Springe zu den Kommentaren

Warrior Cats - forgotten stories (Teil 2)

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
63 Kapitel - 113.960 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 9.292 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Dies hier ist ein Schreibwettbewerb, schaut rein und vielleicht wollt ihr hier auch mitmachen?


(Dies ist der 2. Teil des Schreibwettbewerbs, da die ursprüngliche Seite sich nicht mehr bearbeiten lässt und sie sowieso schon viele Kapitel hatte. An alle, die mit der eigentlichen Seite vertraut sind: Hier geht es weiter!)

    1
    Hallo! Ich bin Sonnenflug. Der Schreibwettbewerb ist für jeden frei und jeder kann eine Warrior Cats-Kurzgeschichte schreiben. Es gibt für jede Rund
    Hallo! Ich bin Sonnenflug. Der Schreibwettbewerb ist für jeden frei und jeder kann eine Warrior Cats-Kurzgeschichte schreiben. Es gibt für jede Runde ein Thema, das für einen Monat hält und ihr schreibt dazu eine Geschichte (nicht zu lang!) Und ich werde sie hier reinstellen. Jeder hat eine Stimme, aber keiner darf sich selbst eine Stimme geben! Viel Spaß!



    Link zu Teil 1, falls ihr die Geschichten dort lesen wollt:
    https://www.testedich.de/quiz52/quiz/1515424132/Warrior-Cats-forgotten-stories

    2
    Regeln: 1. Die Geschichte muss um das Thema gehen, was ich vorgebe! 2. Wenn die Geschichte nicht dem Thema entspricht, nehme ich es nicht auf. 3. Nich
    Regeln:

    1. Die Geschichte muss um das Thema gehen, was ich vorgebe!
    2. Wenn die Geschichte nicht dem Thema entspricht, nehme ich es nicht auf.
    3. Nicht zu lang! (So 5~8 Kapitel)
    4. Jeder hat ZWEI Stimmen! Die erste ist der ''erste Platz'' in eurer Meinung, die andere der ''zweite Platz''. Die erste Stimme zählt doppelt so viel wie die erste, also denkt gut über eure Wahl nach!
    5. Keiner darf für sich selbst stimmen!
    6. Beleidigt keinen, weil seine/ihre Geschichte nicht so gut ist!
    7. Seid kreativ!
    8. Es darf erst ab dem 20. des jeweiligen Monats gestimmt werden! Die Stimmen, die davor abgegeben wurden, werden nicht gezählt!

    3
    Hier ist das Thema für den Juli:



    Wut, Trauer, Angst!

    (Da es sich gewünscht wurde und ich zu unkreativ bin...)

    Eigentlich gibt es hier keine wirklich Einschränkungen, außer dass es halt irgendwie mit WaCa zu tun haben muss (ach nee...XD). Man sollte hier möglichst genau die Emotionen beschreiben, damit man sich in die Haupt"katze" (Hauptperson) gut hineinversetzen kann. Joa, ich denke, das war's auch schon...ich wünsche euch gute Ideen!

    4
    Die Geschichte von Luffy124:



    PROLOG (Erklärung oder so)
    Eigentlich ist Rosenlicht eine ganz normale Kriegerin im FlussClan. Nur, vor ein paar Monden wurde ihr Leben gehörig auf den Kopf gestellt. Seitdem erwartet sie Junge von einem Streuner namens Moritz. Sie hofft, dass niemand im Clan dahinter kommt, schon gar nicht der fiese Blauherz...

    KAPITEL 1
    Rosenlicht trank ein paar Schlucke aus dem Fluss und machte sich dann ans Fischen. Eigentlich dürfte sie gar nicht jagen gehen, denn sie war trächtig. Aber das verschwieg sie ihren Clan, solange es ging. Denn der Vater ihrer Jungen war ein zerzauster Streuner namens Moritz gewesen. Und wenn der FlussClan und besonders Nachtstern erfuhr, dass sie Junge von so einem Typen austrug, na dann wäre aber die Hölle los! Rosenlicht schauderte bei dem Gedanken daran und angelte fast schon lustlos nach einem Fisch. Ein paar Versuche startete sie noch, doch dann gab sie auf und machte sich auf den Weg zurück ins Lager. Immerhin, ein paar Fische hatte sie gefangen. Nicht einmal Blauherz würde etwas daran auszusetzen haben. Fische waren Fische, und manchmal gab es eben mehr und manchmal gab es weniger. Als Rosenlicht ins Lager lief, kam ihr sofort Blauherz entgegen. »Wer auch sonst«, dachte Rosenlicht gerade noch, da baute sich Blauherz schon vor ihr auf. "Wo warst du?", fragte der zweite Anführer drohend. "Jagen, wieso?", entgegnete Rosenlicht mit fester Stimme. Sie hatte sich längst daran gewöhnt, dass Blauherz ständig versuchte, sie runterzumachen oder sie bei Nachtstern anzuschwärzen. Auch dann, wenn sie gar nichts getan hatte. "Das glaube ich dir nicht! Zeig mir erst deine Beute!" Rosenlicht ließ ihre fünf Fische vor seine Vorderpfoten fallen. Er beäugte sie misstrauisch. Dann macht er auf dem Absatz kehrt und Rosenlicht sah noch, wie er irgendetwas zu Nachtstern sagte. Daneben stand ihre Freundin Nebelwind. Rosenlicht schnurrte. Nebelwind war ausgesprochen neugierig und würde auch dieses Gespräch belauschen und ihr gleich Bericht erstatten. Und wirklich, kaum dass Nachtstern in seinem Bau verschwunden war und Blauherz über die Lichtung tappte und nach Freiwilligen für eine Patrouille suchte, kam Nebelwind auch schon auf Rosenlicht zugelaufen. Sie sah wütend aus. "Also das ist ja... das ist... dafür habe ich keine Worte!", zeterte sie los, kaum dass sie Rosenlicht erreicht hatte. "Was haben sie denn gesagt?", fragte Rosenlicht. Nebelwind holte tief Luft, um sich zu beruhigen. Dann sagte sie; "Blauherz hat überlegt, ob Nachtstern dich nicht vielleicht auf den Schülerrang zurücksetzen sollte. So wenig, wie du fangen würdest..." Rosenlicht schloss die Augen und zählte langsam bis drei. Alles hätte sie Blauherz zugetraut, aber so etwas nicht! Wirklich, wer kam auf die Idee, eine Katze, nur weil sie fünf Fische gefangen hatte, wieder zu einer Schülerin zu machen! Blauherz hatte bestimmt schon genauso viele Fische oder sogar weniger gefangen in seinem Leben, und niemand hatte ihn wieder zum Schüler gemacht! Nebelwind sah sie mitfühlend an. "Ich weiß, was du denkst. Ich kann Blauherz auch nicht ausstehen, aber warum er ausgerechnet dich runtermacht, verstehe ich nicht", miaute sie. Eine Weile herrschte Schweigen. "Was hat eigentlich Nachtstern dazu gesagt?", fragte Rosenlicht dann. "Darf ich bald wieder im Schülerbau schlafen?", fügte sie bissig hinzu. "Nein", sagte Nebelwind und Rosenlicht entspannte sich etwas. "Du weißt, dass Nachtstern dich sehr gern hat. Deshalb hat er Blauherz auch ordentlich die Meinung gesagt! Er meinte, du wärst eine seiner besten Kriegerinnen und was er denn bitte ohne dich machen sollte." »Das ist gut«, dachte Rosenlicht. »Vielleicht kann ich ihm das mit den Jungen ja auch erzählen... Irgendwann.« "Hey, träumst du?" Nebelwind wedelte mit ihrem Schweif vor Rosenlichts Gesicht herum. "Nein, alles in Ordnung... Aber jetzt lass uns essen!" "Gute Idee! Ich verhungere!", stimmte Nebelwind zu und die beiden liefen nebeneinander zum Frischbeutehaufen.

    KAPITEL 2
    Warm schien die Sonne auf Rosenlichts Pelz und weckte die rotbraune Kätzin. Blinzelnd schlug sie ihre grünen Augen auf, und wen sah sie als erstes? Blauherz natürlich. Wen auch sonst. Der zweite Anführer stand über ihr und sah sie wütend an. "Seit die Sonne aufgegangen ist, versuche ich dich zu wecken! Jetzt steh endlich auf!" Rosenlicht erhob sich, schüttelte sich, und trabte aus dem Bau, ohne Blauherz noch eines Blickes zu würdigen. »Arrogante Fellkugel«, schoss es ihr durch den Kopf und sie musste unwillkürlich lächeln. Plötzlich spürte sie ein schrecklich schmerzhaftes Ziehen im Bauch. »Die Jungen!«, dachte sie erschrocken. »Aber es ist doch noch viel zu früh!« Trotzdem rannte sie aus dem Lager, so schnell ihre Pfoten sie trugen, und legte sich schließlich schnell atmend in eine kleine Mulde. Da war das Ziehen schon wieder. Es mussten wohl Wehen sein. Erschöpft streckte sich Rosenlicht lang aus und wartete ab. Es dauerte gar nicht lange, da lagen drei winzige Fellknäuel neben ihr. Sehr müde, aber glücklich beobachtete Rosenlicht ihre Jungen. Eines sah aus, als hätte es ihren rotbraunen Pelz geerbt. Als sie es sauber leckte, bestätigte sich diese Ahnung. Sie beschloss, es Honigjunges zu nennen. Einfach, weil ihr dieser Name gefiel. Ein zweites war pechschwarz wie der Vater. Dieses wollte Rosenlicht Disteljunges taufen. Und das dritte Junge war hellorange getigert. Rosenlicht wusste nicht, woher das Junge diese Farbe hatte, denn Moritz war schwarz gewesen und sie war rotbraun. Aber was sollte es, sie würde es Löwenzahnjunges nennen. Als ihre Jungen sich satt tranken, überlegte Rosenlicht fieberhaft, was sie nun mit ihnen anstellen sollte. Ins Lager bringen konnte sie sie nicht, denn dort wusste überhaupt niemand dass sie überhaupt trächtig gewesen war. aber hier bleiben konnten die Neugeborenen ja auch nicht, das war viel zu gefährlich. Schließlich beschloss Rosenlicht, sie erst einmal in der Nähe der FlussClan-Insel zu verstecken und noch heute Nebelwind von ihnen zu erzählen. Ihre Freundin konnte die Kleinen zwar nicht säugen, aber sie konnte nach ihnen sehen, wenn Rosenlicht gerade keine Zeit hatte. Also setzte Rosenlicht Löwenzahnjunges und Disteljunges auf ihren Rücken und trug Honigjunges im Maul. Langsam und vorsichtig, um die beiden auf ihrem Rücken nicht durchzuschütteln, machte sich Rosenlicht auf den Weg zurück ins Lager. Nach einer Weile konnte sie die FlussClan-Insel sehen. Vorsichtig duckte Rosenlicht sich und ließ die Jungen von ihrem Rücken ins Gras rutschen. Honigjunges legte sie dazu. "Bleibt hier", sagte sie unnötigerweise, denn ihre drei Kinder schliefen bereits. Schnell machte sich Rosenlicht auf den Weg ins Lager, um Nebelwind alles zu erzählen.

    KAPITEL 3
    "Stimmt das!" Entsetzen zeichnete sich in Nebelwinds Augen ab. "Pssssst", machte Rosenlicht. "Ja, das ist alles wahr!" Ihre Freundin seufzte leise auf und sah in den Himmel. "Und nun?" "Naja, ich dachte, ich verstecke sie in der Nähe vom Lager und ziehe sie groß, und du schaust auch ab und zu nach ihnen, und wenn sie dann erwachsen sind, bringe ich sie ins Lager und tue so, als hätte ich sie im Wald gefunden..." Nebelwind schüttelte den Kopf. "Also wirklich, Rosenlicht, so geht das nicht! Was", sie senkte die Stimme, "wenn zum Beispiel Blauherz etwas davon mitbekommt?" Rosenlicht schüttelte sich. Daran hatte sie noch gar nicht gedacht. "Das wäre furchtbar", murmelte sie. Nebelwind nickte. "Eben. Deshalb müssen wir das alles genau planen. Hör zu... wir machen es größtenteils so, wie du es gesagt hast. Und wenn sie im Schüleralter sind, stellen wir sie Nachtstern vor." "Und du meinst, das klappt?" Misstrauisch legte Rosenlicht den Kopf schief. "Sicher", nickte ihre Freundin eifrig. "Wir werden das schon hinkriegen!" Ganz so zuversichtlich war Rosenlicht zwar nicht, aber das wollte sie ihrer Freundin nicht zeigen, und so nickte sie einfach und lächelte. »Ob das gutgeht?«, dachte sie bei sich und seufzte leise.

    7 Monde später
    "Gut machst du das, Honigjunges!" Voller Stolz über das Lob ihrer Mutter schnurrte die kleine rotbraune Kätzin und verjagte fast den Fisch, dem sie gerade auflauerte. Auch wenn Rosenlicht ziemlich stolz auf ihre drei Kinder war, und auch auf sich und Nebelwind, weil sie es geschafft hatten, den Jungen alles beizubringen, was sie wissen mussten, und das auch noch verdeckt zu halten, so hatte sie doch leichte Bedenken. Was würde Nachtstern dazu sagen? Vielleicht würde er sie verbannen! Dann hätte Blauherz endlich erreicht, was er schon seit ihrer Geburt wollte. Er war nämlich älter als Rosenlicht, genau sechs Monde. Als sie geboren wurde, war er also gerade ein Schüler geworden. Damals hatte er ihre Mutter in der Kinderstube besucht, hatte sich alle Jungen angesehen, und prophezeit, was einmal aus ihnen werden würde. Komischerweise stimmte das bei den meisten auch, aber Rosenlicht glaubte nicht, dass zum Beispiel ihre Schwester Maiglöckchenblatt gerne Heilerin geworden wäre. Sie hatte doch immer davon geschwärmt, wie toll es wäre, eine Familie zu gründen... Rosenlichts Mutter, Wasserblüte, hatte ihr erzählt, dass Blauherz damals zweifelnd vor Rosenlicht stehen geblieben wäre. Dann hätte er irgendwas gemurmelt von keine richtige Kriegerin werden, viel zu klein und vielleicht später Verbannung . Seitdem wollte er erreichen, dass sie wegen irgendetwas aus dem Clan flog. Aber da hatte er seine Rechnung ohne Rosenlicht gemacht. Die hielt sich nämlich an alle Regeln und an das Kriegergesetz, so gut es ging, glaubte an den SternenClan und war ihm und ihrem eigenen Clan treu. Doch nun hatte sie Junge von einem Streuner bekommen. Das war wirklich gegen die meisten Regeln. Deshalb wollte sie alles in ihrer Macht Stehende tun, damit nur Nachtstern und Nebelwind von ihren Kindern wussten. Disteljunges riss sie aus ihren Gedanken, indem er von dem Ast, über den er gerade balancierte und der zum Glück nicht besonders hoch war, fiel und mit einem lauten Rascheln im Gebüsch landete. Löwenzahnjunges kicherte. "Was gibt's da zu lachen?", fuhr Disteljunges sie ärgerlich an und kämpfte sich aus dem Gebüsch hoch. Rosenlicht lächelte. Da hörte sie hinter sich ein Geräusch. So etwas wie Schritte. Erschrocken drehte sie sich um und wen sah sie da? Blauherz!

    KAPITEL 4
    Rosenlicht blinzelte. Nein, es stimmte, da stand wirklich Blauherz vor ihr. Aber sein Gesicht zeigte komischerweise kein böses Lachen, weil er sie endlich bei einem Regelverstoß erwischt hatte, sondern es zeigte... Erstaunen. Tatsächlich, er blickte sie einfach nur erstaunt an und machte nicht einmal den Versuch, zurück ins Lager zu laufen, um Nachtstern Bericht zu erstatten. "Was ist denn hier los?", brach er schließlich das Schweigen und sah auf einmal überhaupt nicht mehr so bedrohlich wie sonst aus. Und irgendwie weigerte sich etwas in Rosenlicht dagegen, ihn anzulügen. Also seufzte sie nur und winkte mit einer Bewegung ihres Schweifes ihre Kinder zu sich. "Blauherz, das sind Honigjunges, Disteljunges und Löwenzahnjunges. Meine Kinder." Nun mischte sich sein Erstaunen mit ein wenig Entsetzen. "Von wem?", entfuhr es ihm. Sie seufzte noch einmal. "Von Moritz, einem zerzausten Streuner, der es wagte, mir Junge in den Bauch zu setzen, die ich eigentlich überhaupt nicht wollte." Nun war in Blauherz' Gesicht wirklich offenes Entsetzen zu lesen. "Er hat bitte was gewagt? Ist das dein Ernst? Also... wolltest du diese drei hier praktisch gar nicht?" Schulterzucken bei Rosenlicht. "Naja, ich wollte immer Kinder, aber doch nicht von so einem Typen!" Er nickte und wirkte abwesend. Anscheinend musste er das alles erstmal irgendwie verarbeiten. Rosenlicht stutzte. "Warum läufst du nicht ins Lager?", wollte sie von ihm wissen. "Wer? Ich? Warum denn?" Sie sah ihn verwirrt an. "Na, um Nachtstern alles zu erzählen, um mich bei ihm anzuschwärzen, damit ich endlich aus dem Clan verbannt werde. Das ist es doch, was du erreichen willst, schon die ganze Zeit, schon seit meiner Geburt, oder?" Wut hatte sich in ihre Verwirrung gemischt. "Jetzt tu nicht so!", schimpfte sie. "Tu nicht so, als würdest du auf einmal Mitleid für mich empfinden!" Er schwieg und blickte betreten auf seine Vorderpfoten. "Doch, genau das tue ich, liebe Rosenlicht." Rosenlicht klappte ihr Maul auf. » Liebe Rosenlicht? Was ist denn in den gefahren?«, dachte sie. Und genau das fragte sie ihn auch. Und erntete - ein Schmunzeln. "Hast du zu viel Frischbeute gegessen oder was ist los mit dir?" Er schüttelte den Kopf. "Was ist es dann? Kannst du noch reden?" Inzwischen war Rosenlicht wirklich sauer. Was bildete der sich eigentlich ein? Glaubte er, er könnte all seine Taten jetzt auf einmal mit ein bisschen Mitleid wiedergutmachen! "Ich... Ich habe bemerkt, dass ich dich nicht hasse. Bei mir hat sich genau das Gegenteil bemerkbar gemacht..." "Äh - was meinst du denn damit?", fragte Rosenlicht, obwohl sie es sich eigentlich schon denken konnte. Er seufzte. "Hass mich ruhig, hass mich dein Leben lang, lehre deinen Jungen, dass ich ein schlechter Kater bin, ich habe es verdient." Sie starrte ihn perplex an. "Kneif mich, Löwenzahnjunges", murmelte sie und spürte kurze Zeit später einen schmerzhaften Kniff in ihrer Schwanzspitze. "O-Okay, danke", murmelte sie. Sie träumte also nicht. "Sag doch mal", hörte sie sich zu Blauherz sagen, "was ist los mit dir?" "Ich... Äh... Ich..." »So ein Gestotter«, dachte Rosenlicht, »da wird man ja verrückt!« "Spuck's aus!", rief sie, und hörte von Blauherz zwei Sekunden später die drei unglaublichsten Worte, die er je zu ihr gesagt hatte: "Ich liebe dich." "Und... Du machst keinen Spaß? Echt nicht?", fragte Rosenlicht wenige Momente später, immer noch total verwirrt. "Nein", entgegnete Blauherz, "eben nicht! Ich liebe dich wirklich." Rosenlicht schüttelte den Kopf. "Ausgerechnet du. Hätte ich nie gedacht." "Nun ja", sagte er verlegen, "das hat auch etwas mit der Prophezeiung zu tun..." "Welche Prophezeiung?", fragte Rosenlicht. "Folgende", Blauherz räusperte sich,

    "
    Die schwarze Bedrohung wird bald kommen,
    der Rose wird sie alles nehmen, sie wird es nie zurückbekommen.
    Nur, wenn das Blaue sie beschützt, ist die Rose sicher hier,
    und Honig, Distel und Löwenzahn mit ihr. "


    Blauherz sah Rosenlicht an. "Maiglöckchenblatt hat sie im Traum empfangen, und ich verstehe alle Zeilen außer der ersten. Die Rose bist du, das Blaue bin ich, und Honig, Distel und Löwenzahn werden wohl deine Kinder sein. Nur - wer oder was ist die schwarze Bedrohung?" Rosenlicht fiel es plötzlich wie Schuppen von den Augen. "Moritz", flüsterte sie. "Moritz? Der Streuner, der Vater deiner Jungen?", kam es von Blauherz. Sie nickte angstvoll, und im nächsten Moment hörte sie im Unterholz etwas rascheln...

    KAPITEL 5
    "Wo sind meine Kinder?", fragte eine gruselige Stimme und Rosenlicht lief es kalt den Rücken runter. Das war eindeutig Moritz, er verstellte bloß ein wenig seine Stimme und war mit seinem schwarzen Fell im Unterholz auch nicht zu sehen. "Hier nicht", rief Rosenlicht geistesgegenwärtig, wagte einen Blick hinter sich, und sah glücklicherweise, dass Honigjunges, Disteljunges und Löwenzahnjunges sich bereits versteckt hatten. "Doch, sie sind hier. Ich kann sie riechen!", und Moritz rannte aus dem Unterholz. Sofort warf sich Rosenlicht auf ihn und fuhr mit ihren Krallen über sein Gesicht. "Was soll das?", rief er überrascht. "Ich verteidige meine Kinder, notfalls mit meinem Leben!", schrie Rosenlicht und biss ihn in ein Ohr. Doch er war stärker und machte sich los. "Dann kämpfe!", rief er und zerkratzte ihre Flanke. Es tat höllisch weh und Rosenlicht hatte große Angst - auch um ihre Jungen! "Du lässt sie sofort los!" Blauherz! Erschrocken machte Moritz einen Schritt rückwärts, stolperte über eine Baumwurzel und lag rücklings auf dem Boden. Rosenlicht zögerte keine Sekunde und gab ihm einen deftigen Hieb auf den Bauch. Er schrie vor Schmerzen, aber stand trotzdem auf und sprang Blauherz an. "NEIN!" Rosenlicht hätte nie gedacht, dass sie das einmal für Blauherz tun würde. Sie kratzte und biss, was das Zeug hielt, doch plötzlich haute eine ihrer Tatzen in die Luft. Moritz hatte die eine Sekunde, in der sie kurz zu Atem gekommen war, genutzt, um sich erneut von ihr loszumachen und griff jetzt das Versteck der Jungen an! "Oh nein, Freundchen! Nicht mit uns!", erklang Honigjunges' Stimme und Disteljunges' schwarze Pfote schob sich aus dem Gebüsch und zerkratzte Moritz die Nase. Der jaulte vor Schmerzen und machte einen Schritt zurück. Da sprang Löwenzahnjunges aus dem Gebüsch und verfehlte Moritz nur ganz knapp. Doch das reichte aus; sie kam fest auf dem Boden auf und Moritz fiel sofort über sie her. Dann passierte plötzlich ganz viel auf einmal. Löwenzahnjunges brüllte vor Schmerz, Rosenlicht sprang von hinten auf Moritz und biss ihm endlich ins Genick, der schwarze Kater ließ Löwenzahnjunges los und die orange getigerte Kätzin flüchtete zu ihren Geschwistern. Zufrieden betrachtete Rosenlicht die tote schwarze Katze zu ihren Pfoten. Die Angst, und die Wut, die sie vorher empfunden hatte, schlugen nun in Freude und Genugtuung um. Auch Erleichterung war dabei. Doch dann hörte sie eine schwache Stimme hinter sich. "Rosen...licht..." Das war Blauherz! Sie drehte sich um und sah ihn am Boden liegen. Sofort lief sie zu ihm. "Blauherz, was ist passiert?" "Der Kampf..." Nur mit Mühe brachte der Kater die Worte über die Lippen. "Der Kampf hat mir sehr zu schaffen gemacht... Ich werde nicht mehr länger unter den Lebenden wandeln... Das spüre ich..." "Nein, Blauherz, ich lasse nicht zu, dass du stirbst! Komm, wir gehen ins Lager, zu Maiglöckchenblatt. Meine Schwester weiß bestimmt, was zu tun ist!" Unwillig brummte der Graue. "Da ist nichts zu machen. Der SternenClan erwartet mich... Du sollst nur noch etwas wissen... Ich liebe dich." Seine Augenlider blinzelten und drohten zuzufallen. Als sie es schließlich taten, spürte Rosenlicht Tränen in den Augen und ihr Körper wurde von einer Welle aus Trauer durchschwemmt. "Ich liebe dich auch", flüsterte sie mit erstickter Stimme, vergrub ihr Gesicht in seinem Fell und weinte. Sie spürte, wie sein Geist um sie herumstrich und hörte, wie er ihr zuflüsterte; "Ich liebe dich, Rosenlicht, und ich werde dich immer lieben. Vergiss das nicht. Und pass gut auf deine Kinder auf." Dann verschwand er in den Himmel und zurück blieb eine trauernde Kätzin mit ihren Kindern...

    EPILOG
    Umgeben von Sternen, selbst nicht wissend, worauf seine Pfoten eigentlich standen, wagte Blauherz einen Blick hinunter zur Erde. Dort war es zwar Tag, aber SternenClankatzen waren immer da, auch tagsüber. Er sah, wie Rosenlichts Kinder ihre Kriegernamen empfingen. Rosenlicht selbst stand etwas abseits und wirkte traurig. Sicher dachte sie daran, dass er diese Zeremonie nicht miterlebte. Jedenfalls nicht als lebender Kater. Vorsichtig tat Blauherz einen Schritt, und im nächsten Moment stand er als Geist neben ihr. "Rosenlicht", flüsterte er ihren Namen und sie drehte sich um. "Blauherz? Bist du das?" "Ja", antwortete er. Dann herrschte eine Weile Stille und die beiden sahen zu, wie Honigpfote zu Honigfell wurde. "Sie sieht so selbstbewusst aus", murmelte Blauherz, und Rosenlicht nickte. Als nächster kam Distelpfote, der den Namen Distelohr bekam. "Mein kleiner Kämpfer", wisperte Rosenlicht und nun war es an Blauherz, zu nicken. Schließlich war nur noch Löwenzahnpfote übrig. Sie bekam den Namen Löwenzahnherz. "Das habe ich mir gewünscht", flüsterte Rosenlicht. "Die Silbe -herz hat für mich eine besondere Bedeutung..." Blauherz hatte einen Kloß im Hals. Sie hatte ihre Tochter nach ihm benannt! Aus dem Himmel sah er plötzlich Schattenwolke, seinen Vater, herunterschauen, und ihn mit der Schwanzspitze zu sich winken. "Ich muss gehen", flüsterte der Krieger seiner Geliebten zu. "Auf bald", damit verschwand er. "Geh nicht -", setzte Rosenlicht an, aber da war er schon weg, und sie sah gerade noch seinen Schweif hinter einer Wolke verschwinden...

    ENDE

    5
    Ein Geheimnis um Leben und Tod - von Funkel

    Eispfote lebte im Schneeclan und hatte ein Geheimnis. Sie kam als Streunerin in den Clan, aber hätte der Clan gewusst, wer ihre Eltern waren, dann hätte er sie bestimmt nicht aufgenommen. Denn ihr Vater war Krallenblut - der größte Feind vom Schneeclan. Ihre Mutter hieß Schattenblüte sie war nicht gerade beliebt. Wird Eispfote ihr Geheimnis behalten können? Oder wird jemand es herausfinden?

    ---
    1. Kapitel

    ,, Eispfote! " rief ihre Mentorin Nebelwolke. Sie war anscheinend für die Morgenpatrouillie eingeteilt. Gähnend lief Eispfote zu Nebelwolke.,, Wir sollen jagen gehen!" sagte sie und Eispfote war hellwach. Sie liebte jagen! Freudig lief sie Nebelwolke hinter her. Urplötzlich blieb ihre Mentorin stehen und fragte:,, Wer sind eigentlich deine Eltern?" leise fügte sie hinzu:,, Doch nicht etwa Krallenblut und Schattenblüte?"
    Woher wusste sie das? Eispfote sah nur eine Möglichkeit. Sie fuhr ihre Krallen aus und stieß Nebelwolke in die Schlucht.

    ---
    Kapitel 2

    Eispfote lief ins Lager um den Tot von Nebelwolke zu melden.,, Froststern?" Froststern antwortete:,, Was ist Eispfote? und wo ist Nebelwolke?",, Sie ist gestorben! Sie hat eine Maus gejagt und hat nicht bemerkt das sie auf die Schlucht zu lief und konnte dann nicht mehr bremsen!" Froststern war geschockt. Eispfote konnte das verstehen da Nebelwolke eine der besten Kriegerinnen war.,, Ist ihr Leichnam zu erreichen?" fragte Froststern,,,Ähm, nein sie ist auf einem Felsen an der Wand gestürzt." Froststern schaute mich misstrauisch an aber sprach dann:,, Okay, ich werde gleich einen neuen Mentor für dich suchen." Froststern sprang auf den Hochstein.,, Alle Katzen die alt genug sind Beute zu machen mögen sich unter dem Hochstein versammeln!" Nach und nach kamen die Katzen an und setzten sich. Eispfote ging an den Rand. Nachdem alle sich einbefunden hatten fuhr Froststern fort.,, Nebelwolke ist beim Sturz in die Schlucht gestorben. Eispfote benötigt nun einen neuen Mentor. Wolfsherz, nach deinem ersten Schüler bist du bereit für deinen zweiten. Gebe all dein Wissen an Eispfote weiter wie du es bereits bei Nachtpfote getan hast." Froststern sprang vom Hochstein und beendete damit die Versammlung.
    ---
    Kapitel 3

    Eispfote ging langsam hinter Wolfsherz her. Sie sollten zur Schlucht gehen um den Leichnam zu holen wenn es möglich ist. Als sie ankamen ging es Eispfote noch schlechter als sonst. Was hatte sie getan? War es richtig gewesen? Nebelwolke wusste es! Aber hätte Eispfote nicht einfach Nein sagen können? Eine Welle von Zweifel, Angst, Schuldgefühle und Trauer überkam Eispfote und sie brach zusammen.,, Alles ok? Du bist bestimmt noch schockiert von Nebelwolkes tot. Geh ins Lager zurück und ruh dich aus. " Dankbar ging Eispfote ins Lager. Sie wollte sich schlafen legen als sie hörte wie Krieger über sie sprachen. Sie konnte einzelne Wörter raushören.,, Eispfote... Eltern... Streuner...... Feind.... Töten" Was hatte das zu bedeuten? Warum dachte jeder über ihre Eltern nach? Würde sie die 3 Krieger, Sturmblick, Dunkelschweif und Falkenflug, töten müssen?

    ---
    Kapitel 4

    Eispfote musste mal wieder auf Jagdpatrouillie. Eigentlich machte es ihr ja spaß, doch seit Nebelwolkes Tod konnte sie sich nicht mehr konzentrieren. Zuerst ließ sie eine Maus weglaufen, dann endeckte sie ein Vogel und schlich sich nicht entgegen der Windrichtung an und zuletzt roch sie ein Kaninchen nicht was direkt vor ihr in einer Kuhle war. Sie musste wissen was Sturmblick, Dunkelschweif und Falkenflug planen! Villeicht könnte sie mit ihnen das gleiche tun wie mit Nebelwolke...

    ... Die Sonne ging langsam unter und Eispfote sah wie sich die 3 Krieger rausschlichen. Das war ihre Chance! Heimlich folgte Eispfote ihnen. Am Fluss angekommen kauerte sie sich in einen Busch. Sie spürte die Aufregung. Doch was seltsam und beängstigend war, sie spürte FREUDE! Hatte sie wirklich freude am töten? Nein das konnte nicht sein! Eispfote sprang aus ihrem versteck und erledigte einen nach dem anderen und ließ sie im Fluss wegspülen. Wird sie noch mehr töten müssen? Und warum verspürte sie freude daran?

    ---
    Kapitel 5

    Natürlich war am nächsten Morgen der WdF los. Alle liefen hektisch herum und suchten Sturmblick, Dunkelschweif und Falkenflug. Vergeblich. Ich lief gelassen nach draußen und Froststern lief auf mich zu.,, Eispfote? Du weißt was mit Sturmblick, Dunkelschweif und Falkenflug geschehen ist. Oder? " Der Schock war mir anzusehen. Froststerns Blick verdunkelte sich und sie deutete mir ihr zu folgen. Besorgt ging ich hinter ihr her. Wir gingen zum Fluss. Blut war noch verteilt! Und... Mein Geruch! Heiliger Sternenclan was hatte ich getan?,, wieso hast du das getan? " fragte Froststern.,, Sie hatten über mich gesprochen. Das Wort tod kam vor." Ich wusste nicht was ich hätte anderes tun sollen. Also fuhr ich meine Krallen aus und schlitzte Froststern die Kehle auf. Es war anscheinend ihr letztes Leben.
    ---

    Kapitel 6

    Eispfote schlich sich ins Lager zurück und ging zum zweiten Anführer,, Adlerherz! Ich habe Froststerns Leiche entdeckt... " Adlerherz sah nicht sehr geschockt aus. Naja die Katzen starben ja auch hinter einander. Man könnte fast schon sagen das Eispfote hier ein Massenmord begann.,, Zeig mir den Leichnam." ich ging los zum Fluss. Dort lag Froststerns Leichnam.,, Wir tragen sie zu- Sie wurde ermordet!" Na klar wurde sie das du Mäusehirn dachte Eispfote.,, Wir tragen sie ins Lager" sagte Adlerherz.

    Im Lager angekommen saßen die Katzen in verschiedenen Ecken und trauerten. Wir legten Froststern in die Mitte und ein paar Katzen schauten auf.,, FROSTSTERN! " rief eine durchs Lager. Nun sahen alle Katzen ihren Leichnam und rasteten aus. Die Anführerin war tot, 3 Krieger auch, zudem noch Nebelwolke, Eispfotes Mentorin.

    ---

    Kapitel 7

    Ein Mond war vergangen seitdem Eispfote erstmal wieder ruhe hatte und sich keine sorgen machen musste.,, Alle Katzen die alt genug sind Beute zu machen bitte ich sich unter dem Hochstein zu versammeln!" rief Adlerstern. Ich setzte mich an den Rand.,, Eine Schülerin ist bereit eine Kriegerin zu werden, Eispfote tritt vor. Wolfsherz, hat Eispfote alles gelernt um eine Kriegerin zu werden?" Wolfsherz sagte:,, Ja",, Dann bitte ich meine Ahnen auf diese Schülerin herab zu sehen. Eispfote versprichst du das Gesetz der Krieger einzuhalten und deinem Clan immer treu zu sein? " Eispfote schwieg kurz. Das machte andere Katzen nervös. Also sagte sie schnell:,, Ich verspreche es",, Eispfote du wirst nun Eisklaue heißen. Der Sternenclan ehrt deinen Mut und deine Geschicklichkeit." die Katzen riefen meinen Namen. Adlerstern wartete kurz und fuhr dann fort.,, Nach unserer Tradition wirst du jetzt eine Nacht lang schweigend Wache halten. Die Versammlung ist beendet. " Sie war Kriegerin! Endlich! Als erstes ging sie zum Kriegerbau und sah Wolfsherz.,, Wo ist noch ein Nest frei?" fragte Eisklaue.,, Da rechts" er deutete mit seinem Schweif auf ein Platz. Ich nickte dankbar und ging dann nach draußen. Die letzte Patrouillie kam gerade zurück.

    ---

    Eispfote hatte ihr Versprechen gehalten das Gesetz der Krieger einzuhalten. Heutzutage kennt man sie im Schneeclan als Eisstern. Sie ist vor 8 Monden an grünen Husten gestorben. Aber zum Schluss hatte sie ein glückliches Leben führen können
    ---
    ENDE

    6
    If you love, let go - von Funken

    PROLOG

    Verzweifelt blickte sie hinauf, während sie in die endlose tiefe der dunklen Schlucht stürzte, die schon zahlreichen anderen Katzen das Leben genommen hatte. In ihrem Blick lag nicht nur Verzweifelung sondern auch Trauer, Trauer die ihr Tränen in die Augen trieb und diese Frage:"Warum? warum? warum?" Hätte sie es aus gesprochen, so hätte sie sicher laut geschluchzt. Doch die Worte hätten es nie richtig ausdrücken können, das was sie fühlte und das was sie gefühlt hatte. Es kam ihr vor als würde die Zeit langsamer vergehen aber auch das änderte nichts daran was passiert war und sie stürzte unaufhaltsam in die endlose Schlucht. Sie wusdte nicht wie sie es beschreiben sollte den während sie stürtzte fühlte sie sich so frei und erlöst wie nie, als würde eine schwere Bürde von ihr abfallen und vielleicht war es auch so. Dann verschwand sie in der endlosen Stille des Todes. Aber wie hatte es nur so weit kommen können?

    Ein paar Monde zuvor



    Kapitel 1: Rot, rot, rot wie Blut...

    Schneepfote saß im Schülerbau, die Nacht zog noch ihre dunkelen Schleier über den Himmel und trotzdem konnte sie nicht mehr schlafen. Aber sich bewegen kam auch nicht in frage, vielleicht weckte sie ja jemanden und sie wollte die Unmut der anderen ja nicht auf sich ziehen. Sie hasste es angeschimpft zu werden und so saß sie aufrecht in ihrem Nest aus Farn, Moos und weichen Dunenfedern. Schneepfote wiederstandt der Versuchung sich zu bewegen so gut es ging, sie blickte sich um und lauschte dem ruhigen Atem der Anderen, dass hätte sie doch eigentlich beruhigen müssen aber das Gegenteil geschah. Sie fühlte sich unwohler den je. Wo ran lag dass? Sie wusste es nicht. Ein weiteres mal blickte sie sich um, da war nichts, bis auf ihre beste Freundin Kupferpfote, Sonnenpfote ihr Bruder, Sturmpfote und Milanpfote. Vielleicht hätte sie alle genauer betrachtet wenn sie gewusst hätte was passieren würde.
    Der Himmel färbte sich rot, rot wie Blut, rot wie das Blut das vergossen werden würde...
    Doch dass wusste sie alles nicht. Noch nicht. Langsam erwachten auch die anderen und der Schülerbau fülte sich mit Stimmengewirr, sie mischte sich nicht in die Gespräche ein sondern begann ihren weißen Pelz zu putzen, wobei er ja nicht ganz weiß war sonder auch leicht cremefarben mit einem Rosè Stich. Aber dass interessierte sie nicht. Sie unterbrach ihre Fellpflege jäh als Schwalbenflug, der zweite Anführer des Mondclans seinen Kopf herein streckte, nicht nur sie hatte ihre Tätigkeit unterbrochen, es war still geworden.》Ihr solltet euch beeilen, die Patrollien warten schon.《 sagte Schwalbenflug und verschwand wieder. Ein paar Augenblicke später verließen alle den Schülerbau, Schneepfotes beste Freundin Kupferpfote gesellte sich zu ihr, während sie den Bau wie alle anderen verließen. Schon könnte man Schwalbenflugs herrische Stimme hören:》Sonnenpfote und Federschweif, Kupferpfote und Goldfleck ihr geht jagen okay? Ja《 er wartete nicht mal eine Antwort ab und sprach weiter 》 Sturmpfoten und Kälterauch ihr seid frei gestellt und Schneepfote und Samtflamme, Milanpfote ihr geht mit mir auf Grenzpatrollie, die anderen Patrollien sind schon seit dem Morgengrauen weg.《 Kupferpfote warf Schnerpfote einen entäuschtten Blick zu was wohl eher weniger daran lag das sie getrennt waren, nein sie hatte gehofft mit Milanpfote in eine Gruppe zu kommen, den sie schwärmte schon lange für ihn. Sie tat das auch aber sie traute es sich nicht Kupferpfote zu sagen, den Kupferpfote war un berechen bar. Hatte sie es getan so hätte sie dass viele Blutvergießen verhindern können das kommen würde...



    Kapitel 2

    Zwei Monde waren vergangen, seit jenem Morgen an dem der Himmel sich blutrot gefärbt, damit indirekt von dem Kommenden gewarnt hatte, doch keiner hatte diese Warung je erblickt oder mindestens die Botschaft verstanden und so nahm das grausame Schiksal seinen lauf. Schneepfote blickte interessiert zu Kupferpfote die Anstalten machte sich zu ihr zu setzten, aber diese sofort abrach als Milanpfote sich zu ihr gesellte. Schneepfote seufzte. Milanpfote hier, Milanpfote da, Kupferpfote kannte nur noch ein Thema und Schneepfote brachte es nicht über sich ihr gehörig ihre Meinung zu maunzen. Ihre beste Freundin schien sich für nichts anderes zu interessieren und erst recht nicht für sie, wusste sie überhaupt wie sie sich fühlte? Nein antscheinend nicht oder es war ihr einfach egal, wobei Schneepfote auf ersteres tippte, den immerhin war Kupferpfote ihre beste Freudin. Doch warscheinlich würde dies nicht mehr lange der Fall sein. Denn es zerstörte Schneepfote, das Kupferpfote sich nicht mehr für sie zu interessieren schien und nur noch für Milanpfote schwärmte, wobei sie doch auch in ihn verliebt war. Sie war verzweifelt, einfach nur verzweifelt. Denn sie wusste das weder sie noch Kupferpfote aufhören würden Milanpfote zu lieben. Und es so nicht mehr lange halten würde. Sie fasste einen Entschluss einer musste sterben, entweder Kupferpfote, Milanpfote oder sie und für liebe würde sie über Leichen gehen, vielleicht auch über Freundschaften...
    》Schneepfote? Alles okay?《 es war Milanpfote er hatte die Lichtung überquert. Fast hätte sie" Nichts ist okay." geantwortet beherrschte sich aber und antwortete 》Alles gut Milanpfote, ich war nur in Gedanken.《 dann rang sie sich ein mildes Lächeln ab und blickte in seine wunderschönen grünen Augen. Milanpfote erwiederte das Lächeln nichts ahnend, doch hätte er gewusst was geschehen würde so hätte er bestimmt noch einmal nach gefragt aber er wusste es nicht und so kehrte er ihr den Rücken zu und ging zurück zu Kupferpfote doch dass sollte sich als großen Fehler heraus stellen...
    Und so sah Schneepfote neidisch mit an wie ihre Freundin sich angeregt mich Milanpfote unterhielt. Einen kurzen Moment zu vor hatte sie eine unglaublich wärme gespürt, als sie Milanpfote in die smaragdgrünen Augen gesehen hatte die vor zuneigung und besorgnis gefunkelt hatten, doch diese wärme würde jetzt durch eiskalten Hass ersetzt. Doch vielleicht hatte sie etwas falsch gedeutet, aber daran dachte sie nicht im Traum. Milanpfote gehört mir, nur mir lass dir das gesagt sein Kupferpfote, dachte sie wütendt. Einer muss sterben und das bist du Kupferpfote, deine Tage sind gezählt. Und so wich ihre endlose Trauer und Verzweiflung ihrer eiskalten Wut und diese Wut sollte sie zerstören.
    》Schneepfote? Ist wirklich alles gut?《 Es war ihr Bruder Sonnenpfote. 》Ja《 erwiederte sie genervt.》wirklich?《 er schien der einzige zu sein der auch nur ansatz weise zu bemerken schien das etwas nicht stimmte.》Ja《 sie fauchte schon fast. Aber auch ihr Bruder lies viel zu schnell nach. Er ließ sich einfach neben ihr nieder vielleicht bemerkte er ja doch die innere Unruhe in ihr, aber selbst wenn es war schon zuspät den Schneepfote hatte sich längst entschieden.
    Einer musste sterben und das war definitiv nicht sie.



    Kapitel 3: Mein Blut an deinen Krallen

    Schneepfote saß im Schülerbau, da gesellte sich Kupferpfote zu ihr. Doch etwas war anders, so anders zwischen ihnen lag eine Stille, eine eisige Stille die Kupferpfote den Atem zu nehmen schien aber Schneepfote hingegen kraft zu geben schien, kraft um zu hassen. Kupferpfote fragte sich was mit ihrer besten Freundin passiert war, den auch sie spürte Schneepfotes Hass, was hatte ihre Freundin nur so verdorben? Vielleicht hätte sie besser auf Schneepfote achten sollen. Aber jetzt war es sowieso zu spät, auch das spürte Kupferpfote. Denn jetzt war ihre beste Freundin verdorben, so verdorben durch den unendlichen Hass der sie nun ausfüllte. Was war aus ihr geworden? Wie hatte das nur passieren können? Und vorallem warum? Kupferpfote verließ den Schülerbau wieder, sie hatte es nicht mehr ausgehalten, dieser Hass, dieses Schweigen und die eisige Stille. Unbewusst waren ihr Tränen in die Augen gestiegen, doch sie unterdrückte sie. Der Drang zu weinen wurde stärker am liebsten hätte sie alles heraus gelassen, doch sie beherrschte sich. Es war vorbei, entgültig vorbei. Die Tränen stiegen erneut hervor und sie verließ hastig das Lager damit sie ja niemand sah. Dann sakte sie zusammen und alles brach aus ihr heraus. Salzige Tränen tropften herab und trafen auf den Boden, wo sie anfingen kleine Pfützen zubilden. So bemerkte sie mit tränenverschleiertem Blick nicht das sich jemand von hinten anschlich, um genau zu sein war es Schneepfote die ihren Geruch überdeckt und ihr Fell mit Schlamm braun gefärbt hatte. Keiner hätte sie erkennen können und erst recht nicht Kupferpfote die immer noch mit dem Rücken zu ihr saß, nichts mehr richtig mit bekam. Schneepfote freute sich fast darauf mit ihren Krallen Kupferpfotes Kehle zu zerfetzen und ihren entsetzten Bilck zu sehen, wie das Licht in ihren Augen erlischen würde. Dann aber wurde sie plötzlich zur Seite gerammt, entsetzt weitete sie die Augen. "Sturmpfote" dachte sie " das hättest du lieber nicht tun sollen, wie naiv du doch bist." In der Zeit hatte auch Kupferpfote bemerkt das etwas nicht stimmte und rannte, sie konnte nur noch eins denken"schneller, weiter nur weg hier egal wo hin." Sturmpfote musste Schneepfote gefolgt sein, er hätte ja nicht ahnen können was passieren würde. Denn Schneepfote reagierte schnell, zu schnell für ihn und nun weilten ihre ausgefahren Krallen an seiner Kehle.
    Sturmpfote lachte ungläubig 》Nein das traust du dich nicht Schneepfote und das weißt du genauso gut wie ich, du bist keine Möderin, das könntest du nicht.《 In Schneepfotes Augen blitzte kurz Zweifel auf doch so rasch wie er gekommen war verschwandt er wieder. 》Es tut mir leid dich enttäuschen zu müssen Sturmpfote aber ich glaube du täuschst dich und zwar gewaltig.《 hauchte sie gefährlich leise in sein Ohr. Jetzt lag in seiner Stimme Unsicherheit. 》Nein Schneepfote bitte nicht.《 er blickte verzweifelt zu ihr herauf. 》Doch.《 in ihren Augen lag ein irrer Ausdruck.》Schande unter anderen Umständen wären wir bestimmt gut Freunde geworden, aber du weißt mir zu viel. Ich mache es auch kurz und Schmerzlos《
    Sturmpfote blickte sie entsetzt an. 》Nein...《 ihm versagte die Stimme. Unendlich Traurig blickte er sie an. Doch Schneepfote wusste das sie es tun musste. Sie setzte ihre Krallen an seine Kehle und nahm ihm mit einem kurzem, sauberem und schmerzlosen Schnitt das Leben. Aber bevor Sturmpfote sein leben aushauchte lächlte er müde. 》Das schlimme ist ich kann dir hier für nicht böse sein, den ich liebe dich und werde es im er tun und jetzt klebt mein blut ausgerchnet an deinen Krallen.《 dann brach seine Stimme und er schloss milde lächelnd seine Augen.
    Auch Schneepfote lächelte aber es war ein irres Lächlen. Sie hatte es genoßen ihm das Leben zu nehmen, das erschreckte sie fast noch mehr als die Tat selbst aber der Schreck weilte nur kurz, denn jetzt ließ es sie kalt alles ließ sie kalt, den sie hatte nur ein Ziel.
    ~Zeitsprung~
    Der Regen prasselte ins Lager und verwischte gleichzeitig Schneepfotes Spuren, sie sah wieder normal aus, nachdem sie sich ausgiebig gewaschen, sowie Sturmpfotes Leiche wo anderes hingetragen und es so gestaltet das es so aussehen würde als hätte ein Streuner ihn ermordet. Es konnte nicht mehr lange dauern bis man ihn finden würde. Jetzts saß sie hier im Lager, aber war es überhaupt noch sie? Nein den der Wahnsinn beherrschte sie und sie würde nie wieder so sein wie vorher nie. Sie blickte zu Milanpfote "All das ist nur zu deinem besten" zumindest versuchte sie sich selbst davon zu überzeugen, aber tief im inneren wusste sie das es nicht stimmte...



    Kapitel 4: Wache für die Toten.

    Einen Sonnenaufgang war es nun her, dass Schneepfote zur Möderin geworden war, Sturmpfote kaltblütig getötet hatte. Sie saß im Lager, wobei es nichtvmehr sie war, den Schneepfote war nett und freundlich gewesen, aber vorallem hatte sie keiner Fliege etwas zu leide getan, aber wer auch immer sie jetzt war, sie war nicht Schneepfote, denn sie war kaltblütig, hasserfüllt und skrupellos. Bald würde man seinen Leichnam finden und eine aufgelöste Kupferpfote."bald muss ich die Trauernde spielen, die geschockte Freundin" dass dachte Schneepfote während sie in sich hinein grinste. Aber keinen Moment zu früh, ein Patroullie unter Schwalbenflugs Leitung betrat das Lager. Sie trugen Sturmpfotes Leiche und neben ihnnen lief eine verängstigte Kupferpfote her. "...3...2..." zählte sie in Gedanken herunter."..1...JETZT..."die Patroullie standt nun in der Mitte des Lagers, Schneepfote stürmte auf sie zu. 》Oh Sternenclan《 haute sie perfekt geschockt.》was ist nur geschehen? Kupferpfote geht es dir gut? Was isr passiert? Und Sturmpfote...《 sie tat so als würde es ihr die sprache nehmen und eine falsch kleine Träne bahnte sich den Weg nach unten. Sie war extra auf einen spitzen Stein getreten, da der Schmerz ihr Tränen in die Augen trieb. Schwalbenflug begann arrogant zu erzählen was sie schon wusste. 》Deine Freundin hier《 er deutete auf Kupferpfote.》 wurde von einem Streuner angegriffen, zu mindest nehmen wir das an da keiner von uns das je tun würde oder?《 er blickte sie eindringlich an, wusste er es etwa musste sie ihn auch beseitigen? Sie atmete erleichtert auf als sie bemerkte das Magnolienstern hinter ihr stand und Schwalbenflug die Anführerin angesehen hatte.nicht sie. Er setzte seinen Bericht fort.》Naja sie sah ihn nicht aber Sturmpfote und lenkte ihn ab, Kupferpfote rannte weg und Sturmpfote kämpfte mit dem Streuner, doch er war zu stark, aber Sturmpfote starb ehrenvoll im Kampf.《 Innerlich schnaubte Schneepfote."Dass glaubst du doch selber nicht" dachte sie. Aber das war ihr egal, er war tot Schluss, aus, Ende. Schneepfote wante sich an Kupferpfote, nachdem der Zweite Anführer seinen Bericht beendet hatte. 》Du solltest dich ausruhen, komm wir gehen in den Schülerbau.《 Kupferpfote nickte nur, als sie im Schülerbau angekommen waren wurde Kupferpfote von Sonnenpfote und Milanpfote besorgt angeblickt.
    》Alles okay Kupferpfote?《 es war Milanpfote. Aber Kupferpfote war schon eingenickt. Schneepfote wurde wütend. "Du gehörst doch mir, nur mir" aber zugleich war sie traurig und verzweifelt. Wusste er überhaupt was sie für ihn durchmachte? Nein, wie sollte er auch?

    ~Kleiner Zeitsprung~

    Der ganze Clan hatte sich versammelt um Totenwache zu halten, für Sturmpfote, die sentimentalen Reden über Sturmpfote waren verstummt und der Clan saß bei seinem Leichnam.
    Während Schneepfote ihre Nase in sein kaltes, graues Fell grub, wurde sie ihrer Tat erst richtig bewusst, sie hatte gemordet, getötet, sie war eine Möderin, Sturmpfotes Möderin, aber es war noch nicht vorbei. Eigentlich war es schade um Sturmpfote, er wäre bald mit ihr und den anderen Krieger geworden und sie hatten sie immer gut verstanden. " jetzt ist es zu spät" flüsterte eine bösartige Stimme in ihrem Kopf. Es war zu spät, es gab kein zurück mehr. Sie schaute zu Milanpfote, der sich neben Sturmpfotes Leichnam gekauert hatte."ich tue das alles nur für dich". Dann guckte sie hasserfüllt zu Kupferpfote herüber, doch die dunkelheit verstechte ihrnen Hass."Einer muss sterben und das bist du." Sie war ihr entwischt, aber das würde sich änderen. Zu mindest glaubte sie das. Für Liebe ging sie wahrhaftig über Leichen und auch über Freundschaften. Was war nur aus ihr geworden? Wie viel Blut würde ihren Weg noch beflecken?



    Kapitel 5: Eine eiskalte Rose - so schön und doch so gefährlich.

    Die lange Nacht hatte Schneepfote erschöpft, aber vorallem das was sie während der Totenwache begriffen hatte, aber sie redete sich ein das es nicht stimmte, verschloss Augen und Ohren vor der unausweichlichen Warheit, sie wollte es einfach nicht war haben. Hätte sie gekonnt, so hätte sie geschrien, alles in die Welt hinaus geschrien, aber sie konnte nicht denn ihr fehlte die Kraft dafür. Die Kraft um zu hassen um zu morden, den statt der eiskalten Wut war da nur noch diese Leere, diese Leere hatte sie erfasst und füllte sie nun ganz aus. Ihr war alles gleich, denn sie konnte nie wieder so werden wie vorher und sie hatte nicht mehr die Kraft zu hassen, da war wirklich nur noch diese Leere, die sie nun ganz ausfüllte, würde sie je verschwinden? Sie bereute was sie getan hatte, es würde sie ewig zeichen was geschehen war. Nein, halt da war noch etwas anderes als diese Leere, verzweifelte Trauer und bittere Reue, dieser nie enden wollende Schmerz. Sie lächelte erschöpft, konnte das nie Enden? Dann sah sie eine glückliche Kupferpfote auf sich zu stolzieren, das hatte sie schon befürchtet, sie hatte jetzt schon Angst davor was kommen würde, schnell richtete Schneepfote sich auf und tat normal. Kupferpfote schien nicht bemerkt zu haben, dass etwas falsch war, ganz falsch, warscheinlich war Kupferpfote zu glücklich um die Welt so zu sehen wie sie war. 》Schneepfote《 Kupferpfote lächelte überglücklich und Schneepfote spannte sich nur noch mehr an, was ihre beste Freundin oder vielleicht auch Feindin gar nicht erst zu bemerken schien. 》Ich bin so glücklich, weißt du Milanpfote und ich sind jetzt Gefährten, das ist toll oder?《 das hatte Schneepfote schon befürchtet, denn Gesternabend hatte sie die liebevollen Blicke gesehen die, die beiden ausgetauscht hatten, bevor die Totenwache begonnen hatte. Sie war am Boden zerstört. "Oh nein, das kann nicht wahr sein." dachte sie verzweifelt. " Er gehört doch mir, nur mir." Tränen stiegen ihr in die Augen und sie rang mit der Fassung. Es konnte nicht einfach vorbei sein oder? 》freust du dich den gar nicht?《 Kupferpfotes Stimme holte sie in die grausame Realität zurück. 》Äh... doch, das ist äh toll.《 es klang gezwungen, genau wie ihr aufgesetztes Lächeln, aber das schien Kupferpfote wie so vieles in ihrem Glücksrausch nicht zu bemerken und so tänzelte sie weiter durch das Lager und verbreitete die Kunde. 》Alles okay?《 es war Milanpfote, der sie aus seinen grünen Augen warm anschaute. Schneepfote winkte ab, auch wenn gar nichts okay war, in ihr tobte ein wildes Durcheinander. 》Wenn irgendwas ist, du kannst es mir gerne sagen, weißt du, du bist mir sehr wichtig. Ja? Merk dir das.《 er funkelte sie freundlich an. Doch Schneepfote tat es einfach mit einem nicken ab. Wärme durch strömte sie," es ist noch nicht vorbei, ich werde Kämpfen, für dich" dachte sie und neue Kraft durch fuhr sie. Sie wurde jah unterbrochen. 》Alle Katzen die alt genugsind um ihre eigene Beute zu Jagen, sollen sich unter dem Hochfelsen versammeln.《 Der Hochfelsen war ein einziger Fels im Lager, auf dem gerade Magnolienstern stand um die Clanversammlung ein zu berufen. "Fuchsdung" Schneepfote hatte ganz vergessen das heute die Kriegerzeremonie stattfand. Schnell gesellte sie sich zu restlichen Clan, der langsam eintrudelte. Verstohlen blickte sie zu den anderen Schülern herüber, sie hatten heute Vormittag die Kriegerprüfung abgelegt. Magnolienstern fuhrfort:》 Sonnenpfote tritt vor. Federnschweif, bist du davon überzeugt, dass dein Schüler/dazu bereit ist ein Krieger zu werden?《
    Federnschweif antwortete: 》Ja, er ist bereit.《 Manolienstern machte weiter.
    》Ich, Magnolienstern, Anführerin des Mondclans rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie, auf diesen Schüler herabzublicken. Er hat hart trainiert, um euren edlen Gesetzen gehorchen zu können, und ich empfehle ihn euch nun als Krieger.
    Sonnenpfote, versprichst du, das Gesetz der Krieger einzuhalten und den Clan zu beschützen und zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet?《
    Sonnenpfote antwortete erfürchtig 》Ich verspreche es.《 darauf hate Magnolienstern nur gewartet und vor fort. 》Dann gebe ich dir, mit der Kraft des SternenClans, deinen Kriegernamen. Sonnenpfote, von diesem Augenblick an wirst du Sonnenherz heißen. Der SternenClan ehrt deinen Mut und deine Entschlossenheit und wir heißen dich als vollwertigen Krieger im Mondclan willkommen.《


    Wie ein Stein - kalt und leblos?

    Noch drei Schüler sollten ihre Namen bekommen, also fuhr Magnolienstern mit der ewigen Zermonie fort. 》Kupferpfote tritt vor. Goldfleck, bist du davon überzeugt, dass deine Schülerin dazu bereit ist eine Kriegerin zu werden?《 Goldfleck antwortete 》 Ja, sie ist bereit. Magnolienstern fuhr fort Ich, Magnolienstern, Anführerin des Mondclans rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie, auf diese Schülerin herabzublicken. Sie hat hart trainiert, um euren edlen Gesetzen gehorchen zu können, und ich empfehle sie euch nun als Kriegerin.《 Magnolienstern machte eine kurze Pause, doch es dauerte nicht lange und sie sezte den weigen Monolog fort. 》Kupferpfote, versprichst du, das Gesetz der Krieger einzuhalten und den Clan zu beschützen und zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet? 《 Kupferpfote antwortete nervös:》Ich verspreche es.《 Magnolienstern nickte zufrieden und weiter. 》Dann gebe ich dir, mit der Kraft des SternenClans, deinen Kriegernamen. Kupferpfote, von diesem Augenblick an wirst du Kupferfeder heißen. Der SternenClan ehrt deinen Optimismus und deine Treue und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin Mondclan willkommen. Schneepfote seufzte, noch zwei mal musste sie sich diese Worte anhören, die Hälfte war vorbei. Und wieder setzte Magnolienstern an:》Milanpfote, tritt vor. Schwalbenflug, bist du davon überzeugt, dass dein Schüler dazu bereit ist ein Krieger zu werden?《 Schwalbenflug antwortete:》Ja, er ist bereit.《 stolz schwang in seiner Stimme mit. Er blickt Magnolienstern an, die wieder das Wort über nommen hatte. 》Ich, Magnolienstern, Anführerin des Mondclans rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie, auf diesen Schüler herabzublicken. Er hat hart trainiert, um euren edlen Gesetzen gehorchen zu können, und ich empfehle ihn euch nun als Krieger.《Pause. Weiter.
    》Milanpfote, versprichst du, das Gesetz der Krieger einzuhalten und den Clan zu beschützen und zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet? Schneepfote blickte auf. Milanpfote sagt mit seidiger Stimme:》 Ich verspreche es.《 Jetzt kam der Teil der Schneepfote wohl am meisten interessierte. 》Dann gebe ich dir, mit der Kraft des SternenClans, deinen Kriegernamen. Milanpfote, von diesem Augenblick an wirst du...《 Schneepfote hielt die Luft an. Wie er wohl heißen würde? 》... Milanflug heißen. Der SternenClan ehrt deinen Willen und deine Güte und wir heißen dich als vollwertigen Krieger im Mondclan willkommen. "Milanflug was für ein wunderschöner Name " dachte Schneepfote."Magnolienstern hatt echt Geschmack." Jetzt war sie dran und da begann es auch schon, ihre Kriegerzermonie. 》Tritt vor Schneepfote. Samtflamme, bist du davon überzeugt, dass deine Schülerin dazu bereit ist eine Kriegerin zu werden?《 Schneepfotes Mentorin antwortete gerührt. 》Ja, sie ist bereit.《 Magnolienstern fuhr die Zeremonie fort. 》 Ich, Magnolienstern, Anführerin des Mondclans rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie, auf diese Schülerin herabzublicken. Sie hat hart trainiert, um euren edlen Gesetzen gehorchen zu können, und ich empfehle sie euch nun als Kriegerin.《 Magnolienstern machte eine bedeutungsvolle Pause.》Schneepfote, versprichst du, das Gesetz der Krieger einzuhalten und den Clan zu beschützen und zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet?《 kurz spielte Schneepfote mit der Versuchung, nein zu sagen, hauchte dann aber doch:》Ich verspreche es.《 Magnolienstern nickte knapp. 》Dann gebe ich dir, mit der Kraft des SternenClans, deinen Kriegernamen. Schneepfote, von diesem Augenblick an wirst du Schneerose heißen. Der SternenClan ehrt deinen Eifer und deine Klugheit und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin im Mondclan willkommen.
    Dann begann der Mondclan ihr Namen zurufen, Kupferfeder und Milanflug standen dicht neben einander, leicht eifersüchtig blickte Schneerose, die neben ihrem Bruder Sonnenherz stand zu ihnnen herüber.
    Gerade als die unter gehende Sonne den Himmel rot färbte standen die Vier neuen Krieger im Lager und wurden von ihrem Clan bejubelt. 》Sonnenherz, Kupferfeder, Milanflug, Schneerose, Sonnenherz, Kupferfeder, Milanflug, Schneerose《
    riefen sie in den endenden Tag. Was den vier noch alles bevor stand wusste keiner...



    Kapitel 6:

    Der Morgen brach herein und verbannte die Dunkelheit langsam vom Himmel. Die vier neuernannten Krieger und Kriegerinnen hatten, wie es das Gesetzt der Krieger verlangte schweigend Wache gehalten, aber mit dem herein brechen des Morgens war ihre Aufgabe vorbei und so warteten sie auf die Ablösung. Schneerose war eine von ihnnen, die anderen waren in eine Art Döszustand gefallen. Sie schliefen nicht richtig und hatten die Augen offen aber doch waren sie abwesend. Aber Schneerose war voll und ganz anwesend, mit Körper wie Geist. Denn sie musste sich beruhigen, sie hatte immer noch nicht ganz verdaut das Milanflug, so hieß er ja jetzt und Kupferfeder; die ja auch einen neuen Namen bekommen hatte, jetzt Gefährten waren. Sie konnte es schlichtweg nicht fassen. Wie hatte sich alles nur so schnell verändern können? das fragte sie sich. Aber vor allem wie hatte sie sich nur so schnell veränderen können? Schneerose konnte es selbst nicht ganz begreifen, was war nur so anderes geworden? "Alles" sagte ein gehässige Stimme in Schneeroses Kopf. Schneerose ignorierte sie, sie sagte sich das sie wahrscheinlich einfach nur müde war. Aber sie wusste das es nicht stimmte, wie so vieles in letzter Zeit. Kupferfeder und sie waren unzertrennlich gewesen, na gut damals war Milanflug noch kein so großes Thema gewesen und sie hatte noch gedacht das es nur eine kleine Schwärmerei von Kupferfeder war und nie im Traum hätte Schneerose damals in diesen wundervollen Zeiten, in denen ihr größtes Problem gewesen war das ihr die Beute entwischte; darn gedacht dass Milanpfote sich auch für Kupferfeder interessierte, sie seufzte. Wie naiv sie doch gewesen war, damals und so unschuldig und jetzt, jetzt war sie Schneerose Kriegerin des Mondclans und Sturmpfotes Mörderin. Manchmal erschrak sie über sich selbst, wie verbittert sie geworden war und wie gleichgültig, es fühlte sich an als wäre sie ein Stein, so leblos, kalt und hart scheinbar unverletztbar. Aber wirklich am meisten traf sie was sie alles für ihr Ziel opfern würde und es schon getan hatte. Doch eine Sache die war schlimmer als alles, es hatte ihr Spaß gemacht zu morden, sie hatte es genoßen Sturmpfote so verletztbar zu sehen und ihm obendrei die Kehle zu zerfetzen, wobei sie dies sauber und präziese gemacht hatte. Außerdem genoss Schneerose es langsam andere leiden zu sehen. Sie erschrak über sich selbst, hasste sich selbst dafür was sie getan hatte und zu was sie geworden war - unter anderem zu einer Mörderin. Die Ablösung kam undsie alle ginge ihre Wege, die sich vielleicht nicht mehr kreuzen würden und wenn dann nur noch ein paarmal. Den einer musste sterben und einer würde sterben. Sonnenherz ging sofort in den Kriegerbau, warscheinlich war er zu müde um noch richtig zu denken. Kupferfeder und Milanflug hingegen verließen das Lager und Schneerose... Schneerose blieb einfach sitzen, wie erstarrt.Nach einer Weile regte sich Schneerose wieder, sie stand auf und verließ das Lager, Kupferfeders und Milanflugs Fährte immer folgend. Wie gesteuert tat sie dies, als wäre sie nichts mehr als eine leere Hülle und so fühlte sie sich auch... leer. Naturlich da waren auch noch Gefühle in ihrem selbst aber diese Gefühle trugen dazubei das sie sich nur noch leerer fühlte. unendlich leer. Wenn das überhaupt noch ging. Abrupt blieb Schneerose hinter einem dichten Busch stehen. Da waren sie am Rande der endlosen Schlucht. Die ihren Namen zurecht trug den keine lebende Katze hatte je ihren Grund gesehen und jene die ihn erblickt hatten, hatten ihr Leben dafür geben müssen. Wie einen Eintritt - einen Eintritt ins Reich der Toten.



    Kapitel 7: Ein Abschied - für immer

    Schneerose saß hinter dem dichten Buschwerk und beobachtete ihre beste Freundin und Milanflug, sie saßen einfach stumm dort, als würden sie sich ohne Worte verstehen. Eine Weile lang ging es so weiter. Schneerose wendete ihre Blick ab, sie konnte es nicht ertragen sie so glücklich zusehen während sie am Boden zerstört war. Sie begann zu zweifeln, war das wirklich richtig? Aber dann wurde sie sich dessen bewusst das wirklich einer sterben musste und zum erstmal dachte sie daran selbst zu sterben. Denn dann waren die Anderen glücklich. Ihr fiel etwas ein, das vorlanger Zeit zu ihr gesagt worden war: > Wen du liebst so lass gehen.< Es war eine Seelenclankätzin gewesen. Friedlich lächelte sie. Langsam verwischte der Unterschied zwischen ihrer Traumwelt und der Realität. Ihre Atemzüge wurden ruhiger und schließlich vielen ihr die Augen zu. Schneerose war im wunderschönem Seelenclan Territorium gelandet, es war warm und ein leichter wird streifte durch ihr Fell. Alles schien so glücklich, so unbeschwert. Dann bemerkte Schneerose die fremde Kätzin nach ihm. 》Wer bist du?《 die leuchtende Kätzin antwortete ihr sanft. 》Ich bin Schneeflamme《 》Warum bin ich hier?《 fragte Schneerose interessiert. 》Ich wollte dir sagen, folge deinem Herzen, denn If you love, so let go.《 sagte sie ein einer fremden Sprache, die aber sehr schön klang. 》Was heißt das?《 fragte Schneerose verwirrt. 》Das was ich dir schon einmal sagte, wenn du liebst so lass gehen. Viel Glück.《 während sie sprach wurde ihre Stimme schwächer und die Landschaft löste sich auf. 》Glück, wo für?《 fragte Schneerose in die Leere, dann wachte sie auf. Waren Milanflug und Kupferfeder noch da? Sie hörte Stimmen und beantwortete sich die Frage selbst "Ja". Sie standen auf einem Felssims das in die endlose Schlucht ragte, liebevoll blickten sie einander an. Dann hörte Schneerose ein leises Geräusch, fast ein Hauch, es war ein bröckeln kaum vernehmbar aber sie hörte es, ihre Ohren zuckten herum, das Felsims, anscheinend hatte Kupferfeder und Milanflug es nicht bemerkt. Es würde brechen, sie würden stürzen alles war vergessen, einfach so wie weggeblasen. Schneeroses Gehirn arbeitete auf Hochtouren. Es wurde lauter, aber anscheinend nicht laut genug, sie hörten es immer noch nicht. Es gab nur noch einen Ausweg, sollte sie? Ja, ja sie würde es tun, sie sprang hinter dem Gebüsch hervor und sprang seitlich auf das Felsims, so das Milanflug und Kupferfeder an den sicheren Rand katapultiert wurden, entsetzt und traurig blickte Kupferfeder sie an als sie begriff was Schneerose so eben getan hatte, das Sims brach und auch Milanflug begriff. 》NNNNNNEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIINNNNNNN!《 das war Kupferfeder der nun Tränen aus den Augen steigen. Milanflug neben Kupferfeder wusste das es nichts mehr gab was er tun konnte und so blickte er sie nur traurig und zu gleich dankbar an. Verzweifelt blickte Schneerose hinauf. Während sie in die endlose Tiefe der dunklen Schlucht stürzte die schon zahlreichen anderen Katzen das Leben genommen hatte.
    In ihrem Blick lag nicht nur Verzweifelung sondern auch Trauer, Trauer darüber das sie manche Dinge die sie gern gesagt hätte nicht hatte sagen können. Trauer die ihr unteranderem Tränen in die Augen trieb. Einer musste sterben und das war letztendlich doch sie. Und da war noch diese Frage:" Warum? warum? warum ich?" Hätte sie die Frage ausgeschprochen, so hätte sie sicher laut aufgeschlucht. Aber die Worte hätten es nie richtig ausgedrückt, was Schneerose fühlte und was sie gefühlt hatte. Es war als würde die Zeit langsamer vergehen aber auch das änderte nichts daran was passiert war und so stürzte Schneerose unaufhaltsam in die endlose Tiefe der Schlucht. "Ich bin meinem Herzen gefolgt, ich habe gehen lassen, zufrieden?" dachte sie. Schneerose wusste nicht wie sie es beschreiben sollte, denn während sie stürzte fühlte sie sich so frei und erlöst wie noch nie, als würde eine schwere Last von ihr abfallen und so war es wahrscheinlich auch. Ein letztes Mal sah sie zu je nenn herauf, die sie liebte Kupferfeder und Milanflug und für die Schneerose ihr leben gegeben hatte. Die um sie trauerten, denn sie wussten das es nichts mehr gab was sie für Schneerose tun konnten. Schneerose würde sterben aber sie würde es glücklicht tun denn all die Wut und der Hass waren fort da war nur noch Liebe, die wahre Schneerose. Und sie wusste ihre liebsten in Sicherheit, das war das wichtigste, Kupferfeder die wie eine kleine Schwester für sie war und Milanflug der die unausgesprochene Liebe ihres Lebens war. Noch eine Welle der Trauer überkam sie, sie hatte sich nicht von Sonnenpfote verabschieden können. Was die Zukunft für die anderen wohl noch bringen würde? Dann schloss sie die Augen, sie spürte denn Schmerz des Aufpralles nicht. Und so verschwand Schneerose in der endlosen Stille des Todes.



    Epilog:

    Ein paar Monde waren vergangen, seit dem Schneerose sich geopfert hatte und auf dem Grund der endlosen Schlucht ihr Leben gelassen hatte. Der Mondclan trauerte noch immer um sie, vielleicht hätte der ganze Clan es nicht getan hätte er gewusst was Schneerose getan hatte aber dass wusste keiner und so würde es wohl auch immer bleiben. Schneerose war trotz ihrer Schuld an Sturmpfotes Mord im Sternenclan auf genommen worden. Denn alle wussten was sie geleistet hatte und manchmal erschienes so als hätten sie einen Hauch Verständnis für ihre Taten, den sie alle wussten das sie nicht mehr sie selbst, also Schneerose gewesen war. Nun saß Schneerose auf einer Eiche im Sternenclan, Schneeflamme kam zu ihr. (Ich schreibe nicht vom selben Gerät weshalb ich nicht die selben Zeichen wie sonst für die Wörtliche Rede verwenden kann.) "Es gibt da etwas was ich dir sagen wollte Schneerose" "Was denn?" fragte die Angesprochene. "Also es gibt da eine Prophezeiung, die Worte sind leider im laufe der Zeit verloren gegangen. Aber ich möchte dir den Inhalt sagen, den erbetrifft mich gleichermaßen wie dich." "Worum geht es denn?" Schneeroses Neugier war geweckt. "Nun ja, sie besagt das alle Katzen mit dem Wort Schnee im Namen eines frühen und tragischen Todes sterben." "Oh, also bist du auch?" Schneerose brachte den Satz nicht zu ende. "Ja das bin ich" erwiederte Schneeflamme."ich sollte dich erstmal alleine lassen." Schneeflamme schenkte ihr noch ein warmes Lächeln und ging davon.

    ~im Mondclan~

    Kupferfeder schrie vor Schmerz, sie lag in der Kinderstube und wand sich unter großen Schmerzen. "Sie kommen, die Jungen kommen" Milanflug war in den Heilerbau geeilt um Holunderblatt die Heilerin des Mondclans zu benachichten, wobei das volkommen unötig war. Denn Holunderblatt eilte ihm schon entgegen. "Kann ich irgendwas tun?" fragte Kupferfeders Gefährte besorgt. "Ja" sagte Hulonderblatt die gerade in schnellem Tempo auf die Kinderstube zu lief."nämlich draußen bleiben und warten." Dann war die Heilerin schon in der Kinderstube verschwunden und ließ Milanflug allein zurück. Kupferfeder lag immer noch im Nest, die Schmerzen waren stärker geworden und es dauerte nicht lange bis das erste Junge kam und wenig später schon an ihrem warmen Bauch schlief. Aber auch das zweite Junge ließ nicht lange auf sich warten und so lagen die beiden friedlich an Kupferfeders Bauch. Holunderblatt verschwand und schikte Milanflug herbei. Dieser stürmte herein. "Sie sind wunderschön, genau so wie du." sagte Milanflug liebevoll zu seiner Gefärtin und leckte ihr sanft über den Kopf.Kupferfeder schnurrte schwach. " Wie sollen wir sie nennen Milanflug?" Der Gefragte erwiederte schnurrendt"der Kater soll Sturmjunges heißen in Gedenken an unseren Clankameraden. Findest du das gut?"fragte er unsicher. Kupferfeder nickte begeistert. "Die Kätzin sollte Schneejunges heißen findest du nicht?" schlug Kupferfede vor. Milanflug stimmte begeistert zu. "Doch da passt." Dann schwiegen sie, warscheinlich erinernten sie sich an das was in den letzten Monden geschehen war.

    ~Sternenclan~

    Schneerose beobachtete die Beiden von den Sternen aus und war gerührt das sie ein Junges nach ihr benannt hatten. Schneejunges ich werde dich von hier oben beschützen, so das dich nicht das selbe Schiksal trifft wie mich, ich werde die Prophezeiung von dir fern halten. das versprach Schneerose. Sturmpfote der hier Sturmschweif hieß setzte sich schweigendt neben sie.
    Was die Zukunft wohl bringen würde?

    Ende

    7
    Die Mondscheinkämpferin - wenn Licht zu Schatten wird - von Funkenfell!



    Prolog

    Die beinah schneeweiße Kätzin erhob sich aus ihrem Nest. Ganz lautlos, sodass niemand es bemerkte. Sie stackste über die Beine der anderen Krieger hinüber zum Ausgang. Sie war nicht ganz bei der Sache und trat versehentlich auf die Schwanzspitze eines dunkeln Katers.
    Der fuhr darauf hoch aus seinem Schlaf und schaute sich alarmiert im Bau um.
    Doch die Kätzin war gerade noch rechtzeitig um die Ecke verschwunden. Auf leisen Pfoten schlich sie weiter durch das Gras. Der Tau glänzten wie kleine Diamanten und spiegelten den roten Morgenhimmel in ihren Tropfen wieder.
    Doch für diese Schönheit hatte die Kätzin leider keine Zeit. Unbeirrt ging sie weiter.
    Ein schrecklicher Gedanke plagte sie schon die ganze Zeit seit den letzten Nächten. Und sie bekam ihn einfach nicht mehr aus dem Kopf.
    Es war einfach viel zu unnatürlich als das es wahr sein könnte. Trotzdem wollte sie sich vergewissern.
    Sie blieb erst stehen, als sie die Meterhohen Bäume sah mitsamt dem sternenlosen Himmel. Genau eine Fuchslänge davor setzte sie sich nieder.
    Die Stunde der Wahrheit war gekommen.
    War sie wirklich böse? Sie, die ehemalige Mondscheinkämpferin?
    Ein Schauer rieselte ihr über den Rücken und Kälte umfasste ihr Herz. Gehalten von eisige Klauen pochte es in ihrer Brust unter dem dichten Fell. War das die Furcht? Da spürte sie eine neues Gefühl. Es war eigenartig, doch ebenso faszinierend und mächtig.
    Fast vergessene Erinnerungen stiegen in ihr auf.
    Der Moment, als der Kater, den sie liebte, über „Mondseele“ schlecht geredet hatte.
    Der Schmerz, als Fuchsschweif und Goldschnauze Gefährten wurden.
    Und letztendlich, das bittere Gefühl der Einsamkeit und des Versagens.
    Aber die eisige Kälte schluckte das Leid. Sie fraß ihn gierig in sich hinein wie ein ausgehungertes Junge. Gedeihe schön, Kälte in mir, lass mich nicht mehr den Schmerz spüren.
    Die Kätzin hatte den Blick straff auf die andere Seite gerichtet.
    Sie atmete einmal tief ein und wagte den ersten Schritt.
    Sie wurde nicht wie erhofft abgestoßen.
    Eigentlich müsste sie enttäuscht sein und am Boden zerstört, doch es gelang ihr nicht. Stattdessen empfand sie sogar was ähnliches wie Freude.
    Auf einmal begriff sie es.
    Die Kälte umschloss nicht ihr Herz, sondern kam aus ihr.
    Sie war doch Böse, und zwar voll und ganz!
    Ein Prickeln fuhr über ihre Haut. Es war so ähnliche wie das bei ihren Verwandlungen zur Mondscheinkämpferin nur viel, viel kälter.
    Der weiße Pelz wechselte über in ein Rabenschwarz und umgab ihren Kompletten Körper. Auch der Fleck auf der Stirn blieb dunkel… So wie ihre Seele.
    „Na, Kleine. Bist du nicht auf der falschen Seite der Grenze?“, krächzte eine Stimme aus dem Schatten.
    „Nein, das kann nicht sein, denn von der komme ich gerade…“



    Kapitel 1: Mondjunges

    „Fuchsbrand, Fuchsbrand, beeile dich! Es ist so weit, unser Kleine öffnet endlich die Augen! Sieh nur!“
    Die rote Kätzin ließ von ihrer Spitzmaus ab und wirbelte herum. Ganz entzückt schaute sie auf ihr kleines rein weißes Junges herab. „Das Erste, was sie erblicke wird, sind wir!“
    Goldschnauze schnurrte zustimmend und gesellte sich neben seine Gefährtin.
    Das kleine Junge blinzelte, bevor sie dann vollständig ihre eisblauen Augen aufschlug.
    Fuchsbrand quickte noch einmal begeistert und stürzte sich sofort auf das überforderte Junge. „Willkommen im magischen Clan! ich bin Fuchsbrand, Deine Mutter! Und der, der dort neben mir steht, ist dein Vater Goldschnauze! Goldschnauze, sag auch Mal was!“
    „Hallo…“ der goldene Kater lächelte matt. Die Vorfreude hatte sich verflüchtigt. Der winzige Kater erinnerte ihn an jemand ganz bestimmten. Die Mondscheinkämpferin, alias Mondseele. Sie hatten beide exakt die gleichen blauen Augen! Und beide hatten dieses unerschrockene Funkeln in ihren Augen. Und es waren nicht nur die Augen. Auch der gleiche weiße Pelz, dem ihm schon seit der Geburt aufgefallen war. Nur der schwarze Vollmond auf der Stirn fehlte.
    „Wie sollen wir es nennen?“, brabbelte Fuchsbrand ohne Unterbrechungen weiter. „Schneejunges, Glitzerjunges oder vielleicht doch Eisjunges? Klingt alles gut!“ Sie strich dem Jungen zärtlich über den Kopf. Es schnurrte daraufhin.
    „Na, Das gefällt dir, oder?“
    Goldschnauze räusperte sich. „Wollen wir wieder zu Namenswahl? Ich hätte da eine Idee…“
    Fuchsbrand nickte eifrig. „Klar! Sag ruhig! Egal welcher Name, wir nennen es dann so, außer du willst ihn Puscheljunges nennen!“ Sie lachte lauthals über ihren eigenen Scherz und Goldschnauze konnte wieder nur halbherzig mit lächeln so sehr er sich auch anstrengte. „Ich wollte ihn Mondjunges nennen…“
    Fuchsbrand erstarrte noch während sie lachte. „Wie bitte?“ Ihre Miene wurde von dem einen zum anderen Moment steinhart. „Ich dachte du bist über sie hin weg?“
    „Bin ich ja auch!“, beteuerte er aufrichtig. „Aber ihr Verhalten und ihre Taten waren doch sehr edel. Da sind wir uns einig?“
    Fuchsbrand bejahte es wiederwillig.
    „Und sowas darf nicht in Vergessenheit geraten! Sie ist eine Heldin. Das hast du selber gesagt! Aber keine Sorge, du bist trotzdem mein Ein und Alles!“, fügte er hinzu, als Fuchsbrand immer noch beleidigt wegschaute.
    Er reckte sich nach vorne um doch noch einen Blick auf ihr Gesicht zu erhaschen. „Och komm schon! Sonst muss ich bei Beerenzahn Fröhlichkeits-Kräuter holen!“
    Das brachte die rote Kätzin schließlich doch zum Schmunzeln. Sie beobachte ihren Gefährten mit verliebten Blick. „Ich kann dir einfach nicht böse sein!“
    Sie schnurrten beide.
    „Also heißt er jetzt Mondjunges?“, hakte Goldschnauze zur Sicherheit noch einmal nach.
    „Ja, du hast ja schon Recht mit ihren Heldentaten.“
    Goldschnauze grinste frech. „Ich habe immer Recht!“
    „Das hättest du wohl gerne!“ Spielerisch verpasste sie ihm einen Schlag an den Kopf.
    Goldschnauze tat so, als hätte Fuchsbrand ihn hart getroffen und sank lachend zu Boden. „Oh, nein! Ich bin schwer verwundet!“
    „Mäusehirn!“ Fuchsbrand schüttelte den Kopf, doch nicht ohne ebenfalls zu grinsen.
    Mondjunges wollte sich wohl auch in die Unterhaltung einmischen und zwängte sich zwischen die beiden. „Ich möchte mitlachen…“
    „Natürlich kannst du das! Ach, er ist bestimmt gewachsen! Bei der Geburt war er noch kleiner… Und ehe wir uns versehen isst du auch schon deine erste Frischbeute!“
    „Junge zu haben ist das Schönste auf Der Welt…“, seufzte Goldschnauze. Dabei dachte er nach über einen verbotenen Gedanken… Was wäre gewesen, wenn Mondseele seine Gefährtin geworden wäre? Säße sie dann hier und alberte mit den Jungen herum? Dies waren unbeantwortbare Fragen, aber trotzdem probierte er es sich vorzustellen. Wie Mondseele neben ihm saß und ihn anlächelte. Zwischen ihren Pfoten ruhte das kleine Junge und Mondseeles eisblauen Augen funkelten liebevoll. Es würde eine friedliche Stille eintreten bis auf das Jauchzen des Junges bis Mondseele das Wort erhebt und sagen würde:
    „Goldschnauze? Hörst du mir überhaupt noch zu?“, verlangte Fuchsbrand zu wissen.
    Der Kater fuhr hoch aus seinen Gedanken. „äh... ja! Find ich toll!“
    „Kater…“, sagte sie und rollte mit den Augen. „Ich habe gerade über seinen Krigernamen geredet wie der wohl lauten würde? Na ja, es ist schon spät! Leider kannst du nicht auch in der Kinderstube schlafen, weil die überfüllt ist und ich nicht im Kriegerbau, weil ich Mondjunges nicht allein lassen darf!“
    „Ach, gräm dich nicht! Morgen sehen wir uns ja wieder!“, zwinkerte er ihr zu und insgeheim fand er das gar nicht so schlecht. So hätte er noch ein wenig Zeit sich mit seinen Gedanken auseinander zusetzten. „Und übrigens…“, setzte er noch hinten dran „Bestimmt kriegt er irgendeinen wundervollen Namen! Solange er nicht Mondpuschel heißt!“
    In seinem Nest fand Goldschnauze dann ruhe. Aber Mondseele verfolgte ihn immer noch. Wieso muss ich immer an sie denken? Ich habe eine nette Gefährtin, ein Junges und bin ein angesehener Krieger! Also wieso denk ich immer an sie, wenn ich doch eigentlich alles hab, was ich brauche!
    Er schaute hoch zum sternenbesetzten Himmelszelt. „Ach, Mondseele. Beantworte du mir die Frage?“
    Er bekam keine Antwort. Wie den auch? Er konnte ja nicht wissen, dass Mondseele schon fort war und nicht mehr mit den Sternen wandelte…
    Nach einer Weile beschloss er sich schlafen zu legen. Warterei auf eine nie kriegende Antwort brachte auch nichts.
    Er kugelte sich in das Moos zusammen und schloss die Augen.
    Sofort überkam ihn der gewünschte Schlaf.
    Es dauerte nicht lange bis Goldschnauze schon wieder „erwachte“ auch einer fremden Lichtung. Mondseele besucht mich in meinen Träumen!
    Doch als er die Augen öffnete, sah er nicht das typische Sterneclan Territorium.
    Statt dem ewig blühenden Blumen, dem magischen Glanz und fröhlichem Gezwitscher herrschte eine düstere Stimmung, die auch dem Ort an dem er sich befand gerecht wurde.
    Große bemooste Bäume streckten sich hoch zum Himmel, zumindest dorthin, wo man den Himmel vermuten musste. Denn die Kronen der Riesen waren zu dicht, sodass sie die Sicht versperrten. Was für ein außerordentlich seltsamer Ort…
    Aber dies hielt Goldschnauze nicht weiter davon ab sich umzuschauen.
    Als sei Blick umherwanderte über vermoderten Farnbüschel und großen Baumstämmen, blieb sein Blick haften an zwei eisige Funken. Genauer genommen zwei hellblaue Augen.
    Goldschnauze rannte stürmisch auf sie zu. „Mondseele!“
    Voller Freude schob er die Zweige zur Seite, aber die Kätzin war nicht mehr da. Falls sie es gewesen war.
    „Ach, Goldschnauze…“, hörte er eine körperlose Stimme.
    Der goldene Kater blickte sich erneuert um, aber überall bot sich ihm bloß das gleiche Bild von Bäumen, Waldboden und Düsterheit.„Wo bist du? Ich seh dich nicht!“
    „Überall und Nirgendwo. Das ist nur ein Traum, aber nicht weniger Wichtig!“, kam es mit grausiger Stimme.
    „Wer bist du überhaupt? Ich kenn dich nicht…“
    Es dauerte ein wenig bis die Antwort kam. „Du weißt nicht, wer ich bin?“
    „Nein… Erst hielt ich dich für Mondseele, wegen diesen hellblauen Augen, die ich gesehen habe. Aber du klingst so viel… böser?“
    „Tu ich?“, fragte es ganz unschuldig „Aber in einem Punkt hast du recht. Es waren Mondseeles Augen.“
    Goldschnauze blieb vor Schreck die Worte in der Kehle stecken. Was hatte diese Schattengestalt mit ihr angestellt. „Hast du was damit zu tun? Wo ist sie jetzt hin?“
    „Weg. Nicht hier.“
    „Hol sie zurück! Ich will mit ihr reden!“, forderte Goldschnauze und knurrte in die Richtung aus der er zuletzt die Stimme gehört hatte.
    „Und wenn nicht? Was dann? Und woher weißt du überhaupt, ob sie dich sehen will?“
    „Soll das ein Witz sein? Klar möchte sie mit mir reden!“ Für Goldschnauze war das sicher so wie jeden Tag die Sonne aufging.
    „Glaubst du sie will mit ihrem Gefährten sprechen, der bereits eine neue Kätzin hat und sogar ein Junges? Sieht schlecht für dich aus, Goldchen!“
    Er schnaubte. „Mondseele und ich waren nicht richtig Gefährten. Und sie meinte es wäre okay, wenn ich Fuchsbrand an ihrer Stelle nehme!“
    Die Stimme seufzte, als müsse sie einem unwissenden Jungen erklären, was der Mond ist. „Und das hast du ihr geglaubt? Ich kenne sie sehr gut. Fast so, als wären wir die gleiche Person… Es hat sie sehr verletzt, egal was sie behauptet!“
    Schuldgefühle machten sich in ihm breit. Für Mondseele musste es alles andere als „okay“ gewesen sein. Aber die Erkenntnis kam ihm viel zu spät. Er hatte jetzt schon eine Gefährtin mit Junge, welche er beide liebte… Nun musste er Mondseele erst recht treffen! “Das ist nur ein weiter Grund, weshalb ich sie sehen muss! Führ mich jetzt zu ihr oder ich gehe höchstpersönlich zum Sternenclan, sobald ich aus meinem Traum aufwache!“
    Die Stimme lachte abschätzig. „Viel Glück dabei, aber eine Frage noch…“
    „ja?“
    „Wie heißt dein Sohn noch einmal?“
    „Mondjunges, wieso?“ Goldschnauze war unbehaglich zu mute, als er die Frage beantwortete.
    „Gut, denn er wird sterben!“



    Kapitel 1

    Friedlich lag Mondjunges in seinem Nest und beobachtete die Sterne durch ein Loch im Brombeerdach. Staunend dachte er nach wie viele Sternenkrieger dort oben wohl wandeln mussten bei so vielen Sternen... viel mehr Katzen, als er sich je vorstellen könnte! Unter all diesem Funkeln am Himmel fühlte er sich schon fast etwas eingeschüchtert.
    "Mondjunges, schlaf doch endlich!", murrte seine Mutter neben ihm und zog den kleinen Kater wieder zurück in ihr Nest.
    "Ich kann aber nicht einschlafen! Fuchsbrand, wie viele Katzen gibt es eigentlich im Sternenclan?“ Aber die rote Kätzin war bereits wieder eingeschlafen.
    Er seufzte „Vielleicht ist ja Goldschnauze noch auf...", überlegte er laut.
    Mondjunges entklammerte sich aus dem Griff Fuchsbrand' und stelzte rüber über die anderen Katzen zum Ausgang. Er tippelte vom da aus weiter über die Lichtung zum Kriegerbau. Mondjunges spähte durch den dichten Efeuvorhang und ließ seinen Blick über die schlafenden Krieger gleiten bis er Goldschnauze entdeckte. Unruhig wendete der Krieger sich hin und her in seinem Nest und rupfte dabei immer wieder ein Büschel Moos aus, wenn er wild um sich schlug. Schweißperlen liefen ihm über die Stirn und er knurrte tief. Von außen aus könnte man denken er wäre gerade mitten in einer Schlacht und nicht schlafend im Kriegerbau des magischem Clans.
    "Goldschnauze, alles gut?", flüsterte Mondjunges und stupste ihn mit der Pfote in die Seite. Als der nicht reagierte, wiederholte Mondjunges es wieder nur etwas fester. "Wach auf!"
    Panisch schreckte Goldschnauze hoch. "Lass mich in Ruh!", schrie er.
    Überrascht von der Reaktion, stolperte Mondjunges mindestens eine halbe Fuchslänge nach hinten, hielt für einen kurzen Augenblick das Gleichgewicht auf zwei Beinen und fiel dann nach hinten in ein leerstehendes Nest aus Reisig.
    Da bemerkte Goldschnauze den weißen Kater "Oh gut, du bist es nur! Ich hab echt schlecht geträumt… Mondjunges, geht es dir gut? Fühlst du dich komisch oder krank? Hast du Schmerzen?" Er eilte rüber zu dem kleinen Kater um ihm wieder auf die Beine zu helfen und musterte ihn erneuert besorgt.
    "Nein, alles gut. Und dein Alptraum ist trotzdem kein Grund mich so anzuschreien...", entgegnete Mondjunges eine Spur beleidigt.
    "Tut mir Leid, Kleiner!“, entschuldigte sich Goldschnauze bei ihm „Wieso schläfst du denn auch nicht in deinem Nest?"
    Er zuckte mit seinen Schultern. "Weiß nicht... hab lieber die Sterne beobachte."
    "Ist ja auch egal! Ich muss schnell mit Fuchsbrand reden! und auch Beerenzahn und Funkenstern! Es nämlich echt wichtig... Also ich finde es wichtig. Und der Rest bestimmt auch. Also es geht ja um eine Katze. Also eigentlich eine tote Katze, aber deshalb sind sie doch nicht weniger wert? Also wenn du mich fragst..."
    "Kannst du das auch morgen machen?", unterbrach er den Redefluss seines Vaters und gähnte lautstark. Langsam war er doch noch Müde geworden.
    "Eigentlich..."
    "Du musst doch auch ausgeruht sein für das wichtige Zeug. und das läuft dir ja nicht weg..." Mondjunges rollte sich bereits in das Nest von Goldschnauze ein und kuschelte sich an deren weiches Bauchfell.
    Sein Vater schmunzelte. "So jung und schon so weise... Schlaf schön kleiner Krieger."
    KönnenMondjunges nuschelte auch noch einen Gutenacht-gruß ehe ihm ehe Augen vor Müdigkeit zu fielen.
    Als Mondjunges am nächsten Tag aufwachte, war Goldschnauze verschwunden. Der Teil vom Nest, wo sein Vater schlafen sollte, war kalt und unbenutzt.
    Vielleicht war Goldschnauze auch einfach nur bei Fuchsbrand, weil er dort besser schlafen konnte? Möglich wäre es…
    Also erhob sich Mondjunges aus seinem Nest und trat aus dem Kriegerbau.
    Ein älterer Krieger beobachtete ihn dabei und lachte. „Bist du so schnell gewachsen? Ich glaube nicht, dass du schon Krieger bist, oder?“
    „Natürlich nicht!“, entgegnete Mondjunges beschämt. „Hast du eigentlich Goldschnauze gesehen? Er war nicht in seinem Nest…“
    Der Krieger lachte und Mundgeruch schlug dem Jungen entgegen. „Dein Vater ist ein erwachsener Krieger. Dem passiert schon nichts!“
    Aus dem Augenwinkel sah er wie sich die Drillinge näherten. Mutlicht, Wolkenwind und Glutkralle, die momentan jüngsten Krieger im Clan. „hey, Mondjunges!“, grüßten sie ihn „Wir sollen auf dich aufpassen! Befehl von Fuchsbrand“
    Irgendwas war ihm nicht ganz geheuer. Demonstrativ sträubte sich sein Nackenfell.
    „Ach, sei nicht sauer! Dannach haben die beiden bestimmt genug Zeit um mit dir zu spielen oder so!“
    „Beide?“ Mondjunges horchte auf.
    „Goldschnauze ist auch da… also weg... ach vergiss es...“ Wolkenwind blickte verzweifelt ihre Brüder an. Doch die beiden schauten ebenso ratlos zurück.
    „Sollen wir dir eine Geschichte erzählen? Vielleicht die von der Mondscheinkämpferin?“, probiere Wolkenwind die Lage zu retten.
    „Gerne!„ Mondjunges vergaß seinen Zweifel so schnell wie er gekommen war. Für spannende Geschichten hatte er immer ein Ohr offen.
    „Gut, alles spielte sich ab vor gar nicht so vielen Monden…“, begann sie mit Erzählerstimme „Seelenjäger trieben damals vermehrt ihr Unwesen! Ihr Ziel war es Katzen aus dem Clan zu töten um so ihre Kräfte zu erlangen. Grausame Streuner ohne das Gesetz der Krieger geschweige den der Glaube an den Sternenclan! Kurz gefasst: erbarmungslose Mörder!“
    Mondjunges lief ein kalter Schauer über den Rücken, als die Kriegerin diese bösartigen Katzen beschrieb.
    „Doch dann“ Wolkenwind legte eine Pause ein und schaute tief in Mondjunges Augen „Kam die Mondscheinkämpferin! Wir Drei, damals noch Junge – ungefähr in deinem Alter – hatten uns heimlich aus dem Lager geschlichen und die Orientierung verloren…“
    „DU hast das! Ich wusste die ganze Zeit wo wir hin mussten…“, prahlte Mutlicht.
    „Die Diskussion hatten wir schon als Junge! Wir haben uns alle verlaufen! Klar? Es ist außerdem meine Geschichte, also erzähle ich sie so wie ich will.“
    Ihr Bruder murmelte etwas, was verdammt viel Ähnlichkeit hatte mit: „zickiges Stück Fuchsdung“, aber dann war auch er ruhig.
    „Wo war ich? Ach ja, Wir hatten alle keine Ahnung, wo wir waren und plötzlich hörten wir Kampfgeschrei! Neugierig wie wir waren schauten wir nach, woher die Geräusche kamen! Und weißt du was wir gesehen haben? Rubinauge, einer der bekanntesten Seelenjäger, rang mir ihr. Der Mondscheinkämpferin! Mit einem gewitzten Trick drückte sie ihn zu Boden. Klar und deutlich konnten wir ihre Worte hören:, Wenn du nicht noch dein anderes Auge verlieren willst, lässt du den magischen Clan und mich in Ruhe.‘
    Rubinauge hatte keine Chance und musste schließlich zustimmen! Wie ein feiger Hase haute er ab, sobald sie ihren Griff löste. Erbärmlich! Zumindest dachten wir uns, dass sie uns weiterhelfen könnte. Wir gingen auf sie zu…“
    Mutlicht täuschte einen Huster vor. „Ich“
    „…und sprachen sie an…“
    „Wieder ich!“
    „Und sie brachte uns zum Lager zurück! Dort erzählten wir allen von unser Begegnung! Im ersten Moment glaubte uns niemand, aber nachdem eine Patrouille beweisen konnte anhand von Duftspuren und Fellfetzten, dass wir die Wahrheit sagten, stand unsere neue Heldin fest.
    So ging es einen Mond lang weiter. Immer Nachts, wenn der Mond hoch am Himmel schien und Katzen wie du in ihren Nestern schlafen, verbreitet sie Frieden und kämpft gegen Seelenjäger!“
    Vor Staunen bekam Mondjunges ganz große Augen. Was für eine tolle Kätzin! „Gibt es sie immer noch? Kann man sie irgendwo treffen? Sie ist so cool!“
    Wolkenwinds Gesicht verdunkelte sich und auch ihre Stimmlage senkte sich. „Es wäre alles gut gewesen, hätte dein Vater nicht die selbe Idee gehabt sie zu treffen…
    Mit einem falschen Hilfruf lockte er sie zu sich und unsere Heldin kam wie immer bei einem Hilferuf. Zögerlich unterhielten sie sich. Die Mondscheinkämpferin witterte bereits die kommende Gefahr, aber trotzdem ging sie nicht. Sie verstanden sich richtig gut bis sie das Thema auf die Kätzeninnen in seinen Clan lenkte…“
    Mondjunges spürte die Spannung, die in der Luft auftauchte. „Und weiter?“, hauchte er fasziniert von der Geschichte.
    „Besonders wollte sie etwas wissen über eine Mondseele. Goldschnauze lachte darauf nur und versicherte ihr, dass besonders die nicht besser wäre als seine Heldin. Abschätzig zählte er allerlei schlechte Punkte über sie auf, die Hälfte davon erlogen.
    Doch Die rein weiße Kätzin zeigte eine… überraschende Reaktion auf das Ganze. Genauer genommen stürmte sie mit Tränen in den Augen davon in die Nacht und dein Vater hinterher.
    Was er nämlich nicht wusste war, dass Mondseele – die Katze ohne eine besondere Kraft vom Sternenclan, die von den meisten Kriegern verachtet wird - in Wahrheit doch eine Fähigkeit besaß… SIE war die Mondscheinkämpferin!“
    Eine andächtigde Stille herrschte in der Mondjunges die Geschichte förmlich in sich aufsaugte.
    „Mondseele war schon lange in deinen Vater verliebt, aber hatte als Mondseele nie eine Chance bei ihm.
    Doch als Mondscheinkämpferin hatte sie geglaubt alles könnte sie ändern. Auch wenn niemand etwas von ihrer geheimen Indentität wissen durfte…
    Zumindest folgte Goldschnauze ihr. Sie rannten schneller und schneller. Die Mondscheinkämpferin war zu zerstreut um auf den Weg zu achten und da passierte es. Sie übersah den Abhang und stürtzt hinab, zum Glück nur in eine Höhle, wo die Decke weggerutsch war bei einem Sturm. Dennoch war es hoch. Goldschnauze kam ihr zu hilfe, aber sie mussten fest stellen, dass ihr Bein verletzt war. Nein, es war tot. Sie konnte ihr Hinterbein nicht mehr bewegen!
    Das Morgengrauen färbte den Himmel orange und plötzlich befohl dir Mondscheinkämpferin ihn zu gehen.

