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Agentinnen im Sonderkommando Operation Geisterpferde

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10 Kapitel - 3.203 Wörter - Erstellt von: Rosalie-Belle - Aktualisiert am: 2018-02-05 - Entwickelt am: - 195 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Diese Geschichte habe ich mit 9 Jahren geschrieben, gestern gefunden und beschlossen sie weiter zuschreiben.

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    Prolog
    Sonntag, 27.4.2005
    Von: Dennis Filou
    An: Stella Sommer

    Meine Geliebte Tochter,
    Gewiss wirst du nicht alles verstehen, 
    aber ich möchte das du erfährst warum du von nun an in einem Heim leben wirst. Deine Mutter und ich haben naja, hatten einen Gefährlichen Beruf. Wir verfolgen und fangen Bösewichte und helfen der Polizei. Uns nennt man auch Agenten. Vor ein paar Tagen verfolgten wir einen Bösewicht namens Mr. Dawn. Mr. Dawn war sehr böse. Wir schafften es ihn der Polizei auszuliefern, aber er hatte Komplizen und diese brachten uns heute ein Päckchen. Wir waren sehr leichtsinnig, denn wir haben auf den Sieg gegen 
    Mr. Dawn getrunken. Wir öffneten das Päckchen und darin war ein Fläschchen. Normalerweise wären wir jetzt stutzig geworden, aber wir waren wirklich sehr betrunken! Wir machten das Fläschchen auf und sofort wurden wir in eine giftige Wolke gehüllt. Deine Mutter wurde sofort nüchtern, und brachte dich gleich raus. Danach fiel ich sie in Ohnmacht und starb. Ich setzte mich auf den Boden neben deine Mutter und schreibe Diesen Brief für dich. Wenn du ihn lesen darfst bist du wahrscheinlich schon sehr groß. 9 oder 10 bestimmt. Ich merke wie auch mich das Gift langsam ins Verderben treibt. Ich bitte dich nur noch um einen Gefallen. Trinke niemals Alkohol, wenn du eine Agentin bist! Denn dann weißt du ja was passiert! Benutze NUR deine Decknamen! Sei Vorsichtig! Bitte! 
    Dein dich liebender Vater und deine dich liebende Mama...

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    Heute kommt sie! Endlich! Ich kann es kaum erwarten sie zu sehen! Wir haben lange zusammen geschrieben und heute sehe ich endlich wie sie aussieht! Bald ist es soweit! Um 3:00 Uhr! Dann werde ich endlich meine Freundin sehen! Ich bin so gespannt! 

    Wie es wohl sein wird auf dem Land? Ich hoffe ich mache alles richtig, ich hoffe Lisa wird eine gute Freundin! Wenn dieses Fahrt endlich ein Ende nehmen würde! Ich kann es kaum erwarten! Endlich werde ich einen Fall lösen! Endlich werde ich wie meine Eltern!

    Stella war aufgeregt! In ein paar Minuten würde sie ihre Brieffreundin kennenlernen! Als Lisa ihr schrieb das in ihrem Dorf komische Sachen passieren, musste sie einfach zu ihr fahren! Endlich würde sie ihren ersten Fall lösen! Voller Vorfreude rieb sie vorsichtig über das Medaillon mit dem Foto ihrer Eltern. Sie waren früh gestorben und sie war seid dem im Kinderheim aufgewachsen. Freunde hatte sie keine. Umso besser fand sie es das Contessa Lorenzio ihr erlaubte über die Ferien zu ihrer Brieffreundin zu fahren. Contessa Lorenzio war Stellas Tante und hatte sie nach dem Tod ihrer Eltern vor dem Haus liegend gefunden und zu sich genommen. Da sie außerdem die Leiterin des Kinderheims "Die Sonne" war, wuchs Stella inmitten anderer Kinder auf. Aber sie war anders als alle anderen, zudem sie am Anfang nur italienisch sprach. Deswegen lernte sie schnell, allein zurechtzukommen. Ihre Tante merkte das sie oft allein war, und schlug vor, einer Brieffreundin zu schreiben. Den Luftballon, den Stella, damals gerade mal 10 Jahre alt, losschickte, fand eine alte Frau und brachte den Brief der daran hing ihrer Nichte mit. In dem Brief stand:

