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Liebe auf den zweiten Blick // Draco Malfoy

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1 Kapitel - 4.405 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 1.723 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Eine Fanfiction zum Thema Harry Potter mit dem mysteriösen Jungen Draco Malfoy...
Diese Geschichte basiert in der Zeit von Harry Potter und es wird alles ähnlich ablaufen, nur an die Geschichte angepasst mit ein paar Änderungen. Außerdem bezieht sich die Fanfiktion auf die Bücher UND die Filme.

1
1. Kapitel

1. Jahr

Die Kälte von diesem Septembertag verleiht mir eine Gänsehaut. Obwohl es gerade mal Herbstanfang ist, fühlt es sich schon an wie Herbstende. Ich starre auf meine Koffer und warte auf den Hogwarts Express, der jeden Moment eintreffen wird. Es sind viele Leute hier, Kinder, die sich von ihren Eltern verabschieden, ihre Haustiere und natürlich Gepäck und anderes Zeug. „Livia! Komm her!“ Meine Mum ruft mich. Ach ja, mein Name ist Livia Hunter. Ich bin 11, fühle mich aber älter und warte jetzt auf den Zug, der mich in die Zauberschule bringen wird. Nun zurück zur Gegenwart. Ich gehe zu meiner Mutter, neben der auch mein Vater steht. Mein Bruder hat sich zu seinen Freunden gesellt. Er heißt Nick Hunter und ist Drittklässler. „Hast du alles? Hast du-“ Sie schnauft in ihr Taschentuch. „Hast du Joe?“ Joe kommt bei meinen Beinen hervor. Er ist ein schwarzer Kater, aber das komplette Gegenteil von einer Katze. Er ist faul, ein bisschen fett und gefräßig. Über den Gedanken schmunzle ich. „Ja, habe ich.“, antworte ich und schaue in die tränenverschmierten Augen meiner Mum. „Pass auf dich auf, Liebes. Hogwarts ist nicht ohne.“ Sie umarmt mich und ich bekomme keine Luft, sag aber nichts. Sie ist ein Muggel, nur mein Vater ist ein Zauberer. Er arbeitet im Ministerium. Er schaut gerade auf eine Taschenuhr. „Ich muss los, ich habe noch den Termin mit Mr. Grant.“ Er drückt mir einen Kuss auf die Stirn und verabschiedet sich, dann rennt er zurück zum Kings Cross. Der Hogwarts Express kommt an. Ich steige ein, winke meiner Mutter kurz zu, die wieder angefangen hat zu weinen und setze mich in ein leeres Abteil. Joe setzt sich neben mich und ist sofort wieder eingeschlafen. Typisch für diesen Fettsack. Nach ein paar Minuten, nachdem der Zug losgefahren ist, kommt ein straßenköterblondes Mädchen in mein Abteil. „Ist hier noch frei?“ Ich nicke und schaue wieder aus dem Fenster. Das Mädchen scheint sehr gesprächig zu sein, sie strahlt und schaut mich aufgeregt an. „Mein Name ist Isabella Jones. Aber alle nennen mich Bella.“ Ihre Stimme ist neugierig und relativ fröhlich. Ich drehe mich zu ihr, lächle kurz und sage: „Livia Hunter. Kurz Livi.“ Sie lächelt auch und dann herrscht Stille. Nach einer Weile kommt eine freundliche ältere Frau mit einem Süßigkeitenwagon zu unserem Abteil. „Süßes ihr Lieben?“ „Drei Schokofrösche und eine Hand voll Bertie Botts Bohnen bitte“, sagt Isabella. Ich nenn sie jetzt einfach Bella. Das ist kürzer. „Zwei Schokofrösche.“ Ich gebe der alten Dame ein paar Galleonen und bekomme die Frösche zurück. Sie geht weiter. „Cool, ich habe Circe, die hab ich noch nicht! Dann noch Morgana und... Professor Dumbledore... Von ihm hab ich schon vier... Was hast du?“, fragt sie mich. Ich nehme die Karten heraus. „Einmal Mungo Bonham und... Merlin.“ Ich lächle. So etwas hatten wir zu Hause nicht, unser Haus ist bis auf das Untergeschoss (die Zimmer meines Vaters) im Muggel-Style eingerichtet. „Probier das mal.“ Sie hält mir drei von den Bohnen hin. „Die sind voll eklig, aber lustig.“ Ich grinse und nehme sie. Eine probiere ich. Ich verziehe mein Gesicht. „Ihhh, das schmeckt nach Schimmel!“ Bella lacht. „Das haben die so an sich. Ich hatte mal eine, die hat nach Erbrochenem geschmeckt.“ Ich kichere und nehme die letzten zwei. „Einmal Schweiß und... Vanille.“ „Glück gehabt.“, lacht sie. Auf dem Rest der Fahrt erzählen wir noch ein bisschen und ich glaube ich habe meine erste Freundin gefunden.
