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Die Mondscheinkämpferin - Wenn Licht zu Schatten wird

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4 Kapitel - 4.380 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 999 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

[Zweiter Teil von DIE MONDSCHEINKÄMPFERIN] Rubinauge und Teufel sind tot, Goldschnauze findet letztendlich doch sein Happy End mit einer anderen Katze und die Blattfrische bringt neue Beute zum Clan! Alles Gut, könnte man sagen, übersehen man dabei Mondseele. Vom Sternenclan aus musste sie Goldschnauze jeden Tag zusehen wie er glücklich wurde, ganz ohne sie. Auch, wenn sie sich immer einredet, dass es ihr nichts ausmache. Als Verkündet wird, dass die beiden nun auch ein Junges kriegen, vollzieht sich in Mondseele eine Verwandlung...

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    Die Mondscheinkämpferin - Wenn Licht zu Schatten wird
    Prolog

    Die beinah schneeweiße Kätzin erhob sich aus ihrem Nest. Ganz lautlos, sodass niemand es bemerkte. Sie stackste über die Beine der anderen Krieger hinüber zum Ausgang. Sie war nicht ganz bei der Sache und trat versehentlich auf die Schwanzspitze eines dunkeln Katers.
    Der fuhr darauf hoch aus seinem Schlaf und schaute sich alarmiert im Bau um.
    Doch die Kätzin war gerade noch rechtzeitig um die Ecke verschwunden. Auf leisen Pfoten schlich sie weiter durch das Gras. Der Tau glänzten wie kleine Diamanten und spiegelten den roten Morgenhimmel in ihren Tropfen wieder.
    Doch für diese Schönheit hatte die Kätzin leider keine Zeit. Unbeirrt ging sie weiter.
    Ein schrecklicher Gedanke plagte sie schon die ganze Zeit seit den letzten Nächten. Und sie bekam ihn einfach nicht mehr aus dem Kopf.
    Es war einfach viel zu unnatürlich als das es wahr sein könnte. Trotzdem wollte sie sich vergewissern.
    Sie blieb erst stehen, als sie die Meterhohen Bäume sah mitsamt dem sternenlosen Himmel. Genau eine Fuchslänge davor setzte sie sich nieder.
    Die Stunde der Wahrheit war gekommen.
    War sie wirklich böse? Sie, die ehemalige Mondscheinkämpferin?
    Ein Schauer rieselte ihr über den Rücken und Kälte umfasste ihr Herz. Gehalten von eisige Klauen pochte es in ihrer Brust unter dem dichten Fell. War das die Furcht? Da spürte sie eine neues Gefühl. Es war eigenartig, doch ebenso faszinierend und mächtig.
    Fast vergessene Erinnerungen stiegen in ihr auf.
    Der Moment, als der Kater, den sie liebte, über „Mondseele“ schlecht geredet hatte.
    Der Schmerz, als Fuchsschweif und Goldschnauze Gefährten wurden.
    Und letztendlich, das bittere Gefühl der Einsamkeit und des Versagens.
    Aber die eisige Kälte schluckte das Leid. Sie fraß ihn gierig in sich hinein wie ein ausgehungertes Junge. Gedeihe schön, Kälte in mir, lass mich nicht mehr den Schmerz spüren.
    Die Kätzin hatte den Blick straff auf die andere Seite gerichtet.
    Sie atmete einmal tief ein und wagte den ersten Schritt.
    Sie wurde nicht wie erhofft abgestoßen.
    Eigentlich müsste sie enttäuscht sein und am Boden zerstört, doch es gelang ihr nicht. Stattdessen empfand sie sogar was ähnliches wie Freude.
    Auf einmal begriff sie es.
    Die Kälte umschloss nicht ihr Herz, sondern kam aus ihr.
    Sie war doch Böse, und zwar voll und ganz!
    Ein Prickeln fuhr über ihre Haut. Es war so ähnliche wie das bei ihren Verwandlungen zur Mondscheinkämpferin nur viel, viel kälter.
