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Danke - Warrior Cats

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5 Kapitel - 3.791 Wörter - Erstellt von: Luchsiii - Aktualisiert am: 2018-02-26 - Entwickelt am: - 354 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Das ist meine Geschichte zum Schreibwettbewerb von Sonnenflug:3

Link:
http://www.testedich.de/quiz52/quiz/1515424132/Warrior-Cats-forgotten-stories

    1
    Prolog

    Die sandfarbene Kätzin rannte aus dem ruinenhaften Zweibeinernest in den Wald. Sie musste zwar auf drei Beinen laufen und ein Ohr von ihr war komplett aufgerissen und das Blut strömte in ihr Gesicht, doch sie biss sich hartnäckig auf die Zähne und stürmte zwischen die Bäume. Sieben lange Monde war sie im Zweibeinernest festgesessen, wurde beleidigt und misshandelt. Als ihre Familie vor ihren Augen nämlich kaltblütig von zwei unnatürlich aussehenden Katzen getötet worden ist, schleppten diese die neun Monde alte Kätzin mit sich. Seit diesem Zeitpunkt hatte sie immer Albträume gehabt und diese verschlimmerten sich auch noch, als sie mit ihren zwei Meistern allein darin war. Sie hatten sie gezwungen sie so zu nennen und nannten die Kätzin selbst,, Nutzloses Ding'' oder,, Dreckiges Etwas'', manchmal auch einfach nur,, Dreck''. Die Kätzin wurde aus ihren Gedanken gerissen als hinter ihr Pfotengetrappel zu hören war. Sofort klopfte ihr Herz wild, die Angst ließ sie noch schneller laufen. Ihre Meister verfolgten sie. Und dabei dachte sie dass das Feuer sie aufgehalten hätte. Doch sie hatte sich getäuscht. Auf einmal stolperte sie über etwas und flog direkt in den Schlamm. Sie zuckte stöhnend zusammen als sie auf ihr verletztes Bein landete und versuchte aufzustehen. Doch es hatte keinen Sinn. Das giftige, grüne Augenpaar ihres Meisters sah sie bereits an und es funkelte vor Zorn, doch auf seinem hässlichen Gesicht bildete sich ein wölfisches Grinsen...

