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BTS - Ein unvergesslicher Sommer (Namjoon Ff)

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50 Kapitel - 30.488 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 12.983 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 12 Stimmen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 34 Personen gefällt es

Endlich Ferien. Sofie freut sich schon auf ihre wohl verdiente Auszeit von dem stressigen Uni Alltag.
Reiseziel: Korea
Als Tochter eines Koreanischen Musikproduzenten spricht sie fließend Koreanisch und freut sich schon riesig auf ein Wiedersehen mit ihrer Lieblingsstadt Seoul.
Noch weiß sie aber nicht, welche Abenteuer dort auf sie warten und wem sie, ohne es zu wissen, direkt in die Arme läuft.

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    Steckbrief: Name: Sofie Nam Lee Alter: 18 Jahre Größe: 1,73 m Augenfarbe: hellblau Haarfarbe: dunkelbraun Land: Österreich-Korea Hobbys: singen, ze

    Steckbrief:
    Name: Sofie Nam Lee
    Alter: 18 Jahre
    Größe: 1,73 m
    Augenfarbe: hellblau
    Haarfarbe: dunkelbraun
    Land: Österreich-Korea
    Hobbys: singen, zeichenen
    Eigenschaften: intelligent, schüchtern, einfühlend
    Ausbildung: studiert Kunst und Geschichte an der Angewandten in Wien
    Eltern: Vater (Musikproduzent von BTS), Mutter (tot)


    „Puh, endlich fertig!“ Ich lasse das dicke Kunstnachschlagewerk zufallen und verstaue es gemeinsam mit den anderen Büchern in der obersten Abteilung meines Regals. Dabei fällt mein Blick auf das Foto meiner Eltern und mir, welches wir an meinem 6 Geburtstag in Seoul gemacht haben. Verstaubt ist es im Laufe der Jahre immer weiter in Richtung Wand gerückt worden.
    Es war eine schöne Erinnerung. Immer wenn ich es ansah dachte ich an Kirschblüten, den Geschmack von Ramen und an die stolzen Stimmen meiner Eltern, die mir gratulierten. Ich schüttelte schnell den Kopf um meinem Gedankenfluss zu entkommen, stellte mich auf die Zehenspitzen, nahm das Bild in die Hand, wischte es mit dem rechten Ärmel ab und platzierte es kurzerhand in meinem großen Erdbeer-Koffer.
    Ein frischer Windstoß glitt durch das Fenster und wehte mir meine langen, lockigen, beinahe schwarzen Haare ins Gesicht. Schnell wischte ich mir diese weg. “Ach meine verdammten Haare!“, seufzte ich. Mein Vater nannte mich wegen deren Farbe und meiner beinahe weißen Haut immer „Schneewittchen“. Verflixt, wie ich diesen Spitznamen hasste! Wie gerne hätte ich die Haarfarbe meiner Mutter geerbt. Diese hatte schöne blonde Locken gehabt und sah immer wie ein Engel aus…. Nur blöd, dass das den betrunkenen Motorradfahrer auch nicht davon abhielt sie ohne zu bremsen einfach zu überfahren…
    Gedanken versunken starrte ich das Bild, das auf einem Haufen Klamotten lag an und hörte erst gar nicht die Türklingel läute. Schließlich riss ich mich aus den Gedanken los und schloss den Koffer. Schnell eilte ich zur Wohnungstür und öffnete.
    Mein Vater trat ein uns lachte mich freundlich an. Seid dem Tod meiner Mutter hatte er auch ihre Rolle übernommen und so sind wir immer enger an einander gewachsen. Seine Augen sahen trotz des freundlichen Gesichtsausdruckes müde und matt aus, was wohl daran lag, dass er wieder die ganze Nacht an Songs im Tonstudio gearbeitet hatte.
    Mein Vater hat meiner Mutter damals in einem Urlaub in Österreich kennengelernt, als er neue Talente für seine Koreanische Plattenfirma gesucht hat. Und hat sich gleich bei der ersten Aufnahme komplett in sie verliebt. Ein Jahr, ein Heiratsantrag und eine Schwangerschaft später war ich da und habe ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt.
    Ich schloss ihn in die Arme und drückte ihn einmal fest an mich. Er war zwar kleiner als ich, körperlich war er mir aber eindeutig nicht unterlegen. „Bereit für deinen Flug nachhause?“, fragte er mich und zwinkerte mir verschmitzt zu. „Na immer“, grinste ich und zog schnell meine Schuhe an. Ohne zu zögern schnappte ich mir mein Flugticket, meinen Koffer und meine Wohnungsschlüssel und schloss die Tür hinter uns ab.

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    Stimmen, Musik und das Aufheulen von Flugzeugturbinen. Ich drängte mich durch die Menschenmassen und schlüpfte zwischen einem streitenden Ehepaar du
    Stimmen, Musik und das Aufheulen von Flugzeugturbinen. Ich drängte mich durch die Menschenmassen und schlüpfte zwischen einem streitenden Ehepaar durch, um zum Gate C zu gelangen. Als ich dieses erreicht hatte, ließ mich erschöpft auf einen Sessel fallen. Ich öffnete den Rucksack um mir eine Flasche Wasser rauszunehmen. Währenddessen beobachtete ich die startenden und abhebenden Flugzeuge und versuchte zu erraten, welches Reiseziel diese wohl haben. Wer mich wohl dort erwarten würde in dieser WG?
    Da Papa nun schon seit 19 Jahren nicht mehr in Seoul wohnte, haben wir dort auch unser Haus verkaufen müssen. So hat er mich kurzerhand in einer WG einquartiert. Laut Papa wohnten da seine neuen Stars mit denen er sich den internationalen Durchbruch von K-Pop erwartete. Er hatte sogar so großes Vertrauen in sie, dass er kurzerhand einfach seine eigene Tochter einen Sommer lang dort einquartierte. Ich selbst, halte mich gerade wegen Papas Job so gut wie ich kann aus der K-Pop Szene heraus, auch wenn mir die Musik durchaus gut gefällt. „Ach“, seufzte ich und packte meine Flasche zurück in den Rucksack.
    Nach langen 10 Minuten Wartezeit war Boarding-Time. Die Stewardessen kontrollierten unsere Pässe und wie durften endlich in die Maschine einsteigen.
    Nach einem langen und erschöpften Flug kam die Maschine spät abends in Seoul an. Als ich aus dem Flugzeug stieg sah ich die Sterne am Nachthimmel glitzern, roch feuchte Abendluft und fröstelte. Es war es doch ein wenig kühler als ich es erwartet hatte. So warf ich mir schnell meinen roten Lieblingspulli über, der den Schneewittchen-Look nun doch noch komplett machte. Als mir das bewusst wurde, konnte ich mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen.
    Keine halbe Stunde später hatte ich meinen Koffer auf dem leider, wie Papa immer zu sagen pflegte, keine Äpfel, sondern nur Erdbeeren abgebildet waren. Konzentriert starrte ich in die Menschenmenge. Papa sagte der Leader seiner tollen K-Pop Gruppe würde mich am Flughafen abholen, doch um ehrlich zu sein, war seine Beschreibung ziemlich schlecht. Schließlich bin ich nun in Korea, da befinden sich hunderte brauhaarige Typen um die 20 in einer Ankunftshalle eines Flughafens. Doch plötzlich erinnerte ich mich daran, wie er erwähnte, dass dieser ca. 1,80 große sei und so sehr einfach zu finden war.
    Ich ließ meinen Blick noch einmal über die Mengen schweifen, als mir auf einmal jemand von hinten auf die Schulter tippte. Ich drehte mich um und blickte in große, warme, braune Augen und ein breites Grinsen.
    Das war also Namjoon der Anführer von BTS.

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    „Hey“, brachte ich schüchtern auf Koreanisch hervor. „So, du bist also die Tochter unseres Produzenten“, gab dieser als Antwort. „Kann sein
    „Hey“, brachte ich schüchtern auf Koreanisch hervor. „So, du bist also die Tochter unseres Produzenten“, gab dieser als Antwort. „Kann sein, antwortete ich überfordert. Verdammt, seit wann bin ich so durcheinander, wenn mich fremde Leute ansprechen?“ Er reichte mir die Hand. Zögernd ergriff ich sie und er schüttelte sie. Ich musste ein wenig verstört aussehen, denn er lachte kurz auf und meinte: „Soweit ich weiß macht man das so, bei euch in Europa.“ „Ähhhhh…., ja!“ Ich schüttelte kurz den Kopf. So jetzt war ich wieder ich. Na sowas, hat der mich doch wirklich aus dem Konzept gebracht. „Ich bin Sofie, und soweit ich weiß bist du Namjoon.“ „Jap“, grinste er, „aber meine Freunde nennen mich RM, das kannst du auch gerne machen.“ „Gerne“, grinste ich zurück. „Also wenn du willst, bringe ich dich jetzt zu den anderen, also ich meine nachhause!“ Ich lächelte nur und das reichte ihm schon als Antwort. Bevor ich Zeit hatte mich zu bescheren, dass ich meinen Koffer sehr wohl auch selbst tragen könne, schnappte er sich diesen mit einem verschmitzten lächeln, als er den Erdbeerprint sah, und ging mit großen Schritten Richtung Ausgang.
    Ich ging ihm mit schnellen Schritten hinterher und bemerkte erst jetzt, dass er sehr groß war und breite Schultern hatte.
    Müde stieg ich in das Auto ein und zog die Autotür hinter uns zu. Die Autofahrt war zuerst ein wenig unangenehm, da wir beide nicht wirklich wussten worüber wir uns unterhalten sollten. Doch schließlich drehte er das Radio etwas lauter und ich konnte mich entspannen. In den Augenwinkeln bemerkte ich wie er kurz lächelte, als hätte er das mir zuliebe getan. Es schien als war erleichtert, das auch ich mich nun wohler fühlte.
    „So, da sind wir“, sagte er und blieb vor einem kleinen Apartment stehen. Er stieg aus und ich beobachtete verdutzt wie er auf die andere Seite des Autos ging, nur um mir die Tür zu öffnen. „Aha, ein Gentleman“, lachte ich und stieg aus dem Wagen. Überrascht, über diese leicht freche Aussage zog er eine Augenbraue nach oben und schlug die Autotür hinter mir zu. Er lachte ebenfalls, ging auf die Eingangstür zu und schloss diese auf. Er forderte mich anhand einer Geste auf einzutreten. Während ich mich umsah und meine Schuhe auszog, holte er meinen Koffer aus dem Kofferraum und betrat hinter mir das Apartment. Mit einem kaum hörbaren Geräusch viel die Tür hinter uns ins Schloss.

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    „Wir sind zuhause“, rief Namjoon in die Wohnung hinein und hängte seinen Mantel an die Garderobenstange. „Wer ist wir?“, kam es aus der Küch
    „Wir sind zuhause“, rief Namjoon in die Wohnung hinein und hängte seinen Mantel an die Garderobenstange. „Wer ist wir?“, kam es aus der Küche. „Sofie und ich“, schrie Namjoon zurück. Plötzlich klapperte es kurz aus der Richtung wo sich wohl die Küche befand und ein großer schwarzhaariger Junge kam um die Ecke. Ich musste zwinkern, denn ich konnte nicht recht glauben, was ich da sah. Das war wohl einer der hübschesten Männer die ich meinen Leben je zu Gesicht bekommen habe. Er hielt eine Schüssel mit Nudeln in der Hand und ging auf mich zu. Er lächelte mich an und hielt mir erwartungsvoll die Schüssel entgegen. „Da, probiere einmal!“ Ich nahm die Stäbchen in die Hand und schaufelte mir genüsslich die warmen, dampfenden Nudeln in den Mund. „Mhmmm“, sagte ich. Und nahm ohne aufzusehen noch ein zweites Mal. „Anscheinend schmeckt es ihr“, meinte Namjoon und musste lachen. Peinlich berührt sah ich auf und musste ebenfalls grinsen. „Ja, es ist wirklich sehr lecker, danke.“ Ich wollte ihm die Schüssel zurückgeben, doch er verneinte. „Iss, ruhig auf, ich habe noch genug für die anderen. Es gibt sowieso gleich Abendessen…. Achja, ich bin übrigens Jin.“ „Ich heiße Sofie und ich denke es ist nur von Vorteil für mich wenn wir beide uns in Zukunft gut verstehen, denn dieses gute Essen mag ich um nichts in der Welt verpassen. Jin blickte Namjoon kurz an dann prusteten sie los und auch ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen.
    „JIIIIIMIIIN“, schrie plötzlich jemand „gib mir sofort meine Kopfhörer zurück!“ Ich trat einen Schritt auf den Esstisch zu und plötzlich rannte mich jemand mit voller Wucht um.
    Ich viel nach hinten direkt auf das Sofa und der stürmische Junge direkt auf mich drauf. Für einige Sekunden starrten mich blaue Augen mit unnatürlich langen Wimpern an. Und ich brauchte nicht lange um zu erkennen, dass dieser jemand Kontaktlinsen trug. Seine grau gefärbten Haare vielen ihm ins Gesicht und eine kleine Ader pulsierte auf seiner Stirn, so als habe er sich gerade ungeheuer aufregen müssen. Auch er musterte mich für einen Moment und sein Blick blieb schließlich an meinen Sommerspossen hängen.
    „V, pass auf wo du hinrennst“, sagte ein zweiter Junge und zerrte ihn von mir runter, nur um mir kurz darauf die Hand zu reichen um mir aufzuhelfen. Ich ergriff diese und stand vor einem gutaussehenden Jungen mit einem sehr lustigen Grinsen und wunderschönen Lippen. Mir viel auf, dass er etwa so groß war wie ich und eine sehr gut trainierte Figur hatte.
    „Hi, ich bin Jimin!“

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    Bevor ich seinen Gruß erwidern konnte, war Jimin auch schon wieder verschwunden. Als er sich jedoch umdrehte, um mich noch einmals kurz zu mustern, k
    Bevor ich seinen Gruß erwidern konnte, war Jimin auch schon wieder verschwunden. Als er sich jedoch umdrehte, um mich noch einmals kurz zu mustern, konnte ich die Kopfhörer sehen, die aus seiner Hosentasche hingen.
    Seufzend strich ich mir die dunklen Haare aus dem Gesicht und sah auf. Um die unangenehme Stille zu breche scherzte ich:“ Ihr solltet eine Geschwindigkeitsbegrenzung in eurer Wohnung festlegen, sonst gibt es hier in der Zukunft noch Verletzte!“ V, RM und Jin grinsten und RM bot mir mit einer schnellen Geste an mich an den Esstisch zu setzen. Die anderen folgten mir und setzten sich ebenfalls.
    Plötzlich wurde eine Tür aufgerissen und ein Junge mit rot-orangen Haaren und einem einfachem Handtuch um der Hüfte tanzte aus dem Zimmer. Er schrie und grölte „FIRE, FIRE!“, hielt aber sofort inne als er mich am Tisch sitzen sah. Ich muss ebenfalls ziemlich dumm aus der Wäsche gesehen haben, denn auch ich jagte im einen großen Schrecken ein. Beschämt schrie er auf und hüpfte zurück ins Badezimmer.
    Währenddessen kugelten sich die anderen förmlich vor lachen und konnten sich kaum noch auf ihren Sesseln halten. Schließich konnte auch ich mir ein grinsen nicht verkneifen. „Das ist J-Hope“, prustete Jin „an ihm ist ein Komiker verloren gegangen!“ „Er ist neben Jimin unser bester Tänzer“, schob Namjoon ein. „Hey und was ist mir mir?“, schmollte V.
    „Du bist auch nicht schlecht!“
    Jimin kann um die Ecke und ließ sich auf seinen Stuhl direkt neben V fallen. Kurz trafen sich unsere Blicke doch dann wandte er sich ab und sah schüchtern auf den Boden. V lächelte dankbar und war sichtlich zufriedengestellt mit dem Kompliment.
    Auch J-Hope war nun fertig mit Duschen und kam diesmal angezogen aus dem Bad heraus und setzte sich zu uns an den Tisch. Man merkte ihm an wie peinlich ihm dies Sache von vorhin war, doch er versuchte sie mit einem freundlichen Lächeln zu überspielen. Um ihm entgegenzukommen lächelte auch ich und nickte ihm aufmunternd zu.
    „Hey, wo ist eigentlich Yoongi?“, warf Jin ein. „Wenn er noch später kommt, wird das essen kalt!“ „Ich glaube, der arbeitet noch an seinem neuen Song“, meinte Namjoon. „Sofie, wärst du so nett und könntest du ihn bitten zum Abendessen zu kommen? Die erste Tür links.“ Kurz hob ich eine Augenbraue. Hatten die Jungs etwa vor, sich einen Spaß mit mir zu erlauben. Aber wenn nicht, warum schickten sie ausgerechnet mich. Wo war der Haken?
    Schließlich nickte ich und stand auf. Aus den Augenwinkeln heraus merkte ich wie V, Jin und J-Hope zu kichern begannen und mich Jimin noch immer schüchtern betrachtete.
    Vor der Tür angekommen hörte ich leise Klaviermusik. Sie erinnerte mich an die Musik die meine Mutter früher gern hörte. Sie war fließend, lebendig, aber auch traurig….. Langsam öffnete ich die Tür und klopfte drei Mal an das Holz. Sogleich stoppte die schöne Melodie und ein zierlicher Junge mit großen Kopfhörern blickte mich emotionslos an. Er wirkte fast abwesend, so als sei er noch in seiner eigenen Welt. „Es gibt Abendessen“, sagte ich ein wenig leiser als ich es sonst tat, denn irgendwie war mir der Typ noch nicht ganz geheuer. „Komm schon“, sagte dieser, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken und drehte sich wieder dem Klavier zu. Verdutzt, weder nach Namen noch nach Grund für mein Erscheinen gefragt worden zu sein, drehte auch ich mich um und ging zurück zu den anderen.

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    Als sich schließlich auch Yoongi zu uns gesellte, begannen wir mit den Essen. Und verflixt, das war lecker. Ich weiß nicht was Jin da rein getan hat
    Als sich schließlich auch Yoongi zu uns gesellte, begannen wir mit den Essen. Und verflixt, das war lecker. Ich weiß nicht was Jin da rein getan hat, aber es schmeckte einfach traumhaft.
    Als alles aufgegessen war, merkten wir, dass wir noch immer Hunger hatten. „Habt ihr Eier, Milch, Mehl, Butter und Salz im Haus?“, fragte ich Jin. „Ja natürlich“, wunderte er sich. „Warum fragst du?“ „Als ich klein war, machte meine Mutter für mich immer Pfannkuchen, kennt ihr das Gericht?“ Die anderen verneinten alle und ich grinste. Gerade zu voller Energie hüpfte ich auf und verstellte meine Stimme wie ein Moderator einer Fernsehshow. „Liebe Mitbewohner, darf ich Ihnen eine Kostprobe meiner traumhaften Pfannkuchen aller Sofie machen?“ Die Jungs lachen so wie ich und J-Hope jauchzte vergnügt:“ Pfannkuchen, Pfannkuchen, Sofie macht uns Pfannkuchen.“
    Jin und ich gingen in die Küche und er stellte mir alle Zutaten bereit. Schließlich zeigte ich ihm wie man den Teig in die Pfanne gießt und diese dabei gleichmäßig im Kreis schwingt. Zuerst stellte er sich etwas tollpatschig an, doch als ich meine Hand auf seine legte, führte ich seine Bewegung kontrolliert und machten einen tollen Pfannkuchen. Als sich unsere Hände berührten kribbelte es in meinem Bauch und ich merkte wie wir beide etwas rot wurden. Überrascht merkten wir wie die anderen sechs um die Ecke lugten und uns beim Kochen zusahen.
    Lachend zog ich sie zu uns in die Küche und zeigte auch den anderen wie man Pfannkuchen machte. Wir hatten viel Spaß gemeinsam und verbrachten noch einen schönen Abend vor dem Fernseher.
    Als wir schließlich alle müde wurden, zeigte Namjoon mir mein Zimmer, dass die Jungs mir persönlich eingerichtet hatten. Es war modern, stilvoll aber auch gemütlich. Beim eintreten vielen mir die Van Goghs an der Wand auf. Ich frage mich wer die für mich ausgewählt hatte? Ob Papa ihnen davon erzählt hat, dass das mein Lieblingsmaler war?
    Erschöpft lies ich mich in mein Bett fallen und wünschte den anderen eine gute Nacht. Ich kuschelte mich in meine Bettdecke und schlief zufrieden ein.

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    Am nächsten Morgen wachte ich schon um 7:00 auf. Ich hatte nicht besonders gut geschlafen und außerdem wollte ich eine Runde laufen gehen. So schlü
    Am nächsten Morgen wachte ich schon um 7:00 auf. Ich hatte nicht besonders gut geschlafen und außerdem wollte ich eine Runde laufen gehen. So schlüpfte ich schnell in meine rote Weste und zog meine gepunkteten Laufschuhe an. Schnell fasste ich meine zerzausten Haare in einen Pferdeschwanz zusammen und befestigte diese mit einem Gummiband.
    Voller Freude an die frische Luft zu kommen ging ich zielstrebig auf die Eingangstür zu. Stoppte aber und hielt inne. Ich hörte jemanden. Die Person ging durchs Wohnzimmer und wollte anscheinend ebenfalls nach draußen.
    Ich lugte um die Ecke und da stand schon J-Hope vor mir (doch diesmal Gott sei dank angezogen)!
    Er sah mich fragend an:“ So früh schon munter?“ „Ja ich wollte eine kleine Morgenrunde drehen“, antwortete ich. „Hey, das hatte ich auch gerade vor, wollen wir gemeinsam laufen?“ „Gerne, dann kannst du mir gleich ein bisschen die Gegend zeigen“, schmunzelte ich. Er nickte zustimmend und schloss summend die Tür auf. „Ladys first“, lächelte er mit einem Koreanischen Akzent und wies mir mit der Hand den Weg nach draußen. „Thank you, my friend.“ Ich lächelte zurück, machte einen kleinen Knicks und ging nach draußen.
    Als wir ca. eine halbe Stunde neben einander hergelaufen waren, merkte ich welche Ausdauer J-Hope hatte. Ich musste mittlerweile Tomatenrot sein und schweißnass und dieser Typ keuchte nicht und war immer noch staubtrocken auf der Stirn.
    Trotzdem machte es großen Spaß mit ihm gemeinsam zu laufen. Er blödelte herum, tanzte vor mir herum und machte Witze. Außerdem motivierte er mich, immer noch ein wenig weiter zu laufen.
    Schließlich blieben wir endlich stehen und machten eine kleine Pause. Ich stützte meine Hände auf meine Knie und keuchte: „So, du bist also der Sonnenschein in eurer Gruppe!“ „Naja, bei der schlechten Laune, die Suga ab und zu verbreitet, muss er schließlich auch jemanden geben, der gut gelaunt ist.“ Er grinste weiter, und tänzelze um mich herum. Er war anscheinend, diese Art Mensch, der nicht ruhig sitzen konnte und immer in Bewegung war. „So zuckersüß ist der aber nicht. Warum ist er denn so schlecht gelaunt?“, wollte ich wissen. „Genau genommen ist er das eigentlich gar nicht. Er ist nur sehr introvertiert und nachdenklich. Aber eigentlich ist er ein herzensguter Mensch, der sich sehr um uns alle kümmert, auch wenn er sich das nicht immer so anmerken lässt!“ Ich nickte verständnisvoll. „Ja, das kenne ich. Ich bin, wenn ich zeichne, auch in meiner eigenen Welt. Da kann niemand mehr an mich ran und da brauche ich auch meine Ruhe!“ „Du malst?“, fragte er. „Hast du Talent?“ „Naja, wie mann‘s nimmt, ich studiere Kunst in Wien!“ „Who whoo“, rief er und pfiff durch die Zähne. Das musst du V erzählen, wenn wir wieder zuhause sind. Der ist richtig kunstverliebt. Sein Lieblingsmaler ist Van Gogh!“
    Ich wendete mich kurz von ihm ab. Jetzt wusste ich also, wer die Bilder für mein Zimmer ausgewählt hatte. Es war V….
    „Werde ich machen, wenn ich’s nicht vergesse“, gab ich zurück und richtete mich wieder auf. „Ab nach Hause?“, fragte ich. „Ab nach Hause!“, grinste er und wir liefen los.

