26. Mai 2019 Europawahl. Urheberrechtsreform. Wir haben nicht vergessen! Die Meinung von testedich

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Verloren - Ohne Erinnerung

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2 Kapitel - 3.059 Wörter - Erstellt von: - Aktualisiert am: - Entwickelt am: - 795 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 3 Personen gefällt es

Wie kann ein Leben ohne die geringsten Erinnerungen verlaufen?
Diese Frage können wohl die wenigsten beantworten, doch für Luna ist es bereits reiner Alltag geworden. Die junge Frau kann sich an ihre gesamte Kindheit nicht erinnern und zieht bereits seit vielen Jahren ziellos umher, immer mit dabei ihr kleiner Exceed namens Akito, der ihr bester und zugleich einziger Freund ist.
Doch nach Jahren des Herumirrens beschloss Luna auch mal wieder unter Menschen zu kommen. Sie wollte nicht mehr so alleine sein und endlich wieder etwas Spaß haben. Dies war auch der Grund, weshalb sie eines Tages in der Gilde Fairy Tail auftaucht und sich dieser anschließt. Doch natürlich laufen die Dinge nie wie geplant und schon schnell wird sie mit etwas konfrontiert, was ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.

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„Erinnerungen sind Dinge, die uns Menschen ausmachen. Sie können uns prägen, uns hilfreich sein und Freude spenden. Sie können uns aber auch zerstören. Aber was ist, wenn man keinerlei Erinnerungen besitzt?"

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Die Sonne hatte bereits ihren Hochpunkt erreicht, als ich Magnolia endlich erreichte. Bereits seit sechs Tagen war ich unterwegs gewesen und mein Vorrat war beinahe schon aufgebraucht, weshalb ein erleichtertes Seufzen meine Lippen verließ. Mein Ziel war nun nur noch wenige Meter entfernt, was auch ein Grund dafür war, dass ich meine Schritte etwas verlangsamte. Schließlich hatte ich es nicht eilig. So steckte ich meine Hände in die Manteltaschen und setzte einen Fuß vor den anderen, während ich mich etwas in der Stadt umsah.

Ich kam an einigen großen Läden, Märkten und Cafés vorbei, die zu dieser Zeit ziemlich voll waren.Immerhin war es auch sonnig und angenehm war. Da saß man gerne draußen und entspannte etwas bei einem kühlen Getränk. Und zudem war Magnolia eine wirklich schöne Stadt, die zu jeder Jahreszeit sicher viele Touristen anlockte. Doch ich war nicht hier um die Stadt zu bewundern – zumindest nicht nur deswegen -, sondern, da ich mich der hiesigen Gilde anschließen wollte.

Schon seit vielen Jahren war ich nun schon auf Reisen und hatte mir mit den unterschiedlichsten Aufgaben Geld verdient. Aber auch wenn ich nie gänzlich alleine war, so wollte ich auch einmal mit anderen zusammen arbeiten und Spaß haben. Und da ich schon so einiges über Fairy Tail gehört hatte, vor allem auch über deren starken Magier, war mir die Entscheidung nicht schwer gefallen.



Ich war fast schon gänzlich in meine Gedankenwelt abgetaucht, weshalb ich einen erschrockenen Aufschrei nicht unterdrücken konnte, als ich eine Hand auf meiner Schulter spürte. Augenblicklich lagen alle möglichen Blicke auf mir, auf die ich jedoch nicht richtig achtete, da Akito vor meinem Gesicht auftauchte. Der Exceed war nun schon schon seit vielen Jahren ein treuer Freund, doch so sehr ich ihn auch liebte, so sehr hasste ich es auch, wenn er mich jedes Mal so erschrecken musste.

„Entschuldigung", gab dieser sogleich auch kleinlaut von sich, bevor jedoch ein breites Grinsen sein Gesicht zierte. „Aber schau doch mal. Wir sind angekommen."

Bei diesen Worten konnte ich einfach nicht mehr böse sein und auch der letzte Schrecken wich aus meinem Gesicht, ehe sich ebenfalls ein breites Grinsen auf meinen Zügen bildete. Er hatte Recht. Wir standen genau vor dem großen, ja beinahe schon riesigen, Gebäude der Gilde und staunend besah ich es mir.

//Fairy Tail. Endlich bin ich hier//, dachte ich freudig und blickte zu Akito, der aufgeregt vor mir auf und ab flog. „Lass uns endlich reingehen", kam es ein weiteres Mal von ihm, dem ich bloß mit einem Nicken zustimmen konnte. Ohne noch länger zu warten drückte er die hohen Türe mit vollem Elan auf und wieder mal lagen sämtliche Blicke auf uns. Doch statt irgendwie verunsichert zu sein oder ähnliches, trug ich noch immer ein Lächeln in meinem Gesicht und trat ein. Die Gespräche wurden immer leiser und auch alle anderen Geräusche verstummten. Leises Gemurmel war zu vernehmen, was mich bloß den Kopf schütteln ließ, ehe ich mit lauter und klarer Stimme anfing zu sprechen.

„Entschuldigt bitte die Störung, aber wo ist euer Master anzutreffen?"

„Wer will das wissen?" Sogleich drehte ich meinen Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kam. Sie gehörte einer jungen Frau, ich schätzte sie ungefähr in meinem Alter, mit scharlachrotem, langem Haar und dunklen Augen, die mich und Akito aufmerksam musterten. Ihre Stimme klang fordernd, aber freundlich zugleich und natürlich zögerte ich nicht und stellte mich vor. „Mein Name ist Luna und ich würde mich dieser Gilde gerne anschließen", sagte ich also, ehe ein lautes „Aye", von Akito erklang.

