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Dunkle Macht kehrt zurück

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4 Kapitel - 6.746 Wörter - Erstellt von: Silberrabe - Aktualisiert am: 2018-02-18 - Entwickelt am: - 262 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Das ist eine Warrior Cats Fanfiktion.

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    Feuerherz, der neue zweite Anführer des DonnerClans, jagte gut gelaunt in der Nähe des Baumsägeortes und somit auch in der Nähe des verhassten Zweibeinerortes. Er hoffte, so näher er dem Zweibeinerort kam, dass er seiner Schwester Prinzessin begegnen würde, da diese in einem der Zweibeinerneste lebte. Plötzlich hörte er ein verführerisches Rascheln in dem vor sich befindendem Unterholz und es glitt ihm ein warmer Maus Geruch in die scharfe Nase. Sofort verfällt der junge Krieger in sein lange geübtes Jagdkauern und schleicht sich lautlos in die Richtung des lauter werdenden Geräusches und sieht das herum wuselnde Beutetier. Mit Schlitz artigen Pupillen betrachtet er das kleine Nagetier. Noch einen Moment wartet Feuerherz bis er kraftvoll seinen schlanken Körper durch die Luft wirft, elegant mit seinen Vorderpfoten auf der erschrockenen Maus landet und diese mit einem kräftigen Biss in den kleinen Nacken tötet. Nur ein kurzes quietschen des Beutetieres hatte einen halben Herzschlag zuvor die Stille gebrochen. Triumphierend lies der flammenfarbende Kater von seiner gerade erlegten Frischbeute ab. Dann kratzt er etwas der feuchten Erde über den noch warmen Körper. Feuerherz erhob langsam seine Nase um die Luft zu prüfen, dabei schloss er seine smaragdgrünen Augen und spürte eine erfrischende Briese die durch sein rotes Fell wehte. Kurz erinnerte er sich an seine Hauskätzchen Zeit zurück wie er in einem Zweibeinernest lebte. „Das ist Freiheit! Das Clanleben, das kämpfen und das jagen.“ Dachte er zufrieden und öffnete langsam wieder seine Augen. Dann setzte er sich in Bewegung um noch ein wenig zu jagen, da er erst eine Drossel und die gerade erlegte Maus erjagt hatte. Kurz nach Sonnenhoch hatte er noch eine Amsel und eine kleine Spitzmaus erbeutet und wollte sich auf den Weg zurück in das DonnerClan Lager machen. Doch zuerst musste er noch die Drossel aus ihrem Versteck hohlen, dieses liegt sehr nah am Zweibeinerort. Seine andere Beute ließ er noch in ihren Verstecken da sie, auf Grund der Menge, schwer zu tragen sind. Er preschte, wie an den Tagen wo er noch Schüler war und von Blaustern trainiert wurde, durch den dichten Wald und genoss den kühlen, doch leichten, Gegenwind. Als er an dem Versteck der toten Drossel ankam war irgendetwas anders. Feuerherz hatte ein seltsames Gefühl und er fühlte sich unwohl. Entschlossen hob er seine leicht rosafarbende Nase und prüfte erneut die kühle Briese. Und tatsächlich nahm er einen unbekannten Geruch wahr, dieser war ziemlich schwach. Dies ließ ihn daraufhin weisen das der unbekannte Duft schon etwas älter war oder er sich zu weit weg befand und der Wind die Duftwolke nur aus reinem Zufall in seine Richtung wehte. Der junge Kater machte sich zum Ziel den Ursprung des Geruches zu finden, denn wer weiß, vielleicht könnte er ja zu einer großen Bedrohung für den Clan gehören. Mit entschlossener, doch ebenfalls leicht nervöser, Miene folgte er der schwachen Duftspur. Doch er bemerkte schnell das es sich bei seinem Ziel um eine, oder mehrere, Katzen handeln muss. Der fremde Geruch führte ihn noch näher an die Zweibeinersiedlung und er machte sich mehr und mehr Sorgen um seine dort beheimatete Schwester und dessen Jungen. Doch zu seiner Erleichterung führte ihn die Spur wieder in Richtung Wald, weg von den Zweibeinern. Erleichtert atmete Feuerherz auf. Ihm wurde klar dass es sich eindeutig um mehrere Katzen handelt, alles weißt darauf hin. Wie zum Beispiel viele verschiedene Gerüche oder auch ein paar der wild übereinander liegenden Pfotenschritte waren teilweise noch auf dem leicht schlammigen Boden sichtbar. Ein unangenehmes heißes Prickeln machte sich über sein flammenfarbendes Fell breit und auch ein raues Kratzen machte sich in seinem Hals bemerkbar. Noch eine längere Zeit, immer in der Nähe des Zweibeinerortes, musste der junge Krieger dem fremden Geruch und all den anderen, nicht gerade unauffälligen Spuren folgen, um an sein wirkliches Ziel zu kommen. „Was wird wohl Blaustern denken wenn ich nicht komme, sie wollte doch etwas mit mir besprechen.“ Dachte Feuerherz nervös und mit einem schlechten Gewissen. Gerade, kurz nach dem schrecklichen Verrat von Tigerkralle der Blaustern kaltblütig umbringen wollte, musste man doch für die seelisch einbrechende Anführerin da sein. Noch ein Gewissensbiss ließ ihn daran zweifeln weiter zu suchen, nach den fremden Katzen. „Vielleicht ist es auch einfach nur eine Gruppe verspielter Hauskätzchen? Oder eine Gruppe Streuner die auf der Durchreise ist und gar nichts von den vier Clans weiß? Feuerherz musste an seine letzte Begegnung mit Streunern denken, wo er gegen sie in einem wichtigen Kampf um die ganze Zukunft des DonnerClansax kämpfen musste. Kopf schüttelnd versuchte er die Gedanken an diesen schrecklichen Tag vergessen. Also, er musste weiter nach dem Ursprung suchen. Nur wenige Augenblicke später konnte er auch schon gedämpftes Gelechter hören und der nicht einzuordnende Geruch war stärker als zu vor und sehr leicht wahr zu nehmen. Vorsichtig und geduckt schlich sich der rote Kater durch einen dichten Busch, mit dunkelgrünen Blättern, näher an das Gelechter heran. Tatsächlich, wie er es sich schon ausgemalt hatte, waren es mehrere Katzen. Diese unterhielten sich, mehr oder weniger, leise und am Ende der Menge saß eine schwarz-silberne Kätzin mit stolzen Blick der immer wieder über die Katzenmasse schweift. „Was sind das für Katzen? Und woher kommen sie?