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    Zu Hause angekommen, stand bereits das Frühstück auf dem Tisch. Jin grüßte uns mit einem kurzen „Morgen“ aus der Küche heraus und verzog sich
    Zu Hause angekommen, stand bereits das Frühstück auf dem Tisch. Jin grüßte uns mit einem kurzen „Morgen“ aus der Küche heraus und verzog sich dann wieder zum Herd um Pfannkuchen zu machen, die ich ihm gestern gezeigt hatte. „Brauchst du Hilfe?“, fragte ich ihn gähnend. „Nein, nein mach dir keine Mühe, das schafft ich schon“, meinte er und winkte ab. Froh mich nach dem langen Laufen endlich hinsetzten zu können, ließ ich mich auf einen Sessel fallen und wischte mir den Schweiß aus der Stirn. Auch wenn ich hier als einziges Mädchen unter lauter Jungs wohnte, war es mir doch herzlich egal wie ich gerade aussah. Papa sagte immer, ich sei kein Mädchen, dass sich viel mit seinem Aussehen beschäftigt. Trotzdem sagte er mir immer wieder, wie hübsch ich nicht sei.
    Langsam aber sicher stieg mir der Duft von frisch gemachten Pfannkuchen in die Nase. Ich atmete tief durch und zog den Geruch in mich auf. Schließlich nahm ich mir einen Schöpfer Suppe und einen Löffel. Auch J-Hope schlug kräftig zu und füllte sich seinen Teller mit Jins Leckereien an.
    Schließlich kam ein Junge um die Ecke. Zuerst dachte ich, es sei V, doch er war etwas größer und hatte eine kräftigere Statur. Seine Haare waren dunkelbraun, fast so wie meine eigenen. Nur waren meine in einem Pferdeschwanz zusammengebunden und seine standen in alle Richtungen ab. Er kratzte sich am Hinterkopf, brachte ein flüchtiges „Guten Morgen“ heraus und schlurfte zum Tisch.
    Er setzte sich direkt vor mich und belud sich seinen Teller mit Essen. Er schien mich noch nicht bemerkt zu haben, denn seine Augen waren noch geschlossen. Endlich öffnete er sie und starrte mich direkt an. Seine Augen hatten die selbe Farbe wie seine Haare und erinnerten mich an die Augen, die man Teddybären annähte. „Oh“, brachte er nur hervor und die Nudeln, die er zwischen seinen Stäbchen hielt, flutschten davon. „Guten Morgen, sagte ich und hielt ihm meine Hand hin. „Ich bin Sofie, die Tochter von eurem Produzenten. „I… Ich….. Ich… bin….ähh…Jungkook!“, schaffte er es schließlich. „Freut mich dich kennenzulernen“, lächelte ich freundlich und schüttelte seine Hand. „Warum warst du gestern Abend nicht da?“, fragte ich ihn und legte den Kopf schief.
    „Er hatte noch ein Fotoshooting“, meinte Jin, der plötzlich vor uns stand und einen Teller mit dampfenden Pfannkuchen in der Hand hielt. „Pfannkuchen?“, grinste er. Ich bejahte und musste ihm gleich nach dem Probieren mein Kompliment aussprechen. „Die sind wirklich sehr lecker Jin!“ „Danke, sagte er und wurde ein bisschen rot.“
    Jungkook und ich beobachten und noch immer gegenseitig. Mir schien als sei er den Umgang mit Mädchen nicht gewöhnt, denn er war sehr schüchtern in meiner Gegenwart.
    Schließlich rief Jin die anderen zum Essen. Nach und nach erschienen alle. Sie fragte Jungkook nach seinem Shooting und ich merkte, wie sie sich wie eine große Familie um ihn kümmerten, so als sei er ihr Baby. Es war echt schön mit anzusehen.
    „Und was steht heute an“, wollte V wissen.
    „Wir haben ein Konzert in Seoul, also beeilt euch wir müssen in einer halben Stunde los“, gab RM zurück und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. „Und was ist mit Sofie? Muss sie etwa hier blieben?“, V nickte in meine Richtung und sah RM flehend an. „Wenn sie möchte darf sie natürlich gerne mitkommen, sie muss aber Backstage warten, die Fans dürfen sie nicht als unseren Gast erkennen!“ „Und kommst du mit“, fragte J-Hope. „Warum nicht“, ich zuckte mit den Schultern und grinste. Dabei merkte ich wie Jimin mich, wie gestern Abend, musterte und wegsah sobald ich in seine Richtung blickte. Suga hingegen trug Kopfhörer und war immer noch in seiner Welt.
    „Na, das konnte ja was werden heute!“

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    Bevor wir aufbrachen schnappte ich mir meinen Rucksack und steckte meinen Zeichenblock und Bleistifte hinein, nur für den Fall dass mir dort langweil
    Bevor wir aufbrachen schnappte ich mir meinen Rucksack und steckte meinen Zeichenblock und Bleistifte hinein, nur für den Fall dass mir dort langweilig werden könnte.
    Auf dem Weg zum Konzertgelände, saßen wir alle im Auto und sagen laut amerikanische Pop-Lieder, die sowohl ich als auch BTS kannte. Ich bemühte mich aber nicht so laut zu singen, dass sie meine Stimmte deutlich hörten, da ich nicht wollte, dass sie merken, dass ich singen kann. Das war eine Vorsichtsmaßnahme, nicht aufgefordert zu werden ihnen etwas vorzusingen. Denn es gab nichts, dass ich mehr hasste als im Mittelpunkt zu stehen.
    Erleichtert sah ich wie nun auch Suga, Jimin und Jungkook mitmachten und Spaß hatten. So stieg die Stimmung immer weiter an und ich fing an, mich in deren Gegenwart richtig Wohl zu fühlen.
    Dort angekommen sprangen wir aus dem Auto und gingen über den Hintereingang in den Backstagebereich. Ich ließ meine Sachen auf einem Sessel liegen und übte mit J-Hope eine Schrittfolge, die er mir vorher gezeigt hatte. Ich unterhielt mich gerne mit ihm, er munterte einen auf und war ein geduldiger Lehrer. Auch V und Jungkook machten mit und ich erfuhr, dass die Choreographie, die sie mir zeigten aus ihrem Lied „Dope“ war. Da nahm ich mir vor, einige ihrer Lieder anzuhören, wenn wir wieder daheim waren. Denn langsam war ich echt gespannt, wie ihre Musik klingt.
    Auf einmal stand Jin neben mir, legte seinen Arm um ich und sah mich mit großen Augen an. „Sag mal bist du eigentlich ein ARMY?“ Ich sah ihn ebenfalls an und lächelte beschämt. „Also, wenn ich ehrlich bin, kenne ich kein einziges Lied von euch. Ich wollte immer so wenig wie möglich mit Papas Beruf zu tun haben, weil er doch eh so selten zuhause war. Und wenn doch, wollte ich über andere Themen als Papas Arbeit reden!“ Ein bisschen enttäuscht sah Jin auf und blickte RM an. Dieser grinste. „Wäre ich an ihrer Stelle, hätte ich das vermutlich auch so gemacht. Aber wer weiß, vielleicht hast du nach diesen Ferien eine neue Lieblingsband!“ Nun musste auch ich lächeln und ich löste mich von Jin.
    „Müsst ihr nicht in einer Stunde auf der Bühne sein?“, fragte ich und zeigte auf die Uhr. „Verflixt, stimmt“, entfuhr es RM. V ging zu Suga und zog ihm die Kopfhörer vom Kopf. „Ab in die Maske“, schrie er ihn beinahe an. Laute Rapmusik schallte aus den Hörern. „Ich bin nicht taub“, schmollte dieser und ließ sich auf einen Sessel fallen. Sogleich eilte eine junge Stylistin herbei und machte sich an seinen Haaren zu schaffen. V und Jimin grinsten und taten es im gleich.
    Eine halbe Stunde später sahen alle sieben perfekt gestylt und beinahe unheimlich schön aus. Im Augenwinkel merkte ich wie Suga Probleme mit seinem Mikrofon hatte und ging zu ihm. „Darf ich dir helfen“, fragte ich. Er musterte mich kurz, hielt mir dann aber das Kabel entgegen. Ich befestigte dieses mit einer Art Klebeband an seinem Nacken und er bedankte sich. Kurz, und kaum merkbar huschte ein Lächeln über seine Lippen. Er blickte mir kurz in die Augen und wandte sich dann ab.
    Weiter rechts in einer Ecke stand Jimin. Er sah nervös aus. Ich bemerkte wie er seinen Text immer wieder wiederholte und seine Hände dabei zitterten. V, der wohl sein bester Freund war, ging zu ihm und legte ihm die Hand auf die Schulte. Ich verstand nicht was er sagte, aber es war wohl etwas, das ihn ein wenig ruhiger werden ließ.
    Schließlich sprach eine Stimme aus einem Lautsprecher. Es ging los. Kurz sammelten sie sich in einem Kreis und legten jeweils ihrem Nachbarn die Hand auf den Rücken. RM, der Leader, sprach ein paar motivierende Worte, dann gingen sie in Richtung Bühne. „Viel Glück“, rief ich. „Habt Spaß da draußen.
    Alle winkten mir zu und Jin warf mir einen seiner fliegenden Küsse entgegen. Ich lachte auf, doch irgendwie hatte ich ein unwohles Gefühl, irgendwas würde heute noch schief gehen…..

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    Das ganze Konzert wurde im Backstage-Bereich auf großen Monitoren übertragen. Gespannt verfolgte ich das Geschehen auf der Bühne. Ich war faszinier
    Das ganze Konzert wurde im Backstage-Bereich auf großen Monitoren übertragen. Gespannt verfolgte ich das Geschehen auf der Bühne. Ich war fasziniert und konnte meinen Blick kaum noch abwenden. Die Tanzmoves die die Jungs darboten, waren echt genial (vor allem Jimin gefiel mir, denn der konnte meiner Meinung nach am besten von alle tanzen). Auch gesanglich waren sie echt gut. Besonders faszinierte mich die Stimme von V. Ich mag tiefe Stimmen und die von V hatte ein besondere, schöne aber auch interessante Klangfarbe.
    Ich starrte auf den Monitor. Gerade waren Jungkook und Jimin dabei im Duett zu singen (zweistimmig). Es klang echt schön, doch plötzlich brach Jimins Stimme und er brachte einen sehr schiefen Ton hervor. Geschockt von seiner Stimmte verstummte er und Jungkook sang alleine weiter.
    Auch ich hielt kurz Inne. Der arme Jimin, so nervös wie er vorher war, war ihm das bestimmt sehr peinlich.
    Dann war Pause.
    Zuerst kam V und sprang mit einem großen Satz in den Raum hinein. Er klatschte bei mir ab und schnitt eine Grimasse. Dann kamen Suga und J-Hope. J-Hope so überdreht wie immer, aber nun war auch Suga nicht mehr zu bremsen. Er lachte. Und er hat ein schönes Lächeln, es lies einen ebenfalls schmunzeln. Jungkook stürmte als Vierter herein und ließ sich von V Huckepack nehmen. Die beiden drehten so eine Art Ehrenrunde. Es war echt lustig mitanzusehen. Als letztes kamen RM und Jin herein. Die beiden unterhielten sich und waren wie ein altes Ehepaar.
    Nur einer fehlte…. Wo war Jimin?
    Die anderen hatten es noch nicht bemerkt, aber ich hatte mir innerhalb dieser 24h, die ich bereits mit ihnen zusammen war, angewöhnt immer mitzuzählen, ob auch alle da waren. So viel mir gleich auf, wer fehlte.
    Ich stand langsam auf und ging in Richtung Bühnenaufgang. Zuerst konnte ich nichts erkennen, weil es recht dunkel war, doch dann hörte ich ein leises schluchzen und ich sah eine Gestalt, die am Boden hockte. Jimin hatte sein Gesicht in seinem Pulli vergraben und machte sich so klein wie er nur konnte. Als ich ihn da so sah, tat er mir leid und ich ging auf ihn zu. Behutsam setzte ich mich neben ihn. Um ihn zu beruhigen legte ich im zögernd eine Hand auf den Rücken. „Was ist passiert“, frage ich mit sanfter Stimme. „Ich habe versagt“, schluchzte er. „Ich bin einfach nicht gut genug. Ich hab‘ alles kaputt gemacht.“ Und nun wusste ich, dass er seinen Stimmaussetzer von vorhin damit meinte.
    Kurz überlegte ich ihn zu bemitlieden und ihm meinen Zuspruch zu geben, doch dann erinnerte ich mich an meine Bühnenauftritte.
    Abrupt stand ich auf und stemmte die Arme in die Hüften. Er musste die Bewegung wahrgenommen haben, denn er sah auf und ich konnte sein verheultes Gesicht sehen. „Jetzt hör mal zu“, sagte ich. „Dich jetzt selbst zu bemitleiden, bringt dich nicht weiter. Du musst aufstehen und weitermachen. Du bist auch nur ein Mensch und Menschen machen nun mal Fehler. Gerade, dass wir nicht perfekt sind, macht uns ja einzigartig. Und ich finde du bist jemand ganz besonderes.“ Überrascht über meine Worte lies er die Hände sinken. Er stand auf, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und kam auf mich zu….
    Immer näher, bis schließlich nur noch eine Nasenspitze von mir entfernt war. Mein Bauch kribbelte, als ich seinen Atem spurte und so wurde ich ein wenig nervös. Plötzlich umarmte er mich. Überrascht von seiner plötzlichen Tat, wich ich ein wenig zurück, doch schließlich drückte er mich fest an sich. „Du bist wirklich außergewöhnlich, Schneewittchen“, flüsterte er mir ins Ohr.
    Ich lächelte.

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    Schneewittchen? Wie kam er nur auf diesen Namen? Wie konnte er wissen, dass das mein Spitzname war? Bei der nächsten Gelegenheit musste ich ihn das f
    Schneewittchen? Wie kam er nur auf diesen Namen? Wie konnte er wissen, dass das mein Spitzname war? Bei der nächsten Gelegenheit musste ich ihn das fragen. Doch im Moment genoss ich einfach die Umarmung. Es war schön so fest an seine Brust gedrückt da zu stehen.
    Ich wünschte es würde ewig dauern.
    Plötzlich kamen V, Jungkook und RM um die Ecke. Sie waren wohl auf de Suche nach Jimin.
    V riss die Augen auf und räusperte sich. Er wirkte fast eifersüchtig. Als Jimin sie ebenfalls bemerkte, ließ er mich los und wich einen kleinen Schritt zurück. „Ähm, sie…. sie hat mich nur aufgemuntert, keine Sorge“, stotterte er rechtfertigend. „Ja, genau so sah das auch aus“, meinte RM und grinste über beide Ohren. Ich sah etwas beschämt zu Boden, konnte die eifersüchtigen Blicke von Jungkook und V aber nicht ignorieren.

    Als wir wieder im Backstageraum waren wollten auch die anderen Mitglieder von BTS erfahren, was denn mit Jimin los sei. Es war rührend zu sehen, wie ihm einer nach dem anderen Zuspruch gab, und versuchte ihn aufzumuntern. Ich bemerkte, dass V ihm nicht mehr von der Seite wich, so als wollte er ihn vor allem Bösen bewahren.
    Im nächsten Moment kam Suga zu mir. Er stellte sich vor mich und sah mich emotionslos an. „Äh, was gibt’s?“, fragte ich verdutzt. „Wir müssen gleich wieder auf die Bühne, ist dir dann eh nicht langweilig?“, wollte er wissen und bog währenddessen sein Mikrofon zurecht. „Nein, nein“, meinte ich nur und zeigte mit einer kurzen Handbewegung auf meine Stifte und den Zeichenblock. „Ich bin versorgt.“ Er nickte nur und ging wieder zu den anderen.
    Nun wusste ich was J-Hope damals gemeint hat. Suga verhielt sich zwar emotionslos und kalt, Sorgte sich aber mehr um die Leute um sich herum, als sich jeder von uns vorstellen konnte. Mir wurde warm. Der Gedanke war schön, dass auch er mich schon in die Gruppe aufgenommen hatte und sich ein wenig Sorgen um mich machte.

    12
    Als wir nach dem Konzert zu Hause ankamen, gingen die Jungs erst mal alle hintereinander duschen. Ich setzte mich währenddessen auf das Sofa und zog
    Als wir nach dem Konzert zu Hause ankamen, gingen die Jungs erst mal alle hintereinander duschen. Ich setzte mich währenddessen auf das Sofa und zog meinen Zeichenblock aus dem Rucksack hervor, denn ich musste zuerst alle meine neunen Eindrücke verarbeiten.
    Ich war einfach „geflasht“. Ja, ich denke der Begriff trifft meinen aktuellen Zustand ganz gut. Diese Menge an Menschen, die dort in dem Saal gestanden und ihnen zugejubelt haben. Das war einfach der Wahnsinn. Selbst ich bin in einen euphorischen Zustand verfallen und habe mich gemeinsam mit den Jungs gefreut. Ich habe BTS noch nie so glücklich gesehen, wie am Ende des Konzertes. Sogar Suga ist lachend und schreiend von der Bühne gerannt und hat mich umarmt.
    Doch jetzt waren sie alle wieder in der Wohnung und ich merkte ihnen an, wie müde sie waren.
    Während ich so gedankenversunken auf der Couch saß, zeichnete ich mit schnellen Strichen die sieben Jungs auf der Bühne. Dazu malte ich eine jubelnde Menschenmenge mit Army Glowsticks, Scheinwerfer und Konfetti. Ich legte außerdem ein Augenmerk auf ihre Kleidung, schließlich sie jedem BTS-Mitglied individuell an die Persönlichkeit angepasst worden.
    Plötzlich hörte ich jemanden über mir atmen. Ich roch ein Parfüm, das mir in den letzten Tagen schon einige Male aufgefallen war. Es erinnerte mich an Kirschblüten und Zitronengras. Ich mochte diese Frische.
    „Wow“, murmelte es über mir. „Du hast echt Talent!“ Ich drehte mich um und sah wieder mal in die großen blauen Augen von V. Erst jetzt viel mir auf, wie symmetrisch und beinahe perfekt sein Gesicht war. Ich wurde rot. „Danke“, lächelte ich schüchtern und setzte mich aufrechter hin. Er sah fasziniert auf meine Zeichnung und musterte jedes einzelne Mitglied genau. „Du hast Jins Knöpfe auf seiner Jacke vergessen!“, stieß er hervor. „Ach tatsächlich“, überlegte ich und betrachtete seine Jacke genauer. Schnell nahm ich meinen Bleistift zu Hand und vervollständigte die Details. Als ich damit fertig war meinte V erneut:“ RMs Hose, sie ist etwas weiter genschnitten und geht an den Knöcheln auseinander.“ Wie auf Kommando änderte ich auch diese Kleinigkeit. Ich war fasziniert davon, wie genau sich V all die kleinen Details ihrer Kleidung eingeprägt hatte. Er musste wohl von Mode sehr angetan sein, denn auch ich merke mir Sachen, die ich sehr mag oder interessant finde besonders gut.
    Ich sah ihn erneut an und er diesmal auch mich, vielleicht sogar etwas zu lange, denn auch er wurde rot. Schließlich sah ich zur Seite und rutschte auf dem Sofa etwas nach links. Ich klopfte mit der Hand auf den Polster um ihn aufzufordern sich zu setzten. Und das tat er auch. Er lächelte mich an und ließ sich neben mich fallen.
    Und genau so saßen wir dann noch eine Stunde und er zeigte mir Kleinigkeiten, die ich in meinem Bild vergessen hatte. So wurde das Bild immer genauer und schöner und viel mehr als nur eine einfache Skizze.
    Als wir fertig waren, signierte ich das Bild mit meinen Initialen „.S.N.“. und reichte es V. „Für mich“, fragte er verdutzt. „Ja“, erwiderte ich. „Ohne dich wäre das Bild nie so schön geworden, wie es jetzt ist.“ Er nahm es behutsam wie einen zerbrechlichen Schatz entgegen und studierte es abermals. „Das ist echt nett von dir“, grinste er nun. Und bevor ich etwas darauf antworten konnte, drückte er mir einen Kuss auf die Wange, sprang auf und hüpfte fröhlich in sein Zimmer.
    Überrascht, saß ich nun da. Ich konnte immer noch seine Lippen auf meiner Wange fühlen. Mein Herz raste wie wild…… Konnte es sein, dass ich mich…. verliebt hatte?

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    -ca. eine Stunde später- Nachdem alle Jungs geduscht hatten, schlug Jin vor, den Abend in er Karaoke Bar zu verbringen. Die warme Dusche schien ihnen
    -ca. eine Stunde später-

    Nachdem alle Jungs geduscht hatten, schlug Jin vor, den Abend in er Karaoke Bar zu verbringen. Die warme Dusche schien ihnen wieder etwas Energie gegeben zu haben, denn sie waren wieder munter und tanzen um mich herum. „Kommst du mit, Sofie?“, fragte Jungkook mit großen Augen. „Ich war noch nie in einer Karaokebar, wie ist das denn so?“ „Der Hammer“, schrie J-Hope und legte mir den Arm um die Schulter. „Und ob du möchtest, oder nicht, wir nehmen dich trotzdem mit.“ Ich grinste und legte ihm ebenfalls die Hand um die Schulter. „Na dann, los geht’s“, rief ich und die anderen jubelten.

    - In der Karaoke Bar-

    Es war komplett anders als ich es mir vorgestellt hatte. Wir kamen in eine Art Kabine, mit einer Karaoke-Anlage nur für uns alleine. Es war gemütlich und warm. Es gab Sogar die Möglichkeit Trinken und Essen zu bestellen.
    „So“, erhob sich V und nahm die Fernbedienung in die Hand. „Wer singt mit mir das erste Lied?“ Doch das war nur eine rhetorische Frage gewesen, denn er hatte sich bereits Jimin geschnappt und nach vorne zu Bühne gezogen. Der wollte anscheinend nicht so Recht, gab allerdings nach kurzer Zeit kichernd nach.
    Es wurde eine witzige Vorführung. V schnitt die komischten Grimassen und Jimin tanzte über die Bühne. Auch die andern fünf grölten mit und rasteten regelrecht zur Musik aus. Doch auch ich hatte meinen Spaß. Gemeinsam mit J-Hope tanzte ich, bis das Lied zu Ende war. Er war ein richtig guter Tänzer, ich konnte am Ende gar nicht sagen wen ich besser fand Jimin, oder J-Hope!
    Schließlich war Jungkook an der Reihe, doch er ging nicht wie vermutet, auf die andern Mitglider zu, sondern stellte sich direkt vor mich hin. „Würdest du mit mir singen?“, fragte er mich und ich merkte wie nervös er war. Hinter ihm tuschelten die anderen und Suga kicherte.
    Eigentlich wollte ich nicht singen, ich stehe nun mal nicht gerne im Mittelpunkt, doch ich wollte ihn auch nicht enttäuschen und so erhob ich mich und nickte lächelnd. „Suche du einen Song aus“, meinte er und hielt mir die Fernbedienung entgegen. Ich nahm sie an mich uns scrollte durch die Liedauswahl. Meine Wahl viel auf das Lied „Happier“ von Ed Sheeran. Das war eine gute Idee, denn selbst wenn ich nervös werden sollte, war ich textsicher.
    Dann ging es los. Jimin, V, Suga, RM, Jin und J-Hope musterten mich interessiert. Etwas nervös strich ich mir die Haare aus dem Gesicht und steckte sie hinter mein Ohr.
    Die sechs scheinen gespannt auf meine Stimme zu sein, denn diesmal jubelten und grölten sie nicht, sie blieben ruhig, so als wollten sie genau hören, was nun kam.
    Jungkook begann.
    Er hatte eine so schöne Stimme, fast wie ein Engel, sie war sicher und er fühlte sich deutlich wohler, jetzt wo er singen durfte. Anders war das bei mir, ich verfolgte die Zeilen, die er sang, mit den Augen und sah voller Schrecken, dass ich gleich an der Reihe war.

    (Meine Eltern schleppten mich als ich klein war immer zu den verschiedensten Vorsingen -müsst ihr wissen-. Es stimmte ich habe großes Talent, schließlich lag mir das in den Genen, aber leider auch großes Lampenfieber. Ich konnte nur dann singen, wenn ich mich 100% sicher fühtle. Und das war leider vor lauter fremden Menschen bei einem Vorsingen nie der Fall. So versagte ich immer und immer wieder….)

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    …..Nun war ich dran….. Ich schloss die Augen und begann zu singen…. Zuerst war meine Stimmte brüchig und leise. Meine Hände und Knie zitterten
    …..Nun war ich dran…..
    Ich schloss die Augen und begann zu singen….
    Zuerst war meine Stimmte brüchig und leise. Meine Hände und Knie zitterten. Doch dann legte mir jemand die Hand auf die Schulter.
    Ich öffnete die Augen und sah über meine Schulter. Es war Jungkook. Er lächelte mich an und hielt sich sein Mikro ebenfalls vor den Mund. Dann sangen wir……und zwar gemeinsam. Es klang wunderschön. Ich verlor mich in der Melodie und schloss abermals die Augen. Augenblicklich wurde meine Stimme voller und sicherer. Und als der Refrain kam sang ich plötzlich die zweite Stimme. Jungkook und ich kreierten ein harmonisches Duett.
    Mir wurde warm. Dann war ich noch einmal alleine dran und ich schmückte die Melodie aus wo ich nur konnte.
    Schließlich öffnete ich erneut die Augen und sah in die ungläubigen Gesichter von sechs jungen Männern. V, Suga und Jimin stand der Mund offen. RM stand plötzlich auf klatschte in die Hände und grinste dabei. „Whohoooo“, schrie J-Hopfe hüpfte auf die Bühne und klatschte bei mir ein. „Du bist ja eine Richtige, kleine Sängern.“ Perplex sah ich Jungkook an. Er zwinkerte mir zu.
    Als V und Jimin das sahen standen sie auf und kamen auf mich zu. „Wo hast du so singen gelernt“, wollte Jimin wissen. „Ich habs‘ nicht gelernt, ich machs‘ einfach!“, erwiderte ich und zuckte mit den Schultern.
    Alle mussten lachen. RM drehte sich zu mir:“ Du überraschst uns immer wieder. Was für Talente hast du den noch?“ „Sie ist eine richtige Künstlerin“, rief V und lächelte mir zu. Ich wurde wieder rot und sah zu Boden. „Na da haben sich ja zwei gefunden“, grinste Suga und deutete auf V und mich. „Ach ja übrigens V“, wendete sich J-Hope an seinen Freund. „Sofie hat denselben Lieblingsmaler wie du!“ „Was, du magst auch Van Gogh“, fragte V ungläubig. „Ja, ich habe sogar meine erste Arbeit im Studium über ihn verfasst. Übrigens, danke für die schönen Bilder in meinem Zimmer.“ Er grinste verlegen.
    Jin machte einen Schritt auf Jungkook zu. „Jetzt lasst uns doch alle nicht vergessen warum wir hier sind! Wir wollen schließlich singen und nicht tratschen.“
    Und so durfte ich an diesem Abend noch gemeinsam mit Jimin, V und Jin ein Duett singen. Auch die Rapper der Gruppe Suga, J-Hope und RM sangen mit mir gemeinsam… Naja, mehr oder weniger eben.
    Alles in einem war es ein toller Abend, den ich nicht so schnell vergessen würde.

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    -Am nächsten Morgen- Als ich meine Augen öffnete, schien mir die warme Sonne direkt ins Gesicht. Gähnend rubbelte mir den Schlaf aus den Augen und
    -Am nächsten Morgen-
    Als ich meine Augen öffnete, schien mir die warme Sonne direkt ins Gesicht. Gähnend rubbelte mir den Schlaf aus den Augen und drehte mich noch einmal im Bett um. Ich erinnerte mich schmunzelnd an den letzten Abend….
    Ich hatte mich, dank Jungkook, tatsächlich getraut vor andern Menschen zu singen. Mein Bauch kribbelte und die Glücksgefühle kitzelten mich aus dem Bett.
    Ich strampelte meine Decke weg und stand auf. Mit halb geschlossenen Augen schnappte ich mir meine Zahnbürste und mein Handtuch und schlurfte ins Bad. Ich lauschte kurz, ob sich niemand im Bad befand. Als ich versichert war, dass ich diesmal niemanden überraschen würde, ging ich hinein und schmiss mich unter die heiße Dusche. Ich summte leise vor mich hin und genoss das heiße Wasser auf meinem Kopf.
    Ich lies die Geschehnisse der letzten Tage revue passieren.

