Springe zu den Kommentaren

You can call me a Sinner (BTS | V)

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
6 Kapitel - 3.929 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 3.023 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 6 Personen gefällt es

Was ist, wenn deine heile Welt von einem auf den anderen Moment zerstört wird? Wenn der Schmerz und die Stimme in deinem Kopf zu deinen täglichen Begleitern wird? Das alles erfährt die Protagonisten Momo am eigenen Leibe, als ihr Bruder vor ihren Augen stirbt. Aber was ist in der Nacht seines Todes wirklich passiert? Wer lügt und wer erzählt die Wahrheit? Das Spiel der Lügner beginnt...

    1
    Heute sollte eigentlich der beste Tag meines Lebens werden. Ich wurde von meinem Schwarm Minwo zu seiner Party eingeladen. Ich war froh. Sehr sogar. U



    Heute sollte eigentlich der beste Tag meines Lebens werden. Ich wurde von meinem Schwarm Minwo zu seiner Party eingeladen. Ich war froh. Sehr sogar. Und ich wusste nicht, dass das sich alles innerhalb einiger Minuten ändern könnte. Es war alles abgemacht. Heute würde ich keine Babysitterin für Baekyhun (von EXO) spielen. Dieses mal nicht! Gerade zog ich mir meinen zweiten Liedstrich, als meine Tür plötzlich aufgerissen wurde. Ich drehte mich um und blickte in das Gesicht meines Vaters. Er hatte sich zurecht gemacht, was komplett unnötig gewesen war, weil sie doch heute überhaupt gar nicht gehen würden. So war es eigentlich abgemacht. Ich war etwas sauer, weil man doch anklopfte. Stellt euch mal vor ich hätte mich gerade umgezogen. Vielleicht war das mein Vater, aber trotzdem wäre es peinlich gewesen. Ich sah ihn nur verdutzt an und wartete darauf, was er zu sagen hatte. "Planänderung!"
    "Wie Planänderung?" "Du musst heute auf den kleinen aufpassen. Wir machen es auch wieder gut." Er setzte meinen kleinen Bruder ins Zimmer und ging dann die Treppen runter. Ich lief ihm sofort hinter her. "ICH wollte heute gehen und ihr habt zugesagt! Ich passe heute nicht auf Baekyhun auf! So war das nicht abgemacht." "Schatz bitte. Wir machen es auch wieder gut." "Nein! Heute wollte ich mal gehen!" Mit jedem Wort wurde ich einen Ton lauter. Das gefiel meiner Mutter anscheinend gar nicht. "Wie redest du mit mir? So kannst du mit deinen Freunden oder sonst wem reden, aber weder mit mir noch mit deinem Vater. Wir sind deine Eltern und wenn wir sagen, dass du hier bleibst und auf deinen Bruder aufpasst, dann hast du das auch zu machen. Und jetzt will ich nichts mehr hören. Hoch mit dir."
    "Das ist so unfair! Immer müsst ihr mir alles verderben!" Ich ging mit schnellen Schritten rauf auf mein Zimmer und knallte dort die Türe zu. Anscheinend so feste, dass meine Mutter mich schon wieder anmotzte. "Wir sind in ca. 3 Stunden wieder da! Bis dahin soll Baekyhun schlafen. Haben wir uns verstanden?" Rief mir meine Mutter zu, doch ich verstand nicht alles ganz genau, da ich die Türe zu hatte. "Ja." Gab ich nur von mir und setzte mich dann neben meinen Bruder. Ehe meine Eltern aus dem Haus waren, fing Baekyhun an zu schreien. Ich versuchte ihn zu beruhigen, doch nichts klappte. Ich nahm ihn auf den Arm und versuchte ihn so ruhig zustellen. Doch auch das klappte nicht. Langsam gaben meine Arme nach und ich legte meinen Bruder aka kleiner Teufel in sein Bett. Ich sah mich nach seinen Kuschel-Decken um und fand sie auf dem Flur. Ich deckte ihn mit seinen Decken zu und nahm sein Lieblingsbuch aus einem der Regale. Wenn meine Mutter ihm daraus vorlas, wurde er immer ganz schnell ruhig. Aber bei mir klappte das nicht ganz. Er wurde immer lauter und hörte gar nicht mehr auf zu weinen. Ich schmiss das Buch in sein Bett und ließ ihn damit zurück. "Dann les es doch selber. Wie schön ruhig es doch ohne dich wäre." Um sein Geschrei zu übertönen, stöpselte ich meine Kopfhörer in mein Handy und drehte meine Musik auf volle Lautstärke. Ich schmiss mich in mein Bett und schrieb Minwo, dass ich es nicht schaffen würde. Baekyhun hörte zwar nicht auf zu weinen, aber irgendwann würde er bestimmt einschlafen.

