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1 Kapitel - 3.042 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 307 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

[Spoiler für die richtigen FFs! Bitte einfach diesen FF ignorieren!]

    1

    Der Fluch vom dunklen blut

    Prolog [Unbekannt]

    Tränen liefen in Strömen über ihr Gesicht während sie durch das Dickicht des Eichenwalds stürmte. Dabei achtete sie immer nur im Schatten der Bäume zu laufen um ihre entstellte Gesichtshälfte zu verdecken. Sie bekam einfach nicht mehr das Bild aus dem Kopf, als sie den Heilerbau verlassen hatte und sie alle anstarrten. -zumindest im ersten Augenblick. Die meisten probierten ihr Unbehagen oder kichern, ja wirklich sowas wie „Schadenfreude“, weitgehend zu verbergen, aber trotzdem hatte sie es gemerkt. Das leise flüstern der Königinnen hatte sie natürlich auch gehört und sie hatten keine Ahnung wie verletzend es gewesen war für sie: „Die wird noch im Heilerbau eine Spinne in den Mund krabbeln und daran ersticken! Dieser Tollpatsch mit dem Murks-gesicht schafft es echt immer wieder!“. Sie war nie eine Schönheit gewesen, aber seit dem Unfall, war sie das Gespött vom ganzen Clan. Es war nicht Mal ein heldenhafter Unfall gewesen, nein! Es war einfach nur… total peinlich! Seit ein paar Tagen redete auch Mohnklaue, ihr Gefährte mit dem wunderbaren rot gesprenkelten Pelz, nicht mehr mit ihr. Die Kätzin hatte schon oft probiert ihn abzupassen, aber er wich ihr immer aus und nuschelte schnell etwas wie „muss zur Patrouille!“ oder „hab‘ keine Zeit im Moment!“
    Es war zu offensichtlich wie er sich von ihr ausgrenzte und das machte sie auch so traurig.
    Die Kätzin zügelte ihr Tempo als sie endlich den See erblickte. Er glänzte in der heißen Mittagssonne, während rote frischblühende Seerosen ihn schmückten. Der See war so ein schöner Ort, doch der Grund weswegen sie hier war das komplette Gegenteil, traurig und bitter.
    Sie ließ sich am Ufer nieder. Die Tränen kullerten weiter über ihre Wange und verschmolzen beim Aufkommen auf dem See.
    „Vielleicht…“, murmelte sie während sie den Blick in die Ferne gerichtete hatte. „...find ich ja im SternenClan endlich Frieden…“
    Sie wollte schon ins Wasser steigen um sich ein letztes Mal von der Kälte des Sees erfassen zu lassen, als sie etwas bemerkte…
    Beim rüber Beugen über die Wasseroberfläche, sah sie eine komplett andere Kätzin, die nicht sie war. Die Katze im Wasser hatte ein perfektes weißes Fell, das glatt am Körper anlag und wie die Sterne am Himmel strahlte. Ihr Gesicht war vollkommen und narbenlos. Die Augen blitzten unnormal blau wie man es noch nie gesehen hatte. Das Fell bot den perfekten überlauf zu einer rosanen Stubsnase und selbst die wirkte perfekt. Als die Katze zu lächeln begann, fühlte sie etwas Vertrautes, Schönes und… Friedliches, als kenne sie diese Katze im Wasser seit ihrer Geburt.
    „Wer bist du?“, fragte die Kätzin am Ufer leise, wobei es ihr etwas komisch vorkam mit einem Spiegelbild zu reden, was wahrscheinlich eh nur ihre Einbildung war.
    Keine Antwort. Wie den auch?
    „Wieso bist du so… perfekt?“, fragte sie noch einmal, wobei man ein Zittern in der Stimme wahr nehmen konnte.
    Noch während sie es fragte, musste sie instinktiv an sich selber runter schauen. Im Gegensatz zu der fremden See-Katze war ihr Fell weder rein weiß noch in irgendeiner Form schön. Verklebt stand es vom Körper ab und hatte schon einen leicht strengen Geruch nach Borretsch und Kerbel. Laut ihrer Mutter war die Farbe, die ihren Pelz beschrieb „Waldboden-farbend, wild und frei“. Doch sie nannte es eher: „Matsch-Pfütze, Schmutzig und Dreckig“ zum Missfallen ihrer Mutter, die es ihr immer ausreden wollte.
    Die krummen Krallen unterstützte das Weltbild von ihrer Matschpfütze auch noch. Es waren die „spitzen Kiesel“, die vom Regen stumpf gewaschen wurden und fehl am Platz wirken.
    Auch ihre Augen waren vielleicht nicht besonders hübsch, aber recht akzeptabel, zumindest das eine… Es leuchte gelb-grün mit ein paar Farbtupfern. Das erinnerte sie an die Mondbeschienen Nächte mit Mohnklaue. Er sagte einmal es wären Smaragde mit einem individuellen Stil, den nur sie hatte. Damals hatte sie es ihm sogar geglaubt und wäre von Freude errötet, aber nun fühlte sich die Komplimente so gelogen an. Im großem und ganze, hätte sie ganz nett aussehen könne mit gepflegteren Fell und nicht so krummen Krallen, aber die Blamage hatte alles verdorben- ihren Ruf und ihr Aussehen. Vor Scham hatte sie sich drei Sonnenuntergänge nicht aus dem bau getraut bis die Heilerin sie endlich ermutigen konnte. Auch die Narbe war nicht schön an zu sehen. Dort, wo das Auge sein sollte, war nur nackte Haut und eine langer dunkelroter Schlitz.
    „Ich bin du…“, antworte die See-Katze zu ihrer Überraschung nach einer kurzen Pause.
    „Das geht nicht, weil…“
    „…ich so anders aussehe?“, beendete die See-Katze den Satz. „Ich habe mich wohl falsch ausgedrückt, das könntest du sein, wenn du meinem Rat folgst.“
    Die entstellte Kätzin am Ufer erkannte ihre Chance! Ohne groß drüber nach zu denken, was es für Konsequenzen haben könnte, willigte sie rasch ein. „Ja, mach ich! Egal, was ich tun soll! Ich will nur aus diesem Körper raus samt dem Ruf und als andere Kätzin Mohnklaue zurückerobern!“
    „Willst du nicht erst die Bedienung hören?“, prüfte die Wasserkatze.
    „Nein, ich will es wirklich!“, beteuerte sie wieder. Ihr Interesse war geweckt an der mysteriösen Katze und dem, was sie versprach. „Ich will auch perfekt sein…“
    Die schöne See-Katze beäugte sie kurz um sich ganz von ihr überzeugen zu lassen ehe sie langsam den Mund öffnete um die Bedienung zu sagen.
    Selbst ihre Zähne sind schneidend weiß und spitz…
    „Okay, für diese „Verwandlung“ musst du…“


