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Fantasy Selection [MMFF]

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1 Kapitel - 1.003 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 345 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

22 Ladys, 2 Prinzen und eine Krone!

1
Ava
Wie gebannt starre ich auf den edlen Umschlag in meiner Hand. Dass ich das schneeweiße Papier mit der roten Rose darauf zwischen meinen Fingern spüre, kann ich kaum glauben. Zwar hatte ich es mir immer gewünscht, doch dass ich einen Brief erhalten würde, hätte ich nie erwartet. Schnell wende ich meinen Blick ab, ziehe mir meine Jacke über, während ich in meine Schuhe schlüpfe. Seit ich den Brief heute in meinem Postkasten gefunden habe, juckt es mir in den Fingern mich endlich auf den Weg zu meiner Familie zu machen, die einige Kilometer weg von meiner eigenen Wohnung wohnt, doch bevor ich los konnte, musste ich erst noch an einem meiner neuen Roboter weiterarbeiten. "Miss Fontaine, Miss Fontaine", ruft auf einmal eine metallene Stimme hinter mir. Überrascht fahre ich herum und erblicke einen kleinen Roboter.

Das mechanische Objekt ist mein ganzer Stolz und das nicht nur, weil er sogar ein Bewusstsein hat. Er war einer meiner ersten wirklich guten Roboter und ist mittlerweile ein treuer Freund und Mitbewohner von mir.

"Ja, was ist los?", frage ich meinen Freund überrascht, der auf mich zu eilt. "Wohin gehen sie denn, Miss Fontaine. Ich dachte, dass sie heute wieder meine Schaltkreise ölen wollten", versucht er mich zu erinnert. Ertappt beiße ich mir auf die Lippe. Tatsächlich habe ich es ihm versprochen, doch das ist nicht so dringend wie meiner Familie von dem Brief zu erzählen:"Ich weiß, aber ich habe einen ganz wichtigen Brief bekommen und ölen kannst du deine Schaltkreise doch mittlerweile auch selbst." "Brief?", fragt er und hebt fast gleicht sein Ausdruck dem eines Menschen:"Etwa der Brief, auf den du schon so lange wartest?" Wie automatisch wandert mein rechter Mundwinkel in die Höhe und ich reiche meinem Freund den Brief.

Beinahe ist mir so als würden seine Augen strahlen als er mit dem Finger über die Rose auf dem Brief streicht. Zwar weiß ich genau, dass er das Papier nicht fühlen kann, doch dank meiner Kräfte kann er wenigstens genau wie ich Emotionen empfinden:"Oh mein Gott, das ist das Siegel des Hofes." Diese Worte aus seinem Mund überraschen mich total und ich muss mich zurück halten um mich zu lachen:"Die Worte 'Oh mein Gott' habe ich in deinem Vokabular gar nicht eingespeichert." Ohne seinen Kopf zu heben, antwortet er, nachwievor fasziniert von dem Papier in seinen Händen:"Das habe ich mir bei dir abgeschaut, aber du hast Recht. Wir müssen wirklich unbedingt zu meiner Familie. Um meine Schaltkreise kann ich mich wirklich selbst kümmern." Er steckt den Brief vorsichtig zurück in meine Tasche und legt seine kalten, metallenen Hände dann an meine Wangen:"Du bist du perfekt für die Selection geeignet und wärst sicher eine ausgezeichnete Königin, Ava. Wenn sie dich nicht nehmen, sind sie echt bescheuert." "Danke", sage ich und lege meine Hände an seine. Zwar ist er nur ein Roboter, doch nachdem ich ihm mit meinen Kräften ein Bewusstsein gegeben habe, ist er menschlicher als manch anderer Menschen, die ich kenne:"Es bedeutet mir wirklich viel, dass von dir zu hören." "Und mir bedeutet es viel, dass du meine Erschafferin bist", erwidert er, doch bevor ich noch etwas sagen und meinen Emotionen freien Lauf lassen kann, fordert er mich auf:"Und jetzt los. Erzähl deiner Familie was dich erwarten wird und verschwende keine Zeit." Zustimmend nicke ich, obwohl ich auch mit ihm weiterhin Stunden lang hätte sprechen können:"Ok, bis später dann." Er lässt mein Gesicht los und öffnet dann die Haustür, um mir klar zu machen, dass es endlich Zeit für mich ist zu gehen.

Ohne ein weiteres Wort, trete ich aus der Tür und laufe auf mein Auto zu, während ich meinem Freund zu winke, der am Türrahmen lehnt. Dann öffne ich die Tür meines kleinen, weißen Autos, das ich mir nur dank meines relativ hohen Standes im Kastensystem von Ilea, meiner Heimat, leisten kann, denn durch meine Arbeit als Erfinderin bin ich eine Drei genau wie meine Familie. Meinen Autoschlüssel, mit dem kleinen Anhänger daran, stecke ich in das Zündschloss und lasse dann den Motor an, während ich eine Hand wieder zu dem Brief in meiner Tasche wandern lasse.

Noch ganz genau erinnere ich mich an das flaue Gefühl, dass mich gepackt hat, als ich Kronprinz Cassian zum ersten Mal im Fernsehen bestaunt habe. Mein Herz hat sofort begonnen schneller zu schlagen und für einen Moment habe ich kurz aufgehört zu atmen. Sein schwarzes Haar, das er mit seinen starken Händen zerzaust, hat mich sofort angezogen und von seinen verführerisch leuchtenden, braunen Augen, wollte ich meinen Blick nicht mehr abwenden, bis mein Vater mich gefragt hat, ob es mir gut geht.

Das mag zwar komisch klingen, aber er hat mich in seinen Bann gezogen. Zwar mache ich mir nichts vor und denke nicht, dass er sich in unbedingt in mich verliebt und auch misstrauisch bin auch ein wenig, denn er wirkt einfach zu perfekt, doch ich habe mich einfach entschieden mich zu bewerben und alles, was dann folgt auf mich zukommen zu lassen. Schaden kann es ja schließlich nicht, oder?

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Kommentare (1)

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vor 555 Tagen flag
Voll schön wann schreibst du zu Ende ?