    8
    Die Geschichte von Silberstern 2:



    Prolog: Die dunkelgraue Kätzin erhob sich leise aus ihrem Nest und schlich sich vorsichtig aus dem Lager. Als sie draußen war, rannte sie schnell zu einem wunderschönen See, in dem sich das Sternenlicht spiegelte. Dort wartete ein schwarzer Kater auf sie.Als er sie erblickte, kam ein leises Schnurren aus der Kehle,, Sturmwind”rief sie und sprang in großen Sätzen zu ihm.,, Lilienwind” flüsterte der Kater glücklich.,, Lass uns ein Nest bauen ich bin so müde”gähnte Sturmwind,, Dort drüben” schlug Sturmwind vor und zeigte auf eine kleine Kuhle am Rande des Sees. Gemeinsam polsterten sie die Kuhle aus und legten sich hinein.,, Gute Nacht Sturmwind”,, Gute Nacht Lilienwind” flüsterte Sturmwind, bevor er einschlief



    Kapitel 1:
    ,, Lilienwind du bist trächtig” sagte Himbeerpelz, die Heilerin. Für einen Moment starrte Lilienwind die Heilerin ungläubig an.,, Oh mein Gott das darf doch nicht wahr sein” dachte Lilienwind erschrocken. Tausend Gedanken schwirrten in Lilienwind herum und sie stolperte benommen auf die Lichtung.,, Was ist los?” hörte sie ihre beste Freundin Goldschimmer fragen.,, Ich bekomme Junge”,, Was” kreischte Goldschimmer auf.,, Ja” erklärte ihr Lilienwind sachlich.,, Von wem”,, das kann ich nicht sagen” presste Lilienwind hervor und ging langsam in die Kinderstube, wo Nelkenblatt ihre Jungen Amseljunges, Holunderjunges und Flammenjunges säugte. Erschöpft ließ sie sich in das Moosnest von Glanzblüte da ihre Jungen jetzt Schüler sind sinken und schlief ein



    Kapitel 2:
    ,, Schnell die jungen kommen”,, Was jetzt schon?” keuchte Goldschimmer verblüfft auf.,, ja holt Himbeerpelz” rief Lilienwind erschöpft.
    Als Himbeerpelz sich durch die Ranken die die Kinderstube umgeben zwängte, schrie Lilienwind auf.,, Schnell mach doch irgendwas Himbeerpelz” miaute Goldschimmer. Die Heilerin war schon losgerannt und holte einen Stock, den sie jetzt Lilienwind hinhielt,, Beiß dort hinauf wenn die Wehen kommen” rief Himbeerpelz,,, und ihr anderen geht hinaus” rief die Heilerin ärgerlich. Dann wandte sie sich wieder zu Lilienwind,, und jetzt pressen “befahl sie. Lilienwind presste und plötzlich war das erste Junge da. Die Heilerin brach die Fruchtblase auf und da kam auch schon das zweite Junge zur Welt. Dieses Mal brach Lilienwind selbst die Fruchtblase auf und leckte es sauber,, Waren das alle?” fragte sie.,, Nein da kommen noch zwei glaube ich.” Kaum hatte sie das gesagt, kam das dritte Junge zur Welt. Die Heilerin befühlte Lilienwinds Bauch,, Ja da kommt noch eins” flüsterte sie. Als auch das vierte Junge kam begutachtete Lilienwind alle vier Junge und legte sie an ihren Bauch, damit sie trinken konnte. Sie tippte auf die schwarze Kätzin und sagte:,, das ist Disteljunges “sagte sie. Nun tippte sie auf das dunkelgraue Junge,, du wirst Seejunges heißen” Nun wandte sie sich an das hellgraue Junge: das ist Fischjunges” Schließlich wandte sie sich an das sandfarbene Junge:,, und das ist Sandjunges.,, Das sind schöne Namen Lilienwind” Da streckte Goldschimmer ihren Kopf durch den Eingang.,, Wow sind die schön” rief sie begeistert.,, Ja" miate Lilienwind. Doch dann dachte sie an Sturmwind.,, Was wäre wenn er jetzt hierwäre" Oder- schlimmer noch- wenn der Clan herausfand das diese Jubgen von einem PerlenClan Krieger stammten. Sie seufzte. Was würde sie tun.

    9
    Wenn die Liebe zum Verhängnis wird - by Ravennight/Lavendelblume/Einhornpups

    Achtung: Ein bisschen brutal wegen der Kämpfe.

    PROLOG

    Die rabenschwarze Katze Schlich durch das Dickicht. Die Eulen kreischten. Aber davon ließ sich die Katze nicht abregen, nur das Junge, das neben ihr herging, jammerte leise. „Lass es, sonst bemerken uns die Nachtpatrouillen!“, rief die Kätzin leise.
    Das Junge hörte auf, zu jammern und es war fast, als wäre der Schnee Wasser und die Katzen würden lautlos rüberschwimmen, zum Land, zu einem hohen Felsen.
    „Der Kreis der 7“, flüsterte die Kätzin.
    Das Junge legte vorsichtig eine Pfote auf den Stein. Er begann zu glühen.
    „Nein!“, rief die Kätzin. Sie sprang vor.



    DIE LIEBE IST VERFÜHRERISCH

    „Tigermond?“, zärtlich rief seine Gefährtin den Namen des Anführers. „Silberfuchs sucht dich. Sie hat einen Bericht abzustatten.“
    Aha. Tigermond lächelte. „Die loyale Silberfuchs will also etwas sagen“, schnurrte er. „Lass sie kommen, Rosenwind.“
    Sie rannte weg, mit hohen Sprüngen.
    Der Anführer kaute eine Maus. Sein Junges Sonnenjunges wälzte sich auf dem Boden.
    „Ich habe einen aus dem Clan gesehen“, sagte Silberfuchs atemlos. „Harry. Und Henry. Und Dany. Und Dénise. Und Zùfaira. Tusnelda. Sogar meine Halbschwester Daydream hat sich getraut ...“
    „Ja?“
    „... getraut zum Wald von uns zu gehen und Beute zu fangen. Die Gefangenen werden von Sylver und Valenty bewacht.“
    „Sylver und Valenty also? Bring alle 7 zu mir. Fette Beute.“
    Als alle drinne im Bau waren zischte Tigermond: „Also, Harry, Henry, Dany, Dénkse, Zùfaira, Tusnelda und Daydream.“
    Alle nickten selbstsicher.
    „Daydream. Sag, was hast du hier zu suchen?“, fragte Tigermond.
    Daydream sagte tapfer: „Natürlich in das Gebiet hereinspazieren aus Spaß.“

    10
    Die Geschichte von Rosenjunges:


    Prolog
    Ein braun getiegerter Kater saß in seinem Nest, tief in Gedanken versunken. Die Farnwedel vor dem Eingang des Baues wippten im kühlen Nachtwind hin und her und von draußen hörte man das leise und ruhige schnarchen der anderen Krieger. Doch das innere des Katers war überhaupt nicht leise oder ruhig. Es glich einem Sturm aus Trauer und Wut, der sich zu etwas gefährlichem vergrößerte. Mal überkahm in die Trauer um sein verstorbenes Junges, die seine Augen zum brennen brachte und er eine tiefe und nicht endende Leere in sich spürte, doch diese Leere wurde sofort von der Wut gefüllt. Wut, über die Tat seiner Gefährtin die ein Streunerjungen an stelle seines eigenen gefüttert hatte. Seine einst gute Seele wurde durch den Schatten der unaufhörlichen Wut verdunkelt und in seinen einst so freundlichen tannengrünen Augen funkelte ein kaltes Feuer. Er wahr sich sicher, dass er sein Junges rächen musste, egal an wem. Langsam fuhr er seine Krallen aus und hinterließ tiefe Furchen im erdigen Boden. Nur wenn diese Krallen das Blut des Mörders seines Jungen spürten würde er befriedigt sein.



    Kapitel 1 (Löwenfunkes Sicht)

    Frost glänzte über der Lichtung und ließ Löwenfunke frösteln. Es war eine schwere Blattleere und viele der Ältesten waren an grünen Husten gestorben, da die Kräuter durch die Kälte und den Schnee eingefroren waren. Aber nicht nur das, sein kleiner Bruder war ebenfalls gestorben. Seine Mutter Lichthimmel hatte ihren zweiten Wurf erst vor einigen Monden bekommen und hatte nicht genug Kraft um ihr Junges zu säugen. Aber Musterjunges war auch schon von Anfang an sehr schwach gewesen und wäre sowieso verhungert, das hatte jedenfalls Flinkhauch die Heilerin nach seinem Tod gesagt. Kurz nachdem sie ihr Junges bekommen hatte wurde im Wald ein Streunerjunges gefunden. Seine Mutter hatte es mit Musterjunges aufgezogen und es war schon viel kräftiger als sein Ziehbruder gewesen. Deswegen hatte Lichthimmel auch ihre restliche Milch für Rußjunges, so hatte sie ihn genannt, hergegeben und es reichte nun mal nur für eins. Trauer erfüllte sein Herz, doch er wusste das es Musterjunges viel besser im SternenClan gehen würde als hier wo eine eisige Blattleere herrschte.„ Lichthimmel?“ maunzte eine kleine Stimme und Rußjunges streckte den Kopf aus der Kinderstube. „Wo ist Lichthimmel? Mir ist kalt...“ Piepste es. Lärchenschweif, eine freundliche Kriegerin lief zu ihm und schob ihn sanft zurück in die Kinderstube. „Sie kommt sicher gleich zurück“ miaute sie beruhigen. Sie zwängte sich durch die Brombeerhecke und tappte zu Löwenfunke. „Ich kann sie nirgends finden!“ meinte sie dann sorgenvoll und schaute ihn mit großen blauen Augen an.„Ich werde Tannenstern bescheid sagen, keine Sorge...“ antwortete Löwenfunke. Beunruhigung machte sich in ihm bemerkbar. Wo könnte sie bloß sein? Sie würde doch Rußjunges nicht alleine lassen? Vorsichtig tappte er zu seinem Vater und steckte den Kopf durch das Farngestrüpp das den Eingang makierte.„Tannenstern?“ Tannenstern blickte ihn mit lauernden Augen an „Was ist denn?“ fragte er schroff. Verwirrt blinzelte Löwenfunke.So kannte er seinen Vater gar nicht. „Lichthimmel ist verschwunden, soll ich einen Suchtrupp zusammen stellen?“ fragte er zögernt. „Für eine Verräterin?“ fauchte er verächtlich. Unbehaglich bearbeitete er den Boden des Baues mit seinen Pfoten. Was war nur in ihn gefahren? Als ob Tannenstern seine Gedanken gelesen hatte miaute er honigsüß: „Ja, geht sie bitte suchen!“



    Kapitel 2 (Tannensterns Sicht)

    Dunkelheit umfig das nächtliche Lager und Tannensterns trat vorsichtig auf die frostigen Lichtung. Das Eis was sich auf dem Boden gebildet hatte brannte in seinen Pfoten. Trotzdem lief er zielstrebig zur Kinderstube. Nachdem er sich vergewissert hatte das kein Krieger wach war, trat er in die Kinderstube und erblickte seine Gefährtin Lichthimmel. Wut blitzte in seinen Augen bei dem Anblick wie sich seine Gefährtin neben das Junge gelegt hatte, was eigentlich seins gewesen sein sollte. Langsam tappte er zu ihr und fuhr seine Krallen aus. Ohne zu zögern ließ er seine Krallen auf ihre Kehle nieder sausen und beobachtete voller Genugtuung das warme Blut, das an seinen Krallen hinunter rann. Tannensterns merkte fast nicht wie Lichthimmel das letzte mal ihren Kopf hob und ihre himmelblauen Augen auf ihn richtete. „Tannenstern...wieso?“ hauchte sie, bevor sie ihren Kopf sinken ließ und die Augen wieder schloß. Der braune Kater knurrte nur und flüsterte „Du weißt genau warum!" und nahm sie am Genick.Fluchend zerrte er sie aus der Kinderstube, wobei sich der Pelz von Lichthimmel in den Dornen verfing. Endlich hatte er es geschafft und schleppte sie zum Lagerausgang. „Ist da jemand?“ ertönte das maunzen von Blaublüte. //Fuchsdung!// wieso hatte er nicht an die Wache gedacht, die vor dem Eingang saß? Lautlos lief er zum Schmutzplatz durch den Geheimgang zu gehen. Vorsichtig hiefte er Lichthimmel hoch und zog sie durch den Wald zum Bach. Er achtete auf jedes Geräusch das er oder ein anderes Tier verursachte. Endlich hatte Tannensterns den Bach erreicht und kühles Wasser leckte an seinen Blut verschmierten Krallen. Langsam ließ er den Leichnam seiner Gefährtin in das Wasser gleiten und sah ihr hinterher, wie sie in der Strömung hin und her gespült wurde und man einige Herzschläge später nur noch ihre weiße Schwanzspitze sehen konnte. Aprupt drehte er sich um und lief zurück in das Lager. Um keinen Verdacht zu schöfpen schlüpfte er wieder durch den Schmuzplatzt rein, als wieder ein miauen zu vernehmen war.„ Tannenstern bist du das?“ fragte Blaublüte. „Ja, darf man denn nicht mehr in Ruhr zum Schmutzplatz gehen?“ entgegnete Tannenstern barsch. „Natürlich!“ beteuerte sie und neigte vor ihrem Anführer den Kopf und tappte wieder zu ihrem Wachposten. Schnell lief Tannenstern zu seinem Bau und verschwand zwischen den Farnwedeln.



    Kapitel 3 (Löwenfunkes Sicht)

    „Und Löwenfunke? Was hat Tannenstern gesagt?“ Kurz nachdem Löwenfunke den Anführerbau verlassen hatte tauchte Lärchenschweifs Gesicht vor ihm auf. In ihrer Stimme lag so viel Misstrauen als würden sie es mit einem Fuchs zutun haben.„Ich soll Suchtrupps zusammen stellen...“Damit sprang er auf den Hochstein und rief den Clan zusammen. „Wie ihr vielleicht mitbekommen habt ist Lichthimmel verschwunden...deswegen werden wir sie suchen. Also ich führe die erste Gruppe an, mitkommen Lärchenschweif, Graspelz und Grauwolke.“ miaute er und die aufgerufenen Katzen liefen zu ihm unter den Hochstein. „Die zweite Gruppe wird Nebelblick anführen, du kannst dir aussuchen welche Krieger mitkommen.“ beendete er seine Rede und sprang vom Hochstein. „Wo werden wie suchen?“ fragte Graspelz ihn. „Ähm...am besten laufen wir zum Bach.“ miaute Löwenfunke und lief gefolgt von seiner Gruppe aus dem Lager. Löwenfunke sah sich noch einmal kurz um und erblickte seinen Vater Tannenstern vor seinem Bau sitzen, der ihn mit zu Schlitzen verengten Augen beobachtete. Furcht prikelte unter seinem Pelz und er drehte sich schnell um. Im Wald wehte der Wind nicht so doll und die Gruppe konnte ohne zu sehr zu friehren den Weg zum Bach erreichen. Da entdeckte Löwenfunke plötzlich den Geruch von Lichthimmel und Tannenstern und...Angst kroch in seinen Pelz... BLUT. Nein! Er durfte nicht auch noch seine Mutter verloren haben! Ängstlich sträubte er sein Fell und legte es wieder an, als sich Lärchenschweif zu ihm umdrehte. „Hast du was entdeckt?“ fragte sie. „N-nein...am besten wir teilen uns auf, so können wir sie schneller finden.“ schlug er vor und die anderen neigten die Köpfe. „Gut also Grauwolke und Graspelz ihr geht dort entlang“ miaute er und die Geschwister rannten los. „Und du gehst da lang.“ wandte er sich an Lärchenschweif. Diese nickte und tappze auch los. „Und ich gehe zum Bach...“ murmelte Löwenfunke und lief ebenfalls los. Er folgte den Spuren seiner Eltern. Die Angst um seine Mutter ließ ihn schneller laufen und fing ihn wie Krallen ein, als der Geruch von Lichthimmel stärker wurde. Doch als er am Bach angekommen war rieht ihm jeder Instinkt sofort weg zu rennen. Tannenstern lief dort hin und her und versuchte mit Minzblättern seinen Geruch zu über decken! Löwenfunke blieb wie angewurzelt stehen und starrte seinen Vater ungläubig an. Zu spät merkte er wie sich sein Vater umdrehte und ihm direkt in die Augen sah und seine Krallen ausfuhr, um sich auf ihn zu stürzen.



    Kapitel 4 (Tannensterns Sicht)

    Tannenstern tappte angeregt aus seinem Bau, nachdem Löwenfunkes Gruppe losgegangen war. Er blickte der Gruppe nach und fragte sich ob Löwenfunke etwas ahnte. Instinktiv verengte er seine Augen zu Schlitzen und beobachtete ihn, da drehte sich Löwenfunke um und schaute Tannenstern genau in die Augen. Doch er wendete den Kopf schnell wieder ab und lief seiner Gruppe hinterher. Tannenstern tappte alarmiert in den Heilerbau.//Löwenfunke ahnt tatsächlich etwas!// dachte er. Man konnte nicht wirklich sagen ob er wütend oder verzweifelt klang. Selbst er wusste es nicht. „Ist jemand verletzt? “ fragte Flinkhauch und steckte den Kopf aus dem Flechtenvorhang.„ Nein!“ antwortete er mit einem knurrendem Unterton. „Was brauchst du dann?“ fragte sie weiter. „Minze...viel Minze.“ erklärte Tannenstern. Flinkhauch sah ihn mit schief gelegenem Kopf an, verschwand aber ohne etwas zu erwiedern im Heilerbau und kam einige Herzschläge später wieder mit einem Bündel Minzblättern wieder. „Hier, bitte sehr!“ miaute sie und legte das Bündel vor seinem Pfoten ab.Tannenstern neigte dankend seinen Kopf und nahm die Blätter ins Maul. Er lief erneut durch den Schmutzplatz in den Wald. Der Wind war etwas wärmer geworden und ließ vermuten das kein Frost oder Schnee seine Spuren ünerdecken würden. Tannenstern musste unbedingt noch vor Löwenfunkes Gruppe ankommen. Nachdem er den Pfad zum Bach entlang gelaufen war verteilte er die Minzblätter über den Boden, damit sein Geruch über deckt werden konnte. Ein leises rascheln ließ ihn aufhorchen und die Krallen ausfahren. Er hob den Kopf und erblickte Löwenfunke. //zu spät!// bemerkte eine Stimme in seinem Kopf. „Niemals!“, knurrte Tannenstern leise und ein roter Wutschleier leckte sich über seine Augen. Es gab keinen anderen Ausweg mehr. Er stürzte sich auf seinen eigenen Sohn.



    Kapitel 5 (Löwenfunkes Sicht)

    Löwenfunke wich seinem Vater fassungslos aus. Er konnte nicht glauben das Tannenstern wirklich seine Mutter Lichthimmel getötet hatte. „Wieso hast du das getan? “ miaute er mit zittriger Stimme.„ Sie...Sie ist eine Verrätein! Sie hat mein Junges gegen so ein Krähenfraß fressendes Streunerjunge eingetauscht! Dafür musste sie bezahlen! “ knurrte er voller Wut. Löwenfunke taumelte nach hinten als sein Vater ihn erneut angriff. Schnell sprang er auf die andere Seite. „Du wusstest genau das Musterjunges zu schwach war! Er hätte die Blattleere auch mit Milch nicht überstanden! “ miaute Löwenfunke. „Natürlich hätte er das! Er war mein Sohn! “ entgegnete Tannenstern mit leichter Unsicherheit.„Wir können das Schicksal nicht beeinflussen, nur der SternenClan weiß es. “ erklärte Löwenfunke sanft.„ SternenClan? “ er lachte höhnisch „ Nun, bald wird meine ganze Familie im SternenClan sein!“ knurrte Tannenstern und warf sich abermals auf Löwenfunke, der unter dem Gewicht zusammen brach.„ Das bist nicht du!“ krächtzte er und versuchte sich unter seinem Vater hindurch zu winden.„ Du bist genau wie deine Mutter!“ knurrte Tannenstern in dessen Augen kalter Hass loderte.„Nein!“ miaute Löwenfunke mit einem Hauch von Angst und versuchte noch einmal einen befreiungs Versuch.„Tut mir leid Löwenfunke, aber du musst sterben!“ knurrte Tannenstern und öffnete sein Maul um ihm den tötenden Biss zu geben. Löwenfunke machte sich bereit niemals wieder zu seinem Clan zurück zu kehren.//ich werde Lärchenschweif nicht wiedersehen!// dachte er traurig und schloss die Augen. Tannenstern war bedeutend nähr an seiner Kehle als ein schildpatt weißer Blitzt angesaust kam und das Gewicht seines Vaters von sich warf. Löwenfunke blinzelte und erkannte Lärchenschweif! Sie hatte sich auf Tannenstern geworfen und wirbelte fauchent mit ihm über die Lichtung. Es gab einen kurzen Aufschrei und dann war es still. Löwenfunke tappte ängstlich näher. Hatte Lärchenschweif etwa ihr Leben für ihn geopfert? Nein. Sie stand über dem leblosen Körper von Tannenstern, der anscheinend sein letztes Leben ausgehaucht hatte.„Danke...“ flüsterte Löwenfunke und drückte sich an sie. Lärchenschweif leckte ihm über den Kopf und fragte „Er hat Lichthimmel getötet oder? Und wollte dich auch töten? Weil du es wusstest?“. „Ja.“ miaute er und neigte den Kopf. „Es tut mir leid...“ flüsterte sie liebevoll. „Wir sollten ihn begraben.“ miaute Löwenfunke dann und richtete sich auf. Er fing an eine Kuhle unter einem Holunderstrauch zu graben die groß genug für Tannenstern war. Lärchenschweif trug ihn zu der Kuhle und legte ihn dort ab. Löwenfunke schüttete die aufgewühlte Erde hinein und blieb davor sitzen.„Ich...ich weiß das du es nicht so gemeint hat.“ hauchte er und dachte an jene Tage, an denen sie gemeinsam jagen waren. Eine Welle von Trauer stürzte wie eiskaltes Wasser über ihm ein. Er hatte seine Familie verloren. „Komm, wir müssen ins Lager zurück.“ miaute Lärchenschweif leise und stupste ihn sanft an, befor sie den Weg den sie gekommen waren einschlug. Nun...vielleicht doch nicht. Er hatte jetzt Lärchenschweif. Leise schnurrent folgte er ihr.

    11
    Schwesterherz- Treue ist alles (by Häherstern)

    Zusammenfassung: Die Schwestern Sandsteinpfote und Gesteinspfote hatten eigentlich immer ein normales Leben mit ihrer Mutter Bruchsteinzahn im SchattenClan geführt. Doch eine einzige große Versammlung sollte alles komplett auf den Kopf stellen: Der 2. Anführer des WindClans entpuppt sich als ihr Vater und erhebt Anspruch auf seine Töchter. Als der SchattenClan- Anführer Falkenstern ablehnt, erklärt der WindClan ihnen den Krieg. Und als wäre das nicht schon genug, verliebt sich Sandsteinpfote unsterblich in Gewitterpfote aus dem FlussClan und Gesteinspfote, die davon ganz und gar nicht begeistert ist, erklärt eine DonnerClan- Schülerin zu ihrer Erzfeindin. Das Verschwinden ihrer Mutter Bruchsteinzahn gibt den Schwestern den Rest: Sie streiten sich nur noch, und das Vertrauen ineinander wird zutiefst erschüttert. Und die zwei wissen nicht mehr: Wem können sie noch vertrauen? Und werden sie je wieder zueinander finden?

    1. Kapitel: Eine böse Familienüberraschung (Gesteinspfotes Sicht)
    Schon beim aufstehen hatte ich gespürt, das heute etwas schreckliches passieren würde. Und jetzt, wo wir auf der großen Versammlung waren und gerade dem Bericht von unserem eigenen Anführer Falkenstern lauschten, wurde dieses Gefühl immer stärker. Ich sah zu meiner Schwester Sandsteinpfote, doch die glotzte wieder nur diesen FlussClan- Schüler an. Spürte sie den nichts? Ich schlug mir den Gedanken aus dem Kopf und widmete meine Aufmerksamkeit wieder Falkenstern, der gerade von den neugeborenen Jungen Bienenjunges und Rostjunges sprach. "Außerdem haben wir zwei neue Schülerinnen: Sandsteinpfote und Gesteinspfote! Ihre Mentoren sind Wieselbart und Fichtensturm." Stolz erfüllte mein Herz, als Katzen aller Clans mich und meine Schwester beglückwünschten und unsere Namen riefen. Als sich der Jubel wieder legte, war plötzlich Weißsonne, der 2. Anführer des WindClans, neben seiner Anführerin Distelstern saß. Sie neigte den Kopf zu ihm. "Du darfst jetzt sprechen." Plötzlich hatte ich ein flaues Gefühl im Magen. Was wollte der? "Ich erhebe Anspruch auf deine beiden Schülerinnen, Falkenstern." miaute der weiße WindClan- Kater ruhig. Falkenstern fauchte: "Das kannst du vergessen! Was gibt dir das Recht dazu?" Ich schnappte nach Luft und brauchte einen Moment, um mich zu sammeln. Wir? Im WindClan? Niemals! Auch Sandsteinpfote schien geschockt, und ich konnte die Angst meiner Schwester spüren. Mir ging es in dem Moment ja nicht anders. Ein Raunen lief durch die Menge, und ich spürte viele neugierige Blicke auf meinem Pelz. Um Selbstvertrauen auszustrahlen, machte ich mich ganz groß und probierte, Weißsonne furchtlos ins Gesicht zu blicken. "Nun." Weißsonne lächelte bedrohlich ruhig. "Ich bin ihr Vater!"



    2. Kapitel: Das Verhängnis der Versammlung (Sandsteinpfotes Sicht):

    Entsetzt starrte ich auf den weißen WindClan- Stellvertreter zwischen den Wurzeln des umgestürtzten Baumes. Das war nicht wahr, oder? Dieser räudige, weiße Angeber sollte der Vater von Gesteinspfote und mir sein? Niemals! Oder doch? Gesteinspfote und ich hatten uns immer gefragt, woher wir unsere bernsteinfarbenen Augen hatten, den Bruchsteinzahns Augen waren ein Gemisch zwischen grün und blau. Jetzt wussten wir es... Ängstlich blickte ich zu Falkenstern. Was würde unser Anführer jetzt tun? Ich flehte ihn mit einem hoffnungsvollen Blick hinauf an. Der Anführer unseres Clans, des SchattenClans, sah beruhigend zurück, bevor er wieder die Stimme erhob und sich diesmal an unsere Mutter wandte. "Bruchsteinzahn, du weißt es am besten. Stimmt das, was dieser Kater hier erzählt? Ist er tatsächlich der Vater deiner Töchter?" Freundlich, aber fragend sah er Bruchsteinzahn an. Die legte die Ohren an, duckte sich und knurrte. "Ja, okay, Weißsonne ist ihr Vater. Aber das bedeutet nicht, das beide bei ihm leben müssen. Ich bin schließlich auch noch da, und die Mutter ist ja wohl wichtiger für ihre Kinder, oder?" murmelte sie schließlich. Weißsonne reckte triumphierend die Schnauze in die höhe. "Machen wir doch einen Kompromiss: Der WindClan bekommt die beiden Schülerinnen, dafür kriegt ihr etwas von unserer Beute. Abgemacht?" schlug er hinterlistig vor. "Ich falle nicht auf solche Kaninchenhirnige Tricks rein! Wir fressen eure Beute doch eh nicht. Außerdem haben wir genug Beute als das wir uns von euch durchfüttern lassen müssten. Also: Abgelehnt, kein Bedarf. SchattenClan, wir gehen!" fauchte Falkenstern jetzt sichtlich aufgebracht. Erleichtert sprang ich auf. Endlich war diese schreckliche Versammlung vorbei! Als der SchattenClan schon auf der Hälfte der Baumbrücke war, rief Weißsonne uns hinterher: "Nun gut. Aber seid für den Krieg gewappnet, auch wenn der WindClan ihn gewinnen wird!" jaulte er ins Mondlicht. Falkenstern drehte sich noch ein letztes Mal um und zog die Augenbrauen hoch. Dann wirbelte er herum und verschwand hinter seinem Stellvertreter Hornissenpelz im Dunkel der Nacht.

    12
    Das Schicksal kommt nicht von ungefähr - von Colour



    Prolog

    ,, Ich dachte du würdest damit aufhören."
    Verwirrt und benommen hob Kranichflug den Kopf und blickte in das von Trauer erfüllte Gesicht seines besten Freundes.,, Womit?", setzte er langsam fragend hinterher. Hagelwolke schüttelte seufzend den Kopf und richtete den Blick hilfesuchend gen Himmel.,, Du weißt genau was ich meine. Du bist vollkommen erschöpft, lässt jede Beute entwischen und bekommst nicht mit wenn du angesprochen wirst. Du hättest dich nie darauf einlassen dürfen. Setz dem Ganzen endlich ein Ende Kranichflug.", bei diesen Worten blickte Hagelwolke ihn wieder direkt an. Trotz seiner vor Müdigkeit und Erschöpfung verschwommener Sicht, erschütterten Kranichflug die von tiefster Verzweiflung und Hilflosigkeit erfüllten Augen seines Freundes gewaltig. Und das schlimmste an dem ganzen war, dass es ihm so vorkam als würde er in einen Spiegel blicken. Hagelwolkes Augen spiegelten genau seine Gefühle wider. Seine Situation zerriss ihn von innen. Er wollte nicht in Selbstmitleid verfallen, nein, so tief war er noch nicht gesunken. Jedenfalls hoffte er das. Aber er wurde bis an seine Grenzen getrieben und irgendwann, wahrscheinlich sogar in naher Zukunft, sogar darüber hinaus. Früher, ja früher hätte man noch Frust ausmachen können. Aber jetzt, heute hatte er keine Kraft mehr dazu. Keine Kraft und keinen Willen. Und er wusste es, wusste es von Anfang an und trieb ihm immer mehr und mehr auf.
    Kranichflug wollte weg. Sein Leben verlassen, ans andere Ende der Welt verschwinden und ein neues beginnen. Er wollte nicht sterben, wollte leben. Aber nicht so, nicht auf diese Art und Weise. Er wusste nicht einmal mehr wie das alles begonnen hatte. Es schien sein ganzes Leben einzunehmen obwohl es doch gar nicht so lange her war. Die Zeit schien jedoch schon seit langem bedeutungslos und irrelevant.

    13
    Das Leben muss weitergehen - von #Nachtschatten




    1. Kapitel

    Ich blickte auf den Toten Kater Trauer umgab mich. Hätte ich früher reagiert währe der weiße Husten nicht zu grünem Husten geworden und Finken Stern hätte nicht sein letztes Leben aushauchen müssen. Meine Augen füllten sich mit Tränen es wahr meine Aufgabe als heilerkatze den Clan zu versorgen und trotzdem hätte ich die Krankheit nicht bändigen können. Ich Verlies den Bau um dem sonnenclan die traurige Botschaft mitzuteilen. Im Eingang begegnette ich lichtbrise der Gefährtin von Funke Stern. Sie blickte mich mit einem hoffnungsvollem Blick an. Mit schwerem Herzen schüttelte ich den kopf. Lichtbrise heulte auf es klang so traurig und so hilflos wie ich es noch nie gehört hatte.,, Finkenstern hat den Weg zum sternenclan angetreten.” Tümpelpfote und Salbeipfote kamen herbei um ihre Mutter zu trösten aber ich merkte die Trauer die sie umgab. Mir wurde mein herz schwer als ich das sah der Clan versammelte sich still um den Bau des Anführers und trauerte. Wut loderte bei diesem Anblick in mir auf Finkenstern war erst 51 Monde alt gewesen er hatte es noch nicht ferdient zu sterben.,, warum hat uns der sternenclan das angetan” in mir sprach verzweiflung,, Finkenstern war zu jung um von uns zu gehen er hätte sehen sollen wie seine jungen zu Krieger werden und nun kann er dies nicht mehr tun. Der sternenclan hat uns verlassen! Ich hätte gesprochen.



    Kapitel 2

    In dieser Nacht tat ich kein Auge zu. Hatte der sternenclan uns wirklich verlassen? Nein das konnte er nicht! Nein das durfte er nicht. Fliederfall die neue Anführerin des Clans hatte hingesagt sie würde morgen die Reise zum Mondlicht antreten um ihren Namen und die neun leben zu empfangen, Ich hörte Geräusche vor meinem Bau und plötzlich stürmte federfuß einer der ältesten in meinen Bau.,, Salbeiknospe sie rührt sich nicht mehr“ seine Stimme klang vor heiserkeit geschwächt“ Ich rannte mit ein paar Kräutern aus meinem Bau. Als ich den ältesten Bau betrat bestätigte sich meine vermutung. Es roch nach Schwäche und Krankheit. Salbeiknospe lag regungslos auf der Seite. Sie sprach nicht. Sie rührtesich nicht. Sie wahr Tod.



    Kapitel 3

    ,, Oh großer sternenclan warum hast du uns das angetan” Es währen nun schon zwei Katzen von uns gegangen und das inerhalb zwei Nächten. Ich sah entgeistert auf den regungslosen Leichnam. Federfuß machte sich mit einem kraftlosen Husten bemerkbar,, Sie wahr schon die ganze Zeit geschwächt. Ein weiterer Hustenanfall Durchzuckte ihn. Ich ging zu ihm hin und untersuchte ihn.,, Grüner Husten!” Ich blickte mich zur dritten ältesten um die sich bisher noch nicht zu Wort gemäldet hatte.,, fleckenkreuz? Bring mir schnell Katzen Minze aus dem heilerbau!” Die älteste lief schnell nach draußen. Ich wandte mich wieder an federfuß. Sein Atem lief flach und sein Husten wahr schwächer geworden. Er holte noch einmal Luft dann war er still der sternenclan hatte ein weiteres Leben zu sich gerufen. Salbeipfote kam mit einem büschel Moos herein und erstarrte bei dem Anblick den sie sah.,, federfuß”! Ihr wahr die Trauer an zu merken. Federfuß hatte ihr immer Geschichten erzählt und sie hatte aufmerksam gelauscht. Sie presste ihre Schnauze in das verfilzte Fell des Katers und trauerte um ihn.

    14
    Die Entscheidung - von Cora




    „Also ist es wahr?“, fragte die schwarze Kätzin. In ihren sonst so lebhaften grünen Augen glitzerten die ersten Tränen. Traurig wendete sie ihrem gegenüber den Rücken zu. Am liebsten hätte sie sich eingeredet, dass er und Glanzwolke nur Freunde waren, aber sie war nicht der Typ der sich vor der Wahrheit versteckte.
    „Ja und ich wollte nie, dass es so kommt... ich wollte dich nicht unglücklich machen. Glaub mir.“, beteuerte er und hob sanft ihren Kopf hoch, sodass sie sich ihre Blicke trafen. Verflucht war die Ehrlichkeit in seinen Worten, dachte Nachhauch bedauernd. Löwenfunken meinte es also ernst. Unwirsch schlug sie seine Pfote weg und blickte trotzig zurück. „Und wieso? Wieso sie und nicht ich? Bin ich dir nicht gut genug? Natürlich nimmt man lieber die Tochter des Anführers als irgendeine Kriegerin um dann Mal 2. Anführer zu werden, ich hab doch Recht!“, fauchte sie und legte dabei die Ohren waagerecht an ihren Kopf. Ihr Nackenfell legte sich eng an den Körper an, sodass sie automatisch dünner wirkte.
    „Lass Glanzwolke in ruhe! Sie hat dir nichts getan!“
    „Ich mache was ich will!“, knurrte Nachthauch „und damit hast du nicht auf meine Frage geantwortet! Wir kennen uns schon seit Geburt an. Selbst unsere Eltern waren befreundet. Wir verstanden uns super! Doch dann wurdest du Krieger und hast sie statt mich als Gefährtin für dein Leben genommen!“ In ihrer Stimme schwankte ein leichtes Zittern. Frustriert fuhr sie ihre Krallen aus und bohrte sie in den weichen Waldboden.
    „Ich gebe es zu, wir sind beste Freunde, aber keine Gefährten! Und ich mag sie nicht weil sie die Tochter von Kirschstern ist…“
    „ach ja?“, fuhr Nachthauch ihm ins Wort und ließ die Krallen mit einem „Zipp“ ruckartig wieder einfahren. „und wieso dann?“
    „Also…“ Der goldene Kater mit der dunklen Tigerung überall wirkte etwas verlegen und lief leicht rot an. „Sie ist eine tolle Kätzin, schön, nett und…“, stammelte er, aber das improvisieren lag ihm nicht.
    „...und ganz zufällig die Tochter vom Anführer. Mach mir nichts vor. Ich kenne dich besser als du dich. Es ist eine Frage der Zeit bis Knickbein in den Ältestenbau muss. Er kann kaum noch die Patrouillen einteilen. Und wenn dann die Tochter von dem ach so tollen mutigen Krieger berichtet wird das sicher helfen bei der Entscheidung!“ Die letzten Worte zischte sie nur noch wie eine Schlange und kam dabei bedrohlich näher an ihn ran bis sie nur noch weniger als eine Fuchslänge Abstand hatten.
    Löwenfunken rutschte etwas nach hinten um nicht so nah an Nachthauch zu müssen. Die Kätzin machte aus einem Spatzen einen Adler. „Ich muss mich nicht vor deinen falschen Anschuldigungen rechtfertigen!“, sagte er mit fester Stimme, auch um sich selber zu überzeugen.
    „Falsch ist hier nur deine Liebe zu dieser Glanzwolke“ Sie sprach das Wort „Glanzwolke“ voller Abschaum aus und dabei blitzten ihre Augen gefährlich, sogar furchteinflößend. Hätte Löwenfunken sie nicht schon so lange gekannt, würde er sich fast vor ihr fürchten, aber er wusste, dass sie ihm nie wirklich weh tun könnte. Zumindest vermutete er es, denn Lôwenfunke würde sie nie verstehen mit ihrer undurchschaubaren Art. Sie war ihm zu… geheimnisvoll und unberechenbar. Ganz Anders als Glanzwolke! Glanzwolke war ruhiger und man konnte ihre Antworten erahnen. Sie war weniger überheblich und schätze seine Gesellschaft mehr als gewisse andere Katzen es taten.
    „Du bist neidisch! Deshalb machst du so einen Aufstand! Nur darum!“
    „Du siehst nur das, was du sehen willst. Sie mag dich nur weil du ein angesehener Krieger bist und du bist auch nicht viel besser!“, sagte Nachthauch mit fassungsloser Miene. Dabei entschlüpfte ihr ein tiefes Knurren aus der Lunge und am liebstenn wäre sie ihm an die Gurgel gesprungen. Es juckte sie förmlich in den Krallen.
    „Löwenfunke!“, trällerte Glanzwolke und stolzierte würdevoll aus der Kinderstube. Der weiße Pelz stach silbrig her raus aus der kommenden Dunkelheit. Ihr Bauch war angeschwollen und runder als sonst. Mit einer dringlichen Geste mit den Augen deutet Löwenfunke Glanzwolke schnell zu gehen. Es war gerade nicht die beste Zeit ihr die Neuigkeiten mit zu teilen… Doch Nachthauch fuhr schon herum. „Hau ab, du Mäuseherz! Warte… das…“ Nachthauchs Augen wurden immer größer und größer. Mit zitternder Pfote zeigte sie auch Glanzwolkes weißen runden Bauch. Dann drehte sie ihren Kopf mit eingefrorenen Gesichtzügen Löwenfunke zu. Löwenfunke schloss kurz die Augen, atmete tief ein und wappnete sich für ein Donnerwetter. Wie die Ruhe vor dem Sturm. Aus Vorsicht ging er einen Schritt zurück und legte das Fell an auch wenn es doch nicht seine Schuld war. Nachthauch war im Unrecht, aber trotzdem fühlte es sich anders an. Niemand sagte was. Glanzwolke bemerkte die angespannte Atmosphäre und zögerte noch was sie tun sollte. Bleiben oder weg gehen?
    „Ihr habt jetzt sogar schon Junge?“ Die Nacht war eingekehrt, der Rest Sonne am Horizont verschwunden und das sanfte Licht des Mondes hüllte Nachthauch in einen weiß-grauen Schimmer ein. In ihren grünen Augen wurde das Licht reflektiert und glänzte wie Smaragde. Ihr Gesichtsausdruck wurde hart wie Stein.
    Löwenfunke wurde es heiß unter dem Pelz. „Ja?“, sagte er nach einiger Überwindung als wäre es ein großer Verrat. "Du weißt es besser! Sie ist die, die dich gerade verrät", sprach er sich selbst gut zu.
    Nachthauch öffnete dem Mund zum reden. Ihre spitzen Zähne waren glänzend weiß. Aber dann schloss sie ihn wieder und wendete sich ab. Es war totenstill. Ein kaum hörbares Schluchzen drang an Löwenfunkens Ohr. Ganz leise, doch trotzdem war es da.
    „Weinst du?“ Er reckte seinen Kopf nach vorne um besser sehen zu können. Kurz nachdem er die Worte gesprochen hatte, hätte er sich am liebsten selbst geohrfeigt. So was passte jetzt gar nicht in die Unterhaltung. Nachthauch gab keine Antwort. Löwenfunke wollte sie irgendwie tröstend, aber Glanzwolke zog ihn zurück. „Lass sie. Sie kommt schon drüber weg.“ Ihre Stimme nach zu urteilen schätze sie Nachthauchs Wohlbefinden nicht wirklich. Verständlich, die beiden eiferten beide um den gleichen Kater.
    „Ich weiß nicht…“ Löwenfunke warf noch einen schnellen Blick zu der Kätzin, dessen Pelz Schwarz wie die Nacht war. Hin und her gerissen stand er da. Unschlüssig was zu tun war. Nachthauch und er waren beste Freunde. Er mochte es nicht wenn sie sich streiten. Andererseits hatte er eine Gefährtin. Das hieß er musste auch loslassen können… Könnte er nicht beides haben? Beste Freundin und Gefährtin? Er schielte rüber zu Glanzwolke, die missbillig Nachthauch anstarrt, dann wieder zu Nachthauch. Sie hatte heute klar ihre Meinung gesagt, was sie von Glanzwolke hielt. Die Schwarze oder die Weiße Kätzin.
    „Kommst du endlich!“, drängelte Glanzwolke und peitsche ungeduldig den Schwanz hin und her, sodass sie die kühle Nachtluft aufwirbelte. Langsam wurde die Stille peinlich und Löwenfunke traf die Entscheidung. Er schaute beide noch mal an und sagte dann: "Tut mir Leid, Nachthauch, aber ich habe bereits eine Gefährtin." Ohne ihr einen Blick zu würdigen kehrte er sich um zu Glanzwolke, die mit einem spöttischen Lächeln auf ihn wartete. "Diese Nachthauch ist echt dumm, wenn sie glaubt ihr könntet Gefährten sein! Ich wusste die ganze Zeit du würdest dich richtig entscheiden. Und zwar für mich.", säuselte sie in sein Ohr.
    "Können wir vielleicht das Thema wechseln und nicht mehr über du-weißt-schon-wen reden?" Er schnippte mit dem Schwanz in Richtung des trauernden schwarzen Fellballs namens Nachthauch.
    "Natürlich, Schatz! Wie du willst", trällerte Glanzwolke.
    Mit dem Schwanz lenkte sie ihn weiter weg von Nachthauch und führte ihn zur Kinderstube. "Du musst dir die Nester für unsere Jungen angucken! Meinst du sie sind gut genug..."
    Löwenfunke konnte nicht wiederstehen einen letzten Blick über die Schulter zu erhaschen. Nachthauch saß mit zerzausten Pelz und verweinten Augen da. Ihr Blick schien die pure Sehnsucht zu sein und der Schmerz der Liebende. Ihr Pelz war stumpf und hatte seinen Glanz verloren, der Schwanz war geknickt und das Glühen in den Augen erloschen. Der Anblick seine beste Freundin so zu sehen ließ Schuldgefühle aufkeimen und plötzlich zweifelte er. War es richtig gewesen sie einfach hängen zu lassen?
    Nachthauch hob den Kopf und bemerkte Löwenfunkes Blick. "Verräter!", formten ihre Lippen. Dann setzte sie sich auf und stümte in die Schwärze der Nacht. Die Dunkelheit schluckte ihren düsteren Pelz augenblicklich.
    Löwenfunke drehte sich wiede zu Glanzwolke. Er hatte sein Urteil gefällt und musste nun damit leben.
    Man sah Nachthauch nie wieder. Sie war spurlos verschwunden.
    Eim paar Krieger meinem am gleichen Abend eine schwarzen Schatten gesehen zu haben, aber niemand hatte genaures bemerkt.
    Erneuert stellte sich Löwenfunke seine Frage: War es richtig gewesen?
    Doch er hatte die Chance verpasst und damit auch Nachthauch.
    "Bedrückt dich was mein Löwenzähnchen?"
    "Nein, nein... Alles gut...", seufzte der mit einem traurigen Blick in dir Nacht. "Alles gut..."

    The End

    15
    Das Echo des Todes - von Kupfer




    Normalerweise war Felspfote nicht nachtragend. Normalerweise wurde er nicht schnell wütend. Normalerweise wusste er, dass es nicht Ingwerpfotes Absicht gewesen war, ihn zu verletzen. Aber dieses Mal war Felspfote einfach nur wütend auf seinen eigentlich besten Freund. Warum war Ingwerpfote nur so ignorant? Warum hatte er nie gemerkt, dass Felspfote über alle freundschaftlichen Neckereien nur schwach lächelte, außer über die Sache mit den Unwettern? Dass Felspfote dann verletzt war und erst nach einem Tag wieder mit Ingwerpfote sprach?
    Nun, dieses Mal dauerte es wohl länger als einen Tag. Genauer gesagt hatte Felspfote schon fast vier Tage lang nicht mehr mit Ingwerpfote geredet, alle Ansprechversuche seines Freundes ignorierend. Erwartete dieser etwa, dass Felspfote es ihm so leicht verzieh, dass Ingwerpfote ihn vor allen anderen Schülern lächerlich gemacht hatte? Dieser egoistische Kater hatte doch gar keine Ahnung, warum Felspfote solche Angst vor Unwettern hatte! Er hatte zwar gefragt, aber Felspfote hatte nie darüber reden wollen. Nicht jeder musste wissen, dass seine Eltern – Streuner – bei einem Unwetter umgekommen waren. Das einzige, was jeder wissen musste: Felspfote war zwar als Waise und als Streunerjunges in den Clan gekommen, aber würde ihn niemals daran hindern, der beste Krieger zu werden, den der WellenClan je gesehen hatte!
    Wütend zog Felspfote seine Krallen über den Stein und starrte aufs Meer hinaus.
    Welches Fuchsherz war eigentlich auf die Idee gekommen, alle Schüler gemeinsam zum Kämpfen zu schicken, wenn der Himmel aussah, als wolle die gleiche Menge Wasser fallen lassen, die das Meer enthielt? Vielleicht Goldglut, den alle für so toll hielten, obwohl er der dümmste Kater im ganzen Clan war, der obendrein offensichtlich etwas gegen ehemalige Streuner wie Felspfote hatten? Warum hatte die Anführerin Taubenhimmel dieses Mäusehirn zu ihrem Stellvertreter gemacht? Weil er immer so tolle Ideen hatte? Ja, wirklich eine tolle Idee, die Schüler im Regen trainieren zu lassen! Auf dass die Schüler sich erkälteten und der Heiler Wieselzahn noch mehr zu tun hatte als ohnehin schon!
    Felspfote schnaubte. Eigentlich beruhigten die Wellen ihn immer, wie sie so eindrucksvoll gegen die Klippen schlugen und das wunderbare Rauschen erzeugten, welches ihm das Gefühl von Heimat gab. Aber heute wünschte er sich, das Meer und der Wind würden Ruhe geben und aufhören, seine Gedanken derart durcheinander zu wirbeln.
    Felspfote hätte eigentlich nichts dagegen gehabt, sich zu erkälten. Na gut, praktisch wäre es nicht, aber die Welt wäre um einiges leichter, wenn das der einzige Grund wäre, warum er Regen nicht ausstehen konnte. Denn dieser Grund hätte nicht genügt, um seine Kampfzüge unpräzise und seinen Kampfgeist in Angst zu verwandeln. Nein, die aufkommenden Erinnerungen hatten das ferne Donnergrollen laut in seinen Ohren hallen lassen und ihn aus dem Gleichgewicht gebracht, obwohl Sandpfote aufgehört hatte, ihn anzugreifen.
    Felspfote fauchte leise. „Stell dich nicht so an, es sind doch nur ein paar Tropfen Wasser! Du schwimmst doch so gerne, was hast du gegen den Regen?“, äffte er Ingwerpfote nach und das Lachen der anderen Schüler klang in seinen Ohren. Dieser Kommentar war einfach zu viel für ihn gewesen. Ein Knurren grollte in seiner Kehle und wurde immer lauter. Vor beinahe vier Tagen war es passiert und noch immer hatte er diese Szene im Kopf, als wäre es gerade erst geschehen, dass die Schüler ihn auslachten und die Mentoren ihn merkwürdig anstarrten. Wahrscheinlich nannten sogar die Krieger ihn einen Angsthasen, weil er sich vor dem „Geschenk des Himmels“ fürchtete, der vom launischen Himmelsgott persönlich gesendet wurde, wenn dieser gut gestimmt war. Wasser, das Lebenselixier. Das, was alle Pflanzen und Tiere und somit auch Katzen brauchten, um zu leben. Natürlich sah Felspfote ein, dass Wasser wichtig war. Dass Regen eigentlich ungefährlich war, wenn man den Himmelsgott nicht erzürnte. Der Verstand des grauen Katers wusste das, und darüber hinaus glaubte er nicht einmal an die Existenz des Himmelsgottes. Aber Felspfotes Herz fing bei jedem Schauer an zu rasen, seine Atmung überschlug sich, sobald ein Tropfen seinen Körper traf und seine Beine wurden schwächer mit jeder Sekunde, in denen der Himmelsgott angeblich seine Güte zeigte.
    Wütend bleckte Felspfote die Zähne. Warum verstand sein Körper nicht, dass diese Reaktionen alles andere als nützlich waren?
    „Wie lange willst du noch schmollen?“
    Erschrocken wirbelte Felspfote herum und blickte direkt in die gelbgrünen Augen von Ingwerpfote. Wie hatte er den anderen Schüler überhören können? Und wie lange war Ingwerpfote schon hier und beobachtete Felspfote?
    „Ich bin gerade erst gekommen“, miaute Ingwerpfote und beantwortete damit zumindest die zweite Frage. „Du scheinst ja sehr in Gedanken versunken gewesen zu sein, wenn du mich nicht bemerkt hast.“
    Felspfote verengte die Augen. „Was willst du?“
    „Hör mal, ich hab nachgedacht“, begann Ingwerpfote nervös.
    „Ach, du kannst denken? Das wusste ich gar nicht“, miaute Felspfote trocken. „Worüber hast du denn nachgedacht?“ Die Wut, die sich in all den Tagen aufgestaut hatte, in denen er nicht mit Ingwerpfote gesprochen hatte, brodelte in ihm, heißer als je zuvor. „Vielleicht darüber, wie du mich beim nächsten Regen vor allen anderen blamieren willst? Wie du mich beim nächsten Gewitter runtermachen kannst? Wie du mir am besten sagst, dass ich mit dieser Angst nicht dazu tauge, ein richtiger WellenClan-Krieger zu sein? Ob der Himmelsgott wohl wütend auf mich ist und vor meiner Kriegerzeremonie die Wasserkatzen zu Taubenhimmel schickt und ihr mittteilt, dass der HimmelsClan entschieden hat, dass ich wegen meiner Respektlosigkeit verbannt werden soll?“
    „Felspfote, hör mir doch zu“, versuchte Ingwerpfote, seinen Freund zu unterbrechen, aber Felspfote hatte sich zu sehr in Rage geredet, als dass er hätte stoppen und einfach nur zuhören können.
    „Du hast dir wohl schon vorgestellt, dass Taubenhimmel auf die Sternenpelze hört und mich verbannt, am besten noch an einem Regentag! Und dann kannst du mir nachblicken und rufen, dass du Recht hattest! Und dann kann der ganze Clan mir verachtend hinterher rufen, dass ich den Himmelsgott beleidigt hätte!“
    „Felspfote…“, hauchte Ingwerpfote leise, und man konnte hören, dass die Worte seines Freundes ihn gekränkt hatten. „Was denkst du denn von mir?“
    „Naja, sicher nichts Positives, immerhin ist dir ein Haufen toter Katzen, die den Befehlen einer erfundenen Gottheit folgen, wichtiger als die Gefühle deines besten Freundes!“, fauchte Felspfote aggressiv.
    „Erfundene Gottheit? Ein Haufen toter Katzen?“ Jetzt war es an Ingwerpfote, wütend zu sein. „Ich hab dich gesucht und bin schlussendlich hier an die Klippe gekommen, um mit dir zu reden, nachdem du es tagelang nicht getan hast! Du sagst mir doch nie, was durch deinen Kopf geht! Und hier bin ich, will dir sagen, dass ich dich nicht lächerlich machen wollte und mich entschuldigen, dass dich das so getroffen hat, und was machst du?“
    Diese Worte trafen Felspfote mehr, als er zugeben wollte. Dennoch war seine Antwort nicht minder wütend. „Ja, was mach ich denn, hm? Ich sage dir die Wahrheit!“ Herausfordernd blickte er Ingwerpfote an, welcher nun komplett die Fassung verlor.
    „Du schreist mich an, als wolle ich dich die Klippe runterschubsen, beleidigst nicht nur den HimmelsClan sondern auch den Himmelsgott persönlich und leugnest sogar die Existenz des Himmelsgottes, der uns allen das Leben geschenkt hat! Du beschmutzt den ehrenhaften Glauben des WellenClans mit deinen ungläubigen Streunerpfoten, du respektloser Haufen Fuchsdung! Wie kannst du es nur wagen, so über unsere Ahnen zu reden!“
    „Meine Pfoten nicht die Pfoten eines Streuners, sondern die eines WellenClan-Schülers!“, knurrte Felspfote entrüstet. „Ich brauche keinen Glauben an etwas, das nicht existiert, um in die Fußstapfen der anderen Krieger zu treten! Ich werde ein Krieger, und ein besserer als du auf jeden Fall!“
    „Du? Ein Krieger?“ Ingwerpfote schnaubte. „Weißt du, erst war mir deine Herkunft egal, aber nun muss ich Goldglut Recht geben. Ein gottloser Streuner wie du ist es nicht wert, ein Krieger des WellenClans zu sein!“
    Felspfote zuckte zusammen. Er spürte einen Stich in seinem Herzen. Dieser Streit war schnell eskaliert. Erst war es ein Streit über Ingwerpfotes Verhalten gewesen, und nun wusste Ingwerpfote, dass Felspfote nicht an den Himmelsgott glaubte und wollte offensichtlich nicht mehr sein Freund sein.
    Mit Ingwerpfote war er schon durch Dick und Dünn gegangen. Ingwerpfote war immer sein bester Freund gewesen. Er war die erste Clankatze gewesen, die er ins Herz geschlossen hatte, und beide hatten sich ausgemalt, wie sie noch als Älteste Freunde waren und den Jungen Geschichten über ihre Kriegerzeit erzählten. Und mit einem Mal schien die gesamte Freundschaft zerbrochen. Die beiden würden nicht als Freunde in den Ältestenbau ziehen. Felspfote würde wieder als Streuner leben und Ingwerpfote Krieger werden. Nie hätte Felspfote gedacht, dass ein Streit alle seine Träume zerstören würde. Alle seine Träume, die er mit Ingwerpfote zusammen hatte erfüllen wollen. Ingwerpfote… Ingwerpfote hatte alles zerstört. Felspfote schluckte seinen Schmerz herunter. Die Wut auf seinen – ehemals – besten Freund übernahm seinen Verstand. „Ist das so?“ Er erschrak selbst ein wenig darüber, wie kühl und vor allem ruhig seine Worte sich anhörten. „Du? Du willst ein Krieger sein? Mit deinen mickrigen Jagdkünsten und deiner Tollpatschigkeit, die dich auf jeden Stock treten lässt?“ Felspfote spürte, wie sich ein anderer Ton in seine Worte mischte. Es klang nach mehr als nur Wut. Es klang nach Hass.
    Ingwerpfote schien das nicht entgangen zu sein. „Weißt du was?“, schnaubte er, das goldbraune Fell gesträubt. Seine Stimme zitterte bedrohlich, als er fortfuhr. „Ich werde dir beweisen, dass du falsch liegst. Ich werde dir beweisen, dass es den Himmelsgott gibt und dass der HimmelsClan existiert.“ Er holte tief Luft. „Ich gehe in die verbotene Höhle und ich finde den Himmelskristall. Und ich bringe ihn zu dir und zu dem Clan und beweise dir, dass die Wasserkatzen kein Haufen toter Katzen sind, sondern ehrenhafte Sternenpelze, die den richtigen Pfad eingeschlagen haben, anders als du. Und ich beweise dem Clan, dass ich es mehr wert bin als du, ein Krieger zu werden! Und ich werde in die Geschichte eingehen als der Krieger, der den Himmelskristall fand und zum persönlichen Gehilfen des Himmelsgottes wurde!“ Die letzten Worte schrie Ingwerpfote fast.
    Entgeistert wich Felspfote zurück. „Das ist einer deiner schlechten Scherze, oder? Nicht einmal die erfahrensten Krieger haben den Himmelskristall gefunden und Schüler dürfen nicht in die Verbotene Höhle. Das ist… naja, verboten!“
    „Glaubst du, ich weiß das nicht?“, gab Ingwerpfote trocken zurück. „Ich werde das schaffen, mit dem Himmelsgott an meiner Seite. Und mir ist es egal, dass es verboten ist, denn es wird sowieso niemanden mehr kümmern, wenn ich als Held gefeiert werde und du zugeben musst, dass ich Recht hatte und wieder mein Freund sein willst!“ Mit einem wütenden Fauchen wirbelte Ingwerpfote herum und sprintete zum Rand der Klippen. Vorsichtig, aber dennoch offensichtlich wütend, betrat er den schmalen Pfad, der die Bucht hinunter führte. Den gefährlichen Weg zur Verbotenen Höhle, welchen man eigentlich unter keinen Umständen alleine betreten sollte.
    „Er zieht das wirklich durch“, murmelte Felspfote zu sich selbst, als er angespannt über den Rand der Klippe sah und einen nervösen, aber entschlossenen, goldbraunen Kater dabei beobachte, wie er geschickt und hastig zugleich den Pfad hinunterstieg. Felspfote hielt die Luft an. In diesem Tempo war Ingwerpfote schnell beim Eingang der Verbotenen Höhle angelangt. „Er zieht das wirklich durch“, wiederholte Felspfote mit zusammengebissenen Zähnen und sog scharf die Luft ein, als schlussendlich auch der geringelte Schwanz des anderen Schülers im Dunkel der Höhle verschwand. Einige Herzschläge vergingen, aber Ingwerpfote kam nicht zurück.
    Felspfote richtete sich auf und taumelte nervös ein paar Schritte nach hinten. Jedes Junge wusste, dass der Pfad gefährlich und die Höhle wie ein Labyrinth war. Ihm wurde oft genug eingeschärft, niemals die Verbotene Höhle zu betreten.
    Aber jedes Junge hatte nicht nur über die Gefahr und die vielen Todesopfer oder Verschwundenen gehört, die die Verbotene Höhle und der Pfad zu ihr zu verschulden hatten, sondern auch von der Legende über den Himmelskristall, den der Himmelsgott einst in der Höhle versteckt hatte. Wer besagten Kristall fand, würde angeblich unbesiegbar werden und zum persönlichen Gehilfen des Himmelsgottes aufsteigen, als ein unsterblicher Krieger, der die Erde sein Heim nannte, aber dennoch Sterne im Pelz hatte. Natürlich war die Höhle schon von vielen Generationen unzählige Male abgesucht worden, aber noch nie wurde der Himmelskristall gefunden. Und Ingwerpfote wollte der erste und einzige sein, der es tat.
    Felspfote erinnerte sich, dass ein Ältester namens Narbenpelz ihm erzählt hatte, dass die Höhle bei Sturm zum gefährlichsten Ort der Umgebung wurde, weil die Wellen stärker wurden und das Meer die Höhle innerhalb kürzester Zeit fluten konnte. Noch ein guter Grund, den Zugang zu dieser Höhle zu verbieten.
    Eine starke Briese zerzauste Felspfotes Haar, während er mit leerem Blick zum Horizont starrte. Noch vor vier Tagen war sein Leben ganz in Ordnung gewesen. Er hatte Ingwerpfote an seiner Seite gehabt und niemand hatte gewusst, dass er nie an den Himmelsgott geglaubt hatte. Etwas, für das manche Katzen, so wie Goldglut, ihn aus dem Clan werfen würden. Aber Felspfote hätte nie gedacht, dass auch Ingwerpfote seine Ahnen und den Himmelsgott so sehr verehrte, dass er ihm die Freundschaft kündigte. Natürlich war das nicht der einzige Grund und eigentlich hatte Ingwerpfote die Worte auch nicht ausgesprochen. Aber Felspfote spürte, dass etwas zwischen den beiden zerbrochen war.
    Seine Augen tränten nun, einerseits, weil ihm die kräftige, nach salz riechende Meeresbriese in die braunen Seelenspiegel schlug, andererseits, weil er nicht wusste, wie er den Schmerz über den Verlust seines so ziemlich einzigen Freundes verarbeiten sollte. Felspfote war eher ein Einzelgänger und als Junges zweier Streuner nie wirklich beliebt gewesen. Sein Herz schlug wieder viel zu schnell. Ingwerpfote würde allen von seinen schlechten Worten über den Himmelsgott berichten und Felspfote würde verbannt werden. Er würde wieder allein sein. Ganz allein.
    Die Sicht des Schülers verschwamm, teils wegen den Tränen, teils, weil sein Herz so schnell raste, dass er glaubte, es würde gleich stehenbleiben. Seine Beine gaben nach und dumpf prallte Felspfote auf den steinigen Boden. Zitternd gab er sich der Angst, Trauer und Verzweiflung hin, die seinen Körper beherrschten.
    Auf einmal holte ihn ein lautes Donnergrollen in die Wirklichkeit zurück. Sein verschleierter Blick richtete sich gen Himmel, und was er sah, tröstete ihn nicht gerade. Schwere, dunkle Wolkentürme brauten sich am Himmel zusammen. Es würde jede Sekunde beginnen, zu regnen.
    Ein erneutes, noch lauteres Donnergrollen ließ Felspfote erneut zusammenzucken. Ängstlich richtete der graue Kater sich auf, wurde von einer heftigen Windböe aber fast direkt wieder umgeworfen. Er legte die Ohren an und sah sich panisch um, als er plötzlich realisierte, was das zu bedeuten hatte. Die Angst schnürte ihm die Kehle zu und seine Atmung überschlug sich. Der immer stärker werdende Wind trug seine Worte davon und das nächste Donnergrollen übertönte sie. Felspfote schrie, so laut wie er noch nie geschrien hatte, panischer denn je, doch auch diese Worte wurden vom Wind verschluckt, kaum, dass sie seinen Mund verlassen hatten. Felspfotes Herz raste. Ein greller Blitz zuckte über den Himmel, während Felspfote, sich gegen den Wind stemmend, am Rand der Klippe stand.
    „KOMM ZURÜCK! INGWERPFOTE!“




    Mit wild pochendem Herzen wagte Felspfote einen Blick über den Rand der Klippe und schnappte sogleich hörbar nach Luft. Die Wellen wurden mit jedem Herzschlag gewaltiger und mit Entsetzen bemerkte der graue Kater, dass sie kurz davor waren, die Verbotene Höhle zu erreichen. Würde er es zurück zum Lager schaffen, bevor die Höhle überflutet wurde?
    Schwer atmend drehte Felspfote sich um und blickte in Richtung des Lagers. Nein, das war viel zu weit entfernt und er war nicht der beste Sprinter, besonders bei Sturm, wenn er seine Atmung nicht unter Kontrolle hatte.
    Nervös lief er auf und ab, hin und hergerissen. Ingwerpfote hatte sich das selbst eingebrockt und sollte sich auch selbst retten. Andererseits flüsterte eine leise Stimme in seinem Kopf, dass auch Felspfote Mitschuld hatte. Seine Wut war zuerst außer Kontrolle geraten und er hatte Ingwerpfotes Versöhnungsversuche ignoriert.
    Er holte tief Luft und versuchte, den Regen zu ignorieren, der zwar gerade erst begonnen hatte, aber bereits den kompletten Boden nass und rutschig gemacht hatte.
    Er hatte Ingwerpfote nicht verziehen und er spürte noch immer Wut auf den goldbraunen Kater, aber trotzdem machte er sich Sorgen und wünschte sich, der Streit hätte nie stattgefunden.
    Felspfote fasste einen Entschluss. Ingwerpfote war sein Freund. Streit hin oder her. Und er würde Ingwerpfote nicht im Stich lassen!
    Ein wenig bereute er diesen Gedankengang, als er den Pfad zur Verbotenen Höhle betrat und fast sofort ausrutschte. Selbst mit ausgefahrenen Krallen fand er kaum Halt auf dem nassen Stein. Das einzig positive an dem Sturm war wohl, dass der Wind Felspfote an die Wand presste und somit verhinderte, dass er hinunterfiel.
    Mittlerweile war Felspfotes Pelz komplett durchnässt und er zitterte wie Espenlaub. Selten hatte er so gefroren. Im Moment wünschte er sich nichts sehnlicher, als in seinem warmen Nest im Schülerbau zu sitzen und sich eine von Ingwerpfotes lustigen Geschichten anzuhören, während man vom Sturm nur die schweren Regentropfen, die auf das Dach prasselten, mitbekam.
    Aber so war es nicht. Es war alles andere als gemütlich und Ingwerpfote schien tausende Fuchslängen weit entfernt, obwohl Felspfote bereits die Hälfte des Pfades geschafft hatte. Er hatte sich noch nie so weit von Ingwerpfote entfernt gefühlt.
    Der Schüler kniff die Augen zusammen und drückte sich gegen die Wand, seine Schritte wurden etwas langsamer. Er musste vorsichtiger sein. Fast wäre er erneut ausgerutscht, was, dem immer schmäler werdenden Pfad nach zu urteilen, dieses Mal fatale Folgen gehabt hätte.
    Der Wind peitschte ihm Regen ins Gesicht, dennoch lief Felspfote stur weiter. Er wagte es nicht, in die Tiefen zu seiner Rechten zu blicken, aus Angst, dass in diesem Moment eine Monsterwelle kommen könnte und ihn mit sich nach unten reißen würde. Bei Ingwerpfote hatte der Abstieg so leicht ausgesehen!
    Nun, Ingwerpfote war ja auch nicht zur Verbotenen Höhle gelaufen, während neben ihm die Welt unterging. Felspfotes Mundwinkel zuckten. Diese zynische Formulierung hätte durchaus von Ingwerpfote persönlich stammen können, würde dieser nicht den Himmelsgott so sehr verehren.
    „Autsch!“, fauchte Felspfote leise und hob schnell seine linke Vorderpfote, mit der er auf einen besonders spitzen Stein getreten war. Blut quoll aus seinem Pfotenballen hervor, aber jetzt hatte er keine Zeit und auch nicht das Gleichgewicht, lange auf drei Beinen herumzustehen und sich seine Wunde zu lecken.
    Gerade noch rechtzeitig setzte er seine Pfote auf den Boden, um zu verhindern, dass er vornüber fiel. Der Pfad war steiler geworden und Felspfote erinnerte sich, dass das ein Zeichen dafür war, dass er beinahe sein Ziel erreicht hatte. Viele Geschichten berichteten von dem gefährlichsten Pfad des Abstiegs.
    Felspfote nahm einen tiefen Atemzug und versuchte, die Höhle ausfindig zu machen, aber der Regen war mittlerweile so dicht, dass er kaum noch etwas sehen konnte.
    Vorsichtig mache er noch einen Schritt und rutschte aus. Mit einem Aufschrei verlor er den Halt und viel vornüber. Er bekam nicht mehr mit, außer, dass ihm langsam sehr schwindelig wurde. Deshalb vermutete er, gerade in einer Mischung aus Rutschen und Rollen den letzten Teil des Pfades, welcher glücklicherweise etwas breiter geworden war, herunterzufallen.
    Das war wohl die schnellste Methode, nach unten zu gelangen. Felspfote konnte ein bitteres Grinsen nicht verhindern, welches ihm aber sogleich aus dem Gesicht gewischt wurde. Schmerzfrei war diese Methode jedenfalls nicht. Und wohl auch das Gegenteil von sicher.
    Angestrengt versuchte Felspfote, sein Rutschen zu stoppen und schaffte es, in eine halbwegs aufrechte Lage zu gelangen, allerdings falsch herum. Er sah nicht, wohin er überhaupt rutschte. Seine Pfotenballen würden ihm auch nicht gerade hierfür danken, da war er sich sicher.
    Er fuhr seine Krallen aus, um zu stoppen, was nur bedingt funktionierte. Ein wenig langsamer wurde er zwar, aber seine Pfoten schmerzten nun noch mehr als ohnehin schon. Warum war der Weg für Ingwerpfote so kurz gewesen? Felspfote kam es bereits wie eine halbe Ewigkeit vor.
    Fast wäre sein Herz stehengeblieben, als der Boden unter seinen Hinterpfoten nachgab. Geistesgegenwärtig sprang Felspfote nach vorn und holte mehrmals tief Luft, bevor er es wagte, hinter sich zu sehen. Gerade fielen die Steine, die sich eben gelöst hatten, in den gähnenden Abgrund. Felspfote konnte nicht erkennen, ob sie noch immer fielen oder bereits im Meer gelandet waren.
    Nach Luft schnappend drehte er sich wieder um. Er stand auf einer Art winzigen Plattform, vor ihm der steilste Teil des Pfades und direkt neben ihm der Eingang. Der Eingang zur Verbotenen Höhle. Felspfotes Schweif zuckte nervös. Er steckte seinen Kopf in den Eingang und rief nach Ingwerpfote, aber die Worte verloren sich im lauten Donnern. Das Gewitter musste nun fast über ihm sein. Er schluckte. Sollte er wirklich die Höhle betreten?
    Die Gezeiten nahmen ihm diese Entscheidung ab. Er hatte sich kaum von dem Schock von seinem Fast-Sturz erholt, da kam auch schon der nächste Schock. Mit einer enormen Wucht klatschte eine riesige Welle gegen die Plattform und die Wassermassen schubsten Felspfote unsanft in die Höhle. Er schrie erschrocken auf und schluckte dabei eine Menge Wasser. Hustend und keuchend rappelte er sich auf und schüttelte sich.
    Viel konnte er nicht sehen, aber was er spürte, gefiel ihm nicht. Vor ihm war ein Hang, der weiter nach unten führte. Erneut nahm eine Welle ihm die Entscheidung ab, ob er weiter in die Höhle hineingehen sollte. In weiser Voraussicht ließ Felspfote den Mund geschlossen, während er gar nicht erst versuchte, sich gegen die gewaltigen Wassermassen zu stemmen.
    Das Wasser drückte ihn über den Rand und schon spürte Felspfote keinen Boden mehr unter seinen Pfoten. Mit einem lautem Platschen wurde seine Reise beendet. Das Wasser am Boden fing ihn ab und machte den Aufprall ein wenig erträglicher – Moment, das Wasser am Boden?
    Er rappelte sich auf und merkte mit Entsetzen, dass er beinahe komplett im Wasser stand. Wie tief war er gefallen? Wie tief war der Grund dieser Höhle?
    Angst durchströmte ihn. Mühsam watete er durch das Wasser. Diese Höhle hatte etwas Unheimliches an sich. Es war nicht die Tatsache, dass Felspfote nur ein paar Schimmer des Wassers sehen konnte und sonst nichts. Es war die Tatsache, dass sich das Rauschen des Wassers mit dem Donnergrollen vermischte und er sich so einbildete, die Schreie von Katzen zu hören. Hoffentlich war es auch wirklich nur Einbildung.
    „Ingwerpfote? Bist du hier?“, rief Felspfote hoffnungsvoll. Es war, als hätte der Boden der Höhle nur auf diese Unaufmerksamkeit gewartet. Der Boden verschwand unter seinen Pfoten und Felspfote tauchte unter, wodurch der zweite Ruf nach Ingwerpfote zu einem Blubbern wurde.
    Heftig strampelte Felspfote mit den Beinen und dankte im Stillen seiner strengen Mentorin Möwenschrei, dass sie ihn beim Schwimmtraining einfach ins Wasser geschubst hatte, um ihm gar keine Zeit für Angst zu lassen, und dann solange mit ihm trainiert hatte, dass er nun einer der besten Schwimmer des Clans war. So bereitete es ihm kaum ein Problem, zurück an die Wasseroberfläche zu kommen. Erleichtert atmete er die stickige Höhlenluft ein. Ob hier schon alles überflutet gewesen war, als Ingwerpfote die Höhle durchquert hatte? Hoffentlich nicht. Ingwerpfote kannte zwar die Grundlagen, war aber nie ein begeisterter oder ausdauernder Schwimmer gewesen.
    Mit gleichmäßigen Schwimmzügen setzte er also seinen Weg fort. Jetzt spürte er es noch mehr als zuvor, wenn eine Welle ihren Weg in die Höhle fand und das Wasser durcheinanderwirbelte. Das Wasser war unruhig und es viel ihm stellenweise schwer, sich an der Oberfläche zu halten. Wo war nur Ingwerpfote? Sollte er noch einmal rufen? Schaden konnte es wohl nicht.
    „Ingwerpfote?“, probierte er es. Seine Worte hallten in der Höhle wieder.
    „Felspfote?“
    Erstaunt riss Felspfote die Augen auf, bevor ihm bewusst wurde, dass er sicherlich einfach nur sein Echo gehört und es automatisch anders wahrgenommen hatte, weil er so sehr auf eine Antwort hoffte.
    Eine weitere Welle und ein dumpfer, ferner Donnerschlag lenkten ihn ab. Prompt stieß er sich den Kopf an der Decke und fluchte. Wie groß war denn bitte diese bescheuerte Höhle?
    Erst, als der dumpfe Schmerz in seinem Kopf etwas nachgelassen hatte und Felspfote sich dafür erneut den Kopf stieß, realisierte er, dass er hier so nicht weiterkam. War die Decke tiefer geworden oder das Wasser gestiegen? Vermutlich beides, und das war gar nicht gut. Langsam dämmerte ihm, was genau Narbenpelz gemeint hatte. Weil die Höhle so tief abfiel, sammelte sich hier bei jedem Sturm das Wasser, welches die Wellen in die Höhle brachten. Und es konnte nicht wieder ablaufen. Die Höhle wurde überflutet und wer auch immer sich in ihr befand, würde ertrinken. Ganz einfach ertrinken, selbst mit den besten Schwimmkünsten. Irgendwann war überall Wasser und kein Platz mehr, um zu atmen.
    Das hieß, das Ingwerpfote ertrinken würde! Felspfote musste so schnell wie möglich zu ihm und ihn warnen, ihn retten, bevor es zu spät war!
    Er holte tief Luft und tauchte ab. Mit der Schwanzspitze tastete er sich an der Decke entlang, darauf hoffend, dass er gleich auf Ingwerpfote stoßen würde. Je weiter er jedoch tauchte, desto mehr wandelte die Hoffnung sich in Panik. Nicht nur Ingwerpfote würde ertrinken, nein, wenn die Decke nicht bald weiter nach oben gehen würde, damit Felspfote Luft schnappen könnte, würde auch er ertrinken.
    Auf seiner Zunge schmeckte der graue Kater das Salzwasser. Sein nasses Fell zog ihn in die Tiefe, seine Schwimmzüge wurden kräftiger und verbrauchten mehr Luft. Langsam wurde ihm schwindelig und er schloss die Augen. Jetzt würde er also sterben.
    Aber er wollte nicht sterben! Er wollte atmen, aber hier war kein Sauerstoff! Hier war nur salziges, wildes, dunkles Wasser, und er meinte, einen Schrei über ihm zu vernehmen. War das der Tod, der nach ihm rief? Oh, er wollte doch nur einen Atemzug nehmen… Aber er würde ertrinken…
    Er sah nicht mehr, er fühlte nichts mehr. Seine Welt bestand nur aus Leere und Dunkelheit. Aber irgendwo spürte er doch etwas. Ein Kribbeln lief durch seinen Körper, und dann spürte er, wie jemand heftig auf seine Brust schlug. Und er hörte, wie jemand seinen Namen rief. Ob das die Wasserkatzen waren?
    „Felspfote! Wach auf, du Fischhirn!“, heulte die Stimme verzweifelt, und mit einem Mal erkannte Felspfote, dass es sich um Ingwerpfote handelte. Ingwerpfote. Ingwerpfote lebte! Oder war Ingwerpfote auch ein Sternenpelz?
    Ein Husten schüttelte Felspfote und Ingwerpfote verstummte. Er konnte den goldbraunen Kater zwar nicht sehen, aber spürte dessen kalten, nassen Pelz neben ihm. Hustend hob er den Kopf und spuckte Salzwasser auf den Boden, während neben ihm Ingwerpfotes rasselnder Atmen immer wieder ängstlich stockte.
    „Wie geht es dir?“, fragte er schließlich, als Felspfote fertig war, Wasser zu erbrechen und nur noch schwach hustete.
    „Den Umständen entsprechen“, murmelte er als Antwort. „Ich fühl mich wie ein toter, faulender Fisch in einer Schlammpfütze.“
    „Woher weißt du denn, wie sich so ein Fisch fühlt?“, fragte Ingwerpfote und sein Freund konnte sich vorstellen, wie seine Augen schelmisch funkelten.
    Zitternd drückte Felspfote sich an ihn. „Ich bin so froh, dich gefunden zu haben. Es tut mir so leid, was passiert ist…“
    „Felspfote, wir haben keine Zeit für Entschuldigungen“, miaute Ingwerpfote nervös. „Ich spüre das Wasser schon an meinen Pfoten.“
    „Wo sind wir hier eigentlich?“
    „Ich vermutete, das ist ein Felsvorsprung. Jedenfalls war er meine Rettung. Aber ich fürchte, lange wird er das nicht mehr sein. Und er sich außerdem zu klein für uns beide. Wir müssen hier irgendwie raus…“
    Felspfote nickte, bevor er merkte, dass Ingwerpfote das nicht sehen konnte. Es hatte etwas tröstliches an sich, wie er so dicht an seinen besten Freund gedrückt auf einem Felsvorsprung saß. Es ließ ihn beinahe vergessen, in welch misslicher Lage die beiden sich befanden. Aber auch an seine Pfoten kam das Wasser und so sehr er sich wünschte, auf ewig an Ingwerpfote gekuschelt hier in der Dunkelheit zu sitzen, den Geruch des Meersalz in der Nase und den Atem des anderen Schülers in den Ohren, wusste er, dass Ingwerpfote Recht hatte. „Wir müssen tauchen“, sagte Felspfote langsam. Es fiel ihm schwer, auch nur daran zu denken, noch einmal so lange unter Wasser zu bleiben, dass er fast ertrank, aber es war die einzige Möglichkeit.
    „Aber…“ Ingwerpfotes Stimme zitterte und er drückte sich ein wenig fester an den anderen Schüler. „Wir werden ertrinken!“
    „Wir können hier bleiben und warten, bis wir ertrinken, oder wir tauchen. Entweder wir ertrinken dabei oder wir schaffen es!“ Diese Worte klangen mutiger, als Felspfote sich fühlte. In Wahrheit bebte auch er vor Angst.
    „Ich… Okay…“, flüsterte Ingwerpfote.
    „Also, ich gebe die Richtung an und du tauchst neben mir“, fasste Felspfote hastig seinen Plan zusammen, da das Wasser bereits auf Brusthöhe gestiegen war.
    „Verstanden.“
    „Auf drei tauchen wir. Eins. Zwei-“
    „Ich habe Angst“, flüsterte Ingwerpfote.
    „Ich auch. Drei!“
    So kräftig er es vermochte, stieß Felspfote sich von dem Stein unter ihm ab und tauchte unter. Neben ihm tat Ingwerpfote es ihm gleich. Felspfote spürte seinen Pelz dicht an seinem eigenen und die Bewegungen im Wasser neben ihm.
    Felspfote wusste nicht, ob er in die richtige Richtung schwamm oder weiter in die Höhle hinein. Was zählte, war nur der Versuch, zu entkommen. Aber er vermutete, dass es die richtige Richtung war, denn er musste gegen die Wellen anschwimmen. Es war so sehr viel schwieriger, voranzukommen, und seine Luftreserven wurden schon nach kurzer Zeit knapp. Wie es Ingwerpfote neben ihm wohl ging? Hoffentlich würden er es durchhalten. Hoffentlich würden beide es nach draußen schaffen.
    Entschlossen schwamm Felspfote weiter. Ihm war schwindelig und er hatte keine Luft mehr, aber er würde das schaffen. Ganz sicher. Er neigte hoffnungsvoll den Kopf nach oben und sein Herz machte einen Hüpfer, als er Luft und kalten Stein an seiner Nase spürte. Es war nicht viel Platz zum Atmen, aber dennoch war er unfassbar erleichtert. „Wir haben es fast geschafft“, keuchte er an Ingwerpfote gewandt. Aber er bekam keine Antwort.
    Panik stieg in ihm auf. „Ingwerpfote? Ingwerpfote!“, rief er, entsetzt nach Luft schnappend. Der andere Schüler musste bewusstlos geworden sein!
    Die Angst gab Felspfote neue Kraft, als er wieder untertauchte und blind mit den Vorderpfoten nach Ingwerpfotes Körper tastete. Wo war er? War er bewusstlos? Oder gar tot?
    Felspfotes Herz raste. Er tauchte immer tiefer, aber noch immer fand er nichts. Langsam ging ihm auch die Luft aus. In seinem Kopf dröhnte es und der Druck wurde schlimmer, je tiefer er tauchte, aber er musste Ingwerpfote finden!
    Endlich berührten seine Pfotenballen etwas Festes. Etwas Weiches. Erleichtert schloss Felspfote die Augen. Ingwerpfotes Pelz!
    Hoffnung flammte in Felspfote auf und gab ihm die Kraft, Ingwerpfote zu packen und nach oben zu ziehen. Wie er das geschafft hatte, wusste er selbst nicht wirklich, aber das war ihm egal, als er endlich wieder Sauerstoff spürte. Der Raum zwischen Wasser und Decke war noch kleiner geworden, und Felspfote nahm hastig ein paar tiefe Atemzüge. Ingwerpfote musste so schnell wie möglich nach draußen, weshalb Felspfote wieder abtauchte. Er schwamm langsam. Es war ein wahrer Kraftakt, zugleich die Luft anzuhalten, gegen die Wellen zu schwimmen und Ingwerpfotes schlaffen Körper zu tragen.
    Zum Glück konnte er im vorderen Teil der Höhle ab und zu Luft schnappen und manchmal sogar mehrere Fuchslängen über Wasser bleiben, aber mittlerweile war nicht der Luftmangel das größte Problem, sondern die Kraft, welche Felspfote langsam aber stetig verließ.
    Wann kam denn endlich der Ausgang dieser verdammten Höhle?
    Felspfote tauchte auf und sah sich mit offenen Augen um. Vor ihm flutete ein grelles Licht für Sekundenbruchteile die Höhle. Ein Blitz? Also war er fast draußen!
    Felspfote verfestigte seinen Griff und schwamm schneller, flach atmend, bis die Decke ihn dazu zwang, wieder unterzutauchen. Eine Welle schob ihn wieder zurück, aber Felspfote ließ sich nicht beirren. Er wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, seit er den Pfad zur Verbotenen Höhle betreten hatte, aber der Sturm schien ein wenig abgeklungen zu sein. Ihm fiel es mittlerweile leichter, gegen die Wellen anzuschwimmen.
    Kurz spürte er sogar Boden unter seinen Pfoten! Er legte die Ohren an und nahm all seine Kraft zusammen. Bloß raus aus dieser Höhle!
    Er konnte wieder auftauchen und Luft schnappen. Gleich, gleich war er da! Gleich konnte er wieder normal stehen, gleich würde er wieder etwas sehen können, gleich würde er endlich den Wind wieder fühlen!
    Felspfote konnte stehen. Er war am Eingang. Kraftlos watete er durch das Wasser und zog Ingwerpfote mit sich. Um zu verhindern, dass eine Welle beide erneut in die Höhle beförderte, bog er direkt nach dem Eingang um die Ecke und lehnte sich keuchend gegen die Wand, bevor er Ingwerpfote zu sich zog.
    „Wir haben es geschafft…“, seufzte er leise und betrachte den goldbraunen Schüler, bevor er energisch dessen Fell putzte.
    Langsam regte Ingwerpfote sich. „Felspfote?“, hustete er schwach. „Du hast es geschafft…“
    „Nein, nein, wir haben es geschafft“, miaute Felspfote beruhigend.
    „Ich habe den Himmelskristall nicht gefunden“, krächzte Ingwerpfote leise.
    Sanft schüttelte der Graue den Kopf. „Das ist egal. Du lebst.“
    Ein schmerzvoller Ausdruck trat in Ingwerpfotes halbgeöffnete Augen. „Ich… ich glaube… Felspfote…“
    Entsetzt riss Felspfote die Augen auf. „Was? Nein! Du darfst mich nicht verlassen!“ Ingwerpfote meinte doch nicht etwa…!
    „Ich muss…“, hauchte der Goldbraune traurig. „Aber… Zuvor… Eine Frage…“
    „Frag nur, frag nur“, sagte Felspfote hastig und mit rasendem Herzen. Der Donner, der Sturm, der Regen und die Blitze, all das war gerade egal, es zählte nur Ingwerpfote.
    „Freunde?“, hauchte dieser, beinahe lautlos.
    Tränen stiegen Felspfote in die Augen, als er nickte. „Freunde“, antwortete er mit erstickter Stimme.
    Ein Lächeln schlich sich auf Ingwerpfotes Gesicht, bevor ihm wieder die Augen zufielen und seine Atmung verstummte.
    Felspfote schluchzte auf und sank zitternd vor Schmerz auf den Boden. „Nein! Bitte nicht! Ingwerpfote!“

    16
    Heute ist der 31. Juli und somit auch die Bekanntgabe der Gewinner! Ziemlich viele haben diesen Monat eine Geschichte eingesendet und es waren viele tolle mit dabei...Aber nun, hier kommen die Gewinner!



    Auf dem ersten Platz:
    Funken - If you love, let go mit 6 Stimmen!


    Auf dem zweiten Platz:
    Kupfer - Das Echo des Todes mit 5 Stimmen!


    Auf dem dritten Platz:
    Cora❤ - Die Entscheidung mit 2 Stimmen!




    Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

    17
    Der August ist da und auch somit das neue Thema! Ich weiß, es hätte auch heute Morgen kommen können...Hatte aber nicht so richtig Zeit dafür. Jetzt ist es ja da! Und es ist...



    Geschwisterliebe/-hass!


    (Danke Funkenfell, für die Idee^^)


    Da habt ihr wieder so gut wie alle Freiheiten, die mir gerade so einfallen...Es kann sich um eine enge Freundschaft zwischen Wurfgefährten handeln, die dann wegen irgendetwas auf dem Spiel steht, oder sie hassen sich gegenseitig und dann passiert etwas, das sie zusamen durchstehen müssen. Oder, oder, oder...Es gibt unendlich viele Möglichkeiten!
    Ich wünsche euch wie immer gute Ideen und noch einen schönen Tag! ^^

    18
    Zimtpfote - von Luffy124



    PROLOG

    Wenn ich daran zurückdenke, wie viel Spaß meine Schwester Tupfenfell (damals noch Tupfenjunges/pfote) und ich, Sonnenlicht (damals noch Sonnenjunges/pfote), immer zusammen hatten, werde ich ganz wehmütig. Das ist meine Lieblingsgeschichte, und ich erzähle sie heute als Älteste immer noch den Jungen. Wollt ihr sie wirklich hören? Na gut…



    KAPITEL 1

    Alles begann an einem schönen Tag in der Mitte der Blattgrüne. Tupfenjunges und ich tollten gerade auf der Lichtung in unserem Lager umher, da sahen wir Streifenherz, unseren zweiten Anführer, eilig in den Anführerbau laufen. Er trug den Kopf gesenkt und sah aus, als würde er etwas tragen, das er unbedingt verbergen wollte. Neugierig, wie wir beide waren, gingen wir näher heran, um zu lauschen. Aber das genügte uns nicht, und so lugten wir schon bald um die Ecke in den Anführerbau, der unten im Hochfelsen lag. Streifenherz und Kleestern, unsere Anführerin, standen mit dem Rücken zu uns. Und doch sahen wir ein kleines, braunes Etwas vor ihren Pfoten sitzen. „Ein Junges!“, flüsterte Tupfenjunges mir zu. In dem Moment blickte das Junge zu uns hinüber, und bis heute kann ich nicht sagen, ob es uns gesehen hatte oder nicht. Ich packte Tupfenjunges geistesgegenwärtig am Schweif und zog sie weg, aus Angst, dass das Junge uns sehen und verpetzen würde. Tat es aber nicht, wenn es uns denn gesehen hatte. Da begann Kleestern zu sprechen. „Und du hast ihn im Wald gefunden, sagst du? Streifenherz?“ „Ja, Kleestern“, hörten wir Streifenherz‘ tiefe Stimme. „Er saß unter einem Todesbeerenbusch. Ich habe noch ein wenig gewartet, aber niemand kam, um ihn zu holen.“ An Kleesterns Stimme hörten wir, dass sie schmunzelte. „Ich danke dir, Streifenherz, aber warum hast du ihn nicht einfach dort sitzen lassen? Vielleicht irrt seine Mutter jetzt suchend im Wald umher.“ Streifenherz war nett, klug, gut im Kampf, humorvoll, aber leider sehr ungeduldig. „Das habe ich nicht bedacht. Ich werde sofort eine Patrouille anordnen, um die Mutter zu suchen!“ „Tu das“, Kleestern klang gutmütig. Sie war nie jemandem böse, und wenn, dann nicht lange. Schnell versteckten Tupfenjunges und ich uns hinter einer Pflanze, die neben dem Hochfelsen war. Kurz darauf kam Streifenherz auch schon aus dem Anführerbau. Kleestern folgte ihm, das Junge im Maul tragend. Während Streifenherz sich nun setzte, kletterte Kleestern mit dem Jungen vorsichtig den Hochfelsen hinauf. Oben blieb sie stehen, setzte das Junge ab, und stieß den altbekannten Ruf aus; „Ich rufe alle Katzen, die alt genug sind, um eigene Beute zu erjagen, auf, sich hier am Hochfelsen zu versammeln!“ Das, was dann passierte, hatten Tupfenjunges und ich zwar schon ein paarmal gesehen, aber es war jedes Mal aufs Neue wieder beeindruckend. Der gesamte DonnerClan strömte aus den Bauen und setzte sich unten an den Hochfelsen. Allen voran die Krieger (mit unserem Vater Silberstreif), es folgten die Krieger, die Mentoren geworden waren, mit ihren Schülern, dann der Heiler Laubregen mit seiner Schülerin Minzpfote und zu guter Letzt die Ältesten. Auch die einzige Königin im Clan, unsere Mutter Kristallblüte, war dabei. Suchend sah sie sich um, und wir liefen zu ihr. „Da seit ihr ja“, begrüßte sie uns und leckte über unsere Köpfe. Wir nahmen zu ihren Vorderpfoten Platz und Kleestern ließ den Blick über ihren Clan schweifen, wie um sich zu vergewissern, dass alle da waren. Dann nickte sie und erhob wieder die Stimme. „Liebe Clangefährten! Streifenherz brachte mir soeben ein Junges, dass er im Wald unter einem Todesbeerenbusch gefunden hat. Wir werden es im Clan aufnehmen, aber zuerst wird eine Patrouille im Wald nach der Mutter des Kleinen suchen. Finden wir sie, geben wir ihr ihren Sohn zurück. Wenn nicht...“ Lächelnd sah Kleestern den Kleinen an, dann fuhr sie fort; „Kristallblüte“, sie wandte sich an unsere Mutter, „Sollten wir die Mutter nicht finden, wärst du bereit, den Kleinen zusammen mit Sonnenjunges und Tupfenjunges zu säugen?“ „Ja, Kleestern, dazu bin ich gerne bereit“, sagte unsere Mutter ohne groß nachzudenken. Sie war eine gute Seele. „In Ordnung, danke Kristallblüte. Der Kleine soll Zimtjunges genannt werden! Nun, Streifenherz, bitte suche Katzen für eine Patrouille zusammen. Die Versammlung ist beendet!“ Mit diesen Worten nahm sie Zimtjunges wieder ins Maul, sprang vom Hochfelsen und setzte ihn vor unserer Mutter ab. „Würdest du...“, sie zögerte etwas, gab sich dann aber einen Ruck, „Würdest du ihn jetzt schon etwas Milch abgeben? Er ist so abgemagert...“ „Gern, Kleestern, wenn du das wünschst.“ Meine Mutter nahm Zimtjunges ins Maul, nickte Kleestern zu, winkte uns mit dem Schweif hinter sich her und verschwand in der Kinderstube. Wir folgten ihr, doch kurz vorher hielt Tupfenjunges mich zurück. „Glaubst du, wir werden ihn mögen?“, fragte sie. „Sicher“, entgegnete ich, „er wird wie ein Bruder für uns sein!“ Mit diesen Worten ging ich in die Kinderstube und Tupfenjunges folgte mir. Hätten wir doch bloß geahnt, was durch Zimtjunges alles passieren sollte!



