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Lost in my fear - Du kommst zu spät

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2 Kapitel - 3.016 Wörter - Erstellt von: XMarie Potter - Aktualisiert am: 2018-02-27 - Entwickelt am: - 937 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 3 Personen gefällt es

,, Du gehorchst mir immer noch nicht, Süße. Und das gefällt mir ganz und gar nicht.“ Ich sah nur seine kaffeebraunen Augen schadenfroh aufblitzen und er legte eine Hand an meine Wange. Ich wehrte mich nicht einmal dagegen, der Mut hatte mich schon lange verlassen. Jetzt kam nur noch Schmerz. Es war zu spät.

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    Ich blickte meinem Spiegelbild entgegen, das sich in der schwappenden Wasseroberfläche des Teiches spiegelte. Ich beobachtete jeden Gesichtszug, der
    Ich blickte meinem Spiegelbild entgegen, das sich in der schwappenden Wasseroberfläche des Teiches spiegelte. Ich beobachtete jeden Gesichtszug, der von den Wellen verzogen wurde, jeden Wimpernschlag, jedes Zucken. Und das eine ganze Weile. Nichts. Erleichtert zog ich mich zurück, setzte mich auf die Wiese und schlang die Arme um meine Beine. Ich zeigte keinerlei Emotionen, keine Leere in den Augen, kein Beben der Lippen und kein Schniefen der Nase. In den letzten Jahren hatte ich mich wirklich verändert. Früher war ich das nette Schulmädchen mit den braunen Haaren und den dunkelblauen Augen aus der Nachbarschaft, aber jetzt war ich nicht wieder zu erkennen. Grinsend dachte ich daran, wie ich mir heimlich meine Haare schwarz gefärbt hatte und mir heimlich illegal einen Zungen- und Augenbrauenpiercing stechen lassen hatte. Nun war ich ein Schatten, der durch das Sonnenlicht quasi zerschmelzen würde, mit Haut so weiß wie Schnee, Lippen in einem zärtlichen Rot und Haaren in einem tiefen Schwarz, durchzogen von weißen Strähnen. Wieso ich das getan hatte? Ich wusste es selbst nicht, aber es gab urplötzlich einen Drang nach Veränderung. Einen Drang, den erlittenen Schmerz rauszulassen und nicht mehr zu schweigen. Meine Vergangenheit lag hinter mir und meine Zukunft war aussichtslos. Trotzdem hatte ich das Gefühl einmalig in der Welt zu sein, dass ich aus der Welt herausstach und deshalb so abgrundtief gehasst wurde. Meine Eltern hatten sich getrennt, ich blieb bei meiner Mutter. Doch diese starb viel zu früh in meinem dreizehnten Lebensjahr bei einem tragischen Autounfall und das Gericht gab meinem Vater das einzige Sorgerecht. Damit war dieses Problem für sie beseitigt gewesen. Ich hatte einen Erzieher, der sich um mich kümmern sollte. Ob er es auch wirklich tat, war eine ganz andere Sache. Auf jeden Fall war ich vor einer Woche hierher gezogen mit meinem Vater, dessen Freundin hier in Hamburg lebte. Ein Seufzen verließ meine Lippen. Ich war fast nur in der Wohnung um zu schlafen und wollte gar nicht wissen, was die beiden in der Wohnung treiben, wenn ich nicht da war. Kurz gesagt: Mein Vater konnte mir nur ein Dach über dem Kopf bieten, mehr nicht. Kein Essen, keine ordentliche Kleidung, keine väterliche Liebe. Seine Freundin war ganz und gar nicht begeistert gewesen, als er hier mit mir aufgekreuzt war und sie machte mir das Leben zur Hölle. Sie hatte mir den alten Abstellraum zur Verfügung gestellt mit einem ausgenutzten Sofa und einem Schreibtisch. Wir waren mitten in den Sommerferien hierhergezogen und mir blieb noch eine Woche, bevor ich auf die neue Schule musste. Was heißt "muss"? Niemand zwang mich in die Schule, meine Bildung ging meinem Vater am A**** vorbei. In meiner alten Schule war ich das beliebte Mobbingopfer gewesen, mit dem jeder spielen konnte. Täglich kam ich mit blauen Flecken, Schnitten und Kaugummis in meinen Haaren nach Hause. Zu Hause hatte ich mich ritzen wollen, doch mit diesem Schmerz konnte ich nicht umgehen, ich war schon immer ein Weichei gewesen. Aber diese Zeit hatte mich abgehärtet, alles was früher zerbrochen war, hatte mich geprägt und nun hoffte ich, dass die Leute in meiner neuen Schule meine Verletzlichkeit übersehen würden. