Rette das freie Internet! Mehr Infos hier - Wikipedia's Protest - Stimme hier dagegen!

Springe zu den Kommentaren

Alles hat seinen Preis ~ BTS FanFiction ~

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
30 Kapitel - 29.317 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 19.762 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 26 Personen gefällt es

Was macht ihr wenn ihr einen, sagen wir mal schlechten Krimi seht?
Genau ihr greift zur Fernbedienung und schaltet um.
Doch dummerweise gibt es im echten Leben keine Fernbedienung.
Sonst hätte ich schon lange umgeschaltet....


( SMUT! Es können gewalttätigere Szenen vorkommen! )

    1
    ( Kleine Anmerkung vorweg. Der erste Satz in jedem Kapitel ist eine Zwischenüberschrift ^^ Ich werde aber immer ein paar Zeilen frei lassen das man s
    ( Kleine Anmerkung vorweg. Der erste Satz in jedem Kapitel ist eine Zwischenüberschrift ^^ Ich werde aber immer ein paar Zeilen frei lassen das man sieht was ff und was Zwischenüberschrift ist xD

    Viel Spaß:3)

    Der abrupte Abruch meines Urlaubs


    „ Seit Wochen schon treiben die 7 Mitglieder, Kim Namjoon, Kim Seokjin,
    Min Yoongi, Kim Taehyung, Park Jimin, Jung Hoseok und Jeon Jungkook, von der Organisation „ BTS“ ihr Unwesen.
    Inzwischen ist die Zahl ihrer toten Opfer auf 22 Gestiegen. Was sie damit erreichen wollen ist noch unklar. Ermittlungen laufen“, scharrte der Sprecher aus dem Radio.
    Meine Mutter, die direkt hinter dem Busfahrer saß, und alles mit angehört hatte, seufzte.
    „ Und ich habe geglaubt man hat sie gefasst.“
    Mein Vater der, mit meiner 7 Jährigen Schwester hinter uns saß, fing an ihre Schulter zu massieren.
    „ Ach Schatz. Reg dich doch nicht so auf. Wir sind hier in Seoul. Hier wird uns wohl kaum was passieren.“
    „ Ja noch sind wir in Seoul. Und was wenn wir später auf der Rückfahrt nach Busan aufgehalten werden?“
    „ Mama, die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Was wollen die schon mit einem Reisebus?“, mischte ich mich ein.
    Meine Mutter zog beleidigt eine schnute und griff nach ihrem Lieblingsbuch.
    Ich sah zu meinem Vater, der nur die Schulter zuckte. Dann fiel mein Blick auf meine kleine Schwester.
    Sie grinste mich nur an.
    Ich grinste zurück und sah dann aus dem Busfenster. Die Landschaft flog an mir vorbei und ließ mich langsam müde werden.


    „ wir werden in kürze am Rastplatz halten und eine 20 Minütige Pause einlegen“. Ich schreckte hoch und versuchte zu realisieren was der Busfahrer gerade durchgesagt hatte.
    Ich sah mich um. Alle schliefen. Es war stockdunkel im Bus. Nur die nein roten Leuchtziffern über den Busfahrer spendenden Licht, und zeigten mir das es kurz nach 3 Uhr morgens war.
    Der Bus scherte aus, setzte den Blinker und fuhr auf die Raststätte.
    Noch bemerkte niemand den schwarzen Van, der uns leise und langsam auf den Rastplatz folgte....

    2
    Wie ich in die Hände von dem BTS Clan fiel

    Der Bus hielt und die Scheinwerfer gingen aus. Noch war alles ruhig.
    Der Busfahrer machte die licher an und stand auf.
    „ W...was? Sind wir schon da?“
    Meine Mutter richtete sich, wie viele andere verschlafen auf.
    „ Nein wir machen Pause“, erklärte ich. Die meisten stiegen aus. Nur ich, der Busfahrer und ein paar Passanten blieben sitzen.
    Ich war so müde das ich lieber warten wollte anstatt raus in die Kalte
    Luft.
    Nachdem die 10 Minuten um waren füllte sich der Bus wieder.
    Und plötzlich ging alles ganz schnell.
    Ein Mann, etwa 1.80m groß huschte in den Bus und hielt einen Revolver in den Händen.
    „ Keine Bewegung!“, rief er.
    Nach ihm stiegen auch noch 6 andere member, mit Waffen in den Bus.
    Der Busfahrer und die anderen Passanten drückten sich ängstlich in ihre Sitze.
    Die 7 tuschelten kurz.
    Dann fingen ein paar an, Wertsachen einzusammeln.
    Alles geschah so schnell das ich kaum was mit bekam.
    „ Das sind sie! Ich hatte recht!“, flüsterte meine Mutter, mir, meinem Vater und meiner Schwester zu.
    Plötzlich stand einer vor unseren sitzen und hielt uns eine Waffe vor die Nase.
    „ Aufstehen!“
    Während er das sagte sah er mich ernst an. Zögernd stand ich auf.
    Er packte mich am arm und zog mich auf den Mittelgang.
    „ Unsere Geisel! Wir werden sie mitnehmen!“
    Stille im Bus. Meine Mutter fing an zu weinen. Und ich stand, unter den harten griff der Typen und hoffte das alles nur ein schlechter Traum war.
    „ Gut Schätzchen! Wir gehen mal deinen Koffer holen“, schlug der dunkelhaarige mir vor und sah zum Busfahrer.
    „ Mitkommen Opa!“
    Zusammen mit den 7 und dem Busfahrer stieg ich aus.
    Mit Panik in den Augen öffnete der Busfahrer „ den Bauch“ des Busses.
    ( also wo immer die Koffer gelagert werden xD)
    „ Welcher ist deiner? Nimm ihn!“, wurde ich aufgefordert.
    Panisch griff ich nach meinem schwarzen Koffer.
    „ Du fährst jetzt schön die anderen heim! Und keine Spielchen! Du verpfeift uns nicht bei der Polizei!“, rief der eine dem Busfahrer noch zu.
    Dieser nickte, warf mir einen entschuldigenden Blick zu, flüchtete in den Bus und ließ mich mit den Jungs alleine.

    „ Komm. Wir bringen dich hier weg“, raunte mir der eine zu und riss mich zum Van. Ich sah die Scheinwerfer des Busses aufleuchten und kurze Zeit später rollte der Bus vom Parkplatz.
    „ Wieso ich?“, wimmerte ich.
    „ Naja du hast uns gefallen. Ich bin übrigens Jimin. Das ist Namjoon, das Jin... das Jungkook, das Hoseok, er hier ist Taehyung und er ist Yoongi“.
    Während mir Jimin alle vorstellte, zeigte er auf die einzelnen Personen.
    „ Aber du kennst uns sicher....
    Wie heißt du denn?“, fragte mich Yoongi und lächelte mich kühl an.
    „ K... Kim Lee- June“, stammelte ich und sah zu Boden. Wieso musste mir sowas passieren?
    Es war Jungkook der mich in den Van schob und flüsterte: „ Glaub mir so schlimm sind wir nicht“.
    „ Ach nein! Ihr habt 22 Leben auf dem Gewissen“, quietschte ich panisch.
    Er lachte.
    „ Du gefällst mir wirklich. Wie alt bist du?“
    Ich sah zu Boden, wurde rot und nuschelte: „ 20 Jahre“.
    „ Und da macht man mit seinen Eltern noch Urlaub?“, fragte Jin und setzte sich ans Steuer.
    „ Ich wurde gezwungen“, erklärte ich und versuchte nicht zu doll auf Taehyungs Pistole zu starren, die ich perfekt sah, weil er neben mir Platz nahm. Auf die andere Seite setzte sich Yoongi. Vor uns nahmen
    Jimin, Jungkook und Hoseok Platz.
    Namjoon machte es sich auf dem Beifahrersitz bequem.
    „ Wohin fahren wir?“, fragte ich.
    „ Wir bringen dich zur alten Fabrik... hier am Stadtrand. So weit das Auge reicht, Felder und Wiesen. Dort wohnen wir“, erklärte Jin und versuchte mit mir Blickkontakt über Rückspiegel aufzunehmen.
    „ Sag mal ist dir kalt?“, quatschte mich Taehyung von rechts an.
    „ Wieso?“, fragte ich zurück.
    „ Naja du zitterst und hast eine Gänsehaut...“, erklärte er.
    „ Kann aber auch von der Angst kommen... oder sie ist es nicht gewohnt mit so gut aussehenden Kerlen in einem Van zu sitzen“, mischte sich Yoongi ein. Eingebildeter ging’s nicht? Der ganze Van fing an zu lachen.
    „ Ach komm hier ich kann dir gar nicht
    Zusehen“, meinte Taehyung und legte mir eine Decke um, die er aus dem Kofferraum gefischt hatte.
    „ Danke“, murmelte ich und versuchte mich trotz Situation zu beruhigen.

    3
    Die Fabrik


    Wir hielten nach einer gefühlten Ewigkeit vor einer alten Fabrik.
    „ Und was muss ich jetzt hier machen?“, fragte ich ängstlich.
    „ Naja... du... Ähm... bleibst eine Weile bei uns, bis der Staat bereit ist zu handeln“, erklärte Jin und half mir aus dem Auto, da meine Beine sonst weg geknickt währen.
    „ Ja schon klar aber womit soll ich nix beschäftigen?“, fragte ich.
    „ Du kannst alles Mögliche machen. Es gibt nur eine Regel. Bleib in der Fabrik!“, sagte Namjoon.
    „ Und was wenn nicht?“, frage ich unsicher.
    Auf einmal tauchte Jimin hinter mir auf und hielt mir eine Pistole an den Kopf.
    „ dann werden wir dich finden meine Liebe... und dann passiert das..“
    Er drückte die Pistole etwas fester gehen meine Schläfen.
    „ Kommt lasst uns rein gehen“, schlug Jungkook vor.
    Yoongi griff nach meinem Arm und zerrte mich in das Gebäude. Die anderen folgten uns schweigend.
    Trotz allem sah ich mich neugierig um. Hier war alles alt und schäbig.
    Überall alte abgenutzte Möbel und so. Die Küche war das einzige was hier halbwegs neu und halbwegs sauber aussah. Sie müsste so um die 10 Jahre schon hier drinnen stehen.

    Überall roch es muffig, als wir einen langen Gang im obersten „ Stockwerk“ entlang gingen.
    Rechts und links waren jeweils 5 Türen.
    „ Die ersten 7 sind unsere Schlafzimmer. Hier ist das Bad....
    hier die Abstellkammer, hier eine Art Wohnzimmer wo wir uns oft aufhalten und hier.
    Dein Zimmer“, Jin öffnete die Tür.
    In dem Zimmer lagen wie in allen andern Schlafzimmern nur eine Matratze als Bett. Das Zimmer war sehr klein und beherbergte außer der Matratze noch einen kleinen Tisch und eine Kommode.
    Ich stellte achtlos meinen Koffer an die Seite.
    „ Und was macht ihr jetzt normalerweise?“
    „ Wir setzten uns zusammen und planen... Dinge die dich nicht zwangsläufig was angehen“, erzählte Hoseok und grinste.
    „ Okay. Darf ich mich hinlegen während ihr das macht? Ich bin müde...“
    „ Wow so einen zahme Geisel hatten wir ewig nicht mehr, was Hyungs?“
    Namjoon lache und schließlich liefen sie die Treppe runter.
    „ Falls was ist, wir sind im Eingangsbereich. Da ist es immer schön warm“, raunte mir Jin zu.
    Schließlich verschwand auch er die Treppe hinab.
    Total übermüdet ließ ich mich auf die Matratze fallen und fiel in einen traumlosen und tiefen Schlaf.

    4
    Der morgen danach

    Durch die dreckige kleine Scheibe fiel etwas Sonnenlicht als ich aufwachte.
    Durchs ganze Zimmer tanzte der Staub. Müde rappelte ich mich auf und wusste nicht mehr Genau was passiert ist. Ach ja ich war ja eine Geisel. Trotz allem überfiel mich ein mulmiges Gefühl. Wenn’s drauf ankam würden die sicher kurzen Prozess mit mir machen. Immerhin waren es Gangster. Ich taumelte zur Tür und öffnete sie leise. Dann Schlich ich auf den Gang. Alles ruhig. Nichts rührte sich. Vorsichtig Schlich ich über die Holzdielen. Plötzlich knarrte eine laut. Wie versteinert blieb ich stehen. Wieso hatten sie in einer Fabrik auch holzdielen? Okay zwar waren wir im Wohnbereich der Arbeiter dieser Fabrik. Aber trotzdem hätten es keine holzdielen sein müssen. Ich wartete aber nichts tat sich. Schien also keiner gehört zu haben. Erleichtert huschte ich weiter durch den Gang. Da geschah es.
    Zwei Hände griffen nach meiner Hüfte und ich wurde nach hinten gezogen.
    Als ich mich umdrehen wollte, wurden mir die Augen zu gehalten. Die Person zog mich in ihr zimmer und machte leise die Tür zu, ohne mich los zu lassen. „ W...was zum?“, stammelte ich. Als die Person mich losließ, um die Tür abzuschließen, sah ich das es Jimin war. Ängstlich blieb ich mitten im Raum stehen. Als er sich zu mir umdrehte grinste er. „ Hat dir denn keiner bei gebracht das es Konsequenzen hat, wenn man abhauen will?“ Schnell schüttelte ich den Kopf. „ Ich wollte nicht abhauen.“
    Kurz zögerte ich und fügte leider in zu. „ Ich wollte nicht allein sein, weil ich Angst hatte“. Jimin schmunzelte kurz und zog mich an sich.
    „ Naja... wenn das so ist kannst du bei mir bleiben“. Er strich mir über die Wange. Ich bekam eine Gänsehaut.
    „ S..so meinte ich das nicht.“
    „ Ach ja und wie dann?“
    Er gab mir ein Kuss auf die Wange und wanderte langsam tiefer zu meinem Hals. Mein mulmiges Gefühl verstärkte sich. Er hatte 22 Leben auf dem Gewissen. Er würde vor nichts scheuen. Zögernd versuchte ihn halbherzig wegzudrücken. Am liebsten hätte ich ihn weggeschubst. Aber das hätte vielleicht mein Ende bedeutet. Seine Pistole lag griffbereit auf der Kommode neben ihm.
    „ Jimin?“
    Er hörte auf meinen Hals zu küssen, richtete sich auf und schaute mich fragend an. „ Ja?“
    Ich holte tief Luft und stotterte.
    „ K...kannst du... es lassen? I... ich bin mit der ganzen Situation und so total überfordert... immerhin war ich gestern noch auf dem Heimweg nach Hause, nach 1 Woche Ferien und heute sitze ich hier als Geisel und weiß nicht was passiert.“
    Er murrte was von.
    „ Ich krieg dich schon noch“. Dann schloss er auf und schubste mich raus.

    Ich stolperte geradewegs in Taehyung rein. „ Hoppla“, lachte er und ging mich auf. Dann sah er fragend zu Jimins Tür. „ Hat er dich abgefangen und wollte mit dir rumknutschen?“, fragte er und musterte mich.
    Verwirrt nickte ich. „ Woher weißt du das?“ Taehyung seufzte. „ Das macht er immer mit unseren Geiseln.“
    „ Aha“, sagte ich gedehnt. „ Naja.. komm lass uns frühstücken gehen“, rief er vergnügt, griff nach meiner Hand und riss mich die Treppen runter. Lachend hechtete ich ihm nach und versuchte mich aus dem griff zu befreien. Seltsam. Obwohl ich so ähnlich wie eine gefangen war, fühlte es sich so vertraut und familiär an. Taehyung führte mich in den hinteren Bereich der Fabrik.
    „ Hier haben die Arbeiter früher Mittagspause gemacht und zeigte mir die Kantine. An den Wänden hingen Pläne. Als ich sie mir näher ansehen wollte, zog mich Taehyung schnell weiter. „ Das ist nichts für deine Augen“, flüsterte er mir zu.

    Er brachte mich zu dem großen Tisch an dem die anderen member, abgesehen von Jimin und Jin schon saßen. Zögernd setzte ich mich auf den freien Platz zwischen Namjoon und Yoongi. Taehyung nahm gegenüber von mir Platz. Neben ihm saßen Jungkook und Hoseok.
    Jimin, der kurze Zeit später auftauchte und mich kurz dreckig angrinste, setzte sich neben Namjoon. Nun war nur noch der Platz neben Jungkook frei.

    „ Also ich geh uns mal Frühstück holen... hilft mir wer?“, fragte Hoseok und stand auf. „ Ich!“, rief ich vielleicht etwas zu laut und sprang ebenfalls auf. „ Bist du immer so stürmisch?“, frage Namjoon, lachte und sah zu mir hoch. Ich wurde rot und murmelte was von „ Tschuldigung“.
    Hoseok grinste und lief los in Richtung Küche. Ich folgte ihm.
    „ Denk dran du musst dich vor nichts und niemanden fürchten. Solange du nicht versuchst abzuhauen oder Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen.
    Wenn du dich dieser Regel wiedersetzt, was ich an deiner Stelle nicht tuen würde, musst du Aufpassen das dir nichts passiert.
    Die anderen sind gefährlich. Die meisten zumindest“, wisperte Hoseok mir zu. „ Du nicht?“, fragte ich zurück.
    Er lachte. „ Ich bin viel zu gutmütig. Mir fällt es schwer Leute zu töten oder zu quälen.“ Er zwinkerte mir zu und wand sich dann an Jin.
    „ Na Hyung? Was gibt es denn leckeres heute?“
    Jin schob ihm wortlos ein Tablett mit 4 Tellern hin. Darauf waren Spiegelei mit Speck. Dann sah er lächelnd zu mir. „ Ich hoffe du bist keine Vegetarierin“. Lachend schüttelte ich den Kopf und griff nach den anderen 3 Tellern. „ Die kann ich ja tragen“.
    Jin wollte was erwidern doch ich achtete mich drauf.
    Wie eine Kellnerin balancierte ich die Teller auf meinem Arm und lief zum Tisch zurück. Jungkook sah mich erstaunt an. „ Wieso kannst du das?“
    Ich stellte die Teller ab und erwiderte.
    „ Ich hatte mal ein Ferienjob als Kellnerin.“
    Hoseok, der sich auf sein Platz setzte fing an zu kichern und würgte unter dem lachen hervor: „ Bei Namjoon währen die Teller schon heruntergefallen bevor er überhaupt ein Schritt gemacht hätte“.
    „ Haha bist du wieder witzig“, murrte Namjoon sarkastisch und griff nach einem der Teller.

    Nach dem Essen hatte ich es mir im Wohnbereich gemütlich gemacht. Die alte Couch war zwar schon reichlich zerfleddert, doch das störte mich wenig. Ich war alleine, doch irgendwo rumorten ein paar auf dem Zimmer.
    „ Na? Ist alles ein bisschen schwer für dich hn?“ Ich drehte mich um und sah Jin, der lässig im Türrahmen lehnte.
    „ Ungewohnt. Aber komisch das sich noch keiner Sorgen macht.“
    Jin schüttelte den Kopf.
    „ Das stimmt nicht. Alle suchen nach dir. Du bist in den Nachrichten und in der Zeitung und alles“.
    Ich sah zu Boden. Meine Familie machte sich bestimmt so krasse sorgen. „ Ich hab Angst vor alldem“.
    Jin kam auf mich zu und sagte leise:
    „ Ich weiß... aber du musst keine Angst haben.“ dann fügte er leiser zu.
    „ Solange du dich an die Regeln hälst.“ Er ließ sich locker aufs Sofa fallen und klopfte auf den Platz neben sich. Vorsichtig setzte ich mich neben ihn. „ Hast du Geschwister?“, fragte er mich plötzlich aus heiterem Himmel.
    „ Ja. Eine kleine Schwester. Sie hatte hinter mir im Bus gesessen. Sie ist 7.“
    Er nickte und antwortete.
    „ Ja ich erinner mich. Sie hat ganz schockiert geguckt als wir dich mit genommen hatten.“
    Jin legte einen Arm und mich. Ich legte mein Kopf An seine Schultern und kuschelte mich an ihn. Ich kam mir so verloren vor, das sich das so gut anfühlte. Er schmunzelte leicht und fing an über meinen Rücken zu kraulen. Leise fing ich an zu kichern.
    Er sah zu mir runter und schaute mich fragend an. „ Was denn?“
    „ Ich komme mir vor wie eine Katze“.
    Kurz sah er verwundert aus. Dann lachte er.
    „ Jin!“ Irgendwo im ersten Stock rief jemand nach ihm. „ Verdammt ich muss los“, sagte er schnell und stand so hektisch auf, das ich abrutschte.
    Schnell stand ich auf und wollte ihm folgen. „ Nein warte besser hier“, rief er mir zu und hechtete die Treppen hoch. Wahrscheinlich planten sie gerade wie es mit mir weiter ging.
    Ich lief ans Fenster und schaute raus.
    Es war vergittert.


    „ Aber wir können sie nicht alleine hier lassen! Immerhin ist sie immer noch unsere Geisel und könnte versuchen zu flüchten, falls ihr das vergessen habt“, erinnerte Yoongi noch einmal alle.
    „ Ja aber wir müssen doch in die Stadt und du-weißt-schon-was regeln“, versuchte Namjoon es noch einmal. Ich stand neben Hoseok und hörte der Diskussion zu.
    Es ging darum das sie noch einmal irgendwo hin wollten. Mich mitnehmen konnten sie schlecht. Aber mich hierlassen noch schlechter.
    „ Also... Namjoon, Jimin, Yoongi, Jin und ich müssen ja mit. Aber Taehyung und Hoseok brauchen wir ja nicht zwangsläufig oder? Dann könnten wir sie doch hier lassen zum aufpassen“, überlegte Jungkook laut.
    „ Die Idee ist gut“, stimmte Namjoon ihm zu.
    „ Nachdem das geklärt währe... können wir jetzt endlich los?“, drängte Yoongi. „ Schon gut Chill“, murmelte Namjoon und öffnete die Tür.
    Kurze Zeit später waren alle verschwunden. Alle bis auf Hoseok und Taehyung. Ich grinste. Sie ließen mich doch tatsächlich mit den zwei größten Schwachpunkten der Bande alleine. Immerhin waren die beiden viel zu nett um mir was zu tun.
    Dachte ich zumindest....

    5
    Ein Fluchtversuch, eine verpasste Chance und zwei enttäuschte Gesichter



    Hoseok und Taehyung verschwanden recht schnell nach oben und waren in ihren Zimmern verschwunden.
    Ich wollte die Chance nutzen und mit meinem Handy versuchen jemanden zu erreichen. Ich setzte mich hinter die Couch, damit man mich nicht sofort sehen konnte.
    Dann versuchte ich jemanden zu schreiben. Doch keine Nachricht ging raus. Nicht an meine Eltern... nicht an meine Freunde... niemand bekam sie.
    ‚ ich muss versuchen jemanden anzurufen‘ schoss es mir in den Kopf.
    Bei mir daheim ging niemand ans Telefon. Ebenso wenig wie an die Handys meiner Eltern. Auch der Versuch meine Freunde zu erreichen scheiterte. Nur bei meiner BFF Miju ertönte das Freizeichen.
    „ Oh mein Gott June. Wo bist du? Wir machen uns alle total sorgen!“, rief sie ins Handy. „ Ich wurde mitgenommen. Von BTS... Kennst du die?“
    „ Ja klar! Die Nachrichten sind voll von denen... soll ein übler Clan sein. Gehts dir gut! Wo bist du?“
    „ Mir geht es gut! Ich bin....“
    Weiter konnte ich nicht reden, weil mir das Handy aus der Hand gerissen wurde. „ June?“, Hoseok funkelte mich wütend an und legte auf.
    „ Wir hatten eine Abmachung! Glaub mir ich will dir nicht weh tun... aber ich muss wenn du dich nicht an die Regeln hältst. Dein Handy ist einkassiert!“ Er steckte es sich in die Hosen Tasche.
    „ Was ist denn hier los?“, Taehyung kam gerade die Stufen herunter und sah uns verwundert an.
    „ Unsere Kleine Prinzessin hat mit ihrer Freundin nehme ich an telefoniert.“
    Taehyung sah mich leicht wütend an.
    „ Es währe besser wenn du auf uns hörst. Ich will dir nämlich auch nicht wehtun. Niemand will das.“
    Ich sah zu Boden und bereute die ganze Aktion schon. Aber nur kurz.
    Dann fand ich das nichts legitimer währe als meine Flucht.
    „ Das will ich nicht noch einmal sehen“, redete Hoseok auf mich ein. Dann drehten sich beide um und verschwanden in der Küche.
    Mein Handy hatten sie mitgenommen.

