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Erstellt von: Funkenfell!

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    Inhalt:

    Prolog
    1. Kapitel: erschütternde Nachricht
    2. Kapitel: geflüchtet
    3. Kapitel: Rache Plan
    4. Kapitel: der Verräter
    5. Kapitel: wieder vereint
    Epilog


    Die Dornen der Rosen
    (Staffel: Blüte des Lebens)

    (von Funkenfell!)

    Prolog

    Ich kuschelte mich in den warmen Pelz von Goldfink. Sein fell war ganz glatt und weich. Zusammen guckten wir uns den Sonnenuntergang an. Man sah gerade noch den letzten Rest Sonne untergehen unter den Bäumen bevor es Dunkel wurde. Dann drehte ich mich zu ihm. Ich blickte liebevoll in seine Smaragd-Augen. Sie leuchteten lebhaft Grün, in das ich Stundenlang gucken könnte. Mein Herz klopfte so laut, dass ich befürchtete er würde es hören. Ich überlegte die drei besonderen Worte zu sagen. Noch waren sie nicht gefallen, aber ich spürte es bereits. Ich holte tief Luft und guckte wieder in sein wunderschönes Gesicht. „Goldfink, ich liebe dich!“, schnurrte ich liebevoll. Goldfink schmiegte sich enger an mich. „ich dich auch, Rosenblüte!“
    In meinem Bauch flogen hunderte Schmetterlinge durcheinander. Glücksgefühle stiegen in mir auf, die mich zum schnurren brachten. Von der Seite aus betrachte ich ihn und seine golden Umriss. Er war immer so sicher, etwas eingebildet aber er war der freundlichste und netteste Kater im ganzen Wald. Ach, von der ganzen Welt. Niemand sagte was, doch das war auch nicht nötig. Wir verstanden uns auch ohne Worte. Zusammen saßen wir so noch den ganzen Abend lang. Sein goldener Pelz neben meinem rose -farbenden Pelz.

    „Ach, Lindenblatt! Es war so schön! Sein Pelz neben meinem, kannst du dir das vorstellen?", schwärmte ich "Er ist so…“
    „…gut aussenden, stark und toll?“, beendete Lindenblatt meinen Satz und neigte den Kopf schief. Verdutzt guckte ich sie an. Ich wollte eigentlich sagen nett, schlau und Lieb, doch ich sagte dann nur:„Ja, genau…“
    Eine peinliche Stille trat zwischen uns ein. Mochte sie ihn auch? Fuchsdung, natürlich nicht. Einer besten Freundin schnappte man doch nicht einfach seinen Gefährten, fast Gefährten weg. „Sollen wir jetzt nicht schlafen gehen?“, durchbrach ich die Stille. „ja, sonst wir Ameisenpelz uns aus dem bau schleppen müssen“, schnurrte Lindenblatt und ich auch. Wahrscheinlich habe ich mir den neidischen Blick bloß eingebildet. Oder?

    Kapitel 1: erschütternde Nachricht

    „Sie hat es wirklich getan… diese Verräterin!“, knurrte ich mit Blick auf Lindenblatt und Goldfink. Es juckte mich in den Krallen rüber zu gehen und meine Krallen über Lindenblatts Gesicht zu fahren, aber ich beherrschte mich noch gerade so. Lindenblatt wusste genau, dass ich in Goldfink verliebt war, doch das hatte sie nicht davon abgehalten sich an Goldfink ran zu machen. Wahrscheinlich hatte es sie eher sie ermutigt. Sie lachte, alberten rum und hatten Spaß. Das müsste ich sein… und ausgerechnet meine beste Freundin verriet mich. Ehemalige beste Freundin. Und bald wollten sie auch noch Gefährten werden, hab ich gehört, und mich total vergessen. Eine Träne kullerte über meine Wange, doch ich wischte sie schnell wieder weg. Unglaublich, dass sie so was tat. Lindeblatt und ich kannten uns schon Ewigkeiten und haben uns gegenseitig vertraut… bis jetzt… „Was für ein schönes Fell du doch hast, mein Goldchen!“, hörte ich es zuckersüß von Lindeblatt rüber schallen, die so nah an Goldfink stand, dass man denken könnte sie sei an ihm fest gewachsen. Ich verdrehte die Augen. Ihr ging es nur ums äußerliche. Dabei hatte er auch viele Innere Werte. Er war witzig, selbstbewusst, nett und so mutig. Ach ja… Goldfink… Ich wurde aus meinen Träumen gerissen, als mich Tannenschwinge anstupste. „was ist denn?“, fragte ich unwirsch und verstummte als ich den ernsten Gesichtsausdruck sah. Etwas musste passiert sein. Etwas Schlimmes. „Du sollst kurz mitkommen.“
    Ich nickte nur und folgte ihm stumm. In mir überlegte ich was passiert sein könnte. Habe ich irgendwas falsch gemacht? Ich erinnerte mich nicht daran irgendwas Schlimmes gemacht zu haben. Glaub ich zumindest. Ich wurde ganz unruhig und mein Pelz kribbelte, als wir in den Anführerbau zu Echostern gingen. Auch Echostern schwieg, als wir den Bau betraten, aber er sah nicht wütend aus sondern eher… traurig. Niemand sagte was. Ich hielt die Stille nicht mehr aus. „Was ist passiert?“, wollte ich wissen. Echostern seufzte und tauschte kurz Blicke mit Tannenschwinge. Dann schaute er mich mitfühlend an. „Deine Mutter… sie ist tot.“