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, wie andere Leute mich sahen, aber wenn ich durch die Straßen ging, erntete ich den ein oder anderen angewiderten Blick auf meinem Gesicht. Wenn ich die Leute dann mit meinen kalten schwarz geschminkten Augen ansah, drehten sie mir den Rücken zu und taten so, als ob ich nicht existierte. Irgendwie fand ich das belustigend. Jetzt saß ich hier am Teich des Parks, der sich nur eine Straße von unserer Wohnung befand. Hamburg war ziemlich groß, weshalb ich mich noch nicht wirklich in die Innenstadt traute. Wir lebten eher außerhalb in dem ärmeren Viertel. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte Jugendliche in meinem Alter angesprochen und Freunde gefunden, bevor ich in die Schule gekommen wäre, aber an diese Zeit wollte ich nicht denken. Ich ging nicht so wirklich auf Menschen zu. Ich hätte auch nicht wirkliche einen guten Eindruck gemacht mit meinem schwarzen Green-Day-T-Shirt, der Lederjacke, der zerrissenen, schwarzen Jeans, den dunkelroten Converses und den fingerlosen Handschuhen. Aber ich würde mir auch keine Freunde suchen, die mich so nicht akzeptierten, deshalb würde ich mich auch nicht sonderlich bemühen, auf die anderen sympathisch zu wirken. Meinung hin oder her, nach einer weiteren halben Stunde am Teich wurde mir langweilig und ich erhob mich, um mich doch weiter in die Stadt zu trauen. Seltsamerweise musste ich mir doch Gedanken über meine Person machen. In meiner Freizeit sang ich ziemlich gerne, spielte Gitarre und schrieb sogar eigene Songs. Entweder würde das den anderen gefallen oder sie würden sich darüber lustig machen. Das zweite wirkte in meiner Sicht eher wahrscheinlicher. Ich vergrub meine Hände in den Jackentaschen und machte mich auf den Weg. Hamburg war ich Vergleich zu meiner alten Stadt ein Land für sich und ich versuchte mir meinen Weg so gut es ging zu merken. Ziellos beobachtete ich die Kinder, die ihre Schulsachen kauften und auf den heißen Straßen nach Hause gehen wollten. Mich sahen sie nur ängstlich an und wechselten die Straßenseite. Ich seufzte. Ich würde bestimmt sehr beliebt sein, wenn die Erstklässler mich sogar fürchteten. Genervt setzte ich meinen Weg fort und warf den ein oder anderen Blick durch die Vitrinen in Geschäften. Plötzlich blieb ich vor dem Fenster eines ganz besonderen Ladens stehen. An den Wänden hingen unzählige E-Gitarren in allen möglichen Farben. Ich wollte schon immer einmal auf einer spielen, jedoch fürchtete ich, dass es mir an Erfahrung fehlte. Mein Blick haftete immer noch an den Gitarren. Der Laden war fast leer. Ich könnte mir so eine nie im Leben leisten, ich war schon froh, wenn ich mittags was essen konnte. Schnaufend wollte ich weitergehen, bemerkte jedoch zu spät, dass die Tür des Ladens aufging und jemand hinaus ging und direkt in mich hineinlief. Keuchend wurde ich zu Boden gerissen und kam mit den Ellenbogen auf. Ein brennender Schmerz durchzuckte mich und ich pfiff durch die Zähne.,, Kannst du verdammt noch einmal nicht aufpassen!“, fauchte ich wütend, sprang auf und hielt mir eine Hand an meinen Ellenbogen, der unheimlich blutete.,, Wie kannst du es wagen so mit mir zu reden, du kleine Schal*mpe!“, kam es mindestens genauso wütend zurück, was mich ein wenig überraschte, doch ich ließ nicht nach. Ich funkelte meinen Gegenüber eiskalt an. Vor mir stand ein Junge, vielleicht genauso alt wie ich, aber einen Kopf größer. seine Haare waren pechschwarz und hingen ihm wirr ins Gesicht, seine Augen waren kaffeebraun und mindestens genauso geschminkt wie meine.,, Ich rede wie mir es gefällt und von so einer Zicke wie du lass ich mir bestimmt nichts sagen!“, schrie ich ihn an und fühlte wie sich etwas um mein Handgelenk schloss und mich brutal hochriss.,, Ich mach dich kalt!“, spuckte er mich an und drehte meine Hand. Ich zischte vor Schmerz auf, als er mich mit dem Rücken gegen die Ladenwand presste.,, Würd' ich auch machen aber mir wurde beigebracht, ich solle keine Mädchen schlagen, sorry Madam'“, erwiderte ich schlagfertig und ich spürte wie die provozierende Wut in mir aufstieg. Doch ich bereute es sofort, denn plötzlich löste sich ein brennender Schmerz an meiner Wange und schien meinen ganzen Kopf zu übernehmen.,, Verdammt, Kai, lass die Kleine in Ruhe!“ Eine weitere Stimme mischte sich ein, während ich fassungslos eine Hand an meine Wange legte. Er hatte mich geschlagen. Ich war mir diesen Erkenntnis noch nicht ganz im Klaren, da zog jemand den Typen zurück und ich wich grinsend beiseite.