    6
    Plan B



    Ich tigerte im Esszimmer auf und ab.
    Ich musste es schaffen von hier zu fliehen. Als ich hergekommen war, war es mir noch nicht so bewusst.
    Doch jetzt hämmerte es mir in den Kopf, das ich zusammen mit 7 Mördern in einer verlassenen Fabrik wohne. Außerdem mussten sich doch meine Freunde und meine Familie um mich sorgen...
    Ich musste hier raus!
    Egal wie!
    Dummerweise hatten sie mein Handy. Die Tür nach draußen war immer verriegelt und die Fenster vergittert...
    Halt! Warte!
    Schnell hechtete ich zum Fenster des Esszimmers, vor dem Gardenien hingen, die aussahen als hätten sie schon bessere Tage erlebt.
    Bingo! Keine Gitter. Leise öffnete ich das Fenster und sah raus. Das war hoch. Sehr hoch.
    Locker 10 bis 15 Meter ging es in die Tiefe. Und der Boden war leider weder mit Gummi noch mit Wackelpudding oder Trampolinen bedeckt, die mich auffangen könnten.
    Nein. Wenn ich springen würde, würde mich nach langen Fall ein harter Beton Boden begrüßen. Seufzend wollte ich das Fenster schließen, als mein Blick auf die Feuerleiter fiel. Sie hing an der Wand direkt neben dem Fenster und führt bis fast auf den Boden.
    Ich grinste und schloss das Fenster.
    Diese Nacht würde einer weniger hier verbringen. Leise Schlich ich in mein Zimmer um meine Tasche zu packen.
    Wie ich die da runter bringen würde war mir jetzt noch ein Rätsel...

    7
    No risk no fun


    ( kurzes Kapitel nur:3)


    23.45 Uhr. Ich zog mein Handy von der Steckdose und verstaute es in meiner Tasche. Nun war ich bereit.
    Diesmal stellte ich mich nicht so Dämlich an und huschte lautlos über die Dielen. Kein Jimin hielt mich auf.
    Nirgendwo brannte Licht.

    Im Esszimmer riss ich das Fenster auf
    Und schaute hinab. Ein falscher schritt und ich würde tot sein. Ich musste also acht geben. Meine Tasche hing ich mir um die Schulter. Dann hangelte ich mich zur Feuerleiter und kletterte diese hinab.
    Ich war schon so gut wie frei als,
    „ He June!“ Eine Silhouette erschien am Fenster. Es war Hoseok. Unbeirrt kletterte ich weiter. Er gehörte zu den gutmütigen. Als ich drei viertel geschafft hatte hörte ich oben am Fenster eine Pistole klicken.
    „ June! Komm hoch! Ich will nicht schießen!“, rief er mir zu.
    Kurz zögerte ich. Als dann auch noch weitere Lichter in der Fabrik anging, was mit zeigte das die anderen wach wurden, wäre ich am liebsten umgekehrt.
    Aber ich war nicht so weit gekommen um umzudrehen.
    Mir fehlten nur noch 4 Stufen.
    Die Pistole klickte erneut.
    3 Stufen.
    Er zielte.
    2 Stufen.
    Ich sprang.
    Er schoss.

    8
    Konzequenzen


    Schwerfällig öffnete ich meine Augen.
    Was war passiert? Ich versuchte mich langsam aufzurichten. Doch hörte sofort auf als ein stechender Schmerz durch meinen Arm fuhr. Mein Kopf pochte und mir war leicht schwindelig.
    „ Wie geht es dir?“
    Ich drehte mein Kopf leicht zur Seite und sah zu Taehyung, der mich dies gefragt hatte.
    „ Ganz gut... was ist passiert?“
    Taehyung sah auf mein Arm.
    „ Dann hab ich dich also gut verarztet...“, murmelte er ganz gedankenverloren.
    „ Taehyung was ist passiert!“, wiederholte ich langsam.
    Er sah zu mir.
    „ Naja du wolltest abhauen. Dann hat Hoseok auf dich... geschossen.“
    Er lief auf mich zu und half mir auf.
    „ Was machst du?“, piepste ich.
    „ Du hast gegen die Regeln verstoßen. Das hat Konsequenzen. Glaub mir in wenigen Stunden wünscht du dir, du hättest es nie Versucht“, erklärte mir Taehyung.
    Wow wahnsinnig beruhigend.
    Er führte mich aus dem Fremden Zimmer, auf den Dachboden.
    „ Was ist hier?“, fragte ich leise.
    „ Namjoons Büro“, antwortete Taehyung knapp. „ Also ist Namjoon sowas wie der Boss der Truppe?“
    Taehyung wiegte den Kopf.
    „ So könnte man es auch sagen.“
    Er klopfte an eine Tür, die von Jungkook geöffnet wurde. Alle sahen ernst zu uns. Namjoon saß hinter einem massiven Schreibtisch. Vor diesem stand ein Stuhl auf den er jetzt deutete. „ Hinzesetzen!“
    Ich gehorchte sofort und setzte mich.
    Die anderen 6 Member stellten sich hinter Namjoon und waren sowas wie eine Mauer.
    „ Hoseok hat mir von deinen versuchen erzählt“. Mit den Worten legte Namjoon mein Handy auf den Tisch. „ Dummerweise hat weder der Versuch jemanden anzurufen, noch die Feuerleiter Option was gebracht. Im Gegenteil. Wir werden jetzt andere Seiten aufziehen Fräulein! Das hat Konsequenzen. Mehr sag ich dazu noch nicht! Aber glaub mir du wirst alles bereuen und über dein Verhalten nachdenken!“
    Während Namjoons Vortrag schaute ich die ganze Zeit reumütig zu Boden.
    „ Schau mich an wenn ich mit dir rede!“, zischte er. Zaghaft hob ich den Kopf. Doch Namjoon drehte sich um, zu Yoongi und machte dann eine wegwerfende Handbewegung zu mir.
    Yoongi schien sofort zu verstehen.
    Er kam sofort zu mir und riss mich vom Stuhl. Dann schleifte er mich aus dem Zimmer.
    „ Wohin bringst du mich?“, fragte ich vorsichtig. Yoongis Antwort war ein Knurren: „ Halt die Klappe“.
    Wir liefen ewig Treppen runter, bis wir im Keller angekommen waren.
    Yoongi brachte mich in einen kleinen Raum, indem nur eine Matratze lag.
    In den führte er mich rein.
    „ Hier bleibst du nun. Alle zwei Stunden kommt jemand runter und schaut ob alles okay ist. Verstanden?“
    Ich nicke ängstlich. Er grinste und strich mir durchs Haar.
    „ Wenn du nicht gerade versuchst abzuhauen bist du echt süß“.
    Ich senkte den Kopf. Er lachte. Und kurze Zeit später war ich allein.
    Ich seufzte. Flucht war unmöglich.
    Yoongi hatte abgeschlossen, bevor er gegangen war.

    9
    Das Frage Register einer Geisel


    Nun hieß es warten. Die meiste Zeit verbrachte ich daran die Decke anzustarren und mir auszumalen was in diesem Keller wohl früher getan wurde. Hatten die Arbeiter dieser
    Fabrik es zur Aufbewahrung von Maschinen oder Materialien genutzt?
    Oder haben sie hier Leute eingesperrt die nicht mitarbeiten wollten, also gestreikt hatten. Meine Gedanken drehten sich.
    Erst nach einer Weile fiel mir das kleine Fenster im Raum auf. Durch ihn schob sich ein kleiner Lichtstrahl Sonne. Ansonsten war es im Zimmer fast dunkel. Einen Lichtschalter hatte ich nicht gesehen. Vorsichtig ging ich auf das fester zu. Es war so groß wie ein Block- und vergittert. Frustriert schlug ich gegen die Wand. Wie lange würden sie mich hier festhalten? Wer würde als erstes nach mir schauen?
    Was müsste gemacht werden das ich gehen dürfte? Die Gedanken überschlugen sich und ich bekam leicht Panik. Was wenn ich hier nie wieder rauskam?
    Das klimpernde Geräusch eines Schlüssels ließ mich herumfahren.
    Die Tür wurde aufgeschlossen.
    „ Na? kann ich reinkommen?“
    Ich sah zuerst nur die Haare, der Person die gesprochen hatte. Die Farbe erinnerte mich an caramel.
    „ Klar“, antwortete ich und versuchte zu lächeln. Natürlich hatte ich die Stimme sofort erkannt. Die Tür wurde ganz geöffnet, und richtig. Es war Taehyung der sich durch die Tür schob und hinter sich schloss.
    „ Wie geht es dir? Hast du Hunger? Durst? Ach ja wenn du auf Toilette musst....“
    Ich winkte ab. „ Ich hab nur viele Fragen und Angst.“
    Er seufzte als hätte er damit gerechnet. Dann antwortete er.
    „ Na gut ich versuch sie dir zu beantworten.“
    Wir setzten uns auf den Boden.
    „ Also... wieso sind auf einmal alle so bösartig zu mir?“, stellte ich die Frage die mir als erstes in den Kopf schoss.
    „ Naja. Sie sind sauer auf dich, da du versuchst hast abzuhauen. Du hast ihr Vertrauen missbraucht“, antwortete er.
    „ Oh. Kann ich mir das Vertrauen zurück verdienen?“ Ich sah unwillkürlich auf mein Arm.
    „ Versuchs. Versprechen kann ich nichts. Am liebsten würde ich dich ja schon mit hochholen. Aber ich darf nicht. Ich hab’s versucht.“
    Taehyung sah sich um und murmelte.
    „ Das hier ist einfach kein Ort für dich“.
    Ich nicke und fuhr fort:
    „ Und was muss ich tuen um wieder freizukommen?“
    Taehyung sah auf den Boden und murmelte: „ Wir haben Verhandlungen mit dem Staat angefangen. Wenn sie unseren Forderungen nachgehen, kommst du frei...“
    Er klang so als gäbe es einen harken.
    „ Und... wenn sie es nicht tun?“, fragte ich, obwohl ich die Antwort nicht hören wollte.
    Taehyung sah mir in die Augen.
    In Ihnen spiegelte sich Unbehagen wieder.
    „ Dann... müssen... wir dich... töten.“
    Alle Farbe wich aus meinem Gesicht.
    In der Sekunde war es totenstill in der ‚ Zelle‘.
    „ A...aber... wer würde das dann von euch machen? Wie oft habt ihr schon Geiseln gerötet?“
    Taehyung zog seine Pistole hervor und fing an sie in den Händen zu drehen.
    „ Die Medien berichten zwar nur von 22 Opfern. Aber es sind 43. Du bist Nummer 44. Immer wieder stellen wir unsere Forderungen dem Staat. Nie geht er auf sie ein. Von den 43 Geiseln haben wir 31 Getötet. Was aus dem Rest passiert ist weiß ich nicht“, erzählte er.
    „ Wer würde mich töten?“, wiederholte ich meine Frage ängstlicher.
    Ich sah den Titel schon vor mir.
    ‚ Kim Lee June Opfer Nummer 44‘
    „ Naja. Letztens war Jimin an der Reihe. Also wäre der nächste....“,
    Er überlegte. Dann wurde er kreidebleich und sprang auf.
    „ Taehyung?“, rief ich ihm nach. Doch er rannte nur zur Tür und riss diese auf.
    „ Wer denn? Ich kann mit der Wahrheit leben! Namjoon? Yoongi? Jin?“, rief ich ihm nach.
    Kurz stille. Dann hörte ich ihn flüstern:
    „ Ich bin der nächste. Wenn Der Staat den Forderung nicht nachgeht, muss ich dich töten“.
    Fassungslos sah ich zur Tür, die Taehyung gerade abschloss. Dann hörte ich wie sich Schritte rasch entfernten.
    ‚ Opfer 44, getötet von Kim Taehyung.‘

    10
    weiterer Kontrollgang

    Nachdem Taehyung verschwunden war, legte ich mich auf die Matratze und sah durch das kleine Fenster das die Sonne langsam unterging. Bald würde es hier drinnen stockdunkel sein. Wieso hatte ich versucht zu fliehen? Ich hätte jetzt so schön oben sitzen können... aber nein. Ich musste ja unüberlegt handeln.
    Ich wälzte mich noch eine Weile auf der Matratze hin und her, bis ich in einen tiefen und traumlosen Schlaf fiel.


    Schlüsselklappern...
    Eine Tür öffnete sich....
    Eine Person Schlich sich rein und schloss die Tür wieder hinter sich ab.
    Im Halbschlaf realisierte ich diese Dinge nicht ganz. Müde richtete ich mich auf und starrte direkt in den Lichtkegel der auf mich gehalten war.
    Weiß blonde haare blitzten dahinter auf. „Y...Yoongi?“, fragte ich ängstlich, da ich unsicher war. Immerhin erinnerte ich mich nur noch dunkel an die Haarfarbe von Ihm.
    „ Wow gut geraten“, hörte ich ihn sagen. Doch seine stimme hatte nichts bewunderndes sondern wütendes... als wenn es ihm schwer fallen würde sich zu beherrschen.
    Vielleicht wollte er mir als Strafe für meine Fluchtversuche sonst was antun und durfte nicht!
    „ Hast du Hunger? Durst? Ist irgendwas?“, holte er mich wieder in die Realität zurück.
    „ Naja... ich hab Durst und hätte nichts gegen einen Besuch auf einer Toilette“, gestand ich.
    „ Gut. Dann komm mit....“, forderte er mich auf und schloss die Tür auf.
    Danach folgte ich ihm durch die Gänge.
    „ Hab ich mir jetzt eigentlich alles verspielt bei euch?“, fragte ich leise.
    Er drehte sich zu mir.
    „ Wie meinst du das?“
    „ Naja am Anfang wart ihr so nett zu mir und nach meinen versuchen seit ihr auf einmal wie ausgewechselt“, erklärte ich.
    Er zuckte die Schultern.
    „ Du hast unser Vertrauen missbraucht. Das macht uns halt alle Wütend... nett ausgedrückt. Du hast es dir also selbst zuzuschreiben. Und Sich vertrauen bei uns wiederzugewinnen wird schwer, glaub mir.“
    Ich seufzte. Das konnte ja witzig werden.
    „ Halt. Hier ist das Gästebad.“
    Er blieb vor einer Tür stehen.
    „ Wo sind wir hier überhaupt?“, fragte ich und machte die Tür auf. Es war tatsächlich ein kleines Bad darinnen.
    „ Wir sind noch im Keller. Jetzt im Moment stehen wir im Nordflügel der Fabrik. Und beeil dich. Ich warte hier.“
    Schnell huschte ich in den Raum und beeilte mich.

    „ Das ging ja fix“, kam es erstaunt von Yoongi als ich kurze Zeit später wieder neben ihm stand. Dann räusperte er sich, und versuchte streng zu gucken. Doch mir konnte er nichts mehr vor machen. Tief in seinem inneren war er sicher nicht mehr auf mich sauer.
    „ Hier“, murmelte er hastig und drückte mir eine Wasserflasche In die Hand. Ich bedankte mich und trank hastig. „ komm jetzt ich hab nicht ewig Zeit“, hetzte Yoongi und zog mich den ganzen Weg schweigend zur Zelle zurück.
    „ Was haben eigentlich die Verhandlungen mit dem Staat ergeben?“, fragte ich und lächelte süß. So würde er mir bestimmt den neusten stand der Dinge verraten.
    Dachte ich zumindest....
    Jedoch zwinkerte er mir nur zu und antwortete: „ Sieht nicht gut für dich aus.“ Doch dann wurde sein Blick ernst. „ Wenn der Staat nicht in spätestens 2 Wochen auf unsere Forderungen eingeht, müssen wir dich... beseitigen. Da niemand das hier will, hoffen wir alle das jetzt mal Schwung in die Verhandlung kommt. Aber versprechen kann ich dir nichts.“
    „ Aha“, presste ich hervor.
    „ Aber zerbrech dir darüber nicht den Kopf. Wir kriegen das schon hin“, versuchte er mich aufzumuntern.
    Doch das half nicht wirklich mehr wirklich was. „ Bist du müde?“, fragte er plötzlich und fing an mir wieder durch die Haare zu fahren. Ich nickte und sah zu Boden. Er lachte leise.
    „ Was denn?“, fragte ich und sah zu ihm. Er pustete sich eine weiße Haarsträhne aus dem Gesicht und antwortete: „ Du bist echt süß wenn du so bist.“
    „ D....danke?“, stammelte ich.
    „ Ich muss dann jetzt auch los“, sagte er, wuschelte durch meine Haare und wollte gehen. „ Warte“, rief ich vielleicht etwas zu laut und hielt ihn fest. Überrascht sah er mich an.
    „ Ja?“
    Ich räusperte mich und ließ ihn los.
    „ Wer kommt denn als nächstes zu mir?“
    Yoongi sah kurz zur Decke Als überlege er. „ Ähm... ich glaube Jungkook oder Jin.... aber ich denke eher Jungkook. Wieso?“
    „ Ich.... ich hab Angst alleine“, gestand ich. Yoongi seufzte.
    „ Ich werde sehen was sich machen lässt okay?“
    Dankbar nickte ich und sah ihm zu wie er den Raum verließ. Ich ließ mich auf die Matratze fallen und hörte ihm zu wie er die Tür abschloss.

    11
    fragen über fragen im Keller



    Es war weit nach Mitternacht, als ich den Schlüssel zum dritten Mal hörte.
    ‚ Das muss Jungkook oder Jin sein‘ erinnerte ich mich an Yoongis Worte.
    „ Bist du noch wach?“, herrschte eine Stimme. Es war Jungkook.
    „ Ja?“, piepste ich. Er öffnete die Tür ganz und lehnte sich grinsend in den Türrahmen. „ Hunger? Durst? Kalt? Besuch im Bad nötig?“
    Ich schüttelte den Kopf.
    „ Ich hab nur eine Frage“.
    Er nickte. „ Lass hören“.
    „ Wie weit seit ihr mit den Verhandlungen?“
    Er holte tief Luft. „ Nicht weit. Die Regierung will nicht nachgeben. Wahrscheinlich müssen wir dich als Druckmittel oder so nutzen.“
    Ich nickte obwohl ich kein Wort verstand. Wie wollten sie mich als Druckmittel benutzen?
    Kurz zögerte ich, fragte dann aber nach. „ was genau meinst du mit
    ‚ als Druckmittel nutzen?‘“
    Sein Blick schweifte durch das Zimmer. „ Kein Ahnung was Namjoon damit genau meinte... vielleicht Ketten wir dich fest oder so... keine Ahnung. Aber keine Angst. Nach dem Video oder nach den Bildern machen wir dich dann wieder los.“
    „ Jungkook?“
    „ Ja?“
    „ Wann darf ich wieder mit hoch?“
    „ Du weißt genau was du getan hast. Namjoon ist sehr wütend!“
    „ Aber ich hab Angst alleine...“
    „ Ich weiß. Yoongi hat es erzählt. Es tut mir leid.... ich kann nichts machen.“
    „ Bitte....“, flehte ich. Er sah mich entschuldigend an. „ Biiitte“, versuchte ich es erneut und ging sogar auf die Knie. Er sah auf mich hinab und fing leicht anzugrinsen.
    „ Was denn?“, wimmerte ich leicht.
    „ Weißt du das du echt süß bist?“, fragte er und verschränkte die Arme.
    „ Das selbe hat Yoongi auch schon zu mir gesagt“, murmelte ich.
    „ WAS!“ Jungkook griff mich am Arm und riss mich hoch.
    „ Was hat er noch gesagt?“, drängte er mich. Ich zuckte die Schultern.
    „ Was hat er gesagt? Und wann?“, wiederholte er eindringlich.
    „ Naja... als er mich hergebracht hat... er hat mir erklärt wann wer kommen würde und was jetzt mit mir passiert und so... ich habe genickt und er hat dann gegrinst und gesagt, das ich wenn ich nicht gerade versuchte abzuhauen, währe ich süß.... dann hat er mich in diesen Raum gebracht und ist gegangen“, nuschelte ich.
    Mit großen Augen sah er mich an.
    „ Wieso?“, flüsterte ich.
    „ Naja... er soll aufhören sich mit Geiseln so zu unterhalten.“
    „ Wieso?“, harkte ich nach.
    „ Am Ende verliebt er sich noch in eine... das darf nicht passieren! Keiner von uns darf riskieren, sich in eine Geisel zu verlieben.“
    „ Wieso?“, fragte ich nun zum dritten Mal.
    „ Je mehr Gefühle einer von uns für Geiseln entwickeln würde, desto schwerer würde ja dann die... Beseitigung werden“, erklärte er mir.
    „ Ist das schon mal passiert?“, fragte ich und sah in neugierig an.
    „ Ja... Jimin hat sich mal in eine Geisel verliebt... sie hieß Sayuri. Als es soweit war, das er sie töten musste,
    Fiel es ihm so schwer, das er einen Nervenzusammenbruch hatte.“
    „ Und was ist dann mit ihr geschehen?“
    „ Hoseok musste es tun“, murmelte er.
    „ Und was ist jetzt mit Jimin? Gehts ihm gut?“, fragte ich ihn weiter aus.
    „ Natürlich? Er ist robust! Sowas stecken wir doch alle gut weg“, antwortete er lapidar.
    „ Aber es kann doch nicht total an ihm vorbei gegangen sein“, murrte ich.
    „ Natürlich vermisst er sie und... hey hör auf mich auszufragen!“, rief er Wütend.
    „ Und was jetzt?“, wisperte ich.
    „ Ich mach dir einen Deal... ich rede noch einmal mit Namjoon und versuche ihn zu überzeugen und du hälst dafür die Klappe! Ich habe dir nie was erzählt okay? Du könntest Jimin emotional instabil machen, wenn du Sayuri erwähnst....“
    „ Ich dachte ihr währt emotionslos!“, stichelte ich.
    „ Willst du nun hoch oder nicht?“, entgegnete er.
    „ Gut gut.... ich bin still“, murmelte ich unsicher.
    „ Gut. Ich gehe mal gucken was ich machen kann“, sagte er und klang dabei wie Yoongi vorhin.

    Wenig später war ich allein, hörte aber eine Etage über mir Schritte und gedämpftes Gemurmel.




    Nervös tigerte ich in dem Zimmer auf und ab. Würde Jungkook es schaffen das ich hochkommen dürfte? Oder musste ich hier bleiben?
    „ June?“
    Überrascht blieb ich stehen. Ich hatte den Schlüssel gar nicht gehört.
    „ Ich Mach dir einen Deal okay?“, Namjoon betrat den Raum und schloss hinter sich die Tür ab.
    Zögernd nickte ich.
    „ Ich habe jetzt mehrmals gesagt bekommen, das du Angst hier hast. Stimmt das?“
    Ich nicke erneut.
    „ Okay. Ich nehm dich mit nach oben. Aber du darfst dich nicht frei bewegen, ja?“
    Wieder nickte ich. Hauptsache ich könnte hier raus. Namjoon nahm meinen Arm, schloss die Tür auf und zog mich die Treppen hoch.
    Erst im Wohnzimmer blieben wir stehen. Die anderen saßen auf dem Wohnzimmer und sahen uns mit großen Augen an. Nur Jungkook grinste mir zu. Ich lächelte dankbar zurück.
    „ So June. Da wir dich nicht frei hier rumlaufen lassen können, darfst du dir jetzt jemanden aussuchen bei dem du schläfst okay? Du bist indem Zimmer dann zwar auch eingesperrt, aber dort ist es heller und gemütlicher. Außerdem hast du dann manchmal Gesellschaft.“
    „ Okay“, flüsterte ich andächtig.
    Dann sah ich jeden einzeln an.
    „ Und zu wem soll ich dann?“
    Namjoon fing an zu grinsen.
    „ Ich hab heute einen guten Tag. Entscheide du....“

    12
    Diskussionen



    Ungläubig sah ich ihn An.
    „ Wie... ich soll das entscheiden?“
    „ Wenn du willst. Aber mach hin. Wenn’s mir zu lange dauert, entscheide ich!“, sagte Namjoon und sah grinsend zu mir.
    „ Dann würde ich gerne zu Jungkook“, sagte ich mit zitternder Stimme.
    Immerhin hatte er dafür gesorgt, das ich hoch durfte.
    Mein Blick streifte Taehyung, der für eine Millisekunde das Gesicht zu verziehen schien. Wieso war er damit nicht einverstanden?
    „ Okay... geht das Jungkook?“, fragte Namjoon und sah zum jüngsten.
    Doch dieser schüttelte den Kopf.
    „ Meinetwegen währe es okay gewesen, aber ich hab die nächste Zeit ein paar Nachtschichten. Dann währe die häufig alleine. Außerdem liegen in meinem Zimmer Wichtige Papiere, die ich nicht umsortieren kann. Wenn ich die jetzt versuche in ein anderen Raum zu transportieren, dann ist stundenlange Arbeit umsonst.“
    Namjoon nickte und sah dann zu mir.
    „ Gut, June. Jungkook fällt Schon mal weg.“
    Schweigend sah ich mich um.
    „ Kann sie nicht einfach zu mir kommen?“, nahm Taehyung das Wort auf.
    „ Zu dir?“, echote Jimin und lachte.
    „ Was ist daran schlimm?“, fragte Jin und sah zu jimin.
    „ Naja... Taehyung ist zu sensibel, als das er auf eine Geisel aufpassen kann. Immerhin sind ihm und Hoseok
    3 Versuche, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen, zu spät aufgefallen. Sie könnte darin eine Lücke finden und Fliehen.“
    Taehyung starrte Wütend zu Jimin.
    „ Ach ja? Wer ist denn bei Sayuri weich geworden? Wer macht sich denn an jede Geisel ran? Hm? Du!“
    „ He He Hyungs! Ich finde die Idee gut das sie zu Taehyung kommt. So viel kann ja nicht passieren. Immerhin ist Yoongis Zimmer direkt daneben“, stimmte nun auch Hoseok zu.
    „ Gut dann machen wir es so“, schlussfolgerte Namjoon.
    Während sich die anderen aufs Sofa setzten, blieb ich dicht bei Taehyung stehen und schaute jimin nach, wie er wortlos in sein Zimmer rauschte.