    Der weiße Pelz wechselte über in ein Rabenschwarz und umgab ihren Kompletten Körper. Auch der Fleck auf der Stirn blieb dunkel… So wie ihre Seele.
    „Na, Kleine. Bist du nicht auf der falschen Seite der Grenze?“, krächzte eine Stimme aus dem Schatten.
    „Nein, das kann nicht sein, denn von der komme ich gerade…“

    2
    Kapitel 1: Mondjunges

    „Fuchsbrand, Fuchsbrand, beeile dich! Es ist so weit, unser Kleine öffnet endlich die Augen! Sieh nur!“
    Die rote Kätzin ließ von ihrer Spitzmaus ab und wirbelte herum. Ganz entzückt schaute sie auf ihr kleines rein weißes Junges herab. „Das Erste, was sie erblicke wird, sind wir!“
    Goldschnauze schnurrte zustimmend und gesellte sich neben seine Gefährtin.
    Das kleine Junge blinzelte, bevor sie dann vollständig ihre eisblauen Augen aufschlug.
    Fuchsbrand quickte noch einmal begeistert und stürzte sich sofort auf das überforderte Junge. „Willkommen im magischen Clan! ich bin Fuchsbrand, Deine Mutter! Und der, der dort neben mir steht, ist dein Vater Goldschnauze! Goldschnauze, sag auch Mal was!“
    „Hallo…“ der goldene Kater lächelte matt. Die Vorfreude hatte sich verflüchtigt. Der winzige Kater erinnerte ihn an jemand ganz bestimmten. Die Mondscheinkämpferin, alias Mondseele. Sie hatten beide exakt die gleichen blauen Augen! Und beide hatten dieses unerschrockene Funkeln in ihren Augen. Und es waren nicht nur die Augen. Auch der gleiche weiße Pelz, dem ihm schon seit der Geburt aufgefallen war. Nur der schwarze Vollmond auf der Stirn fehlte.
    „Wie sollen wir es nennen?“, brabbelte Fuchsbrand ohne Unterbrechungen weiter. „Schneejunges, Glitzerjunges oder vielleicht doch Eisjunges? Klingt alles gut!“ Sie strich dem Jungen zärtlich über den Kopf. Es schnurrte daraufhin.
    „Na, Das gefällt dir, oder?“
    Goldschnauze räusperte sich. „Wollen wir wieder zu Namenswahl? Ich hätte da eine Idee…“
    Fuchsbrand nickte eifrig. „Klar! Sag ruhig! Egal welcher Name, wir nennen es dann so, außer du willst ihn Puscheljunges nennen!“ Sie lachte lauthals über ihren eigenen Scherz und Goldschnauze konnte wieder nur halbherzig mit lächeln so sehr er sich auch anstrengte. „Ich wollte ihn Mondjunges nennen…“
    Fuchsbrand erstarrte noch während sie lachte. „Wie bitte?“ Ihre Miene wurde von dem einen zum anderen Moment steinhart. „Ich dachte du bist über sie hin weg?“
    „Bin ich ja auch!“, beteuerte er aufrichtig. „Aber ihr Verhalten und ihre Taten waren doch sehr edel. Da sind wir uns einig?“
    Fuchsbrand bejahte es wiederwillig.
    „Und sowas darf nicht in Vergessenheit geraten! Sie ist eine Heldin. Das hast du selber gesagt! Aber keine Sorge, du bist trotzdem mein Ein und Alles!“, fügte er hinzu, als Fuchsbrand immer noch beleidigt wegschaute.
    Er reckte sich nach vorne um doch noch einen Blick auf ihr Gesicht zu erhaschen. „Och komm schon! Sonst muss ich bei Beerenzahn Fröhlichkeits-Kräuter holen!“
    Das brachte die rote Kätzin schließlich doch zum Schmunzeln. Sie beobachte ihren Gefährten mit verliebten Blick. „Ich kann dir einfach nicht böse sein!“
    Sie schnurrten beide.