    Bist du auch so oft allein? Ich wünsch mir einen Sonnenschein! Auch beste Freundin wird es genannt! Drum flieg, Luftballon! Flieg hinaus und sich mir eine solche aus! Und wenn du sie gefunden hast, dann gebe niemals wieder rast. Denn schreibst du mir sofort zurück, beginnt ein tolles Freundesglück! 
    Deine Stella

    Darunter schrieb sie noch ihre Adresse und nur 2 Wochen später bekam sie schon eine Antwort:

    Hallo Stella,
    Ich heiße Lisa und bin Zehn Jahre alt! Meine Tante Cora hat deinen Luftballon gefunden und jetzt will ich deine Brieffreundin sein! Schreib mir doch bitte zurück! Deine Lisa

    Nach dem sie diesen Brief erhalten hatte, war sie überglücklich und seit dem schrieb sie ihr jede Woche mindestens ein Mal. Und heute würden sie sich endlich kennenlernen! "Nächster Halt, Schönfeld Hauptbahnhof!, sagte der Schaffner durch den Lautsprecher. "Wir sind da!", schrie Stella, gedankenverloren durch den Waggon. "Schhhhht!", sagte die alte Dame neben ihr. Während sie sich noch über die Jugend von Heute aufregte, fuhr der Zug mitsamt einer Aufgeregten und erwartungsvollen Stella in den Schönfelder Hauptbahnhof ein.

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    Stella lag auf dem Bett. Sie war einfach nur glücklich! Vor zwei Stunden hatte sie ein gewisser Julio vom Bahnhof abgeholt. Mit einer echten Pferdekutsche! Nach einer halben Stunde Fahrt hielt der Wagen vor einem Wunderschönen Fachwerkhaus. Julio erzählte ihr, das Lisa noch bei ihrem Kräutertreffen war und ihre Eltern mit ihrer großen Schwester bei der Aufführung im Kindergarten der kleinen Schwester waren. Er selbst sei der Nachbars Sohn und sollte sie abholen. Stella musste auch nur fünf Minuten warten, da fuhr ein kleiner schwarzer Mini den kleinen Weg zum Hof entlang. Er parkte und daraus stieg...die ganze Familie! Endlich! Ein Mädchen mit blonden Zöpfen sah sich auf dem Hof um und als sie Stella erblickte, rannte sie auf sie zu und umarmte sie stürmisch. Lisa! Sie freute sich sichtlich sie zu sehen. Aus dem Auto stiegen noch ein kleines Mädchen, ein großes Mädchen und ein etwas älteres Ehepaar die sich als "Patrik" und "Kathrin" entpuppte, wie Stella die Eltern ihrer Brieffreundin nennen sollte. Die beiden Mädchen hießen Tamara und Alina. Patrik und Lisa zeigten ihr das Zimmer in dem Sie schlafen sollte. Es hatte einen wunderschönen Blick aus dem Fenster auf den Hof. Schon bei der Besichtigung über den Hof hatte sie gewusst das sie es hier lieben würde. Auf dem Hof gab es Schweine(Mrs. Piggy und Winnie), Hühner(Louisa, Petty, Barbara, Minnie, Dava, Foxi, Prinzessin Lillifee und Hugo), Kühe(Martina, Sonja, Anne, Martha, Hildegard und Liese), einen Stier(Otto), Pferde(Honey, Sugar, Stern, Lara und Moon) und Kaninchen(Pummel, Hoppel, Lucie, Davina, Ernie, Bert und Sandmann). Stellas Lieblingstier war aber Moon, der Junge, noch ungezähmte Hengst, der auch früh seine Eltern verloren hatte(Der Vater starb an einer Kolik, die Mutter bei der Geburt), und wurde von einem anderen Pferd, das eine Fehlgeburt hatte, aufgezogen. Es klopfte. Lisa kam ins Zimmer. "Wollen wir einen Ausritt machen?, fragte sie,"ich könnte dir den Wald zeigen!". "Ja, gerne, sagte Stella, "darf ich auf Moon reiten?" "Sorry, aber für einen Anfänger wie dich würde ich eher Honey empfehlen, lachte Lisa. Als sie Stellas misstrauischen Blick bemerkte, fügte sie schnell hinzu:"Ich werde ihn dir schon nicht wegnehmen! Ich reite auf Sugar! Sobald Alina ihn eingeritten hat und du schon besser geworden bist, darfst du es vielleicht mal versuchen!" Lisa zeigte Stella, wie man Pferde striegelt, sattelt und aufzäumt. Da Stella noch ein Anfänger war und von Pferden gerade mal so viel wusste wie eine Katze vom Kuchenbacken, nämlich gar nichts, wunderte es die Familie gar nicht, das Lisa Sätze wie:" Nein, Stella. Das ist doch keine Zahnbürste für Honey! Das ist der Hufauskratzer!", hören ließ. Beim Ausritt musste Stella von Alina geführt werden und sah voller Neid, dass sogar die fünfjährige Tammi besser reiten konnte als sie. Wenigstens benahm sich Honey tadellos, doch trotzdem hatte sie nach dem Ausritt erst mal genug vom reiten. Stattdessen hatte sie viel Spaß beim Schweine füttern mit Lisa. Kathrin war nicht besonders begeistert als die beiden mit Dreckigen Klamotten und verklumpten Haaren in die Küche kamen. "Erst ein Paar Stunden hier und schon der gleiche Dreckspatz wie mein Lieschen!", sagte sie kopfschüttelnd während sie die Badewanne einließ. Eine Halbe Stunde später lag Stella frisch gebadet und mit Nassen Haaren auf ihrem Bett und wartete darauf das Patrik, der Koch der Familie zum Abendessen rief. Der Himmel verdunkelte sich langsam und man konnte aus dem Fenster über dem Apfelbaum schon die Silhouette des Mondes sehen. Und als der Himmel die Farbe von Blaubeeren annahm, rief Patrik zum Abendessen.