    2
    Kapitel 1

    Traumjäger tappte aus dem Bau und lief vor zum Versammlungsbaum. Die Äste der alten Eiche knarrten im Wind und einige Blätter fielen tanzend zu Boden. Der Blattfall war bereits da und bald würde auch die Blattleere kommen. Gewitterdonner, der zweite Anführer des Clans, saß auf einer Wurzel der Eiche und teilte die Patrouillen ein. Als er Traumjäger entdeckte, zuckte er mit den Ohren. >>Ah! Traumjäger! Du kommst gerade recht. Du wirst mit Abendröte, Muschelklaue und Ozelotsprung auf Grenzpatrouille gehen.<<, meinte der dunkelgraue Tigerkater. >>Kiefernnadel, du gehst mit Krallenpfote und Lilienblatt auf Jagdpatrouille, Wirbelhauch...<< Doch Traumjäger verlor schnell sein Interesse. Beim Namen von der letzten Katze aus seiner Patrouille, blickte er zu dieser. Ozelotsprung saß neben Muschelklaue wie ein Stein und sah auf den Boden. Traumjäger blinzelte und gesellte sich zu der Patrouille. Abendröte nickte ihm zu und trabte dann aus dem Lager, Muschelklaue dicht auf ihren Fersen. Allerdings wartete Traumjäger noch auf Ozelotsprung, die sich langsam erhob und Richtung Lagerausgang tappte. Traumjäger folgte ihr und holte sie schnell ein. Schließlich lief er im gleichen Tempo wie sie neben ihr und sah zu ihr rüber. Die Kriegerin würdigte ihn jedoch keines Blickes, so wie sie es bei jedem tat. Ein Mal jedoch konnte Traumjäger ihr direkt in die Augen schauen, jedoch nur für einen klitzekleinen Moment. Aber als er diesen Moment hatte, konnte er keinerlei Gefühle in ihren schönen, bernsteinfarbenen Augen erkennen. Sie waren leer, anders als sie zum Clan stoß. Da hatte sie geblutet, war verletzt und völlig verschmutzt. Sie war völlig aufgebracht gewesen und schreckte bei jedem kleinsten Geräusch zurück. Nie wollte sie erzählen, was mit ihr passiert war. Doch ihre Angst hatte sich in Wut verwandelt, doch nachdem sie Hauchsturm, früher Hauchpfote, angegriffen hatte als diese sie geärgert hatte, war ihre Wut verschwunden. Es war, als hätten Goldsterns Worte, als dieser mit ihr schimpfte, ihr die Seele genommen. Seit diesem Tage war sie ohne jegliches Gefühl und redete auch wenig, nur wenn es nötig war. Doch ihre Art hatte Traumjäger einfach schon immer fasziniert. Er war eigentlich der Einzige aus seinem Clan, der Ozelotsprung Gesellschaft leistete, doch sie bemerkte es kaum. Also versuchte er mal wieder, wahrscheinlich eh erfolglos, ein Gespräch aufzubauen. >>Na was meinst du? Glaubst du dass die Streuner dieses Mal hier lungern?<<, fragte er die getupfte Kätzin freundlich. Diese antwortete, wie immer, nicht. Stattdessen bemerkte Traumjäger mal was Neues, ihr eingerissenes Ohr hatte kaum merklich gezuckt. Doch so etwas entging ihm nicht, er beobachtete sie jetzt schon lange genug und er wusste, er hatte irgendetwas getroffen, was er bisher noch nicht kannte. Er wurde neugierig. >>Vielleicht haben sie unsere Beute gestohlen. Aber wenn wir Pech haben, warten sie schon auf uns und locken uns in einen Hinterhalt...<<, grübelte er weiter, wobei er ganz genau ihre Reaktionen beobachtete. Als jedoch ihre Ohren öfters zuckten, beendete er lieber das Testen. >>Na ja, wahrscheinlich sind sie eh nicht hier. Ich wette sie sind schon längst wieder abgehauen.<< Das Ohrenzucken hörte auf. >>Kommt ihr endlich mal?<<, ertönte Muschelklaues Stimme von weiter vorne. Sofort beschleunigte Ozelotsprung ihr Tempo, Traumjäger ihr dicht auf den Fersen. Schließlich kamen sie bei den beiden anderen Kriegern an. Abendröte zuckte mit dem Schwanz. >>Okay, Ozelotsprung, du markierst die Grenze dort oben auf dem Hügel, Traumjäger du hier und Muschelklaue wir gehen den Hang runter. Wenn ihr auf irgendetwas Ungewöhnliches stößt, sagt mir Bescheid. Und wenn ihr in einen Kampf verwickelt wird, ruft nach uns.<<, befahl die dunkelrote Kätzin, bevor sie in einem Gebüsch verschwand. Muschelklaue ging zwar auch den Hang runter, aber nicht in ihre Richtung. Als Traumjäger sich dann zu Ozelotsprung umdrehen wollte, war diese schon den Hügel hoch gelaufen. Sie hatte wirklich leise Pfoten, sie konnte sich überall hinschleichen ohne bemerkt zu werden. Traumjäger lächelte leicht und markierte den Baumstumpf eine Fuchslänge entfernt von ihm. Dann sah er wieder hoch zu Ozelotsprung und zuckte mit den Schnurrhaaren. Sie sah trotz ihrer Narben wirklich schön aus in dem Sonnenlicht. Ihr sandfarbenes Fell glitzerte für ihn fast wie wirklicher Sand und die schwarzen Tupfen darauf leuchteten förmlich. Ihr buschiger Schwanz peitschte sanft über das Gras und ihre Ohren zuckten wieder leicht da sie auf jedes Geräusch achtete. Traumjäger war ein wenig erstaunt, markierte aber dann schnell die Grenze weiter als eins ihrer Ohren sich in seine Richtung drehte. Allerdings konnte er es nicht lassen und sah erneut zu ihr. Und was er sah, konnte er kaum glauben. Sie hatte sich zu ihm gedreht und sah ihn mit ihrem bernsteinfarbenen Blick direkt an, allerdings waren ihre Augen nicht mehr so leer, sondern einfach nur.... friedlich. Als würde sie diesen sonnigen Tag noch genießen und als ein Schmetterling an ihr vorbei flog, bildete sich ein wirklich winziges, aber schönes Lächeln auf ihrem Gesicht.

