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Schattenspiele

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1 Kapitel - 1.983 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 627 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ein leeres Blatt. Unbeschrieben. Ohne jegliche Last, ohne einen Fleck, oder einen Knick. Ein reines weiß. Und in tiefschwarzen Buchstaben stand etwas darauf geschrieben. ‚Mika‘. Ihr Name. Er war unterstrichen, mit Schnörkeln verziert. Eine Feder bewegte sich erneut kratzend über das Papier. Die schlanke Hand, die die Feder führte zitterte, während sie schrieb. ‚Mika, ich liebe dich‘, stand nun auf dem Papier. Tränen tropften auf das raue Pergament. Die Feder tauchte in das Tintenfass und versank im Schwarz. Dann setzte die Feder abermals an. ‚Mika ich liebe dich, und ich werde dich nie vergessen‘, wurde geschrieben. Die Feder wurde fallengelassen und durch den Aufprall spritzen kleine Sprenkel Tinte auf das Blatt. Dann klammerte sich die Hand wie ein Ertrinkender an die Schreibware. ‚Mika, ich liebe dich, und ich werde dich nie vergessen, wie konntest du mich bloß alleine lassen?‘ Die Muskeln der Hand traten weiß hervor und sie bebte. Mit einem leisen Geräusch brach die Feder in der Mitte durch. Ein Wasserfall aus Tränen fiel auf das nach kurzer Zeit durchnässte Blatt. Der Junge stand auf. Er zerknüllte das Papier und warf es auf den Boden. Die zerbrochene Feder blieb auf dem Bett liegen. Er löschte das Licht seines Zauberstabes. Er blickte sich im Raum um. Er war leer. Niemand war bei ihm, der ihm helfen konnte. Er war allein.

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    Ein leeres Blatt. Unbeschrieben. Ohne jegliche Last, ohne einen Fleck, oder einen Knick. Ein reines weiß. Und in tiefschwarzen Buchstaben stand etwas darauf geschrieben. ‚Mika‘. Ihr Name. Er war unterstrichen, mit Schnörkeln verziert. Eine Feder bewegte sich erneut kratzend über das Papier. Die schlanke Hand, die die Feder führte zitterte, während sie schrieb. ‚Mika, ich liebe dich‘, stand nun auf dem Papier. Tränen tropften auf das raue Pergament. Die Feder tauchte in das Tintenfass und versank im Schwarz. Dann setzte die Feder abermals an. ‚Mika ich liebe dich, und ich werde dich nie vergessen‘, wurde geschrieben. Die Feder wurde fallengelassen und durch den Aufprall spritzen kleine Sprenkel Tinte auf das Blatt. Dann klammerte sich die Hand wie ein Ertrinkender an die Schreibware. ‚Mika, ich liebe dich, und ich werde dich nie vergessen, wie konntest du mich bloß alleine lassen?‘ Die Muskeln der Hand traten weiß hervor und sie bebte. Mit einem leisen Geräusch brach die Feder in der Mitte durch. Ein Wasserfall aus Tränen fiel auf das nach kurzer Zeit durchnässte Blatt. Der Junge stand auf. Er zerknüllte das Papier und warf es auf den Boden. Die zerbrochene Feder blieb auf dem Bett liegen. Er löschte das Licht an der Spitze seines Zauberstabes und drehte sich um. Er blickte sich im Raum um. Er war leer. Niemand war bei ihm, der ihm helfen konnte. Er war allein. Mit einem lautem Knall sprang die Tür auf und stieß gegen die Wand. „Benjamin ich bring dich um!“, donnerte eine wütende Stimme. Im den Raum stürmte ein hochgewachsener, dünner Junge. Seine grünen Augen glänzten und sein kurzes, rotes Haar stand in alle Richtungen ab. Dann fiel sein Blick auf den Jungen. Er murmelte ein „Sorry“ und schloss die Tür hinter sich. Der Junge nickte. „Hey… willst du vielleicht rauf in den Gemeinschaftsraum? Wir könnten Zauberschach spielen, oder ich könnte dir erzählen, wie sich Benjamin an meine Freundin rangemacht hat?“, meinte der rothaarige. Er erntete bloß ein Kopfschütteln. Er seufzte. „ Aber hey Mann... ich sag dir jetzt zwei Dinge und du hörst mir zu, ja? Erstens. Wenn du Benjamin siehst, sag es mir, ich habe eine Rechnung mit ihm offen! Aber jetzt, das viel wichtigere… Sie ist jetzt seit fast einem Monat… Rey… ich weiß ja nicht wie du darüber denkst, aber ich glaube sie hätte gewollt, dass du weiterlebst und nicht im Kummer versinkst… Jeder wusste, dass es so kommen würde… Ich lass dich alleine, aber überlege, ob du nicht rauskommen willst, ja?“ Mit diesen Worten verließ er den Raum. Zurück blieb der Junge, der langsam auf den Boden sank und seinem Kopf in den Händen vergrub. Er wollte nicht, dass sich jeder um ihn Sorgen machte. Er wollte, dass jeder dachte, es ginge ihm gut. Er raffte sich auf und fuhr sich durchs Haar. Stumm beobachtete Mika, wie er sich in sein Bett fallen ließ, und mit stumpfen Augen an die Decke starrte.

