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Behindert

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5 Kapitel - 1.701 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 942 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ich heisse Viola. Ich bin 15. Ich war eine begabte Klippenspringerin. Und ich bin ein Krüppel.

    1
    Hauptpersonen: -Viola Lord: 15 Jahre alt, braune, schulterlange Haare, braune Augen -Louis Fletcher: 16 Jahre alt, schwarze Haare, Schokoladenbraune A
    Hauptpersonen:

    -Viola Lord: 15 Jahre alt, braune, schulterlange Haare, braune Augen
    -Louis Fletcher: 16 Jahre alt, schwarze Haare, Schokoladenbraune Augen
    -Anna Brown: blonde Haare, grüne Augen, 14 Jahre alt

    Sonstige Personen:

    -Doria Fletcher: ist der Bruder von Louis Fletcher, schwarze Haare, dunkelbraune Augen
    -Mrs. Brown: Annas Mutter
    -Miss Lord: Violas Mutter, 37 Jahre alt, braune Haare, blaue Augen

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    Prolog

    Ich stehe auf der Klippe und schaue aufs Meer. 12 Meter. Ein hoffentlich perfekter Sprung. Ich atme tief durch, schliesse meine Augen und springe. Ich falle. Mit den Füssen voran. Plötzlich spüre ich einen Felsen der hart meinen Rücken streift. „Aua!“ Ich lande im Wasser. Der Grund kommt viel zu schnell auf mich zu. Ein stechender Schmerz schiesst in meinen Rücken. Und dann wird alles schwarz...

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    Der Unfall

    Kapitel 1

    Die Krankenschwester kommt. Ich höre ihre Schritte. Ich weiss, sie will zu mir. Ich weiss, ich bin im Krankenhaus. Ich weiss nicht, warum. Die Schwester betritt mein Zimmer. Sie spricht zu jemandem, der auch im Zimmer ist. „Sie müsste jetzt bald aufwachen... Narkose... Operation... alles gut verlaufen...“ Ich verstehe nur die Hälfte. In Gedanken versuche ich mich zu erinnern. Da war schwarz. Und blau. Viel blau. Aber warum? Ich erinnere mich an den Schmerz in meinem Rücken. Schmerz? Ich fühle eine Hand, die über meine Wange streift. „Alles ist gut, du wirst gleich aufwachen!“ Ich schlage die Augen auf. „Ich bin schon wach!“ Aber es hört sich irgendwie komisch an. Verstimmt. Als hätte ich eine Banane in meinem Hals stecken. Die Krankenschwester kommt zu mir. Sie schaut in mein Gesicht. „An was kannst du dich erinnern?“ „Blau. Wasser. Schmerz.“ antworte ich. Die Schwester nickt. „Du bist beim Klippenspringen verunglückt. Du hast dir den Rücken aufgerissen, wir mussten das nähen... du hast dir auch eine Gehirnerschütterung geholt... und du hast dir deine Wirbelsäule gebrochen.

    Kapitel 2

    Ich starre die Schwester an. „Wann war dass?“ Sie antwortet: „vor drei Tagen“ Ich nicke. Dann bemerke ich den kleinen Schlauch, der in einem meiner Nasenlöchern verschwindet. Ich hebe den Arm, um ihn herauszuziehen, doch die Schwester hält ihn fest. „Den lässt du schön bleiben!“ Ich nicke. Ich versuche mich aufzusetzen, falle jedoch wieder müde in das Kissen zurück. „Kann ich noch schlafen?“ Die Schwester nickt und ich falle wieder ins Schwarze.

    Kapitel 3

    Als ich am nächsten Morgen vom Licht geweckt werde, merke ich dass etwas nicht stimmt. Meine Mutter liegt im Bett nehmen mir. Ich stehe auf und gehe zu ihr. „Alles ist gut, ich kann bestimmt bald nach Hause!“ Ich muss sie beruhigen.

    Ich schrecke auf. Das war ein Traum! Wie im Traum liegt meine Mutter im Bett nehmen mir. Ich stehe auf und gehe zu ihr. Auf jeden Fall versuche ich es, aber meine Beine gehorchen nicht. Sicher eine Nachwirkung der Narkose...! Ich schlafe wieder ein.