    3
    Kapitel 2

    Der Mond schien hell am Himmel. Traumjäger erwachte und sah sich etwas verschlafen um. Auch Streifenherz sah ihn kurz mit halb geschlossenen Augen an, bevor der gestreifte Kater wieder die Augen ganz schloss und sein Atem wieder regelmäßig wurde. Dann entdeckte Traumjäger weshalb er und Streifenherz aufgewacht sind. Ozelotsprung, die ganz nah bei den beiden Katern schlief, wälzte sich unruhig in ihrem Nest und murmelte etwas im Schlaf. Traumjäger beobachtete sie neugierig, aber auch besorgt. Er erhob sich lautlos und schlich zu ihr. Er stupste sie vorsichtig an, sie öffnete ihre Augen schlagartig und starrte ihn mit großen Augen an. Seit Traumjäger sie vor zwei Monden hat lächeln sehen, hat er sich immer weiter vor gearbeitet. Inzwischen hatte Ozelotsprung sich ihm ein klein wenig geöffnet und redete manchmal mit ihm, ihre Augen waren nicht mehr so leer. Letztens hatte er sie sogar zum Lachen gebracht. Es war zwar nur ein leichtes und kleines Lachen gewesen, aber es war für ihn einfach wunderbar gewesen. Ihr Lachen war glockenhell und er würde es gerne öfter hören. Allerdings wollte er sie nicht bedrängen und ließ ihr ihre Zeit. Dieses Mal strahlten ihre Augen Angst und Schrecken aus, doch er strich ihr kurz beruhigend mit dem Schweif über den Rücken. Dadurch beruhigte sich ihr Atem etwas, doch er sah immer noch ihre Furcht. Traumjäger deutete auf den Ausgang und lief leise aus dem Bau. Kurz darauf schlüpfte Ozelotsprung raus, setzte sich und schloss ihre Augen. Er hörte wie sie ruhig ein und ausatmete und versuchte sich zu beruhigen. Geduldig wartete Traumjäger und als Ozelotsprung ihre Augen wieder öffnete, schnippte der schwarze Kater mit dem Schweif. >>Alles in Ordnung?<<, fragte er sie leise und sah sie besorgt an. Die Kätzin nickte leicht. >>Mir geht’s wieder besser...<<, murmelte sie zurück und sah auf ihre Pfoten. Traumjäger blinzelte. >>Willst du es mir nicht dieses Mal erzählen?<<, meinte er sanft. Ozelotsprung schien zu zögern, schüttelte dann aber den Kopf. Sie zögert... Vielleicht erzählt sie mir bald irgendetwas über sie, wie sie früher hieß, was mit ihr passiert ist, was in ihren Träumen geschieht..., dachte Traumjäger hoffnungsvoll. >>Schon gut...<<, miaute er lächelnd und stand wieder auf. Dann tappte er wieder in den Kriegerbau, legte sich in sein Nest und rollte sich zusammen. Als er Ozelotsprung wieder hat rein kommen sehen, schloss er seine Augen. Während Traumjäger schon wieder schläfrig wurde, spürte er eine Schwanzspitze an seiner Flanke die ihn leicht streichelte. Dann hörte er Ozelotsprungs leise, aber weiche Stimme. >>Danke Traumjäger...<<, flüsterte sie, bevor der schwarze Kater in einen ruhigen, traumlosen Schlaf fiel.

