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Behindert-Die ganze Geschichte

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12 Kapitel - 4.494 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 828 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Weil irgendetwas bei dem ersten Mal schiefgelaufen ist, werde ich hier die ganze Geschichte hier auf TD veröffentlichen...

Ich heisse Viola. Ich bin 15. Ich war eine begabte Klippenspringerin. Und ich bin ein Krüppel

    1
    Hauptpersonen:

    -Viola Lord: 15 Jahre alt, braune, schulterlange Haare, braune Augen
    -Louis Fletcher: 16 Jahre alt, schwarze Haare, Schokoladenbraune Augen
    -Anna Brown: blonde Haare, grüne Augen, 14 Jahre alt

    Sonstige Personen:

    -Doria Fletcher: ist der Bruder von Louis Fletcher, schwarze Haare, dunkelbraune Augen
    -Mrs. Brown: Annas Mutter
    -Miss Lord: Violas Mutter, 37 Jahre alt, braune Haare, blaue Augen

    2
    Prolog

    Ich stehe auf der Klippe und schaue aufs Meer. 12 Meter. Ein hoffentlich perfekter Sprung. Ich atme tief durch, schliesse meine Augen und springe. Ich falle. Mit den Füssen voran. Plötzlich spüre ich einen Felsen der hart meinen Rücken streift. „Aua!“ Ich lande im Wasser. Der Grund kommt viel zu schnell auf mich zu. Ein stechender Schmerz schiesst in meinen Rücken. Und dann wird alles schwarz...

    3
    Der Unfall

    Kapitel 1

    Die Krankenschwester kommt. Ich höre ihre Schritte. Ich weiss, sie will zu mir. Ich weiss, ich bin im Krankenhaus. Ich weiss nicht, warum. Die Schwester betritt mein Zimmer. Sie spricht zu jemandem, der auch im Zimmer ist. „Sie müsste jetzt bald aufwachen... Narkose... Operation... alles gut verlaufen...“ Ich verstehe nur die Hälfte. In Gedanken versuche ich mich zu erinnern. Da war schwarz. Und blau. Viel blau. Aber warum? Ich erinnere mich an den Schmerz in meinem Rücken. Schmerz? Ich fühle eine Hand, die über meine Wange streift. „Alles ist gut, du wirst gleich aufwachen!“ Ich schlage die Augen auf. „Ich bin schon wach!“ Aber es hört sich irgendwie komisch an. Verstimmt. Als hätte ich eine Banane in meinem Hals stecken. Die Krankenschwester kommt zu mir. Sie schaut in mein Gesicht. „An was kannst du dich erinnern?“ „Blau. Wasser. Schmerz.“ antworte ich. Die Schwester nickt. „Du bist beim Klippenspringen verunglückt. Du hast dir den Rücken aufgerissen, wir mussten das nähen... du hast dir auch eine Gehirnerschütterung geholt... und du hast dir deine Wirbelsäule gebrochen.

    Kapitel 2

    Ich starre die Schwester an. „Wann war dass?“ Sie antwortet: „vor drei Tagen“ Ich nicke. Dann bemerke ich den kleinen Schlauch, der in einem meiner Nasenlöchern verschwindet. Ich hebe den Arm, um ihn herauszuziehen, doch die Schwester hält ihn fest. „Den lässt du schön bleiben!“ Ich nicke. Ich versuche mich aufzusetzen, falle jedoch wieder müde in das Kissen zurück. „Kann ich noch schlafen?“ Die Schwester nickt und ich falle wieder ins Schwarze.

    Kapitel 3

    Als ich am nächsten Morgen vom Licht geweckt werde, merke ich dass etwas nicht stimmt. Meine Mutter liegt im Bett nehmen mir. Ich stehe auf und gehe zu ihr. „Alles ist gut, ich kann bestimmt bald nach Hause!“ Ich muss sie beruhigen.