    KAPITEL 2

    Zimtjunges war genauso alt wie ich und Tupfenjunges. Die Zeit verging, und es kam der Tag, an dem wir Schüler wurden. Ich bekam Wasserfeder als Mentorin, eine nette junge Kätzin. Tupfenpfote, die Glückliche, erhielt Silberstreif, unseren Vater, als Mentor. Und Zimtpfote sollte von Schwarzkralle unterrichtet werden. Ich und meine Schwester waren sehr zufrieden mit unseren Mentoren. Und Zimtpfote? Begeisterung sah anders aus. Egal, er wird Schwarzkralle schon überleben!, dachte ich mir. Ich dachte mir das nur so dahin, aber ich hatte Unrecht, wie ich einen Mond später herausfinden sollte… Das kam so: Zimtpfote war ein sehr stiller Kater. Ich und meine Schwester fragten ihn immer öfter nach seiner Vergangenheit, aber nie sagte er etwas. Merkwürdig. Eines Tages brach eine Dürre über die Clans. Es regnete tagelang nicht, der Fluss trocknete aus und bestand nur noch aus Matsch und Staub. Alle Katzen litten Durst und Hunger, denn auch die Beute blieb wegen dem wenigen Wasser nicht mehr im Wald und auf dem Hochland. Nicht lange, und die Territorien der Clans waren wie leergefegt. Einzig die Katzen waren noch da, sonst war nirgendwo Leben. Glaubten wir. Wir mussten früh aufstehen und den Tau von den Blättern trinken. Bekam tagsüber jemand Durst, musste dieser ausgehalten werden. Wenn der Durst zu schlimm wurde, ging die durstige Katze zum Fluss, schleckte den Matsch auf und filterte mühsam das verbliebene Wasser heraus. Manchmal schlich sich auch jemand zum Zweibeinerort und stahl Katzenminze aus den Gärten. Aber die Minze wurde nicht nachgepfanzt, denn die Zweibeiner hatten es entweder satt, dass ihre Minze ab und zu verschwand oder, … keine Ahnung. Aber eins war seltsam: Während alle Katzen vor Hunger und Durst ausgetrocknet schienen, schien es Zimtpfote gar nichts auszumachen. Er wirkte ganz normal. Eines Tages beobachtete ich, wie er sich aus dem Lager schlich. War das des Rätsels Lösung? Neugierig folgte ich ihm. Er blickte sich ein paarmal um, aber ich versteckte mich in diesen paar Momenten schnell hinter einem Baum. Dann rannte er los, ich hinterher. Immer tiefer ging es in den Wald, dann war plötzlich Schluss und ich zischte wieder hinter einen Baum und spähte hervor. Und was ich sah, konnte ich nicht fassen.



    KAPITEL 3

    Auf der Lichtung, die ich vor mir sah, sprudelte munter eine Quelle, riesige Haufen Frischbeute lagen überall herum, und es sah aus, als ob Zimtpfote das alles die ganze Zeit gewusst hatte! Ich war wütend. Aber ich war gezwungen, in meinem Versteck zu bleiben. Denn jetzt traten Katzen auf die Lichtung, die ich nicht kannte. Aber Zimtpfote schien sie zu kennen. In diesem Moment begann ein großer brauner Kater, der Zimtpfote sehr ähnlich sah, zu sprechen. „Nun, wie macht sich der Clan?“ Zimtpfote senkte unterwürfig den Kopf. „Es geht ihnen von Tag zu Tag schlechter, Meister.“ Ich war heilfroh, dass ich so im Wind stand, dass mich niemand riechen konnte. Dann dachte ich über Zimtpfotes Worte nach. Wer ist dieser Kater, der so viel Macht über Zimtpfote hat, dass dieser ihn Meister nennt?, überlegte ich. Der große Kater ergriff wieder das Wort. „Sehr gut! Wie sieht es aus, kannst du mir bald die beiden Schülerinnen bringen? Der Clan darf sich nicht vermehren! Wir müssen ihn auslöschen, und auch die anderen drei Clans, damit wir allein die Macht über den Wald haben!“ Zimtpfote nickte. „Ich weiß, Meister. Sie sind beide sehr neugierig, also wird es ein Leichtes, sie vom Clan wegzulocken.“ Ich schnappte erschrocken nach Luft. Was wollte Zimtpfote tun? Doch das war noch nicht alles. „Funktioniert der Staudamm noch?“, fragte der große Kater nun. Ich spitzte die Ohren. Staudamm? Auch jetzt nickte Zimtpfote wieder. „Ganz toll, Meister. Ich habe gestern noch einmal nachgesehen. Klappt einwandfrei.“ Das Gesicht des großen Katers nahm einen – wie könnte man es nennen – hysterischen, machthungrigen Ausdruck an. Gruselig. Langsam ging Zimtpfote rückwärts. Dann schien ihm etwas einzufallen. „Ach, Meister…“ „Ja, Muskat?“ Muskat? War das Zimtpfotes ‚Name‘ bei diesen Katzen? Nannten die ihn so? „Naja, die eine von ihnen… Sonnenpfote…“ Ich spitzte erneut die Ohren. Was war mit mir? „Was ist mit ihr?“ Meine Rede. „Ich…“ Er seufzte. „Ich empfinde etwas für sie.“ Bitte was! „Was?“ Meine Schnurrhaare zuckten. „Das reicht für heute, Muskat. Geh.“ Wahrscheinlich ging es dem großen Kater wie mir: Er musste das erst einmal verarbeiten. Als Zimtpfote an mir vorbeilief, auf dem Weg zurück ins Lager, und als ich ihm folgte, ging mir nur ein Gedanke durch den Kopf: Was war das gerade!



    KAPITEL 4

    „Tupfenpfote! Wach auf!“ Ich rüttelte so lange an meiner Schwester, bis sie sich müde aufsetzte. „Was soll das? Heute war ein anstrengender Trainingstag, ich will schlafen!“ Ich schüttelte den Kopf. „Du wirst nicht glauben, was ich gerade gehört und gesehen habe!“ Und ich erzählte ihr alles. Nur das, was Zimtpfote über seine Gefühle für mich gesagt hatte, ließ ich weg. Ihre Augen wurden immer runder und sahen aus, als würden sie jeden Moment platzen. So groß waren sie. „Das… das hätte ich niemals von Zimtpfote gedacht!“, stammelte sie, als ich geendet hatte. Ich nickte. „Denkst du, ich? Niemand wusste davon. Das war eine perfekte Tarnung! Ein verwahrlostes Junges unterm Todesbeerenbusch. Keiner hätte gedacht, dass er in solch dunkle Machenschaften verwickelt ist!“ Ich war immer lauter geworden, und Tupfenpfote hielt mir erschrocken das Maul zu. „Schhhhht“, zischte sie. „Willst du den gesamten Clan aufwecken!“ Ich schüttelte den Kopf. Sie ließ ihre Pfote von meinem Maul sinken und sah nachdenklich drein. Dann schaute sie mich entschlossen und ernst an. „Ich muss Kleestern Bericht erstatten! Sofort! Wir brauchen einen Plan!“ Ich blickte sie geschockt an. „Sag mal, hast du Distelwolle im Kopf oder was! Er ist wie ein Bruder für uns, wir dürfen ihn doch jetzt nicht verraten!“ Jetzt sah sie mich an, als hätte ich Distelwolle im Kopf. „Wir? Ihn? Verraten?“ Und sie lachte verächtlich. „Er hat uns verraten! Aber bitte, was willst du denn stattdessen tun, he?“ Ich schaute sie ernst an.,, Wir müssen ihm das ausreden! Ihm sagen, dass das keine gute Idee ist!“ „Ja, genau. Und damit wirst du auch total viel erreichen. Klar. Ich weck jetzt Kleestern.“ Mit diesen Worten ging sie aus dem Bau. Ich rannte ihr hinterher, aber sie war schon immer die bessere Läuferin gewesen und erreichte Kleesterns Bau quasi in null komma nichts. Dann hörte ich aufgeregte Stimmen aus dem Anführerbau und meinte zu verstehen, dass Kleestern darüber nachdenken würde. Mit einem siegessicheren Grinsen ging meine einst so geliebte Schwester an mir vorbei und schlüpfte zurück in den Schülerbau. Ich blieb stehen, wie vom Donner gerührt. Dann ging ich langsam in den Schülerbau, wo ich kurz an Zimtpfotes Nest stehen blieb und die braune, eingerollte Kugel ansah, die dort lag. Ich seufzte und legte mich kopfschüttelnd in mein Nest. Bevor ich einnickte, stellte ich mir in Gedanken die Frage, ob ich den Tag heute nur geträumt hatte… Nein, hatte ich nicht, wie sich am nächsten Tag herausstellte. Tupfenpfote weckte mich aufgeregt. „Der ganze Clan weiß es jetzt!“, flüsterte sie mir entgegen. „Was!“, rutschte es mir heraus. Sie nickte begeistert. „Und rate mal, wer dafür gesorgt hat?“ Stolz reckte sie die Brust vor. „Lass mich raten. Du?“, fragte ich gelangweilt über ihre Frage, aber auch erschrocken, weil der Clan jetzt Bescheid wusste, während ich mich aus meinem Nest rollte und mein Fell mit hastigen Zungenstrichen glättete. „Ganz genau!“, nickte sie freudig. Dann beugte sie sich zu mir vor und flüsterte; „Ich glaube, Schwarzkralle will ihn umbringen, aber Kleestern und Streifenherz und noch ein paar andere sind dagegen. Streifenherz fordert die Verbannung, während Kleestern total hin – und hergerissen ist. Mal sehen, was draus wird!“ Alarmiert stellte ich die Ohren auf. Umbringen?, schrie eine Stimme in meinem Kopf. Das kannst du nicht zulassen! Ich folgte Tupfenpfote aus dem Bau. Zimtpfote konnte ich nirgendwo entdecken. Ahnte er etwas? Im Lager standen Katzen in Gruppen zusammen und tuschelten. Ich bildete mir ein, über ihren Köpfen ihre Meinung lesen zu können. ‚Verbannung‘, ‚Tod‘, ‚Kampf‘, und anderes stand da. Eins war mir klar: Der ‚Zimtpfote-Krieg‘ hatte begonnen. Und das war nicht gut!



    KAPITEL 5

    Plötzlich nahm ich aus dem Augenwinkel einen braunen Schatten wahr. Zimtpfote! „Da ist ja unser Verräter! Auf ihn!“, vernahm ich Schwarzkralles Stimme. Nicht einmal Kleestern konnte ihn zurückhalten. Geistesgegenwärtig warf ich mich vor den braunen, verängstigt dreinblickenden Schüler. „Nein!“, brüllte ich. Alle blieben erstaunt stehen, selbst Schwarzkralle stoppte seine, schon zum Schlag erhobene Tatze, in der Luft. „Was soll das heißen: Nein?“ Meine Schwester hatte sich neben die Mordlustigen gestellt und zog die ‚Augenbrauen‘ hoch. „Nein weil… weil…“ Ich suchte fieberhaft nach Gründen, fand aber keine. „Na wenn das so ist“, grinste Schwarzkralle böse. „AUF IHN!“ Mein Überlebensinstinkt übernahm meinen Verstand und sagte mir: LAUF! Also packte ich Zimtpfotes Fell und zerrte ihn mit mir. „Lauf!“, sagte ich in sein Ohr, und als er sich endlich aus seiner Schreckstarre gelöst hatte, rannte er neben mir her, die Mordlustigen hinterher. „Wohin laufen wir?“, fragte er und klang verzweifelt. Da kam mir eine Idee. „Zu ‚deinen‘ Katzen! Schnell!“, keuchte ich, und wir nickten uns zu. Zimtpfote rannte voraus und führte uns alle zum Lager der machthungrigen Katzen, die den Wald übernehmen wollten. Kurz davor machten wir eine scharfe Kurve und die Meute mordlustiger Katzen raste in das Lager der Katzen, die den Wald übernehmen wollten. Dort blieben sie erstaunt stehen. Ich und Zimtpfote standen hinter jenem Baum, hinter dem ich mich gestern versteckt hatte, und bemühten uns, so leise wie möglich zu keuchen. Wir hörten Pfotenschritte, dann die Stimme des großen braunen Katers, der Zimtpfote so ähnlich sah. „Wer seit ihr?“, sagte er. Schwarzkralle schilderte ihm in Kurzform, wer sie waren, und ich konnte förmlich das böse Grinsen auf dem Gesicht des großen braunen Katers sehen. „Na, so eine Überraschung. Ausgerechnet euch wollten wir als erstes auslöschen, da wir hörten, dass ihr der Clan seit, der am meisten die Stirn bietet. Dann wollten wir uns den anderen Clans widmen. Aber da ihr ja schon so schön zu uns ins Lager gekommen seit…“ Er gab wohl seinen Katzen einen Wink mit der Schwanzspitze, denn kurze Zeit später tobte schon der Kampf. Ich und Zimtpfote schauten uns mit weit aufgerissenen Augen an. Sein Blick sagte: Was sollen wir tun? Meiner sagte: Keine Ahnung! … Der Kampf kostete viele Katzen das Leben. Als es endlich wieder stiller wurde, wagten ich und Zimtpfote einen vorsichtigen Blick hinter dem Baum hervor. Nur der große braune Kater und Schwarzkralle waren noch da, die anderen entweder geflohen oder gestorben. Mit letzter Kraft, so schien es, hob Schwarzkralle die Tatze, um sein Gegenüber zu töten. „Nein!“, auf einmal schoss Zimtpfote hinter dem Baum hervor und stellte sich vor den großen Kater. „Dann töte ich euch eben beide“, krächzte Schwarzkralle, dem Tod näher als dem Leben. „Nicht meinen Vater!“, rief Zimtpfote. „Nicht meinen Sohn!“, rief der große braune Kater gleichzeitig. Jetzt ergab das einen Sinn. Deshalb sah dieser Kater Zimtpfote so ähnlich. Und dann… dann starb Schwarzkralle. Seine Tatze sauste nach unten, und auch wenn er tot war, so war sie doch noch sehr schwer und stark. Zimtpfote und ich tauschten einen letzten Blick – dann landete Schwarzkralles Tatze auf ihm und… er war tot. Auch sein Vater war inzwischen gestorben. In meinen Augen sammelten sich Tränen. „Nein“, flüsterte ich und rannte aufs Schlachtfeld. Zu Zimtpfote. „Bitte… bitte… nein…“ Aber er konnte mich nicht mehr hören. Zimtpfote war tot. Meine Schwester war am Leben – ich hatte sie weglaufen sehen. Auch ich lebte. Aber er war tot. Langsam erhob ich mich und ging ins Lager zurück. Meine Pfoten fanden den Weg von alleine. Im Lager waren wenige Katzen, verletzte vom Kampf und die, die von Anfang an keinen Kampf gewollt hatten. Laubregen und Minzpfote rannten herum und versorgten alle. Mich konnten sie nicht versorgen. Denn ein gebrochenes Herz lässt sich nicht versorgen.



    EPILOG

    In der Nacht, die auf meinen letzten Geschichtenabend folgte, an dem ich diese Geschichte erzählte, hörte mein Herz auf zu schlagen. Altersschwäche. Ich spürte, wie ich von einer unsichtbaren Kraft emporgehoben wurde. Als ich die Augen aufschlug, neugierig wie eh und je, sah ich den SternenClan um mich herumstehen. Die Schmerzen, die ich vor meinem Tod aufgrund meines Alters empfunden hatte, waren wie weggefegt. Da kam jemand aus den hinteren Reihen auf mich zu. Obwohl er noch etwas weiter weg war, erkannte ich ihn sofort und sprang auf. „Zimtpfote!“, rief ich und rannte auf ihn zu. Lächelnd schmiegte er sich an mich und flüsterte mir ins Ohr: „Endlich bist du da, Sonnenlicht.“ „Endlich“, wisperte ich mit Tränen in den Augen. „Willkommen, Sonnenlicht. Willkommen“, sagte er leise und ich konnte seine und meine Tränen auf meinem Fell spüren…

    ENDE

    19
    Die Geschichte von Funkel:




    Prolog
    -----
    Die hellgraue Kätzin fragte unter Schmerzen:,, Wie viele werden es Minzenblatt!“ ruhig antwortete die Heilerin:,, Ganz ruhig Windklang. Es sind nur Zwei“ Und schon war das erste Junge da. Minzenblatt biss die Fruchtblase auf und putzte es gegen den Strich damit es warm wird.,, Es ist eine Kätzin!“ schnurrte die Königin. Schon kam das zweite. Windklang schrie unter Schmerzen, Minzenblatt nahm den Stock der bereit lag und gab ihn der Kätzin. Diese nahm ihn dankbar an und er zersplitterte als die Kätzin drauf biss.,, Das zweite ist da!“ Die Heilerin biss wieder die Fruchtblase auf und begann es zu putzen.,, Es ist auch eine Kätzin!“ miaute Windklang und die beiden Jungen stolperten zu ihrer Mutter und begannen gierig Milch zu trinken.,, Sie sind wunderschön!“ Windklang beobachte die zwei ganz genau und schaute dann zum Eingang.,, Fuchskralle! Schau dir unsere Töchter an“ schnurrte Windklang voller Glück und Fuchskralle stürmte besorgt in den Bau, sein Blick wurde sofort weich als er die Jungen sah.,, Wie sollen wir sie nennen?“ fragte er. Windklang deutete auf das Silberne Junge mit den Schwarzen Musterungen.,, Das Fell glänzt wie in einem wunderschönen Traum. Ich nenne sie Traumjunges“ Fuchskralle schaute auf das hellgraue Junge mit den bläulich-Dunkel-Grauen Streifen.,, Wie wäre es wenn wir dieses Himmeljunges nennen?“ Windklang antwortet:,, Es ist ein toller Name!“
    -----
    Kapitel 1
    Langsam wachten Himmeljunges und Traumjunges auf.,, Fuchskralle! Sie öffnen ihre Augen! " rief Windklang, die Mutter der beiden. Fuchskralle, der gerade seine Beute auf den Beutehaufen gelegt hatte kam angestürmt. Als erstes öffnete Traumjunges die Augen.,, Ihre Augen! Sie sehen so schön aus!" Nun öffnete auch Himmeljunges ihre Augen.,, Ihre Augen sind auch wunder schön!" Traumjunges tappte zu ihrer Wurfgefährtin.,, Welche Farbe Haben meine Augen? " piepste sie.,, Ein dunkles Blau! Und meine?" piepste Himmeljunges zurück.,, Hell-blau!" Windklang fragte die beiden:,, Wollt ihr euch das das Lager anschauen? " sofort nickten die beiden und liefen stürmisch raus.,, Sie sind ziemlich wild! " miaute Fuchskralle belustigt.
    -----
    Bei Himmeljunges und Traumjunges
    -----
    ,, Wie groß alles ist!" miaute Traumjunges erstaunt.,, Natürlich ist es das." meinte Himmeljunges und rollte mit den Augen. Was war den jetzt los? Traumjunges schaute sie verwirrt an, doch Himmeljunges ging schon weiter.,, Hier riecht es nach Kräutern, das muss der Heiler-bau sein. Hey, Traumjunges, traust du dich etwas zu essen? " fragte Himmeljunges herausfordernd.,, Also ich denke nicht das, das so eine gute Idee ist...",, Ach komm das ist witzig! Oder willst du den ganzen Spaß verderben! " fauchte Himmeljunges. Traumjunges zog den Kopf ein,, Ok, welche?" Himmeljunges durch suchte alles und die Kräuter waren nun wild verteilt.,, Wie wäre es mit diesen Körnern?",, O-ok" stotterte Traumjunges und aß einen Korn.,, Mehr! " forderte Himmeljunges, also aß Traumjunges noch einen.,, Was macht ihr da!" fauchte eine Kätzin. Das ist bestimmt die Heilerin Minzblatt! Dachte Traumjunges. Himmeljunges meinte:,, wir haben nur gespielt.. Und dann hat Traumjunges gesagt ich solle ein von den Körnern essen. Sie hat alles durcheinander gebracht und ich sagt sie soll zuerst essen. " lügte Himmeljunges. Was erzählte sie da!,, Es war genau anders rum!" sagte Traumjunges schüchtern.,, Es ist mir egal wer es gesagt hat! Traumjunges was hast du gegessen? ",, die Körner.." sagte sie unschuldig.,, gut dann wirst du nur müde werden - " wie aufs Stichwort schlief Traumjunges ein. Minzblatt trägte sie in die Kinderstube dicht gefolgt von Himmeljunges.,, Die beiden haben den ganzen Heilerbau durch einander gebracht! Und Traumjunges hat Mohnsamen gegessen. Also schläft sie jetzt erstmal. Sie beschuldigen sich gegenseitig. " sagte Minzblatt etwas verärgert.,, Das tut mir so leid! Ich werde mich um sie kümmern" sagte Windklang. Minzblatt verließ den Bau und machte sich daran alles aufzuräumen.,, Himmeljunges! Du hast Traumjunges dazu gebracht die Körner zu essen, stimmts? " miaute Windklang streng.,, Nein!" erwiderte Himmeljunges.,, Also doch! Als Strafe wirst du bis Morgen Abend in der Kinderstube bleiben! " Ihr Plan war nicht aufgegangen! Ärgerte sich Himmeljunges.,, und Traumjunges?" fragte sie und Windklang meinte:,, Sie hat nichts getan, also wird sie keine Strafe kriegen." Das war unfair! Dachte Himmeljunges.
    -----
    Kapitel 2
    Traumjunges piekte es in Fell und wachte auf. Dornen! Sie sah aus wie ein Dornenbusch! Bestimmt war das Himmeljunges..
    ,, Windklang? " fragte Traumjunges worauf hin Windklang antwortete:,, Was ist Traumjunges?",, Ich habe Dornen in meinem Nest!" jetzt sah es auch ihre Mutter.,, Ich bringe dich zu Minzblatt, sie wird dir helfen. Während dessen wird einer der Schüler das Nest austauschen. " Die beiden gingen zu Minzblatt und Traumjunges wurde von ihr behandelt. Als sie zurück kamen war ein neues Nest bereit. Traumjunges wollte schon wieder los stürmen, aber ihre Mutter heilt sie fest und begann sie zu putzen.,, Muss das jetzt sein?" stöhnte Traumjunges. Himmeljunges war als nächste dran mit Putzen.,, Alle Katzen die alt genug sind um Beute zu machen sollen sich unter dem Baumstamm versammeln!" Rief Gewitterstern, der Anführer des Sturmclans. die Katzen versammelten sich und Gewitterstern fuhr fort.,, Zwei Junge sind bereit Schüler zu werden! Himmeljunges, trete vor. Bis du dir deinen Namen als Kriegerin verdient hast, heißt du Himmelpfote. Düsterblick, du wirst Himmelpfote Mentor werden. Traumjunges, trete Vor! Bis du bereit bist, eine Kriegerin zu sein wirst du den Namen Traumpfote tragen. Krähenherz wird der Mentor von Traumpfote sein. " Traumpfote könnte es nicht glauben! Sie waren Schülerinnen! Endlich!,, Himmelpfotel Traumpfote! Himmelpfote! Traumpfote!" rief der Clan und die beiden blickten sich Stolz gegenseitig an.
    Ihre Mentoren kamen gelassen auf sie zu. Krähenherz meinte:,, Wir gehen heute das Territorium ab. Himmelpfote und Düsterblick kommen mit" Das Territorium! Traumpfote wollte schon immer wissen wie es draußen so aussah. Sie sprang förmlich hinter den dreien hinter her, was Düsterblick anscheinend bemerkte,,, Kannst du mal ruhig bleiben? es ist doch nur das Territorium" sagte er grimmig. Himmelpfote nickte mit einem Zustimmen. Sie muss doch aufgeregt sein! Traumpfote verstand ihre Schwester einfach nicht.,, Das hier ist die Grenze zum Nadelwald. hier findet man viele Eichhörnchen, dort drüben bei der Grenze zum Zweibeinerort laufen oft Hauskätzchen und Streuner entlang, weswegen wir dort oft Patroullieren." erklärte Krähenherz. Worauf hin Himmelpfote antwortete:,, Ich verjage alle Hauskätzchen und Streuner die es wagen unser Territorium zu betreten!" Typisch. Taumpfotes Schwester dachte mal wieder daran wie toll sie ist. Traumpfote konnte Himmelpfote nicht ausstehen und auch anders rum.,, Hier ist der Trainingsplatz" Wolkenpfote trainierte dort mit seiner Mentorin Eislicht. Seine Augen sahen so schön aus! Traumpfote wollte es nicht zugeben, aber sie hatte sich in Wolkenpfote verliebt. Leider hat sich Himmelpfote das auch. Und wer muss nachgeben? Natürlich die Schüchterne Traumpfote! Traumpfote fand das unfair, einfach nur unfair. Und immer wenn Himmelpfote sieht wie Traumpfote mit Wolkenpfote spricht, wird sie angeberisch und zickig. Traumpfote hatte gar nicht richtig zugehört, aber anscheinend waren sie schon durch mit dem Territorium.,, Nehmt euch was vom Frischbeutehaufen und geht dann schlafen." sagte Düsterblick immer noch grimmig. Düsterblick war immer grimmig, das wusste jeder im Clan. Traumpfote und Himmelpfote trotteten zum Frischbeutehaufen wo nur noch eine Maus war, die Jagdpatroullie war noch nicht angekommen. Himmelpfote rannte hin und schnappte sich die Maus und drehte sich um, ein angeberischer und gewinnerischer blick erfasste Traumpfote. War klar. Sie ging wieder leer aus. Himmelpfote verschlang die Maus und die beiden gingen zum Schülerbau. Wolkenpfote war schon wieder da, er lag in seinem Nest am Rand und schlief. Himmelpfote tappte natürlich zu ihm und legte sich in ein Nest neben ihn. Traumpfote hingegen ging beleidigt ans andere Ende des Baues und legte sich dort hin. Doch sie konnte einfach nicht schlafen. Sie lag noch immer bis Mondhoch wach in ihrem Nest und überlegte was Himmelpfote wohl noch so tun würde. Traumpfote hielt es einfach nicht mehr aus und schlich sich nach draußen. Das helle Licht des Mondes strahlte auf ihrem Fell. Sie schaute hoch in die Sterne. Windklang hatte ihr mal erzählt das Jeder einzige Stern ein verstorbener Krieger ist. Plötzlich hörte Traumpfote Schritte und drehte sich um, vor ihr stand Wolkenpfote, seine wunderschönen Blauen Augen strahlten sie an. Traumpfote erstarrte förmlich und Wolkenpfote drehte seinen Kopf fragend zur Seite.,, Was machst du hier?" fragte er. Traumpfote erwachte aus ihrer Starre und stotterte:,, Ich.. also.. Ähhhm… Ich.. konnte … nicht schlafen?" Traumpfote hasste es wenn sie stotterte, denn jetzt schaute Wolkenpfote sie komisch an.,,Ähm okay? Geh aber gleich schlafen, morgen wird ein anstrengender Tag für dich." Hach, er klang schon wie ein Krieger! Traumpfote wünschte sie hätte bei ihm Chancen, die sie leider nicht hat.,, Ich gehe gleich schlafen" meinte Traumpfote. Wow, sie hatte einen vollständigen Satz miaut. Wolkenpfote ging geschmeidig zurück in den Schülerbau, während Traumpfote noch einmal in die Sterne blickte und dann auch in den Schülerbau ging. Sie legte sich müde in ihr Nest und würdigte ihrer Schwester keinen Blick mehr. Trotz des Hungers den Traumpfote hatte schlief sie in einen Tiefen Schlaf...
    -----
    Kapitel 3

    Traumpfote spürte die ersten Sonnenstrahlen auf ihrem Fell. Langsam öffnete sie ihre Augen und schaute in das Sonnenlicht das durch die Blätter scheinte. Kurz schaute sie sich im Bau um wer noch schlief. Himmelpfote hatte sich nah bei Wolkenpfote hingelegt so dass sie ihn fast berührte. Ein leises Knurren ging von Traumpfote aus. Sie stand auf und ging aus dem Bau, die Patrouillien wurden gerade eingeteilt von Funkensprung, dem Zweiten Anführer.,,...Kupferblatt, Krähenherz und Traumpfote werden Jagen gehen…." hörte Traumpfote ihn miauen, sie wand sich aber ab als Wolkenpfote dicht gefolgt von Himmelpfote aus dem Schülerbau kamen. Sie beachtete die beiden nicht weiter und hörte Funkensprung zu.,,... und Himmelpfote und Wolkenpfote gehen mit Eislicht und Düsterblick auf Grenzpatrouillie zu.." HIMMELPFOTE UND WOLKENPFOTE! Fauchte Traumpfote innerlich. Die beiden dürfen nicht auf der gleichen Patrouillie sein!,, Kommst du Traumpfote?" miaute Krähenherz. Traumpfote blickte noch einmal zu Himmelpfote die Wolkenpfote gerade anstarrte und ging dann Krähenherz hinter her.,, Lasst uns hier jagen" Kupferblatt blieb stehen und schaute die beiden an.,, Wir teilen uns auf, Traumpfote du gehst nach dort hinten" Krähenherz deutete mit seinem Schweif auf eine entfernte Stelle,, .. ich werde es am Bach versuchen" Kupferblut nickte zustimmend.,, Dann gehe ich zur Grenze beim Zweibeinerort" Die drei teilten sich auf. Traumpfote witterte einen Vogel und sah in schon bald auf einem tiefen Ast. Langsam ging sie in die Kauer Stellung und achtete Besonders darauf leicht aufzutreten, sie schlich langsam vor aber verlor das Gleichgewicht und tritt auf einen Ast. Fuchsdung! Traumpfote hatte noch nicht richtig das Jagen gelernt und musste noch üben. Der Vogel war schon weggeflogen, aber eine Maus die unter den Blättern raschelnd nach Futter suchte bemerkte Traumpfote noch nicht. Sie ging wieder langsam runter, dachte dabei an das was Krähenherz ihr gesagt hatte, Schweif nicht auf den Boden schleifen lassen, weit runter und das Gewicht gut verteilen. Traumpfote verlagerte ihr Gewicht auf drei Pfoten und ging mit der anderen ein Schritt vor, dies wiederholte sie öfters bis sie nah genug an der Maus war. Sie setzte ihre Kraft in ihre Hinter läufer und Sprang. Die Maus wollte schon weglaufen aber Traumpfote hielt sie mit der Pfote fest und biss ihr in den Nacken das sie erschlaffte. Stolz vergrub sie die Maus, ihr erster Fang! Sie würde Windklang später davon erzählen, und auch Himmelpfote! Ein knacken. Traumpfote schaute zu einem baum und endeckte ein Eichhörnchen. Langsam wiederholte sie das was sie auch bei der Maus gemacht hatte, aber Traumpfote war zu überzeugt das Eichhörnchen fangen zu können, denn als sie Sprang verschätzte sie sich und prallte gegen den Baum. Autsch.,, Was war das denn?" miaute belustigt eine allzu bekannte Stimme. Himmelpfote. Warte, Die Patrouillie! Wolkenpfote hatte sie also auch beobachtet, wie peinlich! Traumpfote rappelte sich auf und blickte Panisch zu Himmelpfote. Warum war sie allein?,, Wo sind die anderen?" Traumpfote legte den Kopf fragend zur Seite und ging nicht weiter darauf ein wie sie gegen den Baum geknallt ist.,, Wir durften noch ein bisschen Jagen." miaute Himmelpfote etwas komisch. Das klang nicht sehr glaubwürdig. Aber egal, denn Kupferblatt und Krähenherz kamen schon.,, Himmelpfote musst du nicht auch ins Lager?" fragte Kupferblatt. Eifrig nickte Himmelpfote,, Ich muss nur noch den Vogel holen." Dabei schaute sie Traumpfote verächtlich an. Schnell sprintete Himmelpfote los und kam nach kurzer Zeit mit einem fetten Vogel zurück. Auch Traumpfote holte ihre eher kleinere Maus.,, Das Reicht gerade mal für ein Junges!" flüsterte Himmelpfote spöttisch zu Traumpfote. Diese verdrehte aber nur die Augen. Krähenherz grub ein Eichhörnchen und eine Maus aus, und Kupferblatt einen Vogel. Auf dem Rückweg sprang Himmelpfote zu Kupferblatt und flüsterte ihm etwas zu. Dieser schaute sie an und nickte dann. Himmelpfote ließ sich zurück fallen und Traumpfote schaute zu ihr. Wolkenpfote, Eislicht und der grummelige Düsterblick folgten ihnen. Himmelpfote lief neben Wolkenpfote und murmelte ihm etwas zu. Darauf hin fing Wolkenpfote etwas an zu kichern. Traumpfote konnte sich das nicht länger ansehen und schaute wieder nach vorne.

    Im Lager angekommen lief Traumpfote freudig zu Windklang.,, Schau mal ich hab meinen ersten Fang!" Darauf hin Kam Himmelpfote mit ihrem Vogel.,, Dieser Vogel hat mehr Fleisch an sich als deine Maus Fell." meinte Himmelpfote freundlich gespielt.,, Wie die Zeit vergeht! Glückwunsch zu eurer ersten Beute" Liebevoll leckte Windklang den Beiden über den Kopf.,, Mama! Wir sind keine Jungen mehr!" stöhnte Traumpfote. Die beiden Schülerinnen brachten ihre Beute zu den Ältesten.,, Wollt ihr eine Geschichte hören? Mir fällt da gerade eine ein..." miaute Tupfenschweif, eine Älteste.,, Gerne!" Traumpfote setzte sich hin, doch Himmelpfote verlies nur genervt den Bau.
    ,, Vor vielen Monden lebte eine Schülerin namens Tupfenpfote im Sturmclan. Sie war eine neugierige und Freudige Schülerin wie jede Andere. Eines Nachts griff ein Dachs ihre Familie an. Ihre Eltern und ihr Bruder starb. Aber Tupfenpfote überlebte, sie verjagte den Dachs der schon verletzt war und wurde zur Kriegerin Befördert. Sie lernte einen Streuner namens Wasser kennen und verliebte sich in diesen. Als dieser aber wollte das sie den Clan verlassen sollte willigte sie nicht ein und blieb ihrem Clan weiterhin Treu. Selbst nachdem sie von Streunern bedroht wurde und alles erzählen solle was sie über den Sturmclan wusste hielt sie stand und verjagte die Streuner die übrigens zu zweit waren. Sie lebt noch immer im Sturmclan.",, Wo ist sie?" fragte Traumpfote neugierig.,, Sie steht vor dir" schnurrte Tupfenschweif.,, Das ist DIR alles passiert!" Traumpfotes Augen wurden groß als Tupfenschweif nickte.,, Ich glaube du musst schlafen gehen, ich habe gehört ihr habt Morgen Kampftraining." meinte Tupfenschweif worauf hin Traumpfote schnell aus dem Bau ging und auf den Schülerbau zusteuerte. Kampftraining! das würde sicher Spaß machen. Sie nahm sich noch eine Maus vom Frisch Beute Haufen und aß diese auf bevor sie schlafen ging. Müdigkeit überfiel sie, und Traumpfote achtete nicht weiter darauf wie Himmelpfote sich an Wolkenpfote schmiegte, sondern schlief in einem tiefen Schlaf.
    -----
    Kapitel 4

    Himmelpfote sprang über ein umgefallen Baumstamm und rann immer weiter.,, Gewonnen! " Sie stoppe bei der Grenze. Wolkenpfote war direkt hinter ihr gewesen.,, Glückwunsch!" schnurrt er. Himmelpfote verlor sich in seinen wunderschönen, Himmel-blauen Augen und erstarrte. Sie waren für einander bestimmt.,, Himmelpfote.. " Wolkenpfote holte sie aus ihrer Starre.,, Was? Ja? " antwortet Himmelpfote schnell.,, Ich möchte dir meinen Lieblingsplatz zeigen... " Wolkenpfote lief schon wieder los und Himmelpfote rannte ihm hinter her. Hah! Sie würde Wolkenpfote Lieblingsplatz kennen und Traumpfote nicht!... Wolkenpfote schlug einen Hacken und rannte in Richtung Lager. Himmelpfote wurde verwirrt langsamer, nahm es aber dann doch einfach so hin. Sie stoppten auf einem Fels vor dem Lager., Hier? " verwirrt schaute Himmelpfote drein.,, Ja" Miaue Wolkenpfote belustigt. Es wurde schon wieder langsam Dunkel. Die beiden hatten den ganzen Tag zusammen verbracht. Zuerst hatten sie zusammen gejagt, dann wahren sie auf Sonnenhoch-Patrouillie und nun hatten sie ein Wettrennen gemacht. Himmelpfote schaute in den Schönen Sonnenuntergang. Sie nahm all ihren Mut zusammen und fragte:,, Wolkenpfote.. Ich.. Habe mich in dich Verliebt.. Und frage dich... O-Ob du mein Gefährte.. Werden willst" Geschockt schaute Wolkenpfote sie an., Himmelpfote... " Himmelpfote sah Hoffnung bis er sagte:,, Ich- Ich bin überwältigt.. Also.. .." man hörte gerade noch Rennende Pfoten Schritte als etwas an ihnen vorbei huschte.

    Traumpfotes Sicht
    Das konnte nicht sein. Nein . Nein. Nein. Traumpfotes rannte einfach nur noch so schnell sie konnte an den beiden vorbei, weit weg, immer weiter. Tränen liefen über ihr Gesicht, doch das war ihr egal. Denn Himmelpfote und Wolkenpfote sind nun Gefährten. Das konnte doch nur ein schlechter Traum sein! Traumpfote rannte weiter und weiter, übersah jede Grenze und Gerüche, sie wollte einfach weg.

    Wolkenpfote Sicht
    Wer war das?.. Wolkenpfote erkannte gerade noch ihr Fell. Traumpfote! Sie hatte sie gesehen! Ohne darüber nachzudenken preschte er ihr hinterher. Himmelpfote lief ihm hinter her, aber das war Wolkenpfote jetzt egal. Er musste Traumpfote einholen! Doch sie war so schnell, sie war eine der schnellsten im Clan. Um aufzuholen sprang Wolkenpfote über jegliches Hindernis hinweg. Traumpfote schlug einen Hacken und er krachte in einen Busch. Er konnte gerade noch Himmelpfote sehen die anscheinend hinter Traumpfote her war.

    Traumpfotes Sicht

    Etwas packte sie an den Hinterbeine und Zug diese weg, so dass sie auf den Boden fiel. Sie spürte spitze Krallen in ihrem Fell.,, Hör auf so ein Theater zu machen! Wir sind endlich Gefährten" Jaulte Himmelpfote siegerisch. Dieses Mäusehirn!... Fuchsherz!.. Traumpfote suchte weiter nach passenden Beleidigungen und bemerkte Wolkenpfote nicht wirklich der anscheinend nun auch an kam. Hilfe war ihr das Peinlich! Aber ihre Schwester.. Traumpfote hasste sie!..,, Himmelpfote lass sie los! ",, Nein!" Blind vor Sieg stürzte sich Himmelpfote nun auf Wolkenpfote. Was tat sie da! Schnell sprang Traumpfote auf und stoß ihre Schwester in eine nicht all zu entfernte Schlucht. Sie wurde von dem strömenden Fluss in die Tiefe gezogen. Laut Atmen flüsterte Traumpfote:.. Was habe ich getan? " Trauer, Verzweiflung und Schuldgefühle machten sich in ihr breit. Dann hörte sie nur noch wie Wolkenpfote flüsterte:,, Ich liebe dich, Traumpfote" und alles wurde Schwarz vor ihren Augen.

    Epilog

    Nach dem Traumpfote aufwachte sah sie zuerst Wolkenpfote, er saß neben ihr. Dann nahm sie einen Kräuter Geruch war und bemerkte das sie im Bau der Heiler war. Noch einmal blinzelte Traumpfote und konnte nun auch alles erkennen. Vorsichtig richtete sie sich auf und schaute Wolkenpfote in die Augen. Dieser deutete ihr zu folgen, was sie auch tat. Traumpfote setzte erstmal einen kleinen Schritt um zu sehen ob irgendetwas weh tat. Dann ging sie langsam hinter Wolkenpfote hinter her. Es war noch Abends, aber der Mond ging schon auf. Mit einem großen Sprung sprang Wolkenpfote auf den all zu bekannten Felsen.,, Traumpfote, möchtest du meine Gefährtin werden? " fragte er dann. Traumpfote Herz schlug schneller und sie antwortet schließlich:,, Ja!"

    20
    Ein Aufstand für die Liebe - von Rosenjunges

    Prolog

    Die warme Nachtluft wehte einer hellgrauen Kätzin um die Nase als sie auf leisen Pfoten den Schülerbau verließ. Es war nicht schwer gewesen die Wachen vor dem Bau zu umgehen, da sie sowieso schliefen.Also lief sie schnell zu einer kleinen Höhle. Der Geruch von scharfen und süßen Kräutern lag in der Luft. Die hellgraue schaute wartend auf die Höhle, deren Eingang im dunklen verborgen war. Sie hob den Kopf in den Himmel und erkannte die vielen Sterne. Warum ließ der SternenClan das nur zu? Hatte auch er sich gegen die Schüler gewandt? Das konnte doch nicht sein...oder? Ein rascheln riss die sie jäh aus den Gedanken. Schnurred begrüßte sie die Kätzin, die nun aus dem Heilerbau heraus trat. Das Fell der dunkelgrauen war noch grün von dem mischen der Kräuter gefärbt. »Malvenpfote, du sollest endlich schlafen...« miaute die hellgraue Kätzin leise. »Ich kann nicht, Lichtpfote!« antwortete Malvenpfote mit einem klagenden Unterton und ihr Schweif fegte nervös über den Boden. »Wartest du immer noch auf ein Zeichen?« fragte Lichtpfote freundlich und schaute wieder in den Sternen klaren Himmel. Die dunkelgraue tat es ihr gleich.»Ja...« seuftze sie dann. Lichtpfote sah sie von der Seite an, ohne das Malvenpfote etwas bemerkte. »Es wird ein Gewitter geben.« miaute Malvenpfote, die ihr Gesicht noch dem Himmel zugewandt hatte. Die hellgraue schwieg. Plötzlich wurden die Augen der dunkelgrauen glasig und eine Sternschnuppe huschte über den Nachthimmel. »Und? Hat der SternenClan dir etwas gesagt?« fragte Lichtpfote die Malvenpfote immer noch von der Seite an blickte. »Ja« hauchte Malvenpfote.Ihre grünen Augen sahen jetzt in die bernsteinfarbenen von Lichtpfote.»Schneestern sagte mir, es ist richtig was wir tun, doch kein Kampf wird ohne Opfer gewonnen... «



    Kapitel 1

    »Und ihr bleibt gefälligst da drin!« knurrte Schauerblick und beobachtete jedes Junge mit einem scharfen Blick, bevor sie aus der Kinderstube verschwand. Fischjunges versteckte sich in der hintersten Ecke und hatte immer das Gefühl das Schauerblick ihre Schritte mit ihren dunkelen ja fast schon schwarzen Augen voraussehen und sie befor sie wusste was sie falsch gemacht hatte angemeckern konnte. Aber sie war nicht die einzige. Maisjunges und Kornjunges versteckten sich hinter den beiden älteren Jungen Eulenjunges und Krallenjunges. Hügeljunges, der eine Fliege gejagt hatte und dann vor Schauerblick stolperte musste einige Kratzer einbüßen um sich dann in einer anderen Ecke verstecken zu können. Nicht zum ersten mal fragte sich Fischjunges warum ein Kater Schauerblick überhaubt mochte oder warum sie Junge bekommen hatte, wenn sie doch Junge so hasste. Sie hatte sich gerade aus ihrer Ecke entfernt als die Brombeerhecke anfing zu rascheln und alle die Luft anhielten, weil sie befürchteten Schauerblick würde zurück kommen und ihnen unter fauchen und knurren Milch oder Frischbeute geben. Doch der Kopf einer hellgrauen Kätzin erschien nun am Eingang. »Lichtpfote!« maunzte Fischjunges und eine Welle der Erleichterung über flutete sie. Lichtpfote tappte schnurrent zu Fischjunges und leckte ihr über die Ohren.»Wie, hat du gedacht ich wäre ein Dachs? « fragte sie dann, wobei ihre Schnurrhaare belustigt zuckten. »Nein, schlimmer noch...Schauerblick!« antwortete Fischjunges immer noch erleichtert. Lichtpfote leckte sie noch einmal und miaute ernst »Du brauchst keine Angst zu haben, ich beschütze dich-« sie legte eine Pause ein und flüsterte weiter »du weißt ja was wir Morgen Nacht machen... « Fischjunges nickte. Ihr Herz schwoll vor Liebe und Stolz zu ihrer Schwester Lichtpfote an. Sie und die anderen Schüler würden für sie und die anderen Jungen einen Aufstand, nein einen richtigen Kampf gegen die Krieger machen!
    »Okay, wer hat Lust auf eine Runde Moosball? « fragte Lichtpfote freundlich um die anderen Jungen aufzuheitern. Eulenjunges und Krallenjunges waren sofort dabei und lieferten sich eher eine Moosschlacht als eine Runde Moosball. Maisjunges und Kornjunges kamen zu Fischjunges und spielten mit ihr, wärend Lichtpfote Hügeljunges Kratzer sauber leckte und sie dann auch zu Fischjunges liefen um mit zuspielen.
    Sie spielten so weiter bis gegen Sonnenuntergang Schauerblick zurück kehrte und Lichtpfote an knurrte warum sie nicht bei ihrer Mentorin war.»Du weißt das ich das Grünstern erzähle oder?« hatte sie geknurrt wobei Lichtpfote murrmelnt aus dem Bau geschlichen war.

    Jetzt lag Fischjunges alleine in ihrer Ecke und starrte Schauerblick wütend an. Bald schon würde alles vorbei sein sagte sie sich und viel in einen unruhigen Schlaf.



    Kapitel 2

    Lichtpfote spolperte bei dem Versuch, ein Eichhörnchen, das zwischen den Wurzeln einer alten Eiche nach Nüssen suchte,über eine hervorstehende Wurzel. Natürlich war das Eichhörnchen den Stamm hinauf gesaust und hatte sich zwischen den dichten Blättern versteckt. Sie war schon fast den ganzen Tag jagen gewesen und nun müde. Doch das wollte sie sich nicht unbedingt vor Krähensprung anmerken lassen. Krähensprung hätte sie wahrscheinlich wieder geärgert und ihr die Beute für den nästen Mond verboten, oder sich etwas noch mäusehirnigeres ausgedacht. Lichtpfote grub die Krallen in den trockenen Waldboden. Die Vögel über ihr sangen als ob nichts wäre. Aber es war ja etwas. Etwas, was schon lange hätte geschehen sollen. Der Kampf gegen die Krieger. Lichtpfote wusste das die Krieger dachten, als sie auf die Idee kamen die Schüler für all ihre Aufgaben zu benutzen und ihnen kein Training zu geben, dass die Schüler keine Kampftechniken übten. Aber genau das hatten sie gemacht. Geübt.Sie lachte innerlich. Der Gedanke an die Freiheit, nicht mehr an diese gemeinen, bestimmerrischen Krieger gebunden zu sein, ließ sie praktisch schweben. »Lichtpfote! Lichtpfote! « die grauschwarze Gestalt von Krähensprung erschien vor ihr. »Du und Blattpfote, Graspfote und Tigerpfote sollt neues Moos holen!« miaute sie mit einem gemeinen grinsen. Lichtpfote erwiderte kurz den Blick von ihr, dann wante sie sich ab und lief los.

    Als die Sonne allmählich unterging tappte Lichtpfote mit den drei Schülern und Krähensprung zurück in das Lager und brachte das Moos in den Heilerbau. Zu ihrer Überraschung saß Fischjunges darin und schien auf sie zu warten. »Fischjunges, was machst du denn hier?« fragte sie ihre Schwester, nachdem sie das Moos abgelegt hatte. »Ich...ähm...wollte mit dir reden.« antwortete Fischjunges. Lichtpfote nickte und setzte sich neben sie. Die dunkelblauen Augen von Fischjunges schimmerten schuldbewust. Lichtpfote fragte sich, ob sie sich wohl die Schuld gab, das sie die Krieger heute Nacht angreifen würden. Ihre Frage wurde mit dem unbehaglichem miauen von Fischjunges bestätigt.» Also ihr greift die Krieger doch nicht nur wegen mir an oder?«. »Nein...« miaute Lichtpfote und legte die Pfoten übereinander. »Aber warum macht ihr das denn genau?« wollte Fischjunges wissen. Lichtpfote streichelte ihr liebevoll mit dem Schweif über den Rücken.» Das machen wir, weil die Krieger uns nur als Sklaven benutzen.«begann sie.» Du kennst doch Kiefernpfote und Teichpfote oder? Sie sind schon fast so alt wie Krähensprung und Rabenschwanz...aber Grünstern ernennt sie nicht zu Kriegern. Und warum nicht? Weil sie schön weiter die ganze Arbeit über nehmen könnnen. « erklärte Lichtpfote und hoffte das es verständlich für sie war. Fischjunges nickte langsam und hob zu einer neuen Frage an.»Wieso hast du dann gesagt, es wäre für mich und die Jungen?«
    »Ach Fischjunges! Niemals würde ich wollen das du in so einer Welt aufwächst. Ich werde alles dafür geben, das wir heute frei sein werden! «endete Lichtpfote. Fischjunges schnurrte und kuschelte sich an ihren weichen, hellgrauen Pelz. Lichtpfote legte Fischjunges über den Kopf und sah zu dem Ausgang, der jetzt in das scharlachrote Licht des Abends getaucht wurde. //ob sie mich wirklich verstanden hat?//



    Kapitel 3

    »Hey, aufwachen!« zischte eine genervte Stimme durch den Schülerbau. Lichtpfote blinzelte durch das Dach des Baues, welcher mit Ranken und Erde befestigt war und schaute direkt in das helle Mondlicht.Hinter ihr und neben ihr begann es zu rascheln. »Freundlicher geht’s wohl nicht Kiefernpfote, oder?« drang die dumpfe Stimme von Kojotenpfote bis nach vorne. »Wir haben nicht viel Zeit!« zischte Kiefernpfote zurück und sein Schweif peitschte gereitzt hin und her. Lichtpfote stand auf, schüttelte sich kurz das Moos aus dem Fell und lief dann hinter Blattpfote und Pelzpfote auf die Mondhelle Lichtung. Dort wartete bereits Malvenpfote mit ein paar anderen Schülern. »Was ist eigentlich mit den Wachen?« hörte sich Lichtpfote fragen. »Wir haben sie mit Mohnsamen eingeschläfert...« antwortete Malvenpfote grinsend und die Schüler bei ihr nickten zustimmend.»Nicht trödeln! Kommt jetzt!« miaute Kiefernpfote und lief ungeduldig über die Lichtung. Die Schüler setzten sich in Bewegung und Lichtpfote tappte mit den anderen hinüber zu einer Brombeerhecke, die ein Loch hatte und alle zwängten sich nach einander hindurch. Die Dornen Herren an Lichtpfotes Fell doch das machte ihr in diesem Moment herzlich wenig aus. Sie liefen also auf eine kleinere Lichtung die mit dichtem Farngestrüpp umrandet war und in dessen Mitte ein alter Baumstumpf mit Moos stand. Kiefernpfote lief schnell zu ihm und klätterte hinauf. »Ich frage mich warum die Krieger diese Lichtung noch nicht entdeckt haben...«flüsterre Malvenpfote die neben Lichtpfote stand ihr zu. »Warscheinlich waren sie einfach zu faul!« miaute Tigerpfote neben Malvenpfote spöttisch. »Genau, sie können ja noch nicht mal eine verletzte Maus fangen!« winzelte Lichtpfote weiter und schaute dann zu Kiefernpfote der sich wie ein Anführer auf den Baumstumpf gesetzt hatte. »Wir haben uns hier Versammelt-« fing er an. »Du klingst wie ein Anführer! «murmelte Kojotenpfote genervt, doch Kiefernpfote ignorierte ihn un redete unbeirrt weiter.»Um unseren Plan noch einmal zu besprechen und uns dann an den Kriegern zu rechen!«miaute er und zustimmende Rufe ertönten über die kleine Lichtung. »Also, wir werden in zwei Reihen kämpfen...Kojotenpfote Graspfote, Tigerpfote, Nachtpfote, Lichtpfo te und ich werden in der ersten kämpfen.« Als Lichtpfote ihren Namen hörte sprang sie auf und protestierte,»Ich möchte aber bei der Kinderstube kämpfen!« Kiefernpfote blickte sie nachdenklich an und seuftzte dann. »Ich verstehe dich ja aber du hilfst ihr am besten in dem du bei uns kämpfst!« Sie setzte sich etwas traurig wieder hin. Aber vielleicht hat Kiefernpfote ja Recht, einmal hatte er ihr gesagt, dass sie eine gute Kämpferin war. Malvenpfote stupste sie aufmunterd an doch in ihren Augen schimmerte Besorgnis. Nachdem Kiefernpfote die zweite Reihe aufgezählt hatte, erläuterte er noch einmal den Plan, wie sie die Jungen in Sicherheit brachten.Als Lichtpfote nach Kiefernpfozes Rede in den Himmel schaute hatten sich schwere Gewitterwolken vor den Mond geschoben und eine kühle Brise die eindeutig nach Regen schmeckte wehte ihr um die Ohren. Gleich würde es so weit sein.



    Kapitel 4

    Lichtpfotes Fell kribbelte vor Aufregung und sie konnte es kaum erwarten endlich die Krallen in die Pelze der Krieger zu schlagen. Der Regen fiel auf die versammelten Schüler und der Donner grollte in der Ferne, wärend ein entfernter Blitz den Himmel erhellte. Lichtpfote nahm ihren Platzt in der ersten Reihe ein und sah sich um. Neben ihr saßen Nachtpfote und Graspfote und redeten leise miteinander. Hinter ihr standen die Schüler aus der zweiten Reihe in einem Kreis und redeten ebenfalls miteinander. Blattpfote, Mirabellenpfote, Pelzpfote und Bussardpfote standen um die Kinderstube herum und redeten auf die Jungen ein. Unter ihnen erkannte Lichtpfote ihre Schwester Fischjunges mit weit aufgerissenen Augen und aufgeplustertem Schweif. Sie schnurrte als sich ihre beiden Blicke trafen.Fischjunges hopste unbemerkt zu ihr hinüber. »Pass auf dich auf!« miaute Fischjunges sorgevoll und drückte sich an sie.»Natürlich! Keine Sorge... « antwortete Lichtpfote beruhigend und rieb ihre Wange an die von Fischjunges. »Okay Schüler...jetzt ist es soweit...auf die Plätze, fertig...« miaute Kiefernpfote leise und leicht nervös. Die Schüler stellten sich auf ihre Position und fuhren die Krallen aus, sodass man ein leises klacken der Krallen hörte. »Los!« jauelte Kiefernpfote und wie ein Signal durchbrach ein Blitzt gefolgt von kräftigem Donner den dunkeln Nachthimmel. Lichtpfotes Herz flatterte wie ein gefangener Schmetterling vor Aufregung in ihrer Brust. Die erste Reihe und mit ihr Lichtpfote brachen wie der Donner über ihnen auf die Krieger ein, die sich nach Kiefernpfotes jaulen verwirrt aufgestellt hatten. Über die Lichtung ertönten wütende Schreie und Rufe;»Rache!«,»Freiheit!« Lichtpfote fiel mit ein,»Für unsere Geschwister!« Sie fand sich umringt mit Kriegern und Schülern vor einem hellbraunen Kater wieder und fuhr ihm die Krallen über die Schnauze und verschwand schnell außerhalb seiner Reichweite. Da die Krieger gerade aus dem Schlaf gerissen wurden, war es ein leichtes Spiel gegen sie zu kämpfen, da sie noch müde und langsam waren. Kiefernpfotes Plan ging prima auf. Der hellbraune rieb sich die Nase und wirbelte zu ihr herun, um sie anzugreifen. Lichtpfote aber war schneller und flitzte unter seinem Bauch hindurch, wärend sie die Krallen über die ungeschützte Haut fahren ließ. Der Kater jaulte Schmerz erfüllt auf und ergriff die Flucht. Lichtpfote bleib kurz Zeit sich umzusehen. Sie sah wie Fellfetzten durch die Luft flogen und die Krieger langsam aufwachten, doch die meisten waren schon weg. Als sie sich nach der Kinderstube umsehen wollte warf sie ein gewaltiger schwarzer Körper um. »Das hättet ihr nicht tuen sollen!« fauchte Krähensprung und schlug nach Lichtpfotes Ohren. Sie wich ihr aus und fauchte zurück,» Und ob wir das hätten tuen sollen!« dabei warf sie sich auf Krähensprung und zerkratze ihr die Flanke. Ihr blieb kurz Zeit sich noch einmal umzusehen, wobei sie Kiefernpfotes und Grünstern erkannte. Die beiden standen sich mit Hass erfüllten Augen gegenüber und starren sich an, dann griff Kiefernpfotes an und die beiden rollten kreischent über die Lichtung. Abgelengt von dieser Szene schlug Krähensprung ihre Zähne in das Hinterbein von Lichtpfote und sie jaulte erschrocken auf. Sie trat mit dem freien Hinterlauf nach ihrem Gesicht und traf sie dabei. Krähensprung ließ los und begann mit den Krallen über Lichtpfotes Rücken zu kratzen. Wutentbrannt wirbelte sie herum und schleuderte Krähensprung mit einem tritt von ihr weg. Krähensprung wollte sich wieder auf sie stürzen doch Sandpfote warf sich zwischen die beiden und übernahm Krähensprung. Der Regen wurde allmählich stärker und machte den Boden matschig. Das Gewitter wütete immer noch über ihren Köpfen und erhellte hier und dort Kampfszenen. Bei einer schrack sie heftig zusammen. Fischjunges kauerte hinter Malvenpfote, die versuchte Grünstern abzuhalten. So schnell sie konnte schoss sie zu ihnen hienüber und sprang auf Grünsterns Rücken. Er jaulte wütend auf und schüttelte sie ab. Aus den Augenwinkeln konnte Lichtpfote Malvenpfote mit Fischjunges im Maul durch die kämpfenden Katzen rennen sehen und brachte sie in Sicherheit. Lichtpfote schaute Grünstern wütend an, wobei ein Bltiz genau über ihnen zusammen brach. Die Erkenntnis traf sie auf einmal so heftig wie der Schein des Blitztes Wenn sie es schaffen sollte Grünsterns letztes Leben zu nehmen, würde der Kampf gewonnen sein. Und wenn sie es selbst nicht schaffen sollte? Nein, sie spürte tief in ihr, dass das ihre Bestimmung war.



    Kapitel 5

    Fischjunges zappelte im Maul von Malvenpfote und blickte zurück.»Ich will meiner Schwester helfen!«kreischte sie.Malvenpfote bleib stehen. In ihren Augen erkannte Fischjunges ein trauriges Glitzern und sie schüttelte den Kopf.»Das geht nicht... du bist zu klein!« miaute Malvenpfote mit einem strengen Ton. Fischjunges seuftze und ließ sich von ihr bis zur Kinderstube tragen. Bussardpfote hatte zwar gesagt sie sollten aus der Kinderstube in den Heilerbau rennnen, wo Malvenpfote warten würde. Aber dadurch das sich niemand für die Jungen interessierte waren sich die Schüler für die Jungen einig, sie lieber in der Kinderstube zu lassen. »Schleicht euch bitte nicht raus! Das ist zu gefährlich!« miaute Malvenpfote zu den Jungen, nachdem sie Fischjunges in die Kinderstube gesetzt hatte. Alle Jungen nickten brav und wuselten unher. Malvenpfote lief schnurrent wieder hinaus. Fischjunges hüpfte zu Maisjunges und Kornjunges. Die beiden sahen zum Ausgang. Erst jetzt merkte sie wie ihr Fell, dass sich mit Regen vollgesaugt hatte, begann zu tropfen.Sie schüttelte es und sprintzte dabei die Jungen neben sich nass. Die quikten aufgegregt und wichen den fallenden Tropfen aus. Bald waren die kleinen zu müde un fingen an einzuschlafen. Eulenjunges und Krallenjunges erzählten Hügeljunges abwechselt von einer Geschichte die sie sich selbst ausgedacht hatten. Fischjunges saß einfach nur da und schaute den dreien zu. Sie wäre fast selbst eingeschlafen doch da ertönte der freudige Schrei von Kiefernpfotes über das ganze Lager.»Wir haben gewonnen! Wir haben gewonnen!« rief er. Die Jungen, die durch den Schrei wach geworden waren, stürmten aus der Kinderstube und blickten sich aufgeregt um. Die Schüler leckten sich die Wunden, wärend Malvenpfote mit Spinnenweben und anderen Kräutern umher rannte, dennoch leuchteten die Augen der Schüler trieumpfierend. Die Gewitterwolken hatten sich verzogen und hier und da tropfte es noch von umherstehenden Pflanzen und Zweigen. Der Himmel hatte sich zwart rosa gefärbt und vertrieb mit einem frischen Brise die letzten grauen Morgenwolken. Fischjunges ließ den Blick über die Lichtung schweifen und hielt nach Lichtpfotes hellgrauem Fell Ausschau. Aber was sie dann sah leiß ihr Herz still stehen. Benebelt von Trauer tappte sie zu einem blutverklebten hellgrauen Pelz, der ganz regungslos im Morgenlicht lag. »Lichtpfote? Lichtpfote sag doch etwas!«jaulte Fischjunges, doch Lichtpfote sagte nicht. Langsam kamen die anderen zu ihr und stellten sich trauernd neben sie. Malvenpfote senkte den Kopf zu ihr und flüsterte,»oh Fischjunges es tut mir so leid...aber sie ist tot.« Fischjunges sah eine große Wunde an ihrer Kehle. »Nein...sag das nicht! Lichtpfote verlass mich nicht!« Sie stürzte sich in das nasse Fell von ihrer Schwester und vergrub ihre Schnauze darin.»Geh nicht!«miaute sie mit vor Trauer belegter Stimme. Plötzlich blinzelte Lichtpfote mit trüben Augen. Sie leckte Fischjunges das Fell und die Ohren. »Ich werde immer bei dir bleiben...in deinem Herzen.« miaute sie. Fischjunges Kehle schnürte sich zu. »Ich muss jetzt gehen, aber vergiss nicht, ich werde dich immer lieb haben. Dies war meine Bestimmung...« damit legte sie sich wieder hin und schloss ein letztes mal die Augen. »Lichtpfote!« jaulte Fischjunges verzweifelt. Malvenpfote legte ihre Nase an Fischjunges Ohr. »Fischjunges du hast sie gehört... Sei nicht länger traurig, das würde sie sich nicht wünschen.«flüsterte sie. »Seht mal!« rief Kiefernpfote erstaunt und deutete auf den reglosen Körper von einem weißen Kater. »Grünstern...ist...auch tot?«fragte Blattpfote. »Lichtpfote muss ihn getötet haben!« rief Kiefernpfote. »Als die ganzen Krieger geflüchtet waren dachte ich es sei wegen uns!« Alle blickten stillschweigend auf die beiden Leichen. Einer nach dem anderen erwieß Lichtpfote die letzte Ehre. Fischjunges drückte sich immer noch mit Tränen übersehrten Gesicht an das kalte Fell von ihrer toten Schwester. Malvenpfote legte sich auf ihre linke Seite, wärend sich Kiefernpfote auf die andere legte. »Sie war so tapfer...ich hätte sie zu meiner zweiten Anführerin gemacht!« miaute er traurig und diesmal erhob nicht einmal Kojotenpfote Einspruch.»Ich war stolz auf sie. Sie hat sich ihrer Bestimmung gestellt und dabei hat sie es nur wegen dir geschafft.« miaute Malvenpfote auch traurig, aber mit einem waren Blick auf Fischjunges. »Die Liebe zwischen ihrer Schwester und ihr schenkte ihr die Kraft. Die Geschwisterliebe ist nunmal stärker als alles andere...« und damit schlief Fischjunges, noch immer in das Fell gekuschelt und mit Tränen in den Augen ein.

    ENDE

    21
    Der Todesstieg - Traum von Unsterblichkeit - von Funkenfell!



    Pollen stoben auf, als Federsturm ohne das Tempo zu drosseln durch das Blumenfeld spurtetet. Die Blattgrüne war endlich eingekehrt und hatte deutliche Spuren in Formen von frischen Blumen, Moosen und belaubten Wipfeln hinterlassen. In der Blattleere hatte sie fast geglaubt nie mehr diese Wärme und Frische in der Luft zu spüren. Bienen surrten überall und die Sonne zauberte ein wunderschönes Muster auf ihre Pelze „Schneller!“, rief Federsturm ihrer kleineren Schwester zu, die direkt hinter ihr lief.
    „Ich tu, was ich kann!“, schnaubte die zurück. Trotz des Altersunterschied schaffte Seepfote es nun doch ihr Tempo noch weiter zu erhöhen bis sie gleich auf war wie Federsturm. Aber das heftige Schnaufen zeigte wie viel Kraft sie dafür aufbrachte um mit Federsturm Schritt zu halten.
    „Seepfote, schnauf nicht wie ein Dachs! Irgendwann bist du Krieger sowie ich und musst lernen lange und ausdauernd zu laufen! Wir wollen den Marienkäfer doch nicht verlieren“ Ihr Ton klang zwar etwas ärgerlich, aber irgendwie bewunderte sie auch den Kampfgeist von Seepfote. Die Kleine sah mit ihrer zierlichen Figur immer so zerbrechlich aus, aber unter den schlanken Beinen ruhten kräftige Muskeln
    Seepfote nickte nur knapp, weil sie ihren Atem fürs Laufen brauchte. Unzählige Gerüche schossen auf sie ein und all die neuen Farben der Blattgrüne waren noch so ungewohnt, doch trotzdem hielt sie den Blick stur gerichtet auf den Marienkäfer mit dem schillernden roten Panzer und pechschwarzen Punkten.
    Gleich haben wir ihn, dacht Federsturm und setzte zum Sprung an.
    Seepfote bemerkte wie ihre Schwester sich bereit machte und auch sie spannte die Hinterbeine an.
    Im Kopf zählten beide den Countdown runter. 1…. 2… 3… Sprung!
    Synchron stoßen sich beide Schwestern vom Boden ab. In der Luft fühlte sich Seepfote für einen Moment schwerelos. Eine andere Art von Freiheit, so als wäre sie selbst der Marienkäfer. Doch ihr Traum endete rasch als sie den Marienkäfer vom Himmel hauten und - etwas ungeschickt aber immerhin - landeten. Also Seepfote landetet.
    Ihre Schwester Federsturm hingegen verlor beim Aufkommen das Gleichgewicht und purzelte zur Seite den Hang hinunter. Ihr silbriges Fell sauste wie ein Blitz durchs Blumenfeld.
    „Alles gut?“, fragte Seepfote und konnte sich ein Schnurren nicht verkneifen.
    „Ja, alles gut. Hast du den Käfer?“ Federsturm rappelte sich wieder auf. In ihrem sonst so glatten Pelz hatten sie tausende Blütenblätter verfangen, was zur Folge hatte, dass sie aussah wie eine bunte riesen-blume mit zwei grasgrünen Augen.
    „Du- Du- hast da was…“ Seepfote konnte kaum ein Lachen unterdrücken.
    „Na, warte!“ Federsturm beugte sich hoch und zog Seepfote am Schweif ebenfalls zu ihr runter.
    Seepfote kugelte überrascht nach Vorne über und fand sich nach nur wenigen Sekunden neben ihrer Schwester wieder.
    Jetzt war Federsturm an der Reihe los zu lachen. „Oh je, so sehe ich jetzt also auch aus… Bunt wie ein Regenbogen!“
    Seepfote hob den Kopf und sah den Marienkäfer aus ihrer Pfote fliegen. Mit den Augen verfolgte sie seinen Weg zum Himmel, aber machte nicht die Anstalt ihn wieder einzufangen. „Das hat zwar Spaß gemacht, aber wir sollten ihn wieder seine Freiheit überlassen.“
    Federsturm verkniff sich den Kommentar, dass der Käfer kaum ein paar Sekunden in Seepfote Pfoten gelagen hat, doch auch sie fand den Vorschlag gut.
    „Wir sollten jetzt zurück gehen zum Lager, sonst machen sie sich noch Sorgen um dich.“ Federsturm rappelte sich auf, schüttelte die Blütenreste aus dem Pelz, und leckte mit schnellen Strichen ihr silbriges Fell wieder glatt.
    „mich?“, wiederholte Seepfote und zupfte mit ihrem Maul die Blätter aus dem Pelz „Um dich doch ganz genau so!“ Sie drehte ihren Kopf so gut es ging nach hinten und probierte noch das letzte Stück Blatt am Hals weg zu kriegen, aber sie kam einfach nicht ran. „Kannst du mir Mal helfen, hier ist eins im Nacken. Da komm ich nicht ran.“
    „Mäusehirn“, kopfschüttelten spießte sie das Blatt mit der Kralle auf und Seepfote war endlich wieder blau-grau wie ein Flusskiesel. „Um wieder zur Frage zurück zu kommen: Du bist immer noch fast ein Junges. Du wurdest gerade mal vor zwei Monden zum Schüler ernannt. Und weil du kleiner bist wird man sich mehr Sorgen um dich machen.“ Sie rollte mit den Augen.
    „Ja“, erwiderte Seepfote und dehnte das „a“ bei ja extra lange aus „aber wenigstens bin ich Schülerin und es ist mein gutes Recht außerhalb des Lager sein zu dürfen.!“ Seepfote zog eine Schnute und setzte ihren bitte-bitte-du-bist-auch-die-beste-schwester-der-welt-bettel-blick auf. „Können wir nicht noch ein bisschen bleiben? Zum Beispiel könnten wir den Marienkäfer wieder einholen oder Blätterfangen spielen…Das ist doch dein Lieblingsspiel!“
    Doch Federsturm kannte die Tricks ihrer Schwester und fiel nicht drauf ein. „Nichts da!“, sagte sie mit neuer strenge in der Stimme „Wir gehen jetzt zurück ins Lager.“
    „Oho, Blätterfangen! Unsere Federsturm kann schon Blätter jagen!“, lachte eine Stimme.
    Seepfote und Federsturm drehte beide den Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kam.
    Im Schatten einer knorrigen Eiche stand Borkenblatt. Er hatte dunkelbraunes zerzaustes Fell und eine schwarze gezackte Tigerung verlief über Nacken, Brust, Rücken und Schweif. Schmale gift-grüne Augen starrten sie feindselig an. Die Krallen waren spielend gezückt und das Fell gesträubt wie eine verwilderte Blumenwiese.
    Neben ihm standen seine Freunde Steinfang und Krallenfell. Steinfang war erst vor ein paar Tagen zum Krieger ernannt und Krallenfell hatte schon vor ein paar Monden seine Kriegerprüfung abgelegt. Von den dreien mochte Seepfote Steinfang am ehesten, aber eigentlich waren sie alle Fuchsherzen.
    „Was wollt ihr?“, fauchte Federsturm. Die Freude und Leichtigkeit war verblasst und automatisch veränderte sich auch ihre Haltung. Königlich streckte sie die Brust raus, wiederstand dem Drang das Fell aufzustellen und hob ein wenig das Kinn um zu sagen: ich-bin-besser-als-ihr-also-haut-ab.
    „Wir kamen nur zufällig vorbei und Blätterfangen ist dein Lieblingsspiel? Bist du noch ein Junges aus der Kinderstube oder eine Kriegerin?“ Er lachte und seine Freunde stimmten schallend mit ein.
    Besonders Seepfote wurmte diese Beleidigung, weil Borkenblatt so tat, als wäre Junge sein etwas Schlechtes. „Du aufgeblasener Wichtigtuer! Meine Schwester hat mehr Kriegerblut als du! Und Blätter fangen ist gar nicht so einfach!“ Seepfote lächelte überlegen, aber ihr lächeln bekam Risse, als Borkenblatt nicht Mal die Miene verzog.
    „Blätter fangen? Da hätte man sie ja viel eher zur Kriegerin ernennen sollen!“ Er ahmte die tiefe Stimme von Gewitterstern nach: „Und von diesem Tag an wirst du Federhirn heißen! Der Sternenclan ehrt herausragende Blätter-fang-technik und deine ausgeprägte Dummheit!“
    Seine Kumpanen lachten und Federsturm lief knallrot an. „Und was spielt ihr bitteschön? Wer am grässlichsten lacht“, konterte sie, doch war immer noch Rot wie eine Todesbeere.
    Borkenblatt überhörte den Kommentar einfach mit unfassbarer Lockerheit. „Richtige Krieger üben sich im Kämpfen und fordern sich gegenseitig heraus! Solchen Kinderkram bin ich nicht würdig.“ Seine Miene wanderte zu Federsturm. „Du…“
    „ja, ich…“ Ihr juckte es in ihren Krallen aufzuspringen und sein arrogantes Gesicht zu zerfetzten.
    „Nun… Wenn du willst zeige ich dir, was ein richtiger Krieger in seiner Freizeit macht. Natürlich kannst du auch weiter jage-den-Schwanz und renn-hinter-dem-Schmetterling-hinterher spielen, aber es wäre ein Schritt nach vorne für dich…“
    Federsturm war sich nicht sicher, ob es bloßer Spott oder ein ernstgemeintes Angebot. Aber bei beiden war die Antwort nein!
    Borkenblatt schnipste mit dem Schwanz und drehte sich herum. Seine Lakaien folgten ihm ohne, dass er was sagen musste. Die drei Gestalten verschwanden zwischen dem hohen Gras und dem weiten Schatten der Eichen.
    „Ihr Mäuseherzen!“, rief Seepfote ihnen hinter her. „Oder?“ Sie wand sich an Federsturm.
    „Sogar Doppel-Mäuseherzen!“ Um die Glaubwürdigkeit zu unterstreichen ließ sie ein Knurren erklingen. „Und jetzt bring ich dich ins Lager zurück.“
    Sie schämte sich. Für einen Moment hatte sie wirklich über Borkenblatts Angebot nachgedacht. Es wäre schon irgendwie toll mit Katzen in ihren eigenen Alter zu spielen und nicht immer mit Seepfote. Und wenn sie so nachdachte war es echt jämmerlich für eine Kriegerin noch solche Kinderstuben-Spiele zu spielen… Sie guckte rüber zu Seepfote, die neben ihr ging. Die dunkelblauen Kulleraugen und die niedliche Stubsnase wirkte so unschuldig… Federsturm wollte sie nicht verraten. Warte… Wieso verraten? Es war ihr gutes Recht auch mit anderen Katzen zu spielen! Aber doch nicht mit Borkenblatt! Nein, nicht mit dem Borkenblatt, der sie so gedemütigt hat. Das war nicht er, sondern deine Schwester, Federsturm
    Aber doch nicht extra! Sie hatte sie nur verteidigen wollen! Woher kam diese Stimme überhaupt?
    …und sie wird es immer wieder tun. Du bist eine Kriegerin? Willst du nicht auch dich benehmen wie eine „richtige“ Kriegerin?
    „Geh raus aus meinem Kopf!“, schrie sie.
    Seepfote fuhr vor Schreck zusammen. „Ist alles gut, Federsturm?“
    „Alles gut Seepfote“, erwiderte Federsturm, aber sie blickte ihr nicht in die Augen.

    22
    Eine Geschichte über zwei Schwestern - von Sparky

    Prolog:
    Es war eine stürmische Nacht im TropfenClan. Trotzdem lief Sturmnase vor der Kinderstube auf und ab. Sein dunkelgraues Fell war schon ganz zerzaust und stand zu allen Seiten ab, als Frosthauch ihn hereinrief. Die Heilerin bedeutete ihm, leise zu sein, da Bachblütenschweif viel Ruhe brauchte. An ihrem Bauch lagen drei kleine Junge, ein golden weiß getigertes und zwei schneeweiße, wovon eines kleine goldene Tupfen hatte. Frosthauch erklärte Sturmnase: "Es sind drei Kätzinnen." Sturmnase schnurrte und leckte Bachblütenschweif sanft über den Kopf. "Sie sind wunderschön. So schön wie du." Die silbern getigerte Kätzin hob müde den Kopf. "Das sind sie", antwortete sie glücklich. "Habt ihr schon Namen für sie?", wollte die Heilerin wissen. "Zu ihr würde Eisjunges passen", überlegte Sturmnase, während er auf die schneeweiße Kätzin deutete. "Und die kleine mit den Tupfen heißt Blütenjunges", entschied Bachblütenschweif schnurrend. "Und die dritte?" Frosthauch sah die beiden fragend an. "Das entscheiden wir morgen, es ist schon so spät", erklärte die silberne Kätzin.

    1. Kapitel
    "Komm schon Eisjunges! Du willst doch nicht unsere Schülerzeremonie verpassen!" Blütenjunges lief aufgeregt herum. Eisjunges sprang zu ihr und rief fröhlich: "Natürlich nicht, ich lasse dich doch nicht alleine Schülerin werden!" Bachblütenschweif leckte ihren Töchtern schnell noch einmal übers Fell, als auch schon der Ruf von Maisstern ertönte. "Alle Katzen, die alt genug sind, Beute zu machen, fordere ich auf, sich hier unterm Hochstein zu einem Clantreffen zu versammeln!" Die gelb gefleckte Anführerin wartete, bis sich alle auf der Lichtung eingefunden hatten: Der zweite Anführer Blitzschweif, die Krieger, Schüler, Ältesten und schließlich auch noch Frosthauch und die Königinnen mit ihren Jungen. Maisstern fuhr fort: "Es ist an der Zeit, zwei neue Schülerinnen zu ernennen. Blütenpfote, tritt vor!" Nachdem die getupfte Kätzin zu Maisstern gesprungen war, sprach diese weiter. "Ich, Maisstern, Anführerin des TropfenClans, rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie, auf diese junge Kätzin herabzusehen. Sie hat ihren sechsten Mond erreicht und ist nun bereit, Schülerin zu werden." Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort: "Blütenjunges, von diesem Moment bis zu deiner Kriegerzeremonie wirst du den Namen Blütenpfote tragen. Deine Mentorin wird Kristallglanz sein." Sie legte ihre Schnauze auf Blütenpfote's Kopf, woraufhin diese ihr die Schulte leckte. Während Blütenpfote zu ihrer neuen Mentorin lief, ernannte Maisstern Eisjunges zu Eispfote. "Blütenpfote! Eispfote! Blütenpfote! Eispfote!", rief der ganze Clan. Die neu ernannten Schülerinnen liefen direkt zu Kristallglanz und Blumenschweif, Eispfote's Mentorin. Sie wollten gerade zu ihrem Ausflug durchs Territorium aufbrechen, als Brombeerpfote angelaufen kam. "Herzlichen Glückwunsch ihr beiden", begrüßte er sie. "Danke", antworteten beide gleichzeitig. Nachdem der goldbraune Schüler wieder weg war, gingen sie los. "Ist das riesig", staunte Eispfote. Blumenschweif schnurrte belustigt. "Das stimmt, aber später wird es dir nicht mehr so groß vorkommen." "Wie soll man sich denn hier zurecht finden?", fragte Blütenpfote. "Spätestens bei deiner Kriegerzeremonie wirst du das Territorium in- und auswendig kennen", erklärte ihr Kristallglanz. Nach einem langen Tag durchs Territorium liefen die Schwestern zum Schülerbau. Blütenpfote legte sich in das Nest neben Brombeerpfote, Eispfote in das daneben. Keine der beiden wollte es zugeben, aber sie waren schon jetzt in Brombeerpfote verliebt.

    3. Kapitel "Warum hast du eigentlich so einen seltsamen Namen?", wollte Golden Snow wissen."Dort wo ich her komme - aus einem Clan - haben alle solche Namen. In deinem Alter hieß ich Nebelpfote. Davor Nebeljunges und seit meiner Ernennung zur Kriegerin bin ich Nebelsee", erklärte ihr die Einzelläuferin. "Und warum hast du den Clan verlassen?", hakte Golden Snow jetzt nach. Nebelsee dachte kurz nach, dann antwortete sie: "Es war wirklich schön im Clan, ich wuchs mit meiner Schwester Bachblütenschweif und meinen Eltern auf, ging jagen und stellte den Clan über alles. Aber eines Tages kam ein Streuner namens Shadow, in den ich mich verliebte. Ich gab den TropfenClan auf und lebte bei ihm." Seufzend fügte sie hinzu: " Aber eines Tages wachte ich auf und er war weg. Einfach weg." Mitfühlend meinte die junge Kätzin: "Das klingt traurig. War... War er mein Vater?" Nebelsee sah Golden Snow liebevoll an, unschlüssig, wie viel sie erzählen sollte. "Nein. Er war nicht dein Vater. Dein Vater heißt Sturmnase und lebt im TropfenClan." //ich muss ihn finden!//, dachte Golden Snow.

    4. Kapitel
    Eispfote schlich sich an das Eichhörnchen an, machte sich bereit zum Sprung und sprang. Doch mitten im Sprung stieß sie etwas in die Seite. Verwirrt wachte sie auf und entdeckte Blütenpfote. "Was willst du? Es ist doch noch nicht einmal Sonnenhoch!" "Ich weiß. Aber eine Kätzin, ungefähr in unserem Alter, ist im Lager. Sie sagt, ihr Name sei Golden Snow und sie sucht Sturmnase. Komisch, oder?" Blütenpfote sah ihre Schwester an. Diese war blitzschnell hellwach. Einen ganzen Mond war es schon her, seit die beiden die Kinderstube verlassen hatten. Aufgeregt hüpften sie auf die Lichtung. Dort sah Eispfote zum ersten Mal die kleine Kätzin und lief auf sie zu. "Hallo, ich bin Eispfote. Und du heißt Golden Snow, richtig?" //Ihr Fell ist schneweiß, wie meins. Und die Tigerung hat den gleichen Goldton wie die Tupfen von Blütenpfote. Irgendwie merkwürdig.// "Ja, das ist mein Name", antwortete Golden Snow. Sie war eindeutig in der Unterzahl, würde sich aber nicht einschüchtern lassen. "Schön, dich kennen zu lernen." Eispfote sah sich nach Blütenpfote um. "Dort drüben ist meine Schwester Blütenpfote. Wir könnten zu ihr gehen", schlug sie vor. "Hast du schon einmal von einer Nebelsee gehört?", fragte Golden Snow möglichst beiläufig. Nachdem Eispfote kurz nachgedacht hatte, bejahte sie die Frage. "Sie ist die Schwester meiner Mutter Bachblütenschweif." Blütenpfote kam ihnen bereits entgegen. "Golden Snow, warum suchst du eigentlich Sturmnase?", wollte sie wissen. Die getigerte Kätzin antwortete ihr: "Ich bin bei Nebelsee aufgewachsen, und sie sagte mir vor einigen Sonnenaufgängen, er sei mein Vater." Die Schülerinnen sahen sie ungläubig an. "Das... das kann nicht sein! Dann sind wir ja.. Schwestern!", brachte Blütenpfote hervor.

    5. Kapitel
    Brombeerpfote kam gerade vom Jagen zurück, als er Golden Snow bei Blütenpfote und Eispfote sah. Er schlenderte herbei und fragte: "Hi, ich bin Brombeerpfote, und du?" "Golden Snow", antwortete sie etwas schüchtern. Und schon war es auch um sie geschehen. "Hast du vor, länger im Clan zu bleiben?", fragte Brombeerpfote, der sie offensichtlich jetzt schon mochte. Mit dieser Frage hatte Golden Snow nicht gerechnet. Ehrlich gesagt hatte sie noch gar nicht darüber nachgedacht. "Wir haben gerade festgestellt, dass wir den gleichen Vater haben, daher werde ich wohl noch etwas hierbleiben", erklärte sie. "Und jetzt gehen wir Bachblütenschweif fragen, was sie weiß", fügte Eispfote hinzu.

    6. Kapitel
    Von Bachblütenschweif erfuhren die Schwestern, dass Golden Snow ihre Tochter war, sie aber zu Nebelsee gebracht wurde und als verschwunden galt. Eispfote wollte unbedingt mehr über Golden Snow erfahren, aber die selbe Idee hatte auch Blütenpfote. Als Eispfote vorschlug, der getigerten Kätzin das Territorium zu zeigen, erklärte diese, dass das schon Blütenpfote übernommen hatte. Außerdem kamen sich Golden Snow und Brombeerpfote immer näher. Sie unternahmen viel zusammen, manchmal allein, aber auch mal mit Blütenpfote und Eispfote. Diese beiden zerstritten sich immer mehr, nicht nur wegen Golden Snow, sondern auch wegen Brombeerpfote, da sie beide gemerkt hatten, dass die jeweils andere ihn ebenfalls liebte. Nur dass Golden Snow, die sich mittlerweile dem Clan angeschlossen hatte und jetzt Goldpfote hieß, ebenfalls auf den goldbraunen Kater stand, bemerkten sie durch ihren Streit nicht.

    7. Kapitel
    "Ich, Maisstern, Anführerin des TropfenClans, rufe meine Kriegerahnen an und möchte ihnen diese Schüler als Krieger empfehlen. Sie haben hart trainiert um eure edlen Gesetze zu erlernen und Krieger zu werden. Blütenpfote, tritt vor!" Nachdem die Schülerin vorgetreten war, fragte Maisstern: "Kristallglanz, bist du überzeugt, dass deine Schülerin bereit ist, Kriegerin zu werden?" Nachdem die hellgraue Kätzin die Frage positiv beantwortet hatte, wandte die Anführerin sich an Blütenpfote. "Versprichst du, das Gesetz der Krieger zu ehren und den Clan zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet?" "Ich verspreche es", rief Blütenpfote mit fester Stimme. "Dann gebe ich dir mit der Kraft des SternenClans nun deinen Kriegernamen. Blütenpfote, von diesem Augenblick an wirst du Blütensprenkel heißen. Der TropfenClan ehrt deinen Mut und deine Loyalität und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin willkommen." Nachdem auch Eispfote und Goldpfote ernannt wurden, rief der ganze Clan: "Blütensprenkel! Eisregen! Goldschnee! Blütensprenkel! Eisregen! Goldschnee!" Stolz sah Goldschnee sich um, als sie im Augenwinkel einen goldbraunen Pelz sah. //Brombeerdorn!// Der Kater war bereits seit einem Mond Krieger und kamnun, um den Schwestern zu gratulieren. "Herzlichen Glückwunsch, ihr beiden!", schnurrte er, doch an Goldschnee gewandt, fügte er hinzu: "Komm mal mit, ich muss dir etwas sagen." Nervös folgte die getigerte Kriegerin ihm. Unter einer alten Eiche hielt Brombeerdorn an und setzte sich. "Was ist?", fragte Goldschnee zögernd. Der Krieger holte tief Luft und antwortete ihr dann verlegen: "Ich muss dir etwas sagen. Ich liebe dich, Goldschnee." "Ich dich auch, Brombeerdorn", piepste die Kätzin überglücklich.

    8. Kapitel
    Fröhlich rannte Goldschnee ins Lager. "Ihr werdet es nicht glauben!", rief sie ihren Schwestern schon von weitem zu. Als sie vor diesen stehen blieb, fuhr sie fort: "Brombeerdorn und ich sind jetzt Gefährten! Ist das nicht toll?" Natürlich freute Eisregen sich für Goldschnee und Brombeerdorn, der jetzt auch ins Lager kam, aber traurig war sie schon. //Immerhin liebt er nicht Blütensprenkel... //, dachte sie. Die getupfte Kätzin kam auf sie zu. "Eisregen? Jetzt, da Brombeerdorn keine von uns wollte, können wir doch wieder Freundinnen sein, oder?" Schnurrend stimmte Eisregen ihr zu. "Natürlich können wir das. Schön, dass wir nicht mehr streiten." Goldschnee saß bei Brombeerdorn und verabschiedete sich von ihm, da die Schwestern Nachtwache halten mussten. Während sie sich bereit machte, dachte sie nach. //Alle sind jetzt glücklich... außer... //

    9. Kapitel
    Nebelsee lag in ihrem Nest. Es war schon viele Monde her, seit Golden Snow sie verlassen hatte. Traurig dachte sie an die getigerte Kätzin, als jemand eintrat. "Golden Snow!", rief Nebelsee, als sie die Kätzin erkannte. Goldschnee schnurrte. "Hallo Nebelsee. Ich heiße jetzt Goldschnee und bin Kriegerin." Hinter ihr schoben sich zwei Junge hervor, ein goldbraunes und ein grau weiß getigertes. "Du bist Nebelsee?", fragte die graue. "Sind das deine Junge?", fragte die Einzelläuferin überrascht. "Ja, sie heißen Nebeljunges und Seejunges." Nebelsee schnurrte. Dann antwortete sie der goldbraunen Kätzin. "Ja, die bin ich. Und du?" "Seejunges. Warum bist du denn nicht im Clan?" Als Nebelsee ihr von Shadow erzählte, wunderte sich Nebeljunges. Die graue Kätzin erklärte: "Aber der ist doch da draußen! Wieso sagst du denn, er wäre verschw..." "Das sollen wir doch nicht verraten!", fiel Seejunges ihr ins Wort. Nebelsee sah Goldschnee fragend an. "Shadow ist da draußen?", wollte sie wissen. Die Kriegerin erklärte ihr, dass sie den schwarzen Kater gesucht und hergebracht hatte und dass Bronbeerdorn bei ihm wartete. "Brombeerdorn ist übrigens der Vater der Jungen", fügte sie noch hinzu. "Ich.. muss.. sofort zu ihm!", rief Nebelsee, bevor sie glücklich aus dem Bau stürmte. //Jetzt sind alle glücklich//, dachte Goldschnee zufrieden.

    Ende

    23
    Die Geschichte von Life:




    Prolog

    Wenn die Sonne hinter dem Mond verschwindet. Dann beginnt die Zeit der Dunkelheit. Zwei fröhlich verschiedene Geschwister bekommen seltsame träume, Doch nur einer kann den Wald wirklich retten. Wer wird es nur sein?...

    1.Kapitel

    "Diestelschweif"! Wo bist du? Kastanienstern hat befohlen das wir gemeinsam eine Jagdpatrouille leiten sollen! Diestelschweif mein Bruder der wie immer mit ein paar Kätzinnen redet schien mich zu ignorieren. Als ich auf ihn zuging wird ich sofort von seinem Schwarm entdeckt. Kieselfell lass mich Durch! Du hast es nicht verdient mit so einem großen stolzen Kater zureden machte mich die silbergraue Kätzin an! Er ist mein Bruder und ich darf Mit ihm immer sprechen und behandelt ihn nicht so wie ein Anführer fauchte ich wütend Kieselfell an! Früher waren wir beste Freunde doch als ihre Schwester starb, gab sie mir die Schuld dafür was ich bis heute nicht verstehe... und was ist wenn ich dich nicht durch lasse knurrte Kieselfell. Und ich wurde aus meinen Erinnerungen gerissen. Dann gehe ich einfach um dich herum zickte ich sie an! Das tat ich dann auch Kieselfell hat zum Glück nicht weiter rumgemeckert und ich konnte problemlos an ihr vorbei gehen. Doch eines wunderte mich wieso fanden alle meinen Bruder so charmant treu und liebenswürdig unwohl er genau das Gegenteil war?

    24
    Ich weiß, es kommt einen Tag zu spät...Aber ich war gestern den ganzen Tag über weg und ich konnte nichts schreiben. Also kommen sie eben heute^^ Es sei aber gesagt, dass das neue Thema erst heute Abend kommen könnte. Ich habe mir noch keine Gedanken darüber gemacht und ich muss mich erstmal entscheiden XD. Aber jetzt genug geredet, hier kommen die Gewinner vom August! Die Sache ist...wir haben zwei erste Plätze, da es einen Gleichstand gibt. Das heißt, dieses mal geht es nur bis zum zweiten Platz.



    Auf dem ersten Platz:
    Rosenjunges - Ein Aufstand für die Liebe
    und
    Luffy124 - Zimtpfote
    mit jeweils 6 Stimmen!



    Auf dem zweiten Platz:
    Funkel mit 2 Stimmen!



    Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!


    25
    So, und mit einem weiteren Tag Verspätung kommt das neue Thema! Tut mir echt Leid, dass alles so verschoben kommt...Bald fängt die Schule bei mir wieder an und joa...Ich weiß, keine gescheite Entschuldigung XD Aber gut, hier kommt das neue Thema!


    Verstoß gegen das Gesetz der Krieger!


    Und damit meine ich auch die Gesetze für die Heiler mit einbezogen. Hier könnt ihr euch eigentlich auch alle Freiheiten erlauben, vom Beutediebstahl bis zum Verrat des Clans. Liebe zwischen zwei Katzen anderer Clans ist auch okay, aber könnte etwas unkreativ herüberkommen... Was aber nicht heißt, dass wenn ihr zu dem Thema eine Idee für eine Lovestory habt, dass diese dann unkreativ und langweilig ist. Ich meine das nur, weil es sowas schon oft gibt^^ Aber lasst euch nicht durch meine Worte beeinflussen. Bei diesem Thema ist es euch überlassen, ob ihr ein Happy End schreibt oder nicht, da Gesetzesverstoß nicht immer nur mit Verbannung oder Schülerpflichten enden muss. Außerdem muss es nicht unbedingt um das Gesetz in den Büchern gehen, es kann auch ein anderes, fremdes Gesetz mit anderen Regeln sein, da nicht jeder Clan gleich ist...

    So, das war's auch schon. Ich wünsche euch gute Ideen und noch einen schönen Monat!

    26
    Die Geschichte von Funkel:





    ,, Schwört du, das Gesetz der Sterne einzuhalten und deinem Clan treu zu sein? ",, Ich verspreche es",, Somit wird Gewitterpfote von nun an Gewitterecho heißen. Wir heißen dich als vollwertigen Krieger willkommen. ",, Gewitterecho! Gewitterecho! Gewitterecho!" Stolz stand der neu ernannte Krieger vor dem Spitz-Stein und genoss die Rufe seiner Clan-Gefährten. Nachdem diese Leiser wurden machte er sich auf zum Krieger-Bau. Vorsichtig ging er durch den Farn Eingang in die Höhle rein. 'Ganz schön Dunkel, ob ich mich da je dran gewöhnen werde?' Dachte Gewitterecho nachdenklich. Plötzlich spürte er unter seinen Pfoten eine Schweif-Spitze.,, Autsch! Heilige Sterne, kannst du nicht mal aufpassen? " Das war jetzt peinlich. Leise murmelte Gewitterecho eine Entschuldigung und suchte sich im Dunkeln ein freies Nest. Er hoffte Zumindestens es wäre frei.

    - Der nächste Morgen -

    Gewitterecho wurde hart von Einer Pfote angestupst.,, He Faulpelz! Aufwachen! Du bist für die Sonnenhoch-Patrouille eingeteilt! "... Doch Gewitterecho murrte nur etwas und drehte sich wieder um.,, Krieger sein heißt nicht Faul rumliegen! STEH AUF!" Nun erhob sich Der Frisch ernannte Krieger endlich und tappte an dem Kater vorbei zum Ausgang. Wumm. 'Autsch!' dachte Gewitterecho. Er war gerade gegen eine Felswand gelaufen. Etwas benommen tastete er sich zum Ausgang. Sobald er die ersten Sonnen-strahlen sah musste er blinzeln. 'Hilfe ist das hell!' Amselflug, die Zweite Anführerin wartete schon auf ihn.,, Da seid ihr beide ja! Wieso habt ihr so lange gebraucht? " Bevor Gewitterecho etwas antworten konnte kam ihm Schattenfeder zuvor.,, Dieser Faulpelz wollte nicht aufstehen!" Amselflug schnurrte nur belustigt.,, Du warst genauso nach dem du Krieger geworden bist! ",, Stimmt doch gar nicht." Wieder sprach Schattenfeder, doch Amselflug war schon los gegangen. 'Anscheinend sind wir nur zu dritt. ' Nach dem die drei Das Lager verlassen hatten gingen sie weiter in den Mischwald hinein zum kleinen See. Die Zweite Anführerin befahl:,, Wir werden uns hier wieder treffen wenn die Sonne unter geht. Schattenfeder, du gehst zu der Alten Wurzel und du Gewitterecho gehst zu den Wasser-felsen. Ich werde mich hier umsehen. " Wiederwillig nickten die beiden und gingen los. 'Die Wasser-Felsen!' Gewitterecho hatte echt keine Lust auf Mäuse zu lauern die eh nicht raus kommen würden, oder auf Fische zu warten und sein Fell nass zu machen. Also beschloss er an der Grenze zu jagen. Mit großen Sprüngen war er dann auch angekommen. Der Geruch vom Silber-Clan wehte zu ihm rüber und er musste sein Mund öffnen um die Beute trotz des Silber-Clan-Gestanks riechen zu können. Nach einer Weile entdeckte er ein Spatz, welcher gemütlich auf einem Ast saß und zur Grenze sah. Langsam bewegte sich Gewitterecho zu dem Vogel hin und prüfte die Windrichtung. Vorsichtig ging er ein bisschen nach Links von der Grenze weg, damit der Vogel ihn nicht sah. Anschließen legte er all seine Kraft in Seine Hinter-Läufer und sprang. Er musste die Krallen ausfahren um den Vogel noch zu erwischen, schaffte es aber und tötete ihn mit einem Schnellen Biss.,, Guter Fang, nur leider bist du auf dem Silber-Clan Territorium! " fauchte plötzlich eine Katze.

    ,, Ich.. Also.." Gewitterecho wusste nicht wie er sich verteidigen sollte.,, Geb uns Den Vogel und wir lassen dich gehen! " Doch er dachte gar nicht mal daran.,, Niemals! Wenn ihr den Vogel wollt dann holt ihn euch doch!" Die Patrouille stürzte sich fauchen auf Gewitterecho. Er versuchte einer hell-braunen Kätzin in die Schulter zu beißen, wurde aber in dem Moment am Schweif zurück gezogen. Schnell wirbelte er herum und kratze seinem Angreifer über die Schnauze. Sofort duckte er sich als er im Augen Winkel sah wie eine Kralle auf ihn zu kam.,, Es reicht! " Erst jetzt bemerkte Gewitterecho den Geruch von Amselflug und Schattenfeder. Die Silber-Clan Patrouille zog sich zurück.,, Amselflug! Lern deinen Kriegern bei sich zu benehmen!",, Gewitterecho komm sofort wieder zurück! " Sofort lief er, immer noch außer Atem, zurück zu seinem Territorium.,, Entschuldigt meinen Krieger, er ist erst gestern ernannt worden. " Erklärte Amselflug beruhigend. Doch Gewitterecho wusste das sie innerlich sicher wütender war als ein Fuchs dem die Beute gestohlen wurde.,, Fliederblatt lass uns gehen, die sind es nicht wert mit ihnen zu reden!" Miaute die Hell-Braune Kätzin. Fliederfall, anscheinend die Weiß Graue Kätzin, nickte und entfernte sich mit den anderen Beiden.,, Und nun zu dir!" Knurrte Amselflug wütend.