    4
    Kapitel 3

    Ozelotsprung schlug ihre Augen auf, sie hatte Traumjäger schon längst gerochen, aber sie hatte keine Lust zur Morgenpatrouille zu gehen. Als er aber einen Moosball auf sie geworfen hatte, hatte sie erschrocken ihre Augen geöffnet. Sie sah Traumjäger grinsen und schnaubte empört, musste aber innerlich etwas schmunzeln. Dann rappelte sie sich auf und putzte schnell ihren Pelz. Inzwischen war wieder ein Mond vergangen und Ozelotsprung verstand sich wirklich gut mit Traumjäger. Sie merkte, dass sie sich in seiner Nähe besser fühlte, dass sie nicht ständig an die Meister denken musste. Sie war froh darüber, aber dennoch hatte sie irgendwie auch ein komisches Gefühl wenn er bei ihr war. Wenn er sie anlächelte, wurde ihr warm ums Herz. Traumjäger verließ den Bau und sie folgte ihm. Als sie draußen ankam, blinzelte sie gegen das Sonnenlicht und sah sich nach Traumjäger um. Dieser stand am Lagerausgang mit Streifenherz, Beerenschweif und Adlerschwinge. Ozelotsprung sprang schnell zu ihnen hin und zusammen verließen sie das Lager. Traumjäger und Ozelotsprung bildeten das Schlusslicht. Zusammen liefen sie an der Grenze entlang, mal schweigend, mal etwas redend. Als sie fertig waren, setzte sich Beerenschweif hin. >>Wir könnten ja noch ein wenig jagen gehen, die Blattleere wird bald da sein...<<, schlug sie vor. Adlerschwinge nickte. >>Okay, dann los, verteilt euch.<<, sagte er und sofort verschwand Ozelotsprung in einem Gebüsch weil sie schon eine Maus gerochen hatte. Sie schlich sich geschickt an, sprang und tötete die Maus. Dann vergrub sie sie und schnupperte erneut in der Luft. Als ihr ein nur allzu bekannter Geruch in die Nase stieg, bekam sie Panik. Sie wollte schon zurück zur Patrouille laufen, als ihr Meister vor ihr stand. Er grinste sie an und als sie sich umdrehte, stand ihr anderer Meister vor ihr. >>Na na na, wo wolltest du denn hin, du Dreck?<<, raunte der eine, zornig und amüsiert zugleich. Sie duckte sich sofort und kauerte unterwürfig vor ihnen. >>Ich, ich...<<, stammelte Ozelotsprung, wieder völlig verängstigt. Wie haben sie mich gefunden? Warum wollen sie mich denn unbedingt weiter quälen?, dachte sie ängstlich. Dann ertönte ein lautes Jaulen. Kurz drauf erschienen Traumjäger, Adlerschwinge, Beerenschweif und Streifenherz aus einem Gebüsch. Sie stürzten sich auf Ozelotsprungs Meister. Wie versteinert beobachtete die Kätzin sie erschrocken und rührte sich nicht vom Fleck. Erst als Streifenherz gegen sie stieß,,, erwachte'' sie. Schnell schaute sie wer Hilfe braucht und sah das Beerenschweif bewusstlos auf dem Boden lag, ihr Kopf blutete. Traumjäger kämpfte jetzt allein mit einem Meister und Ozelotsprung sprang ihm schnell zur Hilfe. Zusammen schlugen sie auf ihn ein und Ozelotsprung merkte, wie gut ihr das tat dass sie nach all der langen Zeit den Schmerz den sie von den Meistern zugefügt bekommen hat, zurückgeben kann. Doch ihr Meister war trotzdem stark und schlug die Kätzin mit einem harten Schlag weg. Ozelotsprung blinzelte und stand erneut auf. Als sie zu ihrem Meister und Traumjäger sah, drückte der Meister den schwarzen Kater gerade zu Boden und wollte ihm schon mit seinen Krallen über die Kehle fahren. Ozelotsprungs Herz fing an zu rasen und sie sprintete los. Mit voller Wucht rammte sie ihren Meister sodass er mit überraschtem Blick umfiel. Sofort sprang Traumjäger auf, sah die sandfarbene Kätzin dankbar an und stellte sich neben sie. Der Meister stand wieder auf und wollte erneut angreifen, als sich Streifenherz, Adlerschwinge und Beerenschweif zu ihnen gesellten. Beerenschweif war noch etwas schwach, konnte trotzdem noch etwas kämpfen und die zwei anderen Kater bluteten zwar, aber schienen noch kampffähig zu sein. Mit einem kurzen Blick zu ihrem anderen Meister sah Ozelotsprung dass dieser leblos in die Leere starrte, sein Kopf in einem unnatürlichen Winkel verdreht. Als die Kätzin dann wieder zum anderen Meister sah, hatte dieser anscheinend bemerkt dass er keine Chance mehr hatte. Er funkelte Ozelotsprung mit seinen giftgrünen Augen wütend an, aber Traumjäger stellte sich mit angelegten Ohren vor sie. >>Du wirst sie nie mehr anrühren und dich hier nie wieder blicken lassen. Und wenn doch, wirst du das gleiche Schicksal erleiden wie dein Kumpel.<<, knurrte er und deutete auf den Leichnam des einen Meisters. Der gestreifte Meister peitschte zornig mit dem Schweif, schlich dann aber rückwärts in ein Gebüsch und verschwand. Ozelotsprung atmete erleichtert auf und sah ihre Clan-Kameraden dankbar an. Traumjäger lächelte und Ozelotsprung wurde warm ums Herz. Adlerschwinge schnippte mit dem Schweif. >>Lasst uns schnell zurück ins Lager. Goldstern muss dringend davon erfahren.<<, meinte er. Beerenschweif deutete auf den Leichnam des Meisters. >>Und was ist mit dem?<<, fragte sie mit abschätzigem Blick. >>Den machen am besten später zwei Krieger weg.<<, antwortete Adlerschwinge und trabte dann los. Die Patrouille folgte ihm und Ozelotsprung lief neben Traumjäger. Sie war froh, die Meister wird sie wohl nie wieder sehen. Das war ziemlich erleichternd für sie. Traumjäger lächelte sie an und sie lächelte einfach nur zurück.