    Mir blieb die Stimme im Hals stecken. Ich starrte ihn nur geschockt an. „wie tot? Das kann doch nicht sein…“
    Gedanken rasten in meinem Kopf. Ich wollte es nicht glauben, nein, ich konnte es nicht glauben! Sie war doch kerngesund? Oder hatte sie eine Krankheit gehabt von der niemand was wusste. „Lindenblatt brauchte Nestmaterial für die Kinderstube, weil sie bald Junge kriegt…“, erklärte Echostern.
    Lindenblatt… Ein ruckartiger Schmerz durchfuhr mein Herz. „… und da kein Schüler im Lager war hatte sich Schneehauch Freiwillig gemeldet welches zu suchen…“
    Ja, so war ihre Mutter schon immer gewesen. Ich musste die Tränen unterdrücken. Sie war immer so Lieb, nett, freundlich gewesen...
    „…aber als sie nicht zurück kam haben wir uns Sorgen gemacht, deshalb schickte ich eine Patrouille los um sie zu suchen. Sie fanden sie bei der Lichtung in der Nähe vom Zweibeinerort, halb verblutet. Sie kämpfte mit einem riesigen Fuchs und unsere Krieger sind ihr natürlich zur Hilfe geeilt, aber für sie war es zu spät. Als wir ankamen war sie schon tot. Es tut mir ja so Leid…“
    Tot. Tot. Tot. Dieses eine Wort schwirrte die ganze Zeit in meinem Kopf herum. Tot. Schneehauch. Tot. Ich glaubte die Wände auf mich zu kommen sehen und mir wurde etwas schwindelig. „Rosenblüte, das wird schon wieder…“
    „Nein!“, unterbrach ich ihn zornig. Außer sie hatte ich keine Familie! Mein Vater verstarb im Kampf vor meiner Geburt. Und eine beste Freundin hatte ich auch nicht mehr… Lindenblatt hatte mich ja verraten. „ich hatte doch nur sie!“, fauchte ich „Ihr hättet sie retten können, aber ihr habt versagt! Es ist eure Schuld! Und die von Lindenblatt… hätte sie nicht so “dringend“ mehr Moss gebraucht und auf die Schüler gewartet, wäre es gar nicht erst so weit gekommen!“
    Ich konnte die Tränen nicht mehr halten. „Du bist nur wütend, das meinst du nicht so…“, begann Tannenschwinge. „Nein!“
    Ich war nicht nur wütend. Am liebsten hätte ich mich auf Tannenschwinge gestürzt und sie noch mal gefragt ob ich "nur wütend“ war. Ich kriegte keine Luft mehr. Ich musste sofort hier raus! Ich hielt es nicht mehr aus. An Echostern und Tannenschwinge vorbei rannte ich so schnell wie mich meine Pfoten trugen aus dem Anführerbau hinaus auf die Lichtung. Ein paar Katzen sahen mich überrascht an als sie mich Tränenüberströmt Richtung Lagerausgang rannte, aber ich beachtet sie nicht. Die Welt um mich rum blendete ich vollkommen aus. Ich sah nur noch einen roten Schleier der Trauer und der tiefe Schmerz in meinem Herz. „Rosenblüte? Rosenblüte?"
    Da drang eine Stimme in meine rote Leere vor. Ich stoppte ruckartig. Es war Goldfink. Ich schaute ihn nicht an. Er sollte mich nicht weinen sehen. „ja?“, fragte ich mit brüchiger Stimme. „Ich habe schon das mit Schneehauch gehört und es tut mir Leid für dich. Willst du vielleicht darüber reden?“
    Mein Herz machte einen kleinen Hüpfer. Er sorgte sich um mich. Doch die Wut und der Zorn verdrängten alle Gefühle der Liebe für ihn. Er hatte sich mit Lindenblatt eingelassen. Er verdiente meine Lieber nicht. „Lass deine falsche Freundlichkeit!“, fauchte ich ihn an. „geh doch wieder zurück zu deinem „Lindchen" Sie vermisst doch bestimmt weil du schon seit drei Sekunden nicht mehr bei ihr warst, Verräter!"
    Schadenfreude stieg in mir auf als in dem Augenwinkel seinen verdutzen Gesichtsausdruck sah und bevor er noch was sagen konnte drehte ich ihm den Rücken zu und rannte weiter. Die Wut verlieh mir Flügel und ich raste nur so über den Waldboden. Vielleicht folgte er mir. Vielleicht auch nicht. Das konnte ich nicht sagen, denn ich hörte nur das Blut in meinen Ohren rauschen. Der kurze Wortwechsel hat mich für eine kurze Moment meine Mutter vergessen lassen, aber jetzt tauchten die Erinnerungen wieder auf. Frischer und stärker als letztes Mal. Der Schmerz haute mich förmlich um und ich musste mich setzten. Keuchend sah ich, dass ich mein Ziel erreicht hatte. Die beiden Eichen. Sie waren etwas Besonderes für mich. Es war immer der Lieblingsplatz meiner Mutter gewesen. Wir tollten am Baum herum und in den Weiten der Äste fing ich meine erste Beute. Letzen Mond bei meiner Kriegerprüfung haben ich dort mit ihr gesessen und ihr die freudige Nachricht erzählt, dass ich nun Krieger war. Mit dem Ort verband ich so viele Erinnerungen. Hier tröstete meine Mama mich auch immer wenn ich traurig gewesen war. Jetzt nicht mehr. Jetzt war sie tot.