    Die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne fielen sanft durch die Zweige des Schülerbaus und ließen Glutpfote erwachen.
    Er streckte sich einmal und gähnte ausgiebig bis er langsam aufstand und aus dem Bau trottete. Der Himmel glühte im Morgenrot und nur vereinzelte Wolken zierten ihn.
    Als Glutpfote sich im Lager des Lichtclans umsah, entdeckte er, dass er nicht der einzige war, der zu dieser frühen Stunde schon wach war. Ein Schatten saß am Ufer vom Fluss, dessen Wasser den rot-orangen Himmel wieder spiegelte. Sehnsüchtig blickte der Kater in die Ferne, als wäre dort etwas, was er unbedingt besitzen wollte.
    Glutpfote trabt gemächlich auf ihn zu. Beim Näherkommen erkannte er, dass der Kater sein Bruder Felsenpfote war.
    „Na, auch schon wach?“, fragte Glutpfote während er sich zu ihm gesellte.
    Felsenpfote fuhr kurz zusammen. „ja… ja…“ Selbst beim reden starrte er immer noch in die gleiche Richtung mit dem gleichen Blick.
    „Bedrückt dich was?“ Sorge spiegelte sich in Glutpfotes Augen wieder. Sein Bruder war heute irgendwie so… abwesend.
    „Nein, alles bestens.“, antwortete dieser zögerlich nach einer kleinen Pause.
    Glutpfote knuffte ihn brüderlich in die Seite. „Ach, mach mir nichts vor! Wir sind Brüder, wir haben keine Geheimnisse voreinander! Also rück endlich raus damit! Wieso sitzt du da wie ein ausgehungertes Junge, das ein Stück Frischbeute angafft?“
    Felsenpfotes Schnurrhaare zuckten leicht und er gab nach. „Na gut, da ist schon etwas…“
    Er sprach nur sehr leise, sodass Glutpfote sich anstrengen musste ihn zu verstehen.
    „Nun ja, du kennst ja Wolkenpfote…“ Felsenpfote vergewisserte sich kurz, dass niemand außer ihnen beiden mithörte und flüsterte dann leise: „Ich will sie fragen, ob sie meine Gefährtin sein will!“
    Glutpfote war zu verdutzt um zu antworten, also starrte er ihn nur mit offenen Mund an. Er wollte seine Wolkenpfote fragen, ob sie Gefährten sein wollten?
    „Oh, ähm… ja, ich weiß… schlechte Idee, ich sollte es lassen!“, schob Felsenpfote hastig hinterher, als er seinen entsetzten Gesichtsausdruck sah. Traurig senkte Felsenpfote den Kopf und drehte sich weg von ihm.
    Endlich gelang es Glutpfote wieder zu reden. „N-nein, Frag sie! Ich habe nur gerade darüber nachgedacht wie froh sie wohl sein würde, weil… äh… sie dich meiner Meinung nach auch mag, weil… äh, ja… mir das erzählt hat?“, probierte Glutpfote sich aus dieser misslichen Lage zu retten.
    Doch gleich danach bereute er es. Statt ihn davon ab zu halten die Kätzin, die er auch liebte, nach einem Gefährten-dasein zu fragen ermunterte er ihn sogar noch mit dieser kleinen Lüge.
    Felsenpfote schoss herum. Auf seinem Gesicht strahlte ein breites Lächeln. „Wirklich? Ich wusste es! Wir sind füreinander bestimmt! Und das hat sie genauso gesagt?“
    „ja, klar…“
    Felsenpfote konnte sein Glück kaum fassen und sein Schnurren war in Glutpfotes Ohren fast so laut wie Donnergrollen!