Als wir alle aussteigen, wartet ein großer bärtiger Mann auf uns. Er ruft „Alle Erstklässler zu mir bitte!“. Mein Bruder winkt mir kurz grinsend zu und geht dann zu seinen Freunden. Ich gehe mit Bella zu dem großen bärtigen Typ. „Alle da? Nun, folgt mir bitte.“ Er dreht sich um. Und er ist außergewöhnlich groß. Ich schaue fragend zu Bella. „Das ist Rubeus Hagrid. Ein Halbriese. Er sei früher von der Schule geflogen, durfte dort aber noch weiterwohnen“ „Ach der, über den hat mir mein Vater erzählt.“, flüstere ich. Wir folgen Hagrid zu Booten, mit denen wir ans andere Ufer fahren. Jetzt kann ich auch das Schloss sehen. Es ist... unglaublich! So... schön und riesig... Ich könnte mich am liebsten fallen lassen.
Als wir viele Treppenstufen hochgelaufen sind, begrüßt uns eine Hexe mittleren Alters. Sie stellt sich als Minerva McGonagall vor und als Hauslehrerin von Gryffindor, einem der Häuser. Zudem gibt es noch Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin. Sie erklärt noch den Ablauf in den jetzigen Stunden und erzählt von der Schule. Plötzlich ruft ein kleiner Junge „Trevor!“ und stürzt nach vorne zu einer Kröte. Er hebt sie auf und geht schämend zurück in seine Reihe. „Der arme, das ist bestimmt peinlich für ihn“, flüstert Bella. Ich nicke zustimmend, ich sehe wie er sich vor Professor McGonagalls Blick fürchtet. Nachdem die Hexe ihre Rede gehalten hat, geht sie hinter ein großes Tor, was womöglich der Eingang zur großen Halle sein muss und käme bald wieder zurück. Der Rest wartet und tuschelt miteinander. Auf einmal tritt ein kleiner blonder Junge aus der Menge und stellt sich vor einen schwarzhaarigen. „...und ich bin Malfoy. Draco Malfoy.“ Ein rothaariger Junge neben dem Schwarzhaar fängt an zu kichern. Der Blonde dreht sich zu ihm. „Denkst wohl mein Name ist lustig, hm? Nach deinem muss ich ja wohl nicht fragen. Rotes Haar und billige Klamotten. Du kannst nur ein Weasley sein.“ Der Rotschopf guckt zu Boden, ich sehe dass er verletzt ist. „Idiot“, knurrt Bella. „Arroganter Prinz Charming.“, sage ich bitter und stimme Bella zu. Das reicht mir und ich trete vor. „Lass ihn doch. Vielleicht hat er billige Klamotten, aber dein Haar trieft über und über von Haargel. Das ist ekelhaft!“ Die Blondine schaut zu mir und kneift die Augen zusammen. „Wer bist du?“ „Ein Statist, der eigentlich nur zuhören wollte. Doch dann kamst du“, konterte ich. Bevor er etwas erwidern konnte, sagt der Schwarzhaarige: „Tut mir leid, aber ich denke ich werde mir meine Freunde selber suchen.“ Er guckt kurz zu mir und ich sehe Prinz Charmings Augen blitzen. Er möchte jetzt einen von uns anschreien, da kommen plötzlich etwa zwanzig Geister durch die Wand und ich höre manche schreien. Mein Herz klopft, aber die Geister sehen nicht so gruselig aus wie in den Filmen meiner Mum, sondern wie normale Menschen mit durchsichtiger perlweißer Haut. Sie schweben zwischen den Schülern herum und scheinen sich zu streiten. Ich sehe, wie ein fetter Mönch mit einem hochgewachsenem Mann in Strumpfhosen und Halskrause redet. „Vergeben und vergessen, würde ich sagen, wir sollten ihm eine zweite Chance geben.