    5
    Kapitel 4

    Ozelotsprung kam mit zwei dürren Mäusen im Maul ins Lager, Kristallschimmer direkt hinter ihr mit einer Amsel. Sie hatten auf dieser Jagd relativ viel Glück. Seit dem Angriff der Meister sind inzwischen wieder zwei Monde vergangen, der letzte überlebende Meister hatte sich bisher nicht blicken lassen und sie fühlte sich immer wohler. Vor allem bei Traumjäger. Sie war froh, dass sie ihn ihren Freund nennen konnte, er hatte ihr wirklich geholfen und bedeutete ihr ziemlich viel. Manchmal könnte sie sogar meinen, dass sie mehr als nur freundschaftliche Gefühle für ihn hatte. Dennoch sagte sie ihm nichts, weil sie befürchtete er könnte sie nicht lieben und sie würde einfach nur ihre Freundschaft kaputt machen. Ozelotsprung stampfte durch den leichten Schnee zum winzigen Frischbeutehaufen und legte die Mäuse ab. Als sie in Richtung Kriegerbau tappte, fing Traumjäger sie ab und lächelte sie an. >>Hallo Ozelotsprung! Wollen wir vielleicht ein wenig spazieren gehen? Ich hätte Lust die Schneelandschaft mal in Ruhe zu betrachten und vielleicht fangen wir ja noch ein wenig Beute.<<, fragte er. Ozelotsprung blinzelte und lächelte leicht. Sie schnippte mit dem Schweif. >>Gern.<< Traumjäger sprang dann los Richtung Lagerausgang und verschwand darin. Ozelotsprung folgte ihm schnell und holte ihn auf. Schließlich lief sie gemütlich neben ihm, sah hoch in den Himmel und betrachtete die mit schneebedeckten, blätterlosen Bäume. Sie horchte dem leisen Knirschen des Schnees wenn sie mit ihren Pfoten auftrat. Der Schnee glitzerte außerdem im Licht der Sonne und die sandfarbene Kätzin musste lächeln. Es war wunderschön und doch so kalt und unberechenbar. Die Blattleere ließ jegliche Beute verschwinden und manche Katzen, besonders Junge, erfrieren. Als Ozelotsprung dann zu Traumjäger blickte, bemerkte sie dass er sie dauerhaft angelächelt hatte.
    Ozelotsprung spürte wie es heiß unter ihrem Fell wurde und lächelte leicht verlegen. Dann blinzelte Traumjäger und sah zu Boden. >>Sag mal... Möchtest du mir jetzt endlich erzählen was passiert ist, damals?<<, fragte er leise und vorsichtig. Ozelotsprungs Lächeln verschwand und sie blickte starr gerade aus. Sie spürte Traumjägers fragenden, aber sanften Blick auf ihrem Pelz. Schließlich blieb sie stehen und seufzte leise. >>Okay... Ich erzähle es dir, aber niemandem sonst. Ich will das nicht ständig wieder in mir aufleben lassen, wo ich es doch inzwischen so gut weggesteckt habe...<<, murmelte die Kätzin und setzte sich in den Schnee. Traumjäger tat es ihr gleich und sah sie warm an. >>Keine Sorge, das braucht niemand zu erfahren... Ich bin für dich da.<<, miaute er leise. Ozelotsprung sah auf und lächelte leicht. Sie war so unendlich froh ihn zu haben und wieder einmal würde sie ihm gerne ihre Gefühle gestehen. Aber sie musste ihm zuerst ihre Geschichte erzählen. Blinzelnd holte sie tief Luft und begann zu erzählen: >>Als ich neun Monde alt war... Da lagen meine Eltern vor unserem Bau und haben meiner Schwester und meinem Bruder beim Spielen zugeguckt... Ich selbst war einen Hügel hochgegangen und hab einem Schmetterling hinterher gejagt. Als ich aber plötzlich Schreie gehört hatte, bin ich zurück auf die Spitze vom Hügel gerannt und habe mich zwischen Grashalmen versteckt. Meine Meister, die Kater vom Angriff vor zwei Monden, hatten meine Familie getötet... Ich wollte schon wegrennen, aber bevor ich mich versah waren die Meister vor mir und nahmen mich mit...