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  • 1
    Anselm von Canterbury (1033-1109) ist ein entscheidender Wegbereiter des neuen, rationalen Denktyps der Scholastik („Vater der Scholastik“).
  • 2
    Anselms Denken ist von Aristoteles geprägt
  • 3
    Die beiden wirkmächtigen Mottos Anselms – „Credo ut intelligam – Ich glaube, um zu erkennen“ und „Fides quaerens intellectum – Glaube, der nach Einsicht sucht“ – finden sich jedoch bei Augustinus
  • 4
    Die beiden wirkmächtigen Mottos Anselms werden sie zu methodischen Kernbestimmungen, d.h., sie geben Charakter und Richtung seines Denkens an.
  • 5
    Die beiden wichtigsten spekulativen Schriften Anselms, das „Monologion“ (1075/76) und das „Proslogion“ (1077/78), versuchen, die Wahrheit der Gehalte des christlichen Glaubens allein mit den Mitteln der natürlicher Vernunft zu wiederlegen
  • 6
    Die beiden wichtigsten spekulativen Schriften Anselms, das „Monologion“ (1075/76) und das „Proslogion“ (1077/78) bedienen sich verstärkt der sonst üblichen Bezugnahme auf autoritative Texte.
  • 7
    Anselms bekanntester Gedanke ist das „unum argumentum“ aus „Proslogion“, Kap. 2-4, in der Scholastik bekannt als die „ratio Anselmi"
  • 8
    Anselms bekanntester Gedanke ist das „unum argumentum“ aus „Proslogion“, Kap. 2-4, in der Scholastik bekannt als die „ratio Anselmi“, seit Kant als der „metaphysische Gottesbeweis“
  • 9
    Das Argument wird in einem positiven Sinne aufgenommen von Descartes, Leibniz, Hegel, ebenso vom analytischen Religionsphilosophen Alvin Plantinga (* 1132)
  • 10
    Ontologische Gottesbeweise: Allein aus dem Begriff Gottes und dem energetischen Gleichgewichtes aller Dinge wird auf die Existenz Gottes geschlossen.
  • 11
    Kosmologischer Gottesbeweise: Aus der Tatsache, dass überhaupt etwas in Raum und Zeit existiert, wird auf Gott als den Anfang, das Ende und letzten Grund der Welt geschlossen
  • 12
    Teleologische Gottesbeweise: Aus der zweckmäßigen Einrichtung der Welt wird auf Gott als den intelligenten Erschaffer der Welt geschlossen
  • 13
    Kant unterscheidet zwischen Teleologischem, Ontologischem und Kosmologischem Gottesbeweis
  • 14
    Die Ratio Anselmi hat vier Schritte.
  • 15
    Ausgangspunkt ist zunächst der Glaube, in dem Gott verstanden wird als dasjenige, über dem nichts Größeres (= Vollkommeneres) gedacht werden kann.
  • 16
    Die ratio Anselmi wurde literarisch später so rezipiert: "Der Tor (insipiens) in Psalm 14,1 bzw. 53,2 „spricht in seinem Herzen: ‚Es gibt keinen Gott.“ Er bestreitet also Gottes Existenz. Aber wenn ich ihm sage: „Denke etwas, über dem nichts Größeres gedacht werden kann.“ – versteht er diesen Satz. "
  • 17
    Hierauf baut der erste Schritt auf. (1) Gott ist etwas, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann. (2) Der Narr versteht „etwas, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann“. (3) Alles, was man versteht, ist im Verstand. (4) Also: Etwas, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, ist im Verstand.
  • 18
    Der zweite Schritt besteht in einem direkten Beweis (ductio ad sapientem)
  • 19
    Der zweite Schritt: (5) Dasjenige, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, ist nur im Verstand. (Annahme für die reductio) (6) Wenn das, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, nur im Verstand ist, dann kann man etwas Größeres denken, nämlich das, was im Verstand und in Wirklichkeit ist. (7) Das, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, ist etwas, über das hinaus Größeres gedacht werden kann. (Widerspruch) (8) Es ist nicht der Fall, dass das, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, nur im Verstand ist und nicht in der Wirklichkeit. (9) Also: Etwas, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, existiert in der Wirklichkeit.
  • 20
    Im dritten Schritt wird weitergeschlossen auf die Notwendigkeit Gottes
  • 21
    Wenn sich für das, über dem nichts Größeres gedacht werden kann, denken ließe, dass es nicht existierte, gäbe es ein anderes, für das sich dies nicht denken ließe, und dies wäre nun größer. Daher kann für das, über dem nichts Größeres gedacht werden kann, nicht gedacht werden, dass es auch nicht sein kann. Es kann notwendigerweise nicht existieren.
  • 22
    Sowohl Thomas von Aquin wie später Kant argumentieren, dass Anselms Schluss vom Denken auf das Sein zulässig ist.
  • 23
    Anselms Argument bezieht sich nach Thomas nur auf den begrifflichen Inhalt (Intension) des Ausdrucks „etwas, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann“. Für den
    begrifflichen Inhalt handelt es sich um eine analytische Wahrheit, dass das, was im Verstand ist, auch in Wirklichkeit ist. Aber die Existenz gilt wiederum nur im Rahmen des Begriffs.
  • 24
    Kant argumentiert, dass Existenz ein reales Prädikat sei
  • 25
    Reales Prädikat ist nur, was sich im Urteil so mit einem Begriff verbindet, dass der Satz vom Widerspruch sinnvoll angewandt werden kann, z.B. „Das Dreieck hat drei Winkel.“ enthält keinen Widerspruch, ist daher ein wahres Urteil. Hingegen „Das Dreieck ist (nicht).“ ist weder widersprüchlich noch nicht widersprüchlich.
  • 26
    Kant: "Wenn ihr das Dasein desselben aufhebt, so hebt ihr das Ding selbst mit allen seinen Prädikaten auf; wo soll alsdann der Widerspruch herkommen?"

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