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Eliza Malfoy - Eine Geschichte aus Hogwarts (12)

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1 Kapitel - 1.166 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 861 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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    Die Zeit in Hogwarts verging wirklich wie im Flug. Kaum waren die Weihnachtsferien vorbei, standen auch schon die Osterferien vor der Tür. Es ging we
    Die Zeit in Hogwarts verging wirklich wie im Flug. Kaum waren die Weihnachtsferien vorbei, standen auch schon die Osterferien vor der Tür. Es ging weiter wie immer: Berge von Hausaufgaben, Lesestunden mit Lockhart, Treffen mit Ginny. Unsere Hausmannschaft kassierte eine heftige Niederlage gegen die Ravenclaws, unsere Chancen auf den Pokal standen somit so ziemlich gleich null. Unsere letzte Hoffnung war das Spiel Gryffindor gegen Hufflepuff. Wenn Gryffindor verlor und wir danach gegen Hufflepuff gewannen, könnte es vielleicht noch werden. Dementsprechend waren auch wir Slytherins äußerst gespannt auf das Spiel. Madam Hooch hob gerade die Trillerpfeife zum Beginn an den Mund, als Professor McGonagall auf das Spielfeld stürmte.
    "Das Spiel ist abgesagt!", rief sie laut. "Alle Schüler gehen in ihre Gemeinschaftsräume, so schnell Sie können, bitte!"
    Sofort brach Tumult aus. Beide Quidditchmannschaften begannen zu protestieren.
    "So ein Mist!", rief ich. "Warum muss genau dieses Spiel ausfallen?"
    Astoria sah mich an.
    "Und was, wenn wieder etwas passiert ist? Wenn es wieder einen Angriff gegeben hat?"
    Ich ließ mir den Gedanken durch den Kopf gehen und ein kalter Schauer kroch mir über den Rücken.
    "Komm, lass uns zum Schloss gehen."

    Der Gemeinschaftsraum war überfüllt. Die oberen Jahrgänge nahmen die Sessel und Sofas in Beschlag, weswegen Astoria und ich uns auf einen der grünen Teppiche hockten. Alle tuschelten leise.
    "Es hat ein neues Attentat gegeben.", murmelte jemand.
    "Ich hab gehört, es war die Freundin von Potter. Dieses Schlammblut."
    "Besser, es trifft die als uns."
    Die Stimmen verstummten, als Snape mit rauschendem Umhang hereinkam. Er stellte sich neben den kalten Kamin und zog ein Pergament aus seiner Tasche.
    "Da Sie es wahrscheinlich schon vermuten, kann ich es auch gleich sagen: es hat ein Attentat gegeben. Das Opfer ist eine Zweitklässlerin aus dem Haus Gryffindor."
    Er ließ den Blick schweifen. Als seine Augen mich trafen, fühlte ich mich zwanzig Zentimeter kleiner. Snape sah wieder auf sein Pergament.
    "Die Schulleitung hat Maßnahmen zu Ihrem Schutz eingeleitet. Sie alle kehren spätestens um sechs Uhr in Ihren Gemeinschaftsraum zurück. Anschließend wird der Schlafsaal nicht mehr verlassen. Zu jeder Unterrichtsstunde wird Sie ein Lehrer begleiten, und ohne Begleitung geht auch niemand während der Schulzeit zur Toilette. Quidditch fällt bis auf weiteres aus, sowohl Training als auch Spiele. Und es gibt keine abendlichen Veranstaltungen mehr."
    Er warf einen finsteren Blick in die Runde und verließ dann den Raum. Kaum war er weg, begann lautes Gerede. Ich starrte vor mich auf den Boden. Astoria neben mir schluckte schwer.
    "So langsam macht das Ganze mir Angst.", murmelte sie. Ich konnte nur nicken, es aussprechen konnte ich nicht. Die Ereignisse spitzen sich immer weiter zu und ich hatte das Gefühl, dass nichts und niemand diesen Angreifer aufhalten konnte.

