Springe zu den Kommentaren

Harry Potter: Die verschollene Prophezeiung

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
7 Kapitel - 3.160 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 768 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

„Zwei werden kommen, zwei selbe und doch zwei Gegenteile. Sie werden mächtige Kräfte verfügen, Feuer und Wasser werden sie beherrschen können. Schwere Entscheidungen müssen von ihnen getroffen werden. Zwischen Macht und Liebe, Frieden und Streit. Die Elemente werden aufeinandertreffen, sie werden sich gegenseitig zerstören oder verbünden.“

Was passiert, wenn man sich an gar nichts erinnern kann? Wem soll man trauen? Wer sagt die Wahrheit? Diese Fanfiktion handelt von Loke und Yara Bonham und ihrer ganz besonderen Geschichte.

    1
    Oftmals durch den Mensch erschaffen, lindert es die Kälte in der Not. Verwendet wird es auch für Waffen; es rettet Leben und bringt den Tod Von Prom

    Oftmals durch den Mensch erschaffen,
    lindert es die Kälte in der Not.
    Verwendet wird es auch für Waffen;
    es rettet Leben und bringt den Tod


    Von Prometheus, so die Sage,
    wurd' es den Menschen einst gebracht.
    'Zu welchem Zweck?', stellt sich die Frage,
    Zum Wärmen oder für die Schlacht?


    Es ist durchaus manipulierbar,
    doch es breitet sich aus, ganz ungehemmt,
    schnell wird es unkontrollierbar,
    bis sein Schöpfer selbst verbrennt.


    Ist einmal es erst entfacht,
    kann es helfen, kann es plagen,
    es wärmt, zerstört, erhellt die Nacht,
    bringt uns zum Danken und zum Klagen.

    Schriften der Elemente, Morgana, Seite 6 (Benjamin Bächle)

