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Melody- Der Traumfänger

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10 Kapitel - 1.349 Wörter - Erstellt von: Soso2005magic - Aktualisiert am: 2018-02-25 - Entwickelt am: - 241 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Eine Alea-Aquarius-Fanfiktion, die von einer Delfinwanderin namens Melody handelt. Was ein Traumfänger für Einwirkungen auf ihr Leben haben wird, erfahrt ihr hier...

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    Der Wind schlug ihr entgegen und trug einen starken, würzigen Geruch mit sich. Es roch wie eine Mischung aus Salz, Tang und etwas Fisch. Melody unterdrückte die Tränen, die wieder in ihr hochstiegen. Ihre Eltern waren einfach so verschwunden, hatten sie bei ihrer kinderhassenden Tante Tara abgesetzt und abgehauen. Melody spürte Wut, Traurigkeit, aber auch Einsamkeit und Verlorenheit. Sie stand am Ufer des Meeres, die kühlen Wellen schlugen an den nassen, weichen Sand. Der Strand war menschenleer, ein frischer Wind fegte über die Dünen und zerzausten Melodys weißblonde Haare. Ihre Tante Tara hatte sie einfach rausgeschmissen, hatte gesagt: „Sieh zu wie du allein zurecht kommst“ und hatte ihr die Tür vor der Nase zugeknallt. Zu gerne wäre Melody einfach ins Meer gesprungen, abgetaucht und mit den Delfinen verschwunden. Melody war eine Delfinwanderin. Sie begleitete sie, spielte mit ihnen und schützte sie vor Gefahren. Ihre Mutter, eine Oblivionin, hatte nie mit ihr ins Wasser gekonnt. Ihr Vater jedoch, ein Delfinwanderer und zugleich Elvarion war gerne mit ihr schwimmen gegangen. Melody war gegen den so heftigen Virus im Meer immun, genau wie ihr Vater. Ihre Mutter hatte so gerne am Strand gesessen und ihnen zu gesehen. Doch jetzt war sie fort, genau wie Melodys Vater. Melody beschloss, nicht weiter herumzustehen. Sie streifte ihre Schuhe und Strümpfe ab und sprang mit Leggings und T-Shirt in die Nordsee. Unter Wasser verwandelte sie sich in Sekundenschnelle. Ihre Haut begann silbrig-grün zu schimmern, zwischen Fingern und Zehen wuchsen starke Schwimmhäute, die durchscheinend leuchteten. Ihre blau-grünen Augen stellten auf Katzenmodus um, sodass sie unterwasser problemlos sehen konnte. Hinter den Ohren wuchsen Melody wie jedem gewöhnlichen Meermädchen Kiemen: Die Schlitze die zur Atmung verhalfen. Rasch schwamm Melody los. Ziellos schoss sie durchs Wasser, ließ sich treiben und tauchte an leuchtenden Korallen vorüber. Nach einiger Zeit hörte sie ein vertrautes Rufen: Die Delfine. Melody wandte sich um. Anmutig kamen die freundlichen Tiere auf sie zu geglitten und klickten erwartungsvoll. Melody überkam ein Lächeln und sie kam den Delfinen entgegen. Am liebsten spielte sie mit Topica, einer verspielten Delfinin. Topica schoss ihr entgegen und begrüßte sie erfreut. Melody strich mit einer schimmernden Hand sanft über Topicas glatte Haut. Das junge Delfinweibchen stupste die Delfinwanderin an. Melody verstand, und griff nach Topicas Finne. Kaum hielt sie sich fest, schlug Topica mit der Schwanzflosse und schoss los. Glücklich umklammerte Melody ihre Freundin. Als sie an sich herunter sah, erkannte sie die goldgelben Bläschen, die um sie herumwirbelten- das Zeichen für Glücklichkeit. Doch bald mussten Topica und ihre Delfingruppe, genannt Schule, weiter. Etwas enttäuscht ließ Melody sie gehen. Nun war sie wieder alleine. Erneut schwamm sie los, ziellos ließ sie sich durch die Gegend treiben, bis sie auf einmal eine Bewegung aus dem Augenwinkel wahrnahm. Zuerst dachte sie, Topica wäre zurück. Doch es ertönte kein Ruf. Melody drehte sich um. Ihre goldgelben Bläschen verschwanden. Vor ihr schwamm ein anderes Meermädchen, das sie erstaunt ansah. Sie hatte lange, schwarze Haare und klargrüne Augen. Sie trug Shorts und ein fliederfarbenes Top. Insgesamt erkannte Melody, dass das Mädchen ebenfalls eine Wanderin war. „Wer bist du?