    Sie wusste nicht wie, oder warum genau jetzt. Sie hatte keine Ahnung, wie sie es schaffte zu sprechen, obwohl sie es schon seit beinahe einem Monat versuchte und immer gescheitert war. Und dennoch ging sie an sein Bett. „Ryan…“, flüsterte sie. Er setzte sich auf und sah sich um. Sein Blick ging durch sie durch und wanderte durch den ganzen Raum. Dann schüttelte er den Kopf. „Ryan steh auf!“ Wieder blickte er verstört drein. „Wer ist da?“, fragte er drohend. „Ryan… erinnerst du dich nicht mehr an meine Stimme?“ „Das ist nicht lustig!“, fauchte er. Seine dunklen Augen funkelten. „Nein ist es nicht…“, wisperte sie. Sanft strich sie über seine Hand. Er schauderte und er fuhr sich über den Handrücken. Dann schüttelte er erneut den Kopf. „Jetzt wirst du auch noch verrückt“, sagte er zu sich selbst. „Nein wirst du nicht.“ „Wenn Sie ein Geist sind, hören sie gefälligst auf mit den Spielchen und zeigen sich!“, rief Ryan. „Nein Ryan, ich bin kein Geist… zumindest kein gewöhnlicher… Ich bin wohl eher ein Schatten meiner selbst.“, flüsterte sie erstickt und kämpfte mit den Tränen. „Ich kann nie wieder zu dir zurück. Du wirst mich nicht mehr mit diesem Lächeln ansehen, das nur für mich bestimmt ist. Ich werde nie mehr Augenkontakt mit deinen wunderschönen, dunklen Augen haben, Ryan. Jetzt in diesem Moment schaust du bloß durch mich hindurch… Ich weiß nicht was ich bin, oder weshalb ich hier bin… Ich weiß bloß, dass ich dich liebe. Mehr als mein Leben…“ „Mika!“, Tränen rannen seine Wangen hinab. „Das ist unmöglich du…“, plötzlich hörte sie seine Worte seltsam verschwommen und verzerrt und konnte nicht verstehen, was er sagte. „Was?“, fragte sie. „… und dein Geist ist hier bei mir? Das ist unmöglich, du kannst nicht Mika sein.“ „Ich verstehe nicht.“ „Was kann man daran nicht verstehen? Du bist… also kannst du nicht bei mir sein! Wer und was auch immer du bist, verschwinde und lass mich in Ruhe!“ Wieso verstand sie einige seiner Worte nicht? „Ryan!“, rief sie. Sie bekam keine Antwort. „Weißt du was? Ich habe seit mehr als einen Monat probehalber versucht, von dir wegzukommen! Aber es ging nicht weißt du? Und damit meine ich nicht nur, dass ich dich niemals verlassen würde, weil du mir einfach alles bedeutest, damit meine ich vor allem, dass es nicht geht! Ich kann nicht weg.“, ihre Stimme brach. „Ti amo mia luna…“, wisperte sie. „Ti amo mia sole“, anwortete er traurig. Dann wurde es still. „Du bist es.“ „Ich bin es.“