“ Fragte sich Feuerherz verwundert. „Wie Hauskätzchen sehen und wirken sie nicht. Keiner von ihnen riecht nach einem Zweibeiner oder trägt ein Halsband, wie ich es früher musste. Aber ob es wirklich Streuner sind? Sie wirken alle recht wohl genährt und keine von ihnen riecht nach Krähenfraß oder sieht krank aus. Auch so eine große Streunergruppe, das gibt es höchstens in den Geschichten der Ältesten.“ Versuchte er sich Kopf zerbrechend zu erklären. Plötzlich nahm der junge Krieger aus dem DonnerClans einen interessierten, silber-blauen Blick einer kleineren, grauen Kätzin wahr. Der starrende Blick der unbekannten Katze bohrte sich direkt zu dem Gebüsch in dem Feuerherz Schutz und Tarnung suchte. Nervös versuchte dieser sich nicht zu bewegen und hielt den Atem an damit sein orangenes Fell oder seine weißen Schnurrhaare nicht zucken und ihn somit verraten. „Gewitternacht! Warum hörst du mir nicht zu?“ Schnauzte eine ungeduldige Stimme die graue Kätzin an. „Ja, tut mir Leid Schimmerherz. Ich höre dir jetzt wieder zu!“ Entgegnete die graue der anderen. „Clankatzen?“ Dachte er unglaubwürdig. Feuerherz nutzte schnell die Chance als die kleinere Kätzin in ein Gespräch verwickelt wurde, denn sie schein sehr aufmerksam zu sein und Feuerherz wusste nicht wie lange sie sich ablenken ließ. Als er ein bisschen Entfernung zu seinem, nicht ganz so guten, Busch-Versteck gewonnen hatte preschte er aufgekratzt davon, zurück zum Lager. Denn eins ist dem jungen Kater auf jeden Fall klar, er muss es Blaustern erzählen.

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    Als Feuerherz ankam tummelte sich in seinem Kopf schon ein Sturm aus tausend Gedanken und er konnte es kaum abwarten mit seiner Anführerin über das was er gesehen hat zu sprechen. Hektisch zwängte er sich durch den langen Farntunnel in das von Katzen wimmelnde Lager. Rasch legte er seine Beute auf den ansehnlichen Frischbeutehaufen und sah beim weg gehen im Augenwinkel, wie sich die hübsche Königin Goldblüte die von ihm erbeutete Amsel auswählte. Auch bemerkte er noch wie sie ihm dankend hinter her lächelte. Er winkte ihr eine freundliche Geste mit seinem orangenen Schweif zu, dreht sich dazu aber nicht um. Als er dann vor Blausterns Bau stand und in die Dunkelheit blickte musste er wieder daran denken wie sehr seine Anführerin der Verrat ihres vorherigen Stellvertreters mitgenommen hat. „Blaustern, hier ist Feuerherz.“ Rief der Kater vorsichtig in den dunklen Bau. „Komm herein.“ Ertönte die etwas krächzende Stimme der blau-grauen Anführerin. Als ihr Stellvertreter nun langsam den düsteren Bau betrat, gähnte Blaustern mit weit auf gerissenem Maul und blickte dann blinzelnd und noch ein wenig verschlafen zu diesem. Die loyale und eigentlich sehr ehrgeizige Kätzin wirkte zwar im Vergleich zu früher, bevor sich die dunkle und mordslustige Seite des ehemaligen zweiten Anführers Tigerkralle heraus stellte, immer noch etwas schwach, doch ihr seelischer Zustand wirkte dann doch schon etwas besser als die letzten Tage. Langsam und mit steifen Gliedern erhob sich die etwas ältere Anführerin auf ihre Pfoten, reckte sich leicht und setzte sich dann in ihr, noch warmes, Schlafnest. „Setzt dich Feuerherz.“ Lud sie ihn freundlich ein und deutete mit einem leichten Nicken neben sich. Feuerherz schritt zu dem von Blaustern auserwählten Platzt und neigte respektvoll den Kopf. „Wo warst du, Feuerherz. Ich wollte etwas mit dir besprechen.“ Meinte seine Anführerin ruhig. Sie schaute ihn erst direkt an und leckte sich dann elegant über eine Pfote. Feuerherz freute sich seine Anführerin nach all der Zeit noch einmal so ruhig und gelassen zu sehen und ihm blitzte ein Ausdruck von Freude in die leuchtend grünen Augen. „Das tut mir sehr Leid Blaustern. Doch ich habe eine mögliche Bedrohung für den Clan entdeckt.“ Erklärte der zweite Anführer und bereute es sofort seine immer noch etwas geschwächte Anführerin mit den Worten „Bedrohung“ zu überrumpeln. Denn diese blickte sofort auf und unterbrach es ihre Pfote zu waschen. Sie starrte ihn mit ihren eisblauen Augen, die sich zu kleinen Schlitzen bildeten, an und es schien so als würde sie auf mehr Erklärung von ihm zu warten. Feuerherz wollte seine etwas aufgekratzte ehemalige Mentorin irgendwie beruhigen, doch er wusste beim besten Willen nicht wie. „Wo? Was hast du gesehen?“ Fragte die blau-graue Kätzin ihren Stellvertreter mit steigender Interesse. „Ist sie etwa wieder die alte Blaustern?