    Ich erinnerte mich an das Palatschinken machen mit Jin, an die Umarmung von Jimin, an den Kuss von V und das Duett mit Jungkook. Ich lies mir das Wasser übers Gesicht laufen und stützte mich an der Wand ab. „Diese Jungs machen mich noch verrückt“, dachte ich und rieb mir Shampoo in die Haare.

    Plötzlich wurde die Tür geöffnet und jemand betrat den Raum. Geschockt hielt ich mir die Hände vor den Körper und versuchte alles zu verdecken was möglich war. „Hey“, schrie ich. „Es…es…t..tut mir lied“, sagte Jimin geschockt und hielt sich beschämt die Hände vors Gesicht. Insgeheim verfluchte ich mich selbst dafür, nicht abgeschlossen zu haben. Meine nassen Haare klebten mir am Körper und verdeckten Gott sei Dank meine üppige Oberweite.
    Schnell drehte er sich um und stolperte aus dem Zimmer. Schnell drehte ich das Wasser ab und stieg aus der Dusche. Mit einer Handbewegung schloss ich ab und wickelte mich in mein Handtuch.

    -eine viertel Stunde später-

    Frisch geduscht und mit der Zahnbürste im Mund, verlies ich das Bad. Davor standen schon V und Jimin. Dieser versteckte sich aber beschämt hinter V. Als ich an ihnen vorbei ging grüßte ich V und warf Jimin einen trotzigen Blick zu. „Was ist denn zwischen euch beiden passiert“, wollte dieser wissen. „Nichts“, antwortete Jimin schnell, verschwand im Bad und schloss die Tür hinter sich. „He, ich wollte jetzt duschen“, rief V durch die Tür und trat empört gegen das Holz. Nur um sich gleich darauf, mit schmerzverzerrtem Gesicht, den Fuß zu halten, weil er sich die Zehe gestoßen hatte.

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    -Eine halbe Stunde später- „Na, toll“, dachte ich verärgert. „Jetzt kann ich ihm in nächster Zeit nicht mehr in die Augen sehen, ohne mich in
    -Eine halbe Stunde später-
    „Na, toll“, dachte ich verärgert. „Jetzt kann ich ihm in nächster Zeit nicht mehr in die Augen sehen, ohne mich in Grund und Boden zu schämen.“
    Ich zog mir einen schwarz-weiß gestreiften Rollkragenpulli, mein schwarzes Jeanskleid und eine schwarze Strumpfhose an. Dazu kombinierte ich ein rotes Barett und flocht meine lockigen Haare zu einem französischen Zopf. Rasch warf ich einen Blick in den Spiegel und überprüfte mein Äußeres. „Anders, aber gut!“, stellte ich fest und schlüpfte in meine schwarzen Boots.

    Als ich mein Zimmer verließ und in Richtung Küche unterwegs war, um mir einen Kaffee zu machen, hörte ich eine leise Melodie aus einem Zimmer. Sie erinnerte mich an den Tag an dem ich BTS kennengelernt hatte.
    „Jetzt weiß ich wieder – das musste Suga sein!“ Im selben Moment stoppte ich vor der Tür und lauschte…..
    Er spielte traurige Akkorde im Bass und versuchte ihnen eine melancholische Melodie anzupassen. Ich war überrascht mit wie viel Gefühl er spielte. Komponierte er etwa an einem eigenen Song? Ich hörte wie er denselben Akkord wieder und wieder anschlug, doch dieser passte eindeutig nicht zur Melodie. Das schien auch ihn zu stören, denn plötzlich hörte er auf zu spielen und ich hörte energisches Kritzeln auf Papier.
    Ich wiederholte die Akkorde in Gedanken und erinnerte mich an die Melodie……. „A-moll…., das wäre der passende Akkord“, dachte ich. „Aber sollte ich ihm das sagen? Ich wollte ihn schließlich nicht bei der Arbeit stören!“

    Ich überwand meine Zweifel schließlich und klopfte an die Tür.
    „Herein“, murmelte Suga. Ich trat ein und ging langsam auf ihn zu. „Ich will dich ja nicht stören, aber ich denke A-moll wäre der Akkord, den du suchst.“ Überrascht musterte er mich. „Woher, willst du das wissen?“, meinte er fragend. „Probier‘ mal“, antwortete ich nur und zeigte auf das Klavier.
    Er spielte die Melodie erneut und stellte erfreut fest, dass mein Vorschlag stimmte. Glücklich vollendete er nun das Stück. Als er fertig war, drehte er sich zu mir und lächelte. Es schien als hätte ich mir nun seinen Respekt erarbeitet. „Kannst du spielen?“, fragte er und wies auf das Klavier. „Ein bisschen“, gab ich zu. Erfreut über diesem Fakt rutschte er zu Seite und machte mir Platz, um mich zu setzen.

    Ich pflanzte mich neben ihn und er spielte eine lustige Melodie. Spontan vervollständigte ich das Lied mit einer zweiten Stimme im Bass. Ich verlor mich abermals in der Melodie, und fühlte, wie sich das Glück in meinem Inneren ausbreitete. Mit Suga Musik zu machen, war eines der schönsten Dinge, die ich bis jetzt getan habe.
    Als wir fertig waren grinsten wir beide. „Wir sind ein tolles Duo“, meinte er verschmitzt. „Lust, auf Tour zu gehen?“ Kurz war Stille, dann lachten wir los.
    „Magst du auch einen Kaffee haben“, fragte ich ihn schließlich. „Ich war eigentlich gerade auf den Weg in die Küche.“ „Ja gern“, erwiderte er. „Ich komm gleich mit dir mit, ich wollte mir eh Frühstück machen.“ So standen wir auf und machten uns hungrig auf in die Küche.

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    In der Küche stand bereits V, mit noch etwas feuchten Haaren. Er war gerade dabei sich eine Tasse Tee zu machen, als er mich bemerkte. Kurz musterte
    In der Küche stand bereits V, mit noch etwas feuchten Haaren. Er war gerade dabei sich eine Tasse Tee zu machen, als er mich bemerkte.
    Kurz musterte er mich von oben nach unten. „Cooles Outfit“, gab er schließlich zurück. Ich musste grinsen und wurde rot. „Danke, passt zur Farbe meiner Seele.“ Suga bemühte sich vergebens sein Lachen zu unterdrücken und auch V zog eine amüsierte Grimasse.
    Amüsiert nahm ich mein rotes Barett ab, schlich mich an V heran und setzte es ihm auf. Überrascht glotzte er mich an. „Steht dir auch gut“, stellte nun auch ich fest. Er warf sich spielerisch in Pose und ahmte eine Pantomime nach. Suga und ich grinsten einander an und er reichte mir eine Tasse dampfenden Kaffee.
    Wir blödelten noch eine Weile in der Küche herum, bis schließlich Jin kam und er dem Ganzen ein Ende machte, weil er Platz zum Kochen brauchte.

    „Kann ich dir irgendwie helfen?“, fragte ich Jin. Er überlegte kurz:“ Ähm….ja. Ich bräuchte noch etwas Reis und Sojasoße fürs Frühstück. Könntest du das im Supermarkt besorgen?“ „Klar“, meinte ich und zog mir eine Weste über.
    „Warte“, rief es hinter mir. „Ich komme mit!“ Es war Namjoon. Er ging mit schnellen Schritten auf mich zu und zog sich seine Schuhe an. „Du weißt ja noch gar nicht wo der nächste Supermarkt ist!“, stellte er erklärend fest. „Stimmt“, stellte ich fest und wir verließen die Wohnung.

    Auf dem Weg in den Laden kamen wir ins Gespräch.
    „Du verstehst dich anscheinend schon gut mit den anderen!“, meinte er und steckte die Hände in die Hosentaschen. „Ja“, gab ich zurück. „Ich habe mit jedem irgendeine Gemeinsamkeit entdeckt. Deshalb macht es umso mehr Spaß mich mit ihnen zu unterhalten.“, stellte ich freudig fest.
    Er nickte verständnisvoll. „Und was ist unsere Gemeinsamkeit“, wollte er wissen und grinste mich neckisch an.
    „Ich denke, das werden wir wohl erst herausfinden müssen“, erklärte ich und stieß ihn sanft mit dem Ellbogen in die Seite.
    Im selben Moment bogen wir um die Ecke und er blieb vor einem kleinen Laden stehen. „So da sind wir.“ RM lud mich mit einer kleinen Geste ein den Laden vor ihm zu betreten. Ich grinste und betrat mit einem glücklichen Gefühl den Laden.

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    Als wir den Laden betraten, strömte mir warme Luft entgegen. Er war nicht besonders groß, aber man bekam hier sicher alles was man so brauchte. Ich
    Als wir den Laden betraten, strömte mir warme Luft entgegen. Er war nicht besonders groß, aber man bekam hier sicher alles was man so brauchte. Ich erinnerte mich an die Läden, die ich als Kind immer mit meinen Eltern besucht hatte. Der Geruch von Meeresfrüchten und Fisch erinnerte mich daran, denn das sind Lebensmittel, die man in Österreich nicht in jedem kleinen Supermarkt anfindet.

    „So“, ich wendete mich an RM. „Also wir brauchen laut Jins Liste einen Aal, 2 kg Reis, 1 Flasche Sojasoße und 20 Eier.“ Er sah mich an:“ Das ist alles?“ „Ja, soweit ich weiß schon“, antwortete ich. „Ok, du holst den Reis und die Sojasoße, ich den Aal und die Eier. Wir treffen uns dann an der Kassa!“ Überrascht über seine strategischen Überlegungen beim Einkaufen nickte ich und machte mich auf die Suche nach dem Reis. Gleich im ersten Gang wurde ich fündig. Doch schon war da das erste Problem. Da waren sicher 30 verschiedene Sorten Reis, also für welchen sollte ich mich entscheiden? Schließlich griff ich zu einem feinkörnigen, klebrigen Reis, der sich meiner Meinung nach für fast jedes asiatische Gericht eignete und setzte meinen Weg fort.

    Die Sojasoße zu finden, war schon kniffliger. Ich war mit dem Laden nicht vertraut. Und in der „Asia“ Abteilung wie in Österreich, würde ich hier bestimmt NICHT fündig werden.
    Nach kurzer Suche entdeckte ich sie jedoch im obersten Regal im vierten Gang. Innerlich fluchte ich. Wie sollte ich denn da hinaufkommen. Das ist doch auch für die asiatische Bevölkerung von hier umständlich. Schließlich bin ich ca. 10cm größer als die Durschnittsasiatin.
    Ich stellte mich auf die Zehenspitzen du streckte meine Finger in Richtung der Flasche aus, doch mit fehlten ca. 4 cm um diese zu fassen zu bekommen.

    Plötzlich umfassten zwei große Hände meine Taille. Sie hielten mich fest umschlungen und hoben mich etwa einen halben Meter in die Höhe. Ich sah überrascht über meine Schulter und blickte in die großen braunen Augen von Namjoon. „Mach schnell, ich kann dich nicht ewig halten, ich bin schließlich nicht Jungkook.“, meinte er angestrengt.
    Ich schnappte mir die Sojasoße und er setzte mich wieder auf dem Boden ab. „Danke“, murmelte ich peinlich berührt, denn er hatte die Hände noch immer um mich geschlungen.
    Als auch RM das bemerkte, zog er sie beschämt zurück und errötete.

    Ich lachte auf:“ Jetzt wissen wir wenigstens was wir gemeinsam haben.“ Was denn?“, fragte er verwundert. „Uns ist beiden die Verlegenheit förmlich ins Gesicht geschrieben“, klärte ich ihn auf und wir beiden mussten lachen.

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    Als wir zuhause ankamen, gab es erst mal Frühstück. Wir plauderten und unterhielten uns über die Pläne der folgenden Tage. „Also heute haben wir
    Als wir zuhause ankamen, gab es erst mal Frühstück. Wir plauderten und unterhielten uns über die Pläne der folgenden Tage.
    „Also heute haben wir einen Fan-Sign Termin“, meinte RM schmatzend und sah mich an. „Hast du Lust mitzukommen?“ Ich musste kurz überlegen. War das eine gute Idee? Schließlich konnte ich dort eigentlich nichts machen. Ich konnte mich nicht mal mit den Jungs unterhalten. Wenn ein Fan herausfand, dass ich bei ihnen wohnte, würde das ihren Ruf zerstören.
    Ich wandte mich an die Jungs:“ Geht das denn überhaupt, ich darf ja nicht gesehen werden.“ V drehte legte seine Hand auf meine Schulter. „Na klar geht das, wir verkleiden dich einfach als Make-up Artist, dann bist du immer in unserer Nähe.“ Ich grinste. „Gute Idee“, stimmten die anderen zu und wir nahmen uns noch etwas Essen nach.

    -ca. 2 Stunden später-

    Wir betraten eine große Halle. Es war ein Weg mit Sicherheitsbändern abgesperrt, der wohl dazu dienen sollte die Menschenmengen in eine Schlange zu gliedern. Überall hingen Plakate von den BTS Mitgliedern, die von gestressten Arbeitern platziert wurden. Mir kamen Leute mit Mikrofonen und Kameras entgegen, die sich hastig einen Weg durch die Menschen bahnten.

    „Du kannst jederzeit, nach hinten in die Umkleide gehen, wenn es die zu viel wird“, meinte Jin und sah mich besorgt an. „Keine Sorge“, erwiderte ich. „Das pack ich schon.“
    Eine Mitarbeiterin von BTS legte mir einen Make-up-Gürtel um und gab mir eine Karte auf der meine Staff-ID (natürlich nicht echt) abgebildet war. „Das hatten sie aber schnell organisiert“, dachte ich und grinste in mich hinein.

    Kurz bevor er los ging saß ich mit RM, V und Suga auf einer Couch im Backstage Bereich und hörten Musik. Wir hatten unsere Füße hochgelegt und ich durfte über RMs Kopfhörer mitlauschen. Er zeigte mir einige seiner Lieblingsinterpreten. Überraschende Weise fanden sich da durchaus Parallelen zu meinem eigenen Musikgeschmack.
    V hatte währenddessen seinen Kopf auf meine Schulter gelegt und schien jeden Augenblick einzunicken. Er sah so friedlich und ruhig aus, ganz im Gegenteil dazu, wenn er wach und voller Energie war.
    Auch Suga hatte seine großen Kopfhörer aufgesetzt und nickte mit dem Kopf zum Rhythmus der Musik. „Wie immer in seiner eigenen Welt“, dachte ich und grinste.

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    „Aaachtung, gleich ist es soweit“, tönte es aus Lautsprechern im Backstage Bereich. Suga richtete sich auf und streckte sich verschlafen. Mit ein
    „Aaachtung, gleich ist es soweit“, tönte es aus Lautsprechern im Backstage Bereich. Suga richtete sich auf und streckte sich verschlafen. Mit einer langgezogenen Bewegung nahm er die Kopfhörer ab. „Dieser Fuchs“, dachte ich. „Er hörte also nur das was er auch hören wolle. Ab und zu stellte er sich also einfach taub, um in Ruhe gelassen zu werden.“
    Vs Kopf lag noch immer auf meiner Schulter. Er war eingeschlafen. Vorsichtig strich ich ihm die Haare aus dem Gesicht, dabei schlug er die Augen auf und gähnte. „Ist es soweit?“, wollte er wissen? „Ja, es geht gleich los“, erwiderte ich und setzte mich aufrecht hin. Ich zog den Kopfhörer aus dem Ohr und gab ihn RM zurück, sodass er sie fein säuberlich aufwickeln konnte.
    Jimin kam auf mich zu und hielt mir die Hand entgegen, um mir aufzuhelfen. Er versuchte wohl seinen Überraschungsbesuch im Bad wieder gut zu machen. Eigentlich war das ja komplett unnötig, da ich ihm längst nicht mehr böse war, doch irgendwie genoss ich die Zuwendung, die er mir seitdem gab.
    Ich ergriff also seine Hand und er zog mich an sich heran. Ich bedankte mich lächelnd und streckte mich. Auf der Couch zu gammeln hatte mich müde gemacht.

    Als die Jungs zu ihren Fans gingen, schloss ich mich den anderen Make-Up Artists an und ging ebenfalls auf die Bühne.
    Die Halle war brechend voll, überall standen kreischende Mädchen und vereinzelnd auch ein paar Jungen die „BTS, BTS, BTS,…“ riefen. Es war richtig laut.
    Sobald meine Jungs die Bühne betraten merkte ich, wie sich ihre Stimmung änderte. Sie waren plötzlich wieder komplett energiegeladen und aufgedreht. Es wirkte wie ein Ritual, dass sie immer wieder wiederholten und sie bereits automatisiert hatten.
    Es machte mir spaß ihnen dabei zuzusehen wie sie liebevoll mit ihren Fans umgingen und deren Geschenke dankbar entgegennahmen.
    Plötzlich kam eine junge Stylistin zu mir:“ Kannst du bitte eine Wasserflasche für J-Hope holen, der hat seine gerade ausgetrunken.“ Sie wusste wohl nicht, dass ich nicht wirklich Teil des Teams war. Doch weil es sich hierbei um eine so unbedeutende Sache handelte, bejahte ich und ging in die Umkleide um ihm die Flasche zu holen.

    Als ich zurück auf die Bühne wollte, kam mir Jimin entgegen. „Was machst du hier?“, wollte ich wissen. „Du musst doch auf der Bühne sein!“ „Nein“, gab er zurück. „Ich muss jetzt mit dir reden!“ Überrascht über seine plötzliche Bestimmtheit blieb ich stehen.
    „Es tut mir wirklich leid, dass ich damals nicht angeklopft habe. Es ist mir so peinlich und ich hoffe du kannst mir das verzeihen!“, klagte er und sah mich traurig an. „Ach, längst vergessen“, meinte ich mit einer abwehrenden Geste. „Wir sind doch mittlerweile Freunde!“, versucht ich ihn aufzumuntern und hielt im die Hand entgegen. Er grinste und ergriff sie:“ Jap, Freunde!“ Und ehe ich mich versah, umarmte er mich wieder und hielt mich fest an sich gedrückt.
    Ich hörte seinen Herzschlag…….dann klickte etwas……..
    Ich drehte mich in Richtung Bühne…..es blitzte…..
    „Scheiße“, schrie Jimin plötzlich und streckte eine Hand vor mein Gesicht.
    „Weg mit der Kamera, Mädchen!“

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    Jimin versuchte mich vor dem Mädchen mit der Kamera zu verstecken, doch sie kam immer näher und versuchte mein Gesicht zu fotografieren. Schließlic
    Jimin versuchte mich vor dem Mädchen mit der Kamera zu verstecken, doch sie kam immer näher und versuchte mein Gesicht zu fotografieren.
    Schließlich schaffte sie es ein Foto zu machen. „Jimin, warum tust du uns das an!“, schrie sie wütend. „Warum betrügst du uns mit einer anderen!“ Sie machte einen Schritt auf mich zu. Ich stolperte nach hinten. Jimin versuchte mich zurückzuziehen, doch er griff ins Leere. Sie packte meine Haare und riss mich zu Boden. Ich schrie auf und gab nach. Ich lies mich auf die Knie fallen und versuchte verzweifelt mich aus ihrem Griff zu befreien.

    Plötzlich wandte sie sich um und zerrte mich tobend auf die Bühne. Jimin bemühte sich geschockt mir aus der Notlage zu helfen, doch sie schubste ihn weg. Polternd betrat sie die Bühne und hielt mich fest im Griff. Die andern Jungs schrien entsetzt auf, waren aber zu geschockt um die Initiative zu ergreifen. „Seht her“, brüllte sie schluchzend. „Sie ist der Grund warum Jimin uns betrogen hat!“ „Sie hat ihn verdorben!“
    Die Menge stockte. Dann wurden mir wütende Buhrufe entgegengerufen. Auch Gegenstände wurden auf mich geschossen. Ich lies mich zu Boden fallen und machte mich klein, so klein, dass ich hoffte, sie würden mich übersehen. Etwas Hartes traf mich auf der Schläfe. Dann spürte ich etwas Warmes an meiner Wange herunterlaufen. Es tat weh, so weh. Ich fühlte mich nackt und entblößt, wie bei meinen Vorsingen in der Vergangenheit. Einfach zur Schau gestellt…… Mir kamen die Tränen.

    Plötzlich nahm ich wahr, wie sich jemand vor mich hinstellte. Weitere Schritte folgten. „Haaaaalt“, schrie jemand mit bestimmender Stimme. Ich sah auf.
    Die Jungs hatten einen Keis um mich gebildet und versuchten mich vor der wütenden Menge zu beschützen. RM hatte das Wort ergriffen und versuchte die Fans zu beruhigen. V beugte sich zu mir und fragte besorgt:“ Alles in Ordnung?“ Ich nickte und wischte mir eine Träne von der Wange. „Keine Sorge, wir holen dich hier raus“, meinte er und ballte die Fäuste.

    Doch dann wurde alles Schwarz und ich fiel in ein tiefes Loch…….

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    Ich blinzelte, grelles Licht blendete mich und ich wollte meine Hand schützend vors Gesicht legen, doch mein brummender Schädel hinderte mich daran.
    Ich blinzelte, grelles Licht blendete mich und ich wollte meine Hand schützend vors Gesicht legen, doch mein brummender Schädel hinderte mich daran.

    Langsam fokussierte sich mein Blick und ich erkannte eine schemenhafte Person, die sich über mich gebeugt hatte.
    „Wo….wo…bin ich?“, fragte ich mit schmerzverzerrtem Gesicht und massierte meine Schläfe. Ich ertastete ein Pflaster an der Stelle, wo mich vorhin der Gegenstand getroffen hatte.
    „Du bist zuhause“, antwortete die Person und ich erkannte die tiefe angenehme Stimme. Namjoon musterte mich besorgt. Ich war etwas verwirrt. Ich lag in einem Bett, aber es war nicht mein Bett. Jemand hatte meine Wunde versorgt und mich zugedeckt. Mir war noch nicht ganz klar, wann das alles passiert war.

    „Wie habt ihr mich da rausbekommen“, fragte ich und setzte mich ein wenig auf. „Jungkook, hat dich von der Bühne getragen und im Backstagebereich auf eine Couch gelegt. Dann hat dich ein Arzt versorgt, den Suga angerufen hatte. Weil, du aber nicht wach geworden bist, haben wir dich über den Hinterausgang nach Hause gebracht.“
    „Habt ihr das Fantreffen etwa abgesagt?“, warf ich ihm entsetzt entgegen. „Ja, das mussten wir. Die Situation ist sowieso eskaliert. Wir brauchten sogar Security, um die Menge zu beruhigen…… Jin und ich haben dann beschlossen, dass es besser für uns aller wäre, wenn wir einfach nach Hause fahren.“
    „Das wollte ich nicht“, erklärte ich betroffen. „Dafür kannst du doch nichts“, erwiderte er schnell und setzte sich an die Bettkante.
    „Keine Sorge, Jimin hat mir bereits alles erzählt. Er weiß, dass es sein Fehler war. Er hätte dich nicht umarmen dürfen. Doch woher sollte er auch wissen, dass ein Fan über die Absperrung geklettert war?“ Ich nickte verständnisvoll.
    „Und was für Auswirkungen hat das jetzt für die Zukunft“, fragte ich besorgt. „Das wissen wir noch nicht. Aber darum machen wir uns aktuell noch keine Sorgen. Wichtig ist, dass es dir jetzt gut geht.“, antwortete er, legte sein Hand auf meine und drückte sie lächelnd.
    In meinem Bauch kribbelte es und mir wurde warm.
    Ich wollte mich gerade erneut an RM wenden, da kamen sechs betrübte Gesichter in das Zimmer. Als sie sahen, dass ich wach war, erhellten sich ihre Gesichter und sie lächelten erleichtert. V sprang aufs Bett und setzte sich neben mich, Jin und Suga lehnten sich an die Bettkante, Jungkook und Jimin setzten sich neben RM und J-Hope nahm zu meinen Füßen Platz.

    „Endlich ist sie wach“, murmelte Jungkook erleichtert. V krabbelte unter die Decke und kuschelte sich an mich. „Ich bleibe hier, wenn euch das nichts ausmacht, zu Sicherheit. Ich muss schließlich darauf achten, dass sich ihr Zustand nicht verschlechtert.“ Jimin und Jin grinsten sich an. „Ich hab‘ mir echt Sorgen gemacht“, meine nun auch Suga und trat einen Schritt nach vorne. „Who, who, Suga diese Seite kennen wir ja noch gar nicht von dir“, teilte uns J-Hope überrascht mit und klopfte ihm auf die Schulter. „Ich zeige euch doch ständig meine Gefühle“, entgegnete Suga entrüstet.

    Alle prusteten los und würdet ihr nun Sugas verdutztes Gesicht sehen, könntet auch ihr euch ein Schmunzeln nicht verkneifen.

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    Nachdem die Jungs eine Weile bei mir waren und mit Gesellschaft leisteten, ließen sie mich ein wenig schlafen. Ich war körperlich noch immer erschö
    Nachdem die Jungs eine Weile bei mir waren und mit Gesellschaft leisteten, ließen sie mich ein wenig schlafen. Ich war körperlich noch immer erschöpft, von meinem Ohnmachtsanfall.

    So wachte ich erst wieder, mit einem knurrenden Bauch, am späten Nachmittag auf. Ich wollte mir etwas zu Essen holen und ein Glas Wasser holen.
    Ich schlüpfte in meine Hausschuhe und schlurfte den Gang entlang zur Küche. Ich hatte den sieben wirklich Ärger eingebracht…. Mir war das alles so unangenehm….Vielleicht wäre es einfach das Beste, wenn ich wieder nach Hause fliegen würde….Dann könnten sie dieses Geschehnis einfach hinter sich lassen….