    13
    der Abend bei Taehyung




    Alleine saß ich in Taehyungs Zimmer.
    Er kam erst später nach, weil er sich noch bei jimin endschuldigen wollte.
    Gerade als ich es mir auf seiner Matratze gemütlich machte, hörte ich das Schloss knacken. Taehyung betrat den Raum und lächelte.
    „ Alles wieder gut?“, fragte ich.
    Er nickte und setzte sich zu mir.
    „ Kann ich dich was fragen June?“
    Mein Blick hing an seinen caramelfarbenden Haaren, sodass ich nur stumm nicken konnte.
    „ Wieso wolltest du zuerst zu Jungkook? Magst du mich etwa nicht?“
    Überrascht von der Frage starrte ich ihn an. „ Doch natürlich mag ich dich.
    Aber Jungkook hat dafür gesorgt das ich nicht im Keller bleiben muss. Deshalb dachte ich das ich am besten zu ihm ins Zimmer gehe.“
    „ Achso“, kam es von Taehyung.
    „ Kann ich dir eine Frage stellen?“, fragte ich zurück.
    „ Aber klar doch“, antwortete er und
    Rollte sich auf der Matratze neben mir zusammen. „ Kannst du mir euer geiselsystem erklären? Also... gibt es da eine Reihenfolge wer wen wann tötet?
    Wie lange diskutiert ihr mit der Regierung bevor ihr die Geisel beseitigt? Was passiert dann mit... dem Rest des Toten?“
    Taehyung seufzte.
    „ Wir haben am Anfang eine feste Reihenfolge abgemacht. Und in der Reihenfolge haben wir immer gemordet.
    Grundsätzlich laufen unsere Verhandlungen circa 2 Wochen.
    Mal nur 10 Tage... mal 17 Tage...
    Je nach dem.
    Und um die Überreste kümmern sich meist Jimin und Namjoon. Was sie genau machen weiß selbst ich nicht.“
    Ich nickte und löcherte ihn weiter.
    „ Und da Jimin als letztes dran ist, musst du mich dann töten?“
    Er nickte. „ Aber glaub mir... ich werde alles tuen was in meiner Macht steht, das es nicht soweit kommt.“
    Ein Lächeln huschte über mein Gesicht. Der erste Satz der mir zumindest ein Hauch von Hoffnung gab.
    „ Am besten du versuchst jetzt zu schlafen, ja? Und grübel nicht so viel.... okay?“ Taehyung stand auf um mir Platz zu machen.
    „ Okay... und wo Schlaf ich dann heute Nacht?“, fragte ich und sah mich um.
    Er deutete auf seine Matratze.
    „ Und wo schläfst du dann?“, harkte ich nach.
    Ein weiteres Mal deutete er auf die Matratze, nun aber mit einem leichten grinsen.
    „ Ou“, entfuhr es mir und ich merkte wie meine Wangen warm wurden.
    „ Keine Angst. Ich brauch nicht viel Platz... und ich bleibe auch ganz brav“, sein kichern hallte an den Wänden wieder.
    Unwillkürlich musste ich Ebenfalls lachen.

    Nachdem wir uns beruhigt hatten, legte ich mich auf die Matratze und beobachtete Taehyung, wie er im gedämmten Licht vor dem Computer saß. Das dauernde Klackern auf der Tastatur machte mich langsam aber sicher schläfrig.

    Ich würde erst wieder wach, als ich bemerkte, wie die Matratze sich auf einer Seite senkte. Verschlafen schlug ich die Augen auf und bemerkte Taehyung, der sich zu mir gelegt hatte. „ Pssst Schlaf weiter“, raunte er. „ Ich kann nicht schlafen“, piepste ich und richtete mich auf.
    „ Sollen wir uns was zu trinken holen? Ich hab Durst...“, schlug er vor.
    Nickend stand ich auf und folgte ihm aus dem Zimmer.
    Leise schlichen wir die Treppen runter, um in die Küche zu gelangen.
    „ Was wird das wenn es fertig ist?“, Jungkook saß auf dem Sofa und musterte uns über den Rand der Blätter, die er in der Hand hielt, hinweg. „ Wir hatten Durst“, erklärte Taehyung schnell und schob mich in die Küche.
    Dort angekommen nahmen wir uns was zu trinken und schauten aus dem vergitterten Fenster, in die sternenklare Nacht.
    „ Vermisst du deine Eltern sehr?“
    Die Frage kam von Jungkook, der hinter uns die Küche betreten hatte.
    Langsam drehte ich mich um.
    „ Ja. Ich will heim.“
    „ Wenn du die Chance hättest zu fliehen... egal wie... würdest du sie nutzen?“
    Misstrauisch sah ich ihn an.
    War das ein Test?
    „ Beantworte mir nur die Frage. Ich werde es schon nicht gleich Namjoon sagen. Mich würde es nur interessieren“, beteuerte er. Anscheinend hatte er mein zögern bemerkt.
    „ Ich... denke schon“, stammelte ich wage.
    Taehyung drehte die ganze Zeit schon gedankenverloren sein Glas in der Hand.
    „ Ach ja da ist noch was. Taehyung, Jimin, Namjoon und ich sind morgen Abend nicht hier. Wir haben noch was zu erledigen. Du wirst morgen Abend also bei Yoongi im Zimmer untergebracht“, erzählte Jungkook.
    „ Okay“, murmelte ich. Eigentlich war ich überhaupt nicht damit einverstanden. Yoongi hatte nämlich Phasen, in denen er nett zu mir war und Phasen in denen ich richtig Angst vor ihm hatte. Und diese Phasen wechselten sich manchmal in Sekundenschnelle ab.
    „ Muss das sein?“, fragte Taehyung und starrte zu Jungkook.
    Anscheinend war er auch nicht einverstanden damit.
    „ Ja muss es. Und jetzt gehen wir alle ins Bett, weil wir sonst nicht morgen früh aus den Federn kommen“, lachte Jungkook, drehte sich um und verschwand hinter einer Tür.
    „ Gut komm. Lass wirklich schlafen gehen. Es ist ist spät“, flüsterte Taehyung und lief mit mir zurück in sein Zimmer.

    14
    Die Wahrheit über die Verhandlungen


    Als ich am nächsten morgen aufwachte, war ich alleine. Vorsichtig stand ich auf und ging an die Tür.
    Sie war offen. Leise öffnete ich sie und sah auf den Flur. Alles leer.
    Die Tür knarzte leise als ich die ganz öffnete und raustrat. Irgendwie kam mir das komisch vor. Wieso ließen sie mich unbeaufsichtigt? Ich Schlich in die Küche und sah aus dem Fenster.
    Der Van parkte nicht mehr da. Ich war allein. Meine Gedanken rasten.
    Ich konnte fliehen. Endlich!
    Hastig rannte ich zur großen Tür die nach draußen führte und drückte die Klinge runter.
    Zu.
    „ Mist“, fluchte ich und lief ins Esszimmer um zu gucken ob ich über die Feuerleiter könnte. Diesmal könnte ja kein Hoseok auf mich schießen.
    Doch als ich das Fenster aufmachte und hinab sah, erschrak ich.
    Die Feuerleiter war abgebaut.
    Sie waren misstrauischer als ich dachte. Frustriert schlug ich das Fenster zu. Dann kam mir die letzte Idee. Ich könnte in Namjoons Büro nach meinem Handy suchen.


    Unsicher stand ich vor seinem Büro. Was wenn er da währe? Es hieß ja nicht das alle sieben weg währen, nur weil der Van da nicht mehr parkte.

    Doch meine Sorgen waren unbegründet. Das Büro war leer.
    Ich stellte den ganzen Raum auf den Kopf. Doch mein Handy fand ich nicht.
    Gerade als ich beschäftig war, alles wieder hinzulegen wie es war, fiel mir der Laptop auf, der auf dem Sofa im hinteren Teil des Raumes stand.
    Er war eingeschaltet. Langsam Schlich ich auf ihn zu, als könnte er hochgehen, wenn ich eine ruckartige Bewegung machen würde. Ich nahm ihn auf den Schoß und begann zu lesen.

    Es war ein Artikel über mich. In ihm ging es darum, das die Regierung jetzt versuchte, den Leuten klar zu machen, das BTS nichts mit meinem verschwinden zu tun hatte. Kurz gesagt sie versuchten mich zu leugnen. Außerdem wollten sie den Anforderungen auf keinen Fall nachgegeben, die BTS gestellt hatte.
    Die Artikel, Verläufe von Gesprächen, die Verhandlungen, als das was auf diesem Laptop gespeichert war, hatte ich gelesen.

    Mit einem mulmigen Gefühl stellte ich den Laptop wieder neben mich auf die Couch.
    Nun war ich mir gar nicht mehr sicher ob ich hier Lebend rauskommen würde. Meine Blick schweifte durch den Raum und blieb an einem dicken Ordner hängen. Neugierig schlug ich ihn auf und erschrak. Es waren die Akten von jedem einzelnen.
    Mord, Körperverletzung, Hausfriedensbruch, Diebstahl.... al dies.... ich klappte den Ordner wieder zu und wollte mich der Mappe widmen, die auf dem Schreibtisch lag, als ich einen Motor hörte. Die 7 waren zurück.


    Die Forderung der 7 an die Regierung

    Hastig stellte ich den Ordner zurück und verließ panisch den Raum.
    So schnell ich konnte, rannte ich auf Taehyungs Zimmer und schmiß mich auf die Matratze. Wenig später hörte ich stimmen.
    „ Wie konntest du bitte vergessen abzuschließen! Ist das dein Ernst! Wenn sie weg ist, ist das allein deine Schuld!“, die Stimme gehörte Yoongi.
    „ Sorry das ich nicht gewöhnt bin mein eigenes Zimmer abzusperren!“, knurrte Taehyung und riss die Tür auf.
    „ Seht ihr sie ist noch da. Sie schläft sogar noch. Sie hat sicher nicht mal mitbekommen das wir weg waren“, rief er erleichtert.
    Dachte er....


    Ich kniff die Augen zusammen und wartete bis sich die Schritte enfernten. Dann hörte ich wie jemand den Raum betrat und hinter sich abschloss.
    „ He kleines... aufwachen“, rief er und kam auf mich zu.
    „ Hm?“ Ich richtete mich langsam auf und sah ihn gespielt verschlafen an.
    „ Ist alles okay? Warst du die ganze Zeit hier?“, fragte er leicht aufgeregt.
    „ Klar. Wo sollte ich sonst sein. Es war doch abgesperrt“, log ich.
    Erleichtert atmete er aus.
    „ Wo wart ihr denn?“, fragte ich neugierig.
    „ Vorräte vesorgen“, hielt er sich kurz.
    Kurz herrschte stille.
    „ Taehyung?“
    „ Ja?“
    „ Was wollt ihr eigentlich mit den Verhandlungen erreichen? Also was muss der Staat tun, das ihr mich frei lasst.“
    Taehyung wog den Kopf.
    „ Ich weiß nicht ob ich mit dir darüber sprechen darf“.
    „ Taehyung bitte“
    „ Na gut. Aber ich hab nie mit dir drüber geredet ja?“
    Ich nickte heftig.
    „ Wir wollen das unser Strafregister
    Gereinigt wird. Das heißt das unsere
    Morde, Diebstähle, Körperverletzung und so nicht mehr aktenkundig sind.
    Wenn dies der Fall ist, lassen wir dich gehen.“
    „ Ist das nicht illegal? Das darf die Regierung doch gar nicht“, murmelte ich und sah auf meine Hände.
    „ Das ist das Problem, kleines“.



    Ein schweigen hing im Raum.
    Ich räusperte mich und fragte dann leise.
    „ Ich bin jetzt wie lange schon hier?
    Wie lange dauert es, bis die zwei Wochen um sind?“
    „ Du bist seit 5 Tagen hier. Wir haben der Regierung gedroht dich in 14 Tagen umzubringen, wenn sie nicht auf unsere Forderungen eingehen“.
    „ Aber... ich will nicht sterben“, piepste ich leise.
    „ Ich weiß. Ich will dich auch nicht töten. Mir währe es am liebsten wir könnten dich frei lassen aber...es geht nicht“.
    Mit glasigen Augen sah ich zu Boden.
    Hätte mir vor 6 Tagen noch jemand erzählt das ich bald mit einem gut aussehenden Mörder, in einer alten Fabrik über meinen baldigen Tod reden würde, hätte ich ihn ausgelacht. Doch nun war es so gekommen. Und nur noch ein Wunder könnte mich retten.

    15
    Beunruhige Maßnahmen




    Taehyung komm mal bitte... und bring June mit“, rief Namjoon und trat gegen die Tür.
    Taehyung zuckte zusammen.
    „ Äh... ja... Namjoon....“
    Taehyung stand auf und zog mich hoch. Dann liefen wir zusammen in namjoons Büro.
    „ Setzt euch“, forderte uns Jimin auf und zeigte auf zwei Stühle in einem Stuhlkreis. Die anderen saßen schon drinnen und sahen gespannt zu Namjoon.
    „ Gibt es Neuigkeiten?“, fragte Taehyung und sah sich neugierig um.
    „ Allerdings“, kam es von namjoon.
    Kurz hielt er inne bevor er zu reden begann.
    „ Die Regierung hat die Schnauze voll. Sie wollen Mit dem ein paar ausgebildeten Polizisten aus einem militärlager, June hier raus befreien und so viele von uns mitnehmen oder töten. Wir müssen uns also auf einen Angriff vorbeireiten und dementsprechende Maßnahmen treffen.“
    Alle sahen betreten zu Boden.
    „ Und wann fangen wir mit den Vorbereitungen an?“
    Jin sah eindringlich zu mir, während er die Frage stellte.
    Namjoon klatschte in die Hände.
    „ Am besten sofort“.



    Von den Vorbereitungen und so bekam ich wenig mit, da ich mal wieder im Zimmer eingesperrt wurde.
    Erst zum Abendessen durfte ich Taehyungs Zimmer verlassen.
    Zusammen saßen wir am Esstisch und aßen schweigend.
    „ Also ihr müsst gleich los, ne?
    Heißt dass, das ich mit Jungkook, Hoseok und June alleine bin?“, fragte Yoongi und unterbrach die stille.
    Namjoon nickte.
    „ Jap. Und du passt bitte auf sie auf, okay?“
    Yoongi nickte Wiederwillig und widmete sich wieder seinem essen.
    „ Gut dann brechen wir mal auf okay?“ Namjoon stand auf und schonb sein Teller von sich.
    „ Namjoon? Kann ich hierbleiben? Bitte“. Taehyung blickte zu Namjoon hoch und sah ihn bittend an.
    „ Nein. Und jetzt komm“.
    Alle bis auf Jungkook, Hoseok und Yoongi standen auf und verließen den Raum.
    „ Wohin gehen sie?“, fragte ich Yoongi.
    „ Hm“, war seine Antwort.
    „ Sie müssen noch was klären. So ne Gang macht Stress“, erklärte Jungkook mir.
    Yoongi stand auf.
    „ Ich bin auf meinem Zimmer. June Komm“.
    Wiederwillig stand ich auf und folgte ihm.


    „ Setz dich doch. Mich macht das nervös wenn du stehst“, forderte mich Yoongi auf, als wir in seinem Zimmer waren. Es sah Taehyungs ähnlich, beherbergte ebenfalls nur eine Kommode, eine Matratze, ein Tisch und zwei Stühle. Das Zimmer war genau so klein wie Taehyungs Raum.

    Yoongi sah kurz aus dem kleinen vergitterten Fenster und setzte sich dann an den Tisch.
    „ Wieso wohnt ihr eigentlich so schäbig? Ihr habt doch recht viel Geld von Diebstählen und so...“, murmelte ich. Er sah zu mir und seine braunen Augen durchleuchten mich regelrecht.
    „ Wenn wir fliehen müssten, müssten wir viel zurücklassen, wenn wir mit unserem Geld um uns werfen müssten“, erklärte er und nahm sich sein Laptop.
    „ Und wem hast du den geklaut?“, witzelte ich.
    Er sah von seinem Gerät hoch.
    „ Der gehörte meinem Vater. Bevor ich mich BTS angeschlossen hatte, lebte ich ganz normal bei meinen Eltern und studierte. Während der Studio freundete ich mich mit jimin an.
    Und zusammen gerieten wir an Namjoon und wurden ausgebildet“, erzählte er, während er gelangweilt auf dem Laptop rumtippte.
    „ Vermisst du dein altes Leben, Yoongi?“
    „ Ich bereue keine Sekunde hier zu seien... aber ehrlich gesagt schon“, gestand er.
    Still setzte ich mich neben ihm und schaute ihm zu, wie er mit jemanden schrieb. Genau las ich aber nicht mit, da es seine Privatsphäre war.
    Nach einer Weile wurde ich immer müder und müder.
    „ Geh ruhig schlafen. Ich passe auf dich auf. Gleich kommen auch Jimin, Taehyung, Namjoon und Jin wieder. Dann solltest du eh schlafen“, sagte er irgendwann zu mir.
    „ Okay... gute Nacht“, sagte ich zögernd, stand auf und legte mich auf die Matratze.
    Es war sehr ruhig.
    Was ich nicht wusste das es mit der Ruhe gleich vorbei sein sollte.
    Es war sozusagen die Ruhe vor dem Sturm.

    16
    Ein Angriff und der Schuss danach



    „ JUNE! KOMM SCHNELL“, ich merkte wie ich aufgezogen und mitgerissen wurde.
    „ Was ist....“, weiter kam ich nicht.
    „ Shhht sei leise wir wurden angegriffen“, rief er und riss mich durch die Gänge in Richtung Wohnbereich.
    „ Taehyung? Von wem wurden wir angegriffen?“, fragte ich leise. Doch er überhörte meine Frage.
    Stadtessen schubste er mich zu Jungkook, der nach meinen Handgelenken griff und mich mitzog. Als ich mich umdrehte sah ich Taehyung gegen einen uniformieren kämpfen. Der halbe Raum war voll von Ihnen und alle BTS Mitglieder außer Jungkook kämpfen gegen sie.
    Jungkook und ich versteckten uns unter der Treppe.
    „ Was ist hier los?“, piepste ich.
    „ Die versuchen uns jetzt alle mitzunehmen und einzulochen. Außerdem wollen die dich hier rausholen. Deswegen müssen wir dich verstecken. Du darfst nicht weg von hier!“, rief er aufgeregt.
    „ Also würden sie mich nicht angreifen wenn ich da jetzt hingegen würde?“, fragte ich.
    „ Natürlich nicht! Du könntest jetzt gerade leicht fliehen! Deswegen muss ich hier mit dir bleiben und aufpassen und~“
    „ JUNGKOOK! KOMM WIR BRAUCHEN DICH!“, hörten wir Namjoon gedämpft rufen.
    Hin und her gerissen sah er zwischen mir und der Tür zum Wohnbereich hin und her.
    Dann schien er eine Idee zu haben.
    Er zog sein Gürtel aus.
    „ Was wird das jetzt?“, fragte ich.
    Er verdrehte die Augen.
    „ Denk doch nicht gleich falsch“.
    Er griff nach meinen Handgelenken und band mich an die Treppe.
    „ ERNSTHAFT?“, rief ich empört. Er zuckte grinsend die Schultern.
    „ Sorry... aber du könntest versuchen zu fliehen oder uns zu töten“.
    Mit den Worten verschwand er und ließ mich allein zurück.

    Ich hörte Schüsse. Wütend versuchte ich meine Hände aus dem Gürtel zu schieben, was mir schließlich gelang.
    Gereizt rieb ich mir über die Handgelenke und blickte mich um.
    Mein Blick fiel auf auf eine Pistole.
    Ehrfürchtig nahm ich sie in die Hand.
    Sie war geladen.

    Weitere Schüsse hörte ich aus dem Wohnzimmer.
    Mit der Pistole in der Hand betrat ich den Raum. Mir bot sich ein schockierendes Bild
    Jungkook, Jin und Hoseok lagen verletzt auf dem Boden.
    Yoongi kniete bei Ihnen und schien auch schmerzen zu haben.
    Jimin und Namjoon kämpften mit 3 Verblieben Polizisten. Die restlichen schienen geflüchtet zu sein.
    Mein Blick viel auf Taehyung.
    Er wurde von dem 4 Polizist an die wand gedrückt. Dieser hielt Taehyung eine Pistole an den Kopf.
    Taehyung hatte den Kopf zur Seite gedreht und sah geradewegs zu mir. In seinen Augen spiegelte sich panische Angst und Ungewissheit.
    Mein Blick viel auf die Pistole. Dann schaute ich wieder zu Taehyung.
    Nun konnte ich es ihnen heimzahlen.
    Vorsichtig Lud ich die Pistole nach.
    Es klickte. Der Polizist schien mich nicht zu bemerken.
    „ June...“, wimmerte Taehyung kaum hörbar. Namjoon und Jimin bemerkten nicht was sich hier abspielte. Sie waren immer noch mit 2 Polizisten beschäftigt. Der dritte lag verwundet auf dem Boden und röchelte.
    Jin und Hoseok hatten die Augen geschlossen und lehnten kraftlos an der Wand. Jungkook strich sich über seine Wunde. Von Ihnen würde ebenfalls keiner was mitgekommen.
    Nur Yoongi sah zu mir. Doch er war zu kraftlos um was zu tun.
    Die Pistole drehte ich gedankenverloren in den Händen, während ich Den Polizist und Taehyung beobachtete.
    Taehyung versuchte sich zu wehren und die Pistole wegzudrücken.
    Doch der Polizist war stärker und grinste.
    „ Letzte Worte kleiner?“
    Taehyungs Blick glitt wieder zu mir.
    Er sah richtig verzweifelt aus.
    Ich holte tief Luft und Zielte.
    Taehyungs Augen weiteten sich panisch.
    Ich grinste und drückte ab.
    Ein ohrenbetäubender Knall ging durch die Luft und ließ alle hochschrecken.

    17
    Ein Schuss und viel Verwirrung


    Rauch stieg auf und ein Schrei ertönte. Dieser kam aus der Kehle des Polizisten. Er kippte nach vorne, ließ Taehyung los und landete auf dem Boden. Dort blieb er regungslos liegen.
    „ Ha! Du hast nicht getroffen!“, rief Namjoon mir zu und schlug den letzten Polizisten zusammen.
    Danach drehte er sich zu mir, kam mit schnellen Schritten auf mich zu und packte mich am Handgelenk.
    „ Das hat noch Konsequenzen Fräulein! Wie konntest du es wagen, auf Taehyung zu schießen.
    Ich drehte meinen Kopf zu Taehyung, der erschöpft an der Wand lehnte und schwer atmete.
    „ Zum Glück ist June nicht zielsicher und hat unseren Gegner erwischt...“
    „ Ich habe sehr wohl getroffen“, murrte ich.
    „ Wieso? Du hast doch den Polizisten getroffen....“, wunderte sich Jin und rappelte sich auf.
    „ Das war auch mein Ziel“, murmelte ich.
    „ Wieso hilft du lieber den Leuten, die dich unter Gewalt hier festhalten und dich töten wollen, anstatt den Leuten die dir aus deinem Tod helfen wollen?“, fragte Yoongi, zog sich ebenfalls an der Wand hoch und half Hoseok auf die Beine.
    „ Das ist eine gute Frage...“, murmelte nun auch Jimin.
    „ Wieso hast du mich nicht getötet?“, schaltete sich Taehyung dazu.
    Ich schluckte. So genau wusste ich es selber nicht mehr.
    Alle sahen mich fragend und mit einer Spur Verwunderung an.
    „ k...keine Ahnung“, stammelte ich.
    „ Ach komm schon. Es muss doch einen Grund haben wieso du nicht geflohen bist oder deinen Feind getötet hast“, harkte Jungkook nach.
    „ Ich... ich weiß es wirklich nicht... es ist einfach passiert“, murmelte ich und versuchte meine Gedanken zu sortieren.
    Sie hatten recht.
    Wieso hatte ich nicht meinen Feind getötet?
    Wieso hatte ich nicht versucht abzuhauen?
    Wieso hatte ich die Chance nicht genutzt?
    Doch egal wie sehr ich überlegte, mein Kopf war wie leergefegt. Und meine Gedanken Wabten wie Nebelschwaden an mir vorbei.
    „ June? Wieso hast du nicht auf Taehyung~“, fing Jungkook wieder an, doch sein letzter Halbsatz ließ er offen. Stattdessen fing er an breit zu grinsen.
    „ Hyungs ich weiß wieso“, verkündete er lautstark.
    Namjoon ließ mich los und sah gespannt zum jüngsten.
    „ Ich höre“.
    Auch die anderen sahen neugierig zu Jungkook.
    Dieser deutete grinsend auf Taehyung. „ Also ich nehme an das sie ihn nicht getötet hat, weil sie Ihn mag... sehr mag“, munkelte er.
    Kurz sah zu Taehyung. Unsere Blicke trafen sich für eine Millisekunde.