    2
    Ich muss wohl eingeschlafen sein, denn am nächsten Morgen wachte ich durch das geklirre von Tassen auf. Ich war noch total verschlafen und kniff die Augen zu, nachdem mir die ersten Lichtstrahlen ins Gesicht schienen. Einschlafen konnte ich aber auch nicht mehr. Und ehe ich den Geruch von Spiegelei wahrnahm, sprang ich aus meinem Bett und folgte dem Geruch bis zur Küche. Dort saßen bereits meine Eltern am Tisch. Eigentlich nur mein Vater, denn meine Mutter stand am Herd. "Morgen" Ich musste einmal gähnen und erwiderte dann: "Guten Morgen."
    "Tut uns noch mal leid wegen gestern. Aber wir machen es wirklich wieder gut. Versprochen." Genau, dass sagt ihr doch immer. Am Ende wiederholt sich dann alles wieder. Das hätte ich jetzt am liebsten zu den beiden gesagt, aber stattdessen kam nur ein leises "ist gut" raus. Meiner Meinung nach war es zu still für diesen Morgen. Ich bemerkte dann irgendwann auch mal warum. Baekyhun war noch gar nicht wach. "Momo, kannst du mal bitte noch gehen und deinen Bruder wecken? Er schläft schon ganz schön lange." Ich nickte nur und begab mich dann nach oben. Ich öffnete die Tür und knipste das Licht an. Als ich dann vor dem Bett war..
    Schreien ich konnte nur noch schreien und heulen.
    Meine Eltern kamen sofort hoch und erhielten zusammen mit mir den größten Schock ihres Lebens. Dort lag kein schlafender Baekyhun. Dort lag ein toter Baekyhun. Tot.... Er war komplett blau angelaufen und sein Mund war aufgerissen. Meine Mutter rüttelte mich komplett aus meinen Gedanken. "Was ist passiert?" fragte sie mich komplett mit Tränen überströmt. "Was ist passiert?" Was ist gestern passiert? Was ist passiert nachdem ich ihn alleine gelassen habe? Ich wusste es selber nicht mehr.Nichts . Nur leere. Ein dunkles schwarzes Loch. Ich wusste nichts mehr vom gestrigen Abend. Wie sich später herausstellte, hatte Baekyhun einen Krampf. Er hatte irgendeine Krankheit, die eigentlich nicht sehr schlimm war. Er sollte sich dennoch nicht überanstrengen oder Stress ausgesetzt sein. Beispielsweise sollte er nicht so lange schreien. Das hat er gestern aber lange genug gemacht. Kein Wunder, dass sein Mund so weit aufgerissen war. Ich konnte es immer noch nicht glauben. Ich hatte ihn stundenlang schreien lassen. Ich war an seinem Tod schuld. Nur ich ganz alleine war daran schuld. Wieso konnte ich die Zeit nicht zurück drehen? Wieso konnte ich nicht mit Baekyhun tauschen? Wieso musste es so kommen. Ich konnte nicht mehr. Den ganzen Tag lang weinte und weinte ich. Dein Bruder ist tot. Es ist deine Schuld Momo! Mach dir nichts vor. Du bist eine Mörderin!