    Ich schrecke auf. Das war ein Traum! Wie im Traum liegt meine Mutter im Bett nehmen mir. Ich stehe auf und gehe zu ihr. Auf jeden Fall versuche ich es, aber meine Beine gehorchen nicht. Sicher eine Nachwirkung der Narkose...! Ich schlafe wieder ein.

    Kapitel 4

    Als ich wieder aufwache ist meine Mutter verschwunden. Dafür ist eine Schwester in meinem Zimmer. „Guten morgen, Viola!“ sagt sie. Ich nicke nur. Da merke ich, dass ich auf Toilette muss. Meine Beine sind aber immer noch taub. Ich frage die Schwester, wann die Operation war.
    „Vor zwei Tagen!“ Antwortet sie. „Ist es normal dass meine Beine taub sind? Und bewegen kann ich sie auch nicht...!“ Die Schwester schaut mich traurig an. „Hat es dir niemand gesagt? Du hast dir bei dem Unfall die Wirbelsäule gebrochen. Du bist ab dem fünften Lendenwirbel Querschnittsgelähmt.“
    Ich schau sie nur an.

    4
    Die Zeit danach

    Kapitel 1

    Die Schwester schiebt mich in meinem Rollstuhl durch den Flur. Es sind sieben Wochen vergangen, seit ich den Unfall hatte. Als ich von der Klippe sprang. Als ich mir die Wirbelsäule brach. Als ich im Rollstuhl landete. Ich starre vor mich hin. Was soll ich den sonst tun? Ich seufze. Die Schwester schaut mich an. „Ist alles in Ordnung?“ Nein! Ich bin ein Krüppel! Ich bin behindert! Aber ich halte den Mund. Auf mich hört ja eh niemand mehr! Die Schwester schiebt mich in das Zimmer, in dem der Physotherapeut auf mich wartet. Er will mit mir die verbliebenen Funktionen meiner Beine untersuchen. Er kommt auf mich zugelaufen. „Hallo, Viola!“ Er schüttelt meine Hand. Er lächelt. Ich nicht. Er hilft mir, mich auf eine Liege zu legen. Dann nimmt er einen Stift. „Sag mir, wenn du etwas spürst!“ Vorsichtig streicht er mit dem Stift über meinen linken Fuss. Ich sehe den Stift. Ich spüre in nicht. Er arbeitet sich weiter vor. Wade, nichts. Schienbein, nichts. Knie, nichts. Ich seufze. Das dauert noch ewig! Oberschenkel, nichts. „Halt!“ da war doch etwas... ein Gefühl, als wäre mein Bein eingeschlafen. Dumpf. Aber ein Gefühl! „Ich habe etwas gespürt..!“ sage ich. Der Arzt nickt und macht weiter. Ab dem Oberschenkel bekomme ich immer mehr Gefühl. Wenigstens etwas. Am rechten Bein ist es genauso. Aber bewegen kann ich sie nicht. Ich werde sie nie wieder bewegen können. Krüppel!

    Kapitel 2

    Meine Mutter besucht mich. Nur sie ist gekommen. Meine beste Freundin habe ich seit dem Unfall nicht mehr gesehen. Meinen Freund ebenfalls nicht. Nur meine Mutter. Mein Vater ist nicht mehr da. Tot. Seit meinem zweiten Geburtstag. Ich erinnere mich nicht an ihn. Meine Mutter tut so, als wäre alles in Ordnung. Aber nichts ist in Ordnung! Ich will schreien. Sitze aber nur stumm da. Es sind jetzt schon neun Wochen vergangen seit dem verdammten Tag. Neun Wochen Langeweile. Sie sagen, ich darf in einer Woche wieder nach Hause. Ich möchte lieber sterben. Warum habe ich mir bei dem Sprung nicht das Genick gebrochen? Aber nein, der Felsen hat meinen Rücken gestreift und weil das Meer an dieser Stelle nur acht Meter tief war, wurde meine Verletzung noch verstärkt und ich hatte eine Gehirnerschütterung erlitten. Meine Mutter sagt irgend was. Ich nicke nur.