    Kapitel 4

    Als ich wieder aufwache ist meine Mutter verschwunden. Dafür ist eine Schwester in meinem Zimmer. „Guten morgen, Viola!“ sagt sie. Ich nicke nur. Da merke ich, dass ich auf Toilette muss. Meine Beine sind aber immer noch taub. Ich frage die Schwester, wann die Operation war.
    „Vor zwei Tagen!“ Antwortet sie. „Ist es normal dass meine Beine taub sind? Und bewegen kann ich sie auch nicht...!“ Die Schwester schaut mich traurig an. „Hat es dir niemand gesagt? Du hast dir bei dem Unfall die Wirbelsäule gebrochen. Du bist ab dem fünften Lendenwirbel Querschnittsgelähmt.“
    Ich schau sie nur an.

    4
    Die Zeit danach

    Kapitel 1

    Die Schwester schiebt mich in meinem Rollstuhl durch den Flur. Es sind sieben Wochen vergangen, seit ich den Unfall hatte. Als ich von der Klippe sprang. Als ich mir die Wirbelsäule brach. Als ich im Rollstuhl landete. Ich starre vor mich hin. Was soll ich den sonst tun? Ich seufze. Die Schwester schaut mich an. „Ist alles in Ordnung?“ Nein! Ich bin ein Krüppel! Ich bin behindert! Aber ich halte den Mund. Auf mich hört ja eh niemand mehr! Die Schwester schiebt mich in das Zimmer, in dem der Physotherapeut auf mich wartet. Er will mit mir die verbliebenen Funktionen meiner Beine untersuchen. Er kommt auf mich zugelaufen. „Hallo, Viola!“ Er schüttelt meine Hand. Er lächelt. Ich nicht. Er hilft mir, mich auf eine Liege zu legen. Dann nimmt er einen Stift. „Sag mir, wenn du etwas spürst!“ Vorsichtig streicht er mit dem Stift über meinen linken Fuss. Ich sehe den Stift. Ich spüre in nicht. Er arbeitet sich weiter vor. Wade, nichts. Schienbein, nichts. Knie, nichts. Ich seufze. Das dauert noch ewig! Oberschenkel, nichts. „Halt!“ da war doch etwas... ein Gefühl, als wäre mein Bein eingeschlafen. Dumpf. Aber ein Gefühl! „Ich habe etwas gespürt..!“ sage ich. Der Arzt nickt und macht weiter. Ab dem Oberschenkel bekomme ich immer mehr Gefühl. Wenigstens etwas. Am rechten Bein ist es genauso. Aber bewegen kann ich sie nicht. Ich werde sie nie wieder bewegen können. Krüppel!

    Kapitel 2

    Meine Mutter besucht mich. Nur sie ist gekommen. Meine beste Freundin habe ich seit dem Unfall nicht mehr gesehen. Meinen Freund ebenfalls nicht. Nur meine Mutter. Mein Vater ist nicht mehr da. Tot. Seit meinem zweiten Geburtstag. Ich erinnere mich nicht an ihn. Meine Mutter tut so, als wäre alles in Ordnung. Aber nichts ist in Ordnung! Ich will schreien. Sitze aber nur stumm da. Es sind jetzt schon neun Wochen vergangen seit dem verdammten Tag. Neun Wochen Langeweile. Sie sagen, ich darf in einer Woche wieder nach Hause. Ich möchte lieber sterben. Warum habe ich mir bei dem Sprung nicht das Genick gebrochen? Aber nein, der Felsen hat meinen Rücken gestreift und weil das Meer an dieser Stelle nur acht Meter tief war, wurde meine Verletzung noch verstärkt und ich hatte eine Gehirnerschütterung erlitten. Meine Mutter sagt irgend was. Ich nicke nur.