    3
    6 Monate nach den Geschehnissen beschloss meine Mutter umzuziehen, um die Vergangenheit hier in Busan zu begraben. Dachte sie wirklich, so einfach wäre das? Man könnte das alles so einfach vergessen? Meine Freunde in der Schule hielten mich für eine Irre, nachdem ich dachte, ich hätte Baekhyun gesehen. Ich war mir so sicher, dass er dort war. Danach sah ich ihn immer öfter. Also beschlossen meine Eltern mich in die Psychiatrie zu schicken, wie es sich auch für eine geistesgestörte gehörte. Anschließend wurde ich aus der Klapsmühle entlassen und erhielt Tabletten, die ich morgens und abends zu mir nehmen sollte. Es waren kleine, blaue Pillen und ich liebte die Wirkung, die diese Tabletten hatten. Ich spürte nichts außer Leere. Ich ging regelmäßig zum Therapeuten und zu Gruppentherapiesitzungen. Es hatte sich viel geändert, als ich wieder in die Schule kam. Alle dachten ich wär verrückt und mieden mich. So war ich also das kranke, verrückte und einsame Mädchen. Meiner Mutter erzählte ich das aber nicht, sie hatte genug Probleme. Beispielsweise mit meinem Vater. Es stellte sich heraus, dass er, während ich in der Klapsmühle war, eine Affäre mit einer seiner Mitarbeiterinnen hatte. Seine Ausrede war ja wohl die dümmste, die ich je gehört habe. "Ich konnte nicht mehr. Das alles wurde mir zu viel. Du hattest gar keine Zeit mehr für mich."
    Soll man jetzt jeden Tag vögeln, nachdem das eigene Kind gestorben ist?
    Meine Mutter entschied sich dafür aus dem Haus zu ziehen. Sie sagte nur zu ihm:" Dann kannst du ja in das Haus mit deiner Sekretärin ziehen."
    Nun packte ich die letzten Bilderrahmen, in denen sich Familienfotos befanden, vorsichtig in den Karton. Das Zimmer war komplett ausgeräumt. Es standen nur noch einige Kartons rum. Meine Mutter fuhr schon einige Tage vor mir zum Haus um mit ihrem Bruder und ihrem Vater alle Möbel ins Haus zu bringen. Sie halfen ihr bei der kompletten Einrichtung. Ein Klopfen an der Tür riss mich aus meinen Gedanken. Es war mein Vater..
    "Überleg es dir doch noch einmal. Bitte."
    "Du hast Mama sehr verletzt. Du hast sie betrogen und dann soll ich mich noch auf deine Seite stellen? Ganz bestimmt nicht! Und jetzt geh. Ich will heute noch die Kartons in den Wagen bekommen."
    "Komm ich helf' dir."
    Er wollte sich gerade einen der Kartons schnappen, doch ich hielt ihn auf. "Auf deine Hilfe kann ich ganz ehrlich verzichten, Vater."
    Das Wort Vater spuckte ich förmlich aus. Für mich hatte er als Vater versagt. Für mich war er gestorben.
    "Okay ich gehe mein Schatz. Wenn du es dir noch einmal anders überlegst findest du mich ja in meinem Arbeitszimmer."
    "Ich werd's mir aber nicht anders überlegen und jetzt raus hier!"
    Mit jedem Wort das ich aussprach wurde ich lauter. Aber das interessierte mich nicht. Er war nicht mehr länger mein Vater! Kaum hatte er einen Schritt aus dem Zimmer gesetzt, knallte ich vor ihm die Tür zu. Auf dem Flur hörte ich Stimmen, die eindeutig meiner Mutter und meinem Vater gehörten. "Kann ich mal bitte durch Kim Seokjin?" Jetzt wurden sie sogar schon förmlich...
    Meine Mutter kam rein und nahm mir ein paar Kartons ab. Dann verließ sie zusammen mit mir das Haus und wir luden die letzten Kartons ein. Heute würde mein neues Leben beginnen.
    "Auch schon aufgeregt?"
    Fragte mich meine Mutter mit einem breitem Grinsen im Gesicht. Ich nickte nur. "Komm du musst das mal positiv sehen. Du kannst hier alles und jeden zurück lassen, der dich verletzt hat. Okay?"
    Und noch einmal nickte ich und setzte ein Fake Lächeln auf, dass ich wie auf Knopfdruck hinbekam. Das hatte ich früher immer getan, wenn man mich fragte ob alles okay sei. Ich sagte immer ja und doch wusste ich, dass meine Wunden niemals heilen könnten. Ich war schuld an dem Tod meines Bruders.
    Eigentlich hielt mich nichts mehr hier und doch möchte ich nicht umziehen. Ich weiß auch, dass das keinen Sinn macht. Aber egal...