    Kapitel 3

    Der Tag vor der Abreise. Ich mache nichts. Meine Mutter packt die wenigen Sachen ein, die mir gehören. Ich schaue zu. Ich helfe nicht. Wie sollte ich? Ich schliesse die Augen. Immer wieder sehe ich den Sprung vor mir. Der Absprung war perfekt! Gerade und alle Muskeln waren angespannt. Ich sehe mich selber auf das Wasser zu rasen. Ich bewege mich auf die Felswand zu. Dann sehe ich den Felsen. Er streift meinen Rücken. Ich schreie. Ich lande im Wasser. Mit den Füssen voran. Zum Glück! Ich tauche ein. Als ich nach ein paar Sekunden nicht auftauche, sehe ich eine Gestalt hinter mir herspringen. Wer ist das? Ein Junge? Ihm passiert nichts. Er taucht ein. Dann taucht er wieder auf. Mit mir. Er hat mich gerettet! Wer war das?

    Kapitel 4

    „Mama“ frage ich „wer hat mich eigentlich aus dem Wasser gezogen? Ich war ja ohnmächtig!“
    Meine Mutter antwortet: „Das musst du jemand anderes fragen! Ich war nicht dabei!“ Ich seufze. Natürlich. Sie weiss nichts. Alles klar. „ich weiss wirklich nichts!“ antwortet meine Mutter als hätte sie meine Gedanken gelesen. Ich schaue sie an. „Ich glaube dir!“ Sie nickt. „Gut!“ Dann packt sie weiter Klamotten in den Koffer.

    5
    Wieder Zuhause

    Kapitel 1

    Meine Mutter schiebt mich ins Haus. Wir wohnen in einem kleinen Reihenhaus. Es gibt eine kleine Stufe vor der Türe. Sie schiebt mich darüber. „So, jetzt bist du endlich wieder zuhause!“ meint sie. Ja, toll! Ich währe lieber tot... Sie seufzt. „Tu nicht so, als währe dein ganzes Leben jetzt im Eimer!“ Tja, ist es aber. Kommentarlos fahre ich in mein Zimmer im Erdgeschoss. Ich rolle zum Fenster und starre hinaus.

    Kapitel 2

    Nach Stunden nehme ich mein IPad und gebe bei der Suchmaschine „Junge rettet Klippenspringerin“ ein. Treffer. Ich lese den Artikel.

    „Am Samstag, dem 21.08.2018 sprang die 15 jährige Viola Lord von einer 12 Meter hohen Klippe ins Meer. Dabei brach sie sich die Wirbelsäule und sitzt seitdem im Rollstuhl. Sie überlebte dank den 16 jährigen Louis Fletcher, der sie aus dem Wasser gezogen hat. Dieser ist jedoch nach der Rettungsaktion verschwunden.“

    Dann starre ich auf das Bild des Jungen. Ich schnappte nach Luft. Dieser Junge kommt mir bekannt vor! Natürlich! In meinem Traum habe ich in gesehen! Er hat mich gerettet!

    Kapitel 3

    Ich muss in finden. Louis ist es. Mein Retter. Meine Hoffnung. Ich muss in finden.

    Es ist Nacht. Meine Mutter schläft. Endlich! Ich rolle langsam zur Türe und schliesse sie auf. Ich fahre vorsichtig über die kleine Stufe vor der Haustüre. Ich schaffe es. Ich fahre die Strasse entlang. Zum Bahnhof. Zur Klippe ist nicht weit. Ich warte. Löse ein Ticket. Und dann kommt der Zug. Ich steige ein. Ein Mann hilft mir. Ich ignoriere seine mitleidenden Blicke. Ich braue sie nicht.

    Kapitel 4

    Der Zug hält. Nach einer halben Stunde Fahrt. Ich steige mithilfe zwei junger Damen aus. Daran muss ich mich gewöhnen. Leider. Ich rolle langsam zur Klippe. Ich höre das Meer. Es rauscht. Wie immer. Ich werde nie wieder ins Wasser können. Ich bin ein Krüppel. Ich fahre weiter. An den Rand der Klippe. Ich blockiere die Räder meines Rollstuhles. Ich will kein zweites Mal hier hinunter!