“ Fragte sich der flammenfarbende Kater hoffnungsvoll in Gedanken und antwortete dieser dann:“ Ich habe eine größere Gruppe von Katzen in der Nähe des Zweibeinerortes gesehen. Sie scheinen Clankatzen zu sein, ihre Namen deuten darauf hin.“ Erklärte Feuerherz vorsichtig. „Wie viele Katzen waren es?“ Fragte seine Anführerin ihn. „Ihre Gruppe war ungefähr so groß wie unser Clan, vielleicht ein wenig kleiner.“ Antwortete er respektvoll seiner ehemaligen Mentorin. Nickend dankte diese Feuerherz und bat ihm ihren Bau zu verlassen um einige Augenblicke alleine sein zu können. Der junge Kater wusste zwar das Blaustern noch eine Sache mit ihm zu besprechen hatte, da es wahrscheinlich aber nur darum ging welche der Katzen mit zu der bald statt findenden großen Versammlung kamen, empfand er es als unangebracht seine gerade so wie so beschäftigte Anführerin darauf an zu sprechen. Als Feuerherz nun vor dem, aus einem großen Stein bestehenden, Bau stand blickte er noch einem hinein und nahm an dass Blaustern wieder in der Lage sei sich ihren Aufgaben einiger maßen, wenn nicht sogar komplett, vernünftig und mit ihrer weißen und schlauen Art zu stellen. Er ging nachdenklich zu dem gut ausgestattenden Frischbeutehaufen und wählte nach nicht all so langer Überlegung eine fette Maus. Als er wieder aufblickte und zu einem schattigen Fleck, nahe des Ältestenbaues, schreiten wollte sah er auf einmal wie Sandsturm ihn zu sich winkte. Die sandfarbende Kätzin lag neben dem Brenneselfleck, ebenfalls im Schatten, und knabberte an einer Taube. Feuerherz drehte sich zu der hübschen Kätzin und lief, mit aufgehellter Laune, zu ihr. „Hallo Feuerherz, schön dich zu sehen!“ Begrüßte sie ihn freundlich. Der rote Kater erwiderte die Begrüßung und leckte ihr freundschaftlich über ihr linkes Ohr, dann setzte er sich nahe neben sie. „Was hast du denn mit Blaustern besprochen?“ Fragte Sandsturm ihn neugierig und grinste dabei leicht. Kurz zögerte er, sollte er ihr von den fremden Katzen erzählen? Feuerherz wurde unsicher meinte dann aber etwas leiser:“ Kannst du etwas für dich behalten Sandsturm?“ Verwundert blickte diese ihn an und nickte langsam. „Ich habe eine große Gruppe fremder Katzen gefunden. Nahe des Zweibeinerortes.“ Fuhr der junge Kater fort. „Was!“ Entgegnete die Kätzin ihm geschockt, denn auch ihr lag der Schreck des letzten Kampfes noch tief in den Knochen. Dies bemerkte Feuerherz und versuchte sie wieder zu beruhigen: “Keine Angst, es scheinen schon mal keine Streuner zu sein.“ Der junge Krieger wusste selbst dass das kein wirklicher Trost war. Sandsturm drückte sich etwas ratlos gegen seine Flanke und begann leicht zu schnurren. Feuerherz tat es ihr nach. „Bald ist Versammlung, dann wird es Blaustern bestimmt ansprechen und auch die anderen Clans warnen.“ Versuchte der flammenfarbene Kater seine Freundin weiter zu beruhigen.

    „Alle Katzen die alt genug sind um ihre eigene Beute fangen zu können rufe ich jetzt zu einer Clan Versammlung zusammen!“ Ertönte die laute, doch immer noch ein wenig krächzende, Stimme der blau-grauen DonnerClan Anführerin. Diese stand auf dem Hochfelsen, in dem auch ihr Bau untergebracht ist. Feuerherz schob sich hinter Sturmwind und Langschweif aus dem Kriegerbau und ihm fielen einige trockene Äste in sein Gesicht mit denen der Bau Wetter tauglicher gemacht wurde. Hinter ihm kamen auch Buntgesicht, die noch ein wenig verschlafen war, und Mausefell aus dem warmen Bau gekrochen. Auch Wolkenpfote, Feuerherz` Neffe und ungehorsamer Schüler mit schneeweißen Fell sprintete aufgeregt auf die, sich mit Katzen füllende, Lichtung. Aufgrund seines so erwartungsvollen Blickes erwartet der kleine Kater er würde vielleicht zum Krieger ernannt werden. Sein Mentor Feuerherz konnte nur amüsiert schmunzeln. Auf der Lichtung sammelten sich immer mehr DonnerClan Katzen und die warme Abendsonne warf lange Schatten auf diese. Feuerherz setzte sich vorne, nahe des Hochfelsens, da er zweite Anführer ist und Blaustern ihn vielleicht benötigt, vor allem wegen seiner Entdeckung der fremden Katzen. Neben ihn ließ Wolkenpfote sich aufgeregt nieder auf Grund seiner Vermutung zum Krieger ernannt zu werden. „Feuerherz! Meinst du ich werde jetzt endlich so ein starker Krieger wie du?“ Ächzte der schneeweiße Kater zu seinem Onkel. Dieser lachte leicht und meinte dann schmunzelnd:“ Da musst du glaube ich noch ein paar Monde warten. Schließlich bist du noch nicht einmal zwei Monde Schüler.“ Der kleine Kater verengte ein wenig eingeschnappt die Augen. „Das werden wir dann noch sehen!“ Meinte Wolkenpfote dann und drehte sich energisch zu der neben ihm sitzenden Russpelz. Feuerherz rollte belustigt mit den grünen Augen und auch die graue Heilerschülerin konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Plötzlich wurde das laute Reden der Katzen von einem lauten Maunzen der Anführerin unterbrochen und diese zog somit die ganze Aufmerksamkeit ihres Clans auf sich. „Der treue zweite Anführer unseres Clans…“ Bei diesen Worten merkte Feuerherz die hasserfüllten Blicke von Langschweif und Dunkelstreif heiß auf seinem Fell auftreffen. Doch er ignorierte diese und hörte aufmerksam seiner Anführerin zu. „…hat euch etwas sehr wichtiges mit zu teilen.