    Plötzlich hörte ich angeregtes Getuschel und blieb hinter einem großen Wandschrank stehen. Ich lauschte neugierig:
    „Spinnst du, das geht nicht so einfach“, hörte ich RM argumentieren. „Wir müssen uns aber eine Lösung für dieses Problem einfallen lassen“, fiel ihm Jin ins Wort. „Wir könnten sie doch einfach hierlassen!“, schlug Suga flüsternd vor. Dann erklärte V:“ Wenn wir das machen, kann sie nicht mehr außer Haus gehen, ohne von Paparazzis verfolgt zu werden. Willst du das etwa?“ Suga gab ein gequältes Seufzen von sich.
    „Dann sind wir uns wohl einig“, sagte Jimin nun laut und stand auf. „Wir wollen sie wirklich fortbringen?“, fragte J-Hope überrascht. „Ja, was bleibt uns denn anderes übrig“, gab Jimin zurück.
    „Nein, das machen wir sicher nicht!“, erhob nun Jungkook gereizt das Wort. „Wie können sie doch nicht alleine in ein Land schicken, ohne jemanden der auf sie Acht gibt!“ „Och, das schafft sie schon“, meinte RM und versuchte Jungkook zu beruhigen. Doch das half nichts. „Bedeutet sie dir etwa nichts?“, warf ihm Jungkook entgegen und knallte die Fäuste auf den Tisch. „Hast du denn keine Angst, dass ihr etwas passiert?

    Das reichte mir. Was heckten die sieben da schon wieder aus? Ich trat um die Ecke und stemmte die Hände in die Hüften. „Denkt ihr nicht, dass ihr mich fragen solltet, bevor ihr Pläne für meine Zukunft festlegt?“, meinte ich und hob die Augenbrauen.

    Erschrocken, drehten sich alle Mitglieder in meine Richtung. „Ähh, Sofie wir dachten du schläfst noch!“, verteidigte sich J-Hope. „Ich bin gerade aufgewacht“, erklärte ich und strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr. Langsam ging ich auf sie zu….

    „Also, was habt ihr vor?“

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    Lange erklärten mir RM, Suga, Jin, Jimin, V und Jungkook was das Problem war: Die Zeitungen und Nachrichten, waren voll mit Schlagzeilen über Jimins
    Lange erklärten mir RM, Suga, Jin, Jimin, V und Jungkook was das Problem war:

    Die Zeitungen und Nachrichten, waren voll mit Schlagzeilen über Jimins und meine Umarmung. Ich las Überschriften wie: „Wer ist Jimins Freundin“, „Jimins Love“, „BTS-Girlfriend“ und „Jimins Verrat“. In mir begann es zu kochen. Wie konnte man eine so simple Umarmung in der Öffentlichkeit so breittreten. In Österreich wäre das allen egal gewesen, da macht man kein Drama draus, wenn sich ein Junge und ein Mädchen umarmen. Hier in Korea, empfindet man diese Geste zwischen Frau und Mann schon als halbe Heirat.
    RM erklärte mir, dass es unmöglich war, die Öffentlichkeit von Gegenteil zu überzeugen, da sie sich wie hungrige Wölfe auf dieses Skandal stürzten. Er brachte mir außerdem schonend bei, dass ich von nun an nicht mehr, ohne Personenschutz außer Haus könne, da überall Fans auf mich lauerten, um mir deswegen den Gar aus zu machen.

    Ich legte den Kopf in den Nacken und atmete langsam aus. Dann richtete ich mich auf und sah traurig in die Runde:“ Meint ihr nicht es wäre das beste für uns alle, wenn ich einfach wieder nach Hause fliegen würde?“

    RM stand entrüstet auf und ging auf mich zu:“ Nein, das denken wir nicht. Wir sind der Meinung, dass es besser wäre, wenn du etwa für ein Monat in einem anderen Land Urlaub machen würdest.“ Er machte kurz eine Pause. „Wir haben bereits mit deinem Vater telefoniert, er hat uns sein Einverständnis gegeben, bittet uns aber gut auf dich Acht zu geben.“ „Ist das so“, antwortete ich und sah prüfen in die Runde. „Und von der Idee sind alle angetan? „Ganz im Gegenteil“, erhob sich nun auch V. „Wir wollen nicht, dass du ein Monat lang alleine bist!“

    Ich überlegte kurz, dann grinste ich. „Vielleicht….muss ich das auch nicht!“, gab ich zurück und lächelte RM an.
    „Wie meinst du das“, meinte er überrumpelt.
    „Wir machen einfach alle gemeinsam ein Monat lang Urlaub!“, schlug ich vor und musterte RMs Reaktion. Sein Gesicht erhellte sich augenblicklich, nur um gleich wieder nachdenklich zu wirken. „Und woher willst du wissen, ob wir das dürfen? Das müssten wir schließlich erst mit dem Produzenten besprech…. Er stockte. Dann grinste auch er.

    Schließlich hatten es auch die anderen sechs verstanden und rissen die Augen auf. „Dein Vater ist der Produzent“, stieß Suga hervor und grinste über beide Ohren.
    Ich nahm das Handy aus meiner Hosentasche und wählte eine Nummer. Ich schaltete auf Lautsprecher. Es piepte kurz, dann hob er ab: „Hallo Schneewittchen, was gibt’s? Ich lief kurz rot an. Peinlich, jetzt kannten sie alle meinen Spitznamen. Nur Jimin, kannte ihn anscheinend schon vorher. Das war immer noch ein ungeklärtes Rätsel für mich.

    „Hallo, Papa“, grüßte ich und strahlte.

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    Eine viertel Stunde später war die Sache besiegelt. Ich Sofie Nam Lee würde einen Monat lang mit BTS Urlaub machen. Und zwar in………..Malta! Ich
    Eine viertel Stunde später war die Sache besiegelt.
    Ich Sofie Nam Lee würde einen Monat lang mit BTS Urlaub machen.

    Und zwar in………..Malta!

    Ich konnte es gar nicht fassen, dass mein Vater sogar bereit war uns die Unterkunft und den Flug zu zahlen. Wir haben ihm alles was vorgefallen war erzählt und er war ausnahmslos begeistert von der Idee gewesen. Er meinte auch, er sei sowieso der Meinung, dass seine Jungs mal wieder eine Auszeit verdient hatten.

    So, und nun standen wir da. Ich hatte bereits aufgelegt und es war einfach still. Keiner traute sich etwas zu sagen. Kurz erstarrte auch ich, dann streckte ich glorreich eine Faust in die Luft, und stieß ein Siegesgeheul aus. Sofort stiegen die anderen ein. Wir schnappten uns die Kissen, die auf dem Sofa lagen und veranstalteten eine Kissenschlacht, die sich gewaschen hatte. Wir jubelten, tanzen und ließen die Federn fliegen.

    Gerade als ich dachte, wir würden eine Pause einlegen, knallte mir V ein Kissen ins Gesicht. Mit dieser Wucht hatte ich nicht gerechnet und ich wurde zurückgeschleudert. Doch bevor mein Kopf am Boden aufschlagen konnte, fingen mich starke Hände ab. „Hab dich“, grinste RM und zog mich wieder nach oben. Kurz waren wir uns sehr nahe und ich sah in seine großen braunen Augen. „Alles OK?“, wollte V wissen. „Tut mir leid, ich wollte dich nicht umhauen!“ „Schon gut“, meinte ich gedankenverloren und entriss mich dem warmen Blick. Kurz berührten sich unsere Hände und mir war als hätte ich einen elektrischen Schlag bekommen. Verdutzt sah mich RM an. Anscheinend hatte auch er die elektrische Spannung gespürt.
    Schließlich drehte ich mich um und setzte einen spielerisch, grimmigen Blick auf. Ich packte mir ein Kissen und ging drohend auf V zu. Quiekend sprang dieser zu Suga und versteckte sich panisch hinter ihm. Die anderen lachten los und schnappten sich ebenfalls ein Kissen. „Schnappt ihn euch“, brüllte Jimin mit einem Kampfschrei und alle stürzten sich auf ihn.
    Glucksend und prustend endeten wir nach einer wilden Schlacht am Boden. „Wann fliegen wir?“, fragte Jungkook schließlich und drehte seinen Kopf zu mir. „Morgen um 10:00“, antwortete ich und legte meinen Kopf auf eines der Kissen. „Na dann los geht’s, Koffer packen“, meinte V und sprang auf.
    „Ich pack schon mal meine Hawaii-Hemden ein“, rief er und hopste in sein Zimmer. Auch Suga, Jimin, Jin, Jungkook und J-Hope standen auf und begaben sich glücklich in ihr Zimmer. Sie kamen mir vor wie kleine Kinder, die das erste Mal in Urlaub fahren durften.
    Schließlich stand RM auf und hielt mir seine Hand entgegen. Mit einem dankbaren Lächeln ergriff ich diese und er zog mich auf. „Ab in den Urlaub, würde ich sagen“, meinte ich und legte den Kopf schief. „Auf nach Malta“, erwiderte er.

    Dabei merkte ich, dass wir immer noch die Hand des anderen fest im Griff hatten.

    26
    -am nächsten Morgen- Ich klappte meinen Erdbeerkoffer zu und ließ mich auf mein Bett plumpsen. „Urlaub, im Urlaub. Na, das war mal was“, dachte
    -am nächsten Morgen-
    Ich klappte meinen Erdbeerkoffer zu und ließ mich auf mein Bett plumpsen. „Urlaub, im Urlaub. Na, das war mal was“, dachte ich und strich gedankenverloren die Bettdecke flach.
    Plötzlich rumpelte es an meiner Tür. „Sorry“, schrie V durch die Tür. „Mein Koffer ist umgefallen!“ „Falsch“, fiel ihm Suga ins Wort. „Deine KOFFER sind umgefallen. V, du übertreibst wieder einmal. Du brauchst doch keine drei Koffer für einen Monat Urlaub. Wir können deine Sachen doch dort waschen.“ „Ja, ich weiß, aber ich brauche nun mal zu jeder Hose auch ein passendes Hemd“, rechtfertigte sich V und schob angestrengt seine drei Koffer gelichzeitig durch den Flur.
    Ich musste grinsen. Ich fand es ziemlich amüsant, wenn die Welten des ruhigen, introvertierten Suga, auf die des extrovertierten, ausgeflippten V trafen.
    Schnell stand ich auf, schnappte mir meinen Koffer und schloss die Tür hinter mir.

    Ich war die Letzte. BTS stand bereits bei der Eingangstür und setzte sich ihre Sonnenbrillen auf. RM blickte mich kurz an. Ich hatte mein geblümtes Sommerkleid an und dazu braune Lederstiefel kombiniert. „Du auch“, meinte er schließlich lächelnd und deutete auf seine Sonnenbrille. Ich nickte verständnisvoll und setzte mir die Sonnenbrille, die mir Jimin geborgt hatte, auf. „Also, nicht vergessen“, erklärte RM. „Wenn wir am Flughafen sind, darfst du sie niemals abnehmen. Lass dich so wenig wie möglich fotografieren und bleib immer in unserer Nähe.“
    „Yes, sir“, sagte ich laut und salutierte.
    Die Jungs grinsten und wir verließen voller Vorfreude die Wohnung.

    Am Flughafen ging alles furchtbar schnell. Wir checkten ein, gaben unsere Koffer ab und wurden durch den Sicherheitscheck gelotst. Vereinzelt konnte ich Fotografen erkennen, die ihre Kameras auf mich gerichtet hatten. Um ihnen aber keine Chance zu geben, setzte ich mir einen Mundschutz und eine Kappe auf, so war mein Gesicht kaum wiederzuerkennen.
    Um nicht direkt mit BTS in Verbindung gebracht zu werden, ließ ich außerdem immer ein wenig Abstand zu ihnen, verlor sie aber niemals aus den Augen.

    Eine halbe Stunde später war Boarding Time und wir saßen mittlerweile alle im Flugzeug auf unseren Plätzen. Jin neben V, Suga neben Jimin, Jungkook neben J-Hope und RM neben mir. Eigentlich waren es weniger Plätze, als eher Schlafkojen. Schließlich war es ein langer Flug von Korea bis nach Malta.
    Hinter mir saßen J-Hope und Jungkook. Die beiden sahen sich gerade irgendeinen Zeichentrickfilm an und lachten wie verrückt. Ich wendete mich an RM:“ Mit den beiden brauchen wir keinen Fernseher, die sind Unterhaltung genug!“ Er lachte auf:“ Stimmt, blöd nur, dass wir sie nur hören und nicht sehen können. Ich denke, J-Hopes Grimassen würden uns den Rest geben.“ „Hey“, meinte ich sarkastisch und kniff ihm in die Seite. „Sei nicht so nett zu deinen Freunden!“ Er grinste breit.
    Links neben mir - und ich saß am Gang- hatten sich Suga und Jimin breit gemacht. Suga war bereits eingeschlafen uns schnarchte leise. Jimin hatte währenddessen seinen Spaß damit Suga mit einem schwarzen Stift einen Bart aufzumalen. Das fand V, der vor uns saß so witzig, dass er den Gurt löste und sich ebenfalls der Gestaltung von Sugas Gesicht annahm.

    „Er wird die beiden killen, wenn er wieder wach ist und sein Gesicht im Spiegel sieht“, flüsterte mir RM zu und stellte seinen Sitz etwas zurück. Kurz beobachtete ich noch grinsend diese Szene, dann stellte auch ich meinen Sitz nach hinten und versuchte etwas zu schlafen.

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    Als ich wieder aufwachte, merkte ich, dass alle anderen Mitglieder bereits eingeschlafen waren. Jimin war zu V in die Koje gekrochen und war unter sei
    Als ich wieder aufwachte, merkte ich, dass alle anderen Mitglieder bereits eingeschlafen waren. Jimin war zu V in die Koje gekrochen und war unter seine Decke geschlüpft. Suga schnarchte noch immer und hatte seine Kappe tief ins Gesicht gezogen. J-Hope und Jungkook waren beim Fernsehen eingenickt und auch Jins Kopf war mittlerweile müde nach vorne gekippt.

    Erst in einer so entspannenden Umgebung merkte ich wie erschöpft die sieben von ihrem Alltag waren. Ich ließ meinen Blick noch einmal über die schlafenden Jungen gleiten und wandte mich dann RM zu. Namjoon hatte sich auf den Rücken gedreht und sich die Decke gewickelt, die die Stewardess ihm gebracht hatte. Fröstelnd suchte ich nach meiner Decke, die hier eigentlich liegen müsste. Doch sie war verschwunden. Als ich einen Blick durch die Sitze warf sah ich, dass V sich eine dritte Decke geschnappt haben musste, da er eine um sich gewickelt hatte und eine andere zu einem Kopfpolster umfunktioniert hatte.

    „Aishh, dieser kleine Räuber“, sagte ich leise und pustete auf meine Hände, um sie ein wenig zu wärmen. Es war zwar Sommer, aber durch die Klimaanlage und das Gewitter, das mittlerweile draußen unter uns wütete, war es recht frisch im Flugzeug geworden.

    Plötzlich bewegte sich Namjoon neben mir und drehte sich zur Seite. Er gähnte:“ Ist dir kalt!“ Ich nickte zähneklappernd. Kurz überlegte er, dann hob er seine Bettdecke auf einer Seite an. „Komm unter meine Decke! V hat dir deine vorher stibitzt!“
    Ohh, Gott hatte der Typ was getrunken. Namjoon war sonst doch auch nicht so anhänglich wie V und Jimin. Ich war mir nicht sicher…. Irgendwie kribbelte es wieder in mir und ich fühlte wie ich rot wurde. Ich war 18 Jahre alt und hatte erst einen Freund in der Unterstufe gehabt, doch da war ich praktisch noch ein Kind. „Ach, mach schnell“, meinte RM etwas genervt. „Mir wird auch kalt, wenn ich die Decke so halte.“
    Verlegen rutschte ich also von meinem Bett und setzte mich vorsichtig in das von RM. Ich legte mich etwa 20 cm neben ihm hin und er ließ die Decke über mich gleiten. Wärme floss durch meinen Körper und meine Fingerspitzen wärmten sich langsam auf. Ausversehen berührte ich RMs Arm mit meiner kalten Hand. „Hey, du bist ja eiskalt“, meinte er nun besorgt und legte mir eine Hand auf die Stirn. „Nicht, dass du noch krank wirst, wir wollen doch in den Urlaub!“

    Auf einmal umschlossen mich seine starken Arme und zogen mich fest an sich. Mein Herz machte einen Satz. Es war wunderschon. Es fühlte sich warm, sicher und weich an. Ich denke, das ist etwas, dass sich jedes Mädchen in ihren Träumen ausmalt. Und für mich wurde es nun Realität.
    Kurz überlegte ich, mich aus der Umarmung zu befreien. Doch dann ließ ich nach, und kuschelte mich an ihn. Ich spürte seinen Atem und roch sein unauffälliges aber gut riechendes Parfum. Trotzdem konnte ich nicht einschlafen.

    Nach einigen Minuten drehte ich mich um, da mein linker Arm eingeschlafen war. Doch so leicht ging das gar nicht, denn er hielt mich immer noch fest an sich gedrückt. Als ich es schließlich geschafft hatte, war ich seinem Gesicht ganz nahe…. Er schlief ruhig und ich konnte fühlen, wie sich sein Brustkorb langsam auf und ab bewegte. Ich studierte sein Gesicht aufmerksam und bemerkte die Grübchen neben seinen Mundwinkeln. Sie waren irgendwie……süß?

    Verlegen wandte ich mich ab und rutschte ein wenig nach unten, sodass mein Kopf auf der Höhe seines Brustkorbes war.
    Seufzend schloss die Augen und schlief ruhig ein.

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    Als wir schließlich in Malta ankamen, war es spät in der Nacht. Der Flug von Seoul nach Malta hatte etwa 15h gedauert, und obwohl ich fast die ganze
    Als wir schließlich in Malta ankamen, war es spät in der Nacht. Der Flug von Seoul nach Malta hatte etwa 15h gedauert, und obwohl ich fast die ganze Zeit geschlafen habe, war ich trotzdem hundemüde.

    Als die anderen sechs gemerkt haben, dass ich bei Namjoon im Bett lag, waren die Reaktionen sehr unterschiedlich. Denn während Jungkook, V und Jimin sichtlich enttäuscht und eifersüchtig waren, lachten J-Hope, Jin und Suga ihren Anführer aus, der eine sehr lustige Schlafgewohnheit hatte. Denn er hatte, als sie uns beide so vorfanden, den Mund weit offen stehen gehabt.
    Und so verbrachten die drei ihre Zeit damit, RM nachzumachen und ihn damit aufzuziehen.

    Als wir aus dem Flugzeug stiegen, blies mir der kalte Nachtwind ins Gesicht. Ich kräuselte meine Nase und zog meine rote Jacke and. Vor mir standen V und Jimin, die wie Kinder, die Treppe hinunterliefen und sich mit erhobenen Händen im Kreis drehten. „Urlaub, Malta, BTS, Urlaub, Malta, BTS“, sangen die zwei im Chor und ich musst grinsen.
    Ich gähnte und sah in den Nachthimmel…So viele Sterne…
    Plötzlich legte jemand einen Arm um meine Schultern. „Was ist dein Sternzeichen“, fragte Jungkook und sah ebenfalls nach oben. „Jungfrau“, sagte ich gedankenverloren. „Und deines?“ „Auch Jungfrau“, antwortete er und fuhr sich durch die Haare. „Wann ist dein Geburtstag“, wollte er nun wissen. „Am 1. September“, gab ich als Antwort.
    Augenblicklich lies er mich los und starrte mich geschockt an: „Dein Ernst?“
    „…Ähm, ja“, sagte ich verdutzt. „Warum sollte ich lügen?“
    Schließlich verstand ich warum er so durch den Wind war. „Hast du etwa….auch am 1. September?“ Er nickte aufgeregt. Ich grinste, klatschte bei ihm ab und hakte mich bei ihm unter.
    „Na dann lass uns diesen verrückten Zufall doch den andern erzählen“, meinte ich und zog ihn die Treppe hinunter.

    Nach einer langen Wartezeit vor dem Kofferband, machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Mein Vater hatte für uns ein kleines Haus mit 5 Schlafzimmern gebucht. Außerdem würden wir einen eigenen Pool und eine Terrasse haben, auf die ich mich schon sehr freute.

    Auch auf dem Weg zu unserem neuen zuhause, legten wir uns alle noch einmal aufs Ohr. Ich nutzte die Gelegenheit, um mir die BTS Lieder anzuhören, die ich bis jetzt noch nicht gehört hatte.
    Aus allen Liedern filterten sich nach mehrmaligen hören meine Lieblinge heraus. Nämlich: Vs „Singularity“, „Dope, „Not Today“, „Idol“, "Fire", „Danger“ und „Mic Drop”. Ich stellte fest, dass eigentlich alle Lieder Ohrwurm Qualität hatten und musste schmunzeln.
    Eine Minute später hielt das Taxi indem wir saßen und ich weckte die Jungs auf. „Hey, wir sind da“, sagte ich mich sanfter Stimme und rüttelte leicht an Jins und Sugas Schulter.
    Gähnend standen die sieben auf und schlurften mit ihren Koffern im Schlepptau ins Haus. Ich bezahlte währenddessen den Taxi Fahrer und bedankte mich für die Fahrt.

    Schließlich war ich abermals die Letzte und ließ die Tür hinter uns ins Schloss fallen.

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    Die Jungs irrten gähnend durch den Flur, auf der Suche nach einem Platz zum Schlafen. Kurzerhand schubste ich liebevoll einen nach dem anderen in ein
    Die Jungs irrten gähnend durch den Flur, auf der Suche nach einem Platz zum Schlafen. Kurzerhand schubste ich liebevoll einen nach dem anderen in ein Zimmer. Jin und RM bekamen den ersten Raum, welcher in orange und gelb gehalten war. Suga und J-Hope ließen sich, in dem Zimmer mit blauer Deckenmalerei, ins Bett fallen. V, Jimin und Jungkook taumelten in das weiße Zimmer und ließen die Tür hinter sich zufallen.
    Zufrieden strich ich mir die Haare hinters Ohr und machte mich auf in den zweiten Stock.
    Ich wusste von der Reiseagentur, dass im oberen Stockwerk ein buntes Zimmer mit Himmelbett auf mich wartete. Voller Vorfreude tapste ich die Stiegen nach oben. Die Mamor unter meinen Füßen war kalt und ich fröstelte. Hinter einem bunten Barock Gemälde und einer großen duftenden Zimmerpflanze fand ich schließlich mein neues Reich. Der Raum war strahlend hell und wurde von leuchtenden Wandmalereien in bunten Farben zum Leben erweckt. In der Mitte des Raums stand ein großes hellgrünes Himmelbett. Auf ihm lagen Unmengen von Kissen in den verschiedensten Farben. An deren Enden befand sich jeweils ein Glöckchen, das bei jedem Luftzug zu läuten begann.
    Kichernd streckte ich die Hände in die Luft und drehte mich solange im Kreis bis mir schwindelig wurde. Ich ließ mich auf das Bett fallen und starrte verträumt nach oben. Über mir entdeckte ich ein kleines Mobile, das aus bunten Glassteinen und Federn bestand. Verliebt beobachtete ich, wie die Federn zum Klang der Glöckchen zu tanzen begannen…..
    Schließlich musste ich wieder an RM denken. Ich stellte mir seine großen braunen Augen vor, sein Lachen und die Grübchen, die sich dabei, um seine Mundwinkel bildeten…… Mir wurde schwummrig und mein Herz zog sich zusammen. Ächzend atmete ich einmal tief durch. „Puh, bin ich K.O.“, sagte ich seufzend und stand auf, um mich bettfertig zu machen.

    -am nächsten Morgen-

    In der Früh, es war etwa 8:00 Uhr fand ich bereits alle sieben in der Küche vor. Sie waren gerade dabei ihren Kaffee zu trinken und sahen immer noch ziemlich fertig von dem langen Flug aus. „Guten Morgen“, lächelte ich sie an und ließ mich auf den Stuhl neben Jungkook fallen. „Morgen“, kam es im Chor, bemüht mir, bei dieser frühen Stunde, ein Lächeln zu schenken.
    „Worauf wartet ihr denn“, wollte ich wissen und sah neugierig in die Runde. „Jin hat verschlafen und er hat gerade erst begonnen das Frühstück zu machen….Das kann dauern“, seufzte J-Hope und stützte sein Kinn auf seine Hand.
    Kurz überlegte ich, dann stand ich auf und ging in die Küche. „Ich helfe ihm“, meinte ich fröhlich und ließ die sechs hinter mir.

    „Kann ich dir helfen“, fragte ich und lugt um die Ecke, wo Jin gerade Gemüse schnitt. „Hey, Prinzessin“, meinte er nur und grinste mich an. „Prinzessen? Seit wann nannte er mich denn so?“, überlegte ich und musste grinsen. „Also gibt’s was zu tun“, fragte ich nachmals nach. Er nickte zu den Nudeln: „Könntest du aufpassen, dass die nicht überkochen?“ „Klar“, gab ich zurück und widmete mich dem blubbernden Wasser. Ich rührte die Nudeln vorsichtig um. „Hey Jin“, fragte ich konzentriert. „Hmmm?“, meinte er. „Was haben wir eigentlich heute vor?“ „Keine Ahnung, da musst du Namjoon fragen, der hat das Programm zusammengestellt“, erklärte er und wischte die Gemüsewürfel in eine brutzelnde Pfanne. „Ich hoffe wir gehen heute an Meer“, sagte ich gedankenverloren und probierte eine Nudel. „Fertig“, dachte ich zufrieden und drehte den Herd ab. Als ich den Topf über dem Waschbecken abgießen wollte, schwappte etwas Wasser über und bildete eine Lacke am Boden. Ich fluchte, stellte den Topf ab und wollte mit einem Tuch die Sauerei beseitigen. Doch al sich einen Schritt zur Seite machte rutschte ich aus und viel mit einem Aufschrei nach hinten.

    Jin eilte zu mir und bekam mich gerade noch zu fassen. „Aufpassen“, grinste er. Sein Gesicht war so nah an meinem. Mein Herz pochte wie verrückt. Er musterte mich fasziniert. „Du bist schön, weißt du das“, stellte er fest und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Ich hielt die Luft an. Seine Lippen kamen den meinen immer näher und näher. Ich schloss die Augen.

    30
    „Hey“, schrie plötzlich jemand hinter uns und Jin ließ mich unsanft zu Boden plumpsen. RM stand in der Tür und musterte uns beide mit strengem
    „Hey“, schrie plötzlich jemand hinter uns und Jin ließ mich unsanft zu Boden plumpsen. RM stand in der Tür und musterte uns beide mit strengem Blick. Verdutzt starrte Jin ihn an. „Ähhm… Frühstück ist gleich fertig“, erklärte er und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. „Tut mir leid“, rechtfertigte sich RM sarkastisch. „Ich wollte euch nicht stören.“ Etwas gekränkt sah er mich an und drehte sich um. Mit schnellen Schritten ging er zu den anderen zurück.

