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1 Sekunde - die traurige Geschichte der Ayra Wilson

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1 Kapitel - 499 Wörter - Erstellt von: Ayra Stark - Aktualisiert am: 2018-02-25 - Entwickelt am: - 272 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Jedenfalls möchte ich euch vorwarnen; das die Geschichte über Selbstmord handelt. Selbstmord ist gerade ein sehr großes Thema, besonders Jugendliche bringen sich immer häufiger um. Mit dieser Geschichte möchte ich das Semicolon Project unterstützen.

"Ein Semikolon repräsentiert einen Satz, den der Autor beenden könnte, aber sich dazu entschieden hat, es nicht zu tun. Dieser Autor bist du - und der Satz ist dein Leben."


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    Ich drehte mich im Kreis. Und dann, hielt ich an. Es war alles dunkel. Ich war im Nichts. Mein Leben zog an mir vorbei, so schnell wie es verging. Ich sah mich, in den Armen meiner Mutter, kurz nach meiner Geburt. Sie strich mir über den Kopf, flüsterte leise: "Jetzt weiß ich, wie ich dich nennen werde, kleine Ayra...". Sie presste mich an sich. Ich sah mich, als kleines Baby, in den Armen meines Vaters. Er, in Soldatenuniform. Wir standen an dem Krankenbett von meiner Mutter und mir. Ich sah mich, als kleines Kind, wie ich begeistert durch mein neues Zimmer hüpfe, wie mein Vater brüllte: "Sei doch mal leise!", wie meine Mutter ihm lachend eine Hand auf die Schulter legte, wie ich unschuldig zu ihnen hochblickte. Ich sah mich, als kleines Kind, wie meine Mutter mit Tränen in den Augen vor mir stand, mir erzählte das mein Vater tot sei. Ich sah mich, als kleines Kind, wie meine Welt zerbrach. Ich sah mich, als Kind, in der Schule, zwischen all den Menschen. Mich, als existierte ich nicht und alle anderen, mich musternd, als wäre ich ein Freak. Ich sah mich, als Kind, zwischen all den Menschen stehend. Ausgelacht. Ich sah mich, als junge Heranwachsende, wie ich vor einem, in einem Blumenmeer gebetteten, Grab hockte. Die Inschrift mit dem Namen meiner Mutter betrachtend. Ich sah mich, wie ich aufstand, all diesen Trauernden in die Augen sah und sagte: "Ihr kanntet sie doch gar nicht, ihr tut doch nur so!". Mich, wie ich weinend zusammenbrach. Ich sah mich, als junge Frau, wie ich vor einem jungen Mann in weißem Kittel saß, der mir sagte, es würde alles wieder gut. Und ich sah mich, als junge Frau, in einer alten, schäbigen Hütte, auf einem dreckigen Bett hockend. Neben mir eine leere Packung Schlaftabletten. Ich sah mich, wie ich ein Messer nahm, es ansetzte und senkrecht drückend runterzog. Sah, wie das Blut, hellrot, sich seinen Weg bahnte. Und dann, war alles vorbei. Alles schwarz; in einer Sekunde.

Kommentare (2)

autorenew

mari.chicken1987 ( von: mari.chicken1987)
vor 14 Tagen
Will mich auch umbringen :)
Skye (68406)
vor 70 Tagen
SOOOOOOOOOOOOOOOOOO TRAURIG! Du kannst toll schreiben.