    Im Lager angekommen schickte die Zweite Anführerin, Amselflug, Beide zurück in den Krieger-Bau. Sie selbst ging zum Anführer-Bau, blieb davor stehen und fragte:,, Windstern, kann ich rein kommen?" Der Anführer antwortete:,, Natürlich, Amselflug." Sie betritt den Bau und schaute Windstern ernst an.,, Gewitterecho hat meine Befehle ignoriert und ist an der Grenze jagen gegangen. Und dazu hat er auch noch einen Kampf provoziert und hat dem Silber-Clan Beute Gestohlen!" Windsterns Ausdruck wurde Finster.,, Ich danke die Amselflug, ich werde ihm eine gerechte Strafe geben." Die schwarze Kätzin nickte und verließ den Bau. Hinter ihr folgte der Anführer, welcher danach sofort auf den Spitz-Stein sprang und rief:,, Katzen des Wolken-Clans! Versammelt euch beim Spitz-Stein um mich anzuhören!" Nach und nach kamen die Katzen an und schauten gespannt zu Windsterns hoch. Niemand ahnte damit was er gleich ankündigen würde. Auch Gewitterecho war bei der Versammlung, stand jedoch etwas abseits.,, Gewitterecho hat auf dem Silber-Clan Territorium gejagt und Beute erlegt. Dann hat er einen Kampf mit einer Patrouille provoziert! Gewitterecho, streitest du das ab?" Dieser Duckte sich nur langsam um nicht aufzufallen. Aber die Blicke waren alle auf ihn gerichtet. Ein gemurmel ertönte zwischen den Katzen und Gewitterecho schluckte und schüttelte schließlich den Kopf.,, Als Strafe wirst du bis zur nächsten Großen Versammlung im Lager bleiben! " beschloss Windstern. Der junge Krieger riss die Augen auf und starrte seinen Anführer an. 'Das kann er doch nicht machen!' dachte Gewitterecho empört.,, Die Versammlung ist beendet" Miaute Windstern und ging wieder in sein Bau. Die Katzen machten sich wieder an die Arbeit, nur noch Gewitterecho stand herum.

    27
    Eine Geschichte aus längst vergangenen Zeit - Luffy124




    PROLOG
    Ich grüße dich. Mein Name ist Diamantstern, ich bin der Anführer des ZeitClans. Dieser Clan hat die Fähigkeit, in der Zeit zu reisen. Wenn du erlaubst, würde ich auch dich gerne mit auf eine Zeitreise nehmen. Viele Blattwechsel zurück, in eine Zeit, in der es das heutige Gesetz der Krieger noch nicht gab. Eine Zeit, in der die Katzen nach anderen Regeln lebten. Komm mit, hier in diesen leuchtenden Nebel hinein...

    KAPITEL 1
    Mit schmerzverzerrtem Gesicht begutachtete die rote Kätzin ihr blutverkrustetes Bein. Würde sie es bis zum Lager schaffen? Sicherlich, sie war eine Kämpferin, sie hatte gelernt, sich durchzuschlagen. Aber ihr Bein sah wirklich böse aus. Die Kätzin fauchte unwillkürlich. Daran waren nur die Katzen des Südens schuld! Diese mussten ja unbedingt einen Kampf gegen die Katzen des Nordens, zu denen auch die rote Kätzin gehörte, führen. Sie drehte den Kopf von ihrem Bein weg, und blickte in den Wald. Mit zusammengebissenen Zähnen rappelte sie sich schließlich auf, und machte sich, auf drei Beinen hoppelnd, auf den Weg zum Lager der Katzen des Nordens. Bestimmt würde Tiger, der Stern ihres Clans, es nicht gutheißen, wenn sie erst so spät vom Schlachtfeld zurückkehrte. Der Anführer eines Clans wurde Stern genannt. Neben dem Stern gab es noch den ersten, zweiten, dritten und den vierten Rang. Die Kätzin hatte in Gedanken versunken nicht auf ihr Bein geachtet und setzte es aus Versehen auf dem Boden auf. Schmerzerfüllt sog sie die Luft durch die Zähne ein und hob das Bein wieder in die Luft. Dann humpelte sie weiter. Es war nicht mehr weit bis zum Lager. Und tatsächlich, bald tauchte, gesäumt von hohen Bäumen, eine große Kuhle vor der Kätzin auf. Das Lager des Clans des Nordens. Sie humpelte hinein, bis zum Kriegerbau, legte sich in ihr Nest und begann ihr Bein zu lecken. Da steckte eine graubraune Kätzin den Kopf zum Eingang herein. "See?", fragte die Rotbraune verwirrt. Es handelte sich um ihre beste Freundin aus dem vierten Rang. Katzen aus dem vierten Rang war es verboten, die anderen Katzen in ihren Bauten zu besuchen. Außer sie wurden darum gebeten oder mussten den anderen Beute oder so etwas bringen. Kurz: See durfte eigentlich gar nicht hier sein. Und doch war sie es. Nervös sah sie sich um, wie um sich zu vergewissern, dass niemand anders im Bau war. Dann lief sie zu der rotbraunen Kätzin und schmiegte sich vorsichtig an sie, um ihr nicht noch mehr Schmerzen zu bereiten. "Ich habe mir solche Sorgen gemacht", flüsterte sie. "Endlich bist du wieder da, Rose!" Rose nickte. Dann verzog sie das Gesicht. "Was haben sie dir angetan", murmelte See geschockt, den Blick auf Roses Bein gerichtet. "Was tust du da, du undankbare Katze! Da gibt man dir einmal frei und dann belästigst du Krieger aus dem dritten Rang mit deinem Gerede!" Wolke, ein Krieger aus dem ersten Rang, war am Eingang erschienen. See stand hastig auf und verbeugte sich tief vor Wolke. "Entschuldigung, ich wollte nicht...", setzte sie an. "Dein doofes Gerede kannst du dir sparen!", fuhr Wolke sie an. "Und jetzt ab mit dir in den Anführerbau, Tiger wünscht, dass du ihn von seinen lästigen Flöhen befreist." "Ja, Wolke. Wird sofort erledigt", mit diesen Worten machte sich See auf in den Anführerbau. Sicher war sie froh, von Wolke wegzukommen. Dieser wandte sich jetzt an Rose. "Dir geht es gut?" Rose konnte nicht genau einordnen, ob er versuchte sanft zu klingen, oder ob er wie immer mit spöttischem Unterton sprach. "Mit mir ist alles in Ordnung, danke der Nachfrage", miaute Rose kühl und leckte weiter ihr verwundetes Bein. Wolke ruckte kurz mit dem Kopf, was wohl ein Nicken sein sollte, dann macht er auf dem Absatz kehrt und lief zu dem Kriegerbau, in dem die Katzen des ersten Ranges schliefen. Rose stand auf und humpelte aus dem Bau. Ihr Bein tat immer noch höllisch weh, aber jemand musste ja für den Clan jagen, und dafür war meistens der dritte Rang zuständig. Rose lief zwischen den beiden großen Eichen hindurch, die kurz vor der Baumkrone miteinander verwachsen waren und eine Art Tor bildeten. Die Eichen waren nicht besonders groß, und sie bildeten einen guten Eingang für das Lager. Auf drei Beinen setzte Rose ihren Weg in den Wald fort. Sie humpelte bis zur Grenze, denn dort gab es meistens die beste Beute. Auf der anderen Seite der Grenze sah sie eine Patrouille des Clans des Westens vorbeikommen. Blitz, ein ziemlich heller Kater, war auch unter ihnen. Rose blieb stehen. Die Patrouille hatte sie noch nicht gesehen. Vorsichtig setzte sich Rose hin und begann ihr Fell zu glätten. Als ihr bewusst wurde, was sie da tat, könnte sie sich vor Ärger ins Vorderbein beißen. Es war strengstens verboten, Kontakte zu Katzen aus anderen Clans zu pflegen. Aber leider war es wahr; sie hatte sich in Blitz verliebt. Kontakte zu Katzen aus anderen Clans waren wie gesagt verboten, aber noch schlimmer war es, wenn die Katze aus dem anderen Clan einen anderen Rang als man selber besaß. Blitz gehörte dem zweiten Rang an, wie Rose wusste. Seufzend kehrte sie der Patrouille den Rücken und humpelte wieder in den Wald. Unterwegs fing sie noch zwei Mäuse und ein Eichhörnchen. Einen Vogel, den sie problemlos hätte schnappen können, verfehlte sie mit ihren Tatzen, denn ihre Gedanken waren nur bei Blitz. Wieso bildete sie sich nur ein, dass sie irgendwann mit ihm zusammen sein könnte? Das war unmöglich! Zwei Katzen aus verschiedenen Clans, und dann auch noch eine aus dem zweiten und eine aus dem dritten Rang. Rose lief auf ihren drei Beinen zurück ins Lager, legte ihre mickrige Ausbeute an Essen auf den Frischbeutehaufen, nahm sich eine kleine Maus, aß diese auf und legte sich schlafen, obwohl es noch etwas früh war.

    KAPITEL 2
    "Komisch. Wirklich komisch", murmelte Dämmerung, der zweite Stern des Clans des Westens. "Ich hätte schwören können, da wäre eine Bewegung gewesen." Angestrengt starrte er ins Unterholz. Dann wandte er sich um. "Naja, wenn es eine Katze vom Clan des Nordens war, so ist sie wenigstens auf ihrer Seite der Grenze geblieben, und hat nicht gewagt, ihre schmutzigen Pfoten auf unser Gebiet zu setzen! Nun folgt mir." Mit diesen Worten führte Dämmerung die Patrouille wieder in Richtung Lager. Blitz blieb ein wenig zurück. Er starrte immer noch ins Unterholz. Auch er hat eine Bewegung wahrgenommen, einen Schatten, aber dieser war schneller wieder verschwunden, als dass man ihn hätte einordnen können. Auch ein Rascheln hatte er gehört. Blitz hatte ziemlich gute Ohren. Vermutlich war es wirklich nur eine Katze aus dem Clan des Nordens gewesen, redete er sich ein und folgte Amsel, Lilie und Feuer, die allesamt Dämmerung hinterhertrotteten. Noch einmal wandte Blitz sich um. Nein, der Schatten war verschwunden. "Blitz, kommst du?", rief Feuer, der auch sein bester Freund war. Blitz schaute sich um und sah erstaunt, dass die Patrouille schon ein ganzes Stück weit weg war. Er hatte wohl doch länger hier gestanden und ins Unterholz geblickt, als er gedacht hatte. Mit großen Sprüngen holte er seine Patrouille jedoch schnell wieder ein. "Wer oder was war das nur?", fragte er Feuer nachdenklich. Feuer grinste. "Und wieder eine neue Frage, die unserem Blitz keine Ruhe lässt", sagte er. Blitz wollte nicht angeben, aber er war ziemlich klug und diskutierte für sein Leben gerne. Auch nachdenken gehörte zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Manchmal saß er einfach nur stundenlang herum, die Stirn in Falten gelegt, und stellte sich Fragen, die anderen das Gehirn verknoteten, wenn sie versuchten, darüber nachzudenken. Die Patrouille erreichte das Lager recht schnell und Dämmerung lief gleich zu Eis, dem Stern des Clans des Westens, vermutlich um ihm Bericht zu erstatten, auch wenn außer dem Schatten im Unterholz nichts weiter passiert war. Lilie lief in die Kinderstube. Sie erwartete Junge von Regen, aber laut den Gesetzen der Clans war das kein Grund, Patrouillen oder Jagdaufträge zu versäumen. Amsel tappte in den Kriegerbau für den dritten Rang. Sicher wollte sie sich ein wenig ausruhen, denn schon vor dieser abendlichen Patrouille hatte sie gejagt, was das Zeug hielt. Feuer stupste Blitz an. "Ich lasse dich mal in Ruhe nachdenken", meinte er, drehte sich um und lief in den Kriegerbau für den zweiten Rang. Auch Blitz drehte sich um, er trottete durch einen Tunnel in einem kleinen Hügel, denn das war der Eingang des Lagers. Immer weiter lief er durch den Wald, so lange, bis er einen hohen Baum mit vielen kleinen Ästen erreichte. Schnell kletterte er hinauf und setzte sich in seine Lieblingsastgabel. An diesem Ort konnte man wunderbar nachdenken. Er blickte in das Abendrot und sah die untergehende Sonne über dem anderen Teil des Waldes, in dem die Clans des Nordens und des Ostens ihre Lager hatten. Dazwischen war die Grenze, eine große Lichtung. Hier fanden meistens Kämpfe statt. Auf der anderen Seite der Lichtung begann der Teil des Waldes, in dem der Clan des Westens und der Clan des Südens lebten. Jeder Clan wohnte in seiner Himmelsrichtung. Das hieß, wenn Blitz von seiner Astgabel nach Norden blickte, schaute er ungefähr in die Richtung, in der das Lager vom Clan des Nordens lag. Alle Clankatzen konnten sich wunderbar orientieren, und kannten stets und von jedem Ort aus die Himmelsrichtungen. Blitz erinnerte sich, warum er hergekommen war. Er wollte über die Frage nachdenken, was das heute gewesen war. Bestimmt war es eine Katze gewesen. Bestimmt auch eine vom Clan des Nordens. Er verengte seine Augen zu Schlitzen und versuchte, auf der anderen Seite der Lichtung im Wald etwas zu erkennen. Aber da war nichts. Blitz seufzte. Selbst wenn er wüsste, welche Katze es gewesen wäre, so könnte er sie doch nicht kennenlernen, da sie aus einem anderen Clan kam. Und Freundschaften oder gar Liebschaften mit Katzen aus anderen Clans zu schließen, wurde mit dem Tode bestraft. Manchmal auch mit der Verbannung. Manchmal hatte der Stern eines Clans einfach keine Lust, jemanden töten zu lassen, und schickte ihn lieber in die Verbannung, in der Hoffnung, dass er außerhalb der Clangrenzen nicht überlebte. Blitz schnaubte unwillkürlich. Dieser Regel kam ihm schon seit langem blöd vor, er hatte nur nie den Mund aufgemacht, denn wer einem Stern widersprach oder ihn kritisierte, wurde ebenfalls mit der Verbannung oder mit dem Tode bestraft. Wütend bohrte er seine Krallen in das Holz der Astgabel, auf der er saß. "Und dann wundern sie sich, dass sie einen Kampf verlieren. Naja, wenn sie alle Krieger umbringen oder verbannen, dann haben sie bald gar keine mehr!" Er lachte verächtlich. Er hasste diese Regeln. Er hasste auch Eis, den Stern seines Clans, da dieser sich nur bedienen ließ und den ersten Rang bevorzugte. Eine Katze aus dem ersten Rang könnte also eine aus dem vierten Rang töten, ohne von Eis bestraft zu werden. Schon lange wollte Blitz wissen, ob das in den anderen Clans auch so war. Und wenn das so war, das schwor er beim SternenClan, dann würde er einen Aufstand organisieren. "Irgendwann wird Gerechtigkeit herrschen", flüsterte er. "Irgendwann."

    KAPITEL 3
    Geduckt schlich Blume durchs Unterholz. Nur nicht ablenken lassen... Das Eichhörnchen sammelte Nüsse und bemerkte Blume nicht. Noch einen Pfotenschritt... und darauf achten, dass keine Ästchen oder Zweige herum lagen, auf die man treten konnte. Jetzt war sie bereit. Hinterläufe bereitmachen... und Sprung! Zufrieden blickte Blume auf das soeben totgebissene Eichhörnchen zu ihren Pfoten. Ihr erster Fang! Blume war eine noch sehr junge Kätzin aus dem Clan des Südens. Sie war erst vier Monde alt. Aber die Gesetze der Clans besagten, je früher eine Katze zur Ausbildung bereit war, desto besser. Wenn viele Katzen früh ausgebildet wurden, dann hatte der Clan mehr Krieger und eine höhere Chance, Kämpfe zu gewinnen. Blume war mit drei Monden ausgebildet wurden und mit 4 Monden war die Ausbildung beendet gewesen. Die zierliche Katze klemmte sich das Eichhörnchen zwischen die Kiefer und lief in Richtung Lager. Oh, ihre Mutter Farn würde so stolz auf sie sein! Vielleicht auch Löwe, ihr Vater, der nie auf irgendetwas stolz war. Doch als Blume ins Lager trat, immer noch mit dem Gefühl des Stolzes erfüllt, bot sich ihr ein Bild, was sie lieber nicht gesehen hätte und schlagartig schlug der Stolz in Trauer um, als sie das Eichhörnchen fallen ließ und zu dem Halbkreis aus Katzen rannte, der in der Mitte des Lagers stand. "Nein", flüsterte Blume und ihre Augen brannten vor Tränen, als sie die tote Katze in der Mitte der anderen erkannte. Natürlich war es immer traurig, wenn man vom Jagen oder von einer Patrouille heimkam und sah, dass jemand gestorben war. die Tränen rollten über Blumes Wangen, machten ihr Fell ganz nass, aber das war ihr egal. Schluchzend drückte sie ihr Gesicht in das dichte Fell der toten Katze und hätte es am liebsten sofort wieder zurückgezogen. Die Katze war eiskalt. "Das war Maus", hörte sie eine Stimme an ihrem Ohr. "Wir haben sie in ihrem Bau gefunden." Blume gehörte dem vierten Rang an, genau wie ihre Mutter, ihr Vater jedoch gehörte dem ersten Rang an. Liebelein zwischen Katzen unterschiedlicher Ränge waren eigentlich verboten, aber Löwe, ihr Vater, hatte so lange mit dem Stern des Clans diskutiert, bis sie eingewilligt hatte. Der Grund war gewesen, dass Löwe unbedingt Junge haben wollte, sogar mit 'einer dreckigen viertrangigen Kätzin', wie Blume ihn einmal hatte sagen hören. Er wollte seine Blutlinie fortsetzen, er wollte einen Sohn haben, einen starken Kämpfer. Aber stattdessen bekam er eine Tochter. Blume. Dafür machte er Farn verantwortlich, Blumes Mutter, und machte sie seitdem fertig, wo er nur konnte. Maus war Löwes bester Freund. Auch ein erstrangiger Krieger. Und Maus hatte jetzt Farn getötet. Vermutlich immer noch als Rache dafür, dass Blume eine 'verweichlichte Kätzin' und keinen 'starker Kater' geworden war. Die Trauer in Blumes Innerem schwoll an, bis sie wie die Fruchtblase eines neugeborenen Jungen platzte. Darunter kam die Wut zum Vorschein. In erster Linie natürlich Wut auf Löwe, weil er ja an alledem schuld war. Er hatte den Auftrag gegeben, Blumes Mutter zu töten. Dann die Wut auf Maus, der den Auftrag ausgeführt hatte. Und auch die Wut auf Brombeere, den Stern ihres Clans. Es hieß, dass Löwe sowieso hinter Farns und Blumes Rücken mit ihr zusammen war. Ja, es gab auch weibliche Sterne. Ein letztes Mal schniefte Blume, dann hob sie den Kopf. Und sie sah, dass sich nur Krieger aus dem vierten Rang zum Trauern versammelt hatten. Sie schnaubte. Das war ja klar gewesen. Sie konnten von Glück reden, dass Brombeere ihnen überhaupt erlaubte, zu trauern. "Nur zu, verabschiedet euch", sagte Blume leise, und doch hörten sie alle. Dann trat sie zurück. Eine Katze nach der anderen ging zu Farns totem Körper, versenkte die Nase in ihrem Fell und murmelte ein paar Worte zum Abschied. "...warst eine großartige Kriegerin...", "...wir werden dich nicht vergessen..." und noch andere liebevolle Worte hörte Blume heraus. Als Letzte ging sie noch einmal zu ihrer Mutter. Hase, die schon immer sehr nett zu Blume gewesen war, nickte ihr zu. Bestimmt würde Hase eine Art Ersatz für Farn sein wollen, auch wenn niemand Blumes Mutter ersetzen konnte. Blume schloss die Augen und drückte ihre Nase und ihre Stirn an ihre Mutter. "Du warst eine großartige Kriegerin und noch viel wichtiger; eine großartige Mutter. Du wirst für immer in unseren Herzen bleiben, wir werden dich nie vergessen. Möge der SternenClan mit dir sein", murmelte sie. Natürlich wiederholte sie damit nur die Worte der anderen Katzen, aber das war ihr egal. Sie zog ihren Kopf zurück, öffnete die Augen und sah sich um. Hase, begleitet von Stein und noch zwei anderen Kriegern, kam langsam angetrottet. "Wir begraben sie an einem sicheren Ort. Möchtest du mitkommen?", flüsterte Hase und leckte der trauernden Tochter das Ohr. Blume nickte. Alle sahen sich noch einmal um, aber von Kriegern aus dem zweiten oder ersten Rang war nichts zu sehen, und auch nichts von Brombeere. Hase packte Farn vorsichtig am Genick, Stein und die anderen beiden nahmen die Beine. Dann trotteten sie langsam los. Blume folgte dem kleinen Trauerzug. Sie liefen weiter und weiter. Inzwischen war es Nacht geworden. An der großen Lichtung, auf der immer Kämpfe stattfanden, angekommen, legten die Katzen Farn nieder und schnupperten, um sich zu vergewissern, dass sie allein waren. Hase nickte und gab damit das Startzeichen. Alle begannen, am Boden zu scharren, bis sie eine kleine Kuhle ausgehoben hatten, die gerade groß genug für Farn war. Blume sah zu. Dann nahm sie im Territorium des Clans des Westens eine Bewegung wahr. Ein Schatten kam auf sie zu. Die anderen Katzen schoben Farn gerade in die Kuhle. "Da kommt jemand", sagte Blume. Schnell wurde die Kuhle zugescharrt und Hase grub einen Samen ein. "Mit etwas Glück wächst daraus einmal ein Baum, dann erinnern wir uns immer, wenn wir hier vorbeikommen, an Farn", sagte sie. "Da kommt jemand", wiederholte Blume und da sahen es auch die anderen. Der Schatten war stehengeblieben. Man erkannte die spitzen Ohren und den Schwanz, der neugierig in die Luft gereckt war. Eine Katze aus dem Clan des Westens! Doch irgendwie sah der Krieger gar nicht so aus, als wollte er sie bei ihrem Begräbnis stören. Ruhig blieb er stehen, und als sie sich nicht rührten und keine Anstalten für einen Angriff machten, kam er langsam näher, bis er direkt an ihrer Grenze stand. Jetzt konnte Blume sein helles Fell leuchten sehen. "Guten Abend", flüsterte er. "Ich sehe, ihr habt eine Katze verloren. Das tut mir leid." Blume legte den Kopf schief. Tat er nur so freundlich und würde sich gleich auf sie stürzen? Nein, er blieb ganz ruhig auf seiner Seite der Grenze stehen und neigte den Kopf. "Mein Name ist Blitz. Blitz vom Clan des Westens", stellte er sich vor. Da fassten die Katzen aus dem Clan des Südens Vertrauen. "Mein Name ist Hase. Das ist Blume, das ist Stein, und das sind Gras und Biene", stellte Hase sie alle vor. Blitz nickte grüßend, Blume, Stein, Gras und Biene erwiderten es. Eine Weile herrschte Schweigen. Dann hob Blitz die Stimme. "Was war der Name von eurer dahingeschiedenen Kriegerin?", fragte er. "Sie hieß Farn und war Blumes Mutter", erklärte Hase. "Oh, dann tut es mir leid, ich wollte nicht...", versuchte er sich zu entschuldigen, aber Blume winkte ab. "Und... wie ist es passiert, wenn ich fragen darf?" Für Blumes Geschmack stellte Blitz ein wenig viele Fragen, aber Hase beantwortet die ihm auch diese Frage ohne zu zögern. "Sie wurde von Maus, einem Krieger aus dem ersten Rang, ermordet. Löwe, Blumes Vater, machte Farn dafür verantwortlich, dass er eine Tochter und keinen Sohn bekommen hatte und beauftragte Maus, sie zu ermorden." Blitz starrte geschockt von einem zum anderen. "Das ist ja furchtbar", flüsterte er dann und sah ehrlich betroffen aus. Wieder schwiegen alle eine Weile. "Bei uns ist das auch so", sagte Blitz plötzlich. "Es ist noch niemand deswegen gestorben, aber Eis, der Stern unseres Clans, würde eine erstrangige Katze nicht dafür bestrafen, eine aus dem vierten Rang zu töten." Nun waren die Katzen aus dem Clan des Südens geschockt. "Brombeere hat Löwe und Maus auch nicht dafür bestraft", platzte es aus Blume heraus. "Wenn das in den anderen beiden Clans auch so ist...", setzte Blitz an. "Dann müssen wir doch etwas tun!", rief Hase. Gras, Biene, Blume und Stein miauten zustimmend. "Wir müssen einen Aufstand machen", sagte Blitz. "Die Sterne aus den Clans sind grausam, die erstrangigen Krieger ebenfalls, und das kann so nicht bleiben!" Dann war es wieder still. "Ich versuche, eine Patrouille vom Clan des Ostens abzufangen, und ihnen zum Lager zu folgen. Dann sehe ich vielleicht, ob das bei ihnen auch so ist", sagte Gras irgendwann. Stein neigte den Kopf. "Ich tue das Gleiche mit einer Patrouille vom Clan des Nordens." Blitz nickte. "Und wenn das dort auch so ist, dann suchen wir uns viert- und vielleicht auch drittrangige Krieger und rächen den Tod deiner Mutter, Blume." Er drehte sich um. "Ich muss jetzt gehen. Mein Clan vermisst mich bestimmt schon." Als er losrannte, schrie Blume ihn noch hinterher; "Welchem Rang gehörst du denn an!" "Dem zweiten", brüllte er die überraschende Antwort zurück, bevor er vom Dunkel der Nacht zwischen den Bäumen verschluckt wurde. Die Katzen aus dem Clan des Südens nickten sich zu und kehrten um. während sie in Richtung Lager rannten, hatte sich in Blumes Kopf nur ein Gedanke festgesetzt: Ich werde den Tod meiner Mutter rächen!

    KAPITEL 4
    Als Ameise abends im Lager sah, wie ihr bester Freund Blatt unter Protestschreien von Feder mitgezerrt wurde, fuhr sie ihre Krallen aus und bohrte diese in den Boden. Jeden Abend zog Feder Blatt in ihren Bau. Dort beschimpfte sie ihn, nur weil er dem vierten Rang angehörte und wenn er widersprach, musste er deftige Kratzer einstecken. Natürlich hatte Ameise schon mit dem Gedanken gespielt, Fleck, dem Stern ihres Clans, Bescheid zu sagen, aber sie hatte es nicht gewagt, aus Angst, verbannt oder gar getötet zu werden. Da sah sie einen Schatten im Unterholz davonhuschen. Ohne zu zögern folgte sie ihm und hatte bald einen dunkelgrauen Kater eingeholt. "He!", rief sie ihm hinterher. "Warum spionierst du bei unserem Lager herum?" Er blieb stehen, drehte sich um und schaute schuldbewusst auf seine Vorderpfoten. "Mein Name ist Gras, ich komme vom Clan des Südens." "Ich habe nicht gefragt, wie du heißt, sondern was du hier machst!" Er druckste ein wenig herum, fing dann aber doch an zu erzählen. "Gestern beerdigten wir eine viertrangige Kriegerin, die von einem erstrangigen Krieger getötet wurde. Dabei trafen wir einen zweitrangigen Krieger aus dem Clan des Westens, der uns erzählte, dass in seinem Clan auch viertrangige Katzen von erstrangigen getötet werden könnten. Zum Glück ist es noch nicht passiert, aber er meinte, es könnte passieren. Ich erklärte mich bereit, einer Patrouille eures Clans hinterherzuspionieren, um zu sehen, ob in eurem Lager auch viertrangige Katzen schikaniert werden. Und wie ich gesehen habe, ist es so. Mein Zwillingsbruder Biene folgte einer Patrouille des Clans des Nordens. Auch dort scheinen viertrangige Katzen wie Dreck behandelt zu werden. Und nun werde ich Blitz Bericht erstatten", erklärte er. "Ich komme mit", sagte Ameise entschieden, und bevor Gras noch ein Wort sagen konnte, war sie an ihm vorbeigeprescht. "Warte! Du weißt doch gar nicht, wo wir uns treffen!", rief er ihr hinterher und sie blieb stehen. "Dann führe mich." Also führte Gras sie ergeben seufzend auf die große Lichtung, dorthin, wo so oft Kämpfe ausgetragen wurden. Dort warteten bereits sechs andere Katzen. Gras begrüßte sie mit einem Kopfnicken. Sie grüßten auf die gleiche Art zurück. "Hallo Gras, wen bringst du uns denn da mit?", fragte eine hellbraune Kätzin freundlich. "Ich kenne ihren Namen nicht, aber sie wollte unbedingt mitkommen", erklärte Gras. "Mein Name ist Ameise", stellte sich Ameise vor. Ein heller Kater trat vor. "Mein Name ist Blitz. Das sind Rose, Hase, Blume, Stein und Biene", nannte er sie alle der Reihe nach beim Namen. "Gras hat dir erzählt, was wir hier machen?" Ameise sah ihn fragend an. Daraufhin erklärte Blitz ihr, dass sie einen Aufstand für die Rechte der Katzen aus dem vierten Rang machen wollten, da diese in allen Clans wie Dreck behandelt wurden. Ameise dachte an Blatt und nickte ihnen ernst zu. "Das ist eine gute Idee. Erlaubt ihr, dass ich euch helfe? Ich kenne eine Katze aus dem vierten Rang, es ist mein bester Freund..." Die rote Kätzin, die Blitz vorhin als Rose vorgestellt hatte, und deren hinteres rechtes Bein verdreht und gebrochen aussah, was ihr aber nichts auszumachen schien, machte einen Schritt auf Ameise zu. "Meine beste Freundin gehört ebenfalls dem vierten Rang an", sagte sie. "Und ich werde für sie kämpfen." Ameise nickte. "Ich werde für meinen besten Freund kämpfen", sagte sie. "Wir kämpfen für Blumes dahingeschiedene Mutter und für Blume!", meldeten sich die Katzen aus dem Clan des Südens, auch Gras. "Ich kämpfe für alle Katzen des vierten Ranges", stimmte Blitz mit ein. Sie nickten sich zu. "Beim nächsten Vollmond in zwei Tagen hier auf der Lichtung?", fragend sah Blitz in die Runde. "Einverstanden", erscholl es aus sieben Kehlen. "Erzählt so vielen Katzen wie möglich, außer dem ersten und den zweiten Rang und dem Stern eures Clans von unserem Plan. Versucht sie zu überzeugen, mitzukämpfen", sagte Blitz. "Und wie kriegen wir die Sterne und den ersten und den zweiten Rang hier auf die Lichtung?", fragte Blume, die kleine schwarzweiße Kätzin. "Gut mitgedacht, Blume", wurde sie von Hase gelobt. "Hört zu, ihr erzählt dem Stern eures Clans am Abend vor der nächsten Vollmondnacht, dass sie bei Mondhoch dringend auf der Lichtung gebraucht werden, es gäbe einen Angriff." "Am besten noch mit all ihren Kriegern aus dem ersten und dem zweiten Rang!", sagte Stein. "Ja", sagte Blitz. "Dann, bis in zwei Tagen. Möge der SternenClan den Besseren gewinnen lassen!" "Möge der SternenClan den Besseren gewinnen lassen!", wiederholten die anderen, dann nickten sie sich zum Abschied zu und machten, dass sie wieder in ihre jeweiligen Lager kamen.

    KAPITEL 5
    Der Vollmond leuchtete groß und gelblich weiß am Himmel. Er beleuchtete die Pelze vieler Katzen, die noch in ihren Territorien, aber mit den Pfoten nur wenige Zentimeter von der Grenze entfernt, im Unterholz saßen. Sie alle warteten auf das Zeichen von Blitz, den sie in stummer Einverständnis zu ihrem Anführer erklärt hatten. Es waren nur noch wenige Minuten bis Mondhoch. Blitz thronte versteckt hinter Blättern auf seiner Astgabel, sodass ihn alle sehen konnten. Sie alle waren der Meinung, dass die Katzen des ersten und zweiten Ranges und die Sterne eines jeden Clans nicht nach oben schauen würden, wenn sie auf die Lichtung kamen. "Nicht mehr lange", flüsterte Hase Blume zu, die vor Aufregung ganz hibbelig geworden war. Natürlich hatte Hase Blume erklärt, dass sie eigentlich noch zu jung für so einen großen Kampf war. Aber Blume wollte ihre Mutter rächen. Blitz lugte hinter seinem Blättervorhang hervor. Er hatte einen Ast so perfekt umgeknickt, dass die Blätter ihn verbargen. Da! Ein Rascheln, eine Bewegung aus dem Norden. Einen Lidschlag später strömten viele katzenförmige Umrisse auf die mondbeschienene Lichtung. Der halbe Clan des Nordens war eingetroffen. Ein erneutes Rascheln, der erste und der zweite Rang des Clan des Westens, angeführt von Eis, rannte auf die Lichtung. Die zwei Clans starrten sich an, doch als Tiger, der Stern des Clans des Nordens, das Maul öffnete, vermutlich um zu fragen, was die anderen hier taten, preschten die Katzen aus dem Clan des Südens auf die Lichtung und stoppten jäh ab, als sie die anderen beiden sahen. Es dauerte kaum ein Schwanzschnippen, bis auch der Clan des Ostens da war. Die Sterne der vier Clans starrten sich unentwegt an. Schließlich war es Fleck, der Stern des Clans des Ostens, der als erstes die Fassung wiederfand. "Was tut ihr hier?", sprach er das aus, was alle fragen wollten. Den Katzen im Unterholz kribbelte es in den Pfoten, aber sie mussten auf das Zeichen von Blitz warten. "Uns wurde gesagt, dass die anderen Clans einen Angriff auf uns planen würden, und dass wir uns heute bei Mondhoch hier einfinden sollten", antwortete Brombeere kühl. Ein erstauntes Murmeln ging durch die Reihen der anderen Clans. "Uns wurde das Gleiche gesagt", sagte Fleck erstaunt. "Uns ebenfalls!", riefen Tiger und Eis aus. "Aber wer könnte wollen, dass sich alle Clans zur selben Zeit an einem Ort befinden?", fragte Eis. Er hatte den Satz kaum zu Ende gesprochen, als Blitz mit dem Schwanz schnippte und alle Katzen, die sich bis jetzt versteckt gehalten hatten, aus dem Unterholz geprescht kamen. "Nun, mal überlegen, wem würde das etwas nützen?", sagte Blitz und ein gehässiges Lächeln umspielte seine Lippen, während er und die anderen die Clans langsam einkreisten. "Vielleicht den Katzen, die in jedem Clan wie Dreck behandelt werden!", sagte er laut und zog ohne Vorwarnung Eis die Krallen über die Nase. "Den Katzen, die man töten könnte, ohne bestraft zu werden!", schrie Blume wutentbrannt, und ihr Pfotenhieb galt Brombeere. "Den Katzen, die ohne Grund bestraft und beschimpft werden!", stimmte Ameise mit einem Pfotenhieb in Richtung Fleck ein. "Oder ganz einfach; den Katzen des vierten Ranges!", das war Rose, und zwar mit einem Pfotenhieb in Richtung Tiger. "Angriff!", brüllte Blitz und ehe der erste Rang, der zweite Rang und die Sterne der Clans es sich versahen, rannten die Katzen aus dem vierten Rang aller Clans auf sie zu und kämpften mit ihnen. Unterstützt wurden sie von den Katzen des dritten Ranges aus allen Clans. Es gab keine Katze, die in dieser Nacht nicht kämpfte. "Du hast wohl geglaubt, wir lassen uns das endlos lange gefallen!"; "Uns reicht es!" und "Nieder mit den Sternen!", hörte man Katzen von überallher kreischen. Blitz stürmte auf Eis zu, doch kurz vor dem schneeweißen Kater warf er sich auf den Rücken und rutschte mit viel Schwung unter dessen Bauch hindurch, wobei er auch nicht vergaß, Eis die Krallen über den Bauch zu ziehen. Als er fast unter Eis durchgerutscht war, bis er sich in dessen Hinterbeinen fest und zerrte ihn im wahrsten Sinne des Wortes die Beine weg. Die Sterne der Clans konnten überhaupt nicht kämpfen, stellte er zufrieden fest. All die Jahre hatte immer nur der zweite Rang gekämpft, der erste Rang und der Stern hatten sich bedienen lassen. Hinter seinem ehemaligen Stern kam Blitz kurz zu Atem und blickte sich um. Er sah Rose auf den Rücken von Tiger springen und ihn vorne an der Kehle mit den Krallen bedrohen. Fauchend versuchte Tiger sie abzuschütteln, aber Rose hielt sich geschickt mit den Hinterbeinen fest. Sie fauchte ebenfalls und rammte ihm die Krallen in den Hals. Nicht lange, und er sank unter ihr zusammen, das Blut quoll nur so aus ihm heraus. Rose stieg von ihm herab und blickte mit dem Ausdruck tiefster Zufriedenheit im Gesicht auf den toten Stern hinunter. Blitz kauerte sich auf den Boden, als Eis sich gerade wieder aufrichtete. Dann probierte er Roses Kampftrick aus - er sprang auf den Rücken von Eis, klammerte sich mit den Hinterbeinen fest und drehte seine ausgefahrenen Krallen der Kehle von Eis zu. Mit einem dumpfen Grollen wand sich der Stern unter ihm wie eine Schlange, aber es nutzt die ihm nichts. Einmal legte er sich sogar hin, aber das machte es für Blitz sogar noch einfacher, ihn zu bedrohen. Erst als Eis versuchte, sich auf den Rücken zu drehen, um ihn loszuwerden, Blitz sich an Eis' Hals fest und vergaß, dass seine Krallen noch ausgefahren waren. Erst als Eis blutend und mit verdrehten Augen zusammensank, wurde Blitz klar, was er getan hatte. Er sah sich um. Die Lichtung war übersät mit toten Katzen. Er konnte vereinzelt Katzen miteinander kämpfen sehen. Blume und Hase gingen gerade auf Brombeere los. Gras, Stein, Biene und Ameise schubsten gehässig grinsend Fleck immer wieder um, bis dieser keuchend zusammenbrach. Ameise stellte sich über ihn und schlug ihm ihre ausgefahrenen Krallen ins Gesicht, dass das Blut nur so spritzte. Blitz wandte sich ab. Er hörte ein euphorisches Jaulen hinter sich, welches stark nach Blumes hoher Stimme klang, und ihm wurde klar, dass auch Brombeere gestorben sein musste. Ein Keuchen, gemischt mit einem Krächzen, schallte zu ihm hinüber und er sah aus dem Augenwinkel Flecks blutüberströmten Körper auf der Lichtung liegen. Die anderen gesellten sich zu ihm. Niemand war unversehrt, aber es war auch niemand tot. Er erkannte zerfetzte Ohren, ausgerissene Krallen und tausende Schrammen bei den Katzen aus dem Clan des Südens, ein fehlendes Stück Schwanz bei Rose und ein verdrehtes Vorderbein bei Ameise. er selbst hatte auch zahlreiche Schrammen, Kratzer und Wunden einstecken müssen und sein linkes Auge war von Blut getrübt und tat sehr weh. Aber sie alle lächelte ihn siegessicher an. "Wir haben gewonnen", rief Stein aus. "Alle sind entweder gestorben oder weggelaufen!" Mit Entsetzen schaute Blitz sich um und bemerkte, dass Stein recht hatte. Auch die dritt- und viertrangigen Katzen waren gestorben. Weggelaufen war wohl kaum jemand, vermutete er. "Was sollen wir jetzt tun, Blitz?", fragte Rose. "Wir gründen einen neuen Clan", entschied Blitz. "ein Clan, der nach besseren Regeln lebt. Nach unseren Regeln."

    KAPITEL 6
    Rose hatte sich auf einen großen Stein gestellt. "Katzen des RosenClans, kommt zusammen!", rief sie. Ihre wenigen Clanmitglieder gesellten sich zu ihr. "Hier ist jetzt unser neues Lager...", hob sie an. "Moment, wieso RosenClan?", fragte Gras argwöhnisch. Rose lächelte ihn warm an. "Da ich jetzt eure Anführerin bin, finde ich, dass das ein guter Name ist." Ihr Blick schweifte über die Katzen zu Füßen des Steins. "Ich möchte ein paar neue Regeln aufstellen", erklärte sie. "Zuallererst einmal möchte ich festlegen, das von nun an Doppelnamen in den Clans getragen werden sollen! Denn meistens hat eine Katze mehrere gute Eigenschaften, und es ist schwer, einen einzigen Namen dafür zu finden. Außerdem soll der Stern eines Clans von jetzt an nur noch Anführer oder Anführerin genannt werden. Jedoch, da ihr alle so daran gewöhnt seid, den Anführer Stern zu nennen, möchte ich, dass die Namen der Anführer in allen Clans auf der Silbe -stern enden. Somit heiße ich von nun an Rosenstern. Auch das Gesetz mit den Rängen möchte ich beibehalten -" Lautes Knurren schlug ihr von unten entgegen. "- allerdings etwas abgeändert. Alle Ränge sollen gleichberechtigt werden, mit der Ausnahme, dass einige etwas mehr Schutz gebrauchen können. So soll der vierte, der unterste Rang von nun an Junge genannt werden. Die Jungen in jedem Clan gehören diesem Rang an und ihre Nachsilbe soll immer -junges sein. Der dritte Rang soll Schüler genannt werden, und da Schüler noch keine großen Tatzen haben, sondern kleine Pfoten, soll dieser Rang auf der Nachsilbe -pfote enden. Der zweite Rang werden die Krieger sein. Sie sollen alle unterschiedliche Nachsilben erhalten. Und den ersten Rang taufe ich Älteste. Ihm gehören die ältesten Katzen aus jedem Clan an, jene, die nicht mehr jagen können. Der Anführer ist das Oberhaupt des Clans, er gehört zu keinem Rang." Hier machte sie eine Pause und schwieg eine Weile, so als wollte sie, dass ihre Worte auf die anderen Katzen wirkten. Dann fuhr sie fort. "Zudem soll es einen doppelten zweiten Rang in jedem Clan geben. Als Schüler kann man sich entscheiden, welche Laufbahn man einschlägt. Entweder man wird ein ganz normaler Krieger, oder man wird ein Heiler. Ich möchte nie wieder so viel Blut sehen wie in der Kampfesnacht. Wir brauchen jemanden, der sich mit Kräutern auskennt und verletzten Katzen hilft." "Gute Idee!", riefen die Katzen von unten. "Und ich möchte, dass es einen Zweiten Anführer gibt, der die Nachfolge des Anführers antritt, falls dieser verstirbt. Eins noch, dann bin ich fertig." Rosenstern sah aus, als wäre es ihr etwas peinlich, dass sie so viel redete. Aber dennoch holte sie tief Luft und sprach weiter. "Kätzinnen, die Junge erwarten, sollen mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Einmal im Mond sollen sie vom Heiler untersucht werden, damit er sagen kann, ob es den Jungen gut geht. Dann wird es einen speziellen Bau für trächtige Kätzinnen geben. Man könnte ihm einen Namen geben - hm - wie wär's mit Kinderstube?" Ein Nicken ging durch die Reihe der Katzen. "Ich habe einst gehört, dass die Zweibeiner ihre Oberhäupter Königinnen nennen. So sollen auch trächtige Katzen genannt werden." Dann neigte sie vor ihrem Clan den Kopf und sprang von dem Stein. Die Katzen jaulten Beifall.

    - Etliche Monde später -

    Vier riesige Bäume waren auf der Lichtung gewachsen, auf der einst der große Kampf stattgefunden hatte. Man nannte sie das Baumgeviert. Die Katzen hatten an einer Stelle im Wald gegraben und waren auf eine Sandschicht gestoßen. Sie nannten diesen Ort die Sandkuhle. Dort wurden Schüler trainiert, denn der Sand war locker und federte unter den Pfoten. See, die beste Freundin von Rosenstern, war einen Mond nach dem großen Kampf aufgetaucht und wurde im Clan aufgenommen. Ihr Name wurde zu Seeblatt, und sie war eine grandiose Heilerin. Blumenpfote, ehemals Blume, lernte gut und schnell. Rosenstern hatte angeordnet, dass jeder Schüler einen Mentor brauchte, und so war Blumenpfotes Mentorin Hasenschweif, die man einst Hase nannte, geworden. Auch Beerenjunges und Braunjunges, Rosensterns zwei Söhne, die sie von Blitzstreif, der damals Blitz hieß, bekommen hatte, wuchsen heran und wurden mit jedem Tag kräftiger. Bald würden sie Schüler sein. Lichtjunges, Rotjunges und Goldjunges, die drei Jungen von Ameisenfell und Graspelz, kabbelten sich jeden Tag. Lichtjunges war die Vernünftigste von allen und wies ihre Brüder zurecht, wenn diese zu übermütig wurden. Und sie waren alle einen Mond jünger als Rosensterns Kinder. Als Lilie aus Blitzstreifs ehemaligem Clan die Wehen bekam, suchte ihr Gefährte Regen für sie einen Unterschlupf und wurde von einer Patrouille des RosenClans gefunden. Lilie bekam ihr Junges in der Kinderstube, sie schafften es gerade noch so. Lilie wurde Lilienherz getauft, Regen erhielt den Namen Regenwolke. Die beiden bekamen nur ein Junges und nannten es Herzjunges, wegen dem herzförmigen Fleck auf seiner Stirn. Stein, der zu Steinauge geworden war, hatte sich, sobald sie sich in dem alten Lager des Clans des Nordens niedergelassen hatten, sofort für den Bau eines Ältestenbaues eingesetzt. Rosenstern fand seine Idee großartig und erlaubte ihm sogar, beim Bauen zu helfen, obwohl der Kampf ihm zu schaffen gemacht hatte und er nicht mehr der Jüngste war. Sie hatten alle Bauten abgerissen, und hatten sich neue gebaut, jeder nach anderen Bedingungen und so gelegen, wie es für die Katzen, die in bewohnten, am besten war. Die Kinderstube hatten sie direkt neben den Eingang gebaut und mit einer Dornenhecke gesichert. Wenn irgendeine Bedrohung das Lager überfiel, konnten die Königinnen mit ihren Jungen entweder schnell fliehen oder sich mit der Dornenhecke schützen. Auf der anderen Seite des Einganges lag der Schülerbau, der innen genauso aussah wie der Kriegerbau, nur war er kleiner. Zwischen Schülerbau und Kriegerbau lag ein Baumstamm, der in die Heilerhöhle führte. Seeblatt hatte sich eine Höhle gegraben und dort ihren Kräutervorrat angelegt. In den Baumstamm hatte sie zum Schutz geschickt kleine Dornen hineingelegt, die von außen nicht sichtbar waren, an die sich aber die Katzen des RosenClans längst gewöhnt hatten und sie geschickt umgingen. Der Baumstamm führte also in die Höhle. Von außen sah man nur einen Baumstamm, der in einem Haufen Erde steckte. Hinter dem Haufen Erde wuchs noch ein Baum. Unter diesen Baum hatte Seeblatt noch eine kleinere Höhle gebaut, in der sie schlafen konnte. Daneben war der Kriegerbau. Man hatte im Osten des Territoriums, dort, wo früher das Lager des Clans des Ostens gewesen war, gegraben, und war auf eine Schicht Lehm gestoßen. Den Lehm konnte man trocken als Baumaterial verwenden. Wenn er richtig hart war, wurde er auch nicht mehr nass und verformbar, wenn es regnete. Daraus waren die Bauten. Im Kriegerbau gab es viele Nester, die alle aus harter Erde mit ein paar Blättern bestanden. Jede Katze hatte sich noch anderes Material dazugelegt, je nachdem wie es für sie bequem war. So fand man in den Nestern zum Beispiel Federn oder Moos. Im Ältestenbau bestanden alle Nester überwiegend aus Moos, das war laut Rosenstern besser für alte Katzen. Wo wir gerade von Rosenstern reden. Diese hatte ihren Bau unterhalb des großen Steins, den alle Hochstein nannten und von dem aus sie ihren Clan zusammenrief. Der Bau war durch einen dichten Efeuvorhang geschützt. Rosenstern hatte sich längst daran gewöhnt, ständig viel Kraft aufwenden zu müssen, um ihn beiseite zu schieben, wenn sie in den Bau hinein oder hinaus wollte. Das Gute daran, dass der Vorhang so schwer war, war, dass feindliche Katzen versuchen würden, den Vorhang durchzubeißen, wenn sie ihn nicht beiseite geschoben bekamen. Und Efeu war giftig. Rosensterns Vertreter Blitzstreif schlief im Kriegerbau. Er wollte keinen eigenen Bau, er war daran gewöhnt, die Pelze seiner Mitkatzen im Dunkeln erkennen zu können und ihre Gerüche in der Nase zu haben. Irgendwann einmal hatten die Katzen, damit das Lager noch besser geschützt war, einen Ginstertunnel zwischen den zwei verwachsenen Eichen hindurch angelegt. Auch dieser piekste etwas im Fell, aber für RosenClankatzen gehörte das schon zum Alltag. Um sie herum war der Wald, wo sie gut Eichhörnchen, Mäuse und Vögel jagen konnten. Rosenstern hatte beobachtet, dass die Bäume zu jeder Jahreszeit anders aussahen, und beschloss, jeder Jahreszeit einen anderen Namen zu geben. Die erste wollte sie Blattfrische nennen, denn in dieser Jahreszeit waren die Blätter morgens häufig frisch vom Tau. Die zweite Jahreszeit sollte Blattgrüne genannt werden, denn die Blätter hatten eine strahlend grüne Farbe. Die dritte Jahreszeit wurde von Rosenstern Blattfall genannt, denn die Blätter fielen von den Bäumen. Und die letzte Jahreszeit wurde Blattleere getauft, denn dadurch, dass die Bäume im Blattfall ihre Blätter verloren, waren sie in dieser Jahreszeit kahl. Nahe der Lagerlichtung war noch eine kleine Lichtung. Man nannte sie Schmutzplatz. Um das Lager herum wurden verstorbene Katzen begraben. Das waren sehr viele neue Regeln, aber jedes Junge in der Kinderstube wurde von klein auf daran gewöhnt und konnte sie sich meistens schnell merken. Als Rosenstern alt wurde und als der SternenClan sie schließlich zu sich holte, trauerte der ganze Clan um sie. Rosenstern war eine gute Anführerin gewesen und hatte die besten Regeln aufgestellt, die es in einem Clan je gegeben hatte. Blitzstreif wurde zu Blitzstern und auch er führte den Clan gut, aber da er in etwa so alt wie Rosenstern gewesen war, folgte auch er bald den Pfaden des SternenClans. Hasenstern war die nächste Anführerin. Und sie tat etwas, dass die Ursprünge der Clans, wie wir sie heute kennen, legte. Der RosenClan war sehr groß geworden. Eines Tages berief Hasenstern eine Versammlung ein. "Geht! Verstreut euch in alle vier Himmelsrichtungen, siedelt euch an in jeder Himmelsrichtung, geht und gründet vier neue Clans, sodass wir nicht länger allein sein mögen!" Das waren ihre Worte. Und die Katzen folgten diesen Worten, wie die Patrouillen zogen sie aus, sodass der RosenClan bald viel kleiner war. Jeder der neu entstandenen Clans entdeckte seine Vorliebe für Beute. Westlich des RosenClan-Territoriums gab es einen Fluss mit Fischen. Blumenstern führte ihre Katzen dorthin und sie lernten die Fische lieben und wurden WasserClan genannt. Wenn man vom RosenClan-Territorium in den Süden lief, kam man bald an ein großes graues Etwas, das den Zweibeinern gehörte. Unter Bienensterns Führung überquerten einige Katzen dieses Etwas, welches sie von da an Donnerweg nannten. Aber hinter dem Donnerweg gab es ein bewaldetes Moor, in welchem man, wenn man sich daran gewöhnte, sehr gut jagen konnte. "Hier lassen wir uns nieder!", verkündete Bienenstern und das taten sie auch. Ihr Name wurde MoorClan. Herzstern, die Tochter von Lilienherz und Regenwolke, entfernte sich nicht allzu weit vom Lager. Sie blieb im Wald, aber ihre Katzen perfektionierten die Jagd auf den Bäumen. Daher nannte man sie BlattClan, denn sie konnten schon nach kurzer Zeit bis in die Baumkronen der Bäume klettern. Dann blieb noch die vierte Gruppe von Katzen übrig. Beerenstern, Rosensterns Sohn, brachte seine Katzen am weitesten weg vom Lager. Sie liefen aus dem Wald hinaus, dorthin, wo es kaum noch Bäume gab, sondern nur noch zugiges Hochland. Diese Katzen wurden die schnellsten Läufer von allen und jagten die Kaninchen auf dem Hochland. Beerenstern nannte seinen Clan LichtClan, denn er war fest davon überzeugt, dass seine Katzen mit ein wenig mehr Training bald so schnell wie das Licht laufen könnten. So entstanden die fünf Clans.

    EPILOG
    Und? Hat es dir gefallen? Nun kennst du die Ursprünge der Clans. Schau nicht so verwundert, natürlich sind wir immer noch hier. Nachdem du all das gesehen hattest, habe ich dich sofort wieder mit zurückgenommen. Man soll nie länger woanders in der Zeit bleiben, als man es braucht. Vielleicht erinnerst du dich an den WolkenClan? Er wurde damals von den anderen vier Clans verstoßen. Ja, nun rate mal, welcher Clan sein Vorläufer war. Auch Fluss-, Schatten-, Wind- und DonnerClan sind aus diesen Clans entstanden. Welcher Clan von damals der Vorgänger von welchem Clan von heute war, kann man sich leicht selbst zusammenreimen, nicht wahr? Eines Tages im Ältestenbau wirst du diese Geschichte sicher weitererzählen. Nur zu, alle sollen erfahren, wie die Clans wirklich entstanden sind. Nein, die Jungen werden davon keine Albträume bekommen. So, junge Katze, und jetzt lauf zurück zu deinem Clan und gehe deinen Pflichten nach. Vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder. Möge der SternenClan mit dir sein und deine Pfoten leiten!

    ENDE

    28
    Dein Verrat - von fly with me




    1. KAPITEL - Scherbenmelodie's Sicht

    Ein gellender Schrei hallte über die Lichtung. Dann Ruhe. Wieder ein Schrei. Krieger sowie Schüler und Älteste fuhren aus ihren Träumen hoch und auch Scherbenmelodie wachte ruckartig auf. Der ganze Kriegerbau war fast wie leer gefegt, es waren nur noch Aschentropfen und Bernsteinblatt da, die gerade auch aufwachten. Flink war sie aus ihrem Nest gesprungen, und auf die Lichtung gerannt, wo schon der ganze Clan war. Der Schock stand ihnen in ihre Gesichter geschrieben. Nur der Heiler Galaxienruf eilte von seinem Bau in den der Anführerin Saphirstern. Er holte die ganze Zeit irgendwelche Kräuter, denn wie Scherbenmelodie in Erfahrung hatte bringen können, lag Saphirstern im Sterben. Warum genau wusste niemand. Irgendwann jedoch, es dämmerte bereits, kam der Heiler erschöpft aus dem Anführerbau, und es war das schlimmste zu befürchten. Galaxienruf stieg auf den eigentlich für die Anführerin gedachten Felsen, und musste nicht mal den Clan zusammen rufen, da eh schon alle da waren. "Unsere Anführerin Saphirstern verlor heute Nacht ihre letzten beiden Leben. Doch nicht wegen ihres Alters, sie wurde ermordet! Heimlich in der Nacht müssen Eindringlinge in unserem Lager gewesen sein. Hat jemand etwas bemerkt?" Niemand erhob die Stimme. "Wie es das Gesetz verlangt, werde ich mit Wolkendonner zu den Mondgrotten wandern, und er wird seine 9 Leben empfangen. Doch jetzt werde ich erst einmal die Nachtwache vorbereiten." Mit einem eleganten Satz landete Galaxienruf wieder auf festem Grund, und Scherbenmelodie riss ihren Blick von dem Heiler los. Sie musste sofort Marmorschatten finden! Doch sie war nirgends auf der Lichtung. Seltsam.., dachte sie. Ihre beste Freundin hatte sich in letzter Zeit wirklich komisch benommen. Sie war öfters einen ganzen Tag lang jagen gewesen, doch hatte des Abends nur wenig Beute mit ins Lager gebracht, dabei lief die Beute gut, sogar sehr gut, und Marmorschatten war keine schlechte Jägerin. Manchmal war sie auch für kurze Zeit weg, und tauchte dann wie aus heiterem Himmel wieder auf. "Was ist denn hier los?", ertönte eine Stimme hinter Scherbenmelodie. Es war Marmorschatten. "Saphirstern wurde getötet! Und wo warst du!" Der verwirrte Ausdruck wich einer entsetzten Mimik auf Marmorschattens Gesicht. "Was! Aber wer.." Die zweite Frage überging sie einfach, und drängelte sich durch zu Galaxienruf. Scherbenmelodie war verzweifelt. Was war mit der Marmorschatten passiert die sie kannte?



    2. KAPITEL - Scherbenmelodie's Sicht

    Wolkenstern kam nun als der neue Anführer des KiefernClans zurück, und hatte auch schon vor Mondhoch einen neuen zweiten Anführer gewählt. Es war Nussfell, und dieser ging schon fleißig seinen Aufgaben nach, indem er die Patrouillen einteilte. "Scherbenmelodie, Aschentropfen, Haselschweif, Marmorschatten und ich, wir werden zur Grenze bei den Höhlen gehen und jagen. Marmorschatten, du führst an! Astsprung, Spatzenfeder und.." Es war kein Geheimnis, dass Nussfell in Marmorschatten verliebt war, und so war es auch nicht weiter verwunderlich dass er sich ihnen anschloss, und Marmorschatten die Patrouille anführen durfte. Es sei hier angemerkt, dass Marmorschatten erst seit ein paar Monden Kriegerin war. Auf dem Weg in Richtung Höhlen wich er nie von ihrer Seite, es sei denn, er roch Beute und musste der Spur folgen. Marmorschatten schien es nicht zu stören, sie war in ihren Gedanken vertieft und wie so oft fragte sich Scherbenmelodie was sie wohl dachte. An der Grenze angekommen erhob Marmorschatten ihre Stimme: "Ich würde sagen wir werden uns aufteilen: Nussfell, du gehst in diese Richtung. Aschentropfen und Haselschweif, ihr beide in diese hier, und Scherbenmelodie, du gehst da lang. Ich selber werde hier an der Grenze bleiben!" Nach ihren Anweisungen hin verteilten sie sich, doch Scherbenmelodie versuchte in der Nähe ihrer Freundin zu bleiben. Sie hörte das Rascheln von Blättern, und das Quieken von Mäusen, doch sonst nichts. Alles normal. Scherbenmelodie machte sich nun selber ans jagen, und hatte schon nach weniger Zeit 2 Spitzmäuse und 1 Eichhörnchen vergraben. Doch Plötzlich hörte sie zwei unbekannte Stimmen aus der Richtung von Marmorschatten, eine Tiefe und raue Stimme, und eine etwas hellere. Doch leider waren die Stimmen zu dumpf und zu leise, als dass man sie hätte verstehen können. Zu den 2 unbekannten Stimmen gesellte sich noch eine dritte dazu, doch zum Schrecken Scherbenmelodie's, kam ihr diese etwas weniger unbekannt vor, doch sie konnte sie nirgends zuordnen. Auf leisen Pfoten versuchte sie sich einem Gebüsch zu nähern, um Marmorschatten und ihre Gesprächspartner zu beobachten, doch unglücklicherweise trat sie auf einen Zweig, und das Miauen verstummte augenblicklich. Kurz darauf kam Marmorschatten zu der kleinen Lichtung wo Scherbenmelodie jagte. "Hast du gerade mit jemandem gesprochen?", fragte Scherbenmelodie ganz beiläufig nach einer Weile, als Marmorschatten sich zu ihr gesellt hatte um mitzujagen. "Ich habe nämlich Stimmen aus deiner Richtung gehört, und da dachte ich.." Marmorschatten lachte auf. "Also nicht das ich wüsste. Du musst dich wohl verhört haben, deine Ohren werden ja auch immer schlechter", maunzte sie in einem freundschaftlichem Ton und schnurrte belustigt auf. "Nja, wenn du meinst.." Scherbenmelodie war verunsichert. Machte ihr Marmorschatten nur was vor, oder sah sie schon Wald-Der-Finsternis-Katzen?



    3. KAPITEL - Marmorschatten's Sicht

    Marmorschatten ging in den Kriegerbau und legte sich in ihr Nest. Es war ein langer Tag gewesen doch trotzdem konnte sie jetzt nicht schlafen. Noch nicht. Vorher musste sie noch eine Sache erledigen.. Doch Scherbenmelodie könnte Verdacht geschöpft haben, sie musste vorsichtiger sein! Als sie alle Krieger gleichmäßig und ruhig Atmen hören konnte, erhob sie sich leise auf die Pfoten und bewegte sich vorsichtig auf den Ausgang des Baues zu. Draußen angekommen spürte sie den kalten, frischen Wind in ihrem Fell, und atmete erleichtert auf. Niemand zu sehen, die Luft war rein. Bevor sie ging, guckte sie in jeden einzelnen Bau. Alle schliefen. Schnell huschte sie zum Lagerausgang, und jetzt, da sie niemand mehr hören konnte, begann sie zu rennen, schnurstracks zu der Grenze zum Moor, wo kein Clan lebte, dafür jedoch eine Streunergruppe. Diese war das Ziel, und da kam ihr ihr Ausdauervermögen zu Gute, und so war sie schnell angekommen. "Wir haben dich bereits erwartet!", Marmorschatten zuckte nicht einmal mit der Wimper, obwohl sie die Kätzin weder sehen, noch kommen gehört hatte, auch riechen tat Marmorschatten sie zuerst nicht. Die Streuner waren gewieft, und genau das gefiel ihr! "Sie schlafen alle. Dem Heiler habe ich Mohnsamen unter die Beute gemischt, ihr dürftet also keine Probleme haben." Die Kätzin trat aus dem Schatten. Sie war schlank, und doch muskulös. Ihr schwarzer Pelz schimmerte im Mondlicht fast weißlich. "Hast du wirklich an alles gedacht?" "Natürlich Yin! Ich habe bevor ich gegangen bin geguckt ob auch wirklich alle schlafen. Bei Galaxienruf habe ich sogar doppelt geguckt, und denjenigen die einen leichten Schlaf haben, habe ich auch Mohnsamen gegeben." Yin nickte anerkennend. "Schreiender Adler?" Ein kleiner, brauner Kater kam aus dem Lager. "Wecke Yang, Fallender Stern und Kira. Wir werden mit Marmorschatten zum Lager gehen, sie wird sich noch einmal versichern dass alles schläft, uns ein Zeichen geben und sich dann selber schlafen legen. Währenddessen werden Fallender Stern und ich ins Lager gehen! Ihr gebt uns Rückendeckung. Verstanden?" "Verstanden!", sagte Schreiender Adler, und kurze Zeit später standen sie vor dem Lager des KiefernClans. Marmorschatten ging hinein, und zum Glück schliefen alle noch. Sie legte sich in ihr Nest und schlief sofort ein, doch kurze Zeit darauf hörte sie einen lauten Schrei...



    4. KAPITEL - Scherbenmelodie's Sicht

    Und abermals schreckte Scherbenmelodie auf. Sie hatte einen Schrei gehört, doch dieses mal nur einen einzelnen. Sie blickte sich hektisch nach Marmorschatten um, und zu ihrer Erleichterung fuhr sie gerade ebenfalls aus ihrem Schlaf hoch. Doch auch ihr Misstrauen regte sich ein wenig. Sie hatte Dornen und ein paar Nadeln in ihrem Fell, und normalerweise putzte sie sich immer vor dem Schlafen gehen gründlich. Auch roch sie nicht nach Moos, sondern nach frischem Wind, und ihr zerzaustes Fell zeugte davon, dass sie draußen gewesen sein musste! Ach was.. Sie konnte bestimmt nur nicht schlafen und ist deshalb einfach mal kurz nach draußen gegangen!, dachte sie. Aber das beruhigte sie trotzdem nur wenig. Allerdings musste das jetzt warten! Womöglich war schon wieder etwas passiert.. Draußen waren schon alle anderen, und nach wenigen Herzschlägen trat auch Marmorschatten neben sie. Sie wirkte, als wäre sie die ganze Nacht in ihrem Nest gewesen und hatte geschlafen, aber zu viele Indizien sprachen dagegen. Scherbenmelodie musste ihr einfach das nächste mal folgen, wenn sie auf einen ihrer Ausflüge ging. Narzissenglanz, die Schülerin von Galaxienruf stand voller Panik im Heilerbau und war geschockt von dem Anblick der sich ihr darin bot: Galaxienruf hatte eine tiefe Wunde in der Brust, und daraus quoll immer noch Blut hervor, obwohl der Körper der einstigen Heilerkatze längst erschlafft und Leblos war. Doch diese Wunde wurde nicht von einem Hund oder Fuchs zugefügt, sondern von einer Katze! Scherbenmelodie jagte es einen eiskalten Schauer über das Fell. Wer konnte bloß so grausam sein! Sie legte den Kopf etwas schräg und betrachtete Marmorschatten von der Seite her. Sie wirkte nicht minder geschockt als alle anderen, doch trotzdem wurde sie das Gefühl nicht los, dass sie irgendwas mit der Sache zu tun hatte. Ihr Beschluss stand fest: wenn ihre Freundin sich das nächste mal davon stehlen würde, würde sie da sein um ihr zu folgen!



    5. KAPITEL - Marmorschatten's Sicht

    "Nussfell? Darf ich alleine jagen gehen, ich muss mal für mich allein sein." Nussfell der gerade die Patrouillen einteilte blickte zu Marmorschatten herüber. "Natürlich!" Nussfell widmete sich wieder seiner Aufgabe und Marmorschatten atmete erleichtert auf, denn nun würde ihrem Treffen mit den Streunern nichts mehr im Wege stehen! Aus dem Augenwinkel konnte sie Scherbenmelodie sehen, die gerade ihre Frischbeute aufgegessen hatte, aber das war ihr egal. Sie streifte durch den dichten Kiefernwald und sog die kühle Luft ein, die wie immer am Morgen etwas intensiver roch. Sie dachte noch einmal über die Dinge nach, die sie gleich Yin erzählen würde, denn wichtige Informationen mussten sorgfältig von unwichtigen getrennt werden, darauf bestand Yin! Sie war heilfroh, endlich aus ihrem verlogenen Clan rausgekommen zu sein, und nur zum Schein noch bei ihnen Leben zu müssen, denn ihr wirkliches Zuhause war nun bei den Streunern. "Ich dachte du wolltest jagen gehen!" Marmorschatten schrak zusammen. Ohne das sie es gehört hatte, hatte sich jemand von hinten ihr genähert, und natürlich war es Nussfell, der mal wieder ihre Nähe suchte. Aber Marmorschatten lies sich nichts davon anmerken, wie sehr Nussfell sie gerade nervte. "Ich wollte zu der Grenze des BuchenClans gehen und dort jagen." Nussfell blicke sie von der Seite her an. "Gute Idee, da haben wir lange nicht mehr gejagt, trotzdem solltest du aufpassen nicht die Grenze zu überschreiten oder gar Streit mit den Katzen des BuchenClans anzufangen. Du weißt, wie das Enden kann!" "Ja ja, ich weiß! Nur weil du 6 Monde älter als ich bist, musst du dich nicht gleich so aufspielen wie mein großer Bruder!" Marmorschatten hatte nur zwei Geschwister, und zwar ihren älteren Bruder Wolkenstern, und ihre Wurfschwester Narzissenglanz, die Nachfolgerin Galaxienruf's. Eigentlich hätte Marmorschatten noch andere Geschwister gehabt, nämlich zwei Wurfgeschwister, eine ältere Schwester, und zwei ältere Brüder, doch sie alle starben. Sie gingen schweigend nebeneinander her, und beide waren in ihren Gedanken vertieft, so dass sie das leise knistern hinter ihnen nicht bemerkten, wobei es ihnen schon seit dem Lager folgte. Irgendwann würde sie auch bei den Streunern leben können.. Irgendwann würde sie mit ihnen die Clans angreifen.. Irgendwann würden sie die Clans beherrschen.. Ach quatsch, sie würden die Clans vernichten! "Genau! Irgendwann werden wir die Clans vernichten! Es wird kein Gesetz der Krieger mehr geben! Doch vorerst brauchen wir noch.." Marmorschatten schrak zusammen. Sie hatte vollkommen vergessen, dass noch Nussfell neben ihr herlief. Dieser war stehen geblieben und starrte sie geschockt an. "Was.. h-hast du ge-gerade gesagt?", stotterte er leise und mit voller Furcht in der Stimme. Auf Marmorschattens Gesicht trat ein irres Lächeln Gestalt an und sie fuhr ihre Krallen aus. "Du hättest niemals mitkommen sollen!" Nussfell wich instinktiv zurück doch Marmorschatten folgte ihm, immer noch mit ausgefahrenen Krallen, und einem Irren lächeln im Gesicht. "Dies wird deine letzte Tat gewesen sein, mir zu Folgen. Wie Schade.. Du musstest ausgerechnet zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen sein! Aber jetzt kannst du eh nichts mehr ändern können!" Mit einem bitterbösen Fauchen und einem kraftvollen Sprung setzte sie auf Nussfell zu, der unter ihrem Körper zusammen brach. Blitzschnell Biss sie ihm die Kehle durch, und befriedigt spürte sie wie sein Leib erschlaffte. Ein gruseliges und mächtiges Knurren drang aus ihrer Kehle, doch sie hatte ihre Rechnung ohne Scherbenmelodie gemacht...



    6. KAPITEL - Wechselhafte Sicht

    Marmorschatten konnte nur wage aus dem Augenwinkel einen dunklen Schatten auf sich zuspringen sehen. Diesen Pelz hatte sie oft genug gesehen, um mit Sicherheit sagen zu können, dass er zu Scherbenmelodie gehörte. Sie musste Nussfell und ihr aus dem Lager gefolgt sein, ohne dass sie sie bemerkt hatten! Insgeheim verfluchte Marmorschatten sich selber. "Was machst DU denn hier?" "Die bessere Frage ist ja wohl, warum du Nussfell ermordet hast, und wieso du deinen Clan verraten hast!", konterte Scherbenmelodie. Und da war wieder das Irre Grinsen auf dem Gesicht Marmorschatten's zu sehen. "Für Geheimnisse muss man manchmal halt morden. Ach ja, entschuldige, ihr Krieger dürft ja gar nicht töten.. Tja, Pech für euch." Scherbenmelodie war fassungslos. "Dafür werden sie dich verbannen! Du hast uns hintergangen! Du hast gemordet! Du bist eine Verräterin!" Und ohne Vorwarnung stürzte sie sich auf Marmorschatten. Sie krallte sich auf ihrem Rücken fest, doch Marmorschatten war nicht dumm. Sie rollte sich über den Boden und Scherbenmelodie musste wohl oder übel loslassen. Marmorschatten reagierte Blitzschnell und sprang auf Scherbenmelodie, und hielt sie an den Schultern gedrückt zu Boden. Wie schwach sie doch war! Doch nun schlich sich ein kleines Funkeln in die Augen Scherbenmelodie's, und sie kratzte kräftig über den Bauch ihrer Gegnerin. Marmorschatten knurrte überrascht auf und schreckte zurück. Sie sprang jedoch sofort wieder auf ihre ehemalige Freundin zu, aber es schien so, als würde sie eher über sie springen. Falsch gedacht! Marmorschatten bremste kurz neben Scherbenmelodie ab, und biss sich in ihrem Genick fest. Scherbenmelodie schlug hilflos um sich, doch desto mehr sie sich wehrte, desto fester wurde der Griff von Marmorschatten. Irgendwann, wurde Scherbenmelodie erstaunlich ruhig. War der Kampf so schnell gewonnen? Vorsichtig lockerte sie ihre Zähne von der schwarzen Kätzin. Sie regte sich immer noch nicht. Seltsam, denn man sah keinen Bruch oder eine Blutung. Doch urplötzlich bäumte Scherbenmelodie sich auf, und warf sich mit voller Wucht und vollem Gewicht auf die verdatterte Marmorschatten. Man hörte ein Schnaufen und ein knacken eines Knochens ihrerseits. Doch Scherbenmelodie spürte, dass sie nur noch flach und leicht atmen konnte. Sie verharrte noch eine paar Herzschläge, und rollte sich dann von Marmorschatten runter. Diese hatte die Augen geschlossen, und machte keine Anstalten sich zu bewegen. Zwei ihrer Beine sahen merkwürdig verdreht aus, und abgebrochene Krallen lagen in der Nähe. In dieser Verfassung würde sie keine Gefahr mehr darstellen. Scherbenmelodie baute sich vor ihr auf, und da war schon wieder dieses fiese Grinsen. "Hast du Schiss mich zu töten?" Ein Knurren drang aus Scherbenmelodie's Kehle. "Ich könnte dein Leben hier und jetzt beenden. Aber ich will dich leiden sehen! So wie du unseren Clan hast leiden lassen! Was meinst du, soll ich dir ins Lager helfen, damit dich alle auslachen können? Sollen dich alle so sehen? Ich könnte dir helfen." Und dieses mal umspielte das Lächeln den Mund von Scherbenmelodie. Sie erschrak über sich selber. Hatte sie das gerade wirklich gesagt? "Lass mich einfach in Ruhe sterben. Geh weg, dann kann ich in den letzten Herzschlägen meines Lebens Ruhe finden!" Marmorschatten empfand Reue, zwar nur ganz kurz, aber es war Reue. Das sagte sie jedoch nicht laut. Sie war an dem Tod von Katzen Schuld. War es falsch von ihr gewesen? Nein, niemals! "Ich werde dir doch nicht deine letzten Momente hier versüßen! Du sollst leiden!" "Empfindest du kein Mitleid?" War es wirklich Qual, was Scherbenmelodie da hörte? "Mit so etwas wie dir? Nie im Leben!" "Erinnerst du dich nicht an unsere schönen Zeiten? Hilf mir bitte!", flüsterte sie. Scherbenmelodie schaute mit Abscheu auf sie herab. Wie hatte sich alles nur so drastisch verändern können! Sie hatte nicht nur den Clan verraten, gegen das Gesetz der Krieger verstoßen sondern auch gehasst und ihre Freundschaft verraten. Und dies tat am meisten weh. Es stimmte, sie hatten so schöne Zeiten gehabt, doch trotzdem bereitete es ihr eher Freude, Marmorschatten beim Leiden zuzusehen. "Wer waren eigentlich die Katzen, mit denen ich dich beim Reden erwischt habe? Die eine Stimme kannte ich irgendwoher!", sagte sie süffisant. "Das war Teichhonig. Als ich Schülerin und du Junges warst, war er mein Mentor. Dann verschwand er auf 'seltsame' Weise. In Wahrheit schloss er sich der Streunergruppe an, die auf dem Moor lebten. Die anderen waren Yin, die Anführerin, und Yang ihr Bruder." Bei Scherbenmelodie klingelte da tatsächlich was. Doch es war ja auch egal. Sie erhob ihre Krallen und setzte sie an die Kehle der Verletzten an. Sie würde sie nur leicht anritzen, so dass sie einen noch Qualvolleren Tod haben würde. Wehmut? Keine Spur! Doch plötzlich vernahm sie Pfoten im Gehölz. Eine Gruppe von räudigen Katzen kam auf die Lichtung geströmt. "Yin! Fallender Stern! Gelbes Blatt! Julia! Sie weiß zu viel! Tötet sie! Ich komme schon zur.." Plötzlich spürte sie, dass Scherbenmelodie sie tatsächlich in den Hals geschnitten hatte. Warmes Blut lief ihr über den Hals, und verklebte ihren weißen Pelz mit den feinen, schwarzen Linien. Ihr Blick verschwamm, doch sie sah wie die Streuner sich auf Scherbenmelodie stürzten. Eine Welle von Reue überkam sie wieder. Tat sie wirklich das richtige? Plötzlich hörte sie einen Schrei aus Scherbenmelodie's Richtung, voll mit Hass und Wut. Scherbenmelodie würde trotzdem zum SternenClan kommen, sie jedoch zum Wald der Finsternis. Sie wollte aber nicht! Jetzt spürte sie wirklich Bedauern. Sie hätte noch alles Verhindern können, hätte sich wehren können. Jetzt war es zu spät. Scherbenmelodie's Schrei verstummte plötzlich. Sie war tot. Ihre 'Freunde' kamen zu ihr, jeder wusste dass es zu spät war. "Mach es gut.. Ich-ich werde dich vermissen.." Julia klang aufrichtig. Waren sie doch alle ehrlich zu ihr gewesen? Marmorschatten blickte in jedes Gesicht. Fallender Stern blickte ebenfalls traurig, doch von Gelbes Blatt und Yin konnte man nicht wirklich dasselbe sagen. Alles war umsonst. Sie dachte hier wäre ihr neues Zuhause, in dem Kreise dieser Katzen. Sie hatte sich geirrt. Sie würde in den Kreisen ihrer falschen Freunde sterben. Marmorschatten fiel in warme, doch zugleich auch kalte Schwärze, und als sie die Augen wieder aufschlug, blickte sie in das Gesicht eines grimmig blickenden Katers. "Willkommen im Wald der Finsternis!"

    29
    Die Geschichte von Falkensprung:




    Prolog:
    Astjunges wollte unbedingt sehen wie es außerhalb des Lagers war. Also schlich er sich eines Abends aus dem Lager des Dunkelclans. Die Welt draußen war so wunderschön das er nicht merkte wie er auf den Donnerweg zu lief. Plötzlich sah er ihn grau und stinkig lag er vor ihm. Vorsichtig ging Astjunges auf den Donnerweg und sah plötzlich ein großes stinkendes Ding auf ihn zukommen." Hilfe, hilfe " rief er dann sah er eine Katze auf der anderen Seite des Donnerwegs die ihn auslachte. Er rannte so schnell er konnte ins Lager. Aber er konnte nicht vergessen wie die Katze darüber lachen konnte. Er fasste einen schrecklichen Entschluss ...



    1. Kapitel
    (Zeitsprung )

    Astherz trat in das Lager des Dunkelclans in seinem Maul baumelte der schlaffe Körper eines Kaninchens das er auf der Jagdpatrouillie gefangen hatte." Guter fang "sagte sein Bruder Rauchkralle der angettrottet kam. Er lief an ihm vorbei als hätte er ihn nicht gehört und ging in den Kriegerbau und rollte sich zusammen. Am nächsten Morgen wurde er durch den Versammlungsruf seiner Anführerin geweckt." Alle Katzen die alt genug sind beute zu machen sollen sich versammeln" rief seine Anführerin Schwarzstern " immer wieder überqueren Westclan Katzen unsere Grenze beim Donnerweg eine Katze soll einen Mond dort Wache halten ". Astherz spürte seine Chance * unser zweiter Anführer wird bald sterben vielleicht wält sie mich als neuen *. " bietet sich eine Katze freiwillig an das zu tun?" rief Schwarzstern . " ich würde es gerne machen" sagte Astherz " gut dann wird Astherz morgen aufbrechen " sagte Schwarzstern...



    2.Kapitel

    Eine Pfote stieß Astherz in seine Flanke " aufwachen faulpelz Schwarzstern will das du gleich zur Westclan Grenze läufst " sagte sein Bruder Rauchkralle. Astherz streckte sich und ging hinaus und sah wie Schwarzstern ihn verärgert ansah. " Fuchsschwanz wird dich zur Grenze begleiten " rief sie * ich brauche keine Begleitung * dachte Astherz sprach es aber nicht aus. Ein paar Minuten später lief er neben Fuchsschwanz zur Westclan Grenze. " wir sind jetzt da du weißt ja das du diesen ort einen Mond lang nicht verlässt " sagte Fuchsschwanz " natürlich weiß ich das " knurrte Astherz. Darauf hin drehte Fuchsschwanz sich um und lief davon. * gut * dachte Astherz und machte es sich bequem. Die erste Nacht blieb er wach bis er ein rascheln hörte. " wer ist da " rief er auf der anderen Seite des Donnerwegs meinte er eine Gestalt zu sehen. Mit gefletschten Zähnen stand Astherz da und beobachtete die Gestalt. " mein Name ist Mausfell und ich komme aus dem Westclan " sagte die Gestalt. Astherz erkannte die Stimme einer Kätzin. " mein Name ist Astherz und ich komme aus dem Dunkelclan " antwortete er ihr. In diesem Moment sauste ein Monster vorbei und die Kätzin verschwand.* wie soll ich hier einen Mond ohne Gesellschaft überleben * fragte er sich. Dann rollte er sich zusammen und schlief ein. Im Traum sah er eine patrouillie von Westclan Katzen die auf ihn zu rannten und zerfetzten aber Mausfell war nicht dabei. Vor Schreck wachte er auf ...



    3.Kapitel

    Der erste tag verlief ziemlich gut leider ging ihm das dröhnen der Monster langsam auf die Nerven. Ein paar Tage und Nächte vergingen ziemlich schnell doch in einer Nacht sah er wieder eine Gestalt. " Hallo Astherz ich bin's Mausfell und wollte dir Gesellschaft leisten darf ich zu dir kommen?" sagte Mausfell. Astherz nickte und Mausfell lief über den Donnerweg zu ihm. Mausfell sagte:" im Lager läuft gerade alles schief unser Anführer liegt im sterben und von meiner Schwester die Jungen müssten schon längst geboren sein ". " oh " murmelte Astherz. Dann leckte sie ihm kurz über die Schnauze und ging. Am nächsten Morgen wurde er durch einen Schrei geweckt. Ein Junges auf der anderen Seite des Donnerwegs stand einem Fuchs gegenüber. Er wollte das Junge beschützen dann viel ihm sein Entschluss ein. *Weil mich die Katze auf dem Donnerweg ausgelacht hat werde ich niemals ein Junges beschützen * dachte er. Also sah er genüsslich zu wie der Fuchs das Junge fraß. Doch nach ein paar Tagen plagte ihn ein schlechtes Gewissen das er das Junge nicht beschützt hatte. Eine Regel des Gesetz der Krieger hieß: beschütze immer ein Junges egal ob es zu einem anderen Clan gehört. Und gegen dieses Gesetz hatte er verstoßen. Auch Mausfell war nicht wieder gekommen und das schmerzte ihn noch mehr. Konnte es sein das er in Mausfell verliebt war...



    4. Kapitel

    *nein* dachte Astherz und beobachtete die Grenze weiter. Er rollte sich zusammen und träumte: Astherz stand auf einer Wiese und sah sich um. Plötzlich strömten mehrere Katzen auf die Wiese und blieben vor ihm stehen " hallo mein Name ist Leopardenklaue und alle Katzen die hier sind sind deine Ahnen wir nennen uns Mondclan. Wenn du stirbst wirst du uns anschließen " sagte ein gefleckter Kater. " ich bin das Junge das du sterben lassen hast und werde dir etwas erzählen " sagte ein Junges. " bist du sehr böse des wegen ich bereue meinen Fehler " antwortete Astherz das Junge schaute ihn an " nein das bin ich nicht und ich wollte dir was sagen. Die Katze die dich ausgelacht hatte damals auf dem Donnerweg war Zahnbiss eine gefürchteter Kater aus unserem Clan ". Astherz starrte ihn an und wusste nicht was er sagen sollte. " verspreche uns das du nie wieder ein Junges im Stich lässt " sagte Leopardenklaue. " ich verspreche das ich nie wieder ein Junges im Stich lasse " murmelte Astherz. Leopardenklaue nickte und die Katzen verschwanden. Im gleichen Augenblick fand er sich neben dem Donnerweg wieder und stand auf um zu jagen. Er roch eine Maus schlich sich an, sprang auf die Maus und biss ihr das Genick durch. Doch als er zurück kam wartete schon jemand auf ihn...



    5. Kapitel

    " Fuchsschwanz " rief Astherz überrascht " was tust du hier " . " ich soll dir sagen das unser zweiter Anführer tot ist und Rauchkralle der neue zweite Anführer ist" antwortete Fuchsschwanz traurig. Astherz senkte traurig den Kopf " das ist nicht sehr schön das schonwieder eine Katze gestorben ist und warum ist mein Bruder eigentlich zweiter Anführer?". " ich weiß es nicht" murmelte Fuchsschwanz und ging. In der Nacht kam Mausfell wieder zu ihm " unser Clan wird euren Clan nicht mehr angreifen " sagte sie. " gut aber ich wollte dir sagen das ich dich ähm liebe " murmelte Astherz. Mausfell schaute ihn an und sagte dann " ich liebe dich auch Astherz ". Dann setzten sie sich neben einander und verschlungen ihre Schwänze ineinander. Nach ein paar Wochen war Astherz Wache fast vorbei er hatte nur noch eine Nacht. Mausfell war oft noch bei ihm gewesen und Astherz wollte sich verabschieden. Ein paar Minuten später erschien Mausfell dann auch. " Astherz wir haben ein Problem " sagte sie. Astherz starrte sie an und sagte " was denn für eins?" Mausfell murmelte " ich bekomme Junge von dir ". Astherz hatte eine Idee " ich finde das schön und habe eine Idee. Ich wollte immer zweiter Anführer unseres Clans werden aber mein Bruder ist jetzt zweiter Anführer also habe ich nicht so ein großes Problem damit den Clan zu wechseln " sagte er dann. " wenn es wirklich in Ordnung ist dann rede morgen mit deiner Anführerin " sagte Mausfell bevor sie sich umdrehte und über den Donnerweg zu ihrem Territorium lief. Astherz wusste nicht ob er die richtige Entscheidung getroffen hatte...



    6. Kapitel

    Astherz lief los auf dem Weg zum Lager. Er trat durch den Lagereingang und sah wie Schwarzstern und Rauchkralle sich unterhielten bis sie ihn bemerkten. " du bist zurück das ist gut aber haben die Westclan Katzen angegriffen?" fragte Schwarzstern. " nein" sagte Astherz mit fester Stimme " ich wollte nur sagen das ich dem Clan nicht länger treu bin ". " was soll das heißen " rief Rauchkralle empört und sah seinem Bruder fest in die Augen. Astherz erwiederte seinen Blick " ich werde den Clan wechseln und mich den Westclan Katzen anschließen. Ich mache das weil ich mich in eine Westclan Kätzin verliebt habe und sie Junge von mir erwartet ". " verstehe du kannst gehen " murmelte Schwarzstern. Mit diesen Worten drehte Schwarzstern sich um und ging in ihren Bau Rauchkralle folgte ihr. " mach dir nichts draus sie hat schon länger so eine schlechte Stimmung seit sie von Rauchkralle Junge erwartet " sagte eine vertraute Stimme hinter ihm es war Fuchsschwanz. " sie erwartet von Rauchkralle Junge!" rief Astherz überrascht. " ja desshalb hat sie ihn zu ihrem Stellvertreter gemacht und darf ich dich bis zur grenze begleiten " murmelte Fuchsschwanz. Astherz nickte und zusammen gingen sie Richtung Westclan Grenze. " wir sind da ich wollte dir sagen das ich dich vermissen werde " sagte Fuchsschwanz traurig. " ich dich auch " sagte Astherz und lief über den Donnerweg. Er drehte sich noch einmal um und sah nur Trauer in ihren Augen. Ein paar Minuten später erschien Mausfell und führte ihn zu ihrem Lager. " hallo Astherz ich möchte das du deine Treue beweist indem du der Mentor von Saatpfote wirst " rief Sandstern den er oft auf großen Versammlungen gesehen hatte. Völlig überrascht ging Astherz zu seinem Schüler und berührte ihn mit seiner Nase an der Schulter. Mausfell blickte ihn stolz an und winkte ihn mit ihrem Schwanz zu ihr. " da drüben ist der Kriegerbau und daneben der Schülerbau " sagte Mausfell und deutete mit ihrem Schwanz auf einen Brombeerbusch bevor sie weiter erzählte " neben dem Schülerbau ist der Heilerbau daneben der Ältestenbau und daneben die Kinderstube. Neben dem Hochstein ist der Bau von Sandstern". " danke dann gehe ich erstmal in den Kriegerbau " sagte Astherz und ging in einen Bau. " das ist der Schülerbau der Kriegerbau liegt daneben " rief Mausfell von draußen belustigt. Astherz trottete in den Kriegerbau und rollte sich zusammen * wie schön das Leben hier ist ich habe auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen das ich den Clan wechsel * dachte er bevor er einschlief.

    ( ENDE )

    30
    Die Geschichte von Tupfenauge:



    Tupfenauge: Vor vielen Monden...

    Prolog

    "Natürlich fällt es uns allen schwer Nebelschweifs Tod zu akzeptieren, aber der Clan braucht eine Zukunft! Ich wähle Distelherz zu meinem neuen 2.Anführer!" Das war ungewöhnlich. Distelherz war erst vor ein paar Monden zusammen mit mir zum Krieger ernannt worden und lief manchmal aus gewohnheit immer noch in den Schülerbau. Natürlich freute ich mich für ihn, doch ich wunderte mich, warum Silberteich, Distelherz' Mentorin, nicht 2. Anführerin geworden war. Sie war Liliensterns beste Freundin und beste Kriegerin und Läuferin. Das wusste sogar der EchoClan, nicht nur der JubelClan. Silberteich war stark, beliebt, verantwortungsvoll und vertrauenswürdig. Eben die perfekte 2.Anführerin. Ich wusste damals noch nicht, dass es einen ganz anderen Grund gab, weshalb Distelherz der 2.Anführer geworden war und nicht Silberteich.



    Kapitel 1

    "Hey Krähenschweif! Willst du mitkommen? Jagen?", Distelherz stand mit seiner Schülerin Vipernpfote am Lagerausgang. "Hast du nicht zu tun?", fragte ich verwirrt. Es war Distelherz' zweiter Tag als zweiter Anführer und in letzter Zeit war sehr viel passiert... Nebelschweif war nicht der einzige gewesen, der in dem Kampf gegen den EchoClan gestorben war. Meine Schülerin Blattpfote wurde getötet, genauso wie Moospelz, unser Heiler und noch viele andere. Trotzdem lachte Distelherz nur, als ich ihn fragte. "Ich bitte dich! Ich werde doch wohl noch Zeit haben, etwas mit meiner Schülerin zu trainieren und mit dir zu plaudern! Komm schon!", Distelherz wirkte so gelassen. Ich blickte Vipernpfote in die Augen doch ihr Blick sagte nur, es sei sinnlos weiter darüber zu diskutieren, was Distelherz noch zu tun hatte, also schloss ich mich den beiden an. Distelherz trabte gut gelaunt voraus, bis er an der Grenze zum EchoClan Territorium Halt machte. Er kauerte sich in Jagdstellung hin und blickte auf die andere Seite der Lichtung. "Was machst du da, Mäusehirn?", langsam verlor ich wirklich die Geduld mit Distelherz. Zuerst nahm er sein Amt auf die leichte Schulter und jetzt kauerte er an der Grenze, wie wenn er darauf wartete, dass eine Katze vorbeikam, auf die er losgehen konnte. "Na das, was er immer macht, wenn er mit mir trainiert!", meldete Vipernpfote sich zu Wort. Ich wollte gerade fragen, was sie damit meinte, als Distelherz lossprang und eine hellbraune Kätzin zu Boden drückte. "Geh runter von mir, dummer Fellball!", fauchte sie. "Hallo Teichblüte!", rief Vipernpfote aufgeregt. "Wie geht es dir heute?" Distelherz ließ Teichblüte los und setzte sich hin. "Solange Distelherz sich nicht noch einmal auf mich stürzt gut." Erst jetzt fiel mir auf, wie ähnlich die drei sich sahen. Die eisblauen Augen, das hellbraune etwas gemusterte Fell, sie sahen aus wie Gefährten mit ihrem Jungem. Da dämmerte es mir. Distelherz hatte Vipernpfote angeblich im Wald gefunden und mit ins Lager gebracht. Was wenn Vipernpfote Distelherz' und Teichblütes Tochter war! Bevor ich meinen Gedanken zuende führen konnte fauchte Teichblüte wütend. "Wen habt ihr da denn mitgebracht!", sie musterte mich und redete dann weiter. "Ich hab doch deine Schülerin getötet oder? Diese.... Diese.... Baumpfote? Waldpfote?". Ok. Jetzt war ich wirklich wütend. "Ihr. Name. War. BLATTPFOTE!", jaulte ich und stürzte mich auf Teichblüte. Sie schrie überrascht auf und ich konnte sie zu Boden drücken. Gerade als ich die Oberhand gewonnen hatte ging Distelherz auf uns los. Ich kämpfte wie wild, doch dann biss Vipernpfote mir ins Bein und ich hinkte weg von dem Trubel. Teichblüte, Distelherz und Vipernpfote starrten mich wütend an, dann ging Teichblüte und Distelherz und Vipernpfote nahmen mich in ihre Mitte und wir humpelten zurück ins Lager, wobei die beiden mich so zerquetschten, dass nach einer Weile meine Schultern völlig taub waren. Sie legten mich wortlos vor dem Heilerbau ab und Lilienpfote, Moospelz Schülerin versorgte meine Wunden, ebenfalls ohne ein Wort zu sagen. Es brauchte nicht lange, dann schlief ich ein.



    Kapitel 2:

    Ich wachte durch einen harten Stoß gegen meine Brust auf. Ich öffnete die Augen mit einem Knurren und erkannte ich Vipernpfote die mit einem verächtlichen Blick neben mir saß. "Was sollte das!", fauchte ich, doch dann kehrten meine Erinnerungen zurück und ich setzte mich auf und versuchte, so zu wirken, wie wenn ich mich ergeben würde. "Mäusehirn...", murmelte Vipernpfote und schob mir eine halbgegessene Maus hin. Ich starrte das erbärmliche Stück Frischbeute fassungslos an und wurde wütend. Wenn Lilienstern darüber bescheid wüsste! Ich stand auf, wie um mich gemütlich wieder hinzukauern, doch das tat ich nicht. Ich nutzte Vipernpfotes Langeweile aus und überraschte sie als ich an ihr vorbei in Richtung Anführerbau preschte. Ich machte einen großen Satz und sprang hinein. Lilienstern saß in ihrem Bau und sah die Wand an. "Lilienstern! Distelherz! Er hat... Verrat! EchoClan.... Vipernpfote....... ich!". Ich war viel zu aufgeregt, als dass ich einen vollständiges Miau herausbekommen hätte. Doch Lilienstern maunzte nur: "Ich weiß. Das war die ganze Zeit der Plan. Ich werde bald auf eine Reise gehen von der ich nicht mehr zurückkehren werde. Distelherz wird Anführer und übernimmt den Jubel- und den EchoClan. Rebellen wie du werden zu Sklaven und Distelherz wird der ultimative Herrscher. Niemand wird mehr Macht besitzen als er. Er wird dich töten. Ich werde mich von einer Klippe stürzen. Dann ist sein Wunsch erfüllt." Ich erstarrte. Was maunzte Lilienstern da? Sie würde sich von einer Klippe stürzen! "A-Aber wieso!", langsam hatte ich wirklich das Gefühl, den Verstand zu verlieren. "Na weil ich Distelherz gehöre... Und somit gehört der ganze Clan allein Distelherz...", Lilienstern hatte sich nun umgedreht und sogar ein Junges hätte gesehen, warum Lilienstern Distelherz gehörte. Ihr ganzes Hinterteil war voller Blut, doch Distelherz hatte sie nicht verwundet, nein... Er hatte dafür gesorgt, dass Lilienstern niemals Junge bekommen könnte und das in Form von.... Naja.... Ihr wisst ja..... Es... Man sah ihr an, dass er es schon öfter getan hatt, um sie zu erpressen. Ihr Blick war leer. Ihr Fell war verfilzt und an vielen Stellen fehlten sogar Fellbüschel. Distelherz lächelte böse. "Und stell dir vor Krähenschweif! Du wirst der neue 2.Anführer sobald du dich bei mir entschuldigt hast! Dann sind wir beide als Freunde an der Macht!" Seine Augen funkelten. Ich konnte es kaum fassen. Das war nicht der Distelherz, den ich seit meiner Geburt kannte. Das war nie im Leben dieselbe schüchterne Katze, die bislang mein bester Freund gewesen war. Plötzlich erwachte ich aus meiner Starre. "Ich bin nicht dein Freund. Du bist nicht Distelherz. Niemals. Vor vielen Monden waren wir mal Freunde... Doch das ist vorbei." Jetzt hatte ich es endlich begriffen: Ich musste einfach nur hier weg. Raus aus dem Anführerbau und dem was einmal das Lager des JubelClans gewesen war. Weg vom Territorium. Einfach weg. Ich stürzte mich auf Vipernherz, die den Ausgang bewachte und kämpfte mir den Weg ins Lager frei. Dort nutzte ich den Moment der Verwirrung und sprintete aus dem Lager. Ich konnte gerade noch sehen wie Silberteich aus dem Lager stürzte und hinter mir herlief. Ich schaffte es gerade noch, das Territorium zu verlassen und noch etwas weiter zu laufen, dann spürte ich zwei Pfoten, die mich mit eingezogenen Krallen umstoßen. Dann wurde mir schwarz vor Augen.