“ Sagte Blaustern ruhig und bat ihren Stellvertreter mit einem kurzen Blick zu ihr, auf den Hochstein, zu kommen. Feuerherz war sehr überrascht dass Blaustern wollte das er selbst dem Clan seine Neuigkeiten mitteilen solle, doch er zögerte keinen Moment lang und sprang etwas nervös zu ihr auf den Hochstein. Diese warf ihm noch einen ermutigenden Blick zu. Feuerherz nickte, kaum bemerkbar, respektvoll zu ihr. „Ich habe in der Nähe des Zweibeinerortes eine große Gruppe fremder Katzen entdeckt…es scheint sich aber nicht um Streuner zu handeln.“ Erzählte der junge Krieger dem sich unter ihm befindenden Clan etwas nervös. Unter den Katzen brach unbehagliches Murmeln aus und einige von ihnen blickten sich unsicher an. Feuerherz wusste nicht wie er sie beruhigen sollte, doch darüber müsse er sich keine Gedanken mehr machen denn aus Blaustern‘ Kehle ertönte ein lautes Knurren dass den anderen Katzen befahl, leise zu werden. Der ganze Clan blickte wieder aufmerksamer zu ihrer Anführerin. Diese schaute jedoch zu ihrem Stellvertreter und forderte ihn auf weiter zu reden. Feuerherz schluckte kurz und begann dann weiter zu berichten:“ Die Katzengruppe befand sich zwar weit weg von allen Clans, jedoch liegt ihr momentaner Standpunkt am nächsten bei der WindClan Grenze…Sie sind ungefähr so viele wie wir.“ Wieder brach ein gedämpftes Murmel unter den Clankatzen aus. „Der WindClan ist nicht unser Problem!“ Rief Sturmwind, ein kleinerer Kater, ein wenig verärgert zu Feuerherz. Borkenpelz unterstützte Sturmwind mit einem bösen Funkeln und einem lauten Brummen. Feuerherz seufzte und sprach dann noch nervöser und mit einem heißen Prickeln das über seine Haut glitt:“ Diese Katzen könnten aber auch eine Bedrohung für uns werden, Sturmwind.“ Der Krieger funkelte den zweiten Anführer etwas eingeschnappt an. Plötzlich ertönte Blaustern‘ ruhige Stimme:“ Danke Feuerherz für deine wichtigen Neuigkeiten.“ Der flammenfarbende Kater nickte dankend und machte seiner Anführerin mehr Platz auf dem kalten Felsen, in dem er ein wenig nach hinten rutschte. Laut und klar sprach Blaustern zu ihrem Clan:“ Da wir nicht wissen welche Absichten die fremden Katzen haben, wie viele sie wirklich sind oder wie stark und aggressiv sie sind verlässt keine Katze des DonnerClans alleine das Lager. Ganz egal auf welchen Rang man sich befindet. Außerdem gilt ein strenges Verbot in der Nähe des Baumsägeortes zu jagen. Wird eine Katze erwischt, wie sie eines dieser Verbote nicht hält, wird eine Strafe auf diese zu kommen.“ Feuerherz ahnte schon wie Wolkenpfote sich aus dem Lager schleichen würde und nach diesen Katzen suchen würde. „Ich hoffe das ist verstanden.“ Maunzte Blaustern. Zwar konnte Feuerherz einige genervte Gesichter unter seinen Clanmitgliedern erkennen doch wiedersprach keine von ihnen der blau-grauen Kätzin, ganz im Gegenteil, sie alle stimmten miauend zu. Dann fuhr die DonnerClan Anführerin fort:“ Nun, wo das geklärt ist, wir brauchen noch eine Patrouille die an der großen Versammlung in ein paar Tagen teilnimmt“ Einige erwartungsvolle Blicke blitzen in der Menge der Katzen auf wie zum Beispiel der himmelblaue Blick von Feuerherz‘ Schüler, der ebenfalls blaue Blick der Heilerschülerin oder der warme Blick ihres Bruders Farnpelz. Feuerherz schmerzte das Herz da es sehr unwahrscheinlich war, dass seine ehemalige Schülerin Russpelz mit kommen konnte. Auf Grund ihres zertrümmerten Beines das nie mehr vollständig heilen wird und weswegen sie immer humpeln wird und ihren größten Wunsch Kriegerin zu werden nicht verfolgen konnte. Schuldgefühle machten sich in dem jungen Kater breit, obwohl er wusste dass Tigerkralle an all dem Schuld war, weil dieser eine Falle für Blaustern plante, jedoch seine damalige Schülerin in diese hinein tappte. Er verspürte unglaubliche Wut und Trauer. Russpelz war zwar nun auch sehr glücklich doch trotzdem wird es ihn ein Leben lang verfolgen. Blaustern ließ für einige Augenblicke ihren eisblauen Blick über ihren Clan schweifen und erhob dann wieder ihre klare Stimme:“ Buntgesicht, Dornenpfote, Maispfote, Mausefell, Sandsturm, Weisspelz, Farnpelz, Russpelz, Feuerherz und ich selbst werden an der großen Versammlung teilnehmen.“ Erst als der zweite Anführer seinen Namen hörte wurde er aus seinen Gedanken gerissen. „In der Zeit in der ich das Lager verlasse, hat Dunkelstreif das Kommando und es wird auf ihn gehört.“ Fuhr Blaustern fort und blickte nach ihren Worten nickend zu dem dunkel gestreiften Kater. Dieser erwiderte das Nicken mit zusammengekniffenen Augen. „Die Versammlung ist beendet!“ Miaute Blaustern zu ihrem Clan und sprang dann elegant von dem Hochfelsen, auf dem sie stand. Auch Feuerherz sprang von dem großen Felsen. Der versammelte Clan löste sich auf und nach kurzer Zeit standen nur noch Glanzfell und Weisspelz, die zusammen Junge erwarteten, auf der Lichtung und unterhielten sich. Feuerherz begab sich wieder in den warmen Kriegerbau indem sich auch Borkenpelz, Mausefell und Frostfell befanden. Der rote Kater legte sich in sein Schlafnest, bestehend aus trockenem Moos und Heidekraut, und versuchte einzuschlafen oder wenigstens etwas zu dösen.