    2
    DENDIA DESPARD – November 1979

    Der rauchige Nebel hüllt den dunklen Wald in endlose Dunkelheit. Graue, lange Rasta- Locken stehen in alle Richtungen ab, meine orangen Augen wandern über den verhängten Nachthimmel. Heute habe ich meine Hütte in den hohen, schneebedeckten Bergen verlassen, um in den Sternen zu lesen. Das Glück lässt aber auf sich warten, denn nur ein paar einsame Sterne blinken am dunkelblauen Himmel. Der Tag der Mondfinsternis und der Marsannäherung wären perfekt für Voraussagungen gewesen, aber das kann ich mir jetzt abschminken. Nur sehr selten verlasse ich meine schützende Hütte, kaum kenne ich andere Leute als meine verstorbene Großmutter und die Zentauren. Ich werde das ungute Gefühl nicht los, dass mich jemand beobachtet. Mit leichten Buckel drehe ich mich in alle Richtungen und flüstere: „Lumos.“ Die Spitze meines Zauberstabes erleuchtet und der Lichtstrahl blendet meine Augen. Grummeln halte ich kurz meine Hände vor meinem Gesicht und gewöhne mich nach und nach an das Licht. Misstrauisch leuchte ich in alle Richtungen, erhelle jede erreichbare Ecke, aber niemand ist da. Einzelnes Flügelschlagen hallt durch den trostlosen Wald, ein paar Äste knistern. Nichts Ungewöhnliches, alles ist so, wie immer. Mit meinem Zauberstab bewaffnet, wandere ich durch den Wald. Bei einer Lichtung angekommen, erlösche ich das kleine Licht meines Zauberstabes: „Nox.“ Herbstliche Blätter wirbeln im Wind und Rauchschwaden säumen die Lichtung. Eine traurige Stimmung macht sich in mir breit, ein unangenehmer Druck im Magen. Die verkohlten Bäume schimmern gespenstisch im Licht der einzelnen Strahlen der Sterne. Einzelne Pflanzen und Moos haben auf der Lichtung neu gefruchtet und lassen sie noch magischer erscheinen. Glühwürmchen und Mücken schwirren umher und eine Waldmaus trippelt über den vertrockneten Waldboden. Sanft lasse ich mich auf den moosigen Boden fallen und studiere den Himmel. Der Mond ist hinter Wolken, ich kann den richtigen Augenblick des Verschwindens des Mondes nicht bestimmen. Plötzlich überkommt mich eine Müdigkeit, alles wird duselig und verschwimmt. Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut. Es ist das Gefühl, bevor ich in die Trance falle. In dieser Trance machen die meisten Seher eine Prophezeiung. Tief hole ich Luft und meine Pupillen werden dunkel und riesig. Jeder Seher ist anders, so kann ich mich immer an meine gemachten Prophezeiungen erinnern und sie hören. Manche können sich danach nicht mehr erinnern oder können dabei nicht mehr klar denken. Mein Körper bleibt steif, ich kann mich nicht bewegen. Ein schwingendes, leises Lied breitet sich in meinem Kopf aus und mit rauchiger Stimme beginne ich hypnotisiert zu reden: „Zwei werden kommen, zwei selbe und doch zwei Gegenteile. Sie werden mächtige Kräfte verfügen, Feuer und Wasser werden sie beherrschen können. Schwere Entscheidungen müssen von ihnen getroffen werden. Zwischen Macht und Liebe, Frieden und Streit. Die Elemente werden aufeinandertreffen, sie werden sich gegenseitig zerstören oder verbünden.“ Ein greifbares Schweigen breitet sich auf der ganzen Lichtung auf, als würden alle Lebewesen die Luft anhalten. Ein paar Mal blinzele ich und die Trance lässt nach. Alles nimmt wieder einen scharfen Umriss an und ich setze mich auf. Plötzlich höre ich ein lautes, unnatürliches Rauschen, grünes Licht. Ein erstickter Schrei entkommt meinen Lippen und der Strahl trifft mich mit voller Wucht. Mir bleibt die Luft weg und ich kippe nach hinten. Eine angenehme Dunkelheit macht sich in mir breit und hinterlässt nichts als Wohlfühlen. Über mir funkeln tausende von Sternen und ich greife nach einen davon. Meine Hand trifft ins Leere und der Stern wird immer heller. Gleißendes Licht umhüllt mich dieses Mal und ich falle. Es ist zu spät, um die Prophezeiung in einer Glaskugel festzuhalten.