    Ryan sprang auf. „Wo bist du?“, rief er. Verwirrt trat sie ein paar Schritte zurück. „Ich habe es dir doch gesagt, du kannst mich nicht sehen ich bin nicht wirklich hier. Ich bin tot, aber anscheinend gibt es noch etwas, dass ich tun muss.“ Sein Blick wurde seltsam. „… ich habe es dir doch gesagt…“, sagte er. „Ich kann nicht verstehen, was du sagst.“ „Wie nicht verstehen? Du hörst mich doch!“, rief er. „Jetzt schon, aber die paar Wörter von vorhin nicht. Ich habe da nur ‚ich habe es dir doch gesagt verstanden'.“, erklärte sie. Er blickte entsetzt drein. „Du verstehst es nicht, wenn ich dir sage, dass?“ „Nein.“ „Aber dann denkst du es wirklich!“, rief er. „Was denk ich denn verdammt noch einmal?“ „…“, sie sah wie sich sein Mund bewegte und konnte doch keine Wörter am seinem Lippen lesen, egal wie sehr sie sich anstrengte. Als sie nicht reagierte, lief er zu seinem Nachttischchen und kramte daraus eine neue Feder hervor. Er hob das zerknüllte Papier auf und tunkte die Feder in die Tinte. Dann setzte er am Pergament an. Seine Hand bewegte sich, doch es erschienen keine Buchstaben. „Wie machst du das?“, fragte sie ihn. „Was denn? Lies das!“, sagte er. „Ryan, da steht nichts“, erklärte sie. Allmählich wurde das alles gruselig. „Aber! Doch da steht, dass…“, murmelte er. „Okay, einen Moment! Fassen wir es zusammen. Du bist hier. Und auch nicht hier. Du bist kein Geist, sondern ein Schatten. Wenn ich dir sage… hörst du mich nicht und wenn ich es dir aufschreibe siehst du es nicht“, eine Minute war es still. Jeder hing seinen Gedanken nach. „Ganz schön schräg“, sagte Mika. „Wo bist du?“, fragte er abermals. „Wie meinst du das?“ „Stehst du vor mir, oder recht von mir?“, erkundigte er sich. „Dreh dich nach links und dann musst du ein wenig nach unten sehen damit…“, sie stockte, als er genau in ihre Augen sah. „Soviel zu nie wieder Augenkontakt…“, flüsterte sie. Sein Anblick raubte ihr dem Atem. „Weißt du wie gerne ich dich jetzt küssen würde?“, fragte sie mit Tränen in den Augen. Sein gesamter Gesichtsausdruck wurde traurig. „Ich will dich sehen können, mia sole!“, rief er aus. Sie ging auf ihn zu und stand nur noch ein paar Schritte vor ihm. „Hast du dich bewegt?“, fragte Ryan. „Woher weißt du das?“ „Ich habe einen kalten Luftzug gespürt.“ Plötzlich brach der Damm, den sie seit fast einem Monat zurückzuhalten versuchte. Ohne Pause stürzten ihr die Tränen die Wangen hinab. Sie ließ sich aufs Bett fallen und vergrub das Gesicht in den Händen. Sie spürte wie das Bett federte, als Ryan sich neben sie setzte. „Woher weißt du, dass ich hier sitze?“, brachte sie zwischen zwei Schluchzern hervor. Seine Stimme war rau als er antwortete. „Auch wenn ich dich nicht sehe, kann ich dich noch immer hören.“ Sie vergrub ihr Gesicht an seiner Schulter und ihr ganzer Körper bebte. Vorsichtig hon Ryan die Hände und tastete. Sie schauderte, als seine Hand auf ihrem Rücken liegen blieb. Abrupt hörte sie auf zu weinen. „Wie…?“, flüsterte sie mit heiserer Stimme. „Meine Hand liegt auf Wind“, sagte er mit faszinierter Stimme. Sie schlug ihm auf die Schulter und er sprang auf. „Hey du kleiner Orkan, das hat wehgetan!“ „Du spürst mich?“, fragte sie erneut und stand ebenfalls auf. „Da wo du bist, ist so eine Art Sperre aus Wind. Ich kann meine Hand nicht weiter als hier in diese Richtung bewegen.“ „He! Lass mein Ohr in Ruhe!“, lachte sie, doch sie verstummte, als seine Hand sich über Ihre Wange tastete. Sie hielt die Luft an, als sein Daumen sanft über ihre Unterlippe strich. Ihr Herzschlag beschleunigte sich. Ryans dunkle Augen glänzten, während ihr näher kam. Er beugte sein Gesicht langsam nach unten und nur noch ein Zentimeter trennte ihre Lippen voneinander. Nicht ein Blatt hätte zwischen ihre Körper gepasst, so nah standen sie aneinander. Und dann endlich presste er seine Lippen auf ihre und sie stöhnte. Während ihre Hände in seinen Nacken wanderten, griff er ihr mit der anderen an den Hinterkopf und zog sie noch näher an sich. Ihr gesamter Körper prickelte, als sie sich voneinander lösten. „Ti amo mia luna…“ „Ti amo mia sole…“

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