    6
    Der Retter

    Kapitel 1

    Ich sitze die ganze Nacht hier und starre aufs Wasser. Ich weiss, er wird kommen. Ich warte. Die ganze Nacht. Und er kommt. Ich höre seine Schritte. Ich weiss, er ist es. Er ist gekommen. „Viola?“ Fragt er „Louis? Du bist gekommen. Ich wusste es!“ „Ja“ meint er „Ich bin es. Und ich wusste dass du kommst.“

    Kapitel 2

    Langsam drehe ich an den Rändern, sodass sich mein Rollstuhl langsam umdreht. Ich schaue in seine Schokoladenbraunen Augen. „Ich habe dich gesehen. Du hast mich gerettet!“ „Nein“ Er schüttelt den Kopf. Langsam nähert er sich mir. „Es ist meine Schuld. Ich habe nicht schnell genug reagiert. Ich wollte dich vor dem Sprung festhalten, aber ich war zu langsam! Es ist alles meine Schuld!“ Ich starre in an. Bis jetzt hat man mir immer gesagt dass das nur ein Unfall war und dass ich nichts daran ändern kann. Warum habe ich nicht vor dem Sprung ein paar Sekunden gezögert? Dann wäre ich jetzt kein Krüppel. „Es tut mir so leid! Ich müsste jetzt an deiner Stelle sein! Ich mache immer alles falsch!“ Louis dreht sich um und geht. „Louis! Warte!“ Ich rolle ihm hinterher, aber er rennt davon. Ich kann im nicht folgen. Krüppel! Langsam mache ich mich auf den Weg nach Hause.

    Kapitel 3

    Es dämmert. Der Morgen bricht an. Ich halt vor meinem Haus. Ich rolle langsam auf die Stufe zu und kippe vorsichtig meinen Rollstuhl nach hinten. So schaffe ich die Stufe. Ich öffne die Tür. Ich rolle so leise wie möglich ins Haus. Wo ist meine Mutter? Ich schaue mich um. Hoffentlich in ihrem
    Zimmer..! Leise rolle ich in mein eigenes. „Wo warst du?“ Fragt meine Mutter. Sie sitzt in meinem Bett und schaut mich fragend an.

    Kapitel 4

    „Warum warst du die ganze Nacht nicht zuhause?“ fragt mich meine Mutter noch ein mal. „Ich kann das erklären!“ „Aber ganz schnell!“ Schimpft meine Mutter. „Ich war an der Klippe!“ „Ach Schätzchen! Lass dein altes Leben los und fang neu an..!“ Rät sie mir mir einem sanfteren Tonfall. Ich schaue sie an. „Ok...“ Sie schaut mich erstaunt an. Sie hat mit Protest gerechnet, aber der kommt nicht. Ich lächle. „Neuanfang!“

    7
    Neuanfang

    Kapitel 1

    Es sind jetzt schon 15 Wochen seit dem Unfall vergangenen. Ich habe mich erholt. Körperlich. Aber ich habe Albträume. Der Psychologe meint, ich kann die in zehn Jahren immer noch haben. Na toll! Ich denke oft an Louis. Warum ist er in dieser Nacht weggerannt? Ich seufze. Und kaue auf meiner Lippe herum. Das mache ich seit dem Unfall ziemlich oft, vor allem, seit ich wieder zuhause bin. Mir ist langweilig. Wie immer. Ich sollte wieder in die Schule, aber ich will nicht. Meine Mutter lässt mich. Zum Glück! Der Psychologe meint, ich sei traumatisiert. Wegen dem Unfall. Ich soll abwarten. Und etwas tun. Ich mache auch was. Mich langweilen. Meine Mutter meint, ich soll etwas nützliches machen. Natürlich. Als Krüppel. Was kann ich da schon gross machen?