    3
    ASTAROT SELWYN

    Der kreischende Schrei der Frau hallt in meinem Trommelfell wider. Ein befriedigendes Gefühl mach sich in mir breit und mein Hunger verklingt. Keiner darf von dieser Prophezeiung erfahren, ich brauche das Feuer für mich allein. Welches Glück, dass ich gerade in diesem Wald gewesen bin, als diese Frau aufgetaucht ist. Ich bin auf der Flucht vor dem Macusa, dem amerikanischen Zaubereiministerium. Wegen schlimmen Experimenten an Muggeln bin ich angezeigt worden. Mit federnden Schritten schreite ich auf die Frau zu und fixiere ihre starren, offenen Augen. Ich kenne sie nicht und habe sie noch nie gesehen. Mit einer flinken Bewegung ziehe ich meinen dunkelblauen Zylinder und presse ihn bedächtig auf meine Brust, dort, wo mein Herz schlägt. Sanft streiche ich mit meinen schwarzen Seidenhandschuhen über die Lider der Frau und zeichne ein Kreuz auf ihre Stirn. Ich weiß, dass ich das richtige tue. Eines Tages will ich in den Himmel kommen, nicht in die Hölle, wo die Ungläubigen schmoren. Ein flammendes Verlangen macht sich in meinem Brustkorb breit und ich setze meinen Zylinder wieder auf. Auf der Stelle appariere ich und lasse die tote Frau hinter mir. Ich will das Feuer, um jeden bedenklichen Preis. Das Feuer wird mein Tor zur Liebe sein, Liebe, die jeder braucht und will. Feuer ist hungrig, leidenschaftlich, genauso wie Liebe. Es ist nicht so, dass ich keine Liebe besitze. Ich habe mehr als genug Freunde und Verbündete. Mit einem Flopp komme ich in einen anderen, einsamen Wald und suche umher. Dieser Wald ist viel grüner und saftiger als der vorherige. Auch verhüllen ihn keine Rauchschwaden und Nebel. Die Nacht umhüllt mich wie ein flauschiger Mantel und lässt mich lächeln. Dieses Wasser kann mir derweilen egal sein, ich brauche es nicht. Mein grüner Umhang schwingt um meine Beine und mein Blick huscht umher. Schon seit längerer Zeit habe ich Verbündete gefunden, Menschen die mich schätzen und meine Ansichten teilen. Dass ich diese Menschen finde, habe ich um die ganze Welt reisen müssen. Es ist heutzutage schwer, solche Hexen und Zauberer zu finden. Bei meinem Ziel angekommen, hebe ich meinen Zauberstab und spreche einen Zauberspruch. Mit polternden Schleifen rollt ein großer Stein weg und gibt ein klaffendes Loch im Boden frei. Ich verwandele mich in eine Waldmaus und krabbele hinunter in die Tiefen des Erdreiches. Es folgt ein erdiger, steiniger Gang und dann bin ich in einem Raum angekommen. Hier wohne und experimentiere ich zurzeit. Ein Freund von mir hat dies erst vor ein paar Stunden zu Stande gebracht, ich hätte zu viel Aufmerksamkeit erregt. Eigentlich hätte ich erwartet, dass er noch da wäre. Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen setze ich mich hinter meinen provisorischen Schreibtisch und schlage verschiedene Bücher auf. Irgendwo muss ich die Suche nach dem Feuer beginnen…

    4
    AYDEN BONHAM – 1. Mai 1980

    Nervös stapfe ich vor einer weißen, kahlen Tür auf und ab. Schon zehn Stunden ist meine Frau in diesem Raum und keine Krankenschwester will mich hineinlassen. Schon vor ein paar Monaten hat uns der No- Maj- Arzt vor Komplikationen der Geburt gewarnt. Müde reibe ich mir über die Stirn und setze mich letztendlich auf einen Wartesessel neben der Tür. Unruhig rutsche ich am Sessel hin und her, fixiere eine Topfpflanze. „Mr. Bonham?“, fragt eine sanfte Stimme. Ich schrecke aus meiner Starre und blicke in das Gesicht einer blondhaarigen Schwester. Hoffnungsvoll blicke ich zu ihr und sie lächelt, dann sagt sie: „Alles ist gut gegangen. Sie können Ihre Frau nun besuchen.“ Sofort stehe ich auf und drücke die Türklinke hinunter. Beim Betreten des Raumes empfängt mich leises Fiepsen. Strahlend gehe ich auf das einzige Bett im Raum zu. Thalia liegt darauf und presst zwei kleine, in Tücher gepackte, Bündel an sich. „Uns wurden Zwillinge geschenkt“, meint Thalia mit einem müden Lächeln. Schweißperlen rollen noch immer von ihrer Stirn und die langen, dunkelbraunen Haare kleben auf ihrer Haut. Auch in diesem Zustand ist sie noch immer wunderschön. Schnell gehe ich auf sie zu und drücke ihr einen federleichten Kuss auf die Stirn. Bedächtig setze ich mich auf einen Stuhl neben dem Krankenhausbett. Sanft nehme ich Thalias Hand und begutachte die zwei kleinen Kinder. Ein weicher, kupferfarbener Haarflaum bedeckt ihre Köpfe und sie winden sich in ihren Tüchern, mit denen sie eingewickelt sind. „Sie sind wunderschön“, flüstere ich Thalia zu. „Ich weiß. Ein Mädchen und ein Junge“, meint Thalia darauf strahlend. Zögernd nehme ich ein Kind in die Hände und streichele über sein Gesicht. Friedlich schlummert es in meinen Händen und mein Blick huscht hinüber zum anderen Baby. Ich erkenne, dass es das Mädchen der beiden Zwillinge ist, meine Tochter. Mit einem Kuss auf die Stirn lege ich es wieder in Thalias Arme und nehme meinen Sohn auf die Arme. „Loke und Yara Bonham“, sage ich andächtig. Leise betritt eine Schwester das Zimmer und meint sanft: „Sie sollten jetzt schlafen, Mrs. Bonham. Es liegt ein langer Tag hinter Ihnen. Die Zwillinge sind gut versorgt.“ Thalia quittiert die Worte mit einem schwachen Nicken und ich lege zusammen mit der Schwester die Zwillinge in ein Gitterbett, welches gleich neben dem Bett von Thalia steht. Die Schwester verlässt das Zimmer wieder und wir betrachten die Zwillinge noch ein wenig. Suchend tappt der kleine Loke nach der Hand seiner Schwester, bis er sie erreicht hat. Ein schwaches, rötliches Lichtseil schlingt sich um die Hände der Zwillinge. Ein zweiter, dieses Mal blauer, Lichtstrahl erscheint und zwirbelt sich um den roten. Die Farben flimmern ein wenig und lassen sie wie ein Armband wirken. Überrascht und verwirrt blicken wir auf die zwei Kleinen hinab. So früh zeigt sich normalerweise keine magische Begabung und sonst auch nur, wenn so junge Kinder von Gefühlen überwältigt werden.