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    Ein zweiter Typ war zu uns gestoßen, er hielt seinen Freund am Kragen fest, der unter seinem Griff zappelte, jedoch nichts an der Kraft des Zweiten a
    Ein zweiter Typ war zu uns gestoßen, er hielt seinen Freund am Kragen fest, der unter seinem Griff zappelte, jedoch nichts an der Kraft des Zweiten ausmachen konnte.,, Verdammt lass mich los!“, schrie er und begann seinem Freund gegen sein Schienbein zu treten und das nicht gerade sanft.,, Hat der Aggressionen oder was?“, lächelte ich triumphierend und klopfte mir den imaginären Staub von der Jeans. Während ich an den beiden vorbeiging, strich meine Schulter provokant die von Kai, der dabei gänzlich auszurasten schien, aber ich ignorierte dies eiskalt und machte mich wieder auf den Heimweg, wobei ich einen weiteren interessierten Blick ins Geschäft warf. Dieser Laden war für mich wie ein Paradies, wenn ich Leute sah, die dort skeptisch verschiedene Modelle ausprobierten. Schnaufend riss ich meinen Blick los und konzentrierte mich darauf, mein Zuhause wiederzufinden. Zufrieden summte ich eine, meiner selbst geschriebenen Melodien vor mich hin und verlor mich im trüben Himmel, der allmählich dunkler wurde.

    Es kam mir vor wie ein Wimpernschlag, doch ehe ich mich versah, schlug ich wieder die Augen auf und fand mich um Punkt sechs Uhr wach auf meinem Sofa wieder. Mein erster Schultag. Der Tag, den ich seit so langer Zeit fürchtete, war gekommen und ich hatte keinerlei Kontakte, an die ich mich wenden konnte. Seufzend stand ich auf, lauschte kurz, ob noch jemand zu Hause war, aber sicher hatte mein Vater die Nacht mit seiner Freundin auf irgendeiner Party verbracht. Ich musste besser die Wohnung verlassen, bevor sie kamen. Mürrisch kämmte ich meine widerspenstigen Haare mit den weißen Strähnen und schminkte mich wieder einmal mit viel schwarzem Lidschatten und Eyeliner. Ich ließ es so nach der Dusche und zog mir eine graue Jeans, ein schwarzes AC/DC-Shirt, eine schwarze Lederjacke, meine Fingerlosen Handschuhe und meine geliebten Lackschuhe an. Ein weiteres Seufzen verließ ungewollt meine Lippen und ich machte mir klar, dass ich Freunde finden musste, wenn ich wollte, dass das nicht so ausging wie auf meiner alten Schule. Aufgeregt packte ich meine Schultasche und schwang sie mir auf die Schultern, bevor ich mit Herzrasen die Wohnung verließ und ins Freie trat. Vom gestrigen guten Wetter war kein Hauch mehr übrig - heute schüttete es in Eimern. Zu allem Überfluss verlief meine gesamte Schminke und lief mir in Rinnsalen die Wangen herunter. Meine Haare klebten an meiner Kopfhaut und die Lederjacke hielt den regen nur minimal auf. Angekommen, stand ich nun vor einem Gebäude, das ich mir so groß nie hätte vorstellen können. Ich schluckte. Wie ein widerliches Insekt fühlte ich mich, das nun vor dem großen Ameisenhaufen steht und nicht weiß, wo es hin sollte. Der Schulhof war leer, alle Schüler hatten sich in den Fluren angestaut und versuchten dem Regen zu entkommen. Ich kämpfte mich ins Trockene, wo ich den ein oder anderen verachtenden Blick erntete. Das fing ja schon gut an. Ich musste nur das Direktorat finden und dann war ich schon nicht mehr so verloren wie am Anfang. Als ich schließlich vor einer strengen grauen Tür ankam, waren die Korridore menschenleer und der Unterricht hatte bereits 15 Minuten begonnen. Beim Anklopfen zögerte ich. Jetzt kam es nur noch auf mich an, ob ich beliebt sein würde oder nicht. Fressen oder gefressen werden. Ich schmunzelte fast, als ich mich daran erinnerte, wie ernst das hier eigentlich für mich sein sollte. Den Atem anhaltend, klopfte ich drei mal an die Tür, bis diese schlagartig aufgerissen wurde.,, Sag mal, eigentlich solltest du doch längst im Unterricht sein?