    4
    Meine Mutter ging zum Wagen und setzte sich rein. Gleich danach setzte ich mich auch in Bewegung. Ich öffnete die Tür, ließ mich in den Beifahrersi
    Meine Mutter ging zum Wagen und setzte sich rein. Gleich danach setzte ich mich auch in Bewegung. Ich öffnete die Tür, ließ mich in den Beifahrersitz fallen und atmete die stickige Luft im Auto ein. Es war sehr warm im Auto und daher ließ ich das Fenster etwas runter. Meine Mutter steckte den Schlüssel ein und startete den Motor. Kaum fuhr sie los, sah ich zu, wie nun auch mein zu Hause verschwand.
    Es war ruhig, weshalb ich das Radio anschaltete, es aber gleich wieder abschaltete, da nur langweilige Nachrichten zu hören waren. Ich sah noch mal an mir herab. Meine Narben an den Armen waren schon so gut wie verblasst. Ritzen konnte ich mich in der Klapse nämlich nicht. Aber den Drang, mir eine Klinge zu nehmen und meine Arme mit mehreren Schnitten zu verzieren, hatte ich schon lange nicht mehr. Ich mochte es damals sehr, wenn ich mich ritzte. Es spiegelte mein Innerstes wieder. Kaputt und am bluten.
    Doch diese Zeit war vorbei. Auch meine Stimme im Kopf, die mir täglich sagte, dass ich mich ritzen sollte, weil ich eine Mörderin bin und hier eigentlich nichts zu suchen hatte, war verschwunden. Wie ich diese Stimme hasste.
    Einmal redete mir die Stimme im Kopf ein, dass ich mich umbringen soll. Kurz darauf schnappte ich mir eine Packung Schlaftabletten und ging zu meinen Eltern
    Ich sagte ich würde jetzt schlafen gehen. Für immer.. Das mit dem 'für immer' sagte ich natürlich nicht. Das sagte mir die Stimme. Als ich im Zimmer war und gerade die erste Tablette rausholte, kam meine Mutter rein, ohne anzuklopfen. Sie rannte sofort auf mich zu und nahm mir die Tabletten weg. Geweint hatte sie. Ohne Ende. Das war auch so ein Grund weshalb ich in die Psychiatrie musste.

    "Alles okay bei dir?"
    Ich drehte meinen Kopf in die Richtung meiner Mutter und nickte nur. Dann sah ich aus dem Fenster und nickte in kürzester Zeit ein. Ich fiel in einen tiefen Schlaf.

    Denkst du, du kannst vor mir fliehen? Denkst du jetzt ist alles vorbei? Nein, natürlich nicht. Ich weiß du wirst es wieder tun! Du bist und bleibst eine Mörderin. Egal was andere sagen. Du bist einfach nur krank!