    Epilog

    Es stellte sich heraus, dass Silberteich mir gefolgt war, weil sie auch zur Sklavin wurde als sie an diesem Morgen aufwachte. Sie hatte gewusst, dass ich mehr wusste über die Lage des Clans. Sie hatte unserer Heilerin befohlen, mich ja gesund zu pflegen, innerhalb von ein paar Tagen. Sie war bei mir gewesen, als ich geschlafen hatte. Und schlussendlich hatte sie mir geholfen, ein neues Zuhause zu finden und den SeelenClan zu gründen, der heute in wundervoller Pracht erstrahlt. Vor ein oder zwei Blattwechseln sind wir zum RacheClan gegangen, weil wir wissen wollten, ob er noch existierte, doch wir fanden nur ein paar ängstliche Katzen und Katzenskelette. Es hatte einen Kampf gegeben. Gegen irgendetwas. Und dieses Etwas hatte gesiegt.
    Und das alles geschah vor vielen Monden...

    THE END

    31
    Verstoß mit Folgen - von Warrior Cats_are_best



    Besorgt blickte der Heiler die Älteste an. Würde sie nicht bald was zu essen kriegen wird sie sterben. Er rannte auf die Lichtung und blickte sich nach dem Frischbeutehaufen um, hedoch vergeblich, also lief er zu dem ersten Krieger den er sah. „ Dornenbart du musst unbedingt etwas jagen gehen, nimm jemanden mit. Rehschweif wird sonst sterben.“ Das liess sich der junge Kater nciht zweimal sagen. Er dchaute sich um, leider sah ihn Dunkelschweif, der arroganteste Kater des Clanes. „ Ich werde dir helfen“ Der Heiler nickte zufrieden und ging in seinen Bau zurück. Die beiden Krieger liefen los und schauten sich um. Es erschien hoffnungslos, in dieser langen Blattleere etwas zu finden. Sie hatten schon eine Älteste und zwei Schüler verloren. Doch da roch Dornenbart den schwachen duft eines Eichhörnchen und folgte der Spur. Er sah es an einem Tannenzapfen knabbern und schlich sich an. Würde er es verscheuchen so wäre der Tod der Ältesten wahrscheinlich besiegelt. Er schlich sich sehr vorsichtig an und achtete darauf nirgen flasches aufzutreten. Nur noch zwei Schwanzlängen tränten den hellbraunen Krieger von seiner Beute. Er sorang ab und erwischte das Eichhörnchen sofort wollte er zum Lager zurück rennen doch da kam Dunkelschweif ihm in die Quere. „ Das esse ich!“ „ Aber Rheschweif braucht es.“ „ Das ist mit egal und wenn du es verpetzt sage ich das es deine Idee war.“ Damit verschlang er das Eichhörnchen und Dornenbart lief weiter doch er fand nichts mehr, als er zurück zum Lager kam, sah er einen gebrechlichen, braunweisssn Körper schlaff auf der Lichtung liegen und er wusste das er Schuld am Tid dieser Katze war.

    32
    Kirschpfotes Abenteuer - von Eisblume




    Prolog: ( Aus der Sicht von Kirschpfotes Mutter Tauherz)

    „Tauherz!“, die Stimme von Strohstern hallte über die Lichtung. Sie wollte bestimmt etwas wegen meinen Jungen besprechen! Grasjunges und Kirschjunges waren groß geworden! Ich eilte zu ihr: „Was ist Strohstern?“ „ Die Jungen sind groß geworden.“, die Anführerin sprach wie immer ruhig und langsam. „Efeuzweig hat mir erzählt, dass die beiden keine Heilerschüler werden möchte!“, ich hob bei dem Namen stolz den Kopf. Meine Tochter Efeuzweig war die allerbeste Heilerin! Nach dem Tod ihrer Wurfgeschwister hatte sie sich für das Heilen entschieden. Strohstern sprach weiter: Sie werden morgen ernannt. Grasjunges ähnelt dir und deiner großen Tochter sehr! Er wird ein disziplinierter und treuer Krieger! Doch Kirschjunges ist leider so wie ihr Vater!“, ich unterdrückte Tränen. Die sandfarbene Kätzin legte den Schwanz auf meine Schultern: „Mein Bruder war ein treuer und mutiger Krieger! Aber kein Held kann einen Dachs alleine besiegen!“, ich erinnerte mich das sie mit dem Tod auch zu kämpfen hatte. Plötzlich sah ich draußen eine kleine Gestalt mit weißem Fell und kleinen roten Flecken vorbeihuschen. „Kirschjunges!“, ich rannte aus dem Bau und bevor meine Tochter einmal „Wühlmaus“sagen konnte, packte ich sie am Nacken. Ich musterte sie mit einem strengen Blick. An ihrem Fell heftete Waldgeruch.


    1.Kapitel:

    Gelangweilt saß ich da. Birkenwald war so ein schlechter Mentor! Ich war erst ein Mond Schüler und bin schon bei zwei Trainingsstunden eingeschlafen. Ich lebte im WiesenClan, doch eigentlich wollte ich lieber im BlattClan leben. Dort konnte man die ganze Zeit klettern! Oder im BachClan, dort konnte man schwimmen. Nun lebte ich aber hier und konnte nichts machen, außer gestört auf der Wiese herum zu rennen. Wir hatten nur ein kleines Waldstück, auf dem man erst ab zehn Monden klettern durfte! Und in den Bach durfte man überhaupt nicht, weil er zum trinken gedacht war! Mach dir keine Sehnsucht Kirschpfote! Ich durfte heute nicht mal die Ältesten versorgen! Ich musste schlafen und mich entspannen. Entspannen, wie ich dieses Wort hasste! Ich schaute mich verträumt in der Pfütze an. Die kleinen Punkte auf meine Rücken hatten mir meinen Namen gegeben und meine grünen Augen funkelten. „Kirschpfote möchtest du eine Geschichte hören?“ Die krächzende Stimme von Adlerbart, riss mich aus meinen Gedanken. Ich lies meine schlechte Laune raus: „ Selbst die schlechteste Kinderstubengeschichten ist besser als den ganzen verdammten Tag hier zu sitzen und Löcher in die Luft zu starren!“ „Ich erzähle dir die Geschichte von Rennbein! Der schnellsten Katze des WiesenClan! Als er jung war überholte er alle, doch auch er musste einmal alt werden! Zuerst weigerte er sich und sagte: „Denkt ihr alte Katzen sind langsamer wie die neuen Krieger? Nein!" Doch dann redete der damalige Anführer Bussardstern mit ihm und konnte ihn nach stundenlanger Diskussion überzeugen. Nur ein Kompromiss gab es: Den Wettbewerb! Jede Katze von jedem Clan darf mitmachen! Es gibt keine Altersunterschiede. Aber wenn kein Wettbewerb war lebte Rennbein entspannt im Ältestenbau und er gewann zwei Mal das große Rennen bevor er starb. Ende!“, der Älteste schnaufte und ging in seinen Bau zurück. Wieder mal eine typische Geschichte für böse Schüler!


    2. Kapitel:

    „Was machen wir heute?“, fragte ich Birkenwald. Wir waren auf dem Weg zum Trainingsplatz. Er antwortete: „ Wir üben ruhig sein! Du musst...“ „ Aber Graspfote macht heute Kampftraining! Er macht immer bessere Sachen!“, widersprach ich. Er drehte sich um und ich schlug ihm instinktiv mit meiner Pfote auf die Schnauze. Triumphierend blickte er mich an: Genau deswegen machen wir so was nicht! Deine Kampf- und Jagdfertigkeiten sind ausgezeichnet! Deine Geduld dagegen nicht! Ich hatte schon einen Schüler und Strohstern hat mich wegen meiner ruhigen Art zu deinem Mentor gemacht!“ Trotzig schaute ich auf den Boden. Wir waren an dem Trainingsplatz angekommen. „ Setz dich hin und schließe die Augen! Achte auf deinen Atem. Bleib ruhig!“ Genervt ließ ich mich auf den Boden fallen. „ Aufstehen! Renne durch das Territorium, so schnell wie es geht!“ Sein Blick war streng. Ich lächelte: „Gut mach ich!“ Zuerst sprintete ich los, doch nach wenigen Minuten blieb ich keuchend stehen! „Älteste!“, rief Birkenwald spöttisch. Ich trabte weiter und wie durch ein Wunder schaffte ich es zum Trainingsplatz. Wieder ließ ich mich fallen. Die Stimme meines Mentors war unnachgiebig: Heute bin ich gnädig! Du musst als zweite Strafe nur jagen!“
    Beim Jagen ließ ich zuerst ein Kaninchen entwischen. Doch dann erlegte ich doch noch eins. Nach dieser Anstrengung konnte ich endlich meditieren!
    Meine Muskeln schmerzten als ich gegen Abend in das Lager kam. Die Dehnübungen waren anstrengend gewesen und er ließ mich noch mal einen zusätzliche Runde laufen! „Hallo! Was habt ihr gemacht?“, rief mein dunkelbrauner Bruder. Birkenwind antwortete: „Meditation und Dehnübungen!“ Bevor ich irgendwas sagen konnte, fing Fleckenherz, Graspfotes Mentorin, an zu lachen. Ich nahm mir eine Maus vom Frischbeutehaufen und ging dann sofort in den Schülerbau. Mein Mentor hatte mich gedemütigt!

    „Hallo! Ich bin Dunstherz.“ begrüßte mich ein grauer Kater „Dein Mentor stellt dich vor allen Katzen bloß! Er fördert dich nicht, weil er so schwach ist! Er ist ein Mäusehirn!“ Die Augen des grauen Katers glänzten orange. Er war seltsam! Der Graue roch nach BlattClan und WiesenClan und schimmerte irgendwie! Da kam mir ein schrecklicher Einfall: „Bin ich im Wald der Finsternis?“ Er nickte. Was hat der Fremde gemacht? Katzen verwundet, getötet… Er begann zu erzählen: „Kirschpfote! Ich bin nicht böse! Ich bin realistisch! Es fing alles damit an dass ich mich in Nachtsee verliebt hatte. Bei einem Treffen mit ihr hat uns ein WiesenClan Kater belauscht und ich habe ihn schwer verletzt. Dann hat ihn ein Fuchs gefressen! Später bin ich selbst in den WiesenClan gegangen! Ich habe zum Zeichen der Treue mit Nachtsee Jungen bekommen. Aber eins war zu klein! Wir haben es getötet!“. Seine Stimme war ohne Reue. Plötzlich tauchte eine Katze mit himmelblauen Augen und nachtschwarzem Fell auf. Sie schmiegte sich an Dunstherz. Dann musterte sie mich! „ Du hast mir nicht von einer Schülerin erzählt!“, sie fuhr ihm mit den Krallen über die Nase. „ Trainiere!“
    Nun kämpfen wir - da wachte ich auf! Alles nur ein Traum!


    3. Kapitel:

    „Was machen wir heute?“, fragte mein Bruder. Birkenwald lächelte uns an: „ Wir üben heute Geruchsspuren aufnehmen. Es wird toll!“ Ich glaubte ihm nicht! Er war langweilig und schwach! „Deshalb sind Haselsturm, Braunpelz, Kleinsturm und Flammenlicht auch nicht da! Sie haben drei Kaninchen gejagt und sie versteckt! Die älteren sind ein Team und die jüngeren mit ihren Mentoren bilden das andere Team“, fügte Fleckenherz hinzu. Daraufhin stellte ich mich zu Graspfote und unseren Mentoren. Die älteren Schüler Igelpfote, Gänsepfote, Luchspfote und Biberpfote bildeten auch eine Gruppe. „ Ist es nicht unfair das ihr Mentoren bei euch habt?“, rief Biberpfote. Birkenwald konterte: „Wir helfen ihnen nur ein bisschen! Und außerdem seid ihr bald Krieger!“ Stolz reckten die älteren Katzen die Köpfe. Dann hörte man Schritte und die übrigen Mentoren kamen in das Lager getrabt. „Wir haben die Beute verteilt und eingegraben. Ein bisschen Blut sieht man auch, aber hauptsächlich muss man riechen! Bleibt zusammen!“, sagte die hellbraune Haselsturm. Braunpelz erzählte: „Es sind drei Kaninchen, deshalb muss ein Team gewinnen. Die Mitglieder des Teams dürfen sich eine spezielle Trainingsstunde aussuchen zum Beispiel eine Jagd mit Strohstern. Hat es jeder verstanden?“ Nachdem wir genickt hatten, rief er:„Los!“ Sofort rannten die Gruppen aus dem Lager. Unser Team besprach sich und wir nahmen die erste Fährte auf. Nachdem wir einmal den Geruch verloren hatten, fand ich das Kaninchen. Der junge dunkelbraune Kater fand zügig die zweite Fährte. Ich würde eine Kletterstunde bekommen! Doch dann zerplatze mein Traum! Die älteren hatten ihr zweites Beutestück schon gefunden!


    4.Kapitel:

    „Schlag! Du bist nicht mehr in der Kinderstube!“, schrie mich Dunstherz an. Daraufhin bekam der Kater einen Schlag ins Gesicht, der so heftig war, dass er umfiel. Ich war wirklich nicht in der Kinderstube, sondern schon zwei Monde Schülerin. Doch als ich ihn aufstehen ließ, brüllte Nachtsees Stimme: „Dunstherz! Ich habe dir schon tausendmal gesagt, dass du nicht gnädig sein sollst! Wenn du es nicht zeigst, lernen es die Schüler überhaupt nicht! Lass mich mal!“ Sie stürzte sich auf mich und nagelte mich fest, als ich stürzte. Sie fuhr mir mit eingezogenen Krallen über die Kehle. Nach ein paar langen Sekunden durfte ich mich aufraffen. Plötzlich wurde ihre Stimme ruhig: „Was möchtest du jetzt machen?“ „Klettern! Bei uns darf man das nicht!“ Die dunkle Kätzin gab mir ein Zeichen ihr zu folgen und wir liefen durch den finsteren Wald. Es gab nur etwa fünf lebende Katzen, die hier trainierten. Ein paar Minuten später waren wir an einem Baum mit vielen tiefen Ästen. „Klettere hoch!“, befahl mir die finstere Kriegerin. Ich hatte keine Wahl und versuchte zu klettern. Am Anfang rutschte ich immer wieder ab. Doch am Ende schaffte ich es mit viel Mühe den Baum zu erklimmen. Obwohl der Baum recht niedrig war, war das Gefühl der Freiheit überwältigend. Nach kurzer Zeit in der Krone sprang ich langsam von Ast zu Ast hinunter. „Das war gut!“ Nachtsees Blick war freundlich. „ Du bist in Vielem sehr talentiert!“ Stolz schaute ich sie an.

    Das Licht war hell. „Aufstehen!“, rief die Stimme von Graspfote. Müde lief ich aus dem Bau. Mein Bruder begrüßte mich: „ Hallo Schlafmütze! Wolltest du die Morgenpatrouille verpassen?“ Ich schüttelte erschöpft den Kopf. Ich ging mit dem Schüler zu unseren Mentoren und der jungen Gänsefuß, die gerade erst Kriegerin geworden war, aus dem Lager. Wir rannten ein Stück bis zur BachClan-Grenze. Dort standen zwei Krieger. Ich kannte sie nicht, doch Birkenwald schien sie zu kennen: „ Regenherz, Löwenfeuer! Was wollt ihr hier?“ Der große, rote Kater, der wahrscheinlich Löwenfeuer hieß, knurrte: „ Ihr habt unsere Fische gestohlen! Wir buddeln sie immer ein, doch in der letzten Zeit waren die Fische, die wir in der Nähe von dieser Grenze gefischt hatten, immer weg!“ „Warum sollten wir Fische essen? Wir wollen doch nicht stinken!“, sagte ich lauter als ich wollte. Als die Katzen aus dem anderen Clan ihre Pelze sträubten, rief Fleckenherz bevor sie angreifen konnten: „Schüler! Sie sagen immer das, was sie denken! Doch natürlich bekommt sie auch eine Strafe! Sie muss den restlichen Tag im Lager verbringen und über ihr Verhalten nachdenken! Komm jetzt!“ Ich folgte ihr und schämte mich dabei.


    5.Kapitel:

    Der Mond schien. In wenigen Tagen würde Vollmond sein. Es war Blattleere. In den letzten Tagen im finsteren Wald hatte ich intensiv klettern geübt. Nun konnte ich mich schon auf hohe Bäume begeben. An Tag waren die Aufgaben immer leichter geworden, was auch an meiner Erfahrung liegen könnte. Trotzdem hatte mein mäusehirniger Mentor mir erzählt, dass ich erst in zwei bis drei Monden Krieger werden würde. Ich war jetzt neun Monde alt und wollte keine Minute mehr Schüler sein. Es war so langweilig! Heute wollte ich mein Wissen vom Klettern auch in der „normalen Welt“ anwenden. Als alle Katzen schliefen schlich ich aus dem Bau. Vorsichtig ging ich aus dem Schmutzplatztunnel und rannte in Richtung BlattClan. Als ich bei dem kleinen Wald vom WiesenClan ankam, suchte ich mir einen Baum mit recht viel Ästen aus. Diesen kletterte ich dann flink hoch. Ich war frei! Keiner konnte mich aufhalten von Ast zu Ast zu springen! Keiner! Gar keiner! Doch plötzlich hörte ich ein knurren. Ich schaute auf alle Seiten, doch da war niemand! Dann schaute ich nach oben, dort stand ein Kater auf dem Baum, der viel zu kräftig und zu schwer fürs klettern schien. Sein dunkelbrauner Pelz passte sich perfekt an den Baum an. Selbst seine grünen Augen passten zu den Blättern. Er sprang auf mich und krallte mich fest. Doch ich konnte mich mit ein paar Schlägen befreien. Ich biss in und sprang geschickt zurück.
    Wir hatten schon länger gekämpft, als er mich in die Seite boxte. Ich konnte mich nicht mehr auf dem Ast halten und fiel. Alles wurde schwarz! So schwarz wie Nachtsees Fell!


    6.Kapitel:

    Ich öffnete meine Augen. Wo war mein Bruder? Wo war die Erde im Schülerbau? Wo war das Moosnest? Mein Bein schmerzte! Es roch nach Kräutern! War ich im Heilerbau? Nein! Ich richtete mich trotz großer Schmerzen auf und ging dorthin wo das Licht her zukommen schien. Dort war ein Gitter aus Ästen. Ich schaute durch und stand in schwindelerregender Höhe! Dieser Baum war viel höher als alle anderen Bäume! Plötzlich sah ich einen Kopf vor dem Gitter. „Machst du bitte auf! Das Gitter ist mit Harz aneinander verbunden. Es dient nur dazu, dass schlafwandelnde oder junge Katzen nicht einfach hinunter fallen. Besonders bei uns Heilern und bei Jungen passiert, so ein Unfall häufiger. Die anderen schlafen auf ungesicherten Stämmen. Fühl dich, also nicht gefangen! Du musst das Gitter nur nach hinten schieben!“, erklärte diese Katze. Es war ein schmaler Kater, der aber eine sehr tiefe, freundliche Stimme hatte. Er schaute mich an: „ Ich bin Tannenast. Leg dich wieder hin! Dein Bein ist zwar nicht gebrochen, aber verstaucht! Auch eine leichte Gehirnerschütterung hast du dir zugezogen! Du hättest niemals die Grenze überqueren sollen! Der SternenClan hat es gut mit dir gemeint! Du hättest sterben können, aber du bist auf einem Ast gelandet, der nur ein paar Katzenlängen unter dir war! Denk trotzdem nicht, dass du für deine Tat belohnt wirst!“ Ich tat, was er mir befohlen hatte. Schuldgefühle nagten an mir. „Woher kannst du überhaupt klettern? Ich dachte, im WiesenClan lernt man klettern erst mit zehn Monden und du müsstest nach meiner Rechnung neun Monde sein.“ Ich flüsterte: „ Ja ich bin neun Monde, aber ich trainiere im Wald der Finsternis.“ Endlich hatte ich es jemandem gesagt! „Oh großartig! Du bekommst noch eine Strafe!“ Eine fremde Stimme lachte. Ich drehte mich um und sah den Kater, gegen den ich gekämpft hatte. Der einzige Unterschied waren die vielen Narben. Fuchsdung! Ich schaute die Katzen genau an und entdeckt hinter ihm noch den Anführer Farnstern: „ Guten Tag Kirschpfote! Ich und mein zweiter Anführer Harzfell möchten mal mit dir sprechen!“ Doppelter Fuchsdung!


    Epilog:(Aus Strohsterns Sicht):

    Es war Zeit das Kirschpfote endlich Krieger wurde. Nach ihrem Regelverstoß hatte sie drei Strafen bekommen: Für das Kämpfen im Finsteren Wald durfte sie zwei große Versammlungen nicht besuchen. Für das Überqueren der Grenze durfte sie zwei Sonnenaufgänge das Lager nicht verlassen. Und wegen dem Angreifen auf den zweiten Anführer des BlattClans sollte sie erst einen halben Mond nach ihrem Bruder Krieger werden.
    Mehr als diese Strafen hatte ich ihr nicht geben können, da ich ihre Tante war. Ihr Vater hatte mir alles bedeutet! Er war mein bester Freund und ein hervorragender Bruder gewesen. Ich war sehr stolz auf Efeuzweig, da ich selbst keinen Gefährten und folglich auch keine Jungen hatte. Als er dann gestorben war, hatte ich fasst so lange wie Tauherz getrauert. Erst damals war ich richtig zu Strohstern geworden, da mein Körper dünner und dadurch mein schon davor zerzaustes Fell viel auffälliger geworden war.
    Nun ging es aber um seine kleine Tochter. Nach dem Bericht ihres Mentor, Bruder, Mutter und ein paar anderen Kriegern war sie ruhiger geworden. Sie hatte versucht disziplinierter zu sein. Es war Zeit für ihre Ernennung!
    „Ich rufe alle Katzen des Clans zusammen!“, miaute ich mit einer selbstsicheren Stimme. Als alle Katzen ruhig waren sprach ich weiter: „Birkenwald, bist du davon überzeugt, dass deine Schülerin dazu bereit ist eine Kriegerin zu werden?“ Der erfahrene Krieger antworte mir: „Ja, sie ist bereit.“ „Ich, Strohstern, Anführerin des WiesenClans rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie, auf diese Schülerin herabzublicken. Sie hat hart trainiert, um euren edlen Gesetzen gehorchen zu können, und ich empfehle sie euch nun als Kriegerin. Kirschpfote, versprichst du, das Gesetz der Krieger einzuhalten und den Clan zu beschützen und zu verteidigen, selbst wenn es dein Leben kostet?“, fuhr ich fort. Mit fester Stimme und Glanz in den Augen antworte sie: „Ich verspreche es.“ Ich blickte die Kätzin an. „Dann gebe ich dir, mit der Kraft des SternenClans, deinen Kriegernamen. Kirschpfote, von diesem Augenblick an wirst du Kirschherz heißen. Der SternenClan ehrt deinen Tapferkeit und dein Kampfgeschick und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin im WiesenClan willkommen.“ Ich legte ernst meine Schnauze auf den Kopf und leckte ihr die Schulter. Die neue Kriegerin murmelte leise: „Danke!“

    ENDE

    33
    Hungerspiele - von Funkenfell!

    (Nein, es hat nichts mit Tributen von Panem zu tun!)


    Katzen strömten aus den Bauen und versammelten sich auf der Lichtung. Es waren unzählige, aber eine Katze stach ganz besonders raus mit ihrem rein schneeweißen Fell zwischen all den anderen Katzen. Beim zweiten Blick erkannte man wie dünn sie war. Ihre Rippen zeichneten sich deutlich ab und in der Luft lag der saure Geruch, der immer kam, wenn man nichts gegessen hatte. Aber die weiße Katze war nicht die einzige, die hungerte. Alle auf der Lichtung waren abgemagert und dürr. Aber der weißen Kätzin erging es immer noch am Schlechtesten.
    Lichtzweig konnte sich bei bestem Willen nicht konzentrieren. Der Hunger nagte erbarmungslos an ihr und raubte ihre Aufmerksamkeit. Sie registrierte zwar wie ihr Anführer auf dem Hochfels erzählte, aber nicht ein Wort gelang in ihren Kopf.
    „…Die Blattleere ist dieses Mal besonders hart ausgefallen. Wir fangen kaum Beute und sind alle am Hungern…“, fing sie einen Wortfetzen auf, doch er war zwei Sekunden später schon wieder vergessen.
    Wehmütig musste Lichtzweig an ein leckeres dickes Kaninchen denken. Was würde sie nicht alles dafür geben jetzt eins kosten zu können. Sie probierte sich den Geschmack von Kaninchen vorzustellen, aber es war einfach zu lang her, dass sie eins gegessen hatte.
    Um sie herum trat die Katzenmasse in Bewegung.
    Ein grauer großer Kater rempelte sie beinahe um, als er zum Lagerausgang stürmte. „Pass doch Mal auf, Windsturm!“, fauchte Lichtzweig.
    Er hielt nicht Mal an, sondern rief im Laufen: „Hab dich von hier oben nicht gesehen!“ und lachte kratzig.
    Lichtzweig beherrschte sich nicht laut los zu Knurren. Sie hasste es, wenn sich jemand über ihre Größe lustig machte.
    Erst jetzt bemerkte sie den Trubel auf der Lichtung. Die Versammlung war wohl zu Ende. Das hieß nun durften sie raus und jagen.
    Lichtzweig preschte durch die von Windsturm erstellte Schneise, ehe sich die Katzen wieder auf rappelten konnten.
    Die Landschaft war vollkommen in Schnee getaucht. Die Bäume bogen sich unter den Schneemassen. Überall lag das glitzernde weiße Puder. Nur an einigen Stellen schauten verdorrte Gräser hervor.
    Es sang kein Vogel, es raschelte kein Blatt und der Schnee verschluckte das Geräusch der Pfoten Schritte.
    Die Gegend ist tot, dachte Lichtzweig. Lustlos hob sie ihre Schnauze und sog die umliegenden Gerüche ein.
    Wie erwartet, keine Beute weit und breit. Ihr Magen gab ein Wimmern von sich und Lichtzweig stimmte mit ein.
    Sie schleppte sich weiter durch das Territorium. Ab und zu hielt sie an, prüfte die Luft, ließ die Schultern enttäuscht hängen und ging weiter.
    Für ein Sekunde schloss sie ihre Augen. Lichtzweig taumelte ein wenig nach rechts, drohte umzukippen, doch fing sich schnell wieder.
    Sie schüttelte sich und ihr Fell plusterte sich auf. Die Müdigkeit zu unterdrücken war beinahe unmöglich.
    Es war so verlockend sich in den Schnee fallen zu lassen. Die Kälte würde sie kaum spüren. Ihr ganzer Körper war schon ein Eiswürfel.
    Sie könnte die Augen schließen und ein Nickerchen machen. Denn Hunger während des Schlafens vergessen können. Herrlich.
    Doch sie wusste auch wie gefährlich der Gedanke war. Es war möglich, dass sie nie wieder aufwachen würde…
    Lichtzweig wendete ihren Kopf wieder nach vorne. Jeder ihrer Bewegungen verlief unendlich langsam. Lustlos schlurfte sie weiter durch den Schnee, Schritt für Schritt.
    Ihr Hunger quälte sie weiterhin und sie bemerkte mehrere Male wie sie wieder zu lange blinzelte und an einschlafen dachte.
    Plötzlich, als sie ihre Hoffnung schon längst aufgegeben hatte, vernahm sie eine Witterung.
    Ein Kaninchen!
    Sie stellte sich den Geschmack auf ihrer Zunge vor. Plötzlich hatte sich die Barriere in ihrem Kopf gelöst. Sie stellte es sich bildlich vor, ein großes fettes Kaninchen. Das Wasser lief ihr im Mund zusammen. Der Geruch hatten ihren Hunger angestachelt, sodass es ausgeschlossen war an irgendwas anderes zu denken.
    Ihre Augen zuckten umher. Schnee, Schnee, Schnee, Kaninchen!
    Vor Aufregung zitterte ihr ganzer Körper.
    Das Kaninchen, gut genährt, brünettes Fell, schwarze Knopfaugen scharte seelenruhig im Schnee nach Futter.
    Es dauerte einen Moment bis Lichtzweig reagierte. Dann duckte sie sich und fixierte das Kaninchen mit ihren Augen. Sie bedankte sich still für ihr weißes Fell, was sie im Schnee praktisch unsichtbar machte.
    Sie wagte sich näher an es ran, doch ihr Hunger ließ sie zu eifrig voranschreiten. Beinahe rutschte sie aus, doch ihre Krallen retteten sie. Lichtzweig bohrte ihre Klauen in die harte Erde unter der Schneeschicht und bewartete sich vor einem Sturz. Trotzdem war die Aktion nicht ganz geräuschlos vertreten.
    Die Ohren des Kaninchens zuckten.
    Der Kopf ihrer Beute schellte herum. Sie bemerkte ihren Jäger, zögerte nicht lange, machte auf der Stelle kehrt und hüpfte in hastigen Sprüngen davon.
    Aber so einfach wollte sie ihre Beute nicht entkommen lassen. Mit neuer Kraft preschte sie hinterher.
    Das Kaninchen war schnell, aber Lichtzweig war schneller.
    Die letzte Kraft in ihren Muskeln kam zum Vorschein. Die Umgebung um ihr herum verschwamm zu einem weißen Fleck. Es gab nur noch sie und das Kaninchen.
    Ihr Magen knurrte. Es klang wie ein Brüllen eines Tieres. Sie musste es unbedingt kriegen.
    Wenn ich es jetzt nicht schaffe, dann nie!
    Sie spürte wie ihre Kräfte nach und nach versagten.
    Das Kaninchen entfernte sich immer mehr.
    Lichtzweig holte noch einmal alle Kraftreserven raus.
    Schwer schnaufend stieß sie sich vom Boden ab. Ihre Beine schrien vor Schmerz. Im Flug fuhr sie ihre Krallen aus, streckte sich um noch weiter nach vorne zu gelangen.
    Sie schlug auf dem Boden auf. Ihre Hinterbeine strauchelten und sie rutschte weg. Doch im Fall versenkte sie ihre Krallen im Fell des Kaninchens, zog es an sich ran und tötete es mit einem Bissen.
    Ein warmer Schauer floss durch ihren Körper, als sie den warmen Geschmack zu schmecken bekam. Aber er hielt nicht lange an.
    Sie wollte mehr, sie wollte es essen.
    Aber das Gesetz verlangte es, dass sie die Beute ins Lager brachte, damit die Jungen, Ältesten und Schüler versorgt werden können ehe sie selber was essen durfte.
    Für sie würde wahrscheinlich ein Bein abfallen, aber das würde nicht genügen um ihren Hunger zu stillen.
    Ich will es essen!
    Nein, ich darf nicht…


    Es war so frustrierend. All ihre Kraft lag in diesem Kaninchen, aber sie sollte es nicht essen.
    Ihr Magen machte sich bemerkbar. Viel zu oft hatte er das heute schon gemacht. Jedes Mal erinnerte er sie an ihren nagenden Hunger, wenn sie glaubte ihn gerade vergessen zu haben.
    Ein Bissen kann nicht schaden…
    Sie riss sich einen kleinen Happen ab und zerkaute ihn genüsslich. Es war eine Geschmacksexplosion in ihrem Mund.
    Sie bemerkte nicht wie sich auf leisen Pfoten eine weitere Katze sich näherte.
    „Sieht Lecker aus…“, bemerkte Windsturm.
    Lichtzweig hielt inne und schaute von ihrer Beute auf.
    „Müsste das nicht erst ins Lager gebracht werden, bevor du essen darfst?“ Er zeigte auf das Kaninchen und seine Augen glühten.
    „Wenn schon!“, wehrte Lichtzweig ab, packte die Beute am Kragen und ging ein paar Schritte. Ich gehe einfach ein bisschen weiter und esse dort vielleicht noch ein ganz Wenig.
    Ein grauer Blitz schoss um sie herum und stoppte direkt vor ihr. „Abendstern wird wütend sein, wenn er das erfährt, oder?“
    „Woher sollte er es denn wissen?“ Plötzlich fröstelte es Lichtzweig. Eine dumpfe Ahnung stieg in ihr auf, aber sie sagte nichts.
    „Ich könnte es natürlich geheim halten“ Er lächelte komisch. Allein das hätte Lichtzweig zum wegrennen bewegen sollen. Aber sie blieb. „Das würdest du tun? Danke, ich- „
    „Warte.“, unterbrach er sie. Schon wieder dieses teuflische Grinsen. „Ich könnte. Aber ich habe so dollen Hunger und wenn ich Hunger habe, kann ich mir nichts merken.“
    Lichtzweig kniff ihre Augen zusammen zu zwei schmalen Schlitzten und Wut brodelte in ihrem leeren Bauch, der nach noch mehr Beute schrie.
    „Du kriegst ein Viertel, ja?“, presste sie hervor.
    Er lachte und seine gelben, spitze Zähne kamen ans Tageslicht. Angewidert machte Lichtzweig einen Schritt zurück.
    „Das reicht nicht. Ich möchte das Ganze!“
    Lichtzweig klappte die Kinnlade herunter. Schnell fasste sie sich wieder. „Nein“
    Sie duckte sich und bleckte ihre Zähne. „Nur über meine Leiche! Ich habe es erjagt und werde es auch essen.“
    „Das willst du nicht wirklich, Lichtzweig…“ Windsturm knurrte tief. Sein Blick bohrte sich förmlich in Lichtzweig.
    Und Lichtzweig erwiderte ihn.
    Wie auf Kommando sprangen beide Katzen in die Lüfte. Lichtzweig wand sich unter Windsturm durch und zog ihre Klaue über sein Bein.
    Lichtzweig rollte sich im Schnee ab. Ihr Fell sog sich sofort voll mit dem eisigen Schmelzwasser. Sie stand wieder auf, als etwas Schweres sie von den Pfoten warf.
    Schneematsch spritzte erneuert auf, als Windsturm sich auf Lichtzweig stürzte.
    Lichtzweig probierte sich aus den tödlichen Klauen von Windsturm zu befreien, aber gelenkt von dem Hunger war Windsturm ein noch gefährlicherer Gegner als sonst. Seine Zähne waren kaum eine Schwanzspitzte entfernt von ihrer Kehle. Lichtzweig konnte sogar den sauren Mundgeruch wittern, als sie Auge in Auge da lagen.
    Windsturms Klauen fuhren wild durch die Luft. Lichtzweig rollte sich zur Seite ab um seine Pfoten zu entrinnen, aber so entblößte sie ihm ihren Bauch. Das bemerkte sie spätestens, als das Bauchfell sich Purpur färbte und ein Schmerz wie ein Blitz sie durchzuckte.
    Lichtzweig schrie laut auf. Vor Schmerz oder war es Kampfgeschrei?



    Ein kräftiger Schlag schleuderte sie weg von Windsturms Bein. Lichtzweig blinzelte. Sie schwankte ein wenig und die Welt um sie herum sah sie plötzlich doppelt. Eine heiße Flüssigkeit floss von ihrer Stirn. Sie wischte das Blut weg ohne den Schmerz richtig zu spüren.
    Windsturm war bis zum Wipfel hochgekraxelt und in seinem Maul baumelte ein unförmiges Stück Rinde.
    Langsam wurde ihre Sicht wieder scharf. Es war kein Stück Rinde. Sie schoss herum. Das Kaninchen war weg. Es lag nicht mehr da, wo sie es abgelegt hatte. Es klemmte nun zwischen Windsturms Zähnen. „Komm doch rauf und hol es dir!“
    „Das werde ich! Verlass dich drauf!“ Sie probierte sich mit den Krallen im Holz fest zu harken, aber der Stamm war steinhart und verdammt rutschig. Schnell lag Lichtzweig wieder im Schnee und lautes Gelächter vom Baumwipfel aus drang an ihr Ohr.
    Schnaufend blieb sie eine Weile liegen. Es ärgerte sie von Sekunde zu Sekunde mehr, dass sie sich das Kaninchen abluchsen hatte, aber gleichzeitig hämmerte Lichtzweigs Kopf und Müdigkeit war ihr steter Begleiter.
    Lichtzweig erhob sich langsam wieder aus dem Schnee auf ihre Pfoten. Ich probiere es nur noch ein einziges Mal. Wenn das nicht klappt, gebe ich auf…
    Sie setzte schon zum Anlauf an um möglichst hoch zu springen, als ihr Blick weiter nach Rechts wanderte. Eine jüngere Buche ragte aus dem Schnee empor, direkt neben der knorrigen Eiche. Viele verwinkelte Äste standen wild vom Stamm ab und boten einen idealen Kletterweg.
    Vorsichtig sprang sie auf den untersten Ast. Es wackelte ein bisschen, Eine dünne Eisschicht auf dem Holz zerbarst, doch es hielt. Sie fuhr fort mit ihrer Tätigkeit, sprang immer höher und höher bis sie auf Augenhöhe mit Windsturm war. „Gib mit jetzt endlich meine Beute wieder! Du hast deinen Spaß gehabt!“
    „Hab ich das?“ Windsturm rekelte sich und ließ das Kaninchen gefährlich in der Luft schwanken. Es machte ihm Spaß zu sehen wie die Anspannung Lichtzweig innerlich zerriss.
    „Ja! Und jetzt gib her!“ Sie schnappte mit dem Maul nach der Beute, aber es war lächerlich. Der andere Ast war fast zwei Fuchslängen entfernt.
    „Komm doch rüber und hol es dir.“ Langsam war er es Leid das Kaninchen bloß baumeln zu lassen und biss ein großes Stück an. „Köstlich!“ Er machte übertriebene Essgeräusche und sagte „Mhmm…. So Lecker.“ Er nahm noch einen zweiten Happen. „Willst du auch ein Stück? Pech, du kriegst nämlich keins! Weil es mir gehört!“ Er lachte dreckig.
    Hitze staute sich in Lichtzweig auf. In ihrem Kopf hallte Windsturms Worte wieder. Weil es mir gehört… mir gehört… mir…
    Das Adrenalin schoss durch ihre Adern. Lichtzweig schickte alle Kraft in ihre Beine, setzte zum Sprung an und stieß sich ab. Kurz vor dem Sprung zögerte sie, aber anhalten konnte sie auch nicht.
    Lichtzweig segelte durch die Luft. Ihre Augen flackerten nervös.
    Der andere Ast kam näher und näher… Ihre Krallen schrammten am Holz vorbei. Ihr Bauch drehte sich um.
    Nein, strauchelnd setzte sie auf und es war alleine ihre rechte Vorderpfote, die sie noch hielt. Sie zog sich hoch und die Anspannung fiel langsam ab.
    „Guter Sprung.“, kommentierte Windsturm desinteressiert, hob jedoch nicht Mal den Kopf. Er war zu beschäftigt mit essen.
    „Guter Sprung? Ich wäre vor Angst fast gestorben! Und jetzt weg von meiner Beute!“ Sie stieß Windsturm beiseite und entriss ihm das Kaninchen. Der Ast ruckelte heftig, aber Lichtzweig reagierte schnell und krallte sich fest.
    Windsturm konnte sich kaum halten. „Bist du mäusehirnig? Beinahe wäre ich runtergefallen!“
    „Gut so!“, zischte Lichtzweig scharf zurück.
    „Wie kannst du nur!“
    Eine Kralle segelte nur ganz knapp an ihrem Gesicht vorbei. Lichtzweigs Augen weiteten sich. „Wolltest du mich gerade vom Baum stürzen?“
    „Wenn es so wäre?“ Er legte den Kopf schief und setzte wieder sein Lächeln auf.
    Das stachelte Lichtzweig noch mehr an. „Aaah!“, mit einem Schrei warf sie sich gegen Windsturm. Für den einen Moment fror die Zeit ein.
    Das gehasste Lächeln war gewichen zu einer fassungslosen Miene. Seine perlengrauen Augen trafen sich mit die Lichtzweigs. Nun war es Lichtzweig, die lachte.
    Sie hörte ein Knacken und einen kurzen Schrei. Stille. Dann Pfotenschritte. Und wieder Stille.
    Lichtzweig begann den übrig geblieben Teil auf zu essen. Aus dem Augenwinkel meinte sie einen Schatten weg huschen sehen. Sie wunderte sich über Windsturms Tempo. Müsste er nicht quälend langsam zum Lager schleppen und Lichtzweig währenddessen hundert Mal verfluchen? Der Baum war schon ein ganzes Stückchen hoch. Hatte sie es nicht Mal geschafft sein Bein zu brechen?
    Sie regte ihren Hals nach vorne.
    Am Fuße des Baumes färbte ein grauer Kater den Schnee dunkelrot. Weiße Splitter, die eine starke Ähnlichkeit mit Knochen hatten, funkelte an einigen Stellen hervor. Die Haltung war verdreht und unnormal. Die Augen starrten in die Leere. Der Brustkorb zeigte nur noch nackte Haut und Blut.
    Lichtzweig fühlte sich, als würde sie gleich umkippen. Einen Moment des Schwindels dachte sie, sie würde auch gleich runterfallen.
    Die Anstrengungen machten sich bemerkbar. Ihre Knochen und Muskeln fühlten sich so, wie Windsturm aussah. Ihr war einfach elendig zu Mute.
    Er ist Tod.
    Lichtzweig konnte kaum den Blick abwenden. Schließlich tat sie es doch dem Hunger wegen. Doch jetzt schmeckte das Kaninchen nur noch halb so gut wie es am Anfang getan hatte.
    Als sie fertig war, kletterte sie die Eiche wieder herunter. Ihr Blick war stur nach vorne gerichtet. Plötzlich dämmerte ihr etwas. Wenn Windsturm nicht der Schatten gewesen war, muss es jemand anderes gewesen sein… Sie musste jetzt einfach hoffen, dass es bloß ein unbedeutender Streuner gewesen ist.
    Sie blinzelte eine Träne weg und wagte einen Blick seitwärts. Vom nahen erkannte sie die kleineren Verletzungen noch viel präziser und die Größeren hatten sich schon in ihr Gehirn gefressen. Ein eiskalter Schauer kroch ihr über den Rücken. Dann wand sie sich wieder ab.
    Lichtzweigs Miene war steinhart, als sie ging. Sollte ihr doch recht sein. Er hatte angefangen. Und als sie für ihre Beute gekämpft hatte, hatte sie auch nichts bereut. Nichts desto trotz brodelten die Schuldgefühle wie ein Feuer in ihrem Bauch. Aber Lichtzweig wollte dies einfach nicht wahrhaben. Die Reue verdrängte sie einfach.
    Der Weg zum Lager erschien ihr viel kürzer als der Hinweg. Beinahe zu schnell... Schon recht bald erkannte sie die Lichtspiegelung im See vor dem Lager. Die Spiegelung des Himmels erinnerte sie wieder an Blut.
    Versunken in ihre Gedanken sah sie nicht wo sie hin steuerte. Lichtzweig schreckte auf, als vor ihr plötzlich ein weinrotes Fell auftauchte. Sie purzelte vorneüber, als sie den Versuch unternahm noch abzubremsen und zog ihren Anführer mit sich.
    „Pass doch Mal auf, Lichtzweig!“, schnaubte Abendstern.
    „Tut mir leid, ich war gerade in Gedanken! Alles gut?“, erkundigte sie sich und half ihrem Anführer wieder auf.
    Mit ein paar Zungenstrichen richtete der seinen Pelz wieder zurecht und schaute dann bitterböse auf. „Ja, alles gut“ Seine Stimme war wie Eis und ließ einen Schauder durch Lichtzweigs Körper fahren. „Und gut, dass du da bist. Ich berufe gleich eine Versammlung ein.“ Er öffnete den Mund und hielt kurz inne bevor er weiterredete. „Ich bin sehr enttäuscht von dir.“ Kaum hatte er diese Worte gesprochen wendete er sich gleich wieder ab und sprang in einem großen Satz auf dich Hochfelsen. Er ermöglichte ihr nicht Mal etwas zu erwidern.
    Lichtzweig seufzte, schloss kurz die Augen und öffnete sie wieder.
    Die Katzen strömten erschöpft aus ihren Bauen. Ihre Verfassung hatte sich seit dem Morgen nicht verbessert. Immer noch stand in ihrem Gesicht der blanke Hunger und das Magenknurren war lauter, als Donnergrollen.
    Der Anblick war für Lichtzweig wie ein Dorn in der Pfote, der sich nach und nach weiter ins Fleisch fraß. Sie konnte es nicht mehr ansehen, so richtet sie den Blick stur auf den Boden und blickte nicht Mal auf, als die Katzen sie im vorbeigehen anrempelten.
    Abendstern räusperte sich. Lichtzweig sah sein Gesicht nicht, weil sie immer noch auf den Boden starte, aber sie war sich sicher, dass es die Erschöpfung der anderen wieder spiegelte.
    „Ihr seid alle sehr müde wie ich seh.“, stellte er fest, was ohnehin schon jedem klar war.
    „aber ihr habt alle euer Bestes gegeben! Der Beutehaufen sieht schon besser aus.“ Es war eine offensichtliche Lüge, aber niemand widersprach. Es war so als würden sie hoffen, dass es sich so bewahrheiten würde.
    „Und die Blattleere hat nicht nur Nachteile! Einige sind über sich herausgewachsen.“, fuhr er weiter fort.
    Für einen Moment hob Lichtzweig nun doch ihren Kopf.
    Er nickte einer Schülerin aus der Menge zu. „Glückwunsch Wolkenpfote, deine erste Beute, ein Eichhörnchen, obwohl du erst seit zwei Monden Schülerin bist!“
    Die angesprochen nickte ebenfalls zurück. Tiefe Ringe gruben sich unter ihre Augen, auch sie war ziemlich abgemagert, aber tapfer brachte die kleine Schülerin ein Lächeln zustanden auch wenn ihr nicht so zu Mute war.
    „Aber andere… auch nicht.“
    Lichtzweig bereute sofort, nicht mehr auf die ihre Pfoten zu schauen. Der Blick von Abendstern war wie ein Spaziergang über einen zugefrorenen See, wenn das Eis brach und man fiel. Bitterkalt und plötzlich.
    Die umstehenden Katzen folgten Abendsterns Blick und sofort waren alle Augen auf Lichtzweig gerichtet.
    Röte schoss ihr in die Wangen, sie legte das Fell glatt an ihren Körper an und machte sich noch kleiner, als sie ohnehin schon war.
    Lichtzweig hatte sich schon vor der Versammlung in Gedanken Wörter zurechtgelegt. Doch über die Lippen kam kein einziger Laut.
    „Ich habe Gerüchte gehört…“, wählte Abendstern seine Worte langsam.



    „Und stimmt es auch, dass… Windsturm jetzt Tod ist? Durch den Kampf?“
    Lichtzweig öffnete zwar den Mund, aber sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie wollte alles rauslassen. Ihre Reue wegen dem Kampf, der schreckliche Hunger und ihre Schuldgefühle, weil sie gleich zweimal das Gesetzt gebrochen hat.
    Aber Lichtzweig nickte nur ganz langsam.
    Einen Moment herrschte Stille. Lichtzweig wappnete sich innerlich schon Mal.
    Die anderen Katzen tuschelten. Aus ihren Stimmen hörte man Entsetzten, Wut, aber auch Trauer. „Wegen ihr ist Windsturm Tod?“ Die Stimme gehörte zu Adlerschwinge. Er war der Bruder von Windsturm gewesen und mindestens genauso erzürnt wie der Rest des Clans.
    Er tigerte zu Lichtzweig rüber. Er überragte alle Katzen im Clan und unter seinem Fell auch in dem mageren Zustand oder genau deswegen erkannte man klar seine starken Muskeln.
    Lichtzweig schaute immer noch auf ihre Pfoten, aber sie konnte sich sein entsetztes und wutverzehrtes Gesicht bildlich vorstellen. „Ich wollte das doch nicht- „
    „Das hättest du dir Mal vorher überlegen sollen!“, brüllte er sie an und sie konnte den Zorn spüren, der in der Luft lag.
    Sie hörte wie Adlerschwinge seine Krallen ausfuhr und ein beachtlichen Sprung nach vorne voll übte.
    Lichtzweig stolperte zurück und wich knapp den Krallen aus. Schon zum zweiten Mal an diesem Tag. Aus Reflex wechselte sie zum Angriff über und verpasste Adlerschwinge eine große Schramme.
    Adlerschwinge fauchte.
    „Genug!“, schrie Abendstern.
    Langsam gingen die beiden Katzen auseinander. Lichtzweig ließ Adlerschwinge nicht aus den Augen. Sie setzte sich aufrecht wieder hin, legte ordentlich den Schweif um ihre Pfoten, und hob das Kinn. Möglichst kühl erwiderte sie Adlerschwinges Blick. Ich bin unschuldig, rief sie sich in die Gedanken. Wie ein Ertrinkender klammerte sie sich an die, für sie todsichere, Tatsache.
    Das Blut an ihrem Bauchfell, welches durch die Kälte schnell getrocknet war, fing wieder an zu bluten. Purpurfarbene Klumpen hingen in dem Fell und es tat immer noch sehr weh, aber anscheinend hatte Windsturm beim Kampf nur knapp unter die Lederhaut getroffen, was den Schmerz in Grenzen hielt.
    „Ihr benehmt euch ja wie Jungen! Alle Beide!“
    Beinahe hatte Lichtzweig ausgeblendet, dass Abendstern auch noch da war. Doch seine Stimme, kälter als Schnee, holte sie zurück in die Wirklichkeit.
    „Ich weiß du willst, dass ich sie bestrafe, Adlerschwinge. Denn du bist wütend und das ist verständlich. Aber wir sind keine Wilden, also halt dich zurück.“
    „Wie du es willst, mein edler Anführer!“ Er nickte verbissen. Dabei zitterte der Rest seines Körpers wie Espenlaub und Blut von seiner Schulter bahnte sich seinen Weg. Unter ihm sammelte sich es zu einer kleinen Pfütze.
    Würden sie nicht schreckliche Reuegefühle empfinden für Windsturms Tod und Adlerschwinge ihr nicht Leid tun, hätte sie sich selbst gelobt für den gelungen Treffer.
    „Das reicht, kommen wir zur Bestrafung.“, sagte Abendstern
    „Was?“, entfuhr es Lichtzweig. Ihre Augen weiteten sich. In ihrem Gehirn spielten sich mögliche Strafen ab. Was wohl vorgesehen war für eine Situation für diese. Eigentlich wollte sie es so genau nicht wissen.
    „Ja, du hast das Gesetzt der Krieger gebrochen und das war dann noch der andere Vorfall…“
    „Nenne es doch beim Wort! Ich war für das Sterben von Windsturm verantwortlich.“ Lichtzweigs Augen waren tränenfeucht.
    Abendstern ignorierte ihren Einwand. „Als Strafe bestimme ich, Abendstern, Anführer vom Donnerclan in Zustimmung mit dem Clan folgendes: Angesichts der Umstände musst du den Clan verlassen…“
    „Nein!“, krächzte sie. Lichtzweigs Kehle war trocken wie Sandpapier. Von allen Möglichkeiten zur Bestrafung hatte sich ihre schlimmste Befürchtung bewahrheitet. „Bitte nicht!“, flehte sie Abendstern an, welcher sie immer noch nicht beachtete.
    „…aber es ist nicht für immer.“, fuhr Abendstern fort.
    Adlerschwinge grummelte etwas Wütendes, wagte es jedoch nicht zu widersprechen. Doch Lichtzweig atmete schon ein wenig erleichterter auf.
    „…sondern nur bis du insgesamt zehn Kaninchen oder andere Beutestücke dem Clan gebracht hast. Von allen Sieben darfst du Keines essen. Wenn du dies nicht bis in einem Mond schaffst, gilt deine Verbannung für immer. Die Strafe wird dich daran erinnern wie wichtig der Clan ist und in Zukunft dafür sorgen, dass du darüber nachdenkst bevor du in harten Zeiten wie diesen den Clan hintergehen willst. Sei froh für diese milde Strafe.“
    Ihr Herz puls war bei den Worten „nicht für immer“ zwar runter gegangen, aber die neue Aufgabe war jetzt schon wie eine neue Last zwischen ihren Hüftknochen. „Aber doch nicht jetzt sofort… erst morgen, oder?“ versicherte sich Lichtzweig, als sie besorgt zu der dichten dunkelgrauen Wolkenbarikade hoch schaute.
    „Wo denkst du hin? Natürlich jetzt sofort.“ Er nickte zwei Kriegerin zu. „Bis in einem Mond, hoffe ich. Die Kaninchen kannst du jeden Tag bei Morgengrauen zur Grenze bringe-...“
    Ein Donnern verschluckte die letzten Worte von Abendstern. Lichtzweig warf einen Blick nach oben während sie sich von den zwei Kriegern wie in Trance abführen ließ. Tiefgraue Wolken bedeckten jedes Stückchen Himmel. Ein weiteres Donnergrollen ertönte und Wind kam auf. Eine heftige Böe bließ ihr entgegen.
    Lichtzweig schaute wieder auf den Weg vor sich. Jeder Pfoten schritt kam ihr so unwirklich vor, als würden ihre Beine sich von selbst lenken und ihre Ballen nicht bei jedem Tritt im Schnee versinken.
    Ich wurde verbannt?
    Ich wurde verbannt.
    Ich wurde verbannt!
    Der Satz wollte sich einfach nicht in ihr Gehirn einprägen. Es passte einfach nicht zu dem Rest. Eigentlich hatte sie sich nicht wirklich Gedanken gemacht, was hätte passieren sollen. Strafen wie diese waren ihr nur als Alptraum vorgekommen. Doch die Wirklichkeit hatte sie eingeholt…
    Der Untergrund wurde immer felsiger unter der Schneeschicht, die Pfoten fanden plötzlich mehr halt und der Gestank der Monster wehte zu ihnen rüber.
    „Und jetzt geh!“, sagte einer ihrer Begleiter mit schwankender Stimme.
    Erst jetzt erkannte sie sein Gesicht, Luchstatze. Lichtzweig hatte sich vorher nicht darauf konzentriert, aber jetzt erkannte sie ihn deutlich neben sich.
    Der sonst so redselige Luchstatze wand den Kopf von ihr ab und brachte keinen Ton raus wie er es schon seit dem Verlassen des Lagers getan hatte.
    Deswegen war er ihr wahrscheinlich auch erst nicht wirklich aufgefallen.
    „Luchstatze, es ist doch nicht meine Schuld…“
    „Geh.“ Mehr bekam sie nicht als Antwort, aber anhand der Tonlage in seiner Stimme war klar, dass er keinen Widerspruch duldete.
    „Natürlich…“ Ein Teil zerbrach in Lichtzweig, als sie sich ihm wegdrehte und ohne zurück zu blicken das Territorium verließ.



    Nun stand sie in einem neuen, fremden, ebenso Schnee überzogenen Teil des Waldes. Unbekannt und voller neuen Gefahren.
    Die neuartigen Gerüche schauderten Lichtzweig, doch sie zügelte nicht ihre Schritte. Und das Schlimmste am ganzen war: Sie konnte es ihrem Clan nicht Mal verübeln. Sie war für den Tod eines Kriegers verantwortlich.
    Etwas brummelte. Erst hielt sie es für ihren Bauch, aber der war ja gesättigt. Ihr Blick wanderte gen Himmel. Ein Sturm brauchte sich zusammen. Dunkelgraue Wolkenberge übertürmten sich.
    Ein lauter Knall ließ sie zusammenfahren, gefolgt von einer Helle, als wäre die Sonne explodiert. Holz splitterte neben ihr und Schneewasser spritzte zu allen Seiten und sie wurde zur seite geschleudert.
    Innerhalb Sekunden war alles wieder vorbei. Das war der Startschuss für den Sturm gewesen.
    Eine heftige Böe kam auf. Schneeflocken entluden sich aus dem Himmel und strömten zur Erde nieder.
    Der kalte Glanz klatschte Lichtzweig ins Gesicht noch bevor sie sich vom Schock von dem Blitzeinschlag erholen konnte.
    Als sie aufstehen wollte, riss sie der Wind wieder von den Pfoten. Sie musste die Augen zusammenkneifen um sehen zu können.
    Der Himmel vermengte sich mit der Umgebung zu einer weißen Fläche. Doch zwischen Wind und Flocken erkannte die rettende Höhle.
    Sie kämpfte sich durch den Sturm voran zu der Höhle. Doch heute war zu viel passiert, zu oft alles gegeben, dass einfach keine Kraft mehr vorhanden war.
    Man riss sie einfach weg wie ein Ast im reißenden Fluss.
    Die Höhle wurde kleiner und kleiner.
    Lichtzweig ließ alle Anspannung von sich fallen und wartete bis sie der Schnee umschloss. Sie hörte ihren Herzschlag in ihrem Körper wieder hallen.
    Schwarze Schatten umrahmten ihre Sicht. Die Geräusche vom Sturm wurden leiser und leiser. Der Puls wurde auch immer langsamer. Lichtzweig schloss ihre Augen.
    Friedlich schlief sie im Schnee ein und erwachte nie wieder.

    34
    Gebrochene Nacht - von golden phoenix



    Blizzardträne saß zusammengekauert auf einem Felsvorsprung. Er hätte jede andere Kätzin lieben können, doch es musste Nebelklang aus dem SchattenClan sein! Verdammt, warum? Ihm war kalt, und das erste mal in seinem Leben wünschte er sich die schützenden Bäume des DonnerClan's über sich herbei. Warum musste es ausgerechnet jetzt passiert sein, wo die Blattleere die Clans fest im Griff haben musste? Aber deshalb war ja eigentlich erst alles passiert, denn die Beute war schwer aufzufinden. Selbst bei dem FlussClan lief bzw. schwamm die Beute schlecht, und das war schon echt selten der Fall. Auch der WindClan, dem Blizzardträne angehört hatte, konnte keine Beute mehr fangen trotz ihrer Schnelligkeit, und so kam es zu einem Kampf zwischen dem Wind- und SchattenClan. Natürlich, die Beute lief bei beiden Clans schlecht, doch dann einfach so sich gegenseitig an den Kopf zu werfen, dass der jeweils andere Beute von dem anderen Territorium gestohlen hatte, war einfach lächerlich! Jedenfalls fiel der SchattenClan letzte Nacht in das Lager des WindClans ein, und ehe man es sich versah, wütete Chaos und Kampf im Lager. In dem Getümmel versuchte Blizzardträne seine heimliche Liebe aus dem SchattenClan nicht aus den Augen zu lassen. Leichter gesagt als getan, denn in weniger als 5 Herzschlägen wusste man nicht mehr, welcher Pelz zu welcher Katze gehörte. Überall magere und schwache Katzen die sich bekriegten, doch plötzlich bekam er Einsicht auf den Heilerbau, und am Ende das Ganges sah Blizzardträne einen nur allzu gut bekannten Pelz: der von Nebelklang! Doch zu seinem eigenen Schrecken wurde sie soeben von Mandelkralle in die enge getrieben, und dieser war im Begriff ihr schwere Verletzungen zuzufügen, soviel stand fest! Ein Vogelruf riss ihn aus seinen Gedanken. Blizzardträne seufzte auf. Hätte er in jenem Augenblick anders gehandelt, so wäre er jetzt bei seinen Clankameraden. Zwar nicht weniger hungrig als hier, doch sie würden ihm Wärme spenden, und ein Strauchdach wäre just in diesem Moment über ihm. Er wünschte Nebelklang wäre nie in sein Leben getreten. Doch leider kam es wie es kommen musste. Eines Tages als er eine Patrouille zum SchattenClan anführen sollte, traf er sie beim jagen an. Sie war so elegant wenn sie auf einen Frosch sprang, ihr grau-silbernes Fell glitzerte in der Sonne, ihre Bewegungen waren so geschmeidig.. er war verliebt. Von da an kam er öfters zur Grenze, und wenn er Glück hatte, war sie da. Manchmal sprachen sie auch miteinander, was Blizzardträne's Herz jedesmal zum Hüpfen brachte. Es war zwar verboten jemanden aus einem anderen Clan zu Lieben, das wussten sie beide, doch trotzdem fingen sie an sich nachts zu treffen. Es waren Blizzardträne's liebsten Momente gewesen. Vielleicht werde ich Nebelklang mal heimlich besuchen gehen.., dachte er sich, aber genauso schnell wie der Gedanke gekommen war, verwarf er ihn auch wieder. Er wurde von seinem Clan verstoßen, er war ein Geächteter, und nur weil er sich in den Weg von Mandelkralle geworfen hatte. Doch das war nicht genug: Blizzardträne hatte auch noch Mandelkralle schwer verletzt, so dass er vielleicht jetzt sterben würde! Und alles nur wegen Nebelklang. Er war wütend. Er war wütend auf Nebelklang, Mandelkralle und Efeustern, die Anführerin des Clans, aber am meisten auf sich selber. Wieso musste er so über reagiert haben? Nebelklang hätte sich bestimmt von alleine befreien können! Efeustern war fuchsteufelswild gewesen, als sie die Verletzungen von Mandelkralle gesehen hatte, und handelte dementsprechend hart. Die Konsequenz: die Verbannung Blizzardträne's. Und nun saß er hier alleine gelassen, ohne Essen und ohne Nebelklang. Er fühlte sich einsam hier. Nur der Mond und die Sterne leisteten ihm Gesellschaft, jedoch eine eher stummere Gesellschaft, aber dafür gaben sie ihm Licht. Und wieder spürte er den Hunger, stärker als zuvor, wie als wenn ihn jemand von innen gebissen hätte, ein sehr unangenehmes Gefühl. Die Kälte ergriff von ihm Besitz, und frierte ihn regelrecht ein, so dass er sich nur noch schwerfällig und steif bewegen konnte. Er schleppte sich zu einem provisorisch eingerichteten Nest, und fiel dort sofort in einen tiefen Schlaf.

    (The End)

    35
    Wow, seit langem kommt die Bekanntgabe der Gewinner mal pünktlich zum letzten Tag des Monats, Applaus bitte XD. Okay, egal. Ich sollte nicht wieder drum herumreden, hier kommen die Gewinner des Septembers! Es gibt sogar zwei dritte Plätze...


    Auf dem ersten Platz:
    Luffy124 - Eine Geschichte aus längst vergangener Zeit mit 8 Stimmen!


    Auf dem zweiten Platz:
    Funkenfell! - Hungerspiele mit 6 Stimmen!


    Auf dem dritten Platz:
    fly with me - Dein Verrat
    und
    Tupfenauge
    mit jeweils 3 Stimmen!



    Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

    36
    Nachdem ich wieder mal eine Umfrage zum neuen Thema gestartet habe, da ich echt wieder mal planlos war... Hier kommt das neue Thema!


    Halloween und Horror!


    Am Ende diesen Monats ist ja Halloween...Und ich denke, da passt es gut XD. Also hier könnt ihr wieder etwas Fantasie mit hineinbringen, da Katzen eigentlich keine Zweibeinerfeste feiern, aber letztes Jahr im Dezember habe ich euch ja auch "Winterfeste" als Thema gegeben. Im Prinzip kann es hier um ein Halloweenfest mit kleinen Problemchen geben (der Horrorteil) oder einfach eine komplette Horrorstory. Aber wenn, dann bitte nicht zu heftig, wir wollen hier ja niemandem Alpträume geben oder verstören! Also eure Geschichte muss Horror enthalten, ob ihr das als Nebenfaktor nimmt oder als Hauptkonzept, ist egal. Und ob Happy End oder nicht... Eigentlich auch, aber bitte übertreibt es nicht, falls ihr Katzen sterben lasst.


    So, das war's auch schon, ich wünsche euch gute Ideen und noch einen schönen Monat!

    37
    Nightmare - von Funkel



    Kapitel 1
    Wieder mal sah ich wie der Schatten mich beobachtete. Die Blut Roten Augen und die Weißen Pfoten die Blut verschmiert waren, der aufgerissen Mund mit dem viel zu breiten Lächeln, Die Schwarzen Krummen Krallen, und das Weiß verfilzte Fell. Jede Nacht hatte ich diesen Albtraum, Wie der Schatten mich beobachtete. Warum ich es so nannte? Nun ja, es verschwindet manchmal einfach in den Schatten oder taucht dort auf. Plötzlich setzte der Schatten einen Schritt auf mich zu. Angst überkam mich, es hatte sich noch nie bewegt! Wie gelähmt schaute ich zu wie der Schatten immer näher kam. Bei jedem Schritt bekam ich mehr Panik und Angst.,, Hau ab! Verschwinde! " fauchte ich Zitternd. Doch der Schatten ging immer weiter.. Bis es irgend wann so nah stand, das sich unsere Nasen fast berührten. Ich kniff meine Augen zu und spürte Die Krallen vom Schatten, Sie Strichen an meinem Fell an meiner Brust entlang. Noch tat der Schatten mir nichts. Doch schon Bald spürte ich das stechen einer Kralle. Ich Schrie auf. Ich wollte Aufwachen. Warum Tat es weh? Es war doch nur ein Traum..,, Sicher? Hehehaha hihihihehehehahaha! " Ich zuckte zusammen als ich die Hohe Stimme hörte und saß Verrückte und Böse Lachen.

    (Jetzt Kommt ein Songtext auf deutsch - von einem Englischen Lied Namens Devil Within. Ihr könnt es Gerne auf YouTube suchen, müsst aber natürlich nicht. Achso und: Der Schatten singt das hier.)

    Ich werde still bleiben
    Du wirst nicht einmal wissen, dass ich hier bin
    Du wirst nichts ahnen
    Du wirst mich nicht im Spiegel sehen
    Aber ich bin in dein Herz gekrochen
    Du kannst mich nicht zum Verschwinden bringen
    Bis ich dich dazu bringe

    Ich habe es mir bequem gemacht
    In den Spinnen Weben und den Lügen
    Ich lerne all deine Tricks
    Ich kann dir von innen wehtun
    Ich habe mir selbst ein Versprechen gegeben
    Du wirst mich nie weinen sehen
    Bis ich dich dazu bringe

    Du wirst nie wissen, wie dir geschieht
    Wirst nicht sehen, wie ich mich nähere
    Ich werde dich leiden lassen
    Diese Hölle, in die du mich gebracht hast
    Ich bin unter deiner Haut
    Der Teufel im inneren
    Du wirst nie wissen, wie dir geschieht

    Ich werde hier sein
    Wenn du denkst, du wärst ganz allein
    Sickere durch die Risse
    Ich bin das Gift in deinen Knochen
    Meine Liebe ist deine Krankheit
    Ich werde sie dich nicht freigeben lassen
    Bis ich dich breche

    Ich habe versucht, der Geliebte deines Albtraums zu sein
    Schau, was du aus mir gemacht hast
    Jetzt bin ich die schwere Last, die du nicht tragen kannst
    Schau, was du aus mir gemacht hast
    Schau, was du aus mir gemacht hast
    Ich werde dich dazu bringen, es zu sehen

    Du wirst nie wissen, wie dir geschieht
    Wirst nicht sehen, wie ich mich nähere
    Ich werde dich leiden lassen
    Diese Hölle, in die du mich gebracht hast
    Ich bin unter deiner Haut
    Der Teufel im Inneren
    Du wirst nie wissen, wie dir geschieht....




    Kapitel 2
    ,, Finsterjunges! Du sollst schlafen" sagte meine Mutter besorgt. Ich wollte nicht schlafen, nicht schon wieder einen Albtraum vom Schatten haben. Ich drehte mich um und tat so als würde ich schlafen. Zu meinem Unglück schlief ich wirklich ein..,, Da bist du ja hehhahah" ertönte die Stimme von dem Schatten. Ich duckte mich, vor Angst der Schatten könnte mich gleich töten.,, Noch wirst du nicht sterben.. Du kannst noch.. Nützlich sein hehahahihi" Was meinte es mit 'Nützlich'? Plötzlich sah ich Feuerjunges. Er war mein Bruder, der einzige dem ich vom Schatten erzählt hatte. Der Schatten tritt vor zu ihm und...,, NEIN! " Schrie ich entsetzt auf als er.. Seine Kehle.. Aufschlitzte.... Tränen rollten meine Wangen herunter..,, Wie gefällt dir das! Hehehahahhihi" Miaute der Schatten siegerisch.. Nun trat er zu meiner Mutter.. Und tat das selbe.. Weiter ging es mit Meinem Vater, dann Dem 2. Anführer und dem Anführer...,, Stop! Bitte.. " Jaulte ich auf, doch es half nichts.. Ich musste mit ansehen wie es Krieger, Schüler, sogar Junge tötete.. Dann wechselte das Bild. Ich erkannte einen See.,, Viel Spaß! Hehahahihihehah" Lachte der Schatten. Was hätte es vor?,, AHHH-" Ich schrie auf als es mich in den See stieß. Eiskaltes Wasser lief in meine Lungen. Ich atmete das Wasser ein und Rang nach Luft. Eine einsame Kälte umschloss mich und die Eisige Kälte drang in meinen Körper.. Erst ins Blut.. Dann ins Herz.. Erinnerungen kamen hervor, die ich längst hätte verdrängen sollen..

    Ich erwachte gerade aus einem Albtraum und spürte wie Feuerjunges mich anstieß.,, Schatten? " fragte er und ich nickte. Er sah mich genervt an und fauchte dann:,, Wie oft soll ich dir noch sagen du sollst mich nicht anlügen! Du willst doch nur aufmerksamkeit bekommen!"

    ... Ich hörte die Stimme vom Schatten in meinem Kopf.. /Niemand braucht dich.. Keiner hat dich je geliebt.. Alle sehen dich nur als Nervensäge... Du bist unwichtig.. Schwach.. Machtlos/ Es hätte recht. Niemand braucht mich. Die Kälte drang in mein Herz und verwandelte es in Eis. Ich wollte Rache. Rache an allen die mich nie beachtet haben. /Ich kann dir diese Macht geben.. Finsterseele .. / Der Name gefiel mir.. Es zeigte die Einsamkeit, die sich in mir breit gemacht hatte.. /Komm Morgen Nacht zur Schlucht.. / Ich Miaute In Gedanken: Werde ich. Mit diesen Worten wachte ich auf...

    38
    Alptraumkatze - von Tupfenauge



    Tupferblüte wachte ruckartig mit gesträuptem Fell auf. Sie hatte einen Albtraum gehabt. Das war gar nicht gut, denn das musste heißen, dass etwas den NebelClan und den RegenClan bedrohte. Das musste sie sofort ihrer Mentorin Gewittersee erzählen! Die braune Kätzin schüttelte sich das Moos aus dem Fell und ging in den Bau ihrer Mentorin. "Gewittersee?", ihre Augen brauchten eine Weile bis sie sich an die Dunkelheit im Bau gewöhnt hatten. Dann entdeckte sie eine kleine Katze reglos daliegen. "Gewittersee!", Tupferblüte rannte zu ihr und leckte ihr hektisch über den hellgrauen Pelz. 'Bitte! Bitte!', Tupferblüte betete zum SternenClan, dass ihre Mentorin nur schlief, doch es half nichts. Gewittersees Körper war kalt wie Schnee. 'WARUM! WARUM!', Tupferblüte konnte ein lautes Jaulen nicht unterdrücken. Ihre geliebte Mentorin war tot. Doch wie? Tupferblüte suchte sie nach Verletzungen oder Anzeichen eines Herzstillstandes ab, doch sie fand nichts. Ihr Blick schweifte über die hellgraue Katze, als sie plötzlich eine Flüssigkeit aus ihrem Mund tropfen sah. Es sah aus als hätte die Heilerin Beeren gegessen. Tupferblüte schnupperte an der Flüssigkeit und erkannte den Geruch sofort, als er ihr in die Nase stieg. Todesbeeren. "Aber warum? Warum sollte Gewittersee Todesbeeren gegessen haben?". Bevor sie ihre Gedanken ordnen konnte hörte sie eine Stimme hinter sich. "Aus dem gleichen Grund, weshalb auch Honigpfote welche aß. Aber den Grund kennt niemand". Sie drehte sich um und sah Habichtseele, der am Eingang stand und sie mit einem mitleidsvollen Blick ansah. "Ich habe dein Jaulen gehört und bin schnell hergekommen", fügte er schnell hinzu, als er bemerkte, wie sie ihn musterte.

    ~einen Mond später~

    Tupferblüte untersuchte gerade Sandpelz, eine Könign des NebelClans, während sie einer Spukgeschichte von einem ihrer Jungen lauschte. "Muhahahaha!, lachte die Albtraumkatze und verschwand in Schatten. Sie und die Leiche wurden nie wieder gesehen!". Das Junge grinste breit und wedelte erregt mit dem Schwanz hin und her. "Das ist echt nicht witzig, Beerenjunges!", protestierte ein anderes Junge. "Sei doch nicht so ein ängstliches Kaninchen, Flammenjunges!", jammerte Beerenjunges sarkastisch. "Wer hat dir überhaupt diese Geschichten erzählt, Beerenjunges?", fragte Tupferblüte schließlich spitz. Das rötlich-braune Junge erstarrte, bevor es neuen Mut fasste. "Was geht dich das an? Und was machst du da überhaupt mit Mama?", fragte es bissig. "Ich untersuche sie, ob es ihr gut geht, du dumme Fellkugel!". Seit Gewittersees Tod war sie wirklich streng geworden. Sandpelz schnippte ihr warnend mit dem Schwanz zu, sie solle ihre Junge nicht beleidigen. "Du solltest gehen, Tupferblüte. Mit mir ist alles in Ordnung. Und den Jungen geht es auch gut". Tupferblüte, stand auf und verließ die Kinderstube. "Wie du willst Sandpelz". Sie tappte zum Heilerbau, wo ihre Schülerin Moospfote bereits fleißig am Kräuter sortieren war. "Du machst das gut!", lobte die Mentorin. "Du wirst eine gute Heilerin werden". Moospfote antwortete mit einem leisen schnurren, ohne sich ablenken zu lassen. "Die Spinnenweben sind alle... Ich werde welche sammeln gehen. Halte du hier die Stellung, bis ich zurück bin", Tupferblüte tappte aus dem Heilerbau wieder heraus und machte sich auf den Weg.
    Als sie gerade genug Spinnenweben gesammelt hatte und sich wieder auf den Rückweg machen wollte, hörte sie einen Ast knacken und ein leises Fluchen. "Wer ist da?", fauchte sie. Ihr Fell stellte sich vor Angst auf als sie den Geruch von Angst, Tod und Katzen gefährlich nah wahrnahm. "Zeig dich!", man hörte ihr die Angst an. Noch ängstlicher wurde Tupferblüte als nur ein böses Lachen ertönte. Sie versuchte, sich einzureden, dass sie sich das nur einbildete, doch dann ertönte eine tiefe dämonische Stimme. "Weißt du noch Gewittersees Selbstmord? Dein Traum? Eine Bedrohung. Die Albtraumkatze!". Jetzt war der Schatten hinter ihr. Sie erstarrte. "Albtraumkatze? Das ist doch nur eine Jungengeschichte! Beerenjunges hat...", Tupferblüte stockte. Sie wusste nicht, wer dem Jungen eine solche Geschichte erzählt hatte. Sandpelz hatte sie weggeschickt, bevor sie eine Antwort bekommen hatte. "Weißt du denn überhaupt von wem Sandpelz ihre Junge bekommen hat?", erneut dieses haarsträubende Lachen.

    39
    Das Böse in mir - Luffy124

    PROLOG
    Nein. Nein. Hilfe! So hilf mir doch jemand... "Ginsterpfote? Ginsterpfote! Ginsterpfote, um SternenClans Willen, wach auf!" Langsam kehre ich in die Realität zurück. Der Traum verschwindet. Ich schlage die Augen auf. Schattenpfote ist hier. Das ist gut. Langsam richte ich mich auf und blicke in seine grünen Augen, die sich so perfekt von seinem pechschwarzem Fell abheben. "Wieder dieser Traum?", fragt er mich. Ich habe noch zu viel Angst, um zu sprechen, und nicke nur. Er schüttelt den Kopf. "Ginsterpfote, das kann so nicht weitergehen. Du bist keine Anführerin und keine Heilerin, auch keine Heilerschülerin, du kannst gar keine prophezeienden Träume oder sowas haben!" Ich öffne das Maul, wie um ihm zu antworten, schließe es aber wieder, ohne einen Ton gesagt zu haben. Ich versuche, ihn anzusehen, aber er weicht meinem Blick aus und schaut auf den Boden des Schülerbaus, als wäre der besonders interessant. Schattenpfote und ich sind beste Freunde, seit ich denken kann - wir sind am gleichen Tag geboren. Schon unsere Eltern waren befreundet. Aber vor einem Mond fing das mit dem Traum an. Jede Nacht träume ich, dass ich renne, immer schneller renne, und dann packt mich etwas am Bein und zerrt mich in die Dunkelheit. Jedes Mal versuche ich, einen Blick auf das Etwas zu erhaschen, aber es klappt nicht. Seit ich diesen Traum habe, bin ich immer verschlossener geworden, und Schattenpfote, der als Einziger Bescheid darüber weiß, macht auch schon Anstalten, sich von mir abzuwenden. Ich habe das Gefühl, dass er nicht versteht, wie viel Angst mir dieser Traum macht. "Schattenpfote, versteh doch... Ich kann es nicht steuern. Sobald ich einschlafe, fange ich an zu rennen. Es ist immer das Gleiche. Ich kann nicht aufhören zu rennen. Wie gesagt, ich kann nichts davon steuern...", murmele ich, mehr zu mir selbst als zu ihm. Er schaut mich immer noch nicht an. "Niemand kann seine Träume steuern, Ginsterpfote. Auch ich nicht", sagt er. Früher habe ich es gemocht, wie er meinen Namen ausgesprochen hat. Doch nun spuckt er ihn aus, als hätte er ein ekelhaftes Insekt verschluckt und müsste es wieder hochwürgen. Ich stehe auf. "Du verstehst es nicht. Du kannst es nicht verstehen!", will ich schreien, bringe es aber nur als tränenersticktes Krächzen heraus. Dann renne ich aus dem Bau. Ich sehe aus dem Augenwinkel, wie er mir erstaunt hinterherschaut, aber es ist mir egal, so egal. Ich renne aus dem Lager, weiter, immer weiter, dann ist plötzlich Schluss. Die Todesschlucht liegt vor mir. Eine breite Schlucht mit vielen spitzen Steinen darin. Keine Katze hat je einen Sturz in diese Schlucht oder einen Sprung darüber überlebt. Ich mache einen Schritt rückwärts, stolpere und sitze plötzlich auf meinem Hinterteil. Dann denke ich nach. Solche Wutanfälle wie eben habe ich in letzter Zeit öfter. Früher konnte ich meine Gefühle zurückhalten, wirkte nach außen hin immer fröhlich. Aber in letzter Zeit habe ich wirklich regelrechte Anfälle. Es durchzuckt mich plötzlich und dann sage und tue ich Dinge, die ich nachher bereue. Auch jetzt bereue ich, dass ich Schattenpfote anschreien wollte. Was ist das?, diese Frage lässt mir keine Ruhe. Immer wieder der gleiche seltsame Traum, den weder ich noch Schattenpfote deuten können, dazu Gefühlsausbrüche, die nicht zu mir zu gehören zu scheinen. Das bin einfach nicht ich. Etwas ergreift von mir Besitz, glaube ich. Dieses Etwas lenkt zeitweise meine Träume, meine Gefühle und meine Handlungen. Ja, zeitweise. Nur manchmal ergreift es Besitz von mir, aber nicht immer. Ich seufze, stehe auf und laufe wieder in Richtung Lager. Vom Lagereingang gleich zum Schülerbau. Er sitzt immer noch so da, wie ich ihn zurückgelassen habe. "Schattenpfote?" Er hebt den Kopf, doch als er mich erkennt, senkt er ihn gleich wieder. "Es... es tut mir leid. Weißt du, etwas ergreift von mir Besitz... manchmal. Es lenkt meine Träume, und es lenkt das, was ich sage und tue..." Er blickt auf. "Und was bitte soll das sein?" Seine Stimme klingt kalt, und das versetzt mir einen Stich. Aber wenigstens hat er mit mir gesprochen. Ich setze mich zu ihm. "Ich weiß es nicht, Schattenpfote", sage ich ehrlich. "Ich weiß es wirklich nicht." Er seufzt und stupst mich an. Also hat er mir verziehen. "Dann finden wir es heraus", sagt er und ich nicke und hoffe, er hat Recht.



    KAPITEL 1
    "Du hast es schon wieder getan, oder, Löwenschweif?" Der goldgelb getigerte Kater blickte auf. Die Spitze seines langen Schweifes zuckte. "Was meinst du?" Wasserpelz fauchte leise. "Du weißt genau, was ich meine." Löwenschweifs Lippen umspielte ein Lächeln. "Na, und wenn schon! Sie ist immerhin meine Tochter!" Jetzt knurrte Wasserpelz ernst. "Das ist kein Grund. Ihre Seele ist ziemlich verwundbar - sie ist erst eine Schülerin!" Löwenschweif grinste jetzt offen. "Eben deshalb - ihre Seele ist verwundbar. In fünf Tagen ist das große Vollmondfest, dann ist meine Macht am stärksten, ich kann problemlos in sie eindringen und sie dazu bringen, endlich das Böse in sich zu entdecken und über den Wald zu herrschen." Wasserpelz starrte seinen eigentlich besten Freund erschrocken an. "Was!" Löwenschweif grinste noch mehr. "Am Tag des Vollmondfestes treffen sich alle Clans beim Baumgeviert und warten auf Mondhoch. Exakt dann, wenn der Mond am höchsten steht, geht die Feier los. Alle Katzen werden so beschäftigt sein, dass sie unter meiner Kontrolle jeden heimlich umbringen kann." Wasserpelz sah jetzt noch erschrockener aus. "Reicht es dir denn nicht, dass du zu Lebzeiten den Wald übernehmen wolltest, dabei gestorben und hier, im Wald der Finsternis, gelandet bist! Musst du jetzt auch noch deine eigene Tochter, die noch ihr ganzes Leben vor sich hat, dazu bringen, Katzen zu ermorden? Sie wird ebenfalls hierherkommen!" Löwenschweifs Grinsen war jetzt so wahnsinnig, dass Wasserpelz mit gesträubtem Fell einen Schritt rückwärts machte. "Das ist es ja, was ich will, mein Freund. Sie muss hierherkommen - in den Wald der Finsternis. Sie ist bei ihrer Mutter nicht gut aufgehoben. Buntauge erzieht sie viel zu freundlich!" Wasserpelz dachte kurz an die Kätzin mit den zwei verschiedenen Augenfarben. Er hatte Buntauge immer sehr gemocht. Was hätte er darum gegeben, anstelle von Löwenschweif Buntauges Gefährte sein zu dürfen... "Sie kommt nach mir, das wusste ich schon, als ich sie als Junges in der Kinderstube sah", sagte Löwenschweif gerade. "Aha", machte Wasserpelz und trat noch einen Schritt rückwärts. Dass Löwenschweif böse und gemein war, hatte sich schon als Schüler herausgestellt. Wasserpelz war nur zum Schein sein bester Freund gewesen - eigentlich war er Löwenschweifs Prügelknabe und kam nie ohne mindestens einen Kratzer davon, wenn Löwenschweif schlechte Laune hatte. Er führte Löwenschweifs Befehle aus und ihm wurde die Schuld dafür gegeben. Deshalb war Wasserpelz auch in den Wald der Finsternis gekommen - er hatte unter Löwenschweifs Befehl Regenherz aus dem WindClan getötet. Einfach so. Zum Spaß. Das hatte Löwenschweif ihm gesagt. Und er hatte auch gesagt, dass Wasserpelz ein verweichlichtes Hauskätzchen wäre, wenn er Regenherz nicht töten würde. Also hatte Wasserpelz Regenherz getötet - und ihm wurde dafür sofort von Fleckenwolke, dem Gefährten von Regenherz, kurz und schmerzlos das Leben ausgehaucht. Kurze Zeit später kam Löwenschweif ihm hinterher, weil man keinen anderen Weg sah, sein Massenmord-Vorhaben zu verhindern. Aber Löwenschweif gab nicht auf und begann, seiner Tochter erst Alpträume zu schicken, in denen er sie am Bein packte und in Richtung Dunkelheit zog, um ihr irgendwie zu sagen, dass er immer noch da war. Als sie diese Träume jedoch auf Stress schob und ignorierte, fing er an, ihr regelmäßig Wutausbrüche zu schicken, in der Hoffnung, sie möge in ihrer Wut jemanden umbringen. Das tat sie jedoch auch nicht, und so wollte er nun auf das Vollmondfest warten, weil seine Macht dann am stärksten war, um ihr einen starken Wutausbruch schicken, stärker als alle zuvor, und sie zu einer kaltblütigen Mörderin machen. Wasserpelz schaute auf seine Vorderpfoten und seufzte. Arme Ginsterpfote, dachte er. Arme Ginsterpfote.



    KAPITEL 2
    Schattenpfotes Traum hatte ihn auf eine Lichtung gebracht. Hier wollte er Antworten finden. Antworten auf alle seine Fragen. Eine Sternenkatze trat ihm entgegen. "Mama!", rief er und rannte seiner Mutter Blaubeernase entgegen. Er streckte seine Pfote aus, aber natürlich konnte er sie nicht berühren. Seine Pfote fasste durch sie hindurch. Und doch war ihm, als könne er sie anfassen, als würde seine Pfote ein wirkliches Lebewesen berühren und kein Seelenfragment einer Katze. "Hallo, mein Kleiner", begrüßte sie ihn und er sah, dass Tränen in ihren Augen schimmerten. Diese blinzelte sie jedoch schnell weg. "Was bringt dich hierher?", fragte sie dann. "Ich suche Antworten", antwortete Schattenpfote. Sie neigte den Kopf. "Wer Antworten sucht, muss nur die richtigen Fragen stellen." Schattenpfote überlegte kurz. "Du kennst sicher meine Freundin... Ihr Name ist Ginsterpfote", miaute er dann. Blaubeernase nickte. Schattenpfote fuhr fort; "Nun, in letzter Zeit ist sie so... Ich weiß auch nicht. Sie ist irgendwie nicht sie selbst. Und sie hat komische Träume..." Blaubeernases Blick richtete sich weit in die Ferne. "Weißt du, Schattenpfote, es gibt Katzen, die zu Lebzeiten Böses getan haben. Diese Katzen kommen nach ihrem Tod nicht hierher zum SternenClan, sondern sie kommen in den Wald der Finsternis. Ginsterpfotes Vater Löwenschweif gehört zu ihnen." Schattenpfote sah sie fragend an. Blaubeernase seufzte. "Es ist eh nicht mehr zu verhindern", flüsterte sie. "Es wird passieren... Er wird es schaffen..." Sie begann zu verblassen. "Warte!", rief Schattenpfote. "Ich verstehe nicht..." "Er zieht mich zu sich... Er will nicht, dass ich dir mehr erzähle...", murmelte seine Mutter. Sie klang schwach. "Ich kann dir nur noch eins mitgeben..." Schattenpfote hörte Worte, die sich immer und immer wieder wiederholten, in seinem Kopf.

    Es wird eine Zeit kommen, die dem Vollmond gehört
    Eine Zeit, in der die Macht des Löwen am stärksten wird
    Behütet den Ginster und alles wird gut
    Andernfalls wird der Ginster vergießen viel Blut.


    "Vielen Dank, Mama", sagte Schattenpfote leise. Dann fiel er in endlose Dunkelheit und wusste, dass er bald aufwachen würde.



    KAPITEL 3
    Als Schattenpfote erwachte, blickte er direkt ins Sonnenlicht. Blinzelnd versuchte er, seine Augen an das helle Licht zu gewöhnen. Blaubeernases Worte hallten immer noch in seinem Kopf nach. Er schüttelte sich, setzte sich auf und sah sich um. Ginsterpfote, die nicht allzu weit entfernt von ihm schlief, zuckte unruhig mit der Vorderpfote und kniff die Augen mehr zusammen, als es zum Schlafen nötig war. Er seufzte leise und ging zu ihr hinüber, um sie zu wecken. Kurz bevor seine Pfote ihre Flanke berührte, hielt er inne. Was wäre, wenn Ginsterpfote diesen Traum einmal zuende träumen würde? Schattenpfote schüttelte den Kopf. Was dachte er sich denn da zusammen? Er musste seine Freundin aufwecken, schließlich hatte sie einen Albtraum! Doch bevor er sie anstupsen konnte, fuhr sie von alleine aus dem Schlaf hoch. "Schattenpfote... ich... da war..." Sie brachte kein vernünftiges Miau heraus. Ihre dunkelblauen Augen waren angstvoll geweitet und ihre goldgelb getigerten Flanken hoben und senkten sich in schnellem Tempo. "Ganz ruhig, Ginsterpfote", sagte er. "Leg dich wieder hin. Was ist denn passiert?" Sie ließ sich wieder in ihr Nest sinken, immer noch keuchend. "Ich habe es gesehen", flüsterte sie. "Es? Das Wesen, was dich immer packt?", zwar wusste Schattenpfote, wie beängstigend das für sie sein musste, und doch musste er diese Frage stellen. Sie nickte. "Ja... genau. Es war ein... ein Löwe." Schattenpfote fuhr zusammen. Eine Zeit, in der die Macht des Löwen am stärksten wird..., hörte er Blaubeernases Stimme in seinem Kopf. "Löwe... Löwe... irgendwas war da doch...", murmelte er nachdenklich. Dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. "Wie hieß noch gleich dein Vater?", fragte er leise. "Löwenschweif, warum fragst du -", auch sie schien zu begreifen und richtete sich wieder auf. "Ich habe mit meiner Mutter gesprochen. Sie sagte, dein Vater wäre in den Wald der Finsternis gekommen, aber sie sagte nicht warum...", erklärte Schattenpfote seinen Traum leise in Kurzform. "Was immer er tun wollte... er hat es nicht geschafft, und jetzt versucht er es über dich...", murmelte der schwarze Kater. Sie sah ihn verängstigt an. Auch er hat Angst. Angst um seine Freundin. Mehr als er zugeben wollte. "Mutter gab mir eine Prophezeiung", miaute er, immer noch leise. Sie schien zu angstvoll, um zu sprechen, daher redete er, hauptsächlich, um die Stille zu brechen. "Etwas über eine Zeit, die dem Vollmond gehört, eine Zeit, in der die Macht des Löwen am stärksten wird..." Er sah sie an. Ihre dunkelblauen Augen waren immer noch weit aufgerissen. "Das Vollmondfest", diese zwei Worte brachte sie heraus. Schattenpfote machte ein Geräusch, was an ein verängstigtes Keuchen erinnerte. "Das ist in drei Tagen!" Wieder kamen ihm Blaubeernases Worte in den Sinn. Behütet den Ginster und alles wird gut... andernfalls wird der Ginster vergießen viel Blut... "Was sollen wir tun?", murmelte sie, unverändert, immer noch voller Angst. Plötzlich erklang Federsterns Ruf und riss die beiden aus ihrem Gespräch. "Ich rufe alle Katzen, die alt genug sind, um eigene Beute zu erjagen, auf, sich hier am Hochstein zu versammeln! Ich habe eine wichtige Ankündigung zu machen!" Etwas durcheinander, wegen der plötzlichen Versammlung, trotteten die beiden Schüler aus dem Schülerbau und setzten sich zu ihren Mentoren. Schattenpfotes Mentor Klettenherz sah äußerst besorgt aus, während Ginsterpfotes Mentor Rabenflügel eher neugierig wirkte. Federstern ließ ihren Blick über die Katzen schweifen, nickte und begann zu reden. "Ihr alle wisst, dass in drei Tagen das Vollmondfest ist. Nun, der SternenClan hat mir mitgeteilt, dass der Vollmond doch schon heute Nacht scheint." Gemurmel erhob sich unterhalb des Hochsteins. Federstern brachte es mit einer Schweifbewegung zum Verstummen. "Also, DonnerClankatzen, wir haben noch ein wenig Zeit bis Sonnenuntergang. Bereitet euch vor, so gut es geht. Und vergesst nicht; alle kommen mit! Es ist ein Gemeinschaftsfest. Die Versammlung ist beendet!" Als ihre Pfoten das Gras unterhalb des Hochsteins berührten, verschwanden die Clankatzen in alle Himmelsrichtungen, um sich vorzubereiten. Nur Schattenpfote und Ginsterpfote blieben sitzen. Kurz bevor Federstern den Anführerbau betrat, erreichten ihre Worte endlich Schattenpfotes Kopf und er stand auf. "Nein, das geht doch nicht", sagte er zu sich selbst und lief zu Federstern. "Federstern! Hast du die Zeichen wirklich richtig gedeutet? Scheint der Vollmond wirklich schon heute Nacht?", rief er ihr schon von weitem entgegen. Dann bemerkte er, dass das wie Kritik klang. "Entschuldige...", setzte er an, doch Federstern schüttelte den Kopf. "Ich weiß, dass etwas passieren wird. Der SternenClan war unruhig und schien nicht zu wollen, dass schon heute Nacht Vollmond ist. Aber am Lauf der Natur können wir nichts ändern", miaute sie und wollte in ihren Bau gehen. "Federstern?" Sie drehte sich um. "Ja?" "Können Ginsterpfote und ich hierbleiben?", fragte er einfach. Irgendwie musste er Ginsterpfote beschützen, er musste erreichen, dass sie sicher im Schülerbau bleiben konnte. Federstern zog eine Augenbraue hoch. "Wie ich schon sagte, Schattenpfote; das ist ein Gemeinschaftsfest. Niemand bleibt hier. Und nun entschuldige mich, auch ich muss mich vorbereiten. Das sollten du und Ginsterpfote übrigens auch tun." Dann verschwand sie im Anführerbau. Schattenpfote blieb zurück. Aus dem Augenwinkel nahm er etwas Gelbes wahr, dass sich neben ihn stellte. "Wir müssen mitkommen, nicht wahr?", fragte Ginsterpfote resigniert. Schattenpfote nickte kaum merklich. "Vielleicht... vielleicht passiert doch nichts. Vielleicht vergisst er es ja!", meinte Ginsterpfote, aber so richtig optimistisch klang sie nicht. Schattenpfote stupste sie mit dem Schweif an. "Das glaubst auch nur du", meinte er, aber den beiden war nicht nach Lachen zumute. "Komm. Wir müssen uns einen Plan ausdenken", sagte er dann und ging in Richtung Schülerbau. Sie folgte ihm. »SternenClan, hilf uns«, betete Schattenpfote, bevor er in den Schülerbau trat, stumm. »Bitte sei heute Nacht bei uns.«



    KAPITEL 4
    "Auf, DonnerClan!", jaulte Federstern und auf ihr Kommando hin rannten die Katzen des DonnerClans auf die Lichtung. Der SchattenClan, der WindClan und der FlussClan waren schon da und hoben die Köpfe. "Das wurde aber auch Zeit" begrüßte Himbeerstern vom FlussClan Federstern. Federstern war außer Atem und nickte nur. Die vier Anführer sprangen einer nach dem anderen auf den Hochfelsen. Als Erster trat Nussstern vom SchattenClan vor. "Katzen aller Clans! Ich begrüße euch und eure Anführer -" er neigte den Kopf vor den anderen drei Anführern, diese taten es ihm gleich - "zum diesjährigen Vollmondfest. Wir alle freuen uns jedes Jahr auf das Vollmondfest, auf diese besondere Große Versammlung, und nun ist die Nacht des Vollmondes endlich gekommen. Im SchattenClan gibt es wenig Neues, nur dass wir bald neue Junge haben werden, dank Veilchenfell." Er trat zurück und nickte Himbeerstern zu, damit sie als Nächstes sprach. Himbeerstern machte einen Schritt vorwärts. "Auch ich grüße euch, Katzen aller Clans! Der FlussClan trauert um unsere Clan-Älteste Graublick, die vor zwei Tagen aufgrund von weißem Husten verstarb. Wir werden sie in Ehren halten und nicht vergessen. Außerdem begrüßen wir unsere neueste Kriegerin Johannisbeerpelz -" alle Köpfe drehten sich und jeder versuchte, einen Blick auf die neue Kriegerin zu erhaschen, deren dunkles beerenfarbenes Fell in der Dunkelheit der Nacht fast nicht zu sehen war und die den Blick gen Boden richtete und glücklich grinste - "und ich freue mich, euch Schneejunges und Tropfenjunges jetzt als Schneepfote und Tropfenpfote vorstellen zu dürfen!" Die Zwillingsschwestern mit dem weißen Fell und den wasserblauen Augen liefen vor Verlegenheit leicht rosa an. Himbeerstern stellte sich wieder an ihren Platz zwischen Federstern und Nussstern und gab dem neuen Anführer des WindClans mit einem Kopfnicken ein Zeichen. Dieser erwiderte das Nicken und trat nach vorn, um zu sprechen. "Guten Abend, Katzen aller Clans!", begann er. "Mein Name ist Blattsturm und ich werde nun in Mausesterns Pfotenstapfen treten, da diese vor ein paar Tagen an Altersschwäche verstarb. Der WindClan trauert natürlich um sie. Meine Reise zum Mondstein werde ich morgen antreten." Er nickte noch einmal und trat zurück. Nun war Federstern an der Reihe. "Katzen aller Clans!", begann auch sie. Doch als sie ihr Maul erneut öffnete, um fortzufahren, schoben sich Wolken vor den Vollmond und Wind kam auf. Die Anführer reckten die Nasen, hielten sie in den Wind und schlossen die Augen, "Ein Zeichen von SternenClan!", riefen die Heiler, die Schüler kauerten sich ängstlich zusammen, die Krieger begannen aufgeregt zu tuscheln und die Ältesten taten es den Kriegern gleich. Schattenpfote warf einen Blick auf Ginsterpfote, die mit offenstehendem Maul neben ihm saß. "Das... das ist es. Es kommt. Er kommt", flüsterte sie. Sie blickte Schattenpfote tief in die Augen. "Es tut mir leid, mein Freund", sagte sie, dann begann sie ihren Kopf unnatürlich zu drehen und zu verrenken und knurrte schmerzerfüllt. "Ginsterpfote!", rief Schattenpfote erschrocken. "Ginsterpfote, nein, widersteh ihm!", jaulte er gegen den stärker werdenden Wind an. Doch seine Freundin konnte nichts tun. Keuchend fuhr sie die Krallen aus und zog Rillen in den Boden. Als sie ihn kurz anschaute, sah er Tränen in ihren hübschen dunkelblauen Augen glitzern. Dann schloss sie die Augen wieder, öffnete das Maul und legte die Ohren an. Der Wind zerzauste ihr Fell. Irgendwie war der Anblick beeindruckend, aber noch viel mehr war er beängstigend. "Nein", heulte Schattenpfote so laut, dass sich alle nach ihm umdrehten. Erschrocken sahen sie von Ginsterpfote zu ihm. Dann wichen sie zurück. Federstern kam angesprungen. "Schattenpfote, was geht hier vor?", schrie sie gegen den inzwischen tosenden Wind an. "Sie verwandelt sich in etwas Böses!", brüllte Schattenpfote zurück. "Ihr Vater ergreift Besitz von ihr - er will sie kontrollieren!"