    „Also heißt er jetzt Mondjunges?“, hakte Goldschnauze zur Sicherheit noch einmal nach.
    „Ja, du hast ja schon Recht mit ihren Heldentaten.“
    Goldschnauze grinste frech. „Ich habe immer Recht!“
    „Das hättest du wohl gerne!“ Spielerisch verpasste sie ihm einen Schlag an den Kopf.
    Goldschnauze tat so, als hätte Fuchsbrand ihn hart getroffen und sank lachend zu Boden. „Oh, nein! Ich bin schwer verwundet!“
    „Mäusehirn!“ Fuchsbrand schüttelte den Kopf, doch nicht ohne ebenfalls zu grinsen.
    Mondjunges wollte sich wohl auch in die Unterhaltung einmischen und zwängte sich zwischen die beiden. „Ich möchte mitlachen…“
    „Natürlich kannst du das! Ach, er ist bestimmt gewachsen! Bei der Geburt war er noch kleiner… Und ehe wir uns versehen isst du auch schon deine erste Frischbeute!“
    „Junge zu haben ist das Schönste auf Der Welt…“, seufzte Goldschnauze. Dabei dachte er nach über einen verbotenen Gedanken… Was wäre gewesen, wenn Mondseele seine Gefährtin geworden wäre? Säße sie dann hier und alberte mit den Jungen herum? Dies waren unbeantwortbare Fragen, aber trotzdem probierte er es sich vorzustellen. Wie Mondseele neben ihm saß und ihn anlächelte. Zwischen ihren Pfoten ruhte das kleine Junge und Mondseeles eisblauen Augen funkelten liebevoll. Es würde eine friedliche Stille eintreten bis auf das Jauchzen des Junges bis Mondseele das Wort erhebt und sagen würde:
    „Goldschnauze? Hörst du mir überhaupt noch zu?“, verlangte Fuchsbrand zu wissen.
    Der Kater fuhr hoch aus seinen Gedanken. „äh... ja! Find ich toll!“
    „Kater…“, sagte sie und rollte mit den Augen. „Ich habe gerade über seinen Krigernamen geredet wie der wohl lauten würde? Na ja, es ist schon spät! Leider kannst du nicht auch in der Kinderstube schlafen, weil die überfüllt ist und ich nicht im Kriegerbau, weil ich Mondjunges nicht allein lassen darf!“
    „Ach, gräm dich nicht! Morgen sehen wir uns ja wieder!“, zwinkerte er ihr zu und insgeheim fand er das gar nicht so schlecht. So hätte er noch ein wenig Zeit sich mit seinen Gedanken auseinander zusetzten. „Und übrigens…“, setzte er noch hinten dran „Bestimmt kriegt er irgendeinen wundervollen Namen! Solange er nicht Mondpuschel heißt!“
    In seinem Nest fand Goldschnauze dann ruhe. Aber Mondseele verfolgte ihn immer noch. Wieso muss ich immer an sie denken? Ich habe eine nette Gefährtin, ein Junges und bin ein angesehener Krieger! Also wieso denk ich immer an sie, wenn ich doch eigentlich alles hab, was ich brauche!
    Er schaute hoch zum sternenbesetzten Himmelszelt. „Ach, Mondseele. Beantworte du mir die Frage?“
    Er bekam keine Antwort. Wie den auch? Er konnte ja nicht wissen, dass Mondseele schon fort war und nicht mehr mit den Sternen wandelte…
    Nach einer Weile beschloss er sich schlafen zu legen. Warterei auf eine nie kriegende Antwort brachte auch nichts.
    Er kugelte sich in das Moos zusammen und schloss die Augen.
    Sofort überkam ihn der gewünschte Schlaf.
    Es dauerte nicht lange bis Goldschnauze schon wieder „erwachte“ auch einer fremden Lichtung. Mondseele besucht mich in meinen Träumen!
    Doch als er die Augen öffnete, sah er nicht das typische Sterneclan Territorium.
