Springe zu den Kommentaren

Lauf mit den Wölfen

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
3 Kapitel - 1.183 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 757 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wenn Legenden wahr werden.

    1
    PROLOG Damals, in den alten Zeiten, erzählten die Leute sich noch Legenden. Ja, fast fantastische Legenden. Und zu dieser Zeit war es, als seien sie
    PROLOG

    Damals, in den alten Zeiten, erzählten die Leute sich noch Legenden. Ja, fast fantastische Legenden.
    Und zu dieser Zeit war es, als seien sie doch wahr.
    Hinter hervor gehaltener Hand wurde über mächtige Zauberer und tapfere Ritter getuschelt und die kleinen Gassen jedes Städtchens wurden zu einer einzigen brodelnden Gerüchteküche. Zu einer Geburtsstube von Legenden. Gern erzählte man sich von Urbäumen deren Äste so dick wie Häuser waren, von den zierlichen Elfen die in den Wäldern hausten und von weisen und friedliebenden Königen in fernen Ländern. Doch die Menschen glaubten nicht an diese Geschichten, wenngleich sie sie gern erzählten. Sie ließen sie los wie vertrocknete Blätter die schon lange nicht mehr schön und bunt waren, sondern vertrocknet und farblos. Aber eine dieser unzähligen Legenden und Gerüchte war anders. Man durfte sie nicht erwähnen oder gar erzählen ohne den eigenen Tod fürchten zu müssen. Denn diese Legende, so erzählte man sich, wurde den Menschen vom Teufel persönlich in den Mund geschoben.
    Sobald sie erzählt wurde - war es auch noch so leise - geschah etwas Schreckliches. Leute starben auf unerklärliche Weise oder eine ganze Ernte ging den Bach hinunter obwohl beste Bedingungen geherrscht hatten. Einmal brannte sogar ein ganzes Dorf nieder obgleich es die letzten Tage durchgehend geregnet hatte.
    Kurz gesagt: Sie verbreitete Angst. Teuflische Angst.
    Die Legende der schwarzen Wölfe.



    2
    KAPITEL 1

    Der Hirsch stand auf einer der vielen kleinen Lichtungen des Ohornwaldes und fraß die jungen Triebe der Birken. Sein rötliches Fell glänzte in der Nachmittagssonne als sei es aus Kupfer gefertigt. Der Wind spielte mit den Blättern der Ahorn - und Birkenbäume und ein leichter Geruch nach Regen hing in Luft. Der Hirsch beugte sein stattliches Geweih um einen weiteren Trieb zu fressen als am Rand der Lichtung ein Ast knackte. Nicht laut, aber doch so dass der Sechzehnender seinen Kopf hob und prüfend in alle Richtungen schaute. Ein Vogel flog unter lautem Gezwitscher aus einer Baumkrone und der Hirsch sprang in weiten Sätzen über die Lichtung davon. In dem Moment als das Tier verschwunden war tauchte am gegenüberliegenden Ende der Lichtung ein Mädchen auf. Einen Bogen in der einen und ein Seil in der anderen Hand, blickte es dem Hirsch wütend hinterher. "Seit einer Woche verfolge ich ihn nun. Und jetzt haut er einfach ab!" Sie stampfte mit dem Fuß auf und fand sich im selben Moment selbst kindisch. Sie atmete einmal tief ein und packte dann ihren Bogen fester. Auf dem Griffstück aus Haselholz stand feinsäuberlich eingeritzt ihr Name. Mela. Ein schöner Name wie sie fand. Ihre Mutter hatte ihr einmal erklärt das es sich um einen sehr alten Namen handelte. Damals als sie noch gemeinsam am Feuer gesessen, den Geräuschen der Nacht gelauscht hatten und sich vorgestellt hatten das sie von lauter kleinen Zwergen beobachtet wurden die zwischen den Wurzeln der Urbäume saßen und kleine Laternen schwenkten.
    Doch diese Zeit war vorbei und würde auch nie mehr wiederkommen. Einen Augenblick hing Mela ihren Gedanken nach und bemerkte den Fluß erst als es schon zu spät war. Mit einem lauten Platscher und einem erstickten Schrei fiel sie dem eiskalten Wasser des Gebirgsbaches entgegen. Wasser umspülte ihr Gesicht und ließ ihre aus Kuhleder gefertigte Kleidung schwer werden. Panisch wedelte sie mit den Armen und schnappte nach Luft. Zum Glück war der Bach nicht gar so tief den ihre Fußspitzen berührten den schlammigen Grund.
    Sie tastete mit ihren Füßen nach festem Stand wurde aber von der starken Strömung mitgerissen. Immer weiter Flußabwärts ging es und die Kälte ließ Melas Finger abfrieren. Langsam kroch die Panik in ihr Hoch und pochte in ihrem Kopf. Verzweifelt probierte sie sich an Steinen oder vorbeitreibenden Ästen fest zu klammern, doch ihre klammen Hände machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Gerade wollte sie noch einmal nach einem ins Wasser hängenden Weidenast greifen als ein greller Schmerz durch ihren Kopf zuckte und ein Licht vor ihren Augen explodierte. Sie sah gerade noch wie ein Schatten am Ufer entlang rannte, da wurde es auch schon schwarz und die Kälte war weg.