    KAPITEL 5
    Schattenpfote merkte, dass auch er Tränen in den Augen hatte. Ob wegen dem Wind oder wegen der unendlichen Angst um seine Freundin - er wusste es nicht. Plötzlich schrie Ginsterpfote. Sie schien große Schmerzen zu haben. Dann war es vorbei. Die goldgelbe Kätzin kauerte mit den Pfoten über dem Kopf auf dem Boden und wimmerte. Schattenpfote wollte schon zu ihr gehen, aber Federstern hielt ihn zurück. Die Lichtung war in Totenstille versunken. Plötzlich richtete sich Ginsterpfote wieder auf. Schattenpfote erschrak; ihre Augen blickten ins Leere und sie sah aus wie untot. Wie ein... wie das, was die Zweibeiner "Zombie" nannten, wie Schattenpfote einmal aufgeschnappt hatte. Etwas sprach durch Ginsterpfotes Maul und lief mit ihren Pfoten - aber es war nicht sie selbst. Soviel war klar. "Ihr habt geglaubt, ich gebe auf?", ertönte eine dröhnende Stimme, die einem durch Mark und Bein ging. Sie schien aus Ginsterpfotes Maul zu kommen, denn es bewegte sich. Und eine dunkle Flüssigkeit lief aus ihrem Maul - Blut! Schattenpfote keuchte voller Angst. Ginsterpfote - oder besser: ihr Vater - fuhr fort. "Nein, ich gebe noch lange nicht auf. Dass meine Macht gleich so stark werden würde, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht gedacht!" Er schickte etwas, das wohl ein Lachen sein sollte, hinterher und Schattenpfote sah, wie einige Katzen mit dem Schweif versuchten, sich die Ohren zuzuhalten. "Mein Name ist Löwenschweif und ab jetzt werdet ihr nur noch unter meinem Kommando handeln. Ich danke meiner Tochter, dass sie mir ihren Körper überlassen hat -" Das war zu viel. "Ist Ginsterpfote etwa tot?", schrie Schattenpfote. Das Etwas in Ginsterpfotes Körper wandte sich an ihn. "Mäusehirniger Schüler", sagte es. "Ihren Körper - nicht ihren Geist . Das sind zwei völlig unterschiedliche Sachen. Natürlich lebt sie noch -" "Und wo ist sie dann?", brüllte Schattenpfote. "Hier bin ich", hörte er eine Stimme. Ginsterpfotes Stimme! "Wo?", rief er. "Neben dir", sagte sie, er blickte zur Seite und sah Ginsterpfote da stehen, mit ihrem goldgelb getigerten Fell und den dunkelblauen Augen. "Was... was bist du?", fragte er. "Bist du ein Geist?" Sie lachte. Ein helles Lachen, das komplett anders klang als das ihres Vaters. "Nein. Ich bin weder ein Geist noch ein fester Körper - ich bin nicht auf der Erde, aber auch nicht im SternenClan." Er schüttelte verwirrt den Kopf. "Was bist du dann?" "Eine Seelenwanderin", sagte Ginsterpfote. "Eine was?", fragte er immer noch verwirrt. "Ich kann nicht in den SternenClan, denn ich bin nicht tot. Aber in meinen Körper kann ich auch nicht zurück, denn er ist ja... du weißt schon." "Sehen dich die anderen?", Schattenpfote musste das einfach fragen. Sie lächelte. "Nein. Dem Freund allein ist die Fähigkeit gegeben, eine Seelenwanderin zu sehen." Er nickte langsam. "Also kriegen sie unser Gespräch hier gar nicht mit?" Er sah sich um. Sie schüttelte den Kopf. "Für sie steht quasi die Zeit still. Aber ich fühle, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis er uns hört und mich sieht." Sie deutete mit der Schwanzspitze auf ihren Körper. Schattenpfote nickte wieder. "Und... kann dir etwas geschehen?" fragte er dann. "Nein", meinte sie, "für die anderen bin ich Luft. Ich kann weit genug weggehen, damit mir nichts passiert. Aber ihr werdet kämpfen müssen, soviel ist klar." Sie schluckte. "Mein... mein Körper wird dabei sicherlich auch zu Schaden kommen. Es kann passieren, und es wird passieren, dass er so stark verwundet wird, dass ich, wenn ich wieder in ihn hineinschlüpfe... naja, dass ich dann..." Sie sah ihn wehmütig an. Und er wusste, was sie meinte. "Eine einzige Sache noch, Schattenpfote", murmelte sie. "Sollte mein Körper... sollte ich... na, du weißt schon... also... das wird passieren. Ich habe eine Bitte; setze deine Blutlinie mithilfe einer anderen Katze fort. Bitte bekomme Jungen, die genauso wunderbar sind wie du, und ich werde auf sie aufpassen. Das schwöre ich." "Ich verspreche dir, dass ich Junge bekomme. Mit einer anderen. Auch wenn ich nie wieder eine Katze so sehr lieben werde wie dich..." Jetzt war es heraus und er schluckte mühsam den Kloß in seinem Hals herunter. Sie leckte ihm liebevoll die Ohren und schnurrte. "Ich liebe dich auch und ich werde dich im SternenClan immer noch lieben und dich in deinen Träumen besuchen", miaute sie leise. Dann war sie verschwunden. Um Schattenpfote herum begann die Welt wieder laut zu werden. Er hörte wieder die Stimmen der anderen Katzen und Löwenschweifs Stimme. "Ich zähle bis drei, dann unterwerft ihr euch mir. Oder ihr verliert euer Leben. Eins..." Die Katzen wechselten angstvolle Blicke. "Zwei..." Die ersten traten aus den Reihen hervor und legten sich vor ihn nieder. "Drei!", fauchte Löwenschweif und rannte auf Federstern zu. Diese machte einen Buckel und kämpfte gegen den Geist des Katers im Körper der Schülerin. Doch es war nicht mehr Ginsterpfote, es war keine Schülerin mehr, es war ein starker Kater, durch den der Körper der Schülerin überkätzliche Kräfte bekam und der Federstern im Nu unter sich begraben hatte. Als er wieder aufstand, atmete Federstern nicht mehr. "Unterwerft euch oder es geht euch wie ihr!", rief Löwenschweif und richtete sich bedrohlich über dem Rest der Katzen auf. "Das werden wir nicht tun!", riefen einige mutige Katzen im Chor und rannten auf den Kater zu. Er stieß sie beiseite als wären es lästige Fliegen. Sie landeten ein paar Meter weit weg und waren augenblicklich tot. Währenddessen überlegte Schattenpfote schon die ganze Zeit fieberhaft, wie man den Kater besiegen könnte, ohne dass alle ihr Leben verloren. Da sah er Ginsterpfotes Seele am Rande der Lichtung sitzen. Sie bewegte die Lippen und er hörte ihre Stimme in seinem Kopf. "Wenn es eins gibt, das Löwenschweif nicht versteht, dann ist es Liebe." Sie sah ihn flehend an. Dann war sie auf einmal fort. Schattenpfote holte tief Luft. "Ginsterpfote!", schrie er. "Ich liebe dich, hörst du? Ich liebe dich!" Fast verzweifelt starrte er zu ihrem Körper hinüber. In seinen Augen konnte man den Wunsch lesen, sich an Ginsterpfote zu schmiegen. Natürlich reichte dieses kleine bisschen Liebe nicht aus. Aber die anderen Katzen hatten verstanden. Überall drückten sich Pärchen aneinander und sahen dem Kater entschlossen entgegen. "Wir kämpfen nicht wie du, wir kämpfen nicht, weil wir den Wald übernehmen wollen. Wir haben etwas viel Wertvolleres, für das es sich zu kämpfen lohnt!" Mit diesen Worten standen sie mit neuer Kraft auf - auch die, die sich ihm schon unterworfen hatten, die, die schon aufgegeben hatten. "Versucht es doch!", wieder lachte er grollend. Und das taten sie. Immer wieder spritzte Blut, immer wieder schrien Katzen auf. Doch auch Löwenschweif musste viel einstecken. Und am Ende waren nur noch Schattenpfote und er übrig. Schattenpfote sah sich um. Sah Federsterns toten Körper, sah andere Katzen, die er nicht kannte, aber sie waren tot. Sah Junge und Schüler, die sich ängstlich aneinander drängten. Alle Clans waren vollzählig erschienen, um zu feiern, und alle gingen sie in großer Trauer und mit weniger Katzen, als sie es sich je zu träumen gewagt hätten, davon. Er sah Älteste, die mit Tränen in den Augen über toten Kriegern kauerten. Und er sah Johannisbeerpelz aus dem FlussClan dort liegen. Eine Heilerin beugte sich über sie und horchte an ihrer Brust. Dann schüttelte sie den Kopf in Richtung einer Ältesten, vermutlich Johannisbeerpelz' Mutter. Die Älteste begann zu weinen und die Heilerin schluckte, wobei sich eine kleine Träne aus ihrem Auge löste. Schattenpfote hatte genug gesehen. Er schaute wieder zu Löwenschweif. "Ich bin bereit zu kämpfen", flüsterte er. Löwenschweif lachte, aber es klang kraftloser als noch vor ein paar Stunden. "Als ob ein Schüler wie du mich besiegen könnte", sagte er. Schattenpfote rannte auf ihn zu. Kämpfte besser als je zuvor. Er war nie besonders gut im Kämpfen gewesen, er war immer durchschnittlich begabt. Aber dieses Mal holte er alles aus sich heraus. Er spürte, wie sein Bein verdreht wurde. Als Revanche riss er Löwenschweif die Seite auf. Es tat ihm weh, Ginsterpfotes Körper so zu verletzen, aber er sagte sich immer wieder, dass es nicht sie war. Gleich hatte er es geschafft. Gleich würde Löwenschweif besiegt sein. Wie es wohl war, einen zweiten Tod zu sterben? Nicht nachdenken, Schattenpfote, sagte er sich. Erneut rannte er los, sprang an den Baumstamm von einer der vier großen Eichen, stieß sich wieder ab und landete auf Löwenschweifs Rücken. Dort biss er ihm ins Genick, bis er warmes Blut im Maul hatte. Ginsterpfotes Körper sank unter ihm zusammen. Er sah einen dunklen Schatten aus ihr herausfliegen und sich in der Luft auflösen. Löwenschweif war besiegt. Er war nun auch nicht mehr im Wald der Finsternis, er war weg. Einfach weg. Keuchend stand Schattenpfote neben seiner besten Freundin. Ihre Seele trat an seine Seite. "Du hast es geschafft", sagte sie. Er sah sie an. "Was geschieht jetzt mit dir?" Sie lächelte. "Ich komme in den SternenClan. Sie wissen, dass es nicht meine Schuld war. Und Löwenschweifs Seele ist fort. Sie wird nie mehr wiederkommen." Dann stieß sie ihm sanft den Kopf gegen die Flanke. "Ich muss gehen", miaute sie. "Die Sternenkatzen warten auf mich." "Nein, warte...", rief Schattenpfote. "Ich komme wieder. Ich habe das Gefühl, dass wir uns bald sehen..." Dann war sie verschwunden.



    EPILOG
    "Nebelschleier! Nebelschleier! Schnell, Eulenschimmers Junge kommen!", rufe ich aufgeregt. "Schon?", ertönt es aus dem Heilerbau und die graue Heilerin kommt kurze Zeit später heraus. Ohne lange zu reden läuft sie in die Kinderstube. Dort liegt Eulenschimmer und windet sich wie eine Schlange. "Schattenfrost -", setzt sie an, als sie mich erblickt, aber Nebelschleier bedeutet ihr mit dem Schweif, zu schweigen. "Kann ich irgendwas tun?", frage ich nervös. Nebelschleier überlegt. Dann nickt sie. "Bring mir bitte den Stock dahinten und geh dann raus!" Ich nehme den Stock ins Maul und gebe ihn ihr. Dann bleibe ich unschlüssig stehen. "Raus, hab ich gesagt!", ruft Nebelschleier. Ich nicke bloß und laufe aus der Kinderstube. Ich höre einen Schrei, dann wie der Stock splittert. Nebelschleier hat wohl ihre alte Taktik angewandt, die sie immer bei Jungegeburten benutzt - die Mutter einfach auf einen Stock beißen lassen. Ich weiß nicht, ob das hilft, aber im Moment ist es mir auch egal. Dann höre ich eine Weile nichts. Dann - endlich! - die erlösenden Worte: "Du hast es geschafft, Eulenschimmer!" Schneller als meine Pfoten reagieren können, laufe ich in die Kinderstube und fliege prompt auf die Nase. "Schsch!", macht Nebelschleier und ich richte mich leise auf. Vier kleine Junge liegen an Eulenschimmers Bauch und trinken. Eulenschimmer selbst sieht erschöpft aus. Erschöpft, aber glücklich. Sie blickt mich an und lächelt. "Wie sollen sie heißen?", flüstert Nebelschleier. "Ich wäre ja für Tropfsteinjunges bei diesem hier. Es ist laut Nebelschleier ein Kater..." Nebelschleier nickt und lächelt. Eulenschimmer fährt fort; "Und sieh mal, sein Fell sieht hellbraun aus, wie meins..." "Jaah", miaue ich, überwältigt vom Anblick dieser Jungen. "Dieses könnte Kristalljunges heißen. Es ist wohl eine Kätzin und es ist ganz hell, fast weiß, siehst du?" "Gute Idee", antworte ich ihr. Sie lächelt. "Hörst du mir überhaupt zu?" "Jaah", sage ich. Sie schüttelt lächelnd den Kopf. "Schau mal. Dieses ist so schwarz wie du. Es ist auch eine Kätzin, oder, Nebelschleier?" Die Heilerin nickt. Auch Eulenschimmer nickt. Dann macht sie ein nachdenkliches Gesicht. "Hm... wie wäre es mit Nachtjunges?" Jetzt nicke ich. Sie lächelt noch einmal. "Willst du den Namen für das letzte Junge aussuchen?", fragt sie. "Ja", sage ich und sie schiebt das letzte, das vierte Junge mit der Pfote zu mir. "Noch eine kleine Kätzin", sagt sie. Ich sehe das Junge an. Meine Tochter. Irgendwie erinnert sie mich an jemanden... Da schießt mir ein Name durch den Kopf. Und die Erinnerung an eine Katze. "Ginsterjunges", sage ich. "Das ist Ginsterjunges." "Ein schöner Name", nickt Eulenschimmer und schiebt die Kätzin wieder an ihren Bauch. Nebelschleier hat inzwischen leise den Bau verlassen. Und ich spüre, wie eine leichte Brise um meine Ohren streicht. Und dann sehe ich sie. Sie steht neben dem Jungen, das ihren Namen trägt. Ich beginne zu lächeln. Sie fängt meinen Blick auf und lächelt ebenfalls. Dann legt sie sich hin und betrachtet das Junge. Auch ich betrachte es. Sie sieht mich erneut an und ihre Lippen formen Worte, die ich in meinem Kopf höre. "Danke, Schattenfrost. Danke." Eine Weile herrschte Stille. Dann; "Ich würde ihr gerne etwas schenken. Darf ich?" »Natürlich«, denke ich. Ich sehe zu, wie sie mit den Lippen etwas formt. Ein Lied. Sie singt. Ich höre es nicht, aber Ginsterjunges hebt den Kopf und sieht sich um. Ich lächle noch einmal. Als sie fertig ist, steht sie auf, schaut sie mich noch einmal an, nickt, lächelt und verschwindet. Und ich lege mich neben das Junge, an die Stelle, wo sie eben noch lag. Die Blätter auf dem Boden der Kinderstube sind sogar noch warm. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor. Das Wichtigste ist: Sie ist glücklich, weil das Junge so heißt wie sie. Und das wollte ich erreichen. Ich schaue auf meine Jungen. Dann auf Eulenschimmer. Alle schlafen. Ich lege den Kopf auf die Vorderpfoten und schlafe mit einem letzten Blick auf meine Familie ebenfalls ein.


    Ginsterpfotes Lied

    Seit gerade eben auf der Welt
    Da ist so vieles, das dir gefällt
    Du hast dein ganzes Leben noch vor dir
    Derweil sitze ich hier
    Und seh dir zu

    Hab viel geschwärmt, schnell gelernt
    Doch wie gewonnen, so zerronnen
    Und ich weiß, dass ich eigentlich nichts weiß
    Dass ich dich eigentlich nicht kenn'

    Auf der Suche nach der großen Freiheit
    Nach Liebe, Schmerz und Wahrheit
    Wünsch ich dir viel Glück
    Denn ich werd da sein
    Immer für dich da sein
    Und wenn du mich vermisst
    Such mich da, wo Liebe ist

    40
    Der Teufel selbst - von Todeslilie




    PROLOG
    "Nachtklaue! Komm her!" Schrie roststern der anführer des dunkelclans. "Ab heute wirst du feuerflammes sklave sein!" Rief roststern verachtend zu seinem jüngeren bruder. "Was warum? Ich bin kein streuner! Auch kein hauskätzchen oder einzelläufer! Und du weist das nur diese sklaven werden!" Miaute der hübsche schwarze kater emphört. "Wiedersprich mir nicht sklave!" Schrie roststern aufgebracht. Von diesem tag an wurde nachtklaue zu einem sklave, wurde geschlagen und gequält und langsam zum mörder...



    1. Kapitel

    "Nachtklaue!" Rief feuerflamme genüßlich "bring mir frischbeute!".
    "Ja herr" murmelte nachtklaue ausdruckslos, und holte eine maus.
    "Ach nein ich hab keinen hunger mehr! Putz mein nest!"
    Miaute er belustigt.
    Nachtklaue dreht sich um und legt die maus zurück.
    Als er gerade im kriegerbau verschwinden wollte rief feuerflamme wieder: "ach bring mir zuerst frischbeute und danach mauchst du mein nest!"
    Jaulte er dem fertigen kater zu.
    "Ich werde dich umbringen... ebenso dich mein lieber bruder roststern..."
    murmelte er leise das feuerflamme ihn nicht hörte.
    "Mach sklave!" Knurrte feuerflamme
    "Bin schon dran" miaute nachtklaue und holte eine wühlmaus, ging dann zum kriegerbau und putzte das nest.
    "Mach schneller!" Sagte der flammenfarbene kater der genüßlich eine maus frisst.
    Nachtklaue arbeitete schneller und war bald fertig.
    "Gut! Und jetzt geshst du zu deiner gefährtin und holst sie her!"
    "Ja" murmelte nachtklaue und trottete zu smaragtblick.
    "Hallo meine süße..."
    flüsterte der schwarze kater der grauen kätzin ins ohr. "Komm bitte mal mit..."
    "zu wem?" Murmelte die schlanke kätzin.
    "Zu feuerflamme" nachtklaue spuckte das letzte wort förmlich aus.
    "Ich komme" sagte smaragtblick und trabte aus dem kriegerbau.
    "Hallo meine schönheit..."
    schnurrte feuerflamme verführerisch.
    "Was willst du von mir!" Fauchte die hübsche kätzin.
    "Du weisst das dein gefährte mein sklave ist oder?" Miaute der blauäugige kater ruhig.
    "Ja..." knurrte sie.
    "Von diesem tag an wird nachtklaue nicht mehr dein gefährte sein sondern ich!" Miaute feuerflamme feierlich.
    "Was?" Knurrte nachtklaue.
    "Schweig sklave!" Miaute feuerflamme.
    "Was ist wenn ich nicht will?" Fragte smaragdblick.
    "Du hast keine wahl schätzchen..." murmelte feuerflamme.
    "Ach ja?" Knurrte sie.
    "Roststern wirft dich sonst aus dem clan..." sagte feuerflamme. "Nachtklaue... verzei mir... du wirst immer mein rechtmässiger gefährte sein... aber ich will im clan bleiben..." smaragtblick schaute nachtklaue traurig an der geschockt die beiden anschaute.
    "Ich verstehe dich..." murmelte er und schaute sie aus abgrundtiefen traurigen augen an und lief davon.



    2 kapitel
    Nachtklaue war wütend.
    Sein verdammter fauler und feiger herr hat ihm seine einzige liebe weggenommen!
    Er schmiedete nun tag und nacht an einem racheplan und nun hatte er einen...
    Er war bereit für einen kampf den ihn vollkommen verändern wird...
    Ich haue heute ab und suche diese verstossenen krieger!
    Dachte er.
    (In seinem clan wurden jede katze verbannt die dem anfüherer wiedersetzen)
    plótzlich kamen ihm smaragdblick wunderschöne grünen augen in den sinn und er wurde traurig.
    Auf einmal hörte er smaragtblicks sanfte stimme hinter sich
    "nachtklaue? Gehts dir gut?" Fragte sie sanft und schaute ihn an.
    "Ich werde heute noch verschwinden... ich werde mir eine kampfarmee zusammensuchen und gegen den ganzen clan kämpfen! Dann dich mitnehmen und mit der kampfarmee einen eigenen clan gründen der wird teufelclan heissen!"
    Murmelte er leise das nur er und smaragdblick ihn verstanden.
    "Gute idee... aber ist das nicht ge..."
    weiter kam sie nicht weil feuerflamme nch ihr rief.
    "Süße wo bist du?"
    Miaute er.
    "Geh zu ihm... wir werden uns wieder sehen..."
    murmelte nachtklaue und drückte kurz seine nase in ihren pelz.
    "Lebe wohl nachtklaue und vertraue dir... du wirst es schaffen!"
    Flüsterte sie und leckte ihm das ohr.

    41
    These eyes - von fly with me




    1. KAPITEL
    Und schon wieder war da dieses beklemmende Gefühl. Dieses Gefühl von Unsicherheit und Angst. Bildete ich mir dieses Gefühl nur ein oder wurde ich tatsächlich beobachtet? Ich wusste es nicht. Ich wusste auch nicht wie lange ich schon in diesem Wald umher irrte, aber bestimmt schon einen Mond. Getrieben wurde ich von diesem Hunger und der Angst, welche ich verspürte wenn ein Knacken hinter mir ertönte, oder ein leises, kaum hörbares Atmen. Und dann waren da noch diese Augen. Diese grässlich weißen Augen die mich in jedem meiner Träume verfolgten, und die ich mir am Tag einzubilden schien. Wie auch jetzt. Doch träumte ich oder war ich wach? Und wenn ich wach war: waren diese verdammten Augen nur in meinem Kopf? Nein ganz sicher, ich träumte. Denn jetzt schob sich ein geschmeidiger Katzenkörper aus dem Gebüsch in welchem ich die Augen sah und das taten diese Mysteriösen Augen nie. Sie blieben stets ohne Körper. Diese Katze die ich jetzt sah, hatte eine dunkelbraun getigertes Fell, und war immens groß! Sie kam langsam aber gefährlich näher, und fauchte bedrohlich. Nun sah ich auch dass es ein Kater war, und dieser machte einen letzten Satz auf mich zu, doch anstatt mir den gar aus zu machen, fuhr ich aus meinem Traum hoch. Wie ein Hall hörte ich ein letztes, grausames Fauchen, gemischt mit einem furchterregendem Schnurren. Nun komplett in der Realität angekommen sah ich mich um, doch erkannte nichts was ich vor dem einschlafen wahrgenommen hatte. Es war hier noch düsterer, wenn dies überhaupt möglich war. Die Bäume waren noch bedrohlicher und Nebelschwaden waberten über den Boden. Es roch nach verwesten Katzen, und als ich lief, könnte ich schwören ich lief über den ein oder anderen Katzenknochen. Mein Nackenfell stellte sich auf, und ich lies ein Knurren vernehmen. Hier würde ich definitiv keine Beute mehr finden, nicht mal Ratten, da war ich mir sicher. Irgendwo in weiter Ferne, so schien es mir, konnte ich Kampfgeschrei hören. Aber wo? Ich rannte von Angst gepackt in die entgegen gesetzte Richtung, und irgendwann verstummten die Schreie. Doch was mir wirklich Angst einjagte, waren schon wieder diese weißen Augen die ich noch zu sehen bekam als ich mich bei der ruckartigen Flucht umdrehte und wegrannte. Eine gute Sache hatte die Flucht jedoch gebracht, denn ich war auf einer riesigen Lichtung gelandet. Man hätte eigentlich in den Himmel sehen müssen, doch da waren, trotz der leeren Fläche, Baumkronen der anderen Bäume, die somit jegliche Sicht auf den Himmel verhinderten. Ich sah mich etwas genauer auf der Lichtung um. Es gab hier viel frisches Moos, und anstatt den meist schlammfarbenen oder kahlen Sträuchern gab es hier nur hellgrüne und blühende Sträucher, unter denen ich mir ein Nest bauen könnte. Beute konnte ich auch vereinzelt riechen. Trotz dieser Art von Paradies war da dieser bittere Beigeschmack und das Gefühl beobachtet zu werden war sogar stärker als je zuvor. Sollte ich hier bleiben und riskieren das dies womöglich ein Hinterhalt sein könnte, oder sollte ich weiterziehen? Ich brauchte jedenfalls dringend Beute, sonst würde der Hunger mich töten, und das würde ich nicht zulassen! Ich begab mich also zum jagen, und schon nach weniger Zeit hatte ich zwei fette Mäuse erwischen können. Zum Essen niederlassend spürte ich einen warmen Atemzug an meinem Ohr, doch da war niemand! Dem Atem lauschend konnte ich nur die Hälfte der ersten Maus essen, doch der Hunger war mir schlagartig vergangen. Verdammt, wer beobachtete mich da die ganze Zeit! Waren es eventuell mehrere? Das könnte das verstärkte Gefühl der Beklemmung erklären. Und wem gehörten diese gruseligen Augen!



    2. KAPITEL
    Nach der halben Maus musste ich wohl doch weggedöst sein, denn als ich aufwachte konnte ich mich nur noch schwerlich an das geschehene erinnern. Wo war ich? Mir fiel es erst etwas später wieder ein, dass ich ja auf der Lichtung sein musste. Und tatsächlich: überall das Moos, die Büsche, und sogar die anderthalb Mäuse lagen noch vor mir. Plötzlich knackte es hinter mir, und ich hätte schwören können, dass ich etwas davon huschen sah. Es war nur ein Schatten aber trotzdem.. Naja, wie dem auch sei. Ich wollte hier nicht länger bleiben. Mein Hunger war größtenteils gestillt, also wozu hierbleiben wenn ich weiterziehen konnte! Ich wankte ein wenig auf den Pfoten aber das legte sich auch schnell wieder, sodass ich einfach nur geradeaus gehen konnte. Was würde eigentlich passieren wenn ich bis ans Ende dieses Waldes laufen würde? Gab es hier überhaupt ein Ende? Wahrscheinlich nicht, ich war hier jetzt ja bestimmt schon einen Mond oder so, und war bestimmt schon überall doppelt langgelaufen! Wie lange genau ich jetzt schon hier war, konnte ich ja eigentlich nicht sagen, da man hier weder die Sonne noch den Mond aufgehen sehen konnte. Der Nebel hüllte mich wieder ein, was heißen musste, dass ich eher tiefer in den Wald gegangen sein musste. Verdammt! Konnte ich denn nicht einmal etwas richtig machen! Ich drehte also um, aber spürte einen leichten Windzug an meiner rechten Flanke, was entweder von dem Nebel, gemischt mit Wind, oder einer anderen Katze stammen musste. Ich tippte letzteres. Man konnte förmlich spüren wie sich diese weißen Augen in meinen Nacken bohrten, und wie gierig sie funkelten. Vor meinem geistigen Augen lechzte diese Mysteriöse Katze geradezu die Zähne in mein Fleisch zu bohren und sich so richtig satt zu fressen. Aber wenn diese Katze hinter mir her war um ihren Hunger zu stillen, wieso griff diese dann nicht an? Weiter meinem Weg folgend, hielt ich nach Beutegerüchen Ausschau, doch vergebens. Die Beute war rar hier, und so langsam wünschte ich mir sehnlichst diese Lichtung zurück, wo noch die Mäuse lagen. Aber jetzt war es zu spät. Und ehrlich: wenn ich dort geblieben wäre, hätte ich mich schlecht gefühlt weil ich etwas sinnvolles hätte tun können. Obwohl der Nebel sich schon längst gelichtet hatte, war ich immer noch nicht an irgendeine Waldgrenze angelangt, was mich beunruhigt aufseufzen lies. Na super! Sollte ich eine Pause einlegen, oder weitergehen? Mein Bauch sagte mir, ich solle jagen gehen, mein Kopf sagte mir jedoch, dass es hier eh keine Beute gab und ich weitergehen solle. Auch wenn jede Katze die ich kannte sagte man sollte auf sein Herz bzw. Bauchgefühl hören, vertraute ich ausnahmsweise der Stimme in meinem Kopf, und so ging ich schließlich weiter. Mit einem knurrenden Magen und einer ominösen Katze im Rücken. Ich wusste nicht genau warum ich mich nicht einfach umdrehte und selber nachschaute ob da möglicherweise etwas war, oder ich es mir nur einbildete. Vermutlich würde diese Katze sich wieder scheinbar in Luft auflösen und einfach nicht da sein, obwohl ich sie spürte. Nämlich jede einzelne Sekunde, sie war meine stete Begleitung. Außerdem war da ein Fünkchen Angst und Furcht, dass mich diese Katze töten könnte. Irgendwie vertraute ich nämlich meinem Traum, dass diese Katze ein Kater war, ihn es wirklich in der Realität gab, und er abgrundtief böse war.



    3. KAPITEL
    Irgendwann, es war bestimmt schon wieder ein Sonnenaufgang vergangen, konnte ich nicht mehr. Der Hunger und die Angst hatten mich überwältigt, und ich konnte nicht mehr richtig gehen. Ich stolperte öfters über die eigenen Pfoten, als dass ich normale schritte laufen konnte. Meine Beine gaben nach und ich sank auf den Boden, in der Erwartung mein Verfolger würde direkt seine Zähne in mein Fleisch bohren. Nichts dergleichen geschah. Lediglich das stetige Atmen meiner Lunge war zu hören, und das stechen meiner Flanke zu fühlen. Ungewollt fiel ich in das Land der Träume. Ich spürte noch, dass ich weggetragen wurde, bis ich dann komplett das Bewusstsein verlor.

    Ich schlug die Augen auf, und zu meiner bösen Überraschung starrte ich direkt in die weißen Augen. Wie konnte das möglich sein? Gehörte dieses Augenpaar nicht zu dieser Katze die mich tagelang verfolgte? "Hallo", knurrte die Katze. Ich musterte den Kater ängstlich. So wie es schien, aß er gut, was bedeuten musste, dass es hier irgendwo eine Nahrungsquelle geben MUSSTE! "Weißt du, warum ich hier bin?", maunzte ich ängstlich. Ich kam mir so dumm vor, wie ich so da saß, als wäre ich noch ein Junges. Okay, zusammen reißen! Der Kater guckte verächtlich auf mich hinab, was mit seiner Größe auch nicht schwer war. "Was du hier suchst? Du warst es doch selber, als du hierher kommen wolltest!" "Ich! An diesen grausamen Ort? Keine Beute? Keine gemütlich Nester? Nein danke!" Ich wollte weglaufen, als mir noch ein paar Fragen einfielen: "Wer bist du überhaupt? Und wenn ich hier anscheinend nicht erwünscht bin: wie komme ich hier wieder raus? Und wer hat mich beobachtet?" Der Kater kam wieder auf mich zugetigert und setzte sich gemütlich hin. Verdammt, ich wollte hier SCHNELL raus! Aber wenn ich Antworten hören wollte, musste ich wohl. "Also, ich bin Tigerstern. Es war sozusagen eine Prüfung, ob du dem Wald der Finsternis gewachsen bist, in dem du dich übrigens befindest, und du uns womöglich bei ein paar unserer Aufgaben helfen könntest. Ich musste dich zwangsweise unter Druck setzen, entschuldige dafür. Aber wie ich sehe, willst du dich nicht unserem Regime anschließen!" Tigerstern stand langsam wieder auf. "Und zu deiner letzten Frage: es kommt drauf an, ob du dich uns anschließen willst oder nicht. Wir könnten dich ganz groß machen, und du könntest über die Clans herrschen. Es würde nie wieder jemand über dich lachen! Aber wenn du kein Ruhm und Macht willst, muss ich dich aus dem Wald der Finsternis hinausbefördern, so leid es mir tut.." "Ich möchte nur noch weg! Also zeig mir, wie ich hier wegkomme!" Tigerstern begann bösartig zu lachen: "Es gibt nur einen weg hinaus, und glaub mir, den Weg willst du nicht wählen!" "Doch, will ich! Wenn es der einzige weg nach draußen ist.. Bitte!", meinte ich in herausforderndem Ton. "Ich glaube nicht, dass du getötet werden wolltest.. Es tut mir ja SO Leid..", sagte er in einem gespielt mitleidigem Ton, und hetzte schon auf mich zu. Ich riss meine Augen weit auf, sah ihn immer näher kommen, spürte wie sein Gewicht auf meinen Körper krachte, und wie seine Krallen über meinen Bauch fuhren. Ein unglaublicher Schmerz durchfuhr mich, er zog durch meinen ganzen Körper und lies mich am Boden winden und wimmern. Wieder spürte ich seine Krallen auf meinem Bauch. Kann dieser Schmerz nicht endlich aufhören!, dachte ich. Ich wollte schreien, doch die Kraft verlies meinen Körper, und ich wollte, dass er mich endlich erlöste. Tigerstern holte noch einmal aus, und stieß mit voller Wucht ein letztes mal seine Krallen in meinen Bauch und riss diesen auf. Unendlich warme Schwärze umfing mich, und ich fiel, fiel in die endlose Tiefe der Sterne. Ich war tot, und seltsamerweise war ich froh darüber.



    4. KAPITEL
    Einen Mond davor
    "Eisvogelpfote! Hey! Wach auf!" Müde rieb ich mir mit den Pfoten den Schlaf aus den Augen. Sofort fiel mir der Traum letzter Nacht ein. Dieser Albtraum.. Er war irgendwie so lebendig gewesen! Ich war im Wald der Finsternis, beziehungsweise sah es ganz danach aus, und ich wurde dort gejagt. Irgendwie war da auch so ein Pantherstern oder so, und der wollte mich töten.. Ach keine Ahnung! Ich hatte andere Probleme, beispielsweise dieser Tag. Bitte nicht schon wieder ein erniedrigender Tag, wo ich mal wieder mein anscheinend nicht vorhandenes Talent unter Beweis stellen musste. Ich wollte endlich als vollwertige/r Krieger/in anerkannt werden, meine Zeremonie war schließlich schon längst überfällig! Aber die Krieger-Prüfung lies weiterhin auf sich warten! Meine Mentorin Narzissenträne war immer noch der Ansicht, dass ich weiterhin üben und üben sollte. Hatte das einen Zweck? Nein! Ich gab mein bestes, doch für alle im Clan reichte es anscheinend nie! Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich verbannt werden würde, das wusste jeder. Warum eigentlich? Weil ich anscheinend zu viel nahm, und zu wenig gab! Hieß es nicht man solle schwächere schützen! Oder war es nur weil meine Mutter eine blutrünstige Kriegerin im SaphirClan war, und mein Vater ein berüchtigter Streuner! Man konnte manchmal echt nicht glauben, dass man immer wieder nach seiner Herkunft beurteilt wurde! Zum Glück lebte meine Mutter nicht mehr, so krass sich das jetzt anhörte, aber so würde sie mich nicht mehr überreden können dem unter ihrer Führung stehenden SaphirClan anzuschließen. Sie selber starb an einer schweren Krankheit als ich und Eisfuchsjunges noch Junge waren. Meine Schwester die sich bei ihr angesteckt hatte, überlebte ebenfalls nicht. Und weil mein Vater sich nicht um mich kümmern wollte, musste ich wohl oder übel zu den Clans gehen. Und jetzt lebe ich hier. Verabscheut von jedem. "Eisvogelpfote!", rief die Stimme noch einmal, und riss mich somit aus den Tiefen meiner Erinnerungen. Es war Narzissenträne. "Hätte ich mir ja denken können..", murmelte ich kaum. Meine Mentorin schaute mich misstrauisch an. "Wie? Was hast du gesagt?" "Nichts, Nichts..", antwortete ich Motivationslos. Ihr Blick schrie gerade zu vor Genugtuung, und mein Gefühl sagte mir, dass heute ein schlechter Tag werden würde.. Ich irrte mich: Es wurde ein grauenvoller Tag! Denn Nachdem Narzissenträne mich zu unserer Anführerin Tautropfenstern geschleift hatte, wusste ich, dass ich nicht mehr lange Zeit hatte um mich zu Beweisen. Tautropfenstern gab mir eine allerletzte Chance mit einer Frist von einem Mond um zu zeigen, dass ich ein/e ehrwürdige/r Krieger/in bin. Als wenn ich nicht schon alles probiert hätte! Von Jungen retten bis hin zu den Clan verteidigen über hart trainieren wirklich ALLES! Aber wer wusste das denn schon zu schätzen? Meine Zeit lief, und alle Augen lagen auf mir. Ein Fehler und PENG!, wäre ich raus aus dem Spiel. Für sie war es ein Spiel, wie lange ich mich schlagen würde bis ich einen falschen Schritt machen würde, für mich war es der Kampf um meine Heimat. Würde ich dieses Spiel gewinnen, würden mich alle respektieren. Aber wollte ich mich überhaupt ihnen ergeben? Ich könnte Irgendwo ein neues Leben beginnen, und weg von allen Regeln sein. Ich hatte keine Ahnung.



    EPILOG
    Selber Tag
    Abends lag ich lange wach, und dachte über den SternenClan und die Welt nach. Die Sterne waren von Wolken bedeckt, und ich fühlte mich allein gelassen. Nur wegen meiner Vergangenheit verabscheuten mich alle! Ist das zu fassen? Wieder einmal wünschte ich mir nicht da zu sein. Einfach weg. Ob es der Wald der Finsternis oder der SternenClan wäre, wäre mir total egal. Einfach weg. Ein Schimmern erschien auf der Lichtung. War es eine SternenClan-Katze? Auch das war mir egal, ich war nicht in der Stimmung mit irgendwem zu reden. Doch als es nach Ewigkeiten immer noch da war, erhob ich mich auf die Pfoten. Tatsächlich: auf der Lichtung stand jemand. Eine kleine Katze, bei der man jedoch nur den schemenhaften Umriss erkennen konnte, obwohl sie leuchtete. Es war aber eher ein gräuliches Schimmern als ein kräftiges Leuchten. Die Katze trat auf mich zu, und instinktiv wich ich ein paar Schritte zurück. "Keine Angst..", sagte die Katze besänftigend. "Ich habe keine Angst!", erwiderte ich fest. "Mir ist zu Ohren gekommen, du würdest weg wollen. Egal wohin." Ich überlegte keinen Augenblick. "Ja!" "Vertraust du mir?" Hier zögerte ich jedoch. Ich kannte die Katze vor mir ja nicht einmal, andererseits war diese vielleicht eine einmalige Gelegenheit von hier zu entfliehen. "Uhm.. Ja?" "Dann gehe wieder zurück in dein Nest und versuche zu schlafen. Wir werden da sein und dich holen kommen.." Somit drehte er sich um, und verschwand einfach so. Verwundert ging ich zurück und folgte den Anweisungen. Kurze Zeit später war ich eingeschlafen

    Ich rekelte mich, und wachte auf. Irgendetwas war anders. Es war nicht das gewohnte weiche Moos, es war harter, feuchter Erdboden. Wo war ich? Über mir ragten hohe Bäume empor, und Nebel waberte um mich herum. Was war passiert? Wo war ich? Warum war ich hier? Das letzte an das ich mich erinnern kann, ist eine Erinnerung aus ferner Vergangenheit, als Eisfuchsjunges und ich noch geschlossene Augen hatten. Ein ungutes Gefühl beschlich mich, als ich ein lautes Atmen vor mir vernahm, und weiße Augen vor mir aufblitzten...

    42
    Dark Sun - von Silence Heart



    PROLOG:
    Verdammt! Warum, dachte sich Kupferschatten, warum? Der helle, silberne Vollmond stand am Himmel und warf einen Schimmer Mondlicht in die Kinderstube des AbendClans. Die junge Königin hätte die Konturen der Schlucht, in der sie mit ihrem Clan lebte, gut erkennen können, wenn ihre Sicht nicht von dem Schmerz der Frühwehen vernebelt wäre. Sie stöhnte gequält. Was war falsch an ihr? Was war seltsam an ihr? Sie war eine ganz normale Königin, die Junge erwartete. Junge vom 13 Monde älteren Anführer. Aber...das Alter war ihr und Ozeangeist schon immer egal gewesen. Ihre Liebe war schon immer unzertrennlich gewesen. Aber das er 28 und sie 15 Monde alt war, das hatten sie ignoriert...so was war für die beiden einfach nicht von Relevanz. Aber ansonsten war alles ganz normal an ihr und ihren Jungen. Nur, dass sie bereits eineinhalb Monde zu früh kamen, das war seltsam. Natürlich hatte der restliche Clan ihre qualvollen Schreie bereits gehört, aber die Heilerin des Clans, Splitterrose, war natürlich selbstverständlich auf der großen Versammlung, die stets an Vollmond stattfand. Der Heilerschüler Dämmerungspfote war zwar noch im Lager, aber dieser hatte überhaupt keine Erfahrung mit Geburten gemacht, da er erst vor einem Viertelmond mit seiner Ausbildung zur Heilerkatze angefangen hatte. Die erfahrene Kriegerin Falkenflügel und der älteste Kater des Clans, Kohlepelz, waren auch im Lager geblieben. Alle drei hatten sich bereits mit sorgvollen, mitleidigen Blicken um das Nest der wimmernden und sich vor Schmerz krümmenden Kupferschatten versammelt. Es war Chancenlos. Vier Junge sollten es sein. Vier kleine Fellbündel, die sie zappelnd und lebendig an ihrem Bauch spüren wollte, die sie mit Milch füttern wollte und denen sie beim spielen zusehen wollte. Vier Schüler, die sie beim lernen der Uralten Gesetze des Clans unterstützen wollte, denen sie beim großwerden zusehen wollte. Vier mal...nichts. Vier Kätzchen, die der Clan nie großziehen würde, die nie die Chance haben würden, Krieger zu sein, die nie das Clanleben kennen lernen würden...es war alles umsonst. Kupferschatten spürte, wie Verzweifelung in ihr hochkroch. Doch sie kämpfte für ihre Jungen. Sie würde für sie sie sterben, wenn es sein müsste...sie war bereit, alles dafür zu geben, dass ihre Jungen gesund zu Welt kamen. Sie war bereit, als "Heldin" zu sterben. Vielleicht nicht in einem Kriegekampf, aber im Kampf gegen den Tod. Wenn sie sich für ihre Jungen anstrengen würde dann würde sie vielleicht ein paar lebend zu Welt bringen würden. Durch ihre verschwommene Sicht konnte sie erkennen, wie Falkenflügel etwas zu Dämmerungspfote flüsterte. Dieser rannte davon. In Richtung Heilerbau? - Das konnte die Kätzin nicht erkennen, aber trotzdem glomm ein Funken Hoffnung in ihr auf. Dieser Funken Hoffnung erlosch jedoch in wenigen Herzschlägen, denn das erste Junge machte sich bereit. Jetzt war es zu spät. Sie versuchte noch einmal, sich anzustrengen, obwohl sie wusste, dass jede Hilfe jetzt zu spät kam, aber wenn sie es versuchte so konnte sie wenigsten von sich behaupten, dass sie für das Leben der Jungen gekämpft hatte. Sie schrie auf, hatte keinen Stock, mit dem sie die Schmerzen der Jungen hätte ausbeißen können, hatte keine Hilfe eines Heilers und keine Kräuter - aber trotzdem, die Junge kamen schnell - es war beinahe so, als wären zwei kleine Jungen mit einer Wehe und mit einem Schlag zur Welt gekommen. Es war sogar halbwegs schmerzlos. Da lagen aufeinmal vier kleine, Nasse Bündel an ihrem Bauch - und sie waren alle vier quicklebendig! Sie zappelten, kämpften um die erste Milch. Im Schatten der tiefsten Nacht konnte Kupferschatten ihre Fellfarben und ihre Körperumrisse nicht erkennen, aber sie spürte, das es alle vier waren, die sich an ihrem Bauch bewegten. "Nicht zu fassen", krächzte Kohlepelz, der so oder so schön eine sehr heisere Stimme hatte vor Bewunderung. Auch Falkenflügel beäugte ungläubig die Königin und ihren Wurf. Eine Bewunderung lag in der Luft - sie glaubten, Kupferschatten hatte hart gekämpft, doch..."Es war ganz einfach" hauchte sie, doch niemand schien ihr zu glauben - sie selbst glaubte sich nicht einmal...Kohlepelz und Falkenflügel verließen langsam die Kinderstube, da trat schon Dämmerungspfote ein. Der Gang des Schülers wirkte vorsichtig, Kupferschatten könnte seine Angst förmlich riechen. "K-Kupferschatten? E-Es tut mir so l-l-leid wegen deinen Jungen, ich b-bin leider z-u sp-pät..." seine Stimme zitterte vor der Befürchtung, gerade seinen ersten Wurf Junge an den SternenClan verloren zu haben. "Dämmerungspfote! Sie sind alle gesund!" beruhigte sie den jungen Kater. Dieser schaute sie jetzt ungläubig an "N-Nein" flüsterte er mit einem starren Blick auf Kupferschattens Bauch und in seiner Stimme schwang die selbe Emotion mit, wie in der der Älteren katzen: Bewunderung. "Doch! Schau nur!" Zärtlich deutete sie auf die vier kleinen Kätzchen. Er schüttelte kurz den Kopf "ein Geschenk des SternenClans" wisperte er und verließ den Heilerbau, doch seine Worte klangen plötzlich im Kopf der Kätzin wieder: "Ein Geschenk des SternenClans, Ein Geschenk des SternenClans...." Und da fiel es ihr wie Schuppen von den Augen: Die Geburt ihrer Jungen hatte nie in ihren Pfoten gelegen, der SternenClan hatte sie an das Licht der Welt gebracht! Er wird sie zu großen Kriegern machen! Der erste Schock verpuffte und Kupferschatten war erfüllt mit Glück, doch da meldete sich eine Stimme in ihrem Hinterkopf: "Es ist noch nicht vorbei. Sie werden kämpfen müssen, um ihr Leben. Schatten befleckt die Pläne des SternenClans. Es werden nur die starken Überleben..." Kupferschatten hatte keine Ahnung, woher dieser Gedanke kam, da sie eigentlich nach dieser Erleichterung nicht vorgehabt hatte, negativ zu denken, aber sie sollte wohl recht behalten...



    1. KAPITEL
    Sonnenjunges beobachtete das Lager von ihrem Lieblingsplatz aus. Der Felsvorsprung direkt über der Kinderstube war der perfekte Ort dafür. Ihr Vater, Ozeangeist, teilte soeben die Patroulien ein. Sie sah auch, wie ihre Geschwister Wolken-, Mond- und Sternenjunges unten mit Rotluchsjunges spielten. Etwas verträumt betrachtete sie die vier Katzen. Rotluchsjunges, der vor 4 Monden von dem Clan gefunden wurde, war echt verdammt niedlich. Sie mochte es aber nicht, mit ihren Geschwistern zu spielen, da sie keine Lust auf wilde Kämpferspiele hatte. Sie würde nur verlieren und alle anderen Jungen würden sie auslachen. Für Sonnenjunges war es ein klarer Fall: Sie war lieber alleine. Es war noch recht früh in der Blattfrische und obwohl es vor einen halben Mond noch in Strömen geregnet hatte und sich kaum ein Sonnenstrahl hatte blicken lassen war es jetzt angenehm warm. Es wehte eine sanfte Briese, die das flauschige Fell der Kätzin ab und an etwas glättete oder aufplusterte, je nachdem. Sie hörte die Vögel fröhlich in den Bäunen oben am Lagerand singen hören. Die oftmals in sich gekehrte, etwas depressive, nachdenkliche Sonnenjunges, die ihrem Namen noch nie alle Ehre gemacht hatte war heute vergleichsweise fröhlich. Einige Herzschläge lang überlegte sie sogar, zu ihren Clangefährten oder Wurfgeschwistern zu gehen und mit ihnen zu sprechen oder zu spielen. Denn normalerweise sprach die Kätzin keine anderen Katzen an, sie war einfach nicht sonderlich sozial. Doch bevor sie ihren Plan in Tat umsetzen konnte hörte sie eine Stimme. Und schon beim ersten Mal gefroren ihre Eingeweiden bei ihrem Klang, jeder Nerv erstarrte zu Eis. Und das, obwohl die Stimme nicht den geringsten, bösen Unterton an sich hatte. Sie klang weich, wie goldener Honig, der im Sonnenlicht strahlt. Doch das böse, verhasste an dieser Stimme war nicht der Unterton. Sie wusste nicht, was es war, aber sie wusste, dass es existierte. Schon damals. Doch sie hatte nicht die Macht, sich ihm zu widersetzen. Und dieser Herzstillstand, obwohl es nur ein sanft gehauchtes "Hey, Süße" war. Sonnenjunges hatte die Wahl: entweder sie fällt vor Schreck von dem Felsvorsprung und steht vor dem kompletten Clan als Idéotin da und versucht, ihren Clangefährten etwas von frostigen Stimmen zu erzählen, die sie sich möglicherweise nur eingebildet hat, oder sie dreht sich um und sucht nach der Katze, die gesprochen hat. Angesichts der Tatsache, dass sie eine Blamage um alles vermeiden möchte wählte sie letzteres. Würde Sonnenjunges das heute als Erwachsene Kätzin Lesen, so würde die sich vermutlich für ihre Tat Ohrfeigen. Sie konnte sich so zwar eine Blamage ersparen, aber dafür hatte sie den Weg gewählt, der ihr Leben mit Schatten beflecken und sie immer und immer wieder foltern würde. Doch das war der kleinen damals um keinen Preis bewusst. Also drehte sie sich um und blickte in ein tiefes, schwarzes Loch im Felsen, eine Art Höhle. Sonnenjunges schauderte. Sie besuchte diesen Platz seit fast vier Monden, immer dann, wenn sie genug vom Treiben im Lager hatte. Bei Tag und bei Nacht. Und noch nie hatte sie ein derartiges Loch bemerkt, von dem Schatten und Kälte ausging. Ein erschreckender Gedanke fuhr ihr durch den Kopf: Wurde sie schon immer von hieraus beobachtet? Für sie war es immer ein angenehmer Platz gewesen, an dem sie stets ihre Ruhe hatte. Von hier aus konnte sie immer das Lager beobachten, ohne gesehen zu werden. Aber wurde sie vielleicht selbst ungewollt ausspioniert? Sie hatte Angst, wollte wegrennen, doch ihre Neugier war leider viel zu groß. Sie wollte wissen, welche Katze eine honigweiche Stimme erzeugte, die ihre Knochen trotzdem zu Eis machen konnte. Also tappte sie langsam und ängstlich zitternd, immer noch halb gelähmt auf den Höhleneingang zu. Als sie dort angekommen war schaute sie noch einmal gründlich hinein, um feststellen zu können, wo sie auftreten konnte, doch sie konnte ganz abgesehen von dem ewigen Schatten nichts erkennen. Nochmal zögerte die junge Kätzin, dann seufzte sie.
    Ihre Mutter Kupferschatten hatte mal gesagt:"Wenn du vor etwas richtig Angst hast, dann ist es am besten, wenn du dich deiner Angst mit möglichst viel Energie und Entschlossenheit stellst. Je mehr du nachdenkst, desto schlimmer wird es werden." Ihre Worte klangen in den Ohren der jungen Kätzin wieder. Also machte sie einen Entschlossen Satzt in die finstere Höhle - und fiel. Sie fiel tief in die Dunkelheit hinein. Sonnenjunges versuchte noch, an einem Felsen oder ähnlichem Halt zu finden, Doch da war nichts, nur diese verdammte Dunkelheit. Sie stellte sich schon den Markerschütternden Aufprall vor. Sie fiel tausende und abertausende Fuchslängen tief, und je länger es dauerte, desto schlimmer wurde es. Dann schlug ihr Körper auf harten Stein. Mit einem Mal waren ihre Knochen wie gelähmt, alles Tät ihr weh. Sie musste um jeden Atemzug kämpfen. Und da erklang die Stimme, die eine Konsestenz von tropfendem Honig hatte. Diesmal hatte sie nicht einmal mehr die Kraft dazu, vor Kälte zu schaudern. "Unter den Strahlen der Sonne kann ich nicht weilen, du musst mich finden", hauchte es. Diesmal war sich Sonnenjunges nicht einmal mehr sicher, ob sie sich diese Worte nur einbildete. Sie wusste nicht genau, wann es geschah, aber innerhalb der nächsten Herzschläge hatte sie ihr Bewusstsein verloren.

    43
    Kämpferjunges - von Falkensprung



    Prolog:
    Eine Kralle riss Schwarzjunges Bauch auf bevor die Katze ihn zu Boden schleuderte. " er atmet nicht mehr " hörte Schwarzjunges seine Mutter rufen. Doch es war zu spät er war tot. Schwarzjunges machte die Augen auf und sah eine hellbraune Kätzin die ihn anblickte " wilkommen im Wald der Finsternis hier sind alle Katzen die stark und mutig waren aber auch Katzen getötet haben " sagte sie. Schwarzjunges starrte die Kätzin ungläubig an " warum bin ich hier " fragte er. " wir brauchen mehr Katzen und du bist stark also haben wir dich ausgewählt" murmelte sie. Schwarzjunges fragte:" wie heißt du mein Name ist nämlich Schwarzjunges ". Die fremde Kätzin lachte " ich bin Eulentot und ab heute heißt du Schattentot " sagte sie.



    2. Kapitel

    Eulentot ging voraus und Leopardenfleck und Schattentot folgten ihr. Nach einem langem Weg zu Fuß waren sie da am Stein der Träume. Hier konnten sie zu den Clankatzen sprechen oder mit dem Sternenclan zu kommunizieren. Er legte sich neben den Stein und berührte ihn mit dem Schwanz bevor er einschlief. Er machte die Augen auf neben ihm sah er seine Mentorin und ihren Berater. Ein Kater mit langem Fell rannte aus einem Busch und blieb ängstlich stehen als er sie bemerkte. " Hallo du bist sicher mutig " sagte Eulentot und ging um ihn herum " oder doch nicht. Kämpfe mit Schattentot um es herrauszufinden ". Schattentot erstarrte war das ihr Ernst? Der Kater nickte und stürzte sich auf ihn um ihn umzuwerfen. Doch Schattentot war nicht dumm, er wich aus und grub seine Krallen in sein Fell. Sofort rief der Kater " ich ergebe mich " und der Kampf war vorbei. " das war ja mal einfach " sagte Schattentot belustigt. Eulentot gab das Zeichen zum Aufbruch und die drei Katzen verschwanden in der Dunkelheit. " ok ich dachte das könnte mann als Kampftraining benutzen " sagte sie. Leopardenfleck der die ganze Zeit nichts gesagt hatte murmelte " wir üben dann nachher " und verschwand mit seiner Mentorin im Nebel. Er machte sich auf den Rückweg achtete aber darauf wo er langlief um den Stein wieder zu finden. Er rollte sich nach dem anstrengenden Rückweg zusammen und schlief ein.



    3. Kapitel

    Das zweite mal am Stein der Träume war er allein. Er legte sich hin und schlief ein. Im Traum stand er auf einer Wiese und sah sich um. Ein paar Katzen lungerten auf einem Fleck herum und beachteten ihn gar nicht. Er wollte gerade zu ihnen laufen als zwei Katzen sich aus dem Schatten lösten. " hallo ich mag Katzen die so mutig sind wie du " sagte die eine. " ich bin doch nicht mutig " murmelte Schattentot. " doch sich alleine zum Stein der Träume zu begeben finde ich echt mutig " sagte die kleinere hübsche Kätzin " und das du in den Sternenclan willst wissen wir auch ". " was, das wisst ihr " rief er erstaunt " und es stimmt sogar ". " ich bin smaragdpfote " sagte die kleine Kätzin " ich bin wie du als Junges in den Sternenclan gekommen ". " nein, ich bin nicht in den Sternenclan gekommen sondern in den Wald der Finsternis " murmelte Schattentot enttäuscht. " das macht doch nichst " sagte die ältere Katze und ging. Aber Smaragdpfote blieb noch da und schaute ihn an " ich weiß das es schwer für dich ist aber wir werden dir helfen so gut es geht ". " ok " murmelte Schattentot. " das musst du wissen, ja, du kannst uns vertrauen" sagte sie " wir werden eine Lösung finden und dir ein Zeichen schicken, ok "? " ja klar " sagte Schattentot und schaute die Kätzin an " gibt es eine Möglichkeit das ich in den Sternenclan komme "? " sicherlich, wir wissen blos nicht welche, wir werden das aber herausfinden " sagte smaragdpfote und schaute ihn liebevoll an.



    4. Kapitel

    Schattentot sah zu dem kater hoch der die Versammlung eröffnet hatte. Letzte Nacht war er beim Sternenclan gewesen und schlief deshalb fast ein. " heute wird ein großer Erfolg für den Wald der Finsternis sein denn heute werden wir es sein die den Sternenclan vernichten " rief der Kater der den Wald der Finsternis anführte. Sein Name war Todesblut. " in zwei Stunden werden wir angreifen und falls Schüler gut gekämpft haben werden wir noch ein Treuefest feiern " rief Todesblut bevor er in seinen Bau trottete. Schattentot dachte nach villeicht schaffte er es heute in den Sternenclan zu kommen. Freude durchströmte seinen Körper wenn er daran dachte aber auch Angst. Natürlich hatte er Angst das war sein erster richtiger Kampf. Er legte sich hin um sich noch ein bisschen auszuruhen. Mit einem Kampfschrei erwachte er, Todesblut trommelte alle seine Katzen zusammen. " jetzt kannst du dich beweisen " sagte Eulentot die ebenfalls aufgestanden war. Schattentot nickte nur kurz und folgte dann Todesblut der loslief. Nach einem langem Weg erreichten sie eine Lichtung mit unzähligen anderen Katzen. Das sie vom Sternenclan waren war nicht zu übersehen. " angriff " schrie Todesblut und alle Katzen warfen sich ins getümmel.



    5. Kapitel
    Schattentot sprang auf einen Kater und biss ihm ins Ohr. Doch dann wendete sich das Blatt und Schattentot lag auf dem Boden, um seinen Hals lagen scharfe Zähne. Plötzlich sprang eine Katze auf den Kater über Schattentot und warf ihn um. Es war Eulentot. " ich weiß das du für den Sternenclan kämpfst und das werde ich auch tun " sagte sie. Erleichtert sah Schattentot sie an und lief dann los um anderen zu helfen. Er sah nurnoch das seine Mentorin auf Todesblut zusprang. " smaragdpfote " rief Schattentot als er seine Freundin sah die unter einer großen Kätzin lag. Doch bevor er sich auf sie stürzen konnte rief jemand " Todesblut ist tod und der Kampf ist beendet ". Alle Katzen hörten auf zu kämpfen und liefen zu ihren Freunden. " Eulentod '' rief Schattentot und rannte zu der leblosen Gestalt neben dem toten Anführer. Seine Mentorin hatte ihren ehemaligen Anführer getötet war aber dabei selbst gestorben. Nachdem alle um sie getrauert hatten vergruben sie sie. Smaragdpfote kam auf ihn zu und bot ihm an mit Leopardenfleck in den Sternenclan zu kommen. So kam es das er endlich im Sternenclan war.



    Epilog:
    ( Zeitsprung )

    Kiefernnadel war Schattentots neuer Name. Er saß neben seiner Gefährtin Smaragdlicht und schaute auf seine Jungen. Gerade jetzt dachte er daran was passiert wäre wenn er jetzt immer noch im Wald der Finsternis wäre. Er wusste das die Gefahr die vom Wald der Finsternis ausging noch nicht besiegt war. Sein ehemaliger Clan würde noch einmal angreifen und er wusste nicht ob er dafür gewappnet sein würde.

    ENDE

    44
    Die Geschichte von Rosenjunges:




    Kapitel 1

    Geisterschweif saß aufrecht in ihrem Nest aus Moos, welches mit gefärbten Blättern und Kastanien geschmückt war und nach Blattfall duftete. Sie beobachtete lächelnd die Nächtlichen Schatten an der Wand im Kriegerbau und formte sie in Gestalten, wobei sie sich mehrmals dabei ertappte, den Kopf von Rattenpfote zu sehen. »Kannst du nicht schlafen« flüsterte eine Stimme neben ihr. Geisterschweif, tief in Gedanken versunken, erschreckte sich kurz und drehte den Kopf amüsiert schnurrend zu ihrer Freundin Schrecknacht. »Ja, du auch nicht?« Schrecknacht nickte und schaute auf die Schatten, dann miaute sie,»Morgen beginnt die Spucknacht...«. »Stimmt ja!« antwortete Geisterschweif fröhlich. Durch ihre Träumerei hatte sie völlig vergessen, dass sie und die neu ernannten Krieger die Spucknacht vorbeirteten durften. Und sie sah ihre Eltern wieder! Wie faszinierend es immer war, ihre Eltern in dieser Nacht als Geister zu sehen, da beide schon in ihrer frühen Schülerzeit durch einen Hundeangriff starben. Sie schlug spielerisch mit ihrem weißem Schweif und drehte sich ganz zu ihrer Freundin. »Freust du dich denn nicht?« fragte sie.»Hm...« machte Schrecknacht und starrte weiter die Schatten an. Geisterschweif legte den Kopf schief und über legte was sie sagen könnte, aber Schrecknacht sprach leise weiter. »Glaubst du nicht, dass die Geschichten der Ältesten war sind?«. In ihrem Gesicht lag ein nachdenklicher und zu gleichzeitig angeglicher Ausdruck. Geisterschweif grinste. »Aber Schrecknacht! Das sind doch nur Kimderstubenmärchen! Die sind überhaubt nicht war... Ich meine, als Junge und Schüler haben wir an sowas geglaubt, aber jetzt? Wir sind Krieger!« Schrecknacht sah leicht gekränkt aus und Geisterschweif bereute ihre Antwort verlegen. Die graue Kätzin schaute Geisterschweif an und erwiderte,» Aber wenn es Geister gibt, dann ist es doch möglich das es auch andere Wesen gibt!« Geisterschweif blinzelte
    verwirrt.»Schon, aber wir glauben schließlich an unsere Ahnen, deswegen können wir sie sehen.« meinte sie dann. Schrecknacht erwiderte ihren Blick. »Aber wenn man an diese Wesen glaubt, dann müssten wir sie doch auch sehen... Wie bei unseren Ahnen!« Geisterschweif schwieg. Darauf hatte sie keine Antwort. Wenn man mit Schrecknacht redete, hatte meist sie das letzte Wort. Aber irgendwie hatte sie auch Recht, oder? Könnte es nicht möglich sein, sie zu sehen, weil man an sie glaubte, genau wie bei ihren Geistervorfahren? Nein... Sie hatte doch gerade selbst gesagt, das alles nur Märchen waren. Nicht wahr? Geisterschweif gähnte. »Ich denke wir sollten lieber doch schlafen...« miaute sie und rollte sich in ihrem Nest zusammen, Schrecknacht gähnte ebenfalls und tat es ihr gleich. »Gute Nacht.« murrmelte sie und schlief mit den Gedanken an ihr Gespräch ein.



    Kapitel 2

    Geisterschweif streckte sich und blickte in den Himmel. Die Sonne stand hoch über ihr, was heißen musste das gerade Sonnenhoch war. Kürbisstern hatte ihnen befohlen sich noch mal auszuruhen, bevor sie zur großen Lichtung gehen würden. Doch jetzt war Sonnenhoch und Zeit sich auf den Weg zu machen. Geisterschweif bemerkte Gruselfang, eine Älteste, die neben Kürbisstern saß und ihr zu nickte. Geisterschweif Leif eilig zu ihnen. »Könntest du bitte Fledermausflügel, Zahnfall, Mondstille und Schrecknacht holen? Wir wollen jetzt aufbrechen.« fragte Gruselfang und stand auf. Geisterschweif neigte den Kopf und tappt freudig in den Kriegerbau. »Schrecknacht, Fledermausflügel, Zahnfall, Mondstille! Es geht los!«, miaute sie und die genannten Krieger setzten sich verschlafen auf. Nachdem sie sich alle geputzt hatten versammelten sie sich vor dem Eingang und der Clan wünschte ihnen viel Glück.
    Gruselfang führte sie zügig zur großen Lichtung. »Also... Ihr kennt die Regel, nicht? Nun gut ich sage sie trotzdem noch mal. Ihr dürft keine Hilfe von anderen annehmen und ihr müsst friedlich miteinander auskommen. Außerdem dürft ihr euch auf keinen Fall im Stich lassen. « sie schaute alle an. Geisterschweif wunderte sich. Warum war es so wichtig sich nicht im Stich zulassen, oder was hatte das überhaubt damit zutun? War es denn so wichtig zusammen die Lichtung zu schmücken?
    Wärend sie weiter durch den Wald liefen stieg Geisterschweifs Freude weiter und sie vergas schon fast die komische Regel. Es war ein sonniger Tag, nur der Wind war kühl und am Himmel standen vereinzelt Wolken. Dann würde es heute Nacht auch klar am Himmel sein! Nachdem sie einen kleinen Bach überquert hatten trafen sie auf die Gruppe der SeelenClan Krieger. »Seit freundlich zu ihnen« miaute Gruselfang und winkte mit dem Schweif einen grauen Ältesten zu. Dieser nickte und miaute kurz etwas zu seiner Gruppe, dann drehte er sich um und verließ die Lichtung. »Viel Glück!« maunzte Gruselfang und drehte sich ebenfalls um. Geisterschweif schaute ihr nach, bis sie nicht mehr zusehen war und wandte sich dann der Gruppe zu.



    Kapitel 3

    Die beiden Gruppen blickten sich an und Geisterschweif entdeckte Rattenpfote, der anscheinend auch seinen Kriegernamen bekommen hatte.»Also ich heiße jetzt Rattenbiss und das sind Spinnenflug, Blutspritzer, Käfersprung und Gewitternacht.« stellte sich Rattenbiss vor und wieß mit seiner Pfote nacheinander auf sich, eine braune und eine rote Kätzin, einen grauen Kater und einen schwarzweißen Kater. Geisterschweif lächelte. Zahnfall ergriff das Wort und miaute:»Wir sind Mondstille, Fledermausflügel, Schrecknacht, Geisterschweif und Zahnfall«, dabei nickte er in die Richtung der jewalligen Krieger. Geisterschweif machte zögernt einen Schritt nach vorne. »Ich bin dafür, dass wir als erstes Spinnenweben besorgen und sie über die Lichtung verteielen.« miaute sie und der größte Teil stimmte zu. »Wieso machen wir etwas was uns eine NachtClankatze sagt?« fragte die braune Kätzin-Spinnenflug frech. »Weil sie als erste eine Idee hatte!« entgegnete Zahnfall mit einem leicht fauchenden Unterton. Spinnenflug grinste und öffnete das Maul um etwas zu antworten aber Mondstille kam ihr zuvor. »Wir sollen uns doch nicht streiten...«. »Da hast du Recht, wenn du eine Idee hast dann machen wir deine als nächstes Spinnenflug.« miaute Rattenbiss. »Lasst uns jetzt Spinnenweben sammeln, sonst werden wir bis Mondhoch nicht fertig!« Blutspritzer hatte geantwortet und darauf hin liefen die Katzen zu den bestem Stellen, bei denen man Spinnenweben finden konnte. Geisterschweif trug ihre zu den Brombeebüschen, die die Lichtung umgaben und hängte sie darin auf. Die anderen taten es ihr gleich, oder klätterten auf Bäume um sie darin auf zu hängen. Als sie fertig waren und in der Mitte zusammengekommen waren wurde es plötzlich still. Nicht etwa das die Katzen still waren, sondern alles war still. Und dann wurde es dunkel. Flügelschläge waren zu hören und dann kreischen. Geisterschweif konnte sich vor Schreck nicht rühren. Was war das? Spitze Zähne gruben sich in ihre Schulter und sie schlug mit den Pfoten um sich in der Hoffnung eines dieser Wesen zu treffen. »Ihr müsst mit den Krallen die Flügel treffen, dann können sie nicht mehr fliegen!« rief Fledermausflügel. »Kommt am besten alle zusammen, so sind wir geschützter!« miaute Schrecknacht ängstlich. Geisterschweif leitete sich durch die rufe der anderen zu der Gruppe und sie schafften es einen Kreis zu bilden und die geflügelten Wesen zu bekämpfen. Als Geisterschweif sich genau auf diese konzentrieren konnte sah sie eine Art Fledermaus nur mit komischen roten Augen und zu groß für normale Tiere. Dann hörten sie wieder Vögel und das rauschen vom Wind und die plötzliche Dunkelheit war wie die Fledermäuse wieder weg. »Was war das denn!«keuchte Rattenbiss und Geisterschweif glättete ihr zerzaustes Fell. »Keine Ahnung, aber ich glaube in den Geschichten der Ältesten kamen solche Wesen einmal vor...« Schrecknacht blickte zu Geisterschweif. Was hatte das zu bedeuten? »Und wenn sie zurück kommen?« fragte Mondstille. Geisterschweifs Pelz kribbelte furchtsam. »Lasst uns weiter machen...« wechselte Zahnfall das Thema und alle, auch Spinnenflug nickten.

    45
    Die Geschichte von Spuki^^:




    1.Kapitel Blutkatzen

    Wurzelnacht saß aufrecht in ihrem Nest und rührte sich nicht. Sie konnte nicht schlafen. Manchmal versuchte es die Kätzin, indem sie die Ameisen zählte, die über ihr Nest aus Laub, und Moos krabbelten, oder die Sterne die durch ein Kleines Loch im Höhlen Baumstamm, der als Kriegerbau diente, schienen. Es brachte nichts. Wegen diesem Traum. Seit Monden träumte sie davon, das Wurzelnacht in einem Dunklen Wald, ohne Licht wanderte, und schneeweiße Katzen erschienen, mit Blutenden Augen, und überall Narben. Sie verfolgten Wurzelnacht, bis die, erschöpft zusammenbrach und die Blutaugen sie zerfleischten. Blutaugen. Wurzelnacht hatte sie so getauft. Die Kätzin schauderte. Sie wollte sich ablenken, indem sie sich auf andere Dinge konzentrierte. Die junge Kätzin sog die Luft ein. Es roch nach Blattfall. Klar. Es war ja Blattfall. Wurzelnacht, vermisste die Blattgrüne ganz und gar nicht. Sie fand, das die Blattleere, trotz des Beutemangels, der schönste Blattwechsel war. Die vielen roten, goldenen, orangenen Blätter. So viele Bunte Farben. Der Duft der Kastanien, des frischen Laubs. Wurzelnacht lächelte. Dann sah sie zu ihrer besten Freundin Nachtvogel. Die schlief natürlich tief und fest. Wie ein Stein. Man könnte meinen, sie wäre einer. Ein Stein. Nachtvogel träumte nie schlecht. Wenn- dann gut. Wurzelnacht war das genaue Gegenteil. Die beiden kannten sich schon seit ihrer Kinderstubenzeit. Sie hatten IMMER alles zusammen gemacht. Schließlich gähnte Wurzelnacht doch. Sie rollte sich zusammen. In der Hoffnung, gut zu schlafen.



    2. Kapitel Kampf!

    Wurzelnacht wurde durch Salamandersterns Versammlungsruf wach. "Alle Katzen die alt genug sind
    Beute zu machen, mögen sich unter dem Eichenbaum versammeln!". Verwirrt richtete Wurzelnacht sich auf, und Glättete sich schnell das Brustfell. Dann ging sie hinaus, um sich zu Nachtvogel zu Gesellen. Der Kätzin war die Aufregung anzusehen. "Was glaubst du ist los! Eine Schülerin Zeremonie! Vielleicht von Pfeiljunges, Spinnenjunges, und Buntjunges! Vielleicht werde ich Mentorin!" Wurzelnacht verdrehte hinter dem Rücken ihrer Freundin die Augen. Die soeben genannten Jungen waren zu jung. "Sie sind doch erst 3 Monde alt!" Nachtvogel zuckte die Schultern. "Wer weiß!" Die beiden setzten sich zu den anderen Katzen. Wurzelnacht merkte, das sich Häherklaue besonders nah zu ihr setzte. Sie nahm das nicht ernst. Er wollte sich bestimmt nur irgendwo Hi setzen. Dann lauschte die Kätzin, Salamandersterns Worten. "Der FelsenClan hat uns zu einem Kampf um den Fluss herausgefordert!" Der Clan jaulte entsetzt, protestierend, oder einfach nur verwirrt. "Ich habe dem Kampf zugesagt! Dieser wird heute statt finden!" Die meisten Katzen nickten zustimmend. "Die erste Kampfpattruollie, wird von mir geführt! Mit dabei sind; Schilflicht, Bärenpelz, Feuerschweif, Nachtvogel," Nachtvogel quicker aufgeregt als sie ihren Namen hörte. "Otterkralle, Gewitterpelz, Sonnentau, und Salbeilicht, Froschpfote, Kieselpfote, Klippenpfote, und Frostpfote!" Wurzelnacht war enttäuscht als sie ihren Namen nicht hörte. "Ich habe noch eine zweite, überraschungspattroullie eingeteilt!" Rief Salamandersterns. In Wurzelnacht keimte ein Funken Hoffnung auf. Blieb ja noch die Zweite Pattroullie. "Waldgesicht führt sie an! Dabei sind; Häherklaue, Klettkralle, Samtherz, Erlenschweif, Weidenblatt, Regenhauch, Aschenfleck, Muschelklaue, und Tigerblüte, Wieselpfote, Zweigpfote, und Lichtpfote!" Wurzelnacht peitschte enttäuscht mit dem Schweif. Sie durfte nicht mit! "Die Versammlung ist beendet und die Pattrollien brechen sofort auf!" Damit sprang die Anführerin von der Eiche. Nachtvogel sprang zu Wurzelnacht. "Schade das du nicht mitdarfst!" Sie klang ehrlich traurig. Wurzelnacht wollte nicht das sie wegen ihr traurig war. "Passt schon! Das nächste mal eben!" Sie pressten die Köpfe vielleicht ein letztes Mal aneinander. Dann rannte ihre Beste Freundin zu ihrer Pattroullie. Wurzelnacht sah allen nach, bis sie im Dornentunnel verschwunden waren. Dann tappte sie in den KB. Sie wollte schlafen.



    3. Kapitel Niederlage

    Wurzelnacht wachte von dem Geschrei von Froschpfote auf. Sie stand blutend auf der Lichtung und rief; "Wir verlieren! Salamanderstern hat gesagt das ich Eulenblitz, Steinschweif, Wurzelnacht, Luchtsprung, Zweiglicht, Igelschweif, Farnherz, Apfelblatt, Blaunacht, Vogelbeere, und Zimtschnee holen soll!" Sofort war Wurzelnacht hellwach. Vogelbeere war der zweite Anführer des Clans und führte die Pattroullie an. Sie rasten aus dem Lager und wenig später, waren sie bei dem Schlachtfeld angekommen. Sofort stürzten sich alle in den Kampf. Wurzelnacht war plötzlich neben
    der schwer blutenden Nachtvogel und sie kämpften Seite, an Seite. "Nachtvogel!" Rief Wurzelnacht panisch. Sie sah, das Nachtvogels Kräfte nachließen. Sie keuchte. "Nur leichte Wunden!" Wurzelnacht wurde plötzlich von Fuchklaue angesprungen. Sie kämpften verbissen weiter bis Salamandersterns rief; "WasserClan! Rückzug!" Die WasserClan-Katzen rannten zum Lager zurück. Wurzelnacht stützte Nachtvogel. Als sie beim Lager ankamen wurden alle versorgt. Als der 2. Heiler Sonnenpelz zu Ihnen kam miaute Wurzelnacht; "Nachtvogel zuerst!" Doch Nachtvogel war zu schwer verwundet. Der Heiler seufzte. "Sie wird es nicht schaffen..." "Was! Nein!" Wurzelnacht drückte sich schockiert an ihre Freundin. "Nachtvogel! Bleib bei mir!" Diese stöhnte. "Wurzelnacht! Du warst mir immer die beste Freundin die man haben..." Sie hustete. "Haben kann. E- es war Eichenfell. V-vergiss mich nicht..." Nachtvogel Schloss die Augen. Für immer. "NEIN!" Wurzelnacht könnte es nicht fassen.



    4. Kapitel Falsche Katze

    Wurzelnacht war geschockt. Sie starrte nur den klar werdenden Leichnam ihrer Freundin an. Nachtvogel war tot. Dann Begriff sie. "NEIN! NEIN!" Sie schrie ihre Wut und ihren Schmerz hinaus. Dann drehte sie sich zu Salamanderstern um, die vor ihr stand. "Ihr habt sie sterben lassen! Ihr habt sie im Stich gelassen!" Dann sprang sie ihre Anführerin an... Und stoppte sofort. Salamandersterns Fell, ihre Haut, schmelzen vom Körper ab. Alle Katzen wichen zurück. Zum Vorschein kam ein riesiger Schneeweißer Kater mit Blutroten Augen. Sein grinsen war viel zu breit und gruselig. "Wer bist du!" Wurzelnacht versuchte keine Furcht zu zeigen. "Und was hast du mit Salamanderstern gemacht!"

    46
    Verseucht - der letzte Überlebende - von Funkenfell!

    (Ist zu lang, um sie hier einzufügen, also hier ist der Link:)

    https://www.testedich.de/quiz57/quiz/1539175710/Verseucht-der-letzte-ueberlebende

    47
    Ich entschuldige mich noch einmals, dass alles erst heute kommt...ich weiß, ich habe gesagt, es kommt gestern, aber ich bin nicht dazu gekommen, weil ich zu faul war. Ich bin ehrlich. Ich hätte es auch am Sonntagabend machen können, aber da war mein Handy kaputt:-/. Bestimmt ist es euch auch zu blöd, immer ein bis fünf Tage auf das neue Thema zu warten, ich danke euch, dass ihr nicht allzu ausrastet und mich nicht hatet oder so...


    So, jetzt genug von der Sache, hier kommen erstmal die Gewimmer vom November!


    Auf dem ersten Platz:
    Luffy124 - das Böse in mir mit 7 Stimmen!

    Auf dem zweiten Platz:
    Funkenfell! - Verseucht - der letzte Überlebende mit 5 Stimmen!

    Auf dem dritten Platz:
    Todeslilie - Der Teufel selbst mit 4 Stimmen!



    Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

    48
    Soooo und natürlich darf das neue Thema nicht fehlen^^ Ich habe gesehen, wie ihr in den Kommentaren darüber diskutiert habt und da ich wieder mal planlos war, habe ich das genommen, was für mich am meisten gewollt zu scheint war (war das grad ein richtiger Satz? XD). Also, hier kommt das neue Thema für den November...



    Unerwiderte Liebe!

    It's Drama time! Unerwiderte Liebe ist so ein Thema, das nicht ohne Eifersucht oder Traurigkeit auskommt. Gefühle und Gedanken spielen hier eine wichtige Rolle. Ihr könnt es auch unterschiedliche Weise in eure Geschichte einfädeln, es ist ganz euch überlassen. Ich gebe nur vor, dass es kein Happy End im dem Sinne geben soll, dass der Hauptcharakter mit der Katze, die er liebt, zusammenkommt. Das wäre ja am Ende erwiderte Liebe und das ist ja nicht das Thema. Also Drama bis zum Ende^^.

    Ich wünsche euch noch einen schönen Monat und gute Ideen!

    49
    Die Geschichte von Luffy124:




    PROLOG
    "Miracle! Ich bin wieder da!" Die weiße Kätzin richtete sich auf, als seine Stimme sich einen Weg durch die vielen Gänge des unterirdischen Labyrinths bahnte und schließlich in der Haupthöhle ankam, in der die Kätzin lag. Es dauerte gar nicht lange, bis der dunkelrote Kater durch den steil abfallenden Eingang zur Haupthöhle angeschlittert kam und mit den Kräutern im Maul strahlend vor ihr stehen blieb. Sie ließ sich nicht anmerken, wie viel Kraft sie aufwenden musste, um sich aufzusetzen. "Hallo, Dawn", begrüßte sie ihn freundlich. Er legte die Kräuter vor ihr ab. Doch als er sie musterte, legte er plötzlich die Stirn in Falten und das Lächeln verschwand aus seinem Gesicht. "Es geht dir doch besser, oder?" Er klang ernst. "Ja, ja, natürlich! Dank der tollen Kräuter, die du mir bringst, geht es mir jeden Tag besser!", beteuerte sie, aber sie war leider nicht besonders gut im Lügen. "Miracle", sagte er, "du musst mir die Wahrheit sagen! Wenn diese Kräuter nicht helfen, dann suche ich dir andere..." "Nein, nein, schon gut", murmelte sie. "Hast ja Recht. Wenn sich an meinem Zustand irgendetwas geändert hat, dann ist er höchstens schlechter geworden..." Sie vermied es, ihm in die Augen zu sehen, die genauso hellgrün waren wie ihre eigenen. Schwerfällig ließ sie sich wieder auf den Boden sinken. "Oh, Miracle", flüsterte er. "Hättest du nur eher etwas gesagt... Ich hätte dir Kräuter bringen können, die dir wirklich helfen..." Sie streckte eine Pfote aus und er verstand das als Wink, näher zu ihr heranzutreten, was er auch tat. "Es ist doch nicht deine Schuld, Dawn", krächzte sie. Er öffnete das Maul, aber sie bedeutete ihm mit dem Schweif, zu schweigen. "Ich möchte dir etwas erzählen", begann sie und er setzte sich nahe bei ihr nieder, um sie zu wärmen. Sie schnurrte kurz, wurde dann aber von einem heftigen Hustanfall geschüttelt. Als sie sich wieder etwas beruhigt hatte, fing sie an zu erzählen. "Du weißt doch, dass im Westen von hier ein Wald liegt. Der, bei dem du, als du jünger warst, immer so gern gespielt hast..." Er nickte. "Ich habe es dir strikt verboten, dort zu spielen, und jetzt sollst du den Grund dafür erfahren. In diesem Wald leben vier Katzenclans. Sie verachten mich, da einmal ein Unfall passiert ist, bei dem eine von ihren Kriegerinnen zu Tode kam..." Dawn machte große Augen. "Ein Ast fiel ihr auf dem Kopf, ich rannte natürlich sofort hin und dann kam diese alberne Patrouille und behauptete, ich hätte sie getötet." Miracle schnaubte verächtlich. "Nun ja, in diesen Clans scheint es aber auch nette Katzen zu geben. Und ich möchte, dass du einen Ort hast, wo du hingehen kannst. Bitte geh zur nächsten Patrouille, die dort vorbeikommt und sag ihnen, dass du Dämmerung heißt. Sie wissen nämlich nichts von dir, und aus Angst, dass du dich als Junges verplappern und ihren aus Versehen erzählen könntest, dass du mit mir verwandt bist, habe ich dich immer von dem Wald ferngehalten." Hier endete Miracle. Dawn starrte sie an. "Sie wissen nichts von mir?" Miracle seufzte und sah ihn traurig an. "Ich wollte doch nur nicht, dass dir noch mehr Hass entgegenschlägt, als ich ihn schon erleben musste...", miaute sie. Und plötzlich stockte ihr der Atem und ihr Kopf sank auf den Boden. "Nein!", entfuhr es Dawn. Er wartete ein wenig. Versuchte, sie anzusprechen. Stupste sie an. Aber nichts half. Miracle war tot. "NEIN!", heulte Dawn. Er schmiegte sich an sie und die ersten Tränen rollten aus seinen Augen. Erst jetzt realisierte er, wie müde er überhaupt war. also versuchte er zu schlafen, nach einer Weile hatte er sich tatsächlich neben seiner toten Mutter in den Schlaf geweint.



    KAPITEL 1
    "Ich rufe alle Katzen, die alt genug sind, um sich eigene Beute zu erjagen, auf, sich hier am Hochstein zu versammeln!" Neugierig lief Immergrünpfote aus dem Schülerbau. Ihre Schwester Schneepfote und ihre beste Freundin Feuerpfote kamen dicht hinter ihr her. Die drei setzten sich am Fuße des Hochsteins hin. Erstaunt sah Immergrünpfote, dass hinter der Clanführerin Regenstern jemand stand. "Ich möchte euch gerne Dämmerung vorstellen. Eine Patrouille brachte ihn mit und ich bin der Meinung, dass wir ihn hier im DonnerClan aufnehmen sollten." Sie drehte sich dem jungen Kater zu. Er blickte sie ebenfalls an und Immergrünpfote fiel auf, dass seine Augen verblüffend grün waren. "Dämmerung, schwörst du, deinem Clan treu zu dienen und ihn immer zu verteidigen, selbst wenn es dich das Leben kostet?" Bei ihren letzten Worten zuckte Dämmerung kurz mit der Schwanzspitze. Dann nickte er. "Dann wirst du von nun an den Namen Dämmerpfote tragen. Deine Mentorin wird Blütenblatt werden. Wir heißen dich im Clan willkommen!" "Dämmerpfote, Dämmerpfote!", rief der Clan, als die völlig überraschte Blütenblatt mit ihrer Nase die ihres neuen Schülers berührte. "Na, der ist ja sehr redselig!", scherzte Schneepfote, als die Clanmitglieder in alle Richtungen davon gingen. "Allerdings", pflichtete ihr Feuerpfote lachend bei. "Ich will nicht erleben, dass der mal Anführer wird! Obwohl... seine Reden wären sicher toll!" Sie lachte. "Was meinst du, Immergrünpfote?" "Hm?" Immergrünpfote hatte die letzten Momente dem dunkelroten Kater hinterhergestarrt, der eben im Schülerbau verschwunden war. "Immergrünpfote?", fragte Feuerpfote und stupste ihre beste Freundin an. "Alles in Ordnung?" Immergrünpfote zwang sich, ihren Blick vom Eingang des Schülerbaus zu lösen und schaute die beiden anderen Schülerinnen an. "Jaah", machte sie, immer noch ein wenig geistesabweisend. "Alles gut." Schneepfote lächelte schon wieder, aber Feuerpfote hatte immer noch argwöhnisch die Stirn in Falten gelegt. "Wirklich?" Sie wollte Immergrünpfote nicht so recht glauben. Zum Glück kamen in diesem Moment die Mentoren der drei, Silbernase, Beerentau und Wieselsprung, angelaufen und forderten ihre Schüler auf, mit ihnen zur Trainingskuhle zu kommen, daher war Immergrünpfote Feuerpfote keine Antwort schuldig. Zu sechst machen sich die drei auf den Weg...
    Als die drei Schülerinnen am Abend in den Schülerbau trotteten und sich todmüde in ihren Nestern zusammenrollen wollten, war das vierte, sonst immer freie Nest von fünf besetzt. Die drei hatten Dämmerpfote ganz vergessen. Schlagartig begann Immergrünpfotes Herz schneller zu schlagen, als er den Kopf hob und sie mit sein strahlend grünen Augen aus der Dunkelheit anblickte. "He", durchschnitt Feuerpfotes Stimme plötzlich die Stille. "Das ist mein Nest." Er nickte bloß, rappelte sich auf und ging zur Seite. Wortlos rollte sich Feuerpfote in dem Nest ein. "Tut mir leid", flüsterte Immergrünpfote, weil sie sich nicht sicher war, ob ihre Freundin wirklich schlief. "Sie hat schon so schlechte Laune, seit ich ihr vorhin nicht geantwortet habe..." Dämmerpfote nickte kurz. Er wartete. Die anderen beiden legten sich in ihre Nester und er ging zu dem anderen, was frei war. Im fünften Nest schlief Steinpfote, welche Immergrünpfote überhaupt nicht leiden konnte, was absolut auf Gegenseitigkeit beruhte. Da bemerkte Immergrünpfote Feuerpfotes Geruch an Dämmerpfotes Nest. Es war Feuerpfotes Nest! Das bedeutete... Er hätte problemlos in den freien Nest liegen können, sie hatte ihn nur weggescheucht... Konnte sie ihn etwa nicht leiden? Immergrünpfote beschloss, ihre Freundin am nächsten Tag danach zu fragen. Mit dem Gedanken an Dämmerpfote rollte sie sich eng zusammen und war bald danach eingeschlafen.



    KAPITEL 2
    Dawn war jetzt schon seit einem Mond Teil des DonnerClans. Ja, in seinem Inneren nannte er sich manchmal immer noch bei seinem alten Namen. Er hatte die anderen Katzen besser kennengelernt und sie akzeptierten ihn, auch wenn er nicht viel redete. Er fand sie auch in Ordnung. Die meisten von ihnen jedenfalls. Seit diesem Mond hatten sie schon ihre Kriegernamen, und er würde seinen auch bald bekommen. Da war die redselige, optimistische Schneewolke, dann das glatte Gegenteil von ihr, die pessimistische Feuerlicht, die immer alles hinterfragen musste und die Dawn nicht leiden konnte, Steinherz, die sich immer versuchte bei ihm einzuschleimen (sie sollte ja nicht glauben, das hätte er nicht bemerkt!) und zu guter Letzt Immergrünschweif, die er noch nicht wirklich kannte, und von der er nur wusste, dass sie Schneewolkes Schwester war. Dawn seufzte leise und schenkte seine Aufmerksamkeit wieder den Anführern, die gerade oben auf dem großen Hochfelsen Neuigkeiten aus den Clans bekanntgaben. Aber das war ihm zu langweilig und so drifteten seine Gedanken bald wieder ab. Er blickte die Reihe neben sich entlang. Suchte das weiße Fell, dass er so gut kannte und mindestens einmal täglich den Blick nicht davon lösen konnte. Bald hat er es gefunden und ein Lächeln schlich sich auf seine Lippen. Da saß Schneewolke, ohne die leiseste Ahnung davon, dass ihr sie gerade beobachtete und die blau leuchtenden, wunderschönen Augen aufmerksam zu den Anführern gerichtet. Immergrünschweif hatte exakt die gleichen Augen, nur war ihr Fell schwarz-weiß gefleckt und nicht so wundervoll weiß. Und ja, Dawn gab es zu, gerade in dieses weiße Fell hatte er sich verliebt. Schneewolke bemerkte seinen Blick, und lächelte ihm zu, bevor sie wieder zu den Anführern schaute. Ihr Lächeln löste eine Art warmen Regen in Dawns Bauch aus. "Die Versammlung ist beendet!", hörte er plötzlich Regenstern rufen und alle Katzen setzen sich in Bewegung, und wollten so schnell wie möglich in ihre jeweiligen Lager zurückkommen. Ehe er sich's versah, war Steinherz schon wieder an seiner Seite. Er stöhnte innerlich und sah sie fragend an. Diese graue Kätzin konnte manchmal wirklich nervig sein. "Ja, also, ich hatte gedacht, wir könnten vielleicht... Wir könnten vielleicht auf dem Weg zurück ins Lager nebeneinander herlaufen?", brachte sie nach einigem Gestammel heraus. Dawn zuckte die Schultern. Plötzlich nahm er einen schwarz-weißen Schatten aus dem Augenwinkel war. Immergrünschweif war an seine Seite getreten und winkte ihn mit dem Schweif mit sich. Er lächelte und folgte ihr, wobei er Steinherz mit verdutztem und zugleich wütendem Blick stehen ließ. Er mochte an Immergrünschweif, dass sie nie viele Worte verlor, genau wie er selbst. Daher hätte er hätte sie gerne als beste Freundin. Dawn musste zugeben, dass er, seid er in den Clan gekommen war, mental ein wenig aufgetaut war. Vor allem durch Schneewolke...
    Als sie wieder im Lager waren, kam ihnen sogleich der Kater entgegen, den Dämmerpfote als seinen besten Freund akzeptierte. Er wollte immer noch nicht zugeben, dass er in gerade dem Clan einen Freund gefunden hatte, der seine Mutter verachtet hatte. Und trotzdem musste er ein wenig lächeln, als er sah, wie der tollpatschige schwarze Kater, der den Namen Rabenflug trug, über seine eigenen Pfoten stolperte, hinfiel, ein Stück über den Boden schlitterte und schließlich bäuchlings vor Dämmerpfote landete. Grinsend hob er den Kopf, richtete sich auf und schüttelte sich, dass die Erdbrocken in alle Richtungen flogen. "Und, was gibt's Neues?", fragte er, legte Dämmerpfote den Schweif um die Schultern und zog ihn ein Stück zur Seite, damit sie in Ruhe reden konnten. Rabenflug wusste, dass Dämmerpfote nicht gerne unter vielen Katzen war. "Also?", hakte der schwarze Kater nach, als sie hinter der Kinderstube saßen. Sein Gegenüber zuckte die Schultern. "Nicht viel", murmelte er. Wieder grinste Rabenflug. "Gib's zu, du hast schon wieder nur zu Schneewolke gestarrt und gar nicht hingehört!" "Schrei noch lauter", zischte Dämmerpfote erschrocken. Rabenflug kicherte leise. "Ach, komm schon, ich seh doch das Glitzern in deinen Augen, und wie du lächelst, wenn du sie ansiehst!" Wäre Dämmerpfote, aufgrund seines Fells, nicht ohnehin schon rot, dann wäre er jetzt wohl errötet. Wissend nickte Rabenflug. "Wenn ich dir einen Tipp geben darf; sag es ihr doch einfach!" Dämmerpfote schüttelte den Kopf. Rabenflug seufzte und öffnete das Maul, als wolle er etwas sagen, doch er wurde von einem lauten Schrei unterbrochen. Beide Kater hoben erschrocken den Kopf; diese Stimme hatte nur eine Katze im Clan. Immergrünschweif! Sie quetschten sich hinter der Kinderstube hervor, um zu sehen, was los war. Die zierliche, schwarz-weiße Kätzin stand mit vor Angst geweiteten Augen in der Mitte des Lagers. Sie schien sogar zu zittern. Der ganze Clan stand wie erstarrt um sie herum. "Was ist los?", fragte Regenstern schließlich. Immergrünschweif hob den Kopf. Und dann flüsterte sie die schrecklichsten drei Worte, die Dawn in seinem Leben je gehört hatte: "Schneewolke ist weg."

    50
    Die Geschichte von Federtanzerpfote:



    Prolog:

    Dunkle Nacht! Das Gras wog sich sanft im kühlen Nachtwind. Es lag Schnee auf den Bäumen. Eine gespenstiche Stille hob die Szene hervor. Eine kleine reinweiße Katze lief vorbei. Ihre grünen Augen funkelten. Ihr Schwanz schlug aufgeregt hin und her. Sie tauchte ins Unterholz ab und verschwand. Ruhig kam ein dunkler Kater angetappt. Er setzte sich auf die Lichtung. Seine blauen Augen fielen zwichen seinem dunklen Körper kaum auf. Ein paar Zweige knackten, als die weiße Kätzin zurückkam. Sie setzte sich neben den Kater. "Was hast du gesehen?", fragte er die Kätzin ohne Vorwarnung.Die Kätzin senkte den Kopf:"schreckliches!" "was denn Weißflügel?", fragte der Kater besorgt. Weißflugel drehte sich um:" ich will nicht darüber reden! Lass uns umkehren Schimmerstreif!" Schimmerstreif sah sie an:" nachdem wir soweit gekommen sind? Niemals! Sag mir jetzt was passiert ist!" Ein paar Zweige raschelten als eine silberne Katze ankam, doch Weißflügel und Schimmerstreif nahmen von ihr keine Notitz. "Was ist passiert?", fragte er stur. Die silberne Kätzin sah auf:"worüber redet ihr?", ihre Stimme war weich und sanft. "Glanzfell!", rief Weißflügel freudig. Setzte dich!" Schimmerstreif guckte Weißflügel auffordernd an. Sie seuftzte. "Blut! Überall Blut!", miaute sie nervös:" wir können nichts tuen!" " woher kommt es?", fragte Schimmerstreif nervös. Weißflügel schaute ihn an:" von der Katze mir der Sternennarbe!" " wir müssen den Clan warnen!", meinte Schimmerstreif:" ich werde Pantherstern bitten aufzupassen! Mehr können wir nicht tuen!"




    Kapitel 1:
    Sie wollte hinaus! Hinaus aus diesem engen Ding! Hinaus aus dem Ding, wo sie war. Sie wollte dahin, wo es nicht hier war. Schon seit längerer Zeit zog sich ihr Zuhause zusammen. Sie wurde immer näher an das Licht gequetscht. Das ging ihr zu schnell... Schnell wollte Sie sich zurückziehen. Doch zu spät! Noch einmal zog sich ihr zuhause zusammen, dann wurde sie aus dem engen Ausgang ins Licht gepresst. Sie wollte sich wehren. Gegen das Zuhause treten, wie früher. doch als sie trat, trat sie ins leere. Erschrocken kreichte sie auf. Woher kamen die ganzen Gefühle plötzlich? Ihr war kalt, sie fror. Sie... Sie hatte komischerweise Hunger. Sie hatte noch nie Hunger gehabt! Dort! Ein leichter Geschmack nach Essen! Langsam kroch sie voran. Da war etwas, das perfekt in ihren Mund passte! Sie zog daran und nuckelte. Aus dem Teil, an dem sie nuckelte kam eine weiße Flüssigkeit. Probierend nuckelte sie daran. Lecker! Also kann man es essen. Sie hörte eine Stimme die schnurrte. Sie sagte:" Hast du ihr schon einen namen gegeben Mondherz?" erschrocken zuckte sie zusammen. Diese Katzen konnten ja reden. " ich bin dabei!", miaute es über ihr. "Was hältst du von Haselnussjunges?" "das klingt gut!", meinte wieder die andere Stimme. Haselnussjunges! Ich bin also Haselnussjunges!