    Statt dem ewig blühenden Blumen, dem magischen Glanz und fröhlichem Gezwitscher herrschte eine düstere Stimmung, die auch dem Ort an dem er sich befand gerecht wurde.
    Große bemooste Bäume streckten sich hoch zum Himmel, zumindest dorthin, wo man den Himmel vermuten musste. Denn die Kronen der Riesen waren zu dicht, sodass sie die Sicht versperrten. Was für ein außerordentlich seltsamer Ort…
    Aber dies hielt Goldschnauze nicht weiter davon ab sich umzuschauen.
    Als sei Blick umherwanderte über vermoderten Farnbüschel und großen Baumstämmen, blieb sein Blick haften an zwei eisige Funken. Genauer genommen zwei hellblaue Augen.
    Goldschnauze rannte stürmisch auf sie zu. „Mondseele!“
    Voller Freude schob er die Zweige zur Seite, aber die Kätzin war nicht mehr da. Falls sie es gewesen war.
    „Ach, Goldschnauze…“, hörte er eine körperlose Stimme.
    Der goldene Kater blickte sich erneuert um, aber überall bot sich ihm bloß das gleiche Bild von Bäumen, Waldboden und Düsterheit. „Wo bist du? Ich seh dich nicht!“
    „Überall und Nirgendwo. Das ist nur ein Traum, aber nicht weniger Wichtig!“, kam es mit grausiger Stimme.
    „Wer bist du überhaupt? Ich kenn dich nicht…“
    Es dauerte ein wenig bis die Antwort kam. „Du weißt nicht, wer ich bin?“
    „Nein… Erst hielt ich dich für Mondseele, wegen diesen hellblauen Augen, die ich gesehen habe. Aber du klingst so viel… böser?“
    „Tu ich?“, fragte es ganz unschuldig „Aber in einem Punkt hast du recht. Es waren Mondseeles Augen.“
    Goldschnauze blieb vor Schreck die Worte in der Kehle stecken. Was hatte diese Schattengestalt mit ihr angestellt. „Hast du was damit zu tun? Wo ist sie jetzt hin?“
    „Weg. Nicht hier.“
    „Hol sie zurück! Ich will mit ihr reden!“, forderte Goldschnauze und knurrte in die Richtung aus der er zuletzt die Stimme gehört hatte.
    „Und wenn nicht? Was dann? Und woher weißt du überhaupt, ob sie dich sehen will?“
    „Soll das ein Witz sein? Klar möchte sie mit mir reden!“ Für Goldschnauze war das sicher so wie jeden Tag die Sonne aufging.
    „Glaubst du sie will mit ihrem Gefährten sprechen, der bereits eine neue Kätzin hat und sogar ein Junges? Sieht schlecht für dich aus, Goldchen!“
    Er schnaubte. „Mondseele und ich waren nicht richtig Gefährten. Und sie meinte es wäre okay, wenn ich Fuchsbrand an ihrer Stelle nehme!“
    Die Stimme seufzte, als müsse sie einem unwissenden Jungen erklären, was der Mond ist. „Und das hast du ihr geglaubt? Ich kenne sie sehr gut. Fast so, als wären wir die gleiche Person… Es hat sie sehr verletzt, egal was sie behauptet!“
    Schuldgefühle machten sich in ihm breit. Für Mondseele musste es alles andere als „okay“ gewesen sein. Aber die Erkenntnis kam ihm viel zu spät. Er hatte jetzt schon eine Gefährtin mit Junge, welche er beide liebte… Nun musste er Mondseele erst recht treffen! “Das ist nur ein weiter Grund, weshalb ich sie sehen muss! Führ mich jetzt zu ihr oder ich gehe höchstpersönlich zum Sternenclan, sobald ich aus meinem Traum aufwache!“
    Die Stimme lachte abschätzig. „Viel Glück dabei, aber eine Frage noch…“
    „ja?“
    „Wie heißt dein Sohn noch einmal?“
    „Mondjunges, wieso?“ Goldschnauze war unbehaglich zu mute, als er die Frage beantwortete.