    Ich riss sofort meine Augen auf. Die Stimme konnte doch nicht schon wieder da sein! Man hatte mich doch geheilt! Vielleicht bildete ich mir alles auch nur ein...
    Ich hatte keine Lust mehr mir weiterhin Gedanken über dieses Thema zu machen. Also ließ ich meine Augen wieder fallen.
    Als ich sie wieder öffnete, steckten wir im Stau fest.
    Meine Mutter rüttelte an meiner Schulter und zeigte hektisch aus dem Fenster.
    "Guck mal raus! Da ist irgendwas passiert!"
    Ich kniff die Augen einmal zu, da mir einige Sonnenstrahlen ins Gesicht fielen und ich noch total verschlafen war. Dann blickte ich in die Richtung, in die meine Mutter zeigte.
    Überall standen Polizei- und Feuerwehrautos, sowie einen Krankenwagen. Außerdem stand im Getummel mittendrin ein noch brennendes Auto, woraus gerade, ich vermute mal eine Leiche, getragen wurde. Super Start!
    Keine 10 Minuten ging es auch schon weiter.
    Ich sah noch ein wenig aus dem Fenster, um mir einige Gebäude und Straßennamen zu merken.
    Als wir am Haus ankamen, sprang ich aus dem Auto, um es genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich hatte noch nicht erwähnt, dass mein Nachbar auch mein Therapeut ist, oder? Super Idee von meiner Mutter.
    Ich schaute zum Haus neben an und sah einen Jungen, der gerade aus dem Haus ging. Wahrscheinlich auch ein Patient. Ich seufzte und schaute zum Boden. Als ich wieder nach oben schaute, bemerkte ich, wie der Junge in meine Richtung kam.
    Er sah echt süß aus. Er hatte blondes verstrubbeltes Haar, dazu trug er einen weißen Pullover, obwohl es Sommer war und ich allein schon in diesem T-Shirt schwitzte, außerdem trug er eine schwarze Jeans. Ich hatte das Gefühl, dass er irgendetwas verbarg. Soetwas wie Narben oder Schnitte. Ich war mir zu 100% sicher, dass er sich ebenfalls ritzte oder sich sogar ritzt.
    "Hey. Du musst die neue sein. Mein Vater hat mir bereits von dir erzählt. Er ist dein neuer Therapeut."
    "Äh ja. Hey. Und du musst dann sein Sohn sein. Wie heißt du denn?"
    Dummes Kind! Du musst dann sein Sohn sein? Natürlich! Wenn er doch sagt, dass sein Vater mein Therapeut ist. Ne weißt du.. dann ist es sein Neffe du Dummerchen!
    "Ich bin Kim Taehyung, aber alle meine Freunde nennen mich V. Von mir aus kannst du mich auch V nennen. Obwohl mir sogar TaeTae oder Tae besser gefallen würde. Ich wette, dass es sich sicher süß aus deinem Mund anhören würde. Eh ... ups?"
    Verlegen sah er zum Boden und kratzte sich am Hinterkopf.
    "Das nehm ich jetzt mal als Kompliment. Na egal.. bis dann TaeTae."
    Und dann lief ich ins Haus.
    Vielleicht könnten wir ja Freunde werden.
    Das werdet ihr bestimmt nicht! Wer will schon etwas von dir? Wer will schon mit dir befreundet sein?"
    Ich dachte du wärst weg..
    Ich war nie weg. Ich werde solange bleiben, bis du stirbst. Bis ich sehe, dass du deine gerechte Strafe bekommst. Sieh es ein! Du bist eine Mörderin!
    Verschwinde! Lass mich in Ruhe!
    Das werde ich nicht. Hol gleich aus deinem Karton die Klingen, die du dir aufgehoben hast. Du sollst mal wieder leiden und die Schmerzen spüren, die auch dein Bruder spüren musste! Ich hoffe du hast mich verstanden, Misstgeburt!
    Das werde ich nicht machen.
    Du willst, dass ich dich in Ruhe lasse? Dann hör gefälligst auf mich!
    Okay.. ich werd' es machen..
    Gut so. Warte aber bis deine Mutter weg ist. Sie soll davon nichts mitkriegen. Sonst landest du wieder bei den Irren.
    Und was soll ich machen, wenn ich morgen beim Therapeuten bin?
    Keine Ahnung. Lass dir was einfallen Opfer.