“ „Mein lieber Bruder, haben wir Peeves nicht alle Chancen gegeben, die ihm zustehen? Er bringt uns alle in Verruf, und du weißt, er ist nicht einmal ein echter Geist - ach du meine Güte, was macht ihr denn alle hier?“ Der Strumpfhosenprinz schaut zu den Schülern. Er redet mit ihnen und lächelt nebenbei, mehr kann ich aber nicht verstehen. Plötzlich kommt ein „Huii, hahaha!“ und über meinem Kopf fliegt ein kräftiger Mann mit... Blut... an seiner Kleidung vorbei. Er hält bei ein paar fremden Schülern und mustert unsere Ecke. „Neue Schüler, nicht wahr? Ich bin der bluhuhuhuhuuutige Baron. Wenn ihr Glück habt, sehen wir uns in Slytherin.“ Er zwinkert mir lächelnd zu und ich schmunzle. In dem Moment kommt Professor McGonagall zurück. „Verzieht euch jetzt“, faucht sie. „Die Einführungsfeier beginnt. Und ihr stellt euch der Reihe nach auf und folgt mir.“ Ich stelle mich hinter Bella, ich merke, wie Prinz Charming sich widerwillig hinter mich drängelt. „Pass doch auf“, zische ich, als er mir in die Hacken tritt. „Ich habe sie nur aus Versehen BERÜHRT, Madam.“, knurrt er und ich ignoriere ihn jetzt lieber. Im Gänsemarsch laufen wir in die große Halle. Sie ist riesig und wunderschön geschmückt. Ich schaue mich strahlend um. Abertausende von Kerzen leuchten, über den vier langen Tischen schwebend. Vor den Tischen steht eine lange Tafel mit hohen Stühlen dran. Das ist der Lehrertisch. Die Tische sind mit schimmernden Goldtellern und -kelchen gedeckt. Professor McGonagall führt die Erstklässler zum Lehrertisch, wo schon ein Stuhl steht. Vorne angekommen drehen wir uns zu den vier Tischen, wo alle anderen Schüler sitzen. Hunderte von Gesichtern starren uns an und sehen aus wie fahle Laternen im flackernden Kerzenlicht. Die Geister, zwischen den Schülern verstreut, glänzen dunstig silbern. Da ich nicht so im Mittelpunkt stehen will, wende ich den Blick ab und gähne kurz. Durch meine brünetten Haare bin ich auch nicht so auffallend wie der Rotschopf von vorhin und Prinz Charming, dessen Name ich immer noch nicht weiß. Professor McGonagall kommt auf einmal schweigend mit einem Spitzhut wieder, den sie auf den Stuhl setzt. Es ist ein verschlissener, hier und da geflickter und ziemlich schmutziger Hut. Alle Augen sind auf ihn gerichtet und einen Moment lang herrscht vollkommenes Schweigen. Plötzlich beginnt der Hut zu wackeln und ein Riss nahe der Krempe tut sich auf, so weit wie ein Mund, und der Spitzhut beginnt zu singen:

Ihr denkt, ich bin ein alter Hut,
mein Aussehen ist auch gar nicht gut.
Dafür bin ich der schlauste aller Hüte,
und ist‘s nicht wahr, so fress ich mich, du meine Güte!
Alle Zylinder und schicken Kappen
sind gegen mich doch nur Jammerlappen!
Ich weiß in Hogwarts am besten Bescheid
und bin für jeden Schädel bereit.
Setzt mich nur auf, ich sag euch genau, wohin ihr gehört - denn ich bin schlau.
Vielleicht seid ihr Gryffindors, sagt euer alter Hut,
denn dort regieren, wie man weiß, Tapferkeit und Mut.
In Hufflepuff dagegen ist man gerecht und treu,
man hilft dem andern, wo man kann, und hat vor Arbeit keine Scheu.
Bist du geschwind im Denken, gelehrsam auch und weise,
dann machst du dich nach Ravenclaw, so wett ich, auf die Reise.
In Slytherin weiß man noch List und Tücke zu verbinden,
doch dafür wirst du hier noch echte Freunde finden.