    Ich schüttelte den Kopf und rief:
    „ Das ist nicht wahr Jungkook!“
    Er hob die Augenbraue.
    „ Sicher“.
    Heftig nickte ich.
    Jungkook zog einen Schmollmund.
    „ Pff dann halt nicht!“
    Namjoon wand sich ab und sah zu den Toten Polizisten am Boden.
    „ wer hilft mir wegräumen?“

    Jimin meldete sich.
    „ Noch jemand?“, fragte Namjoon weiter und musterte die anderen.
    Nun begangen sich auch Yoongi und Hoseok zu melden.
    „ Gut dann kommt“.
    Namjoon packte den einen Polizisten am Handgelenk und schleifte ihn aus dem Raum.
    Hoseok, Yoongi und jimin taten es ihm mit den anderen Polizisten nach.
    „ Wohin bringen sie die Polizisten?“, wand ich mich an Jungkook.
    Dieser zuckte die Schultern.
    „ Was weiß ich...“
    „ K... können wir was trinken gehen?“, stammelte Taehyung. Er zitterte leicht was am Schock lag.
    „ June gehst du mit ihm?“, fragte Jin und griff nach Jungkooks Handgelenk.
    „ Wir sind nämlich beschäftigt“.
    „ Wieso sind wir.... AUUUU“ Jungkook jaulte auf weil Jin ihn mit dem Fuß getreten hatte.
    „ Achso... ja stimmt Jin... komm“, röchelte der jüngste und zog den ältesten aus dem Zimmer.
    „ Gut dann komm June“, kam es leise von Taehyung.



    Als wir in die Küche kamen, setzte sich Taehyung auf die Arbeitsfläche neben der Spüle und griff nach einem Glas. „ Willst du auch was, June?“
    Ich schüttelte den Kopf und sah ihm dann zu wie er das Glas mit Wasser füllte. Gerade als er zum trinken ansetzen wollte, musterte er mich und setzte Ab.
    „ Wieso hast du nicht auf mich geschossen, June? Ich hätte es verdient... Immerhin hab ich 13 Leben auf dem Gewissen... und du wirst wahrscheinlich die 14. sein...“
    „ Taehyung“, unterbrach ich ihn.
    Er hörte auf zu reden und legte den Kopf leicht schief.
    „ Ja?“
    „ Hör mich bitte auf das zu fragen... ich weiß nicht wieso ich so gehandelt hab, okay?“
    Kurz zögerte er, nickte dann aber.
    „ Taehyung? Bist du hier?“
    Namjoon bog um die Ecke, und lächelte leicht als er Taehyung erblickte.
    „ Ich hab eine Aufgabe für dich“.
    Der angesprochene sprang von der Arbeitsfläche der Küche.
    „ Was denn?“
    „ Unser Termin? Wir müssen dort alle erscheinen und...“, Namjoon brach ab und sah zu mir.
    „ Oh~ außer Jimin... er wird mich June hierbleiben“.
    „ Na super...“, stöhnte ich auf.
    „ Das steht hier nicht zur Debatte“, fauchte Namjoon.
    „ Wann müssen wir denn los?“, fragte Taehyung und sah zu mir als würde er mich fragen.
    „ 30 Minuten“, kam es von Namjoon. Dieser drehte sich um und verließ den Raum.
    „ Ich will nicht zu Jimin“, murmelte ich.
    „ Weil er sich am ersten Tag an dich rangemacht hat? Keine Sorge er meint das nicht so... er ist nur so weil... naja er war mal verliebt.. und dann musste er sie umbringen. Seitdem geht es ihm schlecht auch wenn er es nicht zugeben will....“
    „ Ich weiß“, sagte ich~ und biss mir dann auf die Unterlippe.
    Ich hatte Jungkook doch versprochen nichts zu sagen. Doch Taehyung schien das gar nicht bemerkt zu haben.
    „ Na komm ich bring dich zu Jimin, ja?“
    Ich nickte Wiederwillig und ließ mich von ihm zu Jimins Zimmer ziehen.

    Nach Taehyung‘s klopfen tönte ein
    „ ~Hm“, aus dem Zimmer. Es klang fast wie ein wimmern. Taehyung nickte mir aufmunternd zu und schob mich durch die Tür.
    „ Tschüss“, rief er mir noch nach, dann hörte ich das klinken der Tür.

    18
    Fassaden halten nicht ewig


    Langsam hob ich meinen Blick.
    Jimin lag auf seiner Matratze und starrte an die wand.
    „ Was ist?“, kam es leise von ihm.
    „ Ich... soll die Nacht bei dir... bleiben“, stammelte ich.
    Er riss sein Blick von der Decke und sah zu mir. Ein Lächeln lag auf seinem Gesicht, jedoch Seine Augen waren verräterisch glasig.
    „ Alles okay?“, fragte ich zögernd und setzte mich auf den Boden neben der Matratze.
    „ Ja... nein... ich kann... ich...“, er stoppte und nahm sein Gesicht in die Hände und schluchzte leise.
    „ He...w...was ist denn“, fragte ich leise obwohl ich mir die Antwort denken konnte.
    „ I...ich darf nicht drüber reden...d...das zeigt Schwäche... und ich bin nicht schwach...“, murmelte er und versteckte sein Gesicht hinter seinen Armen.
    „ Ich sag es kaum keinem... es bleibt unter uns, ja?“ Ich versuchte meiner Stimme was vertrautes und beruhigendes zu geben, was mir auch gelang.
    Er wischte sich mit dem Ärmel über sein Gesicht und lächelte tapfer.
    „ Okay... aber halte mich bitte nicht für eine Memme ja?“
    Ich nickte und lauschte dann neugierig seinem Bericht. Immerhin konnte er mir vielleicht von Sachen erzählen die Jungkook nicht wusste.
    „ Wir hatten mal vor 2 Jahren eine Geisel... sie hieß Sayuri... und sie war... einfach perfekt. Nachts hat sie sich immer zu mir geschlichen und... wir haben eine geheime Beziehung geführt. Zusammen haben wir stundenlang auf dem Dach der Fabrik gesessen und die Sterne angesehen.
    ich wusste das unsere Beziehung nichts bringen wird, weil sie entweder am Ende stirbt oder ohne mich diesen Ort verlassen darf. Doch trotzdem haben wir nie aufgehört uns zu lieben... Dann, nach 16 Tagen fällte Namjoon sein Urteil. Die Regierung war nicht nachgiebig und deshalb sollte sie beseitig werden. Diskutiert hab ich... stundenlang. Doch Namjoon wollte nicht nachgeben. Und da ich als nächstes dran war, sollte ich sie töten.
    An dem Freitag, 17. November vor 2 Jahren war es dann soweit.
    Sie wurde ahnungslos in den Keller geführt und erfuhr erst was jetzt geschehen würde, als ich meine Waffe zog. Ich werde ihren Blick nie vergessen. So ängstlich, panisch und unwissend. Ich starrte sie einfach nur an und schoss nicht. Ich konnte einfach nicht. Dann bin ich heulend zusammengebrochen.
    Namjoon versuchte zwar mich zum aufstehen zu bringen, doch ich war nicht in der Lage irgendwas zu tuen.
    Schließlich hat er Hoseok die Aufgabe gegeben es zuende zu bringen.“
    Kurz schluchzte er auf und eine Träne lief über seine Wange.
    Auch ich spürte wie meine Augen zu Tränen begannen. Es tat einfach so weh das zu hören. Dennoch unterbrach ich ihn nicht und ließ ihn weiter erzählen.
    „ Hoseok hat mich noch einmal mitleidig angesehen, bevor er sie erschossen hat.... dieser Schuss... dieser Knall... dieser Schrei...“
    Bei ihm war es vorbei. Die Tränen liefen ihm unaufhaltsam über die Wangen und er schluchzte laut.
    Schnell wischte ich mir über die Augen und versuchte stark zu sein.
    Ihm würde es wenig helfen wenn ich mit ihm weinen würde.
    Nach kurzem Zögern nahm ich ihn in den Arm und hielt ihn sanft bis er sich beruhigt hatte.
    „ Danke~“, schniefte er nach einer Weile und ließ mich los.
    „ Kein Ding“, murmelte ich nur und schenkte ihm mein wärmstens Lächeln was ich in dieser Situation vorbringen konnte.
    „ Was sagen eigentlich die anderen dazu das es dir wegen Sayuri so schlecht geht?“, fragte ich zögernd.
    Er warf mir einen tiefen Blick zu.
    „ Sie wissen nichts davon. BTS ist bekannt dafür, stark, kalt, emotionslos und skrupellos zu sein. Da passen keine Traurigen und Schwachen Gefühle hin.“
    „ Also verdrängst du alles und machst einen auf mir-gehts-toll?“, schlussfolgerte ich.
    „ Nicht ganz.... mit Jungkook rede ich ab und zu darüber. Aber soviel wie dir hab ich noch keinem erzählt“, gestand er.
    „ Hast... du noch irgend ein Andenken von ihr?“ Ich traute mich kaum zu fragen, weil ich Angst hatte, alte Wunden noch einmal aufzureißen.
    Er nickte kurz und stand auf.
    Mein Blick folgte ihm zur Kommode, die er aufzog und eine Schachtel rausnahm.
    „ Hier“, er öffnete die Schachtel und nahm ein unscheinbares Silberkettchen raus. An ihm baumelte ein weißer Anhänger in Form eines Halbmondes.
    „ ~Schön“, murmelte ich und betrachtete es andächtig. Er nickte, schaute ebenfalls auf das Kettchen und lächelte verträumt als währen seine Gedanken weit weg.
    Ein klopfen ließ uns beide aufschrecken. Jimin steckte hastig die Kette zurück in die Schachtel und pfefferte sie schnell unter sein Kissen.
    „ ~ Ja“, rief er atemlos.
    Die Tür wurde geöffnet und Yoongi steckte sein Kopf hinein.
    „ Ähm... sorry wenn ich störe, aber Namjoon will das Jimin noch mal kurz kommt“.
    Jimin nickte, stand auf und folgte dem älteren aus dem Zimmer.

    Starr blieb ich neben der Matratze sitzen. Es tat mir so leid, dass Jimin so etwas mit sich rumtragen musste.
    Ich weiß nicht genau wie lange ich schon so da saß, aber irgendwann kam Yoongi noch einmal ins Zimmer.
    „ Jimin muss heute bei Namjoon schlafen. Er hat... naja ihm geht es nicht gut. Du kommst heute zu mir“.
    Nickend stand ich auf und lief zur Tür.
    „ Nanu keine Einsprüche?“
    Kopfschüttelnd verließ ich den Raum.
    „ Wieso sollte ich Einsprüche einwenden?“, konterte ich.
    Er schloss die Tür und lief dann neben mir den Gang entlang.
    „ Naja du scheinst mich ja nicht wirklich zu mögen“. Überrascht blieb ich stehen.
    „ Ich... hab Angst vor dir! Ich hab Angst vor alldem... Wie würdest du in meiner Situation handeln? Hm?“
    Er blieb ebenfalls stehen und drehte sich halb zu mir um.
    „ Okay schon verstanden. Ich werde versuchen weniger bedrohlich zu wirken, ja?“
    Ich nickte grinsend und setzte mich wieder in Bewegung. Er folgte mir und lief schließlich wieder neben mir.
    Wir Bogen auf den Seitengang ab und standen schließlich vor seiner Tür.
    „ Hereinspaziert“, kam es von ihm und er schob mich durch die geöffnete Tür in den Raum. Alles stand noch unveränderlich und genau so da, wie das letzte mal als ich hier war.
    Wieder nahmen wir beide am Schreibtisch Platz.
    „ Ist es wegen Sayuri das es jimin so schlecht geht?“, fragte ich in die stille.
    Er hob Überrascht die Augenbraue.
    „ Woher weißt du von Sayuri?“
    „ Naja ich hab hier und da immer ein bisschen mitbekommen“, erklärte ich ausweichend.
    Yoongi seufzte.
    „ Ja es ist wegen Sayuri.“
    Stille trat erneut ein.
    „ Yoongi?“
    „ Hm?“
    „ Erzählst du mir ein bisschen von früher? Also als du noch ein normales Leben geführt hast?“
    „ Wieso? Willst du es etwa gegen mich verwenden?“
    Misstrauisch hob er die Augenbraue.
    „ Natürlich nicht“
    „ Na gut“, er seufzte und holte dann tief Luft.
    „ Mein Vater war und ist auch heute noch der Leiter einer Firma. Meine Mutter hat für ihn gearbeitet...
    fast immer waren sie bis spät abends weg und verließen früh morgens wieder die Wohnung. Regelmäßig haben sie in der Firma übernachtet.
    Da ich Einzelkind bin, war ich fast immer alleine. Doch ich fand das keineswegs schlimm. Ich bin einfach ein Einzelgänger.....
    Doch wenn meine Eltern mal da waren, dann drillten sie mich zu guten Leistungen. Sie steckten mich auf die besten und schwersten Schulen...
    Und wehe ich brachte schlechte Noten nach Hause. Sie gaben sich erst zufrieden als ich auf der besten Schule Seouls ein einserschüler war.
    Doch auch dies stellte sie irgendwann nicht mehr zu Frieden. Da ich die Firma mal übernehmen sollte, bekam ich während dem vielen lernen und dem ganzen Schulstress, zusätzlich Unterricht, um mal ein guter Firmenchef zu sein. Doch all dies wollte ich nicht. Ich wollte Rapper werden. Doch dies erzählte ich meinen Eltern nie. Sie hätten mich gekillt wenn sie das gewusst hätten.“
    Er machte kurz eine Pause und fuhr dann fort.
    „ Jedenfalls war in meiner Klasse Jimin. In meiner wenigen Freizeit traf ich ihn immer öfter, ließ die Schule und den Unterricht daheim schleifen und begann mich zu widersetzten. Meine Eltern machte es so wütend das ich manchmal sogar Angst vor ihnen hatte. Oft bin ich abends mit jimin abgehauen. Irgendwann haben wir dann regelmäßig uns mit Namjoon in Bars getroffen. Dann haben wir beschlossen uns BTS anzuschließen.
    Doch vorher mussten wir ausgebildet werden.
    Es waren Horrors Monate. Zum einen musste ich gut in der Schule und in der Bildung zur Firmenübernahme aufpassen um den Anschein zu erwecken das alles wie immer ist.
    Zum anderen musste ich das Schwere Waffen, Kampf, Fitness und Sport Training von Namjoon über mich ergehen lassen. Doch ich hab es ausgehalten.
    An dem Abend an dem ich meine Flucht plante kam mein Vater kurz vorher zu mir aufs Zimmer.
    Er hatte von meiner Hänger in Einem Fach Wind bekommen. Er hat mich angeschrien, das er mich hasse und wünschte das ich nicht sein Sohn währe... und das ich alle nur enttäuschen würde... Kurz danach hab ich meinen Koffer genommen, meine Wertsachen eingepackt, hab mich mit Jimin getroffen und hab nie wieder was von ihm gehört.“
    Yoongi atmete schnell nach seiner langen Erzählung.
    „ Ou~“, ich wusste nicht genau was man dazu noch erwidern konnte.
    „ Vielleicht verstehst du jetzt wieso ich so gefühlskalt bin. In meiner Welt gab es einfach keine Gefühle.
    Ich weiß nicht wie sich das anfühlt.“
    „ Das tut mir leid~“, murmelte ich.
    Wieso mussten alle hier so leiden?
    „ Das muss es nicht. Ich bin froh hier zu sein. Und wir 7 verstehen uns super gut. Auch wenn es scheint das hier ein rauer Umgangston herrscht, sind wir alle eine große und liebevolle Familie...“
    Ich fing an zu lächeln.
    „ Das ist echt süß“.
    Er nickte und festigte sein Blick An mir. „ Und wehe du erzählst jemanden davon... sonst denken alle ich währe so eine Memme und ein Muttersöhnchen und so....“
    Ich hob schnell die Schwurfinger.
    „ Versprochen“.
    Er nickte. „ Gut....“
    „ Vermisst du deine Eltern, Yoongi?“
    Lange starrte er zu Boden.
    „ Nicht wirklich... sie waren immer so scheiße zu mir... Vermisst du deine denn?“
    „ Ja... aber ich bin auch anders aufgewachsen...“, erklärte ich.
    „ Stimmt... mit liebevollen Eltern, die dich lieben wie du bist... mit allen Ecken und Kanten... und du hast sogar noch eine Schwester mit der du Zeit verbringen könntest...“, murmelte er.
    „ B...brauchst du... v..vielleicht ein...
    Knuddler... oder so?“
    Zögernd breitete ich meine Arme aus.
    Auch er unterschlug das Angebot nicht und ließ sich von mir umarmen.
    „ Ich komme mir vor wie der allerletzte Lappen“, murmelte er, als er sich von mir löste und mir eine Haar Strähne aus dem Gesicht strich.
    „ Ich sag’s keinem weiter“, stichelte ich.
    „ Und ich hab gedacht das du mich jetzt aufmunterst und sagst, ich währe nicht schwach“, maulte er.

    Wenig später lagen wir nebeneinander auf der Matratze. Yoongi schlief lange. Ich setzte mich neben ihm auf und betrachtete ihn.
    Sein Gesicht war leicht verzogen, als Träume er schlecht und auf seinen Wangen konnte man erkennen das er kürzlich geweint hatte.
    Vorsichtig beugte ich mich zu ihm.
    „ Du bist nicht schwach, Yoongi. Du bist stärker als du glaubst“.

    19
    Ein Gespräch mit dem Boss und die Folgen von Alkohol


    „ June... aufwachen...“
    Sanft wurde an meinem Arm gerüttelt.
    „ Noch 5 Minuten“, nuschelte ich und wollte mich noch einmal umdrehen.
    „ Nein jetzt! Sonst ist das Frühstück alle!“, hörte ich Yoongi nun etwas energischer sagen.
    Müde richtete ich mich auf.
    „ Hast du gut geschlafen?“, wurde ich gefragt. Ich wog den Kopf.
    „ Und du?“, fragte ich zurück. Kurz zögerte er. „ Äh... hervorragend“.
    Obwohl ich wusste das er log, beließ ich es dabei. Hastig stand er auf und lief zur tür.
    „ Komm jetzt June“.
    Murrend stand ich auf und folgte ihm in die Küche.
    „ Ach beehrt ihr uns auch mal?“, gegrüßte uns Jin grinsend.
    „ Was dagegen?“, fauchte Yoongi.
    „ He! Kein Streit am Morgen“, rief Namjoon und nahm ein Schluck Kaffee.
    „ Sorry“, murmelte Jin und starrte auf sein Teller.
    „ Ist alles okay?“, fragte Hoseok und sah zwischen Jin und Yoongi hin und her. „ Klar“, murmelte Yoongi und setzte sich. Zögernd setzte ich mich neben ihn. Die 7 unterhielten sich, nach kurzer stille, wieder Heiter.
    Schweigend saß ich daneben und lauschte nur dem Gespräch.
    „ Sag mal Yoongi hast du geheult?“, fragte Namjoon ganz plötzlich.
    „ W...wieso fragst du?“, fragte er Überrascht und sah leicht warnend zu mir.
    „ Naja sieht so aus“, murmelte Namjoon, beugte sich über dem Tisch und strich Yoongi über die Wange.
    Er hatte recht. Auf Yoongis Wangen konnte man immer noch die Tränenbahnen sehen. Außerdem war sein Gesicht leicht gerötet und seine Augen leicht verquollen.
    „ Natürlich nicht! Ich bin nicht schwach!“, zischte er Wütend.
    „ Ist ja gut...“, kam es von Namjoon.
    Dieser setzte sich wieder normal hin und begann sich mit Jimin zu unterhalten.
    Mein Blick ging zu Yoongi, der diesen erwidert.
    Langsam begann ich zu verstehen.
    Wenn die Mitglieder Probleme oder sorgen hatten oder es ihnen einfach mies ging und sie traurig waren, versuchten sie es meist mit Wut zu überspielen.
    „... June?“
    „ Ja?“, Überrascht sah ich auf.
    Namjoon, der mich angesprochen hatte wiederholte ungeduldig.
    „ Heute Nacht ist keiner daheim außer wir beide. Dementsprechend wirst du bei mir auf dem Zimmer untergebracht! Gewöhn dich am besten schon mal dran, das du jede Nacht bei jemand anderem pennst, ja?“
    Ich nickte widerstandslos.
    Er fing an zu grinsen und wand sich dann wieder seinen Gesprächen zu.
    Still und leise aß ich zuende und wartete geduldig bis Yoongi fertig war.
    Als er es war, stand er auf und murmelte. „ Bin auf meinem Zimmer. Komm June“.

    Zusammen liefen wir den Gang entlang.
    „ Ist Namjoon eigentlich nett? Also wenn man mit ihm alleine ist?“, stellte ich die Frage, die mir die ganze Zeit schon durch den Kopf schwirrte.
    „ Bestimmt... Ich war noch nie mit ihm alleine...noch keiner. Nur sein engster Verbündeter hier ist manchmal allein mit ihm.“
    „ Wer ist sein engster Verbündeter?“, fragte ich nach.
    „ Jimin“, kam es knapp von ihm
    „ War Namjoon deshalb so besorgt als es Jimin letzte Nacht schlecht ging?“
    Yoongi nickte und öffnete seine Tür.
    Ich trat ein und setzte mich an den Schreibtisch.
    „ Und Wohin geht ihr heute alle?“
    „ Wie meinst du das?“
    „ Naja es muss doch einen Grund geben wieso ich bei Namjoon die Nacht verbringen muss, weil sonst keiner da ist“.
    „ Achso... ja... wir... Ähm... haben was zu erledigen“, stammelte Yoongi ausweichend.
    „ Was heißt das genau?“, harkte ich nach.
    „ Genau heißt dass, das wir Leute überfallen wollen... vielleicht auch eine Bank. Mal sehen wie gut wir in Form sind“, erzählte er mir.
    „ Aha..... und wann geht ihr?“, löcherte ich ihn weiter.
    „ In einer Stunde... oder zwei... kommt ganz auf Namjoon an“.
    „ Würde es dir was ausmachen wenn ich bis ich zu Namjoon muss noch etwas schlafe? Gestern war ich mich lange wach und~“
    „ Schon okay ich Weck dich dann“, unterbrach mich Yoongi lächelnd.
    Dankbar legte ich mich auf die Matratze und döste noch etwas vor mich hin.