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    Als Stella die Treppe runtergestürmt kam, saß die ganze Familie schon am Tisch. Stella setzte sich auf den Platz neben Lisa. Tammi erzählte von der Kinderbetreuung, Lisa von ihrem Kräutertreffen und Alina von ihrem neuen Freund Florian. Als Alina gerade wieder über ihren Ex-Freund Malte lästern wollte, sprang Patrik mit dem Ausruf:" Oh nein, die Pasta!", auf und rannte in die Küche. Da die Nudeln leider verkocht waren gab es Aufschnitt und zum Nachtisch Frische Blaubeeren. Das Tischgespräch bezog sich auf verschiedene Themen. Stella lernte das Pfefferminze gut für den Magen und den Darm ist, das ein gewisser Jakob in der Kinderbetreuung Tammis Lego-Burg zerstört hatte, das Malte im Gegensatz zu Florian Alina jeden Tag ein Geschenk gegeben hat und das Rotwein Flecken leider überhaupt nicht mehr rausgehen würden, was Kathrin dermaßen den letzten Nerv geraubt hatte, das sie das Hemd ihres Mannes schlussendlich Im Misthaufen vergraben hat. Patrik setzte ein völlig entsetztes Gesicht auf und Stella musste grinsend feststellen das es in dieser Familie wohl nie Langweilig werden würde. Und wenn, gab es ja auch noch Julio. Er hatte sie schon vorgewarnt und ihr sicherheitshalber versprochen, das, wenn es ihr drüben mal zu viel werden würde, sie gerne rüberkommen dürfte. Nach dem Abendessen spielten sie noch Mensch ärgere dich nicht, erzählten sich dabei Witze und liefen dann lachend ins Bad um Zähne zu putzen. Als Stella in ihrem Lieblingsnachthemd unter der Bettdecke lag, wurde ihr bewusst, das es besser gar nicht kommen konnte. Sie war in einer super entspannten und lustigen Familie gelandet, hatte eine Supernette neue Freundin gefunden und lag jetzt vollgefuttert im Bett während sie noch einzelne Geräusche von den Tieren lauschte. Mit einem Muhen von einer der Kühe schlief sie glücklich ein.