    5
    Ich war mir sicher, dass der Therapeut merken würde, dass etwas mit mir nicht stimmt. Wie sollte ich den morgen die Schnitte verheimlichen. Würde ich einen Pullover tragen, würde er erst recht Verdacht schöpfen, denn welcher normale Mensch läuft bei fast 30 Grad Celsius mit einem Pullover herum? Aber ich wollte so sehr, dass mich diese Stimme in Ruhe lässt und die würde sie mir erst geben, wenn ich das tat was sie von mir verlangte.
    Ich ging auf mein Zimmer und schloss sorgfältig hinter mir die Türe ab. Dann ging ich auf den Karton zu, indem sich meine Klingen befanden. Sie waren eigentlich nicht mehr zum Gebrauch, weshalb ich sie auch in irgendeine Dose wurf. Wieso schmiss ich sie nicht weg? Wieso bin ich so dumm?
    Weil du dumm bist Momo
    'Ach auch noch da?'
    Mach endlich! Ich will dich leiden sehen
    'Ich mach ja schon'
    Ich schüttete den ganzen Karton auf meinem Bett aus und durchwühlte den Haufen nach dieser einen Dose. Als ich sie dann hatte, schloss ich meine Türe auf und sah mich auf dem Flur um. Verdammt! Wo war noch einmal das Badezimmer?
    Wen interessiert es, ob du es im Badezimmer machen willst? Bleib hier in deinem Zimmer
    Ich ging also wieder zwei Schritte zurück und schloss die Tür erneut ab. Dann nahm ich die Klinge aus der Dose. Das dünne Metallstück glänzte und ich konnte es kaum erwarten, bis mich diese Stimme endlich in Ruhe ließ.
    Ich setzte die Klinge an meinen Unterarm. Ich zögerte. Sollte ich das wirklich tun? Auf eine Stimme hören, die nur in meinem Kopf war? Mein Kopf spielte mir ja so gesehen eigentlich nur Streiche.
    Schneiden
    Ruckartig drückte ich die Klinge tief in meinen Arm und zog sie einmal rüber. Ein brennender Schmerz machte sich in meinen Arm breit und ich hielt mit meiner freien Hand meinen Mund zu um nicht sofort los zu schreien. Viel zu lange hatte ich diese Schmerzen nicht mehr gespürt. Eigentlich wollte ich diese Schmerzen auch nicht mehr spüren.
    Nochmalbefahl mir die Stimme.
    Ich tat was sie sagte und wiederholte den Prozess immer wieder, bis weitere 4 Schnitte meinen Arm verzierten.
    So ist es gut
    'Lässt du mich jetzt in Ruhe?'
    Nein
    'Aber du hast es mir versprochen'
    Dann tut's mir leid. Ich werde erst Ruhe geben, bis du am verrecken bist. Bist du dich selbst umgebracht hast. Und solange werde ich dich quälen!
    'Und was wenn ich wieder "geheilt" werde? Dann bist du weg!'
    Ich werde immer bleiben. So schnell verschwinde ich schon nicht
    'Damals bist du auch weg gewesen'
    Ich war nicht weg. Ich hab dich reingelegt. Ich hab dich glauben lassen du wärst gesund, du krankes Miststück!
    'Hör auf!'
    Und weg war sie. Das Blut tropfte immer noch von meinen Armen auf den Boden. Ich ließ mich nach unten gleiten und lehnte an meiner Türe.
    Sie hatte recht! Ich muss sterben. Ich bin eine Mörderin!