    Triumphierend stand der graue Kater auf und ging mit geschwollener Brust zum Schülerbau. Freudig blitzten seine Augen und es schmerzte sich vorzustellen wie Traurig er sein würde, wenn sie ihn ablehnte, was sie auf jeden Fall tat…
    Wahrscheinlich wusste die bezaubernde weiße Kätzin nicht Mal, das Felsenpfote existiert. Neid nagte an dem feuerroten Schüler,
    „Felsenpfote, warte kurz!“, rief Glutpfote hinter ihm her.
    Dieser stoppte auf halbem Weg. „ja, was ist?“
    Noch hatte er die Chance seine Lüge zu gestehen und einen tottraurigen oder gar wütenden Felsenpfote zu riskieren.
    Glutpfote und Wolkenpfote kannten sich gut und sie waren schon beste Freunde. Er war felsenfest davon überzeugt, dass Wolkenpfote seine Liebe nicht erwidert. Sie hätte ihm erzählt, wenn sie irgendwas von seinem Bruder gehalten hätte. Oder nicht?
    Glutpfote schätzte die Situation ab.
    Wenn er ihn einfach sie fragen lässt wird er sich wahrscheinlich vor allen blamieren oder bald Wolkenpfotes Gefährtin sein.
    Würde er ihm erzählen, dass Wolkenpfote ihn nie mit einem Wort auch nur ihn erwähnt hat, wäre er entweder traurig, wütend oder glaubt er lügt. Aber hinterher müsste er ihm dankbar sein, weil er so eine Blamage verhindert hatte.
    Irgendwie gefielen ihm beide Wege nicht. Außerdem wollte der neidische Teil in ihm immer noch verhindern, dass Felsenpfote die Gefährtin von ihr wurde.
    „Glutpfote!“, drängelte Felsenpfote langsam ungeduldig. „Was ist denn jetzt?“
    „ähh…“ Glutpfote dachte angestrengt über eine Notlüge nach. Er musste probieren Zeit zu schinden um nachher irgendwie eine gute Lösung für Wolkenpfote, Felsenpfote und ihm zu finden ohne das sein Bruder verletzt wäre.
    „Ich frag sie also jetzt, ja?“, hakte Felsenpfote noch einmal nach und zog die Stirn kraus.
    „Nein! Also, nicht jetzt…“
    Sein Bruder glotzte ihn an wie einen fliegenden Igel.
    „Lass sie erstmal ausschlafen. Und so nebenbei, der ideale Platz um sie zu frage wären doch der Kristallsee bei einer Mondscheinnacht! Dann kannst du sie dort in Ruhe fragen und vor allem alleine!“
    Felsenpfotes Lächeln wurde noch größer, wenn das überhaupt möglich war… „Gute Idee! Danke, auf dich kann ich echte zählen! ich frag sie heute Abend“
    „Heute Abend, Morgen, Irgendwann oder nie, ganz egal! Geh jetzt zu Fliederherz, sie ruft dich doch schon!“
    Das war komplett gelogen, aber langsam riss bei Glutpfote der Gedulds-pfaden.
    Anscheinend machte Liebe nicht nur blind, sondern auch schwerhörig, denn Felsenpfote lief ohne seine Aussage zu hinterfragen, obwohl er natürlich nichts gehört hatte, zu dem Kriegerbau. Selbst als er sah wie seine Mentorin noch seelenruhig schlief, kam er nicht auf die Idee, dass es eine Lüge war, sondern weckte sie einfach nur fröhlich. „Fliederherz!“, schnurrte er „Ich bin bereit fürs Kriegertraining, die Grenzpatrouille oder wenn’s sein muss auch das Moos von den Ältesten wechseln!“
    Fliederherz glotze ihn komisch an. „Träume ich immer noch? Du willst das Moos der Ältesten wechseln?“
    „ja!“, trällerte er fröhlich.