    3
    Kapitel 2

    Jeder Knochen in ihrem Körper schien zu schmerzen als Mela langsam versuchte in eine einigermaßen bequeme Sitzposition zu kommen. Als sie es geschafft hatte sich in den Schneidersitz zu setzten begann sie ihre Hände aneinander zu reiben um wieder etwas Gefühl in ihre steif gefrorenen Finger zu bekommen. Ihr Kopf dröhnte vor Schmerz und Mela tastete nach der Ursache. Als ske ihre Hände wieder wegnahm klebte etwas Blut daran.
    Wie war das doch passiert? Der Fluss. Diese Kälte und dann der Stein. Ja, das musste es gewesen sein.
    Aber warum war sie überhaupt am Fluss gewesen? Sie wusste es nicht. Alles war weg. Da war nur noch der Fluss und das danach. Davor war nichts. Es war als hätte jemand ein großes, tiefes Loh gebuddelt und all ihre Erinnerungen waren hineingestürzt. Mela stöhnte und ließ sich auf den Rücken fallen. Ihr Kopf traf auf Holz und sie zog ihren Bogen hervor. Na wenigsten etwas was mir noch geblieben ist., dachte sie und stand langsam auf. Doch kaum war sie ein paar Schritte gegangen da zuckte ein höllischer Schmerz durch ihr linkes Bein. "Nein. Das darf doch jetzt nicht wahr sein." Vorsichtig ließ sie sich auf dem nächstbesten Stein nieder und untersuchte ihr Bein.
    Da bemerkte sie am Rand des kleinen Steinfeldes eine Bewegung. Ruckartig fuhr sie herum und suchte mit scharfen Blicken zwischen den Bäumen nach weiteren Bewegungen. Auf einmal hörte sie ein leises Knurren und als sie diesmal herum fuhr hatte sie ihren Bogen in der Hand, griff sich über die Schulter um einen Pfeil zu ziehen als sie merkte das sie ihren Köcher im Fluss verloren hatte.
    Aber selbst wenn sie einen Pfeil gehabt hätte, hätte sie wahrscheinlich trotzdem nicht geschossen. Den man schießt nicht einfach auf Wölfe.
    Vor allen Dingen nicht auf schwarze Wölfe.
    Erschrocken fuhr Mela zurück, denn nutzlosen Bogen in der Hand, als der Wolf langsam näherkam. Sie wich immer weiter zurück, bis hinter ihr nur noch der Fluss war.

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (2)

autorenew

vor 245 Tagen flag
Sie könnte auf einem Baum klettern oder versuchen mit denn Wölfen Frieden zu schliesen und DU könntest bei meinem Rpg vorbeikommen und die geschichte war sehr gut
https://www.testedich.de/quiz60/quiz/1556919343/WOLFSRUDEL Wer will mitspielen der kommt
vor 509 Tagen flag
Wenn ihr Ideen habt wie die Geschichte weitergehen könnte würde ich mich freuen wenn ihr die preisgebt xD. Auch Verbesserungsvorschläge (und natürlich Lob) werden gern von mir entgegen genommen.