    6
    Sie hatte recht! Ich muss sterben. Ich bin eine Mörderin.


    ~~~~


    Immer noch tropfte das Blut auf den Boden. Mit Schmerzen in meinen Arm, stand ich auf und ging auf mein Bett zu. Dort hatte ich meine Jacke liegen, in der sich zwei Packungen Taschentücher befanden. Für den Notfall. Wenn ihr wisst was ich meine.
    Ich nahm die Taschentücher und wischte damit die Pfütze vom Boden weg. Dann machte ich meinen Arm etwas sauber und nahm einen Pullover aus dem Schrank. Anschließend ließ ich mich auf mein Bett fallen.
    Musste ich wirklich sterben? Was sollte ich machen, wenn mein Therapeut etwas mitbekommt und mich wieder in die Klapsmühle schickt? Würde die Stimme irgendwann trotzdem Ruhe geben? Auch wenn ich nicht tot war? Würde ich irgendwann auch glücklich sein? So glücklich wie ich es damals war? Auf all diese Fragen fand ich keine Antwort, denn kurz darauf fiel ich in einen tiefen Schlaf.
    Ein leises Klopfen an meiner Tür weckte mich auf. Ich rieb über meine Augen und rappelte mich auf. Ich brachte nur ein leises 'Was ist?' raus.
    "Momo, öffnest du bitte die Tür? Ich hab hier noch ein paar Kartons von dir."
    "Ich komme schon. Bin vorhin nur kurz eingenickt."
    Ich ging auf die Tür zu und drehte den Schlüssel um, bis die Tür wieder offen war. Ich nahm zwei Kartons entgegen und setzte sie in meinem Zimmer ab. Ich hatte keine große Lust jetzt noch irgendetwas auszupacken, also ging ich zu meiner Mutter in die Küche.
    "Warum hast du dir einen Pullover angezogen? Momo, Arme zeigen! Sofort!"
    Was sollte ich jetzt tun. Nervös kaute ich auf meiner Unterlippe. Ich bemerkte gar nicht, wie meine Mutter meine Ärmel hoch zog und sich ihre Augen vergrößerten.
    "Ist Sie wieder da?"

article
1522447031
You can call me a Sinner (BTS | V)
You can call me a Sinner (BTS | V)
Was ist, wenn deine heile Welt von einem auf den anderen Moment zerstört wird? Wenn der Schmerz und die Stimme in deinem Kopf zu deinen täglichen Begleitern wird? Das alles erfährt die Protagonisten Momo am eigenen Leibe, als ihr Bruder vor ihren Auge...
https://www.testedich.de/quiz54/quiz/1522447031/You-can-call-me-a-Sinner-BTS-V
https://www.testedich.de/quiz54/picture_veeseo/pic_1522447031_1.jpg
2018-03-30
40HC
Bangtan Boys, BTS

Kommentarfunktion ohne das RPG / FF / Quiz

Kommentare (33)

autorenew

vor 141 Tagen
Hi ich komme gerade von der anderen ff bite schreibe weiter
vor 341 Tagen
Weiter bitte bitte bitte schreib weiter
vor 381 Tagen
Bitte schreib weiter😄
vor 382 Tagen
Bitte schreib weiter!❤❤❤💓💓💓
vor 412 Tagen
O Gott! Die ist mega gut schreib bitte weiter du kannst das voll gut❤️❤️❤️❤️❤️❤️
vor 417 Tagen
Schreib bitte weiter !
vor 426 Tagen
O Bitte schreib weiter !!!!❤❤❤❤❤ diese ff ist ist zu gut um nicht weitergeschriebn zu werden!😢😍❤
vor 444 Tagen
Wann schreibst du weiter ?💕
vor 453 Tagen
wan schreibst du weiter??????????
vor 456 Tagen
Wann schreibst du weiter?💕
vor 459 Tagen
Wann schreibst du weiter
vor 459 Tagen
Wann schreibst du weiter. Bitte schreib weiter
vor 460 Tagen
Wann schreibst du weiter?
vor 461 Tagen
Wann schreibst du weiter ❤😭
vor 466 Tagen
Schreib bitte weiter
vor 468 Tagen
Ich heule gerade das ist so traurig
vor 468 Tagen
kannst du bitte weiter schreiben!!!!!!!
vor 470 Tagen
Kannst du die bitte nicht so traurig schreiben?❤sonst finde ich die Geschichte mega gut!❤❤❤❤
vor 471 Tagen
ja weiter bitte !!!!!
vor 472 Tagen
Bitte schreib weiter es ist spannend und einfach mega gut ❤😍😘😭