Nun lis, so setzt mich auf, nur Mut,
habt nur Vertrauen zum sprechenden Hut!

Als der Hut sein Lied beendet hat, bricht in der Halle ein Beifallssturm los. Er verneigt sich vor jeden der vier Tische und verstummt dann. Professor McGonagall tritt vor, in den Händen eine lange Pergamentrolle. „Wenn ich euch aufrufe, setzt ihr den Hut auf und nehmt auf dem Stuhl Platz, damit euer Haus bestimmt werden kann“, sagt sie. „Abbott, Hannah!“ Ein Mädchen mit rosa Gesicht und blonden Zöpfen stolpert aus der Reihe der Neuen hervor, setzt den Hut auf, der ihr sogleich über die Augen rutscht, und lässt sich auf dem Stuhl nieder. Einen Moment lang geschieht nichts - „HUFFLEPUFF!“, ruft der Hut. Noch ein paar weitere Schüler kommen dran, ich höre allerdings nicht zu. Ich werde erst hellhörig, als Blondinen-Prinz-Charming nach vorne stolziert, beim Namen Draco Malfoy. Kaum hat er den Hut aufgesetzt, ruft er schon „SLYTHERIN!“ und der Slytherin-Tisch jubelt. Er setzt sich zu ihnen. Dann erwähnt man noch weitere Namen und dann kommt „Jones, Isabella!“ Sie setzt den Hut auf und er bleibt dann auch erstmal auf ihrem Kopf. „RAVENCLAW!“, ruft der sprechende Hut. Ich klatsche und lächle ihr zu, sie setzt sich neben einen Jungen. Schließlich komme ich dran. „Hunter, Livia!“, ruft Professor McGonagall. Ich nehme ihr den Hut ab, setze ihn mir auf den Kopf und setze mich auf den Stuhl. Ich glaube, ich sehe Draco Malfoy - jetzt weiß ich den Namen -, wie er bissig zu mir schaut. „SLYTHERIN!“, schreit der Hut und der Tisch ganz rechts klatscht - bis auf Malfoy. Idiot. Bella lächelt mir schief zu und klatscht ein bisschen, ich glaube sie ist etwas enttäuscht darüber, dass wir nicht im selben Haus sind. Ich auch. Jetzt gehe ich aber zum Slytherin-Tisch und muss mürrisch feststellen, dass kein Platz mehr frei. Außer neben einem riesigen Prügler und Draco Malfoy. Also setze ich mich lieber zur Blondine, als neben einem Schläger. Ich sehe, wie er das Gesicht zornig verzieht und ich erwidere den Blick genauso kalt. Ohne ein Wort setze ich mich neben ihn. Nach ein paar Schülern kommt dann auch Harry Potter dran. Manche tuscheln, was ich auch verstehen kann... Er ist DER Junge... Potter geht nach Gryffindor und kriegt den größten Beifall. Ich blicke stumm auf den goldenen Teller vor mir und hoffe, dass die Zeremonie jetzt schnell vorbeigeht. Auch wenn Prinz Charming mich mit angewiderten Blicken durchbohrt, ignoriere ich ihn. Es bringt jetzt nichts zu streiten. Während die letzten Schüler aufgerufen werden, mustere ich die Lehrer an der großen Lehrertafel. Auf einem großen goldenen Stuhl sitzt Dumbledore, einer der größten Hexer die es je gegeben hat. Ich bewundere ihn, er ist weise, freundlich und humorvoll. Weiter links sehe ich einen kleinen Mann, womöglich Professor Flitwick, dann den Halbriesen Hagrid, einen Mann mit purpurroten Turban und einen schwarzhaarigen vampirartigen Lehrer. Professor Snape. Mein absofortiger Hauslehrer. Rechts von Dumbledore erkenne ich eine kleine dicke Frau, Professor Sprout und eine Dame mit gelben Augen, Madam Hooch. Natürlich noch andere Lehrer die ich jetzt aufzählen könnte, aber das mach ich jetzt nicht, weil Professor McGonagall gerade fertiggeworden ist. Sie rollt die Pergamentrolle zusammen und bringt den sprechenden Hut weg. Jetzt steht Dumbledore auf und blickt mit einem strahlenden Lächeln in die Runde. „Willkommen! Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts! Bevor wir mit unserem Bankett beginnen, möchte ich ein paar Worte sagen. Und hier sind sie: Schwachkopf! Schwabbelspeck! Krimskrams! Quiek! Danke sehr!“ Manche Schüler kichern, ich schmunzle. Neben mir flüstert Malfoy zwei Jungen namens Crabbe und Goyle etwas zu, wenn ich genau hinhöre sind es Beleidigungen gegenüber Dumbledore. Dieser nimmt wieder Platz und alle fangen an zu klatschen und zu jubeln. „So ein Idiot! In eine Anstalt sollte man ihn stecken!“, faucht die Blondine. „Da können sie dich ja auch gleich mitnehmen. Plätze haben sie noch frei.“, kontere ich. Ich nehme mir ein Brathähnchen und lächle ihn an. Dracos blasses Gesicht wird leicht rosa und ich glaube er könnte jeden Moment anfangen, mit den Pommes zu schmeißen. Stattdessen gibt er es auf und isst ein Schweinekotelett. Plötzlich kommt ein Schatten von oben. „Willkommen in meinem Haus! Ich wusste doch, dass ihr zu mir kommt!“ Der blutige Baron. Ich grinse und sehe ihm zu, wie er über den Tisch fliegt. Ein Mädchen mit braunen Haaren schreit kurz auf, als er über ihren Teller schwebt. Pansy Parkinson, soweit ich mich an ihre Hutzeremonie erinnern kann. Ich nehme mir noch einen Apfel und ein Glas Wasser und verbringe die nächsten Minuten mit essen. Auf einmal ertönt wieder Dumbledores Stimme: „Ähm - jetzt, da wir alle gefüttert und gewässert sind, nur noch ein paar Worte. Ich habe ein paar Mitteilungen zum Schuljahresbeginn. Die Erstklässler sollten beachten, dass der Wald auf unseren Ländereien für alle Schüler verboten ist. Und einigen von den älteren Schülern möchte ich nahe legen, sich daran zu erinnern.“ Seine Augen blitzen zu zwei rothaarigen Zwillingen am Gryffindor-Tisch. „Außerdem hat Mr. Filch, der Hausmeister, gebeten, euch daran zu erinnern, dass in den Pausen auf den Gängen nicht gezaubert werden darf. Die Quidditch-Auswahl findet in der zweiten Woche des Schuljahrs statt. Alle, die gerne in den Hausmannschaften spielen wollen, mögen sich an Madam Hooch wenden. Und schließlich muss ich euch mitteilen, dass in diesem Jahr das Betreten des Korridors im dritten Stock, der in den rechten Flügel führt, allen verboten ist, die nicht einen sehr schmerzhaften Tod sterben wollen.“ Ein Schauder läuft mir über den Rücken. Aber jetzt werde ich neugierig. Wodurch sterben?, frage ich mich. „Und nun, bevor wir zu Bett gehen, singen wir die Schulhymne!“, rief Dumbledore. „Jeder nach seiner Lieblingsmelodie. Los geht‘s!“

Hogwarts, Hogwarts, warzenschweiniges Hogwarts,
bring uns was Schönes bei,
Ob alr und kahl oder jung und albern,
wir sehnen uns Wissen herbei.
Denn noch sind unsre Köpfe leer,
voll Luft und voll toter Fliegen,
wir wollen nun alles erlernen,
was du uns bisher hast verschwiegen.
Gib dein Bestes - wir können‘s gebrauchen,
unsere Köpfe, sie sollen rauchen!