    Kapitel 3

    Der Tag vor der Abreise. Ich mache nichts. Meine Mutter packt die wenigen Sachen ein, die mir gehören. Ich schaue zu. Ich helfe nicht. Wie sollte ich? Ich schliesse die Augen. Immer wieder sehe ich den Sprung vor mir. Der Absprung war perfekt! Gerade und alle Muskeln waren angespannt. Ich sehe mich selber auf das Wasser zu rasen. Ich bewege mich auf die Felswand zu. Dann sehe ich den Felsen. Er streift meinen Rücken. Ich schreie. Ich lande im Wasser. Mit den Füssen voran. Zum Glück! Ich tauche ein. Als ich nach ein paar Sekunden nicht auftauche, sehe ich eine Gestalt hinter mir herspringen. Wer ist das? Ein Junge? Ihm passiert nichts. Er taucht ein. Dann taucht er wieder auf. Mit mir. Er hat mich gerettet! Wer war das?

    Kapitel 4

    „Mama“ frage ich „wer hat mich eigentlich aus dem Wasser gezogen? Ich war ja ohnmächtig!“
    Meine Mutter antwortet: „Das musst du jemand anderes fragen! Ich war nicht dabei!“ Ich seufze. Natürlich. Sie weiss nichts. Alles klar. „ich weiss wirklich nichts!“ antwortet meine Mutter als hätte sie meine Gedanken gelesen. Ich schaue sie an. „Ich glaube dir!“ Sie nickt. „Gut!“ Dann packt sie weiter Klamotten in den Koffer.

    5
    Wieder Zuhause

    Kapitel 1

    Meine Mutter schiebt mich ins Haus. Wir wohnen in einem kleinen Reihenhaus. Es gibt eine kleine Stufe vor der Türe. Sie schiebt mich darüber. „So, jetzt bist du endlich wieder zuhause!“ meint sie. Ja, toll! Ich währe lieber tot... Sie seufzt. „Tu nicht so, als währe dein ganzes Leben jetzt im Eimer!“ Tja, ist es aber. Kommentarlos fahre ich in mein Zimmer im Erdgeschoss. Ich rolle zum Fenster und starre hinaus.

    Kapitel 2

    Nach Stunden nehme ich mein IPad und gebe bei der Suchmaschine „Junge rettet Klippenspringerin“ ein. Treffer. Ich lese den Artikel.

    „Am Samstag, dem 21.08.2018 sprang die 15 jährige Viola Lord von einer 12 Meter hohen Klippe ins Meer. Dabei brach sie sich die Wirbelsäule und sitzt seitdem im Rollstuhl. Sie überlebte dank den 16 jährigen Louis Fletcher, der sie aus dem Wasser gezogen hat. Dieser ist jedoch nach der Rettungsaktion verschwunden.“

    Dann starre ich auf das Bild des Jungen. Ich schnappte nach Luft. Dieser Junge kommt mir bekannt vor! Natürlich! In meinem Traum habe ich in gesehen! Er hat mich gerettet!

    Kapitel 3

    Ich muss in finden. Louis ist es. Mein Retter. Meine Hoffnung. Ich muss in finden.

    Es ist Nacht. Meine Mutter schläft. Endlich! Ich rolle langsam zur Türe und schliesse sie auf. Ich fahre vorsichtig über die kleine Stufe vor der Haustüre. Ich schaffe es. Ich fahre die Strasse entlang. Zum Bahnhof. Zur Klippe ist nicht weit. Ich warte. Löse ein Ticket. Und dann kommt der Zug. Ich steige ein. Ein Mann hilft mir. Ich ignoriere seine mitleidenden Blicke. Ich braue sie nicht.

    Kapitel 4

    Der Zug hält. Nach einer halben Stunde Fahrt. Ich steige mithilfe zwei junger Damen aus. Daran muss ich mich gewöhnen. Leider. Ich rolle langsam zur Klippe. Ich höre das Meer. Es rauscht. Wie immer. Ich werde nie wieder ins Wasser können. Ich bin ein Krüppel. Ich fahre weiter. An den Rand der Klippe. Ich blockiere die Räder meines Rollstuhls. Ich will kein zweites Mal hier hinunter!

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