    Kapitel 2

    20 Wochen nach dem Unfall. Ich schreibe. Irgendetwas. Ich glaube, den Leuten gefällt es. Ich poste es auf einer Seite im Internet. Mir geht es besser. Manchmal. Aber da sind noch die Albträume. Sie sind immer noch da. Es ist Abend. Ich kann jetzt schon ohne Hilfe alleine ins Bett. Zuerst hebe ich meinen Oberkörper auf die Bettkante. Dann verschnaufe ich. Danach hebe ich mein rechtes Bein ins Bett, dann folgt das Linke. Ich lasse mich zurückfallen. Ich starre in die Dunkelheit. Ich will nicht schlafen. Die Albträume kommen, sobald ich meine Augen schliesse. Aber der Schlaf besiegt mich. Wie immer.

    Ich stehe auf der Klippe und schaue aufs Meer. 12 Meter. 12 Meter, mein neuer Rekord. Ich atme tief durch, schliesse meine Augen und springe. Ich spüre den Wind auf meinem Körper. Mit einem lauten Platscher lande ich im Meer. Ich tauche auf. Die Zuschauer klatschen. Ich lächle.

    Es wiederholt sich. Diesmal springe ich gar nicht, weil Louis angerannt kommt und meinen Arm packt. „Spring nicht!“ Aber die Warnung kommt zu spät. Wir stützen zusammen ins Meer und tauchen nicht wieder auf.

    Kapitel 3

    Ich schrecke schweissgebadet aus dem Traum auf. Ich habe ihn schon oft geträumt. Aber ich habe immer noch Angst vor im. Langsam schlafe ich wieder ein.

    Diesmal stehe ich ganz alleine auf der Klippe. Ich springe. Ich knalle gegen die Felswand und falle mit dem Bauch voran ins Meer.

    Die Träume wiederholen sich. Immer wieder. Immer verschiedener. Aber immer schrecklicher.

    Kapitel 4

    Ich schreibe eine Geschichte. Wieder ein mal. Meine erste wurde schon über 2‘000 mal angeklickt. Aber das ist mir egal. Manchmal liege ich auch nur rum. Ich durchlebe die verschiedensten Träume. Aber alle handeln von dem Tag, an dem ich den Unfall hatte.

    8
    Der Umzug

    Kapitel 1

    Meine Mutter sagt, es ist besser wenn wir umziehen. Ich werde dann auf eine neue Schule gehen. Wir wollen nicht weit weg ziehen. Aber in ein rollstulzugängliches Haus. Und ans Meer. Meine Mutter hilft mir ins Auto. Sie klappt meinen Rollstuhl zusammen und verstaut in im Kofferraum. Sie steigt vorne ein und startet den Motor. Dann fährt sie los. Wir sind eine Dreiviertelstunde unterwegs. Ich starre wie so oft aus dem Fenster. Dann sehe ich das Meer. Und die Klippe.

    Kapitel 2

    „Warum wohnen wir hier?“ frage ich entsetzt. „Das ist ein Ort, an dem du dich gut auskennst! Und der Psychologe hat dir empfohlen, eine Weile in der Nähe der Unfallortes zu sein!“ Erklärt meine Mutter. Ich nicke. „Ok“ Dann kommen wir bei unserem neuen Zuhause an. Es ist ein kleines Haus, in dem es nur ein Erdgeschoss gib. Ich entscheide mich für ein hellblau gestrichenes, grosses Zimmer. Ich schaue zu, wie meine Möbel gebracht werden. Ich dirigiere die Arbeiter, wohin sie sie stellen sollen. Am Nachmittag ist mein Zimmer eingerichtet. Meine Mutter ruft mich zum späten Mittagessen. Ich komme angerollt.

    Kapitel 3

    Es sind jetzt 7 Monate seit dem Unfall vergangenen. Ich muss wieder in die Schule. Leider. Morgen wird der erste Tag sein. Morgen.

    Ich wache auf. Natürlich hatte ich wieder Albträume. Heute muss ich wieder in die Schule.