Ich hasse es zu singen, aber das ist lustig. Eine Schulhymne für eine Zauberschule. Draco beschwert sich darüber, aber ich höre ihm nicht zu. „Und nun in die Betten!“, ruft Dumbledore. Alle stehen auf und folgen den Vertrauensschülern. Die Slytherins folgen einem schwarzhaarigen - in die Kerker... Na toll... Jetzt werden wir wohl wie im Gefängnis leben, oder? Naja, ich sehe wie die Hufflepuffs auch in die Kerker gehen. Also doch nicht so schlimm. Ich laufe mit müden Beinen zu einer großen Tür, die der Eingang zum Slytherin-Gemeinschaftsraum sein muss. Alle gehen hinein. Der Vertrauensschüler zeigt den Mädchen den Weg durch die Tür, die in ihren Schlafsaal führt, und geleitet die Jungen in ihren. Das Mädchen von vorhin, Pansy, schlängelt sich zu mir. Nebeneinander gehen wir in den Schlafsaal der Mädchen. Angekommen sehen wir unsere Betten - mehrere Himmelbetten, die mit giftgrünen samtenen Vorhängen verkleidet sind. Unsere Koffer sind schon hochgebracht worden. „Wie bei Prinzessinnen“, murmelt Pansy. „Hm, könnte passen. Meine Mum nennt mich manchmal Prinzessin“, sage ich über mich selbst lustig machend und lasse mich in ein Bett an der Wand fallen. Die Kissen sind sehr weich, ich könnte den ganzen Tag hier drin liegen. „Ohje, du arme“, lacht Pansy. Ich lächle und ziehe meinen Pyjama an. Joe springt zu mir auf‘s Bett und fängt an zu schnurren. Ich kraule ihn am Nacken und gehe dann unter die Decke. Nach kurzer Zeit schlafe ich ein, ich bin todmüde.

Am nächsten Morgen wache ich müde auf. Heute haben wir mehrere mir neue Fächer, darunter Zaubertränke mit Professor Snape. Da er ein Griesgram sein soll, wird das wahrscheinlich mein Hassfach. Ich gähne und stehe verschlafen auf. Meine Haare sind verwuschelt und ich strecke mich. Meinen Umhang hatte ich schon den Abend davor rausgelegt. Jetzt ziehe ich mich um und werde dabei wacher. Zähneputzen? Gibt‘s hier nicht. Komischerweise kennt man das hier nicht, aber die Zähne bleiben immer sauber... Ich putze am besten auch nicht meine Zähne, wäre sonst zu auffällig. Jetzt renne ich los, ich möchte nicht zu spät zum Unterricht kommen. Heute haben wir mit den Gryffindors Zaubertränke. Das heißt, ich kann auch Harry Potter sehen...

Nach ein paar Fächern und einigen Stunden laufe ich zurück in die Kerker. Tolle Atmosphäre, das sagt ja schon voraus, dass der Unterricht großartig wird! Im Klassenzimmer angekommen, schaue ich mich um. In Essig eingelegte Tiere schwimmen in an den Wänden aufgereihten Gläsern herum. Ich glaube mir kommt mein Frühstück hoch... Igitt... Aber ich werde mich drangewöhnen müssen. Bella habe ich übrigens noch nicht gesehen... Ich wünschte, sie würde auch in Slytherin sein... Oder ich in Ravenclaw. Jedenfalls wir beide zusammen. Ich setze mich neben eine brünette Gryffindor. Sie lächelt mir kurz gequält zu, ich weiß was sie denkt. Wie die anderen Lehrer beginnt Snape die Stunde mit der Verlesung der Namensliste. Bei dem Namen von Potter hält er an. „Ah ja. Harry Potter. Unsere neue „Berühmtheit“.“ Haargel-Draco kichert, seine neuen Freunde Crabbe und Goyle stimmen ein hinter vorgehaltenen Händen. Ich werfe ihnen einen böse Blick zu. Währenddessen ruft Snape die restlichen Namen auf und richtet dann den Blick auf die Klasse. Seine Augen sind tiefschwarz, das ist beinahe gruselig, vor allem, da sie keine Emotionen zeigen. Sie sind kalt und leer, wie ein Stein. „Ihr seid hier, um die schwierige Wissenschaft und exakte Kunst der Zaubertrankbrauerei zu lernen.“ Seine Stimme ist leise und ölig und ich würde am Liebsten schreien: ‚Reden Sie lauter wenn sie wollen, dass wir alles richtig machen!‘, doch bei dem Satz würde ich mein Leben riskieren. Jeder ist still und alle schauen schweigend geradeaus. Dann erzählt er weiter und für diese Unhöflichkeit in den Sätzen müsste man ihn eigentlich von der Schule werfen! Wir sind auch nur Menschen und keine Fliegen! Ich merke, wie das Mädchen neben mir brodelt. Sie möchte unbedingt zeigen, dass sie kein Dummkopf ist. Hermione Granger ist ihr Name, das habe ich bei der Namenaufzählung gehört. „Potter!“, ruft Snape plötzlich. „Was bekomme ich, wenn ich einem Wermutaufguss geriebene Affodillwurzel hinzufüge?