    Kapitel 2: geflüchtet

    Ich sank zusammen. Es war alles zu viel für mich. Erschöpft von dem Weinen und Schreien lag ich mitten auf der Wiese vor der großen Eiche. Die Trauer in meinem Herzen fühlte sich an wie eine große schwarze Leere. „Was bleibt mir eigentlich noch?“, fragte ich mich. Verraten von den Freunden und verlassen von der Familie. Liebt mich noch jemand? Wieso ging ich nicht einfach zu meiner Mutter zum Sternenclan. Dort würde ich Frieden finden, aber… Es wäre Falsch auf zu geben. Das würde auch Schneehauch sagen. Außerdem… Etwas hatte ich noch. Wut! Die Wut auf Lindenblatt! Ohne sie wäre das alles nicht passiert! Ich hätte noch meine Mutter und auch Goldfink. Sie hat alles ruiniert. Die schwarze Leere fühlte sich mit rotem Zorn. Ich würde mich rächen. Ich werde ihr Leben ruinieren so wie sie meins. Aber um das zu schaffen brauchte ich Hilfe und einen Plan. „hey, Rosenblüte! Warte Mal!“
    Ich zuckte mit den Ohren. Das war Lindenblatt… „Was willst du hier?“, fragte ich tonlos und drehte mich nicht um. Ich zügelte meine Wut. Sie jetzt anzugreifen wäre am einfachsten, aber sie wäre zu stark, da sie älter war, und ich wollte sie wirklich leiden lassen so wie sie mich. „Das tut mir echt Leid. Das mit deiner Mutter, denn irgendwie war es ja auch meine Schuld…“
    „Ja, das ist es auch.“ Lindenblatt zuckte zusammen. „Wolltest du noch was sagen? So was wie: Entschuldigung, dass ich dir deinen Gefährten weg geschnappt habe? Du liebst ihn nicht Mal!“, fauchte ich mit eiskalter Stimme. Falls Lindenblatt auf Verzeihung gehofft hatte, hatte sie sich gewaltig geirrt. „Nein, also… Ich muss mich nicht rechtfertigen vor deinen falschen Anschuldigungen!“
    Ich schnaubte. Kaum zu glauben, dass wir mal beste Freundinnen waren. Ich würdigte ihr immer noch keinen Blick. „Du wusstest genau, dass ich ihn liebte und das er mich auch.“, erwiderte ich.
    „Aber ich liebe ihn und wahre Liebe kann man nicht stoppen.“, fauchte Lindenblatt.
    Wahre Liebe. Für wie doof hielt sie mich. Ich kannte sie besser als mich selbst. Mir musste sie nichts vor machen. Sie mochte sein Talent im Kampf und bei der Jagd und sein perfektes Aussehen. So perfekt wie sie. Ein tiefes Knurren drang aus meiner Kehle und ich guckte sie zum ersten Mal an. „Wahre Liebe? Er gehört zu mir!“
    Jetzt legte auch Lindenblatt das Fell an. „Nein, zu mir!“, knurrte sie. Die Funken sprühten förmlich bei uns beiden und ich wusste lange würde ich mich nicht mehr zurück halten können. „Greif doch an!“, höhnte Lindenblatt. „Oder bist du zu Feige!“
    „Eher bist du der Feigling! Du bist so Feige anderen Leute den Gefährten auszuspannen!“
    „dafür habe ich noch eine Familie!“, fauchte sie und merkte sofort nach dem sie die Worte gesprochen hatte, dass sie es nicht hätte tun sollen. Damit hatte sie einen wunden Punkt getroffen. Ich konnte mich nicht mehr halten. Ich musste den Zorn raus lassen! Mit einem Kampfschrei stürzte ich mich auf Lindenblatt. „Du hast alles ruiniert!“, zischte ich während ich mit der Pfoten ihr die Beine weg zog und ihren Kopf auf nach unten drückte. Lindeblatts Sicherheit vom Streit war wie weg geblasen. Jetzt stand ihr die Panik praktisch ins Gesicht geschrieben, als sie begriff was ich vor hatte. „und jetzt ruiniere ich deins!“
    Ich holte aus zum Kehlenbiss aber ein goldener Pelz sprang auf mich und schubste mich zur Seite. „geh weg von Lindenblatt!“, fauchte Goldfink. Regungslos schaute ich ihm in seine Smaragd-Augen. „Du willst Krieg? Du bekommst Krieg!“
    Ich ging auf ihn Los. Goldfink war sichtlich verwirrt von meiner Aggressivität. Er kannte halt nur mein schüchternes ich. Diese ich war eine andere Selbstbewusster und kaltherziger. Goldfink wich gerade noch so meinen Schlägen aus und ich schlug nur in die Luft. Ich knurrte. Lindenblatt sah geschockt zu. Dann fasste sie sich wieder. „Du bist verrückt, Rosenblüte!“, fauchte sie mich an und stellte sich zwischen mich und Goldfink. „Nein! Ich bin wütend!“
    Mein Schlag traf ihr Gesicht und Lindenblatt taumelte ein paar Schritte zurück. Ein schadenfreudiges Lächeln umspielte meine Lippen, doch es verschwand sofort wieder als Lindenblatt wieder aufstand und mit Goldfink auf mich ging. Es war schwer gegen beide gleichzeitig zu kämpfen. „Habt ihr keine Ehre mehr? Zwei gegen einen!“
    Ich sah ein, dass ich so nur verlieren würde. „Denkt nicht, dass ihr mich Los seid! Ich komme wieder, denn ich will Rache!“
    Mit den Worten wendete ich mich ab, rannte los und hinterließ eine kleine Blutspur. Goldfink hatte mich also am Rücken getroffen. Ich drehte mich im laufen nicht mehr um. Ich war zwar erschöpft aber Die Wut verlieh mir wieder die Kraft, die ich brauchte. Ich kam erst zum stoppen, als ich das Donnerclan Territorium hinter mit gelassen hatte und in einem unbekannten Wald war. Dort fiel ich um vor Erschöpfung und schlief sofort ein.