    Ich rappelte mich auf und durchbohrte Jin mit einem wütenden Blick. „I… ich…ich wollte nicht..“ „Ach schon gut“, meinte ich etwas genervt und rieb mir den pochenden Ellbogen. „Hätte er mich doch wirklich einfach so geküsst“, stellte ich erschrocken fest. „Wollte ich das eigentlich? Mochte ich Jin auf diese Art? Oder gibt es doch jemand anderen, für den ich Gefühle hegte?“

    Verwirrt reichte ich Jin den Topf mit den dampfenden Nudeln und verließ die Küche.
    Als ich bei den anderen ankam, wendete sich RM verletzt von mir ab. Ehlich gesagt fand ich das auch nicht fair, schließlich war er weder mein Freund noch hatten wir uns bis jetzt geküsst. Also hatte er kein Recht böse auf mich zu sein, doch irgendwie hatte ich ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber…..
    Als V mein trauriges Gesicht sah, nahm er meine Hand und zog mich zu ihm. Ich setzte mich auf seinen Schoß und lehnte mich an ihn.

    In den letzten paar Tagen, waren wir gute Freunde geworden. V und ich hatten viele gemeinsame Interessen, er kümmerte sich immer um mich und versuchte mich zum Lachen zu bringen. Ich mochte ihn einfach, doch eben nur auf freundschaftlicher Art und Weise.
    „Also wie sieht der Plan für heute aus“, meinte Jimin und wendete sich an RM. Murmelnd kramte er einen Zettel hervor und las vor:“ Also heute, gehen wir gemeinsam einkaufen. Danach teilen wir uns auf und jeder darf das machen, wozu er Lust hat.“
    „Yay, shoppen“, jauchzten J-Hope und V. Suga und Jimin klatschten einander ab und grinsten. Nur RM blieb ruhig.

    -in Valletta (der Hauptstadt von Malta)-

    Es war heiß, gefühlte 40°.
    Wir schlenderten gemütlich durch die Fußgängerzonen fasziniert, von dieser schönen alten Stadt. V und J-Hope wollten in jeden zweiten Souvenirladen, um Geschenke für ihre Familie zu kaufen.
    Auch ich fand ein kleines Geschenk für meinen Vater. „Was ist das?“, wollte Jimin wissen und zeigte auf meinen kleinen Schatz. Ich lächelte: „Das ist eine Dose aus Sandstein, sie ist hier in Malta per Hand geschnitzt worden.“ Ich reichte sie ihm. Jimin fuhr sanft mit seinen Fingern über das filigrane Muster und musterte sie fasziniert. „Sie ist wunderschön“, meinte er und gab sie mir vorsichtig zurück. „Ich denke, sie wird deinem Vater gefallen.“ „Glaub ich auch“, sagte ich und packte die Schatulle vorsichtig in meinen Rucksack. Er sah mich besorgt an: „Du und RM, habt ihr euch gestritten?“
    „Nein, haben wir nicht“, gab ich leise als Antwort und ließ ihn genervt stehen. Ich hatte gerade gute Laune, und da wollte ich eine derartige Konversation nicht führen müssen.
    Während Jimin zurück zum Souvenirladen ging, sah ich wie die anderen Sonnenbrillen probierten und dabei blöde Grimassen schnitten. J-Hope tanzte mit komischen Bewegungen um Jin herum und die beiden kugelten sich vor Lachen.
    Im nächsten Moment blendete mich die Sonne und ich hielt mir eine Hand als Sonnenschutz vor die Augen. Die Wärme kitzelte meine Nase und ich blinzelte.

    „Wollen wir ein Eis holen?“ Überrascht drehte ich mich um und sah Suga, der verlegen seine Hände in die Hosentaschen gesteckt hatte. Ich war überrascht, normalerweise war er nicht derjenige der die Initiative ergriff, sondern eher derjenige, der sich der Gruppe anschloss. „Klar, gerne lächelte ich.

    Er lächelte zurück…

    31
    Auf dem Weg zum Eisladen, erzählte mir Suga von seiner Leidenschaft zur Musik. Er erklärte mir, wie sehr er das Komponieren und Klavierspielen liebt
    Auf dem Weg zum Eisladen, erzählte mir Suga von seiner Leidenschaft zur Musik. Er erklärte mir, wie sehr er das Komponieren und Klavierspielen liebte, und wie sehr er sich darüber freue jemanden gefunden zu haben, der dieselben Hobbys hat.

    Verlegen wollte ich ihm erklären, dass ich bloß ein wenig Klavier spielen konnte, und ein bisschen Ahnung von Noten hatte, da mein Vater es mir von klein auf beigebracht hatte. Schließlich ließ ich ihn aber in seinem Glauben und betrat schmunzelnd die Eisdiele.

    Es roch nach Kuchen und heißer Schokolade, obwohl hier nichts von beidem zu sehen war. Der Raum war in Baby-rosa und Baby-blau gestrichen und erinnerte an ein Zuckerwatteland, indem ich als kleines Kind immer leben wollte. Wir traten näher and die Theke heran. „Welche Sorten isst du am liebsten?“, fragte er und begutachtete die Sortentäfelchen. „Schokolade, Dolce Latte und Caramel“; meinte ich geflasht von der großen Auswahl, die mir da dargeboten wurde. „Und du?“, fragte ich und wandte mich an Suga. „Ich bin im Gegensatz zu dir, wohl eher der fruchtige Typ“, meinte er und deutete auf Erdbeere und Zitrone. „Ach was“, stieß ich hervor. „Das hätte ich dir gar nicht zugetraut.“ Ich grinste breit und stupste ihn neckisch in die Seite. Er stupste mich zärtlich zurück und lächelte.

    Als wir beide unser Eis mit jeweils zwei Kugeln hatten, setzten wir uns draußen auf eine Bank. Schmatzend hielt er mir sein Eis entgegen. „Da, magst du mal probieren?“ Ich nickte gierig und kostete die sauer-fruchtigen Eissorten. „Mhmm, gut“, meinte ich nur und hielt ihm im Gegenzug mein eigenes Eis entgegen. Er schleckte einmal und nickte zufrieden.

    Plötzlich kamen die andern sechs Jungs auf uns zu. „Hey, ihr geht Eis essen, ohne uns?“, beschwerte sich V und setzte sich neben mich. Als ich seine großen Augen sah hielt ich ihm das Eis vor die Nase. „Hier, wir teilen einfach!“ Er lächelte dankend und schleckte genüsslich an meinem Eis.
    „Darf ich bei dir mitessen“, wollte J-Hope wissen und sah Suga bittend and. ….“Nein“; meinte dieser schließlich trotzig. Das ist mein wohlverdientes Eis, Wenn du eines haben möchtest, dann kauf dir eines.“ Uns da war er wieder, der Suga den wir alle so gut kannten. Ich musste grinsen.

    „Komm“; wir holen uns eines“, meinte Jimin und schnappte sich Jin, J-Hope und Jungkook, die ihm mit großen Augen in den Laden folgten.

    Als alle ein Eis gekauft hatten, aßen wir das gemütlich auf der kleinen Gartenbank und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Ich hörte Vögel zwitschern und der Wind tanzte durch meine Haare. Es war ein schöner Sommertag. Ich hatte beinahe vergessen, was in Seoul vor zwei Tagen vorgefallen war. Erschöpft lies ich den Kopf in den Nacken fallen.
    „Lust auf baden?“, fragte Jimin plötzlich und sah in die Runde. Ich richtete mich erfreut auf: „Da fragst du noch?“ Ich liebe das Wasser müsst ihr wissen. Ich war schon von klein auf immer eine richtige Wasserratte und liebte es den ganzen Tag im Wasser zu plantschen.

    Ich schnappte Jimin bei der Hand und rannte in Richtung Strand. Erstraunt über die plötzliche Berührung errötete er und lächelte verlegen. V, Jin und J-Hope sprangen jauchzend in die Luft und überholten uns auf halber Strecke. Suga spazierte lächelnd grinsend hinter uns nach. Nur RM war immer noch betrübt und machte einen niedergeschlagenen Eindruck.

    Ich frage mich, ob er mir immer noch die Situation mit Jin nachtrug….

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    -am Strand- Viele Leute tummelten sich schwitzend neben Klappstühlen und Sonnenschirmen. Die Sonne erhitzte den Sand und ich machte kleinere Schritte
    -am Strand-

    Viele Leute tummelten sich schwitzend neben Klappstühlen und Sonnenschirmen. Die Sonne erhitzte den Sand und ich machte kleinere Schritte, um dem stechenden Gefühl zu entkommen. Ich entdeckte dabei Muscheln, Müll und auch ein geschmolzenes Eis am Boden.

    Namjoon folgte uns mit gemächlichen Schritten und warf sich das Handtuch über die Schulter. Schnell warf ich einen Blick über die Schulter, um mich über seine Anwesenheit zu vergewissern. Als sich unsere Blicke trafen, lächelte ich ihn an, und wartete auf seine Reaktion. Doch bis auf die zuckenden Mundwinkel könnte ich keine Regung in seinem Gesicht wahrnehmen.
    Enttäuscht drehte ich mich wieder nach vorne und lief mit den anderen in Richtung Meer.

    Wir ließen unsere Sachen, an einem freien Platz fallen, und breiteten unsere Handtücher aus. V und Jimin platzierten ihre eigenen, rechts und links von dem meinen. „Hey, hast du Sonnencreme mitgenommen?“, fragte Jimin plötzlich und sah V fragend an. „Ääähhm….., ne die hab ich leider vergessen“, antwortete er und kramte kontrollierend in seinem Rucksack.
    „Ich habe eine“, stellte ich fest und schupfte sie ihnen zu. „Danke“, riefen die beiden erleichtert im Chor und cremten sich gründlich ein. Währenddessen trafen die andern fünf ein. Suga machte es sich mit einem Sonnenhut und einer Zeitung auf einem Liegestuhl gemütlich, Jin kümmerte sich um das Essen in den Kühlboxen, Jungkook baute eine kleine Burg aus Ästen und Muscheln und RM ging zu den Umkleiden um sich die Badehose anzuziehen.

    „Habt ihr eure Badehose alle schon an?“, wollte ich wissen und sah in die Runde. „Ja“, meinte Jungkook. „Namjoon ist der einzige, der darauf immer vergisst und sich deshalb noch einmal umziehen muss. Wie immer eben.“ Alle lachten.

    Auch ich hatte meinen Bekini bereits zuhause angezogen. Er war kirschrot und hatte goldene Perlen an den Enden -Es war mein Lieblingsbikini, den ich immer einpackte, wenn ich Urlaub am Meer machte.- Schnell zog ich meine Schuhe aus und schlüpfte aus meinem Kleid. Alle starrten mich an.
    „Ääää…., was ist?“, fragte ich verwundert und blickte an mir herunter. Die sieben wurden rot und drehten sich verlegen zur Seite. „Hey“, rief ich plötzlich, weil ich verstand wofür sie sich schämten. Ich kreuzte die Arme vor der Brust, um meine große Oberweite zu verdecken.

    Auf einmal legte mir RM sein Handtuch um die Schultern. „Danke, meinte ich verlegen und biss auf meine Unterlippe.“ Er lächelte sanft und platzierte seine Hand versöhnend auf meiner Schulter.
    Na, Gott sei Dank, war er wieder normal. Diese gefühlskalte Seite an ihm mochte ich gar nicht. Da hatte ich das Gefühl gehabt, es sei unerreichbar für mich. Deshalb lächelte auch ich versöhnend zurück und nahm seine Entschuldigung so, dankend an.

    „Na dann, ab ins Wasser würde ich sagen“, rief J-Hope und flitzte zum Meer. Jungkook grinste mich an und rannte J-Hope hinterher. V und Jimin nahmen mich an der Hand und zogen mich mit ihnen. Gerade noch erwischte ich den Arm von RM und hielt ihn fest, sodass auch er gezwungen war mitzukommen. Jin schnappte sich einen Riegel und folgte uns gemütlich. Suga aber, blieb wie immer liegen und genoss die Zeit, in der er seine Ruhe, vor dem Rest der Bande hatte.

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    Kurz bevor mich die Wellen berührten blieb ich stehen und lies das Handtuch auf einen Liegestuhl fallen. Ich strecke gerade vorsichtig meinen Fuß in
    Kurz bevor mich die Wellen berührten blieb ich stehen und lies das Handtuch auf einen Liegestuhl fallen. Ich strecke gerade vorsichtig meinen Fuß in das kalte Wasser, als mich Jungkook von hinten schnappte und hochhob. Er nah mich wie ein Bräutigam seine Braut und lief mit mir ins Wasser. Ich quietschte lachend und das salzige Wasser spritzte mir ins Gesicht.

    Kichernd befreite ich mich aus seinen Armen und er lies mich vorsichtig ins Wasser. Ich erschauderte kurz gewöhnte mich aber schnell an das kühle Nass.
    „Hey“, gluckste ich und spritzte Jungkook mit einem Schwall Wasser ab. Er lachte auf und tauchte unter. Gespannt beobachtete ich, wo er vor hatte hinzutauchen. Plötzlich packte er mich an den Knöcheln und zog mich ebenfalls unter Wasser. Als wir wieder auftauchten hustete ich und wischte mir die klatschnassen Haare aus dem Gesicht. „Alles OK?“, fragte er kontrollierend und sah mich besorgt an. „Alles OK!“, wiederholte ich grinsend und stürzte mich auf ihn. Die Wellen umschlossen uns und ließen uns in das tiefe Wasser ein.

    -einige Minuten später-

    Mittlerweile waren alle im Wasser. Auch Suga hatte sich zu uns gesellt und suchte nun nach schönen Muscheln, die er unbedingt mit nach Hause nehmen wollte. Jin war vorsichtig in Wasser gewatet, immer einen kontrollierenden Blick auf den Boden gerichtet um ja keinen Fisch zu berühren. J-Hope, V, Jimin und ich hatten mittlerweile eine spaßige Beschäftigung gefunden.

    Immer, wenn eine Welle kam versuchten wir über sie hinwegzuspringen. Bei kleinen Wellen war das ja ganz witzig, aber bei großen musste man schon aufpassen nicht umgerissen zu werden. „Hey, Sofie pass auf!“, schrie Jimin und zog mich zu sich. Ich hielt mich fest an ihm an und so schafften wir es gemeinsam, über die Welle zu springen. Wir lachten und schubsten uns gegenseitig ins Wasser.

    RM versuchte währenddessen am Strand kleine Krebse zu finden, war bis jetzt aber noch nicht fündig geworden. In einem unbemerkten Moment, warf ich ihm einen Blick zu. Er erwiderte meinen Blick, folgte aber nicht meiner Einladung ebenfalls ins Wasser zu kommen. Enttäuscht zog ich die Unterlippe vor und schenkte ihm einen Dackelblick. Er lachte auf und antwortete mir mit einem versöhnenden Blick.

    „Hey, glaubt ihr schaffen wir es, bis zu de Boje dahinten zu schwimmen?“, fragte V und deutete zu einem roten Punkt, der etwa 200m von uns entfernt war. „Wer als letzter dort ist muss den Abwasch machen“, rief J-Hope und kraulte in Richtung Boje. „Schnell, beeilen wir uns“, meinte Jimin und schob mich vor sich hin. „J-Hope und V sind gute Schwimmer, da müssen wir uns anstrengen.“
    „Ich aber auch“, gab ich zurück, schwamm in einem gewaltigen Tempo los und lies einen fassungslosen Jimin hinter mir zurück.
    Ich keuchte. Ich wollte V und J-Hope unbedingt einholen, doch die waren bereits bei der Hälfte des Weges angekommen und mir fehlten noch etwa 50m. Ich wechselte den Schwimmstil und kraulte weiter.

    Etwa eine Minute später hatte ich die beiden überholt. „Wow, Sofie, du wäscht wohl nicht gerne ab“, meinte V und lachte. Hinterhältig lies ich den Fuß auf die Wasseroberfläche klatschen und spritze ihn so mit dem salzigen Wasser ab. Er schüttelte sich kichernd und legte einen Zahn zu.
    „Erster!“, jubelte ich schließlich und klammerte mich erschöpft an die Boje. Suga, Jungkook und Jin jubelten vom Ufer und auch RM streckte stolz die Faust in die Luft. Ich führte einen Freudentanz auf und streckte den anderen Jungs die Zunge raus.
    Endlich hatte mich auch V, J-Hope und Jimin erreicht. Sie gratulierten mir und tauchten mich als Belohnung noch einmal unter Wasser.

    Schließlich schwammen wir wieder ans Ufer, um uns abzutrocknen und uns ein wenig in die warme Sonne zu legen. Ich watete vorsichtig aus dem Wasser. Die anderen waren bereits auf ihren Plätzen und kramten in denn Kühlboxen nach etwas Essbarem. „JIIIIINNN, hast du meine Melone gegessen? Jimin brüllte auf und sah Jin wütend an. Jin schluckte. Die anderen brachen in Gelächter aus. Nun wurde ich Zeuge davon, wie ein tobender Jimin einen geschockten Jin über den Strand jagte und mit einer Plastikschaufel drohte. Es war so lustig, dass auch ich mir das Lachen nicht verkneifen konnte.:)

    Plötzlich spürte ich einen stechenden Schmerz. Ich schrie auf. Fassungslos sah ich ins Wasser. Ich war auf einen Seeigel getreten und der steckte nun in meiner Fußsohle fest. Mein Fuß pochte und ich bemühte mich nicht in Tränen auszubrechen.
    Alle drehten sich zu mir um und sahen geschockt in meine Richtung. Ich bemerkte wie sich das Wasser langsam rot färbte.
    Dann wurde mir schwarz vor Augen und die Wellen erfassten mich….

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    Jungkooks Sicht: Ich hörte einen Schrei und riss herum. Entsetzt musste ich beobachten wie Sofie ohnmächtig von einer Welle erfasst und unter Wasser

    Jungkooks Sicht:

    Ich hörte einen Schrei und riss herum. Entsetzt musste ich beobachten wie Sofie ohnmächtig von einer Welle erfasst und unter Wasser gezogen wurde. Kurz hielten wir alle inne…..
    „Scheiße“, entfuhr es Suga. Dann rannten wir alle los. Wir ließen alles stehen und liegen uns sprinteten ins Wasser. Ich selbst war der Erste im Meer und lies keuchend den Blick übers Wasser streifen, doch ich konnte sie nicht entdecken. Mein Herz raste. Verdammt, ich hatte solche Angst um sie….
    Im Augenwinkel bemerkte ich, wie V die Tränen kamen und dieser verzweifelt nach ihr Ausschau hielt. RM fuhr sich mit Zitternden Fingern durch die Haare und brüllte ihren Namen. Jimin tauchte unter Wasser und versuchte sie so schneller zu entdecken, wurde aber ständig von Wellen umgerissen. Auch von den anderen ging große Angst aus. Angst jemand wichtigen zu verlieren.

    Plötzlich schrie RM:“ Da hinten!“, und zeigte auf einen dunklen Fleck unter Wasser. Wir beide hechteten zuerst los und schwammen zu dem Objekt unter dem Meer. „Sie ist es“, schrie ich und packte sie unter den Achseln. Gemeinsam zogen RM und ich sie an die Wasseroberfläche zurück.
    Die anderen kamen zu uns und keuchten erleichtern. „Sofie, oh Sofie“, schluchzte V und wischte ihr die Haare aus dem Gesicht. „Bringen wir sie erstmal an Land“, meinte Suga und warf ihr einen mitleidigen Blick zu.

    Ich nahm sie auf die Arme und trug sie aus dem Wasser. Sie war so zierlich, dass ich Angst hatte sie würde zerbrechen. Ich muss zugeben, ich war etwas abgelenkt, da ich einem Mädchen noch nie so nahe war, wie in diesem Moment, doch alles, was mich jetzt kümmerte, war, dass sie gesund wieder aufwachen würde. Als ich an RM mit ihr vorbeiging, merkte ich wie seine Oberlippe bebte. Ich konnte nicht genau sagen, ob es Ärger oder Verzweiflung war. Auf jeden Fall war ich mir sicher, dass er sie mir am liebsten aus den Armen genommen hätte und sie selbst in Sicherheit gebracht hätte.
    Vielleicht war ihm das noch nichtbewusst, aber Jin, V, J-Hope, Suga, Jimin und mir, war seid ihrer Ankunft klar, dass er ein Auge auf sie geworfen hatte. Er hatte einem Mädchen noch nie so viel Aufmerksamkeit entgegengebracht, wie es bei ihr der Fall war.

    Ich muss gestehen, auch ich mochte sie…..sehr sogar, doch das konnte ich ihm nicht sagen, denn das letzte, dass ich verursachen wollte, ist ein Streit.
    Endlich war ich draußen aus dem Wasser und bettete sie vorsichtig auf ein Handtuch. „Sie ist so schön“, dachte ich und musterte ihre elfenhaften Gesichtszüge.

    „Was ist mit ihr? Atmet sie noch!“, keuchte Jin und lies sich neben mich fallen. Auch die andern knieten sich zu ihr. Ich sah noch immer die Angst in ihren Augen.

    Suga lehnte sich mit seinem Ohr über ihren Mund und prüfte so ihre Atmung. „Ja, sie atmet noch“, meinte er hastig. „Was sollen wir jetzt tun“, jammerte V und klopfte ich vorsichtig auf die Wange. „Mund zu Mundbeatmung?“, schlug J-Hope vor. Kurz überlegten alle….

    „Das dauert zu lange“, behauptete ich und richtete sie auf. „RM, halte ihren Kopf.“ RM rutschte hinter sie und bettete ihren Kopf vorsichtig auf seine Schultern.
    Ich umschlang schnell ihren Brustkorb mit beiden Armen und drückte einmal fest zu…..

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    Sofies Sicht: Als ich wieder zu mir kam spuckte ich salziges Wasser aus. Keuchend holte Luft und musste husten. Jemand klopfte mir dabei vorsichtig au
    Sofies Sicht:

    Als ich wieder zu mir kam spuckte ich salziges Wasser aus. Keuchend holte Luft und musste husten. Jemand klopfte mir dabei vorsichtig auf den Rücken und streichelte mich, als ich mich schließlich erbrach. Das Salz hatte meinen Magen dazu veranlasst sich komplett umzudrehen und seinen Inhalt zu leeren. Mir kamen die Tränen und mein Körper begann zu zittern.
    Als ich fertig war lies ich mich erschöpft nach hinten fallen und fand Halt in den Armen von RM. Mich hatten meine Kräfte verlassen…

    „Hast du uns einen Schrecken eingejagt“, schluchzte V und wischte sich die Träne von der Wange… Als ich das sah lächelte ich ihn an und drückte seine Hand.
    Sie sahen alle so geschockt aus. Es schien als hätten sie alle große Angst um mich gehabt. Sogar Suga, der sonst eher weniger Emotionen zeigte, was der Schock immer noch ins Gesicht geschrieben.

    „Keine Sorge, mir geht’s gut!“, hustete ich und wollte mich aufrichten, doch RM lies mich nicht los und hielt mich weiterhin umschlungen. „Was ist passiert?“, wollten Jin wissen. „Ja, warum bist du ohnmächtig geworden?“, fragte mich auch Jimin und legte mir eine Hand auf die Schulter. „Ein Seeigel…., ich bin…hust, hust….auf einen Seeigel getreten“, erklärte ich mit zittriger Stimme. Langsam hob ich die Hand und zeigte auf meinen Fuß, der immer noch blutete. Es musste den Jungs noch nicht aufgefallen sein, denn sie geschockt auf die dunkelrote Flüssigkeit, die meinen Fuß hinter lief. J-Hope setzte sich daraufhin zu meinen Füßen, zog sein T-shirt aus und knotete es mir als Verband über meinen verletzten Fuß. Als er den Konten festzog biss ich die Zähne zusammen und stöhnte leise.

    „Wir sollten unbedingt mit ihr ins Krankenhaus fahren“, stellte Suga fest und sah die anderen auffordernd an. „Wer weiß vielleicht steckt immer noch ein giftiger Stachel im Fuß“, vermutete auch Jungkook und stand auf. „Ich ruf und schnell ein Taxi“, meinte Jin und wählte eine Nummer auf seinem Handy. „Kannst du gehen?“, fragte Jungkook und reichte mir seine Hand, um aufzustehen. „Ich denke schon“, gab ich zurück und ergriff dankend seine Hand. Als Jungkook mich aufzog war Namjoon gezwungen mich loszulassen, stand aber ebenfalls gleich auf, um mich zu stützen.

    -ein paar Minuten später-

    Das Taxi war gekommen und wir machten uns auf den Weg zur Straße. Links neben mir stand V und rechts neben mir RM. Die beiden stützen mich unter den Armen und verhinderten damit, dass ich zu Boden viel. Humpelnd gelangten wir zur Stiege, die nach oben zur Strandpromenade führte. Als ich die erste Stufe genommen hatte, krümmte ich mich ächzend zusammen. Mein Körper schmerzte und ich hätte mich am liebsten wieder auf den Boden gelegt.

    Plötzlich nahm mich RM hoch und trug mich die Stiegen nach oben. Verdutzt sah ich ihn an. Er lies sich nichts anmerken und überwand eine Stiege nach der anderen. Er hielt mich fest an sich gedrückt, wie damals im Flugzeug, als mir so kalt war. Ich nahm abermals sein unauffälliges aber sehr angenehm riechendes Parfum war. Es erinnerte mich an etwas, dass ich aus meiner Kindheit kannte….

    Oben angekommen sahen wir, dass die anderen um einiges langsamer als wir und noch auf dem Weg nach oben waren. Es war ein langer Weg gewesen und ich fragte mich, ob RM wirklich nicht erschöpft war, oder ob er es sich bloß nicht anmerken lies. Langsam setzte er mich am Boden ab und versicherte sich, dass mein weher Fuß nicht den Boden berührte. Ich musterte ihn immer noch genau und wendete den Blick nicht von ihm ab.