    Meine Mutter bringt mich mit dem Auto. Sie hilft mir auszusteigen und mich in den Rollstuhl zu setzen. Sie schiebt mich in das Büro der Rektors. „Du bist unsere neue Schülerin Viola Lord? Herzlich willkommen! Du wirst in die Klasse 9b kommen, hier ist dein Stundenplan!“ er reicht mir einen Zettel. Ich schaue kurz darauf. Ich werde erst in der zweiten Stunde anfangen. Mathematik. Na toll! Ich bedanke mich und rolle zum Lift. „Mum, ab jetzt gehe ich alleine!“
    Sage ich zu meiner Mutter. Sie nickt und drückt mir einen Kuss auf die Wange. „Bis bald und viel Glück!“ Ich rolle zum Lift und drücke den Knopf.

    Kapitel 4

    Ich muss in das Zimmer 039, das ist im zweiten Stock. Die Türen gleiten auf und ich fahre in den Lift. Die Türen schliessen sich und er fährt los. Als er hält und die Türen aufgleiten, fahre ich hinaus. Ich rolle den Gang entlang. Zimmer 037, 038, 038. Da ist es. Zimmer 038. Ich klopfe leise an. Die Tür wird von einer jungen Frau geöffnet. „Du bist Viola Lord?“ Sie mustert mich. „folge mir!“ zu der Klasse spricht sie: „dass ist Viola Lord, sie hatte vor sieben Monaten einen Unfall und ist seit dem querschnittsgelähmt! Sie wird in eure Klasse kommen!“ Ich rolle langsam zu einem Platz, der noch frei ist. Das Mädchen nehmen mir schaut mich kurz an und lächelt. „Hallo! Ich bin Anna...“ Ich nicke und murmle ein Hallo. Dann konzentriere ich mich auf den Unterricht um mich von dem Geflüster und den mitleidigen und neugierigen Blicken abzulenken.

    9
    Die neue Schule

    Kapitel 1

    In der grossen Pause kommen alle zu mir. „Was ist passiert?“ „Kannst du deine Beine wirklich nicht mehr bewegen?“ „Hast du im Koma gelegen?“ Ich höre gar nicht hin. Das Mädchen folgt mir. Anna. „Soll... ich dir helfen?“ Fragt sie vorsichtig. „Nein, danke!“ sage ich. Sie räuspert sich. „Warum bist du umgezogen? Wenn ich fragen darf...“ „Weil mein Psychologe meinte, ein Neuanfang sei gut für mich!“ Ich fahre weiter Richtung Chemie Zimmer. Anna geht neben mir her. Den ganzen Weg.

    Kapitel 2

    Der Chemielehrer schaut mich komisch an. „Ich hoffe du bist wenigstens schlau!“ Ich rolle kommentarlos zu dem freien Platz neben Anna. Sie ist in dieser Klasse wohl die Aussenseiterin. Neben mir.

    Als sie Schule zu Ende ist, rolle ich so schnell wie möglich zum Parkplatz. Meine Mutter wartet schon. Sie hilft mir ins Auto. „Und wie wars? Hast du schon neue Freunde?“ „Ja... ganz toll, es gibt da ein Mädchen dass ziemlich nett ist..!“ Sie nickt. „Toll“ Sie fährt loss und wir kommen wenig später zu Hause an.

    Kapitel 3

    Ich esse zu Mittag. Mit meiner Mutter. Dann gehe ich in mein Zimmer. Ich schalte mein IPad an. Ich gebe in Die Suchmaschine „Rollstuhlsport“
    Ein. Ich entdeckte alles mögliche. Tennis, Bogebschiessen, Fechten, schwimmen... Schwimmen! Cool... Ich wünsche mir, ich könne wieder Schwimmen. Und gehen. Aber schwimmen... warum nicht? Ich sehe dass es einen Kurs in der Stadt gibt, in der ich wohne. Ich melde mich an. Für Samstags. In fünf Tagen.

    Beim Abendessen erzähle ich meiner Mutter von dem Kurs. Ihr gefällt es. Sie freut sich für mich.