    Kapitel 3: Rache Plan

    Der Wind zerzauste mein Fell. Hatte der Kriegerbau etwa ein Loch? Ich schlug die Augen auf. Ich lag mitten auf einer Lichtung. Jetzt fiel alles mir wieder ein. Lindenblatt, Goldfink, der Streit. Alles. Zitternd stand ich auf. Das Blut von der Wunde am Rücken war getrocknet und hatte einen hässlichen knubbeligen roten Fleck hinterlassen auf meinem rose -farbenden Fell. Rose. So war mein Name, also Rosenblüte, aber er passte nicht mehr. Eine Rose war zart, schön und stand für die Liebe. Ich war genau das Gegenteil. Ich war wie die Dornen der Rosen. Die spitzen Dornen an den man sich die Pfoten stach. Rosendorn. Das passte besser. Zufrieden mit meinem neuen Namen stand ich auf. Erstmal brauchte ich was zu Essen. Mein Magen knurrte schon. Ich schloss die Augen und atmete tief ein und aus. Ich witterte sofort eine Maus, die in der nähe eines Haselbaums Haselnüsse sammelte. Also leichte Beute. Geschmeidig wie ein Tiger schlich ich mich an. Als ich nur noch eine Fuchslänge vor der Maus stand sprang ich auf sie zu und ehe sie wusste wie ihr geschieht tötete ich sie mit einem Biss in den Nacken. Ich schnurrte zu frieden, als ich sah wie fett die Maus war. Ich aß soviel ich konnte, doch trotzdem blieb ein Rest übrig. Ich wusste nicht was ich als nächstes tun sollte also ließ ich mich wieder in das weiche Gras sinken. Dunkle Gewitterwolken zogen über mir auf. Sie erinnerten mich wieder an Lindenblatts Verrat und den Tot meiner Mutter. Bei diesem Mal war der Schmerz nicht so schmerzhaft wie davor, doch dafür war die Wut stärker. Ich würde mich rächen. „Ich weiß wie du dich fühlst!“, zischte eine fremde Stimme hinter mir. Ruckartig drehte ich mich um und starrte direkt in ein paar gelbe Augen. Ich schreckte zurück. „Wer bist du?“, fauchte ich. „Mein Name ist unwichtig, aber er lautet Dachsruf.“
    „Das ist ja ein Clan Name!“, rief ich entsetzter aus als beabsichtigt. Kühl starrte Dachsruf zurück. „und? Hast du damit ein Problem?“, fragte sie bissig. Ich legte den Kopf schief. Vielleicht gehörte sie auch mal zu einem Clan. So wie ich… Ich dachte wehmütig an die schönen Zeiten im Clan. „Der Clan ist nicht mehr dein zu hause“, mahnte ich mich selber. Dann erinnerte ich mich wie meine ehemaligen Clan-Gefährten versagt haben gegen den Dachs zu kämpfen und meine Mutter starb. Meine Miene verfinsterte sich und auch meine Stimme wurde frostiger. „Nein, hab ich nicht. Und jetzt sag, was willst du von mir?“
    „Ich will dir helfen in deinem Kampf gegen Lindenblatt. Verräter müssen sterben. Oder?“
    Ich hätte ihr gerne noch ein paar Fragen gestellt wie "Woher weißt du das mit Lindenblatt?“ oder „Hast du auch einmal zu einem Clan gehört?“, aber ich ahnte, dass ich nur eine patzige Antwort kriegen würde. „Und wie bist du dir so sicher?“
    Dachsruf musste grinsen. Auf diese Frage hatte sie gewartet. Sie stieß einen Schrillen Pfiff aus. Irritiert sah ich sie an. Und jetzt? Da hörte ich Getrampel. Ich schaute was da hinter mir ankam und erschrak. Es war ein großer ausgewachsener Dachs. „Keine Sorge! Der tut nichts… solange ich es ihm befehle.“
    Ihre Worte beruhigten mich kein bisschen. Mit gesträubtem Fell sah ich zu wie der Dachs sich gehorsam neben Dachsruf setzte. „Deshalb gab man dir den Namen „Dachsruf“ Weil du mit Dachsen reden kannst.“
    Dachsruf verzog das Gesicht. „ja, und wegen meiner Fellfarbe.“
    Was verbirgt sie? Als ich noch mal den Dachs betrachte begann sich ein Plan in meinen Kopf zu gestalten. Ein boshaftes Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen. „Viel weiß ich nicht über dich, aber ich bin mir sicher du wirst mir gut helfen können. Du mit deinen Dachs hast mich auf eine Idee gebracht..."
    Fragend legte Dachsruf den Kopf schief. "Aha, und auf welche Idee?"
    Ich grinste. "Wir locken Lindenblatt mit einer falschen Prophezeiung auf die Lichtung. Dort wird der Dachs sie fest halten und ich gebe ihr den Todesbiss!"
    In meinen Augen funkelte es böse. Schon bald würde ich Rache nehmen!"
    Dachsruf trat vor. Sie wirkte etwas beunruhigt, doch gleich darauf folgte wieder die zielstrebige Sicherheit. "Bei der Prophezeiung kann ich helfen. Ich bin ein Seelenwander. Jemand der nach dem Tot weder zum Sternenclan noch zum Wald der finsternis kommt. Ich kann in Träume von anderen gehen. Übrigens, auch das alles ist nur ein Traum."
    Entsetzt starrte ich sie an. Bloß ein Traum? Wie konnte das sein? Ich blickte mich um. Jetzt erkannte ich einen silbernen Sternenschimmer über dem Wald, der mir vorher nicht aufgefallen war. Das komische daran war aber, dass man die Sterne nicht sehen konnte weil Gewitterwolken den Himmel verdeckten... "Das ist ein Traum? Und was ist dann mit dem Dachs? Wie soll ich ihn rufen?", fragte ich. "Pfeif einfach. Der Dachs wird dann kommen, den nun kennt er dich."
    Ich nickte nur. Aufeinmal drehte sich alles und der Traum verschwamm vor meinen Augen. Ich wachte mitten auf der wiese auf, auf der ich auch eingeschlafen war. "Dachsruf?", rief ich in die Stille. Etwas kitzelte mein Ohr. "Lass die Prophezeiung mein Problem sein. Ich werde sie überbringen. Lindenblatt wird in einem Sonnenuntergang bei der Lichtung erscheinen. Allein.", wisperte es an meinem Ohr. Ich schaute nach wer da war, doch dort stand niemand. Nur der Wind wehte mir entgegen. In einem Sonnenuntergang... Ich werde da sein...