    „okay, dann los! Geh an die Arbeit…“ Die verwirrte Fliederherz erhob sich aus ihrem Nest und schaut ihrem Schüler ungläubig nach, als er wirklich schnurrend zu dem Ältestenbau ging.
    Glutpfote stieß einen erleichterten Seufzer aus.
    Das wäre schon Mal geschafft, vorerst. Später könnte er ja noch einmal mit Wolkenpfote reden um sie vorzuwarnen.
    Jetzt brauchte er erstmal eine schöne Jagd um den Kopf etwas frei zu kriegen. Von den Lügen, Ausreden und dem Neid hatte sich ein komisches Gefühl in seinen Bauch entwickelt, was nun in ihm rumorte.
    Glutpfote steuerte auf den Lagerausgang zu.
    Dann schlenderte er langsam los. Das Lager lag auf einem Hügel, sodass man einen herrlichen Ausblick auf den Wald hatte.
    Glutpfotes juckte es in den Pfoten einfach los zu laufen. Den Hügel hinab und weiter in den Wald. Es war kindisch zu glauben so seinen Problemen weg zu laufen, aber in dem Moment kam es ihm einfach so vor, als er der Hang runter preschte.
    Er spürte die Kraft in seinen Beinen und hatte das verlangen sie auch frei zu lassen. Seine Pfoten berührten den Boden nicht mehr richtig. Es fühlte sich fast an wie Fliegen. Er stürmte weiter durch das hohe Gras. Dann endete die Wiese und der Schatten des Waldes hüllte ihn ein. Tief sog er die Gerüche des Waldes ein, welche ihm einen kurzen Augenblick alles vergessen ließen während er einfach weiter lief.
    Wie ein Feuer flackerte sein orangener Pelz ab und zu zwischen den Bäumen auf. Nach einer Weile kam Glutpfote schnaufend zum Stehen.
    Es hatte ihm gut getan, einmal alles vergessen, doch ohne Beute konnte er nicht das Lager betreten. Eigentlich hatte er ja auch vorgehabt zu jagen, aber das hatte er schlichtweg vergessen. Dafür fiel es ihm jetzt siedeheiß wieder ein.
    Beim Laufen hatte er all seine Kraft verbraucht, die ihm nun fehlte.
    „Ich mache einfach eine kleine Pause…“
    Erschöpft rollte sich der Kater im Farn zusammen.
    Es war nicht so schön wie ein Mossnest, aber für seinen Zweck sollte es genügen.
    Er schlang seinen buschigen Schwanz um den Körper und legte seine Schnauze auf die Vorderpfote. Sein Atem wurde wieder regelmäßiger. Er schloss die Augen. Die Müdigkeit überwältigte ihn und er fiel in einen tiefen Schlaf.
    Er erwachte erst wieder, als die Sonne schon am höchsten Punkt stand und erbarmungslos auf ihn drauf schien.
    Murrend stand er auf. Noch schläfrig schüttelte er die Moosfetzten aus seinem Pelz, wobei sein Fell jetzt zottelig von ihm abstand in alle Richtungen wie bei einem Igel. Bei dem Gedanken daran musste er leicht lächeln.
    Mit schnellen Zungenstrichen brachte er seinen Pelz weitgehend in Ordnung.
    Das muss jetzt einfach reichen… Ich muss ja noch jagen gehen!
    Er prüfte die Luft. Viele verschiedene Gerüche strömten sofort auf ihn ein wie er schon am Rande des Waldes bemerkt hatte, aber im Herz des Waldes waren sie noch viel intensiver. Und zwischen frischen Primeln, vielen Eichenblättern und einem Johannesbeeren-strauch nahm er zaghaft eine Maus wahr.
    Er würde also nicht ganz ohne Beute ins Lager kommen müssen.


