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Eliza Malfoy - Eine Geschichte aus Hogwarts (4)

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1 Kapitel - 1.033 Wörter - Erstellt von: Lonukira - Aktualisiert am: 2018-02-15 - Entwickelt am: - 405 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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    Ich stand gemeinsam mit den anderen Erstklässlern vor dem Stuhl des Sprechenden Hutes. Professor McGonagall maß uns mit strengen Blicken, bevor sie ihr Pergament entrollte.
    "Colin Creevey!"
    Colin ging nach vorn und McGonagall setzte den Hut auf seinen Kopf. Er schien kurz zu überlegen und rief dann: "Gryffindor!"
    Colin sprang vom Stuhl und rannte zum jubelnden Gryffindor-Tisch.
    "Hey Liza.", flüsterte jemand hinter mir, während der Nächste aufgerufen wurde. Ich drehte mich um und sah Ginny Weasley, die direkt hinter mir stand. "Glaubst du, du kommst nach Slytherin?", fragte sie. Ich lehnte mich zu ihr.
    "Ich muss, sonst werde ich meiner Familie nicht gerecht.", murmelte ich in ihr Ohr. "Aber ich würde wirklich, wirklich gern mit dir in ein Haus."
    Ginny nickte verständnisvoll. Da wurde Astoria aufgerufen. Der Hut zögerte bei ihr nicht lange.
    "Slytherin!"
    Strahlend lief Astoria zu den Slytherins. Fünf weitere Erstklässler wurden aufgerufen. Zwei Mädchen kamen nach Ravenclaw, ein weiteres nach Gryffindor und zwei Jungen wurden Hufflepuff zugeordnet. Dann kam ich.
    "Eliza Malfoy!"
    Mit zitternden Knien lief ich nach vorne und setzte mich auf den Hocker. Ich spürte, wie McGonagall mir den Sprechenden Hut aufsetzte. Kurz darauf hörte ich seine Stimme in meinem Kopf.
    "Noch eine Malfoy...hmm...aber bei dir sehe ich keine Arroganz. Schlauheit, aber keine List...Ich sehe Treue, Ehrlichkeit und Fleiß. Hufflepuff würde zu dir passen, vielleicht Gryffindor."
    "Slytherin, ich muss nach Slytherin. Ich muss die Familienehre wahren!", dachte ich panisch. "Slytherin? Bist du dir sicher? In Hufflepuff wärst du besser aufgehoben." "Ich bin mir sicher.", flüsterte ich, warf jedoch einen sehnsüchtigen Blick zum Tisch der Hufflepuffs. Sie sahen alle so freundlich aus.
    "Nun gut, wenn es das ist, was du willst...Slytherin!", verkündete der Hut. Ich lief zum grün-silbernen Tisch und setzte mich neben Astoria. Draco auf meiner anderen Seite beugte sich zu mir. "Gut gemacht, Schwester. Ich sagte doch, du brauchst keine Angst haben, bei Gryffindor oder den Flaschen von Hufflepuff zu landen."
    Brodelnde Wut stieg in mir auf. Ich wäre nach Hufflepuff gekommen, hätte ich den Hut nicht von meiner Pflicht überzeugt. Ich unterdrückte eine scharfe Entgegnung und sah zu, wie die restlichen Erstklässler ihren Häusern zugeteilt wurden. Schließlich kam Ginny, die letzte in der Reihe.
    "Gryffindor!"
    Ginny rannte zu dem Tisch, an dem bereits alle ihre Brüder warteten. Nur den Jüngsten konnte ich nicht entdecken.
    Dumbledore hielt eine kleine Rede, dann füllten sich die goldenen Platten von jetzt auf gleich mit Unmengen verschiedener Speisen.
    "Ich bin mal gespannt, wer dieses Jahr den Quidditchpokal gewinnt", sagte Draco laut, "jetzt, wo Slytherin mit den neuesten Besen ausgestattet ist." "Zu gut, dass wir jetzt einen neuen Sucher haben.", ließ Pansy verlauten und machte einen unglaublich lang gezogenen Augenaufschlag in Richtung meines Bruders. Ich verschluckte mich fast an meiner Pellkartoffel.
    "Du bist Sucher?"
    Draco grinste mich an. "Ja. Marcus Flint, der Mannschaftskapitän, meint, dass ich bräuchte die Auswahlspiele gar nicht erst mitmachen. Er weiß ja, dass ich schon mein ganzes Leben lang fliege."
    Ich lächelte gezwungenermaßen. "Na dann...Glückwunsch." "Danke, Liza."
    Mir fiel auf, dass am Slytherin-Tisch fast nur abfällig über die anderen Häuser gesprochen wurde. Vom benachbarten Hufflepuff-Tisch dagegen drang fröhliches Gerede über die Ferien, den kommenden Unterricht und lustige Geschichten über die Lehrer herüber. Ich seufzte. Dort wäre ich vielleicht glücklicher geworden. Dann sah ich zu den Gryffindors am anderen Hallenende. Ginny unterhielt sich mit ihren Brüdern, den Zwillingen. Eine Freundschaft mit ihr würde schwierig, wenn nicht sogar unmöglich werden.
    "Hast du keinen Hunger? Du hast dein Essen ja kaum angerührt.", unterbrach Astoria meine Gedanken. Rasch stopfte ich mir einen Löffel Buttererbsen in den Mund. Nachdem ich sie heruntergeschluckt hatte, antwortete ich so überzeugt wie möglich: "Nein, alles in Ordnung.", woraufhin Astoria lächelte und über Hogwarts zu sprechen begann.

    Nach dem Essen folgten wir einer Vertrauensschülerin hinunter in die Kerker. Dort war es etwas kühler, doch an den Wänden brannten Fackeln, die die Gänge mit ihrem warmen Licht erhellten. Der Gemeinschaftsraum lag, wie die Vertrauensschülerin uns erklärte, unter der Oberfläche des Schwarzen Sees. Drinnen herrschte schummrig grünes Licht, was alles etwas unheimlich erscheinen ließ, aber es gab auch gemütliche Sessel und ein großes Sofa.
    "Schräg rechts von hier sind die Mädchenschlafsääle, links die der Jungen.", erklärte die Vertrauensschülerin. Ich verabschiedete mich von Draco. Astoria und ich wollten bereits ins Bett gehen, während Draco noch mit Blaise, Daphne, Pansy und seinen 'Trollwächtern' Crabbe und Goyle im Gemeinschaftsraum blieb.
    Wir traten durch die Tür mit der Aufschrift 'Erstklässler' in unseren Schlafsaal. Astoria und ich schienen die einzigen Slytherinmädchen in diesem Jahr zu sein, denn es standen nur zwei Himmelbetten mit schweren, hellgrünen Samtvorhängen darin. Unsere Sachen waren bereits da. Ich stellte das Froschterrarium auf eine der Fensterbänke und warf ein paar tote Fliegen als Futter hinein. Dann zog ich mich um und kroch unter die weiche Bettdecke.
    "Gute Nacht.", sagte Astoria und legte sich ebenfalls ins Bett. Mit gemischten Gefühlen schloss ich die Augen und glitt in einen traumlosen Schlaf.

Kommentare (3)

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Junge der Schatten (18487)
vor 156 Tagen
Die Geschichte ist echt cool, schreib bitte weiter
Katie Wiht HP fan (55764)
vor 157 Tagen
Schreib bitte weiter. Dein schreibstiel gefält mir.😃
UNICORN (22770)
vor 169 Tagen
Wieso hören die meisten FF's so abrupt auf ?
Schreib doch bitte weiter ! *Erwartungsvoll anschau*