Einen kurzen Moment war es noch immer still, doch dann lächelte die junge Frau und stellte sich mir als Erza vor, bevor sie mich auch schon bat, ihr zu folgen. Dies tat ich auch, wobei Akito jedoch hier blieb, da er sich gerne noch etwas umschauen wollte. Mit einem Kopfschütteln, aber dennoch mit einem Lächeln, ließ ich ihn machen und folgte der jungen Frau, doch als die Gespräche noch immer verstummt blieben, seufzte ich einmal laut. „Ihr könnt euch gerne weiter unterhalten, ich belausche auch keinen, versprochen."

Schon konnte ich vereinzelte lächeln sehen und auch nur wenig später begannen die Gespräche wieder Fahrt aufzunehmen.

So folgte ich Erza also weiter, bis wir an einer Tür ankamen, die sie nach dem Klopfen öffnete. Neugierig blickte ich hinein und konnte sofort den Geruch von altem Pergament und Tinte riechen, der in der Luft lag, sowie der Geruch frischen Gebäcks, welcher durch das geöffnete Fenster hinein wehte. An Mobiliar gab es hier etwas weniger zu bestaunen, aber dennoch gefiel mir der kleine Raum, auch da die Farbe an den Wänden ein warmes blau war und ich mich sofort wohl fühlte, wie eigentlich auch schon im Eingangsbereich.

Als wir also eintraten, sah ein älterer Mann von seinem Schreibtisch auf und ich erkannte ihn natürlich sofort aus den Geschichten. Es war der Master von Fairy Tail. Ein freundlicher Geselle, der aber auch schon einmal anders sein konnte. Ich hatte aber auch gehört, dass er ziemlich klein sein sollte, weshalb ich unauffällig versuchte, unter den Tisch zu sehen. Doch das war nicht nötig, da der Master da auch schon aufstand und nach einem fragenden Blick zu Erza zu mir trat.Tatsächlich war er wirklich ziemlich klein.

„Wen haben wir denn hier? Sag, was möchtest du von mir?", fragte er mich freundlich und nach einem kurzen Blick zu Erza begann ich mich auch ihm vorzustellen und das ich mich der Gilde gerne anschließen würde. Ich hoffte ja wirklich, dass er ja sagen würde und wartete gespannt darauf, wie er reagieren würde.

Als sich die Stille im Raum immer länger zog, begann ich so langsam Angst zu kriegen. Wieso sagte er denn nichts? War er nur am Überlegen? Suchte er vielleicht nach einer möglichst schonenden Absage? Würde er mich rausschmeißen?

Urplötzlich erschien ein Grinsen auf seinen Lippen, was mich im ersten Moment noch etwas verwirrte. Doch nach seinen Worten war die Verwirrung wie weggeblasen. „Wieso auch nicht? Wir können immer junge Leute gebrauchen. Erza wird dich zu Mirajane führen. Von ihr erhältst du dann dein Zeichen."

Die Angst war gänzlich verschwunden und ich grinste über beide Ohren. Ich war wirklich angenommen worden! Das war das Beste was mir je passiert war und ich konnte es irgendwie gar nicht so recht glauben. „Danke, danke, danke! Das ist einfach großartig. Ich verspreche auch, dass ich euch nicht enttäuschen werde", sprudelten die Worte augenblicklich aus meinem Mund, was die beiden leise auflachen ließ, ehe Erza mich mit einem„Na dann komm mal mit" mit sich nahm.



Nur wenig später standen wir wieder in der Eingangshalle und steuerten auf die große Bar an, hinter der eine hochgewachsene, junge Frau mit langem, weißen Haar stand. Just als sie uns entdeckte, winkte sie uns freudig zu und trat hinter dem Tresen hervor. „Wen hast du denn da mitgebracht, Erza?" „Ein neues Mitglied", antwortete diese schmunzelnd und schob mich etwas nach vorne. „Guten Tag. Mein Name ist Luna. Ich freue mich wirklich riesig, dass ich mich von nun an ein Mitglied von Fairy Tail nennen darf", grinste ich immer noch breit und konnte gar nicht mehr damit aufhören. Ich war halt einfach so unglaublich glücklich.

„Freut mich sehr dich kennenzulernen Luna. Ich bin Mirajane, aber du kannst auch einfach Mira sagen", erwiderte die Weißhaarige Frau freundlich, als ich mit einem Mal einen kleinen Stempel in ihrer Hand erkannte. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass sie ihn irgendwo hervorgeholt hatte.

„Also dann. Wo hättest du dein Zeichen denn gerne?"

Lange überlegte ich auf diese Frage hin nicht mehr und sagte sofort: „Ich hätte es gerne auf meinen Oberschenkel."

Schon platzierte sie den Stempel auf meinem rechten Oberschenkel und keine drei Sekunden später prangte das Zeichen von Fairy Tail auf meiner Haut, welches in einem dunkleren Pink erstrahlte. „So, von nun an bist du ein vollwertiges Mitglied. Herzlichen Glückwunsch", sagte Mira und umarmte mich voller Stolz und Freude. Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte, weshalb ich auch nichts sagte, aber stattdessen ein lautes, freudiges Lachen meine Kehle verließ.

„Du hast es geschafft." Ich spürte bloß noch einen Windhauch, als Akito mich auch schon stürmisch umarmte.

Dadurch bemerkte ich auch nur schwach, wie das große Tor ein weiteres Mal geöffnet wurde und vier Personen die Gilde betraten. Ebenso schwach vernahm ich nur die laute Stimme eines Jungen und achtete auch gar nicht so richtig darauf, was sie nun taten, als ich mich wieder von Akito löste und eine leise, fassungslose Stimme hinter mir hörte ... „Luna?"

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Kommentare (1)

autorenew

vor 467 Tagen
Die Story ist wirklich spannend, bitte schreib weiter!