    Kapitel 4

    Als ich am nächsten Tag von meinem Wecker geweckt werde, muss ich daran denken, dass ich heute in die Schule muss. Na toll! Ich schaue auf meinen Stundenplan. Eine Doppelstunde Sport. Wirklich toll! Und dann noch Englisch und Geschichte.

    Als wir bei der Schule ankommen, hilft mir meine Mutter wieder in den Rollstuhl. Diesmal komme ich zum offiziellen Schulstart. Ich werde von allen angestarrt. Wirklich toll! Ich rolle richtig Turnhalle, nachdem ich mich von meiner Mutter verabschiedet habe.

    Meine Turnlehrerin mein, ich soll nur das machen, worauf ich Lust habe. Das heisst nichts. Ich schaue den anderen beim Badminton zu. Da kommt Anna angelaufen. „Wie gehts?“ Will sie wissen. „Ganz gut“ Sie rennt weiter.

    Ich bin froh, als das Auto meiner Mutter auf dem Parkplatz hält. Sie hilft mir und wir fahren nach Hause.

    10
    Das Training

    Kapitel 1

    Es ist Samstag. Endlich! Ich rolle Richtung Schwimmbad. Meine Mutter geht neben mir her. Als wir ankommen muss ich mich in eine Liste eintragen. Dann fahre ich in die Umkleidekabine. Meine Mutter hilft mir. Als wir wieder hinaus kommen, sehe ich eine vertraute Gestalt. Anna. Sie kommt auf mich zu. „Hey! Du hast dich für den Kurs angemeldet? Toll!“ Ich bin verwirrt. Ist sie meine Schwimmlehrerin? „Meine Mutter hat diesen Kurs organisiert. Ich helfe ihr nur bei dem Bürokram. „ich nicke“

    Kapitel 2

    „So, jetzt könnt ihr alle vorsichtig ins Wasser!“ Sagt Annas Mutter. Ich lasse mich vorsichtig hinein gleiten. Ab den Oberschenkeln spüre ich, dass das Wasser kalt ist. Als ich bis zum Hals im Wasser bin, halte ich mich ab Beckenrand fest. Annas Mutter nickt. „Du machst das gut! Bist du früher schon geschwommen?“ Ich seufze. „Ja, vor meinem Unfall“ Sie nickt.

    Nach dem Training kommt Anna angelaufen. „Du bist früher geschwommen?“ „Ja, im Meer. Ich bin oft von Klippen gesprungen...“ ich rede nicht weiter. „Hattest du da deinen... Unfall?“ Ich schaue ihr in die Augen. „Ja. Ich bin von einer Klippe hier in der Nähe gesprungen...“ „Echt? Ein Junge aus meiner Klasse hat das auch mal gemacht...“ Sie hält inne. „Er... er ist dabei... gestorben...“ Ich schaue sie an. „Wie hiess er?“ „Doria Fletcher“ „Fletcher?“ „Ja. Er hatte einen Bruder. Louis. Louis Fletcher“

    Kapitel 3

    Als ich am nächsten Montag in der Schule ankomme, schaue ich mich nach Louis um. Ich sehe ihn nicht.

    In der grossen Pause frage ich Anna, ob Louis in diese Schule geht. „Nein, als vor zwei Jahren sein Bruder starb, hat er die Schule abgebrochen.“ „Aha...“

    Am Nachmittag fahre ich zur Klippe. Es sind diesmal nur ein paar Minuten im Rollstuhl. Ich sehe ihn schon von weitem. Er steht am Rand der Klippe. Es sieht so aus, als wolle er springen. Ich fahre schneller. „Louis, nicht!“ Aber es ist zu spät.

    Kapitel 4

    Ich schrecke wieder aus einem Traum auf. Dieser war sehr schlimm. Ich wiederhole laut die Worte: „ Louis ist nicht tot! Es war ein Traum! Er ist nicht gesprungen! Es war ein Traum!“ Ich beruhige mich langsam wieder. Ich schlafe wieder ein.