    2
    Kapitel 4: der Verräter

    Ich stand mitten auf der Lichtung. Mein Fell wurde zerzaust vom Wind. Meine Krallen waren ausgefahren, bereit zum Kampf, und meine Augen leuchteten in einem wütenden rot. Der Kampf zwischen mir und Lindenblatt wurde alles entscheiden. Mit der falschen Prophezeiung hatte ich sie hoffentlich getäuscht und hier her gelockt. Mein Plan war es sobald sie da war, sie vom Dachs fest halten lassen und ihr den Todesbiss geben. Erst dann werde ich ruhe geben. Den Dachs musste ich so wie es mir Dachsruf gezeigt hatte, mit einem schrillen Pfiff, rufen. Eigentlich konnte nichts schief gehen... Ich hörte ein Rascheln. Das musste sie sein. Schnell versteckte ich mich im Gebüsch, doch statt Lindenblatt kam mir aus dem Wald eine ganzer Clan entgegen. Goldfink und Lindenblatt standen an der Spitze. "Komm raus, Rosendorn! Wir wissen dass du da bist!", rief Goldfink entschlossen. Woher wussten sie von meinem neuen Namen? Und überhaupt von meinem Plan? Ich habe ihm doch niemanden gesagt... Dachsruf! Sie hatte mich verraten."Dachsruf hat uns alles bereitwillig erzählt!", lachte Lindenblatt "Sie ist eine gute Spionin. Nicht wahr?" Ein warmer Hauch wehte neben mir. "Es tut mir Leid, aber du bist eine Gefahr für alle Clans mit deiner Wut und musst vertrieben werden. Das ist meine Bestimmung als Seelenwandler und Waldgeist."
    Verbittert schaute ich weg. Nur Lügen. Immer Lügen. "Und bei den Dachsen hast du auch gelogen?"
    "Nein, das war die Wahrheit. Irgendwie musste ich dich doch überzeugen.", antwortete Dachsruf.
    Ich lächelte böse. Der Schmerz in meinem Herzen von alldem Verrat und Tot wurde zu kalter Wut. Entschlossener denn je ging ich mit festen Schritt auf die Lichtung. Ich hatte nichts mehr zu verlieren. Alle die ich liebte haben sich von mir gestoßen. Ich blickte allen noch einmal in die Augen. Meine ehemaligen Clan-Gefährten blickten entschlossen zurück, aber nicht so entschlossen wie ich. Ich stieß einen lauten Pfiff aus. Aus der Ferne hörte man es rumpeln. Es war nicht nur ein Dachs gekommen, sondern eine ganze Horde, angeführt von dem alten Dachs. "Ihr wolltet mich besiegen? Vernichten? Töten?", fragte ich zornig. "Ich habe euch mit euren eigenen Waffen geschlagen!"
    Die Dachse versammelten sich auf der Lichtung. Mit gefletschten Zähnen stellten sie sich neben mich. Wenigsten haben mich die Dachse nicht verraten. Noch nicht. "Angriff, Dachse!", schrie ich aus voller Kehle und rannte los. Gleichzeitig stürzte sich auch der Clan mit einem Kampfschrei auf uns. Die Wut verlieh mir Kraft. Ich wollte zuerst auf Lindenblatt losgehen, doch Flammenblüte stellte sich mir in den weg. Geschickt wich ich dem Schlag von Flammenblüte aus. "Du bist zu langsam!", feixte ich. Das machte Flammenblüte zorniger und sie machte immer unüberlegtere Züge und haute nur noch drauf. "Und? Wer ist hier zu langsam?"
    Mit einem kräftigen Schlag traf sie meine linke Gesichtshälfte und warf mich zu Boden. "Immer noch du!", grinste ich. Mit meinen Hinterpfoten zog ich ihr die Beine weg, sodass sie auch hin fiel. Ich sprang flink wieder auf und krallte meine Tatze bevor sie es realisieren konnten an ihren Hals. "Immer noch du...", wiederholte ich. Flammenblüte wollte sich los reißen, aber ich hielt sie gekonnt fest. Die Panik stand ihr ins Gesicht geschrieben und ich genoss den Moment der Überlegenheit. "Geh weg von meiner Mutter!"
    Ich schaute woher die Stimme kam. Es war Lindenblatt, die sich durch das Kampfgetümmel drängelte vorbei an zwei Dachsen. Gleich würde sie bei uns sein, aber zu spät... Ich fletschte die Zähne und guckte ein letztes Mal in Flammenblütes Gesicht. Dann bohrte ich meine Zähne in ihren Hals. Ich schmeckte den metallischen Geschmack von Blut. Ihr Körper erschlaffte. Lindenblatt schrie, aber ich hörte nur das dumpfe Echo von dem. Das rauschende Blut in meinen Ohren war zu laut. Auch mein Herz raste wie wild und meine Muskeln zitterten leicht. Als ich mich wieder zum Kampfgetümmel wendete, flog wie in Zeitlupe Lindenblatt auf mich zu. Ihre ausgefahrenen Krallen blitzen kurz auf im Sonnenschein. Ich wollte ausweichen, aber sie hielt mich gerade noch so am Bein fest. "Halt, Mörderin! Du hast meine Mutter getötet!"
    Ich landete hart auf dem Waldboden. Wie konnte sie es nur wagen... "Jetzt weißt du endlich wie mir es geht!", fauchte ich während ich aufstand. "Fühlst du jetzt auch die Leere und Trauer? Merkst du endlich wie blöd es sich anfühlen muss dabei auch noch verraten zu werden von seinen Freunden? Spürst du es nun?"
    Der Kampf um uns rum verstummte. Lindenblatt blickte zu Boden. War sie sauer, traurig oder gedemütigt? Ich konnte es nicht sagen. Wahrscheinlich alles zusammen. "Wartet!"
    Goldfink trat aus der Menge. Sein goldenes schöne Fell war blutverschmiert und er humpelte leicht. Das erfühlte mich mit Genugtuung. Schließlich hatte er sich blenden lassen von ihr und war somit auch ein Verräter. "Was ist los?", fragte ich und ließ Lindenblatt nicht aus den Augen, aber sie sah nicht so aus als würde sie noch Kraft zum kämpfen haben. Wie ein Häufchen Elend saß sie trauernd neben ihrer Mutter und kauerte sich in ihr noch warmes Fell. "Ruf deine Dachse zurück.", sagte Goldfink liebevoll. "Bitte, meine Rose", fügte er etwas leiser hinzu. Meine Augen verengten sich zu kleinen Schlitzen. Dachte er echt ich wäre so naiv? "Wieso sollte ich?", fauchte ich ihn an. Alle achteten nur noch auf mich, Lindenblatt und Goldfink. Sogar die Dachse. Totenstille... Man hörte nur das Schluchzen von Lindenblatt, aber ansonsten sagte niemand was. "Nun, du willst Rache an uns? Oder?", durchbrach Goldfink die Stille. Worauf wolltet er hinaus? "Ja!", knurrte ich "ihr habt mein Leben zerstört, deshalb zerstöre ich eures!"
    Goldfink tappte ein paar Schritte zu mir rüber. "Ich mache dir einen Vorschlag. Du verschonst den Clan und kämpfst dafür gegen mich."
    Ich legte den Kopf schief. Es war schön verlockend... Das müsste ich zugeben, aber meine Rache golt auch dem Clan und nicht nur Lindenblatt und Goldfink. Aber natürlich standen Goldfink und Lindenblatt ganz oben auf der Abschussliste... "Hm...", dachte ich "ich muss mich ja nicht an das Versprechen halten. Ich wurde ja auch oft angelogen." Jetzt würde ich es ihnen mit gleicher Münze zurück zahlen. Sie werden es bereuen sich mit Dachsruf eingelassen zu haben. "Einverstanden!"
    Die Clan Katzen gingen zurück sowie die Dachse auch. Sie bildeten einen Kreis um uns. Goldfink stand auf der rechten Seite, ich auf der linken. Ich tappte ein wenig zurück, aber ließ ihn nicht aus den Augen. Wie zwei Tiger umkreisten wir uns und wendeten nie den Blick ab. "So weit ist es also gekommen. Einst ein Liebespaar und jetzt Feinde...", sagte Goldfink mit einem leichten Knurren. Liebespaar? Ich schaute kurz rüber zu Lindenblatt. "Wen du mich geliebt hättest, wärst du nicht mit Lindenblatt zusammen. Du hast mich einfach fallen gelassen wie... wie... etwas Eckliges, was du nicht bei dir haben willst."
    Eine kleine einzelne Träne kullerte über meine Wange. Dann riss ich mich wieder zusammen und die wut verdrängte die Traurigkeit. "Ich hab dich doch geliebt, aber Lindenblatt auch. Ich mag dich und sie. Also Rosenblüte und Lindenblatt. Rosendorn ist nur voller zerstörerischen Hass. Deshalb tu ich das alles.", sagte er. Ich senkte den Blick und meine Miene verfinsterte sich. "Ich bin das was ihr aus mir gemacht habt. Hättest du mich gewählt, wäre Rosendorn nie entstanden, aber es ist zu spät. Rosenblüte ist tot. Rosendorn ist stattdessen da. Und ihr seit an ihrem tot schuld."
    Ich nutze den Augenblick indem er abgelenkt war und griff ihn an. Ich sprang auf seinen Rücken und brachte ihn damit aus dem Gleichgewicht. Keuchend schlug Goldfink am Boden auf. "Vergiss nicht", knurrte ich "ich bin das was ihr aus mir gemacht habt. Rosendorn"
    Ein Röcheln war die Antwort. Goldfink war vom Kampf sowieso geschwächt und meine Wut machte mich stäker. Aber Aufgeben kam für ihn nicht in Frage. Er stoß sich ab und stieß mir die Pfoten weg. Ich schaffte es gerade noch so das Gleichgewicht zu halten. Doch im gleichen Augenblick kam er von hinten und sprang auf meinem Rücken. Ich jauelte auf als er seine Krallen in meinen Rûcken bohrte. Ich wollte in abwerfen aber er war zu schwer. Ich stolperte über meine eigenen Beine und fiel hin. Ich sah aus dem Augenwinkel Goldfink über mir stehen. "Selbst wenn es so war, bist du trotzdem eine Gefahr für alle. Sag Hallo zum Wald der Finsternis! Da kommen böse Katzen hin."
    Seine Klaue schwang über mich. Meine Stimme war kaum ein Flüstern. "Nein, ich muss zum Sternenclan! Ich will zu meiner Mutter! Die einzige die mich noch liebt!"
    Ich kniff die augen zusammen. Bereit für den Todesschlag. Ich war zu erschöpft zum aufstehen. Die Wut hatte mir Kraft gegeben, doch die Wut war jetzt weg... und mein Leben auch gleich...

