26. Mai 2019 Europawahl. Urheberrechtsreform. Wir haben nicht vergessen! Die Meinung von testedich

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Kuss im Mondschein

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5 Kapitel - 854 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 611 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Mai geht gerne nachts spazieren, da sie nachts einfach keinen Schlaf findet. Erst recht nicht bei Vollmond. Und so trifft sie während einer ihrer Spaziergänge auf einen Mann namens Julien, dem es genauso geht wie ihr...

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    Der Mond scheint in mein Zimmer und ich nutze sein Licht, um in meine Sachen zu schlüpfen. Leise drücke ich die Tür meines Zimmers auf und schlüpfe nach draußen auf den Flur und fluche leise, als ich über meine Schuhe stolpere. Lautlos schlüpfe ich hinein, horche in die ruhige Wohnung, um zu überprüfen, ob jemand durch meine verursachten Geräusche wach geworden ist und husche aus der Wohnung.

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    Köln ist in das silberne Licht des Vollmondes getaucht, der mich nicht schlafen lässt. Ich verfluche in der Schule meine durch ihn ausgelösten Schlafstörungen, aber in solchen Momenten ist es einfach nur schön. Ich schlage ohne Plan die Richtung des Parks ein und durchwandle die zauberhafte Welt der Mondnacht, bis ich ihn sehe. Er sitzt bewegungslos auf der Lehne einer Parkbank und sieht zum Mond hinauf. Seine Haare stehen ihm wild vom Kopf ab und wegen der Wärme der Nacht hat er, wie ich, nur eine Strickjacke an, welche er offen trägt. Er sieht gut aus...denke ich und gehe näher ran. Erst als ich direkt neben ihm stehe, scheint er mich zu bemerken und zuckt zusammen. "Wow...Ich hab dich gar nicht bemerkt, sorry!"

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    Er läd mich ein, mich neben ihn zu setzen und ich tue es nach kurzem Zögern. "Wie heißt du?"fragt er plötzlich. Ohne über mögliche Konsequenzen nachzudenken, antworte ich. "Mai." Er lächelt bloß und wendet sich erneut dem Mond zu, unterhält sich aber noch mit mir. "Und was machst du mitten in der Nacht allein im Park? Das könnte gefährlich werden. Vor allem für so hübsche Mädchen wie du..." Anstatt mich geschmeichelt zu fühlen, feure ich ihm eine patzige Antwort entgegen. Ich mag es nicht, wenn man mich unterschätzt. Er scheint seinen Fehler einzusehen und sagt nichts mehr. "Ich heiße übrigens Julien..." Kommt nach ein paar Minuten wieder was von ihm. Ich lächle ihn an und er lächelt offensichtlich erleichtert zurück.

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    "Was machst du eigentlich hier?" Neugierig sieht er mich an. "Du bist das erste Mädchen, dass ich in der Nacht hier sehe." Ich zucke mit den Schultern. "Der Mond lässt mich nicht schlafen. An Vollmond ist es ganz besonders schlimm. Es ist so, als wolle er mich nicht schlafen lassen, mich rufen..." Ich unterbreche mich selbst, da Julien mich seltsam ansieht. "Tut mir leid, dass das so komisch klingt, aber..." Jetz unterbricht Julien mich, indem er meine Hand nimmt. Sanft gleiten seine warmen Finger über meinen Handrücken und mein Handgelenk entlang, bis er sie mit den meinen verschrängt. "Mir geht es genauso."flüster Ju und hebt meine Hand zu seinen Lippen. Ich will meine Hand wegziehen, doch er hält sie fest und zieht mich plötzlich näher an sich. Ich spüre durch den dünnen Stoff seines Shirts seine Wärme und habe auf einmal das Bedürfnis, mich an ihn zu schmiegen. Nach kurzem Zögern mache ich es auch.

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    Juliens Wärme lässt mich schläfrig werden und ich gähne. Er sieht mich an und drückt mich noch mehr an sich. "Schlaf ruhig."sagt er leise, doch ich schüttle den Kopf. "Nein...ich muss noch nach hause, bevor jemand aufwacht und..." Etwas weiches berührt meine Lippen und ehe ich weiß, was passiert, bin ich in einen zärtlichen, aber doch leidenschaftlichen Kuss verwickelt, der mir den Atem raubt. Nach einer unendlich scheinenden Minute löst Julien sich von mir und streich mir die Haare aus den Gesicht. "Ein kleiner Abschiedskuss."meint er und steht auf. "Darf ich dich nach Hause begleiten? Du weißt ja, es ist gefährlich, allein zu gehen." Ich nicke erfreut und er nimmt meine Hand.
    Vor meiner Haustür bleiben wir stehen und Ju zieht mich erneut an sich. "Wir sehen uns wieder, ja?"fragt er mich zaghaft und ich bejahe es. Seine Augen leuchten auf, er küsst mich wieder auf diese unglaublich schöne Weise und dann dreht er sich um und geht, aber nicht, ohne sich noch an die zwanzig mal zu mir umzuzdrehen.

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Kommentare (1)

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vor 435 Tagen
Echt schöner Schreibstil!Gefällt mir super!
Es hat so was schönes magisches und beruhigendes!
Super!!