    Dienstag. Schule. Ich mache mich fertig. Ich bürste meine Haare. Ich lasse sie offen. Meine Mutter fährt mich. Wie immer seit ich wieder zur Schule gehe.

    Ich weiss nicht was ich tun soll. Lernen. Oder was man in der Schule sonst macht. Ich rolle Richtung Turnhalle. Sport.

    11
    Die Klippe

    Kapitel 1

    Am Nachmittag rolle ich zur Klippe. Diesmal ist es kein Traum. Er wartet. Louis. Ich rolle zu ihm. Er sitzt am Rand der Klippe und lässt seine Beine in den Abgrund hängen. Beine die funktionieren. Er bemerkt mich nicht. „Hallo!“ Sage ich leise. Er antwortet nicht. „Hör mal... das mit deinem Bruder tut mir leid...“ „Bruder! Ich habe keinen!“ Ich seufze. „Doch...“ „Hör mal, ich will nicht darüber reden!“ Ich schaue ihn an. Er starrt weiter aufs Meer. Dann dreht er seinen Kopf zu mir. „Viola! Das ist alles meine Schuld!“ Ich unterbreche ihn: „Nein ist es nicht! Warum bist du mir nachgesprungen? Wenn du bereust was du getan hast, warum hast du es dann getan!“ Er schaut mich an. „Ich habe dich beobachtet“ Ich bin sprachlos. „Seit ich dich vor drei Jahren springen sah... Da bin ich jeden Tag hierher gekommen und habe dir zugeschaut.“

    Kapitel 2

    Er erzählt weiter: „Mein Bruder kam immer öfter mit. Wir schauten dir zu. Und eines Tages sagte er: ‚Louis, ich will das auch können!‘ Er fing an, von Klippen zu springen. Dann, eines Tages sprang er von dieser Stelle. Mit dem Kopf voran. Sein Kopf streifte den Felsvorsprung, den auch du gestreift hast. Er... er erlitt eine Kopfverletzung und wurde ohnmächtig. Er ertrank. Ich kommt ihn nicht retten!“

    Kapitel 3

    Ich schaue ihn an. „Deshalb bist du in jener Nacht weggerannt! Du wolltest nicht... dass ich das mit deinem Bruder herausfinde!“ „Ja“ Antwortet er. Er schaut mich an. „Ich hätte dich zurückreissen sollen! Dann würdest du nicht in diesem Ding sitzen!“ Er deutet auf meinen Rollstuhl. „Ich habe zwei mal versagt! Ich konnte zwei Menschen, die mir etwas bedeuten, nicht retten!“ Ich schaue ihn an. „Ich bedeute dir etwas? Und du hast mich gerettet!“ „Nein, konnte ich nicht! Du siehst ja, was aus dir geworden ist! Ein Krüppel!“ Er sagt es zum ersten Mal. Dass ich ein Krüppel bin. Bis jetzt hat es noch niemand gesagt. „Und zur Sache das du mir etwas bedeutest...“ Er schaut mir in die Augen. „Viola, ich liebe dich!“

    Kapitel 4

    Ich schaue ihn an. „Ich... dich auch!“ Ich habe es mir nie eingestanden, aber jetzt da er es sagt, wird es mir bewusst. Er kniet sich hin und beugt seinen Kopf zu meinem hinunter. Wir küssen uns. Wir lieben uns. Es ist alles gut. Auf jeden fall das meiste.

    12
    Epilog

    Ich habe gelernt, dass man nicht in der Zeit zurück gehen kann. Die Vergangenheit kann man nicht ändern. Aber die Zukunft ist änderbar. Ich habe diese wichtigen Sachen in meinem Leben gelernt. Es sind Jahre vergangen seit ich den Unfall hatte. Wir leben zusammen. Louis und ich. Und wir lieben uns.

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (1)

autorenew

vor 74 Tagen
Die Story ist richtig gut! Du schreibst zwar ziemlich stockend, aber es passt zur Story.