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    Als Stella aufwachte war es 6:37 Uhr morgens. Das jedenfalls sagte ihr Radiowecker der jetzt fröhlich aber in VOLLER LAUTSTÄRKE, Atemlos von Helene Fischer trällerte. Schnell stellte sie ihn aus. Sie wollte sich gerade noch mal umdrehen um noch einmal einzuschlafen, da klingelte irgend ein Idiot Sturm an der Haustür. Erbost sprang sie au dem Bett, schlüpfte in ihre Hausschuhe und rannte im Nachthemd die Treppe herunter um diesem unfreundlichen Schlafstörer mal gehörig die Meinung zu Geigen. Als sie unten ankam, stand zu ihrem Erstaunen, Kathrin schon angezogen vor der offenen Tür. Ihr Gegenüber stand eine Frau mit Schwarzem Dutt der schon ein paar graue Strähnen hatte und gestikulierte aufgeregt mit den Händen."Ich schwöre Ihnen, ich habe sie gesehen! Die Pferde hatten Blutrote Augen! Und die Kutsche die sie zogen hatte keinen Führer! Ich sage ihnen: sie sind wieder da! Sie verfolgen uns! Dieses Dorf ist verflucht! "Aber Frau von Nebenan, beruhigen Sie sich doch! Ich bin mir Sicher das sie nur schlecht geträumt haben! Gehen sie besser wieder ins Bett und ihr Sohn macht Ihnen einen Tee, der beruhigt sie", sagte Kathrin mit einem Mitleidigen Lächeln auf ihren Lippen. "Sie halten mich für verrückt, was?, sagte die Frau mit leichter Empörung in der Stimme, "Aber ich sage ihnen, sie sind wieder da! Ich habe sie schließlich mit eigenen Augen gesehen! Ich wollte sie nur Warnen! Aber wenn sie mich nicht ernst nehmen, haben sie eine Warnung halt nicht verdient! Pfff! Euer Pech!" Mit diesen Worten verschwand die Frau im Nachbarhaus und Kathrin schloss kopfschüttelnd die Tür. Als sie sich umdrehte schreckte sie zurück. "Stella! Hast du mich erschreckt!, sagte sie, " was machst du denn hier? Stella erzählte ihr von Helene Fischers Weckaktion und Kathrin ging lachend in die Küche um Ihnen einen heißen Kakao zu machen. Als die Beiden dann mit zwei großen Tassen auf dem Sofa saßen, platzte Stella mit ihren Fragen hinaus:"Wer war das eben? Wovon hat sie erzählt? Was meinte sie mit "Schon wieder"? Was ist mit dieser Kutsche?", fragte sie. "Also, mal der Reihe nach! Das eben war Frau von Nebenan, sie ist die Mutter von Julio, den kennst du ja schon. Sie meinte sie hätte die Geisterpferde wieder gesehen! Ich glaube ja nicht daran doch vor ein paar Wochen hat der alte Herr Jansen davon erzählt. Er sagt er hätte fast einen Herzinfarkt gekriegt, als er die Pferdekutsche an seinem Fenster vorbeirauschen sah. Er sagt das die Pferde Blutrote Augen hatten und ihr Fell voller Narben war. Er meint das wären die Geister des zerbrochenen Theaters. Die hatten mal eine Aufführung mit solchen Pferden, doch das Stück lief nicht gut und das Theater musste schließen. Seitdem sollen Nachts die Seelen der Verstorbenen Schauspieler in der Ruine spucken. Aber ich glaube ja nicht an solchen Humbug! Du solltest damit nicht deine Zeit verschwenden, du bist ja nur drei Wochen hier! Und unter uns gesagt: Herr Jansen hat für meinen Geschmack wirklich ein bisschen zu viel Fantasie! Jetzt geh Lieber wieder ins Bett und schlaf noch eine Runde!" Doch schlafen konnte Stella nicht mehr. Als sie im Bett lag musste sie die ganze Zeit an die Geisterpferde denken. Wie war es möglich das die Kutsche ohne Führer fuhr? Was hatte es mit der Legende vom zerbrochenen Theater auf sich? Diese und noch tausend andere Fragen gingen ihr durch den Kopf. Zurück konnte sie nicht mehr. Das Agentenfieber hatte sie gepackt und ließ sie nicht mehr los.