“, kam mir eine strenge, eiserne Stimme entgegen und ich blickte einer älteren Frau mit grau-braunem gelocktem Haar entgegen. Ihre Brille saß tief auf ihrem Nasenrücken und sie musterte mich kritisch. Ich hatte mir die überschüssige Schminke von den Wangen gewischt und hoffte einfach nur auf Besseres.,, Ich-Aah-Ich“, stammelte ich perplex und hatte keine Ahnung, was ich mit meinen Haaren machen sollte. Mein Herzrhythmus verdreifachte sich von einer Sekunde auf die andere.,, Aha, dann nehme ich an, du bist die Neue, Thalia Irgendwas aus den Nirgendwo. Komm rein“, sagte sie nun genervt und trat beiseite um mich eintreten zu lassen. Ehe ich mich versah, saß ich auf einem alten Holzstuhl gegenüber von mir saß die Frau und wühlte in ihren Akten. Eine unangenehme Stille spannte den Raum und ich hörte nur das Ticken der Uhr und gelegentlich das Rascheln von Papier. Ihr Seufzen brachte mich wieder zurück in die Realität.,, Tarina Magdalena Winter, aus dem Norden, war auf einem Gymnasium, relativ gut abgeschnitten, blablabla“, murmelte sie vor sich hin bevor sie ihren Blick hob und mich anschaute.,, Stimmt das?“,,Äh ja“, antwortete ich kurz angebunden und hoffte, dass das alles nun ein Ende hatte.,, Dann folg mir und nimm nach der Schule deine Bücher im Sekretariat ab“, befahl sie und erhob sich von ihrem Schreibtisch, packte mich mit ihren kalten Fingern an der Schulter und führte mich in dieser unangenehmen Position ins dritte Stockwerk. Es kam mir hier vor wie in einem unendlichen Labyrinth, das ich meistern musste und ich konnte mir nicht vorstellen, mich hier jemals zurechtzufinden. Sie setzte mich eiskalt vor einer dieser verdammten Türen ab, würdigte mich dann weiterhin keines Blickes und ließ mich ohne Worte vor dem Klassenraum stehen. Ich verfluchte meine Direktorin in Gedanken, doch dann rief ich mich in die Realität zurück. Ich musste jetzt stark sein, egal wie scheiße die Situation gerade war. Eine halbe Ewigkeit blieb ich reglos stehen, bevor ich den Mut hatte, einzutreten. Mir schrien etliche Schüler entgegen, Papierfetzen flogen durch den Klassenraum und ich musste einer leeren Plastikflasche ausweichen, die auf mich zugeworfen wurde. Ein fast unhörbares,, Sorry!“ konnte ich vernehmen und ich konnte mir kaum vorstellen, dass diese Räume so gut isoliert sein mussten, dass es im Flur totenstill war. Die Klasse war gefüllt mit Jugendlichen, die auf ihren Bänden standen, saßen oder lagen und sich gegenseitig mit irgendwelchen Stiften oder sonstigem Kram bewarfen. Ich schluckte kurz ging dann zu einem leeren Platz neben einem sympathisch aussehenden Mädchen. Als ich mich dort niederlassen wollte, wirbelte sie herum und legte ihre Hand auf den Stuhl.,, Hier ist besetzt!“ Dieser Satz wurde mir bestimmt fünf mal ins Gesicht gespuckt, dass mir nur noch ein Platz blieb, wo ich mich hinsetzen konnte, doch als ich gerade fragen wollte, funkelten mich die beiden kaffeebraunen Augen an, die sich in mein Gedächtnis gebohrt hatten. Ich hielt mitten in meinem Satz inne, mein herz rutschte mir in die Hosen und meine Stimme brach ab. Ein verächtliches Grinsen breitete sich auf seinen fahlen Lippen aus und er musterte mich hinterhältig lächelnd.,, Ich wusste, wir sehen uns wieder, Süße. Wir haben schließlich noch eine Rechnung offen.