    5
    LOKE BONHAM – 12. September 1986

    „… Godric Gryffindor wurde in Godric’s Hollow geboren, wo auch euer Ururgroßvater geboren wurde. Fast alle Nachfahren von Gryffindor haben dort gelebt, aber euer Ururgroßvater ist nach Amerika ausgewandert. Zu seiner Zeit hat es in England gekriselt und er wollte ein angenehmes Leben mit seiner Frau führen. So ist euer Vater in Amerika geboren und wir leben bis jetzt noch dort“, erzählt Mum gerade die Geschichte unserer Vorfahren. Gebannt lausche ich ihren Erzählungen, schon oft habe ich sie gehört. Dad ist sehr stolz auf seine Gryffindor- Wurzeln und immer wieder redet er davon, zu dem Ursprungsort der Gryffindors zurückzukehren. Yara sitzt neben mir auf dem dunkelgrünen Stoffsofa und schaut Mum mit großen Augen an. Wir sind jetzt fünf Jahre alt und leben mit unseren Eltern in einer Hütte, weit weg von der Zivilisation. Dad sagt, es sei das beste und es wäre sicherer. Manchmal passieren ungewöhnliche Dinge um Yara und mich herum. Junge Zauberer und Hexen zaubern zwar auch schon unbewusst ohne Zauberstab, aber bei uns ist es anders. In besonderen Momenten können wir unsere Kräfte gezielt einsetzen. In manchen Nächten haben Yara und ich komische Träume, Alpträume. Einmal haben wir geträumt, dass ich die Küche in Brand stecke, was ein Monat darauf in Wirklichkeit passiert ist. Als wir das Mum und Dad erzählt haben, haben sie uns komisch angesehen. „So, jetzt gibt es essen“, meint Mum lächelnd und wir springen vom Sofa auf. Brav traben wir hinter Mum her ins Esszimmer und setzen uns an den urigen Eichentisch. Dad ist noch in der Arbeit und Mum holt den Käseauflauf aus der Küche. Gierig schöpfen wir uns etwas auf unsere Teller und beginnen zu essen. Wie immer sind im Essen essbare Wildblumen und Kräuter. Nach dem Mittagessen helfen wir Mum beim Abservieren und dann scheucht uns Mum in den Garten. „Ich freue mich schon, wenn Dad wieder zurück ist“, quietscht Yara und zieht mich aus der Hütte hinaus. Draußen empfängt uns herbstlicher Wind und der Duft nach Äpfeln. „Ich auch! Bin gespannt, ob er wieder ein neues Tier entdeckt hat“, sage ich. Dad ist Tierwesen- Forscher und erzählt immer ganz tolle Geschichten von seinen Abenteuern. „Ja! Hoffentlich findet er ein pinkes Einhorn“, meint Yara träumerisch. „Uähhh. Nein, lieber nicht. Ich fände einen feuerspeienden, roten Drachen toll, auf dem man reiten kann“, sage ich aufgeregt. „Uhh, ja das wäre auch toll. Oder ein Pegasus, so wie in der Geschichte, die uns Mum vorgestern erzählt hat!“, schlägt Yara vor. Wir setzen uns unter den Apfelbaum auf die Wiese und rätseln weiter, was Dad wohl entdeckt hat. Windböen tragen herbstliche Blätter umher, diese tanzen wild in der Luft umher. Rote Äpfel sind von den Ästen über uns gefallen und bedecken einen Teil des kleinen Gartens. Weite, schöne Landschaften erstrecken sich vor unseren Augen, ein Wald, Wiesen und Hügel. Weiter weg erstrecken sich sogar Berge. „Am liebsten würde ich ins Tal gehen“, seufze ich und blicke in die Ferne. „Ich auch“, stimmt mir Yara zu. In der Nähe von uns gibt es ein Tal, wo andere Menschen wohnen. Erst einmal sind wir dort gewesen, Sicherheit liegt unseren Eltern sehr am Herz. Was am Tal gefährlich sein soll, ist mir unbekannt.