    3
    Kapitel 5: wieder vereint

    "Stop!"
    Goldfink hielt mitten in der Bewegung inne. Lindenblatt war aufgestanden von ihrer toten Mutter und ging auf uns zu. "Sie wollte doch immer nur Liebe. Das verstehe ich jetzt. Ich habe begreifen wie sich das anfühlt jemanden wichtigen zu verlieren. Egal wie sie heißt ist sie immer noch meine Freundin. Wen sie mir meinen Fehler verzeiht..."
    Ich blickte zu Lindenblatt, die Katze der ich vor wenigen Sekunden noch den Teufel an den Hals gewünscht hätte. Das erste Mal seit ich den Sonnenuntergang mit Goldfink angeguckt hatte, fühlte ich Liebe. Liebe ohne Schmerz und Wut. Wie konnte ich unsere Freundschaft je anzweifeln? Ich hatte so lange nicht mehr fröhlichkeit gefühlt, dass es sich schon fast komisch anfühlte aber irgendwie auch erleichternd. Zitternd stand ich auf. Meine Beine fühlten sich an wie dünne Zweige die im Wind wehten. Goldfink hatte kein Wort gesagt, aber hatte die Klaue zurück gezogen. Mehr stolpernd als gehen ging ich auf sie zu. Ich lächelte. Die Gesichtsmuskeln schmerzten schon von all den grimmigen und schmerzverzogenen Gesichtsausdrücken. Lindenblatt lächelte auch. Vor Freude umarmte ich sie. "Ich hatte schon die Hoffnung verloren noch jemanden zu finden der mich liebt. Jetzt will ich wieder Rosenblüte sein.", schnurrte ich. Die Dachs merkten, dass ihr Job beendet war und humpelten schnaubend weg. Die Krieger gingen vorsichtshalber alle ein Schritt zurück. Echostern trat auf mich zu. "Rosenblüte?"
    Fuchsdung, dachte ich. Jetzt wird es Ärger geben. Bereit für eine mächtige Standpauke löste ich mich von Lindenblatt. Sie zwinkerte mir zu. "Wird schon nicht so schlimm!"
    Ich atmete noch einmal tief durch und blickte Echostern entschlossen ins Gesicht. "Rosenblüte", began er "Du hast den Clan für ganze zwei Tage verlassen und warst spurlos verschwunden. Dann kammst du wieder mit einer Horde Dachse und hättett nicht gezögert uns alle umzubringen. Willst du was dazu sagen?"
    Ich zuckte zusammen. Wenn man es so aufzählte klang es schlimmer als es war. "Also... goldfink und lindenblatt... dann schneehauch... na ja.. ", stammelte ich und kam mir dabei vor wie das letzte Mäusehirn. "Erst der Schock mit Lindenblatt und mir und dann der tot ihrer Mutter! Da ist es doch klar, dass sie ausrastet. Außerdem hat sie sich... fast... entschuldigt.", bemerkte Goldfink und ich warf ihm einen dankbaren Blick zu. Echostern überlegte. Meine Nerven waren bis zum zerreißen gespannt. Bitte nimm mich wieder beim clan auf. "Nun!", sagte Echostern langsam. Ich sog scharf die Luft ein. "Du hast deine Lektion gelernt und ich glaube du wirdest schon genug bestraft. Wilkommen zurück beim Clan!"
    Ich schnurrte laut. "Danke, Echostern! Danke!"
    Auf einmal kam mir alles heller und fröhlicher vor. Mit meinen beiden Freunden an meiner Seite würde mir nichts passieren! "Ich bin stolz auf dich!", schnurrte eine Stimme. Erst dachte ich es wäre diese fiese Dachsruf, aber dann bemerkte ich einen vertrauten Geruch. "Schneehauch?", fragte ich zögerlich "warum kommst du erst jetzt?"
    Ihr weißen sternenübersehtes Fell streifte meins. "Jeder muss seine eigenen Wege gehen.", antwortete sie bloß. Meine Schnurrhaare zuckten. Jetzt redete sie sogar schon wie eine Sternenclankatze! Ich genoß den Augenblick, weil ich ahnte, dass sie so schnell wie sie gekommen ist auch wieder gehen wird."Rosenblüte?", rief Goldfink "kommst du Mal mit?"
    Unsicher blickte ich zu Schneehauch. Diese nickte nur. "Geh schon! Deine Freunde warten auf dich!"
    Ich kuschelte mich noch ein aller letztes Mal in ihren Pelz. "Danke für dein Verständnis!"
    Dann rannte ich über die Wiese hinüber zu Goldfink. Ich wusste nicht woher ich noch all die Energie nahm. Wahrscheinlich aus der Liebe...