“ Diese Worte hallten in meinem Kopf umher, als würde er sie etliche Male wiederholen. Gerade als er sich abrupt von seinem Stuhl erhob, der hinter ihm umkippte, wurde die Tür aufgerissen und zugeschlagen und der Lehrer trat ein.,, Tut mir leid, Leute, aber ich war im Stau. Setzt euch bitte alle auf eure Plätze und-“ Er hielt inne und hatte mich wahrscheinlich bemerkt, denn er rückte seine Brille zurecht und musterte mich etwas freundlicher als die Frau Direktorin. Er war noch ziemlich jung und schien mir sympathisch, soweit ich das beurteilen konnte.,, Aha, Tarina Winter. Ich nenne dich Tara, wenn das okay ist, ich kann mir Spitznamen besser merken. Ich bin Herr Braun, der Englischlehrer“, sagte er zu mir gelassen und setzte seine Tasche ab. Fast hätte ich gelächelt, weil ich ihn vom ersten Moment an mochte, doch Kai's Gesicht hatte mir meine Laune deutlich vermiest. Wie lange hatte mich keiner mehr Tara genannt. Dieser Gedanke trieb mich in den Wahnsinn.,, Ich weiß wie peinlich Vorstellungen vor der Klasse sind, deshalb erspare ich das den Neuen immer. Aber du stehst da ganz praktisch, kannst dich ja direkt zu Kai setzen, der kann jemanden gebrauchen, der ihn ein bisschen zügelt.“ Als könnte mein Tag nicht noch schlimmer werden, wollte ich ihn nicht bitten, mich neben jemand anderes zu setzen. Ich durfte auf keinen Fall schwach wirken und ich dachte, neben einem solchen Draufgänger zu sitzen, ließ mich vielleicht stärker wirken, als ich eigentlich war. Ich musste ja schließlich nicht meine komplette Schulzeit mit ihm verbringen. Der Gedanke schon am ersten Schultag verprügelt zu werden, schien mir nicht gerade verlockend. So unauffällig wie möglich ließ ich mich neben ihm nieder und packte meinen Block aus und einen Stift. Englisch war eine meiner Stärken, weshalb ich versuchte einen guten Eindruck zu machen, aber nur genug, um nicht wie ein Streber auszusehen. Kai schien mich ab und zu ziemlich auffällig von der Seite zu mustern, aber sonst sagte er kein Wort. Ich machte mir ein paar Notizen und hielt so viel Abstand wie möglich von ihm. Außer um in seinem Buch mitzuschauen, drehte ich mich nicht einmal in seine Richtung. Es war zwar eine Doppelstunde Englisch und direkt danach noch einmal Doppelstunde Mathe und zwei weitere Stunden Französisch. Dieser Stundenplan kotzte mich wirklich an, aber ich wollte mir jetzt die negativen Gedanken aus dem Kopf schlagen

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Lost in my fear - Du kommst zu spät
Lost in my fear - Du kommst zu spät
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2018-02-12
40J0
Horror, Krimi

Kommentare (6)

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Tomoye (01897)
vor 57 Tagen
Schreib bitte weiter.
xMarie Potter ( von: xMarie Potter)
vor 145 Tagen
Ich werde mir ein Ziel setzen: immer ein Kapitel pro Woche. Ich denke, sonst wird es mir zu viel und ich will meinen Schreibstil beibehalten. Ich freue mich immer über Feedback ^^
Zerstörte123 ( von: Lele123)
vor 150 Tagen
Schreib einen 2 Teil.
Alexi Mafloy ( von: Alexi Mafloy )
vor 152 Tagen
Schreib mal eine Fortsetzung
Alexi Mafloy ( von: Alexi Mafloy )
vor 152 Tagen
Wirklich gut geschrieben!!!
Jojomoon ( von: Jojomoon)
vor 152 Tagen
Sehr gut geschrieben, gefällt mir.