<< Ozelotsprungs Stimme begann zu beben. >>Sie brachten mich in ein altes Zweibeinernest wo es so dunkel war, dass ich kaum etwas erkennen konnte. Die beiden hatten mich sieben Monde lang gequält, misshandelt und beleidigt... Sie nannten mich,, Dreck'' oder,, Nutzloses Etwas''...<<, erzählte sie weiter, die Tränen konnte sie inzwischen nicht mehr zurückhalten. Als sie in Traumjägers Augen blickte, sah sie dass sie vor Zorn funkelten, aber sobald Ozelotsprung ihn ansah, wurde sein Blick weich. Wieder sah die getupfte Kätzin auf den Boden. >>Eines Tages aber brach ein Feuer aus. Ich weiß noch immer nicht, weshalb und woher es kam, doch da sah ich meine Chance. Die Meister waren vom Feuer abgelenkt, da war ich mir sicher. Also rannte ich aus dem Zweibeinernest, wobei ich nicht ganz so schnell war, weil mein rechtes Hinterbein verletzt war und ich auf drei Beinen laufen musste... Außerdem war mein Ohr eingerissen und mein Blut benebelte manchmal auch meinen Blick.<<, erzählte sie weiter und zuckte unbewusst mit ihrem eingerissenen Ohr. >>Von solchen Verletzungen habe ich auch meine Narben... Jedenfalls... Als ich im Wald war, hatte ich meine Meister hinter mir gehört und rannte noch schneller... Ich stolperte jedoch über etwas und landete voll im Schlamm. Als ich aufstand waren meine Meister vor mir und fragten mich weshalb ich denn weglaufen wollte. Ich schloss vor Angst meine Augen und als ich komische Laute gehört hatte, öffnete ich sie wieder. Die Meister sahen erschrocken hinter sich und als ich auch einen Blick dorthin werfen konnte, sah ich Zweibeiner auf uns zulaufen. Ich denke sie hatten das Feuer irgendwie ausgelöst, aber ich weiß es nicht genau. Die Meister flüchteten und ließen mich im Schlamm liegen. Da ich auf mein verletztes Bein geflogen war und kaum mehr laufen konnte, kroch ich in ein Gebüsch um mich zu verstecken... Als die Zweibeiner dann weg waren humpelte ich tiefer in den Wald und fand eine recht tiefe Pfütze. Dort hatte ich mich ein wenig vom Schlamm befreit und hoffte auch dass so mein Geruch verdeckt wird und die Meister mich nicht finden... Ich humpelte schließlich weiter und kam zum Clan...<<, beendete Ozelotsprung ihre Geschichte leise. Traumjägers eisblaue Augen sahen sie mitleidig an und Ozelotsprung starrte ihre Pfoten an, die Tränen flossen über ihre Wangen. Dann spürte sie wie jemand ihre Stirn anstupste. Als sie aufsah stand Traumjäger direkt vor ihr und lächelte warm. Ozelotsprung lächelte traurig zurück. Traumjäger wickelte leicht seinen Schweif um ihren und fuhr mit seiner Zunge sanft über ihre Wange. Überrascht blickte Ozelotsprung ihn an, aber als er sie liebevoll ansah, musste sie breit lächeln und drückte ihren Kopf an seine Brust. Ich bin für dich da..., wiederholte Ozelotsprung seine Worte im Kopf. >>Danke Traumjäger... Für einfach alles...<<, flüsterte sie und sah ihn an. Traumjäger lächelte. >>Immer wieder gern...<<, hauchte er und stupste sanft seine Nase an ihre. Ozelotsprung lächelte breit. Sie wusste jetzt dass er sie auch liebte und er sie nie verlassen würde. Sie hatte sein Leben vor ihrem Meister gerettet und er ihre Seele vorm Erlischen...