    4
    Epilog

    Unsicher folgte ich seinen Spuren. Wo brachte er mich hin? Wir gingen auf jeden Fall nicht zum Lager. Ein mulmiges Gefühl machte sich in mir breit. Was wen alles nur gespielt war und er mich zu einem Ort bringt wo er mich in ruhe töten kann? Ich fühlte tiefe Erschöpfung. Mehr Verrat und Lügen würde ich nicht stand halten können. Goldfink bemerkte meinen Blick und lächelte nur sanft als Antwort auf die ungestellte Frage. Sein Pelz schimmerte wie reines Gold im Mondschein. Ich schnurrte leise. Ich musste ihm einfach vertrauen. Ich folgte ihm weiter durch einen Spalt in dem dichtes Gebüsch. Die Lücke war nicht sehr groß, deshalb stach ich mir oft eine Dorne in den Pelz. Jetzt bemerkte ich, dass nicht irgendein Gebüsch war, sondern ein Rosengebüsch! Wie romantisch. Der süße Duft der Blume die den gleichen Namen trug wie ich stieg mir in die Nase. Goldfink zwinkerte mir zu. "Wir sind gleich da..."
    Mit seiner Pfote schob er den Moosvorhang vor mir zu Seite und gab die Sicht frei auf eine große Höhle. An der Seite plätscherte ein Wasserfall, der in einem kleinen See mündete. Auf der Wasseroberfläche spiegelte sich der Mond, der durch ein Loch in der Decke schien. Ansonsten wuchsen viele Seerosen auf dem See in den buntesten Farben von weiß bis dunkelrot. Vor Staunen fehlten mir die Worte. "Mund zu, es zieht", schnurrte er "Gefällt es dir?"
    Ich wusste immer noch was ich sagen sollte. Das war so... unbegreiflich! Hätte mir das jemand vor zwei Tagen gesagt, dass das passiert, hätte ich ihn vertmutlich ausgelacht. Als Antwort umarmte ich ihn laut schnurrend. Ja, es gefällt mir sogar sehr. Der Ort hier war wunderschön. Sein Fell roch nach dem Rosengebüsch, Wald und ein frischer Windzug an einem heißen Blattgrüne Tag. Mein Herz klopfte schneller. Es war wieder wie früher. Da stieg mir noch ein neuer Geruch in die Nase. Linenblatt? Ich schaute auf von Goldfinks Pelz und blickte Richtung Rosengebüsch. Dort stand sie. Aber sie sah nicht verletzt oder traurig aus zu meiner Verwundeung. Eher liebevoll und wissend. "Ihr gehört nunmal zusammen. Wahre Liebe halt...", flüsterte sie dann doch mit einer Spur bedauern. Dann verschwand ihr brauner Pelz wieder in der Dunkelheit. Goldfink bemerkte meinen Blick. "War da was?"
    Ich schüttelte den Kopf. "Nichts was in diesem Moment wichtig ist.", antwortete ich. Es war schön, dass Lindenblatt und ich uns wieder verstanden, aber noch schöner war es wieder mit Goldfink zusammen zu sein

    ENDE

    (Schreibt bitte einen Kommentar für lange Arbeit an der Geschichte mit Kritik, Lob ^^ und was ich verbessern kann!)

    5

    Roter faden

    1. Sicht von dachsruf
    2. Liebes szene
    3. Prophezeiung kriegen
    4. Lindenblatt zweifelt an sich umd erzahlt es rosenblute
    5. Lindenblatt will selbstmord. Roseblute und goldfink halten sie auf
    6. Dachsruf zeigt sich
    7. Kampf. Dachsruf wird verletzt

    Die dunkelste seele aller zeit,
    Entstand aus dem schatten der einsamkeit,
    Ihr schmerz ist nicht zu lindern,
    Sie bringt die blutrote blume zum verblassen,
    Neues Leben wird dafür erwachen,
    Es sei den ihr könt es verhindern,

    Nach dem Tot ist es nicht vorbei,
    Wähle zwischen Wege zwei,
    Der erste wird dich zu den Sterne erheben,
    Der zweite bringt dich zurück zum Leben,
    Doch erst wenn die Blüte des Lebens verrint,
    Du dein neues Leben gewinnst,

    Prolog

    Verbittert schaute ich weg. Nur Lügen. Immer Lügen. "Und bei den Dachsen hast du auch gelogen?"
    "Nein, das war die Wahrheit. Irgendwie musste ich dich doch überzeugen.", antwortete Dachsruf.
    Ich lächelte böse. Der Schmerz in meinem Herzen von alldem Verrat und Tot wurde zu kalter Wut. Entschlossener denn je ging ich mit festen Schritt auf die Lichtung. Ich hatte nichts mehr zu verlieren. Alle die ich liebte haben sich von mir gestoßen. Ich blickte allen noch einmal in die Augen. Meine ehemaligen Clan-Gefährten blickten entschlossen zurück, aber nicht so entschlossen wie ich. Ich stieß einen lauten Pfiff aus. Doch es kamen nicht nur ein dachs sondern eine ganze Horde. Jetzt würde ich Rache nehmen!


    Dachte sie wirklich sie wäre so doof? Dachsruf konnte sich ein boshaftes Lächeln nicht verkneifen. Jetzt wieder es lustig werden.

    6
    Verflucht vom Tot ~ Schattenkämpferin

    Es zeichnen sie aus, Augen, blutrot,
    2 Wege führn zum Ziel,
    Bring Leben oder tot...