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    Der abendrote Sommerhimmel färbte sich langsam dunkelblau und auch die angenehm warme Temperatur fiel ein wenig, trotz dessen war es nicht sonderlich kalt. Eine kühle Abendbriese wehte durch das flammenfarbende Fell des zweiten Anführers des DonnerClan. Die ausgewählten Katzen, welche mit auf die große Versammlung mitkommen sollen, standen, bereit für den Aufbruch, auf der Lichtung. Die kleine graue Kätzin humpelte aufgeregt um ihren Bruder Farnpelz und plapperte ihm die Ohren voll. „Verbrauch nicht deine ganze Energie, Schwesterherz.“ Entgegnete dieser liebevoll zu seiner Schwester. Feuerherz musste lächeln und bemerkte wie die beiden seine Laune aufhellten. „Wir brechen nun auf!“ Rief Blaustern laut zu der Patrouille und lief dann trabend durch den langen Farntunnel aus dem Lager. Feuerherz sollte zwar eigentlich an der Seite seiner Anführerin laufen, aber wollte in der Nähe seiner ehemaligen Schülerin bleiben, falls diese Hilfe benötigt. Russpelz, die dicht neben ihrem Bruder lief, bemerkte dies wohl und meinte schmunzelnd:“ Ich brauch schon keine Hilfe, geh lieber zu Blaustern!“ Feuerherz wusste dass das in keiner Sicht böse gemeint war und blickte die kleine Kätzin lächelnd und mit zusammengekniffenen Augen an, dann lief er an die Seite seiner Anführerin die ihn scheinbar schon erwartete. Die Patrouille trabte lange durch den dichten Wald und im Laufe der Zeit erschien auch das funkelnde und glänzende Silbervließ. Auch der Silber schimmernde Vollmond erhellte den DonnerClan Katzen ihren Weg. Feuerherz hoffte sehr seinen Freund Graustreif zu treffen, dessen Loyalität nun dem FlussClan angehört. Sein grauer Freund hat sich dem FlussClan für seine beiden Jungen angeschlossen. Graustreifs‘ Gefährtin Silberfluss starb leider bei der Geburt ihrer Jungen und da die Jungen dem FlussClan angehören, schloss ihr Vater sich lieber diesem an anstatt mit dem Streit um die beiden, kleinen Jungen einen Krieg auszulösen, was gut denkbar wäre. Feuerherz wusste noch genau wie zerstört sein Freund wegen dem Tot seiner so geliebten Gefährtin war, aber sich auch sehr über seinen kleinen Nachwuchs freute und mit seiner großen Angst und Führsorge, die aber verständlich war, den halben Clan verrückt machte. Graustreif war Feuerherz erster Freund im DonnerClan und die beiden Kater verbindet unglaublich viel. Aus diesen Grund vermisste der flammenfarbende Kater auch seinen grauen Freund sehr. Nach einiger Zeit und einem einigermaßen langen Marsch erreichten sie das Baumgewiert. In der mit Mondlicht überfluteten Kuhle saßen schon die Fluss- und WindClan Katzen. Blaustern befahl ihrem Stellvertreter die Patrouille in die, von Katzen wimmelnde, Kuhle zu führen, während sie selbst zu den anderen Anführern Streifenstern, der FlussClan Anführer, und Riesenstern, dem WindClan Anführer, schritt und sie höflich begrüßte. Feuerherz führte den Befehl seiner Anführerin sofort aus und begab sich mit den andern Katzen in die große Kuhle während er nach Graustreif aus schau hielt. Und tatsächlich, hinten in einer Ecke unterhielt sich der ehemalige DonnerClan Krieger mit Kurzbart, einem Kater aus dem WindClan. In Feuerherz stieg die Vorfreude immer mehr und er konnte es kaum erwarten sich endlich mit seinem Freund die Zunge zu geben. Die hinter ihm laufende Patroullie löste sich langsam auf da alle der DonnerClan Katzen sich zu Katzen Gruppen gesellten um sich mit ihnen auszutauschen. Feuerherz lief geradewegs in Graustreifs‘ Richtung und auch der graue FlussClan Krieger bemerkte den roten Kater. Der graue Krieger entfernte sich von dem WindClan Krieger Kurzbart und lief langsam auf seinen Freund zu. „Graustreif! Schön dich zu sehen!“ Rief Feuerherz fröhlich zu dem Kater. „Ich freue mich auch dich zu sehen!“ Entgegnete der graue Kater dem roten freudig. Die beiden Krieger setzten sich lächelnd neben einander und leckten sich freundschaftlich über den Pelz. „Wie geht es deinen Jungen?“ erkundigte Feuerherz sich vorsichtig. „Sehr gut! Sie sind ziemlich verspielt. Wasserstrudel säugt sie.“ Erzählte Graustreif stolz. „Und wie geht es dir?“ Fragte der DonnerClan Krieger herzlich. „Naja, die beiden kleinen helfen mir sehr…aber ich vermisse Silberfluss.“ Sagte der große graue Kater und blickte empor, in den Nachthimmel zum Sternenfließ und flüsterte etwas. Feuerherz verspürte Mitleid und leckte seinem Freund aufmunternd über das Ohr. Graustreif blickte zu ihm und dankte ihm mit leiser Stimme. „Silberfluss kann dich und eure Jungen sehen. Sie ist sehr stolz auf dich und sie wacht auf dich und eure beiden Jungen.“ Erklärte Feuerherz seinen Freund liebevoll und versuchte ihn so aufzuheitern. „Danke Feuerherz, ich bin so froh dich endlich wieder zu sehen. Aber lass uns über andere Sachen reden. Was gibt es denn im eurem Clan so neues.“ Meinte Graustreif wieder etwas fröhlicher. In der zwischen Zeit sind auch die SchattenClan Katzen eingetroffen und haben sich unter die andern Clankatzen gemischt. Auch ihr Anführer Nachtstern steht mit funkelnden gelben Augen neben Riesenstern. Gerade als Feuerherz anfangen wollte seinem Freund etwas zu erzählen und seine Frage zu beantworten ertönte das laute Maunzen des FlussClan Anführers. Die bunt gemischte Katzengruppe unterbrachen die Gespräche und richteten sich aufmerksam zu den vier Anführern. Dann erhob auch Riesenstern seine laute, tiefe Stimme:“ Wir haben uns zu der großen Versammlung versammelt um Neuigkeiten auszutauschen und um uns vor Gefahren zu warnen. Auch werden wir den heiligen Waffenstillstand einhalten. Alle Katzen murmelten zustimmend. Nun ertönte die krächzende Stimme des SchattenClan Anführers:“ In unserem Territorium haust ein Dachs herum und seine frischeste Duftspur führte in die Richtung des FlussClans. Aber es ist ein älterer, schwächerer Dachs. Wir konnten ihn auch leicht von unserem Lager fern halten.