Kommentare (12)

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Flubbi ( von: Flubbi)
vor 45 Tagen
Schöne Geschichte.
Luchsiii ( von: Luchsiii)
vor 144 Tagen
Danke Luffy ;3
Luffy124 ( von: Luffy124)
vor 144 Tagen
Naaaaaaaaaaaaaaaaaaaaw soooooooooooooo süüüüüüß
Luchsiii ( von: Luchsiii)
vor 175 Tagen
Danke sehr Flammenblüte :3
Flammenblüte (39338)
vor 175 Tagen
Richtig schöne Geschichte! Aber auch voll die gute Idee... 😄
Luchsiii (63946)
vor 175 Tagen
Na ja, sie ist ja auch erst seit kurzem online ^^“
Federblüte (67167)
vor 176 Tagen
Warum habe ich diese ff jetzt erst gefunden?😍
Luchsiii ( von: Luchsiii)
vor 178 Tagen
Dankeschön Luke :3 Freut mich dass sie dir gefällt ^^
,,Luke'' ( von: ,,Luke'')
vor 178 Tagen
Hey echt coole Geschichte!
Luchsiii (68466)
vor 178 Tagen
Hehe danke Funkenfell ^^“ Ich finde Ozelotsprung und Traumjäger zusammen voll niedlich x3
Funkenfell! ( von: Funkenfell!)
vor 178 Tagen
ozelotsprung und traumjager forever! Toller schreibstil!
Funkenfell! ( von: Funkenfell!)
vor 178 Tagen
Aaaww