    „ He... ich muss los... und du musst zu Namjoon“. Yoongis Aufforderung holte mich wieder zurück in die Realität.
    Schnell sprang ich auf.
    „ Müsst ihr etwa schon los?“
    „ Was heißt hier schon? Du hast fast 3 Stunden geschlafen.“
    Während er mir dies erzählte führte er mich aus seinem Zimmer in Richtung Namjoons Raum.
    „ Hier ist es... klopf einfach an...“
    Mit den Worten drehte er sich um und lief den Gang endlang.
    Einen kurzen Moment verharrte ich vor Namjoons Zimmer. Dann klopfte ich.
    „ Herein“, ertönte es von innen.
    Langsam öffnete ich die Tür und trat ein.
    „ Ach du bist es. Setz dich doch“, forderte er mich auf und deutete an seinen Tisch.
    „ N...Namjoon... muss ich heute Nacht hier schlafen?“, fragte ich zögernd.
    Er kam auf mich zu.
    „ Wieso? Weil du mich so sehr hasst?“
    „ Nein. Ich hab Angst vor dir“, gestand ich. Er fing an zu grinsen.
    „ Dumm gelaufen. Du bleibst die Nacht hier“.
    Seufzend setzte ich mich an den Tisch. Er nahm gegenüber Platz und fing an, an seinem Laptop zu arbeiten. Schweigend sah ich ihm eine Weile zu, bis ich ihn fragte:
    „ Was machst du da?“
    Er sah auf und murmelte:
    „ Diskutieren?“
    Er beließ es mit der Antwort und widmete sich wieder seinem Gerät.
    Geduldig sah ich ihm zu.
    Schließlich klappte er mit einem genervten Seufzer das Ding zu und wand sich zu mir.
    „ Und?“, fragte ich sofort.
    „ Frag lieber nicht. Ich Probier es später noch einmal“, murmelte er.
    „ Namjoon?“
    „ Was?“
    „ Erzähl mir von dir“, forderte ich ihn auf. Er sah mich Überrascht an.
    „ Du bist die erste die sowas zu mir sagt...“
    „ Bist du deshalb immer so wütend? Um das zu verstecken?“
    „ Um was zu verstecken?“
    „ Deine Vergangenheit“
    Er holte tief Luft und sein Blick ging durch den gesamten Raum.
    „ Ja“.
    „ Erzähl mir was aus deiner Vergangenheit....“, forderte ich ihn erneut auf.
    „ Naja... ich hab mit meinen Eltern und meinem großen Bruder zusammengelebt..... doch meine Eltern haben nur meinem Bruder Beachtung geschenkt. Ich war immer nur der jüngere Nichtsnutz. Egal was ich getan hab... immer wurde mein Bruder bevorzugt. In der Schule war es auch nicht besser. Ich war ein guter Schüler... und gute Schüler mochten meine Klassenkameraden nicht. Bei einem Seminar mit der Partnerschule bin ich dann auf Jimin gestoßen und wir haben uns angefreundet. Abends haben wir uns immer öfter getroffen und was zusammen unternommen. Zur selben Zeit hab ich mit Jin und Hoseok BTS gegründet. Wir drei wollten uns an dem Rest der Welt rächen. Schließlich haben wir Jimin aufgenommen. Er war es auch der uns Yoongi vorgeschlagen hat. Beide haben wir ausgebildet...“
    Gefesselt von der Erzählung hörte ich interessiert zu.
    „ Und... wie kamen Taehyung und Jungkook zu euch?“
    „ Jungkook haben wir vor ein paar Monaten betrunken aufgegabelt.
    Er wollte sich uns auch anschließen um sich an allen zu rächen. Und da Taehyung sein bester Freund mit ebenfalls einer scheiß Vergangenheit ist, haben wir ihn auch noch zu uns geholt.“
    „ Das ist so... spannend“, hauchte ich.
    Er schmunzelte und stellte mir einen Kaffee vor die Nase.
    „ Wenn du magst erzähl ich dir mehr. Ich rede gerne“.
    Ich nickte heftig und musste leicht grinsen. Namjoon war echt goldig, wenn er mit einem allein war.
    „ Und ich höre dir gerne zu“, sagte ich und schlug die Beine übereinander.
    Er lachte auf.
    „ Das freut mich... was magst du den hören?“
    „ Hm... vielleicht die Stärken von jedem von euch?“, schlug ich vor.
    Er nickte und lächelte.
    „ In dem Fall sind wir so unterschiedlich. Jeder ist auf seinem Gebiet gut... doch wenn wir uns ergänzen sind wir erst unschlagbar“.
    Er machte eine kurze Pause und führt dann fort:
    „ Fangen wir bei Yoongi an.
    Seien Stärke ist das anschleichen. Wenn er will kann er mit seiner Umwelt verschmelzen. Er mordet leise und unauffällig. Jungkook hingegen ist manchmal nicht ganz so leise. Dafür ist er schnell und flink. Manchmal denken wir echt er hat telepathische Kräfte oder so...
    Jimin nutzt sein Charme aus. Er verdreht den Opfern die Köpfe, selbst wenn sie männlich sind, und locken sie hier her...
    Außerdem haben wir hier noch ein Waffen Genie. Taehyung. Du kannst ihm jede beliebige Waffe in die Hand geben und dir sicher sein das er perfekt damit um gehen kann.
    Eine weitere wichtige Person ist Jin hier. Er kann sich überall rein häcken und versteht viel von Technik.
    Das ist ein riesiger Vorteil wenn man verschlüsselte Infos braucht.“
    Er nahm sein Kaffee und trank ein Schluck. Gespannt sah ich ihm zu.
    Nachdem er abgesetzt hatte, erzählte er weiter.
    „ Hoseok ist so der hyperaktive in der Gruppe. Er kann von allem ein bisschen. Meistens ist er so die helfende Hand für alles. Häufig ist er auch einfach nur dazu da um uns mit seinen faxen aufzumuntern.
    Da er hyperaktiv und sehr loyal und liebevoll ist, hat er uns schon oft in Schwierigkeiten gebracht. Er ist einfach zu gut für diese Welt.
    Dennoch hat er uns auch schon oft aus Schwierigkeiten rausgeholfen...“
    Kurz herrschte stille.
    „ Und was ist mit dir?“, fragte ich zögernd.
    Er fing an überheblich zu grinsen.
    „ Ich? Ich kann alles.... ich bin der Anführer“. Leise fing er an zu lachen.
    „ Dein Talent ist es Anführer zu sein?“, fragte ich grinsend.
    „ Nicht ganz. Ich bin hier sowas wie das Hirn der Truppe. Das soll jetzt nicht heißen das die anderen dumm währen... keineswegs aber ich übernehme hier immer die komplizierten denk Aufgaben.“
    „ Echt schön das ihr euch, so verschieden ihr auch seit, so ergänzt.“
    „ Finde ich auch...“, murmelte er und lächelte gedankenverloren.
    „ Namjoon?“, ertönte es von draußen.
    „ Ja?“, rief der angesprochene und stand schnell auf.
    Die Tür wurde geöffnet und ein besorgter Taehyung blickte ins Zimmer.
    „ Ist was passiert?“, fragte Namjoon Hecktisch.
    Taehyung nickte und murmelte.
    „ Jungkook ist ja nicht zum Frühstück erschienen.... Er... er hat... er hat sich mal wieder betrunken... und er ist so voll das er sich benimmt wie ein Hyperaktives Kleinkind. Selbst Hobi ist da ruhiger dagegen. Außerdem fantasiert er rum. Er denkt ich währe sein Vater... deshalb schreit er mich die ganze Zeit an.“
    „ Ich komme... ich komme sofort“, rief Namjoon und zog mich auf.
    „ Los June komm mit“.

    Zu dritt begaben wir uns in Richtung Jungkooks Zimmer.
    „ Diesem Kerl muss man echt alles abnehmen“, murmelte Namjoon, als er das Zimmer betrat.
    Auf dem Boden saß Jungkook.
    Er hielt eine Halb volle Wodka Flasche in der Hand. Auf seinem Tisch Thronten zwei Sekt Flaschen, ein Rotwein Flasche und eine angebrochene Flasche Tequila.
    Jungkook sah zu uns. Sein Blick war leer und kalt. Als er Taehyung erblickte fing er an Loszukeifen.
    „ GEH! PAPA! ICH HASSE DICH!“
    „ Wo sind die anderen?“, flüsterte Namjoon. „ Die warten auf dem Flur auf mich“, kam es von Taehyung.
    „ Geh mit Ihnen. June und ich kümmern uns um Jungkook, ja?“
    Taehyung nickte und wand sich ab.
    Erst als er verschwunden war, ging Namjoon auf Jungkook zu.
    Dieser tobte und rief: „ GEH WEG MAMA!“ Namjoon verdrehte die Augen. „ Als ob er mich jetzt für seine Mutter hält!“
    In Jungkooks Augen war förmlich loderndes Feuer zu sehen.
    Erst als sein Blick mich traf, wurde dieser sanft.
    „ Jeon Eunjin“, schien er regelrecht zu flüstern. ( i know er hat keine Schwester xD)
    Verwirrt sah ich zu Namjoon.
    Dieser erwiderte meinen Blick und raunte: „ er hält dich für seine Schwester. Jeon Eunjin ist das einzige Familienmitglied das er soweit ich weiß mochte.“
    „ Jeon Eunjin... k... komm zu mir“, wimmerte Jungkook und breitete die Arme aus. Namjoon nickte mir zu und zögernd lief ich zum jüngsten.
    Dieser stand schwerfällig auf und taumelte zu mir. Schnell hielt ich ihn fest, da er zu fallen drohte.
    „ Am besten du bleibst bei Jungkook, bis er wieder nüchtern ist. Immerhin bist du die einzige die er in seiner Nähe duldet..“, erklärte mir Namjoon. Ich nickte und fragte dann: „ Und was machst du in der Zeit?“
    Namjoon nickte auf die Alkoholflaschen und seufzte.
    „ Ich werde all den Kram einsammeln und bei mir Bunkern. Das Problem hatten wir vor 2 Wochen schonmal. Ich frag mich wo er das immer herbekommt.“
    „ Eunjin“, schnurrte Jungkook und verfestigte seinen griff leicht.
    „ Okay dann bis später. Ich bring ihn ins Bett...“, murmelte ich und deutete auf Jungkook.
    Namjoon nickte, wollte sich umdrehen und gehen, als er sich noch einmal zu mir wand und mich lauernd anstarrte.
    „ Falls du versuchen solltest, Jungkooks Nebelzustand auszunutzen und abzuhauen, hast du ein Problem. Ich sag dir ich bekomme alles mit und~“
    Ich winkte ab und lächelte.
    „ Ich will mich um Jungkook kümmern. Er tut mir leid“.
    „ Gut“, gab Namjoon gedehnt zurück.
    Dann verschwand er.
    „ W...wo geht Mama hin?“, fragte Jungkook leise.
    „ Mama muss los“, spielte ich sein Spiel mit.
    „ Mama ist böse... bleibst du heute bei mir Eunjin?“, wisperte er mit schwerer Zunge.
    Ich nickte und führte Jungkook zu seiner Matratze.
    Schwerfällig ließ er sich darauf nieder.
    „ K... kannst du mir die Flasche...aus dem Schrank geben?“, hauchte er.
    Hastig lief ich zum Schrank und nahm die Flasche.
    Er nahm sie entgegen und roch an ihr.
    „ Was ist da drinnen?“, fragte ich und starrte auf den bläulichen Inhalt.
    „ magst du was davon trinken?“, fragte er zurück.
    Ich zuckte mit den Schultern.
    „ Okay?“
    Ein kurzes grinsen huschte über sein Gesicht, als ich die Flasche nahm.
    Doch ich dachte mir nichts dabei und trank. Es schmeckte seltsam bitter.
    Ich setzte ab und keuchte.
    „ W...was ist das Jungkook?“
    Er fing diabolisch an zu grinsen.
    „ Alkohol mit K.O Tropfen. Meine Rache An dich Eunjin. Ich hasse dich! Genau so wie meine restliche Familie. Du bist auch nicht besser. Und das werde ich dich spüren lassen!“
    „ Aber ich bin nicht...“, röchelte ich.
    „ Schweig!“, herrschte er mich an.
    Das letzte was ich sah, war sein Racheerfüllter Gesichtsausdruck, bevor ich zu Boden fiel und mir schwarz vor Augen wurde.

    20
    Der Plan des jüngsten




    Benommen schlug ich die Augen auf.
    Dennoch könnte ich nichts sehen, weil mir die Augen verbunden wurden waren. Ein stechender Schmerz folgte und fuhr mir durch den gesamten Körper. Schwerfällig versuchte ich mich aufzusetzen. Es gelang mir aber nicht, weil ich wieder zu Boden gedrückt wurde.
    „ Du bleibst da liegen!“, knurrte eine Stimme, die sich stark nach Jungkook anhörte.
    „ B..bitte... ich... will... was... sehen...“, wimmerte ich.
    Er seufzte und kurze Zeit später zog er die Augenbinde von meinen Augen.
    Unter stechenden Schmerzen sah ich mich um. Wir waren in einem Kellergewölbe. Jungkook saß neben mir und trank aus einer Tequila Flasche. Grinsend sah er zu mir hinab.
    „ Na, June?“
    „ Du weißt wer ich bin?“, fragte ich verwirrt.
    „ natürlich. Ich hab nur so getan als ob ich denke, das du Eunjin bist.“
    „ Was hab ich denn dann getan das du mich hier festhältst?“, wimmerte ich.
    „ Alle sehen mich immer nur als Alkoholsüchtigen maknae an. Das will ich ändern. Nach dem hier werden sie mich auch respektieren“, erzählte er mir.
    „ Und... was hast du vor?“, flüsterte ich ängstlich.
    „ Ich werde dich hier festhalten...
    Und bei den anderen werde ich so tuen als ob die geflüchtet währst...
    Sie werden dich natürlich suchen und bestrafen wollen. Dann warten wir ein paar Tage, und dann bring ich dich zurück und tue so als hätte ich dich gefunden.“
    „ Aber... d...dann bekomm ich doch Ärger“, stammelte ich.
    Er zuckte die Schultern.
    „ C‘est la vie babe“.
    Tränen schossen mir in die Augen.
    Ich würde ungerechter weise so Ärger bekommen.
    „ Ich wünsche dir eine angenehme Nacht süße. Morgen komm ich vorbei und bring dir was zu essen und so. Wenn du magst erzähl ich dir auch was da oben so abgeht.“
    Mit den Worten stand er auf, lief den Gang endlang und ließ mich angebunden allein.




    Zuerst hatte ich so eine Wut, dass ich am liebsten die metallketten zerbissen hätte. Doch dann versuchte ich logisch zu denken.
    Jungkook hatte gesagt das wenn ich will, er mir erzählt was oben so abgeht. Das hieß also das ich im Keller von der Fabrik saß. Das hieß wiederum das irgendwann irgendjemand runterkommen müsste.
    Irgendwann musste doch mal irgendjemand im Keller was erledigen oder?
    Vorsichtig versuchte ich mich aufzusetzen. Mein Blick viel auf das kleine vergitterte Fenster oberhalb des Raumes. Durch dieses Fenster fiel oranges intensives Licht.
    Es war also schon Abend und der Sonnenuntergang nah.
    Bald würde es hier stockdunkel sein.
    Ängstlich versuchte ich mich zusammen rollen und zu schlafen das mir erst nach ewigen Minuten gelang.



    Ich wurde von einem quietschenden Geräusch wach. Es klang wie Eine schwere Tür, die dringend mal geölt werden müsste.
    Schnell richtete ich mich auf und erblickte Jungkook, der einen Korb bei sich trug. Darin war eine Wasserflasche und ein paar Brote.
    „ Hier“, er stellte den Korb zu mir.
    „ Wie geht es dir kleines?“
    Ich wog den Kopf und deutete auf meine Fesseln an dem Handgelenk.
    „ Das tut weh“.
    Er zuckte die Schultern.
    „ Sorry süße. Wenn du magst mach ich anstatt seien Handgelenke, deine Fußgelenke fest.“
    Ich nicke heftig. Grinsend begann er meine Arme loszumachen und stattdessen meine Knöchel zu fixieren.
    „ Und was ist jetzt? Suchen sie mich schon?; fragte ich.
    Er nickte, setze sich und begann zu erzählen.
    „ Dein verschwinden ist gestern Abend bemerkt worden, kurz nachdem ich zurück war. Alle haben gedacht das du aus meinem Zimmer abgehauen wärst, als ich eingeschlafen war. Nun suchen sie dich und sind sauer“.
    Ich spürte wie meine Augen glasig Wurden.
    „ I.. ich hab nichts gemacht“.
    „ Ich weiß. Es tut mir auch leid. Aber manchmal müssen wir gnadenlos sein“.
    Er beugte sich zu mir und gab mir ein Kuss auf die Stirn.
    „ Kannst du noch etwas bei mir bleiben?“, fragte ich mit bebender Stimme.
    „ Noch ein bisschen. Sie denken ich laufe durch den benachbarten Wald und suche dich.“
    „ Und was machen die anderen?“, fragte ich weiter.
    „ Jin, Namjoon und Hoseok suchen dich in der Stadt. Yoongi und Jimin suchen in der Fabrik nach dir und Taehyung irrt suchend im Wald umher.“
    „ Alleine?“, kam es ungläubig von mir.
    Jungkook lachte auf.
    „ Glaub mir Taehyung kann sich wehren.“
    „ Was war hier mal früher?“, leitete ich einen Themawechsel ein.
    „ Ich glaube das hier der Heizkeller is“, er deutete auf die Motoren und alles in einer Ecke.
    „ Kann da nichts passieren?“, fragte ich.
    Jungkook winkte ab.
    „ Die letzte Inventur war erst“.
    Er stand auf und klopfte sich den Staub von der Hose.
    „ Ich muss los. Bis morgen Nachmittag, ja?“
    Ich schüttelte den Kopf.
    „ Lass mich nicht allein. Ich hab Angst.“
    Kurz sah er mich mitleidig an.
    Doch dann schüttelte er seinen Kopf.
    „ Tut mir leid süße. Aber wenn du brav mitspielst Sorg ich dafür das du nicht stirbst.“
    „ Sehr beruhigend Danke“, fauchte ich.
    „ Halt ja deine Klappe“, fluchte er und trat mich.
    „ Auuu“, jaulte ich und versuchte aufzustehen, fiel dennoch wegen den Ketten an den Füßen.
    Jungkook lachte.
    „ Gute Nacht süße.“
    Und ich war wieder allein.

    21
    Fatale Folgen alter Technik

    Mitten in der Nacht wurde ich von einem seltsamen Gefühl wach.
    Langsam versuchte ich mich aufzurichten und mich umzusehen.
    Dennoch vergeblich. Es war stockdunkel. Ich kauerte mich zusammen und malte mir aus, was ich jetzt daheim machen würde.
    Wahrscheinlich würde meine kleine Schwester Jill bei mir sitzen und ich würde ihr was vorlesen oder so.
    Ohne es zu merken rollte mir eine Träne über die Wange. Mir tat alles weh und ich fühlte mich elend. Noch dazu war mir kalt und ich hatte Angst im Dunkeln allein in einem Keller.
    Doch selbst wenn ich oben währe würde es mir nicht besser gehen. Dort würde ich jetzt ungerechterweise Ärger bekommen.
    Ängstlich rollte ich mich noch enger zusammen und fing an zu zittern.
    Mich überforderte diese ganze
    Situation gerade. Doch gerade als ich dachte das es nicht mehr schlimmer werden konnte, fing das schlimmste gerade erst an.

    Ich versuchte mich wieder hinzulegen und zu schlafen, als ich dieses seltsame knistern hörte. Ganz leise und kaum hörbar, aber dennoch vorhanden. Ich sah mich um und versuchte herauszufinden was es war.
    Es klang etwas so wie eine Wunderkerze. Das knistern wurde lauter und kam näher. Vielleicht Jungkook der nach mir sehen wollte oder so. Erleichtert richtete ich mich wieder auf und wartete auf den jüngsten.
    Doch niemand kam.
    Dennoch blieb das knistern. Mein Blick fiel auf die wand. Kamen die Geräusche- etwa von da?
    Sofort bekam ich Bilder von Ratten vor Augen. Vielleicht diese Tiere, oder ein mader der mir Gesellschaft leisten wollte.
    Plötzlich gab es einen Knall. Erschrocken zuckte ich zusammen.
    Dann dämmerte es mir.
    Jungkook wollte mir Angst machen.
    „ Komm raus Jungkook! Du hattest deinen Spaß und...“,
    Ich stoppte als mein Blick wieder an der Wand hing.
    Die wand rauchte.
    Und mir wurde schnell klar was das bedeutete.
    Die Kabel, die wahrscheinlich uralt und überlastet sein mussten, hatten einen Kurzschluss. Und ich, gefesselt mit Ihnen in dem selben Raum, der verschlossen war. Und es gab kein Ausweg zu entkommen. Ich war geliefert.
    Ein letztes Mal riss ich verzweifelt an den Fesseln, bevor ich anfing zu schreien.

    22
    Das Ende vom Alptraum



    Ich schrie als hinge mein Leben davon ab, was genau genommen auch der Fall war. Nach kurzer Zeit war es dermaßen verraucht, das ich nichts mehr sehen konnte. Die Flamme breitete sich rasch aus und kam langsam näher.
    Ich fing an zu husten und bekam kaum noch Luft. Es war als würde ich am Rauch ersticken.
    „ Immer ich... nur weil ich der älteste bin, muss ich wieder den Mist in Ordnung bringen“, hörte ich draußen gedämpft jemanden reden.
    Führte die Person ein Selbstgespräch? Oder war er nicht allein.
    „ Tja Pech... aber jetzt mecker nicht rum. Ich komm ja mit helfen.“
    Die Tür wurde aufgeschlossen.
    „ Wieso war die überhaupt zu?“
    Fragte der zweite.
    „ Was weiß ich“, murrte die erste stimme wieder. Ich war so benebelt von Rauch das ich sie nicht zuordnen konnte.
    „ Hilfe“, wimmerte ich kaum hörbar.
    „ Also ich schalte den Strom hier unten ab und du löscht das Feuer ja?“
    „ Okay. Wieso reparieren wir die Leitungen eigentlich immer von neu. In spätestens zwei Wochen brennen sie doch eh wieder. Langsam nervt es sich darum zu kümmern.“
    „ Du hast recht. Ich geb es Namjoon weiter.“
    „ H...hey...“, wimmerte ich nun etwas lauter.
    „ Hast du das gehört?“
    „ Ne Was denn?“
    Ein klicken ertönte.
    „ So jetzt ist der Strom aus. Mach das Fenster auf... ich lösch das Feuer. Ist ja nicht groß.“
    „ Stimmt... es war mal größer“, lachte er zweite.
    Während die eine Silhouette das Feuer löschte, machte die andere das Fenster auf. Frische Luft zog rein und der Rauch zog langsam ab.
    Noch bemerkte mich keiner.
    „ Was zum! was machst DU hier unten? Wir suchen dich seit Tagen!“
    Ich sah auf und erkannte Yoongi.
    Meine Augen brannten und ich bekam keine Luft.
    „ June!“
    Jin hatte mich nun auch bemerkt.
    Beide standen um mich herum und versuchten die Ketten abzubekommen. Es war schließlich Yoongi, dem es gelang.
    „ Was machst du hier unten?“, fragte Jin und sah mich besorgt an.
    „ Jungkook“, wimmerte ich.
    „ Erzähl uns das später. Wir müssen dich hochbringen“, unterbrach mich Yoongi und hob mich im brautstyle hoch.
    Jin folgte uns den Weg hoch.


    Alle saßen versammelt im Wohnzimmer und aßen zum Abendbrot.
    „ Wir haben das Feuer gelöscht. Am besten wir lassen den Strom da unten aus, was meinst du Namjoon?“, fragte
    Jin, der zuerst den Raum betrat.
    „ Ist vielleicht besser. Wo hast du Yoongi gelassen?“, fragte Namjoon.
    „ Ich bin hier. Und schaut mal wen wir angekettet wie ein Hund gefunden haben“. Yoongi trat hervor und hielt Mich immer noch auf dem Arm.
    „ L...lass mich runter“, flüsterte ich.
    „ Aber Achtung“, murmelte er und ließ mich runter.
    Ich machte einen Schritt nach vorne und brach schließlich kraftlos zusammen.
    „ Hey Achtung kleines“, Hoseok sprang auf und hob mich hoch um mich aufs Sofa zu legen.
    Danach lief er zu den anderen zurück und setzte sich.
    „ Ich nehme mal an das sie nicht selbst in den Keller gegangen ist und sich selbst gefesselt hat“, Yoongi verschränkte die Arme.
    „ Aber außer uns kommt hier doch keiner rein“, murmelte Namjoon und sah hoch zu Yoongi.
    „ Das seh ich auch so. Es war also einer von uns.“
    „ Was!“, Namjoon sprang auf und sah jeden nach einander Wütend an.
    „ Wer wars von euch?“
    Stille.
    „ Niemand“.
    „ June hat... unten im Keller deinen Namen gesagt, Jungkook“, Yoongis Blick hing am jüngsten.
    Dieser sprang auf.
    „ Wieso sollte ich das tuen? Sie hat wahrscheinlich zu viel Rauch eingeatmet.“
    „ Das kann auch sein. Das sie seinen Namen unbewusst gesagt hat“, murmelte Jin.
    Jungkook stand auf und kam zu mir.
    „ Hey wie gehts?“
    Meine Augen brannten als ich zu ihm hoch sah.
    Er kniete sich neben mich.
    „ es tut mir leid das dies passiert ist. Es war nicht meine Absicht. Verzeihst du mir?“, fragte er leise.
    Schwerfällig nickte ich.
    „ Und du sagst keinem was ja? Sonst... bereust du es“, flüsterte er mir bedrohlich zu.
    Wieder nicke ich langsam.
    Ich hatte Angst vor im bekommen.
    „ Gut“, er stand auf.
    Mit den Worten.
    „ Ihr geht es nicht so gut“, ging er zu den anderen zurück.
    Alles drehte sich,
    Ich konnte mich kaum bewegen und fühlte mich hilflos und klein, wie ein Baby.