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    Als alle Familienmitglieder aufgewacht waren, begannen die Erdingers mit dem Frühstück. Lisa machte einen superleckeren Kräutertee mit selbstgesammelten Kräutern die sie noch vor dem Frühstück mit Tammi gesammelt hatte. Aber das beste war die selbstgemachte Kirschmarmelade von Patrik! Stella aß gleich fünf Brote damit. Als endlich alle satt und zufrieden waren, fragte Kathrin was alle jetzt vorhatten, sie würde auf jeden Fall zu Tante Elisa fahren und wenn Stella und Lisa wollten, könnten sie mitkommen. Patrik wollte heute seinem Freund Benedikt bei seinem kaputten Traktor helfen, Tammi war mit Sofia verabredet, Alina wollte sich mit Florian im Eiscafé treffen und Stella und Lisa wollten unbedingt mitkommen. Lisa erzählte Stella, das Tante Elisa eine riesige Werkstatt hatte in der sie Glücksbringer bastelte. "Aber ich muss dich vorwarnen,"sagte Lisa,"sie ist ein bisschen verrückt!" Dass diese Charaktereigenschaft vollkommen zutraf, merkte Stella sofort, als sie nach der 1stündigen fahrt aus dem Auto stiegen. Die Hauswände waren Knallpink, der Hühnerstall daneben in Neongrün und die Werkstatt in Türkis gestrichen. Die Dächer waren alle Lila und auf der Riesigen Kastanie stand ein Gelbes Baumhaus. So viele bunte Farben auf einem Haufen hatte Stella noch nie gesehen. Staunend sah sie sich um. "Du siehst, Tante Elisa mag es gerne...na ja...bunt!", sagte Lisa und deutete mit dem Kinn auf das Regenbogenfarbene Durcheinander. Stella blickte nur auf den schmalen Weg, aus Kleinen, grauen Kieselsteinen, auf dem Eine ältere Frau entlangging. Stella hatte sich Tante Elisa, nach diesem Farbenschock als eine rundliche nette Frau mit schrillen Klamotten, einem Asiatischen Fächer, einer riesigen aufgetürmten Frisur und schwindlerregend hohen Absätzen vorgestellt. Halt dieser Klamotten-Stil den alle immer als verrückt beschreiben. Doch Tante Elisa passte so überhaupt nicht zu ihrer Vorstellung, dass Stella sich schon überlegte ob sie vielleicht versehentlich in eine verrückte Traumwelt, in der alle totale Gegensätze sind, gerutscht war. Tante Elisa hatte einen Braunen Haarknoten, ein lässiges Karohemd, Jeans, Gummistiefel und eine hässliche, schwarz-weiß gepunktete Brille auf der Nase. In der Hand hatte sie eine grüne Gießkanne mit Froschkopf, die sie jetzt überrascht fallen ließ und auf sie zustürmte. Sie umarmte Kathrin stürmisch, gab Lisa einen dicken Schmatzer und kam schließlich zu Stella. Sie strahlte ihr Direkt ins Gesicht, doch plötzlich wurde ihr Lächeln von Trauer weggewischt. Ihre Augen füllten sich mit Tränen als sie fragte:"Vieni in Italia, giusto?" Als Stella nickte, fing sie an zu weinen. Schluchzend flüsterte sie:"Antonio!", und sank dann auf die Erde.

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    Stella saß auf dem Sofa neben Tante Elisa und nippte an ihrem Tee. Nach Elisas Zusammenbruch brachten Lisa und Kathrin sie erst mal ins Wohnzimmer wo sie sich erstmal einen Tee machten und Elisa dann anfing zu erzählen:"Ich war noch jung als ich in meinem Italien-Urlaub Antonio kennenlernte. Wir verliebten uns sofort ineinander und Antonio versprach mir das er, sobald er genug Geld hatte, nach Deutschland zu kommen. Ich lebte damals noch in der Stadt, doch als wir bei einem Spaziergang an diesem Haus Hier vorbei kamen, fand er es so schön, das er sich vor mich hinkniete und zu mir sprach: Meine geliebte Elisa, du weißt meine Liebe zu dir ist unendlich, aber ich habe leider einen Brief meiner Familie bekommen, das ich zurück nach Italien muss. Würdest du mit mir kommen und in Italien meine Frau werden! Bitte, ich weiß, ohne dich werde ich niemals wieder glücklich! Ich war einfach nur glücklich! Natürlich sagte ich Ja, und ich ging mit nach Italien um ihn dort zu Heiraten! Doch zwei Tage vor unserer Hochzeit bekam ich eine Nachricht, das es einen Anschlag in einem Einkaufszentrum gab und Antonio...war eins der 148 Opfer! Vier Monate Nach Antonios tragischem Tod, ging ich zurück nach Deutschland, kaufte mir das wunderschöne Haus und verdiente mein Geld mit Selbstgebastelten Glücksbringern, denn wenn das Schicksal mich dazu bestimmt hat mein Leben lang Unglücklich zu sein, möchte ich wenigstens dazu beitragen das alle anderen wenigstens ein kleines Glück bekommen." Nach dieser Geschichte war es erst mal sehr lange Still. In diese Stille flüsterte Stella:"Mi dispiace." Das hieß: Es tut mir leid. Tante Elisa lächelte sie an und antwortete:"Sei una brava ragazza!", das bedeutet soviel wie: du bist ein liebes Mädchen!

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    Hier werde ich weiterschreiben...

    9
    Hier auch...

    10
    Hier auch...

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