“ Die anderen Katzen, die ihren Platz in der Kuhle hatten, begannen wieder an zu murmeln. Doch ihre Stimmen verstummten wieder als Blaustern ihre ruhige, klare stimme erhob:“ Wir haben ebenfalls sehr beunruhigende Nachrichten. Mein Stellvertreter entdeckte vor einigen Tagen eine Gruppe fremder Katzen.“ Graustreif blickte erstaunt zu Feuerherz und meinte dann:“ Du hast diese Katzen entdeckt?“ Der flammenfarbende Kater nickte stolz. Blaustern teilte den anderen Clans noch genauere Details mit als, nach dem sie zu Ende gesprochen hatte, eine WindClan laut auf miaute. Alle Katzen blickten zu der hellbraunen Katze. Auch die Anführer richteten ihre Aufmerksamkeit auf die junge Kätzin. Diese schaute ein wenig ängstlich in die Gesichter der anderen Katzen. Nach einem kurzen Moment räusperte sich die hellbraune und sprach dann ein wenig nervös:“ I-ich habe die fremden Katzen ebenfalls gesehen und ich konnte sie auch ein wenig belauschen….Ich habe mitbekommen das sie alle möglichen Katzen aufnehmen: Verbannte, Streuner, Einzelläufer, Hauskätzchen und auch ehemalige Clankatzen. Auch auf das Gesetzt der Krieger, oder das der Heiler, berücksichtigen sie nicht sehr. Außerdem habe ich mitbekommen wie drei der Katzen in den Wald, in Richtung der Clans, gegangen sind.“ Wieder bildeten sich Gespräche unter den Clankatzen, gemischt mit Wut und Angst. „Wir sollten sie sofort vertreiben und einige von ihnen töten!“ Ertönte die aggressive Stimme eines SchattenClan Kriegers mit feindselig blitzenden Augen. „Was ist wenn sie uns angreifen?“ Rief eine besorgte FlussClan Königin mit angeschwollenem Bauch. Immer mehr Vorschläge und Fragen hallten durch die, mit Katzen überfüllte, Kuhle. Plötzlich unterbrach ein greller Schrei das laute Reden der Katzen und brachte diese zu schweigen. Der laute Schrei stammte von einem schwarz-weißem Kater aus dem WindClan. Dieser bekam einen heftigen Schlag von dem aggressiven SchattenClan Krieger mit dessen großen Pranken welche mit messerscharfen Krallen ausgestattet sind. Alle der versammelten Katzen schauten erschrocken zu den beiden Katern und viele waren sichtlich geschockt und andere ginge schon mit peitschenden Schweifen in die Kampfstellung. Bis auf ein paar knurrende und brummende Katzen war alles still doch plötzlich zuckte ein greller Blitz über den dunklen Nachthimmel und schlug nur in der Nähe der Kuhle ein. „Aufhören! Sofort!“ Schrie Blaustern durch die Nacht und bäumte sich dabei auf. „Der SternenClan hat genug! Wie konnte es nur dazu kommen dass der heilige Waffenstillstand gebrochen wurde!“ Rief Streifenstern verärgert und mit wild peitschenden Schweif. Alle Katzen war geschockt und beruhigten sich, teilweise zwanghaft. „Wir können sie doch nicht grundlos angreifen. Wir sollten erst zu ihnen hingehen und sie fragen was sie hier wollen.“ Schlug Riesenstern ruhig vor. Teilweise ertönte zustimmendes Miauen, aber auch Knurren und feindselige Blicke waren nicht zu übersehen. Nachtstern funkelte den WindClan Anführer böse und weniger begeistert an und ergriff dann krächzend das Wort:“ Wir sollten sie sofort vertreiben, wer weiß was die Flohfänger vor haben!“ Begeistertes Jaulen seiner Katzen ertönte und Nachtstern erhob stolz den Kopf. Streifenstern und Blaustern schauten sich nur seufzend an, dann erhob der FlussClan Anführer wieder seine laute Stimme:“ Ich fände Riesensterns‘ Vorschlag deutlich besser. Mehrere starke Krieger aus jedem Clan gehen als eine große Patrouille zu den fremden Katzen und fragen sie aus.“ Wieder einmal brach Gemurmel unter den Clankatzen aus. Plötzlich ertönte eine laute, erschrockene Stimme:“ Finsterpfote!“ Die aufgeregte Stimme gehörte zu einer Königin aus dem SchattenClan welche komplett außer sich ist, da ihr Junges von oben bis unten mit Blut verschmier war. Der laute Ruf der Mutter lenkte alle Aufmerksamkeit auf diese und ließ die anderen Katzen erschrecken als sie den SchattenClan Schüler so sahen. Dessen Mutter preschte hektisch an seine Seite und leckte führsorglich über seine klaffende Wunde auf der schwarzen Stirn. Dann schrie die pechschwarze Kätzin aufgeregt nach einem Heiler der dann auch angestürmt kam um sich um die Wunden des zitternden Schülers zu kümmern. Der kleine Kater zitterte stark und konnte kaum noch auf seinen Pfoten stehen bleiben, weswegen seine Mutter ihn auch stützte. Aus seiner Seite strömte Blut und auch sein ganzes Gesicht war mit Blut überströmt, da eine tiefe Wunde auf seiner Stirn klaffte. „Was hat diesen kleinen Schüler nur so zu gerichtet? Vielleicht ein Fuchs?“ Fragte Feuerherz sich erschrocken in Gedanken. „Meinst du es waren die fremden Katzen?“ Fragte ihn Graustreif mit weit aufgerissenen Augen. „Es ist möglich…“ Meinte der rote Kater leise. Die Anführerin des DonnerClans erhob nun wieder ihre, nun etwas geschockte, doch trotzdem laute und klare Stimme:“ Was ist passiert kleiner? Wer hat dir das angetan?