    „Gut, denn er wird sterben!“

    3
    Kapitel 2

    Friedlich lag Mondjunges in seinem Nest und beobachtete die Sterne durch ein Loch im Brombeerdach. Staunend dachte er nach wie viele Sternenkrieger dort oben wohl wandeln mussten bei so vielen Sternen... viel mehr Katzen, als er sich je vorstellen könnte! Unter all diesem Funkeln am Himmel fühlte er sich schon fast etwas eingeschüchtert.
    "Mondjunges, schlaf doch endlich!", murrte seine Mutter neben ihm und zog den kleinen Kater wieder zurück in ihr Nest.
    "Ich kann aber nicht einschlafen! Fuchsbrand, wie viele Katzen gibt es eigentlich im Sternenclan?“ Aber die rote Kätzin war bereits wieder eingeschlafen.
    Er seufzte „Vielleicht ist ja Goldschnauze noch auf...", überlegte er laut.
    Mondjunges entklammerte sich aus dem Griff Fuchsbrand' und stelzte rüber über die anderen Katzen zum Ausgang. Er tippelte vom da aus weiter über die Lichtung zum Kriegerbau. Mondjunges spähte durch den dichten Efeuvorhang und ließ seinen Blick über die schlafenden Krieger gleiten bis er Goldschnauze entdeckte. Unruhig wendete der Krieger sich hin und her in seinem Nest und rupfte dabei immer wieder ein Büschel Moos aus, wenn er wild um sich schlug. Schweißperlen liefen ihm über die Stirn und er knurrte tief. Von außen aus könnte man denken er wäre gerade mitten in einer Schlacht und nicht schlafend im Kriegerbau des magischem Clans.
    "Goldschnauze, alles gut?", flüsterte Mondjunges und stupste ihn mit der Pfote in die Seite. Als der nicht reagierte, wiederholte Mondjunges es wieder nur etwas fester. "Wach auf!"
    Panisch schreckte Goldschnauze hoch. "Lass mich in Ruh!", schrie er.
    Überrascht von der Reaktion, stolperte Mondjunges mindestens eine halbe Fuchslänge nach hinten, hielt für einen kurzen Augenblick das Gleichgewicht auf zwei Beinen und fiel dann nach hinten in ein leerstehendes Nest aus Reisig.
    Da bemerkte Goldschnauze den weißen Kater "Oh gut, du bist es nur! Ich hab echt schlecht geträumt… Mondjunges, geht es dir gut? Fühlst du dich komisch oder krank? Hast du Schmerzen?" Er eilte rüber zu dem kleinen Kater um ihm wieder auf die Beine zu helfen und musterte ihn erneuert besorgt.
    "Nein, alles gut. Und dein Alptraum ist trotzdem kein Grund mich so anzuschreien...", entgegnete Mondjunges eine Spur beleidigt.
    "Tut mir Leid, Kleiner!“, entschuldigte sich Goldschnauze bei ihm „Wieso schläfst du denn auch nicht in deinem Nest?"
    Er zuckte mit seinen Schultern. "Weiß nicht... hab lieber die Sterne beobachte."
    "Ist ja auch egal! Ich muss schnell mit Fuchsbrand reden! und auch Beerenzahn und Funkenstern! Es nämlich echt wichtig... Also ich finde es wichtig. Und der Rest bestimmt auch. Also es geht ja um eine Katze. Also eigentlich eine tote Katze, aber deshalb sind sie doch nicht weniger wert? Also wenn du mich fragst..."
    "Kannst du das auch morgen machen?", unterbrach er den Redefluss seines Vaters und gähnte lautstark. Langsam war er doch noch Müde geworden.
    "Eigentlich..."
    "Du musst doch auch ausgeruht sein für das wichtige Zeug. und das läuft dir ja nicht weg..." Mondjunges rollte sich bereits in das Nest von Goldschnauze ein und kuschelte sich an deren weiches Bauchfell.