    6

    Alles geht daraus hervor.
    Jedes Leben, das wir kennen,
    stieg aus dem Wasser einst empor,
    weshalb wir es den Ursprung nennen.


    Es entspringt der kleinsten Quelle
    aus dem Boden, zwischen Steinen.
    Es bleibt nicht gern an einer Stelle,
    es fließt gleichsam langem Weinen.


    Durch Bäche, Flüsse oder Seen,
    durchwandert es die ganze Welt,
    es fällt schwer, ganz zu verstehen,
    warum so fliesend es sich verhält.


    Still und ruhig kann es sein,
    doch manchmal trügerisch und tief.
    Wird es wütend, bringt es Pein,
    es sammelte Zorn, während es schlief.

    Schriften der Elemente, Morgana, Seite 7(Benjamin Bächle)

    7
    YARA BONHAM – 20. Februar 1991

    Tiefe Dunkelheit umhüllt mich, ich spüre nichts, rein gar nichts. Das einzige Geräusch ist ein unangenehmes Piepsen, was ich vom rechten Ohr höre. Was ist passiert? Wo bin ich? Eine eigenartige, stille Leere hat sich in meinem Magen ausgebreitet. Ich versuche meine Augen zu öffnen, schaffe es aber nicht. Schwer und schlaff sind meine Lider geschlossen, bewegen sich keinen Millimeter. Ich fühle mich wie in einem Käfig, kalte Stangen schließen sich um meinen Körper, um meinen Hals. An nichts will ich mich erinnern, an keine Kleinigkeit. Nur die wesentlichen Dinge sind da, aber wer ist meine Familie? Habe ich überhaupt eine Familie? Diese und noch hunderte mehr Fragen schwirren in meinem Kopf, welcher kurz vor dem Explodieren ist. Schmerzen habe ich keine, ich kann mich einfach nicht bewegen.