    „ Es ist spät. Am besten schläft sie heute auf dem Sofa“, bestimmte Namjoon.
    „ Und was ist wenn sie zu fliehen versucht?“, warf Hoseok ein.
    „ Hobi~ sieht sie in diesem Zustand aus als könnte sie fliehen?“, fragte Namjoon und grinste ihn müde an.
    Hoseok schüttelte den Kopf.
    „ Nicht wirklich.“
    „ Na also dann kann sie doch alleine hier bleiben.“
    Allein... ich wollte jetzt alles sein. Nur nicht allein.
    „ Nein....“, wimmerte ich.
    Alle Blicke hingen verwirrt an mir, und sie kamen näher ans Sofa.
    „ nein?“, echote Namjoon sanft.
    Ich schüttelte den Kopf.
    „ Ich... zu...Yoongi“, presste ich hervor.
    „ Wieso ausgerechnet da hin?“, fragte Namjoon verwirrt.
    Ich schloss die Augen.
    In der Nacht wo ich mit Yoongi allein war, hatte er so eine Art, bei der ich mich sicher gefühlt hatte. Genau das bräuchte ich jetzt.
    Doch dies erwiderte ich nicht sondern wisperte nachdrücklich: „ Bitte“.
    Eine kleine Panikattacke überfiel mich und ich fing an zu weinen.
    „ Hey ist ja gut... heute Nacht bleib ich bei dir“, murmelte Yoongi sanft und hob mich hoch.
    „ Sicher Yoongi? Sie könnte durch den Rauch nachträglich Panikattacke oder so bekommen und leer drehen. Je nach dem wie viel sie eingeatmet hat, kann sie total angänglich, weinerlich oder so sein. Auf alle Fälle ist sie nicht klar im Kopf“, warnte ihn Namjoon.
    „ Stört mich nicht“, entgegnete der angesprochene und trug mich aus dem Wohnzimmer.


    ( Yoongi pov )

    Behutsam legte ich sie auf meine Matratze, als wir in meinem Zimmer waren. Vorsorglich schloss ich die Tür ab, das sie im Falle eines Panikanfalls nicht abhauen und sich verletzen könnte oder so.
    „ Mama“, wisperte June und zitterte leicht. Ich musste trotz der Situation leicht schmunzeln. Aufscheinend hielt sie mich für ihre Mutter.
    „ Ja?“, langsam ging ich zu ihr.
    „ M...mir ist kalt“, wisperte sie.
    Ich sah mich um und fand meine Decke, die auf der Kommode lag.
    Ich griff nach ihr und deckte sie behutsam zu. „ Danke“, nuschelte sie.
    „ Mal sehen wie lange das anhält....“, murmelte ich zu mir selbst.
    Irgendwie erinnerte mich ihr Zustand an Leute, die auf einer Party bis zum Umfallen getrunken, geraucht oder ähnliches hatten.
    „ Kuschelst du mit mir?“, hörte ich die fragen.
    Ich legte den Kopf schief und sah zu ihr runter. Dabei Biss ich mir auf der Unterlippe. Einerseits war ich ein Mörder und alles. Und dort war umgeschriebenes Gesetz das man Gefühle, Umarmungen und ähnliches
    Unterlassen sollte. Andererseits war sie auch für mich da gewesen und hat mir zugehört und mich in den Arm genommen, als ich ihr von meiner Vergangenheit erzählt habe.
    „ Dann Rusch mal rüber“, seufzte ich ergeben. Sie tat was ich sagte und machte Platz. Ich legte mich neben June und legte einen Arm um sie.
    „ Danke“, murmelte sie und lächelte kindlich. Ich lächelte warm und strich ihr über den Arm.
    Irgendwann hob sie ihren Kopf und legte ihn auf meine Brust.
    Sie schloss die Augen und murmelte.
    „ Ich höre dein Herz“.
    „ Dann besteht ja noch Hoffnung für mich“, witzelte ich.
    Sie lachte und drehte ihren Kopf, sodass sie zu mir sah.
    „ June?“
    „ Ja?“
    Ich richtete mich schnell auf, was sie mir nachtat.
    „ Wieso warst du da unten?“
    „ Ich...“, fing sie an, biss sich dann aber auf die Unterlippe und schüttelte den Kopf.
    „ Du darfst es nicht sagen?“, erriet ich.
    Sie nicke und sah mich aus glasigen Augen an.
    „~Hey... alles was hier drinnen gesagt wird bleibt in diesen vier Wänden, ja?“, flüsterte ich und versuchte meiner Stimme was beruhigendes zu geben.
    Es klappte.
    „ A...aber sag es wirklich keinem“.
    Ich nicke schnell und sie begann zu erzählen.
    „ Als Jungkook so betrunken war, sollte ich ja bei ihm bleiben. Aber er hat mir K.O Tropfen geben und mich. In den Keller gebracht, mich fest gebunden und ist hin und wieder nach mir gucken gekommen.“
    „ Und warum?“, ich spürte wie sich eine gewaltige Wut auf Jungkook aufbaute. June hätte dabei sterben können.
    „ Er wollte das ihr nach mir sucht... und er wollte mich dann... sozusagen finden und mich euch ausliefern... das ihr stolz auf ihn seit.“
    „ Ihm war aber bewusst das wie dich dann ungerecht bestrafen?“, knurrte ich.
    Sie nicke.
    „ Und wieso das alles? Hätte er sich dann cool gefühlt?“, herrschte ich.
    „ Bitte... nicht schreien“, wimmerte sie und ein paar Tränen liefen über ihre Wange.
    „ Shhhht alles gut... entschuldige“, murmelte ich strich die Tränen mit dem Daumen behutsam weg und nahm sie danach in den Arm.
    „ Er hat mir erzählt das ihr ihn alle nur als Maknae der sich gerne betrinkt ansieht. Er wollte sich selbst einfach beweisen, das er euch wichtig ist und das ihr ihn braucht“.
    „ Wie egoistisch“, zischte ich.
    Am liebsten würde ich Jungkook den Hals umdrehen.
    Aufmerksamkeitsgeiles Stück....
    „ Verstehst du das nicht Yoongi? Er hat Minderwertigkeitskomplexe... ihr müsst ihm beweisen das er euch wichtig ist.... sonst fühlt er sich schlecht und nutzlos.“
    Überrascht sah ich zu ihr.
    Das hätte ich nicht erwartet.
    Sie währe wegen Jungkook fast an einer Rauchvergiftung gestorben, und sie? Sie sorgte sich nur um Jungkook.
    „ June?“
    „ Ja?“
    „ Du siehst echt in allen Menschen nur das gute...“

    23
    7 besorgte mörder


    ( June pov)

    Als ich am nächsten morgen aufwachte, war ich alleine.
    Yoongi war anscheinend bei den anderen. Ich versuchte mich aufzurichten, doch es gelang mir nicht. Es war als währe ich unter Wasser. Ich hatte einfach keine Kraft um hoch zu kommen.
    Alles schmerzte und meine Augen brannten. Mein Hals fühlte sich ebenfalls rau und schmerzhaft an.
    Mit zusammengekniffen Augen hustete ich stark.
    „ Y...yoongi?... h..hallo... irgendwer?“, wimmerte ich.
    Die Tür ging auf und Taehyung sah rein. „ Alles okay?“
    Sein Blick ruhte besorgt auf mir.
    „ ich... aufstehen... komm... nicht hoch“, stammelte ich und hustete erneut.
    „ warte ich helfe dir“, schlug er vor und kam auf mich zu.
    Mit einer Hand umgriff er meine Taille, mit der anderen griff er unter meine Kniekehle. So hob er mich dann hoch und trug mich ins Wohnzimmer.


    „ Ach Tae da bist du ja...oh... du hast June mitgebracht. Wie geht es dir?“
    „ N...nicht... gut“, brachte ich gepresst hervor. Namjoon stand auf und kam auf uns zu.
    „ Am besten wir legen dich aufs Sofa zu uns. Dann bist du nicht alleine.
    Ruh dich aus“.
    Taehyung nickte für mich und legte mich aufs Sofa zu den anderen.
    „ Wie lange wird dieser Zustand noch sein?“, fragte Taehyung.
    „ Keine Ahnung. Anscheinend hat sie viel eingeatmet... es kann sein das sie so die nächsten Tage ist“, vermutete Namjoon. Danach drehte er sich zu Yoongi.
    „ Und? Wie war sie gestern? Hatte sie eine Panikattacke?“
    Yoongi schüttelte langsam den Kopf.
    „ Sie war nur anhänglich... sie hat mich für ihre Mutter gehalten...
    Aber als ich sie dann beruhigt hatte, ist sie schnell eingeschlafen.“
    Ich schloss die Augen und versuchte den Gespräch zu folgen, was mir immer schwerer fiel.
    „ Kommen wir nun aber zu etwas, was mich schon die ganze Zeit interessiert.... Was hat sie da unten gemacht?“, fragte Namjoon.
    „ Vielleicht hat sie sich da vor uns versteckt?“, versuchte Jungkook die Spur von sich weg zuleiten.
    „ Ach und dann hat sie sich selbst eingeschlossen und festgekettet?“, knurrte Yoongi.
    Sein Blick war völlig auf Jungkook fixiert, und wenn Blicke töten könnten, gäbe es keinen Jungkook mehr.
    „ W...was schaust du mich jetzt so an?“, stammelte Jungkook.
    „ Du~“, fing er an, unterbrach sich dann aber selbst. „ Ach egal....“

    „ Klären wir das wann anders“, entschied Namjoon, bevor er weiter redete. „ Steht heute irgendwelche Termine an?“
    Jin nickte. „ Heute wolltest du mit dem Vorsitzenden der Regierung telefonieren. Danach wollten wir in die Stadt...“
    „ Ach genau“, murmelte Namjoon.
    „ Müssen wir da alle mit? Wir können sie nicht alleine lassen“, warf Hoseok ein.
    „ Ja wir müssen alle hin.... mitnehmen können wir sie nicht“, Namjoon stand auf und kam zu mir.
    „ Traust du dich eine Nacht alleine zu sein?“
    Ich muss wohl genickt haben, denn er strich mir über die Wange und lächelte.
    „ Braves Mädchen. Du darfst dich frei in der Fabrik bewegen. Aber nicht abhauen“.
    Wieder nickte ich.
    „ Du vertraust ihr? Sie könnte es ausnutzen“, munkelte Jungkook.
    „ Kookie ich bitte dich.... sie kann froh sein wenn sie die Kraft dazu hat zu laufen. Die Tür schließen wir ab... die bekommt sie nicht auf... die Fenster sind auch verschlossen. Also keine sorge“.


    Tatsächlich machten sich alle 7 am Abend auf den Weg und ich war alleine. Erschöpft lag ich auf dem Sofa und konnte mich kaum bewegen.

    Es dauerte fast 30 Minuten bis ich es geschafft hatte aufzustehen.
    Schwerfällig lief ich in die Küche.
    Der Kühlschrank war gefüllt mit gähnender leere.
    Lediglich zwei Rotweinflaschen und eine gammelte Paprika waren darinnen.
    Frustriert nahm ich eine Flasche und öffnete sie. Sonst trank ich eigentlich nur zu besonderen Anlässen mal ein Schluck Sekt, aber heute war mir mal danach.
    Ich griff mir ein Glas und füllte es bis zum Rand.
    Mit dem Glas und der Flasche lief ich durch die Räume, bis ich wie von selbst in Namjoons Büro stand.
    Gerade trank ich mein 3. Glas aus, als mir ein Brief auffiel, der an der Wand abgepinnt wurde. Ich ging näher und versuchte zu lesen, doch es war sehr schwer herauszufinden was drauf stand, weil mir die Wörter vor den Augen verschwammen. Schnell schenkte ich mir noch ein 4. Glas ein und trank es ebenfalls leer.

    ‚ Frist bis 04.11‘
    Stand auf den Blatt. Das Datum war umkringelt. Ebenfalls angestrichen war mein Name.
    ‚ Kim Lee June‘ ich las weiter und fand heraus, das BTS, der Regierung noch bis zum 04.11 Zeit gibt, ihren Forderungen nach zu gehen.
    Würden sie es nicht tuen, würde mich einer von den Mitgliedern umbringen.

    Ein seltsames Gefühl wurde in mir breit... 04.11.... welches Datum schrieben wir heute? Den 03.11?
    Überrascht stellte ich die Flasche auf den Tisch des Büros und verließ fluchtartig den Raum.
    Ich musste rausfinden welcher Tag heute war.


    Starr vor Panik saß ich hinter dem Sofa und wartete auf die anderen.
    „ Hey June... wir sind zurück“, rief Namjoon.
    „ Und wir haben essen“, ergänzte Hoseok.
    „ Ich... bin... hier...“, stammelte ich.
    „ Was sitzt du denn hinter dem Sofa?“, fragte Jimin, dessen Kopf über mir erschien.
    Obwohl mir alles weh tat, richtete ich mich auf. „ Mir geht es etwas besser“.
    „ Gut. Kommst du mit in die Küche?“, fragte Jin.
    Ich nickte und wenig später saßen wir zu acht in der Küche und aßen zu Abend.
    „ Hey... Ähm...“, fing ich an.
    „ Ja?“, fragte Taehyung und lächelte
    Mir sanft zu.
    „ Welches Datum haben wir heute?“
    Namjoon schien kurz zu überlegen.
    „ Der 4. Oktober.“
    „ Ihr habt doch mal gesagt das ihr eure Geiseln nach 2 Wochen killt. Meine zwei Wochen sind schon lange vorbei... und trotzten legt ihr noch einmal einen Monat drauf?“
    Ich schlug mir die Hand auf den Mund.
    Namjoon runzelte die Stirn.
    „ Du warst in meinem Büro?“
    Zögernd nickte ich.
    Er seufzte...
    „ Die Regierung muss noch mit irgendwem was bereden...“
    „ Also... tötet ihr mich heute in einem Monat?“, fragte ich.
    „ Das ist noch gar nicht raus... vielleicht gibt die Regierung nach und~“
    „ Namjoon ich bitte dich. Sowas illegales würde sie nie tuen“, unterbrach ich ihn.
    Kurz herrschte betretene stille.
    „ Komm ich bring dich ins Bett“, Namjoon stand auf und lief zu mir.
    Er griff sanft nach meinem Arm.
    „ Soll ich das lieber machen?“, fragte Jungkook und trank Sein Glas Rotwein aus.
    „ Ich weiß nicht... wenn du Rotwein getrunken hast, bist du immer so aggro... sie braucht jemanden ruhigen“, warf Namjoon ein.
    „ Ich bin die Ruhe selbst“, murrte Jungkook und stand auf.
    „ Na gut“, antwortete Namjoon.
    „ Bei wem pennt sie heute?“, fragte der jüngste in die Runde.
    „ Wieso... behandelt ihr mich... als währe ich ein Gegenstand?“, wisperte ich.
    „ Shhht“, zischte Jungkook.
    „ Also ich würde sie zu mir nehmen. Aber ich muss mit Jin und Jimin noch papierkram erledigen“, überlegte Namjoon laut.
    „ Hoseok?“, fragte Jungkook Weiter.
    Doch auch dieser schüttelte den Kopf.
    „ Ich muss auch noch mal weg“.
    „ Okay... dann Yoongi oder Taehyung“, beschloss Namjoon.
    „ Gut dann kommt sie zu mir“, sagte Taehyung in die stille rein.
    „ Okay Taehyung. Aber pass auf... sie ist weinerlich, anhänglich... und so...
    Sie hielt mich für ihre Mama... vielleicht denkt sie das du ihr Vater währst“, witzelte Yoongi.
    „ Ich Bring sie dann mal in dein Zimmer Taehyung“, mischte sich Jungkook ein. Ohne ein Wort abzuwarten schleifte er mich aus dem Raum über den Gang.

    Achtlos schupste er mich in Taehyung‘s Raum.
    Dann schloss er hinter sich die Tür.
    Ich kauerte auf dem Boden und schaute ängstlich hoch zu ihm.
    „ Du hast es Yoongi verraten oder? Er macht Andeutungen und alles das er es weiß! Ich dachte du behältst es für dich! Willst du das sie mich rausschmeißen? Willst du das?“, seien stimme überschlug sich fast.
    In meinem Hals bildete sich ein Kloß, der dafür sorgte das ich das Gefühl hatte zu ersticken. Außerdem brannten meine Augen und ich blinzelte, weil ich vor lauter Tränen verschwommen sah.
    Wieso schrie er so laut?
    Worum ging es?
    Die Tür ging auf und ein wütender Taehyung stand im Rahmen.
    „ Jungkook? Wieso schreist du sie an?“
    Jungkook fuhr herum.
    „ Tae... i... ich... hab mir wehgetan...“
    Taehyung hob eine Augenbraue und sah dann zu mir.
    „ Stimmt das June?“
    Ich nickte. Hauptsache er sorgte dafür das Jungkook verschwand.
    „ Dann sorry Hyung ich wollte dich nicht beschuldigen“, entschuldigte sich Taehyung.
    „ Schon okay“, lachte Jungkook und beugte sich dann zu mir runter.
    „ Sorry war nicht so gemeint. Tut mir leid“, flüsterte er.
    „ Ich geh dann mal“, fuhr er lauter fort.
    Kurz danach war ich mit Taehyung allein.


    ————————
    Wer sollte nach eurer Meinung nach Gefühle für Sie entwickeln?

    24
    Fluchtversuch pt.2



    Taehyung pov

    Leicht versichert sah ich zu ihr. Ich hatte kein Plan, wie ich mich genau verhalten sollte. In so einer Situation war ich noch nie gewesen.
    „ Ich will nachhause“, wimmerte June los und lief Hecktisch im Zimmer auf und ab. „ Komm her kleines! Ab ins Bett“, murmelte ich und lief auf sie zu.
    Ich würde June einfach wie meine kleine Cousine behandeln. „ Ich bin aber nicht müde!“, brummte sie und wich zurück. „ Jetzt komm!“, sagte ich lauter und griff nach ihrem Arm.
    „ Lass mich los!“, keifte sie. „ Shhhht June entspann dich“, raunte ich um die zu beruhigen und brachte sie zu meiner Matratze. Nach langen Diskussionen legte sie sich hin.
    „ Reden wir noch ein bisschen? Ich will nicht schlafen...“
    „ Klar... Rutsch rüber“, lachte ich und legte sich neben sie.
    Recht schnell schlief sie ein und auch ich merke wie ich langsam müde wurde.

    Ich wurde erst wieder wach, als ein lautes Geräusch ertönte. Verschlafen richtete ich mich auf und bemerkte, das ich mit einem Pullover an der Heizung gefesselt war. Wie tief hatte ich bitte geschlafen? Warte...
    WIESO WAR ICH GEFESSELT!
    „ June...“, entfuhr es mir. Die Person an der Tür drehte sich um und schenkte mir ein gruseliges lächeln.
    „ Ja!“
    „ Mach mich los!“
    „ Nichts da! Ich flieh nach Hause!“
    Verzweifelt riss ich an dem Pulli. Was eine Rauchvergiftung alles mit einem anstellen konnte.
    Vorsichtig öffnete sie die Tür, nachdem sie mit eine Socke in den Mund gestopft hatte.
    „ Hmmmmmm“, machte ich so laut es ging, aber meine Worte wurden von der Socke abgefangen.
    Sie lachte.
    „ Hasta la Vista Tae“.
    Sie verschwand.
    Verdammt noch einmal...
    Wenn Namjoon das rausfindet killt er mich. Ich versuche die lästige Socke auszuspucken, was mir schließlich auch gelang. Gerade als ich rufen wollte hörte ich stimmen, und schnelle Schritte. Jemand rief was. Danach klang es als ob da unten ein Kamp los ging.


    POV Namjoon

    Eigentlich wollte ich nur kurz mir ein Glas Wasser holen. Und was seh ich dann? June spaziert munter durch die Gegend. Noch schien sie mich nicht bemerkt zu haben. Langsam kam ich näher und packte sie. Überrascht schrie sie auf und trat um sich.
    „ JIMIN! YOONGI! HOSEOK! KOMMT!“
    Alle außer Taehyung kamen angelaufen und halfen mir, die tretende, schlagende und sogar beißende June festzuhalten.
    „ AHHH“, Jungkook sackte zusammen, da June ihm voll zwischen die Beine getreten hatte.
    Sie riss sich los und rannte zur Tür.
    Hoseok hinterher. Er hielt sie am Kragen fest und zog sie zurück.
    „ Nichts da kleine!“
    Hoseok drückte sie gegen die Wand und rief Jungkook zu. „ Hol Taehyung ich will wissen was abgegangen ist!“

    Nach 10 Minuten kam ein verlegener Taehyung und ein wütender Jungkook zurück ins Wohnzimmer.
    „ Sorry das es so lange gedauert hat. Ich musste zuerst losbinden!“, Jungkook funkelten Taehyung an, der die Hände hob.
    „ Ich hab geschlafen, da merk ich nun mal nicht, wenn man mich festbindet!“
    Ich fing an zu Knurren:
    „ Ruhe! Alle!“
    Dann sah ich zu June.
    „ Wohin wolltest du denn?“
    June zitterte und hatte Tränen in den Augen.
    „ Ich will heim... ich will nicht getötet werden.“
    Ich seufzte.
    „ Tut mir leid Sweety aber das wirst du. Die Regierung hat vorhin mit mir telefoniert. Sie wollen nicht nachgeben. Das heißt... wir geben Ihnen noch drei Tage Bedenkzeit. Wenn’s bis dahin keine Abmachung gibt, wird Taehyung dich töten!“

    June pov

    Ich starrte fassungslos zu Namjoon. Es war, als wäre all die Kraft aus mir raus. Langsam sackte ich zusammen und hauchte.
    „ Nein... nein... das kann nicht sein...“
    „ Es tut mir leid. Yoongi nimm du sie mit ins Zimmer. Taehyung scheint nicht in der Lage aufzupassen.“
    Yoongi nicke, griff nach meinem Arm und zog mich aus dem Wohnzimmer.
    3 Tage.... zu 99% würde ich nur noch drei Tage leben...

    25
    Alles hat seinen Preis❤️

    June pov

    Kraftlos ließ ich mich in Yoongi’s Zimmer bringen.
    „ Ich will nicht sterben“, heulte ich auf. „ June“, fing Yoongi an.
    „ Ich will nicht ich will nicht ich will nicht!“, unterbrach ich ihn.
    „ June!“, wiederholte er.
    „ Ich hab nichts getan“, wimmerte ich laut.
    „ June! Bitte lass mich ausreden!“
    Mein Blick ging zu Yoongi.
    Dieser schloss die Tür ab und lief im Zimmer auf und ab.
    „ Glaub mir niemand will dich töten. Aber glaub mir... mir wird schon was einfallen, wie ich dir helfen kann.“ Überrascht musterte ich ihn.
    „ Wieso willst du mir helfen?“
    „ June! Ich mag dich. Jeder mag dich von uns...“
    „ Na und das tut nichts zur Sache... Wenn Namjoon sagt, das die Regierung nur noch drei Tage nachzudenken haben und ihr mich ansonsten Umbringt, dann ist es so!“
    „ June... eigentlich dürfte ich dir das gar nicht sagen, aber Namjoon mag dich... wie ein Familienmitglied. Er hat mir erzählt, das er sich bei dir so fühlt, als wärst du seine Schwester.“
    Kurz schwieg ich, bevor ich weiterredete: „ Tolle Art es zu zeigen!“
    „ June bitte!“, knurrte Yoongi. Dann war stille. „ Sorry... ich wollte dich nicht anschreien“, murmelte Yoongi und zog mich in die Arme. Ich fing an zu weinen. Ich hatte Angst. Angst was jetzt mit mir geschehen wird. „ Nicht weinen... ich bitte dich... wein nicht....“, raunte er mir ins Ohr und ließ mich langsam ruhiger werden. Verzweifelt krallte ich mich in dein Shirt und versuchte mich zu entspannen.
    „ Shhhhht so ist gut“, wisperte er.
    Sanft schob er mich zu seiner Matratze. „ Leg dich hin... ich geh und Versuch mein Glück mit der Regierung okay?“
    Ich nicke und nahm auf der Matratze Platz. Yoongi verschwand nachdem er die Tür abgeschlossen hatte. Drei Tage... wenn nicht ein Wunder geschehen würde, müsste ich in drei Tagen sterben.