    Sein Vater schmunzelte. "So jung und schon so weise... Schlaf schön kleiner Krieger."
    KönnenMondjunges nuschelte auch noch einen Gutenacht-gruß ehe ihm ehe Augen vor Müdigkeit zu fielen.
    Als Mondjunges am nächsten Tag aufwachte, war Goldschnauze verschwunden. Der Teil vom Nest, wo sein Vater schlafen sollte, war kalt und unbenutzt.
    Vielleicht war Goldschnauze auch einfach nur bei Fuchsbrand, weil er dort besser schlafen konnte? Möglich wäre es…
    Also erhob sich Mondjunges aus seinem Nest und trat aus dem Kriegerbau.
    Ein älterer Krieger beobachtete ihn dabei und lachte. „Bist du so schnell gewachsen? Ich glaube nicht, dass du schon Krieger bist, oder?“
    „Natürlich nicht!“, entgegnete Mondjunges beschämt. „Hast du eigentlich Goldschnauze gesehen? Er war nicht in seinem Nest…“
    Der Krieger lachte und Mundgeruch schlug dem Jungen entgegen. „Dein Vater ist ein erwachsener Krieger. Dem passiert schon nichts!“
    Aus dem Augenwinkel sah er wie sich die Drillinge näherten. Mutlicht, Wolkenwind und Glutkralle, die momentan jüngsten Krieger im Clan. „hey, Mondjunges!“, grüßten sie ihn „Wir sollen auf dich aufpassen! Befehl von Fuchsbrand“
    Irgendwas war ihm nicht ganz geheuer. Demonstrativ sträubte sich sein Nackenfell.
    „Ach, sei nicht sauer! Dannach haben die beiden bestimmt genug Zeit um mit dir zu spielen oder so!“
    „Beide?“ Mondjunges horchte auf.
    „Goldschnauze ist auch da… also weg... ach vergiss es...“ Wolkenwind blickte verzweifelt ihre Brüder an. Doch die beiden schauten ebenso ratlos zurück.
    „Sollen wir dir eine Geschichte erzählen? Vielleicht die von der Mondscheinkämpferin?“, probiere Wolkenwind die Lage zu retten.
    „Gerne!„ Mondjunges vergaß seinen Zweifel so schnell wie er gekommen war. Für spannende Geschichten hatte er immer ein Ohr offen.
    „Gut, alles spielte sich ab vor gar nicht so vielen Monden…“, begann sie mit Erzählerstimme „Seelenjäger trieben damals vermehrt ihr Unwesen! Ihr Ziel war es Katzen aus dem Clan zu töten um so ihre Kräfte zu erlangen. Grausame Streuner ohne das Gesetz der Krieger geschweige den der Glaube an den Sternenclan! Kurz gefasst: erbarmungslose Mörder!“
    Mondjunges lief ein kalter Schauer über den Rücken, als die Kriegerin diese bösartigen Katzen beschrieb.
    „Doch dann“ Wolkenwind legte eine Pause ein und schaute tief in Mondjunges Augen „Kam die Mondscheinkämpferin! Wir Drei, damals noch Junge – ungefähr in deinem Alter – hatten uns heimlich aus dem Lager geschlichen und die Orientierung verloren…“
    „DU hast das! Ich wusste die ganze Zeit wo wir hin mussten…“, prahlte Mutlicht.
    „Die Diskussion hatten wir schon als Junge! Wir haben uns alle verlaufen! Klar? Es ist außerdem meine Geschichte, also erzähle ich sie so wie ich will.“
    Ihr Bruder murmelte etwas, was verdammt viel Ähnlichkeit hatte mit: „zickiges Stück Fuchsdung“, aber dann war auch er ruhig.