    Ewigkeiten, so kommt es mir vor, liege ich still auf irgendetwas, was ich nicht spüre. Liege ich überhaupt oder sitze ich? All meine Kraft nehme ich noch einmal zusammen und ich versuche, meine Augen zu öffnen. Ganz langsam öffnen sich meine Lider und gleißendes Licht blendet mich. Sofort schließe ich meine Augen wieder, dann öffne ich sie wieder. In Zeitlupe nimmt alles eine feste Form an und ich erkenne, dass ich in einem Kittel in einem Bett liege. Fast ausschließlich ist der Raum, in dem ich mich befinde, in weiß gehalten. Neben meinem Bett steht das vermeintliche Piepsgerät. Ich bin in einem Krankenhaus, aber warum? Auf einmal geht die Tür auf und eine Heilerin kommt herein. „Merlin sei Dank, du bist aufgewacht. Wie geht es dir?“, fragt sie. Fürs erste ignoriere ich sie und versuche stur mich irgendwie zu bewegen, doch vergeblich. „Was ist passiert?“, frage ich nach einer Weile. Die Heilerin meint bestimmend: „Du darfst dich noch nicht überanstrengen. Versuche noch nicht, dich zu bewegen. Du bist im magischen Hospital von New York. Deine Eltern, dein Bruder und du wurdet angegriffen, sie haben den Angriff leider nicht überlebt. Es tut mir leid. Deine Oma sitzt im Warteraum, sie darf zurzeit noch nicht herein. Du brauchst Ruhe, das ist das beste.“ Sprachlos starre ich sie an und wie auf Kommando bahnen sich Tränen meine Wangen hinunter. Meine Familie, an die ich mich nicht erinnern kann, ist tot. „Ich kann mich… aber nicht… erinnern“, bringe ich unter Schluchzern hervor. Ein wenig schuldbewusst sieht mich die Heilerin an und meint dann sanft: „Das liegt wohl am Schock, vielleicht kommen die Erinnerungen wieder zurück.“ Sie setzt sich auf den Stuhl neben meinem Bett und reicht mir ein Taschentuch. „Die Angreifer wurden geschnappt und sitzen bereits im Gefängnis. Sie wollten etwas von euch. Was, ist den Auroren noch nicht klar. Du bist so tapfer, es tut mir leid“, meint die Heilerin mitfühlend. Hinten in meinem Gedächtnis läutet eine leise Alarmglocke, warum fühlt sie sich schuldig? Oder interpretiere ich ihren Gesichtsausdruck falsch? Ich will Antworten…

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (1)

autorenew

vor 565 Tagen flag
Diese Geschichte ähnelt sehr meiner anderen Geschichte 'Dasselbe und doch das Gegenteil'. Das liegt daran, dass ich mit der anderen Geschichte nicht zufrieden bin, was an den Handlungen, wie auch der Schreibweise liegt. Außerdem wird es teilweise anstrengend, neue Kapitel zu schreiben. Das Thema, in die Geister anderer zu schauen, finde ich zwar ziemlich cool, ist aber einfach nach der Zeit ein bisschen nervend. Darum habe ich mich nochmal versucht und eine neue Geschichte mit ähnlichen Charakteren, Handlungen, etc. geschrieben (bzw. schreibe noch daran). Bei der anderen Geschichte (DuddG) werden wahrscheinlich trotzdem noch Kapitel kommen. (Wird von meiner Motivation abhängig sein) In dieser Fanfiktion (DvP) wird es auch viel um Merlin und seiner Feindin Morgana gehen.

Namensbedeutungen:
Yara = Brasilianische Göttin des Wassers
Loke = (Loki) Keltischer Gott des Feuers (Eigentlich kenne ich Loki unter den Gott des Unfugs, aber im Internet habe ich gefunden, dass er der Gott des Feuers ist)
Ayden = Feuer
Thalia = die Blühende
Astarot = Dämon

Je nach dem, wie gut die Geschichte ankommt, werden Kapitel kommen. Hoffe euch gefällt sie :)

LG Potterhead07 ;)