“ Blaustern klang führsorglich und vorsichtig. Der SchattenClan Schüler blickte langsam und zitternd auf, dann stotterte er leise:“ I-i-ich…fremd-e…Katzen, sie h-hatten einen seltsamen Ge…ruch.“ Nachtsterns‘ pechschwarze Pupillen verhängten sich feindselig:“ Das waren diese fremden Katzen diese Flohfänger! Keine Katze wagt es eine SchattenClan Katze anzugreifen! Wir werden angreifen!“ Wieder ertönte zustimmendes Jaulen der Katzen, dieses mal nicht nur von den SchattenClan Katzen. „Können wir uns da denn überhaupt sicher sein das es wirklich diese fremden Katzen waren?“ Stellte Streifenstern in Frage und blickte über die unter ihm sitzenden Katzen. „Natürlich! Wer sollte es denn sonst sein! Die meisten Katzen sind hier, auf der großen Versammlung!“ Fauchte der SchattenClan Anführer mit gesträubten Fell. Bei diesem Punkt hatte Nachtstern recht, die meisten Katzen waren auf der großen Versammlung und wenn Finsterpfote meinte sie hatten einen seltsamen Geruch an sich konnte es sich nur um die mystischen, fremden Katzen handeln. „Wieso bist du eigentlich mitten in der Nacht außerhalb des Lagers?“ Fragte Riesenstern den verwundeten Schüler. „I-ich wollte…nur eine N-nachtwanderung machen,….in de-r Nähe des Zweibeinerortes.“ Berichtete Finsterpfote zitternd und stotternd. Plötzlich spuckte der Schüler Blut und er wurde vorsichtig von seiner Mutter ein wenig Abseits der Katzenmasse getragen, damit er etwas Ruhe bekam und der Heiler ihn besser verpflegen konnte. „Es passt alles zusammen, der Ort, der Geruch, es können nur diese fremden Katzen gewesen sein.“ Erklärte Blaustern ernst dem Clan. „Das heißt Krieg!“ Knurrte Nachtstern wütend, mit aufgestellten Nackenfell, peitschenden Schweif und kämpferisch funkelnden Augen. „Nachstern. Überlege mal wie viele Katzen sterben könnten nur weil wir aus Rache angreifen.“ Meinte der gestreifte FlussClan Anführer, doch von Nachtstern bekam er nur einen bösen Blick zugeworfen. „Sie kommen auf unser Territorium, massakrieren einen wehrlosen Schüler und verstoßen gegen Regeln! Sagt uns einen Grund sie nicht anzugreifen?“ Hielt Riesenstern zu dem SchattenClan Anführer. Jaulen und knurren, das die beiden Kater ebenfalls unterstützen sollte, ertönte aus den Kehlen verschiedener Katzen. Gerade als Streifenstern wieder das Wort ergreifen wollte, maunzte plötzlich die Mutter des verletzten Schülers laut auf. Als diese alle Aufmerksamkeit bekommen hatte, schluckte sie und sagte dann ernst und trocken:“ Mein Sohn hatte noch eine andere Katze sehen können, welche zugeschaut hatte wie er angegriffen wurde. Diese Katze war Tigerkralle.“ Nach diesen Worten herrschte Totenstille in der Kuhle und es bildeten sich dutzende entsetzte und eingeschüchterte Gesichter unter den Katzen. Feuerherz lief ein eisigkalter Schauer durch den flammenfarbenen Pelz und er musste heftig Schlucken. Auch der neben ihm sitzende Graustreif erlitt einen heftigen Schock. Doch am aller schlimmsten traf es die DonnerClan Anführerin Blaustern. Diese taumelte ein wenig nach hinten und setzte sich deswegen geistesabwesend hin. Nach einigen Momenten der unbehaglichen Stille ertönte Nachtsterns‘ krächzende Stimme:“ Das bedeutet Krieg!“ Zustimmendes Jaulen, Knurren und Brummen breitete sich unter den Katzen aus.

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    Feuerherz stand neben Sandsturm und drückte sich näher an ihre sandfarbende Seite. Trotzdem fühlte er sich sehr unwohl da heute der Tag war, an dem er mit Tigerkralle aufeinander treffen sollte. Blaustern stand am Anfang der Kampf-Patrouille und seufzte. Hinter der blau-grauen Anführerin befanden sich Weisspelz, Dunkelstreif, Langschweif, Buntgesicht, Sturmwind, Mausefell, Borkenpelz, Sandsturm und er. „Wir brechen jetzt auf.“ Sagte Blaustern trocken zu der Patrouille und lief dann los, durch den Farntunnel, aus dem Lager, in den Wald. Feuerherz hatte Angst das seine Anführerin wieder seelisch einstürzt nach der Begegnung mit ihrem ehemalige Stellvertreter. Die Patrouille lief Kampf bereit, doch ein wenig aufgeregt zum Baumgewiert, da sie sich dort mit den anderen Patrouillen der anderen Clans treffen wollten. Nach einer Weile Marsch kamen sie am vereinbarten Treffpunkt an, an dem schon alle anderen Patrouillen bereit standen. „Hast du auch so Angst vor der Begegnung mit Tigerkralle?“ Fragte Sandsturm den roten Kater ein wenig ängstlich. „ Ja…ich weiß zu was er fähig ist und wie viel Kraft er besitzt.“ Antwortete der junge Krieger der sandfarbenden Kätzin ernst. Dann fuhr er fort:“ Du musst aber keine Angst haben, wir sind vier gegen einen. Ok, vielleicht gegen zwei.“ Tigerkralle trieb sein Unwesen bestimmt mit dieser Streunergruppe mit der er auch den DonnerClan angriff. Plötzlich begaben sich die Patrouillen in Bewegung und machten sich auf den Weg. Feuerherz trabte nahe an Sandsturm. Die meisten Katzen waren ziemlich nervös und aufgekratzt aber auch Kampflustig. Farnpelz‘ Blick dürstete nur so nach Rache an Tigerkralle, da dieser an dem Unfall seiner Schwester Schuld war. Nach einem längerem Marsch kamen sie endlich an dem „Lager“ der mystischen Katzen an und glitten auch schon in das trockene Unterholz oder in dichtes Gebüsch. Die fremde Katzengruppe befand sich nichtsahnend auf der Lichtung. Am Ende der Lichtung konnte man wieder die schwarz-silberne Kätzin erkennen, dieses mal doch duckte sie sich fauchend und blickte empor zu Tigerkralle. Der massige Kater beugte sich über die Kätzin, fauchte heftig und drohte ihr immer wieder mit Prankenhieben. Auch hatten die Streuner, die unter Tigerkralles‘ Kommando standen, immer wieder versucht die anderen Katzen zu unterdrücken oder aus irgendeinem Grund anzugreifen. Feuerherz flüsterte unsicher in Blausterns‘ Ohr:“ Es wirkt so als hätte Tigerkralle die anderen Katzen komplett im Griff. Vielleicht haben die anderen Katzen auch etwas gegen ihn und die Streuner.