    2. Kapitel [Wolkenpfote]

    Eine beunruhigende Stille beherrschte den Wald. Nur die leisen Pfotenschritte der Kätzin waren zu hören. Es war wie die Ruhe vor dem Sturm. Ein mächtiger Sturm!
    Wolkenpfote schluckte kurz bevor sie weiter ging. Aus irgendeinem Grund fühlte sie sich nicht gut. Vielleicht lag es einfach nur daran, dass der Blattfall bald eintrat...
    Ein kaum hörbares Rascheln ließ sie noch schrecken aus ihren Gedanken. Wolkenpfote prüfte die Luft. Es war ein Wühler, fast noch ein Kind und kerngesund. Der müsste knapp reichen für zwei Katzen. Und Wolkenpfote wusste schon für welche beiden. Denn heute, das hatte sie sich vorgenommen, würde sie es wagen...
    Also spannte sie ihre Muskeln an und verfiel in die Kauerstellung. Ihr hellbraunes Fell mit den weißen Flecken bot eher weniger Tarnung im Kontrast des dunklen Waldbodens, sodass Wolkepfote darauf setzen müsste, dass der Farn sie schützen würde. Ihre Pfoten setzte sie heute extra vorsichtig auf, als sie sich anschlich. Ihr durfte kein Fehler unterlaufen! Der Wind strich sanft über ihr Fell, als wollte er ihr Mut machen. Mit dem Wind kam wieder etwas Leben in den Wald. Die knorrigen Bäume knarzten und übertönten das Schnaufen der Schülerin. Langsam kam sie immer näher an ihre Beute ran.
    Völlig ahnungslos schob der Wühler immer noch abgestorbene Blätter zur Seite, in der Hoffnung etwas Essbares zu finden.
    Wolkenpfote kontrollierte noch einmal ob der Wind in ihre Richtung blies, bevor sie sich zum Sprung bereit machte.
    Noch bevor Wolkenpfote los springen konnte, schoss ein goldener Blitz aus dem gegenüber liegenden Baum und warf sich auf ihren Wühler. Man hörte noch ein entsetztes Quieken ehe der Schatten ihm den Todesbiss gab. Der kleine Körper erschlaffte und hing nun schlapp im Maul des Fremden.
    "Hey, das war meine Beute!", fauchte Wolkenpfote empört und trat aus dem Farn.
    Der Fremde hob seinen Blick von dem Wühler und schaute direkt in ihre Augen, sie waren Grün wie Smaragde. Er war nicht fremd...
    "Oh, Glutpfote... Achso, ja äh, he he", stammelte sie rum und wedelte wild mit den Pfoten um die richtigen Worte zu finden.
    Er lächelte sie einfach nur verschmitzt an. Wolkenpfote verstummte.

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Kommentare (1)

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vor 293 Tagen
Oh Funkenfell..du weißt,dass ich mir nichts aus diesen "Achtung Spoiler" Warnungen mache...xD