    -Am Abend-


    Die bedrückte Stimmung beim Abendessen, schien nichts gutes zu verheißen. „was ist? W...wieso sagt keiner was?“, fragte ich ängstlich.
    „ June~“, fing Jin an. „ Also... die Regierung hat gesagt das sie heute Abend anrufen wird und sagt ob sie unseren Anforderung nachgehen.
    Wenn sie es tun, bist du morgen Abend frei.... wenn nicht...“, Jin stoppte.
    „ wenn nicht...Bin ich morgen Abend tot“, beendete ich seinen Satz. Er biss sich auf die Lippe und Jimin murmelte. „ es tut uns so leid June.“
    Es war als würde meine Welt aufhören sich zu drehen. Ich spürte Panik in mir hoch kommen. Tränen liefen über meine Wange. Hoseok stand auf und kam zu mir. „ Bitte weine nicht June...“, sanft strich er über meine Schulter.
    „ Kann... June heute bei mir bleiben?“, fragte Jin und lächelte mich an. Schwer lächelte ich zurück. „ Jin... nichts für ungut aber ich glaube bei Yoongi ist sie gut aufgehoben..“
    Ich sah zu Yoongi und stutzte.
    Hatte er-
    Tatsache er hatte Tränen in den Augen...
    „ Komm June wir gehen aufs Zimmer“, presste er hervor und stand auf. Sofort folgte ich ihm und lief den langen Gang entlang.
    Müde legte ich mich auf die Matratze. „ K...können wir noch einmal kuscheln? Wie... wie letztes Mal?“, fragte er leise. „ Klar“, antwortete ich und breitete die Arme aus. Schmunzelnd legte er sich zu mir.
    „ Ich weiß es klingt albern, aber ich drücke schon die ganze Zeit die Daumen, das die Regierung gerade mit Namjoon telefoniert und unseren Anforderung nachgehen kann. Ich will das du diesen Ort verlassen kannst....“, flüsterte er.
    „ Danke Yoongi“, raunte ich und kuschelte mich näher an ihn.

    …………………………

    „ Hopp Joop June aufstehen“, Yoongi rüttelte an meinem Arm.
    Ich schrecke hoch. „ Was? Hat Namjoon schon erzählt? Bin ich frei?“ „ Nein aber er will es uns jetzt erzählen.“
    Sofort machten wir uns auf den Weg zum Wohnzimmer in dem bereits alle saßen. Alle außer Namjoon. Dieser betrat den Raum, Kurz nachdem wir uns hingesetzt hatten. Sein Blick war emotionslos. War ich frei? War ich tot? An seinem Blick konnte man nichts rausfinden.
    „ Also... gestern Abend riefen sie mich an“, begann er. „ wir haben lange diskutiert.“ Namjoon zog eine Waffe hervor und drücke sie Taehyung in die Hand. „ Taehyung... laut unserer Ordnung bist du dieses mal dran.“ Überrascht keuchte ich auf. Nein. Nein das konnte nicht wahr sein. Nein nein nein nein!
    „ W...was?“, auch die anderen waren überrascht.
    „ es tut mir leid. Unsere Frist ist abgelaufen... und die Regierung weigert sich... Heute Abend. 19 Uhr sind alle im Keller.“
    Mit diesen Worten rauschte er aus dem Wohnzimmer.
    Still sahen alle zu mir. Mitleid und Verlust lag in ihren Augen.
    Heute Abend. 19.01 Uhr würde ich nicht mehr leben.

    26
    Die letzten Sekunden vor dem Sturm



    Das ticken der Uhr an der Wand von Yoongi’s Zimmer, erinnerte mich jede Sekunde daran, das die Stunde näher rückte, in der ich sterben würde. Um 16 Uhr wollte ich alles versuchen um abzuhauen. Doch ich blieb auf der Matratze sitzen und tat nichts.
    Um 17 Uhr wollte ich einfach nur noch mich selbst umbringen. Doch ich blieb auf der Matratze sitzen und tat nichts.
    Um 17 Ihr wollte ich einfach nur noch schreien und irgendwen umbringen. Doch ich blieb auf der Matratze sitzen und tat nichts.
    Um 17.30 Uhr hörte ich ein Schlüssel im Schloss. Yoongi war zurück. Den ganzen Tag war er weg gewesen und hatte mich allein mit meiner Angst gelassen. Er hatte gesagt das er Namjoon helfen würde die Regierung umzustimmen.
    Langsam öffnete sich die Tür.
    „ Und?“, fragte ich voller Hoffnung. Er sah mit seltsamen Blick zu mir und nahm mich in den Arm.
    „ es tut mir leid...“, flüsterte er an mein Ohr. Es war vorbei. Ich fing an zu weinen.
    „ Es ist zehn vor 7... wir müssen los in den Keller“, sagte er leise, griff nach meiner Hand und zog mich aus dem Zimmer.
    „ Ich will nicht sterben“, wimmerte ich. Yoongi sah zu mir und zog mich zu sich. „ Keine Angst... mir fällt schon was ein.“
    Unsere Schritte hallten über den kellerboden. Yoongi führte mich zu einer großen schwarzen Tür. Er klopfte. Sie wurde geöffnet. Drinnen hatten sich bereits alle versammelt. Sie wichen meinen blicken aus und starrten auf den Boden.
    „ Da... seid ihr beide ja...“, presste namjoon hervor.
    Ich sah mich um. Ein großer schlecht beleuchteter Raum. Die Wände waren mit dunkler Tapete überzogen. Kein Fenster. Die Glühbirne an der Decke flackerte. In der Mitte stand ein alter Stuhl.
    „ Okay... das wars dann jetzt wohl... die Regierung kommt unseren Forderungen nicht nach. Deshalb...“, Namjoon sah zu mir.
    „ wird demnach unsere Geisel umgebracht...“
    Hoseok kam auf mich zu und griff sanft nach meinen Arm. „ Komm.“
    Er führte mich zum Stuhl. „ Setzen“ seine stimme zitterte leicht.
    Ich tat was er sagte. Ich wehrte mich nicht. Ich fühlte mich in Trance. „ Taehyung“, Namjoon erhob das Wort. „ Nach unserer Reihenfolge bist du nun an der Reihe...“ Taehyung nicke wiederwillig. „ Komm her Taehyung“, flüsterte Namjoon und winkte Taehyung zu sich. Der zweit jüngste lief langsam zu Namjoon.
    „ Falls du noch was zu June sagen möchtest...“ Namjoon hob seinen Blick. „ oder einer der anderen... der Tue es jetzt.“
    Taehyung sah zu mir und lächelte gequält. „ June... ich wollte mich nur bedanken. Es war sehr schön... mit dir hier. Du hast unseren Alltag bereichert... außerdem wollte ich dir danken...“ er zögerte. „ Als wir damals angegriffen wurden, hattest du die Chance mich mit einer Pistole abzuschießen und somit zu töten. Doch die Chance hast du nicht genutzt. Deshalb finde ich es so schlimm das ich es jetzt tun muss“ Er wischte sich über ein Auge. Auch die anderen hatte Tränen in den Augen.
    „ June“, sagte Namjoon plötzlich.
    „ Als du bei mir gesessen hast... und wir uns unterhalten haben. Ich fand es sehr toll mit dir zu reden. Ich hab mich bei dir so geborgen gefühlt. Als ob du meine Schwester oder so währst... es war so ein tolles Gefühl... danke dafür.“
    Ich senkte den Kopf und blinzelte die Tränen weg.
    „ Darf ich jetzt?“, fragte Jungkook.
    Ich sah Namjoon im Augenwinkel nicken.
    „ Also June... es tut mir leid das du fast wegen mir gestoben währst... nur weil ich den Held vor den anderen spielen wollte. Dennoch hast du nichts gesagt... Danke.“
    Die anderen waren zu aufgewühlt um Jungkook’s Worte zu verarbeiten und zu merken das er es war, der mich im Keller festgehalten hatte.
    „ June...“, räuspert sich nun auch Jimin. „ Ich fand es so toll von dir, das du mich in den Arm genommen hattest, als es mir wegen Sayuri scheiße ging. Ich schätze das sehr wert... Danke.“
    Hoseok hob schließlich das Wort.
    „ Es tut mir leid, das ich dich an deinem ersten Tag angeschossen hab. Aber ich hoffe du weißt das es meine Pflicht war...“
    Ich nicke schwach und lauschte Jin.
    „ Als du neu bei uns warst haben wir zusammen auf der Couch gegammelt. Es war so unbeschwert und ein familiäres Gefühl... ich hab mich einfach geborgen gefühlt.“
    Stille.
    „ Yoongi? Willst du auch was sagen?“, fragte Namjoon leise.
    Yoongi stand auf und kam auf mich zu. Dann hockte er sich vor mich und Strich meine Tränen weg.
    „ Ich wollte dir danken... für alles. Es war eine so schöne Zeit, als du hier warst. Du bist anders als die anderen... du bist besonders. Du hast dir meine Lebensgeschichte angehört, mich getröstet, mich in den Arm genommen und mich gemocht so wie ich bin... ich werde dich... vermissen.“
    Ich hob mein Blick und sah in Yoongi’s glasige dunkle Augen.
    „ Ich wollte nur noch sagen... also... bevor du stirbst... das...“, er zögerte kurz. „ Ich lie~“, er brach ab.
    „ Ich werde dich vermissen.“

    Wieder legte sich stille nieder.
    „ Okay... möchtest du noch was sagen June?“
    Ich schüttelte den Kopf und weinte lautlos vor mich hin.
    „ Okay... Taehyung... hier...“, Namjoon gab Taehyung eine Waffe in die Hand.
    Taehyung stellte sich vor mich und~
    „ Warte... darf ich June noch einmal umarmen?“, fragte Yoongi.
    „ Klar... nur zu...“, murmelte Namjoon. Yoongi kam wieder auf mich zu und nahm mich in den Arm.
    „ Es tut mir so leid, June... das es so endet“, flüsterte er in mein Ohr. Ich spürte wie eine Träne über seine Wange lief. Sie vermischte sich mit meinen Tränen und lief mir den Hals hinab. Sanft küsste er meine Wange und wimmerte. „ Es tut mir so leid.“
    Langsam löste er sich von mir und lief zu den anderen.
    „ Okay... Taehyung...“, sagte Namjoon und sah mit festen Blick zu dem zweit jüngsten. Ich hob den Blick erneut und sah jeden nacheinander an. Namjoon, der abseits das Geschehen beobachte und aussah als würde er gleich zusammenbrechen, Jin der neben Jungkook und Hoseok stand. Alle drei hatten glasige Augen und starrten auf Taehyung. Mein Blick ging zu jimin und Yoongi, die zusammen da standen und versuchten nicht zu weinen. Kurz schloss ich die Augen. Ich fühlte mich leer und kraftlos. Als ich die Augen wieder öffnete lag mein Blick auf Taehyung, der langsam die Pistole hob. Er fixierte mich mit Tränen in den Augen. Er zitterte leicht und sah aus als würde er mit sich selbst kämpfen.
    Ein klicken ertönte. Er hatte die Waffe entsichert.
    Ein weiteres klicken. Er hatte die Waffe Geladen.
    Sekunden verstrichen. Ich fixierte Taehyung und er fixierte mich.
    Jede Sekunde würde er schießen.
    Jede Sekunde könnte meine letzte sein....


    ( Ende ^^
    Nein Spaß xD)

    27

    ( hallo 👋 hab euch alle lieb ❤️

    Es gibt jetzt drei Optionen was passieren könnte ^^

    a) June stirbt
    b) einer von BTS stirbt
    c) ich sterbe ( vor hunger) 😂


    Es ist.... Lösung C 🎊


    Beten wir für mich? 🙏)



    Ein schluchzen verließ meinen Mund. Ich würde niemanden wieder sehen. Meine Mama nicht, meinen papa nicht und meine Schwester nicht. Keinen meiner Freunde... niemanden.... Ängstlich kniff ich die Augen zusammen während Tränen über meine Wangen liefen. Nichts geschah. Voller Panik presste ich noch mehr die Augen zusammen. Ein Schuss ertönte. Es knallte. Ich bereitete mich auf den Schmerz und den Tod vor. Doch nichts geschah. Überrascht öffnete ich die Augen und vernahm~ ein gequältes stöhnen. „ Yoongi!“, rief ich und sprang auf, um zu Yoongi zu eilen, der auf dem Boden lag und seinen blutenden Arm hielt. „ Scheiße Yoongi!“, riefen auch die anderen und umringten den zweit ältesten.
    Taehyung ließ die Pistole fallen und sah schockiert auf den verletzten.
    „ Jin bring June in dein Zimmer und pass auf sie auf. Jimin hol den Verbandskasten! Hoseok? Du trägst mit mir Yoongi ins Krankenzimmer. Die anderen gehen auf ihr Zimmer und warten auf Anweisungen!“ Die Jungs schwirrten aus um Namjoons Befehle auszuführen. „ Na komm June“, Jin griff sanft nach meinem Arm und zog mich hoch. Überrascht stolperte ich ihm nach, die Gänge hoch in sein Zimmer. „ W...was ist passiert?“, perplex ließ ich mich auf seine Matratze plumpsen. Jin seufzte. „ Taehyung hat geschossen aber Yoongi ist dazwischen gesprungen. Die anderen behandeln ihn gerade. Keine Angst sah nicht tödlich aus...“
    „ Wieso hat er das getan?“, fragte ich leise. Der älteste zuckte mit den Schultern. „ Keine Ahnung... ich versteh es auch nicht... Du bist unsere Geisel. Es war klar das es darauf hinaus laufen wird... ich versteh nicht wieso er dich beschützt hat. Anscheinend mag er dich oder so.“ Jin grinste leicht während ich rot wurde. „ Hm...“, machte ich verlegen. „ Glaubst du ihm geht es gut?“, fragte ich nach einer kurzen stille. Jin nicke. „ Klar... wie gesagt, Yoongi sah schonmal schlimmer aus.“ Es klopfte an der Tür. Jimin steckte seinen Kopf Herein. „ Yoongi geht es soweit gut.... er will aber allein sein.“ „ Danke Jimin... ich halte es für das beste wir gehen jetzt schlafen“, entschied Jin.


    Wenig später lag eine gespenstische Stille über der Fabrik. Alle schliefen. Nur ich war wach und wälzte mich hin und her.
    Ich musste Yoongi sehen. Unbedingt. Leise stand ich auf. Jin schmatzte im Schlaf und drehte sich um. Leicht grinsend begab ich mich zur Tür und drückte mit angehalten Atem die Klinke runter.
    Offen. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Mit klopfendem Herzen huschte ich über die Gänge zu Yoongi’s Zimmer. Leise lauschte ich. Stille. Aufgeregt öffnete ich die Tür und trat ein. Ein Schatten erhob sich schwerfällig auf Yoongi’s Matratze. „ Namjoon? Bist du’s?“, fragte Yoongi mit rauer Stimme.
    „ Ich Bin’s“, fiepte ich. „ June! Wie bist du~“ „ Jins Tür war offen... dann bin ich ausgeschlichen“, erklärte ich. Er lachte leise und wisperte: „ Setz dich zu mir“.
    Ich tat was er sagte und fragte leise. „ Wieso hast du das getan? Wieso bist du vor mich gesprungen?“
    „ June, ich mag dich und wollte dich nicht verlieren... ich hab gehandelt ohne nachzudenken ich~“, er krümmte sich vor schmerzen zusammen und röchelte. „ Gib mir das~ g...Glas und die Tablette auf der Kommode.“ Schnell brachte ich ihm beides und sah zu wie er die Tablette zu sich nahm und mit Wasser runterspült. „ Ahhh Danke.“
    „ Was war das?“, fragte ich.
    „ Schmerzmittel... Namjoon hat gesagt, das es mir übermorgen spätestens besser geht.“
    „ Das freut mich“, lächelte ich und strich über seine Wange. Er erstarrte und knurrte. „ Du solltest jetzt gehen.“ „ W...was wieso?“
    „ Du dürftest nicht hier sein... geh“, murrte er. Verwirrt stand ich auf und verließ den Raum. Yoongi seufzte.
    Wieso war das alles so kompliziert?


    Leise Schlich ich über den Gang, bis zwei Hände meine Augen verdeckten. „ Ich such dich überall“, raunte eine Stimme~ Jin‘s Stimme.
    „ Sorry... a...aber ich wollte Yoongi sehen“, stammelte ich. Er lachte.
    „ Schon okay... aber jetzt schnell zurück ins Zimmer. Ich will kein Ärger mit Namjoon.“

    Im Zimmer angekommen starrte Jin aus dem Fenster und war mit den Gedanken anscheinend weit weg. Ich setzte mich auf einen Stuhl und sah zu ihm. „ Jin?“
    „ Hm?“, er sah zu mir und lächelte leicht.
    „ Was passiert jetzt eigentlich mit mir? Tae hat mich ja nicht umgebracht... muss er es demnächst noch einmal versuchen?“
    Jin schüttelte den Kopf.
    „ Nein... der nächste in unseren Reihenfolge muss es tun.“
    „ Und wann?“, fragte ich leise.
    „ Übermorgen Abend wahrscheinlich“, erklärte Jin.
    „ Und was wenn er es auch nicht schafft?“, hinterfragte ich.
    Auf Jin lag ein seltsamer Ausdruck.
    „ June... die Person die nach Taehyung in der Reihe ist, ist ein kaltblütiger Mörder. Er hat noch nie gezögert. Er hat seine Cousine umgebracht, weil sie hier war und rumgeschnüffelt hat. Und die Cousine war 7 Jahre alt.“
    Ich schluckte. Taehyung hat es vielleicht nicht geschafft, aber die nächste Person schafft es sicherlich. Ich stutzte. Wer war der nächste in der Reihenfolge?
    „ Jin? Wer kommt nach Taehyung in dieser Mord dings Reihenfolge?“
    „ Du willst wissen der dich übermorgen töten muss?“, hinterfragte Jin und sah mich lange an. Ich nicke.
    „ Ich“.
    „ Was!“, ich keuchte Überrascht auf. Er lachte leise. „ Sorry kleiner Scherz.“
    Ich funkelte ihn wütend an.
    „ Mach keine Witze über meinen Tod!“
    Er hob die Hände. „ Sorry June.“
    Ich seufzte. „ Wer ist es? Wer muss mich morgen töten?“
    „ Yoongi.“

    28
    Sunji the little sister


    „ Yoongi?“, wiederhole ich ungläubig. Vielleicht ist es ja nur ein Witz. Hoffentlich. Ich mag Yoongi und will nicht, das er es ist, der mich umbringt. Jin nicke. „ Korrekt... aber ich denke es ist besser du schläfst jetzt...“ Wiederwillig legte ich mich hin, und starrte die Decke an, während Jin nach kurzer Zeit schon zu schnarchen begann.
    Plötzlich hörte ich die Tür knarzen.
    Leise richtete ich mich auf und sah einen Schatten. „ Yoongi?“, flüsterte ich leise. „ Knapp daneben“, lachte eine Stimme leise. Namjoon stimme... „ Namjoon was ist denn?“
    „ Komm mit!“ Sofort sprang ich auf und verließ das Zimmer. Nebeneinander liefen wir die Gänge endlang. „ Was ist? Gibt es was neues von der Regierung?“ Er schüttelte den Kopf. „ Bedaure... aber sobald Yoongi auf den Beinen ist...“ Ich unterbrach ihn. „ Ist gut.. ich will es nicht hören.“ Schuldbewusst öffnete er sein Büro und schob mich rein. „ Was machen wir hier?“, fragte ich und setzte mich auf einen Stuhl, auf den er deutete. „ Naja... ich hab mir gedacht, das ich dir wenigstens erlauben könnte, dich von deiner Familie zu verabschieden. Da du nicht genau weißt wo wir sind, kann nichts schief gehen.“
    „ Wirklich?“, fragte ich mit großen Augen. Er nicke und zog aus seiner Tasche sein Handy. Mit dem Telefon Ziffernblock aufgerufen, legte er mir das Teil vor die Nase. „ Na los. Du musst aber in Kauf nehmen das ich zuhöre.“ Mit zitternden Händen griff ich nach dem Handy und tippte meine Festnetznummer ein.
    Es tutet lange. Gerade als ich enttäuscht auflegen wollte, ging meine Schwester ran. „ Hier bei Kim“. „ Sunji....“, wimmerte ich, so überwältigt nach so langer Zeit meine Schwester zu hören. „ June... b... bist du’s?“, fragte sie leise, als würde sie es nicht glauben. „ Ja... ich“.
    „ Oh mein Gott wo bist du! Ich hol dich da raus... oh mein Gott...“
    „ Sunji. Ich weiß nicht wo ich bin... und selbst wenn ich dürfte es dir nicht sagen.“ „ Aber... was ist passiert! Du wurdest wochenlang von der Polizei gesucht. Dann als unauffindbar und tot erklärt.“
    „ Ich bin nicht tot.... jedenfalls noch nicht.“ „ Was heißt hier noch nicht? Und wieso kannst du mich anrufen?“
    „ Warte ich erzähle dir alles der Reihe nach. Nachdem meine Busfahrt beendet war, hatten sie mich in ihr Versteck gebracht. Während den Verhandlungen mit der Regierung wohnte ich hier. Nun ist die Zeitspanne angelaufen und die Regierung gibt nicht nach. Wie bei allen Geiseln werden sie mich töten. Morgen oder übermorgen Abend.... ich kann telefonieren, weil mir der Chef dieses Clan‘s sein Handy geliehen hat, das ich mich von euch verabschieden kann.“
    „ Was? Das kann nicht dein ernst sein... bitte sag du lügst...“, hauchte sie mit tränenerstickter Stimme.
    „ Ich Lüge nicht... gibst du mir noch Mama und Papa?“
    „ Die sind ausgegangen. Ich kann nicht glauben das ich die letzte deiner Bekannten bin, die deine Stimme hört.“
    „ Es tut mir leid Sunji. Hol dein Handy... ich will meinen Eltern was hinterlassen.“
    Rascheln. Dann war Sunji wieder am Telefon. „ Memo läuft“, winselte sie. Ich holte tief Luft und erzählte noch einmal die ganze story, wie ich es bei Sunji getan hatte. Dann machte ich kurz eine Pause um schließlich weiter zu reden. „ Ich hätte nie gedacht, das ihr meine letzten Worte durch eine sprachmemo hören werdet. Es tut mir so leid, das alles so gekommen ist. Ändern kann ich es nicht... aufhalten kann ich es auch nicht. Es ist so. Die bittere Tatsache. Papa, ich wollte dir noch sagen das es mir leid tut, das wir nicht deine To Do Liste mit Tätigkeiten abgearbeitet haben. Wir haben es immer aufgeschoben. Jetzt ist es zu spät. Mama... du warst eine tolle Mama... die beste auf der Welt. Danke für alles was ihr mir gegeben habt. Und... vielleicht... wenn ich da oben bin, schau ich auf euch hinab und passe auf.“ Ich lache leicht während mir die Tränen über die Wangen laufen. „ Gott klang das albern... aber ihr wisst was ich meine. Auch wenn ich nicht bei euch bin, werde ich immer in eurem Herzen bleiben und auf euch aufpassen. Ich liebe euch...“
    Stille tritt ein. Der Kloß in meinem Hals wird zu groß.
    „ Sunji. Pass auf dich auf. Es war eine Ehre deine Schwester zu sein. Ich vermisse dich jetzt schon... hab dich lieb kleine. Ich wünsche dir viel Glück für alles.“
    „ June...“, ich höre das sie weint.
    „ Auf wiedersehen Sunji und alles gute“, Presse ich hervor.
    „ Dir auch... ich werde ich nie vergessen“, schluchzte sie ins Telefon.
    „ Ich werde dich auch nie vergessen“, antwortete ich bevor ich auflegte. Eine Weile saßen Namjoon und ich einfach nur so da.
    Keiner sagte was. Ich traute mich nicht ihn anzusehen. Vielleicht grinste er bei so fiel Kitsch. Nachdem er immer noch nichts sagte, sah ich auf und sah Überrascht zu ihm. Tränen. Eindeutig. „ Wieso weinst du?“, fragte ich leise.
    „ D..das... oh mein Gott. Das ist so süß.... mir tut deine Familie so leid... aber ich kann die Regeln nicht ändern.“ Er stand auf und nahm mich in den Arm. „ Es tut mir so leid June. Aber ich kann nichts ändern.
    Sobald Yoongi auf den Beinen ist, was morgen Abend sein wird, wird deine Seele zu Staub verfallen. Yoongi ist ein Mörder der keine Rücksicht auf Verluste nimmt. Ihm ist alles egal. Er ist nicht so weich wie die anderen. Er wird es schaffen.“
    Ich presste mich an ihn und heulte sein Shirt voll.
    „ Komm... ich bring dich zurück zu Jin“, flüsterte er und schob mich aus dem Raum. Schweigend gingen wir den Weg endlang. „ Gute Nacht June“, flüsterte er, als er Jins Tür öffnete und mich reindrückte.
    „ Nacht“, murmelte ich verheult und schluchzte leise, während ich mich neben Jin legte, der nach wie vor schlief. Lange lag ich neben ihm wach. Ich war zu aufgewühlt um einzuschlafen.