    „Habe ich was im Gesicht?“, fragte er schließlich verlegen und kratzte sich am Hinterkopf. Ich schüttelte langsam den Kopf und schwankte gefährlich. Das Gift des Seeigels, hatte meinen Kreislauf lahmgelegt und verursachte nun Schwindelgefühle.
    Beschützend legte er seine Hände um meine Taille und gab mir Halt. Wir waren uns nun so nah wie im Flugzeug und mein Bauch begann abermals zu kribbeln. Sein Gesicht, war so nah an meinem, dass ich seinen Atem spürte….

    Plötzlich übermannte mich etwas. Ich wusste nicht was es war. War es vielleicht das Gift, dass mich nicht klar denken lies? Oder auch meine verrücktspielenden Gefühle? Ich konnte es nicht zuordnen.
    Kurzerhand zog ich seinen Kopf zu mir und legte meine Lippen auf seine……

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    RMs Sicht: In mir flogen tausende Schmetterlinge. Mir wurde heiß. Am liebsten würde ich sie fest an mich drücken und sie nie wieder fortlassen. Ver
    RMs Sicht:

    In mir flogen tausende Schmetterlinge. Mir wurde heiß. Am liebsten würde ich sie fest an mich drücken und sie nie wieder fortlassen. Verdammt ich könnte schreien vor Glück. Endlich, endlich küsste sie mich. Das hatte ich mir der letzten Zeit, 24h am Tag vorgestellt, wie schön das nicht wäre. Ich kann euch nicht sagen was in letzter Zeit mit mir los ist….. Seit ich dieses Mädchen am Flughafen abgeholt hatte, spielten meine Gefühle verrückt. Ich war plötzlich eifersüchtig auf meine Freunde, wenn sie ihr zu nahe kamen und hätte sie am liebsten nur noch für mich alleine.
    Ich habe in den letzten Tagen sogar zehn verschiedene Lieder über sie geschrieben und ich könnte noch hundert weitere schreiben. Ich schätze ich war……verliebt?

    Ihr Kuss schmeckte salzig vom Meerwasser und auch irgendwie süß. Ich ließ die Augen geschlossen und genoss einfach den Moment, lies die Schmetterlinge in mir tanzen.
    Als sie sich von mir löste öffnete sie langsam die Augen. Sie war so wunderschön. Ihre dunklen Locken glänzten im Licht der Sonne und hoben dabei ihre vielen Sommersprossen hervor. Dabei blitzten mir hellblaue Augen entgegen, die mich mit einem leidenschaftlichen Blick verwöhnten. Sie war sicher 10cm kleiner als ich, aber wenn sie sich die Zehenspitzen stelle und ich sei sanft zu mir rauf zog, waren wir beinahe auf Augenhöhe. Noch immer sahen wir uns einfach nur an. Es war komisch. Bei jedem anderen Menschen würde mir das nach einer gewissen Zeit unangenehm werden, doch bei ihr war das anders. Bei ihr könnte ich das ewig machen.

    Plötzlich verdrehte sie die Augen und brach abermals zusammen. Ich schrie entsetzt auf…. Die anderen kamen gerade oben an und beobachteten ebenfalls geschockt wie sie das zweite Mal ohnmächtig wurde. „Das ist das Gift!“, sagte Jin bestimmend. „Es breitet sich in ihrem Körper aus!“ Ich nahm sie wieder zu mir hoch und trug sie mit sorgenvollem Blick zu den anderen. „Kommt das Taxi bald?“, meinte ich und betrachtete Sofie unruhig. „Ja, da hinten biegt es gerade ein!“, rief Jungkook und zeigte auf ein heranfahrendes Auto.
    Schnell verfrachteten wir alle in den Mini Bus und fuhren los.

    Sofies Sicht:

    Ich horte Gesang. Jemand sang ein Lied, dass mir mein Vater immer vorgesungen hatte als ich noch ein kleines Mädchen war. Ich blinzelte. Licht blendete mich und ich kniff die Augen zusammen…. Langsam verschärfte sich meine Sicht und ich erblickte die Umrisse einer Person, nein zwei Personen. Es waren Rm und V. Rm saß neben mir und war in dem Sessel eingeschlafen. V lehnte mit halbgeschlossenen Augen auf der anderen Seite des Betts und summte ein Lied vor sich hin.
    Ich sah an mir herunter, betrachtete meine Hände. Da waren Schläuche an meinem Arm befestigt. Sie führten zu einem piependen Gerät, dessen Geräusche mir Kopfschmerzen verursachten.

    Ächzend richtete ich mich auf und sah mich im Raum um. Da bemerkte ich, dass auch die anderen noch immer da waren. Sie hatten mich nicht alleine gelassen. Ich war so gerührt…. Sie alle waren auf ihren Sesseln eingeschlafen und dösten nun vor sich hin. Suga schnarchte sogar leise. Ich musste lächeln.
    Ächzend versuchte ich mich aufzusetzen, doch ich hatte kein Gefühl in den Armen.
    Ich bekam Panik…..Was war passiert? Ich versuchte es erneut, doch meine Gliedmaßen machten nicht das, was ich ihnen befahl. Ängstlich sah ich mich um und wollte etwas sagen, doch viel mehr als ein Stöhnen brachte ich nicht hervor.

    V…V war der einzige der noch wach war, ich musste irgendwie auf mich aufmerksam machen. Mir rann eine Träne über die Wang und ich ächzte. V, V“, flüsterte ich, doch er bemerkte mich nicht. Gerade wollte ich meinen Kopf an die Wand hinter mir schlagen, um ihm ein Zeichen zu geben, da hob er den Kopf. Lachend sah er mich an:“ Sofie, du bist wach?“ Ich nickte erleichtert und begann zu weinen.

    Er kam mit schnellen Schritten zu mir und nahm mich in den Arm. Ich schluchzte in seine Schulter und er drückte mich fest. „Keine Sorge, das ist nur das Narkosemittel! Sie mussten dir einen giftigen Stachel aus dem Fuß operieren und dafür haben dich die Ärzte unter Narkose gesetzt“, erklärte er beschwichtigend und wischte mir die Tränen von der Wange.
    „Schhh…, es wird alles wieder gut“, beruhigte er mich und strich mir liebevoll durch die Haare.

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    -zurück in unserem Haus auf Malta- Mittlerweile war mein Körper wieder funktionstüchtig und ich konnte auch wieder ohne Probleme sprechen. Ich lag
    -zurück in unserem Haus auf Malta-

    Mittlerweile war mein Körper wieder funktionstüchtig und ich konnte auch wieder ohne Probleme sprechen. Ich lag in meinem grünen Himmelbett und starrte das Glasperlenmobile an. Jimin hatte gerade Aufsicht und saß auf meinem Bett. Die Jungs hatten sich den Tag so eingeteilt, dass ich nie allein sein musste und immer jemand bei mir war. Das war so lieb von ihnen. Ich fühlte mich nie einsam und hatte immer jemanden der mich unterhielt.

    Wir sahen uns gerade eine Folge von einem koreanischen Drama an und er versuchte mir die Personenkonstellation zu erklären. „Also wie war das?“; fragte ich kichernd und sah ihn verwirrt an. Er grinste:“ Also, Kim Lee, der junge Mann da, hat sich in das Mädchen da verliebt. Die beiden dürfen aber nicht zusammen sein, weil ihre beiden Familien verfeindet sind. Deshalb treffen sie sich gerade heimlich und planen von zuhause fortzugehen!“ „Achso“, gab ich verständnisvoll als Antwort und widmete mich erneut der Serie. Ich fand dieses K-Drama interessant. Es war zwar anders als die amerikanischen und deutschen Serien, die ich so kannte, dennoch unterhielten sie einen seht gut.

    „Bist du eigentlich ein großer K-Drama Fan?“, wollte ich nun von Jimin wissen. „Naja, ich nicht so wirklich. Da musst du schon mit V sprechen. Der kennt fast alle Folgen dieses Dramas auswendig!“ Er musste lachen. „Aber, ich glaube, mittlerweile überrascht dich das bei V nicht mehr.“ „Stimmt“, gab ich zurück. „Wenn er etwas mag, dann macht er es mit Leidenschaft!“ „Jap“, stimmte Jimin mir zu. „Wäre das nicht mehr der Fall, würde ich mir große Sorgen um ihn machen.“ „Ihr seid gute Freunde, was?“, stellte ich fest richtete meinen Blick zurück auf den Bildschirm. „Er ist mein Bester“, lächelte Jimin und lehnte sich entspannt zurück.

    „Achja“, er fuhr zusammen und richtete sich erneut auf. „RM hat mit Jin für die nächste Schicht getauscht. Er meinte, er müsse unbedingt etwas mit dir bereden!“ Ich sah ihn verwundert an: „Was denn bereden?“ „Keine Ahnung. Auf jeden Fall dürfte es wichtig sein!“ stellte er fest und sah auf die Uhr. „Er sollte eh jeden Moment da sein.
    Ich überlegte fieberhaft. Seit meiner Ohnmacht hatte ich Gedächtnislücken. Ich konnte mich an fast nichts mehr erinnern…..

    Plötzlich ging die Tür auf und Namjoon trat mit einem Tablett auf dem Essen war ins Zimmer. „Hey, alles gut bei euch“, erkundigte er sich und stellte das Tablett auf meinem Nachttisch ab. „Hast du Hunger?“, fragte er und setzte sich an mein Bett. „Und wie“, antwortete ich und begutachtete das Essen.

    „Ich geh dann mal“, meinte Jimin und strich mir einmal liebevoll über den Kopf. „Wir sehen uns am Abend!“ Dann verlies er das Zimmer und schloss die Tür hinter sich.
    RM reichte mir eine Schüssel mit Reis und legte einige Stücke Fleisch und Gemüse darauf. Das Essen war noch heiß und dampfte. Vorsichtig platzierte ich das Behältnis auf meinem Schoß und zog den aufziehenden Geruch genüsslich auf. Schließlich stopfte ich mir hungrig den Reis in den Mund.

    „Ähmm….., da wäre noch was“, meinte RM und sah mich verlegen an. „Was denn?“, fragte ich verwirrt und musterte ihn. „Naja…du weist schon….unser….ähmmm…wir haben uns ja…“ „Hey spucks aus“, kicherte ich und er sah mich irritiert an. „Du erinnerst dich nicht mehr?“, fragte er geschockt und riss die Augen auf. „Erinnern woran?“, wollte ich wissen.
    Er schnaubte und wendete sich ein wenig von mir ab. „Ich wusste es. Die Ärzte wollten ja nicht auf mich hören. Sie meinten es würde keine möglichen Auswirkungen haben.“ „Was, wovon redest du“, meinte ich nun genervt und drehte ihn zu mir. „Na, das Narkosemittel. Du leidest anscheinend unter einer partiellen Amnesie. Das heißt, dass du dich an bestimmte Situationen aus der nahen Vergangenheit nicht mehr erinnern kannst.“ Er seufzte: „Wäre ja auch zu schön gewesen.“

    Ich war verwirrt, denn es stimmte was er sagte. Ich hatte das Gefühl, dass da etwas geschehen war, das ich nicht hätte vergessen dürfen. Doch ich konnte beim besten Willen nicht sagen, was es war……

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    RMs Sicht: Mir blieb der Mund offenstehen. Ich konnte es nicht fassen. Sie hatte es tatsächlich vergessen. Am liebsten hätte ich sie einfach noch ei
    RMs Sicht:

    Mir blieb der Mund offenstehen. Ich konnte es nicht fassen. Sie hatte es tatsächlich vergessen. Am liebsten hätte ich sie einfach noch einmal geküsst, in der Hoffnung sie würde sich wieder erinnern. Doch ich hatte Angst…. Was wenn sie mich zurückweisen würde? Dann hätte ich meine Chance verspielt…
    Ich stand auf. Enttäuscht senkte ich den Blick:“ Wie ist das Essen?“ Sie setzte sich fragend auf:“ Sehr gut, aber was ist los mit dir? Du wirkst so traurig, ist etwas passiert?“

    Ich atmete verärgert aus. „Ach weißt du, der bisher schönste Moment meines Lebens wurde gerade vernichtet!“ Sie zog die Augenbrauen hoch:“ Wie kann man Momente vernichten?“
    Ohne ihr eine Antwort zu geben drehte ich mich um. Ich war wütend und enttäuscht zugleich. Wieso konnte sie sich an alles und jeden erinnern nur an unseren Kuss nicht? Energisch ging ich auf die Tür zu und wollte diese mit voller Wucht aufreißen.
    Plötzlich knallte etwas hinter mir hart auf den Boden auf…. Ich riss herum und sah, wie Sofie sie schmerzverzerrt am Boden krümmte. Sie hatte anscheinend versucht mich aufzuhalten, war aber noch nicht stark genug um auf ihren Beinen zu gehen.

    Sofies Sicht:

    „Mist“, fluchte ich und fasste mir schmerzverzerrt an den Hinterkopf. Dieser ignorante…Wie konnte er meine Frage einfach ignorieren. Ich machte mir doch so große Sorgen um ihn. Irgendwie war er heute komisch. Irgendwas war anders zwischen uns seit meinem Unfall.

    Als er mich hörte drehte er sich um und sah mich erschrocken an. Schnell eilte er zu mir und half mir auf. Vorsichtig platzierte er mich auf mein Bett und kontrollierte, ob ich mich verletzt hatte. „Hey, was machst du nur?“, fragte er besorgt und tastete meinen pochenden Hinterkopf ab.
    „Warum bist du heut so komisch“, fragte ich und sah in traurig an. Wo war der Namjoon in den ich mich so verknallt hatte? Wo waren das Lächeln und die kleinen Grübchen? Wo war seine Freude?

    RMs Sicht:

    Dieser Blick machte mich schwach. Ihre Augen…., die machten mich fertig. Bitte erklär mir mal einer, wie ein Mensch so schöne Augen haben kann. Schließlich gab ich nach.
    „Ach, tut mir leid. Ich habe heute einfach einen schlechten Tag“, log ich und schenkte ihr ein kleines Lächeln. Sie schien mir diese Antwort nicht zu glauben, gab sich damit aber zufrieden.

    Im nächsten Moment zog sie sich vorsichtig mit meiner Hilfe hoch und umarmte mich. Ich erstarrte, wie elektrisiert von ihrer Berührung. Umarmte sie aber zurück und schloss die Augen…
    „Mach das nie wieder“, flüsterte sie leise. „Was“, flüsterte ich zurück und zog sie fester zu mir. „Sei nie wieder traurig!“, gab sie als Antwort und kuschelte sich in meinen Pulli.

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    -einige Tage später- Die Zeit war so schnell vergangen. Mittlerweile war ich wieder fit und genoss einen Ausflug nach dem anderen mit meinen Jungs. W
    -einige Tage später-

    Die Zeit war so schnell vergangen. Mittlerweile war ich wieder fit und genoss einen Ausflug nach dem anderen mit meinen Jungs. Wir verstanden uns von Tag zu Tag besser, und wurden so eine Art Familie für mich. V nahm die Rolle des Besten Freundes ein, Jimin die des Seelenverwandten, Jungkook war wie ein großer Bruder für mich, J-Hope wusste immer was mir fehlte, Jin übernahm die Rolle der Mutter, Suga passte immer auf mich auf und RM, naja, dass könnt ihr euch ja denken.

    Heute war ein besonders heißer Tag gewesen. Deshalb haben wir uns auf einen freien Tag im kalten zuhause geeinigt. Gerade waren wir dabei Just Dance auf der Wii zu spielen. Dabei waren Jungkook, Jimin, V und J-Hope total in ihrem Element. Ich hatte mittlerweile aufgegeben. Die vier waren so gut, dass ich keine Chance gegen sie hatte.

    Trotzdem machte es großen Spaß ihnen zuzusehen und sie bei ihren Dance-Battles anzufeuern. „Whohoooo“, jubelte Jin und applaudierte. „Yaaaaay, Jiiimiiiiin.“ Suga und ich lachten. Wenn Jin seine verrückten Minuten hatte, war er zum Totlachen. Mit anderen Worten einfach nur dämlich (im positiven Sinne).

    Ich sah zu RM, der die ganze Zeit ruhig neben mir gesessen hatte. Die letzten Tage war er zwar wieder wie früher, doch ich merkte, dass ihn etwas beunruhigte. Auch er wendete seine Aufmerksamkeit auf mich und ich lief peinlich berührt an. Schnell drehte ich mich weg.

    „Gewoooooonen“, brüllte V und ließ sich neben mich fallen. Er legte seinen Arm um meine Schulter und kitzelte mich, um mich zum Lachen zu bringen. Sofort quietsche ich auf und rutschte von der Couch. Er grinste hinterhältig, lies mich aber frei.

    „Hey, Leute, kommt wer mit zum Strand?“, wollte J-Hope wissen und sah in die Runde. „So ein Abendspaziergang wäre doch echt schön, oder nicht?“ „Bin dabei!“, antwortete ich begeistert und stand auf. "Ich auch", grinste Jimin und klatschte bei mir ab.
    „Sonst noch wer“, erkundigte er sich. „Nee, ich bin müde!“, erklärte V. „Ich auch“, beteiligte sich Jungkook. „Ich hab noch zu tun“, meinte Suga und zeigte auf die Uhr. „Ich wollte eigentlich gerade Essen kochen“, sagte Jin und zuckte mit den Achseln. „Also ich müsste noch…“wollte RM gerade sagen, doch J-Hope unterbrach ihn.
    „Ist schon gut, wir gehen dann mal.“ Er grinste breit und zog sich seine Schuhe an.

    -eine halbe Stunde später am Strand-

    Die Sonne war gerade untergegangen und langsam wurde es frischer. Fröstelnd zog ich mir meine rote Weste an und kuschelte mich in sie hinein.

    „Rot steht dir gut“, stellte Jimin fest und stupste mich sanft in die Seite. „Danke“, nahm ich das Kompliment verlegen entgegen und errötete leicht. „Achja, übrigens, was ich dich schon länger fragen wollte“, meinte ich und sah zu Jimin auf. „Warum hast du mich damals hinter der Bühne eigentlich Schneewittchen genannt? Das würde mich wirklich interessieren.“ Jimin und J-Hope grinsten sich breit an. „Wie, du kennst auch meine Spitznamen?“, fragte ich J-Hope verdutzt. „Wir kennen den alle“, erklärte Jimin. „Und woher“, fragte ich und kniff die Augen zusammen. „Dein Vater; Als er und damals angerufen hat, um uns zu sagen, dass du in den Ferien bei uns wohnen wirst; Er hat dich uns aus Versehen mit deinem Spitznamen vorgestellt.“ Ich stöhnte auf. Typisch Papa. „Aber mal im Ernst, du siehst wirklich aus wie ein Schneewittchen“, stellte J-Hope fest und wies mit einer schnellen Geste auf mein Gesicht. Ich nahm es als Kompliment und lächelte ihn dankend an.

    Auf unserem weiteren Weg am Strand entdeckten wir kleine Muscheln und schöne bunte Steine. Jimin und ich machten es zu einem Wettbewerb, wer die schönste Muschel fand. Kurzerhand musste J-Hope daher als Schiedsrichter fungieren.

    Im nächsten Moment gingen wir an zwei Personen vorbei. Es waren ein Mann und eine Frau. Die beiden standen eng umschlungen und küssen sich innig. Der Wind wehte durch meine Locken und sie kitzelten meine Nase. Ich beobachtete das Paar genau und blieb nachdenklich stehen. Was war los mit mir. Woran erinnerte mich…. Ich schrie auf.

    „Scheiße“, rief ich und rannte los. „Hey, Sofie, was ist den passiert“, riefen Jimin und J-Hope im Chor. „Keine Zeit, um euch das jetzt zu erklären“, gab ich zur Antwort und lies die beiden fragend zurück.
    Es war höchste Zeit etwas klarzustellen…..

    40
    Ich hastete die Stufen hinauf zur Strandpromenade. Leute kamen mir entgegen und ich hatte Mühe gegen den Strom voranzukommen. „Verdammt, was hatte

    Ich hastete die Stufen hinauf zur Strandpromenade. Leute kamen mir entgegen und ich hatte Mühe gegen den Strom voranzukommen. „Verdammt, was hatte ich nur getan? Der Arme Namjoon?“ In der Hektik übersah ich die letzte Stufe und knallte hart auf dem Boden auf. „Autsch“, jammerte ich, rappelte mich aber gleich wieder auf, um keuchend meinen Weg fortzusetzen.

    Ich humpelte weiter, an den vollgestopften Touristen-Shops vorbei und überquerte die Hauptstraße. Ein Auto hupte und legte eine Vollbremsung hin. Die Reifen quietschten und ich riss herum. „Das war knapp“, keuchte ich außer Puste und sprintete mit einem entschuldigenden Kopfnicken weiter. Der Fahrer sah mich nur fassungslos an und fluchte kopfschüttelnd.

    Noch etwa 500m bis zu unserem Haus. Ich legte einen Zahn zu und wischte mir die schweißnassen Haare aus dem Gesicht.
    Ich riss dir Tür auf…“Namjooon!“, rief ich uns sah mich suchend im Haus um. „Hey, schon wieder da?“ V steckte seinen Kopf aus dem Badezimmer mit einem Handtuch um seinen Unterkörper und sah mich entgeistert an. „Weißt du wo RM ist?“, hustete ich und hielt mir die Seite.

    „Der ist frische Luft schnappen gegangen, nachdem ihr drei weg wart.“ Ich stöhnte auf. Mein Herz pochte wie wild. „Weißt du wohin?“ „Er sagte etwas von Palmenallee….“ Ich unterbrach ihn. „Ok, danke“, und flitzte wieder los. „Was ist denn eigentlich los mit dir?“, rief er mir noch hinterher, doch ich ignorierte ihn einfach. So bald ich alles geregelt hatte, würde ich V sowieso alles erzählen.

    Und wieder rannte ich los, diesmal aber in die andere Richtung. Von J-Hope wusste ich den ungefähren Standort der Palmenalle. Er erklärte mir damals, dass das ein wunderschöner Ort für Abendspaziergänge sei und er mich gerne mal dorthin mitnehmen würde.
    Schnell orientierte ich mich in den verwinkelten Straßen und bog rechts in eine kleine Gasse ein.
    Da vorne…., ich konnte sie bereits sehen! Die Palmen ragten über die Häuser und wurden von der untergehenden Sonne mir warmen Farben bepinselt.

    An der Kreuzung stockte ich. So….welchen Weg mochte er eingeschlagen haben? Richtung Sonnenuntergang, oder in die Nacht hinein……………Ich entschied mich für den Sonnenuntergang und hastete durch die Palmenallee. Die Schatten der großen Pflanzen zogen an mir vorbei und bildeten gruselige Muster am Boden.
    Ich musterte jede Person genau, an der ich vorbeirannte. Es wurde bereits finster und das Licht reichte nicht mehr aus um die Gesichter der Menschen zu erkennen.

    Plötzlich entdeckte ich etwas entfernt von mir einer Gestalt, die etwa die Statur von RM hatte. Der Mann hatte seine Hände in die Hosentaschen gesteckt und ging mit gesenktem Kopf auf die untergehende Sonne zu. Ich war mir sicher, das war er…..

    RMs Sicht:

    Ich starrte traurig den Boden an. Ich brauchte Zeit zum Nachdenken. In den letzten Tagen hatte ich erst gemerkt, wie schlimm es mich erwischt hatte. Ich war ihr wirklich verfallen…..
    Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass nicht nur ihre Erinnerung an den Kuss verschwunden war, sondern auch die Gefühle, die sie mit gegenüber gehabt hatte.
    Dieser Gedanke fraß mich innerlich auf und ich konnte nichts dagegen tun. Ich fühlte mich hilflos und alleine gelassen….selbst meine Freunde konnten dieses Loch nicht ausfüllen….
    Im nächsten hörte ich jemanden meinen Namen rufen…..War das Sofie?
    Ich fuhr herum….

    Sofies Sicht:

    Ich rannte los. Direkt auf ihn zu. „Namjoon!“, rief ich keuchend und musste die Tränen zurückhalten. Er fuhr herum und sah mich entgeistert an. „Sofie?“ Ich lächelte und blieb nicht stehen, sondern rannte direkt in seine Arme. Ich hielt ihn fest und drückte ihn außer Atmen an mich.
    „Was ist passiert?“, fragte er und strich mir liebevoll über den Kopf.

    „Es tut mir so leid….so… so leid“, schluchzte ich nun und konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten. „Warum weinst du?“ Er drückte mich sanft von sich weg und sah mich fragend an. „Ich hab’s vergessen….“, entgegnete ich und spürte wie mir heiße Tränen die Wange hinunter kullerten. „WAS?“, meinte er nun schon etwas energischer.
    Ich blinzelte und schlug die Augen auf…..Dann legte ich ihm die Hände auf die Schultern und zog ihn zu mir. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und schloss die Augen. Wie in Zeitlupe berührten sich unsere Lippen. Ich spürte, wie er mir seinen Fingern die Tränen wegwischte. Es kribbelte und die letzten Sonnenstrahlen wärmten unsere Gesichter.

    Langsam zog er mich zu sich und umschloss mich mit seinen Armen. Es fühlte sich warm an und geborgen. Einfach…..schön…..

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    Langsam spazierten wir beim Sonnenuntergang durch die Palmenallee. Am Straßenrand spielte ein Straßenmusiker ein gefühlvolles Lied und erfüllte di

    Langsam spazierten wir beim Sonnenuntergang durch die Palmenallee. Am Straßenrand spielte ein Straßenmusiker ein gefühlvolles Lied und erfüllte die Nacht mit leiser Musik. Die Grillen zirpten und die letzten Sonnenstrahlen färbten den Abendhimmel in ein romantisches rosa.
    Für mich war die Welt perfekt…..

    RM und ich hatten unsere Finger in einander verschlungen und er lächelte mich verliebt von der Seite an. „Was“, fragte ich verlegen und strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr. „Nichts, ich bin einfach total glücklich im Moment.“ Ich schenkte ihm ebenfalls einen verliebten Blick lehnte meinen Kopf sanft an seine Schulter.

    -eine Stunde später-

    Wir waren mittlerweile am Haus angekommen und standen nun vor der geschlossen Haustür. „So, und was jetzt?“ RM zog mich zu sich und legte seine Hände um meinen Hals. „Sagen wir ihnen einfach was Sache ist?“ „Würde ich schon sagen“, grinste ich und legte den Kopf schief. „Na dann, auf ins Abenteuer.“
    Er schmunzelte und drückte mir einen schnellen Kuss auf den Mund. Ich küsste ihn zurück und er musste lachen. „Du musst wohl immer das letzte Wort haben.“ „Ja, das muss ich wohl“, grinste ich, ergriff die Türklinke und trat ein.