    Ich spürte förmlich die misstrauischen Blicke der anderen als ich mit der Mausl im Maul das Lager betrat. Sogar Birkenschweif, die eben noch fröhlich mit Samenkralle geplaudert hatte war auch verstummt. Die Schüler hörten apprubt auf in ihrem Moosball Spiel und guckten mich ungläubig an. Mir wurdel warm unter dem Pelz, weil alle mich so anstarrten, als hätten sie noch nie eine wie mich gesehn. Stimmte ja auch... Ich tat so als würde ich nichts merken und schlenderte so lässig wie möglich zum Frischbeutehaufen. Langsam verfolgten auch meine Clan-Gefährten jeder meiner Bewegung. Ich beschleunigte meine Schritte, doch verlor dabei das Gleichgewicht mit der schweren Wûhlmaus und kippte zur Seite. Ich errötete und setzte mich schnell wieder auf und packte die Beute auf den Frischbeutehaufen ehe ich noch einmal hinfallen konnte. Verlegen leckte ich mir das Brustfell und langsam kehrte wieder normale Clan Stimmung ein. Birkenschweif redete weiter mit Samenkralle über ihre kleinen Junge und die anderen Schüler aus dem Schülerbau spielten weiter Moosball. Es juckte mich in den Krallen mitzuspielen, aber ich wusste sie würden mich nicht mit spielen lassen. Also wendete ich mich ab und lief zur Kinderstube, wo meine Mutter mit meiner Schwester in der Sonne lag. "Und dann hat sie mir gezeigt wie man jagt und... oh, hallo Blutpfote!", schnurrte meine Schwester, Schwanfeder, fröhlich. "Nenn mich nicht so", fauchte ich und sträubte mein Nackenfell. Schwanfeder seuftze. "Find dich mit deinem Namen ab. Ubd vorallem mit dem ganzen Prophezeiungs Quatsch! Das ist eh nur Aberglaube. Lass die Leute denken was sie wollen und iss mit uns"
    Ein scharfer Kommentar lag mir auf der Zunge, aber ich schluckte ihn wieder runter. Ich nahm zögerlich einen kleinen Bissen vom Star und kaute lustlos drauf rum. Ich hatte nicht sonderlich Hunger und meine Schwester konnte das so einfach sagen, aber sie durchlebte diesen Alptraum auch nicht jedem Tag. Betrübt blickte ich in die Ferne. Ich dachte nach wie es wohl wäre ohne Prophezeiung, als normal Clan-Katze. Ich würde endlich dazu gehören und vielleicht - nur vielleicht - hätte ich sogar eine Chance bei Wolfspfote... Ein wohlfühlendes prickeln machte sich auf meinem Pelz breit bei dem Gedanken an Wolfspfote. Sachte stubst meine Mutter, Ahornschweif, mich mit der Pfote an. "Vielleicht ist Krieger sein einfach nicht deine Bestimmung."
    Entsetzt riss ich die Augen auf. "Nein! Wie kannst du sowas sagen! Krieger sein ist mein größter Traum. Ich kann doch jagen und kämpfen!"
    Ahornschweif strich mir mit dem Schwanz eine Strähne aus meinem Gesicht. "Ach Mäuschen", miaute sie wehleidig "Das ist ja das Problem. Du machst ihnen Angst seit der Prophezeiung und als Heiler vielleicht weniger..."
    Meine grimmige veriet genug was ich davon hielt.Trotzig wendete ich moch demonstrativ in die andere Richtung ab. Jetzt glaubte sogar meine Mutter dass ich gefährlich war.

Kommentare (21)

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Flubbi (58096)
vor 94 Tagen
Das ist irgendwie seltsam,ne neue Geschichte.... :(
Flubbi (45090)
vor 98 Tagen
*würde 5 Sterne geben
Flubbi (45090)
vor 98 Tagen
Ah...was is das für ne neue Geschichte?
Flubbi (45090)
vor 98 Tagen
SCHREIB, SCHREIB, SCHREEEEIIIIIB SOFOOOORT WEITEEER!!*heul*:(
Flubbi (00751)
vor 123 Tagen
Hab fünf Sterne gegeben
Flubbi (00751)
vor 123 Tagen
Danke Funkenfell!Ich find es super!Übrigens,Tannenschwinge könnte seine schwester sein,kannst du ja mal überlegen *schnurr*
Funkenfell! (37850)
vor 124 Tagen
Okay, dann werde ich ihn in die Geschichte irgendwie einbauen *schnurr* die Fortsetzung werde ich dann auch bei forgotten Storys einreichen. Falls dir diese Geschichte gefallen hat kannst du vielleicht für mich abstimmen ^^ musst du natürlich nicht. (Schreibe jetzt aber auch viel am PC weiter und nicht mehr in diesem FF weil ich aus dem Urlaub zurück bin)
Flubbi (41203)
vor 125 Tagen
Klaro,ich hoffe,das er sich am Ende.ein bisschen selbstständig macht...*schnurrt*
Funkenfell! ( von: Funkenfell!)
vor 125 Tagen
*schnurr* ist eine schöne Idee! Ich Guck Mal wo ich ihn einsetzten kann. Vielleicht als Handlager von Dachsruf. Wäre das okay?
Flubbi (41203)
vor 125 Tagen
*Goldener mein ich natürlich. Ich hoffe,dir gefällt meine Idee 🐈
Flubbi (41203)
vor 125 Tagen
Einen ehemaligen clan Kater, hat von Rosenblüte gehört,und will sie töten,da er mit ihrer Mutter noch eine Rechnung offen hatte.(Er wurde einmal von einem fuchs angegriffen,doch schneehauch hat es nicht geschafft, ihn zu retten.Er verlor ein Auge.Seitdem schwört er Rache, und.was wäre besser,als ihre Tochter zu töten?)Name:Sonnenfluch. Charakter: Nachtragend, manipulativ,betrügerisch Eltern:? Aussehen:Goldfarben er Kater,Orangens Auge (das andere ist ja nicht mehr da)Hässliche Narbe an der Schulter. Feinde:so ziemlich jeder. Freunde:Echostern(ehemalig). Besonderheiten: Ist freiwillig Einzelläufer geworden
Funkenfell! ( von: Funkenfell!)
vor 125 Tagen
hey! schon wieder spione! *gespielt wütend*aber was hast du für ne charakteridee?
Flubbi (67503)
vor 126 Tagen
Suuuuper Geschichte, schreib,schreib, schreib!;)
Flubbi (67503)
vor 126 Tagen
*charakteridee
Mein ich
Flubbi (67503)
vor 126 Tagen
Oki,hab verstanden ich hätte eine charskteridee😺
Funkenfell! ( von: Funkenfell!)
vor 137 Tagen
@federblüte wenn du meinst... ^^ ich will aber fur forgotten storys den ff nochmal überarbeiten und fertig stellen)
Federblüte (03302)
vor 138 Tagen
@Funkenfell mir doch egal! Grade als ich die ersten 3 Bücher Las, hab ich mich schon spoilern lassen, mir macht das nix X3
Funkenfell (16341)
vor 138 Tagen
@federblüte hey, ihr sollt noch nicht gucken! ^^ spoiler gefahr fur den richtigen ff
Federblüte (03302)
vor 138 Tagen
Ich liebe diese ff, sie ist so geil😍
Funkenfell! ( von: Funkenfell!)
vor 138 Tagen
@flubbi also eighentlich soll die geschichhte noch niemand sehen ^^" weil die fur forgotten storys ist und noch nihht feriig aber trotzdem danke! (Konnte meinen pc namlichh nihht mit in den urlaub nehmen alwo hab ich dden ff erstellt :)