    „Wo war ich? Ach ja, Wir hatten alle keine Ahnung, wo wir waren und plötzlich hörten wir Kampfgeschrei! Neugierig wie wir waren schauten wir nach, woher die Geräusche kamen! Und weißt du was wir gesehen haben? Rubinauge, einer der bekanntesten Seelenjäger, rang mir ihr. Der Mondscheinkämpferin! Mit einem gewitzten Trick drückte sie ihn zu Boden. Klar und deutlich konnten wir ihre Worte hören:, Wenn du nicht noch dein anderes Auge verlieren willst, lässt du den magischen Clan und mich in Ruhe.‘
    Rubinauge hatte keine Chance und musste schließlich zustimmen! Wie ein feiger Hase haute er ab, sobald sie ihren Griff löste. Erbärmlich! Zumindest dachten wir uns, dass sie uns weiterhelfen könnte. Wir gingen auf sie zu…“
    Mutlicht täuschte einen Huster vor. „Ich“
    „…und sprachen sie an…“
    „Wieder ich!“
    „Und sie brachte uns zum Lager zurück! Dort erzählten wir allen von unser Begegnung! Im ersten Moment glaubte uns niemand, aber nachdem eine Patrouille beweisen konnte anhand von Duftspuren und Fellfetzten, dass wir die Wahrheit sagten, stand unsere neue Heldin fest.
    So ging es einen Mond lang weiter. Immer Nachts, wenn der Mond hoch am Himmel schien und Katzen wie du in ihren Nestern schlafen, verbreitet sie Frieden und kämpft gegen Seelenjäger!“
    Vor Staunen bekam Mondjunges ganz große Augen. Was für eine tolle Kätzin! „Gibt es sie immer noch? Kann man sie irgendwo treffen? Sie ist so cool!“
    Wolkenwinds Gesicht verdunkelte sich und auch ihre Stimmlage senkte sich. „Es wäre alles gut gewesen, hätte dein Vater nicht die selbe Idee gehabt sie zu treffen…
    Mit einem falschen Hilfruf lockte er sie zu sich und unsere Heldin kam wie immer bei einem Hilferuf. Zögerlich unterhielten sie sich. Die Mondscheinkämpferin witterte bereits die kommende Gefahr, aber trotzdem ging sie nicht. Sie verstanden sich richtig gut bis sie das Thema auf die Kätzeninnen in seinen Clan lenkte…“
    Mondjunges spürte die Spannung, die in der Luft auftauchte. „Und weiter?“, hauchte er fasziniert von der Geschichte.
    „Besonders wollte sie etwas wissen über eine Mondseele. Goldschnauze lachte darauf nur und versicherte ihr, dass besonders die nicht besser wäre als seine Heldin. Abschätzig zählte er allerlei schlechte Punkte über sie auf, die Hälfte davon erlogen.
    Doch Die rein weiße Kätzin zeigte eine… überraschende Reaktion auf das Ganze. Genauer genommen stürmte sie mit Tränen in den Augen davon in die Nacht und dein Vater hinterher.
    Was er nämlich nicht wusste war, dass Mondseele – die Katze ohne eine besondere Kraft vom Sternenclan, die von den meisten Kriegern verachtet wird - in Wahrheit doch eine Fähigkeit besaß… SIE war die Mondscheinkämpferin!“
    Eine andächtigde Stille herrschte in der Mondjunges die Geschichte förmlich in sich aufsaugte.
    „Mondseele war schon lange in deinen Vater verliebt, aber hatte als Mondseele nie eine Chance bei ihm.
    Doch als Mondscheinkämpferin hatte sie geglaubt alles könnte sie ändern. Auch wenn niemand etwas von ihrer geheimen Indentität wissen durfte…
    Zumindest folgte Goldschnauze ihr. Sie rannten schneller und schneller. Die Mondscheinkämpferin war zu zerstreut um auf den Weg zu achten und da passierte es. Sie übersah den Abhang und stürtzt hinab, zum Glück nur in eine Höhle, wo die Decke weggerutsch war bei einem Sturm. Dennoch war es hoch. Goldschnauze kam ihr zu hilfe, aber sie mussten fest stellen, dass ihr Bein verletzt war. Nein, es war tot. Sie konnte ihr Hinterbein nicht mehr bewegen!