    „Wir sind wieder zuhause.“ RM und ich zogen uns die Schuhe aus und gingen gespannt ins Wohnzimmer. Die anderen lümmelten auf der Couch und sahen einen amerikanischen Aktionfilm. „Hey wo wart ihr denn so lange, wir haben uns schon Sorgen gemacht“, meinte V und zog die Stirn in Falten. „Ähhhmmm….naja…..wir…wir müssen euch was sagen. RM machte einen Schritt nach vorne und sah in die Runde. „Hey, Jin mach mal den Fernseher auf“, forderte J-Hope und wendete sich uns zu. „Was gibt’s denn.“
    „Sofie und ich…wir….naja…wir….wir sind jetzt….naja…..“ Mir reichte es. „Wir sind ein Paar!“
    Die anderen sahen uns verwundert an. Niemand traute sich etwas zu sagen. Stille…

    „Whoooooooo“, J-Hope, V und Jimin verfielen in ein Siegesgeheul und hopsten aufgeregt durch den Raum. Jin ging zu RM und klopfte ihm anerkennend auf die Schulter. „Glückwunsch“, gratulierte uns Jungkook und legte uns gelichzeitig einen Arm über die Schulter.
    „Na endlich“, grinste nun auch Suga und zwinkerte mir zu. „Wie, hast du das etwa schon vorher geahnt?“, fragte ich ihn überrascht und zog die Augenbrauen hoch. „Jetzt mal ehrlich, ihr zwei, denkt ihr wirklich uns wäre das nicht aufgefallen? Ich meine, ich mag zwar nicht immer alles hören, wenn ich Musik höre, aber blind bin ich noch lange nicht.“ Alle prusteten los und Suga sah uns verständnislos an.

    -mitten in der Nacht-

    RMs Sicht:

    Ich fuhr schweißgebadet auf. Meine Hände zitterten und mein Kissen war nassgeschwitzt. Verängstigt sah ich mich um. Ich seufzte erleichtert: „Nur ein Traum, das war nur ein Traum…“ Ich schauderte. Fast hätte ich gedacht es wäre echt, fast hätte ich gedacht ich würde sie nie wieder sehen……
    Schnell kuschelte ich mich wieder in meine Decke und drehte mich auf die andere Seite.

    Doch so sehr ich es auch versuchte, ich konnte einfach nicht mehr einschlafen. Lange versuchte ich meine Gedanken zu ordnen, stellte schließlich aber fest, dass ich Durst hatte. So machte ich mich auf den Weg zum Kühlschrank.
    Leise tapste ich auf den Flur und bemühte mich möglichst kein Geräusch zu machen. Als ich bei den Stiegen vorbeikam, überlegte ich es mir anders. Grinsend schlich ich in den zweiten Stock.

    Sofies Sicht:

    Irgendwann mitten in der Nacht knarrte meine Tür. Ich fuhr auf und starrte eine Gestalt an, die mein Zimmer betreten hatte. „Wer ist da“, fragte ich flüsternd und zog die Füße an. „Ich bin’s“, antwortete mir eine tiefe Stimme und kam langsam auf mich zu. Ich seufzte erleichtert. „Hey, erschreck mich nicht so, ich dachte schon du bist ein Einbrecher!“ Er lachte kurz auf und lies sich neben mich ins Bett fallen. „Da, komm unter die Decke.“ Er schlüpfte zu mir ins Warme und kuschelte sich an mich. „Hast du schlecht geträumt“, fragte ich besorgt und fuhr ihm durch die Haare. „Ja.“ „Und was?“ „Ich hab geträumt, dass wir uns getrennt haben, weil du wieder zurück nach Österreich gehen musstest. Aber dass musst du doch nicht, oder? Du kannst doch auch hierbleiben?“
    Traurig senkte ich den Kopf und zog in fester an mich.

    „Natürlich, natürlich kann ich das“, log ich und fühlte wie mir eine Träne über die Wange lief und auf den Polster tropfte…..

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    -am nächsten Morgen- In der Früh riss mich das Klingeln meines Handys aus den Träumen. Ich war in den Armen von RM eingeschlafen und hatte Mühe ih

    -am nächsten Morgen-

    In der Früh riss mich das Klingeln meines Handys aus den Träumen. Ich war in den Armen von RM eingeschlafen und hatte Mühe ihn nicht aufzuwecken, als ich mich aus seiner Umarmung schälte.

    Eigentlich, hatte ich kaum geschlafen, denn wir zwei haben gestern noch lange geredet. Auch wenn ich jetzt total müde war, bereute ich nichts. Es war wunderschön endlich einmal Zeit zu zweit zu verbringen, ohne dauernd von den anderen sechs in Beschlag genommen zu werden.
    Ich schnappte also mein Handy und hob, ohne nachzusehen wer dran war, ab. „Hallo?“

    „Oh, hallo Schneewittchen“, begrüßte mich eine bekannte Stimme am anderen Ende der Leitung. „Hey, Papa, was gibt’s? Wie läuft die Arbeit?“, erkundige ich mich und tapste auf leisen Sohlen aus dem Zimmer, um ungestört reden zu können. „Alles gut bei mir. Und bei dir? Wie läufts mit den Jungs. Versteht ihr euch gut?“
    Ich überlegte kurz, wie ich es am besten formulieren sollte. „Ja, die sieben sind mir richtig ans Herz gewachsen. Wir haben schon so vieles gemeinsam unternommen und sehen uns immer fast den ganzen Tag, da fühlt es sich schon fast an, als hätte ich sieben große Brüder bekommen.“ Papa lachte und ich hörte wie er einen Schluck Kaffee nahm. „Das ist gut so. Ich habe Namjoon auch gebeten gut auf dich aufzupassen.“ „Keine Sorge“, grinste ich in mich hinein. „Das hat er!“ „Wie läuft eigentlich die Sache in Korea? Haben sich die Fans bereits beruhigt?“ Papa räusperte sich:“ Ja, sagen wir mal es hat sich beruhigt. Trotzdem ist euer kleines Skandal noch nicht vom Tisch. Aber ich würde sagen in ein bis zwei Monaten, kann sich kein Mensch mehr daran erinnern!“
    Ich seufzte erleichtert. „Gott sei Dank, ich habe gehofft, dass sich die Jungs nicht länger mit der Sache herumschlagen müssen, wenn sie wieder nach Hause kommen.“ Wir beide schwiegen kurz….

    „Achja, vegiss nicht“, erinnerte mich mein Vater mit vorwurfsvoller Stimme. „In einer Woche musst du wieder zurück an die Uni. Das heißt, du solltest BTS rechtzeitig bescheid sagen, dass du sie wieder verlässt.“ „Ja, ich weiß…..“, brummte ich traurig ins Handy. „Na, dann meine Kleine, ich muss gleich in die Arbeit. Richte den Anderen liebe Grüße von mir aus und mach dir noch eine schöne Zeit!“ „Mach ich“, grummelte ich und sah in RMs Richtung. „Hab dich lieb Papa!“ „Ich dich auch Schneewittchen!“

    Ich legte auf und legte mein Handy auf das Regal neben mir. Seufzend schlich ich zurück ins Bett und kuschelte mich erneut in Namjoon Arme. Dieser gab bei meiner Bewegung grunzende Geräusche von sich und drückte mir einen Kuss auf die Stirn. Kurz dachte ich, er würde aufwachen, doch er schlief tief und fest weiter.

    Na toll!...Ich will nicht zurück nach Hause. Am liebsten würde ich hier bleiben…..Doch das war leider nicht so einfach wie ich es gern hätte. Ich schloss abermals die Augen und versank im Reich der Träume…..

    -fünf Tage später-

    Vs Sicht:

    Die beiden waren so ein süßes Paar…..Ich konnte es immer noch nicht fassen, dass unser Leader auf Wolke sieben schwebte. Sie zu beobachten war in den letzten Tagen zu meiner Lieblingsbeschäftigung geworden. Sofie lernte ihm viel in Bezug auf den Umgang mit anderen Menschen. Sie machte ihn weicher und gefühlvoller…..
    Doch irgendwas stimmte nicht, ich hatte das Gefühl, dass Sofie irgendetwas verbarg. Sonst war sie so ein fröhlicher Mensch, doch in den letzten Tagen sah ich, wie sie in unbemerkten Momenten traurig in die Luft starrte. Bei Gelegenheit musste ich sie unbedingt darauf ansprechen.

    Wie ich bald feststellte würde sie dazu schon bald eine gute Gelegenheit dazu ergeben. Denn unser Ausflugsziel für heute war: eine Kunstgallerie in Valletta. Und da das ihre Wohlfühlzone ist, war das die perfekte Zeit, um sie in ein Gespräch zu verwickeln.
    Ich grinste schelmisch. Detektiv V meldet sich zum Dienst…………….

    Liebe Leser,
    ich würde mich freuen, wenn ihr eure Meinung und eure Ideen in die Kommentare schreiben würdet. Es freut mich immer sehr, wenn ich sehe, dass jemand von euch etwas geschrieben hat.
    Eure Fleur0109

    43
    Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Morgen war es soweit……, morgen musste ich zurückfliegen, zurück nach Wien, zurück in mein altes Leben. In de

    Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Morgen war es soweit……, morgen musste ich zurückfliegen, zurück nach Wien, zurück in mein altes Leben. In den letzten Tagen habe ich versucht RM auf das Thema anzusprechen, doch immer, wenn ich die Chance dazu hatte, machte ich schnell einen Rückzug. Ich wollte es nun mal nicht wahrhaben, dass ich sie, und vor allem RM, vielleicht nie wiedersehen werde.

    In Gedanken zog ich mir mein Lieblingskleid über und schloss den Reisverschluss mit einer schnellen Bewegung an meinem Rücken. Das Kleid war rot und hatte weiße Punkte. An der Taille wurde es von einem schmalen Gürtel zusammengehalten, den mir meine Mutter vererbt hatte. Schnell warf ich einen Blick in den Spiegel….. Ich sah hübsch aus, doch ich schaffte es nicht mich zu einem Lächeln zu überwinden.

    Im nächsten Moment umarmte mich jemand von hinten und küsste sanft meinen Hinterkopf. „Hey, meine Hübsche, freust du dich schon auf die Ausstellung?“ „Mhmmm“, brummte ich und legte meinen Kopf auf RMs Schulter ab. Er sah mich besorgt an. „Geht es dich nicht gut?“ Er legte kontrollierend seinen Handrücken auf meine Stirn. „Nein, nein ich bin nicht krank!“ Ich drehte mich langsam um und sah zu Namjoon auf. „Du….ich….ich muss dir was sagen!“ „Schhhhhht…., nicht jetzt!“ Er legte mir seinen Finger auf meine Lippen und zog mich zu sich. Langsam küsste er mich und ich erwiderte es. Ich versuchte mir jede Kleinigkeit seines Kusses einzuprägen…….

    Vs Sicht:

    Verstohlen sah ich in die Richtung in der Sofie und RM saßen. Die beiden hatten es sich in der hintersten Reihe im Bus gemütlich gemacht und saßen so etwas abseits vom Rest der Gruppe an einander geschmiegt. „Hey ihr beiden darf ich auch kuscheln kommen?“, Jin grunzte vor Lachen und klatschte bei J-Hope ab. Sofie streckte den beiden die Zunge raus und kurz umspielte ein Lächeln ihr hübsches Gesicht.

    Ich sah mich um und entdeckte Suga, der wie immer am Schlafen war. Jimin sah lächelnd aus dem Fenster, als er ebenfalls einen Blick auf die beiden Turteltauben geworfen hatte und Jungkook, der beobachtete das Ganze mit bitterem Gesichtsausdruck. Wir alle wussten, dass er ebenfalls ein Auge auf sie geworfen hatte, doch ich merkte wie er von Tag zu Tag besser mit der Situation zurecht und über Sofie hinweg kam.

    Schließlich hielt der Bus und wir konnten aussteigen.
    Ich war der erste draußen und lehnte mich grinsend an den Bus. Als Sofie aus dem Bus kam, hielt ich ihr meine Hand hin, um ihr beim Austeigen zu helfen. „Darf ich Ihnen behilflich sein?“ Sie lächelte mich an, ergriff meine Hand und sprang von der letzten Stufe hinunter auf die Straße. „Freust du dich schon?“, fragte sie und boxte mir spielerisch in die Seite. „Ich meine auf den Van Gogh, der da drinnen hängt!“

    Ich sah sie überrascht an. „Was ist das dein Ernst? Da drin?“ Sie lachte. „Ja, V das ist eine Kunstgallerie, da hängen Bilder von berühmten Künstlern.“ „Jaja, ist klar!“ Ich richtete verlegen meine Haare. Es war schön sie wieder einmal lachen zu hören, das letzte Mal war schon so lange her…..

    Schließlich hatte ich eine Idee. „Hey, würdest du mir eine Führung geben und mir die ausgestellten Bilder vorstellen?“ Sie sah interessiert auf. „Das würdest du machen wollen?“ „Ja, natürlich ich interessiere mich ja auch für Kunst!“ Sie grinste mich mit leuchtenden Augen an und hakte sich bei mir unter. „Na dann mein Herr, auf geht’s!“

    „Yaaaas“, innerlich klatschte ich bei mir selbst ab. Ich hatte voll ins Schwarze getroffen. Endlich hatte sie ihre Begeisterung zurück.

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    RMs Sicht: Ich musste grinsen. Dass V und Sofie sich so gut verstanden, fand ich sehr schön. Er wusste genau, wie er sie zum Lachen bringen konnte. U

    RMs Sicht:

    Ich musste grinsen. Dass V und Sofie sich so gut verstanden, fand ich sehr schön. Er wusste genau, wie er sie zum Lachen bringen konnte. Und das einzige, dass ich wollte, war sie glücklich zu sehen.

    Ich stecke die Hände in meine Hosentaschen und schlenderte langsam hinter den beiden her.
    „Bin ich zur Hochzeit eingeladen?“ Jimin lachte und legte mir seine Hand um die Schultern. Ich schmunzelte. Schnell schnappte ich ihn und nahm ihn in den Schwitzkasten. Er gluckste los und ich kitzelte ihn solange, bis er Schluckauf hatte….

    Sofies Sicht:

    Dafür, dass V mich gebeten hatte, ihm eine Führung zu geben, was ich ihm sehr dankbar. Er lenkte mich von meinen Gedanken ab…..

    „Jin, J-Hope, Jimin, Jungkook, Suga und ich gehen noch einen Kaffee trinken. Wollt ihr mit?“ RM stellte sich zu V und mir und schenkte uns einen breiten Grinser. „Nein, ähhh….wir gehen schon mal vor in die Ausstellung“, kam mir V zuvor und zog mich ungeduldig zum Eingang der Galerie. Najoon lachte auf. „Aha, da kann es ja jemand kaum noch erwarten!“ Ich sah RM mit einem entschuldigenden Blick an und betrat den ersten Raum.

    Der vertraute Geruch von Ölfarbe und Terpentin kroch mir in die Nase. Ich atmete tief durch. Es roch nach zuhause, nach meinem Zimmer, nach meinen Gemälden die ich immer anfertigte.
    „Können wir loslegen?“, fragte ich V und packte ihn vorsichtig am Arm. „Auf geht’s!“, grinste dieser und schob mich liebevoll weiter in den Raum hinein.

    Ich legte los. Endlich war ich wieder in meinem Element. In meinem Kopf schwirrten die Namen von Künstlern, Bildern und Epochen. Alles war wieder da und die Wörter sprudelten förmlich aus mir heraus. Ich war glücklich und genoss die Zeit, die mir mit V noch blieb.

    Vs Sicht:

    Es wurde Zeit, so schön es auch war, ich musste sie endlich auf ihre Traurigkeit in den letzten Tagen ansprechen…… Sie war gerade dabei mir die Lebensgeschichte von Van Gogh zu erzählen, als ich ihr eine Hand auf die Schulter legte. „Sofie?“ Sie stockte. „Ja?“ „Was war eigentlich los mit dir in den letzten Tagen?“ Ihr Lachen verschwand und sie senkte den Kopf. „Wie meinst du das?“ „Sofie, du weißt genau was ich meine!“ Ich versuchte ihr in die Augen zu sehen, doch se wendete dauernd ihren Blick ab. „Ich hab‘ dich noch nie so traurig erlebt, wie in den letzten fünf Tagen. Was ist passiert?“ Ich nahm ihren Kopf in meine Hände und zwang sie so, mich direkt anzusehen. Überrascht bemerkte ich die Tränen, die sich in ihren Augen gebildet hatten.

    „Ich….ich….muss morgen wieder nach Hause…!“ Eine Träne kullerte ihre Wange hinunter. „Ich konnte es Namjoon nicht sagen…..ich will nicht weg von euch!“ Ich hielt die Luft an. Nein, oh nein, dass gefiel mir gar nicht. Jetzt schon, jetzt muss sie uns schon verlassen? Warum?

    Noch immer sah sie mich aus großen traurigen Augen an und zog schluchzend die Nase hoch.
    Ich schluckte. „Keine Sorge, wir finden da schon eine Lösung!“ Ich wischte ihr die Tränen von der Wange und umarmte sie, in der Hoffnung ich würde sie nie loslassen müssen.

    -eine halbe Stunde später-

    Sofie und ich hatten uns darauf geeinigt, dass es das Beste war, es den anderen hier und jetzt zu erzählen. Also versammelten wir uns vor der Galerie in einem kleinen Park. Alle sahen uns erwartungsvoll an, gespannt, was nun wohl passieren würde.

    „Wenn ihr uns noch lange auf die Folter spannt, steh ich auf und hole mir was zu Essen!“, meinte Jin und deutete auf seinen knurrenden Magen.
    „Jaja, Sofie wird es euch gleich selbst sagen“, erwiderte V und gab mir einen kleinen Schubs nach vorne. „Also…..ich muss euch was sagen…Ich…ähm….ich muss wieder nach Hause fliegen.
    Alle sahen sie entgeistert an. „Und zwar schon morgen“, fügte sie hinzu und den anderen war das Entsetzten förmlich in Gesicht geschrieben….

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    „Wie, und das sagst du uns erst jetzt?“ Jungkook sprang auf und warf mir einen finsteren Blick zu. „Ja….ich…ich….“ Jimin unterbrach mich

    „Wie, und das sagst du uns erst jetzt?“ Jungkook sprang auf und warf mir einen finsteren Blick zu. „Ja….ich…ich….“ Jimin unterbrach mich:“ Und seit wann weißt du, dass du morgen gehen musst?“ Sag bloß du wusstest das schon die ganze Zeit und hast uns nichts gesagt!“, fuhr nun auch J-Hope verärgert hoch. „Leute, jetzt lasst sie doch mal ausreden“, versuchte V sie zu beschwichtigen.

    RM sah mich aus traurigen Augen an und ich konnte sehen, wie weh ihm meine Worte taten.

    „Also“, ich richtete mich auf und biss mir verlegen auf die Unterlippe. „Eigentlich weiß ich es seit fünf Tagen. Mein Vater hat mit mir telefoniert…..Ich wusste davor nie genau, wann ich wieder zurück muss, weil ich noch keine Informationen über die Prüfungstermine an der Uni hatte.“ Ich machte eine lange Pause…. „Ich habe mich nicht getraut es euch zu sagen, weil ich es nicht wahrhaben wollte. Ich will nicht weg, ich hab euch doch so lieb, aber es geht nun mal nicht anders…. Und als ich mit RM zusammenkam, tat es mir noch mehr weh, und ich brachte den Mut einfach nicht zusammen!“

    Alle schwiegen. Schließlich ergriff RM das Wort:“ Ich weiß, ihr seid alle nicht sehr begeistert von der Vorstellung, das Sofie schon morgen nicht mehr bei uns ist, aber glaubt mir, ich genau so wenig. Und sind wir doch mal ehrlich, es macht jetzt doch viel mehr Sinn, wenn wir die Zeit genießen, die uns noch mit ihr bleibt, anstatt den Rest des Tages böse auf sie zu sein!“ Die anderen nickten verständnisvoll…. Auf einmal kamen alle sieben Jungs auf mich zu und knuddelten mich von allen Seiten. „Wir haben dich auch lieb“, meinte Jimin und drückte mich ein wenig fester. „Du bist ja schließlich nicht für immer weg“, erklärte nun auch Suga. Doch ich merkte genau, dass sie sich schwertaten diese Worte auszusprechen.

    Ich war verwundert, wie leichtfertig Namjoon das über die Bühne gebracht hatte. Ich war fast ein bisschen enttäuscht, dass er es sich so gar nicht anmerken lies, dass es ihn störte, wenn ich nach Hause flog.

    Als sie sich wieder von mir lösten kam RM zu mir. „Nur dass das klar ist. Eigentich sollte ich sauer auf dich sein, dass du zuerst mit V und dann mit mir gesprochen hast.“ Er schmollte kurz. „Aber aus irgendeinem Grund schaffe ich es nicht dir böse zu sein!“ Er lächelte. „Dann machen wir uns noch einen schönen letzten Tag“, sagte er laut in die Runde und die anderen jubelten anerkennend.

    RMs Sicht:

    Ich durfte mir bloß nicht anmerken lassen, wie mich das innerlich zerstörte, bloß nicht zeigen wie ich mich fühlte… Ich nahm ihre Hand und verschränkte ihre Finger mit meinen. Ihre Hand war zierlich und kalt. Schnell drückte ich sie um sie mit meiner eigenen zu wärmen.

    Ich glaube, mir wird erst morgen in der Früh bewusst, was passieren würde. Ich konnte mir immer noch nicht vorstellen, wie es war….ohne sie….

    Meine letzte Hoffnung momentan, war, dass wir in der Zeit in der sie studierte eine Fernbeziehung führen könnten. Mir ist zwar bewusst, dass das sicher schwer wird, doch es war besser als nichts zu versuchen und einfach aufzugeben.

    Plötzlich sah sie zu mir hoch. „Und was wäre, wenn ich einfach mein Studium schmeiße und nach Korea ziehe?“ Sie sah mich mit großen traurigen Augen an. „Sicher nicht“, antwortete ich bestimmend. „Du kannst doch nicht all das aufgeben, was du dir über Jahre aufgebaut hast.“ Sie funkelte mich an. „Das ist immer noch mein Leben, und ich kann damit machen was ich will!“ „Das mag stimmen“, krächzte ich. „Aber ich möchte nicht, dass du das meinetwegen machst. Ich will nicht, dass du das eines Tages bereust!“ „Warum sollte ich es je bereuen“; fauchte sie mich an. Ich zog die Stirn in Falten. „Weil es dein Traum ist, zu zeichnen und Lehrerin zu werden. Das kannst du doch nicht einfach aufgeben.“ „Doch kann ich.“ Sie ließ meine Hand los. „Und warum, was veranlasst dich dazu, einfach deinen Traum zu vergessen?“ Sie schwieg. „Was“, fragte ich erneut.

    „Du!“ Ihre Stimme beruhigte sich wieder und sie sah mich an. „Ich mache das….., weil ich dich liebe!“

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    Sofies Sicht: So jetzt war es raus….. Ich weiß, es ist keine Lösung meine Ausbildung aufzugeben, aber jetzt weiß er wenigstens was ich für ihn e

    Sofies Sicht:

    So jetzt war es raus….. Ich weiß, es ist keine Lösung meine Ausbildung aufzugeben, aber jetzt weiß er wenigstens was ich für ihn empfinde…..

    Er war noch immer perplex von meinen Worten, versuchte aber offensichtlich eine gute Antwort darauf zu finden. Ich musste grinsten. Er sah so süß aus, wenn er nicht wusste was er sagen sollte. „Komm gehen wir zu den anderen!“, ich nahm erneut seine Hand und wollte losgehen. Er aber, zog mich mit einem Ruck zu sich und küsste mich. Nun war ich überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet.

    Das war aber noch lange kein Grund, seine Nähe nicht ausgiebig zu genießen. So legte ich meine Hände um seinen Hals und zog ihn näher zu mir…….Wenn es nach mir ginge, könnten wir da ewig so stehen bleiben.

    Hinter uns schrien die Jungs, die uns anscheinend dabei gesehen hatten: „Whohooo, Sofie, RM!“ Wir prusten los und mit einem Mal waren die traurigen Gedanken und meine Angst vor morgen wie weggeblasen. Ich dachte nur noch an heute, an unsere Freundschaft, an unsere gemeinsamen Erlebnisse. Und so schnappte ich Namjoon und lief lachend zu den anderen.

    -vier Stunden später-

    Mittlerweile war es später Nachmittag und wir saßen gemeinsam in einer sonnigen Bucht. Der Wind wehte uns durch die Haare und der Sand kitzelte unsere Zehen.
    Die letzten vier Stunden waren wunderschön gewesen. Wir sind gemeinsam durch die Straßen gelaufen und haben gemacht, worauf wir spontan Lust hatten. Außerdem hat mir jedes BTS Mitglied ein kleines Geschenk gemacht. Sie meinten, das würde verhindern, dass ich sie jemals vergessen würde. Aber das war natürlich totaler Blödsinn, denn wie könnte ich diese Spinner jemals vergessen….

    So hat mir Jin einen kleinen roten Spiegel gekauft, der mich immer an meine Schönheit erinnern sollte. Jungkook hat mir ein kleines Hasen-Plüschtier geschenkt, dass mich immer beschützen solle, wenn er nicht da war. Jimin gab mir einen Schlüsselanhänger in Form eines Notenschlüssels, der mir immer Glück in schwierigen Situationen bringen sollte. Von J-Hope erhielt ich ein kleines Buch, in das er lauter aufbauende Sprüche schrieb, für den Fall, dass ich einmal den Mut verlor. Suga schenkte mir einen Song, den er im Laufe des Nachmittags für mich geschrieben hatte und mich immer an unsere gemeinsame Zeit erinnern sollte. V übereichte mir mit einem breiten Grinsen ein filigranes Armband, welches den Buchstaben „V“ als Anhänger trug. Er hatte sich im Gegenzug, dasselbe mit dem Buchstaben „S“ gekauft. Es solle, so erklärte er es mir, ein Zeichen unserer Freundschaft sein, und mich immer an ihn erinnern.