“ Seine ehemalige Mentorin blickte zu ihm, nickte kurz und meinte dann leise zu dem Kater:“ Das kann schon sein.“ „Vielleicht würden die fremden Katzen auch gegen Tigerkralle kämpfen?“ Miaute Feuerherz vorsichtig zu seiner Anführerin. Doch noch bevor diese auch nur irgendetwas sagen konnte gaben Nachtstern und Streifenstern auch schon das stille Zeichen für den Angriff. Feuerherz stürzte sich bewusst auf einen der Streuner. Es war ein großer Kater mit dunkelbraunen Fell und einem eingerissenem Ohr. Feuerherz sprang seinem Feind mit ausgefahrenen Krallen auf den massigen Rücken und klammerte sich fest. Dieser jaulte auf und versuchte den orangenen Kater energisch abzuschütteln. Feuerherz behielt schwerfällig Halt auf dem Streuner-Kater und biss diesem mit seinen spitzen Zähnen kraftvoll in die knochige Schulter. Wieder kreischte dieser auf und sprang herum. Feuerherz hatte kaum noch halt auf dem großen Kater. Im Augenwinkel konnte der junge DonnerClan Krieger erkennen wie Tigerkralle geradewegs auf die kämpfende Blaustern zu schritt. Er bekam Panik und ließ von seinem Gegner ab, dann sprintete er durch die Menge der kämpfenden Katzen bis er bei Tigerkralle ankam. Kurz davor schrie der junge Kater noch laut:“ Blaustern! Vorsicht!“ diese drehte sich schnellst möglich um und fauchte den Verräter heftig an als sie ihn sah. „Verschwinde Blaustern!“ Rief Feuerherz seiner Anführerin zu. Diese zögerte kurz, verschwand dann aber und half Buntgesicht im Kampf gegen einen schwarzen, bissigen Kater. „Feuerherz! Schön dich zu sehen!“ Ertönte die laute, höhnische, dunkle Stimme von Tigerkralle. Feuerherz knurrte den großen Kater bösartig an. Doch in den Augen des ehemaligen DonnerClan Kriegers konnte man nur Spott und Hass erkennen. Feuerherz und Tigerkralle standen sich fauchend und Kampf bereit gegenüber. Dann begannen die beiden Kater sich zu umkreisen und blickten sich feindselig an. Plötzlich sprang Tigerkralle mit voller Wucht ab und landete mit seinem massigen Körper auf dem schlanken Feuerherz. Dieser schnappte erschrocken nach Luft und versuchte sich gegen Tigerkralle zu wehren. Tigerkralle versuchte an Feuerherz‘ Bauch zu kommen um diesen mit seinen messerscharfen Krallen zu bearbeiten. Feuerherz kämpfte um sein Leben und nutzte seine Chance um seinem sich über ihm befindenden Rivalen seine scharfen Krallen über das Gesicht zu ziehen. Tigerkralle kniff sein linkes, bernsteinfarbendes Auge zu und knurrte Feuerherz hasserfüllt an. Dann holte der braune Kater mit seiner Pfote aus und fuhr, mit seinem ungewöhnlich langen Krallen, über Feuerherz‘ Schulter. Der DonnerClan Krieger schrie vor Schmerz auf und spuckte somit seinem Gegner in das breite Gesicht. Dieser fauchte wütend. Dann stellte Tigerkralle langsam und fies grinsend seine rechte Pfote auf Feuerherz‘ Brust. Einen Herzschlag später zog der massige Kater seine linke Pfote nach und stellte sie ebenfalls auf die Brust des flammenfarbenen Katers und lachte ihm spöttisch ins Gesicht. Der stinkende Atem des gestreiften Katers flog Feuerherz in die, sich vor Gestank kräuselnde, Nase. Feuerherz merkte wie er immer schlechter Luft bekam und schnappte wild mit seinem Maul umher. Er windete sich stark um aus Tigerkralles‘ Todesgriff frei zu kommen, doch ohne Erfolg. Alles schien aussichtslos und dem jungen Kater wurde plötzlich alles schwarz vor den Augen. Doch plötzlich spürte er eine starke Erleichterung auf seiner Brust und blickte geschwächt auf. Er atmete heftig und sah wie sein bester Freund Graustreif den großen Kater von ihm heruntergeworfen hatte. Feuerherz erhob sich mit letzter Kraft und half dann seinem grauen Freund den massigen Tigerkralle mit seinen dornenscharfen Krallen zu bearbeiten. Dieser knurrte einige male auf vor Schmerz. Plötzlich stand die schwarz-silberne Kätzin neben Feuerherz und Graustreif. Die beiden Kater machten sich schon auf einen Angriff gefasst doch die Katze rührte sich nicht. „Hilf mir doch du Mäusehirn!“ Befahl Tigerkralle der jungen Kätzin doch diese jaulte nur laut auf und befahl so ihrem Clan sich gegen die Streuner zu stellen und an der Seite der Clans zu kämpfen. Dann stürzte sie sich selbst auf Tigerkralle und biss ihm in eines seiner Ohren und zerrte schmerzhaft daran. Tigerkralle jaulte auf, kämpfte sich frei, fauchte seine Angreifer an und zog sich knurrend mit seinen Anhängern zurück. Die junge Kätzin Blickte zu Feuerherz und Graustreif:“ Vielen Dank, ihr habt meinen Clan vor diesem Tyrann gerettet. Wir stehen ewig in eurer Schuld!“

Kommentare (3)

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Federblüte (67167)
vor 153 Tagen
@Silberrabe es ist trotzdem geil!
Silberrabe ( von: Silberrabe)
vor 154 Tagen
Danke,das ist eigentlich für die Schule xD
Funkenfell! ( von: Funkenfell!)
vor 154 Tagen
Voll der schöne schreibstil! Wie du zum beispiel feuersterns jagd so genau beschreibst! 😍