“ Harry sieht hilflos zu seinem Rotschopf-Nachbarn, der genauso verdutzt aussieht. Plötzlich schießt Hermiones Hand nach oben. Oh Gott, nein, ich sitze neben einer Streberin... „Ich weiß es nicht, Sir“, murmelt Potter. Snape lächelt genüsslich. Dieser macht sich auch noch über Harry lustig. Hermione ignoriert er. „Nochmal. Wo würdest du suchen, wenn du mir einen Bezoar beschaffen müsstest?“ Wieder einmal schießt der Arm der wuschelhaarigen Streberin nach oben. Ich wende den Blick ab und schaue zu Draco, Crabbe und Goyle. Sie lachen hämisch. Fettärsche. Dummköpfe. Die Antwort ist ein „Ich weiß es nicht.“ Tja, Potter. Tut mir leid für dich. Snape ist ein harter Mann. Das geht jetzt eine Weile so weiter, währenddessen zeichne ich auf meiner Pergamentrolle einen Hippogreif. Ich will ja nicht arrogant oder so klingen, aber den hab ich ziemlich gut getroffen. Wenn man die Augen nicht beachtet. Jaja, die guten alten Augen, wer kann die schon perfekt zeichnen? Ach genau, während ich das jetzt erzählt habe, sind zwei drei Minuten vergangen. Gryffindor wurde ein Punkt abgezogen. Ich verkneife mir ein Kichern. Ach, da jetzt nur langweilige Gruppenarbeit kommt, bei der natürlich etwas schiefgeht, und Gryffindor noch ein Punkt abgezogen wird, sowie die Stunden danach auch nichts spannendes passiert, spule ich etwas vor. Ich treffe mich nämlich mit Bella, zum Glück.

Der Baum, an dem ich im Innenhof stehe, ist eine Buche, das fällt mir gerade auf. An der Struktur der Rinde. Vielleicht habe ich auch zu große Langeweile und sollte mich auf andere Dinge konzentrieren, wie zum Beispiel, darauf, dass Bella kommt. Ihr Gang ist gemächlich und doch ein wenig schnell, als müsste sie mir unbedingt etwas mitteilen. „Was gibt‘s?“, frage ich freundlich als sie ankommt. „Wie war dein Tag?“ „Wundervoll! Wir hatten gerade Flugstunden mit Madam Hooch! Aber ich wollte dir noch was anderes sagen...“ Sie platzt fast vor Aufregung, das sieht man ihr jetzt schon an. An dem roten Kopf, den strahlenden Augen und den dicken Wangen, oder Backen, das trifft momentan eher zu. Ich schmunzle, sie sieht sehr süß aus. „Schieß los.“, fordere ich, ich verberge meine Neugier, bin aber auf ihre Nachricht gespannt wie eine Stromleitung. „Du wirst es nicht verstehen, aber... Da ist dieser Junge...!“ Falsch, Bella, ich verstehe dich. Sogar sehr gut, nennt mich international anerkannte Expertin in Sachen Jungs! „Wie heißt er!“, frage ich energisch. „Liam Miller!“, quiek- nein, kreischt sie. Zum Glück kann uns niemand hören, wir sind alleine im Hof. „Ein Kanadier also, soso.“ Ich grinse verschwörerisch. „Den angelst du dir, meine Liebe!“ „Naja, ich versuch‘ es...“ Sie strahlt. „Weißt du, er ist im dritten Jahrgang und spielt in der Ravenclaw-Quidditchmannschaft. Er hat mir beim Besenputzen geholfen und bei einer Fassrolle. Sein Lächeln, naww, davon werde ich noch träumen!“ Jetzt träumt sie auch schon, ich sehe es an ihren Augen an. Und ich freue mich für sie, demnächst werde ich wohl auf Verkupplungstour gehen in Sachen Belliam... Hrhr, jetzt werde ich den Kerl erstmal aufsuchen und da kommt mir mein Bruder gerade recht. Dritter Jahrgang, beliebt in allen Häusern. Perfekt, sicher ist er mit diesem Hottie befreundet und- „Oh, weißt du...“ Bella reißt mich aus meinen teuflischen Plänen. „Ich habe meiner Eule Hermes versprochen, dass ich ihm frische Mäuse besorge... Das muss ich jetzt noch machen, wir sehen uns!“ Kaum habe ich Luft geholt, winkt sie mir ein letztes Mal zu und sprintet zum Tor, das nach drinnen führt. So, nun stehe ich alleine hier im Innenhof. Soll ich weiter Pläne schmieden, oder auch reingehen? Vielleicht treffe ich ja Pansy und sie erzählt mir von den Geschichten vor ihrer Hogwartszeit. Ja, ich nehme eher letzteres und gehe nach drinnen, langsam wird es kühler, es ist Herbst und Spätnachmittag. Doch mehr als drei Schritte komme ich nicht, ich höre auf der Buche hinter mir ein „Jetzt!“, eine deutliche Jungsstimme, und schon wird mir schwarz vor Augen. Ich falle zu Boden und das letzte was ich vernehme, sind ein Lachen und ein „Racheplan wird fortgesetzt.“

FORTSETZUNG FOLGT!