    Und von Namjoon, von ihm erhielt ich ein kleines Fotoalbum, indem sich alle Fotos befanden, die wir in den letzten Wochen gemeinsam aufgenommen hatten. So waren Fotos, seiner Meinung nach, der beste Weg sich an Personen zu erinnern und sie in Erinnerung zu behalten. Als ich all die Geschenke überreicht bekam, war ich richtig überwältigt von den Jungs. Sie hatten sich alle so viele Gedanken gemacht, und so bedeutete jedes Geschenkt die Welt für mich….

    So saßen wir also da, einer neben dem anderen, und starrten in den Horizont. Die Möwen kreischten und das Meer rauschte. Ich legte mich in die Arme von RM und genoss den Moment. Ich lauschte seinem Herzschlag und verschränkte seine Finger mit meinen. Langsam ging die Sonne unter und ein rosa-oranger Farbfilm legte sich über den Himmel. „Schön“, raunte Jimin und legte seinen Kopf auf Vs Schulter ab. „Ein perfekter Abend“, stimmte ihm auch Jungkook zu. „Ich werde das vermissen“, meinte auch ich, schloss für einem Moment die Augen und zog den Geruch des Meeres in mich auf……

    47
    -mitten in der Nacht- Mittlerweile waren alle eingeschlafen. Wir hatten uns einen noch einen schönen Abend gemacht…. V, Jimin, Jungkook, J-Hope, Ji

    -mitten in der Nacht-

    Mittlerweile waren alle eingeschlafen. Wir hatten uns einen noch einen schönen Abend gemacht…. V, Jimin, Jungkook, J-Hope, Jin, Suga, RM und ich. Die Jungs überredeten mich zu einem nächtlichen Strandspaziergang und warfen mit mir gemeinsam Steine über das beinahe glatte Wasser. Wir redeten viel und lange, solange, dass ich mir wünschte die Nacht würde niemals enden….

    Ich starrte and die Decke, an der ich das Glasperlenmobile schemenhaft erkennen konnte. Die Steine klimperten leise im Luftzug des gekippten Fensters und warfen bunte Schatten an die weiße Wand. RM lag neben mir und war bereits eingenickt. Dabei hatte er seine Arme fest um mich geschlungen und seinen Kopf auf meine Brust gelegt. Langsam bewegte sich mein Brustkorb auf und ab….

    Ich schloss für einen Moment die Augen….Tränen liefen mir über das Gesicht und tropften auf mein Kopfpolster. Meine Lippen begannen zu beben und ich bemühte mich keinen Laut von mir zu geben. Es zerbrach mir das Herz mich von den anderen und vor allem von Namjoon trennen zu müssen. Es tat weh und fühlte sich an, als würde jemand einem das Herz herausreißen.

    Langsam beruhigte ich mich wieder. Ich atmete tief ein und aus und drückte Namjoon einen Kuss auf den Kopf. Ich schloss erneut die Augen und schlief ein…..

    -am nächsten Morgen-

    Mein Erdbeerkoffer stand bereits gepackt bei der Türe. Auch das Taxi war bestellt und alle warteten nur noch auf den Moment, indem es an der Türe klingelte. V ging aufgeregt auf und ab, wich mir dabei aber nicht von der Seite. RM hatte mich von hinten umarmt und seinen Kopf auf meiner Schulter abgelegt. Ich starrte emotionslos auf die Tür.

    „Hey, lach‘ ein bisschen“, meinte J-Hope und schenkte mir ein trauriges Lächeln. „Bin nicht in der Stimmung“, erklärte ich, bemühte mich aber trotzdem einen freundlicheren Gesichtsausdruck aufzusetzen. Alle schwiegen….

    „Wars das jetzt?“, warf Jin in den Raum. „Fliegst du jetzt nach Hause und verschwindest aus unserem Leben?“ „Ich fürchte so ist es.“ Ich befreite mich aus RMs Umarmung und trat auf die anderen zu. „Das Taxi ist jede Sekunde da!“ Suga sah auf die Uhr und sah mich traurig an. Erneute Stille.

    „Na dann.“ Ich schulterte meinen Rucksack und trat auf Jungkook zu. „Komm her!“ Ich öffnete die Arme und er ließ sich hineinfallen. „Ich werde dich vermissen“, meinte er und zog die Nase hoch. Danach war Jin an der Reihe. „Kümmere dich weiter so gut um die anderen, die brauchen dich!“, erklärte ich und drückte ihn fest an mich. „Wird gemacht!“, erklärte er mit einem traurigen Lächeln.

    „Jimin, sei nicht so selbstkritisch. Du bist so wie du bist perfekt!“ Er lachte auf und vergrub sein Gesicht in meiner Schulter. „Suga, danke für dein Lied. Du weißt, dass du ein Genie bist, oder?“ Er lächelte und umarmte mich liebevoll. „Wer weiß, bei dir bekomme ich da vielleicht noch Konkurrenz!“ „J-Hope, danke, dass du immer für mich da warst!“ „Komm her zu mir“, er drückte mich und wirbelte mich im Kreis. „V, ach…V.“ Jetzt kullerten mir die Tränen, und nicht nur mir. Auch V und die anderen bemühten sich nicht loszuheulen. „Ich hab dich so lieb!“ Er kuschelte sich an mich und drückte mir eine Kuss auf die Stirn!“ „Ich hoffe, du kommst bald wieder!“

    Als letztes wendete ich mich RM. Als ich mich umdrehte, wischte er sich schnell eine Träne weg. Plötzlich klingelte es an der Tür. „Das Taxi ist da!“ „Komm, ich helfe dir“, meinte Namjoon schnell und griff nach meinem Koffer. Als ich durch die Tür ging drehte ich mich noch einmal um und winkte den anderen sieben Mitgliedern mit langem Blick zu. Dann verlor ich sie aus den Augen.

    Der Taxifahrer räumte gerade meinen Koffer in den Kofferraum, als ich mich von RM verabschiedete. „Und, schreib mir jeden Tag! Achja, und vergiss nicht mich auf dem Laufenden für dein Studium zu halten.“ „Mach ich“, erklärte ich. Er versuchte tatsächlich so zu tun, als würden wir uns bald wiedersehen. Vermutlich war das besser für uns, so gingen wir als glückliches Paar auseinander….

    „Namjoon?“ Ich nahm vorsichtig seine Hände und drückte sie. „Ja?“ Er sah mich traurig an und strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr. „Ich liebe dich!“ Er lächelte. „Ich dich auch!“
    Dann zog er mich zu sich und gab mir einen leidenschaftlichen Kuss.

    „Wir müssten dann los!“ Der Taxifahrer öffnete mir die Tür und setzte sich selbst vors Steuer. Langsam lösten wir uns voneinander. Wir hielten uns noch lange an den Händen, bis das Taxi mit mir schließlich losfuhr.

    Ich sah ihm noch lange nach, solange bis er ein kleiner Punkt war, der hinter einer Kurve verschwunden war…..

    48
    Als wir auf die Autobahn Richtung Flughafen auffuhren, war mir zum Heulen zumute. Schnell zog ich meine Kopfhörer aus dem Rucksack hervor und stöpse

    Als wir auf die Autobahn Richtung Flughafen auffuhren, war mir zum Heulen zumute. Schnell zog ich meine Kopfhörer aus dem Rucksack hervor und stöpselte mich zu. Sofort spielte ich, mit voller Lautstärke, meine BTS-Playlist ab, die mir das Gefühl gab, dass die Jungs noch immer bei mir waren. Dann schloss ich die Augen und versank in der Musik…

    RMs Sicht:

    Mein Herz zerriss, als ich ihre Hand loslassen musste. Ich war wie in Trance und versuchte mir einzureden, dass das gerade nicht wirklich passierte. So schnell sie zu uns kam, so schnell war sie jetzt auch wieder verschwunden.

    Ich sah dem Auto noch lange nach… Doch irgendwann kam V und zog mich zurück ins Haus. „Komm, setzt dich mal auf die Couch!“ Er platzierte mich vorsichtig zwischen den weichen Polstern und setzte sich besorgt neben mich. „Weißt du was?“; meinte er und fuhr sich durch die Haare. „Vielleicht ist es das Beste, wenn wir uns jetzt ablenken. Was hältst du von einem Drink in einer kleinen Bar hier um die Ecke. Seid ihr da alle dabei?“ Er sah gespannt in die Runde. „Warum nicht“, meinte Jungkook nach einer Weile, wir haben ja sonst nichts Besseres zu tun.“ Auch die anderen nickten zustimmend. Schließlich ging Jin zu Namjoon und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Na komm schon, das wird bestimmt toll! Ein Tag, nur wir sieben.“ Er setzte ein versöhnendes Lächeln auf.

    Ich starrte noch immer die Wand an…. Eigentlich war meine Stimmung gerade am Boden. Am liebsten würde ich mich ins Bett schmeißen und laut losheulen. Doch irgendwas sagte mir, dass es jetzt besser für mich wäre, das Angebot anzunehmen.
    Ich erhob mich wortlos. Die andern starrten mich fragend an. „Jetzt, schaut nicht so blöd, lasst uns lieber losgehen!“ Ich schnappte mir meine Jacke und ging ins Freie….

    Sofies Sicht:

    Die Fahrt dauerte ewig… Nach einer Stunde Stunde schnappte ich mir das Fotoalbum, das mir Namjoon geschenkt hatte, und blätterte es gedankenverloren durch. Erinnerungen kamen hoch…. Vom Eis essen, unseren Spaziergängen, dem gemeinsamen Shoppen gehen, dem Karaoke singen….. Traurig betrachtete ich die Bilder, die glücklichen Gesichter meiner Freunde und…..Namjoon. Ich strich mit einem Finger über sein Foto und prägte mir jede Einzelheit seines Gesichts ein.

    Bald tropften Tränen auf das Fotopapier und hinterließen hässliche Flecken. Ich putzte mir die Nase und sah aus dem Fenster……

    „Wir sind da!“, erklärte der Taxifahrer mit einem schlechten Englisch und hielt am Straßenrand. Schnell klappte ich das Buch zu und verstaute es mit einer hastigen Bewegung wieder in meinem Rucksack. Kurze Zeit später hatte ich meinen Koffer und stand in einer langen Schlange beim Check In an. Ich seufzte. Na das fing ja schon mal gut an.

    -zurück in Österreich-

    Papa holte mich vom Flughafen ab und drückte mich zur Begrüßung fest an sich. „Na Schneewittchen, wie wars? Hat es dir gefallen?“ „Ja“, brummte ich leise in seine Schulter hinein und zog die Nase hoch. „Hey, bist du krank!“ Er musterte mich besorgt von oben bis unten. „Nein, einfach nur müde“, log ich und rubbelte den Schlaf aus meinen Augen. „Hast du im Flugzeug etwas gegessen?“ „Nein, hab nur geschlafen!“ Ich gähnte. „Na dann, ab nach Hause, ich hab‘ dir Ramen gemacht!“ Meine Miene erhellte sich augenblicklich und ich riss erfreut die Augen auf. Der Ramen meines Vaters ist der Beste der Welt müsst ihr wissen. „Oh, ja“, grinste ich nun und hakte mich bei ihm ein. „Ab nach Hause!“

    49
    -am Abend in meinem Bett- Ich hatte mich in meine Decke gekuschelt und versuchte verzweifelt einzuschlafen. Doch meine Gedanken spielten verrückt und

    -am Abend in meinem Bett-

    Ich hatte mich in meine Decke gekuschelt und versuchte verzweifelt einzuschlafen. Doch meine Gedanken spielten verrückt und ich drehte und wälzte mich nur hin und her.
    Plötzlich leuchtete mein Handy auf und wies mich so auf eine neue Nachricht hin. Es war V.

    V: Wie geht’s, gut zuhause angekommen?
    ich: Ja, bin ich. Kann aber nicht schlafen.
    V: Ich auch nicht. Du müsstest erstmal RM sehen, der ist auf der Couch eingeschlafen und redet im Schlaf. Ich glaube er hat einen Albtraum, weil er ruft dauernd deinen Namen.
    Ich: Leg ihm eine Hand auf die Wange, dann hört er damit auf.
    V: Danke für den Tipp, das probiere ich gleich aus.

    -kurze Pause-

    V: Du bist ein Genie. Woher wusstest du, dass ihn das beruhigt?
    Ich: Erfahrung😊
    ich: Geht es ihm sonst ganz gut?
    V: Naja, wie man es nimmt. Wenn du einen wandeltes Gespenst als „ganz gut“ bezeichnest, dann ist er OK.
    Ich: Gib ihm eine Umarmung von mir, wenn er wieder wach ist.
    V: Mach ich! Er wollte dich vorher anrufen, doch wir haben es ihm verboten, sonst wäre er in Selbstmitleid versunken.
    Ich: Ach V, ich fühl mich schrecklich….
    V: Mach dich nicht fertig, das alles braucht Zeit.

    -kurze Pause-

    Ich: Morgen muss ich wieder an die Uni..
    V: Freust du dich schon?
    Ich: Geht so… ich wäre lieber bei euch.

    -erneute Stille-

    V: Wo warst du eigentlich an der Schule? Also ich meine wo hast du deinen Abschluss gemacht?
    Ich: An der Vienna International School, warum?
    V: Sofie, oh Gott Sofie, wir sind so blind!
    Ich: Was wieso, was meinst du?

    Doch dann verstand ich worauf V hinauswollte. Ich sprang jubelnd auf mein Bett und hüpfte glücklich im Kreis. Schnell sah ich wieder auf mein Handy und rief V an. Kurz läutete es, doch dann hob er ab.

    Ich ließ ihn gar nicht erst zu Wort kommen.
    „V, du bist ein Genie! Hab ich dir schon mal gesagt, wie sehr ich dich lieb habe!“ Er lachte am anderen Ende. „Dass du da noch nicht früher drauf gekommen bist, haben sie euch während eurer Schulzeit nicht erklärt, dass man mit eurem Abschluss an jeder Uni der Welt studieren kann?“ Ich kiekste aufgeregt. „Doch schon, aber ich hab das als so selbstverständlich angesehen, dass ich glatt darauf vergessen habe.“ „V“, meinte ich aufgeregt. „Ich melde mich gleich morgen von meiner Uni ab, und in einer Kunstuni in Seoul an.“ Was sagst du dazu?“ „Das ist der Hammer“, jubelte er.
    „Du, ich würde ja liebend gerne noch lange mit telefonieren, aber ich hab jetzt noch ne Menge zu tun.“ Er lachte auf. „Lass dich von mir nicht stören.

    Er wollte gerade auflegen als ich in aufheilt. „Achja, könntest du RM bitte noch nichts davon erzählen? Ich würde ihn gerne überraschen!“ „Wie Sie wünschen“, kicherte V und mein Herz platzte vor Freude. „Na dann bis bald!“ „Wir sehen uns!“, meinte V und legte auf.

    Grinsend wählte ich die Nummer der Universtätsverwaltung….
    Eine halbe Stunde später war alles geregelt. In einer Woche konnte ich an der Kunstuni in Seoul anfangen und auch mein Flug war für morgen Mittag gebucht. Ich warf einen Blick auf die Uhr.
    Nur noch 12h, dann würde ich RM und die anderen wiedersehen……

    50
    -am nächsten Morgen- „Tschüss Papa, wir sehen uns dann in einem Monat.“ Ich umarmte ihn fest und drückte ihm einen liebevollen Kuss auf die Wan

    -am nächsten Morgen-

    „Tschüss Papa, wir sehen uns dann in einem Monat.“ Ich umarmte ihn fest und drückte ihm einen liebevollen Kuss auf die Wange.

    – Achja, das wisst ihr ja noch gar nicht.- Als ich Papa gestern Abend von mir und RM erzählte und von meinem Wunsch in Korea zu studieren, hat er mich voll und ganz dabei unterstützt. Er freute sich sogar, dass seine Tochter endlich einen Freund hatte. So hat er mir kurzerhand angeboten, ebenfalls nach Seoul zu ziehen. Er meinte, dass wäre sowieso praktisch, weil er dann mich und seine Band besser im Auge hätte.

    Als wir uns verabschiedet hatten, fiel die Tür hinter mir ins Schloss und ich machte mich auf zum Flughafen. Mein Bauch spielte verrückt. Er kribbelte und explodierte vor Freude, je näher ich meinen Freunden kam.
    Im Taxi bekam ich eine Nachricht von V:

    V: Und alles glatt gelaufen?
    Ich: Ja und wie, ich bin schon auf dem Weg zum Flugzeug!
    V: Yaaaay, freu mich schon voll auf dich.
    Ich: Ich auch😊
    Ich: Hast du Namjoon eh nichts erzählt?
    V: Nee, der hat immer noch keine Ahnung und jammert vor sich hin, weil du weg bist.
    Ich: Ochhh, irgendwie hab ich doch ein schlechtes Gewissen..
    V: Sofie, jetzt hab dich nicht so in 7h hast du ihn ja wieder
    Ich: Ich weiß 😊
    V: Na dann, wir sehen uns!
    Ich: Ja, bis nachher:)

    Ich legte mein Handy weg und atmete glücklich durch….
    Eine Stunde später saß ich auch schon auf meinem Platz im Flugzeug und fieberte unserer Ankunft entgegen.

    RMs Sicht:

    Ich lag in meinem Bett und starrte die Decke an. Sie war erst einen Tag weg und es fühlte sich schon wie eine halbe Ewigkeit an. Die Jungs wollten mich schon seit 10:00 dazu überreden aus dem Bett zu kommen und endlich mal duschen zu gehen, doch ganz ehrlich, warum sollte ich! Ich hatte einfach zu nichts Lust. Ich fühlte mich lehr. Und weinen konnte ich auch nicht mehr, dazu waren keine Tränen mehr da. Verzweifelt rollte ich mich auf den Bauch und vergrub mein Gesicht im Kissen. Wütend schlug ich einige Male mit der Faust auf meine Matratze und schrie in den Polster hinein.
    Irgendwie musste ich meine Enttäuschung und meinen Frust loswerden….

    Schließlich hatte ich eine Idee…. Ich überwand mich dazu aufzustehen und schlurfte zu meinem Schreibtisch, wo mein Mischpult stand. Erschöpft ließ ich mich in den Drehsessel fallen und loggte mich in meinen Computer ein.
    Wenn es jetzt etwas gab, dass mich von ihr ablenken konnte, dann war es die Musik. Kurzerhand legte ich los…

    Sofies Sicht:

    Strahlend stieg ich aus dem Taxi, dass mich vom Flughafen zur Villa in Malta gebracht hatte. Ich würde zwar schon übermorgen gemeinsam mit den anderen wieder zurück nach Seoul fliegen, doch der Umweg war es wert. Ich grinste Breit und zog meinen Koffer die Auffahrt hoch.
    Vorsichtig öffnete ich die die Eingangstür und schlich mich auf leisen Sohlen ins Wohnzimmer.

    Dort starrten mich dann fünf überraschte Gesichter an. Ich kicherte verlegen. „Hat euch V nichts erzählt?“ Die anderen schüttelten perplex den Kopf. „Tja, ihr werdet mich wohl noch etwas länger aushalten müssen.“ J-Hope sprang auf und wollte gerade losjubeln, da legte ich ihm blitzschnell die Hand vor den Mund. „Pshhhht!“ „Ich will Namjoon überraschen!“ „Gute Idee“, nuschelte er leise unter meine Handfläche und grinste bereit.
    Nun umarmte ich alle sechs herzlich und erklärte ihnen in der Kurzfassung was vorgefallen war. „V, du bist mein Held“, meinte Jungkook und klopfte ihm anerkennend auf die Schulter. „Ja, manchmal denke ich, du bist das Genie in der Band nicht Namjoon!“, erklärte Suga und sah ihn verblüfft an. „Ach ja genau, Namjoon, wo ist er denn“, flüsterte ich vorsichtig. „In seinem Zimmer.“ Jimin und Jin deuteten auf seine Tür und beschrieben mit Gesten, dass er gerade arbeitete. „Er ist den ganzen Tag noch nicht rausgekommen!“, erklärte mir Jin nun etwas besorgt.

    „Na dann werde ich ihn mal begrüßen“, meinte ich mit einem verspielten Grinsten und tapste leise auf sein Zimmer zu. Vorsichtig drückte ich die Türschnalle nach unten und betrat den Raum.

    Er saß vor seinem Computer und hatte seine Kopfhörer auf. Er schien mich nicht zu bemerkten, denn er machte keine Anstalten sich umzudrehen. Grinsend ging ich auf ihn zu und blieb direkt hinter ihm stehen. Langsam hob ich meine Hände. Mit einer schnellen Bewegung hielt ich ihm die Augen zu. Kurz war Stille.
    „Jimin, lass mich in Ruhe, ich hab jetzt keine Lust mit dir zu spielen.“ Ich bemühte mich nicht laut loszuprusten. „Ok“, sagte ich schließlich mit einem breiten Grinsen. „Dann geh ich wieder!“ Im selben Moment fuhr er herum. „Sofie was……warum…...warum bist du wieder da? Was ist passiert?“
    Ich lächelte ihn an und legte die Hände auf seine Wangen. „Das spielt jetzt keine Rolle.“ „Aber was du wissen musst, ist, dass ich dich nie wieder verlasse, nie wieder.“
    Dann setzte ich mich auf seinen Schoß, zog ihn zu mir und küsste ihn leidenschaftlich….

    ENDE

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1536398506
BTS - Ein unvergesslicher Sommer (Namjoon Ff)
BTS - Ein unvergesslicher Sommer (Namjoon Ff)
Endlich Ferien. Sofie freut sich schon auf ihre wohl verdiente Auszeit von dem stressigen Uni Alltag. Reiseziel: Korea Als Tochter eines Koreanischen Musikproduzenten spricht sie fließend Koreanisch und freut sich schon riesig auf ein Wiedersehen mit ...
https://www.testedich.de/quiz56/quiz/1536398506/BTS-Ein-unvergesslicher-Sommer
https://www.testedich.de/quiz56/picture/pic_1536398506_1.jpg
2018-09-08
40HC
Bangtan Boys, BTS

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (211)

autorenew

vor 16 Minuten
@Butterfly

Danke für den Feedback!:) Das freut mich:DDD
Es gibt auch schon eine zweite Ff mir Suga von mir, wenn du Lust hast kannst du ja mal reinlesen.:))

Sie heißt: BTS - Liebe, das gibt es nicht (Suga Ff)

LG Fleur0109
Gestern
Die FF ist mega süß✨ Ich habe sie an einem Tag durchgelesen... hatte zwar weniger Schalf, das war es mir aber wert🔆 Mir gefällt dein Schreibstil & die Beschreibungen der Personen✨ Im Großen und Ganzen: sehr gelungene Geschichte, die die Leser fesselt und in eine Traumwelt bringt!! Ich freue mich schon auf die nächste FF von dir💛
vor 34 Tagen
Total süüüüß :D
vor 34 Tagen
Auch wenn die Geschichte schon zu Ende ist, freue ich mich über jede Rückmeldung von euch, wenn ihr die Geschichte gerade erst gefunden habt. ;))))

LG Fleur0109
vor 43 Tagen
So, also meine neue Ff über Suga, ist jetzt offiziell von Testedich aufgenommen worden. Die Geschichte, hat aber noch zu wenig Klicks um auf der Startseite zu erscheinen.

Also bitte bewertet meine Fanfiktion und drückt auf gefällt mir, so dass wir wie bei der letzten wieder 5,5 Sterne erreichen.

Hier nochmal der Link:
https://www.testedich.at/quiz57/quiz/1540481666/BTS-Liebe-das-gibt-es-nicht-Suga-Ff

(oder ich sucht die Ff unter meinem Profiel Fleur0109, da könnt ihr sie auch finden:)

LG Fleur0109
vor 44 Tagen
https://www.testedich.at/quiz57/quiz/1540481666/BTS-Liebe-das-gibt-es-nicht-Suga-Ff

Probiers nochmal, vielleicht klappt es jetzt.:) Aber in ein paar Tagen, sollte die Ff eh offiziell online sein. Ich warte nur noch auf die E-Mail von Testedich, dann könnt ihr die Ff auch so finden, ohne den Link.:)
vor 44 Tagen
Der Link funktioniert bei mir nicht 😣
vor 45 Tagen
Bei mir klappt es iwi nicht und ich finde es leider auch nicht auf deinem Profil😩
vor 45 Tagen
Es hat geklappt uns sie ist sehr toll geworden ❤😉😁
vor 46 Tagen
Die ff ist so gut gewesen♡
vor 46 Tagen
https://www.testedich.at/quiz57/quiz/1540481666/BTS-Liebe-das-gibt-es-nicht-Suga-Ff

ich hoffe das funktioniert so:))
vor 46 Tagen
Kannst du auch vllt direkt den link der Ff für uns aufschreiben oder anzeigen damit wir direkt auf die Ff kommen
Würde glaube ich so funktionieren :
Die Ff als link kopieren und dann bei uns in den Kommentaren eingeben

Würde mich freuen wenn es klappt 😉❤
vor 46 Tagen
Konnte bisher noch nichts entdecken vllt später 😉😍
vor 46 Tagen
Meine neue Ff heißt: "BTS - Liebe, das gibt es nicht (Suga Ff)"

Aber ich denke, sie wird erst in drei Tagen für euch sichtbar sein. Überprüft es doch mal selbst, vielleicht hab ich ja etwas übersehen:)
vor 46 Tagen
@Freut mich, dass es dir so gut gefällt!!:)
Ich schreibe bereits an dem ersten Kapitel für Suga, aber ich befürchte die Ff ist erst für euch sichtbar, nachdem sie von der Seite geprüft wurde, und ich weiß nicht genau, wie lang das dauert://
vor 46 Tagen
Freue mich schon auf die nächste Fanfiktion , hoffe hast wieder so kreative Ideen zu suga und Ruby ❤❤😉😉
vor 46 Tagen
OMMGGGG ich habe das mega Kribbeln im bauch 😅😅😅ich wüschte du könntest jahre lang an dieser Ff schreiben du bist so kreativ und die beiden sind sooooo süß ❤❤😍😍
vor 46 Tagen
Sagt mir was ihr vom Ende haltet!:)))
vor 47 Tagen
@Feyza
Wahrscheinlich so um 20:00 aber vielleicht auch früher!;)
vor 47 Tagen
Wann ungefähr kommt das erste Kapitel der neuen Ff online und der name OMGG ich kann nicht mehr lange warten 😅😅