    Das Morgengrauen färbte den Himmel orange und plötzlich befohl dir Mondscheinkämpferin ihn zu gehen. Sie wiederholte ihre Bitte mehrmals dringlich, aber dein Vater wollte nicht weichen. Also holte sie aus und schlug in K.O. Denn bei Sonnenlicht verzog sich ihre Verwandlung zu Mondseele zurück.
    Als Goldschnauze aufwachte war sie fort, aber die Spur noch frisch. Er folgte ihr und bemerkte wie sich der Geruch veränderte zu einem bekannteren… Da erkannte auch er die Wahrheit.
    Schließlich fand er sie ganz aufgelösst am Rand der verbotenen Schlucht. Wer dort fiel, konnte nicht auf ein behindertes Bein hoffen...
    Die Schlucht ging so weit runter, dass man das Ende nur sehen konnte, wenn man sich weit über den Rand beugte.
    Und genau da, am Rand, trohnte sie ganz erschöpft von all den vergossenen Tränen in der Gestalt als Mondseele.
    Erst wollte sie ihn nicht anhören, aber Goldschnauze überredete sie. Er erzählt wie Leid es ihm tat und flehte sie an doch weg zu gehen vom Klippenrand.
    Letztendlich fasste sie sich ein Herz und trat zurück von der Schlucht. Sie fiel ihm schluchzend – dieses Mal vor Freude – in die Pfoten. In dem Moment hätte es wunderschön sein können, wäre da nicht Rubinauge, ihr größter Feind.
    Er sprang auf sie zu und schubste sie hinab. Wegen ihrem Bein konnte Mondseele nicht Rechtzeitig ausweichen und fiel.
    Ein Schrei und dann war sie tot…
    Goldschnauze tötete als Rache den Mörder seiner geliebten, aber das brachte sie auch nicht zurück.
    Fuchsbrand half ihm seine Trauer zu überstehen und schenkte ihm neues Glück, wie dich!“, endete Wolkenwind.
    Mondjunges war zu perplex un zu ragieren.
    „Mund zu kleiner, es zieht!“, witzelte Wolkenwinds Bruder Mutlicht.
    „Guck, da sind schon deine Eltern! Dann können wir endlich jagen gehen!“ Die Drillinge verschwanden und ließen Mondjunges zurück, der die Geschichte erstmal verdauen musste.
    Goldschnauze entdeckte ihn und kam auf ihn zu. „Was guckst du so? Sehe ich komisch aus? Ich hatte nicht viel Schlaf…“
    „Wieso hast du mir nie von Mondseele erzählt?“

    4
    Kapitel 3

    "W-wir hielten es nicht für nötig sie zuerzählen... willst du sie vielleicht jetzt hören?"
    "Nein, danke. Das hat Wolkenwind schon getan. Wo bist du verschwunden? Und was ist mit deiner wichtigen Sache?", fragte Mondjunges. Aber die Geschichte der Mondscheinkämpferin ließ ihn nicht los.
    Sein Vater erwiderte irgendwas um die Frage zu umghen, doch Mondjunges hörte nicht wirklich zu. Stattdessen konzentrierte er sich voll un ganz auf dieses leise Säuseln.

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Kommentare (7)

autorenew

vor 155 Tagen flag
bitte weiter schreiben die Geschichte ist sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo schön
vor 688 Tagen flag
Yay! Eine Vorsetzung! :::)))))))))))))
vor 703 Tagen flag
Schreib weiter! sonst raste ich aus!!!!!!!!#!!!!!!!!!!!!
vor 758 Tagen flag
Bitte schreib weiter!! Bitte bitte ich liebe diese Geschichte 😃💚💚💙💙
vor 808 Tagen flag
Deine Geschichte ist echt gut! Bitte schreibe weiter!
vor 837 Tagen flag
Jaaa bitte eine Fortsetzung!!
vor 842 Tagen flag
Jeeey! Fortsetzung!