    Eibenstern schlief ein. Es war ein anstrengender Tag gewesen. Mondherz hatte ein junges geboren. Müde ließ er sich in sein Nest sinken und schloss die Augen. Es kann ihn wie Sekunden vor, dann stand er am Baumgeviert. Ein dunkler Kater vor ihm. "Schimmerstreif!", rief Eibenstern erfreut. "wie geht es dir?" vor seinem Tod war Schimmerstreif ein Freund von Eibenstern gewesen. "mir geht es gut, danke. Aber ich habe schlechte Nachrichten zu verkünden!", miaute Schimmerstreif "Blut wird fließen, Katzenblut. Und alle Schuld liegt bei der Katze mit der Sternennarbe!" "Die Sternennarbe?", fragte Eibenstern. Er wusste was eine Sternennarbe war. Eine Sternenarbe war... Eibenstern fürchtete sich. " was können wir tuen?", fragte er Schimmerstreif "Ich weiß es nicht...", seufzte Schimmerstreif." aber sie wird eine Gefahr sein." Schlagartig wachte Eibenstern auf. Wer war die Katze mit der Sternennarbe? Er musste seinen clan warnen! Wer auch immer sie war, sie war gefährlich! Er trat hinaus auf den Lichtstein. Sein Clan, der Sonnen Clan gab sich unter ihm die Zungen. Eibenstern schaute sich im Lager um. Es sah aus wie immer, doch es schien ihm so, als würde eine bedrohliche Gefahr über der Lichtung schweben. " Ich fordere alle Katzen, die alt genug sind Beute zu fangen auf, sich hier unter dem Lichtstein zu versammeln!", rief er in die Luft. Die Katzen drehten sich neugierig um. "Erst einmal habe ich gute Nachrichten zu verkünden.", rief Eibenstern. "Mondherz hat ein gesundes Junges geboren " "Mondherz! Mondherz!", riefen die Katzen ihre Gratulation in den Himmel. Eibenstern erhob die Stimme:"Aber ich habe auch eine schlechte Ankündigung zu machen! Ich hatte einen Traum. Ich sprach mit Schimmerstreif. " "Wie geht es ihn?", rief Kiefernnadel, seine frühere Gefährtin. Eibenstern schnurrte. "Ihm geht es gut im Sternen Clan!", meinte er. "Aber er überbrachte mir eine Prophezeiung. Sie lautete:
    "Blut wird fließen, Katzenblut. Und alle Schuld liegt bei der Katze mit der Sternennarbe"
    Die Katzen sogen erschrocken die Luft ein.
    Auch sie wussten, was eine Sternennarbe war. " nehmt euch in acht!" beendete Eibenstern seine Rede. Zufrieden zog er sich in seinen Bau zurück. Sein Clan war bereit
    -----Zeitsprung-------------------------
    Haselnussjunges war nun schnon seit 3 Sonnenaufgängen geboren. Sie wachte. auf. Der Himmel strahlte blau auf die Erde und das nasse Gras wog sich im Wind hin und her. Sie sah es vor sich! In Farbe! Haselnussjunges begrifff: sie musste die augen geöffnet haben. Jetzt wollte sie alles sehen. Ein durchsichtiges, blaues Teil lag am Boden. Neugierig trat Haselnussjunges vor, und steckte versuchsweise eine Pfote in die Richtung. Erschrockend quickend sprang sie zurück. Es war nass! Sie beugte sich vor. In dem nassen war blass eine Katze zu sehen. Oh nein! Dachte sich Haselnussjunges erschrocken. Da ist eine Katze gefangen. Sie beugte sich noch einmal vor. Die Katze tat dassselbe. Sie streckte eine Pfote vor. Die Katze tat dasselbe. Haselnussjunges schnurrte belustigt. Sie schaute an sich hinunter. Ihr Fell war hellbraun mit dunkelbraunen Tupfen. Wie sahen ihre Augen aus, fragte sie sich. Noch einmal schaute sie in das nasse. Wenn die Katze, die dort gefangen war wirklich genauso wie sie war, musste sie ja auch dieselbe Augenfarbe haben. Aufgeregt beugte Haselnussjunges sich vor. Aus der nassen Stelle betrachteten sie blaue Augen, mit einem dicken schwarzen Strich darin an. Erschrocken stolperte Haselnussjunges zurück. Eine sanfte Stimme rief sie. "Na, Haselnussjunges! Wie geht es dir?" Haselnussjunges kannte diese Stimme. Sie kam von der Katze, in der sie einst gefangen war. "Ich habe meine Augen geöffnet! ", plapperte sie los:, und in dem nassen Teil auf dem Boden ist eine Katze gefangen, die gruselige Augen hat und so aussuieht wie ich!" Mondherz sah ihre Tochter Haselnussjunges an. Die Angst stand ihr ins Gesicht geschrieben. "Mama... Was ist?" fragte Haselnussjunges. Mit ruhiger Stimme forderte Mondherz sie auf:" schau mich an!" langsam hob Haselnussjunges den Kopf und starrte ihrer Mutter in die Augen. Mondherz wollte zurückweichen. Die blauen Augen ihrer Tochter waren mit dicken, schwarzen Schlieren durchzogen. Mondherz kannte diese Augen. Doch in diesem Moment verhasste sie ihr Wissen. Sie wollte ihre Tochter schützen, vor dem was sie erwartete. Sie hatte keine Chance. Mit rauer stimme miaute sie:"Haselnussjunges, komm mit mir!
    Haselnussjunges hatte Angst. Angst vor dem Ton den ihre Mutter anschlug. Deswegen folgte sie Mondherz. Mondherz führte sie zu einem kleinen Bau, am rande des Lagers. "Eibenstern?", rief sie hinein

    Eine tiefe Stimme antwortete: "ja?"
    Zögernd führte Mondherz sie hinein. " ich habe sie!", krächzte Mondherz " sie?", meinte Eibenstern: " sie ist bloß ein Junges! Hat sie die..." " ja!", miaute Mondherz heiser:" Haselnussjunges, schaue Eibenstern einmal an!" Haselnussjunges wusste zwar nicht was das sollte, schaute aber Eibenstern an. Eibenstern sah in ihre Augen. "Wahrhaftig!", krächzte er:" sie hat die Sternennarbe!" "Die Sternennarbe?", fragte Haselnussjunges. " was ist das?" "komm mit!", maunzte Eibenstern:" ich werde es dir erklären!" er führte sie zu einem bau der in den Stein eingelassen war. " das tust du nicht!", kreischte Mondherz schrill. " es ist das beste für den Clan!", meinte Eibenstern! "Rosennacht!", rief er eine hellrote Katze zu sich"hole mir von Silberblüte zwei Mohnsamen!" die Kriegerin hüpfte davon. Kurze Zeit später kam sie wieder und gab Eibenstern das gewünschte. " nimm die!", miaute er sanft zu Haselnussjunges: " sie helfen äh... Bei der Erklärung!" gehorsam leckte Haselnussjunges die Mohnsamen auf. Fast augenblicklich schlief sie ein.

    Als sie aufwachte, lag sie auf dem kalten Steinboden. Schwach regte sie sich. Sie wollte sich aufrichten. Ein paar Schritte lief sie. Dann knallte sie gegen einen Pfahl. Verschlafen öffnete sie die Augen. Um sie herum waren Holzstäbe. Zu nah beieinander um durchzukriechen, zu fest und dick um sie abzubeißen, zu hoch um darüberzuklettern. Sie hörte Eibensterns Stimme. "Wir haben die mit der Sternennarbe!" "wer ist es?" das war eine andere Stimme "Haselnussjunges!", meinte Eibenstern. Augenblicklich trat Stille ein. Ein Getuschel kam auf. " wir haben sie jetzt eingesperrt! Ab sofort wird sie eine Sklavin sein! Sie wird sich nicht wehren! Ansonsten töten wir sie!"



    Kapitel 2:
    Haselnussjunges lag auf Stein. Sie war wütend! Um sie herum zwitscherten die Vögel, die Bäume warfen Laub. Die Welt war rotbraun. Es war kälter draußen, doch innerlich kochte Haselnussjunges vor Wut. Sie hatte nichts getan! Wieso taten die Katzen ihr das an? Noch war die Versammlung nicht beendet. Eibenstern schaute zu ihr. " sie ist wach!", rief er aus:" Schwarzweide, Eichenstreif! Bringt sie nach vorne!" Zwei Krieger stießen sie aus dem Käfig. Hart kam sie auf dem Boden auf, doch sie freute sich. Gleich würde Eibenstern ihr sagen, das es nur ein Spaß war und ihr viel Glück wünschen! Erwartungsvoll sprang sie nach vorne. Eibenstern guckte auf sie hinunter. "Haselnussjunges, von diesem Tag an sollst du von allen nur "Flicke" genannt werden!", er schnaubte verächtlich. Flickens erwartungsvoller Blick erstarrrte. Flicke! Das war ein verabscheuender Name! Wieso? Fragte sie sich immer wieder. Sie hatte nichts getan, niemanden geschadet und sie war nicht schlecht! Leise fauchte sie. " uns was sollen wir mit Hasel.... Äh Flicke machen? Sie durchfüttern?", miaute einer der Kater, die sie nach vorne geschubst hatten. Wütend sah er sie an. Flicke schaute kochend vor Wut zum Boden. Sie hatte verdammt noch einmal nichts getan! Wieso? "Hmmmm...", überlegte Eibenstern:" du hast recht! Sie sollte sich nützlich machen! Ich hätte da so eine idee..."

    - ----------noch ein Zeitsprung----------
    " wache auf!", eine barsche Stimme unterbrach Flickes Traum. Sie erkannte Kastanienflug. Wütend schaute er sie an. "du hast viel vor dir!" Flicke stöhnte innerlich. "Du darfst mit Wuschelschweifs Nest anfangen!", knurrte Kastanienflug. "Aber ist bin schon 12 Monde alt!", knurrte Flicke protestierend: das bedeutet ich bin schon über dem Schüleralter!" Kastanienflug fletschte seine Zähne. Flicke murrte leise und sprang aus dem geöffneten Käfig. Wuschelschweif's Nest lag am Rande des Kriegerbaus. Von dem Bau des Heilers holte sie frisches Moos und machte sich daran das alte Moos auszuwechseln. Schwarzherz lief an ihr vorbei, stieß ihr die Krallen ins Fell und zog ihr einen langen Kratzer über das Fell, der sogleich anfing zu bluten. Lavendelblüte traf auf Schwarzherz und rieb sich schnurrend an ihm. Niemand kümmerte sich darum, das Flicke mehr Narben hatte, als die Ältesten. Wieso auch? Eibenstern hatte beschlossen das niemand bestraft werden sollte, der ihr Schaden zufügte. Aus ihrer neuen Wunde tropfte Tropfen für Tropfen hellrotes Blut. Flicke seufzte. Egal wie oft sie ihr hellbraunes Fell leckte, am Abend war ea wieder blutrot. Es war ungerecht! Langsam wob sie das frische Moos in Wuschelschweifs Nest. Der zweite Anführer, Brennesselschnauze, kam vorbei. "Schneller!", knurrte er. " ich kann nicht schneller!", fauchte sie. Kurz darauf blutete auch ihre Schwanzspitze. Sie wusste, wenn sich ihre Wunden entzünden würden, würde sie sterben! Aber wieso auch nicht? Es gab keinen Grund zu leben! Wuschelschweif kam von der Morgenpatroullie zurück. Er sah due blutende Flicke vor seinem Nest knien. " mache doch eine Pause!", miaute er freundlich. Flicke schüttelte bloß den Kopf. Es war nicht möglich! Etwas in Wuschelschweif's Blick berührte sie. Vielleicht war es das Mitgefühl, vielleicht die unverständnus für ihre Arbeit. Auf jeden Fall schlugen Flickes Gefühle Purzelbäume. Uns sie änderte ihre Einstellung. Es gab einen Grund zum leben!
    Endlich hatte Flicke alle Nester im Kriegerbau neu gemacht. Erschöpft lies sich sich zu Boden sinken. Sie hatte neue Wunden von Sonnenblick, Rauchnase und Bienenschwarm gekriegt, weil sie zu langsam war, und von Rotglut, Wellenfell, Gepardenherz und Gelbpelz, weil sie zuwenig Moos für ihren Geschmack hatten. Zusätzlich noch von Sand, Scherben, Splitter, Muschel, Dünen und Möwenjunges einfach nur weil... Erschöpft trat sie auf die Lichtung um sich etwas zu essen zu holen. Wuschelschweif nickte ihr freundlich zu über deutete neben ihn. Flicke's Herz schlug höher. Er wollte mit ihr Beute teilen! Langsam trottete sie zu ihm. Er schob ihr etwas von seinem Kaninchen hin. Flicke wollte gerade einen Bissen nehmen, da kam Scharfnase zu ihr.



    Kapitel 3:
    Flicke hatte sich die Pfoten blutig gearbeitet. Alle Nester neu gemacht. Sie konnte nicht mehr. Mehr als eine jämmerliche Maus hatte sie nicht gegessen. Müde ließ sie sich zu Boden fallen. Wuschelschweif kam vorbei. " Lege dich kurz neben mich!" bot er ihr an. Zu müde um nein zu sagen nahm Flicke das Angebot an. Sofort schlief sie ein.

    Flicke war 5 Monde alt. Ein Kater kommt vorbei. Er kratzt sie. Ihre Wunde brennt, aber sie zischt ihm zu:" dich sollten sie versklaven!" Er lacht nur. " du hast keine Meinung! DU bist versklavt!"

    Schweißgebadet wachte sie auf. Dann wurde sie von irgendjemanden gerufen. Es war Eibenstern. Seufzend tappte sie zu ihm.

    ------------Zeitsprung-------------- ----
    Flicke war müde. Schon den ganzen Tag über. Es war nicht die übliche Müdigkeit. Es war eine Müdigkeit, die ihr in Haut und Knochen drang. Sie war in letzter Zeit ständig müde. Flicke konnte nicht mehr. Sie musste sich ausruhen! Gegen ihren Willen trugen ihre Pfoten sie nicht mehr weiter. Schlafen! Da war das einzige woran sie dachte... Sie wollte sich gerade hinlegen, da tappte Eibenstern zu ihr. " nur weil du junge erwartest ist das kein Grung schlapp zu machen!" junge! Ihre Gedanken rasten. Junge! Das durfte nicht sein! Nicht hier! Nicht jetzt! Es war schlicht gesagt unmöglich! Ihr wurde das Herz schwer. Diese jungen würden ein schreckliches Leben führen! Benebelt von Gedanken tappte sie zu Wuschelschweif. " wir... wir sind ja jetzt Gefährten...", hob sie an. "Gefährten?" Wuschelschweif schaute sie verwirrt an " wir sind keine Gefährten!" " aber... Ich dachte...", miaute Flicke " du dachtest was? Das wir Gefährten wären? ", e Wuschelschweif lachte bitter:" nur weil du eine Nacht in meinem Nest geschlafen hast? Wir sind keine Gefährten!" Flicke war wie gelähmt vor Schrecken. Das konnte nicht sein! Wie konnte Wuschelschweifs freundliche Miene so schnell hart und abweisend werden? wie konnte sie so naiv sein? Schluchzend brach sie zusammen. " was wolltest du mir sagen?", selbst Wuschelschweifs Stimme wurde hart. " ich.... Ich erwarte junge!", schluchzte Flicke. Wuschelschweifs Blick verriet nichts als er sagte:" Ich will nichts mehr mit dir zu tuen haben. Gehe mir aus den Augen!" und Flicke war alleine.

    -----oh! Ich liebe Zeitsprünge einfach!----
    Von heftigen Wehen geplagt wandte sich Flicke in ihrem Nest hin und her. Sie spürte, es würde nicht mehr lange dauern. Eine weitere Wehe plagte sie. Sie hatte Rotnase beobachtet als sie junge gekriegt hatte. Die Heiler hatten sich gut um sie gekümmert. Um sie kümmerte sich niemand. Eine weitere Wehe rollte über sie, und sie keuchte auf vor Schmerzen. Das erste junge kam. Es bewegte sich nicht. Flicke wollte nach ihm schauen, aber die nächste Wehe nahm sie voll und ganz in Anspruch. Das nächste junge! Es fiel auf den Stein und strampelte heftig. Noch einmal zuckte Flicke zusammen. Ein nasses Bündel rutschte in die Freiheit. Flicke konnte sich wieder bewegen. Sie beobachtete die jungen. Zwei waren tot, eins lebte. Laut jaulte sie ihren Kummer in die Luft. Es war ihnen vorherbestimmt gewesen! Das wusste sie. Und doch... Wieso hatte sie nicht anstelle ihrer Kinder sterben können? Es war ungerecht! Alles! Und doch wusste sie es. Sie beobachtete ihr überlebendes junges. Es war eine Katze. Eine gelbbraune wunderschöne Kätzin, die leise maunzte und nach Milch suchte. Flicke war überwältigt vor Liebe. Dieses kleine, ahnungslose Geschöpf kannte die grausame Welt dort draußen noch nicht. " ich nenne dich Hoffnung!" beschloss sie leise. Hoffnung, hatte sie nicht mehr! Gerade deswegen musste dieses Junge überleben! " ich werde dich mit meinem Leben beschützen!", schwor sie.

    Flicke wachte am nächsten Morgen auf. (Ihr wollt nicht weiterlesen) Die Käfigtür stand offen. Hoffnung lag neben ihr. Sie lag tot neben ihr. An ihrem Hals waren unverkenbar Bissspuren, Bissspuren von einer Katze. Flicke konnte nicht weinen, nicht schreien, nichts tuen. Sie war gelähmt. Ihre Augen waren leer. Der kleine Körper von Hoffnung lag regungslos neben ihr. Flicke erkannte an ihrer tödlichen Bisswunde den Geruch von Wuschelschweif. In ihr tobten die Gefühle. Trauer, Wut, aber was alles übertraf: Hass! Ein riesiger Hass auf Eibenstern, auf Wuschelschweif, auf den Sonnem Clan! Sie wollte Blut trinken! Katzenblut! Sie wollte sich rächen! Sie wusste nicht wie lange Eibenstern schon vor ihrem käfig stand und sie verhöhnte. Sie wusste nicht wie oft Sonnenlicht ihr schon zugerufen hatte:"Mörderin, dies ist deine Strafe!", denn es war ihr egal. Sie wollte sterben! Aber nicht bevor sie rache genommen hatte! Sie freute sich auf Eibenstern, der sie um Gnade anbettelte. Langsam setzte sie aus dem Lager. Sie hatte alles klar vor Augen. Immer schneller rannte Flicke, bis sie sich verborgen hinter ein Büschel Farn stellte. Jetzt konnte sie endlich weinen. Und das tat sie! Während sie laut in den Himmel jaulte, passierte etwas. Flicke merkte es. Ihre helke Seele wurde immer dunkler. Ihr hellbraunes Fell dunkelbraun. Ihre gestreiften Augen wurden tiefschwarz. Und Flicke begriff. Sie war nicht mehr die versklavte Flicke. Sie war jetzt Schatten! Und sie war der Tod! Niemand würde ihr entkommen! Ohhhh! Wie sie sich auf ihre Rache freute!



    Kapitel 4:
    Eibenstern:
    Eibenstern lief aus dem Lager. Er wollte etwas jagen gehen. Der dunkelgrüne Wald winkte einladend. Er freute sich darauf durch das Unterholz zu preschen.Er war seit ewigkeiten nicht mehr jagen gewesen. Eibenstern dachte an die Nacht zurück. Er und Wuschelschweif hatten ein junges getötet! Kurz zweifekte er an der Tat. War es wirklich nötig gewesen? Dann aber verwarf er den Gedanken wieder. Er tat das beste für den Clan! Wie sollte der Clan jemals stark werden, mit der Tochter von Flicke im Clan? Nein! Es war eine absoulut richtige Entscheidung gewesen! Da! Ein leichter Geruch nach Maus umspielte seine Nase. Eibenstern ließ sich ins Jagdkauern fallen. Langsam- einen Schritt vor den anderen setztend schlich er sich an. Völlig geblendet von der Maus bemerkte er keinen anderen Geruch. Und das war sein Fehler!

    Ein Schatten schlich sich an Eibenstern an. Nicht ein Schatten! Der Schatten! Eibenstern spürte nicht, wie sich sein ende anschlich.

    Eibenstern setzte zum Sprung an. Er zog die Hinterpfoten an, und... Plötzlich sprang ihm eine Katze vor die Schnauze. Ihr Fell war dunkelbraun, ihre Augen tiefschwarz. Sie stieß ihn zu Boden.

    Schatten war benebelt von Schmerz. Ohne jegliches Gefühl rang sie Eibenstern zu Boden. Sie hatfe das kämpfen nie gelernt, doch in diesem Moment wusste sie was zu tun war. Sie setzte ihre langen, spitzen Zähne an die Kehle von Eibenstern.
    Eibenstern konnte sich nicht wehren. Die fremde Katze öffnete den Mund. Die Wörter flossen aus ihrem Mund:" Du wirst leiden! So wie ich gelitten habe!" ihre Stimme klang ihm vertraut. "Flicke?", fragte er.

    Flicke? Schatten schnaubte verächtlich: "Flicke ist Vergangenheit! Ich bin Schatten!"

    "Es gibt keine Hoffnung mehr!", knurrte Flicke Eibenstern an. Eibenstern erstarrte. Er musste erreichen das sie von ihm abließ! Deshalb miaute er:"Es gibt noch Hoffnung, Flick... Äh Schatten" Er ahnte nicht, das er spätestends damit sein Todesurteil unterschrieb.

    Schatten sah Eibenstern an. Ein grimmiges Lächeln umspielte ihre Lippen. Dieser törichter Kater ahnte nichts. Er hielt sie immer noch für "die schwache Flicke" ihre Augen waren leer und sie antwortete: "Die Hoffnung ist tod! Du hast sie selber umgebracht!"


    Eibenstern hörte Schattens Worte. Und er verstand sie nicht. Wieso hatte er die Hoffnung umgebracht? "Lass mich frei!", befahl er ernergich.

    Schatten sah Eibenstern an. Dann schoss sie einmal schnell vor, umklammerte seinen Hals mit ihren Zähnen und biss zu. Sie ließ nicht los bis Eibensterns Kopf schlaff zu Boden sackte und seine Augen leer wurden. Sie empfand keine Reue. Nein, viel mehr Belustigung! Sie wollte weitertöten, immer weiter bis sie alles Unrecht das ihr getan wurde wieder recht getan wurde.

    Das letzte was Eibenstern sah, waren weiße Rasiermesserscharfe Zähne. Zähne, die nicht zu einer Sklavin gehörten. Und in diesen letzten Momenten seines Lebens bereute er, Momente schossen ihm durch den Kopf.

    Er kriegt die Vision von Schimmerstreif

    Er nennt Haselnussjunges in Flicke um

    Er gibt das Recht das sie versklavt wird

    Er kratzt und beißt sie.

    Seine Zähne bohren sich in Mondherz Fell. Ihre letzten Worte flüstert sie ihm zu:" Mörde... Mör... Mörder...", keucht sie. Dann fügt sie mit matter Stimme hinzu: "rette meine Tochter" Eibenstern weiß das sie mit ihrem Tod ihrer Tochter nur geschadet hat.

    Er tötet ihr junges.


    "Es war für den Clan! Es war für den Clan!", keuchte er um sich selbst zu überzeugen. Doch er glaubt sich nicht. Er hatte alles getan um Flicke zu schaden. Er hatte sich selber umgebracht! Und er spürte Reue. Das erste mal in seinem Leben! Er lebte sein neuntes Leben. Sein letztes. "Hör auf!", keuchte Eibenstern sichtbar erschöpft.

    Hör auf? Schatten hörte Eibensterns Worte. Aber sie würde nicht aufhören!
    "Mein ganzes Leben,
    Eine Lüge,
    Ein Märchen,
    Ausgedacht!
    Es war meine Welt,
    Und du hast sie zerrissen!"

    Eibenstern hörte diese Worte zu spät. Blut sprudelte aus seiner Kehle. Eine dickflüssige, rote Flüssigkeit. Seine Sicht wurde unscharf, sein Blick verschleiert. Und er hatte Angst! Er hatte noch nie gewusst was "Angst" war. Er war furchtlos gewesen, immer! Hatte sich immer eingeredet das richtige zu tun. Und nun, kurz vor seinem Tod erkannte er, wie falsch seine Taten gewesen waren. Aber es war zu spät! Ein letztes mal schloss er die Augen. Dann sank sein Kopf auf den Boden und seine Muskeln erschlafften. Eibenstern war tot. Schatten sah Eibenstern erschlaffen. Sie wusste, er hatte bezahlt, für das, was er ihr angetan hatte. Sie würde noch so viel töten müssen! Er war nur ein Anfang. Plötzlich empfängt sie eine Errinerung. Nur das sie nicht von ihr ist...

    ich schlage kurz die Augen auf, mein Atem geht flach, meine Augenlider flattern, meine Sicht ist unscharf, doch ich kann ein bisschen sehen. Ich weiß nicht was mit mir los ist. Ich schlage hyperactiv um mich, bewege mich wild ohne Sinn. Doch das was mir Angst macht, ist nicht meine Bewegung. Das was mir Angst macht, ist das ich es nicht steuern kann. immer noch liege ich da, unfähig einen Gedanken zu fassen. Irgendetwas ist passiert! Ich erinnere mich noch an blau, an Finsternis. Meine Gedanken rattern, wie ein Zug, der nicht bei mir anhält. Da! Mein Bein! Es zuckt schon wieder! Aufhören! Aufhören! Beschwöre ich es! Aber es hört nicht auf mich! Irgendetwas ist mit mir passiert! Aber was? Und wieso erinnere ich mich nicht?” was ist passiert?” Frage ich. Aber ich bewege mich nicht! Nichts an mir bewegt sich! Ich liege Still da! Ich kann nicht sprechen! “Was ist passiert?” Ich schreie es jetzt! Aber kein Ton kommt heraus! Was hat so viel Macht, das es mich kontrollieren kann? Frage ich. Aber ich kriege keine Antwort. Wer ist in mir? Ich sehe ein Flackern vor mir! Verschwommene Umrisse! Die mich sehen! Und ich sehe sie! Die Umrisse werden klarer! “ Was ist passiert? Frage ich noch einmal!” Da! Ein Ton! Dünn, nicht von mir scheint er zu sein. Aber er ist da! Ich merke es! Das besitzergreifende ist weg! Aber ich weiß:
    Es wird zurückkommen! Jetzt warte ich auf eine Antwort! Was ist passiert? Mir wurde eiskalt unter meinem Fell. Doch plötzlich zog sich ein Schauer über mein Fell. Ich wusste: ES kam wieder! Ich war eine Sklavin! Gefangen in meinem Körper! Nur ES war daran schuld! Meine Gedanken liefen weiter. Ich bin gefangen!
    Der Moment war nur kurz! Aber es war verdammt gefährlich! Ich wusste: jedes mal wenn ES wiederkam, schwebte ich in Lebensgefahr! Bis jetzt hatte ich standgehalten! Aber wie lange noch? Ich versuchte mich zu erinnern. Was ist passiert? Ich habe nur noch die verschlingende Schwärze vor Augen. Wer bin ich überhaupt! Oh nein! ich merkte es! ES kam wieder. ES lauerte wie ein kalter Brocken klein in mir, bis es sich ausbreitete. Bis ich machtlos war. Ich konnte nichts tun! Meine beine fingen an sich zu bewegen! Ich bewegte mich! Ich fiel hin, auf den Boden!


    Flicke stand auf. Ihr Fell war hellbraun. Ihre Augen gestreift. Nichts errinerte an Schatten. Aber Schatten würde wiederkommen. Und Flicke würde es zulassen.



    Kapitel 5:
    Flicke war hellwach. Nachdem der Clan von Eibensterns Tod erfahren hatte, achteten sie nicht mehr auf sie. Brennesselstern war jetzt Anführer. Leise stand Flicke auf und streckte sich. Dort im Kriegerbau schlief Wuschelschweif. Plötzlich kam ihr ein schrecklicher Gedanke in den Sinn. Ein Plan, ein blutiger Plan. Ein todbringender Plan. Die Lichtung lag verlassen da. Heftig kämpfte Flicke gegen ihre Gefühle an, Trauer, Missgunst, Angst, Eifersucht. Doch sie konnte nichts tun. Nein, sie wollte nichts tuen. Die altbekannte Leere überkam sie. Ihr Fell, und ihre Seele wurden braun. Und sie wurde zu Schatten. Jetzt hatte sie nur noch einen Gedanken: Wuschelschweif töten! Auf leisen Pfoten schlich sie zu ihm. Er sollte sterben, wie Hoffnung gestorben war, im Schlaf. Heimtückich ermordet! Und sein Mörder stand vor ihm. Schatten lachte in sich hinein. Kein fröhliches Lachen, nein ein grausames Vernichtendes Lachen. Ein Lachen, dass niemand hören wollte. Ein Lachen des Todes.

    Wuschelschweif schwebte über die Lichtung und tänzelte herum. Es war Blattfrische, und er jagte Schmetterlinge. Alle Blumen blühten und...

    Schatten betrachtete den selig lächelnden Wuschelschweif. Sie empfand kein Schuldbewusst sein. Sie schoss vor, ihre Zähne an seiner Kehle.

    Die Blumen verschwanden, er erwachte. Blitzendes weiß vor seinen Augen. Dann wurde es schwarz.

    Er hörte sie nicht, dass wusste Schatten. Trotzdem flüsterte sie "Für die Hoffnung!"und verschwand.

    "Wir haben einen Fehler gemacht! Es war klar das es so kommen würde!", seufzte Schimmerstreif. Er fing an zu verblassen, die Katzen eerrinerten sich nicht mehr an ihn. "Eibenstern hat die Prophezeiung wahr gemacht! Hätten wir nur nichts gesagt! " nachdenklich setzte er sich. Es war ungerecht gewesen! Es hätte ohne ihn Haselnussjunges gegeben. Ohne ihn würde Eibenstern noch leben. Er war Schuld!

    Moosschweif schlief. Auf einmal wurde sie von einem gurgelnden Geräuch geweckt. Sie schaute sich im Kriegerbau um. Die nassen Wände waren Moosbewachsen und glitschig. Ein leises Schnarchen schwirrte durch die Luft. Auf dem Boden war Blut. Blut! Von wem? In der Ecke kauerte eine kleine Gestalt. Flicke? Blutete sie? Ihre Pfoten waren rot. Aber sie sah zufrieden aus. Neben iht lag jemand! Wuschelschweif! Und aus seiner Kehle sprudelte das Blut! Entsetzt sah Moosschweif auf die Szene. Langsam, taumelnd schritt sie auf Flicke zu. Das konnnte nicht sein! Das war ein doofee Zufall! Aber wieso sah Flicke dann so zufrieden aus? Wieso holte sie keine Hilfe? Wieso machte sie nicht den Mörder ausfindig? Die Frage ließ sich leicht klären: sie war der Mörder! Mit zitternden Knien richtete Moosschweif sich auf und sagte ruhig, damit Flicke keinen Alarm schlug:" komm mit!"

    Ruhig starrte Flicke auf Den Körper von Wuschelschweif. Sie würde sich gleich ihre Pfoten waschen. Aber bis dahin freute sie sich. Er war tot! Mausetot! Plötzlich raschelte es. Flicke fuhr herum als eine ruhige Stimme sie aufforderte:"komm mit!"

    Irgendetwas... Flicke wusste nicht ob es die stimme oder etwas anderes war. Aber etwas an ihr ließ Flicke aufhorchen und gehorchen. Ohne Wiederrede trat sie aus dem Bau. Wuschelschweifs Leichnam blieb liegen. Moosschweif führte sie zu einem Baum. Darunter ließ sie sich nieder und forderte Flicke auf es ihr gleichzutuen. Dann wandte sie sich ihr zu: "Warum?"
    "Was?"
    "Warum die ganzen Morde?"
    " ich habe nicht gemordet!"
    Flickes Stimme wurde schrill und panich, während Moosschweif ruhig blieb.
    "Aha! Und das soll ich dir glauben?"
    "Ja!"
    "Nein!"
    " was nein?"
    " ich glaube dir nicht!"
    " ich lüge nicht!"
    "Hör auf!"
    "Wieso sollte ich!"
    "Hör einfach auf!"
    "Nein!"
    " ich hatte gehofft das du verstehst!"
    "Das tue ich!"
    Flicke lachte grausam auf. Diese Katze war dumm! Und glücklich! Und das war das schlimmste! Wieso durfte sie nicht glücklich sein?
    "Lass mich!"
    Die Worte schossen kalt aus dem Mund von Flicke.
    “Nein!”
    “Wieso?”
    “ ich werde dich nicht lassen! “
    Flicke schmunzelte. Ihr nächstes Opfer hatte sich gerade bekannt gegeben! Moosschweif! Aber kurz würde sie noch mitspielen…. Sie freute sich auf ihr überraschtes Gesicht, während sie starb. Ihre Pfoten wurden dunkler….
    “Wieso wirst du mich nicht in Ruhe lassen?”
    “ich bin deine Schwester!”


    Kapitel 5:
    Schlagartig verfärbten sich Flicke's Pfoten wieder hellbraun. Ihre Schwester! Sie hatte eine Schwester! Das… Das war unbegreifbar schön! Sie hatte eine Verbündete! Ihr Magen grummelte, vor Freude und vor Hunger!
    “Das…. Das ist wunderschön!”, flüsterte sie. Mooschweif blickte sie lange, mit vor Freude glänzenden Augen an und lächelte selig.
    “Ja!”, miaute sie leise.
    Kurz, für einen Moment, der ihr wie eine halbe Ewigkeit vorkam, fühlte Flicke sich geborgen. Langsam begannen weiße Flocken vom Himmel zu schweben. Erst langsam, dann immer schneller. Sie legten eine weiße Schicht auf die Erde. Dieser Moment, dachte Flicke, war perfekt! Plötzlich trat Mooschweif einen Schritt zurück und musterte sie kritisch. “Du bist ja ganz dünn!”, miaute sie entsetzt. “Warte, ich fange uns etwas!” Sie legte sich auf die Lauer. Schließlich schien Sir etwas entdeckt zu haben. Und tatsächlich! Ein hellbraunes Kaninchen tauchte aus dem Unterholz auf. Sofort nahm Mooschweif die Verfolgung auf. Sie schlitterten über das kalte Eis. Fast hatte Moosschweif das Kaninchen erreicht, da tauchte etwas aus der Ferne auf, und bewegte sich auf Moosschweif in rasender Geschwindigkeit zu. Ein Monster! Flicke begriff: Moosschweif war auf den Donnerweg gelaufen, den man unter der Schneedecke nicht mehr erkennen konnte. So schnell sie konnte raste sie los! Keuchend kam sie an, das Monster auch! Sie schmiss sich auf Moosschweif und schmiss sie beiseite. Ihr Atem ging flach, sie bebte vor Angst. Dann sah sie etwas glänzendes aufblitzen, und alles wurde still.



    Epilog:
    Als Flicke aufwachte, war es Blattfrische. Mondherz saß neben ihr. “ ich bin stolz auf durch!”, flüsterte sie. “Bin ich tot?”, fragte sie. “Ja”, miaute Mondherz. “ aber jetzt bin ich bei dir!” Glücklich schnurrend presste sich Flicke an Mondherz. So sollte es sein! “ schau in die Pfütze!”, forderte Mondherz sie auf. Langsam tappte Flicke zu der Pfütze, auf die ihre Mutter gezeigt hatte. Aus dem Wasser strahlten sie zwei tiefblaue Augen an. Ohne schwarze Schlieren.
    So wie es angefangen hatte…..
    ….so hatte es geendet….
    ….doch es war kein wirkliches Ende für Flicke! Es war ein Neuanfang.!
    “Von heute an”, begann Mondherz feierlich:”sollst du Haselnussschweif heißen! Der Sternenclan ehrt deinen Mut, deine Treue und dein Durchhaltevermögen und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin willkommen!””Haselnussschweif! Haselnussschweif! “, rief der gesamte Sternen Clan. Und Haselnussschweif war so glücklich wie nie zuvor. “Ja, ein Neuanfang”, flüsterte sie.

    51
    Die Geschichte von Funkenfell!:



    „Also ist es wahr?“, fragte die schwarze Kätzin. In ihren sonst so lebhaften grünen Augen glitzerten die ersten Tränen. Traurig wendete sie ihrem gegenüber den Rücken zu. Am liebsten hätte sie sich eingeredet, dass er und Glanzwolke nur Freunde waren, aber sie war nicht der Typ der sich vor der Wahrheit versteckte.
    „Ja und ich wollte nie, dass es so kommt... ich wollte dich nicht unglücklich machen. Glaub mir.“, beteuerte er und hob sanft ihren Kopf hoch, sodass sie sich ihre Blicke trafen. Verflucht war die Ehrlichkeit in seinen Worten, dachte Nachhauch bedauernd. Löwenfunken meinte es also ernst. Unwirsch schlug sie seine Pfote weg und blickte trotzig zurück. „Und wieso? Wieso sie und nicht ich? Bin ich dir nicht gut genug? Natürlich nimmt man lieber die Tochter des Anführers als irgendeine Kriegerin um dann Mal 2. Anführer zu werden, ich hab doch Recht!“, fauchte sie und legte dabei die Ohren waagerecht an ihren Kopf. Ihr Nackenfell legte sich eng an den Körper an, sodass sie automatisch dünner wirkte.
    „Lass Glanzwolke in ruhe! Sie hat dir nichts getan!“
    „Ich mache was ich will!“, knurrte Nachthauch „und damit hast du nicht auf meine Frage geantwortet! Wir kennen uns schon seit Geburt an. Selbst unsere Eltern waren befreundet. Wir verstanden uns super! Doch dann wurdest du Krieger und hast sie statt mich als Gefährtin für dein Leben genommen!“ In ihrer Stimme schwankte ein leichtes Zittern. Frustriert fuhr sie ihre Krallen aus und bohrte sie in den weichen Waldboden.
    „Ich gebe es zu, wir sind beste Freunde, aber keine Gefährten! Und ich mag sie nicht weil sie die Tochter von Kirschstern ist…“
    „ach ja?“, fuhr Nachthauch ihm ins Wort und ließ die Krallen mit einem „Zipp“ ruckartig wieder einfahren. „und wieso dann?“
    „Also…“ Der goldene Kater mit der dunklen Tigerung überall wirkte etwas verlegen und lief leicht rot an. „Sie ist eine tolle Kätzin, schön, nett und…“, stammelte er, aber das improvisieren lag ihm nicht.
    „...und ganz zufällig die Tochter vom Anführer. Mach mir nichts vor. Ich kenne dich besser als du dich. Es ist eine Frage der Zeit bis Knickbein in den Ältestenbau muss. Er kann kaum noch die Patrouillen einteilen. Und wenn dann die Tochter von dem ach so tollen mutigen Krieger berichtet wird das sicher helfen bei der Entscheidung!“ Die letzten Worte zischte sie nur noch wie eine Schlange und kam dabei bedrohlich näher an ihn ran bis sie nur noch weniger als eine Fuchslänge Abstand hatten.
    Löwenfunken rutschte etwas nach hinten um nicht so nah an Nachthauch zu müssen. Die Kätzin machte aus einem Spatzen einen Adler. „Ich muss mich nicht vor deinen falschen Anschuldigungen rechtfertigen!“, sagte er mit fester Stimme, auch um sich selber zu überzeugen.
    „Falsch ist hier nur deine Liebe zu dieser Glanzwolke“ Sie sprach das Wort „Glanzwolke“ voller Abschaum aus und dabei blitzten ihre Augen gefährlich, sogar furchteinflößend. Hätte Löwenfunken sie nicht schon so lange gekannt, würde er sich fast vor ihr fürchten, aber er wusste, dass sie ihm nie wirklich weh tun könnte. Zumindest vermutete er es, denn Lôwenfunke würde sie nie verstehen mit ihrer undurchschaubaren Art. Sie war ihm zu… geheimnisvoll und unberechenbar. Ganz Anders als Glanzwolke! Glanzwolke war ruhiger und man konnte ihre Antworten erahnen. Sie war weniger überheblich und schätze seine Gesellschaft mehr als gewisse andere Katzen es taten.
    „Du bist neidisch! Deshalb machst du so einen Aufstand! Nur darum!“
    „Du siehst nur das, was du sehen willst. Sie mag dich nur weil du ein angesehener Krieger bist und du bist auch nicht viel besser!“, sagte Nachthauch mit fassungsloser Miene. Dabei entschlüpfte ihr ein tiefes Knurren aus der Lunge und am liebsten wäre sie ihm an die Gurgel gesprungen. Es juckte sie förmlich in den Krallen.
    „Löwenfunke!“, trällerte Glanzwolke und stolzierte würdevoll aus der Kinderstube. Der weiße Pelz stach silbrig her raus aus der kommenden Dunkelheit. Ihr Bauch war angeschwollen und runder als sonst. Mit einer dringlichen Geste mit den Augen deutet Löwenfunke Glanzwolke schnell zu gehen. Es war gerade nicht die beste Zeit ihr die Neuigkeiten mit zu teilen… Doch Nachthauch fuhr schon herum. „Hau ab, du Mäuseherz! Warte… das…“ Nachthauchs Augen wurden immer größer und größer. Mit zitternder Pfote zeigte sie auch Glanzwolkes weißen runden Bauch. Dann drehte sie ihren Kopf mit eingefrorenen Gesichtzügen Löwenfunke zu. Löwenfunke schloss kurz die Augen, atmete tief ein und wappnete sich für ein Donnerwetter. Wie die Ruhe vor dem Sturm. Aus Vorsicht ging er einen Schritt zurück und legte das Fell an auch wenn es doch nicht seine Schuld war. Nachthauch war im Unrecht, aber trotzdem fühlte es sich anders an. Niemand sagte was. Glanzwolke bemerkte die angespannte Atmosphäre und zögerte noch was sie tun sollte. Bleiben oder weg gehen?
    „Ihr habt jetzt sogar schon Junge?“ Die Nacht war eingekehrt, der Rest Sonne am Horizont verschwunden und das sanfte Licht des Mondes hüllte Nachthauch in einen weiß-grauen Schimmer ein. In ihren grünen Augen wurde das Licht reflektiert und glänzte wie Smaragde. Ihr Gesichtsausdruck wurde hart wie Stein.
    Löwenfunke wurde es heiß unter dem Pelz. „Ja?“, sagte er nach einiger Überwindung als wäre es ein großer Verrat. "Du weißt es besser! Sie ist die, die dich gerade verrät", sprach er sich selbst gut zu.
    Nachthauch öffnete dem Mund zum reden. Ihre spitzen Zähne waren glänzend weiß. Aber dann schloss sie ihn wieder und wendete sich ab. Es war totenstill. Ein kaum hörbares Schluchzen drang an Löwenfunkens Ohr. Ganz leise, doch trotzdem war es da.
    „Weinst du?“ Er reckte seinen Kopf nach vorne um besser sehen zu können. Kurz nachdem er die Worte gesprochen hatte, hätte er sich am liebsten selbst geohrfeigt. So was passte jetzt gar nicht in die Unterhaltung. Nachthauch gab keine Antwort. Löwenfunke wollte sie irgendwie tröstend, aber Glanzwolke zog ihn zurück. „Lass sie. Sie kommt schon drüber weg.“ Ihre Stimme nach zu urteilen schätze sie Nachthauchs Wohlbefinden nicht wirklich. Verständlich, die beiden eiferten beide um den gleichen Kater.
    „Ich weiß nicht…“ Löwenfunke warf noch einen schnellen Blick zu der Kätzin, dessen Pelz Schwarz wie die Nacht war. Hin und her gerissen stand er da. Unschlüssig was zu tun war. Nachthauch und er waren beste Freunde. Er mochte es nicht wenn sie sich streiten. Andererseits hatte er eine Gefährtin. Das hieß er musste auch loslassen können… Könnte er nicht beides haben? Beste Freundin und Gefährtin? Er schielte rüber zu Glanzwolke, die missbillig Nachthauch anstarrt, dann wieder zu Nachthauch. Sie hatte heute klar ihre Meinung gesagt, was sie von Glanzwolke hielt. Die Schwarze oder die Weiße Kätzin.
    „Kommst du endlich!“, drängelte Glanzwolke und peitsche ungeduldig den Schwanz hin und her, sodass sie die kühle Nachtluft aufwirbelte. Langsam wurde die Stille peinlich und Löwenfunke traf die Entscheidung. Er schaute beide noch mal an und sagte dann:

    52
    GEFÄHRLICHE LIEBE - von todeslilie



    PROLOG
    Nachtsplitterwolke trat hinaus in die frische luft. Ihre gedanken hingen an einem kater. Dieser kater war der gefährlichste, wildeste und mordlustigste kater der den Abendclan jemals gesehen hat. Doch irgendwie fühlt sich nachtsplitterwolke mit ihm verbunden. Ich glaube dieses wort nennt man liebe... Eine liebe die todbringend sein kann.... die schwarze kätzin hasst sich dafür doch ihre gefühle machen party wen sie ihn sieht.
    Macht euch gefasst auf eine gefährliche liebe...



    1 kapitel
    Ein Rot-Brauner kater trat aus einem hohlen baumstumpf. Plötzlich sah der grünäugige kater eine Kätzin die ziemlich anhänglich ist. "Was willst du schon wieder nachtdplitterwolke?" Knurrte er mit einer stimme, die so eindrucksvoll und so stark klingt, doch so mordlustig und todbringend ist. Aber genau das, das liebt diese schwarze Katze, die vor ihm steht. "Ich bringe dir beute" murmelte sie und senkte den kopf. "Leg die beute hin und verscheinde, bevor du mein essen wirdt!"knurrte er bedrohlich und beobachtete wie die hübsche katze in den bäumen verschwindet. Er nam sich das kaninchen und legte sich hin.

    53
    My broken life - von Silence Heart

    (Achtung, es geht hier auch um Depressionen und so, also wer sowas nicht gut lesen kann, der sollte rechtzeitig mit dem Lesen aufhören)


    PROLOG
    Der Himmel des frühen Morgens war kalt und ziemlich blass sowie hell. Wenige Schleierwolken durchzogen das helle blau, welches kaum noch als blau zu erkennen war, da es in den trüben Morgenstunden fast gräulich wirkte. Die Sonne schien nicht am Himmel, was die Pelze der Katzen, welche hier im Bau lagen, noch unscheinbarer machte. Ohnehin hätte selbst die Sonne die Katzenkörper kaum ausdrucksvoller erscheinen lassen können. Alle waren zwar in den unterschiedlichsten Farbtönen gehalten, aber sie waren einer verfilzter und dreckiger als der nächste. Der Atem der Katzen ging unruhig und flach, sie schienen sich schon des Grauens des neuen Tages bewusst zu sein, selbst wenn sie noch schliefen.
    Der junge Kater Schleierstaub schien der einzige zu sein, welcher bereits die Augen geöffnet hatte. Unscheinbar glitt der blassblaue Blick des Sklaven über seine Baugefährten, welche er natürlich fast alle nicht mit Namen kannte. Allen Sklaven des Clans war der Kontakt zu anderen Sklaven verboten, aus der Angst der mächtigen, dass sie sich gegen die Anführerfamilie und deren enge Verbündete wandten. Nur der familiäre Kontakt blieb ihnen gestattet.
    Schleierstaub betrachtete den Ausgang des Baues mit einem neugierigen Blick. Als Sklave war es ihm verboten, den Bau zu verlassen, es sei denn der Sklavenführer erlaubt es ihm höchstpersönlich. Dennoch, der Ausgang war für ihn mehr als verlockend. Der junge Sklave war noch nie im Lager gewesen, während der gesamte Clan noch schlief. Der Ausgang des Sklavenbaues war mit Dornen ausgelegt, welche die Katzen am unbefugten Verlassen des Baues hindern sollte.
    Schleierstaub kniff die Augen zusammen und betrachtete die Dornen scharfsinnig. Er war ein Kater von nicht einmal vier Monden und hatte zudem schlanke sowie flinke Pfoten. Wenn er sich gut anstellen würde, dann würde es für den jungen Kater kaum ein Problem werden. Die Schritte des Sklaven waren trotzdem ein wenig zittrig, als er sich den dichten Dornenranken näherte. Zögerlich aber dafür ziemlich elegant trat Schleierstaub mit einer seiner Pfötchen zwischen zwei nicht ganz so weit voneinander weg wachsende Ranken. Sein Gewicht verlagerte sich nun auf diese einzige Pfote, wobei er aufpassen musste, dass er mit dem Kopf nicht an das Dornengewächs über ihm stieß. Er fand eine halbwegs große Lücke, die ihm Platz für den Kopf bot. Die zweite Pfote folgte der ersten eilig. Dabei wäre Schleierstaub fast auf eine Dorne getreten, welche sich nur minimal rechts von seiner Auftrittsstelle abzeichnete. Sofort zog er die Hinterpfoten nach und kam recht gut voran, bis der junge Kater auf halbem Wege das Gleichgewicht verlor und einen Fall in das stachelige Gewächs nur durch das aufsetzen der linken Pfote vermeiden konnte. Dummerweise landete diese haargenau auf einem Dorn.
    Das ausstoßen eines Spitzen Schmerzensschreies konnte Schleierstaub noch so gerade unterdrücken, aber trotzdem entfuhr ein heiserer Laut seinen Lippen. Einige Katzen, welche ebenfalls im Sklavenbau wohnten, murmelten etwas im Schlaf. Seine Mutter, die einst so hübsche Kätzin mit dem dunkelbraunen Fell, welches nun von der harten Arbeit wild von ihrem mageren Körper abstand und ungepflegt war, riss jedoch die Augen auf.
    "Schleierstaub! Ich habe dir gesagt, dass das Verlassen des Baues nicht gestattet ist, es sei den dein Sklavenführer erlaubt es dir!" In den blassen blauen Augen der Kätzin sammelten sich Tränen. Der Kater wusste noch, wie es war, als diese noch blitzblau geglänzt hatten. Vor ihrer Zeit als Sklavin. Drecksgeist, welchen Namen die Kätzin seit ihrer Versklavung trägt, ist die Tochter des Anführers. Doch sie verliebte sich in einen Streuner und bekam mit ihm Junge, wenngleich dies verboten war. Schleierstaub und seine ältere Wurfschwester Aschennarbe kamen so illegal zur Welt. Drecksgeist, oder Mandelgeist, wie ihr ehemaliger Name war, nahm ihre Jungen mit zum Clan und zog sie auf, wobei sie ihren Clangefährten erzählte, dass sie die beiden gefunden hatte. Aber da sie sich immer noch heimlich mit Scar -wie Seelenstaub's Vater hieß- getroffen hatte flog ihr "kleines Geheimnis" auf und die Kätzin wurde zur Sklavin hinabgestuft.
    "Aber Mama", erwiderte Schleierstaub, "im Grunde genommen haben sie nicht das Recht, uns so zu Versklaven. Wir haben ihnen nichts getan!". Die Mutter des Katers seufzte schwer und sagte mit zittriger Stimme: "Sie nehmen sich das Recht, mein Sohn. Das verstehst du nicht. Wenn du ihnen widersprichst oder die Regeln brichst, kriegst du Schläge oder Beuteverbot". Nun füllten sich auch die Augen ihres Sohnes mit Tränen, ein wenig wegen seiner immer noch schmerzenden Pfote und ein wenig wegen dem Unverständnis seiner Mutter. "Das ist nicht fair! Wir müssen uns dagegen wehren!". "Nein", erwiderte die Kätzin und ihre Stimme triefte vor Bitterkeit. "Du möchtest es nicht auf die schmerzvolle Art und Weise erfahren, also halte dich an das, was dir dein Sklavenführer sagt."
    Eigentlich wollte Schleierstaub gehen ihre Meinung protestieren, doch der traurige Ton der Kätzin besann ihn eines Besseren. Also blieb er still und schaute mit einem betretenen Blick zu Boden. "Schlaf jetzt weiter", schluchzte Drecksgeist und sank in sich zusammen. Zögernd legte sich der Sklave an den Bauch seiner Mutter. Ihm war ganz und gar nicht nach schlafen, aber er schloss die Augen und Tat so, als würde sein Atem langsamer werden, obwohl er in Gedanken noch vollkommen hellwach war und lange, lange über seine Position des Sklaven nachdachte.



    1. KAPITEL
    Es war der hellichten Tag, die Vögel zwitscherten in den Bäumen, als ahnten die sie nicht, dass drei junge Kater gerade in Lebensgefährlichen Schwierigkeit waren. Die Lichtung lag in der Obhut der vielen Laub- und Nadelbäume, deren Äste sich leicht im Wind des frühen Blattfalls wiegten. Nördlich der Lichtung, dort wo es wegen der vielen Fichten, Kiefern und Tannen eher dunkel war hörte man jedoch deutlich das Kampfgeschrei und der Fuchsgeruch schwebte zu den Kriegern des SilberClans hinüber. Unter ihnen waren auch Sklaven, wie der junge Kater Schleierstaub, welcher neben seiner Wurfschwester kauerte, bereit für den Kampf.
    "Sklaven, los, macht schon!", rief ihr Sklavenführer sogleich mit einer wütenden Stimme. "Ja, mein Herr", erwiderten die acht oder neun Katzen, welcher der Versklavung geweiht waren im Chor, wobei sie sich mit geschlossenen Augen verbeugten und gleich darauf in den Kampf stürzen.
    Die "Mächtigen" begaben sich auch in die Nähe des Nadelwaldes, obwohl sie keine Pfote regten, um den Sklaven zu helfen.
    Schleierstaub hielt sich zurück, damit er aus dem Hinterhalt angreifen konnte, doch sein Versuch, möglichst unverletzt zu bleiben, misslang, denn die Krieger merkten seine Zurückhaltung schnell und schubsten ihn ins Kampfgetümmel. "Los, Tu was für deinen Clan, kleiner!", brummte ein besonders großer von ihnen.
    Musst du gerade sagen!, dachte der Kleine kühl, wobei er danach kaum noch einen Gedanken fassen konnte, denn sogleich begrub ein mörderisch aussehender Fuchs unter dessen mächtigen Klauen. Sofort spürte Schleierstaub, wie ein Fluss aus Blut an seinen Beinen und seinem Rücken entlanglief und sofort kam der dazugehörige Schmerz, welcher dem Kater Wut verlieh. Sofort kämpfte er sich frei, wobei er sich einige Schnittwunden zuzog. Er sah sich seinen Gegner gegenüber und blickte in die ausdruckslosen Bernsteinaugen des Tieres. In der gleichen Sekunde flog Schleierstaub mit einem einigermaßen eleganten Sprung an die muskulöse Brust des Fuchses, doch chancenlos: So hartnäckig er sich auch festkrallte, sein Gegner schüttelte den Kleinen ab wie ein lästiges Insekt.
    Zum Glück landete der Sklave einigermaßen auf sicheren Pfoten, sodass er sich relativ schnell wieder sammeln konnte, um einen weiteren Angriff zu starten. Diesmal war sein Gegner jedoch schneller: Schleierstaub war gerade einmal eine knappe Mäuselänge vom Boden abgehoben, als das rote Tier hin mit seiner Mordsklaue niederschlug. Noch leicht benommen nach wenigen Herzschlägen Ohnmacht zappelte der junge Kater herum, in der Hoffnung, irgendetwas abschütteln zu können. Erst dann realisierte er, dass die Fuchsklaue immer noch als Last auf seinem Rücken lag. Nachdem sich Schleierstaub ein wenig unter dieser gewunden hatte gelang es ihm, seinem Gegner in die Pfotenballe zu beißen, worauf dieser wenigstens kurz zusammenzuckte, wenn er auch definitiv Kampffähiger war als die junge Clan-Katze. Der Kampf ging noch ziemlich lange so weiter, wenngleich der Fuchs eher den jungen Sklaven zusammenschlug. Schleierstaub erinnerte sich so ziemlich stark an die Qualen, welchen er beim Regelbruch untersetzt wurde. Kurz bevor er dachte, sein Leben hatte wohl ein frühzeitiges Ende genommen, zuckte der Fuchs plötzlich zusammen und erst da bemerkte Schleierstaub, dass sich einer der älteren Sklaven auf den Fuchs gestürzt hatte.
    "D-Danke...", murmelte der Kleine etwas verlegen, doch sein Mitsklave hatte ihn keines weiteren Blickes mehr gewürdigt.
    Bevor sich Schleierstaub wieder vor dem Kampf zurückziehen konnte, um doch nicht in dem Fuchskampf umzukommen endete der Kampf. Anscheinend hatten sich einige der Sklaven heimlich gegenseitig trainiert, um ein möglichst langes, wenn auch kein schönes Leben zu führen. Die Füchse verschwanden tiefer im Wald und waren bald verschwunden. Da bemerkte der Sklave, dass auch drei Katzen unter den Verletzten waren, welche keine Sklaven waren. Nun drang endlich der Grund, für den er gekämpft hatte in Schleierstaubs Kopf: Diese drei leichtsinnigen Kater hatten den Kampf angezettelt. Sie waren kaum älter als der Sklave selbst und hatten wohl Langeweile gehabt. Beim genaueren hinsehen erkannte er unter den blutverschmierten Pelzen die drei Enkel des ehemaligen Anführers, welcher auch nach seinem Tod im Clan noch ziemlich abgesehen war. Die Kater jedoch hatten vor Triumph glühende Augen und schienen ihre eigenen Verletzungen so ziemlich zu ignorieren.
    "Jaah, das war ziemlich mutig von mir", riss ihn eine Stimme aus seinen Gedanken. Etwas abseits des Kampfplatzes erkannte Schleierstaub den eleganten und langen Körper eines der Anführersöhne: Neumondpfote. Auch wenn der junge Sklave diesen nicht mit seinem Namen ansprechen durfte kannte er seinen Namen besser, als es ihm selbst lieb war.
    Aber mit wem spricht er? Dieser Gedanke schoss dem jüngeren Kater sofort durch den Kopf und sogleich wurde sie beantwortet: Eine etwas erstickte Kätzinnenstimme meldete sich zu Wort: "Ich wünschte, ich könnte irgendwann auch mal so gut kämpfen wie du und deine Brüder...". Erschrocken riss Schleierstaub die Augen auf und ihm wurde sogleich bewusst, dass seine eigene Schwester diese Worte formuliert hatte.
    Das darf nicht wahr sein... Nein!
    Der junge Kater kam ein wenig näher und erkannte einen Streifen des aschgrauen Fells seiner Schwester. Das durfte sie nicht! Das ist nicht erlaubt! Das ist ein Verrat unserer Familie! Sie foltern dich bis zu deinem bitteren Ende!
    Es war zu viel für Schleierstaub. Er humpelte davon, immer noch mit stechenden Schmerzen überall am Körper. Die Sonne war bereits Rot wie Glut und hang knapp über den Baumwipfeln. Es war nicht mehr wirklich hell auf der Lichtung und Schleierstaub wollte nur wieder zurück ins Lager. Er hoffte, dass seine Mutter, sein Vater oder seine Schwester ein gutes Heilmittel für die Wunden des Katers hatten. Nicht meine Schwester...die wird mich nur auslachen und sagen "Schleierstaub, selber Schuld, wenn du nicht kämpfen kannst..." bevor der junge Kater komplett in seiner Traurigkeit untergehen konnte hörte er eine Stimme hinter sich: "Na, bist wohl noch zu klein und möchtest lieber bei Mami bleiben, was? Du bist deiner Schwester kein wenig ähnlich, mein Kleiner.". Zorn pulsierte im Körper des Katers, als er die Stimme Milanenpfote, ebenfalls einer der drei Brüder, angetapst kam. Die leicht rötlichen bernsteinfarbenen Augen des Anführersohnes funkelten provozierend.
    Er will nur, dass du überreagierst, damit er einen Grund hat, dich zu bestrafen. Geh bloß nicht darauf ein.
    "Habe ich ja wohl nicht selbst zu entscheiden", knurrte der junge Sklave kühl und vermeidet es, dem Schüler in die Augen zu sehen, damit dieser nicht sieht, wie sehr Schleierstaub schon wieder am Rande der Fassung stand. Der andere Kater zog mit einem gespielt belehrendem Blick eine Augenbraue hoch, wie jemand, der einem Jungen erklären wollte, dass die eigene Schwanzspitze keine Maus ist. "Aber aber, nicht frech werden, mein kleiner, sonst muss dich mein Onkel wohl bestrafen!". Da fiel dem Sklaven zu allem Überfluss ein, dass der Sklavenführer des Clans der Onkel der drei Brüder ist.
    Schleierstaub reichte es jetzt. Sein Verstand wollte ihm sagen, dass er dem Kater seine Meinung ins Gesicht spucken sollte, doch er rannte einfach in den Sklavenbau, wo er, ignoriert von allen anderen, in Tränen ausbrach und sich fragte, warum alle immer so verständnislos und kalt sein müssen.



    2. KAPITEL
    Der Blattfall hatte sich überraschend schnell von seiner unangenehmsten Seite gezeigt. Das rote, braune, gelbe, goldene und orangene Laub, welches vor einigen Tagen noch im Sonnenlicht gefunkelt hatte war jetzt komplett durchnässt vom Regen, der sanfte Geruch von leicht nasser Erde war dem von tiefem, ungemütlichem Schlamm gewichen. Immer, wenn sich die Katzen zu Bett legen wollten wurden sie durch ihr durchgeweichtes Moosnest davon abgehalten. Die Silhouetten der Bäume lagen gespenstisch im Nebellicht.
    Eines Abends lag der junge Kater Schleierstaub schlecht gelaunt und müde in seinem Nest, während er darauf hoffte, bald einzuschlafen.
    Zwischen de Dornengewirr vor dem Sklavenbau waren die Umrisse eines muskulösen, gutgenährten Katers zu erkennen, welche sich nur schemenhaft im Regen abzeichnete. "Schleierstaub! Aschennarbe! Schmutzflamme! Ihr müsst heute noch jagen! Los, raus!", erklang die strenge Stimme des Katers, welcher sich als der Sklavenführer erwies.
    Das man bei diesem Regen nicht jagen kann, weil sich jede Beute verzieht hat dir deine Mami auch nicht beigebracht! Mürrisch erhob sich der junge Sklave und kämpfte gegen seine Schmerzenden Glieder an. Während er sich schüttelte löste sich sämtlicher Regen aus seinem sonst so reinem, weißen Fell, welches durch die Nässe ein trübes grau angenommen hatte. Neben ihm zeichnete sich der schemenhafte Umriss seiner Schwester ab. Schleierstaub's Stimmung sank nur noch durch den Anblick der jungen Kätzin. Seitdem ihr Bruder der Kätzin mitgeteilt hatte, was er von den Anführerenkeln hält, hatte diese nicht mehr mit ihm gesprochen. Schleierstaub nahm es sich immeroch zum Ziel, ihr die Augen zu öffenen. Sie war so ein Mäusehirn!
    "Los! Kommt schon! Die Beute wartet nicht auf euch!" Das erneute, wütende schreien riss den Kleinen aus seinen Gedanken. Er unterdrückte verzweifelt den Drang, dem großen Sklavenführer seine Meinung ins Gesicht zu spucken, aber stattdessen verbeugte er sich wie die beiden Sklavinnen Links und rechts von ihm mit einem matten "Ja, Herr".
    Alle drei Sklaven hatte den Blick nach unten auf das regrngetränkte Gras gerichtet. Sie durften ihrem "Herrn" nicht direkt in die Augen sehen.
    Als sie außerhalb des Territoriums angelangt waren drehte ihnen der Sklavenführer den Rücken zu. "Ihr seit bis Mondhoch wieder zurück. Und wehe, ihr bringt nicht genug Beute mit.", murmelte ihnen der große gehen zu und verschmolz nach wenigen Schritten mit der Nacht.
    Mit funkelnden Augen sah Schleierstaub ihm nach.
    Als er sich der Jagd zuwandte merkte er selbst, trotz des Regens, welcher den Katzengeruch deutlich schwächte, dass die beiden Kätzinnen sich schon auf den Weg gemacht hatten. Also seufzte er und machte sich ebenfalls auf den Weg. Hoffnungen machte er sich keine. Das größte, was er je gefangen hatte war eine mehr oder minder mickrige Amsel, und das war auch noch bevor dieses trübe Wetter begonnen hatte.
    Trotzdem lief der Kater beinahe blind durch den Regen, während seine Laune zunehmend schlechter wurde. Irgendwann, Schleierstaub wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, hatten sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt und er machte tatsächlich den tiefdunkelbraunen Umriss eines Eichhörnchens aus, welches durchnässtes Fell hatte und armselig an einer Eichel knabberte.
    Das fängst du nie, Schleierstaub!
    Und dennoch begab sich der Kleine in die Jagdposition. Er versuchte, den Schweif zu senken, wobei dieser jedoch fast auf den Boden aufschlug. Allein das kontrollieren seines Schwanzes gegen den peitschenden Regen kostete ihn fast schon seine ganze Kraft. Seine Pfoten schlichen relativ elegant und lautlos über den Boden. Das Beutetier resignierte den Kater nicht im Entferntesten. Er war nur noch eine knappe Schwanzlänge von dem Tier entfernt, als er zum Sprung ansetzte. Da hatte Schleierstaub seien eigenen Sprungfähigkeiten wohl deutlich unterschätzt, denn er landete gut zwei Mäuselängen hinter dem Eichhörnchen und fuhr dann mit seinen Krallen durch die trübe, regennasse Luft.
    Frustriert beobachtete der Sklave das kleine Tier bei der Flucht. Das hättest du mit deinen stumpfen Klauen so oder so nicht töten können, versuchte der Kater sich zu trösten, doch dieser Gedanke vergrößerte seinen Frust nur noch.
    "Na? Zu schlecht zum Jagen? Na das muss ich mal meinen Lieben Onkel erzählen, damit er dir noch mehr Jagdstunden gibt!"
    Die höhnische Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Er blickte auf und schaute trotzdem eher minder überrascht zu dem Schüler Mandelpfote hinauf. Rechts und links von ihm zeichneten sich die Umrisse seiner Brüder ab, allesamt mit durchnässten Fell, aber mit einem entblößtem, äußert Selbstzufriedenen Grinsen im Gesicht.
    Na super, dass kann ja nur besser werden!
    Entschlossen, die drei zu ignorieren drehte er sich, gespielt vollkommen gleichgültig, um und machte sich ohne Aussichten auf Erfolg, weiter auf die Jagd.
    "Na, na, na, wir haben mit dir gesprochen, Sklave!", rief Neumondpfote neben ihm mit dieser höhnischen, feixenden Stimme. Ein Pfotengetampel im Schlamm verriet Schleierstaub, dass die drei ihm gefolgt waren. "Oder willst du, dass wir dich schlagen, Kleiner?". Gleicher, provozierender Tonfall, diesmal von Platinpfote.
    "Nein", kam die matte Antwort des Sklaven. Er sah ihnen nicht in die Augen.
    "Das will ich überzeugender.". Diesmal Mandelpfote, dicht an seinem Ohr.
    "I-Ich möchte nicht, d-dass ihr mich schlagt". Schleierstaub tat sich schwer damit, seine Wut zu unterdrücken.
    "Guck mich an." Mandelpfote schubste den Kater mit einem Pfotenschlag um. Er viel in den Schlamm. Angewidert spuckte Schleietstaub den Schlamm, der ihm in den Mund gekommen war, aus und rappelte sich hoch.
    Er schaute dem Kater tief in die Augen, als er sich wiederholte: "Ich möchte nicht, dass ihr mich schlagt." Seine Stimme bebte. Die zwei Brüder des Katers hatten die beiden längst hinter sich gelassen.
    Mandelpfote wollte gerade etwas erwidern, da schwebte ein Beutegeruch zu den beiden Schülern hinüber. Eine Kätzin sprach, die Stimme stumpf von der Beute im Maul: "Schleierstaub? Was hast du schon wieder angestellt?". Es war Aschennarbe deutlich anzuhören, dass sie mehr Beute gemacht hatte als ihr Bruder.
    "Ich-" setzte der junge Sklave an, doch Mandelpfote kam ihm dazwischen: "Er weigert sich, zu jagen, Aschennarbe.".
    Dem kleinen weißen viel auf, dass der Tonfall des Katers deutlich anders war, so gehorsam, fast schon unterwürfig.
    "Schleierstaub!" Die Stimme vor Abschaum getränkt fauchte die Sklavin ihren Bruder an. "Du sollst auf die mächtigen hören, sonst wirst du den schrecklichen Qualen untersetzt!"
    Schleierstaub antwortete, nicht minder zornig: "Du hast gut reden! Dich bezeichnet man ja auch nicht als klein und unfähig!"
    "Weil du unfähig BIST! Du strengst dich ja nicht einmal an!" Der Kätzin standen jetzt die Tränen in den Augen. Ihre Stimme war nur noch ein einziges Fauchen. Sie wandte sich um und stolzierte mit ihrer Beute davon.
    "Da hast du es", miaute Mandelpfote zufrieden und war im Nächten Moment ebenfalls verschwunden.
    Das reichte dem Kater jetzt. Er würde nicht länger ein so trauriges, armseliges Leben führen. Er würde sich einfach umbringen, im See ertränken... Die Vorstellung fühlte sich für den Kater vollkommen richtig an. Er rannte einfach los, durch die tiefe Nacht, über viele Donnerwege, wobei er zu seinem eigenen Leidwesen nicht überfahren wurde. Er rannte einfach weiter, war entschlossen, dass sein Leben ein frühzeitiges Ende nehmen würde. Irgendwann war er beim See angekommen. Seine Schritte verlangsamten sich, als das Wasser ihm bereits bis zu den Knien ging. Es war kalt wie Eis, aber das merkte der Kater nicht. Keuchend ging er furchtlos weiter in den See hinein und blickte dem Tod in die Augen. Es verging nicht viel Zeit und schon drang eiskaltes Wasser in seine Lungen. Er atmete noch, aber deutlich schwächer. Der Untergrund unter ihm schien nur noch ein schemenhafter Wirbel aus Sand und Staub zu sein. Schon bald war der Kater vollkommen ihm schwarzen Wasser versunken. Die Atemreserven reichten noch fürs Luft bekommen aus, aber schon bald spürte Schleierstaub, wie es immer enger wurde... die Wasseroberfläche hatte der Kater längst nicht mehr im Blick... Er sank immer tiefer... Der Schmerz in seinen Lungen stieg ins unermessliche.
    Gleich war es vorbei.
    Schleierstaub glaubte, dass er schon tot ist, denn es war alles nur noch schwarz um ihn herum. Er sah nichts mehr, er fühlte nichts mehr, er hörte nichts mehr.
    Irgendetwas packte ihn ziemlich gewaltsam und ruppig, er stieg und meinte, dass es heller wurde. Trotzdem schien es eine Ewigkeit zu dauern, bis er wieder atmen konnte. Er hustete kräftig und spuckte Wasser aus. Nochmal. Und noch einmal. Das machte er so lange, bis sein Körper sich vollkommen leer anfühlte. Ein Druck auf seinem Brustkorb half ihm dabei, wieder zu Atem zu kommen.
    Kurz darauf schlug der Sklave die Augen auf, für einen winzigen Moment. Im Regen zeichnete sich ein undeutlich Umriss eines Katzenkörpers ab. Bevor er die Katze identifizieren konnte war aber alles wieder schwarz.



    KAPITEL 3

    Ein Schütteln an seinem Körper.
    Er meinte, sich noch einmals husten zu hören.
    Ein verächtliches Schnauben.
    Dann der Versuch, seinen Körper anzuheben. Er misslang. Schleierstaub schlug hart auf den Boden auf und fühlte eine Erschütterung am ganzen Leib.
    Ein wütendes fauchen.
    Der Kater hörte Pfotentrappeln.
    Sein Retter ließ ihn alleine.
    Nein!
    Schleierstaub wollte schreien, doch es entwich nur noch mehr Wasser seinem Maul.
    Er hustete.
    Dann eine Zeit lang nichts.
    Pfotenschritte.
    Bitte, bitte helft mir!
    Mehrere Katzen hoben den schlaffen Körper an und begannen, zu gehen.
    Ab und an meinte der Kater, seine Augen geöffnet zu haben.
    Bilder. Bilder in seinem Kopf!
    In seinem Kopf oder doch in der Realität?
    Dreht er jetzt durch?
    Schwarz, grau.
    Stimmengewirr.
    Sie schienen zu streiten.
    Kurz glitt Schleierstaub zu Boden.
    Dann hob man ihn wieder auf.
    Noch mehr Stimmen.
    Die Schritte wurden schneller.
    Er glitt in ein Nest.
    Weich, Moos.
    Ein spitzer Schrei, ein flüstern.
    Beruhigende Worte.
    Stille.
    Dann verließ ihn sein Bewusstsein komplett.

    Seine Augenlieder flackerten und vielen wieder zu. Sie waren schwer wie Steine. Schleierstaub kämpfte gegen die Müdigkeit an. Gegen seine Schmerzen. Irgendwann trat ein verschwommenes Bild vor die Augen des Sklaven.
    Grau, Braun, Grün, Schwarz, Gelb.
    Der Blick des Katers schärfte sich enorm. Kurz war er erschrocken, wie unmissverständlich klar seine Sicht plötzlich war. Schleierstaub konnte einen Rankenvorhang erkennen, welcher zwischen zwei Felsen hang. Leicht im Regen wiegten sich die Blätter.
    Hinter dem Vorhang machte Schleierstaub, wenn auch sehr schwerfällig, die Umrisse von zwei, Nein drei Katern aus. Sie redeten in einem energischen Ton miteinander. Ob sie streiten? An Schleierstaub's Ohren drangen kaum klare Wörter, da das Wasser sein Hörvermögen noch behinderte. Die wsnigen Worte, die sehr undeutlich, aber dennoch unverwechselbar an seine Ohren drangen, waren "Mäusehirn", "Selbstmordgefährdet", "Psychopath", "falsche Heldentat"und "umbringen". Es ging um ihn. Es ging ganz sicher um ihn.
    "Du bist wach, kleiner."
    Der Sklave zuckte zusammen. In seiner Magengegend verkrampfte sich etwas. Nochmal entbrach ein Schwall aus Wasser seinem Mund. Hinter sich machte er doch tatsächlich die Umrisse des Clan-Heilers aus. Als Sklave hatte er nicht das Recht, im normalen Heilerbau zu schlafen!
    "I-Ich dürfte n-nicht hier sein, ich b-b-bitte um V-Verzeihung, mein
    Herrrr-r..." Die Stimme des Kleinen zitterte bei jedem Wort. Er hatte undeutlich, abwesend und verängstig gesprochen. Er wandte sich zum gehen um, doch ein Hustenanfall schüttelte den kleinen Körper des jungen Katers so heftig, das er hinfiel. Wie peinlich! Er machte Anstalten, wieder aufzustehen, doch der Große packte ihn mehr oder minder grob am Nackenfell.
    Seine Stimme drang undeutlich an Schleierstaub's Ohr: "Du bist krank und du bleibst hier, bis ich dir sagen kann, das du gehen sollst." "A-Aber ich bin ein Sk-Sklave, mein Herr..." Bitterkeit trat in die Augen des Heilers. "Ob Sklave oder nicht, das Ziel des Silber-Clans war noch nie, Katzen umzubringen." Etwas an der Stimme des erfahrenen, Älteren Katers hielt ihn vom Widersprechen ab.
    Der Druck in der Brust des Fast-Selbstmörders verstärkte sich enorm und er spürte, wie ein weiterer Schwall Wasser in seinen Mund stieg. Er hustete schwach.
    "Sssa-sag-g", würgte der Kleine hervor, "S-sag m-m-mi-mirr d-dd..." Eine Wasserlache breitete sich im ehemals noch so weichen Moosnest aus. Sein Körper wurde leer. Der Sklave keuchte und fand endlich die Beherrschung wieder: "S-Sag mirrr-r d-dan-n wennig-g-gstensss, w-wer mich ge-geretttet-t h-hatt..." Endlich waren die Worte seinen Lippen entwichen. Er sank zum Boden und kam dann wieder zum Atmen. Lange schwieg der Heiler, doch dann sagte er die mit Abstand wenigsten von dem Kater erwarteten vier Silben, sanft schwebend wie ein Windhauch und dennoch so schwer wie Steine: "Mandelpfote".
    Der Kleine keuchte auf. "D-Das war ein Scherzzz, oder?" Völlig kraftlos hörte er sich diese Worte sagen. "Nein", kam die Antwort. "Er has-st mich!"
    Der Heiler lächelte. So zaghaft und dennoch so bitter, triefend vor Gefühle war seine Stimme, als sie erklang: "Er mag dich hassen, aber dennoch hat er ein Herz, wie du und ich." Schleierstaub seufzte. Der Kater hatte ihn gerettet, und auch wenn es komplett gegen seinen eigenen Willen war, regte sich in ihm etwas. "Ich muss mich bei ihm bedanken". Die Worte kamen ausdruckslos und matt. Leicht schwankend hievte er sich auf die Beine und verließ den Heilerbau.
    Als er vor dem Bau der Schüler stand, klopfte sein Herz heftiger, als er es selber zugeben wollte. "M-Mandelpfote..." sein Gesicht schob sich durch die Ranken. Glücklicherweise -oder vielleicht auch unglücklicherweise- fand er den Kater mit seinen Brüdern dort vor.
    "Geh in den Sklavenbau zurück, Kleiner." Die Stimme war hart und kühl.
    Schleierstaub schnappte kurz nach Luft. "Ich wollte mich nur bei dir bedanken, Mandelpfote, für..."
    "Lass mich in Ruhe, du Drecksstück."
    "B-Bitte, Mandelpfote..." Gegen seinen Willen traten Tränen in seine Augen. Heul doch nicht, du kleiner Sklave!Sein Blick glitt wieder zu dem Größeren hinüber.
    "Du hast mich gehört."
    Langsam zog sich der Kleine zurück. Also war Mandelpfote dennoch ein verdammter, abscheulicher, Fuchsherziger Lügner... Wie hatte er nur he daran zweifeln können?

    Leicht schwankend begab er sich wieder in sein Moosnest. Frustriert versuchte er, irgendwo Schlaf zu finden, doch da waren die Stimmen in seinem Kopf, die immer wider erklangen:
    "Wenn du ihnen widersprichst kriegst du Schläge oder Beuteverbot..."
    "Los, Tu was für deinen Clan, Kleiner..."
    "Aber aber, nicht frech werden, mein Kleiner, sonst muss dich mein Onkel noch bestarfen..."
    "Na? Zu schlecht zum jagen?"
    "Oder willst du, das wir dich bestrafen, Kleiner?"
    "Weil du unfähig BIST..."
    "Lass mich in Ruhe, du Drecksstück..."
    Er hielt es nicht mehr aus. Seine Stirn begann zu schmerzen, sein Kopf pulsierte stark. Er stand am Rande des Wahnsinns.
    Irgendwann kam der Große Heiler zu ihm und verabreichte ihm mit ein paar geflüsterten, sanften Worten ein paar Schwarze Körner. Mohnsamen, vermutete Schleierstaub.
    Seine Augenlider flackerten, seien Wachsamkeit schwand.
    Er war bald eingeschlafen. Er verschlief den ganzen Tag und damit war er auch komplett zufrieden. Er wollte nicht in ihre Gesichter sehen, wollte keinen Kontakt mehr mit ihnen haben, wollte als Streuner leben.
    Tief in der Nacht unterbrach eine Stimme seinen dringend notwendigen Schlaf, eine Stimme, die so sanft gehaucht vollkommen anders klang, als die Katze, die dazugehörte:
    "Schleierstaub?"



    4. KAPITEL
    (kurzer Hinweis: Ich habe in den letzten beiden Kapiteln Mandelpfote geschrieben, meinte aber Milanenpfote.)

    Seufzend drehte sich der kleine Kater um, wobei er deutlich noch viel Wasser in seinem Körper spürte. Fast etwas genervt schaute er sich nach dem Ursprung der Stimme um, auch wenn er schon die schemenhaften Umrisse seiner Schwester im Kopf hatte.
    Doch die Katze, welche noch halb im Regen stand und den Kopf in den Bau gesteckt hatte, war nicht Aschennarbe.
    Dieses Geschmeidige Fell und die große Statur des Beschuchers gehörten nicht der Sklavin, die Katze -es schien ein Kater zu sein- hatte viel gepflegteres Fell und die Augen waren viel heller, goldener und strahlender als die seiner Schwester. Fast fand Schleierstaub gefallen für dieses irre glitzern in ihnen. Wie pures Gold...
    "Schleierstaub?" Er wurde aus seinen Gedanken gerissen.
    Und Plötzlich konnte er die Stimme einer Katze zuordnen: Es war Milanenpfote, ohne Zweifel. Fast schämte der Kater sich für seine Dummheit. Er hatte beinahe für einen der schlimmsten Kater des Clans geschwärmt. Er konnte nur hoffen, dass der Schüler seine Verträumtheit nicht bemerkt hatte, er würde sicher dem halben Clan erzählen.
    Sofort begab sich der Sklave in eine gelangweilte Haltung und ließ den Blick abschweifen. "Ich habe kein Interesse an deinen Provokationsversuchen." Er versuchte, seiner Stimme den desinteressiertesten Klang zu verleihen, was ihm aber leider nicht gelang.
    Erstens fragte er sich, was in ihn gefahren war: Er fand Milanenpfote attraktiv! Zweitens wollte er Wissen, warum Milanenpfote hier war und auch, warum sein Tonfall so gar nicht provokativ ist. Drittens bereute er seine Worte. Er würde jetzt garantiert bestraft werden!
    "Nein... Schleierstaub. Ich wollte-" der Anführersohn brach ab. Er senkte den Blick. "-mich nur bei dir entschuldigen für... für meine aggressive Reaktion. Es war nur so: Alle hassen mich dafür, dass ich deinen Suizidversuch durchkreutzt habe."
    Wie bitte? Schleierstaub fiel die Kinnlade herunter. Hatte er gerade aus dem Munde des arroganten Milanenpfote eine... eine Entschuldigung gehört? Hatte er, denn der Blick des Schülers war aufrichtig und ehrlich. "Komm schon... ihr wollt mich doch verárschen... deine Brüder und du...", murmelte er, und trotzdem wegen Milanenpfotes' Worten klang seine Stimme unbeabsichtigt verlegen.
    Doch Milanpfote ließ den Kopf nur noch etwas mehr hängen.
    Sicher konnte Schleierstaub verstehen, warum der andere Kater hin verachtete. Niemand im Clan bedauerte die depressiven Gedanken und Selbstmordversuche eines Sklaven. Armer Mila- Nein! Das ging eindeutig zu weit, entschied der jüngere Kater. Doch da glitzerte etwas in den Augen des Anführersohnes und es war kein Regentropfen. Milanenpfote weinte? Nein, das ging eindeutig zu weit! Schleierstaub musste zwei- oder dreimal blinzeln, damit er es wirklich realisieren konnte.
    "S-Schon gut", miaute er brüchig, und obwohl es nur zwei Worte waren, kosteten sie den jungen Sklaven mehr Kraft, als es ihm selbst lieb war. Milanenpfote's Blick wurde noch betretener.
    Es folgte ein eisiges Schweigen, welches von Schleierstaub unterbrochen wurde: "Du... Du bereust es also nicht? Meine Rettung?"
    Auf dem Gesicht des gegenüber stehenden Katers breitete sich ein Lächeln aus, welches gegen seine schlaffen Gesichtszüge ankämpfte. Und dennoch wirkte dieses Lächeln so verloren, so traurig, aber dennoch irgendwie erleichtert und geheimnisvoll. Er trat einen Schritt näher an das Nest im Heilerbau. "Oh, wenn ich eines nicht bereue, dann das", flüsterte der Schüler und beugte sich tief zu ihm. Es war unvermeidbar, der Kater fiel in das Nest des Sklaven.
    Ein Kribbeln durchfuhr Schleierstaub, ein aufgeregtes Kribbeln.
    Der Kater in seinem Nest schmiegte sich nun enger an ihn. Und obwohl das Fell seines Retters komplett durchweicht war und nicht umbedingt für Angenehmheit sorgte, ließ der Fast-Selbstmörder die Annäherung ohne weiteres zu. Dicht an den großen Kater geschmiegt verfiel er in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

    •~•~•~•~•~•

    Als Schleierstaub am folgenden Morgen aufwachte, hatte ihn der wärmende Körper Milanenpfotes schon längst verlassen, und dennoch spürte er die Berührungen der letzten Nacht noch so klar wie er nie etwas anderes hätte spüren können.
    Immer noch etwas benommen von der Entschlossenheit des anderen Katers und von seinen Worten, richtete sich der Sklave in seinem Moosnest auf. Zum ersten Mal seit seinem Selbstmordversuch spürte er, wie die Kraft in ihn zurückkehrte. Beinahe gelassen schlenderte er aus dem Heilerbau.
    Dennoch war der Kater stets darauf bedacht, nicht aufzufallen. Daher lief er auch nicht quer über die Lichtung, sondern hielt sich am Rand.
    Für's erste genügte es ihm, erleichtert und fast glücklich endlich mal den Heilerbau verlassen zu können.
    Doch seine gute Laune war nur von kurzer Dauer, da der Sklavenfuhrer seinen Weg schon bald kreuzte. Na super! Jetzt, wo dieser sah, dass Schleierstaub imstande war, den Heilerbau zu verlassen, gab es sicher eine schöne Aufgabe für ihn. Dafür fühlte sich Schleierstaub jedoch keinesfalls bereit. Er hatte immer noch das Gefühl, kaum atmen zu können.
    "Schleierstaub! Mitkommen! Jagen!", brummte dieser. Als hätte er es nicht geahnt! Die Mächtigen wollten doch immer nur, dass die Sklaven leiden! Sie kümmern sich nicht um das Wohl ihrer unterlegenen! Fast hätte Schleierstaub zu laut gedacht, doch der Sklave brachte letztendlich nur das typische "Ja, Herr", hervor.
    Am Lagerausgang fiel sein Blick jedoch auf einen großen Kater. Einen hübschen, geschmeidigen Schüler, welcher weiches, dunkelbraunes Fell mit weißen Sprenkeln hatte und zwischen seinen Brüdern stand. Milanenpfote!
    Eilig lief der Kleine auf den Anführersohn zu. Er freute sich so, diese Katze zu sehen, er liebte ihn beinahe! Nein... Nicht beinahe. Wenn der Sklave ehrlich war, war er so was von verschossen in den Kater.
    "Hey, Milanenpfote", machte Schleierstaub auf sich aufmerksam. Seine Stimme klang unglaublich cool. Obwohl... wenn er es sich so recht überlegte klang sie eher wie die von einer dieser lästigen Schülerinnen, von denen die Anführersöhne gerne angemacht wurden. Nein, nicht gerne. Die drei reagierten so was von desinteressiert auf die Kätzinnen. Oh oh!
    Milanenpfote drehte sich zu dem jungen Kater um, die Augen zu Schlitzen verengt. "Führ dich nicht so auf, Kleiner.", war die knurrende Antwort. Schleierstaubs Augen weiteten sich langsam. "Aber...ich...du...wir...", brachte er nur stammelnd hervor.
    "Ich sage es dir jetzt klar und deutlich, Sklave, ich will nichts mehr mit deinesgleichen zu tun haben."
    Im Kopf des Sklaven drehte sich alles. Wie er ihn anschaute, mit seinen verengten Augen. Wie er ihn nannte...Kleiner. Wie er das Wort "deinesgleichen" betonte... Das alles löste so ein starkes Schmerzgefühl in ihm aus, dass er am liebsten zusammengebrochen wäre und sich keuchend an die Brust gefasst hätte. Diese Worte rissen sein Herz, schmerzvoll, quälend langsam und mit jeder Silbe mehr und mehr in zwei Teile.
    "Wie... Wie kannst du nur?", stotterte er und schaute den unscharfen Umriss des Katers an, welcher vor seinen mit Tränen gefüllten Augen verschwamm. Er musste feststellen, dass die beiden Brüder verschwunden waren. Also gab es keinen Grund mehr führ Milanenpfote, dass er sich schämen müsste.
    Milanenpfote grinste. "Du warst so dumm, Kätzchen."
    Keuchend gewann Schleierstaub seinen klaren Blick wieder und er konnte den Umriss des Anführersohnes nicht mehr ausmachen. Irgendwo knurrte der Sklavenführer irgendetwas, doch das war ihm komplett egal. Der Kleine stolperte in den Heilerbau, in sein Nest. Ohne jegliche Notiz von den Geschehen um ihn zu nehmen.
    Alles.ein.verdammter.Streich. Dabei liebte er ihn trotzdem so tief in seinem Herzen... warum, oh warum musste das verdammte Leben so kompliziert sein? Erfüllt von seiner Trauer glitt er in einen schemenhaften, verschleierten Schlaf.
    Was ihm genommen wurde war die Liebe, und er war trotzdem noch imstande, so auf diesen Kater zu stehen. Seine Art war genial.



    5. KAPITEL
    Quälend langsam zogen die nächsten Tage an Schleierstaub vorbei. Er aß wenig, trank nur, wenn er musste und bewegte sich kaum aus seinem Nest. Sogar der Sklavenführer ließ ihn in Frieden. Ab und zu meinte er, dass sich Aschennarbes Konturen im Regenschleier abzeichneten, aber vielleicht war es auch nur eine schreckliche Vision der Finsternis.
    Im Clan sprach sich herum, dass Schleierstaub schlafen würde und dass er seine Diensten als Sklave noch nicht wieder nachgehen kann, da er immer noch krank war.
    Aber es stimmte weder das erste, noch das zweite. Der Sklave schlief kaum, da er, immer, wenn er die Augen schloss, diese Bilder im Kopf hatte.
    Schreckliche Bilder.
    Die Bilder dieser wunderbaren Nacht, welche jedoch immer dadurch ruiniert wurde, dass Milanenpfote aus dem Moosnest sprang und ihm verächtlich mitteilte: "Ich will nichts mehr mit deinesgleichen zu tun haben!"
    Und was er den ganzen Tag tat war nichts als nachdenken. Diesmal wollte er sich gründlich über die Folgen bewusst sein, nicht so wie bei seinem ersten Suizidversuch. Dann hatte er sein handeln doch bereut, und Schleierstaub befürchtete, dass es ihm beim nächsten Mal nicht anders ergehen würde. Und dennoch schien ihm das Leben so unwichtig und schrecklich.
    Auch hatte es der Heiler geschafft, Schleierstaub's Atemwege wieder zu normalisieren. Der einzige Grund, aus dem Schleierstaub noch in diesem weichen Nest schlafen durfte, war seine psychische Krankheit. Sein Herz war gebrochen, und egal, wie sehr er Milanenpfote je gehasst hatte, diese Nacht hatte ihn komplett verändert. Selbst wenn er es gewollt hätte, hätte Schleierstaub nicht gegen seine Gefühle ankämpfen können.
    Und schließlich hatte er einen Entschluss gefasst: Es war vorbei.

    Eigentlich hatte der junge, depressive Sklave Nachts aus dem Lager gehen wollen und sich einfach von einem der hohen Felsen gestürzt. Der Boden dort unten war aus Stein und so hart, dass er dort garantiert nicht mit ein paar gebrochenen Knochen und einer leichten Gehirnerschütterung herauskommen würde.
    Aber schon bald ergab sich die Gelegenheit für den Selbstmord noch viel passender.
    Eines Tages, er vermutete, es war schon spät, denn der Himmel war von dem tiefsten tintenblau, kam seine Mutter Drecksgeist in den Heilerbau. Sie sprach zu dem jungen Kater: "Schleierstaub, du... du sollst mit auf eine große Kampfpatroulie. Der KupferClan hat uns den Krieg erklärt und unser Anführer meint, wir müssen angreifen, bevor sie es machen." Ihre Stimme war schemenhaft und sie schaute ihren Sohn beim Sprechen nicht an. So schnell, wie sie gekommen war, verschwand Drecksgeist wieder.
    KupferClan! Das war perfekt! Sie würden sicher an den hohen Felsen vorbeilaufen. Dann würde er sich unbemerkt in der Dunkelheit von der Gruppe lösen und sich vor ihnen auf einem der Felsen präsentieren. Dabei würden ihm alle Katzen gemütlich zusehen können, wie er sich selbst für tot erklären wird und schließlich hinuntersprang.
    Ein sadistisches Grinsen umspielte seine Lippen.
    Schleierstaub erhob sich und marschierte fast gut gelaunt aus dem Heilerbau. Auch wenn es stark regnete und schon fast Nacht war, konnte man die Kampfpatroulie nur schwer übersehen. Ungefähr der halbe Clan hatte sich hier versammelt, nicht nur Sklaven. Als sich Schleierstaub zu ihnen begab meinte er, Milanenpfotes gesprenkelte Pelz ausmachen zu können.
    "Los!", Befahl eine strenge Stimme, welche ausnahmsweise nicht von dem Sklavenführer sondern vom Anführer der Patroulie kam. Die Menge aus vom Regenwasser schwarz gewordenen Pelzen bewegte sich zum Lagerausgag. Sie liefen durch den matschigen Boden. Nicht selten stolperte eine Katze über eine Wurzel oder einen Ast.
    Schon bald war die nicht gerade kleine Katzengruppe in der Nähe der Hochfelsen angekommen. Dem kleinen Kater fiel es nicht schwer, sich von der Menge unbemerkt abzusetzen. Ein größeres Kuststück war es dagegen, die Felsen hinaufzuklettern. Schleierstaubs stumpfe Krallen rutschten immer wieder ab.
    Irgendwann gelang es dem Sklaven dann, sich anhand von Felsvorsprüngen und -spalten hochzukämpfen. Trotz des peitschenden Regens, welcher sich wie kalte Eisenblöcke auf Schleierstaubs Fell anfühlte, war er schon bald oben. Sein Herz schlug zwar außergewöhnlich schnell, doch er verspürte keine Angst vor dem Tod.
    Schwankend stand der Kleine Kater nun dort, verlassen von Verstand und Gedanken, als er rief: "Hey, ihr da unten! Kommt doch mal rüber und seht zu, welche Auswirkungen eure versklaverei hat! Ich werde mich vor euren Augen umbringen, wie ihr es mögt!"
    So viel Sadismus hatte er sich selbst gar nicht zugetraut.
    Die Katzenmenge schaute überrascht hoch zu dem Felsen. Schon bald hatte er die Aufmerksamkeit jeder Katze der Patroulie. Etliche Augenpaare schweiften zu ihm hoch, doch er konnte nur ein leise gehauchtes "Schleierstaub?" ausmachen, welches durch die Menge ging.
    Er begab sich an die Spitze des Felsens - und sprang. Ganz ohne Reue, ohne orgenwelche Zweifel. Er lächelte dem Tod entgegen. Der Flug durch den Regen schien ewig zu dauern. Ein Raunen war von den Katzen aus zu hören. Dann der Aufprall, Markerschütternd. Alle seine Knochen brachen mit einem unheilvollen Knacken auseinander, wie unstabile Zweige. Heißes Blut überströmte seinen Körper. Das letzte, was er hörte, war ein spitzer Aufschrei. Die Schmerzen fühlte er nicht mehr. Sein letzter Atemzug war längst getan, es war endlich vorbei.
    Und so schwebte seine Seele, seine einsame, gebrochene Seele aus dem Leichnahm und verschwand, fernab von Sternen und Finsternis, jenseits von gut und Böse.