    Es war Ende Mai, kurz vor den Prüfungen. Astoria und ich lernten gerade für Verwandlung, als es an der Tür unseres Schlafsaals klopfte. Ich stand auf und öffnete. Draco trat ein und begrüßte Astoria mit einem knappen Nicken. Sie lächelte leicht und widmete sich dann wieder unseren Übungen.
    "Was gibt's?", fragte ich meinen Bruder. Draco sah mich mit blitzenden Augen an.
    "Ginny Weasley ist entführt worden."
    "Was?"
    Ich musste all meine Beherrschung aufbringen, um nicht zu schreien. Doch Draco bemerkte meinen geschockten Gesichtsausdruck und runzelte die Stirn.
    "Was ist, du machst dir doch nicht etwa Gedanken um sie?"
    "Doch, natürlich! Was, wenn es uns als nächstes trifft? Sie ist immerhin reinblütig!"
    Draco kam näher und nahm mich in die Arme.
    "Du brauchst keine Angst haben, Liza. Uns trifft es nicht. Keinen Slytherin."
    Ich nickte nur. "Okay."
    Er drückte mich noch einmal kurz, bevor er sich zurückzog.
    "Gute Nacht."
    "Gute Nacht."
    Als er weg war, hob Astoria den Kopf.
    "Das ist ja grauenvoll."
    "Ja..."
    Ich spürte, wie meine Kehle zu brennen anfing.
    "Lass und schlafen gehen, okay?"
    Astoria legte unsere Lernzettel zusammen.
    "Okay."
    Doch ich konnte nicht einschlafen. Ich lag in meinem Bett und starrte an den Himmel aus grünem Samt. Was war mit Ginny geschehen, was war ihr passiert? Wohin hatte der Angreifer sie gebracht? War sie überhaupt noch am Leben? Und warum ausgerechnet Ginny? Das machte doch keinen Sinn. Sie war reinblütig, entstammte einer der alten Zaubererfamilien, mit den anderen Opfern verband sie nichts. Was hatte sie...
    Mit einem Mal saß ich aufrecht in meinem Bett. Der Taschenkalender! Er musste etwas damit zu tun. Ich wusste auch schon, wo ich mit meiner Suche anfangen würde. Ich warf einen Blick zu Astoria und vergewisserte mich, dass sie schlief, bevor ich mich anzog und meinen Zauberstab nahm.
    So leise wie möglich lief ich durch die nur noch spärlich beleuchteten Gänge, direkt zum Korridor der Maulenden Myrte. Das alte Klo war verlassen und stockdunkel.
    "Incendio!"
    Mit einem Schwenk meines Zauberstabs entzündete ich die Fackeln. Zielstrebig betrat ich die Kabine, in der wir den Taschenkalender hatten vernichten wollen. Das Klo war unberührt, keine Spur von dem verfluchten Buch. Und auch sonst keine Spur von nichts. Nicht einmal die Maulende Myrte heulte herum. Hier war nichts. Enttäuscht wollte ich gerade meine Suche aufgeben und zurück zum Schlafsaal gehen, als ich Stimmen hörte. Stimmen, die näher kamen. Mein Herz blieb fast stehen. Was, wenn es der Angreifer war? Ich trat ein paar Schritte zurück und erwog, die Fackeln auszulöschen, falls Licht unten durch den Türspalt fiel, doch ich wagte es nicht, einen Spruch zu flüstern. Sicher wollte niemand genau auf dieses Klo. Wer auch immer da draußen war, er würde vorbeigehen. Er würde vorbeigehen.
    Schritte drangen an mein Ohr. Kamen nah, näher, noch näher. Ich duckte mich unter ein Waschbecken, obwohl mir klar war, dass es ein lausiges Versteck war. Ich schloss die Augen.
    Bitte, geh vorbei. Geh vorbei. Bitte.
    Es knarzte leise, als sich die Tür öffnete.

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Kommentare (9)

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vor 444 Tagen flag
Diese Geschichte ist Sau spannend! Ich würde gerne mehr lesen!
vor 451 Tagen flag
Omg das muss ich lesen heisse Elisa aber halt mit s anstatt mit z, volm toll bestimmt
vor 451 Tagen flag
Voll Cool bitte schreibe weiter!!!!!!!!!
BITTE
vor 530 Tagen flag
Weiter schreiben weiter schreiben!!!!!!!!
vor 548 Tagen flag
Schreib bitte weiter, die Geschichte ist super. I Love it❤️
vor 549 Tagen flag
Bitte weiterschreiben
vor 732 Tagen flag
Die Geschichte ist echt cool, schreib bitte weiter
vor 734 Tagen flag
Schreib bitte weiter. Dein schreibstiel gefält mir.😃
vor 745 Tagen flag
Wieso hören die meisten FF's so abrupt auf ?
Schreib doch bitte weiter ! *Erwartungsvoll anschau*