    29
    THE END!


    „ June... June“, ich spürte wie an meinem Arm gerüttelt wurde. Vorsichtig setzte ich mich auf und stellte fest, das es noch Nacht war. Über mir war eine Silhouette. Yoongi. „ Yoongi?“, rief ich erstaunt.
    „ Pssst oder willst du Jin aufwecken?“, fragte er leise. Ich schüttelte den Kopf und stand auf. „ Komm“, wisperte er und zog mich mit. Auf dem Gang waren alle Lichter aus. Wir liefen durch die Dunkelheit und er hielt meine Hand, um mich nicht zu verlieren. „ Gehts dir besser?“, fragte ich leise. Ich sah ihn schemenhaft nicken. „ Leider... du weißt sicher das ich dich als nächstes töten soll... ich will das nicht. Aber da es mir besser geht muss ich es. Aber deshalb hab ich dich nicht geholt. Ich wollte dich was fragen.“ „ Was denn?“, fragte ich zurück und sah in der Dunkelheit, das er eine Leiter hochkletterte. Seine Bewegungen waren von der Verletzung noch schwerfällig. Ich folgte ihm hoch und sah, das wir unterm Dach waren. „ Warst du vorhin bei Namjoon?“, fragte Yoongi. „ Ja... er hat mir erlaubt, das ich meine Eltern anrufen kann, damit ich mich verabschieden kann.“ „ Achso... ich hab euch zwei nämlich gehört... fiel dir schwer ein letztes Mal mit deiner Familie zu telefonieren oder?“
    „ ja schon... aber andere frage, was machen wir hier?“ „ Das ist mein Lieblingsort... auf dem Dach. Ich schaue mir immer die Sterne an.“
    Wie Jimin und Sayuri Schoss es mir durch den Kopf. Er öffnete ein Fenster und kletterte raus. „ Komm mit aber pass auf“, sagte er leise. „ Du auch“, gab ich zurück. Dann folgte ich ihm. Wir waren oben auf dem Dach. Steil ging es an den Seiten runter. An dem alten großen Schornstein hab es eine Plattform ohne Geländer, auf dem man sitzen konnte. Dort machten wir es uns bequem. Wir waren den Sternen so nah. Auch der Mond schien direkt über uns zu schweben. „ Guck... das ist der große Wagen“, flüsterte Yoongi und deutete auf eine Gruppe Sterne. „ Und da...“ „ Das sieht auf wie eine Kaffeemaschine“, unterbrach ich ihn. Er lachte leise.
    „ Das wird mein neues Lieblingsternbild.... die alte Kaffeemaschine.“ Ich fing auch an zu lachen. Yoongi zog mich plötzlich näher an sich und strich mir durchs Haar. Eine Sternschnuppe zischte vorbei. Yoongi schien sie auch gesehen zu haben, denn er flüsterte. „ Wünsch dir was.“ Ich nicke und schwieg.
    „ Hast du dir was gewünscht?“ er wartete gar nicht auf meine Antwort, sondern zog mich nämlich mehr in seine Arme. „ Ich hab mir nämlich was gewünscht... und den Wunsch kannst nur du mir erfüllen.“
    Mein Herz fing an zu rasen und ich verlor mich in den dunklen Augen Yoongi’s. Seine Lippen kamen immer näher, bis ich seinen warten Atem auf meinen Lippen spürte. Eine angenehme Gänsehaut fuhr über meinen Körper. Dann spürte ich seine Lippen auf meinen. Ich schloss die Augen und vergaß alles um mich herum. Seine Lippen waren weich und fühlten sich unglaublich gut an. Ich umschlang seine Hals mit meinen Armen und erwiderte. So saßen wir da, bis wir uns wegen Luftmangel lösen mussten. Lächelnd sahen wir uns an. „ June... ich muss dir was sagen...“, raunte er. Ich saß nur da und genoss das Kribbeln auf meinen Lippen. „ Ich liebe dich“, hauchte Yoongi und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „ Das ist der Grund warum ich dich nicht töten will.“ „ Ich... will auch nicht sterben... ich will mit dir glücklich werden“, erwiderte ich. Er lächelte traurig. „ Ich wünschte ich könnte deinen Wunsch erfüllen... doch es geht nicht. Leider...“ Traurig nicke ich. „ Lass uns zurück gehen.“


    Erst, als es schon fast morgen war, und ich schon lange zurück in Jins Zimmer war, wurde mir bewusst, das Yoongi mich geküsst hatte. Leicht verträumt strich ich über meine Lippe. Er hatte mich geküsst! „ Huch June du bist schon wach?“, hörte ich Jin plötzlich fragen. Erschrocken sah ich zu ihm und stammelte. „ Öhm... ja...“ „ Gut“, gab er zurück und stand auf. „ Komm... wir müssen los.“ „ Jetzt schon? Ich dachte erst abends?“, fragte ich. Er schüttelte den Kopf. „ Namjoon meint, das muss so schnell wie möglich über die Bühne gehen.“ Ich schlucke und spürte Tränen aufkommen, während Jin mich aus dem Zimmer und in den selben Raum wie letztes Mal führte. Die anderen waren schon da. Yoongi stand mit emotionsloser Miene vor dem Stuhl und wartete auf mich. Nichts in seinem Gesicht erinnerte mich an unseren Ausflug vorhin. Er sah aus als hätte er nur alles vorgespielt vorhin. „ June... setz dich“, sagte Namjoon und räusperte sich. Da ich nicht tat was er sagte, weil ich Angst bekam, zog mich Hoseok auf den Stuhl. „ Okay... hier Yoongi. Die Abschiedsnummer hatten wir erst kürzlich, also brauchen wir es nicht noch einmal“, namjoons Stimme zitterte, während er Yoongi die Pistole gab. Ich blieb sitzen und sah zu Boden, während Yoongi auf mich zielte. Da schossen mir namjoons Sätze in den Kopf. ‚ er ist der skrupelloseste mörder von und.‘
    ‚ er hat seine Cousine umgebracht als sie sieben war‘ ‚ er wird es schaffen‘ Tränen liefen über meine Wangen, während mir das Bild von Yoongi und mir vorhin in den Kopf kam. Wir beide, da oben auf dem Dach. Nur wir beide und eine Milliarden Sterne. So hatten sich Sayuri und Jimin fühlen müssen.
    „ Yoongi.... schieß“, presste Namjoon hervor. Stille. Dann hörte man Yoongi’s Antwort: „ Nein.“
    Ich sah auf und sah wie er die Pistole sinken ließ. „ Nein?“, echote Namjoon halb Überrascht halb dankbar. Yoongi nicke. „ Was spielen wir uns hier vor? Wir tun so gefühlskalt während wir versuchen June umzubringen! Ihr habt doch erst erzählt was ihr so sehr an ihr mögt! Wollt ihr das einfach wegwerfen? Sie war für uns da, obwohl sie wusste das sie sterben muss! Also macht euch nichts vor! Und Namjoon... wenn du sagst ich soll schießen“, Yoongi stoppte und hielt sich die Waffe an den Kopf. „ Nur zu... ich schieß... aber nicht auf June sondern auf mich! Weil ich sie nicht umbringen will!... ICH KANN ES NICHT WEIL ICH SIE LIEBE!“, den letzten Satz hatte er verzweifelt rausgeschrien. Alle sagen ihn ungläubig an. Ich auch. Damit hatte ich nicht gerechnet.
    „ Du~ liebst sie?“, wiederholte Hoseok. Yoongi nicke. „ Ja... das tu ich.“ Ich lächelte leicht. Er sah zu mir und ließ die Waffe fallen. Dann kam er auf mich zu. Ich sprang auf und fiel ihm in die Arme. Ich wollte ihn nie wieder los lassen. Nie wieder. Nach einer Weile räusperte sich Namjoon. „ Okay dann beraten wir uns was jetzt passiert, ja?“

    Sie hatten mich in Yoongi’s Zimmer gebracht. Wie auf glühenden Kohlen saß ich auf seiner Matratze und wartete. Sterben würde ich wahrscheinlich nicht mehr. Aber was würden sie stattdessen mit mir tun?
    Die Tür wurde geöffnet und Yoongi kam herein. „ Komm June“, sagte er sanft und hielt mir seine Hand hin.
    Ich stand auf, ergriff sie und wurde i die Küche gebracht. Mein Koffer nahm Yoongi mit. Ich hatte ihn packen sollen. Ließen sie mich gehen? Oder was hatten sie vor?
    „ Also June... wir haben beschlossen, das du gehen darfst. Du bist die erste Geisel, die wir gehen lassen. Du musst uns versprechen, das du niemanden von unserem Versteck erzählst. Ich warne dich. Wir kriegen das raus und wir sind schneller als die Polizei. Es währe also nur ein Nachteil für dich, klar?“, fing Namjoon an. Ich nicke und lächelte.
    Ich war frei. Ich würde frei sein. Mein Kopf freute sich, mein Verstand freute sich... aber mein Herz. Es zog. Ein Teil wollte nicht gehen. Wieso wollte ich nicht von hier weg. Ich war hin und her gerissen. „ Komm wir bringen dich an die Tür“, murmelte Hoseok. „ So schnell schon?“, fragte ich Überrascht. „ Klar oder willst du noch länger bleiben“, scherzte Taehyung. Keiner lachte. Ich schüttelte den Kopf, obwohl ein Teil von mir bleiben wollte. Würde ich sie je wieder sehen. Einfach vorbeikommen ging nicht. Ich würde sie nie wieder sehen. Ich sah zu Yoongi und mein Herz wurde schwer. „ Na komm ich helfe dir beim tragen“, Jin nahm meinen Koffer und trug ihn in den Flur. Ich folge ihm, die anderen folgten ihm. Namjoon schloss die Tür auf. Die Tür die ich Monate lang nicht verlassen hatte. Angenehme Luft kam rein. „ Tschüss June“, murmelte Jin und umarmte mich. Danach nahm mich Namjoon in den Arm. Nach Namjoon, Hoseok. Jimin umarmte mich nach Hoseok. Nach Jimin kamen Taehyung und dann Jungkook. Als letztes nahm mich Yoongi in den Arm. Er küsste mich sanft. „ Auf Wiedersehen... alles gute.“ Ich schluckte. Tränen bildeten sich wieder. Ich schulterte meinen Koffer und trat langsam aus der Tür. Mein erster Kontakt in der Außenwelt seit Monaten. Aber machte mich es glücklich. Ich drehte mich um. Ein Teil von mir wollte heim. Ein anderer wollte bei BTS bleiben. Auf welchen Teil würde ich hören? Ich winkte noch einmal zögernd, drehte mich um und blieb stehen. „ June? Alles okay?“, fragte Namjoon und trat ebenfalls aus der Tür. Ich drehte mich um und schüttelte den Kopf.
    „ Nein...“ „ Was ist denn?“, fragte nun auch Jimin und trat auch aus dem Haus. Die anderen taten es ihm nach. „ Ich will hier bleiben... bei euch“, erklärte ich und hielt die Luft an. Ich hatte Angst vor ihrer Reaktion.

    Falls einem von euch langweilig ist ^^:


    Schleichwerbung xDD


    https://www.testedich.de/quiz58/quiz/1548501847/Kitten-Yoonmin


    Viel Spaß ❤️

    30
    Jedes Ende ist auch ein Neuanfang ❤️


    „ Du willst was!“, fragte Yoongi Überrascht. „ Das kann nicht dein Ernst sein“, ergänze Jimin. „ Wirklich?“, rief Jin rein. Ich nicke und lächelte. „ Eigentlich schon...“
    „ Aber... das geht doch nicht... du musst nach Hause... das wolltest du doch die ganze Zeit“, kam es von Namjoon. Ich schluckte. Vor seiner Reaktion hatte ich am meisten Angst gehabt. „ Ich weiß... aber ich mag euch“, antwortete ich. „ June du kannst uns nicht mögen... wir sind mörder“, mischte sich Hoseok ein. Ich zuckte die Schultern.
    „ Und?“ Namjoon sah mich lange an. Dann öffnete er sein Mund.
    „ Gut... komm rein...“

    (....)


    Ein Schuss ertönte. Ein Schrei folgte. Blut... Ich schloss die Augen und spürte Schmerz an meinem Hals. Kalt drückte ich meinem Angreifer die Pistole an dem Kopf und pustete ihm das Blei rein. Tot fiel er zu Boden. „ Komm June weg hier“, jemand packte mich von hinten am Kragen und zog mich raus aus dem Gebäude. Es war eine bank. Ich wurde in den Van geschleift. Sobald ich im Auto saß, raste der Fahrer los. Es war Jin, der am Steuer saß. Ich sah auf die Sitzplätze um mich herum. Alle anderen sechs saßen im Wagen und Namjoon hielt einen Beutel in der Hand. Er grinste. „ Das habt ihr gut gemacht...“ „ Vor allem June... du warst Hammer, wie du den Bank Heini erschossen hast“, lachte Hoseok. „ Aber auch nur weil ich ihr die neue Schusstechnik gezeigt hab“, stichelte Taehyung. Ich grinste und wurde rot. Hinter uns waren Sirenen der Polizei zu hören. Jin legte ein paar Ausweichmanöver hin und verschwand in einer den tausend Gässchen. Müde lehnte ich mich an Yoongi. Ich hatte mich entschlossen bei Ihnen zu bleiben und ausgebildet zu werden. Am Anfang hatte es mich Überwindung gekostet, Waffen zu nutzen, aber nun war der griff zur Waffe Routine.
    „ Ich bin so stolz auf dich“, murmelte Yoongi in mein Haar und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Wir hatten vor der Polizei fliehen können und rasten auf der Straße der alten Fabrik entgegen. Mein neues zu Hause. Für das Leben eines Mafia Mitglied hatte ich viel aufgeben müssen. Meine Familie, meine Freunde, mein altes legales Leben... das einzige was mir von meinem früheren Ich blieb, war der Koffer meiner Reise von Busan nach Seoul... mehr nicht. Jin hielt den Wagen an der Fabrik und wir stiegen aus. „ Kommt rein... es ist kalt“, maulte Namjoon und wir betraten das Gebäude. Wir begaben uns ins Wohnzimmer und machten es uns auf dem Sofa gemütlich. „ Ach ja Namjoon... das hab ich dem Typ abgezogen, den ich erschossen hab“, rief ich und warf ihm eine teure Uhr zu. Namjoon lachte und fing sie auf.
    „ Du bist echt die Wucht, weißt du das?“ „ Respekt June“, lobte mich Taehyung und auch die anderen waren von meinem Talent begeistert. „ Hier... das ist für dich... das für dich... und hier ist dein Anteil Jimin“, verteilte Namjoon murmelt das Geld. „ Was passiert eigentlich wenn wir geschnappt werden?“, fragte ich in die Runde. Jin hob den Kopf. „ Hast du schonmal versucht Wind zu fangen?“ Ich nicke: „ Ja als kleines Kind in einem Glas.“ „ Hat es geklappt?“, fragte Jin weiter. Ich schüttelte den Kopf. Jin lächelte.
    „ Siehst du? Genau so ist es mit uns. Wir sind da, aber wir fallen nicht auf... wir verschmelzen mit der Stadt. Mal gehen wir so gut und zielsicher vor, das uns niemand bemerkt... manchmal lassen wir uns auch absichtlich in die Enge treiben, hauen aber immer ab“. „ Wieso tut ihr das? Habt ihr nicht Angst, wenn ihr es Ihnen leicht macht, das sie euch kriegen können?“, fragte ich weiter. „ Hätten wir uns sonst einen Namen in ganz Korea machen können, wenn niemand weiß wie wir aussehen?“, mischte sich Namjoon ein. Erneutes Kopfschütteln von mir.
    „ Siehst du? Deshalb zeigen wir uns in der Öffentlichkeit. Damit sie wissen wer wir sind“, schloss Hoseok und stand auf, um sich ein Glas Wasser zu holen. „ Wisst ihr was mich an euch so beeindruckt?“, fragte ich. „ Nein? Was denn?“, sofort hingen alle sechs an meinen Lippen. Auch Hoseok der gerade zurück kam, hörte gespannt zu.
    „ Ihr seid wie eine Familie. Zwar eine böse Familie... aber eine Familie. Ihr haltet zusammen, helft euch, motiviert euch, seit für einander da und so... das ist euere Erfolgsrezept.“ „ Seht ihr... und so was kluges wie sie sollte ich erschießen habt ihr gesagt!“, antwortete Taehyung und alle lachten. „ Jetzt mal was anderes“, hob ich den Faden wieder auf. „ Ja?“, fragte Namjoon. „ Ihr korrespondiert ja mit der Regierung. Könnten die euch eigentlich nicht orten?“ Ein verschmitztes Lächeln erschien auf Jins Gesicht. „ Man muss nur wissen wie man die in Schach hält, June.“ „ Und kommt niemand hier her?“, fragte ich weiter. Yoongi stand auf und nahm mich in den Arm. „ Hier kommt niemand her... keine Angst. Dir passiert hier nichts...das ist normal, das du jetzt unsicher wirst, ob das alles hier so richtig ist. Mach dir nicht so viele Gedanken.“ Ich nicke und lächelte. Es war Illegal aber wenn wir erwischt werden würden, währen wir alle acht dran. Jin stand auf. „ Ich geh dann mal Abendbrot machen.“ „ Ich helfe dir“, Jimin stand ebenfalls auf und folgte dem älteren in die Küche. Ich versank wieder in Gedanken. Wie es meiner Familie wohl ging? Und meinen Freuden? Wussten sie bereits das ich ein BTS Mitglied war? Oder hielten sie mich bereits für tot?
    „ Willst du das wirklich so sehr wissen?“, fragte Hoseok plötzlich. Ich hob den Kopf: „ Hab ich laut geredet?“ Hoseok nicke und Yoongi fing an zu lachen. „ Ich mein das ernst... ich will das wissen“, verstärkte ich. „ Du wirst es vielleicht irgendwann erfahren, wenn du dir so sehr einen Namen gemacht hast, das deine Eltern zu die interviewt werden... es ist vielleicht besser das du es nicht weißt“, murmelte Jungkook.
    „ Es gibt Abendbrot“, rief Jin und wenig später saßen alle versammelt um den Tisch. „ Heute Abend kommt unser Überfall in den Nachrichten... hab mich schlau gemacht“, erzählte Namjoon zwischen zwei bissen. „ Vielleicht wirst du dieses Mal erwähnt....“, munkelte Jin. „ Stimmt. Die letzten Male wurde Deine Mitgliedschaft unter den Tisch fallen gelassen. Nur weil du eigentlich tot sein solltest...“, sagte Namjoon. „ Was?“, fragte ich Überrascht. Namjoon nicke. „ Du galtest lange als vermisst. Die Polizei hat dich ewig gesucht und dann für tot erklärt.“ „ Ich dachte die wüssten das ich hier bin“, kam es von mir. Namjoon zucke die Schultern. „ Keine Ahnung. Die sind alle dumm wie Stroh und so leicht auszutricksen...“ Leise kicherte ich.
    „ Kommt ihr? Die Nachrichten gehen gleich los!“, rief Hoseok aus dem Wohnzimmer. Sofort standen die anderen auf. „ Komm June“, rief Yoongi und nahm meine Hand, um mich ins Wohnzimmer zu ziehen. Wie eine Familie, die abends um halb acht die Sportschau guckt, setzten wir uns aufs Sofa und hörten dem Sprecher zu, wie er noch über einen Unfall auf einer Straße berichtete. „ Kommen wir nun zum Hauptthema des Tages.
    Die Gruppe BTS hat wieder zugeschlagen. Heute gegen 16 Uhr drangen sie in die ‚ International Bank Seoul‘ ein und entwendeten 29.367.207,07 Won ( umgerechnet circa 23.000 Euro ^^) und mehrere wertvolle Gegenstände. Wie sie vorgegangen sind ist noch unklar. Von ihnen fehlt jede Spur. Ebenso von den Fluchtwegen. Der Banküberfall verlangte 6 Tode und 8 Verletzte. Ein verletzter Zeuge stammelte was von einem Mädchen. Seiner Beschreibung nach, war sie Kim Lee June, das Mädchen, was seit Monaten verschollen ist, nachdem sie Geisel von BTS wurde. Ermittlungen laufen. Ist Kim Lee June nun ein Teil von BTS?“ „ Spätestens jetzt wissen deine Eltern alles“, lachte Hoseok und klopfte mir auf die Schultern. Yoongi der neben mir saß küsste meine Stirn und raunte: „ Ich bin so stolz auf dich, was du geschafft hast.“

    Es war spät in der Nacht. Diesmal saßen wir zu acht auf dem Dach, und blickten in die Sterne. Yoongi hielt meine Hand. Auf der anderen Seite lehnte sich jimin müde an mich. Viel hatte ich aufgeben müssen, aber viel hab ich dafür bekommen. Lächelnd sah ich in den Himmel und kuschele mich an die Mitglieder von BTS. Die anderen machten mit, und wenig später fanden wir uns bei einem Gruppenkuscheln wieder. „ Das hat gut getan“, lachte Taehyung und wir lösten uns voneinander. „ Wisst ihr was?“, fragte ich und lehnte mich an Yoongi. „ Ne was denn?“, fragte Namjoon. „ Ich bin froh ein Teil von euch zu sein... ich hätte nie gedacht das das alles so kommt, aber ich bin froh, das es passiert ist.“


    Ende ❤️


    Vielen Dank, das ihr bis zum Ende mitgefiebert habt <3
    Ich liebe eure süßen Kommis und Theorien total:3

    Jedenfalls werde ich mich hier auf testedich ein wenig zurückhalten und anderen das Schreiben überlassen, und mich verstärkt auf mein Wattpad acc konzentrieren ^^

    Aber wer weiß, vielleicht komm ich ja mit einer neuen Story auf testedich back ❤️

article
1534627743
Alles hat seinen Preis ~ BTS FanFiction ~
Alles hat seinen Preis ~ BTS FanFiction ~
Was macht ihr wenn ihr einen, sagen wir mal schlechten Krimi seht? Genau ihr greift zur Fernbedienung und schaltet um. Doch dummerweise gibt es im echten Leben keine Fernbedienung. Sonst hätte ich schon lange umgeschaltet.... ( SMUT! Es können ...
https://www.testedich.de/quiz56/quiz/1534627743/Alles-hat-seinen-Preis-BTS-FanFiction
https://www.testedich.de/quiz56/picture/pic_1534627743_1.jpg
2018-08-18
40HC
Bangtan Boys, BTS

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (383)

autorenew

vor 5 Tagen
Och man ich darf kein wattpad 🙁 sad
vor 9 Tagen
@ Tae ist ein Kind

Ich schreibe auf Wattpad gerade relativ aktiv

-Bulletproofgirl-

So heiße ich da ^^
vor 11 Tagen
Also ich hab sie noch nicht gelesen aber schreibst du gRad eine ff weil ich deine Geschichten sehr sehr sehr sehr gut finde 😅😅und ich will mal eine mitverfolgen 😙

LG Mailin"may"😅
vor 29 Tagen
Ich auch das war sooooo rührend als die todeszene kam wo Suga sie töten sollte.😭😭😭😭😭❤️❤️❤️❤️❤️
vor 35 Tagen
Ich wünschte das gebe es😐😶....
vor 37 Tagen
@bts Army

Oben müsste so ein Kreuz zum wegklicken sein ^^“
vor 38 Tagen
Ich bin verzweifelt😭😢
vor 38 Tagen
@Katharina :3 du weißt nicht gaaanz zufällig wieso es so ist wenn man Wattpad Geschichten googelt und drauf klickt das dann eine Anzeige erscheint das mann sich dafür anmelden soll? Bei mir ist das plötzlich passiert und jetzt kann ich nie wieder Namjin lesen..

Wenn du es nicht weißt, weiß es dann vielleicht jemand anders?

(Ich bin dumm)
vor 38 Tagen
@Cemanique

-Bulletproofgirl-
vor 38 Tagen
Wie heißt du denn auf Wattpad?
vor 39 Tagen
@ Army.0

Sorry hat den kommi angeschnitten -.-

Zu deiner wattpadfrage...

*RM Voice On*

This

-Bulletproofgirl-

von Wattpad

*RM Voice Off*

Katharina (14) denkt sie währe lustig xD
vor 40 Tagen
@ all Danke für eure Süßen Nachrichten ❤️
Luv U all
vor 40 Tagen
Wie heist du denn auf wattpad?
vor 41 Tagen
Das ist so ssüüüßßßßß!!!!!😍😍😍
vor 41 Tagen
Bitte schreib weiter es wäre cool wenn die Geschichte weiter geht
vor 42 Tagen
Oh gott ich heule! Sie war so schön!😘😭

Respekt an dich!
vor 42 Tagen
Danke für diese mega tolle, traurige, spannende Geschichte.

Danke @Katharina :3
vor 42 Tagen
@ Alice.so

-Bulletproofgirl-

Freut mich das dir die ff gefällt :3 ich muss dich aber bezüglich meines Wattpad accs vorwarnen... er ist seltsam xD Smut und so xD

@ Lea

Ich Versuchs... wirklich... aber ich hab keine Ideen ^^“
vor 42 Tagen
Schönes Ende 😱💜

Ich weiß du meintest, du möchtest dich zurück halten, aber vielleicht kannst du doch die Jimin ff weiter schreiben? 😢❤ pleeeeeease 💜 ich und viele andere wollen die gern weiter lesen 😅😊
vor 42 Tagen
Das ende ist so schöönnn😭😍😍
Die ff ist voll gelungen ❤️❤️

Wie heißt du denn auf Wattpad ?
@Katharina:3