2)Das Prinzip des rechten Verstandes?
  • 39
    Man folgt dem Gebot Gottes: Divine Command Theory: Es gilt, das Beste in einer gegebenen Situation herauszufinden, wobei dieses Beste aber keine Verbindlichkeit für andere Situationen hat (->Utilitarismus)?
  • 40
    Das Prinzip des rechten Verstandes: Es gilt: Das Vernünftigste in jeder gegeben Situation muss das Wort Gottes sein, da er der allweise, allwissende Erschaffer ist?
  • 41
    Die franziskanische Denktradition: Duns Scotus und Wilhelm von Ockham?
  • 42
    Duns Scotus: 1266-1309?

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