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Kommentare (5)

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vor 160 Tagen
schreib unbedingt weiter🤩🙏🏼
vor 160 Tagen
Omg schreib uuuuunbedingt weiter die story ist ja soooo toll😍😍😍
vor 361 Tagen
Schreibe Bitte Unbedingt weiter die Geschichte weiter! Ich habe noch einpaar Vorschläge: Vielleicht kan Livia ins Quidditch-Team kommen und Bella auch und dann müssen sie gegeneinander Spielen und dann irgendwann bei einem Quidditch-Spiel kann ja sein das Livia von einem Klatscher getroffen wird und Draco (Der ja auch Quidditch spielt sie dann aufängt und Livia dann vielleicht einfach nur:" Danke!" Sagt und man Draco ein bisschen ansieht das er enttäuscht ist und sich am Ende Rausstellt das Draco schon eine längere Zeit in Livia verliebt ist und das Bella dann mit diesem Liam Miller zusammen kommt und dann sich von Livia abwendet weil Liam ihr diese Geschichte mit dem Slytherins werden immer böse erzählt hat und Livia deshalb so gut wie niemand hat und Pansy wird zu dieser Pansy die wir alle kennen und hassen mit Einschleimen hoch Zehn und Dracciipoo hier und dort und Livia einfach nur mit Draco reden will um sich nochmal zu bedanken weil er ihr Leben gerettet hat aber dann ist wieder Pansy da und Sie kann nicht mit ihm Reden und Draco sie versucht zu ignorieren, also Pansy aber Livia fühlt sich ignoriert aber Draco möchte sich bei ihr entschuldigen das er so abweisend war und sie nicht mit ihm Reden lassen hat deshalb wirft er ihr ein Zettel zu um sich mit ihr zutreffen aber Livia kommt nicht aber Draco geht dann von diesem Ort nicht weg in der Hoffnung das Livia doch kommt, im Endeffekt kommt Livia noch weil Pansy das Mopsgesicht (Wie Livia sie nennt) Schnarcht wie ein Wildschwein und im Schlaf von Draco schwärmt und Livia dann unabsichtlich zudiesem Ort geht wo Draco sich mit ihr Treffen wollte aber Draco war eingepennt und Livia bemerkt ihn nicht und plötzlich bewegt er sich und wacht auf und Livia erschrickt sich Mega und dann reden die Beiden sich aus und wer weiß was noch passiert;) Das war meine Idee hoffe du kannst damit etwas anfangen den deine Geschicht ist toll (Und bei dem: 'Wer weiß was noch passiert;) Nicht so krass übertreiben mit euren gedanken! Ein Kuss würde reichen!;)) Wenn dir mein Vorschlag gefällt dann würde ich mich Freuen wenn du ganz am Ende Eventuell mich grüßen und dich bedanken könntest (Also nur wenn dir mein Vorschlag gefällt! Will dich jetzt nicht zwingen!) Denn ich würde selber gerne Fan Fiktions schreiben aber kann es nicht, Leider... Auf jeden Fall toll geschrieben!
Und LG Emy Malfoy
vor 506 Tagen
Schreib bitte weiter die ff ist so geil
vor 507 Tagen
Schreib bitte weiter das ist so cool und spannend 😍😍
LG Draca 🐍❤️