“, fragte Melody vorsichtig auf Hajara. „Ich bin Alea, eine Walwanderin“, begann das fremde Meermädchen zögerlich. „Ich heiße Melody. Ich bin eine Delfinwanderin“, stellte sich Melody vor. „Komm doch mit hoch auf unser Schiff. Dort können wir uns unterhalten“, schlug Alea vor. Da Melody keine Angst hatte und Alea ihr sympathisch erschien, stimmte sie zu und tauchte auf. Augenblicklich zogen sich ihre Kiemen zurück. „Du lebst auf einem Boot?“, staunte Melody. Alea nickte und begann, von der Crucis, Ben, Sammy, Tess und Lennox zu erzählen. „Wow, das klingt ja toll!“, entfuhr es Melody, als Alea ihr ausgiebig berichtet hatte. „Komm doch mit hoch“, lud Alea ein und kletterte die Außenmieter nach oben. Melody nickte und folgte Alea. Oben angekommen machte das Schiff sofort einen gemütlichen Eindruck auf sie. Eine kleine Sitzecke mit Kissen, ein kleines Deckshäuschen und eine Treppe, die auf das Innenleben des Schiffes hinwies. Melody bemerkte einen blassen Jungen mit dunklem Haar im Deckshäuschen. Er sah misstrauisch zu ihnen herüber. Da kam ihnen ein anderer Junge entgegen gehüpft. Er hatte rote, strubbelige Haare, viele Sommersprossen und ein käsiges Gesicht, geziert von riesigen Segelohren. „Schneewittchen! Wer ist denn das?“, fragte der Kleine. Melody schätzte ihn auf höchstens zehn Jahre alt. „Hallo Draco! Das ist Melody, ein anderes Meermädchen. Holst du die anderen, ich erkläre es euch“, antwortete Alea und fuhr dem Jungen durch die Haare. „Mach ich!“, krähte der und sprang davon. Kurz darauf erschienen der blasse Junge, der Sommersprossenzwerg, ein Mädchen mit Dreadlocks und ein Junge mit Rockstarfrisur an Deck. „Das musst du uns erklären, Alea“, meinte der Größe der Jungen und fuhr sich durch seine hellbraunen Rockstarhaare. „Werde ich“, versprach Alea und zog ihre Freunde zur Sitzecke, wo sich alle niederließen. Melody hockte sich etwas unbeholfen zwischen Alea und den rothaarigen Jungen. „Das ist Melody, ein Meermädchen. Sie ist eine Delfinwanderin und wir haben uns vor der Küste getroffen“, erzählte Alea. „Hallo“, sagte Melody schüchtern. „Hallo Melody. Ich bin Ben, und das sind Sammy und Lennox“, begrüßte sie der große Junge und streckte Melody die Hand hin. Melody ergriff sie etwas unsicher und brachte ein Lächeln zustande. „Ich bin Tess“, meinte das Mädchen mit den Dreadlocks mit französischem Akzent. Sie klang Recht gelangweilt. „Soll sie auch ein Bandenmitglied werden?“, krakeelte Sammy und sprang wie ein Flummi an Ben hoch. Ben warf ihm einen mahnenden Blick zu. „Ach ja“, murmelte Sammy kleinlaut, „wir müssen uns ja erst Mal richtig unterhalten.“ „Wo kommst du her?“, mischte sich nun Lennox ein. Das Azurblau seiner Augen kam Melody bekannt vor. „Ich komme vom Festland. Meine Eltern sind abgehauen und meine Tante Tara hat mich rausgeschmissen“, erklärte Melody. Lennox nickte abwesend und sah ins Leere. „Bei ihm war es so ähnlich“, sagte Alea leise zu Melody. Die sah betroffen zu Lennox, wobei sie vergaß, dass sie momentan in einer schweren Situation war. Lennox zuckte kurz zusammen, schüttelte sich und sah dann wieder auf. Direkt in Melodys Augen. Plötzlich wusste sie, woher sie seine Augenfarbe kannte. Die Augen ihrer Mutter hatten das gleiche vertraute Azurblau gehabt. „Du bist ein Oblivion, stimmt's?“, fragte sie vorsichtig. Lennox sah sie überrascht an. „Woher weißt du das?“ Melodys Grinsen wich aus ihrem Gesicht, ihr Blick würde starr. „Meine Mutter war eine Oblivionin. Sie hatte die gleichen Augen wie du“, flüsterte sie. „Oh“, murmelte Lennox betroffen. Sammy stand auf, so dass Lennox zu Melody rutschen konnte. Dachte legte er einen Arm um das Mädchen. Sie atmete tief ein. Er roch wirklich gut. Doch Ben brach das Schweigen. „Na also, wenn du willst: Wir haben noch einen Schlafplatz frei!“ Melody nickte dankbar und sah in Lennox' Augen. Im vertrauten Azurblau erkannte sie drei Sachen: Einen Traumfänger, einen Delfin und die wichtigste Sache: Das Lächeln ihrer Mutter. All das sah sie in Lennox' Augen. Im vertrauten Azurblau.

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