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Sieben Worte – Die Wahrheit

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1 Kapitel - 888 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 565 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Nach vielen Ideen und Gedankenzügen, Bildern und Momenten, Fragen ob Frau oder Mann, endlich der Entschluss hierfür.

Ein Beitrag für torden’s Schreibwettbewerb.

(https://www.testedich.de/quiz44/quiz/1475077173/Sieben-Worte-fuer-ein-Wunder-Ein-Schreibwettbewerb)

,, Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. Denn letztlich [...] sind wir alle nur sterblich.“
- Jean-Luc Picard

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    Das Gewicht schwankt, hält sich auf den Zehenspitzen und wiegt sich mit dem Wind, den Blättern. Der Moment zieht an einem vorbei, wie der winzige un
    Das Gewicht schwankt, hält sich auf den Zehenspitzen und wiegt sich mit dem Wind, den Blättern. Der Moment zieht an einem vorbei, wie der winzige und doch so starke Flügelschlag einer Motte, welche dem Licht folgt, das von Osten nach Westen zieht und sich im Norden nicht blicken lässt. Ich bin so schwach. Der Stoff des Kleides flattert, schlingt sich um die Beine, als wäre es wie die Tentakeln eines Oktopusses, der sich an einem hinaufzieht. Nur die sich an einem saugenden Noppen fehlen, die ein Ornament auf die feine Haut zeichnen. Aber eigentlich wäre es auch kein richtiges Ornament, es wären nicht ewig, vergänglich wie alles andere. Die Liebe, der Moment, der Genuss, das Leben. Wir haben nur das jetzt, die Zukunft und den Atemzug für die Sekunde und die Dinge im Kopf und das geht auch verloren. Unausgesprochene Worte, ungelachtes Gefühl, die Finger zur Faust geballt, Meinungen. Die Träne rinnt die Wange hinab, lässt mich Salz kosten, meine Gedanken kreisen. Ich habe gesehen, gelernt, geliebt. Habe die Zeit beobachtet und bin mit der Geschichte gegangen. Vom alten und zerfallenen Rom bis hin zur modernen Industrie. Fabriken hier und da, mehr und mehr. Meine Augen verfolgten das Bild des sich verfärbenden Blattes, von Knospe bis zum glorreichen Fall. Müll bedeckt Erde, Straßen. Rauch von Fabriken verfärben die Luft, den Atem. Die untergehende Sonne blendet. Eine Hälfte beginnt zu schlafen und die andere erwacht. 8 Milliarden Leben. Herzschlag um Herzschlag. Mein Herzschlag. Man sollte ihn laminieren, vermerken, einspeichern, aufbewahren und alles mit ihm. Weitergeben, halten, fühlen. Versuchen die Person hinter allem zu erkennen, zu ergründen. Jeder ist für sich und immer allein, unverstanden. Entscheidungen werden gefällt, Schlechte und noch Schlechtere. Die Bäume rascheln unter mir, die Zweige und Äste kratzen um mir herum aneinander, spielen ihre eigene Musik, wispern leise und unverstanden. Man muss lauschen. Lauschen für einen Moment. Sich Zeit nehmen, doch alles und jeder rennt nur noch. Versucht die Sehnsucht und ungeahnte Wünsche zu stillen, die unbeschreibliche Gier. Seht ihr es denn nicht? Sie gehen unter, einer nach dem anderen. Fallen, gefällt und noch mehr gefällt. Axt, Kreissäge, riesiges Fahrzeug. Gänsehaut schleicht über meinen Rücken, es ist kalt. Die Kälte der Steine schleicht um meine Zehen herum, leckt sich die Knochen herauf, Haut blau werden. Das Gewicht hält sich. Vögel zwitschern, verständigen sich, fressen Würmer und Raupen. Irgendwo weit und noch weiter entfernt sind die Motoren von Fahrzeugen zu hören, das unendliche Geklingel von Anrufen und Nachrichten. Sie kommen näher, unaufhaltsam. Es ist verwirrend. Mal bin ich hier und mal nicht. Meine Arme strecken sich aus wie automatisch. Die Mäuse rascheln im Gebüsch, die Näschen von Kaninchen zucken, die Hunde hetzen über die Wiese. Hetzen wie die Menschen von der Arbeit nach Hause und wieder zur Arbeit. Nehmen um sich nichts wahr. Den Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Das Erwachen, Leben, Verändern, Einschlafen und Sterben. Langsam kippe ich vor. Ein Kreislauf oder doch ein Teufelskreis der Vernichtung? Federn scheinen zu wachsen, sich aus Haut zu befreien, Stoff zu durchdringen. Ein Schuss hier, eine Bombe da. Ein Kind hat den Abzug, den Knopf gedrückt. Seid ihr wach? Spürt ihr, hört ihr, merkt ihr die Zerstörung?

    Bumm!

    BUMM!

    BUMM!

    BUMM!

    Ich falle und doch werde ich nicht aufschlagen wie ihr. Meine Flügel tragen mich über die Feuersprungfacette des Waldes, dem Rot, Gelb und Orange der Blätter. Weit hinfort und noch weiter als das Universum, weiter als die Sterne und weiter als Sonne und Mond. Vielleicht zum Kleinen Prinzen und seiner Rose, vielleicht zu neuen Welten oder noch weiter. Gedanken, Kreativität, Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und Flügel sind ausdauernd, der Wind tragend, die Sonne warm, die Wolken angenehm. Die Zeit ist gekommen, dass wir sehen. Macht die Augen auf. Euch wird nicht gefallen was es zu sehen gibt.

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Kommentare (1)

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vor 437 Tagen flag
Wwwwwwwwwuuuuuuuuuuunnnnnnnnnnddddddddddeeeeeeeerrrrrrrrsssssccccchhhhhöööönnnnnnn!