    54
    Symbol der geknickten Rose - von fuchsi



    PROLOG

    Kirschpfote blickte zu Tigerpfote. Trauer lag in ihrem Blick. Trauer und die Erkenntnis das es niemals werden würde. Niemals wie sie es wollte. Sie war unter dem falschen Namen, unter dem Falschen Körper und mit der falschen Bestimmung geboren. Sie hasste sich selbst für ihr Schicksal, dass sie sich nicht einmal ausgesucht hatte. Kirschpfotes Blick fiel auf die Katze neben dem Getigerten Schüler. Sie starrte auf die graue Kätzinn, voll Zorn und Groll. Zorn, Groll, Liebe…. Ihre Gefühle kollidierten, vermischten und veränderten sich Pausenlos. Tigerpfote flüsterte Silberpfote etwas ins Ohr. Sie kicherte und schmiegte sich an ihn. Er leckte ihr über die Ohren. Silberpfote begann erneut haltlos zu Kieksen und wisperte ihrer Seitz dem Tigerkater unhörbare Worte zu. Kirschpfote wandte sich ab. Es bereitete ihr unvorstellbare Schmerzen sich die Szene auch nur vorzustellen. Doch das brauchte sie auch gar nicht. Es geschah wirklich. Sie verfluchte sich. Ihre Augen waren Tränen feucht und ihr Wangenfell nass. Gedanken. Ich will nicht… Ich will nicht… Sie wollte nicht das sein, das sie war. Sie wollte so viel anderes. Sie wollte fliehen. Sie wollte Tigerpfote. Sie wollte Stille. Sie wollte Sterne. Kirschpfote legte den Kopf in den Nacken. Da waren so viele Sterne. So unendlich viele. Sie leuchteten so einklänglich, so einladend und so fern. Doch sie waren nicht da. Nicht für Kirschpfote. Sie würde niemals dort oben sein. Sie wusste es. Ihr Schicksal war bestimmt. Im Lager kehrte Ruhe ein. Sie tappte in den Schülerbau. Sie wollte schlafen. Einfach nur Träumen und vergessen. Doch sie konnte nicht. Sie verfiel in eine Art Wachschlaf. Sie bemerkte wie ihre Kameraden ein und ausgingen. Doch es interessierte sie nicht. Es lief an ihr vorbei. Einfach vorbei. Sie wusste das Aschenpfote sich neben ihr zusammenrollte. Sie hörte wie ihre Schwester Schneepfote sich hinlegte, ihr Gute Nacht wünschte und den Schwanz über die Schnauze legte. Und sie sah Silberpfote und Tigerpfote mit verschlungenen Schweifen den Bau betreten. Es war ihr egal. Alles. Nur Tigerpfote nicht. Sie folgte jedem seiner schritte mit den Augen und nahm jedes Gefühl, das sein schönes Gesicht ihr verriet in sich auf. Die Zeit verging. Der Mond wanderte langsam den Himmel hinauf. Ruhig und weiß schritt die weiße Scheibe ihren Weg entlang. Sie kletterte langsam nach oben. Langsam. Quälend langsam. Die Schüler schliefen. Alle, dicht an dicht. Sie träumten. Jeder seinen eigenen Traum. Nur Kirschpfote nicht. Sie war immer noch in ihrem Wachschlaf. Halb- schlaf Halb- wachend und ohne es zu bemerken trat sie aus sich hinaus. Sie stand auf. Seele und Körper trennten sich. Sie rückte ein wenig we von ihrer Hülle. Sie starrte auf sich selbst. Es war seltsam sich daliege zu sehen. Mit halbgeschlossenen Augen und offenem Mund. Doch es wunderte Kirschpfote nicht mehr. Sie hatte es schon viel zu oft getan. Es war eine der Fähigkeiten, die ihr Schicksal ihr Bot. Langsam schritt sie weg. Wie immer war sie nur noch Dunst. Kein Geist doch auch kein Lebender Körper. Die anderen konnten nur ihr zurückgelassenes Fell, ihre Glieder und ihr stummes Äußeres sehen. Kirschpfote schwang ihren Gedanken nach. Sie dachte an Tigerpfote, an Schneepfote und auch ein wenig an sich selbst. War sie gut? War sie böse? Was oder Wer war sie überhaupt? Ein Schrei drang an Kirschpfotes Ohren. Sie wirbelte herum, wobei ihr umriss leicht verschwamm. Es kam aus der Kinderstube. Es war ein uralter Instinkt der Kirschpfote trieb. Wie ein Lufthauch schlüpfte sie leise und still durch die Blätterwand der Kinderstube. Die Zweige kräuselten ihr Fell und glitten durch sie hindurch. Ein weiterer Schrei. Kirschppfote sah sie. Funkenfell. Die Königin keuchte und ihr geschwollener Bauch verkrampfte sich. Sie gebar ihre Jungen. Mitleidig regte sich in Kirschpfote. Ein Gedanke regte sich in ihrem Hinterkopf. Ihre Bestimmung machte ihr noch eine zweite Gabe zu eigen. Eine Gabe die sie nicht selbst kontrollieren konnte. Fast nicht kontrollieren konnte. Kirschpfote rückte näher an Funkenfell heran. Minzbart der, der Heiler kam herangestürmt. Er fegte durch den Eingang, im Maul etliche Wurze des Heilerbaus. Der Kater sortiere hektisch seine Kräuter und murmelte beruhigende Worte. Kirchpfote fixierte Funkenfell mit ihrem Blick. Langsam sank sie in ihren Geist ein. Eine Vision durchzuckte Kirschpfote. Sie sah Funkenfell, wie sie sich langsam in ihrem Nest zurücklehnte. An ihrem Bauch ihre Jungen. Kirschpfote sah wie sie die Augen schloss und ihr Atem für immer verstummte. Kirschpfote blinzelte und das Bild verschwand. Trauer mache sich in ihr breit. Sie verfluchte ihre Fähigkeiten wie sie es schon sooft getan hatte. Sie sah zu wie Funkenfell ihre Jungen auf die Welt die Welt brachte. Ein Kater. Rot und schwarz gefleckt. Eine Kätzin. Dunkel getigert und noch eine Kätzin. Weiß. Es erschütterte Kirschpfote bis ins Mark. Das Endsetzen machte sich blitzschnell breit und die eindrücke der Welt hämmerten auf sie ein. Die weiße Kätzin maunzte stumm. Funkenfells Atem rasselte. Minzbart sprach leise: „Ein Kater und zwei Kätzinnen“ er machte eine Pause. „Das war es!“ es klang so endgültig als wüsste der junge Heiler dass der Tod der Kätzin vor ihm, jeden Moment kommen konnte. Funkenfell zitterte. Sie berührte schweigend ihre Jungen. Eines nach dem anderen. „Der Kater soll Feuerjunges heißen“ beschloss sie leise. „Seine Schwester“ sie deutete auf das Dunkle Junge. „Schwarzjunges und….“ Kirschpfote zuckte zusammen. Bitte Sternenclan.. bitte… Funkenfells Stimme war endschlossen. „Lavendeljunges“ Kirschpfotes Herz setzte aus. Nein! Das Junge war verflucht. ES IST WIE ICH! NEIN! BITTE NICHT! SIE WIRD EINE BLÜTENKÄTZIN! VERSTEH ES FUNKENFELL! WAS TUST DU DEINER TOCHTER DA AN? Am Liebsten hätte Kirschpfote es laut geschrien. Doch sie war immer noch Dunst. Sie spürte wie Funkenfells Herzschlag sich verlangsamte. Doch sie drehte sich weg. Still wie zuvor, ging sie hinaus. Ihr innerstes war aufgewühlt. Aufgewühlter als es jemals gewesen war. Visionen zuckten durch sie hindurch. Sie sah die Tode ihrer Clangefährten. Alle. Sie stolperte doch sie sah trotzdem wie ihr Mentor Mauseschweif, vom alter gebeugt sein Leben aushauchte. Sie sah Wolkenherz, wie er an einem Ufer ausrutschen und von Wellen und Strömung nach unter gezogen wurde. Kirschpfote kämpfte sich in den Schülerbau. Da lag er. Plötzlich stand sie vor ihm. Tigerpfote. Kirschpfote holte tief Luft. Sie wusste sie musste es tun. Sie senkte den Kopf. Sie tauchte in seine Vision. Sie stand mitten auf einer Waldlichtung. Die Vision schritt an ihr vorbei. Doch es handelte nicht von Tigerpfote. Sondern von ihr selbst. Ihre Augen weiteten sich und ihre Nackenhaare stellten sich auf. „Du hast es gefunden Blütenkätzin.“ Wisperte ihr eine Stimme in ihrem Kopf. „Jetzt kennst du dein Schicksal…. Jetzt kennst du deinen Fluch….“ Sie riss sich los, rannte zurück zu ihrem Körper und schreckte in ihrer Hülle empor. Sie keuchte. Die Worte wirbelten durch ihren Kopf. „Jetzt kennst du deinen Fluch“



    1.Kapitel- Die verfluchten drei.

    Rosenjunges blinzelte ins Sonnenlicht. Es war grell und blendend. Sie kniff ihre kleinen grünen Augen zu. Sollte sie es wagen die Kinderstube zu verlassen? Rosenjunges schaute sich um. Ihre drei Brüder schliefen noch. Leise schlich sie Richtung Ausgang. Sie langte mit der Pfote unter den Lianen-Vorhang. „Hier geblieben Rosenjunges“ ein langer Schweif zog sie zurück. „Aber Mama!“ protestierte Rosenjunges. Doch mit Kirschblüte war nicht gut Kirschenessen. „Nichts da. Du gehst erst wen deine Brüder wach sind“ -Das ist Unfair- sagte eine Stimme in Rosenjunges Kopf. „Mama, bitte“ flehte sie. „Nein rosenjunges!“ Meinte Kirschblüte sanft aber bestimmt. Rosenjunges setzte sich wütend hin. „Aber wen Hirschjunges, Eschenjunges und Löwenjunges als erstes wach sind dürfen sie raus“ stellte Rosenjunges säuerlich fest. Sie fühlte sich ungerecht behandelt. Kirschblüte überhörte ihren letzten Kommentar. „Nun gut, du darfst raus gehen! Aber nur mit Silberflockes Jungen!“ gab sie schließlich nach. Rosenjunges legte den Kopf schief. Hatten Kirschblütes Augen gerade bei Silberflockes Namen geblitzt? -Das habe ich mir nur eingebildet! – beschwichtigte Rosenjunges sich selbst. Ihre Laune besserte sich. Silbrflockes Junge waren älter, und brauchten weniger Schlaf. Sie mussten jeden Moment aufwachen. Rosenjunges wedelte mit dem Schweif. Geduldig wartete sie darauf das eines ihrer Mitjungen aufwachte. Sie legte sich hin. Die Langeweile kehrte langsam zurück. Während Rosenjunges das Kinn auf den Boden legte, tappte Kirschblüte wieder in ihr Nest. Sie dehte sich dreimal darum, wie es üblich war und rollte sich dann wieder darin zusammen. Rosenjunges spitzte die Ohren. Sie lauschte dem sanftem Atem ihrer Mutter. Es machte sie schläfrig und lullte sie ein. Sie seufzte leise und ihr fielen die Augen zu. Langsam schlief sie wieder ein.

    „Ist sie es?“ fragte die junge Kätzin ängstlich. „leider ja“ antwortete die ältere. „Sie…Sie ist wie wir beide Lavendelpfote“ ein schluchzten klang in ihrer Stimme. „Aber vielleicht ist sie es ja doch nicht!“ sagte Lavendelpfote hoffnungsvoll. „Das weiße Fell und der Blüten-Name lügen nicht“ fauchte die andere. Lavendelpfote zuckte zurück. „Es…Es tut mir leid“ sagte sie kleinlaut. „Das muss es nicht“, stellte die ältere düster fest. Kirschpfote schwieg. „Darf ich dich was fragen…?“ sprach sie leise. „Was denn?“ kam die Gegenfrage. „Warum“ sagte Lavendelpfote traurig. „Warum trägt sie diesen Namen… bist du den nun nicht schuld an ihrem Schicksal?“ Die andere Kätzin erstarrte. „Nein…“ keuchte sie. „Der Sternenclan sagte mir ich sollte es tun“ Wut packte Lavendelpfote. „Wieso hören wir auf den Sternenclan…“ kreischte sie. „Wen wir sterben werden wirr nicht bei unseren Ahnen wandeln. Wieso sollten wir dann nach ihren Gesetzen leben?“ „Für unsere Clangefährten!“ knurrte die andere leise. „Weil es Richtig ist… Schicksale kann man nicht ändern. Wir sind nun mal alle drei gleich. Wir sind die Verfluchten drei!“



    Kapitel 2-Ein Glück, ein Traum und die Katze die die Zeit erlebte.

    Rosenjunges sprang auf die Pfoten. Sie schreckte hoch. Hecktisch ließ sie ihren Blick über die Kinderstube schweifen. Ein Rascheln drang an ihr Ohr. Sie wirbelte herum und starrte mit aufgerissenen Augen auf den Lianen-Vorhang. Hatte er sich gerade bewegt? War dort eine Katze hinaus gegangen? Sie musste geschlafen haben. Seltsam Stimmen hatten gesprochen. Es mussten zwei Katzen gewesen sein. Fern und dumpf hatten ihre Echo-artige Sprache geklungen. Rosenjunges verstand nicht alles doch das was sie gehört hatte ängstigte sie. „verflucht“ sagten die beiden Katzen immer wieder. Oder „verfluchte drei“. Auch das Wort „Sternenclan“ war gefallen. Mit einem unschönen, verächtlichen Beiklang. Doch noch ein Laut war erkennbar gewesen. Dieser Laut machte Rosenjunges Angst. Sie verstand ihn nicht und doch verspürte sie ein inneres ziehen und kälte wen sie an ihn dachte. „Schicksal“. „Schicksal“ „Schicksal“ flüsterte es in ihre Kopf. „Schicksal“ Was war das? Hatte es etwas mit ihr zu tun? War es etwas wovor sie sich fürchten musste? „aber ich bin Rosenjunges“ sagte sie laut zu sich selbst. „Rosenjunges die Tochter von Kirschblüte und Aschenherz. Ich bin niemand der blutet“ Auf einmal kam ihr ihre eigene Stimme fremd vor. Die Tochter von Kirschblüte und…. Aschenherz. Der würzige, rauchige Geruch ihres Vaters stieg ihr in die Nase. „Papa?“ rief sie und drehte sich um. Ein großer, grauer Kater mit selbstsicherem Blick glitt in die Kinderstube. „Rosenjunges?“

    „Papa!“ schrie Rosenjunges und warf sich auf ihren Vater. Sein Fell schmeckte erdig und nach Staub. „Hallo“ schnurrte Aschenherz. „Papa, Papa!“ kreischte Rosenjunges und es geschah genau das was sie beabsichtigt hatte. Goldjunges, ein Junges von Silberflocke schoss kerzengerade in die Höhe und schloss sich der Balgerei beinah augenblicklich an. Ein gähnendes Fauchen von hinten sagte Rosenjunges das auch Hirschjunges nun wach war. „Vater!“ schrie er mit und kletterte auf Aschenherz imposanten Kopf. Aschenherz lachte. Im nu war die ganze Kinderstube wach. „Heute ist euer großer Tag“ erklärte Aschenherz seinen Jungen, nach dem sie sich beruhigt hatten. Rosenjunges starrte ihren Vater aus Kugelrunden Augen an. „Ihr werdet Schüler“ erklärte Aschenherz stolz.

    Rosenjunges war so glücklich. Sie konnte es nicht in Worte fassen. Schüler. Heute im Sonnenuntergang wurde sie Schüler. Sie schlängelte sich richtung Ausgang. „Halt“ gebot Kirschblüte der Jungenhorde. „Ihr dürft euch nicht schmutzig machen“ einen stöhnen drang aus Eschenjunges Kehle. „Geht zum alten Schattenwurz und hört eine seiner Geschichten“ sagte sie streng. Unter murren lief Rosenjunges zusammen mit ihren Geschwistern, Goldjunges und deren Geschwister richtung ältesten Bau. Der Lauf verlief schnell und wortlos. Jeder war mit seinen Träumereien über seine Schülerzeit beschäftigt und so kamen sie relativ zügig dort an. Doch etwas war nicht normal. Da war ein seltsamer Geruch… „Wer da?“ fragte eine brüchige, rasselnde Stimme. „Wir... Geschichte hören“ stotterte Hirschjunges und verschluckte dabei einige Worte. „Tretet ein.“



    Kapitel 3- Katzenfische

    Rosenjunges starrte gebannt auf die fahlen Lippen des schwarzen Katers. Eine merkwürdige stille waberte um ihn. Ein stechender Gestank hing in seinem räudigen Pelz. Rosenjunges Instinkte trieben sie von dem Kater weg doch ihr Innerstes fühlte sich seltsam angezogen von seinen weisen, milchigen Augen. „Ihr wollt eine Legende hören?“ krächzte der alte mit einer korksenden Stimme. Ein grauen ließ Rosenjunges Nackenhaare zu Berge stehen. „Ja“ hauchte Goldjunges kleinlaut. Auch sie schien fasziniert von dem Anblick des Ältesten. Schwarzwurz sagte nichts. Wieder schlich sich diese dunkle, kalte stille heran. Rosenjunges erwarte eine Frage: was für eine Geschichte se denn hören wollten oder von was die sie handeln sollte. Doch da kam nichts. Eschenjunges tappte mutig vor. „V..Vielleicht könntest du uns.. uns“ er stotterte. „Uns die Geschichte von.. von den Schülern und den springenden babbel Häschen erzählen“ „Wir werden nämlich bald Schüler“ setzte Hirschjunges zur Frage seines Bruders hinzu. Schwarzwurz fixierte die beiden Jungen mit seinen Augen. Dann, langsam zogen sich seine Mundwinkel nach hinten. Seine Augen verdrehten sich und ein schepperndes, grollendes lachen klang aus seinen Rachen. Verächtlich sagte er: „Die Schüler und die springenden Babbel Häschen.“ Wieder lachte er. Freundlos fuhr er fort. „Man merkt das ihr doch nur kleine, nutzlose Jungen seid….“ „Wir sind nicht nutzlos und auch bald keine Jungen mehr“ unterbrach Feuerjunges den alten Kater. Er starrte Schwarzwurz kühl an. Alle Köpfe drehten sich zu dem jungen, dem einzigen Sohn von Zedernstern und Himmeltanz. Ein merkwürdiges, warmes Gefühl prickelte auf Rosenjunges Schnauze, als sie dem kleinen rot-schwarz getigerten Kater ins Gesicht schaute. Sie konnte nicht anders als weg sehen. „Sieh an… mutige Worte Junges“ grinste Schwarzwurz. Er räusperte sich und begann in einer sanften Erzähler Stimme zu sprechen. „Nun, kennt ihr denn die Geschichte der Blüten-kätzinen?“ fragte er laut. Die jungen schüttelten die Köpfe. „Dann ist es Zeit das ich sie euch erzähle.“ Fuhr der Schwarze Kater fort. „Seid vielen, tausend Monden… schon ehe eure Eltern und die Eltern eurer Eltern auf dem Moor gerannt und in den Wäldern gejagt hatten, trafen sich die Heiler an einem glitzernden silbernen See mit dem Sternenclan. Sie gaben sich die Zungen mit ihren Ahnen. Von Mond zu Mond. Von Blattfall zu Blattfall. Der See ist so rein und so sauber, dass es keine Katze wagt von ihm zu trinken. Doch trotz seiner Reinheit lebt ein Geschöpf in seinen Fluten.“ Goldjunges keuchte hoch: „Was? Was ist es?“ Schwarzwurz schwieg kurz, dann erzählte er weiter. „Die Heiler dürfen nicht über das sprechen was ihnen dort am Silber-See begegnet… und doch weiss ich, obwohl ich nie Heiler war was dort lebt.“ Die Jungen machten große Augen. „Katzenfische“ sagte Schwarzwurz. „Was sind Katzenfische?“ fragte Eschenjunges. „Das mein kleiner, wissen nur die, die es gesehen haben.“ Antwortete Schwarzwurz geheimnisvoll. „Die Katzenfische schwimmen durch den Silber-See. Mit ihren Flossen teilen sie das Wasser und mit ihren Augen sehen sie alles. Sie sind allwissend… Es sind verzauberte Katzen. Eine Uralte Prophezeiung besagt, dass Kätzinnen mit Blüten-Namen, sich nach ihrem Tode in Katzenfische verwandeln….“ Ein ungutes Gefühl drang in Rosenjunges Herz. „Und stimmt das auch?“ fragte Hirschjunges. „Vielleicht, Vielleicht auch nicht…“ sagte Schwarzwurz leise. „Vor langer, langer Zeit hatte ich zwei Töchter…. Ihre Namen waren… Tulpenpfote…. Und die kleine Primelpfote“ Tränen stiegen dem alten Kater in die milchigen halb binden Augen. Er schüttelte den Kopf. „Sie starben… Tulpenpfote sie war noch so klein.. Der Grüne Husten hat sie mir genommen. Und Primelpfote, starb wenige Tage später. Ermordet von einem Fuchs. Ich konnte es nicht ertragen und ich ging zum silbersee… “ Die Jungen lauschten beklommen. „Und da stand sie vor mir… ich hatte solche Angst sie wäre ein katzenfisch… ich hatte solche Angst ich sollte sie nie wieder sehen. Doch Tulpenpfote stand vor mir. Wir sprachen miteinander. Ich war so glücklich bis mir klar wurde, das Primelpfote nicht im Sternenclan war…“ er schüttelte traurig den Kopf. „Sie war nicht da….“ Die Jungen schwiegen. Schwarzwurz drehte sich um. „Lasst mich jetzt in Frieden.“ Befahl er. „Ich möchte allein sein.“



    Kapitel 4- Schüler

    Rosenjunges stand sda. Ihre Augen blickten ins nichts. Der Silber-See. Die Geschichte des alten Katers machte sie traurig. Es machte sie traurig dass es Katzen gab die niemals in den SternenClan kamen. Es machte sie traurig, wenn sie sich vorstellte, wie diese Katzen einsam und allein im Wasser trieben. Es machte sie traurig. Unendlich traurig. „Alle Katzen die alt genug sind ihre beute selbst zu machen, fordere ich auf sich hier unter dem Spitzfels zu einem Clan treffen zu versammeln“ Rosenjunges schoss hoch. War schon soviel Zeit vergangen? War es schon Abend? Ja, die Sonne war schon beinah untergegangen. Ihre Beklommenheit verflog und sie stürmte freudig mit dem Strom ihrer Clangefährten zu Zedernstern. Sie suchte sich einen Platz ganz vor und lauschte den Worten ihres Anführers. „Katzen des Clans“ begann der hoch gewachsene Kater. Was dann folgte war eine kurze Rede über den Clan, das es wenig Schüler gab, viele Krieger die bereit wären Mentoren zu werden und das sich der Clan den anderen Clans gegen über behaupten müsse… So ging das eine gefühlte Ewigkeit. Rosenjunges Gedanken schweiften wieder ab. Sie suchte Feuerjunges mit den Augen. Ja, da war er. Ein merkwürdiges, schwebendes Gefühl durchflutete Rosenjunges. Der stolze, junge Kater stand mit hoch erhobenem Kopf unter dem Spitzfels und starrte ehrfürchtig zu seinem Vater auf. Zederstern beendete seine Rede und begann mit Feierlicher Stimme die Zeremonie. „Feuerjunges, du bist nun sechs Monde alt und es ist an der Zeit, um mit deiner Ausbildung zu beginnen. Von diesem Tag an, bis dieser Schüler sich seinen Kriegernamen verdient hat, wird er Feuerpfote heißen. Ich bitte den SternenClan, über diesen Schüler zu wachen, bis er in seinen Pfoten die Kraft und den Mut eines Kriegers findet.“ Es folgte eine kurze Pause als Feuerjunges den Fels bestieg. Zederstern schien vor stolz anzuschwellen und redete laut weiter. „Mauseschweif, Nachdem deine ehemalige Schülerin Kirschblüte vor einiger Zeit ihren Kriegernamen bekam, hattest du keinen Schüler mehr. Du wurdest von Mir hervorragend ausgebildet und du hast bewiesen, dass du stark und mutig bist. Du wirst der Mentor von Feuerpfote sein und ich bin davon überzeugt, dass du dein Wissen an ihn weitergeben wirst.“ Rosenjunges blinzelte. Mauseschweif hatte also ihre Mutter ausgebildet? Der graue Krieger stolzierte auf den Fels. Feuerpfote reckte die Schnauze um die Nase seines neuen Mentors zu berühren. „Feuerpfote, Feuerpfote“ rief der Clan. Zederstern machte weiter. „Goldjunges, du bist nun ebenfalls 6 Monde alt, und es ist an der Zeit das du deine Ausbildung zum Schüler beginnst. Von diesem tage an bis sich diese Schülerin ihren Krieger Namen verdient hat…“ Rosenjunges wurde unruhig. Was wenn Zederstern sie sah und beschloss das sie noch zu klein war um Schülerin zu werden? „Espenfall, du bist bereit für eine Schülerin…“ Welchen Mentor würde sie bekommen? „Goldpfote, Goldpfote“ schallte es. „Rosenjunges“ rief Zederstern laut. Rosenjunges schrak zusammen. Zitternd kletterte sie auf den Felsen. „du bist nun 6 Monde alt..“ fuhr er sanfter in den gleichen rituellen Worten fort, die er auch bei Feuerpfote und Goldpfote verwendete. Rosenjunges überhörte die Hälfte. Sie war so aufgeregt dass sie es nicht fertigbrachte auch nur Zederstern in die Augen zu sehen. „Ich werde dein Mentor sein“ sagte Zederstern. Rosenjunges erstarrte. Sie streckte die Schnauze vor und Zederstern berührte sie. Als sie freudig vom Fels sprang wurde sie mit Lauten Rufen empfangen. „ROSENPFOTE; ROSENPFOTE“ Glücklich hüpfte sie auf ihren Platz. „Eschenjunges trete vor“ sagte Zederstern. Rosenpfote sprach leise ihren Namen vor sich hin. „Rosenpfote…. Rosenpfote… ich bin Rosenpfote“ Sie war glücklich. Aber etwas trübte dieses Glück. Etwas stimmte nicht. Ihr blick verschwamm. Kurz. So kurz das man es hätte übersehen können blitzte das Bild eines sterbenden Katers durch ihren Kopf. „Schwarzwurz…?“ flüsterte sie.



    Kapitel 5- Der Tod

    Sie schlich sich weg. Keiner bemerkte sie. Wie ein Schatten schlüpfte ihre kleine Gestalt fort. Rosenpfote hatte Angst. Das kurze, flackernde Bild des alten Katers hatte sie tief verschreckt. Sie wollte es wissen. Leise schlängelte sie sich durch die zum Fels starrenden Katzen. Der Ältestenbau lag vor ihr. So nah. Rosenpfote kam an der Letzen Reihe an. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in ihr aus. Ihre Pfoten zitterten als sie sich in die flache, Höhle fallen ließ.

    Ein stechender Gestank bohrte ihr in die Nase. Es roch nach Faulheit, nach Verwesung und nach Krankheit. Der Geruch war ihr bereits aufgefallen als sie am Morgen den Bau betreten hatte. Doch nun war er so schlimm das Rosenpfote beinah würgen musste. „Schwarzwurz?“ rief sie leise. Keine Antwort. „Schwarzwurz!“ wiederholte sie lauter. Stille. Sie lauschte. Da war ein keuchen. Der Gestank trieb ihr tränen in die Augen und sie tastete sich blind nach gehör fort. Mit den Pfoten suchte sie auf dem Boden nach einem Körper vielleicht, oder nach irgendeinem Anzeichen auf den ältesten. Und schließlich stieß sie auf Schwarzwurz. Rosenpfote blinzelte, zwang sich die Augen zu öffnen und auf die Wahrheit vor ihren Pfoten zu schauen. Da lag der Kater. Die gelben Augen starrten nach oben. Doch er war nicht tot. Vor grauen stellten sich Rosenpfotes haare auf. Der Kiefer des ältesten zuckte und zitterte. Er malmte und krachte auf sein Oberstück. Er litt Qualen. Entsetzliche Qualen. Und Rosenpfote sah den Grund. An dem Bauch des ältesten ringelten sich weiße, schleimige Geschöpfe. Maden. Wieder musste Rosenpfote würgen. Vor Ekel und Erstarren machte sie ein paar Schritte zurück. Die weißen Raupen mussten den Kater von innen zerfressen haben. Schwarzwurz Lippen bewegte sich. Rosenpfote zwang sich, sich nach vorn zu beugen. „Ros-Rosenju-junges…“ brachte der Kater hervor. Rosenpfote sträubte das Fell. „Bitte“ flehte der Kater. „Bitte“ ein röcheln drang aus seinem Hals. „Erlöse mich!“ er zitterte, verdrehte die Augen und zuckte mit den Pfoten. „W-Wie…?“ fragte Rosenpfote. Sie war den Tränen nah. „Töte mich!“ befahl Schwarzwurz rau. Rosenpfote starrte den zitternden Kater endgeistert an. „Das… Das kann ich nicht“ sagte sie. Doch Schwarzwurz war nicht mehr bei Sinnen. Er redete wirres Zeug und begann mit einer Eingebildeten Katze zu reden. „Sehr gut..“ keuchte er und ein wahnsinniges Grinsen husche auf sein Gesicht während ihm die Augen aus dem Kopf zu quellen schienen. „Sehr gut, Primelpfote… Ein Wühlmaus, was für ein Fang. Ja, mach doch bitte deiner Mutter eine Freude und bring sie ihr.. ja und wenn du fertig bist hol doch ein Eichhörnchen und bring es deiner Schwester in den Heilerbau.. dann geht es ihr bestimmt bald besser…..“ Doch das Grinsen verschwand augenblicklich wieder und ein heiseres Schmerzenskreischen drang aus seinem Maul. Er schlug mit den Pfoten um sich und rollte sich herum. „Töte mich“ flüsterte er erneut. „Bitte…“ Rosenpfote hob den Kopf. „Sternenclan…“ sagte sie leise. „bitte verzeih!“ Dann bohrte sie ihre Fangzähne in die Kehle des Kranken Katers und sein zucken erstarb. Blut sprudelte still aus der klaffenden Wunde währen er langsam die Augen schloss. „Du bist eine gute Katze Rosenjunges… Du bist eine gute Katze…“ er keuchte ein letztes mal. Dann lag er still. Wortlos drehte Rosenpfote sich um. Sie tappte zu einer Pfütze. Ruhig wusch sie Schwarzwurz Blut von ihrem Fell. Sie hatte für Schwarzwurz nie das empfunden was sie für Feuerpfote empfand… Doch trotzdem war sie traurig über seinen Tod. Schweigend ging sie aus dem Bau. Sie tappte durch die reihen der Katzen zurück auf ihren Platz. „Hirschjunges“ sagte Zederstern. „Du bist das letzte Junge das heute zum Schüler wird“ leiernd rief Zederstern die Floskel auf. „Hirschpfote, Hirschpfote“ schrie der Clan. Doch Rosenpfote rief nicht mit. Ihr inneres war leergefegt. Die Freude war verschwunden. Eine weiße Kätzinn kam herangelaufen. „Hallo, ich heiße Lavendelpfote! Kommt mit, wir suchen euch jetzt ein Nest im Schülerbau“ Die neuernannten Schüler folgten Lavendelpfote aufgeregt. Schnell hatten alle ein Nest gefunden. Der Mond ging langsam auf als sich die Schüler schlafen legten. Das letzte was Rosenpfote hörte war Espenfalls lauter Schrei. „Schwarwurz, Er ist Tod“ „Und ich bin seine Mörderin“ hätte Rosenpfote am liebsten geantwortet. Doch sie war schon eingeschlafen.



    ///Zeitsprung///
    Kapitel 6- Eine fehlerhafte Prüfung
    „He Flohpelz, wach auf“ rief Goldpfote und knuffte Rosenpfote in die Seite. Rosenpfote schlug die Augen Auf. „bist du jetzt endlich wach?“ fragte Goldpfote lachend. Rosenpfote hieb spielerisch mit der Pfote nach ihr. „Sagt die, die uns alle mit ihrem Schnarchen wachhält“ neckte Rosenpfote. Goldpfote wich aus und stürzte sich kreischend, alle Viere vor gestreckt auf Rosenpfote. „Das gibt Rache!“. Glücklich balgten die beiden besten Freundinnen miteinander, schleckten sich gegenseitig über die Schnauze und rollten sich über den Schülerbau. „hey, könnt ihr nicht aufpassen?“ maulte Eschenpfote als Goldpfote ihm auf den Schwanz trat. Eschenpfote wollte gerade die Krallen ausfahren als Zederstern plötzlich den Bau betrat. „Eschenpfote was sollte das?“ fragte er Stirnrunzelt. Eschenpfote kniff den Schwanz ein und murmelte zerknirscht: „Nichts Zederstern…. Nichts…“ Zederstern blickte ihn streng an. „So, so…“ Die Schüler ordneten sich so schnell es ging in eine Reihe um möglichst organisiert zu wirken. In ihrer Hasst achtete Rosenpfote nicht darauf neben wem sie sich einreihte. Als alle Schüler ihren Platz gefunden hatten merkte sie das Feuerpfote dicht neben ihr stand. Ein leichtes zittern überlief ihre Pfoten. Der Rote Kater reckte stolz sein schönes Gesicht zu seinem Vater hin als wollte er zeigen das er seiner Familie ehre schaffen wollte. „Schüler hört mir zu…“ begann Zedernstern laut. „Ihr seid in Jagt- und Kampfkünsten nun schon seid 3 Monden in der Lehre und wir müssen alle zugeben…“ Die Schüler spannten sich an. „..das ihr besser seid als wir erwartet haben.“ Beendete Zederstern seinen Satz. Er fuhr fort: „Wir unterziehen euch daher nun einem Test. Doch nicht irgendeinem Test. Wir wollen herausfinden wie ihr euch denn im Ernstfall verhaltet…“ Rosenpfote hielt den Atem an. Im Ernstfall? Was sollte das heißen? Sollten sie etwa jemanden Töten? Sie erschauerte und dachte an Schwarzwurz. „… In unserem Territorium streunen Hunde. Ihr Schüler sollt sie vertreiben. Natürlich werden eure Mentoren euer Handeln mitverfolgen und eingreifen falls es...“ er machte eine kurze Pause. „...zu einer Gefährlichen Situation kommt.“ Endete e trocken. „Ihr habt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zeit. Viel Glück Krieger…“ mit diesen Worten schritt er wieder hinaus. Sobald er außer Hörweite war brach das Chaos aus. „Wie soll das den gehen?“ fragte Eschenpfote mit Kreide-bleicher Schnauze. Hirschpfote zerfetzte hysterisch Moos mit den Krallen, während Löwenpfote, der die ganze Zeit eisern geschwiegen hatte in einer Art Sprint um sein Nest lief. „Halt“ befahl plötzlich jemand scharf. Rosenpfote drehte sich um und starrte direkt in ein goldenes Augenpaar. Feuerpfote. Augenblicklich verfärbten sich ihre Schnurrhaare einen Hauch rot und sie senkte den Blick wieder. „Wir brauchen einen Plan!“ zischte der rote Kater. „Und jeder braucht seine eigene Aufgabe…“

    Rosenpfote rutschte angspannt hin und her. Neben sich spürte sie das Goldpfote eben so gereitzt war. „Meinst du ihnen ist was passiert“ flüsterte sie ängstlich. Feuerpfote war mit den anderen Katern los gezogen um die Hunde ausfindig zu machen. Er hatte Rosenpfote und Goldpfote angewiesen hier im Lager zu warten. Das erleichterte Rosenpfote jedoch nicht. Es machte ihr unglaublich Angst. Sie fürchtete sich davor Feuerpfote nie wieder zu sehen. Sie hatte solche Angst das sie es nicht über sich brachte auch nur ein Wort zu sagen. Doch letzt endlich musste sie sprechen. „Nein“ presste sie hervor. Ihr Kopf war gefüllt mit grauenhaften Vorstellungen über Hunde die Katzen zerfetzten oder wie Feuerpfote in eine Schlucht stürzte. Ein Hoffnungsvoller Gedanke war ihr gekommen. Vielleicht hatte Zedernstern nur geblufft? Vielleicht gab es keine Hunde? Das ganze war so unwirklich das es sogar schon fast möglich war. Es ging für sie einfach viel zu schnell. Zu schnell. Zu schnell…. Sie schüttelte sich kurz. Ihre Ohren fingen ein zartes Geräusch auf. Leise Pfotenschritte näherten sich dem Lager. Katzenpfoten. Und sie liefen ungeheuer schnell. „Sie kommen zurück“ teilte Rosenpfote Goldpfote freudig mit. „Sie..“ doch sie verschluckte sich an ihren Worten. Da war noch etwas anderes. Schwerfälliger. Stärker. Hallender. Donnernd tobten die Kreaturen den Katzen hinterher. Hunde! Hunde! Hunde!



    Kapitel 7- Der Angriff!
    Ja, es war viel zu schnell gegangen. Wann hatte Zederstern noch mal die Prüfung heraus gegeben? Es musste am Sonnenaufgang gewesen sein. Warum kam es Rosenpfote bloß so vor als war es erst vor ein paar Herzschlägen? Die kleine katzengruppe stürmte ins Lager. „versteckt Euch!“ heulte Feuerpfote. „schnell! Hunde kommen! Hunde! Sie kommen“ Die Nachicht machte wie der Blitz die Runde. „Hunde kommen ins Lager.“ „Hunde“ „was sollen wir tun?“ „Hunde sind da!“ „Schnell wir müssen uns verstecken!“ Im Lager brach der Tumult aus. Katzengruppen rannten schreiend mit gesträubten Pelzen auf die Bäume. Königinnen flüchteten mit ihren Familien umher und suchten verzweifelt Schutz für ihre Jungen. Im totalen Chaos strömten die Krieger aus ihrem Bau. „Schluss! Aus! Krieger sammelt euch vor Lagerwall“ befahl Zedernstern. Die Krieger rannten Hackenschlagend zu ihm und bildeten angsterfüllt eine Mauer. Keine Sekunde zu früh. Mit jaulen, kläffen, heulen und Grollen fegten sechs Hunde ins Lager. Grünlicher Geifer tropfte ihnen von den Lefzen und Rosenpfote konnte rote, geschwollene Adern in ihren Augen erkennen. Sie stand mit abstehendem Fell vor dem Schülerbau. „ihr!“ Zederstern funkelte die sechs Schüler an.. „Schaut nur was ihr angerichtet habt...!“ schrillte er. Er war völlig außer sich. „Stellt euch sofort auf. Verteidigt das Lager. Verteidigt euren Clan!“ befahl er. Goldpfote, Feuerpfote und Hirschpfote schwärmten verteilt aus während Eschenpfote mit geduckten Schultern durch den Lager Wall flitzte. Eine schwarz-braune Hatzhündin stob mit markerschütterndem heulen auf Rosenpfote zu. Jaulend sprang Rosenpfote zur Seite mitten in einen zweiten Hund. Knurrend und bellend stürzten sich die beiden Hunde nun gleichzeitig auf Rosenpfote. Im reflex-Instinkt rannte die weiße Schülerin unter den Beinen der Hunde hindurch und die Wolfsähnlichen Kreaturen prallten winselnd zusammen. „brauchst du Hilfe Kätzchen?“ ein großer muskulöser Kater sprang leichtfüßig auf einen der Hunde. „danke..!“ keuchte Rosenpfote nur. Die Hatzhündin schüttelte energisch den Kopf und fixierte Rosenpfote wieder. Die Hündin schrie kreischend auf. Ihr Wutgeheul hallte laut in Rosenpfotes Ohren wieder. Die Hatzhündin sprang auf sie zu. Die riesigen Pfoten bohrten sich in Rosenpfotes Schultern. Sie sah nichts mehr. Sie fühlte nichts mehr. Da war nur schwärze.

    Nein, Sie stab nicht. Aber vielleicht wäre es besser gewesen sie währe gestorben. Ja, einfach gestorben. Doch die Frage war: währe der Tod denn nun dem Schicksal vorzuziehen? Wahrscheinlich. Aber das würde nur weitere Fragen aufwerfen. Gab es denn so etwas wie Schicksal? Ja, gab es. Und gab es so etwas wie den Tod? Nein… Oder doch? Und wieder nur Fragen. Alles dreht sich. Dreht sich im Kreis. Fragen laufen in Fragen, Die Fragen zweigen sich ab, Führen wieder zueinander, bilden neue fragen, Wiederholen sich, jagen sich gegenseitig und münden schließlich in die Eine große. Liebt er mich? Und wieder folgt man neben Fragen bis wie Zum Beispiel: „lohnt es sich zu leben ohne diese eine Gewissheit?“ Und wieder wirbelt die Fragen dicht durcheinander bis man schließlich wieder vor der gleichen frage steht. „Liebt er mich?“ Das alles dachte Rosenpfote während die Hatzhündin in Zeitlupe von einer anderen Katze weg gestoßen wurde. „Hau ab! Weg mit dir du Monster! Du Ungetüm! Du Bestie! Du Vieh! Verschwinde! Los, Weg mit dir“ schrie der Flammen-farbene Kater während er auf die Hündin eindrosch. „F..Feuerpfote?“ Rosenpfotes Sicht klärte sich. Ja, es war Feuerpfote. Das flatternde Gefühl ihres Inneren verlieh ihr neue Kraft und gemeinsam, Seite an Seite mit dem roten Schüler schlug sie auf den Hund ein. Die Hatzhündin winselte und Rosenpfote spürte fast wie der Wiederstand des Tieres schmolz. Feuerpfote schlug auf ihre Nase und Rosenpfote attackierte ihre Augen. Die Bewegungen der beeiden Katzen glichen sich an. Wie eine einzelne Katze wichen sie aus, griffen sie an und bewegten sie sich. Rosenpfote überkam das wunderbare Gefühl der Geborgenheit. Schreiend floh die Hatzhündin aus dem Lager. Rosenpfote wusste es. Jetzt war der Moment. „Feuerpfote ich muss dir etwas sagen…“ begann sie und blickte ihm in seine wunderschönen grünen Augen. Jetzt war der Moment. Jetzt, Jetzt…Jetzt..JETZT! „ich lie…“ Doch der Satz blieb ihr im Hals stecken. Feuerpfote rannte an ihr vorbei... zu auf jemand anderen.



    Kapitel 8

    Feuerpfote stürzte auf einen großen, braun-schwarzen Dobbermann zu und bohrte ihm die Krallen in die Schnauze. Goldpfote fauchte und knurrte und tat es dem Roten Kater nach. „Weg, du Biest!“ befahl sie kreischend. Die Hunde flohen einer nach dem anderen. Gegen die schiere Übermacht der Katzen hatten selbst sie keine Chance. Der Dobbermann jaulte und bellte seinen fliehenden Gefährten hinterher. Rosenpfote verstand diese seltsame Un-Katzen Sprache, mit der merkwürdigen Hunde-Zunge nicht. Doch die drohende Haltung des Hundes konnte jedoch jedes Tier verstehen. „Feiglinge!“ schien sie einem zu zuschreien. „Feiglinge! Alle miteinander!“ Goldpfote biss dem Hund in den Schwanz. Feuerpfote nahm sich ein Beispiel an der Kätzin und attackierte seine Ohren. Winselnd musste sich nun auch der Hund eingestehen das es hier keine leichte Beute für ihn gab und heulend folgte er seinen Mithunden. „Wir treiben sie bis zur Grenze!“ fauchte Feuerpfote und schoss dicht gefolgt von Goldpfote aus dem Lager. Rosenpfote sah ihnen nach. In ihrem Innern schien ewas zu zerbrechen. Sie hatte versagt.

    „Los..Sammelt euch! Wir müssen das Lager wieder in Ordnung bringen!“ kommandierte Zederstern mit angeschlagener Stimme. Die Katzen begannen langsam sich von dem blitzartigen Angriff der Hunde zu erholen. Träge kam wieder Geschäftigkeit in das Lager. Krieger liefen umher, ließen ihre Wunden behandeln und reparierten Schäden an den Bauen. Rosenpfote fühlte sich auf einmal unendlich müde. „Rosenpfote helf mir mal!“ klagte Hirschpfote gerade. Rosenpfote drehte sich genervt um. Hirschpfote trug gerade einen langen Ast zum Lagerwall. Vermutlich um ihn zu flicken. „Bitte Hirschpfote, ich will schlafen!“ lehnte sie ab. „Aber jeder Schüler muss seinen Beitrag leisten…!“ kam die Vorwurfsvolle Antwort. Rosenpfote seufzte. „Ja… Was soll ich tun.“ Die Frage war eher eine Feststellung. „Den Ast anheben und ihn an den Lagereingang lehnen..“ Erklärte Hirchpfote. Doch ein heulen unterbrach seinen Satz. „Nein…Nein..Das darf nicht.. es kann nicht.. du kannst mir das nicht antun nein!“ heulte jemand. „Tigerschatten beruhig dich..!“ sagte eine Stimme sanft. Die Krieger hatten einen Kreis gebildet. Leises Gemurmel machte sich breit. „was ist denn los?“ fragte Hirschpfote leise. „Ich…ich weiß nicht!“ flüsterte Rosenpfote. Sie hatte ein mulmiges Gefühl. Langsam schritten die Geschwister auf den Kreis zu. Sofort öffnete sich eine Lücke im Kreis und die Krieger machten ihnen Platz. In der Mitte lag jemand. Das einst weiße Fell nun rot verschmiert. Die Viere von sich gestreckt und mit offenen Augen. „Kirschblüte!“ schrie Hirschpfote verzweifelt. Nein! Nein! Nein!

    „Tigerschatten beruhig dich!“ befahl nun auch Zederstern. „Sie..Sie hat sich in die Bahn geworfen..“ sagte der große Tiger Kater Tonlos. „Sie hat sich vor mich geworfen…!“ Zederstern versuchte irgendwelche tröstenden Worte zu finden, während Hirschpfote sich schluchzend über den noch warmen Körper seiner Mutter beugte. „Ich bin Schuld..“ stellte Tigerschatten mit erstickter Stimme fest. „Der Hund hätte mich doch töten sollen..! Ich habe sie ermordet!“ er begann zu zittern und schloss die Augen. „Warum Kirschblüte?“ fragte er leise. „Warum hast du das getan? Kirschblüte..“ Seine Stimme steigerte sich zu einem jaulen. „Sternenclan warum? Warum?“ Sein Klagen stieg in die Nach und erfüllte die von Blutgeruch gesäumte Luft. Eine Träne quoll aus Rosenpfotes Augenwinkel, lief langsam an ihrer Wange hinab bis sie schließlich auf den Boden fiel…Plitsch! Platsch!...Plitsch!... Langsam hob auch Rosenpfote den Kopf zum Mond. Dann jaulte sie ihren Schmerz heraus und stimmte in die Klage ein. „Warum? Kirschblüte, Warum?“ Heulte sie mit. Und auch Hirschpfote und Eschenpfote riefen jeder mit anderen Tönen den Namen ihrer Mutter. „Kirschblüte! Kirschblüte!“ Die Stimme wurde immer lauter. Die Clangefährten stimmten mit ein. „Kirschblüte, oh Kirschblüte!“ Mauseschweif und Löwenpfote, Zederstern und Himmeltanz, Lavendelpfote und Silberflocke und hoch über allem schwebte Tigerschattens Melodische Stimme. Doch der Kater hatte keine Schuld bei Kirschblüte, stellte Rosenpfote mitten in ihrer Trauer fest. Denn Tigerschatten war es gewesen der so leichtfüßig den Hund abgewehrt hatte der Kirschblüten Tochter angriff. Nein, der hund der Rosenpfote angriff.



    Kapitel 9- Die Enddeckung der Fremmdnis

    Rosenpfote lag in ihrem Schlaflager. Sie fühlte sich als würde eine Hälfte von ihr in einen tiefen Abgrund gefallen sein. Fort, für immer Fort. Kirschblüte war nicht mehr. Es war seltsam wie schnell die Zeit verging. Seltsam und irgendwie beängstigend. Rosenpfote war sich nicht sicher. War sie Tod? Schlief sie? War sie wach? Vermutlich von allem etwas. Halb-Schlaf, Halb-Wachend, Halb-Schlaf, halb wachend…. „Halb-Schlaf, Halb-Wachend..Halb-Schlaf, Halb-Wachend..“ wiederholte sie leise. Es war schon seltsam. „Halb-Schlaf...“ Die Welt begann zu zittern. Oder zitterte sie? „…halb-Wachend!“ Alles verflüssigte sich um sie und begann zu verschwimmen. „Halb-“ Sie schnellte von ihrem Nest hoch. Ihre Augen weiteten sich und ihr Fell richtete sich auf. Vor Grauen wollte sie aufschreien doch es kam kein Laut aus ihrem Maul. Ihr Körper lag auf dem Boden- „-Und ich bin getrennt von ihm!“

    Rosenpfote sprang aus dem Lager. Nun, wenn man die Dunstige Nebelgestalt als Rosenpfote bezeichnen konnte. Es war mehr eine Seele als eine Katze. Der schreck über das plötzliche Trennen von ihrem Körper saß ihr immer noch in den Gliedern. Doch auch ihre Gefühle schienen irgendwie geteilt so dass sie sich schnell von dem schock erholte. Sie hatte erstmal die eindeutigen Dinge überprüft. „Bin ich tot?“ hatte sie sich voller Verängstigung gefragt. Doch das war völliger Unsinn da ihr zurück gelassener Körper eindeutig atmete. Und wenn sich Körper und Geist trennten mussten sie sich doch wieder zusammen fügen können oder? Sie war sich nicht sicher. Doch sie vertraute dem Sternenclan. „Sternenclan… du musst es mir erklären.“ Sagte sie und starrte vorwurfsvoll in die Nacht. Das ganze kam ihr einfach nur surreal vor. Sie hatte noch nie von einer Katze gehört, die sich so auseinander teilen konnte -und die Tode anderer Katzen voraussieht, wie ihr einfiel. Es war eine ähnliche Situation wie als sie Schwarzwurz´s Vision gesehen hatte. Nur hatte sie sich dort keine Gedanken darüber gemacht. Ließ sich ein wenig von Wind tragen. Es machte Spaß. Fein wie ein Nebelhauch konnte se sich den Wind natürlich zu Nutze machen. Sie dachte ein wenig nach. „Wo ist Mutter?“ kam es ihr in den Sinn. Mutter war Tod. Aber wohin gingen die Toten? In den Sternenclan? Bis jetzt war es ihr selbstverständlich vorgekommen, doch nun da sie der Tod wahrhaftig eingeholt hatte nagten da Zweifel an ihr. Doch ehe sie den Gedanken fertig bringen konnte hörte sie aufeinmal lautes Bellen. Heulend und krachend stürmte eine braune Hatzhündin auf sie zu. Rosenpfote schrie vor Schreck. Aber die Hatzhündin rannte durch sie hindurch. Ihr folgten fünf weitere Hunde. Ein Dobbermann und ein Farmhund… die anderen Bezeichnungen kannte Rosenpfote nicht. Es mussten die Hunde sein, die das Lager überfallen hatten. „Ja, richtig so! Und kommt nie wieder!“ schrie ihnen Goldpfote hinterher. Rosenpfote lächelte. Das war eindeutig ihre Freundin. Und hinter ihr kam Feuerpfote zum Vorschein. Rosenpfotes Herz, machte einen Hüpfer und sie schien ein klein wenig höher zu fliegen. „Das haben wir echt gut hingekriegt...“ stellte Feuerpfote verlegen fest. „Ja, wir…wir sind ein richtig gutes Team.“ Antwortete Goldpfote beinah ebenso verlegen. Rosenpfote erstarrte. Worauf wollten die Katzen hinaus? „weißt du, Heute als wir gemeinsam die Hunde verjagt haben da ist mir klar geworden… Wie wichtig du mir bist Goldpfote..“ sagte Feuerpfote und sah weg. Goldpfote tat das gleiche. „Ich…Ich mag dich wirklich sehr...“ flüsterte sie. „Ich mag dich auch sehr...“ antwortete Feuerpfote. „Du... Du dieser Hund im Lager… Ich glaube es war ihr Anführer.. du hast ihn so gut abgewehrt!“ sagte Feuerpfote und seine Schnurrhaare schienen zu beben. „Du musst mir diesen Trick unbedingt beibringen. Du hast ihm in der Drehung in den Schwanz gebissen. Das musst du mir bei Gelegenheit mal zeigen!“ setzte er witzelnd hinzu. Rosenpfote wurde kalt. „Du hast das aber auch sehr gut gemacht!“ schnurrte Goldpfote belustigt und rügte ein Stück an ihn heran. „Wir können uns ja gegenseitig helfen!“ lächelte Feuerpfote und auch er rügte zu ihr. Sie lächelte ihn an und blinzelte. „Ich liebe dich Goldpfote!“ platzte es aus ihm heraus. „Ich liebe dich auch!“ antwortete sie. Und ihre schwänze verschlangen sich ineinander. Rosenpfote sah nichts. Rosenpfote fühlte nichts. Und wieder verschwamm die Welt um sie.



    Kapitel 10- Der See ohne endkommen

    Rosenpfote war wieder in ihrem Körper. Doch sie fühlte das sie nicht vollständig war. In ihrem inneren hatte sich ein tiefes Loch aufgetan. Und auf einmal brach diese Ganze Welle aus diesem Ganzen schrecklichen ihres Lebens über ihr zusammen. „Ich will meine Freiheit Kirschblüte… was ist nur aus mir geworden?“ Kirschblüte. Rosenpfote rannte aus dem Bau. Weinend legte sie sich auf die Lichtung neben ihre Tote Mutter. Ihr Leichnam musste während Rosenpfote sich gezweit hatte vorbereitet worden sein. Auf die Totenwache. Rosenpfote vergrub ihre Schnauze in Kirschblütes kaltem, Leblosen Fell. Es sah aus als würde sie schlafen. Die Heiler hatten sie so dargestellt als würde sie bloß tief schlafen. Schlafen und Morgen wiedererwachen. „Wieso habt ihr ihr den Schweif über die Schnauze gelegt?“ schrie Rosenpfote in Gedanken. „wieso habt ihr sie so eingerollt? Wieso habt ihr ihr das Blut aus dem Fell geleckt und ihre Augen geschlossen?“ Sie fühlte sich zornig. Unfassbar zornig. „Sie ist tot! Sie ist tot, sie ist nur eine Hülle! Eine Hülle mit nichts darin, sie ist fort!“ Sie hätte es am liebsten tatsächlich geschrien doch sie konnte nicht. Tränen, ein Strom aus blauen, glänzenden Tränen floss ihr über das Gesicht. Die Trauer und der Zorn vermischten sich. Und das Gefühl verraten worden zu sein. Sie hatte alles Verloren. Erst Kirschblüte ihre Mutter, dann Feuerpfote ihren geliebten und nun auch Goldpfote ihre Beste Freundin. Sie fühlte sich von allem so verraten. So verraten, so traurig, so zornig. Ihre Welt war zerstört. In der Mitte durchgerissen, zerschlagen und in tausende von Teilen zersplittert. Langsam begann sich die Realität mit wagen Träumen zu vermischen. Wie ein dickflüssiger Brei flossen die Beiden Welten in Zeitlupe ineinander. Rosenpfote war es gleich. Um sie herum Endstand ein Fiebertraum. Ihre Wahrnehmung und ihre Welt veränderten sich. Und langsam wurde sie aufgesogen von der schieren Flut der Sterne.

    Ihre Tränen tropften aus ihren Augen. ….Plitsch, Platsch….Plitsch, Platsch…. Sie bildeten einen See und breiteten sich aus. Rosenpfote sah mit fiebrig schimmernden Augen zu. Während die Wassermasse anschwoll und die Welt in Nässe versank, versank auch sie Selbst in ihrem Meer der Tränen. Doch es war ihr gleichgültig. Ihr Kopf lag immer noch auf dem Körper ihrer toten Mutter. Sie sank herab in ihrer eigenen Trauer und ihren eigenen Tränen. Doch sie ertrank nicht. Die Luft verschwand. Doch sie atmete noch. Um sie herum waberten ihre silbernen Tränen. „Träume ich oder bin ich tot?“ fragte sie sich stumm. „nichts davon!“ Antwortete ihr eine Stimme. Es war eine Stimme. Doch sie schien zusammen gesetzt aus vielen tausenden Katzen Stimmen, die im Chor ein und dasselbe sagten. „Was bin ich dann?“ fragte Rosenpfote doch aus ihrem Maul drangen nur kleine Luft Bläschen. „Du bist zwischen der Welt!“, kam wieder die rätselhafte Antwort. „heißt das ich bin in meiner Fantasy? Heißt das ich bin in einer Selbstgeschaffenen Welt?“ Rosenpfote starrte sich angsterfüllt um. Doch da war nur das Wasser das so leicht und so luftig wie wabernder Nebel schien. Die Katzen schwiegen kurz. „Nein Rosenpfote. Du bist in einer Welt die schon seid vielen Millionen und aber Millionen Katzen-Leben existiert. Doch du bist ein Schlüssel so wie andere!“, erklärte die Stimme. Rosenpfote verstand es nicht. „Was heißt das?“ „Das du nur eine von vielen bist!“ Die Antworten befriedigten Rosenpfote jedoch nicht. „Aber was soll ich hier?“ Doch die Katzen waren verstummt. Leise lief Rosenpfote durch den seltsamen Mix der Sternen- Wasser- Und Nebel- Substanz. Es war seltsam hier. Doch es verkörperte etwas und das spürte Rosenpfote. Frieden. Ein großer Frieden mit den Dingen breitete sich in ihr aus. Sie kniff die Augen zusammen. Sie bemerkte nicht das Kirschblüte fort war. Dort im Wasser lag ein anderes Wesen. Rosenpfote rannte darauf zu. Sie erstarrte. Es war eine bizarre Kreatur. Ein weißes Katzenjunges mit blauen Augen. Es war eine Kätzin. Doch aus ihren Flanken sprossen große Smaragdgrün funkelnde Fisch-Flossen. An ihrem Hals saßen Kiemen wie riesige Kratzer und an ihrem Kopf prangte eine große Scheitel-flosse die sich nach hinten zu ihrem Schweif zu einem zackigen Kamm abspreizte. An ihren Schultern saßen kleine schillernde fast durchsichtige Bänder. Sie wehten lustig um das kleine Geschöpf herum. Zwischen den Pfoten Ballen waren ebenfalls kleine Schwimmflossen. Rosenpfote wollte schreien und diesmal kam in Ton aus ihrem Mund. Ihre Augen weiteten sich vor Abscheu und Schrecken. Doch es war nicht das merkwürdige Halbfisch-halb Katzen Wesen das sie so ängstigte. Es war das Zeichen das dem Jungen auf die Brust gebrannt war. Über das Weiß zog sich mit einer feinen, Schnörkel Linie ein Symbol. Das Kätzchen schien bemerkt zu haben das es beobachtet wurde. Das Junge betrachtete Rosenpfote kurz. Dann schwamm es, mit wedelnden Flossen davon. Rosenpfote keuchte. Vor ihrem inneren Auge ringelte sich das Zeichen. Es war eine Brand-Narbe. Ein Stängel, zwei Blätter und am Ende der Linie eine Blüte. Doch das war es nicht was in Rosenpfote so ein Grauen auslöste. Es war der schreckliche Knick in mitten des Stängels. Und die unglaublich feine Zeichnung der blutstropfen die aus diesem Bruch zu strömen schienen. Es machte Rosenpfote Angst. Und noch etwas machte ihr Angst. Nun da sie das Halb-Fisch Junge gesehen hatte war ihr klar wo sie war. „Sternenclan!“ heulte sie in den Nebel. „Ich bin im Silbersee. Was soll ich hier nur? Ich will zurück. Bring mich doch bitte zurück!“

    55
    Die Geschichte von Falkensprung:



    Prolog:

    Morgenwolke starrte auf ihr einziges Junges das gerade friedlich schlief. Doch sie wusste das Lichtjunges es nie einfach haben wird. Denn sie hatte eine Missbildung am Kopf, ihr fehlten die Ohren aber trotzdem konnte sie hören. Nachtflug die Heilerin ihres Clans, dem Blitzclan, trottete zu ihr und schaute sie an. " ich weiß das es mit Lichtjunges schwierig werden könnte " sagte Nachtflug. " sie wird es nicht einfach haben, das steht fest" murmelte Morgenwolke.



    1. Kapitel
    ( Zeitsprung )

    Lichtstein starrte auf ihre beste Freundin Feuersee und Wurzelkralle die sich gegenüber standen und ihre Köpfe aneinander rieben. Das hies sie waren Gefährten. Ein stechender Schmerz zuckte durch ihren Körper und sie wusste warum. Sie hatte sich schon immer ausgeschlossen gefühlt, Feuersee war ihre einzige Freundin gewesen doch da sie jetzt einen Gefährten hatte würde sie keine Zeit mehr für sie haben. Einen Gefährten zu haben war auch Lichtsteins größter Wunsch aber sie hatte nunmal keine Ohren und das war ein entscheidener Punkt. Sie sah hoch zu dem Felsen der in der Mitte der Lichtung stand. Der 2. Anführer Wolfsblitz stand auf dem Felsen und teilte Patrollien ein. Er war ein hübscher Kater mit wunderschönen grünen Augen. Sie wusste das er beliebt unter den Kätzinnen war und das sie niemals eine Chance haben würde. Aber trotzdem gab sie die Hoffnung nicht auf eines Tages seine Gefährtin zu werden.



    2. Kapitel

    Lichtstein tappte aus dem Lager um zu jagen. Doch erst verfehlte sie ein Eichhörnchen weil sie zu langsam war und dann bekam sie eine Maus nicht zu fassen weil sie vergessen hatte auf den Wind zu achten. Sie wusste auch warum. Trauer durchflutete ihren Körper und ihr Schwanz schleifte auf den Boden. Sie brach vor Trauer zusammen und blieb auf dem Waldboden liegen. Niemals würde sich ein Kater in sie verlieben, niemals würde sie ihren Jungen beim großwerden zusehen, niemals würde sie ein schönes Leben haben. Ihr Körper lag reglos da, wahrscheinlich war sie tot oder lag im sterben. Sie spürte nichts mehr nur die Trauer. Aber dann hörte sie Pfotengetrappel und Katzen die ihren Namen riefen. Doch sie fiel in Ohnmacht bevor sie ihre Augen aufmachen konnte.



    3. Kapitel

    Lichtstein hob den Kopf und sah sich um. Sie lag im Heilerbau und neben ihr saß Wolfsblitz und Nachtflug trottete gerade zum Eingang herein. " ich wollte nur sehen wie es dir geht " sagte Nachtflug bevor sie wieder aus dem Heilerbau trottete. " danke " murmelte Lichtstein. Dann sah sie Wolfsblitz direkt in seine wunderschönen blauen Augen. " ich wollte eigentlich nach Feuerblitz sehen, sie erwartet Junge von Wurzelkralle" sagte Wolfsblitz. Freude durchströmte sie für ihre Freundin aber gleich auch Trauer. " Aber ich dachte ich kann mal nach dir sehen, vor allem nach der Versammlung" fur Wolfsblitz fort. " welcher Versammlung " fragte sie. " ob du im Clan bleiben kannst, wegen deinen Ohren weißt du " antwortete er ihr. Ihr Kiefer klappte nach unten als sie das hörte. Er nickte " du bleibst im Clan, obwohl die Mehrheit dagegen war ". " oh ok, warst du denn dafür das ich weggehe " fragte sie. Er sah sie an und sagte dann:



    4. Kapitel

    " Nein, aber ich weiß nicht ob du Kriegerin bleiben kannst " sagte Wolfsblitz. " was natürlich kann ich das, ich bin so gut wie jeder andere Krieger auch " rief Lichtstein empört. Wolfsblitz wollte antworten doch sie lies ihn nicht zu Wort kommen " ich liebe dich und dachte du wärst der beste Kater auf der Welt". Wolfsblitz starrte sie an " ich gehe jetzt deine beste Freundin Feuersee besuchen " sagte er und tappte weg. Schmerz schoss durch ihren Körper aber diesmal brach sie nicht zusammen sondern rannte raus in die schneebedeckte Landschaft. Auf einem Bergkamm blieb sie stehen und schrie ihren Schmerz in die Nacht



    5. Kapitel

    Lichtstein stand auf einem Bergkam und starrte in die hereingebrochende Nacht. Sie wollte nichts mehr nurnoch sterben und vom Schnee begraben werden. Ihre Lieder wurden schwer und sie sank zu Boden. Ihr Atem wurde immer kürzer, ihr Körper immer kälter und der Schmerz immer größer. Warum sie, warum sie? Dachte Lichtstein. Eine Fehlbildung zu haben war selten aber es passierte öfters. Aber sie war trotzdem eine schöne Kätzin. Also warum hatte sie keinen Gefährten. An ihrer Freundlichkeit konnte es nicht liegen. An was dann. Sie wusste das ihre letzten Minuten begonnen hatten aber ihr war es egal. Und plötzlich wusste sie den Grund dafür das sie keinen Gefährten hatte. Es lag nicht an ihr sondern an den anderen Kätzinnen. Sie waren etwas besser als sie und hübscher auch. Freude durchströmte sie. Es lag also nicht an ihr. Dann schloss sie die Augen, ihr Atem blieb stehen und ihr Körper erstarrte. Sie war tot.

    Ende

    56
    *seufz* Wie es wohl aussieht, wird September der einzige Monat bleiben, an dem irgendetwas pünktlich kommt? Es tut mir wirklich Leid. Ich weiß, ich sage das jedes Mal... Ich habe zurzeit voll Schulstress und kann nur ein paar mal am Tag online kommen und dann auch nicht so lange. Aber egal...hier kommen die Gewinner des Novembers!



    Auf dem ersten Platz:
    Silence Heart - My broken life mit 6 Stimmen!


    Auf dem zweiten Platz:
    fuchsi - Symbol der geknickten Rose mit 5 Stimmen!


    Auf dem dritten Platz:
    Federtanzerpfote - mit 4 Stimmen!




    Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!((eblod))

    57
    Soooo und das neue Thema kommt natürlich auch gleich mit dazu! Und es ist...



    Weihnachten und Winter!



    Letzten Dezember (also letztes Jahr) gab es ein ähnliches Thema und es wurde gewünscht, also soll es auch dieses Jahr das Thema sein. Es kann hier einfach um ein friedliches Weihnachtsfest bei den Clans/bei einem Clan gehen, ein Winterszenario oder, oder, oder... Hauptsache, es hat etwas mit Winter und Weihnachten zu tun! Lasst eurer Fantasie freien Lauf!

    Ich wünsche euch noch einen schönen Monat und gute Ideen!

    58
    Die Geschichte von Luffy124:




    PROLOG

    Obwohl die ersten kleinen Schneeflöckchen in diesem Jahr direkt vor den bernsteinfarben glühenden Augen der Kätzin vorbei schwebten, sah sie sie nicht, denn sie war in Gedanken versunken. Sie lief gerade über eine Wiese, die sich unter ihren Pfoten vom ersten Schnee schon ziemlich nass anfühlte, obwohl er nicht liegen blieb. Plötzlich stoppte sie. Sie konnte den Wald sehen. Erneut lief sie los, beschleunigte ihre Schritte immer mehr, bis sie schließlich rannte. Am Wald angekommen hielt sie erneut an. Keuchend von ihrem Lauf stand sie da und starrte mit einer Mischung aus Ehrfurcht, Neugierde und Begierde zwischen die Bäume. Jedes Mal, wenn sie keuchte, hing ihr Atem als weiße, fast durchsichtige Wolke eine Sekunde lang in der Luft, bevor er sich auflöste. Langsam beruhigte sie sich wieder, atmete ruhiger. Hoffentlich würde sie von keiner Grenzpatrouille gesehen werden. Die Kätzin schlich zum Waldrand. Sog die Gerüche des Waldes ein, die selbst in der Blattleere genauso da waren wie in der Blattgrüne. Es war so lange her, dass sie hier gestanden hatte. Damals allerdings im Wald, auf die Wiese starrend, nicht wissend, wohin mit sich. Mit einer ungeheuren Wut erfüllt. Und ganz allein. Auch diesmal war sie allein. Doch diesmal stand sie auf der Wiese und starrte in den Wald. Sie machte einen Schritt in den Wald. Hielt die Luft an. Doch sie hörte nichts. Die Kätzin lief los. Sie kannte den Weg immer noch, stellte sie erstaunt fest. Nach so vielen Monden. Sie lief und lief, und irgendwann hatte sie ihr Ziel erreicht. Sie stand da, wo sie so oft gestanden hatte. Versteckt hinter einem Baum, vor dem Lager des DonnerClans. Gut, damals hatte sie nicht hinter einem Baum gestanden, aber trotzdem war sie immer aus dieser Richtung gekommen, wenn sie jagen oder auf Patrouille gewesen war. Die beste Beute hat es am Waldrand gegeben. Und dort war sie immer hingelaufen. Die Kätzin schnupperte. Viele andere Katzengerüche hingen in der Luft, neue wie alte. Doch alle schienen im Lager zu sein. Sicher, es war ja erst einmal Sonnenaufgang, bestimmt schliefen alle noch. Schnell huschte die Kätzin von Baum zu Baum. Immer weiter nach vorne. Dann durch den Ginstertunnel. Freude stieg in ihr auf, als sie sich im geschmückten Lager umblickte. "Die werden sich wundern", flüsterte sie und ein Grinsen nahm auf ihrem Gesicht Gestalt an. Dann lief sie zum Kriegerbau. Es konnte losgehen.



    KAPITEL 1

    "Heiliger SternenClan! Was ist DAS denn?" Erschrocken fuhr Flockenwirbel aus dem Schlaf hoch. Das hatte wie ihre Schwester Himbeerwolke geklungen! Die weiße Kätzin stand auf, schüttelte sich das Moos aus dem Fell und lief nach draußen. Und sofort sah sie auch den Grund für den Aufschrei ihrer Schwester. Die Tannenzweige, die Himbeerwolke gestern mühevoll mit klebrigem Beerensaft am Kriegerbau befestigt hatte, waren abgerissen und wie es aussah, in alle Kleinteile zerhackt. "Wer war das!", schrie Himbeerwolke. "Ganz ruhig", sagte Flockenwirbel schnell und schmiegte sich beruhigend an das schwarzweiße Fell ihrer Schwester. In den Augen ihrer Schwester sammelten sich Tränen. "Immer wenn ich mir für etwas Mühe gebe, macht jemand es kaputt", jammerte sie und schniefte. Flockenwirbel seufzte innerlich. Das war leider der schlechte Charakterzug ihrer Schwester; sehr weinerlich und generell sehr emotional. "Himbeerwolke, jetzt beruhige dich mal wieder. Nadelbäume wachsen auch in der Blattleere. Wir holen einfach neue Zweige und dann...", versuchte der Bruder der beiden, Dunkelschatten, zu helfen. Was ihm missglückte. "Aber in zwei Tagen ist doch schon das Schneefest! Wie sollen wir das denn noch schaffen!", rief die Schwarzweiße und blinzelte heftig, um die Tränen aus ihren Augen zu vertreiben. Nussstern, der Anführer des Clans, kam hinzu. "Was ist denn hier los!", entfuhr es ihm, als er die abgerissenen Tannenzweige sah. Er schaute mit zusammengekniffenen Augen in die Runde. "Wer war das?" "Ja, also das wüsste ich auch gerne!", sagte Himbeerwolke. "Kannst du denn keinen Geruch an den Zweigen feststellen, den du kennst?", erkundigte sich Regenschauer, ein großer dunkelgrauer Kater und trat vor. Flockenwirbels Herz begann schneller zu schlagen. Sie mochte Regenschauer schon immer. Ja, sie war schon ein bisschen in ihn verliebt. »Ein bisschen?«, lachte eine Stimme in ihrem Kopf, aber Flockenwirbel ignorierte sie. "Nein", erklärte Himbeerwolke. Nussstern beugte sich zu den Zweigen - oder besser, zu dem, was davon übrig war - hinunter und schnupperte daran. Plötzlich zuckte er zusammen. "Was ist denn, Nussstern?", fragte Brombeerpelz, der beliebte zweite Anführer, alarmiert. Er glaubte immer, den Anführer beschützen zu müssen. Aber eigentlich war Brombeerpelz sehr nett und deshalb war er auch Flockenwirbels bester Freund. "M-mir geht's gut", stammelte Nussstern und hob den Kopf wieder. "Kommt", sagte er und lief zum Hochstein. Er sprang hinauf und berief eine Versammlung ein. "Alle Katzen, die alt genug sind, um eigene Beute zu erjagen, mögen sich hier am Hochstein versammeln!" Mit neugierigen Blicken strömten die Katzen aus den Bauen, setzten sich unter dem Hochstein und schauten zu Nussstern hoch. "DonnerClan!", begann Nussstern. "Ihr wisst, dass in zwei Tagen das Schneefest ist. Deshalb haben wir auch gestern schon mit dem Schmücken des Lagers angefangen. Heute Morgen fand Himbeerwolke die Zweige, die sie am Kriegerbau befestigt hatte, abgerissen und in alle Kleinteile zerrissen vor. Und nein, ich verdächtige niemanden von euch, keine Sorge. Denn ich fand einen Geruch an den Resten von den Tannenzweigen, der mir sehr bekannt vorkam. Es war..." Hier machte er eine Pause und holte tief Luft. "...der Geruch von Bernstein." Einige der älteren Krieger und auch einige der Ältesten schnappten erschrocken nach Luft, während die jüngeren Krieger, die Schüler und die Jungen verwirrt dreinblickten. "Und du bist dir ganz sicher, Nussstern? Kein Irrtum möglich?", erkundigte sich Federherz, eine Älteste mit cremefarbenem Fell. In ihren dunkelblauen Augen konnte Flockenwirbel Besorgnis erkennen. »Was haben die nur alle? Und wer ist Bernstein?«, dachte sie. Nussstern seufzte. "Nein, Federherz. Es tut mir leid. Der Geruch ist eindeutig." "Wer ist denn diese Rennstein?", quiekte Fleckenjunges plötzlich und sprach damit aus, was alle jungen Krieger, Schüler und Jungen dachten. "Bernstein, nicht Rennstein", berichtigte ihn seine Mutter Funkenblüte. "Weißt du, Fleckenjunges", wandte sich der Anführer an das braunweiß gefleckte Junge, "vor gar nicht so vielen Blattwechseln, als deine Mutter gerade erst Schülerin geworden war, gab es eine junge Kriegerin namens Bernsteindorn im Clan. Sie hatte das Ziel, zweite Anführerin zu werden, und schreckte dafür vor nichts zurück." Fleckenjunges machte große Augen. "Ich hieß damals noch Nusswind und hatte gute Chancen, zweiter Anführer zu werden. Aus diesem Grund hasste mich Bernsteindorn. Sie setzte alles daran, dass sie an meiner Stelle zweite Anführerin wurde, und wenn sie mich dafür töten musste. Blattgrüne kam und Blattgrüne ging, Blattfall kam und Blattfall ging, und dann kam die Blattleere. In dieser Blattleere wurde ich zweiter Anführer. Und Bernsteindorn wurde blind vor Hass. Sie versuchte alles, um mich auszuschalten. Überfiel mich im Schlaf - zum Glück konnte ich mit ihr kämpfen, da ich schnell aufwachte... Sie versuchte mich auch auf Patrouillen in Schluchten oder von steilen Abhängen hinunter zu stoßen. Ich glaube, einmal hat sie sogar meine Beute vergiftet, mit Todesbeeren, aber zum Glück habe ich es rechtzeitig entdeckt. Doch auch die Blattleere ging irgendwann und es kam der Tag, an dem die ersten Blumen wieder blühten. Es war Blattfrische geworden. In der Mitte der Blattfrische versuchte sie mich über den Fluss zu locken, der endlich wieder aufgetaut war. Doch dadurch, dass das ganze Eis geschmolzen war, führte der Fluss mehr Wasser denn je. Hinüber führte nur ein rutschiger Baumstamm. Bernsteindorn meinte, auf der anderen Flussseite gute Beute entdeckt zu haben. Sie wusste, dass ich abrutschen und von der Strömung mitgerissen werden würde. Also verneinte ich. Das machte sie so ungeheuer wütend, dass sie mich ansprang und begann, mit mir zu kämpfen. Dadurch flog ihr Vorhaben auf und der Clan verbannte sie. Doch sie kam noch einmal zurück und ermordete dem damaligen Anführer Gelbstern kaltblütig im Schlaf. So wurde ich Anführer. Seit dem Tag, an dem man sie aus dem Wald verbannte, habe ich sie nie wieder gesehen." Hier endete Nussstern. Alle hatten ihm gebannt zugehört. "Also hat sie die Zweige kaputt gemacht?", flüsterte Fleckenjunges. Nussstern nickte. "Sie ist wieder da", sagte er. "Sie weiß, dass es wieder Blattleere ist, und sie weiß auch, dass der DonnerClan bald wieder das Schneefest feiert. Während wir in Feststimmung sind, wird sie wie ein Schatten nachts durchs Lager huschen und unschuldige Katzen töten. Und nicht nur Katzen. Auch den Schmuck macht sie kaputt. Mit den kaputten Zweigen hat sie ihr Zeichen gesetzt. Damit wir wissen, dass sie wieder da ist. Ich sage euch eins, DonnerClan; seht euch vor!" Dann sprang er vom Hochstein, verschwand in seinem Bau und ließ seinen Clan aufgeregt und verängstigt tuschelnd zurück.



    KAPITEL 2

    Die Kätzin hatte die ganze Zeit neben dem Lager gesessen und Nusssterns Rede zugehört. Nun grinste sie zufrieden. Der Clan wusste von ihr, alle wussten es, und sie hatten Angst vor ihr. Nussstern auch. Genau wie sie es wollte. Die Kätzin stand auf und lief in den Wald. Ihr graubraun getigertes Fell war zwischen den genauso braunen Bäumen fast nicht zu sehen. Lange Narben zogen sich darüber. Sie taten nicht mehr weh. Schon lange nicht mehr. Sie war bei der Höhle angekommen, die sie gefunden hatte und in der sie schlief, und kroch hinein. Drinnen legte sie sich hin. Schloss die Augen. Sie konnte sich genau an die Gesichter von allen erinnern, als sie verbannt worden war. Nusswind hatte geschockt ausgesehen. Funkenpfote war eine Mischung zwischen wütend und verzweifelt gewesen. Regenpfote hatte geknurrt, als sie an ihm vorbei gelaufen war. Flockenjunges, Dunkeljunges und Himbeerjunges hatten gar nicht verstanden, was überhaupt los war. Sicher. Die waren ja damals erst einen Mond alt gewesen. Federherz hatte nur den Kopf geschüttelt. Und Brombeerpelz... Die Kätzin öffnete die Augen. Brombeerpelz hatte sie nicht einmal angesehen. Hätte er ihr nur ein Viertel von der Liebe gegeben, die sie ihm gegeben hatte, hätte sie sicher vergessen, wofür sie so sehr gekämpft hatte. Wäre er nur ihr Gefährte gewesen, dann wäre es ihr sicher egal gewesen, ob sie zweite Anführerin war oder nicht. Sie seufzte. Ja, sie hatte Brombeerpelz geliebt. Aber er sie nicht. Die Narben auf ihrem Fell taten nicht mehr weh. Schon lange nicht mehr. Viel größer und schmerzhafter war die Narbe an ihrem Herzen. Die Kätzin schloss erneut die Augen. Sie dachte an Brombeerpelz. An sein wunderschönes Fell. Seine langen Krallen. Alles an ihm. Sie liebte alles an ihm. Immer noch. Dann kam Regenpfote in ihre Gedanken. Jetzt hieß er Regenschauer. Aber auch er hatte Angst vor ihr. Das konnte man ihm ja auch nicht verübeln. Die Kätzin blinzelte und öffnete die Augen. Wenigstens Regenschauer hätte ein bisschen weniger Angst vor ihr haben können als die anderen, fand sie. Denn er war ja schließlich ihr kleiner Bruder.

    59
    Die Geschichte von Luchssprung:




    PROLOG
    Im Lager des MinzClans rennen alle Katzen herum, die Schüler tragen durch das Schneetreiben Zweige und Moos. Die Krieger verstärken die Außenwalle und jagen mit ihren Schülern viel Beute.
    Die Jungen des Clans schauen sich verwirrt um und stürmen durch das Chaos zu der Ältesten Hellblume.
    Die hellbraun-gestreifte Kätzin liegt entspannt im Ältestenbau, da stürmen die 5 Junge zu ihr und reden alle durch einander.
    "Was ist denn so wichtig?", schnurrt die Älteste.
    "Es schneit! Hast du schon gesehen? Und jetzt bereiten alle im Lager etwas vor und formen Sachen aus Pflanzen und Moos!", miaut ein grau-getigertes Junges schnell. Alle Jungen starren die alte Kätzin fragend an und ein Junges namens Blattjunges fragt neugierig: "Warum machen die das alles? Alle sind so aufgeregt, warum Hellblume?"
    Hellblume deutet mit ihrem Schwanz neben sich auf das Moos und verkündet: "Ich erzähle euch die Geschichte, wie alles begann und was das für eine Tradition das ist. Hm… Am Besten erzähle ich wie es für meine Mutter Glanzmond begann"
    Die Jungen setzten sich schnell auf das Moos und spitzen ihre kleinen Ohren.
    Da beginnt die hellbraune Kätzin: "Vor vielen Monden, am Ende eines warmen Sommers, wurde meine Mutter Glanzmond geboren. Aber alles begann richtig, an dem verschneiten Tag, als sie zur Schülerin ernannt wurde"

    60
    Die Geschichte von Klettkralle:




    Narzissenjunges, Apfeljunges und Zimtjunges drängten sich an Ihre Mutter. „Kannst du uns noch einmal die Geschichte von dem Anfang des Winterfestes erzählen? Bitte!“, drängelte Zimtjunges. „Also Gut, seufzte ihre Mutter, Pfirsichschweif und fing an zu erzählen: „Vor langer, langer Zeit, als die Clans noch aus wilden, ehrenlosen Streunern Bestanden, kämpften sie Tag und Nacht, egal ob um Ein Mauselängen Großes Territorium, einen Felsen oder sogar eine Hübsche Kätzin. Alles wurde mit Kämpfen entschieden. Doch eines Tages, an dem Tag wo wir heute Das Winterfest Feiern, trauten sich vier Katzen, zwei aus jedem Clan, sich gegen diese Kämpfe zu stellen. Und mit der Hilfe des SternenClans schafften sie es, die Katzen zur Vernunft zu Bringen. Und seit dem, feiern wir jedes Jahr zur Gleichen Zeit das Winterfest.“

    61
    Die Geschichte von Federtanzerpfote:


    (Prolog fehlt noch!)




    Kapitel 1:
    "haha! Du kriegst mich nicht!", Eispfote rannte über den zugefrorenen See. Ihre Schwester Schneepfote direkt hinter ihr. "Ich bin schneller!", jaulte sie ihr zu. Eispfote schnaubte. Natürlich war sie schneller! Ihr weißes Fell glitzerte im Licht des Sonnenuntergangs. Seufzend setzte sie sich hin. Schneepfote holte sie ein und ließ sich auch fallen. Zusammen schauten sie der untergehenden Sonne nach. "Wohin sie wohl geht?", fragte Schneepfote. Eispfote seufzte gedankenverloren. Wie gerne würde sie d er Sonne nachlaufen! Und schauen wohin sie ging! Und dann würden alle mal zur Abwechslung ihr zuhören und nicht nur ihrer perfekten Schwester. Schneepfote konnte nichts dafür, sie war genau so wie sie. Aber sie wurde halt anders behandelt! Lange hing sie ihren Träumereien nach. Wie die anderen nur schauen würden wenn sie ihren berichten würde, wo die Sonne hinging! Wie Wolkenpfote sie anstarren würde. Und dann würde er sie Wunderpfote nennen! So wie er immer Schneepfote nannte! Wunderpfote! Das klang gut! Schneepfote stupste sie an. "Erde an Eispfote! Ich habe dich etwas gefragt!" "W-was?", meinte Eispfote. Schneepfote seuftzte theatralich. "Ob du morgen mit mir die Tannenzapfen suchst?" die Tannenzapfen! Wie hatte Eispfote diese nur vergessen können? Am Tag, wo die Nacht besonders hell ist und der Mond hoch am Himmel steht, an dem Tag wo es am kältesten ist, da ist das Blattleerenfest. Zur Feier werden alle toten Clanmitglieder geehrt. Für jedes Clanmitglied wird ein Tannenzapfen in die Mitte gelegt. Und dann schickt man ihnen gute Wünsche zum Sternen Clan. Und nachdem diese Zeremonie um ist werden dann Geschenke verteilt. Und jeder ist froh! Letztes Jahr hatte Eispfote von Schneepfote einen Mistelzweig bekommen. Sie trug ihn immer noch um das ohr gewickelt... "Natürlich komme ich mit Tannenzapfen sammeln!", miaute Eispfote freudig. Schnurrend rieb sich Schneepfote an ihr.

    (Das erste Kapitel ist noch nicht fertig!)

    62
    A new Clan-The Tradition - von Tupfenauge



    Prolog

    Dunkelste Nacht. Ein Zweibeinermonster fährt am Waldrand entlang. Auf einmal fliegt ein Ring aus Tannenzapfen ud Tannengrün aus ihm. Ein Junges quiekt, doch das Monster fährt einfach weiter. Nach einer Weile hört man nur noch den Schrei einer Eule, dann ist es still. Eine Katze schleicht leise zu dem Ring und schnuppert. Nun packt sie das Zweibeinerding und verschwinde mit ihm.



    Kapitel 1
    "Was ist das?", Sonnenpfote schlug einmal nach dem Ring, den ihr Bruder Dunkelpfote von einem Nachtspaziergang mitgebracht hatte. "Ich weiß es nicht. Irgendein Zweibeinerding...", er schnupperte noch einmal daran, während seine Schwester fauchend zurücksprang. "Igitt! Wie kannst du nur daran schnuppern? Es stinkt nach Zweibeinern!". Da kam Krähenschweif zu den beiden Schülern. Der Älteste betrachtete den Ring kurz und erklärte den Geschistern dann, es sei ein Ding, dass die Zweibeiner nur im Winter haben. "...Sie hängen es an die Eingänge zu ihren Nestern... nur, dass sie normalerweise bunter sind...". Dunkelpfotes Augen leuchteten. Er war immer ganz fasziniert von Zweibeinerdingen gewesen. "Erzähl mir mehr! Bitte!", flehte er. Krähenschweif verdrehte nur die Augen und trottete davon.

    (das Kapitel ist noch nicht zuende!)

    63
    Die Geschichte von Fuchsschweif:



    Prolog
    Morgenstern hielt die Schnauze in den Wind. Sie liebte es, wenn die leichten kühlen Briesen des Blattfalls ihre Schnauze kräuselten. Se fühlte sich so frei. Frei nie zuvor. Sie würde ihren Guten Freund, der ihr mit seinen Böhen und Wogen das Fell sträubte wohl für eine Weile nicht mehr Treffen. „Ich erwarte Junge!“ sagte sie zu sich selbst. Es war ein schönes Gefühl Junge in sich zu tragen. Gewiss es tat weh, wenn sich die kleinen Körper drehten oder ihr in den Bauch traten doch gleichzeitig erfüllte es einen mit Frieden weil man wusste: Ich werde bald Leben zur Welt bringen und dieses leben wir leben. Nein, frieden war eine Untertreibung. Es war Liebe. Morgenstern brodelte von tiefer übersprudelnder Liebe. Doch gleichzeitig nagte das Gewissen an ihr. Sie war Anführerin und es fühlte sich unglaublich falsch an ihren Clan Monde lang quasi im stich zu lassen. „Na, Zweifel deines Clans wegen?“ krächzte plötzlich eine raue Stimme. Morgenstern wirbelte herum. „Minzläufer!“ rief sie entsetzt. Die flimmernde Gestalt der alten Sternenclan Katze wippte träge mit dem Kopf. „Sei auch du mir gegrüßt Morgenstern.“ Maunzte sie spitz. „Was tust du hier?“ fragte Morgenstern. Minzläufer´s dunkle Augen funkelten spöttisch. „Was denn? Freust du dich gar nicht mehr mich zu sehen? Du hast dich sehr verändert seid du Anführerin geworden bist… Ich mochte dich lieber als du noch Windläufer warst und mit den Hatz-Streunern übers Moor liefst …seid du denn Feuerclan anführst hast du eine Gewisse Leidenschaft verloren…“ Morgenstern blickte beschämt zu Boden. „es tut mir leid Minzläufer ich wollte nicht unhöflich sein!“, endschuldigte sie sich mit hängenden Ohren. Minzläufer kratzte sich mit einer langen gekrümmten Kralle am Kopf. „Doch wie ich sehe hat dein Stimmungswechsel noch einen andren Grund...!“ Sie schnippte mit dem Schweif gegen Morgensterns Flanke. Die Kätzin starrte die Ältere verwirrt an. „Junge?“ Minzläufer zog prüfend die Augenbrauen hoch. „Ja..Ja..!“ antwortete Morgenstern zerstreut. Minzläufer´s Miene hellte sich ein wenig auf. „Wer ist der Vater?“ fragte sie. „Schwarzblut..!“ Morgenstern blinzelte. Minzläufer nickte knapp. „Du bist doch bestimmt nicht gekommen, um mich nach meinen Jungen zu fragen.“ Stellte Morgenstern fest. Minzläufer schüttelte den Kopf. „Nein Morgenstern… Ich bin hier um die Zeit des Sternenfestes anzukündigen…“ Morgenstern riss die Augen auf. „In vier Monden wenn der Vollmond verdirbt, wenn Skystar tanzt und der helle tag stirbt….“ Sie lächelte Morgenstern ein letztes mal an bevor sie verschwand. „Gute Beute dir!“ säuselte es noch im Wind bis auch ihr letzter Hauch verschwunden war.

article
1530977283
Warrior Cats - forgotten stories (Teil 2)
Warrior Cats - forgotten stories (Teil 2)
Dies hier ist ein Schreibwettbewerb, schaut rein und vielleicht wollt ihr hier auch mitmachen? (Dies ist der 2. Teil des Schreibwettbewerbs, da die ursprüngliche Seite sich nicht mehr bearbeiten lässt und sie sowieso schon viele Kapitel hatte. An ...
https://www.testedich.de/quiz55/quiz/1530977283/Warrior-Cats-forgotten-stories-Teil-2
https://www.testedich.de/quiz55/picture/pic_1530977283_1.png
2018-07-07
406A
Warrior Cats

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (402)

autorenew

vor 10 Stunden
Hallo Sonni 🤗
Hast du meine Geschichte bekommen?
Ich habe sie dir per Mail geschickt
vor 12 Stunden
Dieses mal mach ich auch wieder mit^^

A new Clan-The Tradition

~Prolog~

Dunkelste Nacht. Ein Zweibeinermonster fährt am Waldrand entlang. Man hört die Zweibeiner schreien, bis auf einmal ein Ring aus Tannenzapfen ud Tannengrün aus ihm fliegt. Ein Junges quiekt, doch das Monster fährt einfach weiter. Nach einer Weile hört man nur noch den Schrei einer Eule, dann ist es still. Eine Katze schleicht leise zu dem Ring und schnuppert. Nun packt sie das Zweibeinerding und verschwinde mit ihm.

~Kapitel 1~
"Was ist das?", Sonnenpfote schlug einmal nach dem Ring, den ihr Bruder Dunkelpfote von einem Nachtspaziergang mitgebracht hatte. "Ich weiß es nicht. Irgendein Zweibeinerding...", er schnupperte noch einmal daran, während seine Schwester fauchend zurücksprang. "Igitt! Wie kannst du nur daran schnuppern? Es stinkt nach Zweibeinern!". Da kam Krähenschweif zu den beiden Schülern. Der Älteste betrachtete den Ring kurz und erklärte den Geschistern dann, es sei ein Ding, dass die Zweibeiner nur im Winter haben. "...Sie hängen es an die Eingänge zu ihren Nestern... nur, dass sie normalerweise bunter sind... Sie nennen diese Dinge Kränze...". Dunkelpfotes Augen leuchteten. Er war immer ganz fasziniert von Zweibeinerdingen gewesen. "Erzähl mir mehr! Bitte!", flehte er. Krähenschweif verdrehte nur die Augen und trottete davon. Dunkelpfote sah ihm traurig nach. Seine Schwester stupste ihn kurz an. "Hey! Löwenkralle und Drosselsang wollen mit uns unsere Abschlussschülerbewertung machen!". Sie hüpfte aufgeregt auf und ab und sprang dann ihren Mentoren hinterher, ihr Bruder folgte ihr. Als sie die Bewertung beendet hatten, kam Drosselsang mit traurigen Augen zu Dunkelpfote, der immernoch vor dem Zweibeinerkranz kauerte. Ihr Schüler war bei der Bewertung ganz abwesend gewesen. Doch er hörte gar nicht zu, als Drosselsang ihm die Nachricht mitteilte, da er vollkommen auf das Ding vor sich fixiert war. Selbst bei Sonnenkralles Zeremonie rührte er sich nicht. Die Heilerschülerin Rabenpfote brachte ihm eine Maus, als er sich auch bei Dämmerung nicht rührte. Um Mitternacht, als alle Katzen schliefen, nahm er den Kranz und ging zum Schmutzplatz. Von dort aus ging er zu einem Teich, um nachzudenken.
vor 13 Stunden
(blöde Schreibblockade... aber ich habe das Gefühl dass sie bald vorbei ist...)
Gestern
sorry dass ich solange weg war, mein ladekabel war kaputt, mein handy kam erst vor ein paar tagen an (wollte mir halt für die kurze zeit kein neues ladekabel kaufen) und ja. weiß nicht ob ich noch ne geschichte schaffe, habe momentan viel um die ohren
vor 4 Tagen
(ich auch noch beim ersten)
vor 4 Tagen
(ich bin am 3. Kapitel. Sitze da schon seit Ewigkeiten dran und überlege, wie es weitergehen soll)
vor 5 Tagen
Ich bin auch noch am 1. Kapitel.....
vor 5 Tagen
( ich bin gerade beim 4.Kapitel aber will erst mal Rf korrigieren!/:)
vor 5 Tagen
(wie schnell schreib ihr? Ich bin gerade am ersten Kapitel)
vor 5 Tagen
Prolog
Morgenstern hielt die Schnauze in den Wind. Sie liebte es, wenn die leichten kühlen Briesen des Blattfalls ihre Schnauze kräuselten. Se fühlte sich so frei. Frei nie zuvor. Sie würde ihren Guten Freund, der ihr mit seinen Böhen und Wogen das Fell sträubte wohl für eine Weile nicht mehr Treffen. „Ich erwarte Junge!“ sagte sie zu sich selbst. Es war ein schönes Gefühl Junge in sich zu tragen. Gewiss es tat weh, wenn sich die kleinen Körper drehten oder ihr in den Bauch traten doch gleichzeitig erfüllte es einen mit Frieden weil man wusste: Ich werde bald Leben zur Welt bringen und dieses leben wir leben. Nein, frieden war eine Untertreibung. Es war Liebe. Morgenstern brodelte von tiefer übersprudelnder Liebe. Doch gleichzeitig nagte das Gewissen an ihr. Sie war Anführerin und es fühlte sich unglaublich falsch an ihren Clan Monde lang quasi im stich zu lassen. „Na, Zweifel deines Clans wegen?“ krächzte plötzlich eine raue Stimme. Morgenstern wirbelte herum. „Minzläufer!“ rief sie entsetzt. Die flimmernde Gestalt der alten Sternenclan Katze wippte träge mit dem Kopf. „Sei auch du mir gegrüßt Morgenstern.“ Maunzte sie spitz. „Was tust du hier?“ fragte Morgenstern. Minzläufer´s dunkle Augen funkelten spöttisch. „Was denn? Freust du dich gar nicht mehr mich zu sehen? Du hast dich sehr verändert seid du Anführerin geworden bist… Ich mochte dich lieber als du noch Windläufer warst und mit den Hatz-Streunern übers Moor liefst …seid du denn Feuerclan anführst hast du eine Gewisse Leidenschaft verloren…“ Morgenstern blickte beschämt zu Boden. „es tut mir leid Minzläufer ich wollte nicht unhöflich sein!“ , endschuldigte sie sich mit hängenden Ohren. Minzläufer kratzte sich mit einer langen gekrümmten Kralle am Kopf. „Doch wie ich sehe hat dein Stimmungswechsel noch einen andren Grund...!“ Sie schnippte mit dem Schweif gegen Morgensterns Flanke. Die Kätzin starrte die Ältere verwirrt an. „Junge...?“ Minzläufer zog prüfend die Augenbrauen hoch. „Ja..Ja..!“ antwortete Morgenstern zerstreut. Minzläufer´s Miene hellte sich ein wenig auf. „Wer ist der Vater?“ fragte sie. „Schwarzblut..!“ Morgenstern blinzelte. Minzläufer nickte knapp. „Du bist doch bestimmt nicht gekommen, um mich nach meinen Jungen zu fragen.“ Stellte Morgenstern fest. Minzläufer schüttelte den Kopf. „Nein Morgenstern… Ich bin hier um die Zeit des Sternenfestes anzukündigen…“ Morgenstern riss die Augen auf. „In vier Monden wenn der Vollmond verdirbt, wenn Skystar tanzt und der helle tag stirbt….“ Sie lächelte Morgenstern ein letztes mal an bevor sie verschwand. „Gute Beute dir!“ säuselte es noch im Wind bis auch ihr letzter Hauch verschwunden war.
vor 6 Tagen
IIIIIIIIIIIICH!!!! *springt auf und lässt die Kekse liegen*
vor 6 Tagen
Weer will ein Eis? Ich gebe ein Eis aus!!!
vor 6 Tagen
(@Ylvalie bis Ende Dezember denke ich und Prolog kann man machen weil es ist ja jedem selber überlassen)
vor 6 Tagen
@Tupfenauge wann kommt die nächste Runde bei den Top 10 Ships/Anführer?
vor 6 Tagen
(Muss man einen Prolog machen?)
vor 6 Tagen
(bis wann muss man die Geschichte abgeben?)
vor 6 Tagen
(Der Prolog kommt später)
Kapitel 1:
"haha! Du kriegst mich nicht!",Eispfote rannte über den zugefrorenen See. Ihre Schwester Schneepfote direkt hinter ihr. "Ich bin schneller!",jaulte sie ihr zu. Eispfote schnaubte. Natürlich war sie schneller! Ihr weißes Fell glitzerte im Licht des Sonnenuntergangs. Seufzend setzte sie sich hin. Schneepfote holte sie ein und ließ sich auch fallen. Zusammen schauten sie der untergehenden Sonne nach. "Wohin sie wohl geht?", fragte Schneepfote. Eispfote seufzte gedankenverloren. Wie gerne würde sie d er Sonne nachlaufen! Und schauen wohin sie ging! Und dann würden alle mal zur Abwechslung ihr zuhören und nicht nur ihrer perfekten Schwester. Schneepfote konnte nichts dafür, sie war genau so wie sie. Aber sie wurde halt anders behandelt! Lange hing sie ihren Träumereien nach. Wie die anderen nur schauen würden wenn sie ihren berichten würde, wo die Sonne hinging! Wie Wolkenpfote sie anstarren würde. Und dann würde er sie Wunderpfote nennen! So wie er immer Schneepfote nannte! Wunderpfote! Das klang gut! Schneepfote stupste sie an. "Erde an Eispfote! Ich habe dich etwas gefragt!" "W-was?", meinte Eispfote. Schneepfote seuftzte theatralich. "Ob du morgen mit mir die Tannenzapfen suchst?" die Tannenzapfen! Wie hatte Eispfote diese nur vergessen können? Am Tag, wo die Nacht besonders hell ist und der Mond hoch am Himmel steht, an dem Tag wo es am kältesten ist, da ist das Blattleerenfest. Zur Feier werden alle toten Clanmitglieder geehrt. Für jedes Clanmitglied wird ein Tannenzapfen in die Mitte gelegt. Und dann schickt man ihnen gute Wünsche zum Sternen Clan. Und nachdem diese Zeremonie um ist werden dann Geschenke verteilt. Und jeder ist froh! Letztes Jahr hatte Eispfote von Schneepfote einen Mistelzweig bekommen. Sie trug ihn immer noch um das ohr gewickelt... "Natürlich komme ich mit Tannenzapfen sammeln!!!",miaute Eispfote freudig. Schnurrend rieb sich Schneepfote an ihr.

(Das er erste Kapitel ist noch nicht fertig!!!!)
vor 7 Tagen
(ach Leute meine Geschichte war eigentlich nur so eine Geistesblitz Idee, ich bin mir sicher, eure werden super)
vor 7 Tagen
(ja hab vergessen Prolog drüber Zu schreiben, sind auch noch Rechtschreibfehler drin, ist ja auch nur die Roh-version) 😂 😂 😂
vor 7 Tagen
(ich dachte schon😂😂😂)